Piraten, Linke und Grüne über Spiele, Onlinesucht und mehr (Update)

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24. September 2009 - 11:06 — vor 8 Jahren zuletzt aktualisiert
Die Bundestagswahl 2009 rückt immer näher und nie schien ein Themengebiet im Wahlkampf mehr an Bedeutung für die spielende Wählerschicht gewonnen zu haben, wie derzeit die oft in der Politik als solche bezeichneten "Killerspiele" oder die potentielle Suchtgefahr, die vom Medium Internet ausgeht. In die Internetkerbe schlagen auch die Themen Vorratsdatenspeicherung und Netzsperren, welche fortlaufend hitzige Diskussionen zwischen den Parteien, aber auch in der Wählerschaft auslösen. Für viele Spieler kann eine entsprechende Einstellung der Parteien bezüglich dieser Punkte zur anstehenden Wahl das Zünglein an der Waage der Stimmvergabe sein.

Der bekannte deutsche Clan mTw gab nun sechs Parteien die Chance, sich vor der Spielergemeinschaft zu den angesprochenen Themenkomplexen (und zum umstrittenen Counter-Strike und dessen Altersfreigabe) ausführlich zu äußern. Befragt wurden CDU, SPD, FDP, Bündnis 90 / Die Grünen, Die Linke und die aufstrebende Piratenpartei. Mittlerweile liegen die Antworten der drei letztgenannten Parteien vor, denen allen der gleiche Fragebogen vorlag. Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache und hebt sich von Aussagen einiger Spitzenpolitiker der Regierungsparteien ab:

 
Andreas Popp, stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei:
 
„[…]im Ernst: "Killerspiel" ist ein Begriff, mit dem die ewig gestrigen Politiker Spiele diffamieren wollen, die sie nicht verstehen oder nicht verstehen wollen. Wir sind uns immer noch nicht schlüssig ob man lieber einen Ersatzbegriff schaffen sollte, wie etwa "Gewaltspiele" oder ob es nicht sinnvoller wäre zu versuchen den bereits weit verbreiteten Begriff positiv zu besetzen[…].Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen, die sich eine Meinung bilden wollen, sich ernsthaft mit der Materie auseinander setzen und nicht nur mit der Meinung von Altpolitikern, die noch nie ein Computerspiel gespielt haben.“
Axel Goldmann, Die Linke, Mitarbeiter für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit:
„Wir halten das System der Alterskennzeichnungen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) für angemessen. Insoweit sehen wir keinen Grund, die Altersfreigabe ab 16 Jahren für „Counter-Strike“ in Frage zu stellen.“
 
Malte Spitz, Bündnis 90 / Die Grünen, zuständig für Medienpolitik im Bundesvorstand:
"Nein, es gibt keinen direkten Zusammenhang [zwischen Computerspielen und den Amokläufen]. Gewalt von Jugendlichen hat immer mehrere Ursachen. Computerspiele allein sind nicht Grund dafür, dass Kinder und Jugendliche gewalttätig werden. Sie können ein Faktor unter vielen sein.[…] Millionen von Menschen spielen Computer und sind nicht gewalttätig. Ich meine, wenn elterliche Kontrolle und Medienkompetenz gegeben sind und die Mechanismen des Jugendmedienschutzes greifen, geht von Computerspielen per se keine Anstiftung zu Gewalt aus."
Aber auch auf alle anderen Fragen sind die drei Parteien keine Antwort schuldig geblieben. Die vollständigen Ausführungen zu "Killerspielen", Counter-Strike, Vorratsdatenspeichrung, Netzsperren sowie Onlinesucht und Jugendschutz lassen sich allesamt auf dem Portal des deutschen Clans nachlesen und sind in den Quellen verlinkt. Auf die Antworten der CDU, SPD und FDP darf man noch gespannt sein.
 
Laut den Angaben der claneigenen Redaktion wurden weder die Fragestellung noch die Antworten der Parteien im Nachhinein geändert. Der Veröffentlichungs-Zeitpunkt der Interviews hängt nicht von einer möglichen Wertung der Parteien ab, sondern ausschließlich vom Eingang der Antworten.

