Killerspielfreie Schule

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19. September 2009 - 0:41 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Bernhard Denning, der Schulleiter eines Gymnasiums im Schwarzwald, möchte seine Schule Killerspiel-frei machen. Seiner Meinung nach tragen diese Spiele einen Großteil dazu bei, dass aus jugendlichen Schülern Gewalttäter werden.

Die gegründete Arbeitsgruppe soll nun zwischen Eltern und Schülern verbinden. Im ersten Jahr geht es um Suchtprävention, mit dem Ziel, ein Bewusstsein zu erschaffen, welches "Killerspiele" ablehnt. Ein weiteres Ziel ist es, dass auch andere Schulen dies übernehmen und selbst Arbeitsgruppen gründen.

Loco 17 Shapeshifter - 8085 - 19. September 2009 - 0:45 #

Es tut mir leid das ausgerechnet ich so eine News poste. Aber es geht so langsam echt zu weit. Kann mir mal jemand bitte ein "Killerspiel" zeigen? Ich habe nämlich noch NIE eins gesehen.

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 19. September 2009 - 1:20 #

Warum geht das zu weit? Weil ein Schuldirektor Arbeitsgruppen will um mehr Medienkompetenz bei Eltern und Schülern zu erlangen und bei letzteren vielleicht den Gedanken zu bewirken, dass nicht alle gewaltverherrlichenden Spiele automatisch toll und cool sind?

Auch wenn ich ein wenig dran zweifel, wie effektiv es im Endeffekt sein wird, die Grundidee halte ich um ein vielfaches besser, als sinnlose Verbote in den Raum zu werfen die jeder dank dem unkontrollierten Inet sowiso leicht umgehen kann.

Oh und für ein Spiel in dem sinnloses töten zelebriert wird, wie wärs mit Manhunt... oh ich vergaß ist ja lediglich Parodie auf moderne Medien und in keinster Weise gewaltverherrlichend. Hat der Satireclub der Klasse 7 endlich mal wieder ein tiefschürfendes Thema auf dem Pausenhof.

Tyrm 08 Versteher - 151 - 19. September 2009 - 1:34 #

Wahrscheinlich läuft das in den meisten Fällen darauf hinaus, den Schülern, die dort zur Schule gehen, überhaupt den Kontakt mit Spielen verbieten zu wollen (wenn schon, denn schon). Zudem wird ja wieder dem Gesetzgeber vorgeworfen, dass er bislang nicht mit Verboten vorgegangen ist.

Ja, es gibt Spiele wie Manhunt und Postal. Die stehen aber so gut wie nie zur Debatte (unter anderem weil sie unbeliebt sind und generell für dämlich gehalten werden).

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 19. September 2009 - 2:25 #

Da steht kein Wort zum Thema Verbot und wie sie es umsetzen bleibt abzuwarten, nur Spieler helfen der ganzen Diskussion auch kein Stück, indem sie sämtliche Ansätze prinzipiell verdammen und den Leuten unterstellen sie wären zu dumm.

Was das Argument mit den Spielen angeht... unbeliebt jein meines Wissens haben sich sowohl Manhunt als auch Postal ganz gut verkauft, sicher keine Kassenschlager ala Gears of War, aber doch ordentliche Verkaufszahlen. Sie haben natürlich weniger Fokus, alleine schon weil sie hier verboten sind. Kann schlecht über Killerspiele auf Lans berichten, wenn die sich einfach weigern das Gesetz zu brechen und illegale Spiele zu erlauben.

Nebenbei "dämlich" ist sowiso ein diffuses Argument, wenn Menschen sich von allem distanzieren und nicht beeinflussen lassen würden was dämmlich ist, wäre die rechte Szene nicht vorhanden, Horrorfilme ein aussterbendes Genre und das Fernsehen allg. hätte Einschaltquoten die zum Bankrott jedes privaten Senders führen würden.

