Arcade-Check: The Swindle
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

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19. August 2015 - 10:35 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
Jede Woche stellt der Arcade-Check ein interessantes Downloadspiel vom Xbox-Marktplatz vor, egal ob Indie oder Vollpreis. Die Rubrik wird von unseren Usern Old Lion und mrkhfloppy betreut.

Im viktorianischen London häufen sich die Wohnungseinbrüche. Da Scotland Yard mit der Aufklärung nicht nachkommt, wird ein brandneues Überwachungssystem, der "Basilisk des Teufels", installiert, das dem Verbrechen ein jähes Ende bescheren und schon allein mit seinem Namen Angst und Schrecken verbreiten soll. Um dies zu verhindern, habt ihr als perfider Einbrecher im Stealth-Hacking-2D-Platformer The Swindle 100 Tage Zeit, euch bis zum Basilisken vorzuarbeiten und ihn zu zerstören, bevor er seinen Dienst antritt. Ob uns dieses Unterfangen gelang, erfahrt ihr im Arcade-Check.

Knüppel aus dem Sack und auf die Rübe damit. Die Geldsäcke sind eure Belohnung.

Li-La-Luftschiff
Euer Abenteuer startet in einem Luftschiff, das als Versteck dient und mit einer Flugkapsel und einer Werkbank ausgerüstet ist, an der ihr im Laufe eurer Verbrechertätigkeit eure Fähigkeiten weiterentwickeln könnt. Allerdings ist dafür nicht handwerkliches Geschick erforderlich, sondern vielmehr Cash, und davon eine Menge. So kosten einige Fähigkeiten wie schnelleres Hacken, Doppelsprung oder auch Bombenbauen gerne mal bis zu 100.000 Pfund. Das Bargeld besorgt ihr euch auf Raubzügen durch die nächtliche englische Hauptstadt, an 100 Tagen. 

So schleicht ihr erst mal ohne jegliche Ausrüstung zum ersten Job und sondiert die Lage. Durch das Fenster erspäht ihr einige Wachroboter, die in hübscher Steampunk-Optik ihre vorgegebenen Runden drehen und noch ein relativ kleines Sichtfeld haben. Später, sobald ihr die gehobeneren Stadtteile an der Werkbank für ebenfalls viel Geld – allein dafür benötigt ihr knapp 800.000 Pfund – freigeschaltet habt, findet ihr fliegende Kameras, bulligere und besser bewaffnete Wachroboter und Minen vor, die ihr im weiteren Verlauf allerdings auch hacken können werdet. 

Sobald ihr das Haus betretet, heißt es also: wachsam bleiben. Werdet ihr entdeckt, gehen die Sirenen los und die Abwehrmechanismen schalten auf Angriff. Euch bleibt dann meist nur noch die Flucht mit der Flugkapsel zurück zum Luftschiff. Dieser Kniff sichert das bis dahin erbeutete Geld; solltet ihr aufgrund einer Mine oder einem Sturz in eine der Stachelfallen oder auch durch eine Kugel des Roboters sterben, ist die Kohle futsch und ihr startet am nächsten Tag mit einem neuen Charakter. Solltet ihr aber unentdeckt alles Geld im Haus gefunden und alle Computer gehackt haben, winkt allerdings jedes mal ein schöner Batzen, der euch dem Basilisken näherbringt.
Kommando: Hackengas. Ihr wurdet entdeckt.

Schwerer als gedacht
Was sich einfach anhört, erfordert eine Menge Geduld und Frustresistenz. Auch wenn ihr die Roboter mit einem gezielten Schlag eures Knüppels außer Gefecht setzt und mithilfe der ersten erkauften Fähigkeiten etwas geschmeidiger durch das Level schleicht und auch mehr Beute einsackt, ist nahezu jeder Fehler tödlich. Zumal eine gewisse Zeit nach dem Auslösen des Alarms auch die Polizei eintrifft und im Rage-Modus auf euch zu stürmt.

Die Steuerung ist dabei etwas schwammig und erfordert zusätzliche Konzentration, da auch die Kletteraktionen an der Häuserfassade gut getimed sein wollen, möchtet ihr nicht euer Ende durch einen unrühmlichen Sturz von der Hauswand finden wollen. Solltet ihr übrigens nach Ablauf der 100 Tage nicht den Weg bis zum Basilisken bewältigt haben, erwartet euch ein Game-Over-Bildschirm und ihr dürft von vorn beginnen. Die Fähigkeiten und die erbeutete Kohle werden dabei nicht übernommen, alles muss neu erarbeitet werden. 

Fazit
Insgesamt erwartet euch mit The Swindle ein nettes, aber auch bockschweres Spiel, das keine Fehler verzeiht. Im Testdurchlauf waren die 100 Tage schnell rum und wir hatten gerade mal die zweite Welt freigeschaltet. Trotzdem lohnt sich ein Blick für all diejenigen, die gern mal ein forderndes Spiel einlegen und dem Schmusekurs so manch anderer Titel entgehen wollen, zumal The Swindle selbst erarbeitet werden will, da fast gar nichts erklärt wird.
  • 2D-Stealth-Platformer
  • Einzelspieler
  • Preis am 19.8.2015: 14,99 Euro
  • Für Fortgeschrittene und Profis
  • In einem Satz: Unentdeckt durch London zu nachtschlafender Zeit
immerwütend 21 Motivator - P - 30809 - 19. August 2015 - 10:57 #

Klingt interessant - wäre ich nur ein paar Jahrzehnte jünger...^^

harle139 10 Kommunikator - 432 - 19. August 2015 - 11:25 #

Sobald man im dritten Gebiet ankommt wird es so schwer, also da ist Dark Souls blindfolded ein Kindergeburtstag gegen. Ich empfehle das Bereithalten einen Beissholzes, wenn der Frust Überhand nimmt. Ist aber wirklich ein liebevoll gemachtes Spiel, nur halt absolut abartig schwer.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 35990 - 19. August 2015 - 21:26 #

Das ist dann eher nichts für mich, da müsste ich mich sehr beherrschen um nicht etwas zu Bruch zu kloppen. ;)

Hyperlord 15 Kenner - P - 3029 - 19. August 2015 - 11:36 #

Knallt bestimmt in China gut rein

Sciron 19 Megatalent - P - 16561 - 19. August 2015 - 12:25 #

Das grundlegende Spielprinzip würde mich reizen, aber mit solchen Zeitlimits kann ich wenig anfangen. Da passe ich wohl eher.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 33154 - 19. August 2015 - 14:39 #

Stealth im Steampunk-Setting klingt super, aber ich mag Spiele mit Zeitdruck nicht. Und auf Frust hab ich auch keine Lust. ;)

Ghusk 15 Kenner - P - 2944 - 19. August 2015 - 15:25 #

Danke für den Test. Sah ganz interessant aus, aber für solche Spiele bin ich wohl nicht frustresistent genug. Egal, mehr Zeit für andere Spiele.

Kirkegard 19 Megatalent - 15643 - 20. August 2015 - 10:50 #

Danke für eure "Mühe" in diesem Fall ;-)
Not my targetgroup, aber schön das es diese Rubrik gibt.

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