Digital Homicide: Entwickler verklagt 100 Steam-User wegen Diffamierung auf insgesamt 18 Millionen Dollar

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17. September 2016 - 11:28 — vor 48 Wochen zuletzt aktualisiert

Das Entwicklerstudio Digital Homicide, Schöpfer von Spielen wie Dungeons of Kragmor, Wyatt Derp oder Deadly Profits, verklagt 100 anonyme Mitglieder einer Steam-Gruppe namens Digital Homicide Poop Games auf insgesamt 18 Millionen US-Dollar. Der "Hass- und Belästigungsgruppe", wie Digital Homicide sie nennt, wird dabei Stalking, Belästigung, krimineller Identitätswechsel, deliktische Interferenzen und noch vieles mehr vorgeworfen. Zudem verlangt James Romine, Mitbegründer und Klagesteller, die Offenlegung der Klarnamen seitens Valve.

Die Anklage stützt sich auf verschiedene Einträge innerhalb der Gruppe, die dem Entwickler unter anderem mangelnde Qualität, Geldmacherei und das Vollspammen des Steam-Greenlight-Programms vorwerfen. Dabei gehen die Angeklagten, die sich mittlerweile in Digital Homicides umbenannt haben und sich selbst als "überzeugte Konsumenten-Vertreter und vor Zensur sicherer Hafen" beschreiben, nicht gerade rücksichtsvoll mit der Wortwahl um. Zehn User stehen besonders im Fokus. Sie sollen vornehmlich "Kommentare gespammt, falsche Vorwürfe erhoben und negative Bewertungen geschrieben haben, um so finanziellen Schaden und emotionale und mentale Pein zu verursachen". Wir verfolgen weiterhin das Geschehen und informieren euch, sobald es Neuigkeiten in dem Fall gibt.

Bereits zu Beginn des Jahres verklagte Digital Homicide den Spielekritiker Jim Sterling auf zehn Millionen Dollar, als der sich erdreistete, die Spiele von DH in verschiedenen Artikeln und Videos harsch zu kritisieren. Der Prozess dauert aktuell noch an.

Desotho 16 Übertalent - 4132 - 17. September 2016 - 13:47 #

Klingt so, als wäre das ein unfähiger Spieleentwickler der noch dazu ne Schraube locker hat.

Der Marian 19 Megatalent - P - 18514 - 17. September 2016 - 11:42 #

Neben dem Tippfehler "sicher" ist hier doch noch evtl. die Übersetzung falsch. Ein sicherer Hafen für Zensur? Was soll das sein.
> "überzeugte Konsumenten-Vertreter und sicher Hafen für Zensur"

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69313 - 17. September 2016 - 11:50 #

censorship safe haven. Sag du mir die korrekte Übersetzung! Hab es mal umschrieben, denk ich!

Der Marian 19 Megatalent - P - 18514 - 17. September 2016 - 12:00 #

So finde ich es verständlicher. Oder: "vor Zensur sicherer Hafen".

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 17. September 2016 - 11:43 #

"deliktische Interferenzen" - das ist mal ein wirklich interessanter Straftatbestand.^^

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11995 - 17. September 2016 - 12:23 #

Valve hat immerhin reagiert und die Geschäftsbeziehung zu DH beendet und deren Spiele aus dem Shop getilgt.

Praise the spiral (unregistriert) 17. September 2016 - 12:26 #

Cool, das bedeutet mehr DH-Rants von Jim Sterling. Davon krieg ich nie genug!

steever 17 Shapeshifter - P - 6127 - 17. September 2016 - 13:11 #

Falls das deren Youtube-Kanal ist, finde ich deren Abos recht... interessant. ;D

https://www.youtube.com/channel/UClb97S1Y36snvmqSOt77Gmg

blobblond 19 Megatalent - 18415 - 17. September 2016 - 13:39 #

Größenwahnsinn?
Naja ist ja heutzutage nix neues mehr, das Firmen gegen negative Kritik und Bewertung vorgehen.
Aber vom Streisand-Effekt haben sie nie gehört!

