Warum Wertungen wichtig sind Meinung

Mick Schnelle über wahre Fans

Mick Schnelle / 22. Mai 2016 - 13:00 — vor 26 Wochen aktualisiert
Für die einen unverzichtbar, für die anderen eine überflüssige Zahl am Ende eines Textes – und doch gehören sie zum Test eines Spiels einfach dazu, auch wenn sie immer wieder zu Diskussionen führen. Mick Schnelle hat einen aktuellen Fall zum Anlass genommen, darüber nachzudenken, warum Wertungen dennoch wichtig sind.
Anfuehrung
Manchmal ist die Welt schon reichlich paradox. So etwa, wenn der Publisher eines Spiels einen Spieletester in Schutz nimmt, der gerade seinen aktuellen Titel nicht sonderlich gut bewertet hat. So geschehen im Fall des Weltraumstrategiespiels Stellaris (zum GG-Test), das im Test von IGN mit 6,3 von 10 Punkten nicht so richtig dolle abgeschnitten hatte. Was folgte, war der zu erwartende Aufstand besorgter Leser, die schnell eine hundsgemeine Verschwörung hinter dem Test von IGN vermuteten. So weit, so wenig bemerkenswert. Interessant wurde es, als der Publisher Paradox Interactive den Tester öffentlich verteidigte und sämtliche Verschwörungstheorien ins Reich des absurden Blödsinns verwies.
 
Mein allererster Test von 1993 führte sogar zu einem einjährigen Bemusterungsstopp.
Das ist selten. Mir ist so etwas bislang in meiner 23jährigen Zeit in der Spielebranche nicht ein einziges Mal untergekommen. Mein allererster Test von 1993 führte sogar zu einem einjährigen Bemusterungsstopp. Das ist natürlich ein Extremfall, aber Knatsch mit Publishern gehört quasi zum Berufsbild des Spieleredakteurs. Einen Satz in der Stellungnahme von Paradox Interactive finde ich besonders bemerkenswert, und der liest sich redlich eingedeutscht ungefähr so: „Wertungen stellen immer persönliche Meinungen dar. Doch vielen Fans dienen sie als Rückversicherung ihrer eigenen Ansichten und letztlich auch Vorurteile.“ Was uns endlich zum eigentlichen Thema meiner Kolumne führt: Ist das wirklich so?
 
Seien wir ehrlich. Warum bewerten wir Spiele eigentlich? Immer  wieder gibt es Stimmen, die Wertungen, egal ob nach Prozent oder Sternen, für überflüssig, sogar unredlich halten. Doch wer so denkt, verkennt die menschliche Natur. Wir wollen alles vergleichen, wiegen, nachmessen und das letztlich schön eingereiht in Listen voller Vergleichbarem präsentieren. So funktionieren Sport, Wissenschaft, Wirtschaft, Hitparaden und so ziemlich alle anderen Bereiche des menschlichen Lebens. Ja, wer will nicht wissen, wo es den weltbesten Käse oder das dickste Baby gibt? Und ja, so funktioniert letztlich auch das Testen von Spielen. Ich verrate jetzt mal ein Dienstgeheimnis aus meiner Zeit bei einem großen amerikanischen Verlagshaus: Zwei Leser, die sich jeweils mit der Gamestar und der PC Games in der erhobenen Hand anbrüllen und trefflich darüber streiten, welches von den beiden Heften denn nun Recht hat – genau so stellen wir uns den idealen Leser vor! Schockiert?
 
Nein, wir sind keine Sadisten, die sich am Streit anderer laben. Aber gibt es ein schöneres Kompliment für die eigene Arbeit, als wenn die Leser uns derart vertrauen, dass sie dafür sogar einen Streit mit dem besten Freund in Kauf nehmen? Damit geht natürlich eine nicht zu gering zu schätzende Verantwortung einher. Die Wertungen müssen stimmen! Wie, das widerspricht der eingangs von Paradox Interactive gestellten These, alle Wertungen wären subjektiv? Korrekt, aber Paradox Interactive hat ja auch nicht recht.

Natürlich kann kein Spieletester vollständig ausschließen, dass ein gewisses Maß an eigenem Geschmack sich letztlich doch in die Wertung einschleicht. Deshalb entscheidet aber auch kein Redakteur im einsamen Keller allein darüber, welche Note er gibt. Der eigene Vorgesetzte plus Chefredakteur müssen davon auch überzeugt werden. Daraus ergeben sich oft bohrende Nachfragen, die der spanischen Inquisition zur Ehre gereichen dürften. Das trifft freie Autoren nicht minder, wie die eine oder andere Email mit dem Chefredakteur einer globalen Gamerseite beweist. Oftmals geschrieben zu nachtschlafener Zeit unter heftigem Koffeineinfluss, was der Tonalität ab und an etwas abträglich sein kann. Mea culpa!
 
Doch zurück zur eigentlichen These von Paradox: Dienen Wertungen tatsächlich der Rückversicherung der eigenen Meinung und letztlich der Pflege von Vorurteilen der Leser? Die Antwort ist ein klares Nein! Denn man muss die Leser in zwei verschiedene Gruppen einteilen. So gibt es das Heer zufriedener Freunde der Redaktion, die gern einmal im Monat lesen, was es Neues gibt und was die Lieblingsredaktion dazu zu sagen hat. Dabei muss man nicht immer deren Meinung teilen, aber diese Gruppe nimmt das ganze Thema auch nicht allzu ernst. Es geht um Spiele, die Spaß machen sollen. Und dann gibt es noch die relativ kleine, aber extrem lautstarke Gruppe kritischer Leser. Die unterstellt sämtlichen Redaktionen im Spielebereich so ziemlich alles Böse dieser Welt. Das Repertoire reicht dabei von simpler Bestechlichkeit und Herstellerhörigkeit, über Inkompetenz und Ignoranz bis hin zum Waldsterben und der globalen Klimaerwärmung.
 
Wir sind für eine gewisse Gruppe eben korrupte, ignorante und inkompetente Schergen.
Nur ein Beispiel zur Illustration: Als ich vor ein paar Jahren das im Vergleich zu den famosen Vorgängern enttäuschende Wizardry 8 mit 78 Prozent bewertete, startete ich unbewusst eine Kampagne, die sich bis in die heutige Zeit hineinzieht. Interessanterweise stand weniger die Wertung im Mittelpunkt. Vielmehr wird bis heute heftig kritisiert, dass der Test „nur“ eine Seite lang war. Viel zu kurz für den kritischen Leser. Und das, so ist man sich in gewissen Kreisen bis heute sicher, lag nur daran, dass ich die Reihe nicht mochte und den Titel deshalb klein halten wollte. Meine, zumindest in den Anfangstagen gebetsmühlenartig vorgetragene Erklärung, dass einfach nicht mehr Platz im Heft vorhanden war, wird bis heute geflissentlich ignoriert.
 
Ja, in solchen Fällen möchte man gern an den von Vorurteilen belasteten Leser glauben. Wir sind für eine gewisse Gruppe eben korrupte, ignorante und inkompetente Schergen. Nur, wenn diese Herrschaften das tatsächlich glauben, wieso lesen sie dann noch unsere Artikel und Tests? Zeitschriften, denen ich nicht vertraue, ignoriere ich einfach, statt in Foren und Mails ellenlange Diskussionen zu führen. Nein, das hat mit Vorurteilen wenig zu tun. Natürlich macht sich so mancher Leser ein ganz eigenes Bild vom Redaktionsalltag, das nicht unbedingt etwas mit der Realität zu tun hat. Aber das gilt auch für Bundesligamannschaften samt ihren Trainern. Und trotzdem jubeln diese Leute jedes Wochenende im Stadion genau diesen „überbezahlten, inkompetenten und arroganten“ Sportlern zu, bevor sie sich danach beim Bierchen das Maul über ihre Helden zerreißen.
 
Und genau darin liegt letztlich ja die Lösung der ganzen Angelegenheit. Das kleine Wörtchen „Helden“ enthält, worum es genau geht. Es geht um echte Fans. Leser, die ihr Hobby und alles, was damit zu tun hat, extrem ernst nehmen. Die sich in ihrem Lebensbereich angegriffen fühlen, wenn ein Test, eine Wertung oder auch nur ein nachlässig formulierter Halbsatz etwas anderes auszudrücken scheint, als erwartet. Oder noch schlimmer: Das bereits gekaufte Spiel, das man sich schon ein paar Tage schöngespielt hat, wird als die laue Luftnummer enttarnt, die es eigentlich ist. Was der Fan ja eigentlich auch genau weiß. Nur ist dann eben der Überbringer der Nachricht schuld, sprich der Spieletester, also ihr Held. Und da der Leser genau den ja eigentlich schätzt, entlädt sich eine indifferente Wut eben im Forum zum Spieletest.
 
Ehrlich gesagt, ich verfolge solche Diskussionen zu Spielen immer gern, auch und gerade besonders wenn es um die Tests von Kollegen geht. Denn, und davon bin ich mittlerweile zutiefst überzeugt, wer sich eine derartige Mühe macht, kleinste Fehler zu Katastrophen aufzubauschen und sogar seitenlange Emails schickt, der ist ein echter wahrer Fan. Und ja, den habe ich ganz besonders lieb!

Euer Mick Schnelle
Abfuehrung
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Mick Schnelle 22. Mai 2016 - 13:00 — vor 26 Wochen aktualisiert
Christoph Vent Redakteur - P - 123725 - 22. Mai 2016 - 9:21 #

Viel Spaß beim Lesen!

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11667 - 22. Mai 2016 - 13:06 #

"Zwei Leser, die sich jeweils mit der Gamestar und der PC Games in der erhobenen Hand anbrüllen und trefflich darüber streiten, welches von den beiden Heften denn nun Recht hat – genau so stellen wir uns den idealen Leser vor!"
Ja, die können dann richtig streiten, ob das Spiel eine 81 oder 83 ist... Wertungen haben in den letzten Jahren für mich stark an Bedeutung verloren, da sich alles nur noch zwischen 80 und 89 abspielt. Klar, Spiele sind besser geworden und schlechte Spieler werden seltener getestet, aber wenn die Wertungsskala nicht ausreichend genutzt wird, ist das ganze sinnlos. Da der Leser dummerweise auch schon erzogen ist, dass alles unter 80 totaler Mumpitz ist, ist der Shitstorm von Fans bei einer 63 kein Wunder. Ja, Wertungen sind wichtig und gut, müssen aber polarisierender ausfallen, um wirklich zu einer Diskussion beizutragen. Aktuell hier etwa der MP-Test von Battleborn. Das fand der Tester hier im Prinzip laut Podcast "richtig scheiße" und das heißt dann "7.0". Was soll das?

eksirf 15 Kenner - P - 2776 - 22. Mai 2016 - 15:24 #

zu Battleborn: Es gibt eben den Unterschied zwischen der persönlichen Wertung eines Testers (richtig scheiße) und der möglichst objektiven im Testbericht.
Für mich das Problem an den Wertungen - sie sind subjektiv genug. Zu PC Player Zeiten wusste ich dieser Autor "tickt" in etwa wie ich, oder ich wusste er findet das gut, mir gefällt das aber eben nicht. Ich weiß nicht warum - heute kann ich das nicht mehr "finden". Vielleicht lese ich auch inzwischen zu wenige Tests..
Noten sind für mich ein Hinweis - ausschlaggebend ist aber der Test und Let's plays. GTA 5 hat super Wertungen, es ist auch gut. Aber trotz mehrmaliger Anläufe "packt" es mich nicht. An Stellaris hingegen habe ich, trotz der vermeintlich schlechten Wertung, Spaß.

Ich würde mir ein System ähnlich dem bei der ct wünschen. Beim Festplattentest wird eben nicht gesagt DAS ist die beste Festplatte, sondern eher diese hier macht das gut, jene etwas anderes. Man geht davon aus, dass der Leser mündig genug ist seine eigenen Bedürfnisse zu kennen und die für sich richtige HD auszusuchen.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11667 - 22. Mai 2016 - 16:28 #

Ich finde diese objektivität geheuchelt und nutzlos. Warum nicht begründen, wenn einem ein spiel nicht gefällt statt mit aller macht noch nach gründen zu suchen, die der eigenen meinung widersprechen? Ich hätte lieber 3 tests mit 30%, 60% und 90%, alle gut begründet und dann kann ich schauen, wo ich mich am ehesten wiederfinde. Diese ganze "objektivierung" führt doch nur dazu, dass am ende überall das gleiche rauskommt, weil für irgendeinen nicht-existenten "durchschnittsspieler" getestet wird. Mehr starke meinungen!

Elfant 15 Kenner - P - 3822 - 22. Mai 2016 - 16:56 #

Weil sie polarisieren, sind "starke Meinungen" immer schwierig für die Öffentlichkeitsarbeit und nutzlos für die Meinungsbikdung, weil sie Teilbereiche nicht berücksichtigen.
Nehmen wir mal Vampire - Bloodlines: Gefühlt ist das für mich eine 10 von 10, wenn ich es aber einen Test schreiben sollte, wäre es, je nach Gewichtung der Redaktion und Wertungsphilosophie, ein 4 bis 6 von 10 Punkten.
Es liegt dann an mir im Fließtext zu erklären warum es trotz dieser Note ein gutes Spiel ist und ich dennoch diese Note vergeben habe.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11667 - 22. Mai 2016 - 16:58 #

Stimme ich nicht zu, für eine meinungsbildung brauche ich doch unbedingt verschiedene meinungen und das fehlt mir.

