GDC16: Star-Wars-VR-Demo Trials on Tatooine gespielt (plus Trailer) // 5 weitere Vive-Demos

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Jörg Langer 324509 EXP - Chefredakteur,R10,S10,C10,A10,J9
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17. März 2016 - 1:53 — vor 38 Wochen zuletzt aktualisiert
Wir hatten ja darauf gehofft, aber es kam dann doch als angenehme Überraschung, dass am Ende einer halbstündigen Demo-Session mit der aktuellen Version der HTC Vive tatsächlich die Erfahrung stand, über die wir bereits per Video berichtet haben: ILMXLab, eine interne Gruppe bei Lucasfilm, die sich mit Virtual Reality beschäftigt, hat eine interaktive Star-Wars-Demo entwickelt, die unter anderem auch am Valve-Stand zu finden war. Bevor wir zu dieser kommen, wollen wir euch aber die fünf übrigen (und für uns neuen) Demos vorstellen, die wir erlebten.
 
Wie schon gewohnt, setzen wir das VR-Headset auf, lassen uns den Kopfhörer anlegen und dann die Controller in die Hand drücken. Wir sehen sie dann sofort auch im VR-Raum in strahlend glattem Weiß (wobei sie neckischerweise auch Texturen verpasst bekommen können, so sah der Controller in der Star-Wars-Demo stilecht nach "abgenutztem Rebellengerät" aus). Wir sehen sogar einen kleinen Punkt, wo genau unsere Daumen auf dem runden Touchpad jedes Controllers aufliegen. Jetzt nur nicht über den Kabelstrang stolpern (was aufgrund der Bewegung im Raum bei der HTC Vive durchaus ein Problem sein kann!) und los...
 
Mountain Range Demo
Wir stehen auf der Spitze eines Berges und haben das typische Problem, dass es schwer fällt, ins Nichts hinaus zu treten, auch wenn wir wissen, dass dort nur Hallenboden ist. Da der Vorführraum nicht dermaßen groß ist, erscheint bald das blaue Begrenzungsgitter, aber wie auch in einigen anderen Demos können wir uns mit der Trigger-Taste neu auf dem Spielfeld positionieren, was wie ein kleiner Teleportsprung wirkt. Ansonsten läuft noch ein Half-life-Artiger Hund herum, den wir streicheln können, und der brav von uns aufgenommene und geworfene Stöckchen apportiert. Wir werfen es den Abhang hinunter, und treu springt der Hund (über eine uns nicht zugängliche Route) nach unten. Schön, aber nicht bewusstseinserweiternd, nächste Demo!
 
Slingshot Demo
In einer Portal-artigen Lagerhalle bedienen wir eine Art hochtechnisierte Riesenschleuder. Darin landen kleine Roboterkugeln, die schwatzhaft ihre Erwartungshaltung an die kommende Prüfung verraten. Die sieht so aus: Wir spannen (durch entsprechende Armbewegungen oder auch Zurücktreten) das Katapult und richten es aus, und feuern die Plapperkugel (von denen wie auf einer Kegelbahn ständig neue angeliefert werden) gegen die riesenhaften Regale, die mit Kisten, Portal-Quadern und Explosivem gefüllt sind. Bei Volltreffern in ein Portal-Quartal lösen wir eine Explosion und weitere Instruktionen aus, ein herumbaumelndes Schaltgerät zur Linken erlaubt uns, die Anzahl der durch unsere Zerstörung freigesetzten Spinnen zu beeinflussen, zur Rechten wird der von uns angerichtete Schaden hochgezählt. Ein Heidenspaß, der uns wirklich das Gefühl gibt, die Kugeln hundert Meter weit in massive Ziele zu schießen.
 
Longbow Demo
Wir stehen auf den Zinnen einer Spielzeugburg und werden von ungefähr menschengroßen Papp-Feinden attackiert, die in der umliegenden Landschaft erscheinen und auf die Burg zumarschieren und -springen. Manche tragen Speere, andere Helme, und alle wollen sie zur links befindlichen Burgtür und diese zerstören. Wir nehmen einen Bogen auf, legen relativ wirklichkeitsnah einen Pfeil ein (ohne die im realen Leben drohende Gefahr für Finger und Handgelenk-Innenseite), spannen, zielen und schießen. Da wir uns in dem kleinen Wehrgang frei bewegen können, wir uns auch mal über die Zinnen lehnen und nach unten linsen, wirkt das Ganze ziemlich gut und ist so mit anderen VR-Brillen aktuell nicht zu realisieren. An beiden Seiten der Burgzinnen befindet sich eine Fackel, mit der wir unseren gerade eingelegten Pfeil entzünden können. Aber auch so wehren wir die Angriffe eine ganze Weile ab, wobei getötete Pappkameraden einen oder zwei Luftballons in den Himmel entlassen, die wir mit Geschick abschießen können. Irgendwann aber ist die Burgtür zerstört, und die Demo vorbei.
 
