E3 2015: Until Dawn angespielt

PS4
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17. Juni 2015 - 2:05 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
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Mit Until Dawn arbeitet Supermassive Games an einem Spiel, das ursprünglich noch für die PS3 und mit Move-Steuerung erscheinen sollte. Mittlerweile wurde die Entwicklung des Titels zwar auf PS4 umgeschwenkt, am eigentlichen Spielkonzept – ein Heavy Rain mit der Story eines Teenie-Slasherfilms – hat sich aber nichts geändert. Auf der E3 konnten wir nun einen kompletten Abschnitt spielen und sind uns danach sicher: Until Dawn könnte ein Geheimtipp werden.

Wir steigen etwa zur Mitte des Spiels in eine Zwischensequenz im Wald ein. Einer der Teenager-Charaktere ist blutüberströmt. In der Hütte, in der die acht Mann große Gruppe übernachten wollte, hat sich ein Verrückter ausgetobt – die beste Grundlage für einen spaßigen Slasherfilm. Doch Until Dawn ist ein Spiel: Jede der acht Personen wird von uns im Spielverlauf gesteuert, und jede von ihnen kann wie in Heavy Rain sterben.

Matt und Emily werden auserkoren, Hilfe zu holen. Ziel ist eine nahegelegener Turm, in dem sich vermutlich ein Funkgerät befindet. Doch schon vorher wartet die erste Gefahr auf die beiden. Mitten im Wald begegnen sie einer Herde Hirsche, die sich ihnen bedrohlich in den Weg stellen. Nun kommt zum ersten Mal das Entscheidungssystem von Until Dawn zum Tragen: Greifen wir die Tiere an oder versuchen wir uns vorsichtig durchzuschleichen? Wir entscheiden uns für Zweiteres – und entgehen damit dem Tod der männlichen Spielfigur, wie wir im Anschluss von einem der Entwickler erfahren. Hätten wir unsere Axt benutzt, hätten sich die anderen Hirsche bedroht gefühlt und wären zum tödlichen Angriff übergegangen.

Entscheidungen dieser Art soll es in Until Dawn am laufenden Band geben, darüber hinaus sollen sie sich auch auf den Verlauf der Geschichte auswirken. Wie stark, können wir allerdings noch nicht beurteilen. Auch in Gesprächen müssen wir häufig zwischen zwei Möglichkeiten wählen. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Emily gerät im Verlauf der Demo in eine lebensgefährliche Notsituation, Matt könnte sie retten. Dafür müsste er sich jedoch selber in Gefahr begeben und kann auf die Hilferufe seiner Freundin nun entsprechend gereizt reagieren. Es geht sogar noch einen Schritt weiter: Wir können den jungen Mann sogar als Feigling darstehen lassen, der sich lieber selber in Rettung bringt und dadurch Emilys Tod in Kauf nimmt.

Spielerisch dürft ihr von Until Dawn tatsächlich nicht viel mehr als von Heavy Rain erwarten. Dazu gehören auch viele Quicktime-Events, in denen ihr etwa den rechten Stick rotieren müsst, um die Frequenz des Radios zu verstellen, oder den rechten Stick bei gedrückt gehaltenem Trigger nach unten ziehen müsst, um eine Tür zu öffnen. Zu schwierig fallen diese Sequenzen unserem bisherigen Eindruck nach aber selbst in stressigeren Situationen nicht aus.

Technisch macht sich vor allem die PS3-Herkunft bemerkbar: Die Konturen der Charaktere wirken unsauber, auch die Texturen könnten detaillierter sein. Zudem ruckelte das Spiel hin und wieder leicht. Atmosphärisch sind wir aufgrund der hübschen Beleuchtung aber durchaus angetan, zumal wir die Taschenlampe in Emilys Hand mit dem rechten Stick jederzeit ausrichten dürfen.

euph 23 Langzeituser - P - 38595 - 17. Juni 2015 - 4:54 #

Mh, okay. also nicht ganz der Knaller, den ich erhofft habe. Klingt aber trotzdem so, als ob man den Titel bei Gelegenheit spielen kann.

Nefenda 14 Komm-Experte - 1889 - 17. Juni 2015 - 6:08 #

Hmmm, also wenn es wirklich hinter heavy Rain liegt. Und unsauberer wirkt dann nein danke. Ich mag das genre schon iwie weil es sehr intensiv sein kann. Ich mein viel mehr als das einem die charakter interessieren bleibt ja auch nicht, bei so reduziertem Gameplay. Und wenn schon die technik dahinter eher meh is lass ich erstmal die finger von.

Fischwaage 17 Shapeshifter - 6765 - 17. Juni 2015 - 10:39 #

Veraltete Technik + Ruckler?! Das geht mal so gar nicht! Das Ding erscheint ja schon in 2 Monaten.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11646 - 17. Juni 2015 - 12:30 #

Ich freu mich so riesig auf das Spiel! :D Allein das Konzept ist so genial, in dem bisher gezeigten Gameplay-Material ist vor allem die Kameraarbeit spitze, die Inszenierung ist besser als in so manchem "echten" Horrorfilm... Etwas erstaunlich, dass es auf der Sony PK nur am Rande erwähnt wurde, umso mehr freut mich hier mal wieder was positives drüber zu lesen :)

Karston Marston 11 Forenversteher - 841 - 17. Juni 2015 - 15:17 #

Ein interessantes Erzählexperiment im Horrorgenre. Mal sehen, wie viel wir in Zukunft von diesen Interaktiven Filmen noch bekommen werden - das glaubwürdige Schauspiel ist technisch schon sehr weit umsetzbar.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20623 - 22. Juni 2015 - 11:14 #

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