Elfant 15 Kenner - P - 3822 - 22. Mai 2016 - 17:27 #

Selbst wenn Du im klassischen Diskurs mehrer Parteien bleibst, wirst Du Meinungen auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen müssen auf Grundlage einer Faktenbasis bevor Du eine Wahl (hier Kaufentscheidung) triffst.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 22. Mai 2016 - 19:41 #

Ich sehe das genau so.
Objektivität gibt es sowieso nicht, was nicht heisst, dass man keine ojektiven Indikatoren formulieren könnte. Das ist bei technischer Grafik- und Soundqualität zwar durchaus möglich, aber was sagt das schon aus?
Technisch super gemachte Grafik kann künstlerisch ganz schrecklich aussehen und umgekehrt werfe ich nur mal das Wort "Pixel-Look" in die Runde.
Ich glaube, "objektive" Tests (Einschränkung siehe oben) KANN man nur auf AAA-beziehen. Da gibt es einen gewissen Standard, wie ein Spiel beschaffen sein sollte und nur, weil sich da ein Ego-Shooter / Open-World-RPG / Rennspiel gleicht wie ein Ei dem anderen,

nur deshalb sind hier Vergleiche möglich.

Insofern ist eine "objektive Wertung" eigentlich ein Merkmal für ziemlich biedere, wenn auch die Standards bedienende und teils übertreffende Kost. AAA und Wertungen im 10er-System, das passt gut zueinander.

Bei Minecraft z.B. versagen die meisten "objektiven" Indikatoren.

Fazit: wenn ich ein AAA-Spiel will, schaue ich mir schon die Wertungen an, aber bei Indies kann man das eigentlich knicken.

Elfant 15 Kenner - P - 3822 - 22. Mai 2016 - 20:37 #

Die Behauptung das Pixellook gleich Kunst ist, kann eigentlich nur getroffen werden, wenn die rektale Bemalung einer Leinwand durch einen Performencdkünster auch gleich Kunst ist. Es ist letztlich ein Stil und nicht mehr.
Es ist ja bei weitem nicht so als könnte man die Kriterien anderer Medien nicht auf unser Medium übertragen / anpassen und jene kennen alle objektive Indikatoren. Aber alle diese Indikatoren haben es schwer mit Neuerungen, die zu stark vom Bekannten abweichen.
AAA Titel erreichen letztlich mehr Punkte, weil die Polierung da besser ist, während Indies gerne ihre "Eigenheiten" haben.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 22. Mai 2016 - 21:32 #

Ich habe das nirgends behauptet. Ein Stil ist nie per se Kunst. Vielmehr ist es so, dass der Pixellook am Anfang etwas Neues dargestellt hat und manches davon war rein von der Darstellung Kunst. Es kommt halt auf den Kontext an und inzwischen dürfte es genauso schwer sein, mit Pixellook allein etwas künstlerisch Neues zu schaffen wie mit dem klassischen RPG-Look. Nur ist letzterer schon viel länger uninteressant geworden, während der Pixellook noch relativ neu ist.

Mal ganz abgesehen davon: auch die rektale Bemalung einer Leinwand kann Kunst sein. Kommt halt auf den Kontext an.

Dass es objektive Indikatoren darüber was Kunst ist gäbe, wäre mir neu. Weder ist dies der Fall noch sind Computerspiele allein durch ihre Gestaltung Kunst. In einem Spiel muss das Spielerische zu Kunst werden. Sonst ist der Ego-Shooter im Louvre auch Kunst, nur weil da Abbildungen von Kunst an der Wand hängen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9831 - 22. Mai 2016 - 23:55 #

kommt auf die definition des begriffes an. wenn man kunst sehr allgemein definiert, dann wird die einordnunge was dazu gehört ziemlich klar und einfach ohne subjektive zweifel. schwerig wird es erst wenn man anfängt nur von kunst sprechen zu wollen, wenn das in frage stehende werk auch einen "künstlerischen wert" hat.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 23. Mai 2016 - 0:21 #

Das ist ein Widerspruch. Wenn man etwas allgemein definiert, beommt man keine Klarheit in der Frage die Differenzierung von Begriffen betreffend.
Computerspiele sihd meistens kommerzielle Konsumprodukte, die sich alleine deshalb schon als Kunst disqualifizieren, weil sie exakt darauf abzielen, eine bestimmte Erwartung voll und ganz zu erfüllen. Auch da kann es Kunst geben, aber meistens ist eben das keine Kunst.
Man kann viel leichter sagen, was keine Kunst ist, als was kunst seins soll. Letztere Definition gibt es um Glück so nicht und alle Versuche, Games per se als Kunst zu definieren, schlagen alleine deshalb schon fehl.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9831 - 23. Mai 2016 - 1:06 #

ein widerspruch ist das nicht. allgemein heißt hier nur, dass die menge auf der die definition zutrifft größer ausfällt.

und bzgl konsumprodukte.. daher meinte ich ja, es kommt auf die definition ab. du sagst, schon alleine die kommerzielle motivation dahinter ist ein disqualifikationsgrund. ich denke das ist schon viel zu speziell. kunst sollte meiner meinung nach kein wertender sondern nur ein kategorischer begriff sein. ob das gebotene anspruchsvoll ist oder ob es nur zwecks kommerz erschaffen wurde, ist für diese frage dann völlig unerheblich.

das hat insbesondere den vorteil, dass sich dann "experten" und die anhänger verschiedener stile nicht verbal gegenseitig die köpfe einschlagen müssen, wessen seite sich nun tatsächlich mit wahrer kunst beschäftigt und welche nur billigen schund anhimmelt. dann kann jeder dem anderen zugestehen, dass er sich mit kunst beschäftigt oder kunst schafft und es dennoch für müll halten. und wer sagt, dass nicht kunst auch lieblos produzierter müll sein kann?

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 23. Mai 2016 - 1:56 #

naja, dann ist halt alles Kunst, das ist mir zu einfach. Lieblos produzierter Müll ist eben... lieblos produzierter Müll.

Oder anders gesagt: wenn Kunst so dermassen weit gefasst ist, dass alles nicht nur Kunst sein kann, sondern ist, dann braucht man auch keinen Kunstbegriff.

Zu Deiner eingangs angeführten Bemerkung: "größere Menge" ist ein quantitativer Begriff, kein qualitativer.

Ist auch egal, ich habe sowieso einen sehr weit gefassten Begriff von Kunst. Nurnverstehe ich nicht, wieso Mein Ballerspiel oder Street Fighter jetzt Kunst sein soll. Es darf sein, was es ist: ein Computerspiel. Damit ist es für mich keinen Deut schlechter als irgendwelche Bilder, zumal man diese Dinge eh nicht miteinander vergleichen kann.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9831 - 23. Mai 2016 - 11:07 #

als quantitativer begriff war es ja auch gemeint. und ich sehe nicht wieso kunst unbedingt ein bedeutungschwangerer begriff sein muss, damit seine existenz gerechtfertigt ist. wir haben schließlich viele kategorische begriffe in unserer sprache die trotz ihrer allgemeinheit sinnvoll sind. wie gesagt, da sollte man meiner meinung nach zwischen der kategorie kunst und dem künstlerischen wert und anspruch unterscheiden. und damit kann man dann auch ganz einfach sagen, dass videospiele genauso wie auch musik oder filme generell kunst sind und zwar ohne ausnahme.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 23. Mai 2016 - 13:20 #

Weder Musik, noch Film, noch Computerspiele sind generell Kunst. Das würde die Form über die Aussage stellen und exakt das ist es, wogegen sich Kunst seit jeher aufbäumt.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 23. Mai 2016 - 15:32 #

Ist halt irgendwo Definitionssache.
Musik, Film und Spiele enthalten oft mehr Kunst als Kunst an sich ...

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 23. Mai 2016 - 16:09 #

Da bin ich voll bei Dir.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9831 - 23. Mai 2016 - 15:37 #

siehe spritogre. es hängt eben von der gewählten definition ab, es gibt nur keine allgemein anerkannte. da brauchst du mir auch nicht zu widesprechen, du bedienst dich eben einfach einem anderen begriffsverständnis.
und unabhängig davon ist der streitpunkt bei werken ja dann wieder ob es künstlerischen wert/anspruch hat und nicht ob es an sich zB ein roman ist.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 23. Mai 2016 - 16:08 #

Nur, weil es (zum Glück) keine allgemein anerkannte Definition von Kunst gibt, heisst das noch nicht, dass die Definition beliebig ist.
Aber schon klar, für manche ist Bob Ross Kunst. Oder die kitschigen Sonnenuntergans-Bilder, die man an der Strandpromenade im Urlaub kaufen kann. Oder eben GTA. Für mich halt nicht, aber ich habe nichts dagegen, dass jemand das für Kunst hält.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9831 - 23. Mai 2016 - 17:05 #

beliebig natürlich nicht. es gibt aber allgemeinere definitionen die sich eben nicht damit beschäftigen inwiefern der inhalt eines werks dem begriff angemessen ist, sondern eben nur, wie du schon meintest, inwiefern die "form" gegeben ist.

Elfant 15 Kenner - P - 3822 - 23. Mai 2016 - 0:17 #

Ok da habe ich Deinen 3. Absatz missverstanden.

Das es objektive Indikatoren gäbe Kunst habe ich nicht geschrieben. Etwas als Kunstwerk zu bezeichnen enthebt es einer Bewertung und ist nur durch einen Diskurs möglich, den meistens "Fachleute" führen und die Gesellschaft ihnen folgt.
Was ich meinte ist praktisch die schlichte handwerkliche Beurteilung eines Werkes. Eine Filmhochschule oder Filmwissenschaft zum Beispiel bringt einen bei, was einen guten Film von der Mittelklasse oder schlechten Filmen unterscheidet anhand von objektive Indikatoren.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 23. Mai 2016 - 0:23 #

IWas das Handwerkliche angeht, istveine Klassifizierung schon möglich. Aber auch da kann Kunst diese Klassifizierungen sprengen.

Elfant 15 Kenner - P - 3822 - 23. Mai 2016 - 0:43 #

Wie ich schrieb, ist Kunst eine übergeordnet Klassifizierungen, in der keine Bewertung mehr stattfinden kann.

Golmo 15 Kenner - P - 3236 - 22. Mai 2016 - 15:25 #

Ich muss dir absolut zustimmen! Deswegen schätze ich 4Players auch so - die nutzen nämlich die Wertungsskala von 1 bis 100 % voll aus! Deswegen werden sie auch oft gehatet weil die User von allen anderen Seiten nur 79-90 % Wertungen gewöhnt sind.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 22. Mai 2016 - 16:31 #

Wobei das Problem da ist, dass eben nach Nasenfaktor gewertet wird. Populäre Marke / Publisher = hohe Wertung und unpopuläre Marke / Publisher = niedrige Wertung. Dann gibt es noch den Indie-Bonus und ein paar weitere Eigenheiten, welche die Wertungen dort unvergleichbar und zum Großteil halt völlig subjektiv aber nicht auf wirklicher Spielqualität beruhend machen.
Und somit sind die 4Players Wertungen zum Teil halt völlig sinnfrei und wertlos ...

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 22. Mai 2016 - 17:08 #

Deswegen muss 4players aber auch nicht zwangsläufig besser passen. Far Cry 3 haben sie 68% gegeben, während ich mit dem Spiel viel Spaß hatte und ihm niemals 68% geben würde.

Andererseits lagen sie mit ihren 59% für Dragon Age Inquisition für meinen Geschmack völlig richtig.

Bei Gamersglobal geht es mir genauso. Die 9.5 für Dragon Age Inquisition sind für mich nicht nachvollziehbar, während die 9.5 für Uncharted 4 wunderbar passen.

Wertungen sind heute einfach nur noch grober Orientierungsrahmen, weil Spiele fast alle handwerklich einwandfrei sind (war früher ganz anders) und heute eigene Vorlieben viel wichtiger sind. Und die kann man schwer in einer Wertung packen, weil jeder andere hat.

Die Phase mit den subjektiven Stern-Wertungen einzelner Tester bei der PC Player würde heute gut funktionieren. Aber auch nur, wenn man vielleicht drei bis vier Tester pro Spiel hat, was sich nur wenige Medien leisten können. Da könnte man einen Tester suchen, der einen ähnlichen Geschmack hat und mehr auf seine Meinung achten.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15397 - 22. Mai 2016 - 18:09 #

So unterscheiden sich die Geschmäcker, ein Far Cry 3 oder 4 über 65% ist für mich persönlich völlig unverständlich. Nur Watchdogs hat mich noch mehr gelangweilt.

Auch ich würde mich sehr auf ein PC-Player ähnliches System freuen, wo man sieht, was Heinrich, Benjamin, Mick oder Rüdiger von nem bestimmten Spiel halten.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5164 - 23. Mai 2016 - 7:43 #

Wie haben sie die 68% denn begründet? Kommt es nicht darauf an? Begründung im Text und Schlussfolgerung in der Note.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 23. Mai 2016 - 20:36 #

In dem Kontext nicht. Mir ging es mit dem Beispiel ja nur darum, dass es stark voneinander abweichende Wertungen gibt und für einen einzelnen Spieler dann schlecht beide richtig sein können. Richtig ist für ihn dann nur die des Testers, der seinen Vorlieben am nähesten kommt.

