Sonntagsfrage: Wie steht ihr zum Thema "Killerspiele"? [Ergebnis]
Teil der Exklusiv-Serie Sonntagsfrage

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Benjamin Braun 355669 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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31. Juli 2016 - 7:15 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
News-Update (Ergebnis):

Während sich 29 Prozent der Umfrage-Teilnehmer vor allem darüber ärgern, dass die Debatte über Killerspiele erneut von jenen angetrieben wird, die nicht über die nötige Fachkompetenz verfügen, hält sie sogar jeder Fünfte für unnötig. 16 Prozent würden sich über eine differenziertere Diskussion zum Thema freuen, 9 Prozent hingegen möchten das Gefahrenzpotential von gewalthaltigen Spielen nicht kategorisch ausschließen.

Die, die die Debatte in erster Linie befüttern, beweisen wie üblich nur ihre Inkompetenz.                                                                                                                                                                                                         29%
 
Die "Killerspiel"-Diskussion ist absoluter Humbug.                                                                                                                                                                                                         20%
 
Die Debatte ist angebracht, mir fehlt aber die Differenziertheit darin.                                                                                                                                                                                                         16%
 
Die Debatte über gewaltverherrlichende Medien ist richtig, nicht aber an "Killerspielen".                                                                                                                                                                                                         10%
 
Auch als Spieler darf man den möglichen Zusammenhang nicht kategorisch ausschließen.                                                                                                                                                                                                         9%
 
Interessiert mich nicht.                                                                                                                                                                                                         6%
 
Die Debatte ist in Ordnung, der Terminus aber geht gar nicht.                                                                                                                                                                                                         5%
 
Ob die Debatte wichtig oder richtig ist spielt keine Rolle. Sie führt zu nichts.                                                                                                                                                                                                         4%
 

Nach dem Amoklauf am 22. Juli in München starteten der Bundesminister des Inneren, Thomas de Maizière, und Teile der deutschen Medienlandschaft erneut eine Diskussion, die Spieler eigentlich längst totgeglaubt hatten: die "Killerspiel"-Debatte. De Maizière, der eine intensivere Auseinandersetzung mit dem möglichen Zusammenhang zwischen "Killerspiele" und Gewalttaten wie der in München forderte, und Vertreter auch von etablierten Medien wie der Süddeutschen Zeitung stellten ähnlich wie nach den Amokläufen von Erfurt (2002), Emsdetten (2006) und Winnenden (2009) erneut Thesen auf, die sogenannte Killerspiele in direkten Zusammenhang mit den Morden am Olympia Einkaufszentrum im Münchener Westen brachten.

In unserer heutige Sonntagsfrage möchten wir von euch erfahren, wie ihr euch zum Thema "Killerspiele" positioniert. Findet ihr, dass diese Diskussion geführt werden muss, mangelt euch euch lediglich an der Differenziertheit in der Auseinandersetzung oder seid ihr der Ansicht, dass ein gesellschaftlicher Diskurs diesbezüglich völlig unangebracht ist?

Wie üblich bitten wir euch nicht bloß, an der Umfrage teilzunehmen, sondern rufen euch dazu auf, uns in den Kommentaren unter dieser News-Meldung ausführlicher eure Sicht auf das aktuelle Thema zu schildern und diese mit den anderen Usern zu diskutieren. Bei unserer Sonntagsfrage könnt ihr wie jedes Mal bis zum kommenden Montag Morgen um 10:00 Uhr abstimmen. Danach nehmen wir die Auswertung vor, präsentieren das Umfrageergebnis und geben euch einen Überblick über das Meinungsbild.

Ihr habt eine Idee für eine unserer kommenden Sonntagsfragen? Dann besucht einfach diesen Foren-Thread, in dem ihr uns Vorschläge für eine der kommenden Umfragen hinterlassen könnt – gerne auch mit möglichen Antwortmöglichkeiten. Ob zeitlose Themen oder brandaktuell spielt dabei keinerlei Rolle. Sofern wir eure Frage für interessant genug halten, könnte sie schon bald an dieser Stelle gestellt werden.

Wie steht ihr zum Thema "Killerspiele"?

Die Debatte über gewaltverherrlichende Medien ist richtig, nicht aber an "Killerspielen".
10% (68 Stimmen)
Auch als Spieler darf man den möglichen Zusammenhang nicht kategorisch ausschließen.
9% (59 Stimmen)
Die Debatte ist in Ordnung, der Terminus aber geht gar nicht.
5% (36 Stimmen)
Die Debatte ist angebracht, mir fehlt aber die Differenziertheit darin.
16% (107 Stimmen)
Die, die die Debatte in erster Linie befüttern, beweisen wie üblich nur ihre Inkompetenz.
29% (190 Stimmen)
Ob die Debatte wichtig oder richtig ist spielt keine Rolle. Sie führt zu nichts.
4% (24 Stimmen)
Die "Killerspiel"-Diskussion ist absoluter Humbug.
20% (135 Stimmen)
Interessiert mich nicht.
6% (40 Stimmen)
Gesamte Stimmenzahl: 659
Stonecutter 19 Megatalent - - 15988 - 31. Juli 2016 - 7:24 #

Da fehlt der Punkt, "bin voll für die aktuelle Medien/Politkampagne, verbrennt die Killerspiele am Scheiterhaufen!".

TSH-Lightning 19 Megatalent - P - 13012 - 31. Juli 2016 - 7:28 #

Nee, dann lieber was mehr Erfolg versprechendes: "Lasst uns einen Kübel auf dem Marktplatz aufstellen, damit jeder seine Killerspiele reinwerfen kann!"

Stonecutter 19 Megatalent - - 15988 - 31. Juli 2016 - 7:34 #

Sehr gut, und dann lassen wir nen Panzer drüberfahren! Oh Mann, dieses computerspielen macht tatsächlich aggressiv...

P.S.: Korrektur, "gewaltverherrlichten" in der Umfrage soll wohl gewaltverherrlichend heissen.

Green Yoshi 21 Motivator - 25386 - 31. Juli 2016 - 12:48 #

Seit wann nutzt man dafür keine Container mehr? ;-)

http://www.badische-zeitung.de/stuttgart-killerspiele-in-den-muell--21140762.html

TSH-Lightning 19 Megatalent - P - 13012 - 31. Juli 2016 - 15:28 #

Das ist doch der gemeinte Absetz-Kübel :D

Unregistrierbar 17 Shapeshifter - P - 6937 - 31. Juli 2016 - 7:32 #

Ich prophezeie mindestens 80 Ommentare. Je nachdem, ob Hendrik, Sven Gellersen oder Thomas Barth sich in die Diskussion einklinken. Stretch Goal 150 Kommentare ist erreicht, sobald spookyfox hier mitdiskustiert.

