E3 2015: Mighty No. 9 angespielt

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Benjamin Braun 282290 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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22. Juni 2015 - 14:33 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
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Als "geistige Erben" wurden bereits viele via Kickstarter finanzierte Spiele umschrieben. Damit wird meist einfach nur umschrieben, dass der Entwickler, der die Crowdfunding-Kampagne gestartet hat, nicht im Besitz der Rechte an der Marke ist, die er sich zum Vorbild nimmt. Nicht viel anders ist das bei Keiji Inafunes bereits im Jahr 2013 mit mehr als vier Millionen Dollar finanzierten 2D-Plattformer Mighty No. 9, das nicht nur zufällig an Inafunes berühmte Mega Man-Reihe erinnert. Aber trotz aller Parallelen gibt es auch Unterschiede, wie wir im Selbstversuch auf der E3 rausgefunden haben.
 
Mega Man mit anderem Namen
Beck heißt er, die Mensch-Roboter-Mixtur, die die Hauptrolle in Mighty No. 9 spielt. Aber er schießt und springt sehr ähnlich durch die Levels, die wir in beinahe beliebiger Reihenfolge angehen können, um uns am Ende von jedem davon einem mächtigen Boss entgegenzustellen und seine Waffe an uns zu reißen. Keine Frage, Mighty No. 9 hat mehr als nur eine Prise von Capcoms bekannter Spielereihe. Aber: Ihr solltet nicht einfach die Gegner in ihre Einzelteile zerlegen. Viel besser ist es, wenn ihr sie nur so lange beschießt, bis sie für einen Moment betäubt sind. Dann nämlich könnt ihr sie mit eurem Dash-Angriff praktisch absorbieren und so einen Bonus einfahren. Das kann etwas zusätzlicher Schaden sein oder auch eine höhere Geschwindigkeit. Derartige Boni, zwischen denen wir auch wechseln können, halten länger, je häufiger uns die Betäubungs-Dashes in einer Reihe gelingen.

Manchmal lassen die Gegner dann aber auch Heilungsobjekte fallen, mit denen wir verlorene Lebensenergie wieder aufladen können. Ein paar Continues am letzten Checkpoint gibt es zwar, sind alle aufgebraucht, geht es aber am Anfang des Levels weiter. Ganz so hart wie etwa Mega Man 2 auf dem NES waren die ersten Levels in der gespielten Xbox-One-Version zwar nicht, aber verglichen mit vielen anderen aktuellen Plattformern doch eine ganze Ecke anspruchsvoller. Manche Gegner lassen etwa fiese Elektrostäbe um sich herumkreisen, die uns ordentlich Energie kosten. Einer allein ist kein Problem, zwei auf einem Bildschirm, die sich auch noch von links nach rechts bewegen, stellen uns aber schon vor eine nicht zu unterschätzende Prüfung. Gemein platzierte Gegner, die unentwegt auf uns schießen, erfordern ebenfalls eine hohe Präzision und schnelle Reaktionen, um nicht getroffen zu werden. Anders haben wir das aber auch nicht erwartet von einem Mega-Man-Erben.
 
Eine Frage der Waffenwahl
Aber die Feinde sind letztlich halb so wild für Genre-Kenner, wenn ihr nur die richtige Waffe einsetzt und nicht so töricht seid, den Versuch zu unternehmen, über einen Abgrund zu springen, anstatt es mit dem Dash zu versuchen. Neun Stück gibt es, die ihr, wie Mega Man eben, den Bossen abnehmt und danach frei zwischen ihnen hin und herwechseln könnt. Mighty No. 9 orientiert sich aber nicht nur spielerisch stark an Mega Man, sondern auch visuell. Klar ist es kein Spiel mit 8-Bit-Grafik, aber eines, das genauso aussieht wie ein für die aktuellen Konsolen modernisierter Plattfomer der 8-Bit-Generation. Hübsche 3D-Hintergründe, in denen viel, aber nie übertrieben viel los ist und geschmeidige, aber doch aufs Nötigste reduzierte Charakteranimationen und Effekte. Eine Story gibt es natürlich auch. Sie wird in Textbotschaften mit eingeblendeten Charakterporträts erzählt und ist unseren bisherigen Eindrücken nach genauso nebensächlich wie in Inafunes älteren Plattformern. Macht aber nichts, denn am Spielspaß rüttelt das keineswegs, auch wenn die Menügestaltung etwas zeitgemäßer und hübscher sein könnte.
 
Autor: Benjamin Braun (GamersGlobal)
 
Benjamin Braun
Ich erinnere mich noch gut daran, als ich damals Mega Man 2 auf dem NES spielte. An einem Tag war ich so weit gekommen, dass ich die Konsole während des Mittagessens natürlich weiterlaufen ließ. Als ich zurück kam, musste ich feststellen, dass das Netzteil abgeraucht war. Tja, das waren noch Zeiten, in denen man meist ohne Speichermöglichkeit auskommen musste. So schwierig wie Mega Man 2 ist Mighty No. 9 gewiss nicht und verzeiht auch definitiv mehr. Aber es atmet den Geist der Capcom-Figur dennoch eindeutig. Zu hoch sollte man die Erwartungen vielleicht nicht schrauben, aber Fans von Mega Man dürfen sich in jedem Fall auf einen fordernden, hübschen und hoffentlich auch einigermaßen umfangreichen Plattformer freuen. Ich weiß jedenfalls, was ich am 18. September spielen werde.
g3rr0r 13 Koop-Gamer - P - 1632 - 22. Juni 2015 - 14:46 #

Naja vlt. werd ich's mir holen, hab Mega Man immer gern gespielt :) Hab mir jetzt ein paar Videos angesehn und muss sagen es sagt mir schon zu.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9912 - 22. Juni 2015 - 15:05 #

vlt in bewegung ja besser aber die grafik wirkt schon sehr steril und lieblos, erinnert mich gerade an das ducktales remake. da hätte ich mir doch irgendwie einen anderen artstyle oder farbgebung gewünscht.
wenn man sich mal "shantae half-genie hero" anguckt, dann sieht das trotz 3D-hintergründe sehr viel poppiger und ansprechender aus.

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