Elfant 15 Kenner - P - 3822 - 23. Mai 2016 - 9:39 #

Ich sehe da Dein Problem nicht. Nehmen wir als Beispiel einmal Ulysses von James Joyes: Ich finde es öde und hochtrabend. Die reinste Wichsvorlage für Menschen die gerne mit ihren geistigen Fähigkeiten angeben und ich habe seit ich es letztem Herbst durchgelesen habe, kein Buch mehr angefasst.
Wenn ich allerdings eine objektive Wertung dafür abgeben müsste, käme ich allerdings um eine sehr hohe Bewertung nicht herum.

Hohlfrucht 14 Komm-Experte - 2675 - 23. Mai 2016 - 15:38 #

Eine deiner beiden Rezensionen wäre für mich lesenswert, die andere nicht :o)

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 23. Mai 2016 - 20:29 #

Ist halt die Frage, ob man Wertungen als Kaufberatung oder Kritik sieht. So wie das Drumherum immer aufgezogen ist, ist es ja Kaufberatung (bei Film- und Buchkritiken hab ich zumindest keine Plus/Minus-Punkte und Unterbewertungen von sowas wie Grafik bisher gesehen).

Und als Kaufberatung funktioniert sie heute nicht mehr so gut, siehe meine vorherigen Beispiele. Für mich persönlich haben Wertungen früher auch immer sehr gut gepasst, während ich heute viele für mich überhaupt nicht mehr nachvollziehen kann. Aber vielleicht werde ich auch nur alt.

Elfant 15 Kenner - P - 3822 - 23. Mai 2016 - 23:08 #

Am Alter liegt es nicht per se, da ich ein paar Jahrew mehr auf dem Buckel habe. ;)
Wenn ich eine Kritik zu einem Film oder Test lese, sehe oder höre, gibt es eigentlich immer Bewertungen zu den Unterkategorien, nur steht da keine Schriftstil: 96% Handlung 30%, sondern eher "Der Autor findet eine interessante und dennoch hervorragende Schriftsprache um seine ebenso altbackende wie triviale Handlung zu erzählen". Ich sehe da schlicht keinen Unterschied.
Damit aus dieser Kritik eine Empfehlung zum Kauf wird, benötige ich allerdings den Kontext und dafür muss ich den Tester und die Redaktion kennen lernen und verstehen können. Far Cry 3 habe ich den Test gelesen und verstehe die hiesige Wertung von 8,5. Nur sagt mir der Test auch "Es ist ein gutes Spiel, aber Elfant das ist kein Spiel für Dich"

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 26. Mai 2016 - 15:41 #

Ich sehe da schon eine Unterschied. Natürlich geht klassische Kritik auch auf einzelne Aspekte ein.

Aber Ende steht da trotzdem nie ein Wertungskasten, der Schreibstil, Papiertyp, Schriftsatz usw. separat mit Noten versieht und detailliert Plus- und Minuspunkte auflistet.

Sowas sehe ich hingegen durchaus auch bei anderen Formen der Kaufberatung, z.B. in Testzeitschriften. Entsprechend sehe ich die Wertungen der meisten Magazine als Kaufberatung und nicht als Kritik an. Und wenn ein Werk da tolle Ansätze hat, aber einfach keinen Spaß macht, sollte es auch eine entsprechende Wertung bekommen.

Bei Spielen wie "Papers please" oder "This war of mine" wird es dann natürlich etwas schwierig, denn die wollen ja ganz bewusst keinen Spaß machen. Aber dann finde ich eine niedrige Spielspaßwertung und Aufklärung im Meinungskasten völlig in Ordnung. Genau wie viele Arten von Kunst wollen diese Spiele ja gar keine breite Masse unterhalten. Sie wollen eine Message rüberbringen.

Gameer (unregistriert) 22. Mai 2016 - 15:27 #

"Aktuell hier etwa der MP-Test von Battleborn. Das fand der Tester hier im Prinzip laut Podcast "richtig scheiße" und das heißt dann "7.0". Was soll das?"

"Deshalb entscheidet aber auch kein Redakteur im einsamen Keller allein darüber, welche Note er gibt. Der eigene Vorgesetzte plus Chefredakteur müssen davon auch überzeugt werden."

;)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 22. Mai 2016 - 16:26 #

Ja, und dann kommt sowas bei raus, dass neue, unbekannte IPs erst einmal kritischer Bewertet werden bzw. nur schnell, schnell gestestet werden, weil sie die Redaktion nicht auf der Pfanne hat.

Siehe hier z.B. gerade auch die News zu Syberia 3. Bei Teil 1 hat die Gamestar mal so richtig in die Tonne gegriffen. Gleiches Spiel bei Witcher 1. Bzw. hat Gamestar damals häufiger schlampige Tests gemacht, wenn ich da an Vanguard denke, wo die ein MMORPG maximal eine Stunde (wenn überhaupt) gezockt haben und dann einen riesigen mehrseitigen Test draus gezimmert.

Richtig schlimm wird es natürlich, wenn ein "Fan"-Spiel voller Bugs ist, der Tester sich aber nicht traut das abzustrafen (könnte sich ja bis zum Release noch ein wenig verbessern ... ) aber das außer dem Tester in der Redaktion auch halt keiner weiß.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6665 - 22. Mai 2016 - 13:34 #

Interessanter Text mit vielen guten Punkten, aber an meiner Lebensrealität geht er weitgehend vorbei. Wertungen spielen für meine Kaufentscheidungen mittlerweile kaum noch eine Rolle. Ich habe in den letzten Jahren unheimlich schöne Spielerfahrungen mit schlecht bewerteten Spielen gehabt und ziemlich enttäuschende mit gut bewerteten Spielen. Ich lese die Tests primär um festzustellen, was das Besondere, bisher noch nicht gekannte, an einem Spiel ist. Oder, wie bei Doom, um herauszufinden ob das Spiel mein Bedürfnis "mal wieder einfach ordentlich zu ballen" erfüllen kann.

Letzten Endes sind Spiele Geschmackssache. Ein hervorragend gemachtes Spiel kann jemandem dennoch nicht gefallen. Und ein dreckiges Indie-Spiel, das ein lange gehegtes Spielbedürfnis ("endlich mal Inquisitor spielen") erfüllt kann vielleicht auf Monate begeistern. Wertungen suggerieren Objektivität, aber gerade die kann es bei "gefällt mir das?" nicht geben.

Früher war das noch eher so, in meiner Sicht, denn da gab es Spiele, die schlichtweg unspielbar waren - zum Vollpreis. Man mochte einen Film, wollte in dem Universum spielen und hat dann eine der Ocean Gurken für 100 Mark gekauft. Heutzutage sind selbst die nicht so gut bewerteten Spiele den Gurken von früher Lichtjahre voraus, so etwas wie dass es ein Spiel gibt, das gar nicht wirklich funktioniert ist sehr selten. Und davor warnen Tests immer noch - aber nicht durch die Wertung, sondern durch den Fließtext, der für mich heutzutage das primär Wichtige ist.

Asderan 14 Komm-Experte - 2321 - 22. Mai 2016 - 13:42 #

Sehr gut eingewendet. danke.
Das Medium ist kein kein Technik-Gimmick mehr, dass man testet wie einen Staubsauger bei der Stiftung Warentest.
Dass nicht jedem "Produktester" von früher gefällt, dass er jetzt eigentlich Feuilletonist sein müsste, finde ich zwar nachvollziehbar, muss das aber auch irgendwie belächeln. Christian Schmidt hat es im SPON damals zwar etwas überspitzt, aber im Kern ist seine Aussage richtiger denn je.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6908 - 22. Mai 2016 - 13:59 #

Haha, aber ehrlich diese Aussage von Schmidt damals konnte ich nicht für voll nehmen. Da passt das Zitat "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing". Mittlerweile arbeitet er ja als Marktforscher für Bigpoint. Das gerade die Spiele von Bigpoint im klassischen Spielejournalismus eher krtitisch beäugt wird verwundert da dann eher weniger.
Ja, Wertungen gehören dazu. Ja, heutzutage sind 90% der Spiele durchaus runder als früher. Die Fehlgriffe die es früher gab sind heutzutage eher selten. Ist der Spieler sich dann immer noch nicht sicher, hat er die Möglichkeit das Spiel in einem Sale zu kaufen und stört sich dann weniger sollte das Spiel die Erwartungen nicht erfüllen.
Ich war beispielsweise von Far Cry 3 total enttäuscht. So interessant die Story ist, aber das Spieldesign mit sammle dies, oder sammle das damit ich eine größere Tasche, Geldbeutel was auch immer habe... was soll der Schwachsinn? Ich habe das Spiel in einem Sale gekauft und rege mich deswegen nicht so auf, aber weil ich Far Cry 3 enttäuschend fand und Far Cry 4 dasselbe Spielprinzip hatte, habe ich auf einen Kauf von Far Cry 4 verzichtet.
Wertungen geben einfach eine grobe Marschrichtung vor und mittlerweile sind die Wertungen doch überall gleich. Ausnahmen gibt es, aber da ist das mMn sogar so gewollt um zu polarisieren, siehe 4Players.

Asderan 14 Komm-Experte - 2321 - 22. Mai 2016 - 15:06 #

Die grobe Marschrichtung lautet: unter 80% wird ignoriert, über 90% schaut man mal genauer hin....und ansonsten muss man doch einfach gucken, obs den persönlichen Nerv trifft. Das ganze ist meist ein dreistufiges System, was objektive Komplexität vorgauckelt. Ich kann das alles nicht mehr ernst nehmen. Aber von mir aus. Ich musses ja nicht lesen. Wenn es anderen hilft. Ok.

Elfant 15 Kenner - P - 3822 - 22. Mai 2016 - 17:17 #

Das heißt allerdings nur, daß viele Leser nicht verstanden haben, daß die Wertung nur ein Teil des Testes ist und nicht daß das System an sich mangelhaft ist.
Bei einem objektivierten Test muss ich nur 3 Dinge wissen: Wie decken sich der Tester mit mir? Wie interpretiere ich einen Text? Wie lautet die Wertungsphilosophie der Redaktion?
Sobald diese Ebene verlassen wird, muss ich plötzlich wissen welche Stimmungsschwankungen jeder Verantwortliche im Testzeitraum hatte.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6665 - 22. Mai 2016 - 23:21 #

Umgekehrt hoffe ich deshalb sehr auf eine "Feuilletonisierung" der Spieletests, weil für mich Aussagen wie "Die Spielmechanik ist etwas holperig, aber noch nie wurde das Survival-Gefühl in der Wildnis von einem Spiel zu nervenzerfetzend präsentiert" viel wichtiger sind um mich auf das Besondere eines Spieles aufmerksam zu machen als "7.5 von 10, weil Technik mies aber spannendes Spielprinzip".

Aber vielleicht ist das auch nur die spätrömische Dekadanz von Menschen, die seit über 30 Jahren Computerspiele spielen und jetzt das ganz Besondere brauchen um die alten Entdeckergefühle zu haben. Vor 25 Jahren hätte ich vielleicht den 5. Diner Dash Klon genauso begeistert gespielt, wie meine 10jährige Nichte das jetzt tut.

Elfant 15 Kenner - P - 3822 - 23. Mai 2016 - 0:37 #

Nur hast Du doch genau das in einem guten Spieletest. Das Problem ist mehr, daß Du erst ans Ende springst, die Zahl liest und dann nicht mehr den Fließtext liest, weil es nur eine 7,5 von 10 ist.
Sollte es eine spätrömische Dekadenz sein, so hat sie mich noch nicht erwischt,obwohl ich seit 30 Jahren Computerspiele spiele.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6665 - 23. Mai 2016 - 9:04 #

Behalte dir das ^_^ Ich muss es mir zwar auch nur ab und zu mal bewußt machen, aber ganz frei bin ich nicht von dem "gabs doch schon x-mal". Das stört mich momentan bei Doom auch kein Stück, aber einen guten Teil der ganzen Mobile-Spiele kann man mich dann doch mit jagen.

Elfant 15 Kenner - P - 3822 - 23. Mai 2016 - 10:17 #

Und ich spiele lieber 100 weitere Stunden Candy Crush Saga als auch nur eine Sekunde in CoD zu stecken. ^^
Ach Doom.... Das ist doch der mein aktueller wunder Punkt. Trotz allerlei Tests weiß ich immer noch nicht, ob das Spiel etwas für mich sein könnte.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6665 - 23. Mai 2016 - 12:19 #

Aus meiner Sicht: wenn du Spaß an in-your-face Action hast und übertriebenen Splatter eher amüsant als abschreckend findest hast du im Singleplayer mindestens 15h Spaß und evtl noch mehr im Multiplayer. Doom ist exakt das Spiel, das ich auf der nächsten LAN gern mal wieder live mit Leuten spielen würde... eben wie früher.

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 22. Mai 2016 - 14:37 #

Geht mir auch so, Wertungen interessieren mich mittlerweile kaum noch.

Sciron 19 Megatalent - P - 15764 - 22. Mai 2016 - 14:56 #

Dieser Meinung gebe ich eine 8.5/10.

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 22. Mai 2016 - 14:58 #

Na also eine 9,0 sollte es ja wohl mindestens sein!

Sciron 19 Megatalent - P - 15764 - 22. Mai 2016 - 15:09 #

Nö, dafür war's mir zu subjektiv.

