Wochenend-Lesetipps KW27: Heimcomputer, Ultima Online
Teil der Exklusiv-Serie Lesetipps fürs Wochenende

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4. Juli 2015 - 10:00 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert

In den vergangenen Monaten und Jahren sind einige ambitionierte MMOs mit Abomodell gestartet und gescheitert – sie mussten schließlich wegen ausbleibender Gewinne auf ein Free-to-Play-System umgestellt werden. Ein paar Titel haben sich aber auch gehalten und laufen bis heute mit Subskriptionen. Ultima Online zum Beispiel. Warum das so ist, wollen wir in den heutigen Lesetipps herausfinden. Außerdem geht es noch um das neue Buch von Spieleveteran Winnie Forster, den Wiederspielwert von This War of Mine und die Debattenkultur über Computerspiele in Deutschland.

"Standardwerk der Videospielhistorie?"
Gamona.de am 1. Juli, Denis Brown

Anlässlich der Veröffentlichung der überarbeiteten Neuauflage seines Buchs "Spielkonsolen und Heimcomputer" gab Winnie Forster den Kollegen von Gamona.de ein Interview, in dem er nicht nur über die Produktion des Titels spricht, sondern auch über den derzeitigen Stand der Branche: "Klassische Print-Magazine, die sich auf News konzentrieren, haben es natürlich schwer in den Zeiten des Internets, das tages-, oft minutenaktuell berichtet, mit Ton und Bewegtbild. Diese Art von Print-Journalismus muss umdenken. Dagegen ist für „tiefe“ Themen, starke Texte, geordnete Übersicht und optimales Präsentation – z.B. durch einzel- und doppelseitige Layout-Seiten - für mich ein gut gemachtes Buch noch immer die erste Wahl."

"Regal der Schande: This War of Mine"
Polyneux.de am 1. Juli, Jens

So beeindruckend This War of Mine beim ersten Durchspielen ist, so gering ist auch der Wiederspielwert, findet Jens von Polygamia.de. Nicht nur fallen beim zweiten Durchlauf einige Bugs stärker ins Gewicht, auch einige Tricks wären ihm dann nicht aufgefallen: "Wäre ich doch nur bei der einen, ersten Runde geblieben! Einige anderen Schwächen wären mir dann nicht aufgefallen. Zum Beispiel das viel zu leicht zu überlistende Speichersystem, das sich problemlos zu einem Immersionskiller entwickelt, wenn man es zulässt."

"Die wollen nur spielen – leider"
Zeit.de am 2. Juli, Christian Huberts

Wenn Spiele als Kulturgut ernst genommen werden wollen, brauchen wir in Deutschland eine breitere, offenere Debattenkultur, meint Christian Huberts von Zeit Online: "Wenn selbst der vorsichtigste Hinweis auf problematische Inhalte im Computerspiel als Verurteilung aller Spielender oder gar Zensurforderung interpretiert wird, ist kein sinnvolles Gespräch mehr möglich. Als hätte die Debatte um Killerspiele nie aufgehört, dominiert der Schutzreflex. Damit eine sachliche Auseinandersetzung möglich wird, muss sich erst ein Verständnis dafür entwickeln, dass die Kritik an Computerspielen längst nicht mehr von außen kommt und für ein Kulturgut keine existenzielle Bedrohung, sondern eine Würdigung darstellt."

"Why are people still playing Ultima Online?"
Rockpapershotgun.com am 30. Juni, Jake Tucker (Englisch)

Warum gibt es, fast 18 Jahre nach der Veröffentlichung des Titels, immer noch Leute, die regelmäßig Ultima Online spielen? Diese Frage stellte sich Jake Tucker von Rock, Paper, Shotgun und hakte bei einer Spielerin nach, die seit 2000 dabei ist. Ihre Antwort: "Ultima lockt damit, dass es vielseitig ist und auf viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Spiel-Stilen anziehend wirkt. Man muss nicht stundenlang wie bei einem Raid online sein. Man kann sich für zehn Minuten einloggen und hat am Ende trotzdem das Gefühl, etwas geschafft zu haben."

Im heutigen Video: Wenn Ubisoft ehrliche Werbung für Watch Dogs gemacht hätte.

Wenn ihr selbst interessante Links oder unterhaltsame Videos zum Thema Computerspiele entdeckt, freut sich der Autor über eine PN oder einen entsprechenden Kommentar. Dieses Mal bedanken wir uns bei den GG-Usern Jonesy und Mädchen!

Video:

Maulwurfn Community-Moderator - P - 14228 - 4. Juli 2015 - 11:00 #

Ultima Online! Unerreicht!

Ganesh 16 Übertalent - 4973 - 4. Juli 2015 - 12:18 #

Danke für den Hinweis auf den Zeit-Artikel, der war interessant.

Palladium 09 Triple-Talent - 342 - 5. Juli 2015 - 15:37 #

In der Tat, ein sehr guter Artikel. Besonders folgender Punkt:"In der Selbstwahrnehmung als vermeintlich gefährdete Minderheit wird jede Kritik am digitalen Spiel zur narzisstischen Kränkung." Ist häufig zu beobachten.

Endamon 15 Kenner - 3900 - 4. Juli 2015 - 16:14 #

Wieder mal Danke für die Zusammenstellung!

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