Arcade-Check: MXGP2 - The Official Motocross Videogame
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

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28. April 2016 - 9:18 — vor 42 Wochen zuletzt aktualisiert
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Jede Woche stellt der Arcade-Check ein interessantes Downloadspiel vom Xbox-Marktplatz vor, egal ob Indie oder Vollpreis. Die Rubrik wird von unseren Usern mrkhfloppy, Old Lion und Vampiro betreut.

Das Studio Milestone hat sich ganz dem Rennsport-Genre verschrieben und besonders unter Motorrad-Fans mit der Superbike- und der MotoGP-Serie einen Namen gemacht. Im Herbst 2014 verließen die Italiener ihre gewohnten Asphaltkurse und digitalisieren erstmals den Schlamm und Dreck der Motocross-Szene in MXGP - The Official Motocross Game. Dessen Nachfolger MXGP2 musste zweimal zurück auf die Hebebühne, bevor das Spiel Anfang April an die Startlinie rollen durfte. Im heutigen Arcade-Check prüfen wir, ob die Nachbesserungen für einen Platz auf dem Podium reichen.
22 Fahrer kämpfen auf Schotter und Sand um die Plätze.
Mensch, Maschine, Matsch
Bevor wir den Morast der 18 originalgetreuen Rennpisten von MXGP2 durchwühlen, erstellen wir einen Fahrer samt Rennstall, passen die Teamfarben an und nehmen die Zündschlüssel für das erste Moped entgegen. Als Motocross-Neulinge erlernen wir die Grundlagen des Sports in kurzen Video-Tutorials und starten im Anschluss den Karriere-Modus. Wir beginnen als mittelloser Jungspund und bauen Saison für Saison unser Team auf. Podiumsplätze füllen das Punktekonto für die Meisterschaft und ermöglichen lukrative Sponsorenverträge. Die Siegprämien investieren wir in neue Maschinen und Tuning-Teile bekannter Hersteller sowie ein individuelles Erscheinungsbild.

Jeder Grand Prix beginnt mit einem Trainingslauf, in dem wir die Strecke kennenlernen und am optimalen Setup für das Rennwochenende tüfteln. In der anschließenden Qualifikation erarbeiten wir den Startplatz für die zwei Hauptrennen, deren Gesamtsieger durch Punkteaddition ermittelt wird. Dabei treten wir gegen das komplette Fahrerfeld der aktuellen Motocross-Saison um die amtierenden Weltmeister Romain Febvre und Tim Gajser an.

Auf den engen Sand- und Schotterpisten geht es selten schnurstracks geradeaus. Je nach gewählter Fahrphysik, nutzen wir stattdessen gezielt Hinter- und Vorderradbremse, um das Motorrad durch enge Kurven zu manövrieren. Zudem verlagern wir mit dem rechten Stick das Gewicht des Fahrers für die zahlreichen Sprünge.
Die Furchen im Boden haben weniger Einfluß auf das Fahrverhalten als es scheint.
Technik auf Abwegen
Von der Bandenwerbung bis zum Stoßdämpfer schöpft MXGP2 das komplette Lizenzpaket aus, doch auf der Strecke lässt der Titel Federn. Dass wir auf Rutschpartien im Regen verzichten müssen, stört uns wenig. Die durchschnittliche Technik auf Stand der letzten Konsolengeneration und vermehrte Ruckler ärgern uns schon mehr. Mittelgroße Fragezeichen rufen jedoch das Fahrverhalten und die Geräuschkulisse hervor.

Während die etwas schwammige Steuerung der Zweiräder noch in Ordnung geht, ist die Kollisionsabfrage ein steter Quell der „Freude“. Kleinste Berührungen mit dem Nebenmann führen zu schlecht animierten Unfällen, die unseren „felsenfesten“ Unfallpartner nur selten tangieren. Auch kürzeste Ausritte in die Botanik enden zumeist mit Stürzen, die uns (auch ohne Kollision) wie von Geisterhand sofort auf die Strecke zurücksetzen. Dank der Gummiband-KI lohnt sich die anschließende Aufholjagd in den meisten Fällen. Ein solches Alibi gibt es für den miserablen Sound nicht. Die langweilige Musik wird nur durch die kolbengetriebene Zwiebacksäge unter dem Benzintank übertroffen. Motorsport klingt anders.

Das Prädikat „Befriedigend“ hat sich die teilweise künstlich wirkende Fahrphysik verdient. Tiefe Furchen haben kaum Einfluss auf unsere Fahrlinie und die Reifen graben sich nur unmerklich in den Boden. Statt auf echtem Schotter, wähnten wir uns stets auf einer Bodentextur, die den Untergrund nur in Auszügen simuliert.
Auf  Wunsch betrachten wir das Geschehen aus der Helmperspektive.
Großer Umfang
Neben der umfangreichen Karriere bietet MXGP2 zahlreiche weitere Rennmodi und Herausforderungen. Ohne Emails und Werbeverträge absolvieren wir klassische Meisterschaften, bestreiten Zeitrennen oder gehen auf Stadiontour. Die gleichen Wettkämpfe können wir auch online gegen elf Mitstreiter austragen, fehlende Spieler werden dabei durch KI-Fahrer ersetzt. Leider ist auch der Mehrspielermodus von Lags und Verbindungsabbrüchen geplagt.

Fazit
Das Rennspiel MXGP2 bietet einen großen Umfang und setzt die offizielle Motocross-Lizenz akribisch um. Alle Fahrer, Strecken und Motorräder sind auf dem Stand der aktuellen Saison, was wir über die Technik des Spiels nicht sagen können. Handwerkliche Patzer wie die schlechte Bildrate und eine durchschnittliche Physik trüben den Fahrspaß merklich. Fans der Vorlage können den Ritt durch den Schlamm dennoch wagen, denn eine echte Alternative gibt es nicht.
  • Solospiel und Mehrspieler
  • Motocross-Rennspiel
  • Für Einsteiger und Fortgeschrittene
  • Erhältlich seit dem 7.4.2016 für 69,99 Euro
  • In einem Satz: Lizensierte Schlammschlacht mit technischen Macken.

Video:

Old Lion 26 Spiele-Kenner - P - 67052 - 28. April 2016 - 13:36 #

Kauf ich! Wie fühlt sich das Spiel denn an? Hab ich das Bedürfnis, nach nem Rennen zu duschen?

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 31006 - 28. April 2016 - 15:03 #

Das kommt auf deine Hygienestandards an.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - P - 67052 - 28. April 2016 - 15:09 #

Die sind sehr miserabel!

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 31006 - 28. April 2016 - 15:29 #

Memo an mich selbst: Kein Couch-Koop mit OL

Zaunpfahl 19 Megatalent - P - 14595 - 28. April 2016 - 18:16 #

Danke für die Warnung, so fliegt das Ding dann doch wieder von der Steam-Wunschliste...

Major_Panno 15 Kenner - 2966 - 29. April 2016 - 6:23 #

Toll geschrieben, danke, bitte mehr davon :-)

RAD ELITE (unregistriert) 29. April 2016 - 8:49 #

Schade, dass es anscheinend kein Entwickler (mehr) hin bekommt, ein gutes Zweirad-Rennspiel (gerne auch im Matsch) mit guter Grafik zu produzieren.

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Sport
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Milestone S.r.l.
Bandai Namco Games
07.04.2016 () • 21.06.2016 ()
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