CrazyChemist 14 Komm-Experte - P - 2039 - 23. Mai 2016 - 16:56 #

Ich denke, der Test war einfach zu kurz, um das wirklich beurteilen zu koennen.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 22. Mai 2016 - 15:09 #

Dito.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32643 - 22. Mai 2016 - 16:43 #

Hm, ich differenziere hier etwas. Denn ich hatte tatsächlich die Funktion die Wertung zu verbergen hier auf GG anfangs genutzt und mich dann doch dabei ertappt, jedesmal auf "Anzeigen" zu klicken. Deswegen gilt für mich:

- Die Wertung von einzelnen Testern/Websites interessieren mich durchaus
- Für meine Kaufentscheidung spielen die Wertungen jedoch keinerlei Rolle mehr.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58774 - 22. Mai 2016 - 18:10 #

So ist das bei mir auch. Ich kaufe nicht nach Wertungen, aber wie Redaktion X und Y das Spiel einschätzen, interessiert mich dann dennoch. Die Erfahrung mit den ausgeblendeten Wertungen hab ich lustigerweise genau so wie du auch gemacht ^^

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6665 - 22. Mai 2016 - 23:12 #

Ja, das muss ich auch zugeben. Hab es auch ausgeblendet und dann jedes Mal geklickt. Vielleicht muss ich meine Meinung ergänzen durch "...aber schauen was die Redakteure geben finde ich dann doch interessant." Vielleicht so wie es mich auch interessiert, was meine Freunde von Spielen halten. Wenn jemand von denen dann ein Spiel nicht gut findet, kaufe ich es mir u.U. trotzdem, wenn es mich interessiert. Genau wie bei den GG Wertungen :)

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23265 - 22. Mai 2016 - 22:24 #

So geht es mir mit Testberichten im Allgemeinen. Da ist die Wertung noch das Spannendste.

Player One 12 Trollwächter - P - 1094 - 22. Mai 2016 - 16:29 #

Beim Thema unspielbare Vollpreistitel fällt mir spontan Outpost von Sierra On-line ein. War ich sauer damals, dass ich mir das Ding gekauft hatte.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 22. Mai 2016 - 19:00 #

Ich würde dir Recht geben. Wenn überhaupt, interessieren mich die subjektiven Eindrücke des 'Testers'.

Otto 09 Triple-Talent - 231 - 22. Mai 2016 - 14:02 #

Ja ist schon richtig eine 6.5-7.0 ist schon ein Verriss. Und wenn man so eine Wertung für ein Spiel von einem großen Publisher vergibt ist man schon revolutionär :)
Also solange text und Note in Einklang sind kann ich mit der Note leben. Solange der Tester seine Note begründet ist das o.k. Aber manchmal lese ich einen Test und denke mir wow das ding ist ja ganz schön scheiße. Äh Note 8.5. Und einige Spiele-kategorien haben fast keine Chance gute Wertungen zu bekommen-- Rundenstrategie z.b. (klar ausnahme Xcom und Civ)
Aber ist doch wie beim Fußball. Über diesen ganzen Unsinn zu diskutieren macht halt auch Spaß. Vorallendingen wenn man es mit Menschen zu tun hat für die Zocken das wichtigste auf der Welt ist :)

eksirf 15 Kenner - P - 2776 - 22. Mai 2016 - 15:41 #

Wie kommst du darauf, dass Rundenstrategie fast nur schlechte Wertungen bekommt? Neben den von dir genannten gibt es noch viele Andere. Banner Saga, HoMM, Age of Wonders, die GO Spiele (z. B. Hitman GO), Fire Embleme, Total War wenn man die Schlachten nur auswürfeln lässt ;-)...

Ich gebe aber zu: Es werden weniger Rundenstrategiespiele veröffentlicht im Vergleich zum z. B. Action Genre. Da sieht man natürlich den "Bodensatz" besser. Im Action Genre funkeln da noch immer ein paar Perlen.

Otto 09 Triple-Talent - 231 - 22. Mai 2016 - 18:47 #

Mit gut meine ich die over-the-top Bewertungen. Also für ein AAA- Action spiel ist es doch viel leichter eine 85+ zu bekommen als für ein rundenstrategie spiel. Und Total War zähle ich mal nicht. Die sind für mich ein eigenes (unter)genre. Und Konkurrenzlos (gut).
Aber ist auch eher ein deutsches Ding. RockPaperShotgun hat z.b keine Probleme damit gehabt Endless Legend zum Spiel des Jahres zu wählen.
Galactic Civ. 2, besonders die Addons, wurden im Ausland mit zu den besten Strategiespielen überhaupt gewählt. In Deutschland kaum erwähnt.
Wenn ich mir dazu die benotungen von Far Cry 4 ansehe. Na ja, unverständlich halt. Einzige ausnahme unter den großen deutschen mags ist dann wohl doch 4Players. Aber mittlerweile weiß man ja die Noten bei den jeweiligen mags einzuschätzen.
@Mick :Btw. Für mich zählt Wizardry 8 zu den besten Spielen die es gibt.
http://yiya.de/reviews/w/wiza0801.shtml

Q-Bert 11 Forenversteher - 594 - 22. Mai 2016 - 14:02 #

"Natürlich kann kein Spieletester vollständig ausschließen, dass ein gewisses Maß an eigenem Geschmack sich letztlich doch in die Wertung einschleicht."

Ich würde mich über völlig subjektive Tests sehr freuen! Oft lese ich eh nur die Meinungskästen und überfliege die 4 Seiten davor bestenfalls. Mich interessiert wenig, was "die Redaktion" denkt oder welche "objektiven Testkriterien" hinter einer Note stecken, denn die Auswahl und Gewichtung von Testkriterien sind doch auch wieder rein subjektiv. Die "Wertung der Redaktion" ist dann selten mehr als eine gewichtete Meinung der Tester.

Dabei sind Meinungen etwas tolles, wenn ehrlich, offen, schonungslos!

Beispiel:
"Ich halte Minecraft für ein schwaches Spiel, weil die Grafik hässlich und das Spielprinzip dünn ist, 2 von 5 Mick-Schnelle-Sternen". Das wäre eine Aussage, mit der ich etwas anfangen kann! Über die man viel konstruktiv diskutieren, aber nicht ernsthaft streiten könnte!

"Minecraft IST ein schwaches Spiel, weil die Grafik objektiv hässlich und das Spielprinzip nachweislich dünn ist, 2 von 5 Redaktions-Sternen". Damit hätte ich ein Problem, obwohl objektiv an der Aussage nichts falsch ist.

Also:
Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann würde ich die Redaktionswertungen ersetzen durch oder zumindest ergänzen mit völlig subjektiven, persönlichen Einzelwertungen der Tester. Die Meinungen dürfen dann auch gern 80% des "Tests" ausmachen.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21503 - 22. Mai 2016 - 16:19 #

In deinem Text finde ich mich 100%tig wieder. Die Meinungen sind das wirklich entscheidende Element.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 22. Mai 2016 - 16:36 #

Das Problem dabei ist eben, dass man zu 100 Prozent den gleichen Geschmack wie der Tester haben muss, sonst kann man den Test in die Tonne treten, denn für jeden anderen ist er absolut nichts wert und auch nicht einmal informativ.

Oder anders ausgedrückt, ich könnte aufhören Tests zu lesen, weil es KEINEN Tester gibt, mit dem ich den Geschmack völlig teile.

Es gibt Tester, da weiß ich wie die ticken und was sie mögen und kann deswegen abstrahieren, wie sie zu ihrer Meinung kommen. Und ich akzeptiere sie, selbst wenn ich ein wenig anders denke.
Aber genau das funktioniert bei wirklich völlig subjektiven Meinungen nicht mehr! Da heißt es entweder oder.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 22. Mai 2016 - 19:04 #

Das ist doch irrelevant, ob man zu 100% deckungsgleich mit dem Autor ist. Wenn derjenige seine Meinung ordentlich und reflektiert begründet (und nicht nur einen Zweizeiler schreibt), lernt man doch eine Menge über das Spiel. Um bei dem Minecraft-Beispiel zu bleiben: Der Tester würde vielleicht noch den zentralen Aspekt des Spiels, das Crafting erwähnen und schon hätte man ein Indiz dafür, warum einem das Spiel gefallen könnte.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 22. Mai 2016 - 19:47 #

Genau das funktioniert ja nicht. Bei einem subjektivem Test findet ein Tester halt dieses oder jenes gut - das ist halt so. Und Morgen könnte der Tester auch zu einem völlig anderem Ergebnis kommen.

Bei einem objektivem Test hält sich der Tester an "aktuelle Standards" und sagt entsprechend, es erfüllt diese oder nicht. Unabhängig ob diese ihm heute oder in dem Titel mal selbst gefallen oder nicht.

Despair 16 Übertalent - 4434 - 23. Mai 2016 - 10:26 #

Definiere "aktuelle Standards". Wird schwierig, wenn schon jede Redaktion ihre eigenen festlegt...

Subjektive Tests würden mir sehr gefallen - ich lese ohnehin meist nur die Meinungskästen. Um sich selbst ein Bild machen zu können, muss man dann halt mehrere Tests durchlesen. Zumindest bei potentiellen Vollpreis-Kaufkandidaten kann man sich diese Mühe schonmal machen, um keinen Fuffi oder mehr in den Sand zu setzen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 23. Mai 2016 - 11:38 #

"aktuelle Standards" kann sich jeder Tester zurechtbiegen wenn er will... Wenn er ernst genommen werden will, dann orientiert er sich aber tatsächlich an den wirklichen aktuellen Standards, also dass, was bei aktuellen Spielen "State of the Art" ist, was Technik, Bedienung etc. angeht.

Subjektive Tests haben nur einen einzigen Zweck: Polarisierung!
Die Fans feiern ihn und die Gegner zerreißen ihn. Damit ist das Ziel erreicht und viele Klicks generiert.
Wird das einem Spiel gerecht? Nein! Spiele sollen fair berwertet werden! Wenn Fanboys und Hater anfangen Tests zu machen, dann ist das für mich nur Müll.

Und als Kaufberatung taugt das erst recht nicht!

Despair 16 Übertalent - 4434 - 23. Mai 2016 - 12:11 #

Die Tests würden ja weiterhin von Redakteuren gemacht, nicht von Fanboys und Hatern. Es soll ja durchaus noch Meinungen dazwischen geben.

Ein subjektiver Test muss doch nicht automatisch ein Verriss oder eine Jubelarie sein. Wenn ein Tester anstatt: "Das Spiel hat hundert Nebenquests" "Das Spiel hat hundert Nebenquests, die ich zum größten Teil als langweilig empfand" schreibt, ist der Infogehalt doch der gleiche. Dass nicht jeder Spieler auf der Welt diese Ansicht teilen wird, dürfte jedem klar sein.

Wird ja eigentlich auch schon ewig so gehandhabt, nur eben aufgeteilt in Testbericht und Meinungskasten. Mir würde ein ausführlicher Meinungskasten mit passender Untermauerung der getroffenen Aussagen völlig ausreichen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 23. Mai 2016 - 15:37 #

Sagen wir so, entweder mir gefällt ein Spiel oder nicht. Klar gibt es dann auch noch Titel, die so "okay" sind.

Der Punkt ist halt, ich mag kein GTA oder Fifa. Das ist subjektiv. Objektiv muss ich den Spielen aber zugestehen, dass sie wohl gut sind. Letzteres würde bei einem subjektiven Test nicht der Fall sein, denn dann wäre er ja nicht mehr subjektiv.

Elfant 15 Kenner - P - 3822 - 22. Mai 2016 - 20:08 #

Die Zweizeiler sind doch schon wunderbar. Der Eine ist eine kenntlich gemachte Meinung und der Andere ist eine als Tatsachenbehauptung getarnte Meinung. Es findet schlicht keine Objektivierung statt und selbst als Stilmittel ist es unbrauchbar.
Bei einem subjektiven Test hat der Tester freie Hand bei seiner Kriterienauswahl sowie Gewichtung und kann sie jeder Zeit nach Gutdünken ändern. Eine Graphikhure könnte also den miesesten Graphikblender sehr gut bewerten und am nächsten Tag auf der Enterprise auf dem Holodeck stehen und es schlecht bewerten, weil er seinen Morgenkaffee noch nicht hatte (und vergaß sich auf dem Holodeck einen zu bestellen).

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 22. Mai 2016 - 19:01 #

Das würde ich auch unterschreiben. Mehr Subjektivität, bitte. Aber eigentlich brauche ich die Zahl am Ende nicht wirklich.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 23. Mai 2016 - 8:07 #

"Minecraft IST ein schwaches Spiel, weil [...] das Spielprinzip nachweislich dünn ist, 2 von 5 Redaktions-Sternen". Damit hätte ich ein Problem, obwohl objektiv an der Aussage nichts falsch ist."

Ein dünnes Spielprinzip bei Minecraft? Einem Spiel, bei dem Spieler funktionierende Computer mit Redstone bauen? In dem man gigantische Bauwerke erstellen kann oder eine praktisch unendliche Welt erkunden darf?
Was sind dann Shooter, RTS- oder Sportspiele? Zweidimensional? ;)

Ich will jetzt nicht diskutieren, wie dick oder dünn welche Spiele sind. Der Punkt ist, es gibt unterschiedliche Meinungen und schon sind wir wieder im subjektiven Bereich.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5164 - 23. Mai 2016 - 9:11 #

"Das wäre eine Aussage, mit der ich etwas anfangen kann! Über die man viel konstruktiv diskutieren, aber nicht ernsthaft streiten könnte!"

