Nintendo veröffentlicht Stellungnahme zu Alison Rapps Rauswurf

Bild von Unregistrierbar
Unregistrierbar 4604 EXP - 16 Übertalent,R4,S3,J6
Dieser User hat uns zur TGS 2016 Aktion mit einer Spende von 5 Euro unterstützt.Dieser User hat uns an Weihnachten 2015 mit einer Spende von 5 Euro unterstützt.Bronze-Jäger: Hat Stufe 5 der Jäger-Klasse erreichtLoyalist: Ist seit mindestens einem Jahr bei GG.de dabeiDiskutierer: Hat 1000 EXP durch Comments erhaltenGG-Spender: Hat eine Spende von 5 Euro an GG.de geschicktKommentierer: Hat 100 EXP mit Comments verdientVorbild: Hat mindestens 100 Kudos erhaltenTop-News-Schreiber: Hat mindestens 5 Top-News geschriebenSammler: Hat mindestens 50 Spiele in seiner Sammlung

2. April 2016 - 18:13 — vor 34 Wochen zuletzt aktualisiert

In der Kontroverse um die Entlassung von Alison Rapp – siehe auch weiter unten – hat sich kürzlich ihr ehemaliger Arbeitgeber Nintendo, für den Rapp im  Product Marketing tätig war, mit einer Stellungnahme zu Wort gemeldet:

Alison Rapp wurde gekündigt, weil sie gegen Bestimmungen der internen Firmenpolitik verstoßen hat, indem sie eine Nebentätigkeit verfolgt hat, die im Konflikt mit Nintendos Unternehmenskultur steht. Obwohl Fr. Rapps Kündigung erfolgte, nachdem sie in den letzten Wochen Teil der Kritik bestimmter Gruppen in den sozialen Medien gewesen ist, hat beides absolut nicht miteinander zu tun. Nintendo ist ein Unternehmen, das sich der Förderung von Integration und Vielfalt sowohl im eigenen Unternehmen als auch der Videospiel-Industrie allgemein verpflichtet fühlt, und wir lehnen die Belästigung Einzelner aufgrund ihres Geschlechts, Rasse oder persönlicher Überzeugungen entschieden ab. Wir wünschen Fr. Rapp alles Gute für die Zukunft.

Vorangegangen war ein mittlerer Shitstorm zur Frage der Freiheit von Informationen im Netz. Dieser war ausgelöst worden, nachdem Kritik seitens der Gamerschaft gegenüber Nintendo laut geworden war. Diese betraf die "Entschärfung" freizügiger Inhalte bei Nintendo-Spielen im Rahmen von Lokalisierungen. Rapp, die im Marketing der Lokalisierungsabteilung tätig war, war aufgrund mehrfach getwitterter feministischer Aussagen Ziel des Shitstorms geworden, obwohl sie nach eigener Aussage mit den Änderungen nichts zu tun gehabt hatte. Die Dynamik war aber nicht mehr aufzuhalten und so kam es, dass ein von Rapp im Jahre 2011 veröffentlichter Artikel Gegenstand erneuter Diskussionen in sozialen Netzwerken geworden ist. Inhaltlich befasste er sich mit der Frage, inwieweit die in Japan geltenden Gesetze zum Besitz kinderpornografischer Medien mit der Meinungsfreiheit vereinbar seien. In ihrem Text äußerte Rapp unter anderem folgende Aussage: "Den Besitz eines Mediums zu kriminalisieren - seien es gewalttätige Videospiele... kontroverse politische oder religiöse Texte oder Kinderpornografie - ist gleichbedeutend mit der Kriminalisierung von Gedanken" (vgl. Rapp, S. 45). Dabei wurde seitens verschiedener feministischer und konservativer Gruppen Nintendo offen und ultimativ aufgefordert, Rapp zu kündigen (vgl. Artikel auf mirror.co.uk). Die nun erfolgte Kündigung wiederum wurde seitens anderer Teile der Internetgemeinde als Folge von Zensur aufgefasst, was Nintendo zu diesem Statement veranlasst hat.

