Flynet -- Surfen im Flugzeug

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12. Oktober 2009 - 11:41 — vor 8 Jahren zuletzt aktualisiert

Wer kennt solche Situationen nicht? Es steht mal wieder ein Urlaub in den USA an, vor dem es lediglich einen Langstreckenflug zu überwinden gilt. Die Batterien des MP3-Players sind bereits den enormen Wartezeiten an Check-In-Schalter und Sicherheitsschleuse zum Opfer gefallen und beim Warten auf das Boarding beginnt auch noch der Akku des favorisierten Handhelds zu schwächeln. Zu allem Überfluss stellt man beim Betreten des Flugzeugs auch noch fest, dass das Entertainment-System ausgefallen ist. Die folgenden Stunden werden also von erdrückender Langeweile geprägt.

Zugegeben: Die beschriebene Situation ist für die meisten Menschen alles andere als alltäglich. Sollte man sich aber doch einmal solcher Umstände ausgesetzt sehen, kann man wohl von unglaublichem Pech reden. Die Fluggesellschaft Lufthansa will nun für solche Pechvögel Fortuna spielen und plant zusammen mit Panasonic unter dem Namen Flynet -- vorerst nur für Langstreckenflüge über den großen Teich -- W-LAN im Flugzeug anzubieten, um auch in 12.000 Metern Höhe in den Genuss von Breitband-Internet zu kommen. Unter Berufung auf firmennahe Kreise berichtet das Wall Street Journal, dass heute eine offizielle Ankündigung mit allen Details bevorsteht. Angeblich steht bereits ein Tarifmodell fest. Für eine Minute im Internet werden voraussichtlich 3 US-Dollar fällig, eine Stunde kostet 12 US-Dollar und 24 Stunden sollen mit 22 US-Dollar zu Buche schlagen.

Bereits 2003 versuchte die Lufthansa ein Internet-Angebot im Flugzeug zu etablieren. Entwicklung und Betrieb der entsprechenden Plattform verschlangen bis Ende 2006 1 Milliarde US-Dollar, Gewinne konnten im Gegenzug nicht eingefahren werden. Dazu kamen die relativ hohen Installationskosten, die damals pro Flugzeug nahezu 500.000 US-Dollar umfassten. Ultimativ führten diese Punkte zu Einstellung des Dienstes zum Ende des Jahres 2006. Zum bevorstehenden Neustart von Flynet wurden die entstehenden Kosten gedrückt. Die Ausstattungskosten sollen sich nur noch auf 100.000 bis 250.000 US-Dollar belaufen.

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