Und vor allem erlaubt sie dem Rezipienten, anhand deskriptiver Aussagen eine eigene Wertung vorzunehmen.

Kühlschrankmagnet (unregistriert) 22. Mai 2016 - 14:04 #

Wertungen sind für mich ein wichtiger Filter, ob die nähere Beschäftigung mit dem Titel überhaupt lohnt oder ob ich gleich auf was anderes klicken kann. Das gilt für Testereinschätzungen ebenso wie für die von euch oft despektierlich abgetanen Kundenmeinungen.

Schön, wenn hier ein Journalist klar Ja zur Wertungszahl sagt. Es ist durchaus unbequem, sich verbindlich zu machen. In reinen Fließtexten voller Für und Wider könnte man die Absenz einer eigenen Festlegung prima verstecken. Auf Nachfrage ließe sich immer das gerade benötigte Inhaltsfragment servieren und der Kritiker müsste keine Kritik am eigenen Tun erleiden. Teste wären unverfänglicher, netter, harmloser - und für mich belangloser.

Aber bei allem Lob möchte ich eines doch nicht zu erwähnen vergessen:
Du hast Wizardry 8 nur 75% gegeben. KhaaaAAAAN!

Athavariel 21 Motivator - P - 27872 - 22. Mai 2016 - 14:22 #

Spieletests sind immer subjektiv, sowas wie eine Formel zum objektiven Spieletest gibt es nicht, meine ich. Weil die Interessen und Erwartungen an ein Spiel durch die einzelnen Spieler unterschiedlich sind und es gibt sehr viele Spieler da draussen.
Deshalb sind Wertungen auch nicht wichtig. Ok für die Spieleseiten sind sie wichtig, weil sie oft Klicks generieren, aber für die Spieler nicht.

MicBass 19 Megatalent - 14265 - 22. Mai 2016 - 15:21 #

Dem ersten Teil stimme ich zu, dem zweiten allerdings nicht. Wertungen sind immer subjektiv, das glaube ich auch, aber für mich trotzdem wichtig als Quintessenz der Testmeinung. Ich brauch da was Kurzes und Greifbares - auch wenn ich schonmal völlig anderer Meinung bin.
Schwierig wirds erst wenn Leute Objektivität erwarten und sich dann über eine "falsche" Wertung aufregen, weil sie nicht ihrer erwarteten "richtigen" entspricht.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 22. Mai 2016 - 16:40 #

Wertungen sind subjektiv. Aber wenn sie sich an ein festes Schema halten innerhalb einer Testmarke vergleichbar. Und darauf kommt es letztlich an. Es geht um den Vergleich: Spiel X ist besser als Spiel Y. Mit klarer Begründung warum.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 23. Mai 2016 - 7:56 #

Selbst das ist subjektiv. Zwei RTS-Spiele, dass eine altbacken präsentiert, dafür mit herausragender KI. Das andere hochglanzpoliert, dafür mit Abstrichen bei der KI. Welches ist das bessere Spiel?
Klar, wenn man einen Tester kennt und man zufällig den identischen Geschmack haben sollte, mag das klappen. Das dürfte aber nur in Ausnahmefällen so sein.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 23. Mai 2016 - 11:40 #

Falsch!
Im Zweifel bekommen bei deinem Beispiel beide Titel die gleiche Wertung. Der Leser kann sich dann entscheiden, welche der von dir genannten Kriterien ihm persönlich wichtiger sind.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 23. Mai 2016 - 13:06 #

Das ist ja der Punkt. Beide erhalten die gleiche Wertung, ohne Text ist diese aber ohne Aussagekraft. Da stellt sich die Frage: Wenn ich Anhand des Textes entscheiden kann/muss ob das Spiel etwas für mich ist, wozu brauche ich dann noch eine Prozentzahl?

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 23. Mai 2016 - 15:41 #

Um einen ersten Eindruck zu bekommen, dass genau diese beiden Titel in deine Auswahl kommen. Es gibt ja nicht nur die zwei Spiele sondern eben auch noch andere. Und klar, wenn sie die gleiche Wertung haben, dann musst du dich schon durch den Text wühlen um den für dich passenderen zu finden, sollte logisch sein.

brundel74 14 Komm-Experte - 1975 - 22. Mai 2016 - 14:25 #

Wertungen halte ich für die heutige Zeit für überflüssig. In den 80ern gab es kaum Möglichkeiten ein Spiel vorher zu testen oder gar in einem Video zu begutachten. Heute gibt es neben redaktionellen Videos, auch unzählige Videos oder Streams von Entwickler und Fans. Mittlerweile muss ich auch zugeben dass die ersten Parts eines Let's Plays meiner Kaufentscheidung dienlicher waren als so mancher Test.

Wertungen dienen in erster Linie nur den Testseiten um Aufmerksamkeit oder Klicks zu generieren. Zudem rücken viele Tester auch später, obwohl sie sogar zugeben Spiele zu hoch bewertet zu haben, nicht mehr davon ab und ändern diese. Bestes Beispiel Dragon Age Inquisition, das seitens Gamestar als auch Gamersglobal sehr hoch bewertet wurde. Beide haben in Videos zu anderen Spielen zugegeben dass die Wertung nicht glücklich war.

Wie kann eine Wertung, die in erster Linie als Kaufentscheidung dienen soll, somit noch zeitgemäß sein? Zudem der Markt doch eh das kauft was er will. Wie viele Spiele mit hohen Wertungen sind gefloppt?

Zm Ende was zu den Fans, die in erster Linie Fanboys sind. Wenn eine Seite wie Gamona oder die Washington Post ein UC 4 mit einer 8 bzw 4 von 10 bewertet muss ich auch mit dem Kopf schütteln, genauso wenn ein Tester von seiner unsinnigen aber falschen Einschätzung eines Gameplay Element nicht abrückt. Das hat aber wenig mit Fan sein zu tun, sondern zeigt wie unsinnig es ist zu glauben objektiv Spiele mit Noten zu bewerten und diese gar vergleichen zu können. Jeder Test, jedes Preview ist eine subjektive Sache. Schon weil die Tester die Menschen hinter einem Spiel persönlich kennen, weil sie auch Fanboy sind.

Gott sei dank bin ich mittlerweile alt genug und weiß dass Wertungen weder meinen Spielspaß noch was über die Qualität des Produktes wiedergeben. Leider schaffen es auch die beiliegende Texte nicht wirklich eine Wertung zu erklären. Da sind Videos einfach das bessere Medium.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 22. Mai 2016 - 16:41 #

Na ja, schaue dir Stellaris an.
Großer Hype, zunächst einige Höchstwertungen - und erst als die ernsthaften Tests kommen zeichnet sich mit einmal ein völlig anderes Bild!

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6528 - 23. Mai 2016 - 8:21 #

Spiele kann man eben nicht mehr vorab antesten, seitdem Demos gegen Null gefahren wurden. Ein Video vermittelt mir doch nicht, wie sich ein Spiel anfühlt. Beim neuesten Anno habe ich diverse Videos gesehen und gedacht, dass der Titel für mich ok wäre. Nach dem Kauf habe ich dann gemerkt, dass der ja mal sowas von langweilig wird nach ein paar Stunden. Aber es hat ja einen Grund, warum Publisher keine Demos mehr herausgeben.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 22. Mai 2016 - 14:36 #

Es geht ja nicht wirklich um Kaufberatung.

Es geht darum, dass der Meinungsaustausch und die professionelle Rezeption in Spiele-Publikationen ein Teil des Spiels ist. Wie ein Spiel in der Szene ankommt, das kann zum Lebensinhalt werden, leider.
Als wäre es wichtig, ob Jounalist X das Libelingsspiel Y in der Luft zerrissen hat oder nicht... ist es aber eben doch, für manche Leute.

Ich will da aber nicht so weit gehen wie Mick und diese Leute klar abgrenzen von lockeren Gamern. Jeder, der sich auch nur irgendwie für den sozialen Aspekt der Spielebranche interessiert, hat Anteile von Schwärmerei in sich. Die Frage ist nur, wie weit man damit geht und seitenlange E-Mails gehen sicher zu weit.

Aber das es nicht nur ok ist, wenn man sich bei einer Wertung heiss redet, sondern bis zu einem gewissen Grad sogar spaßig, kann wohl keiner verneinen, der schon mal einen Kommentar unter einen Spieletest geschrieben hat.

Zuletzt muss ich aber erschrocken feststellen: Wertungen beeinflussen mich so gut wie gar nicht! Star Fox Zero hat ja hier 7 Punkt bekommen, gekauft habe ich es trotzdem und siehe da: ich habe es nicht bereut. So geht es mir allzu oft und deshalb ist das alles hier wohl nicht mehr als irgendso eine Art Communityhobby für mich. Darf man aber auch als Kompliment verstehen.

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 22. Mai 2016 - 14:52 #

Ich halte Wertungen heutzutage, die über ein "Daumen rauf/runter/neutral" hinausgehen, für überflüssigen Mumpitz und bin der Meinung daß es der Spielewelt allgemein besser ginge, wenn man auf sowas verzichten würde.

Dann fallen vielleicht bei den Verlagen und Web-Seiten die Klicks der Empörten weg aber das ist mir persönlich egal.

Und weder Tests noch Wertungen dienen heute vorrangig meiner Entscheidungsfindung. Podcasts, Foren, Diskussionen & Kommentare oder einfach Gameplay Videos spielen für mich heute eine viel grössere Rolle als irgendeine Zahl, die man eh nicht zwischen den einzelnen Testern & Web-Seiten vergleichen kann (auch wenn Metacritic einem das weissmachen möchte).

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 22. Mai 2016 - 16:44 #

Stimmt schon irgendwo. In der heutigen Zeit gibt es sooo viele Games, man weiß als Zocker eigentlich was einen thematisch interessiert und muss sich eh beschränken. Und da reicht dann oftmals das "gut", "geht so" oder "schlecht" um sich für oder gegen den Kauf eines Titels zu entscheiden.

Aber du sagst es selbst, Testmagazine leben auch zum Teil von den Kontroversen um die Wertungen.

Triton 16 Übertalent - P - 5289 - 22. Mai 2016 - 14:49 #

Sehr guter und interessanter Artikel, danke dafür.

Wie wichtig jemandem Wertungen sind liegt sicher daran welche Erfahrungen er damit gemacht hat. Ich bin darauf übergegangen mir meine Meinung eher durch den Text zum Test zu bilden. So habe ich mehr Spiele gefunden die mich interessieren und mir Spaß machen, selbst bei schlechter Wertung.

Das muß aber nicht bedeuten das der Tester schlecht ist. Egal wie Objektiv jemand ist hat doch jeder seinen Geschmack. Und selbst wenn der Tester perfekt ist, trifft er immer nur den Geschmack einer bestimmten Spieler-Gruppe, der anderen Gruppe gefällt die Wertung halt nicht.

Ich z.b. finde bei den Mainstream-Spielen kaum noch ein Spiel das mir gefällt, egal wie gut es bewertet wurde. Also passen diese Wertungen weniger zu meinem Geschmack. Bein Indie-Spielen passen die Wertungen daher eher mal zu meinem Geschmack.

crowi (unregistriert) 22. Mai 2016 - 14:47 #

Die Sache ist doch die, dass man Spiele - anders als Staubsauger oder auch Musik oder Bilder - in zwei Teile untergliedern kann: Auf der einen Seite den technischen Teil, auf der anderen Seite den künstlerischen Teil. Den einen Teil kann man sinnvoll mit einer Note bewerten, den anderen nicht. Schwierig wird das Ganze weil beide Teile ineinander greifen.
Der technische Teil ist einfach zu werten: Läuft das Spiel in einer angemessenen und konstanten Framerate oder nicht? Sind die Texturen matsch oder hochauflösend? Gibt es Bugs oder Spielabstürze? Wenn es einen Multiplayer gibt, läuft dieser problemfrei, oder gibt es immer wieder Lags und Netzwerkprobleme? Und so weiter. Dafür kann man eine Note vergeben, wenn man denn will, man kann auch einfach die Fakten nennen und jeder weiß was Sache ist.
Auf der anderen Seite steht der künstlerische Aspekt des Spiels, den man sicherlich kritisieren kann, der aber natürlich komplett im Auge des Betrachters liegt und den zu benoten - meiner Meinung nach - unmöglich ist. Darunter fällt die Musik und sämtliche Sounds, das Artdesign, die Geschichte und so weiter und so fort - all das geht bei sehr vielen Tests mit in die Wertung ein, was die Wertung automatisch subjektiv macht. Auf GG lese ich zum Beispiel immer wieder in den Wertungskästen soetwas wie: "Fetziger Soundtrack", "Hübscher Comiclook", "stimmige Comic-Grafik" oder "Elektronische Musikstücke etwas aufgesetzt" oder "Tolles Spielgefühl". Das sind alles Dinge, die natürlich auch komplett im Auge des Betrachters liegen und grundsätzlich nicht mit einer Note versehen und abgehakt werden können. Auch wenn das die Übereinkunft der gesamten Redaktion ist und darüber diskutiert wird, ist es noch keine objektive Betrachtung. Das wäre, wie wenn man sagt: "Mona Lisa: 10/10" oder "Pink Floyd - Another Brick in the Wall: 9.0/10, zieht sich gegen Ende etwas hin".
Zu guter letzt noch etwas zum dem Ineinander greifen der beiden Teile: Ich denke es ist sogar noch schwer den rein technischen Teil mit einer Note zu versehen, weil es sogar möglich ist, dass technische Schwächen genutzt werden um einen künstlerischen Aspekt weiter zu unterstreichen. Das offensichtlichste Beispiel dafür ist, dass es Spiele gibt - im Indiebereich - die das Spiel absichtlich an einer Stelle zum Absturz bringen, weil es eben gerade passend ist. Oder, denkt man an Klassiker wie Bomberman (und viele andere seitdem), in denen es Items gibt, die die Steuerung umkehren. Natürlich ist in dem Moment, das Handling kaputt, das hat aber seinen Sinn. Oder wer kennt (und hasst) sie nicht, die berühmt berüchtigten vereisten Bereiche in Jump 'n' Runs und co, auf denen der Charakter sich schwammiger bewegt als ein Kleinkind im Bällebad.
Von daher: Ja, Paradox hat recht, eine Wertung wird immer eine subjektive Sache sein und um auf die Überschrift noch zu antworten: Sind sie nicht :)

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 22. Mai 2016 - 17:20 #

Es ist eher noch komplexer, weil verschiedene Aspekte eines Spiel auf einen wirken und es auch dort unterschiedliche Vorlieben gibt.

