GC2016: Shroud of the Avatar angespielt

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Jörg Langer 332164 EXP - Chefredakteur,R10,S10,C10,A10,J9
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17. August 2016 - 8:51 — vor 26 Wochen zuletzt aktualisiert
Wenn Richard Garriott ein Online-Rollenspiel macht mit Tugenden, mit Konzepten wie Stärke, Ehrlichkeit und Liebe, horchen alte Ultima-Fans auf. Tatsächlich erinnert einiges in Shroud of the Avatar an seine früheren RPGs und nicht zuletzt Ultima Online.
Lord British, der eher spontan auf der Messe weilt und eigentlich auf Urlaub in Europa ist,  fragt uns gestrengen Blickes, ob wir denn auf dem neuesten Stand seien in Sachen Shroud of the Avatar. „Ihr macht gerade einen Land Rush für bestimmte Pledge-Stufen.“ Die Augenbrauen heben sich. „Aber ansonsten habe ich vor anderthalb Jahren das letzte Mal reingeschaut.“ Die Augenbrauen senken sich nicht – schließlich ist Richard Garriott nicht nur ein alter Designerhase (Ultima), sondern auch PR-Profi. Aber wir haben ihm damit Gelegenheit gegeben, erst mal ganz weit auszuholen bei unserem Shroud-of-the-Avatar-Termin im Vorfeld der Gamescom.
 
„MMOs haben schon vor geraumer Zeit eine Sackgasse erreicht. Es geht doch nur noch ums Ansprechen von Questmarkern, Wegklicken des Missionstextes und Aufrufen des Logs, damit dir der nächste Wegpunkt in der Karte angezeigt wird. Sie haben das Denken aus den MMOs rausgenommen!“ Sein eigenes Spiel ist natürlich anders: „Schau her, wir sind hier ganz am Anfang des Spiels, du hast noch nicht einmal einen Körper. Stört es dich nicht auch, dass du dich in RPGs fast immer für ein Gesicht und so weiter entscheiden musst, bevor du überhaupt weißt, ob dich die ersten Minuten ansprechen, welche Art von Charakter du spielen wirst?“
 
In der Tat: Questmarker sehen wir in Shroud of the Avatar keine, stattdessen winkt eine junge Dame. „Das ist Arabella, sie ist meiner Frau Laetitia nachempfunden“, freut sich der Weltraumtourist und Millionär. Von ihr erfahren wir per Text, was ungefähr zu tun ist (zu einem Orakel laufen und mit ihm sprechen; die Begegnung wird in unserem Tagebuch festgehalten. So geht das mit allen halbwegs wichtigen Ereignissen und Premieren („Habe heute mein erstes Skelett getötet“) im Spiel, für Übersicht sorgt die optionale Vorauswahl der missionsrelevanten Einträge.

Faszination und Problematik
Die Faszination und Problematik von Shroud of the Avatar zeigt sich, zumindest aus unserer Sicht, schon in den Anfangsminuten: Wir sprechen mit den NPCs wahlweise per Anklicken von (ziemlich kleinen) Keywords in ihren Dialogzeilen, die in einem typischen Chat-Fenster erscheinen. Oder wir tippen sie selbst ein. Was wir eintippen, wird von den NPCs im Eliza-Stil (das war eine frühe Chat-KI, die in der Frühzeit der Computer Unbedarften das Gefühl vermittelte, ein Mensch unterhalte sich per Texteingabe mit ihnen) verarbeitet. Wenn ihr also nicht einfach „Hi“ eingebt, sondern „Bartender, hi, I need ale and I need food“, wird euer Satz auch dann geparst und teilweise zurückgespielt, wenn der Schankwirt tatsächlich nur „ale“ versteht, „food“ aber nicht. Wir können auch NPCs einen falschen Namen sagen, und sie werden uns in Zukunft damit anreden. Aber, mahnt Lord British: „Das Programm merkt sich, ob du lügst.“
 
Auf der Anfangsinsel, um genau zu sein ist es eine hoch über der eigentlichen Spielwelt befindliche schwebende Insel, seid ihr in einer Solo-Instanz und lernt die grundsätzliche Bedienung. Dabei schließt ihr auch die Erstellung eures Charakters ab, in der typischen Ultima-Manier über Fragen wie „Du beförderst als Kurier einen Beutel Gold. Gibst du einem hungernden Bettler etwas ab (Mitleid), oder nicht (Ehrlichkeit)?“ 
 
Zwar ermittelt das Spiel, anders als mehrere Ultimas ab Teil 4, nicht eure Charakterklasse, die gibt’s nämlich in der Form nicht. Aber ihr landet in einer von drei Startgebieten, die wiederum Solo-Instanzen sind: Wer sich meist für Tapferkeit entschlossen hat, startet in einem Militärlager, wer für Ehrlichkeit stimmte, landet in einer Siedlung, die auf Alchemie und Magie spezialisiert ist (den Zusammenhang verstehen nur Ultima-Fans...), und wer die Liebe (also Mitleid und Co.) betonte, kommt nach Solace Bridge.

