Nvidia: Prototyp einer VR-Brille mit Lichtfeldtechnik vorgestellt

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28. Januar 2016 - 10:03 — vor 35 Wochen zuletzt aktualisiert

Während die technisch aufgeschlossene Spielerschaft in Sachen Virtual Reality noch gebannt in Richtung Oculus VR, Valve und Sony schaut und ihre Produkte Oculus Rift, HTC Vive und Playstation VR erwartet, besteigt kein Geringerer als das kalifornische Unternehmen Nvidia als potenzieller zukünftiger Mitstreiter den VR-Ring.

Der Grafikkarten-Spezialist zeigte nun den erweiterten Prototypen einer Virtual-Reality-Brille mit innovativer Lichtfeldtechnologie. Ort war die VRLA-Expo, eine High-Tech-Messe mit Fokus auf Virtual Reality in Los Angeles. Die Brille entsteht zusammen mit der Stanford University, erstmals war die Technik auf der SIGGRAPH 2015-Konferenz zu sehen gewesen.

Das Besondere an diesem VR-Gerät ist das Fehlen klassischer Bildschirme vor den Augen des Betrachters. Vielmehr wird eine sogenannte stereoskopische Lichtfeldtechnik eingesetzt, die neben einigen weiteren Vorteilen auch ein komplett schwindelfreies VR-Erlebnis ohne Motion Sickness ermöglichen soll. Die verwendete Technik wird folgendermaßen erklärt:

Vereinfacht ausgedrückt wird mittels tausender Mikrolinsen das Bild so gebrochen, dass ein dreidimensionales Bild entsteht. Mit Hilfe von Vektor-Daten kann ein entsprechendes Bild aus jeder Perspektive innerhalb des Lichtfeldes betrachtet werden, wobei sich die Augen natürlich fokussieren können. Das soll beispielsweise eine deutlich realistischere Tiefenschärfe ermöglichen.

Der stereoskopische Lichtfeld-VR-Prototyp kann eine natürliche Schärfentiefe für jedes Auge einzeln darstellen, wobei die zwei Displays die Bilder, die jedes Auge zu sehen bekommt, aus einem leicht unterschiedlichen Winkel darstellen. Dies erzeugt den stereoskopischen 3D-Effekt. Der wahrscheinlich faszinierendste Teil von Lichtfeld VR ist aber, dass es dem VR-Brillenträger erlaubt, seine Augen natürlicher schweifen und an bestimmten Punkten ruhen zu lassen. Dies könnte die Ermüdung der Augen verringern, da es unser normales Sehen eher simuliert.

Der aktuelle Prototyp hat eine Auflösung von lediglich 640 x 800 Pixeln pro Auge. Das soll sich in den nächsten Jahren ändern. Erste Tests sollen laut Gordon Wetzstein von der Stanford University sehr vielversprechend verlaufen sein, da die Augen des Betrachters beim Lichtfeld weniger auf den Bildschirm und seine Pixel fokussieren, sondern vielmehr auf das dargestellte 3D-Bild. Das ursprüngliche Präsentationsvideo der kalifornischen Universität könnt ihr unter der News anschauen. Die Entwickler gehen davon aus, dass die Technologie in zirka drei bis fünf Jahren in handelsüblichen VR-Headsets eingesetzt werden kann.

Video:

Aladan 21 Motivator - - 25535 - 28. Januar 2016 - 6:46 #

Interessantes Konzept. Bin gespannt, wie sich die Technik weiter entwickelt, könnte tatsächlich der nächste Schritt sein.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4428 - 28. Januar 2016 - 8:25 #

Schön, das wird VR-Freunde freuen. Damit ist aber noch nicht erklärt, wieso das Schwindelproblem behoben sein soll, denn es ist keine Frage der Dreidimensionalität, sondern der Nichtübereinstimmung von Bild und Lagerezeptoren. Diese werden von visuellen Informationen nämlich eben nicht beeinflusst, sondern mit ihnen abgeglichen, was bei mismatch zu Schwindel führt.

EDIT:
aber bevor dies jemand zu einem Unkenruf erklärt, hoffe ich auf die baldige Einführung von VR. Dann haben all die Spekulationen und der ganze Hype ein Ende. Schlimm ist ja noch nicht mal der Industrie- und Medienhype, sondern die Tatsache, das er in Gamerkreisen durchaus seine Wirkung entfaltet.

Nefenda 14 Komm-Experte - 1889 - 28. Januar 2016 - 8:51 #

Was is schlimm daran, sich auf neue Geräte zu freuen?
Man kann den preis anzweifeln. Aber nicht die teile an sich.
Das ist das geile bei gamern. Erst muss man durch die ganze "bist so ein freak" sache durch gehen. Und dann sind sie so eingebildet, dass sie alles andere als hype und unnötig ansehen.

Jedem sein Hobby und Spaß lassen mein lieber.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4428 - 28. Januar 2016 - 9:08 #

Tja,Dein Kommentar ist ein Beispiel für die Verblendung durch den Hype. Kritische Stimmen unerwünscht, auch wenn sie versuchen, pro und nicht nur contra anzuführen. Schade, aber genau diese Art Verblendung meinte ich, als ich vom Community-Hype sprach.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 28. Januar 2016 - 12:24 #

Also eigentlich hast du als Contra nur das Schwindelgefühl angebracht und Pro komplett vergessen. Motion Sickness ist bei den Endkundenversionen der VR-Brillen aber schon kaum noch ein Problem, zumindest wenn die Programmierer sich an einige Regeln halten. Und nein, nicht "Hype-verblendet" sondern "selbst ausprobiert". Woher dein Hass auf VR?