Update 24.09.2009 -- Mittlerweile sind auch die Antworten der CDU eingetroffen und wurden veröffentlicht. Auch hier wollen wir einen Auszug aus dem Gespräch mit Kathrin Blaschke von den Christdemokraten bereitstellen:

"Computerspiele nehmen im Alltag der meisten Kinder und Jugendlichen eine besondere Rolle ein. Darin liegt eine große Chance, weil sie junge Menschen spielerisch in ihrer persönlichen, schulischen und beruflichen Entwicklung unterstützen können. Solche Spiele sind wichtig.[...] Computerspiele, die brutalste Mord- und Metzelszenen detailliert darstellen, Gewalt verherrlichen sowie zu Gewalttätigkeit anstacheln, gehören nicht in die Hände von Kindern. Rechtliche Regelungen müssen Grenzen aufzeigen. Der Staat hat die Pflicht, für einen konsequenten Vollzug Sorge zu tragen. Verbote allein reichen jedoch nicht aus.
Eltern sind bei der Erziehung ebenfalls in der Pflicht."
 

Wie bereits bei den anderen Parteien kann das komplette Interview auf der Seite des Clans mTw eingesehen werden und ist selbstverständlich auch in den Quellen verlinkt.

Ceifer 13 Koop-Gamer - 1783 - 24. September 2009 - 8:43 #

Finde ich gut :) Point von mir.

Ich geb die News mal frei, ich weiß nicht warum du sie noch nicht freigegeben hast... hoffe ich mach nichts falsches, aber gibt ja auch nirgends eine Notiz (nicht freigeben oder so und Bearbeitung ist auch aus).

Geht auf jedenfall durch^^

André Pitz 15 Kenner - 2976 - 24. September 2009 - 11:03 #

Hab das Freischalten wohl einfach vergessen, war gestern schon spät :D Danke.

Gamaxy 19 Megatalent - P - 14541 - 24. September 2009 - 11:17 #

Gute News und interessante Aktion, die Aussagen mal gegenüber zu stellen *vote*

Bisschen Genörgel hab ich trotzdem anzubringen:

1. "nie schien ein Themengebiet im Wahlkampf mehr an Bedeutung gewonnen zu haben wie derzeit die oft in der Politik als solche bezeichneten Killerspiele oder die potentielle Suchtgefahr, die vom Medium Internet ausgeht."
Halte ich für übertrieben - zum Beispiel der Irakkrieg oder die Hochwasserkatastrophe haben in vergangenen Wahlkämpfen sehr schnell an Bedeutung gewonnen, und waren auch in der Öffentlichkeit wesentlich präsenter als das Thema Killerspiele (killekille, scnr)

2. "Natürlich sind die drei Parteien auch auf alle anderen Fragen keine Antwort schuldig geblieben."
Was ist daran natürlich? Es ist keineswegs selbstverständlich, dass Politiker oder Pressesprecher von Parteien zu jeder Frage eine zufriedenstellende Antwort geben. Dass du schreibst, das sei "natürlich", ist für mich eine Wertung, da es die genannten Parteien positiv heraushebt. Ich würde das Wort "natürlich" weglassen. Kannst ja sowas schreiben wie "auf die Antworten der anderen Parteien darf man gespannt sein" oder so ähnlich, das ist auch eine implizite Wertung, ohne dabei die Neutralität des Textes aufzugeben ;-)

André Pitz 15 Kenner - 2976 - 24. September 2009 - 11:33 #

Danke für das Lob und die Kritik, Gamaxy.

Ich habe das mal angepasst. 1. Da hast du absolut recht. Ich wollte meine Formulierung eher auf uns Spieler beziehen (so jetzt geschehen) 2. Stimmt auch. Ich habe einfach mal ganz dreist dein "man darf gespannt sein" übernommen ;) Für das entfernen des "Natürlich" ist Herr Hofmann verantwortlich, danke dafür.