Start in Solace Bridge
Solace Bridge ist das Startgebiet, in dem auch unsere Stunde der Kritiker zu Shroud of the Avatar Anfang 2015 startete – auch wenn sich die Grafik mittlerweile deutlich verbessert hat. Dennoch wird niemand, der nicht die letzten fünf Jahre im Kühlhaus einer Raumstation verbracht hat, die Grafik von Shroud of the Avatar als state of the art bezeichnen. Sie ist zweckmäßig, und manche Landschaftsszenen sind ausgesprochen hübsch, aber Präsentation ist nicht die Hauptstärke des Spiels. Auch nicht Sprachausgabe, es gibt nämlich keine. Die Musik stammt vollständig von einer Betaspieler-geführten Gruppe namens Bards & Poets – sie passt unserem Eindruck nach richtig gut.
 
Das kleine Städtchen wurde kürzlich von einer Untoten-Armee heimgesucht, die aus dem Norden kam. Wir finden ein elternloses Mädchen und beschließen, ihm zu helfen. Nach unserem ersten Kampf ist die Solo-Instanz bald abgeschlossen, und es geht in die Multiplayer-Welt hinaus. „Als Faustregel schicken wir dich immer in Solo-Instanzen, wenn Storyrelevantes passiert“, erklärt Richard Garriott. „Also wenn du eine Audienz bei Lord British hast, solche Dinge. Und danach geht es wieder zu den anderen Spielern.“

Spieler bauen alles, craften alles
Und die sind für Shroud of the Avatar wohl wichtiger als für alle existierenden MMOs. Im Laufe des Spiels steigert ihr eure Skills in zwei Grundkategorien: Adventuring (7 Combat-, 8 Magic- und 4 Strategy-Skills) sowie Crafting, das noch mal in Gathering, Refining und Manufacturing unterteilt ist. Letztere sind besonders wichtig, denn wie Richard Garriott ausführt: „Wir stellen nur ein paar Anfangsgegenstände bereit und den Kern der Siedlungen. Und Rohstoffe. Alles, wirklich alles andere, was du siehst oder kaufst, wurde von Spielern hergestellt!“ Also Häuser, Läden, kleine Burgen, und alles andere. Tatsächlich steht bei jedem Gegenstand dabei, von wem er hergestellt wurde. Ob das nicht bedeute, dass man nur hochstufige Waffen kaufen kann, weil sich die Spieler-Schmiede nicht mit irgendwelchem Loser-Zeug abgeben wollen, fragen wir den Kultdesigner. „Nein, es herrscht das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Und sollte es zu einem Ungleichgewicht kommen, können wir immer noch eingreifen.“
 
Wie nicht anders zu erwarten, geht das Crafting sehr ins Detail: Ein Speer besteht aus dem Schaft, dessen Material schon über diverse Attribute entscheidet. Dann gibt’s die Spitze, bei der ein Magier darauf Wert legen wird, dass sie nicht aus stabilem Eisen, sondern aus wartungsanfälligem Kupfer ist (das beeinträchtigt seine Zauberei nicht negativ). Dazu kommen noch Legierungen wie Gold, Silber oder auch das Einsetzen von Juwelen, um der Waffe bestimmte magische Eigenschaften zu verpassen.

Der Stand: Tausende Spieler gleichzeitig
Wie aber steht es insgesamt um Shroud of the Avatar, wieso war so lange Funkstille? Garriott ist da ganz offen: Es gab ihm zu viele negative Kommentare in Steam Early Access, für viele Spieler sei die frühere Vorversion noch nicht ausgereift genug gewesen. Dennoch habe es 150.000 Anmeldungen gegeben in der Frühphase, 50.000 zahlende Kunden und mehrere hundert gleichzeitige Spieler. Letzterer Wert habe sich seit dem „Final Wipe“ (Server-Neustart) vor zwei Wochen in die Tausende gesteigert. Der eigentliche Launch werde im ersten Quartal 2017 sein.
 
Und wo kommt der Langzeitspaß her? Vom Burgenbauen? Vom Speere-Herstellen? Lord British lächelt geheimnisvoll. Dann sagt er: „Es gibt bereits etwa 100 Stunden Story-Gameplay im Spiel. Aber das ist nicht alles. Wir tracken ja alles mit. Das Orakel weiß alles über dich. Wie oft du lügst zum Beispiel. Wenn du dich im Spiel wie ein schlechter Kerl verhältst, wird das Orakel das merken. Und irgendwann wird es dir... helfen.“
 
Mit anderen Worten: Garriott plant, die Spieler langfristig aufgrund ihres Verhaltens im Spiel in zwei (oder vielleicht auch mehr) Lager einzuteilen. Und die werden dann sicherlich die Aufgabe bekommen (oder viele kleine Aufgaben), der anderen Seite zu schaden. Keine schlechte Idee für ein Tugenden-basiertes MMO des Ultima-Erfinders!
Jörg Langer Chefredakteur - P - 332164 - 17. August 2016 - 8:52 #

Viel Spaß beim Lesen!