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4428 - 28. Januar 2016 - 12:50 #

Hass auf VR... das meine ich mit Hype. Wie kann man eine Technologie hassen?
Wie ich bereits schrieb: sobald VR tatsächlich anläuft, liegen Daten zum Erfolg vor. Entweder es geht unter oder eben nicht - in beiden Fällen hören die endlosen Spekulationen auf.
Das ist es, was mich stört (nicht: was ich "hasse"):
die Industrie schafft es immer wieder, Werbung zur News umzufunktionieren. Nicht, dass ich dieses Bestreben ablehnte. So ist die Industrie nun mal und wenn ich selbst etwas zu verkaufen hätte, würde ich auch versuchen, auf mich aufmerksam zu machen.
Aber das ist wirklich so unglaublich spekulativ, was da im Vorfeld schon prophezeit wird, dass ich einfach nicht an mich halten kann, da muss ich dagegen rufen.
Das zeigt sich doch gerade auch an der Schwindelproblematik. Schwindel ist ein gut erforschtes medizinisches Phänomen, da liegen extrem gut dokumentierte Ergebnisse vor, die zum zigsten Mal darlegen, dass Schwindel nicht allein durch visuelle Reize entsteht. Es ist zwar frech, aber irgendwo auch positiv beeindruckend, wenn sich da wieder mal ein Hersteller damit brüstet, die menschliche Physis nur durch eben jene visuellen Reize ausgehebelt zu haben. Nur: dass erwachsene Menschen dann auf diesen Zug aufspringen und wirklich alles einfach so hinnehmen und nachplappern, anstatt wenigstens ein mal "mismatch + Schwindel" zu googeln, das ist in Diskussionen dann schon erregend.
Aber nein, es führt nicht zu Hass. Ich werde nicht vergrämt in meinen Keller ziehen, wenn VR ein Erfolg wird. Und Du kannst Dir sicher sein, dass ich der erste bin, der eine Technologie unterstützt, wenn sie in der Lage ist, Schwindel zu vermeiden.
Allein, die Fakten sprechen eher dagegen und deshalb bin ich skeptisch.

Nefenda 14 Komm-Experte - 1889 - 28. Januar 2016 - 12:59 #

Ich seh hier keine kritik sondern nur dummes gelaber.
Die kritik mit dem schwindelgefühl. Das ein so komplexes thema, dem sich angenommen wird. Dazu gehören aber auch faktoren, wie der eigene rechner und die power dadrin. Wenn du keine 60fps hast etc (ca als norm). Dann kann die brille noch so tolle dinge haben die es iwie ausgleichen.
Fakt ist aber das hype ungleich freude ist.
Ich freue mich sehr auf das ganze VR thema. Ich hab die OR devkit1, einmal weil ichs erleben wollte in ruhe. Dann weil ich selber in unity gerne bastel. Habe ich die release version bestellt? Nein! Weil ich tests abwarten mag. Hive kommt und ich will den vergleich sehn und auf was ich setzen sollte. Wenn beides aber negativ bleibt kauf ichs net. Es ist ein unterschied ob ich 350€ reinbutter oder 700€ aufwärts. Blind ist das nicht, sondern interessiert. Und was du mir oder anderen damit unterstellen willst ist mehr als schwach und der einzig blinde in der runde bist einfach nur du.
Wenn du kein bock auf VR hast. Voll okay, es ist ja auch nur ein zusatz. Aber sprich niemanden das ab. Das wär als wenn man jemand der ne teufel anlage hat und mega drauf abgeht zu sagen, naja ne creative 35€ stereo box tuts auch.

Lasst doch einfach leute sich für was begeistern und gönnt ihnen die freude. Kotzt mich so an diese denke.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4428 - 28. Januar 2016 - 13:15 #

Niemand missgönnt Dir die Freude an VR. Aber das medizinische Phänomen "Schwindel" hat mit 30, 60 oder von mir aus auch 1 Million fps nichts, rein gar nichts zu tun.

Tut mir leid, dass Du das als dummes Gelaber (hier fiel auch schon das Wort "Hass"...) empfindest. Da frage ich mich dann aber schon, von welcher Seite die negative Emotionalität eingebracht wird.

Ich spreche Dir auch nicht ab, differenziert Informationen einzuholen und zu testen bzw. wohlüberlegte Kaufentscheidungen zu treffen.

Jedoch ist die Rede im Zusammenhang mit VR immer von dem nächsten großen Ding und einer Art Revolution des Gamings. Also von etwas, das alle Gamer betrifft und nicht nur Dich. Wieso soll man da nicht skeptisch sein? Und wieso soll man das nicht in einem Kommentar-Roll öffentlich tun?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 28. Januar 2016 - 16:27 #

Ich erlebe Schwindelgefühle in der VR wenn entweder die Anwendung nicht gut programmiert wurde (hektische Kameraschwenks beispielsweise), die Technik nicht mitspielt (Motion Sickness durch zu geringe Wiederholrate, schlechtes Tracking, etc) oder, jetzt wirds lustig, wenn es gewünscht ist. Bei Achterbahnfahrten beispielsweise.

Die CV der Rift hat mir und bis auf eine Ausnahme allen Testen die ich gesprochen habe keine Schwindelprobleme oder andere Formen der Motion Sickness bereitet. Wenn ich in einen Abgrund schaue, wird mir trotzdem flau im Magen, das sollte man aber nicht mit technisch bedingten Problemen vergleichen - mir wird nämlich auch im echten Leben flau wenn ich in einen Abgrund schaue.

Offenbar haben die Entwickler die Technik inzwischen soweit im Griff, dass nicht einmal meine wirklich extrem empfindliche Frau größere Probleme mit Schwindelgefühlen in der VR hat. Das hat nichts mit Spekulationen oder Hypen zu tun, das sind Beobachtungen und Erfahrungen.

Nefenda 14 Komm-Experte - 1889 - 29. Januar 2016 - 9:04 #

"hat mit 30, 60 oder von mir aus auch 1 Million fps nichts, rein gar nichts zu tun."
Ich kann dir versichern, das wenn du mit 15fps irgendwas damit spielst. Dass dir ein kalter schauer den Rücken runterläuft. Und das ohne das es deine allgemeine sicht stört. Du merkst unbewusst, da stimmt was nicht. Make rdy for Motion Sickness. Hab ich alles schon erlebt.

