GC2016: Raiders of the Broken Planet angespielt

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Benjamin Braun 281311 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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16. August 2016 - 17:04 — vor 13 Wochen zuletzt aktualisiert
Die Zeiten von Castlevania sind vorbei – jedenfalls für das spanische Studio Mercury Steam. Ihr neues Spiel entwickeln und vermarkten sie komplett eigenständig. Wir haben den Third-Person-Shooter mit Multiplayer-Fokus auf der gamescom für euch angespielt.
Man könnte Raiders of the Broken Planet mit dem Begriff asymmetrischer Mehrspieler-Modus beschreiben. Die kleine Anspielung auf Turtle Rock Studios‘ Monster-Shooter Evolve wählen wir allerdings nicht, da wir dasselbe Schicksal für das neue Spiel von Castlevania-Entwickler Mercury Steam erwarten. Ähnlich wie in Evolve aber kämpft in Raiders of the Broken Planet ein vierköpfiges Team gegen einen einzelnen Spieler. Ganz allein ist er allerdings nicht. Stattdessen wird er von Bots unterstützt, die die Kräfteverhältnisse wieder geraderücken sollen.

Fehler rächen sich
Auf der gamescom konnten wir den Mehrspieler-Modus noch nicht austesten. Stattdessen kämpften wir in der ersten Mission des Spiels allein gegen die KI. Deren Verhalten zeigt in der frühen Fassung zwar auch noch kleinere Aussetzer, aber es deutet sich bereits an, dass für den vierköpfigen Angriffstrupp die Teamarbeit das A und O sein wird. Das relativ weitläufige Areal erlaubt es unseren Feinden (genauso wie uns) dem Gegner in den Rücken zu fallen oder ihn zu flankieren.

Ein Team-Mitglied hätte uns in vielen Situationen rechtzeitig warnen können, dass sich jemand von hinten nähert. So müssen wir selbst irgendwie versuchen, den Überblick zu behalten. Was sich grundsätzlich rächt, ist das Vorpreschen. Schon wenige Treffer reichen aus, um uns aus den Socken zu hauen. Zwar haben wir hier pro Sequenz drei Wiederbelebungen, aber auch die reichen nicht, um ballerwütigen Spielern ohne ausreichend Zielwasser das Überleben zu sichern. Stattdessen müsst ihr die Deckungsmechanik in Raiders of the Broken Planet nutzen, in dessen Rahmen unser Charakter automatisch und nicht erst per Knopfdruck Schutz hinter verschiedenen Objekten sucht.

Actionreich und anspruchsvoll
Das Spiel ist anspruchsvoll, wobei wir schon nach kurzer Eingewöhnungszeit an das recht spezielle Movement gut zu Recht kamen. Timing ist gerade bei den Nahkampfangriffen notwendig, die ansonsten auch schnell mal ins Leere gehen. Das ist richtig schlecht, denn der Gegenangriff endet nicht selten mit dem Tod unserer Spielfigur. Mehr Facettenreichtum erlangen die Kämpfe durch den Einsatz unserer Spezialfähigkeit. Im Falle unseres Charakters Lycos Dion können wir uns sozusagen teleportieren. Was auch sonst, immerhin ist unser Haudegen ein Außerirdischer, auch wenn er eher wie der Bruder von Raiden aus Metal Gear Solid - Revengeance. Lycus verfügt zudem über einen Jetpack, mit dem er sich etwa hinter einer Deckung befindlich in die Höhe bewegt und dem überraschten Gegner ein paar blaue Bohnen durch die Rübe jagt. Was bei dieser Kombination herauskommt? Natürlich: Gemüse!