Zortex
Eine ungewöhnliche Erfahrung: Wir stehen in einer Art futuristischem Raketensilo und greifen mit dem rechten Vive Controller ein kleines Raumschiff im Raum vor uns, und steuern es dann durch einen Bullet-Hell-Shooter: Von der Spitze des Controllers/des Raumschiffs tritt ein dünner roter Lichtsrahl aus, mit dem wir auf herumfliegende Feinddrohnen zielen. Sobald der Strahl eine berührt, feuert unser Raumschiff und zerstört binnen ein oder zwei Sekunden das Ziel. Am Anfang geht das noch sehr einfach, doch dann kommen mehr und mehr Drohnen, und sie beginnen zurückzufeuern, mit dicken roten Kugeln. Irgendwann erwacht dann der bislang zu unseren Füßen im Boden eingelassene "Mini-Todesstern" zum Leben, steigt auf und entpuppt sich als Bossgegner, der ganze Wellen von Kugeln ausstößt, die alle unser Raumschiff nicht berühren dürfen. Nachdem wir kapiert haben, dass die Kugeln uns selbst nichts anhaben können, sondern nur unserer rechten Hand, also dem Raumschiff, führen wir es in graziösen Hand- und Armbewegungen durch den Kugelregen. Nachdem der Bossgegner explodiert, erscheinen neue Gegner, die wie bei einem Doppel-Lichtschwert nach beiden Seiten (allerdings endlos lange) Laserstrahlen ausstoßen. Kurz danach endet die Demo, und wir werden gelobt: "Du hast dich echt gut geschlagen, so weit kommen wenige."
 
The Lab
The Lab war eine kurze Preview auf den Hub der mit der HTC Vive ausgelieferten Spiele (anscheinend die hier beschriebenen). Wir könnten darin herumlaufen, an Tische treten, Objekte manipulieren und die Demos starten, doch schon nach einer Minute kommt per Mikrofon die Ansage: "Das war es jetzt, wobei, eine letzte Sache haben wir noch für dich"...
 
Trials on Tatooine
Am gestrigen Dienstag verbrachten drei Lucasfilm-VIPs eine halbe Stunde damit, die Entstehung und Technik hinter dieser Star-Wars-VR-Demo zu präsentieren (im Jörg auf der GDC-Video von Dienstag teilweise zu sehen und vor allem auch zu hören), und jetzt steht der GamersGlobal-Reporter in den Weiten des Weltalls, vor ihm die ikonische Star-Wars-Text-Animation. Als junger Jedi-Padawan müssen wir auf Tatooine langweilige Drecksarbeiten erledigen, doch unser Meister erwartet eine wichtige Lieferung, die kein Geringerer als Han Solo im Millenium Falcon vorbeibringen wird. Gut eine halbe Minute dauert diese Einleitungssequenz, dann wird das Bild kurz dunkel und wir stehen auf einem Raumschiff-Landeplatz (Flughafen wäre zuviel gesagt) auf dem Wüstenplaneten. Und siehe da, am Horizont naht auch schon der Millenium-Falke. Leider sind die Kopfhörer etwas leise eingestellt (ILMXLab selbst empfiehlt für die Demo sowieso vier Subwoofer und sieben geschickt im Raum verteilte Lautsprecher), aber auch so ist es sehr beeindruckend, wie der Millenium Falcon direkt über unseren Köpfen zur Landung ansetzt.
 