Habe für Option 2 gestimmt.

Thomas Barth 21 Motivator - P - 28104 - 31. Juli 2016 - 7:42 #

Ich habe auch für Option 2 gestimmt, damit ist von meiner Seite aus alles gesagt. ;)

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 67457 - 31. Juli 2016 - 10:13 #

Da ich die letzen Sonntagsfragen über mich kaum eingeklinkt hab weiss ich nicht warum du auf mich kommst.....

Unregistrierbar 17 Shapeshifter - P - 6937 - 31. Juli 2016 - 13:13 #

Ist nicht böse gemeint. War eher ein Seitenhieb auf den doch recht platten Versuch, erneut eine Killerspiel-Diskusson anzuregen, nachdem es in der letzten Zeit sowieso schon deren zwei gegeben hat.

Sciron 19 Megatalent - P - 17758 - 31. Juli 2016 - 13:31 #

Ohne ein groteskes, mindestens 80-zeiliges Gedicht von Freylis ist auf GG keine Diskussion komplett.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25036 - 31. Juli 2016 - 22:19 #

War das jetzt ein Lob oder ein Diss? Hmmmm...

Unregistrierbar 17 Shapeshifter - P - 6937 - 1. August 2016 - 16:48 #

Das war ein Dob, äh... ich meine ein Liss!

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25036 - 1. August 2016 - 20:20 #

Ich nehme beides :)

Freylis 20 Gold-Gamer - 22073 - 1. August 2016 - 0:39 #

Ach so, und ich bin jetzt heisse Luft oder was?! Verdammt, ich bin scheinbar immer noch zu nett hier. Okay, zugegeben, an das durchtriebene, nachtschwarze ereignishorizontmässig komprimierte Bosheitsvolumen von Sven, Thomas und Hendrik komme ich einfach nicht ran. Sorry. :(

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25036 - 1. August 2016 - 2:51 #

We have cookies :P

Freylis 20 Gold-Gamer - 22073 - 1. August 2016 - 16:51 #

Aber Cheaten ist doch gemein und niederträchtig! Oh warte...

Unregistrierbar 17 Shapeshifter - P - 6937 - 1. August 2016 - 16:49 #

MeinernTreu! Wie konnte ich Dich vergessen? Ich gelobe Besserung!

Vidar 18 Doppel-Voter - 12930 - 31. Juli 2016 - 7:45 #

Weiß nicht wirklich was ich da wählen soll hmm
Die Debatte über Killerspiele oder Gewalt Medien ist unnötig weil sie kein Grund für die Taten sind. Sie könnten am Ende vielleicht der Tropfen sein der das Fass zum überlaufen bringt aber letztlich würde auch da ein Verbot nichts bringen.
Denn dann bringt halt nicht ein Gewalt Medium das Fass zum überlaufen sondern die kleine Schwester, die einem das letzte Stück des eigenen Geburtstagskuchen vor der Nase weg gegessen hat.

Kurz wer schon psychisch Krank ist wird so oder so irgendwann durchdrehen, was auch viele ältere Menschen beweisen die mit 50-60 auf einmal durchdrehen und ihre Familien abschlachten.
Wenn eine Debatte dann darüber wie man solchen Leuten besser helfen und sie unterstützen kann damit sie in eine solche Lage gar nicht erst kommen.

Aber das ist letztlich der aufwendigere und teurere Weg den man sich vor der kommenden Wahl im nächsten Jahr definitiv nicht mehr annehmen will. Da heißt es lieber schnelle "Lösungen" präsentieren....

Mantarus 16 Übertalent - P - 5511 - 31. Juli 2016 - 7:51 #

Wären es keine Spiele, würde man sich halt auf Filme, Bücher, Musik,... stürzen.

Dass die Eltern bei der Erziehung versagt haben könnten, ist natürlich undenkbar...

Elfant 18 Doppel-Voter - P - 10933 - 31. Juli 2016 - 8:02 #

Hmm nach etwas hin und her habe ich mich für die erste Antwortmöglichkeiten entschieden.

BIOCRY 15 Kenner - P - 3283 - 31. Juli 2016 - 8:04 #

Ich gehe gleich mit meinem Kampfhund spazieren und ihr so?

De Vloek 14 Komm-Experte - P - 2206 - 2. August 2016 - 4:32 #

Ich schocke meine Eltern und lese ein Buch.

Triton 16 Übertalent - P - 5847 - 31. Juli 2016 - 8:11 #

Mein Wort zum Sonntag: Nach der Logik einiger Politiker bin ich ein rassistischer Amokläufer. Ich sage zu Schokoküssen noch Negerküsse und esse sie beim spielen von Ballerspielen ...

memphis 12 Trollwächter - 969 - 31. Juli 2016 - 8:35 #

Spiele seit ich denken kann (c16+4, c64, Amiga...), hab Doom gespielt als es raus kam und auch sonst alles an "Killerspielen"
Trotzdem fange ich eine Spinne und setz Sie im Garten aus anstatt sie platt zu kloppen.

Bin eher genervt von diesen Diskussionen

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5897 - 31. Juli 2016 - 10:13 #

Wenn die Spiele bei einer nennenswerten Anzahl Menschen was auslösen würden, hätten wir täglich Amokläufe.

Trotzdem ist auffällig, dass sich diese Fälle mit dem Aufkommen von Egoshootern gehäuft haben. Ob da ein Zusammenhang besteht oder ob viel mehr die exzessive Berichterstattung zu eine Nachahmungseffekt führt, weiß ich natürlich nicht.

Das Thema sollten nur Wissenschaftler klären und nicht irgendwelche Talkshow-Dauergäste, die sich nur populistisch profilieren wollen, aber keinerlei Ahnung vom Thema habe. Am besten ist ja immer die Forderung nach Verbotsmöglichkeiten - die schon ewig gesetzlich geregelt sind und existieren.

Ganon 23 Langzeituser - P - 39837 - 1. August 2016 - 9:12 #

Na ja, im gleichen Zeitraum sind aber auch andere Dinge aufgekommen. Z.B. das Internet, wo der Täter sich ja seine Waffe besorgt hat. Die Gesellschaft unterliegt ständigem Wandel, in den letzten 20 Jahren ist enorm viel passiert. Ob da jetzt die Ego-Shooter mehr Einfluss auf Menschen hatten als andere Dinge, kann man wohl nicht so einfach sagen.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5897 - 2. August 2016 - 9:29 #

Nein, aber ich würde es nicht ausschließen. Die eigentlich Ursache sind sie natürlich nicht, sonst hätten wir jeden Tag einen Amoklauf. Aber dass sie bei psychisch kranken Menschen inspirieren und enthemmen, kann ich mir schon gut vorstellen.

