Kickstarter ist ab sofort eine gemeinnützige "Public Benefit Corporation"

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23. September 2015 - 3:12 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert

Kickstarter dürfte vielen von euch als Crowd-Sourcing-Plattform bekannt sein. Sowohl kleine, als auch große Entwickler setzen auf diese Form der Finanzierung, um ihre Vorhaben realisieren zu können. Gerade in der Computerspiel-Branche vergeht kaum eine Woche, ohne dass wir euch eine News zu einem neuen Projekt oder Spiel auf der Plattform präsentieren könnten. Diese Firma hat nun ihren bisherigen Status als reine Kapitalgesellschaft ("Incorporation") aufgegeben und in eine Gemeinnützige Gesellschaft ("Public Benefit Corporation") umfirmiert. Diese Gesellschaftsform stellt nicht nur den Profit, sondern auch ein positives Wirken auf die Allgemeinheit in den Mittelpunkt ihres Handelns. Fünf Hauptpunkte führt Kickstarter dabei in seiner zugrundeliegenden Satzung auf:

  • Kreative Projekte unterstützen
  • Eigene Werte leben
  • Eine kreativere und gerechtere Welt zu fördern
  • Sich für die Kunst zu engagieren
  • Ungleichheit zu bekämpfen

Fünf Prozent des Gewinns nach Steuern wird Kickstarter ab sofort jedes Jahr gemeinnützigen Organisationen zukommen lassen. Im Gegensatz zur Humble Incorporation, die auf freiwilliger Basis spendet, könnt ihr jedoch nicht entscheiden, wer "eure" fünf Prozent erhalten soll. Im Fokus der aktuellen Förderung stehen Musik- und Kunsterziehung in New York City, sowie Gleichberechtigungs-Organisationen, im Sinne des fünften Punktes der Satzung.

Im Besonderen dankten die drei Kickstarter-Gründer Perry Chen, Yancey Strickler und Charles Adler den Gesellschaftern, die der Umwandlung in eine Gemeinnützige Gesellschaft einstimmig ihren Segen gaben. Änderungen im Tagesgeschäft für Projektinhaber und Backer wurden keine angekündigt.

floppi 22 AAA-Gamer - P - 34294 - 23. September 2015 - 0:14 #

Spenden an gemeinnützige Organisationen sind meistens gut, passt. :)

D43 15 Kenner - 3610 - 23. September 2015 - 0:18 #

Naja Kunst und Musik,
Da wäre mir eine suppenküche für arme und ausgehungerte lieber aber was soll man machen...

Ghusk 15 Kenner - P - 2954 - 23. September 2015 - 8:57 #

Den Wert von Musikunterricht für "bildungsferne" Schichten sollte man nicht unterschätzen. Das lenkt Kinder nicht nur von weniger sinnvollen Tätigkeiten ab, sondern bringt auch Perspektiven.

Auch unter dem Aspekt unter dem Kickstarter steht, finde ich das passender als eine Suppenkücke, die für mich dann eher den Beigeschmack von "Ja ja, wir machen irgendwas gemeinnütziges..." hat.

blobblond 19 Megatalent - 18447 - 23. September 2015 - 10:02 #

Wer weiß, vielleicht kann man Medikamente einfach so malen oder gegen den Hunger singen!*
Schon heutzutage gibt es schon Zuckerpillen die gegen alles helfen!*

*Könnten spuren von Sarkasmus, Ironie und Zynismus beinhalten.

RoT 18 Doppel-Voter - 10113 - 23. September 2015 - 0:17 #

yau, grundsätzlich gut, interessant wäre aber auch, ob das steuerliche gründe haben könnte, also wie eine solche gesellschaftsform in dem bereich aufgestellt ist..

schade auch, dass anscheinend die spenden nicht durch user kanalisiert werden können, mal sehen ob die spenden in würdige projekte fließen...

