Umweltprobleme durch RFID-Etiketten?

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3. Oktober 2009 - 1:29 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Das Umweltbundesamt in Dessau (UBA) hat vor den Folgen des massenhaften Einsatzes von Radio-Frequenzy-Identifikations-Etiketten (RFID) als Ersatz für die bislang gebräuchlichen Strichcodes gewarnt. Auch Verpackungen von Computerspielen und Elektrogeräten wie PCs, Konsolen und sonstigem Zubehör sind prädestiniert, im Einzelhandel mit RFID-Tags ausgestattet zu werden.

Derzeit würden deutschlandweit zwar nur etwa 86 Millionen RFID-Tags in Anwendung gebracht, aber ein für das UBA erarbeitetes Szenario gehe von einem Anstieg auf über 23 Milliarden Tags im Jahr 2020 aus.Damit würden sich die Einträge von Materialien wie Kupfer, Aluminium und Silber in die Recyclingprozesse von rund 7 Tonnen im Jahr 2007 auf geschätzte 770 Tonnen erheblich erhöhen. Zusätzlich prognostiziert das UBA einen erhöhten Eintrag von Silizium.

Flo_the_G 14 Komm-Experte - 2098 - 3. Oktober 2009 - 9:25 #

Wo sind da jetzt genau die Umweltprobleme?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 3. Oktober 2009 - 9:30 #

Man hat massenweise schwer zu trennende Metalle und damit nur begrenzt auf der Welt vorhandene Rohstoffe im Müll? Und teilweise eben nicht mal das, viele Umverpackungen landen nach dem Kauf ja auch gerne mal am Wegesrand und versuchen da verzweifelt zu verrotten.

Flo_the_G 14 Komm-Experte - 2098 - 3. Oktober 2009 - 9:35 #

Die News besagt aber doch gerade, dass die Metalle "in die Recyclingprozesse" gehen, da geht also wenig verloren. Das schafft doch dann höchstens Arbeitsplätze...

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 3. Oktober 2009 - 9:43 #

Und kostet massenweise Energie, da die Metalle getrennt werden müssen.

Aber du hast recht, in der News selbst ist der Umweltaspekt nur schwer zu erkennen.

Flo_the_G 14 Komm-Experte - 2098 - 3. Oktober 2009 - 12:23 #

Womit wieder Arbeitsplätze im Energiesektor geschaffen werden, ganz zu schweigen von denen zur Herstellung der Tags. Everyone wins. :D

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 3. Oktober 2009 - 12:34 #

Bis auf die Umwelt, die wird durch den hohen Energiebedarf bei der Produktion und dem Recycling stark belastet. Und die Rohstoffe fehlen auch irgendwann. Sieht vielleicht nicht jeder gerne - aber auch Kupfer und co. sind nicht unendlich.

Flo_the_G 14 Komm-Experte - 2098 - 3. Oktober 2009 - 13:28 #

Ein Grund mehr, die Kohlekraftwerke endlich einzumotten und ein paar neue Atomkraftwerke zu bauen.

Bezüglich der Endlichkeit von Kupfer: Ich meine mal gelesen zu haben, dass ein Gros der in der Industrie verarbeiteten Metalle schon jetzt wiederverwertetes Material sind. Ganz so schnell werden die Rohstoffe schon nicht ausgehen. Kommt ja nicht weg, das Zeug.

Camaro 18 Doppel-Voter - 9797 - 3. Oktober 2009 - 15:15 #

Es können aber auch dementsprechend viele Arbeitsplätze verloren gehen! Denn durch die RFID Technologie werden Arbeitsabläufe vereinfacht und weniger zeitaufwändig. Dadurch werden nach und nach Mitarbeiter in der Logistik, welche die Waren kontrollieren und Mitarbeiter an den Kassen, weil hier das Erfassen der Waren schneller von statten geht, überflüssig! Das sollte man dann auch bedenken...

Was ist RFID?
http://www.youtube.com/watch?v=EgNxsahJUiw

RFID-Technologie-Video (englisch)
http://www.youtube.com/watch?v=4Zj7txoDxbE

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 3. Oktober 2009 - 12:37 #

Bla, die sind so von gestern. Was ist mit leitendenden Polymeren?

Und uuh, erhoehten Eintrag von Silizium. Das waere natuerlich das Ende der Welt. Weil Silizium so giftig ist...

Zur News: Ich finde, in der Ueberschrift sollte ein ? und kein ! stehen. Weil es nur eine Prognose ist.

Hedgehog 12 Trollwächter - 962 - 3. Oktober 2009 - 13:58 #

Und zur Herstellung von Polymeren braucht man auch Rohstoffe, z.B. Öl.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 3. Oktober 2009 - 21:09 #

Sehr richtig. Davon gibt es aber erheblich mehr als vom raren Kupfer.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 3. Oktober 2009 - 22:06 #

Öl gibt es mehr? Selbst wenn, wir verbrauchen auch deutlich mehr - und recyclen lässt sich das auch nur sehr schlecht. Und an das meiste Öl, das da noch im Boden liegt, kommt man nur mit sehr viel Aufwand heran. Dummerweise lohnt sich das ab einer gewissen grenze nicht mehr - wenn man mehr Energie verbraucht, als man durch das Öl gewonnen hätte zum Beispiel.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 3. Oktober 2009 - 23:38 #

Das gilt nur, wenn man das Öl direkt in nem Kraftwerk verheizen will. Will man aus dem Öl Produkte wie z.B. Plastik oder Kerosin herstellen, und kriegt die für die Förderung nötige Energie aus Kernkraft, regenerativen Energien oder in 50 Jahren vielleicht aus Kernfusion, stimmt diese Rechnung nicht mehr.

Ich glaube in 100 Jahren wird Öl erheblich schwerer zu beschaffen sein (Ölsand etc.) und die Leute werden sich an den Kopf langen, wie wir heute es für Strom und Wärme verschwendet haben.

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