Among the Sleep: Entwicklung der VR-Version eingestellt // "Spiele müssen von Beginn an für VR designt werden"

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22. September 2015 - 11:01

Bereits seit dem ersten Entwicklerkit der Oculus Rift (zum Test der DK2) arbeitete das Team der Krillbite Studios an einer VR-Version ihres Horrorspiels Among the Sleep, in dem ihr in die Haut eines Kleinkinds schlüpft. Wie der norwegische Entwickler nun jedoch bekanntgibt, wird die Fassung für VR-Headsets mit sofortiger Wirkung eingestellt.

In einem Blogeintrag auf ihrer Homepage begründet Krillbite die Entscheidung damit, dass Spiele von Anfang an für die virtuelle Realität designt werden müssten und nicht erst später angepasst werden könnten. Der Spieler müsse zudem jederzeit volle Kontrolle haben. In Story-lastigen Spielen sei dies allerdings nur schwer möglich, da die Entwickler dafür sorgen müssen, dass bestimmte Ereignisse nicht untergehen. Als Beispiel nennen sie hier unter anderem einen einstürzenden Wolkenkratzer oder ein Raumschiff am Himmel. Solche Situationen seien mit VR allerdings nicht zufriedenstellend umzusetzen, da die Bewegung der Kamera und die des Spielerkopfs nicht mehr übereinstimmen würden.

Wenn ihr das mit VR macht, fühlt es sich so an, als ob jemand euren Kopf packt und euch zwingt, etwas bestimmtes anzuschauen. Plötzlich ist euer ganzer Körper paralysiert und das Gefühl der Freiheit und die durch VR erzeugte Immersion sind zerstört. Das Vertrauen, das zwischen dem Spieler und der Software aufgebaut wurde, geht dahin.

In Among the Sleep war vor allem die Simulation des Kopfes eines Kleinkinds das Problem gewesen. So passe es nicht zusammen, wenn die Kamera ein leichtes Wackeln erzeuge, sich der Spielerkopf aber nicht passend dazu mitbewege. Dies könne im schlimmsten Fall sogar zu Übelkeit führen. Titel wie Elite - Dangerous, in dem man fest in einem Cockpit sitze, würden hingegen besser funktionieren.

Trotzdem möchte Krillbite die Arbeiten an VR-Inhalten nicht komplett ruhen lassen. Derzeit plane man eine kleinere Demo, die speziell an die Möglichkeiten und Begebenheiten von VR angepasst sein soll.

Despair 16 Übertalent - 4967 - 22. September 2015 - 11:10 #

Dass sich die meisten bereits erschienenen Spiele nicht für VR eignen würden, dürfte eigentlich niemanden überraschen. Abschreckender finde ich da eher den von Sony genannten Preis von 400 Dollar für ihr VR-System. Sollte die Rift in ähnlichen Preisdimensionen starten, sehe ich vorerst schwarz.

bigboulder 13 Koop-Gamer - 1349 - 23. September 2015 - 13:25 #

Ich hätte von vornherein Schwarz gesehen für Sony, da die VR von der PS4 befeuert wird. Bedenkt man das 2X Displays mit 108oP in 60 FPS befeuert werden müssen um ein anständiges VR erlebnis zu erreichen, was die Ps4 bei ihren normalen Titeln kaum schafft, wie sollen dann VR Titel aussehen?

Maik 20 Gold-Gamer - - 21987 - 22. September 2015 - 11:13 #

Na endlich hats jemand kapiert. Ist ja logisch, dass neue Technologien großteils von angepasster Software profitieren. Ich will ein VR-Mechspiel haben.

Golmo 16 Übertalent - P - 4726 - 22. September 2015 - 11:35 #

Sehe das Problem nicht:

1) Wackeln der Kamera abstellen
2) Alle Kamerafahrten entfernen

Kann doch eigentlich nicht so schwer sein?
Klar kann es dann mal passieren das der Spieler nicht in die gewünschte Richtung blickt aber dann muss man halt stärker auf den Punkt wo der Spieler hingucken soll hinarbeiten durch Grafik & Ton.

Punisher 19 Megatalent - P - 15914 - 22. September 2015 - 15:38 #

Nuja, das ist vielleicht ein generelles Problem damit, wie in regulären Medien ein Effekt erzielt wird. Denke mal das Wackeln abstellen werden sie probiert haben, nur wird es dann vom Feeling nicht mehr gepasst haben - man soll sich ja immerhin hier in ein Kleinkind hineinversetzt fühlen - könnte mir aber auch vorstellen, dass das das kleinere Problem ist.

