PSN-Check: Among the Sleep
Teil der Exklusiv-Serie PSN-Check

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Old Lion 64879 EXP - 25 Platin-Gamer,R10,C10,A10,J10
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9. Dezember 2015 - 9:39 — vor 52 Wochen zuletzt aktualisiert
Jede Woche stellt der PSN-Check ein interessantes Downloadspiel aus dem PSN-Store vor. Die Rubrik wird von unseren Usern Elofson und Dennis Hillor betreut.

Mit etwa zwei Jahren entwickelt sich die Phantasie und die Vorstellungskraft eines Menschen. Im Zuge dieser Entwicklung treten auch erste Besorgnisse in Erscheinung, die die lieben Kleinen über die nächsten Jahre begleiten und fordern werden. Drastisch veranschaulicht diese Enwicklungsstufe Among the Sleep. Das Spiel von Krillbite Studio nimmt die natürlichen Ängste eines Kleinkinds auf (oder das, was die Entwickler sich darunter vorstellen) und lässt uns mit dem damit verbundenen Bammel in unsere früheste Jugend zurückreisen.
Noch ist alles gut. Wir schlummern selig in unserem Bettchen.
Schlaf, Kindlein, Schlaf!
Ihr spielt einen Jungen, der in der Nacht nach seinem zweiten Geburtstag aufwacht und merkt, dass sein heißgeliebter Teddy verschwunden ist. Euer Bett liegt umgestürzt am Boden, sodass es ein leichtes ist, auf die Suche nach dem Stofftier zu gehen. Das Besondere an dem felltragenden Knopfaugen-Paar: Es spricht, aber nur zu euch. So tappst ihr im Dunkeln auf die Tür zu, dessen offener Spalt die einzige schwache Lichtquelle für das Zimmer darstellt.

Vorsichtig öffnet ihr die Tür und schaut ängstlich auf den Flur. Nichts. Nur Dunkelheit und in weiter Entfernung ein paar Geräusche, die nicht dazu beitragen, dass ihr euch wohler fühlt. Ihr geht auf allen Vieren, krabbelt den Gang entlang. Neben euch zischt die Heizung, ihr zuckt zusammen. Weiter geht's, immer dem Geräusch nach. Es ist nicht mehr weit. Da, eine weitere Tür. Auch hier scheint Licht heraus. Das Geräusch wird lauter. Ihr nähert euch, öffnet vorsichtig die Tür und erblickt...die laufende Waschmaschine. Weiter möchten wir euch an dieser Stelle das Geschehen nicht spoilern.
Nicht Ted, sondern Teddy spricht hier zu uns. Und das Gute ist, weniger vulgär.
Dreikäsehoch
Für ein Kleinkind der reinste Horror: Dunkelheit, das Schmusetier nicht mehr da und dann noch allein im Haus, wie es scheint. So ist es nicht allzu verwunderlich, wenn plötzlich alltägliche Dinge angsteinflößend erscheinen. Zumal ihr noch nicht in der Lage seid, Realität von Phantasie zu unterscheiden. Kurzum, ihr habt Angst. Und was machen kleine, manchmal auch große und ab und zu auch erwachsene Kinder, die Angst haben? Richtig, sie suchen die Nähe der Mama. Und so beginnt das Abenteuer, das euch gemeinsam mit eurem Teddy – den findet ihr recht schnell wieder – in die Unheimlichkeit eines Hauses bei Nacht entlässt, um eure Mutter zu finden.

Among the Sleep hält seine intensive Atmosphäre über das komplette Spiel aufrecht. Die Welt aus der Sicht eines Dreikäsehochs kann ziemlich beeindruckend sein, zumal euch die Fähigkeiten eines Erwachsenen fehlen. Sprechen ist nicht, ebenso fehlt euch für manche Dinge einfach die Kraft, sodass ihr euch anderweitig behelfen müsst. Der aufrechte Gang fällt euch auch noch schwer, weshalb ihr die meiste Zeit krabbelnd verbringt, damit ihr euch nicht dauernd aufrappeln müsst, wenn ihr mal wieder die Balance nicht halten konntet.

