GC2016: The Shattering - Raus aus meinem Kopf!

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Thomas Schmitz 2685 EXP - Freier Redakteur,R8,S8,A8,J6
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18. August 2016 - 22:34 — vor 15 Wochen zuletzt aktualisiert
Im psychologischen Thrillerspiel des polnischen Entwicklers Super Sexy Software landen wir im Gedächtnis eines Mannes. Wie gelangen wir raus? Und warum können wir uns an nichts erinnern? Wie im Film Memento wird die Geschichte rückwärts erzählt.

Die Ausgangssituation ist alles andere als neu. Mensch verliert Gedächtnis. Spieleentwickler machen sich diese Prämisse gerne zu eigen, um eine Pseudo-Erklärung zu haben, dass der Charakter weder etwas kann noch etwas weiß. Und auch in Filmen und Serien wird sie gerne genutzt. Man denke nur an den Beginn von The Walking Dead, als Rick im menschenleeren Krankenhaus aufwacht.

Das Entwicklerteam Super Sexy Software aus dem polnischen Danzig  zieht im psychologischen Thriller The Shattering ebenfalls die Amnesie-Karte. Unser Protagonist wird hypnotisiert und wacht in einem weißen Raum auf. Wir befinden uns in seinem Gedächtnis. Doch die Erinnerungen sind verblasst wie die Farbe an den Wänden des offenbar imaginären Zimmers – und darüber hinaus ganz schön leer.

Nimm die blaue Pille

Von einem Tonbandgerät spricht eine Stimme zu uns, gibt uns Anweisungen und Hinweise. Denn wir wollen schließlich wissen, was uns widerfahren ist – und das Gefängnis unserer Gedankenwelt verlassen. Wir nehmen Pillen, weil unsere Sicht verschwimmt. Wir lesen die Zeitung, schauen sie uns genauer an – und erfahren von einem Autounfall. Plötzlich passiert etwas: vor dem Fenster erscheint der Baum aus der Zeitung. Eine Erinnerung kehrt zurück – und hinterlässt gleich das nächste Fragezeichen.

Game Director Marta Szymánska berichtet von scheinbar leeren Räumen. Doch wenn wir uns einer Ecke nähern, taucht aus dem Nichts ein Bücherregal auf. In der etwa 15 bis 20 Minuten langen Demo, die wir spielen durften, gibt es noch recht wenige interaktive Elemente. Super Sexy Software will uns bewusst zügig zum Ende der Demo führen. Das soll sich aber ändern. Schließlich hat The Shattering noch nicht einmal Alpha-Status erreicht. Erscheinen soll das Spiel laut Zeitplan im ersten Quartal 2018.

Martas Kopfhörer

Ein wichtiges Designelement bei The Shattering ist der Sound. Weil Marta Szymánska damit gerechnet hat, dass der selbst im Businessbereich der Gamescom untergeht, hat sie ihren privaten Kopfhörer mitgebracht, den wir benutzen. Nur, wer genau hinhört, kann eine Geräuschquelle orten. Dort lauert meist ein weiterer Hinweis, den wir uns in der Ego-Perspektive ansehen.

Wie in Christopher Nolans filmischem Meisterwerk Memento erzählt The Shattering die Geschichte rückwärts. Wir gelangen in unserer Demo irgendwann in einen Hotelraum, später in dessen Badezimmer. Ein Abschiedsbrief, den wir zuvor gefunden haben, ergibt plötzlich Sinn. Wir schneiden uns die Pulsadern auf (die Aktion ist nicht zu sehen, nur das Badewasser färbt sich rot) – doch wir sterben nicht, sondern werden gerettet.

Wie, schon Schluss?

An dem Punkt endet die Demo. Und wir sind enttäuscht. Nicht, weil The Shattering keinen Spaß macht. Sondern im Gegenteil: Wir wollen weiterspielen. Noch 30, ach was, 60 Minuten nach dem Anspieltermin nimmt uns das Spiel gefangen, lässt uns nicht los, macht uns nachdenklich. Wenn ein Spiel einen schon nach so kurzer Zeit packt, ist das auf jeden Fall ein gutes Zeichen.