"Jedoch ist die Rede im Zusammenhang mit VR immer von dem nächsten großen Ding und einer Art Revolution des Gamings. Also von etwas, das alle Gamer betrifft und nicht nur Dich. Wieso soll man da nicht skeptisch sein? Und wieso soll man das nicht in einem Kommentar-Roll öffentlich tun?"

Hab ich auch nie dagegen gesprochen das man nicht Zweifeln soll, aber es klang mehr nach dem typischen, oh dieser Hype hau mal ab damit gerede, der schon seit Jahren über allem liegt. Sieh dir die endlosen Diskussionen über COD, Sw7 oder von mir aus Schweinefleisch in der Mensa an.

Ich will damit nur sagen, leudde. Wir sind doch alle nicht doof. Die die hier rumwuseln sind doch informiert(er). Man kann PR labber sehr wohl von der Wahrheit unterscheiden. Und diese Generation VR wird nicht das beste ever werden. Aber wenn man das Thema VR irgendwann in die richtige Richtung treiben will. Muss man sowas supporten, oder zumindest ihm die Chance geben sich zu bewähren. Einige Firmen werden es richtig machen. Und dann kommen wieder neue die darauf aufbauen und die nächste Generation antreiben. Und was besseres kann uns Gamern doch nicht passieren. Zumindest die die darauf abfahren :3

Hermann Nasenweier 14 Komm-Experte - P - 2283 - 28. Januar 2016 - 10:32 #

Das damit Motion Sickness weggehen soll glaube ich auch nicht. Grade bei Autorennen wird mir uebel wenn mein Fahrzeug durch die Kurve schleudert, mein Koerper aber nichts davon merkt. Das ulkige dran ist wie das bei mir ablauft. Ich drivte, mein Koerper versucht sich dagegen zu stemmen was irgendiwe nicht funktioniert. Dann merkt mein Hirn dass mein Koerper nichts merkt und mir wird uebel ;)

Dagegen hilft auch meiner Meinung nach keine Technik, sondern nur Training. Wenn man es langsam angeht, gewoehnt man sich doch recht schnell daran und dann macht es Spass.

Sylar 13 Koop-Gamer - 1329 - 28. Januar 2016 - 10:50 #

Fährst du viel mit dem Auto bzw. echte Autorennen? Ich höre das öfters von Rennfahrern denen am Simulator schlecht wird, z.B. Michael Schuhmacher hat das mal in einem Interview gesagt. Ich habe das Gefühl mir wird bei Renn/Flugsims nie schlecht, weil ich es noch nie anders erlebt habe.

Hermann Nasenweier 14 Komm-Experte - P - 2283 - 28. Januar 2016 - 11:10 #

Interessant. Ja, ich pendel jeden Tag zwei Stunden und bin auch ab und zu auf extra Teststrecken unterwegs. Wobei mir auch in der Steilkurve schlecht wird wenn ich da am Laptop arbeiten muss ;)

Und jetzt wo Du es ansprichst, mir wurde auch immer bei Segelflugsimulatoren schlecht (auch ohne VR), weil da auch das "Arschgefuehl" immer gefehlt hat.

Bei Elite z.B. konnte ich lange mit VR spielen, aber im Weltall erwarte ich persoenlich keine Beschleunigung.

Wirklich ein interesanter Kommentar von Dir, Danke

Pro4you 18 Doppel-Voter - 10974 - 28. Januar 2016 - 8:24 #

Schön, dass die Technik noch in den Kinderschuhen steckt, so ist jede neue Idee schon fast eine Innovation. Ich hoffe die einzelnen Entwicklerstudios lernen von einander und perfektionieren ihre Geräte mit der Zeit oder erfinden sich gar neu. Was für eine aufregende Zeit für den Consumer Markt. Hat schon fast was von Goldgräber und Aufbruch Stimmung.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 10981 - 28. Januar 2016 - 8:09 #

Na, wenn "in den nächsten Jahren" die vr Blase nicht längst geplatzt ist.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 10974 - 28. Januar 2016 - 8:13 #

Keine Sorge dafür ist zu viel Geld von vielen Big Playern im Spiel.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 10981 - 28. Januar 2016 - 8:26 #

Mit viel geld wird alles erfolgreich? Arbeitest du bei Microsoft? ;)

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9329 - 28. Januar 2016 - 8:33 #

was kein argument dagegen ist.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 10974 - 28. Januar 2016 - 9:02 #

Doch, je mehr Geld im Spiel ist desto mehr Maßnahmen werden getroffen. Das Spektrum wird ausgeweitet, Verträge mit Medialen anbietern geschlossen, win weites Publikum durch verschiedene Medien/Möglichkeiten erweitert und durch kooperationen mit allen möglichen Diensleistern am Leben gehalten und zukunftssicher gemacht. Für mich ist VR mehr als nur ein Medium, dass privat für zuhause gedacht ist. Das geht von Freizeitparks und VR Themen Parks bis hin zu Museen und Sportveranstalltungen. Das Feld ist riesig und da es noch "Neuland" ist sind die Möglichkeiten auch noch relativ Grenzenlos.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12072 - 28. Januar 2016 - 9:49 #

Wie soll denn bei Sportverantaltungen VR zu tragen kommen?
Auch sonst VR gibts nicht erst seit Oculus und co und es gibt schon seit Jahren auf VR spezialisiert sind aber durch gesetzt hat es sich in der Masse nicht und wird so schnell auch nicht passieren, falls es je passieren wird.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 28. Januar 2016 - 12:29 #

VR kann auch ein gut gemachtes 360-Grad-Video sein. Und das funktioniert bei Sportveranstaltungen super. Du hast das Gefühl, direkt auf den besten Plätzen im Stadion zu sitzen und kannst das Spielfeld genauso frei betrachten wie wenn du tatsächlich dort wärst. Gibts jetzt schon, funktioniert jetzt schon, wird aber erst jetzt bezahlbar. VR gibts schon lange, das stimmt. Konnte sich aber aufgrund der hohen Preise und der noch nicht endkundentauglichen Brillen nicht durchsetzen, sollte sich bei Privatleuten gar nicht durchsetzen, weil es Firmen- und Universitätsdinge waren. *Jetzt* ist der Zeitpunkt, wo VR alltagstauglich wird, durch günstigere (Cardboard..) und bequemere Lösungen.

