HoloLens: Microsoft äußert sich zum Sichtfeld und der Akkulaufzeit

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17. Januar 2016 - 21:06

Bruce Harris von Microsoft hat im Rahmen eines Events in Tel Aviv über die Augmented-Reality-Brille HoloLens gesprochen und dabei auch ein paar neue Details verraten. So gab er unter anderem bekannt, dass die projizierten Hologramme nicht das komplette Sichtfeld des Nutzers, sondern nur einen gewissen Bereich abdecken werden. Die übertragenen Bilder sollen dabei etwa so groß sein, als würde man mit einem Abstand von etwa zwei Fuß (rund 60 Zentimeter) auf einen 15 Zoll großen Bildschirm (circa 38 Zentimeter) schauen. 

Darüber hinaus hat Harris sich zu der Akkulaufzeit geäußert und gab an, dass diese bei normaler Nutzung rund fünfeinhalb Stunden betragen soll. Bei intensiver Nutzung sinkt die Betriebsdauer auf etwa 2.5 Stunden. Die AR-Brille wird laut Harris von allen nativen Windows-10-Geräten unterstützt und kann sich mit allen angebundenen Geräten via Bluetooth und Wi-Fi verbinden, selbst wenn sich diese in anderen Räumen befinden.  Ein 3.000 US-Dollar teures Entwicklerkit soll noch im Laufe dieses Quartals erscheinen. Was HoloLens beim Release kosten wird, konnte Harris noch nicht sagen, merkte jedoch an, dass man die oben erwähnten Limitierungen beim Sichtfeld und der Akkulaufzeit hinnehmen musste, um den Preis niedrig zu halten.

Video:

xan 15 Kenner - P - 2958 - 17. Januar 2016 - 21:25 #

Ich persönlich finde die HoloLens ja interessanter als die Vr-Brillen, denn im Gegensatz zu denen arbeitet sie autark und brauchen keinen extra Rechner. Mal schauen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 18. Januar 2016 - 1:49 #

VR-Lösungen wie Gear VR brauchen auch keinen extra Rechner und arbeiten genauso autark wie Hololens. Sogar mit höherer Laufzeit. Das wäre also kein Gegenargument.

Aladan 21 Motivator - - 28632 - 18. Januar 2016 - 6:02 #

Das jetzt aber schon geflunkert. Da übernimmt halt ein Highend Galaxy Smartphone die Arbeit. ;-)

Durch die Gadget Inspectors der Rocketbeans habe ich die Achterbahn im Europa Park gesehen, bei der sie die Gear VR benutzen. Ist mal ein interessanter Verwendungszweck.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 18. Januar 2016 - 7:58 #

Wieso geflunkert? Mit "autark" ist doch gemeint, dass das Kopf-Dings ohne ein Stand-Dings funktioniert. Ein Computer arbeitet im HoloLens auch, ob der jetzt fest mit dem Gestell verbunden oder abnehmbar ist, spielt da doch keine Rolle.

Aladan 21 Motivator - - 28632 - 18. Januar 2016 - 8:05 #

Die Hololens funktioniert ohne Extra Hardware, die Gear VR nur in Verbindung mit einem passenden Smarthpone. Von daher ist die Gear VR abhängig, diei Hololens unabhängig.

Und Autark bedeutet hier eben, dass die Hardware durch ihre eigenen Ressourcen läuft ohne äußere Einflüsse, wie zusätzliche Hardware.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 18. Januar 2016 - 8:23 #

Als Dennis "autark" schrieb, meinte er eben nicht "durch ihre eigenen Ressourcen", sondern "unabhängig von weiteren Stand-Dingern", "autark" also bezogen auf die Einheit aus Gear VR UND Smartphone, die ja zusammen erst das VR-Erlebnis darstellen. Andernfalls könnte er damit ja nicht unterscheiden zwischen Geräten, die an ein extern platziertes Gerät gebunden sind und solchen, die frei herum getragen werden können, ohne ihre Funktion zu verlieren.

Und somit ist Dennis' Einwurf sicherlich richtig, denn es geht ihm einfach darum zu sagen, dass es auch VR-Lösungen gibt, die ohne herumstehende PCs auskommen.

Natürlich kannst du "autark" auch gern anders benutzen, aber das führt hier nicht weiter.

Aladan 21 Motivator - - 28632 - 18. Januar 2016 - 8:39 #

Er antwortet jedoch auf Xan, der mit autark genau das beschreibt, was ich geschrieben habe und nicht, was Dennis schreibt (Unabhängigkeit von weiterer Hardware). Von daher ist seine Darstellung für ihn vielleicht ok, aber nicht als Antwort auf Xan´s Kommentar. ;-)

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 18. Januar 2016 - 8:58 #

Genau genommen beschreibt Xan gar nicht, wie genau er das meint. Ich habe es so verstanden, wie Dennis es auch verstanden hat, da die Unterscheidung andernfalls eine rein theoretische wäre, die im praktischen Nutzen keine Bedeutung hat.

Aladan 21 Motivator - - 28632 - 18. Januar 2016 - 9:01 #

Was genau kann man denn an "denn im Gegensatz zu denen arbeitet sie autark und brauchen keinen extra Rechner" falsch verstehen?