Trotzdem bringt ein Verbot nichts, man kommt ja problemlos an alle Spiele. Ganz ohne dubiose Quellen, es reicht ja einfach ein Uncut-Versandhändler aus Österreich. Und der Amokläufer in München ist ja sogar an eine Waffe gekommen.

Hermann Nasenweier 15 Kenner - P - 3133 - 1. August 2016 - 12:30 #

Ich glaube nicht dass sich die Taten mit dem Aufkommen der Egoshooter gehaeuft haben. Eher mit den Medien durch die jeder durchgedrehte Spinner seine "glanzvollen" 5 Minuten bekommt. Das regt halt dann andere an mitzumachen. Ich finde das sieht man auch immer gut daran wie sich die Aufmerksamkeit entwickelt. Beim ersten ist ein riesen Drama und es steht tagelang in den Nachrichten. Spaetstens nach dem 3. Mitlaeufer wird das Thema schnell wieder von anderen Aufreissern verdraengt und es ebbt wieder ab.

Solche traurigen Faelle kommen ja doch irgendwie in Wellen, waehren die Spiele alleine dran Schuld muesste es regelmaessig soetwas geben. So stellt es sich zumindest mit dar.

Aber fuer Politiker ist es natuerlich leicht mit den Killerspielen Wahlkampf zu treiben oder die eigene Basis zu vergroessern. Wobei ein Teil der Politiker wahrscheinlich sogar glaubt was er da fuer einen Unsinn verzapft :(

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5897 - 2. August 2016 - 9:25 #

Doch, klar hat sich das gehäuft, vergeht ja kein Jahr mehr ohne einen. Sicher nicht durch Shooter alleine, das kritischste Element dürfte eher der Columbine-Amoklauf gewesen sein, der medial groß inszeniert wurde und dann eben Nachahmer fand. Der war damals übrigens schon ziemlich inspiriert von Doom, gibt ein interessantes Kapitel dazu im Buch "Masters of Doom".

Ich denke nicht, dass ein Shooter-Verbot irgendwas nennenswert ändern würde. Aber dass sie bei den Amokläufern rein gar nichts bewirkt haben... da wäre ich auch vorsichtig. Das ist ja eine winzig kleine Minderheit psychisch sehr kranker Menschen, die reagieren auf manches entsprechend anders als unsereins.

Den meisten Einfluss haben meiner Meinung nach die Medien. Bei Suiziden haben sie ihre Werther-Effekt-Richtlinien, aber bei Anschlägen und Amokläufen ignorieren sie den komplett. Immerhin scheint ein gewisses Umdenken jetzt stattzufinden. Leider hört man von den üblichen Talkshow-Verdächtigen zu dem Aspekt nichts, weil sie ja selbst ein Teil dessen sind.

Hermann Nasenweier 15 Kenner - P - 3133 - 2. August 2016 - 12:50 #

Die Frage ist halt ob der Amoklauf von Doom ausgeloest wurde, oder ob es andere Gruende gab und man sich dann bei der Ausfuehrung inspiriert hat. Fuer mich ist das ein grosser Unterschied.

Klar haben Spiele einen Einfluss, aber ich sehe den extrem minimal an. Genauso kann der taegliche Stress auf Arbeit, eine Scheidung oder andere Dinge im Leben einen beeinflussen. All das traegt dazu bei dass Menschen ohne gefestigtes Umfeld (oder manchmal auch mit) durchdrehen. Aber den Spielen da einen besonderen Einfluss zuzuschreiben sehe ich als falsch an.

Das Problem bei Psychisch kranken Menschen ist halt, das sie auf viele Dinge reagieren die uns nicht logisch sind. Genauso kann jemand ausrasten und aggressiv werden weil man leicht versetzt hinter ihm steht.

kurz: Einfluss ja, Relevanz nein. Ich hoffe man versteht was ich sagen will, ist beim Tippen immer nicht ganz so einfach :)

Mit dem aktuellen Jugendschutz und Indizierung ist meiner Meinung nach genug getan. Deswegen sehe ich ein Verbot genauso sinnlos an wie Du. Aber am Ende wird in den Medien halt Politik gemacht. Und einfache Antworten und Phrasen kommen immer gut an.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5897 - 2. August 2016 - 22:49 #

Nicht dass ich falsch verstanden werde: ich denke auch nicht, dass ein Spiel wie Doom alleine einen Amoklauf auslöst.

Aber dass es absolut gar keinen Einfluss darauf hat (wie ja gern in Spieleforen geschrieben wird), finde ich genauso eine etwas gewagte Behauptung. Geht ja nicht um "normale", sondern sehr kranke Menschen.

Man weiß es halt aktuell nicht und kann es auch schwer erforschen, da die Täter nach ihrer Tat ja meistens nicht mehr leben.

Hermann Nasenweier 15 Kenner - P - 3133 - 2. August 2016 - 23:26 #

Keine Sorge, ich hatte das schon so verstanden. Und ja, man weiss es aktuell nicht genau von daher kann man es nicht ausschliessen.

Chakoray 13 Koop-Gamer - 1497 - 31. Juli 2016 - 8:51 #

Ich kann es nicht mehr hören. Es wurde das Thema doch schon lang und breit behandelt und verurteilt. Aber geändert hat sich aus meiner Sicht auch nichts.

Die Ego-Shooter sind immer noch da, manche sogar brutaler als die vorangegangen.

Aber mehr Amokläufer und aggresivere Kids sind auch nicht auf den Straßen unterwegs.

Manche werde von solchen Spielen weiter angestachelt, das gebe ich zu. Aber das Grundproblem liegt wo anders. Nämlich im sozialen Umfeld des aggresiven jungen Menschen. Und da muss man viel eher ansetzen.

brundel74 14 Komm-Experte - 1975 - 31. Juli 2016 - 9:07 #

So eine Debatte bringt nichts, da wir ein funktionierendes Jugendschutzgesetz haben und eine Verschärfung nur bedeuten würde, dass hier gekürzte oder verbotene Spiele ohne Probleme legal im Ausland erworben werden können.

Über Alkohol wird ja auch nicht debattiert, obwohl er nachweislich süchtig macht und jährlich mehr Todesopfer in Verbindung mit Alkohol als mit Amokläufen stehen.

