Indie-Check: One More Dungeon
Teil der Exklusiv-Serie Indie-Check

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Der Marian 18007 EXP - 19 Megatalent,R7,S4,A10,J10
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11. Dezember 2015 - 11:05 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
In unserer Rubrik Indie-Check stellen wir euch jede Woche ein interessantes PC-Spiel eines unabhängigen Entwicklerstudios vor. Die Rubrik wird von unseren Usern Der Marian, Zaunpfahl, Vampiro und Dominius betreut.
   
Das russische Zwei-Mann-Studio Stately Snail bringt mit One More Dungeon einen Titel aus einem bei Indiestudios sehr beliebten Genre auf den Markt – den Roguelikes. Das Spiel ist aber kein Dungeoncrawler in klassischer Draufsicht, sondern in Egoperspektive. Wie sich die klassische Rogue-Formel in pixeligem 3D wohl schlägt?
Dies ist ein Ausgang, den Schlüssel trägt der noch zu besiegende Bossgegner.
Ins kalte Dungeon geworfen
Ihr startet eure Partie ohne weitere Erklärungen oder den Hauch einer Story. Ausgerüstet seid ihr mit Dolch, Zauberstab und Trank, der Dungeon ist zufällig generiert. Der Zauberstab gibt euch eine Fernkampfattacke, zu Beginn wird zufällig ermittelt, ob mit Feuer, Säure oder Eis. Analog gibt es drei passende Ressourcen, die ihr pro Zauberstabeinsatz verbraucht. Außerdem unterscheiden sich die Flugbahnen der Geschosse etwas.
   
Der Kern des Spielgeschehens ist schnell erklärt: Kisten zerschlagen, Tränke und Waffen sammeln sowie Monster vermöbeln. Auf jeder Dungeonebene müsst ihr ein Bossmonster besiegen, um danach die Tür zum Levelausgang zu öffnen. Die Level fallen recht groß aus, ihr müsst einige Zeit in die Suche nach Boss und Ausgang stecken. Weiterhin ist der permanente Tod eures Spielcharakters wesentlicher Bestandteil. Gespeichert wird beim Verlassen des Spiels nur der Charakter und die aktuelle Levelnummer, der Dungeon selbst wird beim nächsten Start komplett neu generiert.

Da ihr außer Waffen und Tränken keine weitere Ausrüstung findet, ist die Komplexität deutlich geringer als bei anderen Genrevertretern wie beispielsweise Dungeons of Dredmor. Es gibt aber einige interessante Zauberstäbe zu entdecken – etwa einer, der dicke Käfer platziert, die dann eure Gegner angreifen. Diese mächtigeren Stäbe verbrauchen gleich mehrere der drei Zauberressourcen pro Schuss.
Voraus befindet sich ein Teleport-Portal.
Pixelig aber stimmig
Grafisch setzt One More Dungeon auf wenige Polygone, pixelige Texturen sowie flache 2D-Sprites. Dank dezent gesetzter Beleuchtungeffekte und vielen Details fällt das Ganze aber doch recht anschaulich aus. Die Bewegung ist schnell und flüssig, der Titel spielt sich oft wie ein klassischer Ego-Shooter samt Strafing. Die Soundkulisse ist stimmig und auch wichtig, um all die verschiedenen Monster, die sich auch gerne hinter Säulen und Ecken verbergen, rechtzeitig orten zu können.

Es gibt einiges zu entdecken, etwa Portale, die euch zu Bonusleveln mit besonderen Fluch-Gegenständen führen. Auf ein System mit Erfahrungspunkten und Stufenaufstiegen müsst ihr verzichten, dafür könnt ihr die wenigen verwendeten Attribute, wie Lebenspunkte, durch Altare dauerhaft erhöhen. Abwechslung bringt der optionale Einsatz von Mutatoren vor einem Spielstart, die ihr durch ein Punktesystem nach und nach freischaltet, und die das Spiel jeweils sowohl einfacher als auch schwerer machen.
Bei mehreren fernkämpfenden Gegnern wird es herausfordernd.
Fazit
One More Dungeon ist ein robustes 3D-Roguelike zum kleinen Preis. Es spielt sich wie ein klassischer Egoshooter der frühen 90er Jahre, spart sich aber jegliche Komplexität in den RPG-Anteilen. Der Entwickler bemüht sich derzeit noch um Detailverbesserungen. So wurden seit Release in zwei Updates neue Waffen und Mutatoren hinzugefügt. Der starke Zufallseinfluss im Leveldesign führt zum üblichen, hohen Frustpotenzial eines Roguelikes. Trotzdem macht das Erkunden der abwechslungsreich dekorierten 3D-Dungeons für eine Weile Spaß. Das Spiel ist nur in Englisch oder optional in Russisch betextet, dies sollte aber angesichts des simplen Prinzips keine Barriere darstellen.
  • 3D-Roguelike
  • Einzelspieler
  • Für Fortgeschrittene
  • Preis: 4,99 Euro
  • In einem Satz: Gelungenes Roguelike in Retro-3D mit einfachen Zutaten.

Video:

Kirkegard 19 Megatalent - 15723 - 11. Dezember 2015 - 11:58 #

Danke für den Check und deine Mühe :-)
Aber für das Geld gibt's Grimrock oder ähnliche Spiele mit ohne Augenkrebs. Da sah ja Heretic vor 100 Jahren noch besser aus. Ich sag mal nein zu Retro ;-)

Der Marian 19 Megatalent - P - 18007 - 11. Dezember 2015 - 17:57 #

Naja, Grimrock ist ja nun was völlig anderes.

