Indie-Check: Cast of the Seven Godsends
Teil der Exklusiv-Serie Indie-Check

PC
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18. Juli 2015 - 13:00
In unserer Rubrik Indie-Check stellen wir euch jede Woche ein interessantes PC-Spiel eines unabhängigen Entwicklerstudios vor. Die Rubrik wird von unseren Usern Der Marian, Zaunpfahl und Dominius betreut.

Spätestens seit der erfolgreichen Dark Souls-Reihe sind herausfordernde Spiele wieder salonfähig. Der italienische Indie-Entwickler Raven Travel Studios geht in der Historie einige Schritte zurück und bringt euch einen Action-Platformer, der seine Inspiration aus den Automatenspielen der Achtzigerjahre zieht. Inwieweit dies mit dem Titel Cast of the Seven Godsends gelingt, erfahrt ihr in diesem Indie-Check.
Eine der frühen Herausforderungen stellen diese mit Schild ausgerüsteten Steinewerfer dar.
Vergesst die Story, holt die Upgrades
Cast of the Seven Godsends schmeißt euch zunächst über eine fantasytypische Story ins Spielgeschehen, die erst in statischen Bildern und danach in wenigen Spielszenen erzählt wird. Sieben Götter hatten den Obermotz eingesperrt, der ausbricht, den Erstgeborenen des Protagonisten entführt und schon startet die Action. Praktischerweise haben diese sieben Götter euch auch einen Teil ihrer Fähigkeiten mitgegeben. Nun gilt es zunächst herauszufinden, mit welchen Tasten ihr spielen müsst. Es sind wenige, auf der Tastaur leider etwas unintuitiv – zumindest heutzutage – linke Alt-Taste zum Kämpfen und Leertaste zum Springen. Zu Beginn werft ihr mit Dolchen, die auch effektiven Schaden bei den Standardgegnern anrichten, aber das erste Waffenupgrade kommt schnell.

Es gibt einige feste Orte, an denen Waffen- und Rüstungsaufrüstungen platziert sind, vieles findet ihr jedoch bei besiegten Gegnern. Diese Upgrades fallen zufällig und beinhalten neben zufälligen neuen Waffentypen auch Punkte und Effekte wie höhere Bewegungsgeschwindigkeit. Fest platziert in den aufeinanderfolgenden Spielwelten sind diverse Checkpoints. Diese machen einen wichtigen Teil der Spielmechanik aus, denn sterben werdet ihr oft. Weit auseinander liegen die Speicherpunkte aber glücklicherweise nicht.

Die Herausforderung, mit der mäßigen Tastatursteuerung zurecht zu kommen, könnt ihr umgehen, indem ihr ein Gamepad einstöpselt. Damit funktioniert Cast of the Seven Godsends deutlich besser, weshalb der Controller eure erste Wahl sein sollte. Vieles Elemente der Spielmechanik werdet ihr euch aber erst im Laufe des Abenteuers aneignen. Es dauert ein wenig, bis man ein Gespür dafür bekommt, an welchen Stellen Gegner in eurem Rücken spawnen oder wie genau die Widersacher agieren. Gleiches gilt für die Sprungpassagen und das dafür notwendige Timing.
Der erste Boss ist herausfordernd und setzt das Erkennen seiner Angriffsmuster voraus, um ihn zu besiegen.
Der Highscore ist das Ziel
Langes Drücken der Angriffstaste lässt euch gottgegebene Fähigkeiten nutzen. So könnt ihr etwa andere Angriffe mit der zuletzt aufgesammelten Waffe starten, und so zum Beispiel eigene Schergen auf eure Gegner loszuschicken. Mit jedem besiegten Gegner, aber auch in Form von Boni, die die Gegner fallenlassen, erhaltet ihr Punkte. Das spiegelt die Inspiration aus klassischen Spielautomatenkonzepten wider. Die Jagd nach dem Highscore ist offensichtlich zentraler Bestandteil von Cast of the Seven Godsends. Zusätzlich findet ihr auch klassische Arcade-Elemente wie begrenzte Leben und die Möglichkeit, mit abgespeckten Fähigkeiten nach mehrfachem Ableben mittels Continue weiterzuspielen. Die herausfordernden Bosse, deren Verhalten ihr erst mal verinnerlichen solltet, werden euch öfter auf diese Continues zurückgreifen lassen.

Die grafische Darstellung orientiert sich an Automatentiteln der späten Achtziger- und frühen Neunzigerjahre, kommt aber in der Qualität der Sprites nicht an diese heran. Der Soundtrack des Spiels ist leider nicht konsequent dem Spielkonzept angemessen und dudelt sehr modern daher. Ein 16-bit-Retrosoundtrack wäre passender gewesen.
Brennender Boden, brennend stürzende Baumstämme und durchs Feuer rennende Gegner. Mies.
Fazit
Sofern ihr ein Spiel sucht, das die Herausforderungen der Automatenspiele aus den späten Achtzigern propagiert, seid ihr bei Cast of the Seven Godsends nicht falsch. Der Titel macht sicherlich nicht alles richtig, aber die Spielmechanik passt, sofern ihr einen Spielecontroller verwendet. Optisch und soundtechnisch merkt ihr an vielen Stellen das knappe Indie-Budget. Die spielmechanische Herausforderung, die jeweiligen Abschnitte überhaupt zu meistern, ist groß und setzt eine gewisse Frusttoleraz voraus. Sofern ihr schon früher eure Zeit mit Spielen wie Castlevania oder Contra verbracht habt und heute einem Dark Souls nicht widerstehen könnt, solltet ihr einen Blick auf dieses Spiel werfen, besonders dann, wenn euch die Jagd nach Hightscores reizt. Wir empfehlen euch aber dennoch, zunächst mit der Demoversion anzufangen, die ihr unten in den Quellen findet.
  • Arcade-Platformer
  • Einzelspieler
  • Für Fortgeschrittene und Profis
  • Preis: 6,99 Euro
  • In einem Satz: Bockschwerer Actionplatfomer mit Retroanleihen aus Automatenspielen
CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23853 - 18. Juli 2015 - 13:11 #

Danke für den Check - nach dem eShop-Check will ich erstmal wieder leichte Kost. Aber für später kommt es mal auf die Liste

Zaunpfahl 19 Megatalent - P - 15049 - 18. Juli 2015 - 20:45 #

Endlich mal wieder ein Plattformer im Check, aber warum müssen die immer in so Bockschwer daher kommen? :(

Maverick 30 Pro-Gamer - - 223124 - 19. Juli 2015 - 8:05 #

Danke für den neuen Check. ;)

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 37191 - 27. Juli 2015 - 12:44 #

Castlevania ist eine Spieleserie, die mich trotz hohem Schwierigkeitsgrad immer motivieren konnte und großen Spaß gemacht hat. Wenn das hier auch so ist, sicher einen Blick wert.

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