Arcade-Check: Pharaonic
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

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mrkhfloppy 31273 EXP - 22 AAA-Gamer,R10,S10,C4,A10,J10
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19. Juli 2016 - 10:58 — vor 38 Wochen zuletzt aktualisiert
Jeder Arcade-Check stellt ein interessantes Download-Spiel vom Xbox-Marktplatz vor, egal ob Indie oder Vollpreis. Die Rubrik wird von unseren Usern mrkhfloppy, Old Lion und Vampiro betreut.

Die Pyramiden von Gizeh sind das letzte noch erhaltene der sieben Weltwunder der Antike. Die monumentalen Grabkammern überdauern seit über 4500 Jahren die Zeit, geschaffen als Treppen zwischen Himmel und Erde für die Pharaonen, die sie einst erbauen ließen. Videospiele bedienen sich abseits der Adventure-Reihe Ankh und einiger älterer Strategietitel wie Pharao nur selten aus dem Kreativfundus, den die Geschichte und Mythologie Ägyptens bietet. Eine Ausnahme stellt der kürzlich erschienene Action-Titel Pharaonic dar. Wir sind unter Waffen an die Ufer des Nils gereist und berichten von unseren Erfahrungen auf der Xbox One.
Mit dem Fiesling zu unserer Linken ist nicht gut Kirschen essen.
Die Prinzessin aus Ägypten
Weshalb genau wir die Pyramiden unsicher machen, haben wir aufgrund langweilig geschriebener und nicht vertonter Texttafeln vergessen. Das ist nicht weiter schlimm, denn Pharaonic setzt den Fokus auf Action-Kämpfe. Wir attackieren unsere Widersacher mit leichten und starken Hieben, setzen zur Ausweichrolle an und blocken oder parieren Schläge. Zudem wirken wir einfache Angriffszauber.

Die Bewegungsabläufe im Spiel sind von eher gemächlichen Tempo, dadurch aber gut zu dechiffrieren. Wir lernen schnell, welche Attacke ein Gegner vollführt, und können entsprechend reagieren. Dabei behalten wir stets die Ausdaueranzeige im Auge und legen kurze Verschnaufpausen ein. Andernfalls geht uns schnell die Puste aus, sodass wir weder Schwert noch Schild heben können.

Das bedeutet: Panisches Trommelfeuer auf die Aktionstasten sowie kopfloses Vorgehen führen praktisch nie zum Erfolg. Da bereits wenige Treffer tödlich für uns sind, wird jedes einzelne Duell zum Prüfstein. Besonders knifflig sind Kämpfe gegen kleine Gruppen und die Bossgegner der Gebiete.
Der Orientierungslauf am Nil ist auch mit Fallen gespickt.
Ohne Kompass in die Wüste
Pharaonic führt uns auf bunten 2D-Pfaden durch das alte Ägypten. Wir bewundern blühende Oasen, entfliehen dem dunklen Kerker und erkunden große Tempelanlagen. Die  Polygon-Grafik mit ihren detailreichen Hintergründen und unterschiedlichen Lichtern ist ganz ansehnlich, aber die seltsam proportionierten Figuren werden nicht jeden Geschmack treffen. Der Bildaufbau gerät selten (und dann sehr störend) ins Stottern.

Statt strikt von links nach rechts zu laufen, biegen wir an vorgegebenen Stellen auch in den Bildvorder- und Hintergrund ab. Die Kamera biegt dann um, sodass wir einen guten Eindruck der dreidimensional modellierten Welt bekommen. Beim Händler erworbene Karten erleichtern uns die Orientierung, auch wenn wir diese umständlich im Inventar aufrufen müssen, und sie unsere eigene Position nicht zeigen.
Der Oberaufseher ist der erste Bossgegner im Spiel.
Seelenjagd
Mit jedem besiegten Gegner sammeln wir Erfahrungspunkte und steigen schließlich im Rang auf. Haut uns ein Gegner jedoch zu Brei, ist alles Essig und wir bekommen die einmalige Chance, die verlorenen Punkte am Ort des Dahinscheidens wieder aufzusammeln – Dark Souls lässt grüßen. Weil die Rücksetzpunkte ein gutes Stück auseinander liegen und alle Gegner wiederbelebt werden (Dark Souls lässt – ach, das hatten wir ja schon), gleicht der Weg jedoch dem Gang nach Canossa. Besonders die Reinkarnations-Schleifen vor Obermotzen zehren an den Nerven.

