GC15: Mad Max angespielt

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6. August 2015 - 13:55 — vor 3 Wochen zuletzt aktualisiert
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Spiele zu Filmen sind immer so eine Sache, mal gelingen sie, mal stürzen sie in einen bodenlosen Abgrund. Wie gut, dass Mad Max ein Standalone-Spiel wird, das mit der Handlung der Filme nicht viel zu tun hat. Wir durften die PS4-Fassung des kommenden Actionspiels auf der GC testen und können euch schon einmal einen sehr positiven Ausblick auf das gewähren, was uns im September dieses Jahres erwartet.
 
Des Mannes Festung ist sein Auto

Zu Beginn der knapp halbstündigen Anspielsession führten uns die Entwickler - wir hatten das Vergnügen mit Lead Artist Daniel Persson an unserer Seite zu spielen – in das umfangreiche Tuning-Menü unseres fahrbaren Untersatzes ein. Wir dürfen optische und leistungssteigernde Teile ein- und ausbauen, sowie Bewaffnung und Rüstung des Vehikels verändern.
Von verschiedenen Rammböcken und schützenden Stahlgerüsten, über seitliche Flammenwerfer, neuen Bodykits und Decals ist für einen Mann wie Max so ziemlich alles dabei, was das Herz begehrt. Die Auswahl in der Demo war zwar begrenzt und wirkte auf den ersten Blick überschaubar, doch die Vielfalt der verschiedenen Optimierungsbereiche wirkte für ein Actionspiel sehr ansprechend.

Wir entschieden uns für ein neues Bodykit, das mehr einem Hotrod ähnelte, einen verstärkten Rammbock und den seitlichen Flammenwerfer und rasten in die weite Wüste, die aber gar nicht so leer wirkte, wie erwartet. Gut so, denn nach einem kurzen Ausflug in Richtung Missionsziel waren wir dankbar für einen Unterstand.
 
Bei Sturm: In Deckung!

Nach nur knapp zwei Minuten Fahrt, in der wir mit Hilfe der bereits vorhandenen Bordharpune einen Turm der feindlichen Banden niedergerissen haben, erschien plötzlich eine Warnung: Ein Sturm ziehe auf, und wir sollen doch bitte Deckung suchen. Nur gut, dass wir gerade an einer Ballon-Station vorbeigefahren sind, an der wir, wie uns Daniel verriet, die Möglichkeit haben, den Ballon zu besteigen und so aus erhöhter Position die Umgebung auszuspähen.

Die Reste eines Restaurants, die zu dieser Station gehörten, sollten uns Deckung bieten, doch während draußen der Sturm aufzog, durften wir drinnen die ersten Gegner vermöbeln. Und das ging erstaunlich gut von der Hand: Ähnlich wie in Batman attackieren wir unsere Gegner mit Druck auf den Viereck-Button, dabei sollten wir stets die Angreifer um uns herum in Blick halten, da wir bei einem Angriff mit einem schnellen Druck auf Dreieck zum Konter ansetzen können. Gelingt uns ein solcher Konter und wir setzen noch einige Schläge hinterher, dürfen wir unsere Opfer mit einem gekonnt inszenierten Finisher per X-Knopf ins Jenseits schicken. Jeder Treffer, den wir verteilen, treibt dabei einen Kombozähler in die Höhe, der bei Finishern noch höher getrieben wird.

Während dieses Intermezzos ist der Sturm draußen bereits richtig in Fahrt und selbst unser Unterschlupf scheint mittlerweile nur bedingt geeignet. Aber wofür hat man ein gepanzertes Auto, wenn es keinem Sturm standhält? Entschlossen verließen wir die Ballon-Station (dank Sturm fiel unser kleiner Luftausflug aus) und bekamen direkt die Quittung. Kaum sind wir aus der Tür, knallt uns von der Seite eine Stahlplatte an die Birne und reißt uns um. Auch das optische Auftreten des Sturms hätte uns eine Warnung sein sollen, dass wir es hier nicht nur mit einem netten Wettereffekt zu tun haben. Wie in der Wüste denkbar, trimmt der herumwirbelnde Sand die Weitsicht nämlich auf einige überschaubare Meter herunter, doch wir konnten unser Fahrzeug erfolgreich erreichen und die Fahrt fortsetzen. Aber nicht nur umherfliegender Müll ist ein Problem während so eines Sturms. Denn auf der Fahrt zum Ziel schlagen effektreich und mit der entsprechenden Akustik helle Blitze neben uns ein, sodass der Sturm eine ganz andere Dynamik ins Spiel bringt. Dennoch ist es uns nicht passiert, dass der Blitz uns traf. Ob das nun an unserem Fahrkönnen lag, oder ob es so beabsichtigt ist, können wir nicht sagen.