D43 15 Kenner - 3610 - 23. September 2015 - 0:19 #

Steht doch dabei, Kunst und Musik Förderung in New York

Thomas Barth 21 Motivator - 27690 - 23. September 2015 - 7:41 #

Wenn ich das richtig verstehe, wird eine solche Public Benefit Corporation in New York von einem gewählten Politiker geleitet, der jetzt nach dem Community Reinvestment Act für die Firma Geld von der US Notenbank für derzeit 0 bis 0,25% leihen kann. Damit kann die Corporation Schuldscheine von Banken günstig abkaufen und z.B. vom Schuldner 7 anstatt 8% Zinsen verlangen, womit sie die 0,25% an die Notenbank zurücktahlen und die oben genannten 5% an den Staat New York gehen, womit dieser die Musik- und Kunsterziehung finanziert. Die restlichen 1,75% der Zinsen des Schuldscheins gehen an Kickstarter und somit direkt in die Kasse des Politikers. Vorteil an der Sache ist, dass nicht der Staat auf den Schulden sitzen bleibt wenn der Schuldner nicht zahlen kann, sondern nur das Unternehmen Kickstarter. Als normale Gesellschaft müsste sich Kickstarter das Geld für 8% von einer Bank leihen.

Kurz gesagt:
Kickstarter kann jetzt Risikokapitalgeschäfte abschließen.

Über die Nachteile einer solchen Zinskultur zu sprechen würde den Rahmen des hier gebotenen sprengen. Aber man sollte mal selber darüber nachdenken, wer am Ende die Zeche bezahlt, wenn ein Unternehmen 7% mehr erwirtschaften muss, damit die Zinsen an eine Public Benefit Corporation gezahlt werden kann, damit diese 0,25% an die Federal Reserve und 5% "zum Wohl" der Musik- und Kunsterziehung geht.

RoT 18 Doppel-Voter - 10113 - 23. September 2015 - 9:17 #

interessante hintergrund infos...

die bewertung ist natürlich immer etwas variabel, was solche schritte angeht...

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 23. September 2015 - 9:21 #

Du hast überhaupt nichts verstanden, da Kickstarter keine staatliche Corporation ist.

Thomas Barth 21 Motivator - 27690 - 23. September 2015 - 9:44 #

Das ist ja auch der Sinn dahinter. Wenn es eine staatliche Corporation wäre, würden sie Schulden im Namen des Staates aufnehmen.

"New York state public benefit corporations and authorities operate like quasi-private corporations, with boards of directors appointed by elected officials. Public authorities share characteristics with government agencies, but they are exempt from many state and local regulations."

Ich habe es verstanden, du anscheinend nicht richtig.

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 23. September 2015 - 17:27 #

Was ist der Sinn wohinter? Du erklärst lang und breit die staatlichen public benefit corporations. Mit den privaten wie Kickstarter jetzt eine ist, hat diese Erklärung überhaupt nichts zu tun. Ergo nichts kapiert.

Thomas Barth 21 Motivator - 27690 - 23. September 2015 - 17:43 #

Erkundige dich doch erstmal was es bedeutet eine Public Benefit Corporation zu sein und freiwillig 5% des Gewinns der staatlichen Förderung zu geben. Oder meinst du sie machen das weil sie so gute Menschen sind?

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 23. September 2015 - 17:55 #

Und was hat das mit Kickstarter zu tun?

Thomas Barth 21 Motivator - 27690 - 23. September 2015 - 17:57 #

Überschrift gelesen?
Kickstarter ist ab sofort eine gemeinnützige "Public Benefit Corporation"

Vergiss es, ich kann meine Zeit sinnvoller verschwenden, als mit dir zu diskutieren.

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 23. September 2015 - 19:19 #

Wann wurde Kickstarter verstaatlicht, hab wohl was verpasst.

Thomas Barth 21 Motivator - 27690 - 23. September 2015 - 22:46 #

Die IRS und Federal Reserve sind auch private Public Benefit Corporations. Jetzt könnte man sich natürlich fragen, warum die US Steuerfahndung und die US Notenbank private Unternehmen unter der Leitung von Privatpersonen sind, aber trotzdem vom Staat kontrolliert werden. Aber das hat ja nichts mit Kickstarter zu tun, denn das sind ja die guten die von Privatpersonen geleitet werden.

D43 15 Kenner - 3610 - 23. September 2015 - 22:55 #

Gibs auf er will dich doch nur ärgern...

Thomas Barth 21 Motivator - 27690 - 23. September 2015 - 23:05 #

Na gut, hast ja recht. Dennoch schön zu sehen, wie manche Menschen sich die "Wohltätigkeits-Organisationen" vorstellen. ;)

D43 15 Kenner - 3610 - 23. September 2015 - 23:21 #

Ja immer wieder ernüchternd... Selber keine Ahnung haben Hauptsache blabla..

