GC2016: Get Even angespielt: Konfuse Detektivgeschichte mit Potenzial

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19. August 2016 - 14:37 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
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Mit Painkiller - Hell and Damnation und Deadfall Adventures konnte sich das polnische Studio The Farm 51 zuletzt nicht den besten Ruf unter Spielern erarbeiten. Trotzdem sind wir auf der Gamescom 2016 natürlich ohne Vorurteile in den Hands-on-Termin zu ihrem neuesten Spiel gegangen. Das hört auf den Namen Get Even und lässt sich am ehesten als Detektiv-Schleichspiel mit Actioneinschüben beschreiben.

Doch worum geht es genau? Nun, darauf können wir auch nach rund 45 Minuten noch keine ganz eindeutige Antwort geben. Die Story in Get Even baut sich aus mehreren Versatzstücken auf und wird erst nach und nach klarer. Los geht es in einem verlassenen Gebäude. Warum wir uns hier befinden, verrät uns das Handy in unserer Hand. Auf dem Display leuchtet eine Nachricht auf: Wir brauchen das Mädchen gar nicht zu suchen, wir können sie sowieso nicht retten, so der Hinweis.

Trotzdem machen wir uns auf die Suche. Wir laufen durch mehrere Räume und finden irgendwann nach draußen. Dort sehen wir in einer kleinen, heruntergekommenen Parkanlage in der Ferne einen Mann laufen – und erfahren, dass wir auch eine Pistole besitzen. Die Person verschwindet allerdings, sodass wir unsere Schusswaffe doch nicht brauchen. Wir betreten das nächste Gebäude und schleichen durch die Kellerräume.

Legen wir die Pistole wieder beiseite, können wir das Handy in die Hand nehmen. Das bietet unter anderem eine Karte aller Gebäude, aber auch einen in die Kamera integrierten Scanner. Den wiederum benötigen wir, um verdächtige Gegenstände zu analysieren. Nach mehreren Minuten finden wir das Mädchen. Mit einem Maschinengewehr müssen wir nun auch mehrere Personen ausschalten, die die Entführte bewachen. Als wir zu ihrer Rettung nahen, bemerken wir, dass sie eine Bombe umgeschnallt hat und der Countdown in wenigen Sekunden endet. Das Mädchen verrät uns noch den von ihr aufgeschnappten Code, wir geben ihn ein, die Szene endet.

Plötzlich wachen wir an einem ganz anderen Ort auf. Was ist mit uns geschehen? Diese Frage stellen wir uns in Get Even immer wieder. Dieses Mal erhalten wir eine Nachricht von einem gewissen Red, der uns treffen möchte. Der führt allerdings nichts Gutes im Schilde, denn nach einem weiteren, recht abrupten Schauplatzwechsel befinden wir uns plötzlich in einer Nervenheilanstalt. Auch tragen wir jetzt eine kuriose Apparatur auf dem Kopf, die auf den Namen Memory Visualisation Headset hört. Wir kommen wir hier nur wieder raus?

Die meiste Zeit in Get Even haben wir bisher mit dem Erkunden der Gegend verbracht. Wichtigstes Utensil ist eindeutig unser Handy, dessen Karte wir zumindest immer dann eingeblendet haben, wenn ein Vibrieren nicht gerade auf ein neues Beweismittel hinweist. Gut gefallen hat uns bei der Ermittlung und der Suche nach Antworten vor allem die Atmosphäre.

Durch die vielen engen Gänge zu laufen, erzeugt fast schon eine Gruselstimmung, wie wir sie sonst aus Horrorspielen kennen. Allerdings, und das sehen wir positiv, wird die Atmosphäre nicht zusätzlich durch Jumpscares oder blutige Szenen verstärkt. Einen tollen Eindruck hinterließ bei uns auch der Sound, der zum größten Teil aus Umgebungsgeräuschen wie flackernden Lampen besteht. Wird es im Spiel spannender, setzen aber zusätzlich noch psychedelisch anmutende, leicht verstörende Musikeffekte ein.

Die große Vorfreude auf Get Even wollte sich beim Anspielen aber nicht einstellen. Die Story wirkte auf uns stellenweise zu konfus, außerdem hält sich der spielerische Anspruch stark in Grenzen. Anstatt selber auf die Suche nach Hinweisen gehen zu müssen, müssen wir lediglich ein Vibrieren abwarten, um dann auf den Scanner umzuschalten. Die Actionabschnitte, so selten sie auch vorkamen, wirkten zudem aufgesetzt und einem Fall auch einfach nur unglaubwürdig.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 36912 - 19. August 2016 - 15:22 #

Klingt wirklich ziemlich konfus, aber mal schauen. Deadfall Adventures fand ich übrigens gar nicht so schlecht, wie es hier bewertet wurde. Wer einen Indiana-Jones-mäßigen Shooter mit Rätseleinlagen haben möchte, kann da ruhig mal zuschlagen, ich fand es ganz spaßig.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 19. August 2016 - 15:22 #

"Konfus" scheint die korrekte Bezeichnung zu sein.^^

Ganon 23 Langzeituser - P - 38317 - 19. August 2016 - 19:27 #

Ich kapiere auch den Titel nicht. "Get Even" klingt nach billiger Rache-Action, nicht nach Grusel-Adventure. Aber man weiß ja noch nichts zur Story, irgendwie wird es wohl Sinn ergeben.

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