Quin 12 Trollwächter - 1150 - 19. September 2009 - 2:15 #

Es geht vielmehr um den unreflektierten und voreingenommenen "Beissreflex" gegenüber sämtlichen Medien, die man selber weder versteht noch nutzt. Insbesondere durch diese Haltung wird suggeriert, dass sog. Killerspiele alleiniger Grund für derartige Taten sind und die hinzuaddierenden Auslöser, die weniger "greifbar" sind, wie soziale und psychische Probleme völlig ausgeklammert werden.

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 19. September 2009 - 2:49 #

Was mich dabei nur immer so sehr stört, dass Spieler denselben Reflex haben, schau dir die Standardkommentare zu sämtlichen Themen dazu an. Sicher die Politiker und Zeitungen, machens einem auch nicht grad leicht, aber Polemik herrscht von beiden Seiten aus ganz extrem.

Alle Ideen werden grundsätzlich als dumm deklariert, den Politikern abwechselnd Unfähigkeit oder raffinierte Konspiration zur Zensur als Vorbereitung eines machiavellischen Plans zur.. well was auch immer vorgeworfen. Eltern sind prinzipiell Medieninkompetent oder wollen nur ihre Trauer kompensieren usw. die Liste ist lang.

Alleine schon die Möglichkeit, dass ihr liebstes Hobby Suchtpotential haben oder gegen Gewalt abstumpfen könnte, wird ja von vielen per se bestritten.
Dabei ist ihre Fachkompetenz in keinster Weise umfassender, als die der anderen Seite. Seit Jahren Spieler sein und trotzdem niemanden umgebracht zu haben, ist auch keine ausreichende Grundlage um ein objektives Urteil abgeben zu können.

Tell the Truth! (unregistriert) 19. September 2009 - 8:21 #

"Alle Ideen werden grundsätzlich als dumm deklariert, den Politikern abwechselnd Unfähigkeit oder raffinierte Konspiration zur Zensur als Vorbereitung eines machiavellischen Plans zur.. well was auch immer vorgeworfen."

Okay dann erkläre mir mal geniale Ideen wie z.B.:

"World of Warcraft: Haderthauer will das Killerspiel verbieten"

"Die CSU will nun gemeinsam mit der CDU aus Niedersachsen ein Rechtsgutachten erstellen lassen, ob ein Verbot von World of Warcraft nachträglich erfolgen könne."

"Killerspiele sind wie Drogen und Kinderpornos"
...das ist die Aussage des CSU-Innenministers

"CDU-Politiker fordert Web-Sperren für Online-Gewaltspiele"
...und das nur wenige Tage nachdem die fragwürdigen KiPo-Sperren durch den Bundestag gewinkt wurden. Garantiert keine Konspiration zur Zensur... lol

Quelle: derstandard.at

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 19. September 2009 - 11:51 #

Ich hab nicht gesagt, dass alle Politiker brilliante Ideen haben und mit ihren Kommentaren richtig liegen, aber glaubst du wirklich mit Verallgemeinerung und Absprechen jeglicher Kompetenz erreichst man einen "aha sie haben recht wir haben uns all die Jahre geirrt" Effekt?

Noch zur Zensur.. du meinst als weil einzelne Politiker bestimmte Sachen fordern, weil sie grad medienwirksam sind oder sie es tatsächlich so sehen, hat die ganze Politik also kein anderes Ziel als durch hinterhältige Zensur einfach das Leben von minderjährigen Spielern zu vermiesen, so als ersten Schritt ihrer Machtergreifung?
Gottseidank sind diese Gedanken ja so völlig fundierter und tiefschürfender, als alle Spieler in einen Topf zu werfen, weil eine handvoll meinte Amokläufe an ihren Schulen begehen zu müssen.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 19. September 2009 - 3:43 #

Sozialwissenschaftler bringen unsere Welt noch an den Rand des Untergangs mit ihren fixen Ideen einen passenden Menschen oder ein passendes Bewusstsein erschaffen zu können...

bersi (unregistriert) 19. September 2009 - 5:27 #

Wie macht man eine Schule "Killerspielfrei"? Demnach müssten die Kids auf dem Schulhof ja förmlich am Rechner kleben und sich in Ego-Shootern heiße Duelle bis aufs Blut liefern.

