Gamestar-PC & Notebook: Pannen bei Saturn und Acer

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Dennis Ziesecke 29908 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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29. September 2009 - 8:36 — vor 8 Jahren zuletzt aktualisiert

Das Spielemagazin Gamestar und der Computerhersteller Acer haben vor wenigen Tagen zwei Gaming-Rechner vorgestellt. Der Gamestar-PC und das Gamestar-Notebook 09 werden über die Elektronikkette Saturn vertrieben und kosten jeweils 1499 Euro. Wie bereits im Spielehardware-Newsroundup angesprochen, verlief zumindest der Start des PCs allerdings nicht ganz ohne Fehler.

Der aktuelle Gamestar-PC findet Platz in einem Acer-Aspire-Gehäuse aus der Gamingserie. Allerdings wurde nicht die auffällige Predator-Aussenhaut gewählt sondern ein deutlich schlichteres Modell. Als Rechenwerk dient ein Intel Core i7-920 auf einem von Acer entwickelten X58-Board und wird von 12GB DDR3-RAM unterstützt, für die Grafikberechnung sorgt nVidias GTX295 mit 1792 MB GDDR3-RAM. Für guten Sound ist eine Creative X-Fi Titanium PCIe verbaut (oder auch nicht, siehe weiter unten), das 750 Watt starke Netzteil von Delta sollte ausreichend stark dimensioniert sein und bietet sogar noch einen ungenutzten 6-Pin-PCIe-Stromstecker, allerdings wäre hier ein effizienteres Modell angebracht gewesen. Bei der GTX295 handelt es sich übrigens um das alte Modell mit höherem Stromverbrauch und sehr hoher Lautstärke. Generell ist der PC nicht als Leise anzusehen, da fällt es schon kaum noch ins Gewicht, dass Acer nur einen 80mm-Gehäuselüfter verbaut hat, obwohl Platz für ein Modell mit 120mm gewesen wäre.

Sehr ansprechend sind allerdings die Möglichkeiten des Aspire-Gehäuses. Hinter zwei auf Knopfdruck etwas zäh herausfahrenden Klappen befinden sich Kartenleser, Front-USB und Front-Audio. Im Bereich über dem DVD-Brenner ist ein beleuchtetes Multimediamodul mit Touchpanel verbaut, über das sich Lautstärke und Audio- sowie Videoplayer steuern lassen. Sehr pfiffig gelöst ist der Festplatten-Wechselschacht in der Front, der wiederum hinter einer Klappe verborgen ist. Hier lassen sich SATA-Festplatten ohne Öffnen der Gehäuseseitenwand einbauen. Mitgelieferte Rahmen nehmen zwei Festplatten auf und verführen, diese auch im laufenden Betrieb herauszuziehen. Leider sind die auf das Mainboard weitergeführten SATA-Anschlüsse nicht Hotplug-fähig. Sollte man der Versuchung also nicht wiederstehen können, stürzt der Rechner ab. Schade, die hinten auf der Mainboardblende herausgeleiteten eSATA-Anschlüsse beherrschen Hotplug nämlich.

Dafür ist die Leistung des Computers über jeden Zweifel erhaben. Der Core i7-920 ist und bleibt der schnellste (bezahlbare) Prozessor, das Mainboard basiert auf einem Modell von Asus und bietet noch einen ungenutzten PCIe-Grafiksteckplatz. Die GTX295 ist immer noch die schnellste Grafikkarte auf dem Markt, beherrscht im Gegensatz zu ATIs neu vorgestellten aber noch nur schwer erhältlichen HD5xx0-Karten aber nur DX10. Mit 12 Gigabyte DDR3-RAM sollte so schnell kein Mangel an Arbeitsspeicher bestehen, das vorinstallierte Vista Home Premium 64 unterstützt diese Menge natürlich auch. Selbst wer in sehr hohen Auflösungen und aktivierter Kantenglättung spielt, wird alle aktuellen Spiele flüssig darstellen können.

Das Gamestar-Notebook nutzt den nagelneuen Core i7 720QM mit 1,6 GHz. Der Takt wird durch den Turbomodus auf bis zu 2,8 GHz angehoben, wenn bei älteren Spielen zum Beispiel nur einzelnde Kerne belastet werden. Der Arbeitsspeicher besteht aus 4GB DDR3-RAM, die beiden Festplatten des Notebooks speichern jeweils 320GB, sind aber nicht als RAID-Verbund konfiguriert. Um das 18,4" große und stark glänzende FullHD-Display auch bei Filmen fordern zu können, ist ein leider recht laut arbeitendes BluRay-Laufwerk verbaut. Für die Grafikausgabe sorgt nVidias GTS250m mit 1GB GDDR3. Diese ist recht neu im Portfolio von nVidia, wird in 40nm hergestellt, unterstützt DX10.1 und dürfte etwas schneller sein als die Desktopkarte 9600GT oder die Notebookversion GTX9800m. Aus Leistungssicht wäre eine ATI HD4850 sicherlich die bessere Wahl gewesen.

