Wochenend-Lesetipps KW01: Freie Software, Fallout 4, Star Citizen
Teil der Exklusiv-Serie Lesetipps fürs Wochenende

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2. Januar 2016 - 14:10

Das Jahr ist erst wenige Kopfschmerztabletten jung, dennoch können wir euch die vierte Geburtstags-Ausgabe unserer Wochenend-Lesetipps präsentieren (die erste Folge war KW01 2012). Darin geht es um Videospiele als freie Software, Fallout 4 und Star Citizen.

"Warum sind Videospiele keine freie Software?"
Wired.de am 1. Dezember, Benedikt Frank

Computerspiele liegen nur in Ausnahmefällen als freie Software vor, sodass jeder den Quellcode des Titels einsehen und modifizieren kann. Das liegt daran, dass es noch kein wirklich praktikables Geschäftsmodell gebe, an deren Ende Spiele als freie Software vorliegen. Dennoch hält Benedikt Frank in seinem Aufsatz fest: "Wenn Spiele nicht dem digitalen Vergessen überlassen werden sollen, muss ihr Quellcode möglichst zugänglich sein"

"In  jedem Weltuntergang liegt deine Chance"
Tagesspiegel.de am 30. Dezember, Matthias Kreienbrink

Fallout 4 hebt sich durch sein postapokalyptisches Szenario von anderen aktuellen Open-World-Titeln ab, schreibt Matthias Kreienbrink auf Tagesspiegel.de. Dadurch, dass die Menschheit im Spiel nach dem Atomkrieg vor einem Neuanfang steht, existieren aktuelle Geschlechterrollen und Gesellschaftsformen nicht mehr: "Wenn der Tag dadurch bestimmt ist, am Leben zu bleiben, ist einfach kein Raum mehr für Vorurteile, die auf Konstrukten wie Geschlecht oder Rasse basieren."

"Meeting the stars of Star Citizen"
Pcgamer.com am 31. Dezember, Chris Thursten (Englisch)

Was alles möglich ist, wenn ein Videospiel ein Budget von über 100 Millionen US-Dollar hat, zeigt Star Citizen eindrucksvoll. Der Autor dieses Artikels war bei den Motion-Capture-Aufnahmen für den ersten Kampagnen-Abschnitt, Squadron 42, anwesend und berichtet über seine Begegnung mit Chris Roberts, John Rhys-Davies und Mark Hamill. "Luke" erzählte ihm: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich das noch mal mit Chris zusammen machen würde, aber es hatte beim ersten Mal [Wing Commander] schon so viel Spaß gemacht. Als er mich gefragt hat, wollte ich nicht mal das Drehbuch sehen. "

Im heutigen Video: Kylo Ren und sein Hang zur Cholerik.

Wenn ihr selbst interessante Links oder unterhaltsame Videos zum Thema Computerspiele entdeckt, freut sich der Autor über eine PN oder einen entsprechenden Kommentar.

Video:

iUser -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 62959 - 2. Januar 2016 - 14:19 #

"Wenn Spiele nicht dem digitalen Vergessen überlassen werden sollen, muss ihr Quellcode möglichst zugänglich sein" *facepalm*

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23298 - 2. Januar 2016 - 17:30 #

Versteh ich auch nicht. Die ISO-Datei auf einer GlassMasterDisc (hält mindestens 1000 Jahre) speichern sollte doch reichen. Zugänglich sein sollte nur die Dokumentation der Konsolen, damit man bessere Emulatoren programmieren kann. Nur bei Always Online-Spielen wie Need for Speed oder Destiny wäre es nicht schlecht den Quellcode zu haben. Aber solange niemand dafür zahlt, wird das nicht gemacht.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 2. Januar 2016 - 17:41 #

Den Quellcode zu haben, würde es aber erleichert das Programm ggf für neue OS'es anzupassen.

Wäre auch schön, wenn Spiele die aufgeben werden in die Freiheit entlassen werden ... wird natürlich nicht passieren, aber so ein "City of Heroes" oder "Star Wars Galaxies" mit frei Verfügbaren Sources - ohne Rechtsschwierigkeiten wäre ein Traum.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6917 - 2. Januar 2016 - 17:59 #

Schwierig. Gerade bei Star Wars Galaxies steckt ja ein riesen Franchise dahinter. So mit ist ein offener Quellcode schonmal nicht machbar. Bei Indie Games sollte sowas einfacher sein.

philipp1981 12 Trollwächter - 1182 - 3. Januar 2016 - 16:27 #

Es geht ja auch um die Patente.