Viel mehr sollten Eltern und Schulen in die Pflicht genommen werden, kostet aber dem Staat zuviel also wird das Thema raus gepickt was bei der konservativen Stamm Wählergruppe keine Stimmen kosten wird.

phillyy 10 Kommunikator - 374 - 31. Juli 2016 - 9:29 #

Wie definierst du denn das "funktionierende Jugendschutzgesetzt", bzw woran erkennst du das dieses wirklich funktioniert ?

Meine Erfahrung dazu ist nämlich eine gänzlich andere. Das Problem ist inzwischen die riesige Gruppe an Erziehungsberechtigten die ihren Kindern alles kaufen und erlauben damit diese ihre Ruhe haben.

Eine Vielzahl an verkauften Kopien und COD, GTA, Dead Island usw. werden heutzutage von Kindern gespielt die weder das Spiel richtig aussprechen können oder gar meistens noch nicht einmal über den Tresen gucken können.
Wie du schon geschrieben hast, müssten! die Eltern dafür zur Verantwortung gezogen werden weil es, wie ich finde, nicht sein kann das in einem Alter ab 6-10 solche Spiele zur "normalen Erziehung" gehören.

Und das ist auch der einzige Punkt wo ich mir vorstellen kann das solche Spiele "bleibende Auswirkungen"
bei Spielern hinterlassen, nämlich dann wenn all die Gewalt normal wird und diese sich in die Erziehung eingliedert.

Mfg Phillyy

brundel74 14 Komm-Experte - 1975 - 31. Juli 2016 - 13:21 #

Er funktioniert weil 2 unabhängige Gruppen kritisch ein Spiel betrachten und entscheiden ob 1. ein Spiel eine Kennzeichnung gibt und welche, und 2. falls die erste Instanz keine vergibt die zweite prüft ob eine Indizierung Sinn macht oder nicht. Er funktioniert auch, weil Entwickler und Publusher wie der Kunde heute mehr Sicherheit hat als damals.

Was Du beschreibst hat für mich wenig mit dem Jugendschutzgesetz zu tun. Den jedes Gesetz kann ja nur wirken solange es auch durchgeführt wird. Beispiel: Meine Ex hat einen Sohn aus erster Ehe, damals 15 Jahre alt. Naturgemäß wollte er aus Neugierde 18er Spiele spielen. Meine Ex immer dagegen. Irgendwann nach Weihnachten fiel ihr eine Mail vom PSN auf, Kaufbestätigung 2er 18er Spiele für die PS3. Ging das Geschimpfe los, wie es sein kann, warum Entwickler überhaupt so einen Schund bringen usw.. Ich fragte sie, wieso er überhaupt was kaufen konnte. "Ja der hat von uns und Großeltern Guthaben Karten zu Weihnachten bekommen, hat er sich gewünscht". Ein dezenter Hinweis von mir, das es schon einen Grund hat warum auf den Karten ein dickes USK 18 Logo steht ließ sie dann doch wieder nachdenklich werden ob sie nicht Mist gebaut hat. Sie wurde dann etwas lockerer, Ego Shooter waren weiter verboten, aber Mafia 2 hat sie ihm geliehen, war kaum Blut auf den Bildern der Verpackung zu sehen.... soviel dazu.

Aber es ändert nichts an der Sache das Eltern natürlich sich mit der Thematik befassen müssen. Auch Händler müssen hier die Gesetze umsetzen. Das ist bei Alkohol nicht anders. Keine Eltern kämen auf die Idee ihren Kindern Schnapps und Pornos zu erlauben, warum es bei Spielen weniger eine Rolle spielen soll was konsumiert wird weiß wohl nicht mal der Elternteil selbst. Sind halt "Spiele".

In den Niederlanden geht man viel offener mit dem Thema um, Pornografie stellenweise ab 15, Gewaltmedien werden auch anders vermittelt und MIT Kindern zusammen konsumiert um es direkt zu besprechen. Da muss die Politik mehr ansetzen. Fällt aber nicht in den Jugendschutz.

Wenn Kinder unter 14 sich Spiele wie Evil Within oder Doom geben hat es sicher Auswirkungen auf die Psyche wie Hardcore Pornos oder Drogen zu konsumieren. Da muss eine härtere Bestrafung für Eltern her, wenn sie den Zugang zu solche Sachen nicht verbieten und kontrollieren.

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 67457 - 31. Juli 2016 - 14:18 #

Und was bringt die Bestrafung der Eltern ? Und wie willst du dein Kind von sowas abhalten wenn du ihm nicht 24 h am Allerwertesten klebst ? Deine Forderung ist total weltfremd.

phillyy 10 Kommunikator - 374 - 31. Juli 2016 - 20:27 #

Du kannst das Kind nicht dauerhaft überwachen, bestimmt auch nicht Sinn der Sache ...

Aber wenn den Eltern das alles total egal ist muss man doch irgendwie handeln können um Ihnen klar zu machen das manchmal da schon Sinn hinter steckt warum kleine Kinder kein GTA usw. spielen sollten und da ein riesen roter USK-Sticker drauf klebt.

Diese "schlechte Gewissen" , was es bei Drogen,Pornos usw gibt existiert bei Videospielen leider nur sehr selten.

Vielleicht geht es eher darum die Eltern großflächiger aufzuklären.
Was durch die letzten sehr sprunghaften Bewertungen der USK bestimmt nicht leichter gemacht wird.

Gnu im Schuh (unregistriert) 31. Juli 2016 - 9:17 #

Die künstliche Killerspiel-Hysterie nach dem Amoklauf in München zeigt: Medien und Spieler haben fast schon pathologische Entzugserscheinungen nach einer Killerspiel-Debatte – kommentierte Petra Fröhlich auf gameswirtschaft.de

Petra hat vermutlich recht - schönen Sonntag.

Star Wolf (unregistriert) 31. Juli 2016 - 15:04 #

Tut mir leid, aber hier fehlt einfach der Weitblick, der in einem branchenüblichen Umfeld offensichtlich fehlt. Denn während Journalisten, Entwickler, Medienwissenschaftler etc, den ganzen Tag mit Gleichgesinnten in einem alltäglich-normalen Tenor über Videospiele sprechen können, ist das ein Privileg, welches Gamer in der Regel nicht haben.

