GC2016: Mother Russia Bleeds angespielt: Vier Sowjets im Blutrausch

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Christoph Vent 130578 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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18. August 2016 - 12:47 — vor 36 Wochen zuletzt aktualisiert

Mit Mother Russia Bleeds arbeitet das kleine französische Studio Le Cartel an einem Beat-em-up, das es in sich hat. Mit bis zu vier Sowjets ziehen wir in einen Rachefeldzug und hinterlassen eine Spur der blutigen Verwüstung. In dem Sidescroller-Prügler wird nicht lange gefackelt, sondern gleich die Faust sprechen gelassen. Auf der Gamescom haben wir den Prügler angespielt.

Die Sowjets sind sauer
Über die Story müssen wir im Grunde nicht viel wissen, das macht uns auch gleich der anwesende Grafiker von Le Cartel klar: Wir sind Russen, die Rache geschworen haben – wofür genau, ist erstmal zweitrangig. Dafür ist aber immerhin die Wurzel allen Übels bekannt: Die Mafia. Und irgendwie steckt auch noch die Regierung mit drin.

Zu Beginn entscheiden wir uns für einen von diversen Protagonisten. Die unterscheiden sich in Werten wie der Kraft, ihrer Geschwindigkeit und der maximalen Nahkampfdistanz. Gerade Letztere spielt eine Rolle, sind uns in den ersten rund 30 Minuten, die wir mit Mother Russia Bleeds verbrachten, doch keine Feuerwaffen untergekommen. Das Beat-em-up konzentriert sich stattdessen voll auf Fights per Faust, Tritten oder auch improvisierten Waffen wie Schlagstöcken und – kein Witz – abgeschlagenen Köpfen.

Übersichtliche Steuerung trifft auf Hektik
Mother Russia Bleeds ist hektisch. Insbesondere wenn vier Spieler gleichzeitig unterwegs sind, wird es schwer, die Übersicht zu behalten. Denn zusätzlich befinden sich teilweise auch noch ein dutzend Gegner auf dem Bildschirm. Da ist es umso besser, dass die Steuerung bewusst einfach gehalten wurde: Für den Kampf gibt es einen Schlag, einen Tritt, eine Taste, um Gegner festzuhalten, und einen Dash. Zusätzlich dürft ihr den Schlag auch noch aufladen, um eine stärkere Attacke zu setzen.

Die Kontrolle eures Sowjet-Reckens geht schnell in Fleisch und Blut über. Daran, dass wir auf vertikaler Ebene aber fast exakt auf derselben Höhe wie unser Gegner stehen mussten, konnten wir uns aber nur schwer gewöhnen. Immer wieder standen wir etwas zu tief oder zu hoch und haben immer wieder daneben geschlagen – hier hätten wir uns etwas mehr Autokorrektur gewünscht. Hinzu kommt nämlich, dass Mother Russia Bleeds kein einfaches Spiel ist – nicht ohne Grund startete der Entwickler die Kampagne im Easy-Modus.

Makabrer Spaß
Das Szenario ist durchweg durchgeknallt und makaber. Schon im ersten Level flüchten wir aus einer Art Heilanstalt und besuchen eine Schlachterei, inklusive einiger noch lebender Schweine. Was wir mit diesen anfangen können, wenn es uns unbedingt danach dürstet, müssen wir wohl nicht genauer erläutern. Die Gewaltdarstellung ist ebenfalls drastisch, was durch den stark stilisierten Pixellook jedoch ein wenig abgemildert wird.

On the top haben unsere Kämpfer kein Problem mit Drogen. Zum Start dürfen wir uns daher eine Droge aussuchen, die wir uns bei Bedarf jederzeit intravenös einflößen. Zu Beginn stand bei uns nur Helium zur Verfügung, das entweder unsere Gesundheit auffrischt oder uns für eine kurze Zeit in Rage versetzt. Geht unser Vorrat zuneige, füllen wir ihn an Leichen wieder auf.

Mother Russia Bleeds ist brutal und setzt das Sowjet-Szenario so verrückt wie nur möglich um. Aber wir sind uns ziemlich sicher, dass der Koop-Sidescroller aus diesem Grund auch viele Käufer finden wird. Auch wir fühlten uns beim Anspielen richtig gut unterhalten. Ob das Beat-em-up aber auch auf Dauer motivieren wird, lässt sich erst mit einer finalen Fassung feststellen. Die wiederum lässt nicht mehr lange auf sich warten: Am 5. September bereits steht der Release für Windows, Mac OS und Linux an. Die PS4-Version verzögert sich ein wenig, da diese zusätzlich zum lokalen Koop auch einen Online-Multiplayer-Modus erhalten wird.

Deepstar 15 Kenner - P - 2773 - 18. August 2016 - 13:03 #

Laut Teaserbild grafisch auch brutal schlecht... also zumindest nicht mein Stil.

Nudeldampfhirn 14 Komm-Experte - P - 2402 - 18. August 2016 - 13:14 #

Mich wiederum spricht der Pixellook sehr an, hab das Spiel schon länger auf meiner Beobachtungsliste.

Deepstar 15 Kenner - P - 2773 - 18. August 2016 - 13:17 #

Das Problem ist nicht der Pixellook als solches, sowas wie Golden Axe sieht auch heute noch absolut super aus. Aber laut diesem Bild kann man nicht einmal Gesichter erkennen, das ist mir dann doch nochmal 10 Jahre zu weit in der Vergangenheit :D.

Nudeldampfhirn 14 Komm-Experte - P - 2402 - 18. August 2016 - 13:52 #

Hmm... wenn die Gesichter sowieso innerhalb kurzer Zeit zu Brei geschlagen werden.. :D

immerwütend 21 Motivator - P - 30825 - 18. August 2016 - 13:52 #

Und ich finde prügelnde Vierlinge doof...^^

doom-o-matic 15 Kenner - P - 3985 - 18. August 2016 - 13:14 #

Privyet, comrade!

RoT 18 Doppel-Voter - 9221 - 18. August 2016 - 13:29 #

Союз нерушимый республик свободных
Сплотила навеки Великая Русь.
Да здравствует, созданный волей народов,
Единый, могучий Советский Союз! ;)

doom-o-matic 15 Kenner - P - 3985 - 18. August 2016 - 14:10 #

сука блять! ;-p

Hyperlord 15 Kenner - P - 3029 - 18. August 2016 - 20:19 #

Mitm Kasten Bier und Kumpel im local Coop bestimmt gar nicht Mal schecht

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 36098 - 19. August 2016 - 0:40 #

Mit viel Vodka könnte es sogar noch besser werden. ;)

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - 1876 - 19. August 2016 - 9:01 #

Das Setting ist mir so sympathisch wie eine Geschlechtskrankheit.

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Mitarbeit
Action
Prügelspiel
ab 18
18
Le Cartel
Devolver Digital
05.09.2016 ()
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