tl;dr: VR ist bisher noch nicht stark verbreitet, weil erst jetzt endkundentaugliche Hardware verfügbar ist. CD-Brenner waren auch wenig verbreitet aber schon im professionellen Umfeld vorhanden bevor sie den Massenmarkt erobert haben

ReD_AvEnGeR 12 Trollwächter - P - 860 - 28. Januar 2016 - 12:44 #

du kannst doch cdbrenner nicht mit vr vergleichen

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 10981 - 28. Januar 2016 - 14:37 #

Und heute geht ja bekanntlich nichts mehr ohne cd brenner ;)

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4311 - 29. Januar 2016 - 1:28 #

Gerade Sport wird aber ja gern mit Freunden zusammen geschaut und in der Hinsicht ist VR ein großes Problem, weil man komplett isoliert ist.

Ich bin auch echt sehr skeptisch, ob die gewonnene Immersion den Komfortverlust für die meisten Leute übertrifft. Stereoskopisches 3D auf dem Fernseher ist ja durch die wirklich dezenten Brillen schon nicht so angenehm, wie unangenehm ist da erst ein VR-Headset für die Dauer eines Spiels?

Schon sowas Banales wie dabei essen und trinken, ist ja schon schwierig.

In der Hochzeit von stereoskopischem 3D gab es ja auch so Events wie Fanta4 live im Kino, heute gibt's das nicht mehr. Bei VR befürchte ich ähnliches.

Und bevor mir das wieder vorgeworfen wird: ich vergleiche nicht den 3D-Eindruck von S3D und VR, nur den Hype und den Komfortverlust.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 29. Januar 2016 - 15:06 #

Bei 3D schaust du nur auf eine platte Wand, die dir Räumlichkeit vorgaukelt. Das ist weiterhin nur ein kleiner zusätzlicher Schritt vom normalen Fernsehen oder Kino - nicht beeindruckend. VR ist anders, weil du komplett abtauchst und IN der anderen Welt oder meinetwegen im Stadion bist. Ich kenne einige Leute, die, wenn sie die Wahl hätten, lieber alleine im Superbowl-Stadion sitzen würden als mit ihren Freunden vor dem Fernseher das gleiche Spiel zu betrachten. Warum? Weils geiler ist ;) .

Punisher 19 Megatalent - P - 13020 - 29. Januar 2016 - 16:26 #

Wäre ich böse würde ich jetzt sagen, diese Leute sollten an ihren SocialSkills arbeiten. :) Ich bin zwar kein Freund von Ballsportarten, aber für mich macht bei den Sportarten, an denen ich mich labe, die soziale Komponente 90% des Erlebnisses aus. Gemeinsame Freude, gemeinsamer Frust... sowas ist doch wie Schlager hören, das geht doch auch allein zuhause überhaupt gar nicht (naja, schlechtes Beispiel, Schlager gehen auch mit Freunden unterwegs nur sehr begrenzt - aber du weisst was ich meine).

Den Besuch bei einer einer solchen Veranstaltung kann so eine 3D-Experience sowieso niemals ersetzen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 29. Januar 2016 - 19:49 #

Mal ab vom Sport und so: Mit 3D hat VR nur am Rande zu tun. Eigentlich sieht auch 2D dabei klasse aus, gutes 3D wirkt nur stark unterstützend.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4311 - 29. Januar 2016 - 22:15 #

Hast du meinen letzten Satz nicht gelesen? :-) Ich hab den extra noch dazugeschrieben, um dieses mantra-artige "VR kann man nicht mit S3D vergleichen" schon im Vorfeld zu blockieren, weil es überhaupt nicht mein Thema war.

Dass VR beeindruckender als S3D ist, ist mir doch völlig klar. Sicher gibt es auch Leute, die Fußball alleine zuhause schauen und VR dann dafür cool finden, aber das ist eher eine Nische. Man kann dabei ja nicht mal aufspringen, wenn der Ball Richtung Tor geht, weil die VR-Kamera vor Ort eine feste Höhe hat.

Davon abgesehen braucht der Benutzer auch eine fette Breitbandanbindung, um einen 4K-Stream bei am besten 90 fps in vernünftiger Qualität benutzen zu können. 360°-Videos in 1080p sehen schon arg vermatscht aus. Für den Anbieter des Streams muss es ja genug zahlende Zuschauer geben, damit sich das rechnet. In Südkorea sicher kein großes Thema, aber bei uns auch in einigen Jahren leider noch.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9329 - 28. Januar 2016 - 12:45 #

nö, es ist ja umgekehrt gerade die voraussetzung wenn man von einer blase spricht, dass hier von allen seite ne menge geld unter hohen erwartungen reingesteckt wurde. wenn niemand geld in etwas neues investiert und dann daraus nichts wird, ist es ohnehin keine blase gewesen.
gegen deinen optimismus sage ich ja nichts, aber allein die schiere summe an investionen und geldgebern ist kein argument gegen ein womögliches scheitern.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4311 - 29. Januar 2016 - 1:36 #

Ich finde die Summe nicht mal so hoch.

Das ist das Budget von zwei bis drei Triple-A-Spielen inkl. Werbung. Entsprechend war das Investment in PS4/XboxOne zu deren Launch schon höher. Und die wurden damals deutlich unterschätzt.

Mir fehlt auch weiterhin ein Systemseller. Sowas wie Mario 64 für das N64 damals oder Halo für die Xbox. Ein richtig vielversprechendes Spiel, was einen packt und was von vorne bis hinten auf VR ausgelegt und auch ausschließlich damit machbar ist. Sowas existiert nicht mal als Ankündigung.

