ATI Eyefinity: Spielen mit 6 Monitoren (+Video)

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Dennis Ziesecke 29629 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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11. September 2009 - 19:56 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Mit der Vorstellung der neuen ATI-Grafikkarten aus der HD5000-Serie enthüllten die Entwickler auch gleich noch eine weitere sehr spannende Funktion. Bis zu drei Monitore sollen sich mit den neuen Modellen pro Grafikchip gleichzeitig ansprechen lassen, bisher waren ohne Zusatzgeräte maximal zwei Bildschirme möglich. Die geplanten X2-Karten sollen so auf sechs gleichzeitig benutzbare Monitore kommen, wer ein Mainboard mit mehrere PEG-Steckplätzen nutzt, kommt so schon einmal auf die stattliche Zahl von bis zu 18 Bildschirmen (drei Grafikarten mit je sechs Monitorausgängen). Diese neue Funktion wird unter dem Namen Eyefinity beworben.

Dank der neuen Displayport-Schnittstelle sollen so auch Auflösungen jenseits der als Full-HD bekannten 1920x1080 Bildpunkten mit jedem Ausgang machbar sein. Wer also schon immer einmal sechs 30" Bildschirme zu je 2560x1600 Pixeln zu beeindruckenden 7680x3200 Pixeln zusammenschließen wollte, bekommt jetzt endlich die Gelegenheit dazu. Aufgrund der bei ersten Präsentationen gesehenen Leistungsfähigkeit der HD5000-Karten könnten Spiele sogar flüssig auf dieser Konfiguration laufen.

In dem angehängten Video wird jedenfalls schon einmal mit 6 Flachbildschirmen demonstriert, wie das Spiel Tom Clancy's Hawx auf sechs Monitoren mit einer Auflösung von insgesamt 5760x2400 Pixeln aussieht. Auf einer Demonstration wurde dann auch World of Warcraft in 7680x3200 demonstriert (flüssig auf einer X2-5870-Karte). Dirt2 lief in DX11 auf dieser Auflösung übrigens flüssig, Left4Dead ruckelte ein  wenig. Eine recht beeindruckende Leistungsdemonstration auch abseits der gigantischen Auflösungen und Bildgrößen. Für große Filmdarstellungen eignet sich diese Technik allerdings eher weniger, da bei Filmen die Ränder der Monitore mehr stören als bei Spielen. Übrigens muss das jeweilige Spiel auch noch eine recht freie Eingabe der gewünschten Auflösung unterstützen. Wer aber schon einmal einen 3D-Shooter oder ein Rennspiel mit drei nebeneinander platzierten Monitoren spielen durfte, beginnt wahrscheinlich jetzt schon einmal zu sparen.

Auch abseits der Wunschträume reicher Computerspieler ergibt die Möglichkeit, größere Mengen an Bildschirmen auch in hohen Auflösungen gleichzeitig nutzen zu können, Sinn. Auch viele professionelle PC-Nutzer ziehen einen Nutzen aus den Multimonitorfähigkeiten. Programmierer, Grafiker, Audiospezialisten freuen sich über den zusätzlichen und preiswerten Platz. Bislang war für eine Konfiguration mit mindestens drei Bildschirmen entweder eine zweite Grafikkarte (respektive eine Dual-GPU-Lösung) oder eine teure Zusatzbox von der Firma Matrox nötig.

Video:

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 11. September 2009 - 20:13 #

Hä, ich dachte nur 3. Aber cool.
Kleiner Fehler: Es war bisher möglich, 4 Monitore an einem PC zu betreiben. Dafür brauchte man eine Karte mit der LFH60 oder DMS-59 Schnittstelle.
http://de.wikipedia.org/wiki/LFH60
http://de.wikipedia.org/wiki/DMS-59

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 11. September 2009 - 20:22 #

3 Monitore pro CHIP, bei X2-Karten also 6. Und wenn "Trillian" wahr wird und ernsthaft drei Chips pro Karte realisiert gar 9 - das ist aber eher unwahrscheinlich.

