eShop-Check: Mighty Gunvolt
Teil der Exklusiv-Serie eShop-Check

3DS
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20. Juli 2015 - 8:47
Jede Woche stellen wir euch ein interessantes eShop-Spiel (WiiU, 3DS oder Virtual Console) vor, egal ob Indie oder Vollpreis. Um diese Rubrik kümmern sich unsere User CptnKewl und mrkhfloppy.

Die 1980er Jahre stehen nicht nur für weitgehendes Versagen in der Musik- und Modebranche sondern auch für das erneute Aufleben der Videospielsysteme nach dem großen Crash 1984. Etliche Hersteller überschwemmten damals den Markt mit herzlosen Konsolen- und Softwareumsetzungen. Ob der heutige eShop-Check-Titel Mighty Gunvolt sowas wie Noahs Arche darstellt oder doch im Fluss der Zeit weggespült werden sollte, soll euch der Check zeigen.

Wirre Story - Tolle Charaktere
Die Story von Mighty Gunvolt ist schnell erzählt, macht aber aufgrund von der miesen Übersetzung und mauen Präsentation in Texttafeln wenig Sinn. Sumeragi, ein riesiger Konzern, hat dafür gesorgt, dass es keine Liebe mehr gibt und die Menschheit nun mangels Pärchenbildung vor dem Aussterben steht. Um zu verhindern, dass dieser finstere Plan aufgehalten wird, wurden fünf Bosse auf unterschiedliche Gebiete verteilt,  die ihr als einer von drei Charakteren befreien müsst. Ob die Storyschreiber hier eine ähnliche Hohe Strahlendosis wie Godzilla abbekommen haben, muss an andere Stelle geklärt werden. Am besten drückt ihr die Storyboxen einfach weg und kommt direkt zur Charakterauswahl. Dort stehen euch 3 Charaktere zur Verfügung: Gunvolt, Ekoro aus Gun*Gal sowie Beck, dem Megaman-Double aus Mighty No. 9. Die Protagonisten unterscheiden sich in ihren Fähigkeiten und Bewegungsabläufen. So ist es zum Beispiel nur mit Beck möglich, niedrigere Abschnitte zu durchqueren, um so an Power-ups zu gelangen, während Ekoro Gegner übernehmen und zudem ähnlich wie Prinzessin Peach in Super Mario Bros 3 schweben kann. Um Abgründe zu überwinden, besitzt Gunvolt einen Double-Jump, dazu kommt ein Elektroschocker, den er in Bogenform auf Gegner richtet. Egal, für welchen Charakter ihr euch entscheidet, die Levels bleiben gleich.

Die Helden in der Übersicht: Gunvolt, Beck und Ekoro.

Liebevolle 8-Bit Grafik und Chiptunes
Nach der Charakterwahl geht es in eine von fünf wählbaren Stages, um den jeweiligen Boss zu besiegen. Der Weg dahin ist gespickt mit Gegnern, die alle individuelle, jedoch schnell erlernbare Angriffsmuster haben. Zusätzlich müsst ihr noch Laserfallen ausweichen und diverse sich bewegende oder zusammenbrechenden Plattformen meistern, um durch die in 8-Bit-Grafik designten Levels zu kommen. Für erledigte Gegner und diverse Gegenstände, wie Bonbons und Beeren, gibt es immer ein kleines Plus auf euren Multiplikator. Der untere Screen zeigt statisch grundlegende Spielhinweise an. Die kleinen Herzen stellen hierbei eine Besonderheit dar, sie füllen auch noch eure Lebensenergie auf - ist der Balken leer, wird der Multiplikator wieder auf 1.0 zurückgesetzt. 

Hier versucht Gunvolt mit dem Elektroangriff einen Boss zu grillen.

Habt ihr die Spiel- und Kampfmechanik verinnerlicht, geht es durch die durchschnittlich vier Minuten dauernden Levels, vorbei an Flammenwerfer-Robotern oder  Selbstschussanlagen, zum Boss. Die Kämpfe gegen die Oberbösewichte verlangen von euch eine sehr gute Hand-Augen-Koordination und einiges an Geduld, bis ihr die Bewegungen verinnerlicht habt. Auch wenn also ein Durchspielvideo nur etwa 25 Minuten dauern würde, werdet ihr deutlich länger beschäftigt sein. Ein DLC für 2,99 Euro erweitert das Spiel um nochmal vier Stages und Bosse.
Heldin Ekoro hat ganz gekonnt einen Gegner verführt.
Fazit
Mighty Gunvolt ist eine Hommage an die klassischen Run-and-Gun-Spiele der 1980er Jahre. Die Grafik ist unwesentlich besser als auf dem NES und auch der Sound fiept noch wie zur goldenen MacGyver-Zeit aus dem 3DS. Die Steuerung ist direkt und setzt die Eingaben des Spielers 1:1 um. Dennoch werdet ihr in den ersten Durchgänge oft das Zeitliche segnen. Es dauert einfach, bis ihr die Bewegungsmuster der Feinde und Plattformen auf eurem Weg bis zum Finale fehlerfrei meistert. Ihr solltet also Fans des Genres sein oder eine erhöhte Frustresistenz mitbringen.

Wenn euch das nicht stört, ist Mighty Gunvolt eine wunderbare Reise in die eigene Videospielvergangenheit, die jedoch aufzeigt, dass sich das Genre insbesondere in der 16-Bit-Ära doch nochmal enorm weiterentwickelt hat. Für 3,99 Euro können Genre-Fans nicht viel falsch machen.

  • Einzelspiel
  • Run-And-Gun
  • Für Fortgeschrittene und Profis
  • Erhältlich seit 3.7.2015 für 3,99 Euro - DLC mit 4 zusätzlichen Levels 2,99 Euro
  • In einem Satz: Unverklärte Zeitreise in die 1980er Jahre mit hartem Aufschlag bei der Landung.

Video:

D43 15 Kenner - P - 3580 - 20. Juli 2015 - 9:03 #

Für 4 Euro kann man es sich tatsächlich mal anschauen :)

Dennis Hillor 22 AAA-Gamer - P - 32401 - 20. Juli 2015 - 9:12 #

Woran mich das rein optisch und gameplaytechnisch nur erinnert...:D
Aber schaut interessant aus, vor allem für den Preis.

Yoshua 17 Shapeshifter - P - 7033 - 20. Juli 2015 - 11:22 #

Ich bekam es umsonst bei Azure Striker Gunvolt dazu. Habe es 10 Minuten gespielt. War nicht so meins. Da ist Azure Striker Gunvolt mehr für mich.

So hätte ich es nicht gekauft.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 22479 - 20. Juli 2015 - 11:55 #

Ja, Azure Striker ist halt die 16Bit Vollumfangsumsetzug, als Resteverwertung ist es aber ganz guut.

Yoshua 17 Shapeshifter - P - 7033 - 20. Juli 2015 - 13:29 #

Ich mag Retro Spiele nur ich bin mit dem nicht warm gewurden. Selbst Mega Man spiele ich noch ab und an und es ist ziemlich identisch.

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