Nefenda 14 Komm-Experte - 1889 - 28. Januar 2016 - 8:53 #

Naja wie immer platzen erst die kickstarter, pc master race und konsolen blasen....
:3

Sylar 13 Koop-Gamer - 1329 - 28. Januar 2016 - 11:06 #

Inwiefern sind für dich PC und Konsolen Blasen?

Nefenda 14 Komm-Experte - 1889 - 28. Januar 2016 - 12:50 #

Das war sakasmus auf dieses blasendenken. Zu der ich VR nicht zähle. Es heißt ja auch immer pc geht unter oder konsolen. Damit wollt ich die parabel schaffen. Weil ich das für schwachsinn halte.

EbonySoul 16 Übertalent - P - 4507 - 28. Januar 2016 - 10:16 #

Keine Angst wie in den letzen 20 Jahren taucht die Blase ja alle paar Jahre wieder auf.

Toxe 20 Gold-Gamer - P - 22607 - 28. Januar 2016 - 12:04 #

Nah da wird wohl nichts platzen. Die Frage ist eher, ob sich VR im Spielesegment behaupten kann oder nicht eher abseits der Spiele die grössten Erfolge haben wird (wovon ich eher ausgehe).

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 28. Januar 2016 - 12:32 #

Japp, wenn man sich die Kommentare von selbsternannten Coregamern so durchliest.. Konservativ und innovationsscheu, neues kann nur schlecht sein und muss daher mit möglichst viel Vehemenz abgelehnt werden. Was ist aus der Szene geworden? Es gab doch mal Zeiten, wo man sich über neue Technologien gefreut hat anstatt sie grundlegend abzulehnen, oft ohne sie vorher ausprobiert zu haben.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 10967 - 28. Januar 2016 - 13:39 #

Ich lehne VR z.B. gar nicht ab sondern verfolge die Entwicklung mit Spannung. Bei mir ist es eher die Vorstellung, dass VR normale Bildschirme ersetzt, die Kopfschütteln hervorruft. Ich sehe VR Brillen als Zubehör wie einen Joystick, der gelegentlich bei passenden Spielen und hier auch noch passender Situation mal rausgeholt und angeschlossen wird. Und dass deswegen der Preis auch noch erheblich fallen muss, bevor ein Massenmarkt erreicht werden kann (den Joystick, das Lenkrad kauft man eben auch nur, wenn man ein Fan spezieller Genres ist) - sowie im Gamingbereich eben auch eine gute Auswahl an guten Spielen vorhanden sein muss. Aber letzteres hatten wir ja schon dauernd .

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 10981 - 28. Januar 2016 - 14:38 #

Dem kann ich mich anschließen.

Aladan 21 Motivator - - 25535 - 28. Januar 2016 - 15:15 #

Schön zusammengefasst, habe die gleichen Einstellung gegenüber VR (und das ja auch schon ein paar mal niedergeschrieben).

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 28. Januar 2016 - 16:28 #

Dumm nur, dass nie jemand, von Kritikern auf der Suche nach Argumenten oder uninformierten Laien mal abgesehen, davon spricht, dass VR klassische Monitore und Fernseher ablösen soll. Davon ist nie die Rede gewesen und so wird es auch in absehbarer Zeit nicht kommen.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 10981 - 28. Januar 2016 - 17:06 #

Es geht mehr darum, dass sie eine "Marktlücke" besetzen wollen, die gar nicht existiert. Es gibt keinen Bedarf daran, es ist reiner Zusatz und daher kommt bei vielen die Skepsis, weil sich so etwas normalerweise nicht abseits der Nische durchsetzt.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 28. Januar 2016 - 17:11 #

Du meinst sowas wie Tablets? Braucht auch niemand. Fernseher auch nicht, schon gar nicht in FullHD und mehr (strahlt ja eh kaum ein Sender in mehr 720p aus). Die Argumentation bei Tablets war identisch: Besetzt eine pseudo-Marktlücke, die es gar nicht gibt. Daher ist es fast unmöglich, dass die Dinger sich durchsetzen. Nun, wir sehen ja schon seit Jahren das grandiose Scheitern von Tablets.

VR ist keine Nische. Es ist, auch und gerade abseits der Games, ein für Wirtschaft und Industrie sehr interessantes Thema. Dort, wo VR aus Kostengründen und wegen der zu hohen Komplexität nun endlich preiswert und nutzerfreundlich eingesetzt werden kann. Auch in der Unterhaltungsbranche ist VR mehr als nur eine Nische, nicht umsonst kooperieren immer mehr Filmstudios, Konzertveranstalter und Veranstalter von Sportereignissen mit VR-Unternehmen wie Samsung und Oculus. Nicht weil sie auf einen Hype hereingefallen sind sondern weil sie sich reelle Umsätze damit versprechen. Zu recht, wie ich aus rein subjektiver Erfahrung mit entsprechenden Anwendungen sagen will.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 10967 - 28. Januar 2016 - 17:17 #

Deine Vergleiche hinken nur hinten und vorne, weil VR eben kein Ersatz für Fernseher oder Tablet ist sondern ein Zusatzgerät. Die gleichen Inhalte können eben auch ohne VR konsumiert werden.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 28. Januar 2016 - 20:36 #

Tabletinhalte können auch auf Smartphones konsumiert werden. Das war eines der meistgehörten Kontra-Argumente als die Tablets auf den Markt kamen. Was meinst du, was ich für Diskussionen geführt habe, weil auch Hardwareredaktionen Tablets keine Erfolgschance gegeben haben. Sieht heute etwas anders aus.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 10967 - 29. Januar 2016 - 13:32 #

Diese Hardwareredakteure haben halt alle Adleraugen. Mir hingegen kann der Schirm nicht groß genug sein, da ich kurzsichtig bin. Wäre einer von denen Kurzsichtig gewesen, dann hätte er die Ankündigung von Tablets schon abgefeiert ...