Ach ja, diese Stürme treten übrigens zufällig auf – die Kollegen neben uns hatten dieses „Glück“ nicht. Trotzdem muss bei der Euphorie natürlich auch abgewartet werden, wie oft diese Stürme im finalen Spiel auftreten und wie schnell man Unterschlupf findet, oder ob ein Blitzeinschlag bei unserem Fahrzeug irgendwelche Auswirkungen hätte. Eine gewisse Gefahr, zu einem nervigen Event zu verkommen, sehen wir dabei schon.

Rollende Festung mit eingebautem Reparaturservice

Bei unserem Ziel angekommen gilt es, in die riesigen Ruinen eines alten Kraftwerk-„Schornsteins“ (zumindest sah es für uns danach aus) zu gelangen und die Feinde daran zu hindern, das ganze Gebäude einzureißen. Natürlich wollen die Bösen das nicht zu lassen und kommen uns erstmal mit ihren eigenen Fahrzeugen entgegen.
Unsere Widersacher haben allerdings nicht damit gerechnet, dass wir eine Harpune dabei haben. Wir wählen diese also per Steuerkreuz aus, Zielen mit Druck auf den linken Bumper auf einen der markierten Reifen – angreifbare Punkte an Fahrzeugen werden mit weißen Kreuzen markiert, sobald wir sie anpeilen werden sie hervorgehoben – und drücken auf Kreis ab. Mit einem weiteren Druck auf den Kreis-Button ziehen wir das Geschoss mit einem Ruck zurück, entwenden unserem Gegner somit einen Reifen und entledigen uns so seines Autos.

Damit ist die Besatzung des Fahrzeugs aber natürlich noch nicht fertig mit uns. Als wir uns siegessicher dem nutzlosen Vehikel nähern, nutzen die bunt bemalten, kahlen Irren die Gelegenheit und springen auf unser liebgewonnenes Auto auf. Wer die Filme kennt, kann sich denken was unsere Reaktion war. Richtig, Schrotflinte ausgewählt, auf den Gegner zielen, und mit einem beherzten Schuss lassen wir die Unholde in bester Mad-Max-Manier wieder von unserem Goldstück fliegen. Besser kann es sich kaum anfühlen, Mad Max zu sein.

Ganz ohne Schramme sind wir allerdings nicht entkommen, unser Automobil raucht bereits beunruhigend und macht auch sonst nicht mehr den gesündesten Eindruck, nachdem uns einige unserer Gegner erfolgreich gerammt haben. Aber wie gut, dass wir einen kleinen Helfer auf der Tragfläche haben. Dieser bedient im Übrigen nicht nur die Harpune, sondern kann, sofern wir stehen bleiben, sich auch nach vorne auf die Motorhaube schwingen und unsere rollende Festung reparieren. Praktisch so ein Service.

Als letzter Abschnitt im Fahrzeug galt es dann noch feindliche Katapulte auszuschalten. Hierzu entrissen wir den riesigen Gebilden erstmal mit der Harpune eine Schutzplatte und feuerten dann auf die so offengelegten Benzintanks einen Thunderspoon ab, eine Art Speer mit explosivem Kopf. Wie es in sich für ein Actionspiel gehört, machen die Dinger einen ordentlichen Bums bei ihrem Abschied, dem wir selbst mit Fahrzeug lieber fernbleiben.