Ich habe letztes Wochenende mit einer Nicht-Gamer-Freundin gesprochen, die aktuell dem Pokémon GO-Hype verfallen ist und zum ersten Mal in ihrem Leben feststellt, dass ihr "Hipster" oder ähnliche, teils beleidigende Begriffe von Fremden auf der Straße nachgerufen werden, nur weil sie ein Videospiel spielt. Ich kenne viele Privatpersonen, die auf YouTube publizieren und sich dort eine Community oder Freundschaften aufbauen, weil sie niemanden in ihrem Alter finden, der sich für Games interessiert. Diese schämen sich teilweise heute noch in der Öffentlichkeit mit einem 3DS gesehen zu werden. Sie werden verurteilt von Eltern, Freunden und vereinzelt sogar von den Partnern. Ich wette jeder Fan kann diesbezüglich einige Geschichten erzählen.

Und in diesem Kontext reden wir dann von einer Killerspiel"debatte", obwohl wir eigentlich Killerspiel"vorwurf" meinen. Denn die mutmaßliche "Diskussion" resultiert eigentlich aus einer Verteidigungsposition, die bereits im Jugendalter beginnt. Man erklärt sich, versucht begreiflich zu machen, wie die eigene Sicht ist und widerlegt die dutzenden Falschaussagen. "Videospiele sind..." und "Gamer sind..." wird in den Raum geknallt, ungeachtet der Schwachsinnigkeit Menschen mit einem gemeinsamen Hobby einige Charaktereigenschaften zuzuschreiben. Beim Thema Sexismus, Rassismus, Homophobie sind sogar Teile des Journalismus auf diese Frechheit aufgesprungen, nur mal so am Rande.

Die Leute sind es einfach leid. Sie sind es leid verurteilt zu werden, sie sind wütend und reagieren nicht aus grundsätzlichem Hass, sondern aus einer Frustration heraus, weil sie - sofern es hart auf hart kommt - kaum eine Lobby haben. Und unterm Strich ist die eigentliche Tragik nicht, dass die Killerspieldebatte wieder kommt, sondern dass alle Versuche in der Vergangenheit für Aufklärung zu sorgen, sei es durch Gamer selbst, sei es durch Artikel oder andere Beiträge, sei es durch die hervorragende Dokumentation von Christian Schiffer, Personen im öffentlichen Leben nicht davon abgehalten haben, weiterhin an ihrer Ansicht festzuhalten und verdeutlicht gleichzeitig politisches Scheitern im Umgang mit Popkultur.

Und aus diesem Grund finde ich es problematisch, dass Brancheninterne uns erzählen wollen, dass Videospiele in der Gesellschaft angekommen sind, dass der Begriff "Gamer" Schwachsinn ist, und dass man doch nicht wütend werden braucht, wenn das Elend wieder von vorne beginnt. Wie man in dem Kontext Überschriften wie "Sektenartige Zustände" verwenden kann, erschließt sich mir noch weniger. Man kann gerne feststellen, dass dies nicht zu einer Problemlösung beiträgt, aber man kann verstehen, warum es passiert.

SirConnor 17 Shapeshifter - P - 6777 - 31. Juli 2016 - 9:28 #

Inkompetenz? De Maizière lässt doch bei Spielen auch ab und zu die Sau raus. ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=SinAVltMFUQ

Grohal 14 Komm-Experte - P - 1982 - 31. Juli 2016 - 9:49 #

Da ich sogenannte "Killerspiele" seit einigen Jahren wegen einsetzender Alters-Motion-Sickness kaum noch spiele: Interessiert mich nicht.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 7653 - 31. Juli 2016 - 9:49 #

Ich hab eher den Eindruck, dass die aktuelle Debatte eine von einigen Seiten künstlich hochgehaltene ist. Klar, ein paar Politikernasen haben wieder ein paar Sätze zum Thema fallen lasse, aber allgemein konnte ich nirgendwo eine längere Auseinandersetzung mit dem Thema erkennen. Es gab wohl eher den Versuch von einigen Seiten, künstlich eine Diskussion zu starten, was bei mir nicht gegriffen hat, weil das Thema so 2002 ist.

Red Dox 16 Übertalent - 4356 - 31. Juli 2016 - 9:51 #

PGA Golf hat mich zum Golfprofi gemacht.
Dank dem Landwirtschaftssimulator habe ich einen real florienden Agrarbetrieb.
Und Killerspiele machen mich zum Meisterschützen und versorgen mich mit genügend Waffen und Munition um dies zu demonstrieren.

Was gibts da noch zu diskutieren?
https://iqatrophie.files.wordpress.com/2009/03/amok.png

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5897 - 31. Juli 2016 - 10:29 #

Ach, dass gewaltlastige Shooter bei 0,001% etwas auslösen und enthemmend wirken, kann ich mir durchaus vorstellen.

Dass Spiele sich auf den Alltag auswirken können, haben bestimmt die meisten hier schon mal erlebt. Ich hab mich damals nach ein paar Stunden GTA III und einem Spaziergang durch die City dabei ertappt, Autos auf ihre Möglichkeiten zu checken. :-) Oder spiel mal eine Stunde "Super Hot" und mach dann andere Tätigkeiten, da rechnet das Hirn irgendwie dieses Zeiteinfrieren mit rein, sehr seltsames Erlebnis. Und dann gab's ja auch mal dieses Experiment, wo Leute aggressiver Auto fuhren, wenn sie vorher ein Rennspiel gespielt hatten.

Ich finde schon, dass es sich lohnt, sowas auch in Hinsicht auf Shooter und Amokläufe näher wissenschaftlich zu untersuchen. Natürlich wird ein Shooter nie die Hauptursache sein, aber ich kann mir vorstellen, dass er schon ein nennenswerter Teil des Ganzen ist.

Was die üblichen Talkshow-Kasper absondern, hat damit natürlich nichts zu tun. Das ist reiner Populismus und auch ein Ablenken von den relevanteren Ursachen wie z.B. soziale Isolation, die man nicht mit simplen Forderungen abkanzeln kann.

Red Dox 16 Übertalent - 4356 - 31. Juli 2016 - 11:47 #

Ich bezweifel nicht, das wie Du es sagst bei 0,01% vielleicht tatsächlich eine höhere Gewichtung geben mag, aber ich hege trotzdem Zweifel das wir hier von einem nennenswerten Teil des ganzen wirklich sprechen können. Das fängt schon damit an das _kein_ Videospiel mir den Vorsatz für so eine Tat ins Gehirn pflanzen wird. Das sind geplante Aktionen, die erfordern eben Kopfarbeit im Vorfeld. Dann muss man sich sein Material besorgen. Ist ja nicht so als gäbs in Deutschland Waffen & sackweise Munition bei Edeka auf dem Wühltisch. Dann werden die meisten Amokläufer Waffentraining betreiben und sich schon mal etwas warm schießen und üben, ob im finsteren Wald oder mit Waffenschein legal auf dem Schießstand. Eine Waffe in CS:GO abzufeuern und real abzufeuern sind einfach zwei paar Schuhe. CS:GO macht aus Leuten halt genauso tolle Schützen wie Madden mich zum Football Star avanciert. Und ob die Hemmschwelle durch "Killerspiele" jetzt wirklich so viel drastischer gesenkt wird als wenn ich auf dem Schießstand 4h lang Pappfiguren umniete oder ganze Wochenenden auf dem Paintball Platz zu bringe, sei jetzt dahingestellt.

