Arcade-Check: In Between
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

PC XOne PS4 WiiU 3DS PSVita iOS Linux MacOS Android
Bild von Old Lion
Old Lion 64883 EXP - 25 Platin-Gamer,R10,C10,A10,J10
Platin-Gamer: Hat den sehr hohen GamersGlobal-Rang 25 erreichtNews-Redaktion: Hat von der Redaktion weitere Rechte für das News-Redigieren erhaltenDieser User unterstützt GG seit einem Jahr mit einem Abonnement.Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertGold-Jäger: Hat 75 Erfolge erreicht -- Wahnsinn!Gold-Gamer: Hat den GamersGlobal-Rang 20 erreichtGold-Cutter: Hat 100 Videos gepostetAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertDebattierer: Hat 5000 EXP durch Comments erhaltenIdol der Massen: Hat mindestens 10.000 Kudos bekommenSilber-Jäger: Hat Stufe 10 der Jäger-Klasse erreichtSilber-Archivar: Hat Stufe 10 der Archivar-Klasse erreicht

1. Juni 2016 - 10:17 — vor 27 Wochen zuletzt aktualisiert
Jede Woche stellt der Arcade-Check ein interessantes Downloadspiel vom Xbox-Marktplatz vor, egal ob Indie oder Vollpreis. Die Rubrik wird von unseren Usern mrkhfloppy und Old Lion betreut.

Vor gut einem dreiviertel Jahr erschien der Indie-Puzzler In Between des deutschen Entwicklers gentlymad. Er erzählt die Geschichte eines krebskranken Mannes, der kurz vor dem Tode die fünf Phasen des Sterbens "durchlebt". Ihr startet bereits an den Rollstuhl gefesselt und vom Krebs gezeichnet im Krankenhaus und betet eure Lebensgeschichte herunter. Dabei durchlauft ihr fünf Kapitel - eines für jede Sterbephase - mit je zwölf 2D-Levels. Nähere Informationen zur Story entnehmt ihr dem Indie-Check zu In Between. Im heutigen Arcade-Check gehen wir auf die Umsetzung der Xbox-One-Version ein und erläutern, ob sich ein Kauf für euch lohnt.

Ihr beginnt mit dem Tutorial. Hier wird euch gezeigt, wie ihr euch der Schwerkraft widersetzt und mit Hilfe des rechten Sticks nach oben, unten, links und rechts durch die Level schwebt. Dabei könnt ihr, einmal in Bewegung, im Flug zwar die Richtung nicht mehr ändern, dennoch schafft ihr es mit dem linken Stick, euren Landepunkt leicht nach links oder rechts zu verschieben. Der linke Stick dient außerdem dem normalen Gehen. Springen könnt ihr nicht.


Die Hintergrundgeschichte wird in interaktiven Einspielern erzählt.
Ein Königreich für ein Steuerkreuz

Die Steuerung mithilfe der Sticks ist zwar zeitgemäß, teilweise aber leicht frickelig und ungenau. Das führt dazu, dass ihr die exakt getimten und unter Zeitdruck stattfindenden Flugpassagen nicht selten mit dem Tode bezahlt, da eure Figur anstatt nach links oder rechts, nach oben oder unten in die Spitzen rauscht. Die gibt es in jedem Level – und natürlich nahe der einzigen sicheren "Landestelle". Eine alternative Lenkung mit dem Steuerkreuz wäre hier eindeutig von Vorteil gewesen – oder eben eine höhere Genauigkeit der Stickeingabe.

Wenn ihr nun noch die einführende Storysequenz hinter euch gebracht habt, startet ihr mit der ersten Phase, der Verleumdung. Hier begegnet ihr erstmal der Finsternis, die euch seit eurer Kindheit Angst einflößt, euch verfolgt und umgibt, wenn ihr euch ihr nicht entgegenstellt. Solltet ihr erst einmal von der Dunkelheit umringt sein, bedeutet auch das den schnellen Tod. Daher heißt es schnell zu sein, und das ist einfacher gesagt als getan.

Die komplexen Levels, die aufgrund ihrer fehlenden Schwerkraft erst einmal überblickt werden müssen, erfordern oftmals simples Trial&Error, bevor ihr herausbekommt, wie der Spielabschnitt zu bewältigen ist. Und selbst wenn ihr es dann herausbekommen habt, bleibt immer noch das exakte Manövrieren durch die Mini-Labyrinthe, die pro Sterbephase mit immer anderen Todesfallen ausgestattet sind. Manchmal ist es schon ein Erfolg, bis zum Speicherpunkt in der Mitte einiger Levels zu kommen.