Allein der Eingangssatz auf t-online.de "Ein Gymnasium im Schwarzwald will sich eigener Aussage nach zu einer "Killerspielfreien Schule" wandeln." ist ja gerade zu blasphemisch. Man kann nichts wandeln, was es nicht gegeben hat.

Oder meint der liebe Herr Denning vielleicht, dass man den Kindern den Umgang mit diesen Medien verbieten und die Kommunikation darüber unterbinden möchte? Dann soll er doch sagen, dass er die Zensur wieder einführen will und hier nicht einen auf Redelsführer der Anti-Killerspiele-Bewegung machen.

Versteht mich nicht falsch. Ich finde die Diskussion im pädagogischen Sektor mehr als wichtig, aber etwas "frei" von einer Sache machen hat weniger mit einer Diskussion, als mit Zensur zu tun.

ChrisL 30 Pro-Gamer - P - 137334 - 19. September 2009 - 6:18 #

Die Anführungszeichen beim Namen des Schulleiters sind unnötig - der Mann heißt wirklich so. ;)
Bitte die News auch nochmal hinsichtlich Kommasetzung und Rechtschreibung bearbeiten (z. B. "großteil").

Vidar 18 Doppel-Voter - 12256 - 19. September 2009 - 8:47 #

@Liam
Meinst du denn wirklich wenn ein Rektor eines Gymnasium, der sagt das Killerspiele geächtet werden solln, eine neutrale und normale aufklärung zu dem "killerspiel" Thema machen wird?
wenn du das glaubst tust du mir leid sorry....

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 19. September 2009 - 11:53 #

Du meinst weniger neutral und normal als es ein echter vollzeit Gamer machen würde? :) Sorry keine der beiden Seiten ist auch nur annährend Neutral, aber in so Arbeitsgruppen besteht wenigstens die
Chance, dass alle zu Wort kommen.

Ob es darin enden wird, dass vorne der Schulleiter steht und Vorträge hält, die eh keiner für ernst nimmt oder tatsächlich zu einer sinnigeren Form der Diskussion und des Umgangs bleibt abzuwarten.

Der Erfolg davon hängt, aber nicht nur an der Einsicht des Schulleiter und der Eltern über die Absurdität dessen was in Sachen Killerspielen erzählt wird, sondern auch daran ob die Schüler in irgendeiner Form darauf eingehen oder prinzipiell nur auf Blockade schalten, weil jemand ihr Hobby angreifen könnte.

Unabhängig davon obs funktioniert oder nicht, seh ich erstmal einen Rektor der grundlegend die richtige Idee hat. Förderung des Bewußtsein und der Medienkompetenz von Schülern und Eltern. Ich finde der Ansatz ist es wenigstens wert ernst genommen zu werden.
Sinniger als ein simples fordern von Verboten und Panikmache, dass jeder Schüler potentieller Amokläufer ist, ist er allemal.

LEiCHENBERG 13 Koop-Gamer - P - 1788 - 19. September 2009 - 13:35 #

Was bringt es, wenn alle zu Wort kommen, wenn das Ziel doch sowieso schon fest steht? Der Direktor hat ja nicht gerade zum Dialog aufgerufen, um irgend welchen Taten vorzubeugen, deren Auslöser sowieso nicht -nur- oder -vorrangig- Spiele sein müssen. Er hat ein Ziel vor Augen, "solche Spiele" gänzlich von den Schülern fern zu halten.

Ein etwas wackeliger Vergleich zur Internetsperre kann hergestellt werden; die Stimmen, welche die Sinnlosigkeit und die Gefahr der Sperre anprangerten, wurden überhört. Nichts brachte es uns, dass man zu Wort kommen durfte.

Ausgehend davon ist die ablehnende Haltung gegenüber solchen Sprüchen und Handlungen in meinen Augen absolut nachvollziehbar. Du hast schon recht, unüberlegte Aussagen führen bei den Meisten zu unüberlegten Reaktionen .. aber "Verbote"?