Ein Arbeitskollege von mir und ich spielen gerne RPGs. Ich kann dabei den Part mit Attributspunkte verteilen, Inventar organisieren und Handel treiben nicht leiden. Am liebesten hätte ich eine Auto-Funktion dafür und unlimitiertes Inventar. Mir sind die Welt und die Story viel wichtiger. Entsprechend kann ich 08/15-Sammelquests auch nicht ausstehen.

Der Kollege hingegen liebt das Leveln, Looten, Crafting und Inventarmanagement. Der spielt in sowas wie Skyrim kaum Quests, sondern steht dafür stundenlang in der Schmiede herum und optimiert seine Ausrüstung.

Wie soll die Wertung eines Rollenspiels ihn und mich vernünftig abdecken? Das geht kaum, außer das Spiel brilliert in beiderlei Hinsicht. Der Kollege hat z.B. viel Spaß an "Dragon Age Inquisition" und hat hunderte Stunden reingesteckt, während ich das Ding nach knapp 15 Stunden als totalen Fehlkauf deinstalliert habe. Gamersglobal hat DA:I 9.5 gegeben, 4player 59%.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 22. Mai 2016 - 19:52 #

Was du beschreibst sind Spielprinzipien. Das ist so als wenn du Fußball und Eishockey vergleichst. Ist beides Sport - ist beides RPG. Der eine mag das, der andere dieses. Trotzdem bleibt ein gutes Crafting RPG ein gutes Crafting RPG und ein gutes Fußballspiel ein gutes Fußballspiel, unabhängig was der Story-RPG Fan bzw. der Eishockeyfan davon halten.

Wertungen dürfen diese subjektive Seite nicht haben, wenn sie fair sein wollen!
Deswegen ist der 4Players Test von DA 3 auch Crap!

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 22. Mai 2016 - 22:57 #

Wenn man nur Mechaniken bewertet, taugt die Wertung aber für einige Leute auch wieder nicht. Für mich ist das halt Excel mit schönerer Grafik während die Welt und die Quests dem Spiel seine Seele verleihen.

RPGs sind wohl auch eher ein Extremfall, deswegen gehen da gern die Meinungen so weit auseinander. Bei Plattformern oder Shootern hat man das nicht so stark, die sind alle mehr oder weniger gleich vom Spielerischen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9831 - 22. Mai 2016 - 23:29 #

ich denke das geht zu weit zu sagen den künstlerischen aspekt könne man nicht bewerten sondern wäre absolut subjektiv und damit willkürlich. dann könnte man sich auch mehrheitlich nicht einigen ob etwa ein film gut ist oder nicht, genau das kann man aber. gerade bei diesen wesentlich älteren medienformen hast du ja heute etablierte akademische fundamente anhand derer man weiß was funktioniert und was nicht. bei einem buch etwa kann ich ganz abgesehen von wortwahl und satzbau (technischer aspekt) sehr wohl auch den plot an sich analysieren und damit zu objektiven aussagen kommen.
und bei spielen ist es nicht anders. daher sieht man auch immer wieder bei wertungsvergleichen eine gaußglocke rund um den durchschnittswert. wenn die wahrnehmung tatsächlich so subjektiv und damit willkürlich wäre, müssten ausreißer genauso oft vertreten sein wie zentrale werte. sind sie aber nicht.

SirConnor 16 Übertalent - P - 4690 - 22. Mai 2016 - 14:49 #

Mir kommt es auch auf den "Charakter" an, der den Test schreibt. Ich meine das in der Hinsicht, dass ich mittlerweile weiß, welche Genres einen "echten Langer" oder einen "echten Braun" erzeugen können.

Metacritics empfinde ich mehr als Fluch, denn als Segen. Jeder kann da eine Wertung abgeben, vom Spiele-Enthusiasten, über den Kenner, bis hin zum rasenden Fanboy/Hater ist alles dabei.

Ich habe es mir angewöhnt bei Amazon positive und "mittlere" Rezensionen zu lesen. Die guten, weil ich "Liebhaber" des Produktes antreffe und die "mittleren", weil diese sich kritisch mit bestimmten Punkten auseinandersetzen. Die Komplettverrisse les ich überhaupt nur sehr selten und nur dann, wenn ich den Eindruck habe, es könne was dran sein.

Daumen rauf, runter, neutral wäre auch eine (für mich) sinnige Wertungsskala.

Hoffe mein Text war so halbwegs verständlich. :-)

Hermann Nasenweier 14 Komm-Experte - P - 2615 - 22. Mai 2016 - 14:57 #

Eigentlich ist es egal ob und wie wichtig Wertungen sind, im Endeffekt ist es nur eine Zahl die einen das Spiel grob einschaetzen laesst. Also ein Fazit auf eine einzige Zahl zusammengeschrumpft.

Ich glaube auch nicht dass jemand nur auf diese Zahl schaut und dann entscheidet ob er das Spiel kauft oder nicht. mich persoenlich macht die Wertung oft neugierig. Ein BF x hat eine 8.5 und ich schaue den Test nicht an. Hat es dagegen eine 6.5 lese ich schonmal in den Test rein weil ich wissen will warum. Kaufen wuerde ich es aber in beiden Faellen nicht, so gut kenne ich mich mit den Spielen dann schon selbst aus.

Ist aber ein interessanter Artikel geworden, danke dafuer

zfpru 15 Kenner - P - 2966 - 22. Mai 2016 - 15:32 #

Falls nicht gewertet wird,stirbt am Ende noch der PC. Aber im Ernst, natürlich sind Wertungen wichtig. Das Werten ist eine schöne Tradition, die uns seit der Happy Computer begleitet. Die sollte uns erhalten bleiben. I

Novachen 18 Doppel-Voter - 12751 - 22. Mai 2016 - 15:45 #

Das Problem was ich bei Wertungen jetzt konkret habe ist ehrlich gesagt, dass diese halt nicht allgemeingültig dem geschriebenen Test entsprechen.

Oder um das zu präzisieren, für manche entspricht die Wertung dem geschriebenen Text, für andere hingegen einfach nicht, da steht der Text halt total konträr zur Wertung.

Wenn jemand bei einem Spiel 85 zückt, im Test aber des öfteren zahlreiche kleinere Probleme genannt werden, dann ist das halt nicht meinem Textverständnis entsprechend. Für so eine hohe Wertung scheinen die Probleme dann gar nicht so wild zu sein, stellt sich dann halt nur die Frage, wieso sich der Test diesen dann recht ausführlich widmet und mir selbst als Leserin eher den "Vorsicht! Spiel hat viele kleinere Probleme, die den Spielspaß einschränken" Hinweis mitgibt, was in meiner persönlichen Skala überhaupt keine 85 mehr entspricht.

Klar, letztendlich kann man sagen, ist eh nur alles subjektiv. Aber wenn ich in die Tests von Gamersglobal lese, kommt es mir schon so vor, als versucht man in den Texten einen eher objektiven Blick auf das Spiel zu geben. Sieht man ja schon daran, wie die Tests entsprechend formuliert sind.

Ich persönlich habe die Wertungen hier ausgeblendet, weil der Text selbst die viel präzisere Wertung gibt.
Diese Wertungszahlen hingegen geben ja hingegen schon vor, wie man ein Spiel eigentlich finden soll.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4666 - 22. Mai 2016 - 16:08 #

Früher gab es doch bei einem Heft mal die Zuordnung "90+: Für jeden absolute Pflicht, 80-89: Für jeden gut zu spielen, 70-79: Für Genrefans zu empfehlen, 60-69: Fans der Serie können durchaus reinschauen" (frei aus dem Gedächtnis zitiert); das fand ich gar nicht mal schlecht und irgendwie wirkt es bis heute bei mir nach.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 22. Mai 2016 - 16:46 #

Ich denke, die meisten deutschen Testeinrichtungen halten sich auch noch heute grob an dieses Schema.

tailssnake 12 Trollwächter - 1095 - 22. Mai 2016 - 21:56 #

Stimmt nur leider nicht, so hat Uncharted 3 fast überall 90/100 bekommen, aber nach meinen Eindruck wäre eher irgendwas um 5/10 gerechtfertigt gewesen.
Beim lesen des 4players Test zu TloU hatte ich den gleichen Eindruck und war über die 92 dann doch mehr als überrascht, aber habe die Finger lieber gleich weggelassen.
Bioshock Infinite war imho ebenfalls nicht so gut wie es die Zahl unter dem Test verlautbaren lässt, da passt der Shooter einfach nicht zum Rest.

pbay 16 Übertalent - P - 5804 - 22. Mai 2016 - 16:39 #

Seit wann ist Koffein im Bier?

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 22. Mai 2016 - 16:55 #

Seit Veltins V+ Energy? :-)

TheBlobAlive 15 Kenner - P - 3099 - 22. Mai 2016 - 18:17 #

Das ist doch kein Bier mehr.....

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20661 - 22. Mai 2016 - 19:47 #

Aber es enthält welches. Glaube ich^^

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 22. Mai 2016 - 20:19 #

Kennst Cola-Weizen? Und in Cola ist Koffein drin.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5164 - 23. Mai 2016 - 12:04 #

Ist das Cola-Weizen nicht viel mehr eine Weizencola?

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58774 - 23. Mai 2016 - 12:46 #

Wieso das? Man hat ein Weizen und schüttet Cola mit rein - also Cola-Weizen.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5164 - 23. Mai 2016 - 12:48 #

Siehe http://www.gamersglobal.de/meinung/warum-wertungen-wichtig-sind#comment-1730396

;)

CrazyChemist 14 Komm-Experte - P - 2039 - 23. Mai 2016 - 16:59 #

Fuer mich vollkommen unverstaenlich, wie man diese Koerner mit Cola uebergiessen kann und das Ganze dann auch noch trinken kann.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 23. Mai 2016 - 17:23 #

In ein Cola-Weizen wird erst die Cola ins Glas gegeben, dann das Weizen drauf. Umgekehrt hättest du etwas Sauerrei ;).

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6908 - 23. Mai 2016 - 18:04 #

Was, Wie, Wo? Nee nee, erst das Weizen, dann die Cola, keine Sauerei. ;)

CrazyChemist 14 Komm-Experte - P - 2039 - 23. Mai 2016 - 18:32 #

Aber wer kaut dann die Koerner?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 23. Mai 2016 - 20:31 #

Kaust du deine Körner auch beim puren Weizen? Wenn ja, wechsle zur Halben.

CrazyChemist 14 Komm-Experte - P - 2039 - 25. Mai 2016 - 16:37 #

Aber halbe Koerner sind auch immer noch Koerner? Oder soll ich Mehl in meine Cola kippen?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 25. Mai 2016 - 21:40 #

Eine Halbe (Export) wird aus Hopfen gemacht.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58774 - 23. Mai 2016 - 18:37 #

Was?!? Was macht ihr denn da in Schwaben für Schweinereien. Erst Weizen, dann Cola!

