Indie-Check: Mushroom 11
Teil der Exklusiv-Serie Indie-Check

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Der Marian 17234 EXP - 19 Megatalent,R7,S3,A10,J10
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21. Oktober 2015 - 9:00
In unserer Rubrik Indie-Check stellen wir euch jede Woche ein interessantes PC-Spiel eines unabhängigen Entwicklerstudios vor. Die Rubrik wird von unseren Usern Der Marian, Zaunpfahl, Vampiro und Dominius betreut.

Die Puzzle-Platformer stellen eines der häufig – und oft erfolgreich – bedienten Indie-Genres dar, wie beispielsweise die Titel Braid, Trine oder Limbo zeigen. Nun versucht Mushroom 11 des Entwicklers Untame mit einem innovativen Physikansatz im Genre zu punkten. In diesem 2D-Spiel beeinflusst ihr eine mehrzellige Pilzkultur und lasst diese "durch die Welt wachsen". Wie das genau funktioniert, erfahrt ihr in diesem Indie-Check.
Gut geklemmt ist halb gewonnen.
Erstaunliches Zellwachstum
Mushroom 11 spielt in einer ansehnlich gezeichneten, postapokalyptischen Welt. Der Protagonist ist ein formveränderlicher Pilzblob, auf den jederzeit die Kamera der 2D-Ansicht konzentriert ist. Mittels gedrückter Maustaste lassen sich Bereiche dieser Zellkultur entfernen und wachsen mit leichter Verzögerung an anderer Stelle des Körpers nach. Auch aufteilen könnt ihr dieses Pilzwesen, wobei das Gesamtvolumen immer gleich bleibt – das Entfernen eines separaten Teils lässt den größten übrigen Teil im gleichen Maße größer werden. Klingt kompliziert? Nur in Textform! Einmal angespielt kommt ihr recht schnell auf die Funktionsweise dieser Spielmechanik.

Ein weiterer wichtiger Effekt ist die Schwerkraft, die mittels 2D-Physiksimulation auf euren Pilzblob wirkt. Dank mehr oder weniger gezieltem Zellwachstum – dem Wechsel zwischen großflächiger Zerstörung der Pilzzellen und kleinerer mittels rechter Maustaste sei dank – werdet ihr im Spielverlauf euren Pilz in den absurdesten Situationen verkeilen, um Ecken wachsen lassen, per Teilung Schalter aktivieren und diverse weiter Physikrätsel dieser Art lösen. Einige fiese Hindernisse mit Spezialauswirkungen sorgen darüber hinaus regelmäßig für weitere Herausforderungen.
Diese Plattformen bewegen sich über Lava, was ein gewisses Timing notwendig macht.
Das gefährliche Dasein einer Pilzkultur
Zwei dieser Effekte sind Feuer und Infektionen. Ersteres verbrennt einfach einen Teil der Pilzzellen, die kurz darauf an anderer Stelle wieder nachwachsen. Letztere breiten sich langsam im Pilzkörper aus und lösen diesen auf, wenn die infizierten Teile nicht rechtzeitig entfernt werden. Solltet euer Pilz komplett verschwinden, beispielsweise durch Sturz ins Lavabad, sorgen die äußerst fair gesetzten Checkpoints dafür, dass kein unnötiger Frust aufkommt. Absichtlich komplett per Maus weglöschen lässt sich der Pilzkörper nicht. Eine kleine Keimzelle verbleibt und wächst anschließend wieder zu voller Größe.

Das Spiel besteht aus sieben Kapiteln, die ihr nacheinander freispielt. Am Ende jedes Kapitels wartet ein Bossgegner, der jeweils etwas aufwändiger im Rahmen der kapitelweise eingeführten Physikrätsel zu besiegen ist. Für Punktejäger gilt es diverse, in den Spielwelten befindliche und teilweise schwierig zu erreichende Lebewesen als DNA in euch aufzunehmen. Am Ende jedes Kapitels wird dann die Anzahl dieser DNA-Fragmente sowie eure benötigte Zeit bis zum Levelende aufgeführt.
An diesem ersten Bossgegner müssen die kaktusfruchtartigen Fortsätze absorbiert werden.
Fazit
Den Kern von Mushroom 11 bildet die interessante Mechanik des indirekt beeinflussten Zellwachstums eurer Pilzkultur. In Verbindung mit der 2D-Physiksimulation ergeben sich viele knifflige Rätsel. Der Schwierigkeitsgrad steigt dabei recht moderat an – mit jedem Kapitel werden neue Rätseltypen eingeführt. Das postapokalyptische Setting ist stimmig. Insbesondere die detailliert gezeichneten Welten mit allerlei zivilisatorischen Artefakten, wie beispielsweise Resten von Rolltreppen als Transportmittel, geben dem Spiel einen besonderen Flair. Der Titel liegt nur auf Englisch vor, benötigt aber keine großen Sprachkenntnisse.
  • Einzelspieler
  • Für Fortgeschrittene
  • Preis: 14,99 Euro (bis zum 22.10. 13,49 Euro)
  • In einem Satz: Innovativer 2D-Puzzle-Platformer rund um das Zellwachstum einer Pilzkultur
RoT 17 Shapeshifter - 8550 - 21. Oktober 2015 - 12:28 #

hallo schöner check auf ein spiel mit interessantem Ansatz ;)

vielleicht noch eine kleine frage:

"dem Wechsel zwischen großflächiger Zerstörung der Pilzzellen und kleinerer mittels rechter Maustaste sei dank"

fände ich eleganter alá

"dem Wechsel zwischen großflächiger und kleinerer Zerstörung der Pilzzellen mittels rechter Maustaste sei dank"

fals ich den satz richtig rezipiert habe ;)

und noch einen hab ich gesehen:

"Solltet euer Pilz komplett" kleiner Tippfehler...

xan 15 Kenner - P - 2958 - 21. Oktober 2015 - 12:46 #

Klingt gut, aber spiele Platformer lieber auf der Konsole. Aber ein interessanter und neuer Ansatz. Vielen Dank für den Check.

Der Marian 19 Megatalent - P - 17234 - 22. Oktober 2015 - 7:01 #

Dieser hier setzt schon ziemlich auf die Präzision der Maussteuerung. Also eher nichts für Konsolen.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33743 - 22. Oktober 2015 - 9:29 #

Klingt interessant. Schade dass es diesmal kein Video gibt, das würde ich gerne mal in Bewegung sehen. Auf den Screenshots sieht die "Spielfigur" irgendwie ins Bild gepappt aus, als würde sie da nicht reingehören. Auf dem ersten Bild dachte ich zuerst, das wäre eine eingeblendete Minimap. ;-)

Der Marian 19 Megatalent - P - 17234 - 22. Oktober 2015 - 10:15 #

Da verweise ich mal der Einfachheit halber auf den Steckbrief in der Spalte rechts. Da ist eine News mit Video verlinkt.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33743 - 29. Oktober 2015 - 20:53 #

Oha, danke! Der Eindruck bleibt aber in Bewegung auch bestehen. Sieht sehr merkwürdig aus.

Vampiro 21 Motivator - P - 30535 - 28. Oktober 2015 - 0:23 #

Hat was! Vielen Dank für den Check.

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nicht vorhanden
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Untame
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15.10.2015
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