Just my two cents 16 Übertalent - 4352 - 2. April 2016 - 18:52 #

Ok, kein Wort in dem Artikel darüber, warum überhaupt Interesse an Rapps Äußerungen besteht, kein Wort darüber warum sich die "Community" aka "Gamergate" überhaupt erst auf Rapp eingeschossen hat und dass sie davor das neueste Opfer dieser Typen wurde und über Monate Online durch den Dreck gezogen wurde.
Kein Wort darüber, dass Nintendo monatelang die Klappe gehalten hat, als ein(e) Mitarbeiter(in) für Unternehmensentscheidungen Online fertig gemacht wurde. Kein Wort darüber, dass Nintendo tatsächlich eine Mitarbeiterin feuerte, deren Entlassung der Cybermob seit Monaten forderte...

Und nun bekommt Gamersglobal einen netten Gamergate Newsartikel...

blobblond 19 Megatalent - 17755 - 2. April 2016 - 19:10 #

Schreib doch selber eine News drüber...

Just my two cents 16 Übertalent - 4352 - 2. April 2016 - 19:45 #

Warum sollte ich?

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4604 - 2. April 2016 - 19:50 #

Mir scheint, Du hättest das sehr genau verfolgt. Deshalb fände ich es gut, wenn Du Deine Meinung ausführlicher darlegen könntest. Im ersten Moment sah es so aus, als bezöge sich Deine Kritik auf den Umfang der News. Aber vielleicht macht es ja den Eindruck, dass ich den Rauswurf Rapps gut fände. Das ist mitnichten der Fall.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5162 - 3. April 2016 - 8:15 #

"Aber vielleicht macht es ja den Eindruck, dass ich den Rauswurf Rapps gut fände. Das ist mitnichten der Fall."

Nö, IMHO kommt da keine Färbung deinerseits zum Ausdruck.

GlibberMonster (unregistriert) 2. April 2016 - 20:37 #

Passt schon!
Nur weil eine Frau gefeuert wurde, muss nicht gleich die Feminismus-Keule aus´m Keller geholt werden.
Es wird tgl. geheuert & gefeuert, ist nicht immer ein Drama.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4604 - 2. April 2016 - 19:11 #

Das würde den Rahmen einer News sprengen. Wichtig ist, dass sie möglichst objektiv einen Überblick gibt. Für Meinungen ist die Kommentarfunktion da.

Just my two cents 16 Übertalent - 4352 - 2. April 2016 - 19:49 #

Klasse. Du bist also einseitig, da die komplette Story den Rahmen sprengen würde. Warum schreibst du die News dann überhaupt? Oder fängst von vorne an. Die erste News auf Gamersglobal zu der Person ist jetzt die Stellungnahme von Nintendo zur Kündigung. Es gibt keine News zur Kündigung selbst, keine News zur Vorgeschichte und auch keine die Alison Rapp jemals erwähnt hat...

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4604 - 2. April 2016 - 19:56 #

Die Stellungnahme ist die News, ja. Rapps Artikel ist von 2011, der Shitstorm tobte seit Wochen und Monaten. Das ist keine News. Ich freue mich über eine Meinung, aber ich weigere mich strikt, meine Meinung in eine News zu schreiben, tut mir leid. Wenn Du den Vorgang genauso ungeheuerlich findest wie ich, dann schreibe es doch einfach in die Kommentare. Das hat nichts mit Unvollständigkeit zu tun; ich habe etliche Links angefügt, darunter zweifach welche von Rapp persönlich. Es hat einfach damit zu tun, dass eine News kein Pamphlet sein darf, weder für noch gegen Rapps Rauswurf.

Just my two cents 16 Übertalent - 4352 - 2. April 2016 - 20:58 #

Du lässt aber die Hälfte weg. Das Rapp seit Monaten in der Schußlinie steht- und zwar gerade nicht wegen ihres Studentenaufsatzes(!), sondern weil sie persönlich für sexuelle Entschärfungen(!!!) in Nintendospielen verantwortlich gemacht wurde und sich der Mob daher auf sie gestürzt hat, in ihrem Privatleben und ihn ihrer Vergangenheit wühlten und so den Aufsatz fanden und die Aussagen völlig aus dem Kontext ziehen.