Und bei der LFH60 sind wir wieder bei den am Ende genannten Leuten von Matrox. Für Privatanwender sind diese Lösungen eh nichts gewesen, da war allerhöchstens die Triplehead-To-Go interessant weil halbwegs bezahlbar und kompatibel.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 11. September 2009 - 21:06 #

An meinem Lehrstuhl liegt ne Karte mit LHF60 relativ unspektakulär in ner Schublade. Ist aber ein Modell von ATI und n paar Generationen alt. War die mal Teuer?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 11. September 2009 - 21:41 #

Sie war zumindest eher selten und daher ist anzunehmen, dass sie auch teuer war. Matrox stellt jedenfalls eher selten preisgünstige Hardware her ;) .

Bei mir auf der Arbeit liegen auch Geräte unspektakulär herum, die mehrere tausend Euro kosten. Passiert, wenn die Verantwortlichen nichts besonderes darin sehen. Aber kennst du einen Spieler mit einem Multimonitorsystem auf Basis der LHF60-Schnittstelle? ;)

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 11. September 2009 - 21:50 #

Ich versteh die Verbindung zwischen LHF60 und Matrox nicht, die du schlägst. Die Karte die ich in den Fingern hatte war eine Nvidia Quadro 550 Xgl.

CH64 13 Koop-Gamer - 1703 - 11. September 2009 - 21:55 #

Der LFH60 wird von Matrox als Dual-DVI-Stecker genutzt, um die Datenmengen zu transportieren reicht ein DVI nicht.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 11. September 2009 - 21:56 #

Matrox also Multimonitor-Spezialist hat diese Schnittstelle recht gerne benutzt. Aber auch "deine" Quadro wird nicht preiswert gewesen sein, auch wenns eine "Einsteiger-Profikarte" war ;) .

Stefan1904 30 Pro-Gamer - P - 128500 - 11. September 2009 - 20:13 #

Das ganze stelle man sich jetzt mit sechs 46 Zoll großen LCD Fernsehern vor :-)

CH64 13 Koop-Gamer - 1703 - 11. September 2009 - 20:22 #

Toll, ein großer Monitor ist leider zu teuer, aber das währe was. Wie viel kostet den die Karte.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 11. September 2009 - 20:25 #

Da diese Technik nicht von der Leistung der Karte abhängt, sollten die Boardpartner auch kleine HD5350 mit drei Ausgängen herstellen können, welche dann preislich wohl im Rahmen der 50 Euro liegen sollten. Nur sind die Karten unterhalb der 5870 und 5850 noch nicht offiziell angekündigt, ein Termin und Preise stehen noch nicht fest.

Die "großen" Modelle sind aber in zwei Wochen in kleinen Stückzahlen verfügbar, preislich beginnt es bei 299 Dollar für die 5850 und 399 Dollar für die 5870. http://www.gamersglobal.de/news/10024 da sind zumindest die Infos für die größere Karte.

Diese Preise werden aber recht schnell sinken, spätestens mit den neuen Modellen von nVidia.

CH64 13 Koop-Gamer - 1703 - 11. September 2009 - 20:59 #

Bei kleinen Karten kann ich keine hohen Auflösungen in Spielen nutzen, weil die Leistung nicht reicht. Drei mal das gleiche Bild ist witzlos.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 11. September 2009 - 21:05 #

ich wusste nicht, aus welcher intention du gefragt hast. Wie schon geschrieben, viele Anwendungen funktionieren besser mit mehreren Bildschirmen. Nimm mal die Recherche für Gamersglobal - ein Screen fürs Net, einer fürs office.

Spieler nehmen natürlich eher die 5850 oder größer, klar.

Alex Hassel 19 Megatalent - 17895 - 11. September 2009 - 20:48 #

Mich würden die schwarzen Monitorrahmen im Bild verrückt machen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 11. September 2009 - 20:53 #

Bei Shootern oder (besonders!) Rennspielen (und Weltraumballereien a la WingCommander) stören die nicht mehr sonderlich. Zumindest bei den 3-Screen-Konfigurationen die ich bisher im Einsatz hatte und gesehen habe.

André Pitz 15 Kenner - 2976 - 11. September 2009 - 21:26 #

Sehr schöne News, die trotz Hardwarethema ohne technische Begriffe auskommt, bei denen man eh nur Hauptbahnhof versteht :D

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