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 19. September 2009 - 9:16 #

Ich finds gut, da es an dem Gymnasium sicherlich ein paar diskutierfähige Schüler gibt, die das Thema mit Lehrern und Eltern besprechen, so dass am Ende alle was davon haben, anstatt wie bisher den jeweils Anderen vorzuwerfen, keine Ahnung zu haben.

Sh4p3r 14 Komm-Experte - P - 2370 - 19. September 2009 - 10:58 #

OMG, was da schon wieder herauf beschworen wird...ich kann es nimmer hören bzw lesen!

Es gibt keine "Killerspiele"!! Das Wort wurde von der Presse erfunden. Das Wort tauchte das erste mal mit dem Amokläufer von Erfurt auf. BILD kommt am nächsten Tag mit Riesen Schlagzeilen "Killerspiele blablabla...". Der Typ hätte CS und Spiel XY gespielt, habe seine Schule nachgebaut (Mod) und geübt. Das war alles erstunken und erlogen! Nur da war es schon zu spät, es ging da schon durch sämtliche Medien. Die Richtigstellung kam dann i-wo in einer kleinen Ecke, in kleiner Schrift. Und seit dem ist dieses Unwort in jedem Kopf, bei jedem Amoklauft kommt dieselbe Diskussion auf.

Dabei kommen studierte Analyten, Psychologen und Wissenschaftler/Forscher die von "Könnten...könnten...könnten" reden. Und bei diesen Diskussionen verunsichern sie die ganze Bevölkerung die mit Ballerspieler überhaupt nix am Hut haben. Bestes Beispiel der Fall Winnenden: Eltern der Opfer gründen Initiativen und sammeln Unterschriften u.a. für ein Verbot für "Killerspiele". Diese betroffenen gingen jediglich von Tür zu Tür, von Eltern zu Eltern. Und bei diesen sowie denen die durch die Medien "verrückt" gemacht wurden kennen nix anderes als "Killerspiele gehören verboten".

Selbst ich muss mir den Sch**** auf der Arbeit anhören, und nur weil an einer PS3 spiele. Und wenn ich die Erwachsenen (35+, haben Kinder) frage was sie dazu meinen...deckt sich das zu 100% mit dem was die Medien sagen/schreiben. Meine Erklärungsversuche enden in Unverständnis, sie brauchen keine "Spiele", und man sässe ja eh nur vor dem Bildschirm etc. Genau das Denken haben sehr viele.

Und wenn man die Menschheit vor jeglichen Gefahren schützen will, müsste man noch so einiges verbieten! Mensch ist nicht gleich Mensch, die "Persönlichkeiten" der Menschen sind so vielfältig das man gar keine "Richtlinien" (Umschreibung für Gesetze) für Sache X oder Y auferlegen kann. Da müsste man anstatt der USK-, FSK-Logos sowas wie IQ-Logos einführen. Je niedriger der IQ umso höher ist die Gefahr das was passieren könnte (allgemein, nicht Spiele-bezogen). Und je höher der IQ, umso "sicherer" kann man sein das sich derjenige bewusst ist was er tut und macht.

So genug geschrieben, ich muss jetzt wieder in die Realität...einkaufen, soziale Kontakte pflegen etc.

BTW: Ich spiele Ballerspiele seit ich mir den PC zum ersten mal leisten konnte, da war ich knapp 18. Und bis Heute (nicht mehr PC, sondern PS3) bin ich weder abgestumpft noch verspüre ich den Drang echte Waffen zu kaufen oder anderen anderwertig Leid zu zufügen. Meine Mitmenschen sind sicher! Aber die USK sieht sich ja selbst bei den Erwachsenen in der Pflicht die vor Spielen zu schützen, weil sie vielleicht meinen die "könnten ja...".

fredde92 12 Trollwächter - 984 - 19. September 2009 - 11:14 #

Liegt nicht an Mobbing oder so....
Unsere deutsche Gesellschaft ist ja gar nicht ignorant und ist immer hilfsbereit...