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 10981 - 28. Januar 2016 - 17:24 #

Hinterher will natürlich keiner den "Trend" verpasst haben ;) ABer ich gebe zu, dass ich auch Tablets keinen Markt prophezeit hätte und ehrlich gesagt noch immer nicht verstehe, wozu man das brauchen sollte^^ Aber mit VR Helmen würde ich das nicht vergleichen. Filme, Sportereingnisse oder gar Konzerte in VR? Ich kann da nur ungläubig den Kopf schütteln und wiederholen, dass VR die soziale Komponente durch die Isoliertheit ausschließt. Und auch wenn es für die Vollblut-Geeks schwer zu verstehen ist, Ottonormalverbraucher wird sich niemals länger als für eine 5 Minuten Präsentation so einen Helm aufsetzen. Aber gut, bis in 1-2 Jahren werden wir das endlos diskutieren können^^

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 28. Januar 2016 - 20:37 #

Wie sozial ist es denn, sich eine Konzert-DVD anzusehen? Wenn man das alleine macht, vielleicht auch weil man zufällig nicht nach New York fliegen konnte um das ganze Live zu schauen, ist es genauso sozial oder nicht wie in der VR.

Probier es mal aus, schau dir ein Konzert mit Rift, Gear VR, PSVR oder Vive an. Du wirst verstehen was ich meine.

COFzDeep 19 Megatalent - P - 14396 - 28. Januar 2016 - 23:36 #

Ich muss mich mal (wieder) Dennis anschließen. Ich war extra in Köln, Paris und London für ein Konzert von Perfume. Und habe die jeweiligen DVDs der Touren. Und schaue mir die natürlich auch an. Auch (vor allem... ( ._.) ) alleine. Da wäre mir VR/360° sehr willkommen. Zumal da gerade Perfume dank Rhizomatiks extrem coole Sachen mit machen könnte - sah man ja schon bei Story @ SXSW und dem 2015er Kohaku Uta Gassen. Die Perfomance könnte man jetzt schon in begehbarem VR anbieten
https://www.youtube.com/watch?v=zZiPIgCtIxg

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 10981 - 28. Januar 2016 - 23:43 #

Ich sage ja nicht, dass es per se uninteressant ist. Aber könntest du dir wirklich vorstellen, dass das viele Leute ansprechen würde? Oder doch eher der Konzert-Mitschnitt auf youtube ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 29. Januar 2016 - 0:27 #

Ich setze immer noch jedem Besucher und Familienmitglied die Gear VR auf um zu sehen, wie sie drauf reagieren. Wenn die Person auch nur minimal auf Musik steht, dann sind 360-Grad-Konzerte immer ein Highlight. Das werden sich anfangs zwar viele Menschen nicht vorstellen können, wer aber einmal mit den Musikern zusammen auf der Bühne stand und sich frei umschauen konnte, wird darauf nur ungerne wieder verzichten ;) . Meine Mutter beispielsweise wollte die Gear gar nicht mehr absetzen und fragt immer wieder nach wann sie die wieder ausprobieren kann. Ich sehe da also schon eine große Zielgruppe.

Toxe 20 Gold-Gamer - P - 22607 - 29. Januar 2016 - 9:25 #

Ich persönlich sehe hier tatsächlich auch das grössere Potential für VR und weniger bei Spielen der Art "ich setze mich heute Abend drei Stunden vor den Fernseher und spiele Witcher 3".

Toxe 20 Gold-Gamer - P - 22607 - 28. Januar 2016 - 14:20 #

Ächz, nicht schon wieder... Kurz gesagt: Ich stehe VR als solchem überhaupt nicht negativ gegenüber – und alles weitere wurde schon hundertfach gesagt...

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13616 - 28. Januar 2016 - 15:12 #

Na, Dennis, darf sich ein Mensch etwa nur einen Titel wie "Coregamer" selbst geben, wenn er zertifizierter VR-Enthusiast ist? Mal abgesehen davon, vehement ablehnen und skeptisch sein, das ist schon ein Unterschied.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 28. Januar 2016 - 16:30 #

Das verstehst du falsch. Ich meine nicht, dass alle Coregamer unbedingt VR mögen sollen oder müssen. Ich meine, dass gerade Coregamer (wie auch immer man sie definieren mag) sehr sehr konservativ bei der Wahl ihrer Ein- und Ausgabegeräte sind. Maus, Tastatur (Gamepads sind ja bereits umstritten), Monitor - mehr gibts nicht, mehr darf es nicht geben. So scheint es zumindest.

Toxe 20 Gold-Gamer - P - 22607 - 28. Januar 2016 - 17:03 #

Das erscheint einem aber auch nur so, wenn man alle über einen Kamm schert und so tut, als gäbe es nur "den einen" Core Gamer.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 28. Januar 2016 - 17:14 #

Wenn man über eine Gruppe schreibt oder spricht, verallgemeinert man üblicherweise. Ich meine meine Worte so: Ein entweder sehr lauter oder durchaus großer Teil der sogenannten Core-Gamer lehnt Neuheiten schon aus Gewohnheit ab. Neue Spielkonzepte sind selten erfolgreich, ungewöhnliche Ein- und Ausgabegeräte werden schon vor dem Verkaufsstart möglichst laut schlechtgeredet. Wenn sich eine Technologie abseits der Core-Gamer-Gemeinschaft durchsetzt, so wie Nintendos Wii, ist es irrelevant, weil es ja nur doofe Casuals interessiert.

Toxe 20 Gold-Gamer - P - 22607 - 28. Januar 2016 - 18:30 #

Prinzipiell gebe ich Dir da ja Recht, nur gibt es halt nicht diese "sehr lauter oder durchaus großer Teil der sogenannten Core-Gamer lehnt Neuheiten schon aus Gewohnheit ab" Gruppe, die pauschal alles ablehnt. Es gibt gefühlt ca. 157 kleine Splittergruppen, und jede dieser Gruppen lehnt eine Sache ab. Manche Leute befinden sich in ziemlich vielen dieser Gruppen aber das gilt halt nicht für jeden.