Shelby 05 Spieler - 53 - 24. September 2009 - 12:08 #

Ein grund mehr für mich die Grünen zu wählen ;)

Alex Hassel 19 Megatalent - 17895 - 24. September 2009 - 12:59 #

Bestätigt mich in meiner Meinung, dass die Piraten, so wie sie momentan auftreten, nicht wählbar sind. Ihre Themen werden von anderen Parteien behandelt und mit ihrer nicht annehmbaren Haltung zum Urheberrecht stehen sie zum Glück ziemlich alleine da. Klarmachen zum Kentern.

Timbomambo (unregistriert) 24. September 2009 - 13:04 #

Sie hätten sich "Monkey Island Partei" oder "Soziale Threepwoods" nennen sollen...

Alex Hassel 19 Megatalent - 17895 - 24. September 2009 - 13:04 #

Das wäre wenigstens noch originell gewesen!

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11583 - 24. September 2009 - 23:15 #

Die Position der Piraten zum Urheberrecht geht mMn überhaupt nicht. Deshalb sind sie für mich aktuell nicht wählbar.

Boeni 14 Komm-Experte - 2383 - 24. September 2009 - 13:27 #

Das Problem bei der Sache ist, dass hier irgendwelche Jungspunde vorgeschickt werden. Nach der Wahl heisst es dann "Was der gesagt hat spielt dich keine Rolle". Ich wäre mit sowas immer vorsichtig, denn vor der Wahl wird gerne Honig geschmiert und allen nach dem Mund geredet. *g*

Die Grünen waren schon in der Regierungverantwortung und haben sich auch nich mit Ruhm bekleckert. 2002 hatten wir Rot/Grün. Versucht euch mal dran zu erinnern was damals los war.

Die Linke ist froh wenn sie nicht in die Regierungsverantwortung kommt, denn Opposition ist mit diesen Vorstellungen besser als sich beweisen zu müssen.

Und die Piraten.. naja die Piraten.. Siehe ein Stück weiter oben. "Bereitmachen zum Kentern" ist schon passend. Man sollte sich vor Augenwischerei in acht nehmen. Es ist kein Zufall das die Piraten ausschliesslich in online Umfragen wie bei StudiVZ soviele stimmen bekommen. Dort sind ja auch die meisten Netzaffinen unterwegs. Das wäre so als würde man eine Umfrage auf dem CDU Parteitag machen und sich dann ausmalen wie toll es doch ist das die CDU die 100% knackt. *g*

Der beste Freund des Wählers ist dein Gedächtnis!

CH64 13 Koop-Gamer - 1719 - 24. September 2009 - 15:26 #

Wenn die Piraten jetzt, bei dem Medienhype, nicht in den Bundestag einziehen, wann denn dann? Würde mich nicht wundern, wenn die als bedeutungslose Kleinpartei, unter vielen, endet.

Gadeiros 15 Kenner - 3127 - 24. September 2009 - 15:09 #

das ist heimspiel für die piraten. es ist ärmlich von manchen parteien zu behaupten, die derzeit in der opposition sitzen, daß sie schon immer das selbe programm wie die piraten und noch mehr hatten. wenn dem so wäre, gäbs die piraten einfach nicht.

zB die linke hat nicht umsonst das umgedrehte play-symbol überm i im logo.. sie spielen halt einfach gegen alle anderen. deswegen kann man nicht auf ihr gebrabbel hören, sie sind gegen und für alles, was wähler bringen könnte. deren "i-punkt" könnte ebenso erweitert werden zum rewind-symbol btw.

und zum wohle des machterhalts würden die meisten parteien alles mittragen. es ist fraglich, wer sein heutiges "anti-regierungs"-programm durchhält. das war ja auch bei den grünen so...

die piraten haben imho derzeit den vorteil einfach noch nichts vermasselt zu haben

Boeni 14 Komm-Experte - 2383 - 24. September 2009 - 16:54 #

Ich hoffe dir ist bewusst das die Piraten ursprünglich keine deutsche Partei sind? Die haben im Grunde nichts mit Deutschland zu tun und haben auch gar kein brauchbares Programm (ich sag nich das die anderen Parteien eins hätten!).
Microsoft an die Macht! Klar zum Microsoftpiratenkentern!

bebop 08 Versteher - 190 - 24. September 2009 - 20:30 #

Sie haben aber ein Thema aufgenommen, das von vielen Parteien viel zu lange viel zu stark vernachlässigt worden ist. Natürlich sind manche Forderungen viel zu übertrieben, aber solche gibt es bei fast jeder Partei(wenn ich teilweise die Forderungen der Linken oder der FDP anschaue, denke ich mir manchmal schon, ob die nicht etwas geraucht haben...). Ebenfalls besitzen sie aktuell noch zu wenig Kompetenzen in vielen Bereichen, aber das ist ihre große Schwäche und Stärke.

