E3 2015: Ghost Recon - Wildlands angeschaut

PC XOne PS4
Bild von Benjamin Braun
Benjamin Braun 280887 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
Pro-Gamer: Hat den ultimativen GamersGlobal-Rang 30 erreichtPlatin-Gamer: Hat den sehr hohen GamersGlobal-Rang 25 erreichtPS3-Experte: Ist auf PS3-Spiele spezialisiert und kennt auch die Konsole selbst gutSport-Experte: Kümmert sich bei GamersGlobal um Sport- und RennspieleAdventure-Experte; Kennt sich wie kaum ein Zweiter mit Adventures ausRollenspiel-Experte: Kaum ein RPG, bei dem er nicht das Ende gesehen hat...Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertGold-Jäger: Hat 75 Erfolge erreicht -- Wahnsinn!Gold-Gamer: Hat den GamersGlobal-Rang 20 erreichtGold-Cutter: Hat 100 Videos gepostetArtikel-Schreiber: Hat 15 redaktionelle Artikel geschriebenAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriert

20. Juni 2015 - 16:01 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
Neben Spielen mit VR-Unterstützung war auf der E3 2015 Open World erneut ein großes Thema. Auch Ubisofts auf der Spielemesse enthülltes Ghost Recon – Wildlands verschreibt sich diesem Ansatz und verschiebt gleichzeitig den Fokus stärker der Action, ohne aber die taktischen Elemente der Serie aus den Augen zu verlieren.
Ghost Recon - Wildlands ab 59,98 € bei Amazon.de kaufen.
Grenzenlose Freiheit verspricht Ubisoft für ihr neues Actionspiel Ghost Recon - Wildlands. Eine riesige Open World, mit einem frei erkundbaren Terrain größer als in allen bisherigen Spielen des französischen Publishers verspricht man überdies, ganz ohne geskriptete Inhalte.

Wir haben uns die wilden Lande und den Vier-Spieler-Koop-Modus ausführlich auf der E3 2015 angeschaut.
 
Tod den Kartellen
Es war die große Überraschung, die Ubisoft mit ins Gepäck zur E3 genommen hatte. Mit Wildlands geht die langjährige Spielereihe in die nächste Runde. Diesmal allerdings nicht mit separaten Levels oder einer vorgefertigten Abfolge von Missionen. Stattdessen gibt es eine offene Spielwelt, in der wir selbst entscheiden können, wohin wir als nächstes gehen wollen. Zugeschnitten ist das Ganze auf den Koop-Modus, in dem bis zu vier Spieler gemeinsam unterwegs sind und ihre Aktionen aufeinander abstimmen. Theoretisch können sie sich aber auch unabhängig voneinander durch die Welt bewegen und das betreiben, was andere Entwickler als Free-Roaming-Modus bezeichnen würden. Wie genau der angekündigte Solo-Modus aussieht, ist noch nicht bekannt. Zumindest dort würden wir jedoch erwarten, dass man auch einem roten Faden folgen kann, wenn auch vielleicht nur in Ansätzen.
 
So weit das Auge reicht: Laut Ubisoft hat Wildlands die größte Open World in der Geschichte des Publishers.
Inhaltlich bekommt ihr es mit einem Szenario zu tun, in dem verschiedene Drogenkartelle das Sagen haben, Dorfbewohner zur Herstellung illegaler Substanzen zwingen und sie kurzerhand töten, wenn sie nicht mitspielen wollen. Gesehen haben wir bislang nur einen Teil der Welt in der Wüste, es gibt aber auch Schnee und Eis sowie Dschungel. Wir sind Mitglieder einer Spezialeinheit,die sogenannten Ghosts, die genau diesem Treiben ein Ende setzen wollen. Ob ihr zunächst in Dorf X oder Dorf Y geht, ist gänzlich euch überlassen, genauso wie die Wahl eures fahrbaren Untersatzes.

Denn wie in GTA-Manier nehmt ihr euch einfach ein Auto, ein Motorrad oder auch einen Hubschrauber, um damit schneller zu einem potenziellen Einsatzort zu gelangen. Damit die Reise nicht langweilig wird, schalten wir nebenher das Radio ein, wo neben Musik auch immer wieder mal Radiomoderatoren zu hören sind.
Wie es sich für ein echtes Open-World-Spiel gehört, wird es in Wildlands fließende Tag-Nacht-Wechsel und natürlich auch Wetter geben,