Stephan Windmüller 17 Shapeshifter - P - 6836 - 3. Januar 2016 - 7:39 #

Hast Du beispielsweise mal versucht, einen mit geoWrite geschriebenen Text auf einem aktuellen PC zu öffnen? Oder gar ein Spiel zu starten, das aus Gründen des Kopierschutzes nicht mit dem Emulator kompatibel ist? Dann erst merkst Du, wie wichtig es ist, dass der Quellcode vorliegt.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23298 - 3. Januar 2016 - 10:33 #

Der Kopierschutz macht ja meist nur beim Original Probleme und nicht bei einer ISO-Datei. Von wie vielen Spielen der letzten 30 Jahre wurde der Quellcode ins Netz gestellt? Und wie viel Aufwand bedeutet es aus dem Quellcode das ursprüngliche Spiel nachzubilden?

Stephan Windmüller 17 Shapeshifter - P - 6836 - 3. Januar 2016 - 15:49 #

Was ist denn für Dich eine "ISO-Datei" und warum sollte die weniger Probleme machen?

Der Aufwand, ein Spiel aus dem Quellcode nachzubilden, ist nicht unerheblich. Aber immerhin existiert dann die Möglichkeit, ganz im Gegensatz zum Arbeiten mit kompilierten Dateien für veraltete Systeme.

philipp1981 12 Trollwächter - 1182 - 3. Januar 2016 - 16:29 #

Du kannst es ja auch einfach selbst programmieren.

Stephan Windmüller 17 Shapeshifter - P - 6836 - 3. Januar 2016 - 17:58 #

Das ist so wie "Die Mona Lisa brauchen wir nicht aufbewahren, die können wir ja nachmalen."

Stephan Windmüller 17 Shapeshifter - P - 6836 - 3. Januar 2016 - 7:34 #

Die Aussage des Artikels ist vollkommen richtig. Hast Du ein Gegenargument?

philipp1981 12 Trollwächter - 1182 - 3. Januar 2016 - 16:31 #

Die Frage ist doch, warum jemand mit seiner Arbeit nicht in der Lage sein sollte, Geld zu verdienen.

Stephan Windmüller 17 Shapeshifter - P - 6836 - 3. Januar 2016 - 18:00 #

Auch mit Open-Source-Software lässt sich Geld verdienen. Das ist hier aber irrelevant, denn es würde - wie es auch im Artikel steht - ausreichen, die Spiele dann im Quellcode freizugeben, wenn sich damit kein Geld mehr verdienen lässt.

Der Marian 19 Megatalent - P - 17292 - 3. Januar 2016 - 16:48 #

Bei anderen Medien ist es doch auch nicht so, dass die Quelle(n) verfügbar sein müssen oder sind zum öffentlichen Archivieren. Für Musikstücke müssten ja dann die Masterspuren aus dem Studio verfügbar sein, oder noch besser, alle Aufnahmeschnipsel der Session. Die gibt es zwar sicherlich in den Archiven der Studios/Musiker/Labels, aber doch nicht frei verfügbar für öffentliche Archive.

Wichtig ist ein haltbares Medium und das passende, funktionsfähige Abspielgerät zu haben. Beispiel in der Musik: Gramophonplatten.

Stephan Windmüller 17 Shapeshifter - P - 6836 - 3. Januar 2016 - 18:01 #

Besser noch: Ein offenes Format, das auch auf aktuellen Abspielgeräten funktioniert.

Der Marian 19 Megatalent - P - 17292 - 3. Januar 2016 - 18:06 #

Da stimm ich dir voll zu, das ist halt aber was anderes, als das Quellmaterial zu haben.
Die analogen Musikmedien bieten dies, da hier nur die reine, finale Musikinformation nach offen dokumentierten Methoden abgelegt ist.

Stephan Windmüller 17 Shapeshifter - P - 6836 - 3. Januar 2016 - 18:45 #

Schriftstücke, Bilder, Spiele, Musik. Jedes Medium hat seine eigenen Voraussetzungen, um bestmöglich archiviert werden zu können.

