World of Warcraft: Braufest weiter in der Kritik

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3. Oktober 2009 - 17:59 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert
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Übermorgen endet das World of Warcraft-Braufest und trotz einschneidender Änderungen des virtuellen Trinkgelages (wir berichteten), gerät das Event wieder in die Kritik.

Obwohl Blizzard zwei Quests ("Parade der rosa Elekks" und "Fangt die wilden Wolpertinger") auf den europäischen Servern schon zu Beginn des Braufestes deaktiviert hat, werden Vorwürfe lauter, dass sich die Besäufnisse im Spiel negativ auf das Verhalten der Spieler auswirke:

„Das Spiel unterläuft damit eindeutig das Jugendschutzgesetz“, ist Christa Merfert-Diete von der deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (Hamm) entsetzt. Die Ausrede, es handele sich um eine irreale Welt, gilt ihrer Meinung nach nicht: „Werte der realen Welt werden infrage gestellt“

berichtete die Tageszeitung Westfälische Nachrichten gestern.

Dass der Artikel unsauber recherchiert wurde, zeigt die folgende Passage, die sich auf die deaktivierten Quests bezieht:

Wer beispielsweise ein Exemplar der Fabeltiere Wolpertinger fangen möchte, erhält folgenden Tipp: „Die hasenähnlichen Wesen werden für euch aber erst sichtbar wenn ihr richtig betrunken seid. Kauf euch also den stärksten Alkohol, den ihr auf dem Braufest finden könnt und kippt ihn so lange runter, bis ein Wolpertinger vorbeigesprungen kommt."

Die Fabelwesen gibt es auf den Live-Servern für ein paar Silbermünzen beim Händler zu kaufen. Zu guter Letzt kommt einmal mehr Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) zu Wort:

Für Prof. Christian Pfeiffer ist WoW „das gefährlichste Computerspiel, das auf dem Markt ist“. Der Experte für Jugendkriminalität begründet dies gegenüber unserer Zeitung: „Es verharmlost nicht nur Alkohol, sondern verherrlicht auch Gewalt.“

Pfeiffer rechne damit, dass ein Rechtsgutachten, das zwei Bundesländer erstellen lassen (um die Altersfreigabe von World of Warcraft zu überprüfen), noch in diesem Jahr vorliegen wird und das beliebte PC-Spiel dann eine Altersfreigabe ab 18 Jahren erhalte.

Den kompletten Artikel haben die Westfälischen Nachrichten auf ihrer Internetseite (unsere Quelle).

Benjamin Ginkel 18 Doppel-Voter - 10252 - 3. Oktober 2009 - 18:07 #

Ich hatte an der Uni mal 'nen Prof, der sich immer aufgeregt hat, wenn ein Fernsehteam ihn zu irgendwas befragt hat "Das dauert immer ewig", "Als wenn ich sonst nix zu tun hätte" und "Wie soll man denn da richtig forschen können", waren so die Standart-Floskeln.
Prof. Pfeiffer scheint da keine Probleme damit zu haben, wirft er sich doch allzugern vor jede Kamera, jedes Mikrofon und jeden Block, um seine Erkenntnisse (?) zu verkünden...

Flo_the_G 14 Komm-Experte - 2098 - 3. Oktober 2009 - 18:39 #

Zumal der Mann ja zu so ziemlich jedem Thema eine Studie im Ärmel hat - die muss man ja auch erstmal machen...

bam 15 Kenner - 2757 - 3. Oktober 2009 - 18:46 #

Man muss sich nur mal die Zeit nehmen und die Studien durchlesen auf die sich Pfeiffer beruft. Da wird man ganz schnell erkennen, dass seine Schlussfolgerungen absolut nicht haltbar sind und Daten, sowie Methodik absolut unzureichend sind. Der Mann ist mehr Politiker als Wissenschaftler. Er untersucht keine Zusammenhänge, sondern wünscht sich Zusammenhänge und ermittelt entsprechende Daten, die angeblich einen großen Zusammenhang zeigen.

Wenn man da Studien ala "Jugendliche, die Videospiele spielen, haben schlechte Noten" hat und die sozialen Aspekte, wie Familie, Wohlstand, Herkunft usw. absolut nicht berücksichtigt, dann erkennt man sofort auf welchem Niveau sich dieser Mann bewegt.

bam 15 Kenner - 2757 - 3. Oktober 2009 - 18:38 #

World of Warcraft wird keine andere Einstufung bekommen als die jetzige. Die Richtlinien für die USK sind klar und nach diesen Kriterien ist WoW bewertet worden. Da müsste man schon die USK komplett umkrempeln um daran etwas zu verändern.

Sven 18 Doppel-Voter - 9146 - 3. Oktober 2009 - 19:15 #

> Die Richtlinien für die USK sind klar...

Dann würde ich mich freuen, wenn du sie mir erklären könntest. :)

Loco 17 Shapeshifter - 8219 - 3. Oktober 2009 - 19:10 #

Sollte aufjedenfall USK ab 18 werden das geht ja wirklich nicht *ironie*

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 3. Oktober 2009 - 20:44 #

Ist nicht Pfeiffers Schwester eine wichtige Mitarbeiterin von ihm? Zufall, dass gleich zwei in der selben Familie sich so gut mit PC-Spielen auskennen...

Vidar 18 Doppel-Voter - 12655 - 3. Oktober 2009 - 20:47 #

ach der Pfeifer als wäre WoW das erste spiel wo amn sich betrinken kann...

Puuh gut das der nichts von The Witcher gehört hat!
weil verleitet wie WoW zu alkoholkonsum und gewalt aber auch zu glücksspiel und sexuelle ausschweifungen xD

bersi (unregistriert) 5. Oktober 2009 - 2:01 #

pff.. und sowas während draußen das Oktoberfest läuft. Jaja, erst auf das virtuelle Bier schimpfen und danach seine Erfolge im Bierzelt begießen.

Diese Gesellschaft hat sie doch nicht mehr alle. Wer wirklich etwas gegen Alkoholkonsum bei Kindern unternehmen will sollte vielleicht damit anfangen, dass Erwachsene den jungen Leuten nicht mehr vorgaukeln, trinken wäre eine tolle Sache.

Wir können ja die Prohibition wieder einführen, wie wärs damit? Man muss sich das mal vor Augen führen. Draußen feiern jeden Tag Millionen von Menschen auf Deutschlands größtem Volksfest, besaufen sich bis zur Ohnmacht, werden gewalttätig und pöbeln rum und diese Flitzpiepen regen sich über virtuelle Gegenstände auf, weil sie ja die Jugend anfixen?

Hab ich was nicht mitbekommen? Ist da irgendwas an mir vorbeigegangen? Oder sind Videospiele jetzt schon gefährlicher als der reale Konsum der jedes Jahr freudestrahlend zelebriert wird? oO

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