"Over time, as it became obvious that Nintendo was removing some of the sexualized content from their games as they brought them to America, angry gamers looked for someone to blame and started pointing fingers at Rapp. Those efforts intensified even more in recent weeks with the discovery of a college essay she wrote in 2011 while attending Augsburg College."
http://kotaku.com/the-ugly-new-front-in-the-neverending-video-game-cultur-1762942381
Bei Dir und in der News ist die Wirkung mal eben die Ursache...
Während all der Zeit hat sich Nintendo nicht einmal symbolisch vor seine Mitarbeiterin gestellt. Das ist schäbig. Als Biowares Jennifer Hepler Ziel des Mobs war, da hat man sich bei Bioware/EA deutlich vor die Mitarbeiterin gestellt.
Bei Rapp hingegen hat Nintendo die Mitarbeiterin gefeuert als sie anonym(!) übers Netz angeschwärzt wurde...
Und entgegen deiner Aussage wurde ihre Kündigung nicht von Feministen und Konservativen gefordert - in der Koalition befinden sich primär die üblichen Gamergater bis hin zu offenen Rassisten und Neonazis!

Damit das Bild etwas vollständiger wird und vor allem auch die Reihenfolge klar wird:
http://kotaku.com/nintendo-employee-terminated-after-smear-campaign-over-1768100368
http://www.wired.com/2016/04/alison-rapp-nintendo-harassment/
http://www.theverge.com/2016/3/30/11335284/nintendo-alison-rapp-fired-harassment-denial
http://www.eurogamer.net/articles/2016-03-31-nintendo-fires-marketer-after-sustained-online-hate-campaign

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4604 - 2. April 2016 - 21:41 #

So, jetzt habe ich das etwas genauer reingeschrieben. Danke für die Links. Den Eurogamer-Link habe ich angefügt, kotaku ist mir zu sehr Meinung.
Im Kern sagt es aber das Gleiche aus: Nintendo hat dem Mob nachgegeben und sieht sich nun gezwungen, die Kündigung zu rechtfertigen. Beides, sowohl die Lokalisierungsvorwürfe als auch jene zu Rapps Artikel von 2011 halte ich für vorgeschoben.
Eigentlich geht es hier offensichtlich um jemand, der allzu oft seine Meinung im Netz geäußert hat, womit leider zu viele nicht umgehen können.
Dazu möchte ich anfügen, dass ich den Passus aus Rapps Schrift so nicht unterschreiben würde. Aber das tut nichts zur Sache. Solche Gedanken äußern zu können, ist Teil der Meinungsfreiheit und es kann nicht sein, dass Leute dann daherkommen und fordern, Rapp rauszuschmeissen.
Also danke nochmal, aber ich kann nicht alles lesen. Das, was ich vorher gewusst habe, hat mir gereicht, mich zum Verfassen einer News berufen zu fühlen. Trotzdem ist die News jetzt besser, so soll es ja auch laufen auf GG.

Just my two cents 16 Übertalent - 4352 - 2. April 2016 - 22:05 #

Und so kann ich mit der News auch wunderbar leben. Danke fürs überarbeiten. ;)

Guthwulf 15 Kenner - P - 3750 - 3. April 2016 - 2:07 #

Das is aber immer noch eine sehr wirre und einseitige News. Es wird überhaupt nicht klar, warum Nintendo sich gezwungen fühlte, eine Erklärung zu veröffentlichen.

Siehe andere News dazu: "Alison Rapp war Teil des Lokalisierungsteams bei Nintendo und kümmerte sich um die Übersetzung der Spiele. Aufgrund ihrer Äußerungen zum Thema Sexismus in der Games-Industrie wurde sie im Internet angegriffen. Sie musste sich eine Zeit lang gegen heftige Beschimpfungen und Beleidigungen wehren, bis die Situation eskalierte. Jemand aus der Community fand heraus, dass sie unerlaubterweise einem Zweitjob nachging, und steckte dies Nintendo. Daraufhin wurde sie gefeuert."

Der (besorgniserregende) Kern is für mich: Sie war in einen Shitstorm verwickelt, die Community hat in ihrem Privatleben rumgeschnüffelt und sie bei ihrem Arbeitgeber angeschwärzt. Der Grund für die Kündigung ist der Vertragsbruch (Zweitjob, damit sie ihre Schulden vom Studium abarbeiten kann) aber das ist gleichzeitig Folge des Shitstorms und des unerwünschten Rumschnüffelns in ihrem Privatleben durch die Internetcommunity. Dieser Aspekt geht in deiner News völlig verloren.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4604 - 3. April 2016 - 7:21 #

Wieso das mit dem Nebenjob wird doch sogar seitens Nintendo als Grund angegeben. Wie die darauf gekommen sind, steht hingegen nicht drin und ist Deine Interpretation.
Übrigens eine, die ich bis zu einem bestimmten Grad selber teile, aber das hat in einer News nichts verloren und würde sie erst recht einseitig machen.