Bei Musik muss man ja schon allein unterscheiden, ob sie analog oder digital erzeugt wird. Analoge Aufnahmesessions in einem Tonstudio müssen anders gehandhabt werden als ein Trance-Track, der am PC entsteht.

Der Marian 19 Megatalent - P - 17292 - 3. Januar 2016 - 22:22 #

Und gerade die Trance-Tracks bekommst du ja dann oft sogar heutzutage wieder auf LP, was der Archivierung zuträglich ist.
Weiterhin wirst du dir fast nie die Quellen, sprich die original unbearbeiteten Tonspuren zulegen können.

Und was soll nun archiviert werden?

Stephan Windmüller 17 Shapeshifter - P - 6836 - 3. Januar 2016 - 22:41 #

Die Frage ist ja: Braucht man die original unbearbeiteten Tonspuren überhaupt? Es geht ja um das fertige Produkt, nicht um dessen Werdegang. Weiter oben schriebst Du was von Masterspuren. Ich bin da kein Experte, aber das klingt für mich auch eher nach Rohmaterial.

Archiviert werden sollte das finale Produkt in der bestmöglichen Qualität, digital und möglichst einfach lesbar.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 2. Januar 2016 - 14:38 #

Oh. Das Video ist ja toll. :D

Yoshua 17 Shapeshifter - P - 7043 - 2. Januar 2016 - 15:16 #

Ja das finde ich auch. :)

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32803 - 2. Januar 2016 - 20:01 #

Dem schliesse ich mich an. ;)

blobblond 19 Megatalent - 17762 - 2. Januar 2016 - 14:41 #

Moderne Spiele bestehen nicht nur aus Quellcode, sondern auch aus Assets.
Was bringt der Quellcode ohne Grafiken und Musik?
Ohne Orginal Assets ist es nicht das gleiche Spiel, sondern eher ein Klon.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6560 - 2. Januar 2016 - 21:48 #

Es gibt doch open source spiele. Bei größeren Spielen liegt es meist an den gleichen Gründen wie bei closed Software wie MS office.

Skeptiker (unregistriert) 3. Januar 2016 - 20:56 #

Tatsächlich gibt es aus den letzten 20 Jahren einige Beispiele, wo der Quellcode (die "Engine") alleine schon freigegeben ist, aber die "Assets" nicht, so dass zwar neue Spiele entstehen, die es aber nicht mit dem Original aufnehmen können, weil die "Assets" den Hauptteil ausmachen. Sieht man auch am Abspann vieler Spiele: von den 80 aufgelisteten Leuten sind drei Programmierer und die Arbeit dieser 77 Personen ist nicht im Quellcode.
Bleibt natürlich die Frage, was der Originalartikel unter "Quellcode" versteht, ohne da jetzt reinzugucken ...
.
Ähnlich gelagertes Problem: viele Spieler interessieren sich nicht für User-Level, die sogar aus dem gleichen Editor wie die Originallevel kommen. Nicht weil die Level schlechter sind, sondern weil es andere wichtige Faktoren jenseits des Spiels gibt, die das Spielerlebnis beeinflussen. Beispiel sind auch Leute, die Originale nie im Emulator spielen würden und für die Arcade-Spiele in echte Arcade-Hallen gehören.
Ich kann z.B. reinen Editor-Paketen wie dem Super Mario Maker nix abgewinnen (schon gar nicht für 40 Euro). Wenn die alten Spiele (im Editor gemacht) mit drin wären, dann vielleicht. Aber reine User-Spiele sind nicht meins - da könnte ich auch den ganzen Tag fremden Sourcecode angucken und kompilieren.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 2. Januar 2016 - 15:04 #

John Rhys-Davies spielt gefühlt auch in jedem Sci-Fi & Fantasy Film oder Serie mit.

Hyperbolic 15 Kenner - P - 3934 - 2. Januar 2016 - 21:27 #

Anscheinend hat Chris Roberts wieder alle Schauspieler zusammengetrommelt die schon vor 20 Jahren bei den Wing Commander Live Action Sequenzen dabei waren.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 2. Januar 2016 - 21:44 #

Da fehlt dann aber schmerzlich Thomas F. Wilson. :(

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