Die Laderampe fährt herab, R2D2 (oder ein Verwandter) rollt herunter und piepst uns an, und dann beginnen die Dinge schiefzugehen: Bei der Landung ist etwas kaputtgegangen, wir müssen eine Plattform nach unten ziehen und dann dort mehrere Knöpfe drücken, nach dem Motto: "Drück den roten Knopf" -- Bumm -- "Chewie meint jetzt, drück den grünen Knopf" -- Zisch -- "Ach, drück einfach alle Knöpfe". Dann rasen zwei TIE Fighter heran und eröffnen das Feuer (ja, wir ziehen den Kopf ein), doch das gelandete Schmugglerschiff erwidert das Feuer und schießt sie einen nach dem anderen ab. Von einigen weiteren Sprachfetzen Han Solos begleitet (aller Wahrscheinlichkeit nicht von Harrison Ford gesprochen, aber doch erstaunlich authentisch wirkend), setzt nun ein imperiales Shuttle zur Landung an. R2D2 rollt heran und lässt aus einer Buchse ein Lichtschwert herausfahren. Wir greifen das Ding, aktivieren den Laserstrahl, malen damit ein wenig auf dem Boden herum (auf R2D2 oder herumstehende Fässer klopfen können wir, anders als in der Lucasfilm-Präsentation vom Vortag gezeigt, nicht), und harren dem halben Dutzend Sturmtruppler, die weit hinten vom Shuttle abgesetzt werden.
 
Die Stormtrooper eröffnen das Feuer, und wir können sie Skywalker-like mit schnellen Lichtschwert-Streichen zurückschießen. Dazu bewegen wir uns ein wenig im Raum, gehen auch mal hinter Kisten in Deckung (was aber nicht nötig wäre), und wehren mit dem Lichtschwert blitzschnell die heransausenden Lichtprojektile ab. Das macht Spaß und ist ein wenig wie Star-Wars-Pingpong! Weil wir einen der Sturmtruppler, der hinter einem Hindernis in Deckung gegangen ist, partout nicht erwischen, greift irgendwann Han Solo mit dem Bordgeschütz ein, und schießt ihn über den Haufen. Ein letzter Imperialer flieht, und die Demo endet. Eine beeindruckende Erfahrung, die Lust macht, es gleich noch mal zu probieren. Aber dann ist die Zeit vorbei, und wir müssen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehren.
 

Video:

Nefenda 14 Komm-Experte - 1889 - 17. März 2016 - 6:59 #

Was mich daran mehr interessiert.
Sind die demos zu einen späteren Termin öffentlich zum Download? Oder was wird damit angestellt. Oder handelt es sich um heute so seltende "messedemos". Würd da gern nächsten Monat selbst Hand anlegen !

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 17. März 2016 - 8:37 #

Steht doch im Text, lies einfach mal nach, unter "The Lab".

Nefenda 14 Komm-Experte - 1889 - 17. März 2016 - 16:46 #

Muss an mir liegen, das ich aus dem text nur lese das rs das hub für diverse demos usw virtuell gibt. Aber nicht ob auch diese später zugänglich gemacht werden. Hatte es mir eig begeistert durchgelesen. Aber so aussagen entgeistern mich wieder. Ein ja oder nein wär doch kommunikativ viel produktiver als ein, les den text.
Naja wie du meinst

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 17. März 2016 - 21:44 #

Sorry, Nefenda, das ist ein extrem kurzer Textabschnitt, und in dem steht:

The Lab war eine kurze Preview auf den Hub der mit der HTC Vive ausgelieferten Spiele (anscheinend die hier beschriebenen).

Das beantwortet deine Frage. Und statt dankbar zu sein, dass ich mir die Zeit nehme, dir zu antworten, bist du auch noch beleidigt?

Nefenda 14 Komm-Experte - 1889 - 18. März 2016 - 15:26 #

sorry für den ungeheuren Mehraufwandt und der unanehmlichkeit mir zu antworten. Ich finde ein anscheinend zu schwammig. Da mir bei der bestellung der vive andere titel zugesprochen wurden (die ja auch so bleiben). Und mein interesse war ob gerade die sw präse zur verfügung gestellt wird. Wenn sie es nicht wissen, sondern nur vermuten. The lab ist eine Sache, die demos dahinter eine andere. Ich wollte damit einfach nachharken und keinen verweiß auf den von mir gelesenen text bekommen. Nun hab ich immer noch keine genaue antwort. Sondern eine von beiden seiten genervte diskussion. Die wir wirklich nicht vertiefen müssen. Da unwissenheit uns beide begleitet. Den einen als redakteur, den anderen als interessierten. Schade

xan 15 Kenner - P - 2958 - 17. März 2016 - 7:41 #

Jetzt brauche ich nur noch einen leerstehenden Raum und scheinbar 5000-7000 € für PC, Soundanlage und HTC Vive. Es mangelt nicht nur an überflüssigem Geld, sondern auch an Raum :D