Guthwulf 15 Kenner - P - 3750 - 3. April 2016 - 7:52 #

"Wie die darauf gekommen sind", ist wesentlicher Bestandteil der Newsgeschichte, der von den anderen Newsseiten zu diesem Thema auch entsprechend berichtet wird, nur von deiner News nicht. Das hat nix mit Interpretation zu tun.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4604 - 3. April 2016 - 8:04 #

Ok, nenne mir einen Link, der seriös ist und die Behauptung stützt, dass es Denunziation war und ich arbeite ihn ein. Der News tut es keinen Abbruch. Rapp war einem Shitstorm ausgeliefert, Nintendo hat sie gefeuert und dementiert Gerüchte, dies habe etwas mit dem Shitstorm zu tun. Das sind die Fakten, alles andere bleuibt draußen, solange es nicht bewiesen ist.

Guthwulf 15 Kenner - P - 3750 - 3. April 2016 - 8:34 #

Was auch immer du als "seriös" ansiehst? Und was für Vorstellungen hast du bzgl. Beweisen oder News? Entsprechende Behauptungen werden auf verschiedenen Newsseiten aufgegriffen und stammen demnach unter anderem von Alison Rapp selbst. Natürlich gibt es keine gerichtsfesten Beweise. Aber du kannst dir nicht eine Behauptung (die Presseerklärung von Nintendo) rauspicken und als "Fakt" erklären und den Rest des Bildes weglassen.

http://www.gulli.com/news/27291-troll-community-sorgt-fuer-rauswurf-einer-nintendo-angestellten-2016-03-31

http://www.nintendo-insider.com/2016/03/nintendo-of-america-terminates-alison-rapp-employment/

Und damit is es genug für mich in dieser Diskussion...

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4604 - 3. April 2016 - 9:42 #

Tut mir leid, aber das sind beides wertende Artikel. Schon nintendo-insider ist wertend, speziell im vierten Abschnitt. Der Gulli-Link geht aber garnicht. Dort wird eindeutig unterstellt, anintendo habe in der Stellungnahme gelogen, da die "Troll-Community" schuld am Rauswurf sei und die Begründung mit dem Zweitjob vorgeschoben sei. Das mag als Meinung durchaus durchgehen, hat in einer News aber nichts verloren. Der Autor hätte schreiben können, es bestünde in der Community die Ansicht, es sei vorgeschoben. Das ist aber nicht der Fall. Er präsentiert es als Fakt und dann ist es entweder legitimerweise eine Meinung (steht aber nicht drüber) oder ein unsachlicher Artikel.

blobblond 19 Megatalent - 17755 - 3. April 2016 - 10:45 #

Wörter wie "hätte, sollte, könnte, wollte..." gehören eigentlich in eine Kaffeesatznews.

Ausserdem wurde Rapp schon zuvor intern zurückgestuft und hatte kein Status einer offiziellen Vertreterin des Unternehmens mehr.
""When I got back from [vacation], Nintendo stripped me of my spokesperson status and did a 'lateral move' so I wouldn't lead games as a [product manager] anymore," she said."
http://www.polygon.com/2016/3/30/11335360/nintendo-fires-treehouse-employee-who-was-target-of-harassment

Nudeldampfhirn 14 Komm-Experte - P - 2340 - 3. April 2016 - 11:04 #

Danke für den ersten Absatz, das wollte ich auch schon schreiben.

Just my two cents 16 Übertalent - 4352 - 3. April 2016 - 13:41 #

Das Nintendo sie schon vorher zurückgestuft hatte besagt jetzt was? Kündigung halb so wild? Nintendo hat hier als Arbeitgeber gewaltig versagt.

Bully3 15 Kenner - 2726 - 3. April 2016 - 13:48 #

Oje, sie hat vorsätzlich gegen ihren Arbeitsvertrag verstoßen, wollte das vertuschen, wurde erwischt und dafür gefeuert. So ein armes Opfer aber auch.