In der Depression nutzt ihr die vereinzelten Lichtblicke, um voranzukommen.
Neue Phase, neue Tücken

Sobald ihr eine gewisse Anzahl an Sektoren geschafft habt, schaltet ihr eine weitere Phase mit neuen Tücken frei. So erwarten euch in der Phase des Zorns pulsierende Hitzeflächen, die ebenso letal sind wie die vorherrschende Dunkelheit im Abschnitt der Depression. Diese ist nur mit Hilfe von Lichtblicken durchquerbar. In der Verhandlungsphase erwartet euch ein ganz anderer Kniff: 
Dort spielt ihr nämlich auf zwei Bildschirmen. Links steuert ihr euren Moribundus und rechts parallel dazu euren Schatten. Dabei gilt es, beide wieder zusammenzuführen, wobei sie einander helfen müssen, um voranzukommen. Technisch klappt auch dies ausgesprochen gut und erfordert ein wachsames Auge und eine Menge Gehirnschmalz und Geschick. 


Im Vergleich mit der PC- und Mobile-Fassung von In Between ergeben sich kleinere Anpassungen. Zum Teil kommen euch die Entwickler durch anders respektive zusätzlich platzierte Checkpoints (die von euch manuell aktiviert werden müssen) etwas entgegen. Andere Levelteile wurden mit zusätzlichen Fallen jedoch auch hier und dort erschwert. Den von manchen Spielern vorgebrachten Vorwurf, In Between sei teils unfair, teilen wir nicht. Mit den Anpassungen werden die genannten Spieler ihr Urteil aber nicht revidieren. Dafür ändert sich letztlich zu wenig.
Die Verhandlungsphase erfordert die Steuerung von zwei Spielfiguren gleichzeitig. An der Wand erkennt ihr die tödlichen Spitzen.
Fazit

In Between ist nicht nur aufgrund des Themas ein außergewöhnliches Spiel. Das Herumprobieren mit der Physik und dem komplexen Vorgehen zur Bewältigung der einzelnen Abschnitte erfordert eine Menge Geduld und auch Frustresistenz. Die Steuerung per Gamepad ist nicht immer optimal, was den hohen Anspruch mitunter verschärft. Die Stärken überwiegen die Schwächen jedoch klar, weshalb ihr insbesondere in Anbetracht des geringen Preises einen Blick riskieren solltet. Bedenkt in jedem Fall, dass In Between auch trotz kleinerer Anpassungen zur PC- und Mobile-Fassung immer noch knackig schwer ist. Selbst sehr geübte Spieler brauchen wenigstens drei, eher fünf Stunden, um das Ende zu erreichen.

  • 2D-Puzzle-Platformer
  • Einzelspieler
  • Für alle Skill-Klassen
  • Preis am 1.6.2016: 11,99 Euro
  • In einem Satz: Ein Puzzler wie er sein soll, knackig und fordernd.

Video:

Janosch 21 Motivator - P - 26110 - 1. Juni 2016 - 10:20 #

Das klingt doch mal wirklich unteressant. Warum nicht dieses Spiel beim Indie - Test mit zur Wahl anbieten?

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 1. Juni 2016 - 10:28 #

Ja, klingt gut. Hatte eine Podcast zum Spiel bei insertmoin gehört und letzte Woche die Möglichkeit, die PC-Version anzusehen. Interessanter Titel, den ich irgendwann auch mal ausprobieren werde.

Benjamin Braun Redakteur - 282396 - 2. Juni 2016 - 20:13 #

Die Wahlen zum Indie-Test sind durch – auch wenn's die Indietests natürlich weiterhin geben wird. Davon abgesehen ist es im konkreten Fall eine Mischung aus "viele andere Sachen zu tun" und nicht zuletzt der Tatsache, dass das Spiel nicht erst seit gestern verfügbar ist. Davon abgesehen: Den Key habe ich Old Lion ja nicht ohne Grund für den Check besorgt, damit bei uns eben ein Bericht zum Spiel erscheinen kann.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)
Mitarbeit
Action
Puzzle-Action
ab 12 freigegeben
nicht vorhanden
gentlymad
Headup Games
21.08.2015 () • 08.06.2016 ()
Link
6.5
Android3DSiOSLinuxMacOSPCPS4PSVitaWiiUXOne