Wir erleichtern uns das Leben, indem wir die Augen nach Abkürzungen und versteckten Schätzen offen halten. Dadurch entfallen einige Kämpfe, und unsere Kaufkraft beim Händler steigt. In der Auslage warten typische Gegenstände wie Schwerter, Rüstungen oder Helme auf einen Abnehmer. Die Ware ist grundsätzlich in eine leichte und schwere Kategorie eingeteilt.

Es liegt an uns, ob wir flink und ausdauernd agieren, oder dem Feind mit großen Gerät zu Leibe rücken. Rar gesäte Diamanten wandeln wir zudem in Charaktereigenschaften um, die den Nachteilen einer bestimmten Gegenstandskategorie, etwa allen schweren Schilden, entgegen wirken. Neue Fähigkeiten erlangen wir jedoch nicht.
Gegen Gegnertrupps müssen wir besonders auf der Hut sein.
Fazit
Pharaonic ist ein Action-Titel im alten Ägypten und könnte einer Liaison zwischen Prince of Percia und Dark Souls entsprungen sein. Über den meisten Duellen schwebt das Damoklesschwert unseres blutigen Endes, aber unfair wird es nie. Dennoch beißen wir genervt in das Gamepad, wenn nach unserem Ableben alle Gegner ebenso wiederbelebt werden. Darüber tröstet auch die hübsche Optik nicht hinweg. Man muss diese Art Spiel oder das exotische Szenario mögen.
  • 2D-Action
  • Solospiel
  • Für Fortgeschrittene und Profis
  • Erhältlich seit dem 13.7.2016 für 15,99 Euro
  • In einem Satz: Gnadenlose 2D-Action im alten Ägypten à la Dark Souls.

Video:

Jörg Langer Chefredakteur - P - 337896 - 19. Juli 2016 - 10:58 #

Viel Spaß beim Lesen!

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 31423 - 19. Juli 2016 - 11:11 #

Schade: bei dem Titel hab ich kurz auf Aufbaustrategie gehofft :(

Maverick 30 Pro-Gamer - - 191375 - 19. Juli 2016 - 11:16 #

Danke für den gut geschriebenen Check. :)

Das Spiel interessiert mich eigentlich vom Setting und dem actionorientierten Gameplay, aber wie im Text zu lesen ist (und ich bereits beim Schauen von einigen LPs sah), finde ich die Wiederbelebung der Gegner beim Ableben einfach nur nervig, das wird mich irgendwann so stören, dass ich den Titel dann wohl einmotten würde.

Korrekturhinweis= unteschiedlichen Lichtern=unterschiedlichen Lichten.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 337896 - 19. Juli 2016 - 11:26 #

Es scheint halt bei Demon's World/Dark Souls zu klauen: 1 Chance, die Experience Points wieder aufzusammeln, wiederbelebende Gegner.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 191375 - 19. Juli 2016 - 11:33 #

Das ist genau der Grund, warum ich noch kein Spiel der Reihe gespielt habe, diese Monotonie des immergleichen Abkauens der Gegner empfinde ich persönlich als absoluten Spielspasskiller nach einer gewissen Zeit. Da investiere ich dann die Zeit lieber in andere Spiele. ;)

joker0222 27 Spiele-Experte - P - 88888 - 19. Juli 2016 - 11:42 #

So in etwa dachte ich auch, bevor ich den ersten From-Titel gespielt habe. Für mich ist das vor allem ein Erkundungsspiel in einem faszinierenden, atmosphärischen Setting voller dunkler Geheimnisse. Das ruft viele Emotionen während eines Spieldurchgangs vor, aber Monotonie nicht im Geringsten.

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 31273 - 19. Juli 2016 - 11:46 #

In der Theorie verstehe ich die Souls-Spiele und habe auch ein wenig in Teil 2 rein gespielt. In der Praxis weiß ich aber noch nicht, ob ich die Zeit lieber in 2 bis 3 andere Titel stecke. In meiner Jugend wäre ich vermutlich in der Serie aufgegangen.

joker0222 27 Spiele-Experte - P - 88888 - 19. Juli 2016 - 11:50 #

Ich hab jetzt nicht den Anspruch in einer Zeitspanne möglichst viele Titel durchzuspielen. Wenn mich einer richtig packt, dann ist mir das viel lieber als 2-3, die nur gut sind.

