Indie-Check: Armello
Teil der Exklusiv-Serie Indie-Check

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28. Juli 2015 - 16:25 — vor 39 Wochen zuletzt aktualisiert
In unserer Rubrik Indie-Check stellen wir euch jede Woche ein interessantes PC-Spiel eines unabhängigen Entwicklerstudios vor. Die Rubrik wird von unseren Usern Der Marian, Zaunpfahl und Dominius betreut.

Das über Kickstarter finanzierte Erstlingswerk Armello des Studios League of Geeks möchte diverse Elemente aus Brett- und Kartenspielen verbinden und diese in ein märchenhaftes Fantasysetting verpacken. Wir haben die Early-Access-Version bereits angespielt und sagen euch, ob ihnen ihr Vorhaben bis hierhin gelungen ist.

Es lebe der König
Das Fantasykönigreich Armello ist in Aufruhr. Der König, selbstverständlich ein Löwe, wurde von der „Fäulnis“ vergiftet, die seinen Geist trübt und seinen Körper dahinsiechen lässt. Als Anführer eines von vier Clans müsst ihr nun versuchen, Armello vor dem Verfall zu retten und das Schicksal des Königreichs selbst in die Hand zu nehmen. Das Spiel bietet euch zu diesem Zweck gleich vier Siegmöglichkeiten an: Entweder ihr habt bis zum Tode des Königs genug Prestige gesammelt, um die Nachfolge anzutreten, ihr erschlagt den König in einem epischen Kampf, ihr sammelt vier magische Steine, um den König zu heilen oder ihr gebt euch selbst der Fäulnis hin und übernehmt mit Gewalt den Thron.

Bevor es auf dem Spielbrett losgeht, müsst ihr euch für einen Charakter mit bestimmten Eigenschaften und einer besonderen Fähigkeit entscheiden. Die Hasen-Samuraidame hat größere Chancen, beim automatischen Erkunden der Dungeons Schätze zu entdecken, der Wolf-Kämpfer kann die Verteidigung anderer einfacher durchbrechen. Die Charaktereigenschaften in den Bereichen Kampf, Magie, Leben und Verstand geben an, wie gut ihr euch in den entsprechenden Bereichen schlagt.

Der vergiftete König von Armello thront in der Mitte des Spielfelds.

Schritt für Schritt zum Sieg
Als Spielbrett dient das titelgebende Königreich mit dem Palast des Königs in der Mitte. Zu Beginn jedes Tages darf der Clan mit dem meisten Prestige einen königlichen Erlass auswählen, der bestimmte Charaktere stärkt oder schwächt kann. Aber auch andere, königreichweite Auswirkungen wie ein Entzug der Lebensenergie aller sind möglich. Armello spielt sich grundsätzlich rundenbasiert, wobei es für jeden Tag und jede Nacht eine eigene Runde gibt. Pro Runde habt ihr mit eurem Charakter eine begrenzte Anzahl von Aktionspunkten, die ihr nutzen könnt, um euch über die Karte zu bewegen, Kämpfe anzuzetteln oder Aufgaben zu lösen.

Quests, Herausforderungen und Kämpfe (die sogenannten „Perils“) laufen so ab, dass ihr bestimmte Würfelergebnisse erzielen müsst. Die Zahl eurer Würfel ist durch eure Charaktereigenschaften vorgegeben, kann aber durch Items und Zauber beeinflusst werden. Bei Kämpfen spielen Angriffs- und Verteidigungswürfe eine große Rolle, bei Herausforderungen müsst ihr Übereinstimmungen mit den geforderten Symbolen erreichen. Wie ihr vielleicht schon merkt, ist dies der zentrale Brettspielaspekt von Armello: Vieles läuft über Würfel- oder Zufallsergebnisse, was sowohl zu positiven als auch negativen Überraschungen führt.

Hasen gegen Wölfe – in Armello nicht zwingend ein unfaires Duell.