Schleichen oder Ballern?
Freiheiten genießt ihr in den Wildlands nicht nur bei der Wahl eurer nächsten Mission, sondern auch bei der Art eures Vorgehens. Prinzipiell könnt ihr mit eurem SUV und euren Kameraden, die sich während der Fahrt aus dem Fenster lehnen, auch einfach in ein Lager des Kartells rasen und alles kurz und klein schießen, was sich euch in den Weg stellt. Genauso gut könnt ihr aber auch versuchen, heimlich vorzugehen oder eine Mischung aus beidem wählen. So schleichen sich etwa zwei Mitglieder unseres vierköpfigen Teams durch die hoch bewachsenen Getreidefelder direkt in ein vom Kartell besetztes Dorf und erledigen schon mal einige der Wachen im Nahkampf. Wir müssen immer unser Umfeld im Blick behalten, damit uns die Gegner nicht entdecken und wenigstens schnell genug ausgeschaltet werden, bevor sie Alarm schlagen können. Letzteres führt zwar offenbar nicht dazu, dass unendlich Nachschub am Boden aus der Luft anrückt, wie es in Far Cry der Fall ist. Stattdessen werden nur die Kartellangehörigen im näheren Umfeld auf uns aufmerksam gemacht, die allerdings bereits eine deutliche Übermacht darstellen. Da Waffen eine vergleichsweise realistische Wirkung auf den Beschossenen haben, liegen wir jedoch rasch am Boden, wenn wir Treffer kassieren. Alarm auszulösen, ist also nicht unbedingt die allerbeste Idee. Also lieber außer Sicht bleiben und statt gehockt vielleicht sogar im Liegen vorrücken.

Zu Lande und aus der Luft
Neben diversen Landfahrzeugen gibt es auch Hubschrauber, die ihr und euer Team verwenden könnt.
Während zwei Teammitglieder direkt ins Dorf hinein gehen, nehmen die anderen den Kartellunterschlupf aus der Distanz mit ihren Scharfschützengewehren ins Visier. So haben sie eine bessere Übersicht als wir und können uns gegebenenfalls warnen, wenn Unheil aus einem für uns schlecht einsehbaren Bereich droht. Diese Kooperation kann noch bedeutend vielfältigere Züge annehmen.

Beim Angriff auf ein Camp, wo wir einen potenziellen Informanten befreien sollen, nähern wir uns etwa mit einem Hubschrauber. Zwei Teammitglieder springen in einiger Entfernung aus dem Hubschrauber ab und pirschen sich nach der Fallschirm-Landung an das Camp an. Aus erhöhter Position markieren sie durch ihre Ferngläser blickend erst mal alle Gegner, die dann für das gesamte Team auf der Minimap sichtbar sind.

Auch hier lässt Far Cry grüßen, auch wenn wir bei der Präsentation noch keine erklimmbaren Funktürme erkannt haben. Diese Markierungen sind auch mittels einer Drohne möglich, die wir über dem Zielgebiet kreisen lassen. Was genau passiert, wenn diese entdeckt wird, wissen wir allerdings nicht. Die beiden Ghosts am Boden befreien schließlich die Zielperson aus ihrem Käfig. Bevor die eigentlich Flucht beginnt, eröffnen die anderen beiden aus dem Helikopter noch das Feuer, um am Boden für Chaos und Zerstörung zu sorgen. Unsere Geisel packen wir schließlich noch in den Kofferraum eines Autos, das wir im Lager finden und fahren damit schließlich zu einer Position, wo wir einen Austausch durchführen können. Denn nur mit dem Hubschrauber sind wir in der Lage, die Person an den letztendlichen Ablieferungsort zu bringen.
Ihr könnt Wildlands actionbetont spielen, aber genauso gut heimlich die Missionen erfüllen. Wie üblich ist Teamkommunikation hier das A und O.

 
Kartell versus Kartell
In der Welt von Wildlands bekriegen sich verschiedene Kartelle gegenseitig, was uns die Chance gibt, dies zu unserem Vorteil zu nutzen. Sorgen wir also dafür, dass Mitglieder eines Kartells denen eines anderen begegnen, erledigen diese sich gegenseitig. Was genau das Spielziel sein wird, ist uns nicht ganz klar geworden. Denn eine Story im eigentlichen Sinne scheint es allenfalls in Ansätzen zu geben. In Anbetracht des Open-World-Ansatzes mit Koop-Fokus wäre das in jedem Fall eine nachvollziehbare Entscheidung. Zentrale Aspekte wie taktische Optionen, Teamkommunikation, wenn hier eben ausschließlich zwischen echten Spielern, die richtige Wahl von Waffen und Ausrüstung und ähnliches, bleiben mit Wildlands ein zentrales Element im neuen Ghost Recon.
 
