Atari - Game Over: E.T.-Ausgrabungsleiter am 9. Oktober zu Gast im Deutschen Filmmuseum

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30. September 2015 - 9:50 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert

Im April 2014 begannen Joe Lewandowski und sein Team mit einer Ausgrabung im US-Bundesstaat New Mexico, bei der die von Atari im Jahr 1983 während des so genannten "Video Game Crash" massenhaft unter der Erde entsorgten Kopien des Videospiels E.T. zu Tage gefördert werden sollten. Bekanntermaßen war die Ausgrabung, bei der auch diverse andere entsorgte Atari-Produkte gefunden wurden, erfolgreich – mit Atari - Game Over wurde die Aktion auch in einem Dokumentarfilm umgesetzt, der seit Ende 2014 verfügbar ist.

Im Rahmen der Ausstellung "Film und Games - Ein Wechselspiel", die noch bis zum 31. Januar 2016 im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main besucht werden kann, wird Ausgrabungsleiter Joe Lewandowski am Freitag, den 9. Oktober um 20:00 Uhr einen Vortrag über die Grabung halten, in dem er auch viele bislang unbekannte Fakten enthüllen soll und Fotos von der Aktion präsentiert. Natürlich gibt es dort dann auch die Dokumentation selbst zu sehen, für die Regisseur Zak Penn verantwortlich zeichnet.

Wer die Veranstaltung besuchen möchte, kann auf dieser Website Karten im Vorverkauf erwerben, die für 9 respektive 7 Euro (ermäßigt) zu haben sind. In der Ausstellung selbst ist auch ein Exemplar der in New Mexico ausgegrabenen E.T.-Spiele zu sehen.

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 30. September 2015 - 9:52 #

Könnte eine interessante Veranstaltung werden. Im Eintrittspreis ist dann wahrscheinlich die reguläre Ausstellung nicht mit dabei, oder?

Maik 20 Gold-Gamer - - 21510 - 30. September 2015 - 10:46 #

Die reguläre ist nicht mit dabei, du kannst aber für 11€ alles besuchen. Es lohnt sich, denn die ganzen Exponate sind wirklich klasse hergerichtet und geben einen sehr guten Abriß der Filmgeschichte. Die Laterna Magica mit ihren Verzierungen haben mir am Besten gefallen.

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 30. September 2015 - 10:53 #

Da hast du mich falsch verstanden. Die Frage war, ob die Eintrittskarte für diese spezielle Veranstaltung auch zum Besuch der Ausstellung "Film+Games" berechtigt oder nur für den Vortrag gilt.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6326 - 30. September 2015 - 10:58 #

Kombi-Ticket ist 11 € für Dauer- und Sonderausstellung, der Gast-Vortrag ist dann nochmal 9 € extra, wenn ich das richtig verstehe.

Wie Maik schreibt: Auf jeden Fall alles machen, weil die einzelnen Ausstellungen sind nicht sehr groß, aber unterhaltsam.

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 30. September 2015 - 11:06 #

In der Daueraustellung war ich erst vor ein paar Monaten, von daher interessiert mich nur die Sonderausstellung und ggf. der Vortrag.

xan 15 Kenner - P - 2958 - 30. September 2015 - 10:08 #

So eine abstruse Geschichte, also alles. Herrlich, kann man sich nicht ausdenken.

Schade, dass es soweit weg ist von mir.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6326 - 30. September 2015 - 10:48 #

Ich war letzten Freitag im Filmmuseum (Dauer- & Sonderausstellung). Fand das sehr interessant, aber hatte mir das irgendwie größer vorgestellt.

Olipool 15 Kenner - 3745 - 30. September 2015 - 12:20 #

Gibts für jedne Besucher so ein Modul dazu? :)

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 30. September 2015 - 12:38 #

Ich brauche keins, ich hab noch eins im Schrank stehen :-)

Edelstoffl 14 Komm-Experte - P - 1817 - 30. September 2015 - 12:36 #

Ich seh' da auch ein Cover von "Centipede" - das war doch nicht Opfer des "Video-Game-Crash",oder?
Ich glaube mich zu erinnern, dass das sogar ein rechter Verkaufschlager war - übrigens von einer der wenigen Spieledesignerinnen geschrieben. Weiß man, wieso dann auch dieses Modul verscharrt wurde? Ich ging immer nur von E.T.-Modulen aus...

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6326 - 30. September 2015 - 13:26 #

Die Lösung gibt es im Film. Den kann man auf z.B. auf Netflix sehen. Oder auch auf Vimeo:
https://vimeo.com/126870177

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das mit den millionen ET-modulen hat sich als urbane legende herausgestellt. tatsächlich wurde nur ein "normaler" abfallhaufen einer supermarktkette gefunden. es gab dort auch viele andere module wie pacman etc.

UncleHo (unregistriert) 30. September 2015 - 13:48 #

Hä? Ich hab den Film auch gesehen.. ist schon eine Weile her (lief ja vor ein paar Monaten auf XBox Video oder wie das heisst), aber dass es sich um einen "Normalen Abfallhaufen" gehandelt haben soll, konnte ich dem damals nicht entnehmen..