In dem sie sich auf ein paar Kernthemen konzentrieren(ich glaube der frühe Grünenvergleich ist zwar nicht vollkommen perfekt, aber schon angebracht), bringen sie themen in den Wahlkampf, die bis jetzt eher ignoriert worden sind, schaffen sich eine Basis die sich in vielen Bereichen von der Politik übergangen fühlt und es vermutlich auch schafft, junge Wähler für den Wahlkampf und den Parteien zu gewinnen.

Das ist eine klassische Win-Win Situation für Deutschland(ich wünschte, es wäre in Österreich auch so).

Übrigens finde ich, dass das Urheberrechtsgesetz ebenfalls eine dringende Überarbeitung benötigt(aber nicht ganz im Sinne der Piraten), ebenso der Datenschutz etc. Die Jugendschutzdiskussion finde ich schon etwas nervig, eine europäische Anpassung mit vielleicht relativ ähnlichem System(keinesfalls Pegi) wäre wünschenswert.

Letztendlich sind das aber nur kleine Themen, die im Vergleich zur Wirtschaftskrise, Umwelt-, Sozial-, Immigrations-, "Gewaltproblemen und ähnlichen nicht die wichtigsten Rollen spielen, aber trotzdem dringend eine vernünftige politische Diskussion benötigen. Und deswegen ist die Piratenpartei ein Segen für Deutschland, auch(oder vielleicht auch weil) sie den Einzug vermutlich nicht schaffen werden.

Quin 12 Trollwächter - 1150 - 24. September 2009 - 16:22 #

Schöne Wiedergabe eines Artikel, der so schon vor zwei Ausgaben in der GameStar stand. Insbesondere die Antworten sind afair so 1zu1 abgedruckt gewesen. Copypasta. ;)

patchnotes 14 Komm-Experte - 1846 - 24. September 2009 - 17:27 #

Mittlerweile ist unter
http://mymtw.com/de/article/22050/MTw/Fragen__Antworten_mit_der_CDU/Vierte_Runde_fr_die_Wahlprfsteine.html
auch das Interview mit der CDU verfügbar. Evtl. kann das noch jemand in die News einfügen.

André Pitz 15 Kenner - 2976 - 24. September 2009 - 18:06 #

Danke für den Hinweis. Ich habs mit eingebaut.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 7749 - 24. September 2009 - 18:19 #

Wenn man sich das Pressemitteilungsgefasel der CDU mal genauer ansieht stellt man fest, dass sich konsequent um die Fragen herumgedrückt wird. Es wird einfach ausgelassen, dass sie sehr wohl Verbote durchführen wollen (oder bereits in die Wege geleitet haben) und nur darauf hingewiesen, dass "auch" Prävention und Medienwichtig ist. Ist ja schön, aber ändert nix an den Verboten.

CH64 13 Koop-Gamer - 1719 - 24. September 2009 - 18:43 #

Die CDU ist als Volkspartei sehr heterogen. Deshalb werden innerhalb der CDU auch Unterschiedlich Positionen, zum Thema Killerspiele vertreten. Eine klare Aussage für die Gesamtpartei zu treffen, ist aus diesem Grunde auch sehr schwer. Also werden nur Aussagen getroffen die alle mit Tragen können.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10876 - 24. September 2009 - 19:53 #

Es gibt unterschiedliche Positionen innerhalb der meisten Parteien. Aber sobald es drauf ankommt haben nur noch die "alten Säcke" das sagen. Die jungen Mitglieder, die so ein Feld mit ein wenig Kompetenz besetzen könnten dürfen nur was sagen, wenn es darum geht den Eindruck zu erwecken man sei Kompetent im Umgang mit neuen Medien.
Sobald es drauf ankommt wird im Hinblick auf das immer größer werdende alte Wahlpublikum reflexhaft ausgetreten.
Für die meisten Politiker sind wir alle nur dummes Wahlvieh. Da wird immer versucht möglichst alle einzufangen. Es gibt mehr ältere Wähler, darum kommen Killerspiele-Aussagen immer dann, wenn es drauf ankommt. Die anderen Aussagen werden nur am Rand getroffen um möglichst viel junges Wahlvieh quasi "trotzdem" mitzunehmen.