Stefan1904 30 Pro-Gamer - P - 128500 - 19. September 2009 - 11:33 #

Müssen wir dieser ganzen Debatte noch Vorschub leisten mit solchen News?
Wieviele Schulen gibt es in Deutschland? Wenn an irgendeiner Schule das ganze thematisiert wird, wird sofort drüber berichtet. Naja, mich nerven News zu dem Thema nur noch.

deregglfinger 09 Triple-Talent - 307 - 19. September 2009 - 13:16 #

@Stefan:
Da gibt es eine einfache Lösung: nicht anklicken, nicht lesen.

Stefan1904 30 Pro-Gamer - P - 128500 - 19. September 2009 - 13:20 #

Du hast meine Aussage anscheinend nicht verstanden.

Floyd Ryan (unregistriert) 19. September 2009 - 14:00 #

Es geht doch nicht um das Lesen, sondern darum, dass man nicht jeden Kleinkram thematisieren muss. Wenn irgendein Redakteur einer Provinzzeitung irgendeine reisserisch-spekulative Vermutung anstellt, gibt schon die entsprechende News hier bei GG. Das zeigt doch nur wie übersensibel wir bei diesem Thema sind. Ich finde eine objektivere Auseinandersetzung in den News würde hier nicht schade. Damit meine ich Sachen wie Selbstkritik und Kritik an (übertrieben) gewalthaltigen Spielen. Die Implikation Killerspiel->Amokläufer ist genauso unseriös wie "Es gibt keine Killerspiele".

BolleY2K 08 Versteher - 221 - 19. September 2009 - 17:40 #

Ich habe in meiner Oberstufenzeit in unserer Projektwoche das Projekt "Leveldesign in Counter-Strike" angeboten. Das war vor 9 Jahren, also 2000, und vor jeglichen Amokläufen in Deutschland.

Wir haben eine Woche lang mit 20 Mann im PC Raum mit unseren Rechnern gehockt, gezockt wie die blöden, McD leer gekauft. Entstanden sind dabei ein Hostagelevel in der Wüste mit für damaliger Zeit sehr aufwändiger Geometrie (Boden komplett aus 3-Ecken mit Vertexmanipulation 3-dimensional aufgebaut) sowie ein Demolitionlevel mit einem Nachbau unserer Schule!

Beides wurde am Ende der Woche in der Aula präsentiert, gestört hat sich keiner daran, dass wir unsere Schule nachgebaut haben und man sie am PC sprengen konnte. Von den Teilnehmern des Projektes sind mir seitdem auch keinerlei Auffälligkeiten bekannt...

Was ich damit sagen möchte - heute wäre so etwas ganz sicher nicht mehr möglich. Warum, weil es jemandem schaden könnte? Nein - das hat es uns auch nicht. Sondern weil niemand etwas davon versteht und sinnlos Panik generiert wird.

Die ganze FPS-Spielegeschichte ist nunmal in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt während sie vorher ein, wenn überhaupt beachtet so höchstens belächeltes, Nischendasein führte. Das ändert aber nichts dadran, dass ein Großteil der Bevölkerung von diesen Dingen keine Ahnung hat. Kombiniert mit der simplen Tatsache, dass in den Medien immer wieder die Assoziation zwischen gewalttätigem Verhalten in der Realität und dem Konsum solcher Spiele vorgenommen wird sowie dem Fakt, dass Menschen generell vor Dingen Angst haben, die Sie nicht verstehen, führt das zu der aktuellen Problematik.

Meiner Meinung nach gibt es für das ganze nur eine Lösung - vorbildliches Verhalten der Spieler, dazu ein dickes Fell und langfristige Aufklärungsarbeit. Das wird Jahre dauern ist aber mMn der einzig gangbare Weg. Solange wird wohl weiter die Sau durchs Dorf getrieben werden, was heutzutage ja nun in vielerlei Hinsicht gerne geschieht.

Zenturio_Kratos 12 Trollwächter - 1162 - 19. September 2009 - 20:52 #

so ein Gesindel die Politiker

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73384 - 20. September 2009 - 0:27 #

Solange der Begriff "Killerspiele" fälschlicherweise in aller Munde ist, ist das Obliegen dieses Schulleiters eh deplaziert, weil er die wirkliche Thematik nicht begreift.

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