Warum ist die News eigentlich so geschrieben, dass man sie am besten von unten nach oben lesen muss, um zu wissen worum es überhaupt geht?

blobblond 19 Megatalent - 17755 - 3. April 2016 - 14:10 #

Das sie eine Änderungskündigung und eine Abmahung kassiert hat.
Eine einseitig Herabstufung kann kein Arbeitgeber anordnen, ausser es ist ausdrücklich im Arbeitsvertrag erfasst, sie muss bzw. kann den geänderten Vertrag unterschreiben oder demn Vertrag nicht unterschreiben.

Just my two cents 16 Übertalent - 4352 - 3. April 2016 - 14:30 #

Dir ist schon klar, dass es kein internationales Arbeitnehmerrecht gibt und Nintendo of America als Arbeitgeber darauf hindeuten könnte, dass sie nicht in Bochum beschäftigt war und deutsches Recht hier eventuell nicht gelten könnte?

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 3. April 2016 - 16:21 #

Nein, auch eine News kann wertende Positionen darstellen, ohne selbst wertend zu sein. Dann schreibt mensch eben "blub behauptet, dass...". Und schon ist die Position mit drin.

Ich mein, es gibt hier auf GG auch eine Top-News(!) über das Gerücht(!), das Sony eventuell eine PS4.5 veröffentlichen will. Das ist alles unbestätigt und auch wenn es Hinweise(!) gibt, immernoch reine Spekulation.

Aber in diesem Fall ist es dann völlig ausgeschlossen, entsprechende Positionen, die Rapps Entlassung mit dem Shitstorm gegen sie in Verbindung bringen, zu erwähnen?

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4604 - 3. April 2016 - 16:51 #

Ich verstehe nicht. Das geht doch aus der Tatsache, dass Nintendo ein Statement raushaut, hervor.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 4. April 2016 - 3:40 #

Sorry, das habe ich unklar formuliert.

Es sollte keine Kritik an der News sein, die finde ich okay. Es war eher eine Kritik daran, dass News keine Spekulationen bzw. wertende Positionen enthalten sollen, das kam aber in diesem Fall auch gar nicht von dir.

Just my two cents 16 Übertalent - 4352 - 3. April 2016 - 13:39 #

Sie sagt es selbst auf Twitter dass sie anonym angeschwärzt wurde und Nintendo hat dem nicht widersprochen. Und da wäre ohne die Kamapagne mit Sicherheit nicht passiert.

Nudeldampfhirn 14 Komm-Experte - P - 2340 - 3. April 2016 - 21:32 #

Hat Nintendo dem explizit nicht widersprochen (sich also zu diesem Twitter-Posting geäussert) oder schlicht nichts gesagt (was ja legitim ist, aber noch lange keine Zustimmung)?

Vidar 18 Doppel-Voter - 12256 - 2. April 2016 - 20:02 #

Kündigung kommt zu einem blöden Zeitpunkt aber wer nun einmal neben der Hauptbeschäftigung unter falschen Namen arbeitet ( Info von ihr selbst) braucht sich auch nicht über ne Kündigung wundern.
Vor allem da Nintendo zweitjobs sogar dulden würde (aussage auch von ihr), allerdings muss man sie halt angeben.

Über ihre Aussage sage ich mal nichts....

Sok4R 16 Übertalent - P - 4432 - 3. April 2016 - 10:08 #

Das mit dem Nebenjob hat mich auch etwas gewundert: sie hat behauptet dass das mit Nintendo OK geht, aber hat ihn unter falschen Namen angenommen. Das passt imho nicht zusammen und dann darf sie sich auch nicht über ihre Kündigung wundern.

blobblond 19 Megatalent - 17755 - 3. April 2016 - 10:40 #

Einen Nebenjob unter falschen Namen annehmen, nennt man in Deutschland auch "Lohnsplitting" und ist u.a. ein Sozialversicherungsbetrug.

Just my two cents 16 Übertalent - 4352 - 3. April 2016 - 13:35 #

Lohnsplitting ist was völlig anderes...

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 3. April 2016 - 12:58 #

So wie ich das verstanden habe, war der falsche Namen als Schutz für Nintendo gedacht: "Oh schaut mal, Nintendo zahlt so schlecht, dass sie sich einen zweiten Job suchen musste." - Wobei, wenn sie den Job zum Begleichen der Studienkredite gebraucht hat, stimmt das wohl sogar.

blobblond 19 Megatalent - 17755 - 3. April 2016 - 14:21 #

Was kann Nintendo für die hohen Studiengebühren in den USA?

