Wochenend-Lesetipps KW22: Flucht, Arbeit, Greenlight-Publisher
Teil der Exklusiv-Serie Lesetipps fürs Wochenende

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Johannes 32535 EXP - 22 AAA-Gamer,R10,S3,A8,J10
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29. Mai 2016 - 9:51 — vor 27 Wochen zuletzt aktualisiert

Gamification ist ein Thema, das wir in dieser Rubrik schon öfter besprochen haben. Grob gesagt geht es darum, dass Leute Elemente aus Videospielen – Bestenlisten, Fortschrittsanzeigen etc – zum Beispiel auch im Berufsleben einbauen. Umgekehrt findet das auch statt, wie ihr in den heutigen Lesetipps merken werdet. Es geht um Spiele, die sich immer mehr wie Arbeit anfühlen. Weitere Artikel befassen sich mit Serious Games zur aktuellen Flüchtlings-Situation und mit betrügerischen Publishern auf Steam Greenlight.

"Workification: Warum Computerspiele immer mehr wie Arbeit werden"
Videogametourism.at am 24. Mai, Rainer Sigl

Bestimmte Elemente wie Farming und das stufenweise Freischalten von Ausrüstung sorgen dafür, dass sich bestimmte Videospiele immer mehr wie Arbeit anfühlen, beobachtet Rainer Sigl und erklärt, worin seiner Meinung nach der Irrtum dieses Systems liegt: "Wenn seine Arbeit zu erledigen, ein erfüllendes Erlebnis ist, ist doch sicherlich ein endloser Nachschub an Arbeit auf endlose Art und Weise erfüllend - oder? Durch die strukturelle “Arbeitifizierung” von Spielen kolonisieren Elemente wie Permagrind, Loot-Spiralen und endlose Crafting- und Progressionsbäume aber auch Spiele und Genres, die auch ohne diese Elemente auskommen würden."

"Fluchtspiele aus der Ego-Perpektive"
Deutschlandfunk.de am 25. Mai, Julian Ignatowitsch

Seit einigen Monaten gibt es vermehrt Serious Games, die sich mit dem Themenkomplex Flucht und Migration auseinandersetzen. In diesem Artikel werden einige davon kurz vorgestellt. Das Spektrum reicht von interaktiver Geschichte über künstlerisch anspruchsvolle Titel bis hin zu realistischeren Werken: "Ähnlich ist das Spielprinzip bei "Refugee" vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen. Diese Spiele sind kaum mehr als Textinhalte mit Bildern. Die Information steht im Vordergrund. Man spielt echte Geschichten von echten Personen nach."

"Game publishers in 2016: How to throw your life's work away in seconds!"
Morrisonlee.com am 23. Mai, Ryan Morrison (Englisch)

Auf Steam gibt es derzeit einige Publisher, die es besonders auf Greenlight-Spiele abgesehen haben und deren Entwicklern für sehr viel Geld sehr wenig Gegenleistung bieten. Rechtsanwalt Ryan Morrisson erläutert deren Praxis auf der Website seiner Kanzlei am Beispiel von Ultrashock Gaming, die für ein paar Tweets und Facebook-Posts satte 900 Dollar plus 20 % der Einnahmen des Spiels verlangen. Morrison kommentiert: "Leute, das ist nicht okay. Das sollte nicht erlaubt sein. Diese Firmen sollten von Steam verbannt werden, von Twitter und von dieser Erde. [...] Diese Publishing-Unternehmen beuten aufgeregte [junge Entwickler] aus und ruinieren ihre potentiellen Karrieren."

Im heutigen Video: Warum man die Gegner aus klassichen Spielen besser nicht vertauschen sollte.

Wenn ihr selbst interessante Links oder unterhaltsame Videos zum Thema Computerspiele entdeckt, freut sich der Autor über eine PN oder einen entsprechenden Kommentar. Dieses Mal bedanken wir uns bei GG-User joker0222!

Video:

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29502 - 29. Mai 2016 - 11:18 #

Wieder einmal eine schöne Zusammenstellung :) . Ich habe noch einen Lesetipp: http://www.gamestar.de/hardware/tft-monitore/sony-playstation-vr/gefahren_der_vr,793,3273170.html - nicht ganz uneigennützig allerdings.