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 28. September 2015 - 21:22 #

Du hast es wirklich nicht verstanden oder trollst nur rum.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24564 - 28. September 2015 - 23:12 #

Wäre ja unter Umständen hilfreich, mehr zu schreiben als "Du hast es nicht kapiert" und auf den bloßen Unterschied zwischen privat / staatlich hinzuweisen. Dann kannst Du auch gleichzeitig die von Dir selbst gepriesene eigene Bildung unter Beweis stellen.
Andernfalls kann man Dich ebenso berechtigt des Trollens bezichtigen.

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 29. September 2015 - 17:05 #

Ich kann in einem Posting hier nicht das gesamte Hintergrundwissen und das analytische Denken, um die gelesenen Informationen einordnen zu können beibringen. Wenn es schon daran scheitert den Unterschied zwischen staatlich und privat zu begreifen, ist es schwierig da weiter anzusetzen. Schau dir den Beitrag an: http://www.gamersglobal.de/news/105482/kickstarter-ist-ab-sofort-eine-gemeinnuetzige-public-benefit-corporation#comment-1549894

Dort wird lang und breit etwas ausgeführt was auf Kickstarter gar nicht zutrifft, weil es eben kein staatliches Unternehmen ist. Darauf habe ich hingewiesen und gefragt was das mit Kickstarter zu tun haben soll.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24564 - 29. September 2015 - 21:38 #

Das eine Richtigstellung zu solch einem Thema nicht allumfassend geschehen kann, ist natürlich klar. Aber es wäre ja schon vielleicht hilfreich (jedenfalls für mich und wohl auch sehr viele andere User, die von der Materie wenig bis keine Ahnung haben) zu erklären, warum eine Public Benefit Corporation zwingend staatlich sein muss und Kickstarter daher nicht in diese Kategorie fällt. Bzw. in welche Kategorie Kickstarter überhaupt fällt. Was Thomas geschrieben hat, erscheint eben zumindest für Laien recht schlüssig, auch im Hinblick auf den Aspekt "staatlich oder privat".

x_wOXOw_x 11 Forenversteher - 612 - 24. September 2015 - 11:15 #

Danke für die Erläuterungen - ganz schön kompliziert, hat wenig mit unseren "gemeinnützigen" Organisationen zu tun. Gäbe es vielleicht eine bessere Übersetzung als "gemeinnützig"? Mir fällt keine passende ein.

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 49660 - 23. September 2015 - 0:19 #

Heißt das jetzt nur, dass sie weniger Steuern zahlen?

D43 15 Kenner - 3610 - 23. September 2015 - 0:20 #

Daran hab ich auch sofort gedacht.

Aladan 23 Langzeituser - - 38202 - 23. September 2015 - 5:58 #

Habe es mal kurz nachgelesen und laut benefitcorp.net ändert sich daran nichts.

Nudeldampfhirn 14 Komm-Experte - P - 2588 - 23. September 2015 - 8:02 #

War auch mein erster Gedanke. Zumal ich das Modell von Humble mehr mag - selbst verteilen, wie das Geld verteilt wird. Kunsterziehung in New York interessiert mich vom Gesellschaftlichen Wert her nicht die Bohne; ebenso wie ich bei Gleichberechtigungsorganisationen vorher sehr genau nachsehen würde wollen wofür die wirklich einstehen..

burdy 15 Kenner - 2749 - 23. September 2015 - 8:17 #

Vielleicht hoffen sie auch nur, dass der Werbeeffekt ("Oh toll, gemeinnützig, da geb ich gleich doppelt so viel Geld") die Kosten übersteigen. 5 % vom Gewinn ist ja nichts.

DocStrange 12 Trollwächter - 863 - 23. September 2015 - 1:18 #

Ich finde es schade, dass bei so einem internationalen Unternehmen nur lokale Projekte gefördert werden.

burdy 15 Kenner - 2749 - 23. September 2015 - 8:09 #

Man kann sich schon gemeinnützig nennen, wenn man lachhafte 5 % des Gewinns spendet?

Punisher 19 Megatalent - P - 15905 - 23. September 2015 - 8:35 #

Das sind die USA. Die Gemeinnützigkeit ist nicht wie bei uns zu verstehen, das Unternehmen ist nicht von irgendwelchen Steuern befreit (bei uns wären das Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer), sondern wird unter politische "Aufsicht" gestellt und erhält günstige Kredite, um sie weiter zu geben, wurde oben doch schon schön beschrieben. Dazu spenden sie in einem zum gewählten Themengebiet passenden Bereich 5% des Gewinns (was sie wenn ich das amerikanische Recht hier richtig verstehe nicht müsste). "Gemeinnützig" klingt hier wahrscheinlich deshalb seltsam, weils auf Deutsch in einem anderen Sinne verwendet wird.