Janosch 21 Motivator - P - 26306 - 17. August 2016 - 8:56 #

Ist von Eurer Seite ev. eine erneute SDK zum aktuellen Shroud of the Avatar geplant oder wahrscheinlich?

Tyntose 13 Koop-Gamer - 1688 - 17. August 2016 - 9:33 #

Klar doch, schließlich kann man sich echte Jörg Langer Lookalikes bauen:
https://i.ytimg.com/vi/oqd8a04Hfiw/maxresdefault.jpg
;)

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5394 - 17. August 2016 - 14:10 #

Haha, sehr schön.

Janosch 21 Motivator - P - 26306 - 17. August 2016 - 8:55 #

Ich hoffe Shroud of the Avatar wird so wie es sich hier liest. Wären da nur nicht meine Zweifel durch das Anspielen letztes Jahr...

Golmo 15 Kenner - P - 3780 - 17. August 2016 - 8:56 #

Sie sollten sich die PR-Leute von No Mans Sky besorgen :-)
Das was man damals in der SDK gesehen hat, hat mich auf jeden Fall extrem abgeschreckt und seitdem hat man von dem Titel auch nichts mehr gesehen & gehört.

knallfix 14 Komm-Experte - 1838 - 17. August 2016 - 12:37 #

Es gibt Streams auf Twitch, eigentlich fast immer.
https://www.twitch.tv/directory/game/Shroud%20of%20the%20Avatar%3A%20Forsaken%20Virtues

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12108 - 17. August 2016 - 9:03 #

Klingt überambitioniert, ich tippe mal auf noch ein paar Jahre im Early access, bis es irgendwann ganz eingestellt wird.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15377 - 17. August 2016 - 9:11 #

Was hat denn Liebe mit Ultima Online zu tun?

Maulwurfn Community-Moderator - P - 14062 - 17. August 2016 - 9:34 #

Kann mich an zahlreiche Ingame-Hochzeiten erinnern :)

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15377 - 17. August 2016 - 9:58 #

Hmm, interessante Erinnerung. Bei mir blieb eher die bleibende Kenntnis im Gedächtnis wann in Amiland die Schule aus war.
NukerXXX und Konsorten die dann über Drachenfels herfielen und schamlos die Überlegenheit ihrer Kabelmodems ausgespielt haben. Naja, auch mit dem klassischen 33K Modem konnte man überleben ;-)
Oder die Crossroads zur Hauptspielzeit, was ein Gemetzel...
Aber du hast Recht, es gab ja auch Hochzeiten ^^

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332164 - 17. August 2016 - 10:57 #

In der Hauptserie korrespondieren bestimmte Tugenden-Kombis mit einer der drei Grundtugenden, eben Tapferkeit, Liebe, Ehrlichkeit. Sacrifice etwa war Liebe plus Tapferkeit, sobiel ich weiß.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 17. August 2016 - 11:33 #

"Sacrifice is Courage to give oneself in name of Love"

Loco 17 Shapeshifter - 8145 - 17. August 2016 - 9:14 #

Die Vergangenheit hat mich gelehrt... das kann nichts werden. Am Ende muss wahrscheinlich vieles gestrichen werden, bei manchen Features muss man Kompromisse eingehen und durch die Vielfalt an komplexen Mechaniken, braucht es entweder einen Atom-PC, oder hat so viele Bugs, dass es alle zwei Minuten auseinanderfällt und abstürzt.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5057 - 17. August 2016 - 16:06 #

Sind Atom-PCs nicht eher die mit den langsamten Intel-CPUs? :-)

Cool, dann läuft Shroud of the Avatar ja noch auf meinem Billig-Windows-Tablet.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5394 - 17. August 2016 - 16:50 #

Vielleicht kann ich dann noch meinen eeePC für gutes Geld verkaufen...

Wolfen 14 Komm-Experte - P - 2155 - 17. August 2016 - 9:34 #

Klingt ja alles ganz nett, mal sehen was dann wirklich draus wird.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 33902 - 17. August 2016 - 9:48 #

Mal schauen wie es wird, ich Patche es ja andauernd mit aber angespielt habe ich es immer noch nicht.

immerwütend 21 Motivator - P - 29525 - 17. August 2016 - 9:49 #

Tja, wenn es kein MMO wäre...