Liam 13 Koop-Gamer - 1231 - 25. September 2009 - 15:58 #

Wenn das alte Wahlvolk die einzigen sind, die sich bequemen wählen zu gehen, muß das junge Wahlvolk sich nicht wundern, wenn sich die Parteien vornehmlich nach ihnen ausrichten.

Abgesehen davon, viele sind auch dummes Wahlvieh, wenn ich von Anfang 20 jährigen höre, sie wählen Partei x, weil das wurde in ihrer Familie schon immer so gewählt, dann verstehe ich warum Diktatur für manche verlockender ist als Demokratie, die sagt einem wenigstens direkt für was man sein muß.

bananenboot256 13 Koop-Gamer - 1241 - 24. September 2009 - 18:42 #

Alle hacken auf den Piraten rum, aber würde es diese Umfragen auch geben, bzw. Anklang finden, wenn es die Piraten nicht gäbe?

Selbst wenn die PP im Endeffekt nur dafür gut ist, dass andere Parteien ihre Kenntnisse im Umgang mit den lange vernachlässigten neuen Medien und insbesondere im Bereich Datenschutz (etc) auffrischen oder überhaupt Kenntnis erlangen ist es doch ok!?

Die etablierten Parteien sehen jetzt nämlich, dass ein großer Teil der (Jung?)Wähler sich für diese Themen interessieren. Ob das auch so wäre ohne die Piraten und Gleichgesinnte?

kj, der am Sonntag mit Augenklappe ins Wahllokal geht ;-)

Alex Hassel 19 Megatalent - 17895 - 25. September 2009 - 11:30 #

Ich seh es so: es ist nicht realistisch, dass die Piraten den Sprung über die 5% Hürde schaffen. Und wenn sie 1, 2, 3 oder meinetwegen 4% holen, dann sind das nachher "verlorene" Prozente, wenn Schwarz/Gelb mit wenigen Prozent Vorsprung eine Mehrheit holt.

TECC (unregistriert) 24. September 2009 - 19:46 #

@CDU Update: DAfür gibts die USK .... sry, aber das sind deppen.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10876 - 24. September 2009 - 20:09 #

Genau, es gibt bereits ein Kontrollgremium. Die Durchsetzung der getroffenen Einstufungen ist das, woran es mangelt.

Aber unsere "großen" Volksparteien können eben keine vernünftigen Aussagen mehr treffen. Es muss immer gleich ein neues Verbot, eine strengere Strafe sein. Das ganze soll gar nicht effektiv zur Besserung beitragen, es soll nur möglichst publikumswirksam inszeniert werden können.

Man weiß gar nicht mehr, wen man wählen kann. Im Grunde machen alle in 95% ihrer Aussagen das, was 98% der Wähler wollen. Nur nach der Wahl löst sich dann alles in Wohlgefallen auf.

Gertie 14 Komm-Experte - P - 2315 - 25. September 2009 - 9:14 #

könnten ihr "Update 29.09.09" hervorheben (fett machen) hab jetzt etwas suchen müssen um das update zu finden

André Pitz 15 Kenner - 2976 - 25. September 2009 - 12:16 #

Hab ich mal gemacht ;)

Tr1nity 28 Endgamer - 101364 - 25. September 2009 - 10:15 #

Update datiert auf den 29.09.2009 am 25.09.2009? Sind wir da nicht etwas unserer Zeit voraus? :)

André Pitz 15 Kenner - 2976 - 25. September 2009 - 12:16 #

Haha verdammt, da habe ich mich wohl vertippt. Habs behoben ;)

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