Das alles macht auf uns einen unterhaltsamen und vielfältigen Eindruck, zumal auch die regulären Dörfer, die noch nicht vom Kartell unter Beschlag genommen wurden, bevölkert sind und einen lebendigen Eindruck hinterlassen. In anderen Dörfern, die sich gegen das Kartell gerichtet haben, entdecken wir sichtbar für alle erhängte Dorfbewohner, die zur Glaubwürdigkeit der Spielwelt beitragen. Enttäuscht sind wir allerdings dezent von der Grafik. Denn selbst die präsentierte PC-Fassung wirkt abseits der Spielfiguren und NPCs bisweilen relativ detailarm, farblich blass und eintönig. Das lässt sich zwar zum Teil durch die Tristesse des Wüstenszenarios erklären, aber gerade bei den Konsolenversionen muss man in Anbetracht des Gebotenen befürchten, dass die Präsentation mit dem vielversprechenden Gameplay noch deutlich weniger mithalten kann. Aber noch ist es diesbezüglich mit einer Einschätzung zu früh. Ghost Recon - Wildlands soll schließlich erst irgendwann im kommenden Jahr für PC, Xbox One und PlayStation 4 erscheinen.

Autor: Benjamin Braun (GamersGlobal)

Benjamin Braun
Ghost Recon - Wildlands will mit großen spielerischen Freiheiten punkten und richtet sich eindeutig in erster Linie an Multiplayer-affine Spieler, auch wenn ein Solo-Modus vorhanden sein wird. Wäre nicht die enttäuschende Grafik, stünde der Titel sicherlich deutlich höher auf der „Will ich spielen“-Liste, als es aktuell der Fall ist. Aber Ubisoft hat schließlich noch längst nicht alles gezeigt, was Wildlands zu bieten hat (oder wenigstens zu bieten haben könnte). Von daher ist auch noch keine überbordende Skepsis angesagt. Noch hält sich meine Vorfreude stark in Grenzen, aber das kann sich mit weiteren und vor allem eigenen Spieleindrücken auch ganz schnell ändern.
fellsocke 16 Übertalent - P - 5163 - 20. Juni 2015 - 19:57 #

"richtet sich eindeutig in erster Linie als Multiplayer-affine Spieler" - damit bin ich raus. Schade, hat eigentlich einen guten Eindruck gemacht. Aber ich so dermaßen überhaupt nicht Multiplayer-affin...

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4484 - 20. Juni 2015 - 20:57 #

Sieht ähnlich toll aus, wie die ersten Ubisoft-Videos zu Watch Dogs und The Division toll aussahen. Bin mal gespannt, wie es in ein paar Monaten aussieht. :-)

RobGod 14 Komm-Experte - 2357 - 20. Juni 2015 - 23:33 #

"Wäre nicht die enttäuschende Grafik [...]"
Bitte was?!

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11646 - 21. Juni 2015 - 0:46 #

Hab ich mich auch gefragt^^ Keine Ahnung, ob das live so großartig anders wirkt, aber das Gameplay aus der PK oder auch die Screenshots hier sehen wahnsinnig gut aus. Allerdings hat Benjamin auch im Videocast bei fast jedem Spiel über die Grafik gemeckert...

Cat Toaster (unregistriert) 21. Juni 2015 - 1:12 #

Ja, das was so ziemlich mein "Best of Show" aber ich kenne halt nur den Trailer. Solang das Gameplay rockt darf es gern auch ein wenig hässlicher sein. Ich spiel ja Payday 2 auch nicht wegen der Grafik (wobei es kein schlechteres Spiel wäre sähe es geil aus).

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58766 - 21. Juni 2015 - 1:41 #

Da war ich auch überrascht. Hat im Trailer auf der PK eigentlich ziemlich gut ausgesehen fand ich, aber wer weiß was da dran geschraubt wurde. Oder gibts schon echtes Gameplay zu sehen?

Philley 16 Übertalent - 5353 - 21. Juni 2015 - 10:24 #

Hab ich mich im Video gefragt, Trailer nochmals angesehen und mich gewundert. Nun wieder gelesen, Bilder angesehen und hab keine Ahnung, was er meint.

breedmaster 13 Koop-Gamer - 1501 - 21. Juni 2015 - 11:49 #

Würde mich auh interesieren.Vielleicht gabs noch einen Anspieltermin für Pressevertreter, von dem es keine Videos gibt.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11646 - 21. Juni 2015 - 12:11 #

"Tristesse des Wüstenszenarios" direkt unter dem Bild eines wunderschönen Regenwaldes ist auch gewagt^^ Scheint ja sehr viele Gebiete zu beinhalten.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)