Indie-Check: Neon Chrome
Teil der Exklusiv-Serie Indie-Check

PC XOne PS4
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Vampiro 35142 EXP - 22 AAA-Gamer,R10,S9,C7,A7,J10
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27. Mai 2016 - 10:16 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
In unserer Rubrik Indie-Check stellen wir euch jede Woche ein interessantes PC-Spiel eines unabhängigen Entwicklerstudios vor. Die Rubrik wird von unseren Usern Der Marian, Zaunpfahl, Vampiro und Dominius betreut.

Die Neon Corporation, ursprünglich als Spieleentwickler für virtuelle Welten angetreten, betreibt in der Cyberpunk-Zukunft mit Neon Chrome eines der größten Gebäude der Welt. Darüber wacht, stets für vier Jahre, ein Overseer, der gleichsam mit dem Gebäude eines wird. Ihr übernehmt die Rolle eines Hackers und schickt ähnlich wie in Satellite Reign (zum Indie-Check) von euch kontrollierte Menschen in die Schlacht. Ziel in den insgesamt 30 Levels ist es, euch den Weg zum Aufzug freizuschießen und wie in Dungeon of the Endless (zum Arcade-Check) auf der nächsten, noch schwieriegeren Ebene weiterzukämpfen. Wir haben für euch herausgefunden, ob der Top-Down-Twinstick-Roguelike-Shooter von 10tons spannende und abwechslungsreiche Ballereien bietet.
Die Grafik ist stimmig, und meist habt ihr eine gute Übersicht. Viele Wände und (teils explosive) Objekte sind zerstörbar, was ihr zu eurem taktischen Vorteil nutzen solltet.
Der Nächste bitte
Ihr übernehmt zwar die Rolle des Hackers, steuert ihn aber nicht, sondern kontrolliert Menschen, die praktischerweise in Cyro-Kapseln bereitstehen. Diese haben unterschiedliche Fähigkeiten: Manche sind Soldaten und teilen besser aus, sind aber auch langsamer. Schneller sind etwa die Hacker, mit denen ihr auch so manche Tür oder Truhe extra öffnen könnt, um an mehr Geld zu kommen. Einen Einfluss darauf, wen ihr im nächsten Run steuert, habt ihr nur bedingt: Stets stehen euch drei Figuren zur Auswahl. Diese unterscheiden sich aber auch in den Spezialfähigkeiten, etwa Lenkraketen oder einem "rundum-sorglos"-Laser. Die Bewaffnung wie Shotgun oder schweres Gewehr ist ebenfalls zufallsabhängig, ihr findet aber auch in den Levels neue Ausrüstung.
Im Hub könnt ihr neben dem Kauf von Ausrüstung für den nächsten Durchgang auch die Stats eurer Charaktere dauerhaft verbessern. Das ist nötig, kostspielig und zeitintensiv.
Kämpfen, leveln, grinden
Neon Chrome ist bockschwer. In den Levels findet ihr nur selten Health Updates, könnt euch aber gelegentlich mit Implantaten versorgen (oder aber Geld nehmen, was sinnvoll sein kann, wenn ihr glaubt eh bald drauf zu gehen) oder neue Waffen finden und kaufbare Waffen freischalten. Letztlich dreht es sich nämlich auch darum, mit dem auf den Runs erbeuteten Geld eure Stats dauerhaft zu erhöhen (was sehr mühsam vonstatten geht) und die Zufallskomponente vor einem Run zu minimieren indem ihr euch mit einer bestimmten Waffe oder Spezialfähigkeit ausstattet; um eure Erfolgschancen zu erhöhen, könnt ihr euch auch immerhin mit einem Implantat versorgen. Die drei Kernelemente des Spiels sind also euer Skill, euer taktisch geschicktes Vorgehen und ein nicht zu unterschätzender Grind-Faktor.

Zudem gibt es einen spannenden Zeitdruck, denn nach gewisser Zeit wird Alarm geschlagen und es kommt eine Patrouille, die ihr aber auch taktisch klug, zum Beispiel mit einer Spezialwaffe, ausschalten könnt, um an Credits zu kommen. Zudem gibt es kleine Zwischengegner, die Schlüssel fallen lassen. In vielen Fällen könnt ihr aber auch durch die Wand gehen oder besser gesagt diese sowie auch viele Objekte in Kleinholz schießen oder schlagen. Das sieht nicht nur gut aus und verändert die Levelarchitektur, sondern kann euch auch Vorteile bringen, etwa um Gegner unbemerkt und mit Bonusschaden aus einem Hinterhalt heraus anzugreifen.
Bis ihr es zum Overseer schafft, geht einige Zeit ins Land. Pro Level braucht ihr rund drei bis sechs Minuten. Sterbt ihr, geht es von vorne oder im Level nach einem besiegten Boss weiter.
Fazit
Neon Chrome wird durch den hohen Grind-Faktor künstlich in die Länge gezogen. Das nervt zwar etwas, dafür machen die eigentlichen Kämpfe sehr viel Spaß: Die Iso-Optik ist bombastisch, das Cyberpunk-Setting ist gut eingefangen, die Story ist in Ordnung, und obendrein gibt es stimmungsvolle Musik. Außerdem spielspaßfördernd sind die interessanten Bosskämpfe und letztlich spielt eben auch euer Skill eine Rolle, wenn ihr in den zufallsgenerierten Levels endlich mal wieder weitergekommen seid. Wenn ihr also Lust auf Cyberpunk-Action habt und euch das Grinding nicht stört, könnt ihr unbesorgt zugreifen.

  • Top-Down-Twinstick-Roguelike-Shooter
  • Einzelspieler und Koop
  • Für Fortgeschrittene und Profis
  • Preis auf Steam am 20.05.2016: 14,99 Euro
  • In einem Satz: Fulminante Twinstick-Action mit hohem Grind-Faktor

Video:

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 27. Mai 2016 - 16:43 #

Zu viel Hektik für einen alten Mann, fürchte ich...

joker0222 28 Endgamer - - 100241 - 28. Mai 2016 - 9:50 #

So schnell ist das doch gar nicht...nur der Lärm dabei ist grauenhaft.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 28. Mai 2016 - 13:10 #

Komm du mal in mein Alter :-)

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 35142 - 29. Mai 2016 - 10:11 #

Ist schon recht schnell beim Spielen und es wird sehr bunt teilweise. Man hat ja auch immer etwas Zeitdruck. Es ist aber nicht ganz so schnell wie Hotline Miami.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39332 - 30. Mai 2016 - 1:44 #

...nicht nur für dich. ;)

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