Doch bis wir mehr erfahren, dauert es noch rund anderthalb Jahre. Fünf Stunden soll die Story von The Shattering dauern. Im fertigen Spiel wird es laut Szymánska bedeutend mehr Interaktionen geben, nicht nur die, die uns direkt weiterbringen. Die Internetseite verspricht sogar Horrorelemente, von denen wir keine entdecken konnten. Doch auch so ist das Spiel beeindruckend, weil die Geschichte eine extreme Anziehungskraft entfaltet und uns wirklich hineinzieht in die Gedanken des Protagonisten. Erscheinen soll The Shattering nicht nur auf PC, Mac und Linux, sondern laut Marta Szymánska auch auf den aktuellen Konsolen und für Virtual-Reality-Brillen.

Bitte das falsche Wort/die falsche Phrase einkopieren, ohne Änderungen
Hier nur nötige inhaltliche Infos, nicht richtige Schreibweise oder Positionsangabe
Muffinmann 15 Kenner - - 3590 - 18. August 2016 - 22:39 #

Sollte ich im Auge behalten, vielen Dank für den Artikel.

Roherfisch 12 Trollwächter - P - 1067 - 19. August 2016 - 5:03 #

Das klingt ja mal richtig gut. Bin gespannt ob und wie das wird.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12258 - 19. August 2016 - 7:47 #

Ich mag den Stil des Spiels jetzt schon.
Mal kein 0815 "Ich sehr fast nichts oh wie bedrückend" Game sondern mal das Gegenteil. Hoffentlich funktioniert das bis zum schluss auch gut.

Punisher 19 Megatalent - P - 13375 - 19. August 2016 - 8:39 #

Klingt wie eine gute Idee, v.a. der VR-Support könnte hier wirklich gut ankommen.

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 2685 - 19. August 2016 - 10:22 #

Ja, das denke ich auch. Das Spiel ist wie gemacht für VR-Brillen.

Punisher 19 Megatalent - P - 13375 - 19. August 2016 - 11:34 #

Leider ja 2018... da freut man sich wieder, early adopter zu sein. ;-)

immerwütend 21 Motivator - P - 28949 - 19. August 2016 - 10:25 #

Wirkt gut, mal sehen, was daraus wird.

Cubi 17 Shapeshifter - 6113 - 19. August 2016 - 12:44 #

Ich wurde durch den Podcast auf dieses Spiel aufmerksam. Das klingt verdammt faszinierend und sieht zudem noch extrem cool aus. Definitiv etwas, was ich gerne spielen würde. Mein Interesse ist geweckt, werde den Titel weiter verfolgen, auch wenn's noch eine gewisse Zeit dauert.

Danke Thomas, für den tollen Spiele-Hinweis.

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 2685 - 19. August 2016 - 12:50 #

Gern geschehen. War für mich der größte Wundertüten-Termin, so nach dem Motto: Geh mal zu Deck 13 und schau dir mal an, was die so zu präsentieren haben. Und dann zaubern die The Shattering aus dem Hut. Ich hoffe, dass sie jetzt nicht wirklich mit seltsamen Horror-Elementen um die Ecke kommen.

CrashOberbreit Firmenvertreter - 375 - 23. August 2016 - 13:43 #

Keine Angst, keine Angst! Horror ja, aber nicht so der Handelsübliche. Denkt da mal mehr in Richtung Paranoia, so als kleiner Vorgeschmack auf das, was da noch kommen wird. Manchmal ist der subtile Horror viel schlimmer als öde Jumpscares ;)

Noodles 21 Motivator - P - 30145 - 19. August 2016 - 13:55 #

Memento ist ein großartiger Film, das Spiel klingt auch interessant. Nur Horror bräuchte ich da nicht unbedingt.

Drapondur 25 Platin-Gamer - - 55805 - 19. August 2016 - 18:24 #

Klingt interessant.

Uisel 15 Kenner - P - 3747 - 19. August 2016 - 18:31 #

kann dem aspekt des 'sofort-gefesselt-werden' nur zustimmen. trotz messekrach war ich sofort in der spielwelt drin! tolle demo. bin gespannt auf mehr!

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