Was uns dann wieder zurückbringt zum "Killerspiel!" Schnellschuss der "Talkshow-Kasper". Eigentlich ein Wunder das bösartige Rockmusik oder satanische Pokemons nicht als Buhman herhalten musste. Andererseits ist der unbestimmte Begriff "Killerspiel" ja vielseitig nutzbar...

Ich frag mich ja immer noch was mal passiert wenn einer dieser amoklaufenden Spacken sein Zimmer mit CDU Wahlplakaten tapeziert und auf der Festplatte finden sich nur die aktuellen Bravo Charts, archivierte Bild Zeitungsartikel und ein "My little Pony" Videospiel.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5897 - 31. Juli 2016 - 15:22 #

Einen nennenswerten Teil kann es nicht beeinflussen, da wir beim Verbreitungsgrad von 1st person shootern sonst ja täglich Amokläufe haben müssten.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es alleiniger Auslöser einer solchen Tat sein kann, da gehört viel mehr dazu und die anderen Faktoren wie z.B. Mobbing und Ausgrenzung dürften viel entscheidender sein.

Ich halte es aber durchaus für denkbar, dass die Spiele den Täter enthemmen und dass er sich während der Tat wie im Spiel fühlt und dadurch vielleicht auch mehr Menschen tötet. Auch die Faszination für Waffen könnte gefördert werden, kann man schön bei entsprechenden YouTube-Videos sehen, wo Waffen vorgeführt werden. Da hast du immer enorm viele "Call of Duty"-Kommentare darunter.

Jacomo 12 Trollwächter - 1042 - 31. Juli 2016 - 9:52 #

Das ist mal wieder eine Frage bei der mir die Antwortmöglichkeiten nicht gefallen. Nicht disjunkt genug.

Ganon 23 Langzeituser - P - 39837 - 31. Juli 2016 - 9:59 #

"Die, die die Debatte in erster Linie befüttern, beweisen wie üblich nur ihre Inkompetenz."

Sehr schöne Formulierung, die hab ich angekreuzt.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 31. Juli 2016 - 12:47 #

Das bot sich auch an :-)

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 40526 - 31. Juli 2016 - 14:16 #

Sprang mir auch gleich in das Auge. ;)

Despair 16 Übertalent - 5074 - 31. Juli 2016 - 10:09 #

Die Debatte kann man führen, aber viele Kritiker disqualifizieren sich selbst, weil sie schlichtweg zu wenig bis keine Ahnung vom Thema haben. Die Pfeiffers und Spitzers dieser Welt mögen kluge Menschen sein, aber solange sie nur mit Studien und Statistiken um sich schmeißen und womöglich noch Begriffe wie "Killerspiele" benutzen, kann ich sie nicht wirklich ernst nehmen. Wer fundiert meckern will, muss vorher zocken. Punkt.

Ich geh' jetzt Schulmädchen erschießen in Counterstrike... ;)

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5897 - 31. Juli 2016 - 10:18 #

Manche wollen eigentlich "nur" ihre eigene Agenda fördern und letztendlich durch andere Institutionen Geld in die eigene Tasche umleiten. Lohnt sich, die Hintergründe einige der typischen Talkshowgäste zu diesem Thema mal näher anzusehen.

Einigen geht es nur sekundär um die Sache und primär um Geld und Einfluss.

Hermann Nasenweier 15 Kenner - P - 3133 - 1. August 2016 - 12:36 #

Da wuerde ich nicht nur einige sehen. Ich denke die meisten die sich oeffentlich zum Thema aeussern sehen das nur als Mittel zum Zweck.

VikingBK1981 19 Megatalent - P - 14576 - 31. Juli 2016 - 10:18 #

Als jemand, der 13 Jahre lang anderen Menschen in der Armee beigebracht mit Waffen umzugehen weiß ich, dass die Diskussion Humbug ist. Ein Abstumpfen durch Filme, Bücher oder Videospiele kann nicht beobachtet werden. Die Handhabung und den Umgang mit Waffen lernt man so auch nicht.
Psychischkranke Menschen die auf Gewalt stehen werden sich auch entsprechende Hobbys suchen.

Aladan 23 Langzeituser - - 39715 - 31. Juli 2016 - 10:35 #

Das unterschreibe ich so und dazu kommen dann völlig unqualifizierte Kommentare von Politikern, die der breiten Masse als Futter genügen sollen

Tock3r 18 Doppel-Voter - 10445 - 31. Juli 2016 - 10:46 #

Computerspiele sind staatszersetzend und gewaltverherrlichend!

Disteldrop 13 Koop-Gamer - 1655 - 31. Juli 2016 - 10:47 #

Antwort 2, weil ist ein Teil des Hintergrunds.

steever 17 Shapeshifter - P - 6871 - 31. Juli 2016 - 10:56 #

Killerspiele?

Abgesehen von Gamingseiten und Videospielforen hab ich von dem Ganzen woanders recht wenig bis gar nichts mitbekommen. Für Gamer wohl immer ein interessantes Reizthema auf entsprechenden Plattformen. Aber letzlich nichts mehr, das in den Medien noch groß aufgebauscht wird.

Thomas Barth 21 Motivator - P - 28104 - 31. Juli 2016 - 11:28 #

http://www.zeit.de/digital/games/2016-07/killerspiele-amoklauf-muenchen-thomas-de-maiziere-ergattert

Du hast in den letzten Tagen etwas "verpasst".

steever 17 Shapeshifter - P - 6871 - 31. Juli 2016 - 12:30 #

Der Link funzt bei mir net, aber ich nehme an (was man aus der Linkbeschreibung entnehmen kann), dass es um die Aussagen von de Maizière geht. Und klar, ein paar andere Politiker sind drauf angesprungen und die Medien haben dies auch aufgegriffen. Aber das war's, mehr nicht und viel mehr wird auch nicht kommen. Die Leute lassen sich damit nicht mehr abspeisen. Die Ängste sind anders gelagert und größer, als noch vor ein paar Jahren.