Olphas 24 Trolljäger - - 46973 - 29. Mai 2016 - 11:57 #

Schamlose Eigenwerbung! :D Ist aber wirklich ein interessanter Artikel :)

euph 23 Langzeituser - P - 38620 - 30. Mai 2016 - 6:00 #

Scheint ein talentierter Autor zu sein :-)

immerwütend 21 Motivator - P - 28949 - 30. Mai 2016 - 10:38 #

Sehr guter Artikel ;-)
Die "kritischen" Diskussionen werden aber wohl erst beginnen, wenn Journalisten und Politiker mitkriegen, dass es VR gibt - also in etwa 5-10 Jahren...

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29502 - 30. Mai 2016 - 12:22 #

Ich tippe auf früher: Wenn ein Jugendlicher oder junger Erwachsener ausrastet und Menschen verletzt oder gar tötet und man bei ihm ein Google Cardboard findet. Oder gar eine Rift.

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3574 - 30. Mai 2016 - 10:34 #

Etwas abseitig, aber für Freunde von "Firewatch" sicher ganz interessant:
http://www.spiegel.de/reise/fernweh/usa-reise-erlebnis-fire-lookout-uebernachten-im-feuerturm-a-1092750.html

Und eine Rezi zum Warcraft-Film mit einer sehr passenden Charakterisierung des Warcraft-Universums generell:
"Denn der Mangel an erzählerischer Originalität, die dem Film vorzuwerfen ist, war für die bahnbrechenden Strategie- und Rollenspiele des "Warcraft"-Universums nie ein Problem, im Gegenteil: Sie setzen bewusst auf generische, aus Tolkien und anderen einschlägigen Quellen entliehene Szenarien, um Nutzern den Einstieg zu erleichtern. Die Innovationskraft und wahre Kunst von "Warcraft" liegt im Gameplay, in der Interaktion des Spielers mit der programmierten Umgebung. Und erst wenn sich Spieler durch ihr Handeln aktiv in die Geschichte von Atzeroth einschreiben, ist sie aufregend und wirklich von Belang."

http://www.spiegel.de/kultur/kino/games-verfilmung-warcraft-auf-ein-kaempfchen-in-der-pixel-pampa-a-1094109.html

Triton 16 Übertalent - P - 5288 - 30. Mai 2016 - 9:00 #

"Workification: Warum Computerspiele immer mehr wie Arbeit werden"

Es spricht doch nichts dagegen wenn es Spiele gibt in denen man Arbeiten muss um Erfolg zu haben. Wobei es natürlich darauf ankommt was es für Arbeit ist. Wenn die Arbeit nur eine Beschäftigungstherapie ist um die Spielzeit künstlich zu verlängern, ist das verdammt nervig. Da hat der Autor schon recht.

Aber genau so Langweilig ist es wenn ein Spiel zu einfach ist. Viele Spiele wurden in den letzten Jahren immer leichter, nur was bringt es wenn man den Erfolg eigentlich nur geschenkt bekommt, statt dafür zu Arbeiten. Das meistern einer Herausforderung sollte bis zu einem bestimmten Grad schon Arbeit sein.

Das was man erreicht hat in einem Spiel sollte schon was Wert sein, das ist es aber nur wenn man dafür was getan hat. Und damit ist nicht gemeint das man sich einfach in ein Raumschiff setzt und 10 Stunden leichte Gegner abschießt und daher Super-Hyper-Belohnung-XY bekommt.

Sondern das man erst mal lernt wie man sein Raumschiff fliegt, selbst wenn das alleine eine Stunde dauert. Aber dafür halt nur noch 3 Stunden benötigt um die benötigten schweren Gegner zu besiegen um die Super-Hyper-Belohnung-XY zu erhalten.

Dann hat man sich schon bemüht sich diesen Erfolg, die Super-Hyper-Belohnung-XY, zu verdienen, den nicht mehr jeder erreicht. Was dann wieder ein Erfolg ist, da halt nicht jeder die Super-Hyper-Belohnung-XY bekommt.

TheGood 14 Komm-Experte - 2327 - 31. Mai 2016 - 22:18 #

naja, ka ob das so interessan tist.

Johannes 22 AAA-Gamer - P - 32535 - 2. Juni 2016 - 6:43 #

Was jetzt genau?

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