Wenn ich das richtig verstanden hatte, hatten die ja einen allgemeinen Überbestand an Modulen.. eben nicht nur E.T., sondern über einige, auch erfolgreichere, Titel. Deswegen hatte Atari das dort "abgekippt". E.T. war halt mit dabei und wurde aus diversen Gründen zum Sinnbild des "Crashs" der Industrie.

Das Mysterium war doch eher, warum das überhaupt zur urbanen Legende geworden ist? Schließlich war der Vorgang damals, als es passierte, bekannt, war ja sogar damals in der lokalen Zeitung von Alamogordo mit einem Artikel gewürdigt worden. DASS die das verbuddelt hatten, war eigentlich unzweifelhaft... aber irgendwie ist das "Mysterium" dann ausser Kontrolle geraten und hat ein Eigenleben angenommen.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6326 - 30. September 2015 - 16:18 #

Ich habe den Film auch letztes Jahr gesehen.
Soweit ich das im Kopf habe ging es in dem Mythos um "Millionen ET Module". Gefunden haben sie dann nur ca. 700.000 Module, von denen nur ein Teil ETs waren, der Rest auch Pacman, Space Invaders usw. zusammen mit anderem Müll, der anscheinend von einem aufgelösten Kaufhaus stammte.

PS: Vielleicht hat ja jemand Lust sich die Doku nochmal anzusehen und uns zu korrigieren.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4619 - 30. September 2015 - 18:16 #

Schon richtig, es waren tatsächlich hunderttausende von Modulen, wobei wohl nur 1300 geborgen worden sind (mehr kann man auch beim besten Willen nicht an die größten Nerds dieser Welt verhökern). Der Film belegt dies eindeutig. Es ist also definitv keine urbane Legende.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6326 - 30. September 2015 - 20:24 #

Also die Urbane Legende besagt, dass dort mehrere Millionen E.T.-Module vergraben wären und das hat sich als falsch erwiesen.

Tatsächlich waren es wesentlich weniger Module und auch verschiedene Spiele, nicht nur ETs, sowie Consolen-Hardware. Die Legende hat also einen realen Ursprung.

So habe ich das in Erinnerung.

UncleHo (unregistriert) 1. Oktober 2015 - 7:13 #

Nun ja, gut, das ist jetzt ne Definitionsfrage.

Ich hatte vor der Bergung immer nur im Ohr, dass halt unzählige ET-Module verbuddelt worden seien.. wieviele genau.. da schwankten die Angaben naturgemäß immer etwas.

Es war aber bereits damals aber ein angemeldeter, nicht geheimer Vorgang... die Legende, dass Atari HEIMLICH ANGEBLICH da mal was entsorgt hatte, entstand erst später.. schon vor der Bergung haben ehemalige "Atarianer" doch schon leicht amüsiert drauf reagiert wenn sie angesprochen worden sind... in der Art von: "Natürlich haben wir das damals da entsorgt!! Das ist doch kein Geheimnis!"

Zumindest wenn Sie damals irgendwie informiert waren und sich halbwegs dafür interessiert hatten.. die hatten wohl andere Sorgen, und das Zeug war einfach nur "Müll", eigentlich nun nicht gerade das Ziel von überbordenden Interesse.

Der Zustand der Cartridges war aber vor der Bergung länger in der Diskussion, oft hieß es, die wären geshreddert worden oder zumindest plattgewalzt worden... das waren zumindest die gefundenen Exemplare ja nicht.

Anders ausgedrückt: Die verbuddelten E.T. Cartridges waren das geheimisvollste Nicht-Geheimnis der Nerd-Geschichte. ;)

Am schärftsten finde ich noch die Tatsache, dass die angeblich mit den Gedanken spielen da vor Ort eine Art Museum einzurichten.... eventuell auf der Müllhalde selber? Dabei hatten sie noch vor der Bergung im Stadtrat diskutiert ob man da am Grabungsort überhaupt beigehen sollte wegen einer Ladung kontaminierter Schweinekadaver (!) die da angeblich in der Nähe liegen sollten.....

Hyperbolic 15 Kenner - P - 3935 - 30. September 2015 - 16:10 #

E.T. war damals auch ein Verkaufsschlager. Aber wenn man dann immer noch zuviele Module herstellt (angeblich mehr als es Konsolen gab) dann müssen auch die besten Verkaufsschlager entsorgt werden.
Sehr interessant finde ich in diesem Zusammenhang das viele Überbestände irgendwann in Venezuela gelandet sind. Vor ein paar Jahren wurden diese Lagerhäuser wiederentdeckt und einige Händler verkaufen die Spiele jetzt über Ebay.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4619 - 30. September 2015 - 18:24 #

Den Film fand ich gut, weil auch gut rüberkommt, wie sehr schon damals die Szene anfällig für Konstruktionen, Illusionen und Hypes war. Und ebenso wird klar, dass das Spiel E.T. nur ein Sündenbock war. Die Szene war an sich am Ende. E.T. hatte lediglich das Pech, in dieser Endzeitstimmung einen großen Namen zu tragen, auf den sich alles gestürzt hat. Über den Crash einer noch jungen Industrie titelt man eben besser mit "E.T. ist Riesenflop für Atari" als "Space Killers erwartungsgemäßer Flop".

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