Größeres Problem dürfte das Storytelling sein. Wie er schreibt, wenn der Spieler jederzeit die volle Kontrolle hat kann er jederzeit was verpassen. Wenn der Spieler da nicht hinschaut, schaut er nicht hin. Insofern funktionieren solche Elemente, die darauf setzen, dass der Spieler etwas bestimmtes sehen MUSS pauschal mal nicht bei VR, weil man die Blickrichtung nicht erzwingen kann od. sollte. Und wenn man drüber nachdenkt, dass sind eine Menge solcher Effekte in einem normalen Spiel von heute. Zwischensequenzen jetzt mal gar nicht mitgezählt.

rammmses 19 Megatalent - P - 13015 - 22. September 2015 - 11:49 #

Und was ist mit der ps4 Version? Könnte auch langsam mal kommen.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 36943 - 22. September 2015 - 16:57 #

Kommt nicht mehr, Spiele müssen nämlich von Beginn an für PS4 designt werden. ;)

D43 15 Kenner - 3610 - 22. September 2015 - 18:51 #

Das sehen die Jungs von WoT ganz anders ;)

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 36943 - 22. September 2015 - 18:53 #

Die haben ja auch keine Ahnung. Wissen ja auch nicht, dass man am PC Grafikoptionen anbieten kann. ;)

D43 15 Kenner - 3610 - 22. September 2015 - 18:55 #

Das ist ja das Problem am PC , am Ende macht jeder die settings möglichst weit runter weil Bäume und Sträucher beim Zielen stören :) ohne Möglichkeiten zu Anpassung wird jeder zur Guten Grafik "gezwungen " ;)

Elaiyos 11 Forenversteher - 656 - 23. September 2015 - 12:44 #

xD Scheint wohl ein altes norwegisches Sprichwort zu sein...

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5723 - 23. September 2015 - 1:12 #

Du verpasst nicht viel. Das Spiel ist relativ mittelmäßig und das sage ich als einer der Backer.

Anfang und Ende sind wirklich gut gemacht, aber die gerade mal vier Stunden dazwischen haben einige Schwächen.

Für ein Erstlingswerk durchaus ganz gute Leistung, aber gespielt haben muss man es nicht.

rammmses 19 Megatalent - P - 13015 - 23. September 2015 - 12:54 #

Naja, ich lasse eigentlich keinen Horror-Titel aus und mit den Kritiken ist das immer so eine Sache, wenn man ein Genre mag. Hatte z.B. auch mit Daylight sehr viel Spaß und glaube das hatte auch nur durchschnittliche Wertungen. Bei Among the Sleep finde ich aber vor allem die Grundidee super spannend, auch wenn sie vielleicht nicht so toll umgesetzt ist.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5723 - 23. September 2015 - 23:30 #

Schlecht ist es auch nicht, man kann es ruhig spielen. Es passiert nur nicht viel. Wenn du z.B. in Sachen Horror mit "Amnesia - a machine for pigs" nicht glücklich warst, würde ich aber stark abraten. Aus der an sich guten Idee mit dem Baby haben sie auch nicht viel gemacht.

Among the Sleep wäre auch viel besser, wenn man zwischen die wirklich guten Sequenzen am Anfang und am Ende nur eine Stunde Gameplay gepackt hätte. Obwohl das Spiel nur so 4-5 Stunden maximal dauert, ist es eigentlich viel zu sehr in die Länge gezogen.

rammmses 19 Megatalent - P - 13015 - 24. September 2015 - 0:26 #

A Machine for pigs hat mir wirklich gut gefallen, war ein wenig langatmig, aber an sich schon sehr schön gemacht. Denke mal du meinst, weil es auch nicht soooo gruselig ist?

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5723 - 24. September 2015 - 20:57 #

Ja, es hat eher wenig Horrorelemente und besteht aus viel Erkunden. Ich persönlich mag das, aber A Machine for Pigs hat ja dafür viel Kritik einstecken müssen.

Christoph Vent Redakteur - P - 138986 - 24. September 2015 - 17:26 #

Mit 4 bis 5 Stunden hast du dir aber dann auch schon sehr viel Zeit gelassen. Ich glaube, ich war nach gerade mal 2 Stunden durch.
Das Konzept fand ich damals im Kickstarter auch toll und habe es daher unterstützt. Für mich scheiterte die Umsetzung aber daran, dass ich mich einfach nicht in ein Kleinkind hineinversetzen konnte. Das, was für den Hauptcharakter gruselig sein sollte, war bestenfalls atmosphärisch.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5723 - 24. September 2015 - 20:59 #

Ja, ich hab mir alles angesehen und Zeit dabei gelassen. Ich brauch damit meistens deutlich länger als die meisten. Alien: Isolation hat mich ohne die DLCs z.B. 25 Stunden beschäftigt und in Risen 3 war ich 50 Stunden unterwegs. :-)

bsinned 17 Shapeshifter - 7193 - 22. September 2015 - 11:56 #

Find ich jetzt nicht so schlimm. Among the sleep war auch kein wirklich tolles Spiel, als dass man da einer Umsetzung entgegenfiebern müsste.