Namen (unregistriert) 31. Juli 2016 - 10:58 #

Ich schwankte zwischen 5, 1 und 4 und habe mich für 5 entschieden.
Eine Diskusion über Medieninhalte ist immer wichtig und dabei will ich garnicht auf physische Gewalt verengen.
Wemm ich mir eine doch eine einhellig recht einseitige Berichterstattung zu manchen Themen ansehe (nein, ich brülle nicht Lügenpresse), die Abgründe, die sich im Scripted Reality Nachmittagsprogramm von RTL oder Sat1 auftuen oder auch, dass auf den kleineren Privatsendern praktisch den ganzen Tag lang Mord und Todschlag in Form von diversen US-Krimiserien läuft, dann frage ich mich wirklich, warum jetzt wieder Counterstrike rausgeholt wird.
Auf Nachmittags runtergecuttete 16ner Filme tuen dann ihr Übrigens (Der 13. Krieger als ein Beispiel).

CS ist nicht einmal ein brutales Spiel oder Eines bei dem Töten im Vordergrund steht. Der Name ist nur bekannt.
Das sich das Thema nebenbei gut eignet um jeglichen anderen möglichen Kontext in den Hintergrund zu drücken tut dann sein Übriges.

Aber zum "Glück" gab es ja im Nachgang noch mehr aus der islamistischen Richtung, da braucht man jetzt nicht mehr so auf die Killerspiel-Kacke hauen.

Sciron 19 Megatalent - P - 17758 - 31. Juli 2016 - 10:58 #

Irgendwie fehlt mir der Punkt "Ich habe mir schon nach Erfurt und Winnenden so das Maul fusselig gelabert, dass ich im Jahre 2016 keine Kraft mehr für das Thema habe".

Es wurde in der Vergangenheit alles, aber auch wirklich ALLES schon dazu gesagt. Auch Counter-Strike hat sich seitdem nicht groß verändert. Schulmädchen kann man darin immer noch nicht erschießen. Das Thema ist ein Anti-Thema.

Funatic 14 Komm-Experte - P - 2681 - 31. Juli 2016 - 11:32 #

Hab heute morgen die Faz aufgeschlagen und gleich auf Seite 1: Jugendliche spielen Amokläufe nach. Und der Tenor: Beim CS spielen übt man das töten.
Sowas macht mich einfach nur fassungslos! Vor allem von Medien die sonst eigentlich nicht auf dem Axel Springer Niveau sind. Was erhofft man sich von sowas? Warum werden Studien und die Tatsache das diese Spiele täglich von Millionen von Spielern gespielt werden einfach missachtet. Will man sich einfach nicht mit den unheimlichen Fragen beschäftigen was einen jungen Menschen dazu bringt keine andere Lösung zu sehen als unschuldige und dann sich selbst zu richten? Oder wie es in unserer Gesellschaft sein kann das solche Menschen nicht von Freunden und Familie aufgefangen werden? Oder ist es einfach Dummheit?

Onwine 13 Koop-Gamer - P - 1222 - 31. Juli 2016 - 11:44 #

Was willst Du von den gleichgeschalteten Medien erwarten?

guapo 18 Doppel-Voter - 10974 - 31. Juli 2016 - 11:50 #

Was für ein Quatsch

Thomas Barth 21 Motivator - P - 28104 - 31. Juli 2016 - 11:53 #

Es ist Quatsch zu glauben das die Medien-Familien sich nicht absprechen, um ein gemeinsames Vorgehen vorzugeben, damit man einen Sündenbock hat.

guapo 18 Doppel-Voter - 10974 - 31. Juli 2016 - 15:41 #

Es ist Quatsch zu glauben, die zitierte FAZ hätte irgendetwas mit den Yellow-Press-'Zeitungen' und deren Familien zu tun - (egal wie sehr ich Volker Pispers schätze).

Wer dann noch Nazi-Terminologie verwendet sollte vielleicht doch einmal der Türkei oder dem dritten Reich einen Besuch abstatten.

Onwine 13 Koop-Gamer - P - 1222 - 31. Juli 2016 - 19:02 #

Oje,dann glaub halt weiter was dir jeden Tag in den Medien vorgesetzt wird, kleiner Tip für dich, mal die rosarote Brille abnehmen und ab und zu mal die Auslandspresse lesen. Und was haste gegen die Türkei,solange wir Abkommen mit der türkischen Regierung abschliessen muss dort doch alles in bester Ordnung sein. Oh, und auch noch die Nazikeule rausgeholt,
ist langsam langweilig, auch in der Sache nicht zielführend.
Aber wer reflexartig solche Phrasen raushaut, spart sich das Denken, schönen Tag noch.

guapo 18 Doppel-Voter - 10974 - 31. Juli 2016 - 21:26 #

Der Unsinn spricht für sich. Viel Spaß in der Parallelwelt.
Nimm Hilfe an so sie dir gebiten wird.
EOD

Onwine 13 Koop-Gamer - P - 1222 - 31. Juli 2016 - 22:38 #

Oh, hat die Antifa-Jugendgruppe schon schluss gemacht heute?
Sollte dir Hilfe geboten werden, nimm sie an, es lohnt sich.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25036 - 31. Juli 2016 - 22:46 #

Für gegenseitige Beleidigungen wird bitte die PN-Funktion genutzt. Hier ist jetzt Schluss.

defndrs Game Designer - - 1175 - 31. Juli 2016 - 12:36 #

Es herrscht auch die Verklärung, der Mensch an sich sei bereits so edel, ethisch und gerecht, dass es ja praktisch nur bestimmte Medien sein können, die ihn zum Gewalttäter machen. Aber so einfach ist es eben nicht mit den Menschen, ihrer Erziehung, Bildung, Psyche und Neigungen. Enttäuschend, wie simpel manche Gemüter gestrickt zu sein scheinen, Spiele überhaupt als Grund anzuführen. Ähnlich schlimm wie damals, als dieser "Rock'n Roll" so gefährdend und an allem Schuld war. Diese armselige, hiflose Debatte, um eine "Erklärung für das Unerklärliche" zu finden, ist völlig nutzlos. Es hilft auch nicht, dass sie so undifferenziert geführt wird.

桐生 (unregistriert) 31. Juli 2016 - 14:23 #

Ich muss sagen: Ich ignoriere die komplette Debatte. Weil ich sie für Schwachsinn halte. Das komplette Phänomen des Amoklaufens lässt sich allein mit dem gewaltigen Medienecho in Zusammenhang bringen, dass diese jedes Mal nach sich ziehen und andere gestörte Geister mit der Idee infiziert, man könne es der gesamten Gesellschaft so mal richtig zeigen. Nehmt ihnen ihre Helden, schreibt nur noch irgendwo auf Seite 8 einmal einen Zwanzigzeiler ohne Bild über das Arschloch, das x Leute umgebracht hat, und wir könnten einen Rückgang des Phänomens beobachten. Aber das bringt natürlich keine Quote.

zfpru 16 Übertalent - P - 4310 - 31. Juli 2016 - 15:56 #

Läuft doch nicht schlecht, die Debatte.