Hinzu kommt die beeindruckende Soundkulisse des Spiels, die immer irgendwie bedrohlich klingt, auch wenn gar nichts droht. Zum Beispiel wenn ihr durch die Lamellen eines Schrankes einen Körper entdeckt, der euch verdächtigt vorkommt. Ihr tretet näher, euer Herz schlägt euch bis zum Hals, eure Hand nähert sich der Tür. Ihr zieht sie langsam auf und starrt auf einen Feuerlöscher. Dabei erklingt die Musik immer lauter und kreischender und gaukelt euch so eine gefährliche Situation vor. So wird es euch häufig ergehen. Die Macher von Among the Sleep spielen dabei perfekt mit den Urängsten des Spielers, der sich nur allzu gut in das Kind hineinversetzen kann.
Wer da wohl das Licht angelassen hat?
Technik und Fazit
Technisch ist die PS4-Version der portierten PC-Fassung nicht wirklich ausgereift. Den Mauszeiger bewegt ihr mit dem rechten Stick, gegriffen wird mit den Schultertasten. Ein wenig mehr Liebe hätten wir uns hier schon gewünscht, zumal so das intensive Erlebnis noch hätte gesteigert werden können, müsste man nicht dauernd Anstoß an der schlecht umgesetzten Steuerung nehmen. Öffnet ihr mühsam eine Schublade als Steighilfe, kann es euch passieren, dass ihr sie im nächsten Moment mit dem Popo wieder zuschiebt. Auch grafisch ist das Spiel kein Highlight, allerdings muss es das auch nicht unbedingt sein: Ein Großteil spielt sich eh im Halbdunklen ab, und Among the Sleep lebt von der Atmosphäre, nicht von weiten Landschaften.

Das Horror-Adventure kommt komplett ohne Gewalt aus. Der Wahnsinn, wenn man ihn so nennen darf, spielt sich meist in der Psyche und Fantasie ab, die euch oft einen Streich spielen. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei nicht sonderlich hoch, alle Rätsel sind leicht zu lösen und fordern euch nicht wirklich heraus. Trotzdem sei allen Gruselfans das Spiel empfohlen, erst recht wenn ihr mal wieder Ängste erleben wollt, die ihr vielleicht so schon lange nicht mehr gespürt habt. Nach gut zwei Stunden seid ihr durch. 
  • Horror-Adventure
  • Einzelspieler
  • Für Einsteiger geeignet, allerdings nichts für Kinder
  • Preis am 4.12.2015: keine Angabe
  • In einem Satz: Angst im Dunkeln, neu aufgelegt
Brezel 11 Forenversteher - 581 - 9. Dezember 2015 - 9:51 #

Lächerliches Horrorspiel und selbst für den rabattierten Preis von 13,50 noch zu teuer für die knapp 3 Stunden. Gute Ansätze, aber mehr leider auch nicht.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64879 - 9. Dezember 2015 - 13:41 #

Ich fand es ganz gut. Besser als Alien - Isolation!

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 9. Dezember 2015 - 15:17 #

Nichts ist besser als Alien Iso.... ach, ist ja auch egal. ;-)

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11672 - 9. Dezember 2015 - 16:00 #

Du Scherzkeks

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64879 - 9. Dezember 2015 - 16:03 #

Ich beliebe nicht zu scherzen!

Xalloc 15 Kenner - 2848 - 9. Dezember 2015 - 10:10 #

Liegt schon lange in meiner Steam-Bibliothek, wollte ich eigentlich mal spielen...

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64879 - 9. Dezember 2015 - 13:42 #

Hau rein!

iUser -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 62922 - 9. Dezember 2015 - 10:16 #

Ich fand es gut gemacht und schaurig (gut) inszeniert. Für einen schmalen Taler auf jeden Fall einen Blick wert!

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64879 - 9. Dezember 2015 - 13:42 #

Absolut!

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11672 - 9. Dezember 2015 - 14:07 #

Oh das hole ich mir, hat ja ewig gedauert mit dem Port.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20688 - 9. Dezember 2015 - 16:55 #

Donnerwetter. Ich dachte, das Spiel kommt nie mehr. Werde ich mir auf jeden Fall mal gönnen, das Konzept gefällt mir.

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