Den Rest der Mission, die laut Entwickler ungefähr bei der Hälfte des Spiels angesetzt war, sind wir wieder per pedes unterwegs. Auf dem Weg in den Schornstein, den wir nur über ein anliegendes Gebäude erreichen. Dort lösten wir ein kurzes und simples Rätsel, bei dem zwei Ventile abgedreht werden müssen, um die beständige Feuersbrunst, die aus zwei Rohren schießt, abzustellen. Rätsel mag hier etwas zu viel gesagt sein, doch es lockerte das sonst sehr actionlastige Gameplay zumindest ein wenig auf. Ansonsten verprügelten wir auf dem Weg in die höheren Etagen weitere Irre und probierten auch mal einen herumliegenden Thunderspoon an einem dieser aus. Wir sagen es mal so: Er verfehlte seine Wirkung definitiv nicht. Auch mussten wir einen solchen Speer nutzen, um eine Zugbrücke herunterzulassen, indem wir den Speer gezielt auf der Steuerung platzierten.
 
So schön kann Ödland sein

So viel zum spielerischen Teil, aber wie sieht das Spiel denn aus? Soweit sehr gut. Die unendlichen Weiten des Ödlands sehen spektakulär aus, überall entdecken wir entfernte Gebäude, Türme die wir niederreißen müssen, feindliche Gruppen, welche die Gegend unsicher machen. Die Animationen, besonders im Kampf, laufen stets glaubwürdig und flüssig ab und auch die Vertonung macht einen guten Eindruck. Einzig die Mimik der Charaktere während Zwischensequenzen konnte uns nicht so ganz überzeugen, da wir aber noch nicht viel davon gesehen haben, kann es auch einfach der Mission geschuldet sein. Die Steuerung insgesamt funktioniert gut, das Fahrzeug steuert sich solide. Nur das Zielen aus dem Auto fiel uns zu Beginn noch etwas schwer, nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ging es allerdings gut von der Hand.

Insgesamt sieht Mad Max also vielversprechend aus. Wir stellen uns nur die Frage, welche weiteren Gadgets für das Auto genutzt werden und wie gut die Kämpfe sich noch weiterentwickeln. Bisher haben wir nur Standardgegner gesehen, die allesamt nicht allzu schwer zu beseitigen waren, das Maß aller Dinge waren einige Messerkämpfer, die aber ebenfalls schnell beseitigt wurden. Auch die Fahrzeugaction könnte auf Dauer etwas langweilen, wenn das Prozedere mit der Harpune nicht abgewechselt werden sollte (zum Beispiel durch gepanzerte Reifen der Gegner). Auch die Frage nach Nebenmissionen können wir noch nicht beantworten, bei der gewaltigen Welt erwarten wir natürlich auch entsprechende Nebenbeschäftigungen. Die Ballonfahrten, die wir leider nicht ausprobieren konnten, klangen zumindest interessant. Man darf also gespannt sein, ob das fertige Produkt den ersten Eindruck bestätigen kann, oder nicht.
 
Dark Souls ist Gott 13 Koop-Gamer - 1344 - 6. August 2015 - 13:06 #

Als Ocean-Geschädigter bin ich ja nach wie vor vorsichtig bei Lizenzspielen. Aber ich konnte gestern auch etwas spielen und war mehr als positiv überrascht. Das Spiel ist bis jetzt unter meinen Radar geflogen, aber jetzt werd ich ein Auge drauf haben! Schöne Atmosphäre, tolle Optik, mal sehen, was es spielerisch noch so zu bieten hat.

Hyperlord 15 Kenner - P - 3877 - 6. August 2015 - 14:17 #

Ich hasse Sand

Freylis 20 Gold-Gamer - 21948 - 6. August 2015 - 14:26 #

Ach komm, Anakin, gib dir einen Ruck!

Seraph_87 (unregistriert) 6. August 2015 - 14:37 #

Ah, danke, der war herrlich. :D

Freylis 20 Gold-Gamer - 21948 - 6. August 2015 - 14:51 #

Ich danke euch auf Knien fuer diesen Preview. Ganz, ganz grosses Kino! Das scheint sich genau zu der gelungenen(!) Movie-Franchise-Umsetzung zu entwickeln, auf die ich gehofft hatte. Und warum auch nicht? Bei Batman haben WB der Welt doch auch gezeigt, dass es geht.