De Vloek 14 Komm-Experte - P - 2152 - 17. September 2016 - 20:36 #

Könnte aber auch sein, dass sie genau darauf setzen. Ich und viele andere hätten ohne diese lächerliche Aktion niemals von denen gehört. Vielleicht haben sie ja die Hoffnung, dass durch den gestiegenen Bekanntheitsgrad ein paar Leute aus Dummheit oder Mitleid eines ihrer grottigen Spiele kaufen ;)

Vidar 18 Doppel-Voter - 12745 - 17. September 2016 - 20:40 #

Naja die Bekanntheit nützt ihnen jetzt aber recht wenig da Valve sie wegen der Sache aus Steam geworfen hat.
Diese Aktion war eher ein Digital Suicide für den Entwickler

De Vloek 14 Komm-Experte - P - 2152 - 18. September 2016 - 1:34 #

Stimmt, das grenzt schon an beruflichen Selbstmord :P

Digital Homicide ist (war?) aber auch ein ziemlich beknackter Name wie ich finde.
Mit dem Eintrag im Lebenslauf wird man es nun nicht grade leichter haben.

Hal Fischer 17 Shapeshifter - - 7273 - 17. September 2016 - 14:03 #

Hm, find ich gut ... die logische Konsequenz daraus wäre, sich bei denen Anstellen zu lassen, Arbeit auf dem entsprechenden Niveau abzuliefern und dann nach einer Bewertung das Studio auf 18 Mio USD zu verklagen wegen "abgegebener Kommentare, falscher Vorwürfe und einer negative Bewertungen, um so finanziellen Schaden und emotionale und mentale Pein zu verursachen".

Vidar 18 Doppel-Voter - 12745 - 17. September 2016 - 14:21 #

Steam/Valve hat als Reaktion mittlerweile die Spiele von DH wegen dieser Sache entfernt

"Valve has stopped doing business with Digital Homicide for being hostile to Steam customers."

http://techraptor.net/content/digital-homicides-games-removed-steam

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39310 - 17. September 2016 - 14:45 #

Richtige Entscheidung.

Harry67 15 Kenner - P - 3815 - 17. September 2016 - 18:29 #

Sehe ich auch so. Äußerst schräge Taktik des Entwicklers. Und gut, wenn man den möglicherweise beabsichtigten PR Effekt auf Kosten anderer gleich an der richtigen Stelle kappt.

Jaik1 (unregistriert) 17. September 2016 - 18:36 #

Steam hätte die Geschäftsbeziehungen einstellen sollen weil der Entwickler unzählige Spiele unter unterschiedlcihen, falschen Namen unter Greenlight unterbringen wollte. Ich weiß nicht inwiefern das gegen die Nutzungsbedingungen verstößt, aber es höhlt sie mit Sicherheit aus und ist schlecht für Greenlight.
Und Steam sollte organisierte Hater-Gruppen genauso kaltstellen. Nur weil ein Entwickler schlechte, lieblose Spiele rausbringt ist es noch lange kein Grund den Entwickler tagein, tagaus zu stalken und Shitstorms zu organisieren. Das ist nach Gesetz ein Verbrechen und gehört geahndet. Die miesen Machenschaften des Entwicklers hätten einfach nur direkt Steam mitgeteilt werden müssen und dann wäre es deren Problem.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8264 - 17. September 2016 - 17:03 #

Find ich gut, sollte Mode machen. Dann zieh ich in die Staaten, beschwere mich über Kommentare von Usern auf meine Kommentare und verklage die auf X Millionen.

Endlich Reich!!1!

Wow... ist den schon der erste April? :)

hendrikn666 11 Forenversteher - 741 - 17. September 2016 - 20:58 #

Erwähnenswert ist auch das alle Spiele von DH ausnahmslos absolute Grütze sind.
Das sind nur ein paar Mann die im Jahr gefühlte 10 Unity-Assetstore-Misthaufen bauen und diese als "Spiel" bei Steam verkaufen. Reine Abzocke.
Bestes Beispiel dafür: "The slaughtering Grounds"
https://www.youtube.com/watch?v=S6s0Wpn1zmU

Diese Leute sind weder Programmierer, noch Designer oder Künstler. Das sind Betrüger, nichts weiter.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12745 - 17. September 2016 - 22:39 #

Das wenn sie lesen, hoffe du hast noch ein paar Millionen aufm Konto :D

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