Indie-Check: Oh My Gore!
Teil der Exklusiv-Serie Indie-Check

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Der Marian 17692 EXP - 19 Megatalent,R7,S3,A10,J10
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28. Oktober 2016 - 14:10 — vor 21 Wochen zuletzt aktualisiert
In unserer Rubrik Indie-Check stellen wir regelmäßig ein interessantes PC-Spiel eines unabhängigen Entwicklerstudios vor. Die Rubrik wird von unseren Usern Der MarianZaunpfahlVampiro und Dominius betreut.

Das deutsche Indiestudio Bumblebee wagt sich mit Oh My Gore! in eines der beständigsten Indie-Genres, der Tower-Defense. Dabei versucht der Titel sich zum einen mit schwarzem Humor und zum anderen einer Prise Echtzeitstrategie von ähnlichen Spielen abzugrenzen. Was auf jeden Fall nicht zu kurz kommt, ist die zu verspritzende Menge Pixelblut, auf die auch der Name des Spiels anspielt.
Türme, Truppen und Pixelblut – darum geht es hier.
Nekromant wider Willen
Als Archäologe hat man es in Filmen und Videospielen nicht leicht. Allzu oft erwecken diese akribischen Schatzsucher unbedacht böse Mächte, so auch in Oh My Gore. Ihr schlüpft in die Rolle des Archäologen Letchet, der in diesem Fall den Kriegsgott Raelius ausgräbt. Dieser macht euch sogleich zu seinem untoten Diener und verleiht euch dafür nekromantische Kräfte, so dass ihr ihm fortan bei der Unterjochung der Lebenden helft und dafür untote und orkische Horden in die Schlacht schickt. Letchet selbst ist von diesem Karriereweg herzlich wenig begeistert, womit sich der dialogbasierte Humor des Spiels speist.
 
Diese Dialoge sind voll vertont und sofern ihr regelmäßiger Hörer des Spielepodcasts Insert Moin seid, werdet ihr viele der Stimmen wiedererkennen. So spricht Michael Cherdchupan den Letchet und auch die Mitpodcaster und einige regelmäßige Gäste haben Sprecherrollen übernommen. Die Dialoge dienen dazu, euch die Kampagne zu erzählen, die sich sich aus einer Abfolge aus abwechslungreichen Leveln zusammensetzt.
In den Szenarien gehören Wendungen der Geschichte dazu.
Angriff ist die beste Verteidigung
Das Prinzip der Gegnerwellen stammt direkt aus dem Tower-Defense-Genre und auch in Oh My Gore gilt es, Verteidigungstürme zu bauen und aufzurüsten. Auch Fallen stehen euch zum Ausbremsen der gegnerischen Kämpfer zur Verfügung. Weiterhin stehen euch Kasernen zur Verfügung, in denen ihr selbst Wellen von Truppen rekrutiert und diese gegen die gegnerischen Verteidigungsanlagen und Truppen schickt. Dabei folgen eure Kämpfer vorgegebenen Wegen und ihr könnt nur an Kreuzungen durch einen Richtungswechsel eingreifen.
 
Da ihr zwei Aufgaben abdeckt – Verteidigung ausbauen und eigene Kämpfer losschicken – und es auch keine größeren Pausen zwischen den gegnerischen Angriffswellen gibt, gestalten sich die Partien relativ hektisch. Zwischen den Szenarien könnt ihr mit der Forschungsressource, dem vergossenen Blut der vorherigen Schlacht, Verbesserungen für Türme und Truppen erforschen. In der Kampagne lassen sich neben Letchet noch weitere Helden freispielen. Diese bringen euch einen jeweils einzigartigen Heldenzauber, den ihr während der Kämpfe einsetzen könnt. So kann Letchet aus Gefallenen Kämpfern Skelettkrieger beschwören. Die Helden dürfen auf dem Schlachtfeld nicht durch den Feind vernichtet werden, sonst ist die Partie verloren.
Manche versteckte Monster könnt ihr auf Anhieb nicht besiegen.
Fazit
Oh my Gore versucht sich an einer Erweiterung des klassischen Tower-Defense-Prinzips. Ihr übernehmt nicht nur die Rolle des Verteidigers, sondern schickt auch Angriffswellen los. Die gut vertonten Dialoge machen einen großen Teil des Spiels aus, wobei der etwas alberne schwarze Humor durchaus Geschmackssache ist. Retrocharme vermittelt der grobe Pixellook und es wird nicht mit roten Pixeln gegeizt in Form von ordentlich Blut auf dem Schlachtfeld.
 
Insgesamt spielt sich Oh My Gore hektischer als typische Tower-Defense-Spiele. Das eigene Losschicken von Truppen erhöht die Komplexität, sonst sind alle genre-typischen Spielelemente vorhanden. Dabei setzt der Titel stark auf die durchgängige Story der Kampagne und ist damit nicht nur für Genrefans ein kurzweiliger Zeitvertreib.
  • Tower-Defense mit Echtzeitstrategie-Anteilen
  • Einzelspieler
  • Für Anfänger und Fortgeschrittene
  • Preis: 8,99 Euro bis 1.11. (regulär 9,99 Euro)
  • In einem Satz: Dialoglastiges Strategiespiel mit schwarzem Humor und viel Pixelblut im Retrolook
RoT 18 Doppel-Voter - 9075 - 28. Oktober 2016 - 14:20 #

hey, cool... danke für den check :D

immerwütend 21 Motivator - P - 29858 - 28. Oktober 2016 - 14:24 #

Hektik? Ich mag keine Hektik...

Der Marian 19 Megatalent - P - 17692 - 28. Oktober 2016 - 14:47 #

Dann ist das eher nichts für dich.

immerwütend 21 Motivator - P - 29858 - 28. Oktober 2016 - 15:23 #

Ich ahnte es ;-)

Stromsky 16 Übertalent - 4758 - 28. Oktober 2016 - 18:05 #

Man kann es durchaus auch auf leicht spielen :D aber ich finde an die Hektik "gewöhnt" man sich, dann fühlt es sich alles gar nicht mehr so hektisch an. Oft gewünscht war der doppelte-Geschwindigkeit Modus. Auf jeden Fall ist es nicht so hektisch und stressig wie "Z", für die, die den Klassiker noch kennen.

Der Marian 19 Megatalent - P - 17692 - 29. Oktober 2016 - 8:25 #

Oh ja, Z war da ein ganz eigenes Kaliber.

Stromsky 16 Übertalent - 4758 - 28. Oktober 2016 - 14:28 #

Sehr schön geschrieben ! vielen dank :)

RoT 18 Doppel-Voter - 9075 - 28. Oktober 2016 - 19:59 #

sollteeigentlich jetzt im moment ein stream zu Oh my gore laufen, falls jemand interessiert ist...

https://t.co/wcPxDoS21B

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