Das Gehäuse dieses Notebooks ist auch bereits seit einiger Zeit bekannt. Neben der angenehm großen Tastatur befindet sich eine Multimediabedienung, welche mittels Touch-Sensoren eine Steuerung des Medienplayers und der Lautstärke ermöglicht. Der Akku des Notebooks liefert leider nur für knappe 2 Stunden ohne Last Energie, mit Systemlast halbiert sich dieser Wert.

Auch dieses Gerät wird mit Windows Vista Home Premium 64Bit ausgeliefert, ein Upgrade auf Windows 7 ist sowohl beim PC als auch beim Notebook möglich und  kostet 15 Euro. Beiden Modellen liegt die Vollversion des Aufbauspieles Anno1404 bei.

Ob die Preise für die gebotene Leistung gerechtfertigt sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Etwas unprofessionell lief allerdings die Lieferung des Desktop-Rechners bei den Saturn-Filialen ab. Acer hatte schlicht vergessen, die X-Fi-Soundkarte einzubauen und musste diese gesondert einige Tage später nachsenden. Entgegen der Informationen bei www.gamestar.de soll dem Paket angeblich noch eine Logitech G11 Tastatur und eine G9 Maus beiliegen. Auch diese hat Acer vergessen in den Karton zu legen, die Märkte werden das Bundle dann Dienstag oder Mittwoch nachgeliefert bekommen. Hoffentlich, denn momentan liegt überhaupt keine Maus und keine Tastatur in der Verpackung! Wer den PC kaufen möchte, sollte seinen Verkäufer also besser darauf ansprechen! Es sollte auch darauf geachtet werden, dass der Front-Audio-Stecker vom Mainboard auf die Soundkarte gesteckt wurde, eine entsprechende Arbeitsanweisung fehlte in der von Acer an die Märkte geschickten Mail leider. Es bleibt zu befürchten, dass in vielen Märkten der Frontsound nicht funktionieren wird, da in dieser Mail von Acer auch empfohlen wird, die Onboardsoundlösung im BIOS zu deaktivieren.
 

Stefan1904 30 Pro-Gamer - P - 128500 - 29. September 2009 - 8:36 #

mmh, ich weiß nicht, was ich von der News halten soll. Im Prinzip ist das ganze eine Einschätzung des PCs und des Notebooks, also eher ein Artikel als eine News. Und über die in der Überschrift genannte Panne wurde ja schon berichtet.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29908 - 29. September 2009 - 8:40 #

Andererseits ging der Teil über die Gamestar-Rechner im Roundup doch wirklich etwas unter. Es mag den einen oder anderen User geben, der vielleicht Interesse an einem der Systeme hat und dem die Warnung am Ende etwas bringt.

Für einen Artikel oder Test allerdings hatte ich zu wenig Möglichkeiten, die Dinger auch wirklich auszuprobieren. So ist es ein Bericht über neue Geräte mit der einen oder andern Insiderinfo, die sonst sicher nirgends auftauchen wird. Und das macht sich als News meiner Meinung nach besser, als bei den Artikeln.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10864 - 9. Oktober 2009 - 19:40 #

Finde ich auch - außerdem sollte so eine Kritik per PM oder intern geregelt werden.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11745 - 29. September 2009 - 9:36 #

Bis auf "Glücklicherweise wurde nicht die klapprige Predator-Aussenhaut gewählt [...]" finde ich die News gut und informativ. Der Satz ist zu sehr Meinung des Autoren bzw. subjektiv.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29908 - 29. September 2009 - 10:43 #

Joa, aber mit Absicht. Hast du das Predatorgehäuse mal in der Hand gehabt? ;)

Aber du hast recht, ich ändere das mal schnell..

ganga Community-Moderator - P - 17178 - 29. September 2009 - 11:02 #

Ich finde das als News passend. Schließlich geht es ja auch um aktuelle Lieferprobleme, die früher oder später ja wohl hoffentlich behoben werden. Für den Moment ist das aber wichtig, also finde ich eine News passend, auch wenn der Inhalt natürlich durchaus artikelwürdig ist.