Jadiger 16 Übertalent - 4892 - 17. März 2016 - 8:40 #

maßlos übertrieben

direx 16 Übertalent - - 5247 - 17. März 2016 - 9:08 #

Mag übertrieben sein, aber im Grunde beschreibt das nur zu gut die jetzige Situation. daran wird sich auch in den kommenden ein bis zwei Jahren kaum was ändern. Weder die Preise der Brillen noch die der Hardware, die benötigt wird (gut ein wenig werden die Grafikkarten an Wert verlieren ...) werden fallen.

Bis jetzt hatte ich keinen Grund mir eine PS4 zuzulegen, aber mit Sony VR im Oktober könnte sich das ändern. Hier stimmt dann wenigstens das Preis.Leistungs Verhältnis, auch wenn die Leistung der Brille nicht so hoch ist, wie bei Ocolus und Vive.

Für den Einstieg in die VR Welt reicht mir das aber ...

iUser -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63136 - 17. März 2016 - 10:15 #

Ja, da werde ich mich entscheiden müssen. PS VR oder vielleicht die NX, sollte sie dieses Jahr noch kommen.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12279 - 17. März 2016 - 9:26 #

Stimmt man braucht keinen leerstehenden Raum, sondern nur einen fähigen Kabelhalter.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33857 - 17. März 2016 - 11:47 #

Mit mehr Geld könntest du dir auch den Raum leisten - also ein Haus, in dem du einen ausreichend großen Raum dafür reservieren kannst. ;-)

Hyperbolic 15 Kenner - P - 3936 - 17. März 2016 - 20:12 #

Da werden in vielen Reihenhauskellern wohl demnächst diverse Darkrooms, die im Zuge des "50 Shades of Grey" Booms entstanden sind, einer neuen Bestimmung zugeführt.

wolverine 16 Übertalent - P - 4219 - 17. März 2016 - 14:22 #

Oh man, ich muss das endlich mal selbst irgendwo ausprobieren!

Drapondur 25 Platin-Gamer - - 55891 - 17. März 2016 - 22:49 #

Ja, denke ich mir auch immer. Ich hoffe mal, sobald die Geräte auf dem Markt sind, das es hier und da mal Gelegenheit geben wird diese zu testen.

Olipool 15 Kenner - 3746 - 17. März 2016 - 21:31 #

Sagt mal, glaubt es ihr gäbe einen Markt dafür, solche Räume mit VIVE Ausstattung zu vermieten, so wie Karaoke Boths in Japan?

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 17. März 2016 - 21:49 #

Andere Kultur, andere Steuern und andere Ausgabementalität.

In Asien trifft man Kumpels / Freunde halt nicht zu Hause, entsprechend groß und vor allem im Vergleich günstig ist das Angebot in der Gastronomie, Spielräume, Leseräume etc.

Hierzulande kommt man einfach günstiger weg, wenn man den Krams selbst kauft.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 18. März 2016 - 8:18 #

Möglich. Ich denke mit Eventcharakter hat VR generell mehr Chancen als im Heimsektor.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11694 - 21. März 2016 - 9:42 #

Ja, da greifen dann auch die einfachen Konzepte.

Olipool 15 Kenner - 3746 - 18. März 2016 - 9:50 #

Danke für den Input, ich denke grad bei der Vive gar nicht so sehr an den Anschaffungspreis sondern an die Raumgröße. Mit sonem 10mx10m Raum wäre schon nett was zu machen, aber den hat ja nicht jeder so im Keller liegen. Und auch ein Durchschnittswohnzimmer ist nicht riesig und muss jedes mal frei geräumt werden.

aveoX8 10 Kommunikator - P - 400 - 20. März 2016 - 19:29 #

Hmm... the force is strong with this one.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11694 - 21. März 2016 - 9:40 #

Alles wieder nur 5 min Demos, wenn überhaupt. Wann gibt es denn die ersten seriösen Spielkonzepte? The climb und das sony-mech-mp spiel sind so weit ich weiß bisher die einzigen vr Titel, die man wirklich als spiel sehen kann. Abgesehen von Portierungen wie adrift.

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