Pauschal zu behaupten, daß ein grosser Teil der Core Gamer alles ablehnt, wäre halt genau so unsinnig wie zu behaupten, daß diese ablehnende Gruppe pauschal alles und jedes ablehnt.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 10967 - 28. Januar 2016 - 17:24 #

Und VR ist eben so zu behandeln wie das Gamepad am PC.

Wenn es eine gute Alternative etwa zur Maus am PC gibt, dann her damit. Touchpads und Trackballs und -Points haben es versucht und sind gnadenlos gescheitert bzw. kommen nur als notdürftiger(!) Ersatz zum Tragen, wenn man keine Maus nutzen kann. Wenn irgendwer irgendwann eine wirkliche Alternative zur Maus vorstellt die diese obsolet macht, dann wird diese die Maus auch ersetzen, da gibt es keine zwei Meinungen.

VR ist und bleibt aber nur ein Zusatz, eben wie das Gamepad oder der Joystick, kann aber eben nicht muss. Um das Muss zu erreichen müsste VR eben ganz eigene Inhalte bieten, die nirgendwo sonst funktionieren. Solche Spiele müssen aber auch erst einmal erfunden und produziert werden.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 28. Januar 2016 - 20:39 #

So ist es. Und eben deshalb arbeiten schon jetzt, Monate vor der Auslieferung der ersten Endkunden-VR-Systeme, unzählige Spielestudios an eben solchen Inhalten. Es kommt ja immer das Argument, dass die großen Publisher sich dem Markt fernhalten, was gerne mit einem Flop von VR in Verbindung gebracht wird. Aber sein wir ehrlich, die großen Studios sind nicht unbedingt für ihre Flexibilität bekannt. Battlefield 6, 7 und 8 sind sichere Bänke, ein neues Medium ist ein Risiko.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4311 - 29. Januar 2016 - 1:46 #

Nenn mir mal ein Spiel für VR, was in den nächsten 18 Monaten erscheint und wofür Leute ihren PC aufrüsten und ein VR-Headset jenseits der 500 Euro kaufen.

VR ist sicher eine coole Idee und beeindruckende Technik (von der groben Auflösung mal abgesehen). Aber warum sollte man es kaufen, wenn es keine guten Spiele dafür gibt?

Für mich ist das der kritischste Punkt. Im Moment gibt es nicht mal ansatzweise irgendwas, wo ich sagen würde "Geil, das muss ich sofort haben!". Nicht mal angekündigt und nicht mal als Idee.

Und sowas wie Skyrim und GTA V mal für ne Viertelstunde via VR-Treiber zu spielen, hat zwar seinen Charme, ist aber für stundenlanges Zocken einfach nicht geeignet, weil das Spiel nicht auf VR ausgelegt ist.

Wofür also die Hardware für viel Geld kaufen? Die Frage hat mir bei der VR-Diskussion hier auch noch nie einer beantwortet, das wird bei den Antworten wirklich immer ignoriert.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 31630 - 29. Januar 2016 - 2:03 #

Elite Dangerous
Star Citizen

Aladan 21 Motivator - - 25535 - 29. Januar 2016 - 7:24 #

Star Citizen, ein Spiel, dessen Performance schon im Solo-Modus das maximale dieser Hardware-Generation ausreizt und das dann für VR hochrennen wird ein Spaß :-)

Das wird selbst wenn es dann dieses Jahr kommt recht schwierig, daheim umzusetzen.

Elite Dangerous ist ein Nieschentitel, den man niemals ernsthaft in die Kategorie allgemeiner Systemseller zählen kann.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4311 - 29. Januar 2016 - 9:07 #

Die funktionieren beide auch ohne VR. Da ist VR eher wie TrackIR zu werten - tolles Addon, aber nicht nötig.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 10974 - 29. Januar 2016 - 7:08 #

Mirrors Edge? Dieser neue Dino Titel von den Crysis Machern?

Aladan 21 Motivator - - 25535 - 29. Januar 2016 - 7:29 #

Zumindest Mirrors Edge klingt schon interessant, wobei ich mir da Gedanken mache, wie das gut umzusetzen ist (z. B. Abrollen).

Aber ist halt auch kein System Seller. Der erste Teil war verkaufstechnisch ein Flop und es ist ein Wunder, dass wir überhaupt einen weiteren Teil bekommen. Aber den würde ich mir definitiv mal mit VR anschauen (aber niemals dafür eine Brille kaufen).

Was mir da noch Bauchschmerzen macht sind die Anforderungen. Immerhin läuft das Ding mit der Frostbite 3 Engine. Ich bin mir noch nicht sicher, was da benötigt wird, damit es gut auf VR laufen würde. ;-)

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4311 - 29. Januar 2016 - 9:17 #

Mirror's Edge wird damit wohl eher der Übelkeitssimulator. Das Dino-Spiel erinnert mich von dem, was ich bisher gesehen habe, an die Full-Motion-Videospiele der 90er: einmal beeindruckend, danach langweilig. Das ist eher eine Techdemo.

Ich fände ja ein komplett auf VR ausgerichtetes Silent Hill interessant. Oder sowas wie die Verhörszenen aus L.A. Noire. In der Richtung könnte VR wirklich cool sein. Aber was man bisher so sieht ist echt einfallslos oder langweilig. Der Crytek-Klettersimulator ist so ein Beispiel. Nette Idee, aber dafür hunderte Euro für Hardware ausgeben? Schwer vorstellbar.

Punisher 19 Megatalent - P - 13020 - 28. Januar 2016 - 8:18 #

Ah, da ist schon Gen. 2 oder 3 am Horizont... die Lichtfeldtechnik klingt auf jeden Fall spannend, könnte ein Grund sein, mit dem VR-Einstieg noch zu warten, v.a. wenns wie angekündigt die Motion Sickness reduzieren kann (auch wenn ich das nicht ganz verstehe, wie das geht - warum hat Unreg oben schon dargelegt).