helunker 05 Spieler - 55 - 29. September 2009 - 12:12 #

Ich hab das Gefühl, dass die Gamestar für die PCs, für die sie ihren Namen hergibt, gar keine Mitspracherecht bei der Zusammenstellung hat.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29908 - 29. September 2009 - 12:18 #

Zumindest kümmert sich niemand darum, dass die Qualitätskontrolle funktioniert. Ich denke mal schon, dass gewisse Komponenten vorgeschlagen werden, den Rest macht dann der Hersteller. Das Gamestar-Logo und die redaktionellen Seiten in der Zeitschrift sind dann nur noch Werbung für einen Rechner, den der Hersteller sonst halt "so" herausgebracht hätte.

Vielleicht darf/kann/will der Jörg ja was dazu sagen ;) ..

Gamaxy 19 Megatalent - P - 14539 - 29. September 2009 - 16:03 #

Ich sehe diesen Beitrag fast schon eher als Artikel. "Das taugt der neue Gamestar-PC" oder so. Für eine News auf jeden Fall zu lang, wenn auch sehr informativ *vote*

Anonymous (unregistriert) 29. September 2009 - 16:18 #

Hmmm... werden jetzt immer alle News nach Sinnhaftikeit beurteilt? Kann man das nicht >intern< regeln... nervt als Leser einfach...

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29908 - 29. September 2009 - 16:33 #

Joa, so ein wenig stört das schon. Zumal ich mich nun einmal entschieden habe, das Ding als News zu posten, da es für einen Artikel meiner Meinung nach zu "schnell veraltet".

Wie wäre es denn, wenn man einen Forenbereich schafft, "Artikeldiskussionen" oder so, wenn es schon nicht ohne weiteres machbar ist, einen getrennten Kommentarbereich einzufügen.

Loco 17 Shapeshifter - 8692 - 29. September 2009 - 21:23 #

Ja finde ich auch und stimme hier wieder einmal für eine andere Lösung.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29908 - 29. September 2009 - 22:54 #

Vielleicht finde ich morgen mal die Zeit, das eine oder andere Spiel (respektive Benchmark) auf dem Gamestar-Notebook zu installieren. Sollte sich also jemand für die Leistung interessieren, ab und an reinschauen..

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29908 - 30. September 2009 - 11:21 #

Ok, zuviel versprochen. Mich hats ins Bett verschlagen, also erst einmal Virusinfektion auskurieren :( ..

Anonymous (unregistriert) 7. Oktober 2009 - 12:41 #

Hab mir letzte Woche den Desktop gekauft. Ganze 5 Minuten lief er bis die Grafikkarte durchgebrannt ist. Zum Glück gabs das Geld zurück...

Anonymous (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 15:51 #

Habe den Bericht leider erst nach meinem Kauf im Saturn Köln am 10.10 gelesen. Tatsächlich funktionieren die Audio Frontanschlüsse nicht. Saturn Köln war sich des Problems NICHT bewusst und konnte den Fehler auch nicht beheben. Sie verwiesen darauf, dass der Techniker, der die Soundkarten eingebaut hatte, im Urlaub sei :-( Ansonsten startet der PC seit gestern nicht mehr und der Monitor bleibt schwarz. Tippe darauf, dass auch bei mir die Grafikkarte durchgebrannt ist. Werde das Ding morgen zurückgeben.

Anonymous (unregistriert) 25. Oktober 2009 - 17:29 #

Das hört sich ganz nach Preisnachlass an!!!!!!!!!!!!

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29908 - 25. Oktober 2009 - 19:55 #

Ich kenne die Gewinnspanne von den Dingern. Die Märkte werden eher versuchen, die an Acer zurück zu senden als auch nur 10 Euro Nachlass zu geben. Reich wird man mit dem Verkauf von Komplett-Rechnern nicht.

Anonymous (unregistriert) 4. Januar 2010 - 20:58 #

Empfählt ihr das Gerät den weiter ??? Denn bin am überlegen ob ich es mir zu legen werde....

MFG

DerEine

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29908 - 7. Januar 2010 - 20:20 #

Wenns einige hunderter weniger kosten würde.. Wenns schon ein Saturn-Gaming-PC sein soll, dann eher den aktuell angebotenen Acer mit ATIs HD5850. Kostet 999 Euro, hat etwas weniger RAM und eben keine übertriebene GTX295, ausserdem fehlen die X-Fi sowie Logitech Keyboard und Maus. Kann man verschmerzen denke ich.

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