Makariel 19 Megatalent - P - 13436 - 4. April 2016 - 10:10 #

Das klingt für mich wie eine billige Ausrede, in den UK & USA ist es nicht unüblich mehrere Jobs bei verschiedenen Firmen zu haben, man muss nur brav alles deklarieren. Wenn ich anfangen würde unter falschem Namen einen zweiten Job zu machen, würde mein Arbeitgeber auch ziemlich schnell die Notbremse ziehen, noch bevor geklärt wird ob es sich um einen "conflict of interest" handelt oder nicht. Sowas tut man einfach nicht.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 3. April 2016 - 16:24 #

Es gibt auch noch einen sehr unfreundlichen Artikel von Jim Sterling zu dem Thema: http://www.thejimquisition.com/nintendos-corporate-culture/

Mehr ist mMn dazu gar nicht zu sagen.
Und so findet sich halt eine Firma auf meiner persönlichen Boykottliste, die ich da eigentlich gar nicht sehen will: Nintendo.

steever 16 Übertalent - P - 4900 - 3. April 2016 - 16:41 #

Welche Firmen stehen denn noch auf der Liste, bzw. welche stehen nicht drauf (dürften ja weniger sein)? ;)

blobblond 19 Megatalent - 17755 - 3. April 2016 - 17:08 #

"The company’s long been known to pull tightly on the leashes of its employees, to control what they say in public."

Bei welchen Unternehmen ist es nicht so?
Wieviele wurden schon wegen eines post auf Facebook/Twitter entlassen?
1. Im Oktober 2008 wurden 13 Flugbegleiter der britischen Fluglinie Virgin Atlantic entlassen, weil sie die Sicherheitsrichtlinien der Airline kritisiert hatten und die Passagiere „Prolls“ nannten – alles auf Facebook.
Eine Jugendliche, die in einem Büro in Südengland angestellt war, wurde gefeuert, weil sie Ihren Job als „langweilig“ bezeichnete.
Eine Versicherungsangestellte aus Basel wurde entlassen, nachdem sie sich krank gemeldet hatte, sich dann aber über ihr iPhone bei Facebook eingeloggt hatte.

In jeden Arbeitsvertrag bzw. in jeder interne Firmenpolitik ist festgelegt, das Arbeitnehmer ruf- und kreditschädigende Mitteilungen zu unterlassen haben.

Just my two cents 16 Übertalent - 4352 - 3. April 2016 - 17:59 #

"Eine Versicherungsangestellte aus Basel wurde entlassen, nachdem sie sich krank gemeldet hatte, sich dann aber über ihr iPhone bei Facebook eingeloggt hatte."

Und du findest das anscheinend ok und nachvollziehbar?

blobblond 19 Megatalent - 17755 - 3. April 2016 - 18:26 #

Ja das finde ich nachvollziehbar, da sie wegen einer Migräne krank geschreiben war und deswegen konnte sie, nach eigenen Angaben, nicht am einen PC arbeiten und sie müsste den ganzen Tag in einen dunklen Raum liegen.
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/20139035

Auf einen kleinen Smartphonebildschirm zu schauen soll für die Augen weniger weniger anstrengender sein als auf einen großen PC-Bildschirm?

Just my two cents 16 Übertalent - 4352 - 4. April 2016 - 1:03 #

Dir ist schon klar dass deine beiden Zusammenfassungen einen völlig unterschiedlichen Informationsgehalt haben, oder?

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 4. April 2016 - 4:33 #

Es ist in keinster Weise akzeptabel, dass Unternehmen einen Einblick in die oder eine Kontrollmöglichkeit der Privatleben der Mitarbeiter*innen haben.
Dass dies durch soziale Medien immer einfacher wird, ist eine beunruhigende Entwicklung.

Nudeldampfhirn 14 Komm-Experte - P - 2340 - 4. April 2016 - 7:09 #

Wie in diesem Fall einen öffentlichen Status auf Facebook zu prüfen ist aber keine "Kontrollmöglichkeit" eines Unternehmens und auch kein unerlaubter Einblick ins Privatleben.
Wer Facebook (oder Twitter oder was auch immer) nutzt und/oder seine Daten öffentlich in sozialen Netzwerken teilt, ist immer noch selbst dafür verantwortlich - eben weil sie öffentlich einsehbar sind.