Triton 16 Übertalent - P - 5569 - 17. August 2016 - 12:13 #

Schön das es ein MMO ist. Gemeinsam das Hobby mit anderen Menschen teilen. ;)

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 17. August 2016 - 12:16 #

Mit dem Irren, der gestern vor meinem Haus im Kreis springend Hühner gekillt hat, möchte ich mein Hobby nicht teilen... ;)

Maryn 12 Trollwächter - 1131 - 18. August 2016 - 8:19 #

Ich war zunächst verwirrt, da im Steckbrief "Klassisches Rollenspiel" steht. Hab schon gedacht, das wär vielleicht was für mich.

Sobald es im Text dann um "Solo-Instanzen" ging, war das Interesse wieder gelöscht. Für mich gilt: Nie wieder MMO.

contraspirit 11 Forenversteher - 622 - 17. August 2016 - 9:49 #

Sollte man das Spiel ursprünglich nicht auch als Single Player bestreiten können? Hab mir gerade ein aktuelles Video angeschaut, da sieht man in der Stadt vor lauter Spieler-Statusbalken kaum was von der Grafik.

Technikus 13 Koop-Gamer - P - 1561 - 17. August 2016 - 10:11 #

Ja, es gibt die Möglichkeit auch alleine zu spielen. Du kannst Dich beim Start des Spiels dazu entscheiden ob Du online oder offline spielen möchtest. Allerdings kannst Du Fortschritte zwischen diesen beiden Modi nicht transferieren.

Wenn Du online spielst kannst Du angeben dass Du alleine oder nur mit Freunden gemeinsam spielen möchtest. Damit wirst Du anderen Spielern in der Onlinewelt nicht begegnen (was im Moment sehr zu empfehlen ist, da andere Spielercharaktere die Performance stark einschränken und das Spiel in ein Ruckelfest verwandeln).

Alternativ kann man natürlich Nameplates und Balken auch ausblenden.

contraspirit 11 Forenversteher - 622 - 17. August 2016 - 10:47 #

Okay, das ist beruhigend. Dann hoffe ich mal, dass die Story-Kampagne an gute alte Ultima-Zeiten anknüpfen kann.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 17. August 2016 - 11:31 #

Es spielt sich halt immer noch wie ein MMO, nur eben offline.

Ghusk 15 Kenner - P - 2939 - 17. August 2016 - 12:13 #

Leider stinken selbst die besten MMOs gegen jedes einigermaßen gute Singleplayer-Spiel ab, wenn man die soziale Komponente entfernt.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 17. August 2016 - 12:19 #

Ja, leider. Drum hätte ich lieber ein KOTOR gehabt als ein SWTOR.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15377 - 17. August 2016 - 10:01 #

Skepsis? Ja, nach dem (für mich persönlich) wirklich gelungenem Tabula Rasa kam irgendiwe nichts mehr und zum Ende hin hat sich Richie nicht wirklich mehr mit Ruhm bekleckert.
Ich habe es schon nicht gebacken weil SotA mich net wirklich überzeugt hat.

spatenpauli 11 Forenversteher - 584 - 17. August 2016 - 10:57 #

Das beschriebene Crafting mach mir Angst.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 17. August 2016 - 11:16 #

Ein halbwegs sinnvolles Angebot ohne Änderungen im System werden sie nicht hinbekommen, da würd ich drauf wetten.

Was mich nervt, sie behaupten, die Gegenstände nützen sich extrem langsam ab. Pflanzt du 2 Bäume, fällt deine "Hoe" gleich mal von 100 auf 98...sehr realistisch.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 17. August 2016 - 11:09 #

Habs mal wieder angespielt, die Gegneranimationen(watschelnde Skelette!) sind hoffentlich nur Platzhalter. Die Wegfindung der KI ist ziemlich übel, mehrmals haben sich Wölfe und Spinnen beim Versuch mich anzugreifen ineinander verhakt. Die Tugendsysteme in den alten Ultimas waren oft ziemlich bemüht, aber zumindest mit viel Augenzudrücken halbwegs schlüssig. Bei den Anfangsfragen des Orakels konnte ich mir die Tugend-Zuordnung hinter einer Frage nicht herleiten.

Der Land Rush ist bisher in etwa so abgelaufen, wie ich es befürchtet habe, die 800$+ Backer haben sich die Rosinen in den großen Städten rausgepickt, frei waren binnen kürzester Zeit nur noch Reihenhäuschen und Grundstücke in der 2. Reihe hinter riesigen Steinklötzen, die aussehen wie Flaktürme. Hab mir in einem abgelegenen Dorf ein nettes Grundstück gefunden, bin dann wieder ausgezogen, nachdem mein Nachbar, offensichtlich ein 1k$+ Backer mit einem entsprechenden Protzbau, einen Händler namens "anyone but Hillary" vor die Tür gestellt hat.

Der Land Rush läuft ja noch immer, ich frage mich, was für die Leute übrig bleibt, die "nur" den regulären Kaufpreis fürs Spiel zahlen.