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 23. Mai 2016 - 20:37 #

Naja, so vermischt es sich besser und schäumt längst nicht so auf. Zudem kann man die Menge Cola besser abschätzen. Manche mögen das Verhältnis ja mehr, weniger oder 50/50. Wenn es der Wirt aber drauf hat und die Cola nach Bier reintut, OK.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58774 - 23. Mai 2016 - 21:39 #

Persönlich kann ich das gar nicht leiden, wenn erst Cola, dann Weizen drin ist. Macht ein Lokal in meinem ehemaligen Heimatort, und das schmeckt man total, weil dann das Colaweizen mehr nach Weizen schmeckt, und der für mich erwünschte Effekt, nämlich dass es eher süß schmeckt, und eben nicht weizig-herb, nicht eintritt.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20661 - 23. Mai 2016 - 21:48 #

Ist das nicht völlig wumpe, wenn Cola und Bier ohnehin vermischt wird? Oder wird das Eine wirklich nur in das Andere gekippt und dann direkt so getrunken, ohne es zu vermischen?

floppi 22 AAA-Gamer - - 32643 - 23. Mai 2016 - 21:53 #

Exakt, wird nicht noch geschüttelt oder gerührt. Was bei einem perfekten Cola-Weizen, frisch getrunken, dazu führt, dass quasi außen rum Weißbier ist und innen drin ne Säule Cola. Also, nicht exakt abgetrennt, aber so kannst du es dir vorstellen. ;) Natürlich vermengt es sich mit der Zeit von alleine.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20661 - 23. Mai 2016 - 21:55 #

Okay. Und dann trinke ich mal Weizen, mal Cola^^

floppi 22 AAA-Gamer - - 32643 - 23. Mai 2016 - 21:58 #

Im Prinzip ja, ändert sich dann leicht von Schluck zu Schluck. Mal etwas süßer, mal etwas herber. ;)

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58774 - 23. Mai 2016 - 22:05 #

Das was floppi sagt. Was aber für mich dazu kommt ist, dass bei einem Cola -> Weizen eingeschenkten Colaweizen dann der Schaum total nach Weizen schmeckt, und nicht süßlich gemischt, wie wenn die Cola als zweites reinkommt.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 23. Mai 2016 - 22:20 #

Dann war schlicht sein Mischverhältnis falsch. Ein guter Wirt fragt auch nach, wieviel Cola man drin haben möchte oder man sagt's ihm gleich.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58774 - 24. Mai 2016 - 10:36 #

ALso, war schlecht ausgedrückt. War am Anfang beim Schaum so, weiter unten geht es dann natürlich.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5164 - 24. Mai 2016 - 10:27 #

Ich habe mir bei einem Bierbrauseminar mal ein Weizen selbst gebraut. Das hat nach zwei Wochen (soll man so lange noch lagern) bananig-süß geschmeckt. Wäre vielleicht was für dich. ;)

floppi 22 AAA-Gamer - - 32643 - 24. Mai 2016 - 10:37 #

Banane ist ein typisches Aroma für Weißbiere. ;)

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5164 - 24. Mai 2016 - 16:00 #

Das war aber wirklich so unglaublich und ungewohnt bananig-süß. :)

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6908 - 23. Mai 2016 - 20:41 #

Also ich bin auch Schwabe, aber ich kenne es auch so. Erst Weizen, dann Cola. ;)

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58774 - 23. Mai 2016 - 21:36 #

Ich bin mir gerade nicht mal mehr sicher, ob Tr1n überhaupt Schwäbin ist, oder ob das nicht ganz was anderes ist, wo sie her kommt xD

floppi 22 AAA-Gamer - - 32643 - 23. Mai 2016 - 21:52 #

Ich kenne es nur so, noch nirgendwo andersrum gesehen. Keine Ahnung wo Trin das her hat. ;)

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 23. Mai 2016 - 22:53 #

also wenn man schon Weizen vergewaltigt, dann richt: BANANEN-WEIZEN!

CrazyChemist 14 Komm-Experte - P - 2039 - 24. Mai 2016 - 2:34 #

Nee - Bier mit Erdbeerjoghurt. Und dazu ein Zuckerei :D

Noodles 21 Motivator - P - 30156 - 24. Mai 2016 - 2:50 #

Kauf dir mal n Mixer!

CrazyChemist 14 Komm-Experte - P - 2039 - 24. Mai 2016 - 15:42 #

Besser is' das!

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20661 - 24. Mai 2016 - 7:38 #

Irgendwann musste das ja kommen :D

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 24. Mai 2016 - 10:07 #

Haha, da kennt sich jemand aus :)

Noodles 21 Motivator - P - 30156 - 24. Mai 2016 - 13:05 #

Ich kenn das unter dem Namen Affenkotze. :D

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11667 - 24. Mai 2016 - 14:06 #

Ihr seid doch alle gestört hier xD

pbay 16 Übertalent - P - 5804 - 24. Mai 2016 - 19:57 #

Aber echt. Jeder Mensch weiß doch, dass echtes Bier nur da drin ist, wo Pils drauf steht ;)

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 23. Mai 2016 - 13:02 #

Kommt drauf an wie der Kunde es mag. Einige mögen wenig Cola drin, andere mehr. Warum das jetzt kein Bier mehr sein soll versteh ich nicht. Man sagt auch Kölsch sei ein Bier ;).

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 23. Mai 2016 - 18:07 #

Schmeckt sowas? Ruiniert man sich damit nicht das Weizen?

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58774 - 23. Mai 2016 - 18:38 #

Schmeckt sogar sehr gut!

Noodles 21 Motivator - P - 30156 - 23. Mai 2016 - 19:21 #

Also ich finde ja, man sollte jegliches Bier so lassen, wie es ist. ;)

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58774 - 23. Mai 2016 - 21:40 #

Insgesamt ja, aber ein Radler ist ja auch was feines, und in die Kategorie gehört eben auch ein Colaweizen :)

floppi 22 AAA-Gamer - - 32643 - 23. Mai 2016 - 21:55 #

Ich finde jeder soll trinken, was ihm schmeckt. ;) Wenn bei mir dann aber jemand zum Whisky nach Eis fragt oder ihn ausext, weiß ich welchen Whisky er danach nur noch bekommt -- die Bar ist dann erstmal für ihn geschlossen. :D

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32767 - 23. Mai 2016 - 22:54 #

Ich auch. Ich kriege schon einen dicken Hals wenn mir da irgendsoein Depp ne Zitronenscheibe reinlegt. Das ist widerlich. ;)

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58774 - 24. Mai 2016 - 8:20 #

Bei einem Kristallweizen gehörts eben dazu. Einfach keins bestellen, wenn man es nicht mag ;)

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 24. Mai 2016 - 13:03 #

Endlich mal jemand mit Vernunft in diesem Zirkus. ;-)

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8033 - 22. Mai 2016 - 16:48 #

Ich kann mit dem Text von Mick gut mitgehen, ausser der "Held" Sache. Spielejournalisten = Helden? Na da hat aber jemand tief in sein Weinglas geschaut. :)

Ansonsten: Der Test von Wiz 8 war zu kurz!!1!elf (oh, ich hab ihn gar nicht gelesen und kenne ihn auch nich -- achwatt, hauptsache Motzen!!) ;)

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 22. Mai 2016 - 16:54 #

Wertungen sind in der heutigen Zeit generell schwierig geworden, weil das Niveau der Spiele durch die Bank solide ist, komplette Ausfälle sind im Gegensatz zu früher sehr selten geworden.

Und bei einer Wertung von 65-95% machen dann eher eigene Vorlieben den Unterschied aus. Ich hab z.B. ein seltsames Faible für Schnee-Szenarios und wenn ein Spiel so ein Setting hat, kann ich mal eben 20% aufschlagen. Schönes Beispiel ist Kholat, das gefällt mir v.a. wegen des Settings und weniger spielerisch.

Sowas kann keine Wertung vernünftig abbilden.

Ein weiteres Problem sind Sättigungseffekte. Bei Assassin's Creed 2 hatte ich einen Riesenspaß daran, alles möglich zu sammeln, während ich es bei Assassin's Creed Syndicate stinklangweilig fand.

Auch das kann keine Wertung fair berücksichtigen.

Ich finde Wertungen trotzdem gut, weil sie einen gewissen Orientierungsrahmen bieten. Und Medien werten ja auch unterschiedlich. Bei Gamersglobal hab ich den Eindruck, dass mehr Wert auf Mechanik gelegt wird (auch wenn Jörg das anders sieht), während bei 4players mehr Wert auf Story und Atmosphäre gelegt wird.
Entsprechend gibt's hier dann für Assassin's Creed Syndicate und Dragon Age: Inquisition deutlich bessere Wertungen als bei den 4player-Kollegen. Und beide haben irgendwo Recht. Für den einen User passt dann die Wertungen des einen Magazin besser, für den anderen User die des anderen Magazins. Da muss man halt das für sich passendere finden, dann stimmen die Wertungen dort viel besser mit der eigenen Wahrnehmung überein.

Hodges (unregistriert) 22. Mai 2016 - 17:18 #

Die beste Bewertungsskala hat für mich noch immer die Screenfun. Schulnoten 1 bis 6. Als Kind wusste ich da sofort bescheid und hab mir selbst Spiele mit einer 4 (wären 40%) angeschaut oder gekauft, die waren nicht gleich "Müll" so wie heute.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32643 - 22. Mai 2016 - 17:28 #

Eine 4 (ausreichend) wäre umgerechnet 50-66%.

Hodges (unregistriert) 22. Mai 2016 - 19:47 #

Stimmt so nicht, wenn man davon ausgeht, dass man das volle Bewertungsspektrum abdecken möchte dann:
0% - 6
20% - 5
40% - 4
60% - 3
80% - 2
100% - 1

Das was du gemacht hast ist lediglich der Dreisatz, funktioniert aber nur unter der Voraussetzung, dass es keine 0% in der Notenbewertung gibt.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11667 - 22. Mai 2016 - 20:18 #

Nein, was er gemacht hat, ist, was Schulnoten bedeuten. Die haben nicht die gleichen abstände. 1 ab 95%, 2 ab 85%, 3 ab 70, 4 ab 50 ungefähr. ;) das macht es natürlich verwirrend.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32643 - 22. Mai 2016 - 21:06 #

Exakt, so ungefähr. ;)

floppi 22 AAA-Gamer - - 32643 - 22. Mai 2016 - 21:06 #

Du sagtest Schulnoten, demzufolge wäre dies folgendermaßen:
1 = 92 - 100%
2 = 81 - 91%
3 = 67 - 80%
4 = 50 - 66%
5 = 30 - 49%
6 = 0 - 29%

Das ist der grobe Richtwert für Schulnoten, der auch durchaus abweichen kann.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 23. Mai 2016 - 6:27 #

was wäre denn eine 1+ mit Sternchen?

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6528 - 23. Mai 2016 - 8:18 #

Gab es bei uns nicht. 14 Punkte 1- und 15 Punkte eine 1, fertig. Wobei das Sternchen eben die Awards wären.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32643 - 23. Mai 2016 - 10:54 #

Eine 1.

Noodles 21 Motivator - P - 30156 - 22. Mai 2016 - 17:16 #

Zur Kaufentscheidung nutze ich Wertungen überhaupt nicht. Da lese ich den Test oder schaue mir Videos zum Spiel an und wenn mich das Spiel interessiert und ich Lust drauf hab, ist mir egal, was für ne Zahl unter dem Test steht. Wertungen können allerdings neugierig auf Spiele machen, die man vorher nicht auf dem Schirm hatte, so dass man wegen der Wertung dann den Test liest oder Videos schaut, obwohl man das sonst vielleicht nicht getan hätte.

Algathrac (unregistriert) 22. Mai 2016 - 17:48 #

Wertungen sind gut! Sie ersparen mir wichtige Minuten Lebenszeit, die ich sonst mit dem Lesen von zuviel Text verbringen müsste und das meine ich völlig ernst!!!11

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 22. Mai 2016 - 18:30 #

Schwer zu glauben irgendwie.

TheBlobAlive 15 Kenner - P - 3099 - 22. Mai 2016 - 18:18 #

Ich muss zugeben, ich bin ein Zahlenmensch.
Danke Mick, für den netten Kommentar!

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6528 - 22. Mai 2016 - 18:29 #

Wertungen sind nicht unwichtig für mich, aber wichtiger ist mir nach wie vor der Test, damit ich ausgeschrieben von Redakteur x weiß, wie ich diesen einordnen kann. Allerdings benötige ich keine 100er-Skala mehr, ein System wie hier reicht mir völlig aus, denn ob nun 87% oder 88%, unterm Strich ist das sowas von Kinderkram, der mir nicht wirklich weiterhilft.

HAL9000 11 Forenversteher - P - 660 - 22. Mai 2016 - 18:43 #

Wertungen sind überbewertet :)
Als Nebenprodukt eines Tests sind sie schon interessant, aber viel wichtiger ist die im Text stehende Begründung für die Wertung. Ich finde allerdings diese Scheinobjektivität überflüssig. Wertungen sind immer subjektiv, daran ändert sich auch nichts, wenn sie in einer Konferenz von mehreren Redakteuren glattgebügelt wird. Daraus entsteht auch wieder nur eine subjektive Ansicht der jeweiligen Redaktion. Natürlich gibt es objektive Kriterien wie technische Mängel aber am Ende will ich doch wissen, ob das Spiel Spaß macht und das lässt sich nicht objektiv in einer Zahl ausdrücken.

Harry67 13 Koop-Gamer - P - 1639 - 22. Mai 2016 - 18:48 #

Bei Wertungen hängt es für mich schlicht davon ab, wer sie macht. Und sie bedeuten nicht sehr viel, solange nicht klar ist aus welchen einzelnen Gesichtspunkten sie sich ergeben. Auf Sicht "kennt" man dann seine Tester des Vertrauens und weiß wie man ihre Beiträge einschätzen kann.

Das Wizardry 8 Beispiel - olle Kamelle hin oder her - war für mich übrigens so ein Punkt, an dem ein Tester für mich durchgefallen ist. Schon alleine dafür, weil er das bis heute wundervolle Kampfsystem nicht zu würdigen wusste. Und das Ganze überhaupt ziemlich hingeschludert war.

Insgesamt bin ich mir aber nicht sicher, ob die politische Bedeutung des Spieletesters in diesem Artikel nicht etwas zu überhöht angesetzt wird. Aus meiner Sicht geht es doch nur darum, ob ich auf die Geschmackssicherheit eines Redakteurs vertrauen kann. Passt sie zu meiner oder kontrastiert sie auf eine interessante Art ist's gut, wenn nicht, werde ich vielleicht ab und an einen Artikel überfliegen, kann's aber auch lassen.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 22. Mai 2016 - 19:13 #

Ich empfinde Wertungen eigentlich als Releikt vergangener Zeiten. Als das Geld in jungen Jahren noch knapp war und gute Spiele auch noch Monate später zum Vollpreis verkauft werden konnten. Als es noch einen funktionierenden Gebrauchtmarkt (in Läden!) gegeben hat.