Sylar 13 Koop-Gamer - 1329 - 28. Januar 2016 - 10:26 #

Ich hab auch kurz überlegt, ob ich da nicht gleich auf die nächste Generation warten könnte, aber wenn das nur ein Prototyp ist kann man da noch lange warten. Vielleicht geht bis dahin sogar meine erste Rift/Vive ein und es wäre ein guter Nachfolger

Punisher 19 Megatalent - P - 13020 - 28. Januar 2016 - 10:46 #

Interessant für mich wirds eh erst, wenns Spiele dafür gibt, die mich auch länger fesseln können - im Moment sehe ich die nicht. Das heisst, wenn ich jetzt mal ein Jahr warte und es gibt bis dahin gute Spiele ist entweder die 2nd Gen schon in den Startlöchern ODER die 1st Gen ist so im Preis gefallen, dass ich das auch noch vor mir selbst verantworten kann, sie zu kaufen... insofern hab ich keine Eile.

GrimReaper 13 Koop-Gamer - 1456 - 28. Januar 2016 - 10:52 #

sich fie Augen

Toxe 20 Gold-Gamer - P - 22607 - 28. Januar 2016 - 12:05 #

Interessant. Das heisst quasi, das Bild wird direkt ins Auge projiziert?

Jimmy 12 Trollwächter - 1131 - 28. Januar 2016 - 12:17 #

Wäre "ins Auge" dann nicht injiziert?... Tschuldigung ;-)

xris 14 Komm-Experte - 2136 - 30. Januar 2016 - 12:26 #

Nicht wirklich. Bei einem Lichtfelddisplay hat jeder Pixel durch eine geschickte Optik (mikrolinsen usw.) nicht nur eine Position sondern auch eine Richtung in der er sein Licht abstrahlt. Eine Szene wird daher nicht als 2D Abbild sondern als der von ihr ausgehenden Lichtstrahlen, dem Lichtfeld, dargestellt. Dadurch kann dein Auge auf verschiede Ebenen in diesem Lichtfeld fokussieren. Ich hab soetwas noch nie gesehen, aber der Bildeindruck müsste grob mit dem eines Hologramms vergleichbar sein.

https://youtu.be/rEMP3XEgnws erklärt die Lichtfeldtechnik anhand einer Kamera ganz gut.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 28. Januar 2016 - 12:39 #

Was der News noch fehlt ist die effektiv erreichbare Auflösung. Diese liegt nämlich deutlich niedriger als es die Pixelmenge des Display vermuten lässt. Statt 1280 x 800 für beide Augen liegt die effektive Auflösung bei lediglich 146 x 78 Pixel . Ebenfalls noch absolut unbrauchbar für den VR-Einsatz ist das FOV, das field of view der Lichtfeld-VR. Während Rift und Vive auf mindestens 90° setzen und andere Hersteller für 110-120° gefeiert werden beträgt selbst das theoretische Maximal-FOV der Nvidia-Lichtfeldtechnik nur 70°. In der aktuellen Demonstration sind es sogar nur 29° x 16° ..

Das geringe Sichtfeld war übrigens der Grund, weshalb sich Videobrillen wie die von mir auch hier bei GG vorgestellte Zeiss-Cinemizer nie so richtig überzeugen konnten. Anstatt ein wirklich großes, kopfumfassendes Bild zu sehen, erscheint da nur ein mehr oder weniger großer Bildschirm irgendwo inmitten einer dunklen Umgebung. Mäusekino. Setzt euch mal vier, fünf Meter weit von einem 40-Zoll-Fernseher weg, schaltet das Licht im Raum aus und startet den Fernseher. Das hat mit VR nur sehr wenig zu tun, selbst wenn der Fernseher bei Kopfbewegungen mitwandern würde.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 22702 - 28. Januar 2016 - 13:21 #

Das Problem ist, dass die Technologien von Nvidia immer proprietär sind. Die Brille wird also nur mit den neuesten Nvdia-GPUs funktionieren. Dürfte daher wie G-Sync ein Nischendasein fristen.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4311 - 29. Januar 2016 - 1:53 #

Das ist leider wirklich ein Problem. Allerdings sind die Insellösungen von Nvidia dafür wirklich gut und ausgereift. Ich hab einen 3D-Vision-fähigen GSync-Monitor und liebe das Teil. Ich möchte nie mehr einen Monitor ohne GSync haben. 3D Vision ist auch sehr gut, von AMD gibt es in der Hinsicht leider ja gar nichts.

Ich hoffe, dass es irgendwann mal einen unabhängigen Standard geben wird und man sich nicht mehr zwischen Freesync und GSync entscheiden muss. Aber bis dahin fährt man mit GSync doch verdammt gut.

Ich finde die Technik so gut, dass ich mich immer wieder frage, warum man das nicht schon vor zehn Jahren in jedes LCD integriert hat. Es ist eine der seltenen Techniken, die die Vorteile verschiedener Techniken vereint und alle ihre Nachteile entfernt. Wirklich fantastisch!

BarryP 12 Trollwächter - P - 889 - 29. Januar 2016 - 13:19 #

Ich glaube dass ich wenn sie nicht viel teurer als die anderen Brillen werde ich diese kaufen

Khronoz 14 Komm-Experte - 1805 - 29. Januar 2016 - 14:17 #

Bis zu 5 Jahre für eine deutliche technische Verbesserung für ein in meinen Augen nicht ausgereiftes Konzept. Da scheint es also noch viel Entwicklungsbedarf zu geben bis die Brille für den Massenmarkt ein breites Anwendungsspektrum bietet und andere Systeme ablößt. Bis dahin ... warte ich, testet ihr mal bitte für mich :).

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 29. Januar 2016 - 15:08 #

Gerne, ich verbringe meine Lebenszeit tatsächlich sehr gern damit, tolle Erfahrungen zu machen. Konservativ immer nur warten und warten liegt mir nicht. Würde es das, hätte ich wohl nie eine 3DFX-Karte gekauft (kommen ja frecherweise IMMER noch neue 3D-Beschleuniger auf den Markt) ;) .

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