Technikus 13 Koop-Gamer - P - 1561 - 17. August 2016 - 11:22 #

Da ich "nur" den regulären Preis bezahlt habe sehe ich mich selbst schon darauf warten dass irgendwer seine Steuern nicht bezahlt damit ich das Grundstück beanspruchen kann. Ich hatte die Hoffnung was im Hidden Vale zu bekommen, aber ich glaube Braemar, Owl's Head und Kingsport sind bereits überlaufen. Ardoris finde ich fürchterlich hässlich, Brittany ist zu vollgestopft und Resolute und Aerie sind mir zu weit ab vom Schuss und den Spielerstädten mangelt es gerne an der nötigen Infrastruktur. Das schränkt meine Optionen schon sehr ein. Außerdem weiß ich immer noch nicht was die einzelnen Grundstücke dann kosten sollen, aber vermutlich muss ich dafür sehr viel Gold sammeln.

Bleib ich halt ein obdachloser Avatar. Oder ich zieh im Handwerkspavillion ein, da verbringe ich sowieso schon so viel Zeit.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 17. August 2016 - 11:28 #

Da die Leute, die jetzt schon alles belegen, keine Steuern zahlen, musst du darauf warten, dass sie mal 3 Monate nicht mehr online gehen, dann werden sie delogiert.

Ich hab mich letztendlich in ein abgelegenes Dorf zurückgezogen, das mich vom Namen her an die gute alte Zeit erinnert. Null Infrastruktur, aber die brauch ich auch nicht. ;)

Technikus 13 Koop-Gamer - P - 1561 - 17. August 2016 - 11:12 #

Ich spiele es seit dem sogenannten "Final Wipe" (Release 32) sehr exzessiv und bin total begeistert. Klar sind noch nicht alle Features im Spiel, die Performance und der Netcode lassen weiterhin zu wünschen übrig und auch vor so manch anderem Problem kann man die Augen nicht verschließen.

Trotzdem finde ich das Gebotene toll. Die Welt ist schön gestaltet, wenn auch das Setting durchaus gewagt und gewöhnungsbedürftig ist (High Fantasy im Mittelalter trifft auf Tesla und Steampunk). Die Musik ist, wie Jörg schrieb, sehr passend. Vielen Stücke brennen sich ins Gehör und verfolgen einen noch Stunden nachdem man New Britannia wieder verlassen hat. Aber das Großartigste ist die Freiheit.

Das klassenlose Skillsystem, das es mir erlaubt alles zu sein was ich will, regt zum experimentieren an. Ich bin mittlerweile ein Krieger in Kettenrüstung mit flammendem Zweihandschwert, der in den Schulen der Erd- und Todesmagie bewandert ist. Das erlaubt es mir zu tanken, Schaden auszuteilen und mich selbst am Leben zu erhalten - während meine Verlobte eine heilende Bogenschützin spielt, die sich auf das Bändigen von Wildtieren versteht.

Die Welt die sich ohne Einschränkungen bereisen lässt will erkundet werden. Es gibt keine unsichtbaren Grenzen, die mich erst weiterziehen lassen wenn ich eine bestimmte Charakterstufe (die es nicht gibt) erreicht habe oder Schilder die mich warnen, dass ein Gebiet zu schwer sein könnte. Ich muss selbst entdecken was mich in den einzelnen Gebieten erwartet und wo ich welche Ressourcen für das aufwändige Handwerk finden kann. Dazu schleiche ich mit einer Fackel in der Hand durch dunkle Höhlen, setze während eines Sturms mit einem Boot auf eine andere Insel über, erklimme Berge, wandere durch Täler, wate durch Sümpfe, suche Geheimtüren in Katakomben und trickse Brückentrolle aus.

Das Quest- und Dialogsystem dass es mir erlaubt, ja von mir verlangt, mich aktiv mit NPCs zu unterhalten und nicht nur die Hand an einem Ausrufezeichen aufzuhalten. Erst gestern war ich auf einem Markt unterwegs und als ich mir die Auslage eines Händlers angesehen habe meinte dieser ich dürfe nicht bei der "durchtriebenen" Bäuerin am Stand gegenüber kaufen. Er ging sogar so weit mir Geld anzubieten wenn ich sie öffentlich denunziere, indem ich anderen Marktbesuchern erzähle mir wäre von ihren Waren schlecht geworden. Da man nicht lügt habe ich sein Angebot abgelehnt und wollte der unscheinbaren Magd mitteilen was eben passiert war. Die jedoch winkte den Vorfall trübsinnig ab und meinte dass sie größere Probleme als den aufgeblasenen Pfau gegenüber habe - ihr Bruder sei zu Unrecht ins Gefängnis geworfen worden und sie wisse nun nicht mehr weiter ohne ihn. Ich hörte mir ihre Geschichte an und entschloss zu helfen, aber da sich der wachhabende Offizier gegen alle meine Argumente sträubte und das Gespräch am Ende abrupt beendete entschied ich kurzerhand selbst ins Gefängnis einzubrechen und den zu Unrecht eingesperrten Bürger zu befreien - oder sollte seine Verurteilung am Ende doch gerechtfertigt sein? Jeden Tag ein neues Abenteuer, hier schreiben die Spieler ihre Geschichten noch selbst.