Der große Boss
In Raiders of the Broken Planet haben wir wenigstens bislang nicht einmal die Zielsetzung erhalten, einfach alle Gegner über den Haufen zu schießen. Stattdessen müssen wir kleine Ziele erfüllen und beim Hauptschiff des Bosses im Auftaktkapitel erst einmal die Kabelverbindungen zum Boden kappen. Andernfalls kann der Fiesling nämlich seinen Schild aufrecht halten, was es uns unmöglich macht, seinen Kahn aus der Luft zu holen. Er selbst mischt sich in den Kampf gegen sein Fußvolk nur insoweit ein, als dass er uns mit einem Energiestrahl anvisiert. Ihr könnt euch allerdings bereits denken, dass wir nicht zu lange in seinem Fokus verharren dürfen. Andernfalls erfolgt ein sofort tödlicher Angriff. Keine fünf Minuten später ist die Mission beendet. Nachdem unsere dritte Wiederbelebung aufgebraucht ist, scheitert die Mission. Das kommt davon, wenn man dreimal hintereinander auf den Boss zustürmt, um das letzte Fitzelchen Lebensenergie abzutragen. Eigentlich hätten wir aus Dark Souls noch wissen müssen, dass ein bedachtes Vorgehen immer die bessere Wahl ist…

Meinung Benjamin Braun
Es sieht gut aus, und nachdem ich mich an das etwas andere Movement gewöhnt hatte, entfaltete es auch sein spielerisches Potenzial. Ob die von Mercury Steam entwickelte Geschichte etwas taugt, kann ich aktuell noch nicht einschätzen. Allerdings finde ich es immer wieder seltsam, dass ein Koop-Spiel, bei dem ich mit meinen Mitspielern im Voicechat kommuniziere darauf überhaupt Wert legt. Da achtet doch am Ende eh niemand mehr drauf, während gemeinschaftlich die Cutscenes übersprungen werden.

Aber sei’s drum. Mir hat Raiders of the Broken Planet Spaß gemacht und ich habe nach den Einzelspieler-Erlebnissen noch viel mehr Lust darauf, es im Multiplayer-Modus zu erleben. Ich habe es eingangs schon gesagt, aber die Grafik gefällt mir ausgesprochen gut, vor allem qualitativ. Das ist nicht selbstverständlich bei einer komplett selbstentwickelten Engine, die neben der von mir gespielten Xbox-One-Fassung auch auf PC und PS4 funktioniert.
Bitte das falsche Wort/die falsche Phrase einkopieren, ohne Änderungen
Hier nur nötige inhaltliche Infos, nicht richtige Schreibweise oder Positionsangabe
Aladan 21 Motivator - - 28567 - 16. August 2016 - 17:19 #

Liest sich doch erstmal ganz gut auch wenn ich gerne mehr zum Gameplay wissen würde.

Punisher 19 Megatalent - P - 13378 - 16. August 2016 - 17:22 #

Hm, grundsätzlich interessant, klignt aber so beim Lesen im ersten Moment reichlich konfus.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64867 - 16. August 2016 - 17:29 #

Man trägt eine Badekappe. -.-

immerwütend 21 Motivator - P - 28949 - 16. August 2016 - 17:55 #

Und es hat nichts mit NMS zu tun... hoffe ich jedenfalls.^^

FrEEzE2046 10 Kommunikator - P - 529 - 16. August 2016 - 23:58 #

"Da achtet doch am Ende eh niemand mehr drauf, während gemeinschaftlich die Cutscenes übersprungen werden."

Seh ich völlig anders. Auch bei einem Koop-Spiel freue ich mich über eine gelungene Erzählung und das Überspringen von Cutscenes geht für mich gar nicht.

Aladan 21 Motivator - - 28567 - 17. August 2016 - 5:37 #

Geht mir/uns im Koop auch so. Auch im Multiplayer genieße ich eine Story und schöne Zwischensquenzen.

joker0222 26 Spiele-Kenner - P - 70303 - 17. August 2016 - 18:35 #

Da kann ich nur zustimmen.

NickL 13 Koop-Gamer - 1579 - 17. August 2016 - 8:12 #

Bei mir ist die Story immer sehr wichtig. Ich skippe nichts. Andere Mitspieler müssen dann halt warten. Blöd nur wenn der Voicechat in die Cutscene funkt.

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