Nicht falsch verstehen, mich interessieren die ganzen Sachen. Sie sind zwar für mich noch Jahre entfernt, aber ich verstehe Xan und sein erhöhtes Interesse in der Lens, weil sie eben ohne Extras arbeitet (wie Google Glasses z. B.).

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 18. Januar 2016 - 10:06 #

Naja, der praktische Ansatz ist:
Ich kann die Geräte frei nutzen, umherlaufen, vielleicht damit rausgehen -> autark -> Gear VR + HoloLens
oder eben
Ich kann die Geräte nur lokal in einem bestimmten Zimmer an einem externen Gerät nutzen -> nicht autark -> Vive, Oculus, ...

Der theoretische Ansatz ist:
Was läuft komplett ohne nötiges Zubehör? -> autark -> HoloLens
Und was braucht noch was anderes, um zu funktionieren? -> nicht autark -> Gear VR, Oculus, Vive, ..

Der theoretische Ansatz mag vielleicht eine ganz hübsche Überlegung sein, hat aber praktisch überhaupt keine Bedeutung, weil es einfach im Nutzen der Geräte irrelevant ist, ob das Smartphone als externes Gerät gezählt wird oder nicht. Praktisch kann man es nicht-stationär nutzen und das ist, was einen Nutzer möglicherweise interessieren könnte. Ob es nun 1 oder 2 Geräte sind, die er auf dem Kopf hat, juckt ihn doch nicht, solange es funktioniert.

Wobei Gear VR auch theoretisch als autark gelten kann, sofern man eben Smartphone + Gestell erst zusammen als VR-Einheit begreift, was so weit hergeholt nicht ist, schließlich fehlt beiden Einzelteilen jeweils eigentlich fast alles, was es braucht, um VR zu machen. Eine VR-Lösung wird daraus erst in Kombination. Und diese Kombination ist autark.

Nyukb (unregistriert) 18. Januar 2016 - 9:38 #

Kann mir auch ne brille mit nem integrierten desktoprechner aufn kopf schnallen - ist ja laut ihm dann auch autark.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 18. Januar 2016 - 10:26 #

Wenn ich jetzt das S6 und die Gear VR mit Klebstoff verbinde, ist das dann autark genug für dich? Oder reicht es, wenn beide Geräte im Bundle verkauft werden?

Aladan 21 Motivator - - 28632 - 18. Januar 2016 - 10:28 #

Wenn die Hardware des Galaxy S6 komplett mit der Hardware der Gear VR verbaut ist, dadurch Garantie etc. in einem behandelt wird, dann ja. Dann ist das Ding ein eigenständiges Gerät. ;-)

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 18. Januar 2016 - 12:14 #

Dennis gibt 10 Jahre Klebstoff-Garantie :D

COFzDeep 19 Megatalent - P - 14529 - 17. Januar 2016 - 22:21 #

Puh, 15 Zoll auf 60 cm. Also für alles, was NICHT spielen ist, ist das vermutlich okay, weil es ja nur unterstützend wirken soll. Aber zum Spielen ist es schon eher mies, weil das aktive Spielfeld dann doch zu klein ist für richtige Immersion. Die gezeigte Demonstration, wo die Spinnenroboter durch die Wand gebrochen kamen, wirkte als Betrachter cool, weil wir immer alles sahen. Wenn man als Nutzer aber immer nur diesen kleinen Ausschnitt sieht, und der Rest des Zimmers unverändert angezeigt wird... meehh.

Punisher 19 Megatalent - P - 14035 - 17. Januar 2016 - 22:36 #

Ja ne, zum Spielen... ich kanns mir eher als ganz praktisch vorstellen für diverse "ernste" Anwendungszwecke wie z.B. 3D-Modellierung von einzelnen Modellen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8036 - 17. Januar 2016 - 22:47 #

Minority Report i say.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 17. Januar 2016 - 23:43 #

Ja, für unser Hobby klingt das ziemlich ernüchternd.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 18. Januar 2016 - 10:40 #

Die Promovideos von Microsoft sind in der Realität eh praktisch nicht umsetzbar. Ohne externe Scanner kann die 3D-Geometrie des Raums nur rudimentär erfasst werden. Und selbst wenn - man muss sich nur mal die erbärmliche KI heutiger Spiele ansehen, die überall hängenbleibt. Die arbeitet in vordefinierten Levels mit vordefinierten Pfaden. Ein komplett dynamisch generierter stellt da noch viel höhere Ansprüche.

Und auch das Überlagern virtueller Bilder über die reale Sicht funktioniert nur in abgedunkelten Räumen wirklich gut. In einem hellen Wohnzimmer im Sommer hat man nur ein blasses, transparentes Bild. So ein Pico-Projektor kann halt nicht mit der Sonne konkurrieren.

Von daher ist das eingeschränkte Sichtfeld nur eines von vielen Problemen für immersive AR-Spiele.