Inso 15 Kenner - P - 3951 - 31. Juli 2016 - 17:26 #

Ist doch alles Blödsinn - als ob jemand geistig gesundes nur CS und Co spielen müsste um auf einmal Schaum vor dem Mund zu haben und mit der Machete loszuziehen..

nitroblade 12 Trollwächter - 1048 - 31. Juli 2016 - 17:51 #

Also ich weiss gar nicht worüber ihc mihc inzwischen mit 33 mehr aufregen soll, über die Debatte oder den tatsächlichen Zusammenhang. Fakt ist, ich kenne viele Gamer, welche Aggressionsprobleme haben und/oder Sozialinkompetent sind. Fakt ist auch, dass unter diesen Gamern schon 2 davon in Behandlung wegen ihrem psychischem Zustand waren, ob nun diese planten jemanden zu töten wäre nur Spekulation.
Jetzt schmeissen die Medien gerne Statistiken durch den Raum, daher möchte ich auch mal eine raushauen:
Es gibt geschätzt 600.000 deutsche Gamer und etwa 4-6 Millionen in Europa, damit meine ich Menschen, welche wirklich überdurchschnittlich viel spielen, etwa 6+ Stunden am Tag.
Wenn also Videospiele zum töten führen wäre so einiges mehr los auf dem PLaneten. Es ist wichtig zu erkennen, dass es sich um Individuen handeln, welche schon meist eine kleine Vorgeschichte hatten, bevor sie sich zurückzogen und ihr Leben dem Rechner widmeten. Es ist ein wieter und schwerer Schritt weg vom Computer, zurück ins Leben, KLeinigkeiten erscheinen unmöglich zu bewältigen zu sein...ohne Hilfe, ein harter Kampf.
Auch zu meiner Schulzeit wurde auf Gamern rumgehackt, oder wir wurden lächerlich gestellt...allerdings finde ich, dass sich die Zeiten extrem gewandelt haben. Ich selber habe nie unter Mobbing gelitten, irgendwie hatte ich einen guten Drift zum Gaming und RL, dadurch allerdings war ich nie wirklich gut beim Zocken, wedernoch in der Schule :D Und das hat mich ab und an echt wütend gemacht, diese Wut habe ich meist bei Battlefield rausgelassen. Blabla, wie auch immer, Menschen die niemals in solch einem Lebensgefühl waren werden Gewaltspiele auch immer als böse betrachten...denn es scheint ihnen "Unnormal" solch Brutalität als Selbstverständlich anzunehmen. Inzwischen sehe ich das zum Teil ebenso und hätte gerne eine generelle FSK von 21, mit 16 war das bei mir Undenkbar :D

Trax 14 Komm-Experte - 2538 - 31. Juli 2016 - 18:51 #

Ich wähle: Die Debatte würde bereits ausführlich in der Vergangenheit geführt. Ewig wiederholen macht es nicht besser.

defndrs Game Designer - - 1175 - 31. Juli 2016 - 20:26 #

Hey, das wäre eine gute Option gewesen.

Epkes 12 Trollwächter - 1099 - 31. Juli 2016 - 20:18 #

Wie war das noch? 40% aller Amokläufer spielen Killerspiele und 100% essen Brot.
Würde doch viel mehr Sinn machen ein Brotverbot einzuführen.

Lorin 16 Übertalent - P - 4175 - 31. Juli 2016 - 20:22 #

Viele Debattierende sind in meinen Augen inkompetent und argumentieren auf einem fachlichen Niveau dass eigentlich nur noch die BILD unterbieten kann.

Noodles 23 Langzeituser - P - 38136 - 31. Juli 2016 - 20:51 #

Man kann ja drüber reden, was für Auswirkungen Computerspiele haben könnten, aber nicht auf die Weise, wie die Medien es machen, wo voller Unwahrheiten über Spiele berichtet wird, nur damit sie so brutal wie möglich erscheinen und man fast schon als krankes Schwein abgestempelt wird, wenn man spielt.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25036 - 31. Juli 2016 - 22:44 #

Es ist doch eigentlich ganz einfach.
Ein möglicher Zusammenhang ist nicht kategorisch auszuschließen. Dieser mögliche Zusammenhang ist aber keinesfalls damit gleichzusetzen, dass eben solche gewaltverherrlichende Spiele die Auslöser oder überhaupt treibende Kräfte hin zum Amoklauf wären. Der Zusammenhang beschränkt sich meines Erachtens ausschließlich darauf, dass Menschen, die sich in Gewaltphantasien gegen Mitmenschen ergehen tendenziell natürlich auch zu entsprechenden Spielen, Filmen und auch Musikern greifen, die diese Phantasien befriedigen. Antwort 2 ist also korrekt.
Dies bedeutet, dass die Debatte um gewaltverherrlichende Medien vollkommen in Ordnung geht, aber erstens ist der Begriff "Killerspiele" absolut nicht zielführend, sondern verzerrend und skandalisierend und zweitens fehlt es in der öffentlichen (nicht der wissenschaftlichen) Debatte zumeist an grundlegender Differenziertheit. Antworten 3 und 4 sind also auch korrekt.
Und damit kommen wir dann zu dem Punkt, der mich traurig, fassungslos und auch wütend macht:

"Die, die die Debatte in erster Linie befüttern, beweisen wie üblich nur ihre Inkompetenz."

In der öffentlichen Debatte sieht es leider nur allzu oft genau so aus und deswegen habe ich Antwort 6 gewählt. Ein Trauerspiel, dass unsere Gesellschaft über dieses Niveau noch immer nicht hinaus gewachsen ist, aber immerhin hat de Maizière mit seiner unqualifizierend vereinfachten Äußerung nicht ganz so große Wellen geschlagen, als wenn er diese Aussage vor zehn Jahren getroffen hätte.
Es besteht Grund zur Hoffnung.

Baumkuchen 15 Kenner - 3888 - 1. August 2016 - 12:00 #

Die einzigen Spiele, die mich regelrecht agressiv machen, sind Rennspiele. Ich schaue dich an, DriveClub!

Habe aber für die Differenziertheit gestimmt. Killerspiele gemixt mit einem bestimmten sozialen Umfeld (Dauerhaftes Mobbing durch Andere z.B.) könnte so durchaus als kritisch zu bewerten sein.

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