Goremageddon 13 Koop-Gamer - 1371 - 22. September 2015 - 14:44 #

Zunächst finde ich die Argumente ja nachvollziehbar aber bei genauerer Überlegung nicht vollends. Ich habe mich in BF4 bspw. ständig dabei ertappt dass ich an Einstürzenden Gebäuden oder imposanten Explosionen "hängen" geblieben bin weil es mich einfach fasziniert hat.

Um in VR Spielen dafür zu sorgen dass der Spieler eine bestimmte Szene mitbekommt muss man denke ich vor allem darauf hin arbeiten dass eben diese Szenen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Bei vielen, nicht Effekthaschenden, Szenen könnte das schwieriger sein, keine Frage. Aber Gerade das Beispiel des Einstürzenden Wolkenkratzers überzeugt mich pers. gar nicht. Ich für meinen Teil würde mich, bei entsprechend guten Soundeinsätzen, garantiert umdrehen und mir das Spektakel anschauen.

Recht gebe ich ihm allerdings in dem Punkt das es wohl sehr schwer werden dürfte ein nicht konkret auf VR zugeschnittenes Spiel einfach für VR um zu stricken.

Für die VR Systeme werden, wenn sie sich denn durchsetzen können, eigene Spielmechaniken und "Standards" entstehen und das würde ich auch begrüßen.

Jadiger 16 Übertalent - 5347 - 22. September 2015 - 16:01 #

Das Spiel war einfach nicht gut und unter den Erwartungen. Das ist eher der Grund warum es nicht geht, man will einfach kein Geld in etwas stecken was sich nicht verkauft. Erwartet irgend wer eine News wo drin steht das Spiel ist nicht gut und verkaufte sich nicht, deshalb stellen wir es ein? Nein da wird immer etwas Positivs, genannt egal wie absurd es ist. Siehe die ständigen Aussagen warum ein Spiel mit 30 Fps läuft.
Es war ein unterdurchschnittliches Spiel das man nicht mal in einer Perfekt Vr Umsetzung spannend bekommen hätte.

rammmses 19 Megatalent - P - 13015 - 22. September 2015 - 16:32 #

Du weißt aber schon, dass sie seit Monaten an der VR-Umsetzung gearbeitet haben? Auch die Konsolen-Versionen sind noch in Arbeit. Was Verkäufe angeht, ist es egal, da es ein Kickstarter-Titel ist, der meines Wissens nach also schon vor Veröffentlichung komplett finanziert wurde. Mal abgesehen davon, dass die sicher nicht so schlecht sind, wenn man bedenkt, wieviel Presse das kleine Spiel bekommen hat im Vergleich zur Flut von Indie-Horror-Titeln.

Jadiger 16 Übertalent - 5347 - 22. September 2015 - 20:30 #

Du denkst das sie das getan haben den wissen kannst du es nicht.
Ich glaube eher die arbeiten schon an einen anderen Spiel und ein paar Leute machen die PS4 Version. So machen es übrigens fast alle Studios für patches usw sind nur ein Bruchteil der Leute zuständig. Kickstarter ist meist dazu da das Spiel überhaupt finanzieren zu können danach beim Verkauf sollte der Gewinn kommen. Der aber eben ausblieb die Wertungen sind nicht toll gewesen nur die Backer bewerten wie immer ihr Finanziertes Spiel gut. Was allgemein ein Problem an Vorbestellen und Kickstarter ist man macht Leute zu Werbetrommeln. Sieht man gut an den Steam Reviews sehr viele postiv und nur ganz wenige die es richtig beschreiben nettes Konzept, zu kurz ,kein Horror.
Du musst wissen das man bestimmt keine Monate braucht für ein Spiel das 2 bis 3 Stunden lang ist und nur sehr wenige skripte hat. Es wurden schon ganz andere Spiele von Hobby programmieren an eine Rift angepasst dann braucht man als bezahltes Studio keine Monate. Solche Zeit Umschreibungen sind auch immer eine Sache für sich, ich kann genauso Monate für den Text hier brauchen. Wenn natürlich nur eine Person 2 mal die Woche da was macht dann dauert es Monate klar oder? Den man weis nicht mit welchen Einsatz man es Versucht und ich glaube das Studio ist sich sehr genau bewusst das Vr das Spiel nicht zum 80er Titel macht oder zum Kassenschlager.

rammmses 19 Megatalent - P - 13015 - 22. September 2015 - 21:29 #

Moment, du wirfst mir vor, "dass ich das ja nicht so genau wissen kann" und schreibst dann einen größtenteils reichlich abstrusen Glaskugel-Monolog vom feinsten?

advfreak 15 Kenner - P - 2876 - 22. September 2015 - 20:16 #

Nachher ist man ja immer schlauer - aber ehrlich gesagt hab ich mir das auch schon gedacht das ein Game speziell für VR entwickelt werden muss und nicht blos eine "VR"-Umsetzung jedes x-beliebigen Titels möglich sein wird.

Ich denke das wird noch ein paar Jährchen dauern bis die Hard und Software aufeinander eingespielt ist - aber macht nix, ich freu mich schon drauf. ;)

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