Also für diesen speziellen Fall mit dem Einloggen per Handy sehe ich da kein Vergehen seitens des Unternehmens. Ob sie vorher schon aufgefallen ist und daher ihre öffentlichen Accounts unter "Beobachtung" standen und das daher aufgefallen ist weiß ich nicht (bin zu faul den Fall nachzulesen und ich mag keine Spekulationen) - aber auch dies wäre im normalen rechtlichen Rahmen.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73381 - 4. April 2016 - 11:57 #

Es ist dann doch noch ein Unterschied, ob ich 8-10 Stunden arbeitend vor dem PC mit einer Migräne sitze, oder für ein paar Minuten das Smartphone checke. Da kuckt man im Bett liegend in einem dunklen Raum auch leichter drauf, als extra dafür einen PC/Laptop anzuwerfen, der wahrscheinlich auch noch in einem Nebenzimmer steht.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4604 - 4. April 2016 - 12:57 #

Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass die Privatsphäre geschützt bleiben soll.
Die Arbeitswelt bestimmt doch sowieso schon alles. Wir ändern ja sogar die Zeit, um produktiver sein zu können. Irgendwann reichts mal. Zwar finde ich auch, dass es nicht ok ist, seinen Brötchengeber zu hintergehen, aber so richtig übel machen das doch die wenigsten. Wegen ein paar Weniger sollte man aber nicht allen Arbeitnehmer misstrauen und Controlling zur Agenda machen.

Von außen betrachtet erscheint mir dieser Fall undurchsichtig. Wer weiß, was da hinter den Kulissen wirklich abgelaufen ist. Ob Rapps regelmäßig kritische Tweets der Grund waren oder etwas anderes, weiß ich nicht. Mir erscheinen die Gründe aber vorgeschoben. Jemandem, den man unbedingt halten will, verzeiht man so etwas.

blobblond 19 Megatalent - 17755 - 4. April 2016 - 13:53 #

"Ob Rapps regelmäßig kritische Tweets der Grund waren oder etwas anderes, weiß ich nicht."

Es waren eher Fotos in Dessous/fast durchsichtigen Babydolls wo sie ihre Tattoos auf Oberschenkel/Unterarm/Oberarm präsentierte.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73381 - 4. April 2016 - 14:17 #

Ich ging nicht mal auf die speziellen Hintergründe ein, sondern um die komische Begründng von blobblond, am PC arbeiten geht nicht, aber auf Smartphone schauen schon.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4604 - 3. April 2016 - 18:05 #

Das ist der Punkt. Alle wollen AAA-Titel,was ohne eine marktorientierte Branche nicht möglich ist. Aber das Geschäftsgebaren soll bitte möglichst Indie sein, wo jeder mit jedem persönlich befreundet ist und alle lieb miteinander sind.

Nicht, dass ich ein menschlicheres Miteinander ablehnen würde, im Gegenteil. Ich halte eine rein gewinnorientierte Unternehmenskultur, die jegliche Menschlichkeit als Schwäche auslegt, für rückständig. Aber dann müssen wir über Unternhemenskultur reden und nicht über das böse Nintendo. Dieses ist auch nicht böser als Konami, wo es erst kürzlich eine Diskussion um Menschlichkeit gab.

Makariel 19 Megatalent - P - 13436 - 4. April 2016 - 10:18 #

Du hast Adam "Deal with it" Orth vergessen.

Das mit der Versicherungsangestellten aus Basel ist aber schon ziemlich arg, bei so einem Überwachungsstaat von Unternehmen würd ich gar nicht arbeiten wollen. Was kümmert es mich meinen Arbeitgeber wo ich mich wann einlogge, solang ich meine Arbeit erledige?

Wunderheiler 19 Megatalent - 18954 - 4. April 2016 - 13:57 #

Aber wenn sie krank geschrieben war, hat sie die Arbeit eben nicht erledigt. Die genauen Hintergründe kenne ich nicht, aber kann mir schon vorstellen, dass es Szenarien gibt, wo eine Kündigung nicht ungerechtfertigt ist...

GlibberMonster (unregistriert) 4. April 2016 - 15:38 #

Und am Ende entscheiden letztlich die jeweilig zuständigen Arbeitsgerichte, ob die Kündigungen legitim waren und nicht irgendeine Community. Also Wayne?

Btw. Die oben zitierte Äußerung der betreffenden Dame aus 2011 ist ja auch recht grenzwertig.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)
Mitarbeit