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 31273 - 19. Juli 2016 - 11:58 #

So meinte ich das auch nicht. Für mich ist das durchaus gute Gameplay auf zig Stunden gestreckt. Wie in einem Rennspielumfangsmonster à la Forza. Ich bevorzuge dann die Abwechslung heute, statt 30+ Stunden im Prinzip das Gleiche zu tun.

joker0222 27 Spiele-Experte - P - 88888 - 19. Juli 2016 - 12:03 #

30+ Stunden immer das Gleiche und gestrecktes Gameplay wäre nichts was mich auch nur ansatzweise zum Spielen motivieren könnte. Mit Souls hat das jedenfalls nichts zu tun. Alleine die verschiedenen Schauplätze innerhalb eines Spiels bieten mehr Abwechslung als manch kürzerer Titel in seiner ganzen Kampagne.

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 31273 - 19. Juli 2016 - 12:09 #

Ob das nichts mit Souls zu tun hat, ist eine Ansichtssache. Jenachdem wie feingranular man das betrachtet ;)

joker0222 27 Spiele-Experte - P - 88888 - 19. Juli 2016 - 12:13 #

Na ja, letztendlich kann man bei jedem Spiel Punkte finden, die dagegen sprechen und das muss jeder selbst wissen, wie er gewichtet. Aber lass mal nicht die Forza-Fans spitz kriegen, dass du dem Spiel gestrecktes Gameplay vorwirfst.

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 31273 - 19. Juli 2016 - 12:20 #

Genau. Ich wollte auch nur meine Präferenzen in die Waagschale werfen. Forza-Fan bin ich übrigens selbst^^

joker0222 27 Spiele-Experte - P - 88888 - 19. Juli 2016 - 12:22 #

Auch noch Nestbeschmutzer...oje, ob du aus der Nummer nochmal rauskommst? ;-)

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 31273 - 19. Juli 2016 - 12:35 #

Ähm ... ich bin WiiU-Besitzer. Wir haben doch sowieso keine Ahnung von modernen Gameplay. Und tun niemanden was zu leide. Und so :)

Maverick 30 Pro-Gamer - - 191375 - 19. Juli 2016 - 13:16 #

Ich habe bisher alle Teile der Forza-Reihe gespielt,bin auch großer Fan der Reihe und stimme mrkhfloppy da zu, dass die "Karriere" (wenn man das so bezeichnen kann) auf jeden Fall gestreckt ist. ^^

Ist auch mein größter Kritikpunkt an der Serie. Dafür kann ich mir das Rennerlebniss perfekt auf meine Bedürfnisse vom Anspruch und "Realismus" her einstellen, diese Flexibilität schätze ich sehr. :)

iUser -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 74379 - 19. Juli 2016 - 11:29 #

Ich bin nicht unbedingt ein großer Dark Souls Freund. Insofern, werde ich das wohl weiträumig umfahren. :D

Aladan 22 AAA-Gamer - - 32571 - 19. Juli 2016 - 11:37 #

Danke für den Check :-)

Tasmanius 14 Komm-Experte - P - 2164 - 19. Juli 2016 - 12:11 #

Sieht sehr interessant aus, danke für den Check. Das werd ich mir definitiv näher anschauen.

endymi0n 16 Übertalent - P - 5908 - 19. Juli 2016 - 12:38 #

Oh, ganz nett. Werde ich auf den Steam-WUnschzettel setzen.

Kirkegard 19 Megatalent - 15641 - 19. Juli 2016 - 14:29 #

Da wiederhole ich mich immer wieder gerne, danke für den Check ^^

euph 23 Langzeituser - P - 41284 - 20. Juli 2016 - 8:05 #

Schöner Check - danke dafür.

immerwütend 21 Motivator - P - 30775 - 20. Juli 2016 - 14:36 #

Sieht nett aus - aber wer tot ist, soll gefälligst tot bleiben!^^

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 35915 - 15. August 2016 - 9:29 #

Hm, das wirkte eigentlich alles recht vielversprechend, bis der Vergleich zu Dark Souls kam. Wenn ich bei einem Bosskampf sterbe, erwarte ich, dass ich direkt dort wieder einsteigen kann und mich nicht immer wieder durch die gleichen Standardgegner metzeln muss, um erneut dahinzukommen. Das kann doch nur extrem nervig sein.

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28.04.2016 () • 28.06.2016 () • 30.06.2016 () • 13.07.2016 ()
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