Aixtreme2K 12 Trollwächter - 1044 - 6. August 2015 - 14:56 #

Ich spielte gestern auf der Gamescom auch die Demo von Mad Max.
The Ripper Demo oder so hieß diese. Es war die Erste Demo von Zweien, die man sich aussuchen konnte.
Ich war, um gleich auf dem Punkt zu kommen, positiv überrascht. Die Kämpfe gingen sehr gut von der Hand, die Grafik sah toll aus und die Explosionen, von denen es nicht wenige gab, wirkten imposant und farbenfroh.
Ich sprach auch mit einem der Entwickler. Den Namen kenne ich nicht, es war ein blonder, jüngerer Mann mit derbem Ami-Akzent. Ich fragte ihn nach dem Vorhanden sein einer Story im Spiel. Ja, es gibt definitiv eine sehr spannende Story, wurde mir versichert. Diese sei aber bis zum Release noch Top Secret.So der Originalton.
Man kann ja davon halten was man will, aber bei einer solchen Aussage zweifel ich doch eher, dass das Spiel eine tragende Geschichte erzählen wird.
Das bleibt jedoch abzuwarten. Vorbestellt habe ich das Game eh schon. Am 1. September werde ich schlauer sein ob sich das Ganze lohnt und ob der Herr Entwickler nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen wollte. Ganz geheim natürlich.

Punisher 19 Megatalent - P - 16015 - 6. August 2015 - 15:17 #

Na, die Tiefe der Filmstory sollte mühelos zu erreichen sein. :) 10-12 Zeilen dürften nicht das Budget sprengen. Im übrigen find ichs grundsätzlich gut, nicht alles schon vorhe rzu wissen...

Kirkegard 19 Megatalent - 15840 - 6. August 2015 - 15:25 #

Da hast du Recht, sogar bei allen 3 Teilen ^^

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 66757 - 6. August 2015 - 17:03 #

Ich weiß nicht, bei Spielen macht mich Geheimniskrämerei eher misstrauisch.....

Talaron 16 Übertalent - 4021 - 7. August 2015 - 0:11 #

Nun ja, die Geschichte von Batman: Arkham Knight war ja auch sehr lange unter Verschluss und hat zumindest mich ziemlich positiv überrascht und mit einigen coolen Wendungen aufgewartet. Von daher würde ich Warner bei Mad Max zutrauen, dass sie sich trotz Geheimhaltung Mühe gegeben haben.

Letztlich ist bei so einem Spiel die Story aber sowieso eher Mittel zum Zeck um den Spieler einmal durch die Spielwelt zu führen, zum Ausprobieren aller Mechaniken zu motivieren und zwischendurch ein paar besondere Highlights wie Bosskämpfe einzustreuen. Und soweit hat selbst bei Schatten von Mordor die eigentlich eher mittelmäßige Story gereicht.

Aixtreme2K 12 Trollwächter - 1044 - 7. August 2015 - 8:07 #

Das stimmt. Eine mittelmäßige Story würde bei Mad Max auch reichen. Ich für meinen Teil benötige immer eine gewisse Basis, die mir die Welt im Spiel erklärt und mich wissen lässt warum ich dieses und jenes erledigen soll.
Ohne das finde ich häufig keinen Zugang zum Spiel. Mein Kopfkino braucht immer einen Anstoß. Ohne diesen frage ich mich nur zu oft "Warum?" und lasse das Spiel nach kurzer Spielzeit links liegen.

fellsocke 16 Übertalent - P - 5391 - 6. August 2015 - 15:24 #

Mit den Filmen kann ich nichts anfangen, aber auf das fertige Spiel und die Tests dazu bin ich sehr gespannt. Das könnte was für mich sein.

Der Marian 19 Megatalent - P - 19742 - 6. August 2015 - 18:25 #

Da hab ich echt Lust drauf.

Marulez 15 Kenner - P - 3501 - 6. August 2015 - 19:10 #

Sicher ein gutes Spiel. Wird wohl nächstes Jahr nachgeholt

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 37506 - 7. August 2015 - 0:44 #

Klingt echt ziemlich spaßig. Und das Batman-Kampfsystem find ich nachwievor super. Bleibt zu hoffen, dass das Spiel auch genug Langzeitmotivation bietet und man nicht nach kurzer Zeit schon alles gesehen hat. Und wie schon in der Systemanforderungen-News erwähnt: Bitte versaut nicht schon wieder den PC-Port, Warner!

rammmses 19 Megatalent - P - 13152 - 8. August 2015 - 21:12 #

Kommt gleichzeitig mit mgs5 und reizt mich derzeit sogar mehr :)

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 103596 - 9. August 2015 - 13:50 #

Da freu ich mich ja sowas von drauf! :)

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