Ich kann nicht sagen wann mich ein Spiel das letzte Mal so sehr in seine Welt hineingezogen und nicht mehr losgelassen hat. Hier bin ich Abenteurer, Entdecker und Tüftler. Hier ist noch ganz klar der Weg das Ziel, und nicht das Ankommen. Es gibt keine Hektik, keine Eile, kein Rennen an die Spitze. Wichtig ist was man bis zur Ankunft erlebt und welche Entscheidungen man getroffen hat - selbst wenn es nur die unscheinbare Entscheidung ist den Apfel vom Tisch des Obstverkäufers zu stibitzen.

Ich wünsche Lord British von ganzem Herzen dass er sein Vorhaben irgendwann beenden kann und Shroud of the Avatar nicht vorzeitig eingestellt wird. Mehr Ultima findet man heutzutage nirgends in der modernen Spielelandschaft. Und Ultima ist schon lange überfällig.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 17. August 2016 - 11:23 #

Das mit dem "ins Gehör brennen" der Musik kann ich bestätigen, allerdings meine ich das nicht positiv. Die meisten Stücke kann ich nach ein paar Stunden einfach nicht mehr hören.

Der Parser ist leider nicht ganz so toll, wie du ihn beschreibst, schon bei der Unterscheidung von simplen 3-4 Zeichenwörtern wie "lot" und "lots" verstehen dich NPCs nicht mehr.

Technikus 13 Koop-Gamer - P - 1561 - 17. August 2016 - 11:24 #

Und ich für meinen Teil kann von der Musik in Owl's Head oder den Whiteguard Foothills gar nicht genug bekommen. Pff, Geschmäcker. ;)

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 17. August 2016 - 11:29 #

Ja, ich will nicht behaupten, dass sie schlecht ist, aber für mich passt es einfach nicht. ;) Die Titelmelodie find ich übrigens gut!

supersaidla 16 Übertalent - P - 4027 - 18. August 2016 - 5:43 #

Hört sich doch schon mal cool an :)

Grombart 14 Komm-Experte - P - 2015 - 17. August 2016 - 11:29 #

Hört sich ja echt ganz nett und vor allem mal ganz anders an. Ich würde mir jedenfalls wünschen dass es wirklich so toll wird wie es sein möchte. ;)

Doktorjoe 11 Forenversteher - P - 684 - 17. August 2016 - 12:22 #

Schade, aber diese ganzen Crafting und MMO Mechaniken reizen mich persönlich null. Kosten viel zu viel Zeit, und Spiele sollten für mich jedenfalls einen Anfang und auch ein Ende haben. Ich habe aber auch nur Ultima 9 (sehr gerne!) gespielt, die alten würde ich nicht mehr mit der Kneifzange anfassen. Danke für die Infos, jetzt weiß ich, dass ich definitiv nicht zur Zielgruppe gehöre und lieber weitere 50 Std. in den Witcher versenke.

EvilNobody 13 Koop-Gamer - P - 1679 - 17. August 2016 - 17:04 #

Ultima VII kann man auch heute noch wunderbar spielen, solltest du vielleicht mal nachholen.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5057 - 17. August 2016 - 17:30 #

Das kann ich nicht bestätigen. Ich hab das damals nicht gespielt und aufgrund der Lobhymnen bei GOG gekauft. Ohne Nostalgiebrille ist das wirklich schwer zu ertragen. Alleine von der Perspektive wird einem ja schwindlig und das ist auch die Art Spiel, die unter der niedrigen 320x200-Auflösung echt leidet.

Ich hab ein paar mal versucht, reinzukommen, aber dann aufgegeben. Und ich spiele seit etwa 1980, ich kenne die Technik also und hab miterlebt als das noch Hightech war. :-)

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 17. August 2016 - 17:43 #

Mir gehts so mit der Auflösung von Dungeon Keeper, mit U7 hatte ich noch nie Probleme.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9225 - 17. August 2016 - 19:39 #

Klingt nach Mortal Online, aber mit Richard Garriot als Entwickler hat man die alten Ultuma Leute sicherlich dabei, vorausgesetzt sie sind noch am Leben oder haben noch keine Familie und Kinder ^^

Drapondur 25 Platin-Gamer - - 56970 - 17. August 2016 - 20:00 #

Irgendwie überzeugt mich das alles nicht. Mal schauen, wie das Endprodukt wird.

WizKid 14 Komm-Experte - 2209 - 18. August 2016 - 9:08 #

Seit Tabula Rasa hat Lord British sehr viel Glaubwürdigkeit bei mir verspielt. Der war mehr damit beschäftigt, durch Freizeitaktivitäten aufzufallen (flug ins All), als durch seine Spiele.
Seine Klage gegen NCSoft fand ich auch nicht ok und es ist selten, daß ich mich auf die Seite der Publisher stelle.
Lust hätte ich schon auf ein neues Ultima aber ich warte erst mal den Release ab.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12879 - 18. August 2016 - 10:55 #

Für mich ist das leider auch nur noch ein Dampfplauderer der alten Garde.