Gut gerüstet auf den Thron
Um eure Chancen zu erhöhen, den Thron von Armello zu übernehmen, könnt ihr euren Charakter via gezogener Karten mit Gegenständen ausrüsten, euch Stärkungszauber geben oder anderen Charakteren Fallen stellen. Allerdings kostet der Einsatz von Gegenständen Geld, das ihr euch zunächst durch Quests oder Dungeonerkundungen verdienen müsst. Zaubersprüche kosten hingegen Mana, das sich nur nachts auflädt. Manche bessere Handkarten fordern gar Prestige ein oder verderben euren Charakter mit der „Fäulnis“. Neben den anderen Clans stehen auch euch noch die Wachen des Königs und plagenhafte Monster („Banes“) im Weg, denen ihr nicht immer ausweichen könnt. Werdet ihr dahingerafft, könnt ihr mit etwas Prestigeverlust aber in der nächsten Runde weitermachen.

Der Rahmen, den Armello mit seiner tierischen Fantasywelt setzt, vermittelt eine angenehme Atmosphäre, die durch das innovative Artdesign und die schönen Figuren unterstützt wird. Die ganze Welt wirkt wie aus einem Guss und kein Element wirkt deplaziert. Die musikalische Untermalung trägt ihren Teil bei, die Soundeffekte sind allerdings eher spärlich gesät, Sprachausgabe gibt es keine. Im Singleplayermodus nehmt ihr es mit der KI auf – die ist brauchbar, neigt aber hin und wieder auch zu unsinnigen Aktionen. In der aktuellen Early-Access-Version fehlt es Armello aber vor allem an Erklärungen und Tutorials.

Mit vorher gezogenen Karten erhaltet ihr kleine Vorteile wie einen Schutzzauber.

Fazit
Wer eine generelle Abneigung gegen Brettspiele hat, wird auch mit Armello nicht viel anfangen können. Zwar werdet ihr im Laufe vieler Spiele eigene Strategien entwickeln, der Zufallsfaktor wird aber immer mitspielen. Einen großen Pluspunkt stellen allerdings der Charme der Welt und die kurze Dauer der einzelnen Spielrunden dar, die nicht viel länger als eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Die Vollversion von Armello erscheint am 1. September für PC, PS4, Mac und Linux. Mit Ablauf des 31. Juli wird das Spiel aus dem Early-Access-Programm genommen, danach ist es erst wieder ab dem 1. September (zu einem höheren Preis) verfügbar.

  • Rundenbasierter Brett-/Kartenspiel-Hybrid
  • Einzel- und Mehrspieler
  • Für Fortgeschrittene
  • Preis: 22,99 Euro (bis 31. Juli)
  • In einem Satz: Innovatives, digitales Brettspielkonzept mit tierischem Fantasycharme
Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86491 - 28. Juli 2015 - 18:35 #

Das macht einen richtig hübschen Eindruck. Das Spielprinzip gefällt mir auch. :)

Der Marian 19 Megatalent - P - 17289 - 28. Juli 2015 - 21:01 #

Danke für den Check. Klingt sehr interessant.
Leider als Arcade-Check geflaggt.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 166907 - 28. Juli 2015 - 22:53 #

Schöner Check. ;)

P.S: Korrekturhinweise:

gefordeten=geforderten
eine halben Stunden=eine halbe Stunde

Der Marian 19 Megatalent - P - 17289 - 29. Juli 2015 - 11:00 #

War mal so frei und hab den "gefordeten" entfernt. Den Zweiten habe ich nicht mehr entdecken können.

Zaunpfahl 19 Megatalent - P - 14325 - 29. Juli 2015 - 23:54 #

Das klingt gut, schöner Check :)
Wandert bei dem Preis allerdings leider erstmal auf der Sale-Wunschliste. Bei den meisten Brettspielumsetzungen ist es ja mit menschlichen Mitspielern doch meist spaßiger zu spielen als gegen die KI.
Was mich daran erinnert, dass ich schon längst mal ein Video zu dem Thema gemacht haben wollte.

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22.01.2015 () • 01.09.2015 () • 30.08.2016 ()
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