Zottel 16 Übertalent - 4039 - 17. Januar 2016 - 22:49 #

Wie darf man denn den Unterschied zwischen normaler und intensiver Nutzung verstehen? Also entweder ich benutze das Ding oder nicht. Oder gibts da viele Funktionen, die sich optional zuschalten lassen?

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 17. Januar 2016 - 22:53 #

Ich denke mal wieviel Fläche von der AR Einblendung eingenommen wird und wie komplex diese ist. Das bedeutet dann mehr Rechenaufwand und weniger Akkulaufzeit.

Punisher 19 Megatalent - P - 14035 - 17. Januar 2016 - 22:56 #

Nachdem da der Rechner im Gerät steckt wirds wohl auch die abgerufene Rechenleistung sein. AR-Powerpoint oder AR-Video macht halt einen Unterschied. :)

Denis Michel Freier Redakteur - 107866 - 17. Januar 2016 - 23:02 #

Harris sagt im Video dazu in etwa Folgendes: Wenn du nur Word-Dokumente liest oder im Netz surfst, ist der Verbrauch nicht so hoch, als wenn du komplexe Sachen machst und beispielsweise irgendwas renderst. Sprich, wenn mehr Rechenleistung benötigt wird, ist der Akku schneller leer.^^

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 17. Januar 2016 - 23:45 #

Was zum Henker? Warum sollte ich denn Word-Dokumente oder Internetseiten via AR lesen wollen? Das wird ja immer obskurer.

Denis Michel Freier Redakteur - 107866 - 18. Januar 2016 - 0:04 #

Warum solltest du es nicht? Das Ding wird in verschiedenen Bereichen Anwendung finden. Da wird es sicherlich genügend Gelegenheiten geben, wo es nützlich sein kann. ich denke da an die Arbeit an einem 3D-Modell, während man Beschreibungen, Anleitungen oder sonstwas nebenbei projiziert, um Dinge zu vergleichen etc. So abwegig ist das nicht. Wie der Typ im Video sagt, das ist ein tragbarer PC, der alles kann, was auch dein Leptop kann. ;)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 18. Januar 2016 - 0:22 #

Naja. Für mich klingt das momentan einfach nach dem gleichen Fehler, den Microsoft schon mit Kinect begangen hat: Bewegungssteuerung ist ja gerade in aktuelleren Sci-Fi-Filmen ein beliebtes, gezeigtes Element, in der Praxis aber offensichtlich nicht so toll. Ähnlich scheint es mir gerade mit HoloLens zu sein.
Aber wer weiß, vielleicht wird das doch tatsächlich ein ganz großer Wurf :)

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 18. Januar 2016 - 7:56 #

Spart das Ausdrucken :P

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 18. Januar 2016 - 10:42 #

Wenn du einen Job hast, wo du viel herumläufst und deine Hände zum Arbeiten brauchst, kannst du damit Dokumentationen, Support-Videocalls u.ä. dabeihaben.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23273 - 17. Januar 2016 - 23:13 #

Ich glaube nicht, dass die Brille viel Relevanz für die Xbox One haben wird. Vor allem nicht wenn die Consumer-Version ähnlich teuer sein wird.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13879 - 17. Januar 2016 - 23:36 #

Ich glaube nicht, dass Microsoft bei der Lens als erstes überhaupt an die One gedacht haben.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 18. Januar 2016 - 1:48 #

Ich bin mir sogar sicher, dass Microsoft überhaupt nicht an die One gedacht hat, als sie HoloLens haben entwickeln lassen. Ich verstehe auch nicht die maßlose Freude vieler Gamer über Hololens. Und den dauernden Konkurrenzkampf zwischen Hololens und VR. Äpfel und Birnen, auch wenn VR sich mit AR kombinieren lässt, anders herum wirds halt kniffliger.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12273 - 18. Januar 2016 - 9:27 #

Microsoft hat ja bereits gesagt das die erste Version der Hololens nicht für Spiele gedacht ist sodnern mehr für Entwicklung/Präsentationen ect somit im Grunde auch nicht für die Xbox

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23273 - 18. Januar 2016 - 16:35 #

Das ist Microsoft aber zum Teil auch selber Schuld. Auf der letzten E3 haben sie in der PK eine Minecraft-AR Demo gezeigt und den Journalisten eine beeindruckende Halo-AR Präsentation. Weil dann einige lieber darüber als über die neuen Xbox One-Spiele geschrieben haben, war die Brille auf der gamescom kein Thema mehr.

Toxe 21 Motivator - P - 26093 - 17. Januar 2016 - 23:24 #

Zu klein.

andreas1806 16 Übertalent - 4298 - 18. Januar 2016 - 7:01 #

Hier kann die Entwicklung meiner Meinung nach ruhig etwas schneller vorranschreiten. Bin gespannt was daraus wird.

Hyperbolic 15 Kenner - P - 3929 - 18. Januar 2016 - 9:15 #

Ach die HoloLens gibt es ja auch noch...vor lauter VR habe ich an das Dingens gar nicht mehr gedacht. ;)

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6324 - 18. Januar 2016 - 18:08 #

Hoffentlich ist das Preisverhältnis DevKit->Consumer nicht wie bei Oculus^^

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