Ganz abgesehen davon - muss man irgendwelche positiven Signale und Taten wirklich wiegen? Spielt es eine Rolle, ob sie 5, 10 oder 25% spenden? Sie müssten es nicht tun, aber sie tun es trotzdem. Das ganze Trara, dass manche milliardenschwere Unternehmen um ihr soziales Engagement machen kostet sie häufig nur < 1% des Gewinns... sie tun trotzdem Gutes damit, obwohl sie es nicht müssen. Die meisten Unternehmen ignorieren das Thema "Soziales Engagement" völlig, ebenso wie wahrscheinlich ca. 90% der Nicht-Unternehmer - und wenn jemand spendet ist auf einmal die Summe ausschlaggebend. Naja, was reg ich mich auf, ist ja so üblich das erstmal über alles gemeckert und gerantet wird.

schlammonster 28 Endgamer - P - 108686 - 23. September 2015 - 8:38 #

Auch wenn ich nicht glaube, das 5% vom Kickstartergewinn lachhaft zu nennen sind, Amerika ist eben das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ;)

Thomas Barth 21 Motivator - 27690 - 23. September 2015 - 9:00 #

Mit diesen "lachhaften" 5% hat New York es geschafft, dass diese Unternehmen 90% der Schulden des Bundesstaates gemacht haben. Wenn Kickstarter pleite geht macht das nichts, hat der Bundesstaat halt weniger Schulden und die Federal Reserve produziert einfach mehr Geld, um dies einem anderen Unternehmen zu leihen, damit es die Musik- und Kunsterziehung finanziert.

Bis dahin haben sich aber die Inhaber und ihre Berater ihre Taschen vollgemacht, denn auf so eine Art von Finanzierung zu kommen ist so dreist, das muss fürstlich belohnt werden.

Boris 16 Übertalent - P - 4019 - 23. September 2015 - 9:25 #

Die Schulden kommen ja nicht von den 5% Gewinnen die jemand abfuehrt sondern von den Schulden die sie aufnehmen. Also selbst wenn sie 100% Gewinn abfuehren wuerden bringt das nicht solange sie keinen Gewinn machen und nur massiv Schulden aufnehmen.

Es scheint zudem einen grossen Unterschied zwischen den PBCs in New York und PBCs in Delaware zu geben. Kickstarter ist laut Wired in Delaware gemeldet und da gilt dieses recht neue Gesetz fuer solche b-corps. Ich weiss nicht in Delware dazugehoert dass man risikoreiche Kredite aufnehmen kann. Und da Kickstarter weiterhin Privatleuten gehoert und nicht dem Bundesstaat koennen sie wahrscheinlich auch eh keine Kredite im Namen des Bundestaats aufnehmen. Die PBCs die das in New York tun gehoeren jetzt auch den Bundesstaat. Das erscheint mir ein ziemlicher Unterschied zu sein.

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 23. September 2015 - 19:24 #

Ja alles was Thomas Barth geschrieben hat, ist irrelevant für private Unternehmen.

Nudeldampfhirn 14 Komm-Experte - P - 2588 - 24. September 2015 - 7:44 #

[ ] Du hast verstanden, wovon Thomas geredet hat
[x] Du hast es nicht verstanden

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 28. September 2015 - 21:22 #

Ich habe es verstanden, hab aber auch entsprechende Bildung.

Boris 16 Übertalent - P - 4019 - 23. September 2015 - 9:17 #

Es basiert nur auf oberflaechlichem Wikipedia-Wissen, aber ich halte die Verwendung von "gemeinnützig" im Artikel fuer irrefuehrend, auch wenn es eine woertliche Uebersetzung von "Public Benefit" waere.

Benefit corporations sind anscheinend nicht mit gemeinnuetzigen Organisationen in Deutschland vergleichbar, das waeren nach US-Recht "non profits" bzw. "501(c) organizations", die dann auch wirklich wie gemeinnuetzige Organisationen gewisse Steuern nicht zahlen muessen und bei bestimmten 501(c)s duerfen Spenden auch auf die persoenliche Steuererklaerung angerechnet werden. Das sind dann aber auch wirklich "non profits", also nicht auf die (dauerhafte) Erzielung von Gewinnen ausgelegt, vorallem bei einem Verkauf.