Ich habe da durchaus Respekt vor dem was früher erschaffen wurde, daran mangelt es nicht, bin auch nach wie vor davon überzeugt, dass man Visionen auch nicht verlernen kann.
Leute wie Garriot oder auch Molyneux haben nach wie sicherlich die richtigen Ideen und Vorstellungen.
Leider fehlt da nicht nur oft der Realitätsbezug, manche Sachen sind halt auch schlicht zu viel Utopie, sondern sie bringen diese Ideen und Vorstellungen meistens auch nicht mehr adäquat im Spielcode unter.

Das ist das eigentliche Dilemma bei denen. Der Kopf ist noch gut genug um sagenhafte Spiele zu erschaffen, ist aber sehr oft weiter als die Spieler spielen können und wollen und an der Möglichkeit der Umsetzung scheitert es auch oft.

Früher haben diese Leute halt einfach einen größeren Realitätsbezug gehabt, wie Spieler spielen und ob das überhaupt vernünftig Umsetzbar ist.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 19. August 2016 - 14:12 #

Hab in den letzten Tagen mal ein wenig SotA-Farmville gespielt, das war ziemlich ernüchternd.

Man braucht für den Anbau ein Beet, Saatgut, das man nur kaufen kann, und Wasser in Kübeln, die man ebenfalls nur kaufen kann... Leere Kübel sind wertlos und nicht wiederbefüllbar! Ach ja, Werkzeug braucht man auch noch, das nach 100 Anwendungen zu Staub zerfällt.

Mein Versuch mit Apfelbäumchen hat, abgesehen vom Zeitaufwand, deutlich mehr gekostet als gebracht, die Bäume lösen sich nämlich nach der ersten Ernte einfach in Luft auf.

Ich erwarte mir nicht, mit einer Apfelplantage reich zu werden, aber wozu soll ich mir die Mühe machen, etwas anzupflanzen, wenn ich nicht mal irgendeinen Vorteil daraus ziehen kann.

0xDB 10 Kommunikator - 414 - 20. August 2016 - 12:18 #

Ich hoffe es gibt einen wirklichen, echten, von Könnern liebevoll gebastelten Einzelspielermodus, in den wirklich nichts aber auch gar nichts von der Onlinewelt hineinschwappt und dass es somit ein echtes klassisches Ultima wird, wie es auch ursprünglich in der Kickstarter Kampagne geplant war.

Damals hiess es noch, dass es kein (klassisches) MMO wird und dass es auch ganz alleine oder in einem "nur Freunde"-Modus gespielt werden kann in dem dann nur von ausgewählten anderen Spielern erstellte Inhalte ins eigene Spiel übernommen werden.

Leider schien der Fokus der Entwicklung schnell und zielgerichtet doch zu einem MMO abzudriften und ist meiner Einschätzung nach nie dahin zurückgekehrt ein Rollenspielerlebnis für Einzelspieler schaffen zu wollen.

Die oft leider miserabel gestalteten Playerhäuser und Gärten, in denen x mal das gleiche Asset nebeneinander aufgereiht ist, ohne jede Variation und Sinn für Ästhetik, und grauenhafte Charakternamen (wie Stonecutter oben schon schrieb z.B. "anyone but Hillary", die nicht in die Fantasywelt passen) zerstören völlig das Gefühl in einer anderen Welt unterwegs zu sein und sich darin eine Pause von anderen Menschen zu gönnen.

Aber wie bereits geschrieben, der Fokus scheint auf MMO zu liegen und ich bin sehr skeptisch, ob der Einzelspielermodus wirklich Spass machen wird, wenn da nicht bis zum Release noch die eine oder andere Qualitätsschippe draufgelegt wird, z.B. mit Sprachausgabe wenigstens für die Hauptstory aber mit aktuellen Highlights der Rollenspiele wird SotA vermutlich ohnehin nicht mithalten können, jedenfalls nicht in den Augen von Solisten. Es wird dann doch eher ein "Social"game.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332164 - 21. August 2016 - 10:45 #

Ich glaube, es wird eine moderne Variante von Ultima Online. Das war auch kein wirkliches Ultima, aber fand irgendwie in derselben Welt statt und war auf seine Weise faszinierend.

Wer ein Solo-Ultima von Shroud erwartet, kann aus meiner Sicht nur enttäuscht werden. Wer ein "intelligentes" MMO mit viel Crafting erwartet, aber dennoch vielen Solomissionen, dürfte damti glücklich werden.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 21. August 2016 - 14:47 #

Ja, sie nennen es “Selective Multi-Player”.