Kirkegard 19 Megatalent - 15723 - 14. Dezember 2015 - 11:16 #

Sehe ich anders. Ego Perspektive, RPG, Kacheln, Dungeon, Schalter ect.. Nur halt ein bissel hübscher.

Der Marian 19 Megatalent - P - 18007 - 14. Dezember 2015 - 14:29 #

Im Gegensatz zu Grimrock ist hier freie Bewegung, daher mehr wie ein Shooter.

Kirkegard 19 Megatalent - 15723 - 14. Dezember 2015 - 14:56 #

Ja, aber mir reicht das noch nicht für "völlig anders" ;-)

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20706 - 11. Dezember 2015 - 12:27 #

Danke für den Artikel. Inhaltlich sagt mir das Spiel schon zu. Aber etwas mehr Grafik und Komplexität dürfte es schon sein.

bsinned 17 Shapeshifter - 7037 - 11. Dezember 2015 - 12:59 #

Puh, ich kann mit diesem Minecraft-Look einfach nix anfangen. Zudem so manches RPG aus Anfang/Mitte der 90er da schon charmanter aussah.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - P - 68855 - 11. Dezember 2015 - 13:19 #

Gott und Vatter. Dann lieber nix zu Weihnachten, bevor ich sowas spiele!

Mantarus 16 Übertalent - P - 5033 - 11. Dezember 2015 - 18:28 #

Artikel gelesen und für gut befunden. Kudos dafür.

Das Spiel würde aber sicherlich nicht meinen Geschmack treffen :)

Maverick 30 Pro-Gamer - - 198724 - 12. Dezember 2015 - 0:57 #

Danke für den Check, aber da bleibe ich lieber beim Roguelike-Shooter Ziggurat. ;)

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 33650 - 12. Dezember 2015 - 9:52 #

Super Check. Angesicht des wachsenden POS schlage ich aber mal nicht zu.

Pomme 17 Shapeshifter - P - 6092 - 12. Dezember 2015 - 10:03 #

Was sind denn Fluch-Gegenstände?

Der Marian 19 Megatalent - P - 18007 - 12. Dezember 2015 - 10:11 #

Geben einen anschaltbaren Vorteil bzw. Bonus, der dann aber während er an ist, den Verstand(?), das gelbe Herz - senkt. Das schränkt dann zum Beispiel für eine Weile das Sichtfeld ein, erholt sich danach langsam aber wieder.
Zum Beispiel gibt es einen, der für eine Weile die ganze Karte auf der Minimap aufdeckt.

Der Marian 19 Megatalent - P - 18007 - 12. Dezember 2015 - 11:03 #

Die Grafik scheint ja doch einige abzuschrecken. Ich finde Sie in diesem Fall wirklich sehr gelungen umgesetzt, dank vieler kleiner Details und passender Farbpaletten. Wenn man aber mit solch einem pixeligen Look gar nichts anfangen kann, hilft das wohl auch nicht.
Spiele auch nach dem Check immer mal wieder eine Runde rein. Für kurze Sessions zwischendurch taugt das Spiel. Konkurriert bei mir aber gerade dabei mit Nuclear Throne.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 36230 - 14. Dezember 2015 - 11:03 #

Dem Trailer nach sieht das in Bewegung schon deutlich netter aus als in den Screenshots. Aber ein großer Fan des Pixellooks bin ich nicht, schon gar nicht in 3D. Wüsste nicht, warum ich mir das heutzutage in einem neuen Spiel antun sollte. Gibt genug hübschere.

Toxe 21 Motivator - P - 28380 - 14. Dezember 2015 - 15:13 #

Ja auf den Bildern sieht es eher abschreckend aus, in Bewegung im Trailer kommt das schon viel besser rüber – auch wenn sich am eigentlichen Stil natürlich nichts ändert.

Kirkegard 19 Megatalent - 15723 - 14. Dezember 2015 - 15:38 #

Nicht nur auf den Bildern ;-)

Lukas Koczorowski (unregistriert) 17. Dezember 2016 - 5:11 #

"One more Dungeon" kann ich nur weiterempfehlen!
Es macht sehr viel spaß durch die per zufall Generierten Dungeons zu Streifen,während man immer aufmerksam die Umgebungt beachtet um mögliche Bedrohungen schnell zu beseitigen. Durch die Ego-Perspektive fühlt man sich schneller dem Protagonist verbunden. Ich persönlich bin mag RPG's ohne Levelsystem(wie bei bekannten Hits z.B Final Fantasy),Aber ich habe auch lange keins gesehen was mir die möglichkeit gab mir selbst Herausforderungen zu bereiten. Durch das Freischalten der Mutatoren kann man das Spiel Vereinfachen oder aber auch Erschweren. Und ab da an kann das spiel für ein gewisses "Suchtpotenzial" sorgen. Man will ja schließlich zum End-Boss in der untersten Ebene des Dungeons kommen (Natürlich Lebendig ^-^),diesen in die Hölle schicken und viele Schätze und Geheime Orte und verstecke entdecken.Die Möglichkeitfür ein Optionales Levelsystem könnte man einbauen,aber kommt auch ohne gut an.Das einzige der Permadeath und stätige neubegin des Dungeons von der 1. Ebene... :)
Fazit: 9/10 Punkten.
P.S. Ein etwas längerer Text geworden als gedacht^^'

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