Eine Benefit corporations ist ein Zwischending. Normalerweise ist eine corporation immer dazu da den maximal moeglichen Profit zu erwirtschaften, vor allem beim Verkauf. Eine B-corp kann dagegen zusaetzlich soziale Ziele haben und die Anteilseigner koennen diese genauso einfordern wie finanzielle Ziele bei einer normalen corporation. Und anscheinend koennen diese Ziele auch ueber einen Verkauf hinaus garantiert werden. Dazu zaehlt dann nicht nur die 5%-Spende sondern auch andere Ziele wie "kein Verkauf von userdaten an Dritte", "wir nutzen keine Loecher im Steuersystem aus" usw (https://www.kickstarter.com/charter).
Die Benefit corporation kann aber trotzdem auch das Ziel haben den Anteilseignern Gewinne auszuschuetten.

Das ist auch in den USA ein recht neues Konzept. Ich weiss gar nicht ob wir ein vergleichbares Konzept in Deutschland ueberhaupt haben, aber vielleicht kann man sich das hier auch als normales Unternehmen zusaetzliche Ziele auf die Fahnen schreiben ohne auf Profitmaximierung verklagt zu werden.

Thomas Barth 21 Motivator - 27690 - 23. September 2015 - 9:51 #

Ich habe mich gestern Nacht durch Wikipedia, PDFs vom Staat New York zum Thema Community Reinvestment Act und der Vergabe von Geldern durch die Federal Reserve gelesen an Unternehmen mit einem "public benefit" gelesen.

So etwas gibt es definitiv nicht in Deutschland, denn hier darf die EZB nur Geld an Banken und nicht an Unternehmen verleihen.

Boris 16 Übertalent - P - 4019 - 23. September 2015 - 10:07 #

Kickstarter PLC ist allerdings in Delaware angemeldet, da gelten die Gesetze des Staats New York nicht.
Das heisst natuerlich nicht, dass es in Delaware nicht vielleicht eine aehnliche Regelung geben koennte. Hab auf Anhieb nichts gefunden, aber wenn das dort auch so waere, dann gibt es sicher nichts vergleichbares in Deutschland.

Thomas Barth 21 Motivator - 27690 - 23. September 2015 - 10:19 #

Ist glaube ich soweit es egal, es gibt nur zwei verschiedene Arten von Public Benefit Corporations. Einmal die statutory corporations und government owned corporations, beide können sich allerdings Geld von der Federal Reserve leihen.

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 23. September 2015 - 17:33 #

Lass doch mal das public weg, der Newsschreiber hat das selbstständig hinzugefügt oder irgendwo falsch abgeschrieben. Deine sinnlose Recherche hättest du dir sparen können.

schlammonster 28 Endgamer - P - 108686 - 23. September 2015 - 20:14 #

Warum hätte ich das selbstständig hinzufügen sollen? Außerdem werden hier die News vor der Veröffentlichung geprüft, dass wäre aufgefallen. Hättest du dir die Mühe gemacht einen Blick in die Quellen zu werfen wäre dir aufgefallen, dass es durchaus "Public Benefit Corporation" heißt. Wofür stände, deiner unqualifizierten Meinung nach, sonst das Kürzel "PBC"?

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 23. September 2015 - 21:41 #

Partei Bibeltreuer Christen

CH64 13 Koop-Gamer - 1709 - 24. September 2015 - 10:29 #

Die sollte man nun wirklich kennen.
https://youtu.be/NmI8dphcNIQ

Kalkofe kannt sie auch: https://youtu.be/Lh5Ntu3Zj4g

burdy 15 Kenner - 2749 - 23. September 2015 - 18:52 #

Delware gehört doch zu den größten Steuerosen die es gibt. Wer als Unternehmen dort gemeldet ist hat doch das Ziel die Allgemeinheit um Steuerzahlungen zu betrügen. Das schließt "Public benefit", gemeinnützig oder wie man es auch immer nennen will aus.
Wenn Amazon beschließt von seinen Gewinnen in Luxemburg ein paar Bilder zu kaufen werden die auch nicht gemeinnützig.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 12686 - 23. September 2015 - 12:10 #

Bei Steam hätts das net gegeben :D ich finde das sehr heuchlerisch

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39727 - 23. September 2015 - 22:10 #

Das sie keine Briefkastenfirma in Delaware gegründet? Finde ich ehrlich gesagt eher angenehm. ;)

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