Polnische E-Sportler als Kunstobjekt

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Name 0 EXP - Neuling
19. September 2009 - 0:11 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert
Beinahe sarkastisch mutet die Fotostrecke des studierten, polnischen Philosophen und Fotografen Pawel Bownik an. Sein neustes „Kunstwerk“ hat er dem E-Sport und den dahinter stehenden Menschen gewidmet. Dabei konzentrierte er sich ausschließlich auf die polnische E-Sports Szene und lichtete sowohl Jungen wie Mädchen in ihrer natürlichen Umgebung ab. Das Ergebnis ist eine Reihe von hageren, teils pickligen jungen Menschen, welche in ihren – zugegeben nicht immer sauberen – Jugendzimmern ihrem Hobby frönen.
 
Dabei beteuert Bownik, er habe keineswegs das Klischee vom zurückgezogenen Nerd fördern wollen. 
„Mir geht es aber um die Auseinandersetzung der Vorstellung von einem typischen Sportler, die sehr in der altgriechischen Darstellung eines athletischen Körpers verankert ist - und jener von einem E-Sportler. Er ist ein neues Phänomen und verkörpert das heutige, von Elektronik beeinflusste Leben. Wir müssen neue Kriterien anwenden, wenn wir über Sportler sprechen. E-Sportler sind und sehen nun mal anders aus. Der körperliche Gebrauch ist ein anderer, es geht nicht mehr nur um eine hervorragende physische Kondition.“
 Bownik zufolge leisten E-Sportler auf einem anderen Gebiet Hochleistung, die einen Adoniskörper unerheblich macht.
„Im E-Sport sind die intellektuellen Fähigkeiten, die man ja nicht einfach erlernen kann, viel wichtiger - und erwünschter als Schnelligkeit und Reflex.“
Des Weiteren vertritt Bownik die Meinung, dass man E-Sportler vom Hobbyspieler klar unterscheiden muss. E-Sportler seien nicht die verrufenen Nerds, wie so oft behauptet wird. Ihr teilweise tägliches, 5-stündiges Training rücke sie in ein komplett anderes Licht. Gerade in Anbetracht der Fälle, in denen Spieler aufgrund von exzessiven Spielesessions vor dem PC gestorben sind, träfen auf E-Sportler so eben nicht zu.
„Vorfälle wie diese sind sehr selten, aber natürlich berichten die Medien gerne darüber. Es geht dann meist um Stereotype - den Nerd und darum, dass Computerspiele gefährlich sind. Dadurch wird das Bild eines E-Sportlers verzerrt.“
 Das komplette Interview, sowie die Bilderserie findet ihr auf der Seite der Süddeutschen Zeitung.

bersi (unregistriert) 19. September 2009 - 0:13 #

wäre nett wenn jemand ein Headerbild hinzufügen könnte und eventuell die Zitate einrückt.

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 19. September 2009 - 16:28 #

Die sehn alle echt fertig aus. Ohne die oben vom Fotographen gegebene Erklärung wird das eher das Image des Esports verschlechtern.

Aber trotzdem Interessant thx für die news .

Zenturio_Kratos 12 Trollwächter - 1162 - 19. September 2009 - 21:50 #

ach ja die Polen, soll nicht negativ gemeint sein

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