In diesem "intelligenten" MMO macht man im Augenblick durch unintelligentes grinden hundertmal mehr Gold wie mit craften, ich hoffe, sie arbeiten noch an der Balance.

0xDB 10 Kommunikator - 414 - 22. August 2016 - 9:57 #

Bei Ultima Online war ich damals nicht dabei, das war lange bevor es hier im Dorf ordentliche Internetverbindungen gab und eine Kreditkarte hatte hier auch niemand. Hohe Hürden für deutsche Dörfler.

Über Ultima Online habe ich allerdings viel Gutes gelesen und gehört, also wer weiss, vielleicht macht SotA dann ja doch Spass, wenn es einem gelingt die unpassenden Inhalte der anderen Mit- oder Gegenspieler im Geiste auszublenden.

Vielleicht wird es ja auch von eingefleischten Rollenspielern gepflegte Listen und Communities geben, die sich in freiwilliger Selbstkontrolle dazu verpflichten, keine unpassenden Inhalte einzustellen und ihre Gärten und Grundstücke so anzulegen, dass niemand befürchten muss bei deren Anblick gleich an Augenkrebs zu erkranken.

Vielleicht ist genau das das Problem, das mit dem "Friends Only"-Modus gelöst werden soll.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 21. August 2016 - 14:42 #

Ja, wenns nur grauenhafte Charakternamen wären...hab hier in der Nähe meines Grundstücks nen Nachbarn mit ähnlich klingenden Namen gefunden, da hab ich mir gedacht, den schau ich mir mal näher an. Also hingelaufen, und ein riesiges Schild vorgefunden. Und was war da drauf? Ein ejakulierender Penis.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15377 - 22. August 2016 - 9:11 #

Das ist gut für die Immersion...
Ein Grund warum mir moderne MMOs auf den Senkel gehen. In EQ gab es eine naming Policie die auch strikt durchgesetzt wurde.
Es wurde darauf geachtet das der Allgemein Chat nicht zum Beschimpfungskanal ausartete, und schon hat man ein MMORPG mit Atmo.
Aber bezahlte GMs die auch im laufenden Spiel agieren kann man in einem F2P z.B. nicht erwarten.
Ich persönlich würde auch 15 € im Monat für ein richtiges MMORPG zahlen, wenn der Service stimmt. Und dazu gehören einfach GMs die das laufende Spiel betreuen.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 23. August 2016 - 21:30 #

Ja, es ist schwierig, bei einem Spiel wie SotA mit ca. 300-500 Spielern gleichzeitig am Server auch noch Dienstleistungen wie GMs anzubieten, ich frage mich, ob sich da überhaupt die Server rentieren, wenn das Kickstarter/Pledgegeld mal ausgegeben ist.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15377 - 24. August 2016 - 8:03 #

Jep, in diesem Fall steht das bestimmt nicht auf der Prioliste ganz oben bei Sir British ;-)
Aber du verstehst was ich meine?
Leider reicht eine "soziale" Selbstkontrolle auf einem Server wo viele unterschiedliche Spieler aufeinander treffen nicht mehr aus um ein verträgliches Sozialverhalten aufrecht zu erhalten.
Das wird mittlerweile auch dadurch gefördert in dem jeder Spieler alles kann. Damit auch jede Form von Spielerlebnis dem Spieler zugänglich gemacht wird.
Noch mal EQ als Gegenbeispiel, durch die strikten CHarakterklassen war man auf die Hilfe anderer angewiesen. Das förderte das Miteinander. Und wer auf einer no help Liste wegen asozialem Verhalten stand hatte nichts zu lachen.
Aber auf andere Spieler angewiesen zu sein, würde das heutige Spielerlebnis der Spieler einschränken, da man nicht mehr jederzeit auf alles und jeden Zugriff hat. Und das könnte ja einen potentiellen Kunden in seiner Spielerfahrung enttäuschen.

0xDB 10 Kommunikator - 414 - 22. August 2016 - 9:41 #

Vielleicht war es ja nur ein Mangel an Talent und es sollte ein feuerspeiender Lindwurm sein... :P

Gibt es wenigstens die Möglichkeit unpassende Inhalte direkt im Spiel zu melden? (habe ca. seit Release 18 nicht mehr reingeschaut)

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 23. August 2016 - 21:27 #

Ich hab noch nichts gefunden. Der Penis ist mittlerweile weg, "anyone but Hillary" steht immer noch.

lackdose (unregistriert) 22. August 2016 - 17:21 #

und da geht sie dahin die hoffnung auf ein vernünftiges ultima. teil 9 war eine riesige enttäuschung allein durch die extrem komprimierte größe der spielwelt. dank zahlreicher käfer im getriebe fand man sich auch des öfteren am desktop wieder. von den logikfehler in der story möchte ich gar nicht erst anfangen.
es muß ein ultima 10 her, aber das ist wie mit half life 3, wünsch dir was.

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