Heutzutage kann ich mir eh mehr als genug Spiele leisten. Dank eines massiven Preisverfalls braucht man dafür nicht mal mehr besonders viel Geld. Ferner gibt es eine Flut von guten Spielen, während der Schrott durch zahlreiche Bewertungssysteme im Netz schon vorher aussortiert wird. Häufig habe ich auf zig Kanälen was über ein Spiel gehört, bevor ich es kaufe. Oder ich gehe bewusst das Risiko ein, es zu kaufen, auch wenn es noch keine richtigen Tests gibt.

Für meine Kaufentscheidung ist viel wichtiger, welchem Genre ein Spiel angehört, welche Mechanismen es verwendet und dass es bitte ausgereift und bugfrei ist. Maximal die letzten beiden Punkte lassen sich über eine Wertung abdecken. Uncharted 4 kann eine glatte 10 bekommen - ich habe den Hype um cineastische Action-Adventures nie verstanden und werde es höchstens mal für einen Fünfer mitnehmen (gut, dafür müsste ich dann auch noch die passende Plattform zu Hause haben). Die Kaufentscheidung zu Stellaris ist hingegen länger vorm Launch gefallen - aber selbst da, wo ich mich ärgern könnte, bleibt mein 'Verlust' mit ca. 25€ oder so überschaubar.

Deshalb trete ich oben ja auch für mehr Subjektivität ein. So erfahre ich auf geringerem Raum mehr über das Spiel. Bei 7-seitigen Tests lese ich nämlich auch nur die Wertung! ;)

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 22. Mai 2016 - 20:21 #

Wertungen sind für mich wie Achievements, ich registriere sie, renne denen aber nicht hinterher, geschweige denn rege mich drüber auf. Die Zahl allein vermittelt mir nur relativ was, der Test selber sagt mir, ob das Spiel was für mich ist oder nicht.

iUser -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 62833 - 22. Mai 2016 - 20:40 #

Schöne Spitzen, die da verteilt werden. Schön zu lesen. Lacher inklusive. :)

tailssnake 12 Trollwächter - 1095 - 22. Mai 2016 - 21:48 #

Wenn er mir den Unterschied zwischen einer 79 und 80 erklärt glaube ich ihm, sonst bleiben Wertungen weiter Unsinn.

Ein wirkliches Argument für Punkte hab ich ihm Text nicht gefunden.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9831 - 22. Mai 2016 - 23:28 #

hier wurde in der diskussion öfter mal angemerkt, dass ja heutzutage spiele ohnehin kaum noch richtig starke probleme haben wie früher. da würde ich mal einwenden, dass das spieleangebot auch viel größer geworden ist und der klassiche games-journalismus hier im vergleich zu früher auch nur noch einen kleinen anteil erfassen kann. da werden dann logischerweise auch nur die spiele gecovert welche am interessantesten sind.
die ganzen mittelmäßigen spiele und auch technischen gurken werden dabei ignoriert und die gibt es ja immer noch. man schaue sich mal an was bei steam wöchentlich so alles released wird. wenn man die auch alle testen würde, hätte man auch wieder eine volle ausnutzung der wertungsskala was ja oftmals kritisiert wird in dem kontext.

diese selektion des games-journalismus sieht man im übrigen auch ganz gut daran, dass geheimtipps (ohne vorheriges großes marketing) bei klassichen redaktionen wenn überhaupt sehr spät ankommen, da sie diese eben gar nicht auf dem schirm hatten und sich erst dann damit beschäftigen wenn sie merken, dass das jeweilige spiel schon eine große aufmerksamkeit erzielen konnte.

Jaik1 (unregistriert) 22. Mai 2016 - 23:46 #

Was das dickste Kind ist oder welches Lied sich in der letzten Woche am besten verkauft hat sind objektive Größen, die man ganz klar messen kann.
Ob einen ein Spiel gefällt oder nicht ist hingegen nunmal stark subjektiv. Genauso wie zum Beispiel Attraktivität. Egal welchen Menschen man nimmt, einige werden ihn attraktiv finden und andere nicht. Wenn jetzt jemand mir sagt: "Die Frau hat eine Attraktivität von 83%" sagt mir das einfach mal gar nichts. Wenn er mir Aussehen und Wesen dieser Person beschreibt hilft mir das schon eher weiter.

MaverickM 17 Shapeshifter - 7451 - 23. Mai 2016 - 1:05 #

Die vermeintlich objektive Bewertung von Spielen (Filmen, Büchern, etc.) ist kompletter Humbug. Spielspaß lässt sich nicht quantifizieren. Selbst eine Pro und Kontra-Liste ist bereits subjektiv, da der eine entweder keinen Wert auf den jeweiligen Punkt legt, oder dies gar anders sieht.

Daher sind Tests für mich seit vielen Jahren obsolet. Bestes Beispiel, Mick Schnellese Test zu Black&White 2. Ich hatte viel Spaß mit dem Spiel. Seiner Meinung nach hätte ich das nicht haben dürfen.

Eine gewisse Quantifizierung mag allerdings durchaus noch sinnvoll sein, um zumindest eine Relation (Spiel X hat mir besser als Y gefallen) schnell und unkimpliziert zu vermitteln. Aber letztendlich sollte das auf keinen Fall derart praktiziert werden, wie dies seit Jahrzehnten mit Spielen geschieht.

Aladan 21 Motivator - - 28593 - 23. Mai 2016 - 5:23 #

Die Frage ist ja auch immer, für wen ist die Wertung gedacht? Für den Fan der Serie? Für Spieler, die davon gar nichts wissen? Für Genre Fans? Für Gelegenheitsspieler ohne feste Vorlieben? Für Hardcore Zocker, die wöchentlich mindestens ein Spiel durchspielen?

Da gibt es so viele Möglichkeiten, dass kann eine Zahl oder ähnliches niemals abbilden. Das kann nur eine Besprechung verschiedener Spielertypen, deren Vorlieben man auch kennt.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 23. Mai 2016 - 7:44 #

In welchem Paralleluniversum wurde denn der Text geschrieben? Helden, sich schlagende Fans, Objektivität bei Emotionen und Schuld haben eh nur die anderen. Da scheinen noch einige Stacheln der Vergangenheit zu piksen. ;)

Tests haben nicht mehr den Stellenwert, wie noch in den 90ern. Sie geben immer noch interessante Informationen zur Mechanik, aber ob einem das Spiel wirklich gefallen könnte, kann man heute viel besser Anhand von Gameplayvideos einschätzen. Kein Text kann einem ein Gefühl geben, wie sich ein Titel spielt. Von Grafik und Sound ganz zu schweigen.

Wer glaubt, Spielspaß ließe sich für die Allgemeinheit in Prozent darstellen und seine Kaufentscheidung von 5 Pünktchen beeinflussen lässt, soll es halt tun.
Ich jedenfalls hatte schon mit so manchem 70er mehr Spaß als mit 90ern, die an hochglanzpolierter Langeweile nicht zu überbieten waren. Für mich hat eine Wertung darum kaum Aussagekraft.

crackajack 11 Forenversteher - 586 - 23. Mai 2016 - 8:02 #

Stimme dann wohl eher Paradox zu.
Klingt auch seltsam was da steht, als ob so eine Spieletestermeinung auch nur ein bisschen eher "richtig" wäre wie die Meinung von Hinz und Kunz, und das auch noch wegen einer Wertung.
Nö, das finde ich sogar regelrecht gruselig, weil Wertungen samt (oft brauchbaren) Argumenten so oft eben völlig an einem Test vorbeischießen und eben nur subjektiv, sehr einseitig, sind, eben genau weil der Text so eine doofe Wertung rechtfertigen soll und nicht einfach alles was man zum Spiel denken kann einfach niedergeschrieben wird.
zB
Souls ist doof wenn man es frustrierend findet.
Souls ist großartig, wenn man den Erfolg weit erfüllender findet wie die Momente des Todes.
Mit Wertung wird idR nur eine der beiden Sichtweisen unterstrichen, weil es muss am Ende die Wertung logisch erscheinen lassen. Stimmen tun aber beide völlig konträre Aussagen. Zwei Wertungen, oder gleich von bis, wären etwas richtiger (und immer noch limitierend). Eine Wertung = Test gescheitert!

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6528 - 23. Mai 2016 - 8:16 #

Natürlich sind Wertungen subjektiv. Schick mal zwei Restauranttester in eines, auch da wird es zwei Wertungen am Ende geben. Ich muss über den Hang der Spieler, objektive Wertungen einzufordern, mittlerweile nur noch Schmunzeln. Liegt wohl daran, dass man sich selbst gegenüber die Ausgabe von 40 Euro rechtfertigen will. Denn was so viel Geld kostet, muss ja gut sein oder etwa nicht?

crackajack 11 Forenversteher - 586 - 23. Mai 2016 - 10:47 #

Ich fordere eben gar keine Wertung. Sondern will nur wissen wie es für den einen sowie für den anderen Tester war.
Nur weil dem Einen der Schweinsbraten nicht schmeckte und dem anderen das Schnitzel sehr wohl, heißt das letzlich weder dass das Eisdessert was taugen würde, noch andersherum. Was soll mir also irgendeine Wertung bringen? Wenn sie den Gesamtumfang der Meinungsvielfalt unmöglich widerspiegeln kann...

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6528 - 23. Mai 2016 - 13:02 #

Die Mehrheit der Spieler, zumindest, wenn man z.B. nach dem Gamestar-Umfragen zum Relaunch letztes Jahr geht, wünscht aber Wertungen. Am Ende ist das Fazit von einem Tester ja auch nur eine Wertung, nur eben ausführlicher als eine Zahl.

Hohlfrucht 14 Komm-Experte - 2675 - 23. Mai 2016 - 15:07 #

Die Mehrheit der Leser einer Seite, die seit Jahren auf ein Wertungssystem für Spieletests setzt, wünschen sich ein Wertungssystem für Spieletests. Wie überraschend. Eine Umfrage ohne Mehrwert.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9831 - 23. Mai 2016 - 15:44 #

da solltest du dich vlt mit dem relaunch mal näher beschäftigen, bevor du meinst das wäre ja so offensichtlich. gab schon viele sachen mit denen die leser nicht zufrieden waren und woraufhin das wertungssystem auch geändert wurde. dass eine wertung an sich vorhanden ist, fand aber nun mal eine überwiegende mehrheit gut.

Hohlfrucht 14 Komm-Experte - 2675 - 23. Mai 2016 - 16:32 #

Nur weil es einen Relaunch gegeben hat ändert sich doch nicht von Heute auf Morgen die Klientel einer solchen Seite. Insofern finde ich es schon ziemlich offensichtlich, dass ein Großteil der Userbase nicht auf Wertungen verzichten will. Das ist als würde ich eine Umfrage an der Fleischtheke machen, ob sich die Kunden vorstellen könnten sich ab morgen rein vegan zu ernähren und dann im Nachgang die Aussage zu treffen, dass ein großer Teil der Nachrungsmittelkonsumenten in Deutschland sich nicht vorstellen könnte, sich ab morgen rein vegan zu ernähren.

Eine ähnliche Umfrage hat es hier glaube ich auch schon gegeben. Und auch hier war das Ergebnis recht absehbar.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9831 - 23. Mai 2016 - 17:04 #

die klientel hat sich natürlich nicht verändert, das war ja auch nicht der punkt. aber die seite und deren inhalt haben sich an die wünsche ihrer klientel ausgerichtet. und dementsprechend wurde das alte wertungssystem auch ziemlich über den haufen geworfen, weil eben die leser nicht zufrieden damit waren. auch die neue inhaltliche ausrichtung der gamestar in richtung reportagen und kulturelle analyses des mediums ist darauf zurückzuführen. dass es eine wertung an sich gibt, daran wollte die mehrheit festhalten. ich sehe da nicht inwiefern dein vergleich passend wäre. es ist eben keineswegs so, dass leser auch nur mehrheitlich mit jedem aspekt der arbeit einer redaktion zufrieden wären. wurden ja wie gesagt auch viele dinge verändert.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6528 - 23. Mai 2016 - 18:36 #

Was erwartest du auch? Wenn bei Umfragen auf mehreren Spieleseiten immer wieder die Richtung pro-Wertungen geht, dann ist die Tendenz wohl recht deutlich erkennbar. Es bringt wohl wenig, beim Treffen der Rhein-Winzer eine solche Umfrage zu machen. Bei deinem Beispiel geht es ja um Fleischesser "vs." Veganisten (?), aber hier geht es um Computer- und Videospieler. Aber klar, du kannst eine Umfrage in einem privaten Forum einer Spieleseite ohne Wertungen erstellen, nur bezweifle ich, dass eine solche Millionen Aufrufe hat wie z.B. Gamestar.

Hohlfrucht 14 Komm-Experte - 2675 - 23. Mai 2016 - 21:45 #

Im englischsprachigen Internet wurden Wertungen auf vielen Seiten abgeschafft. in Deutschland scheint es jedoch eine große Anhängerschaft des Wertungssystems zu geben. Und diese Anhängerschaft trifft sich nun mal auf der größten Gaming Seite des Landes. Da erwarte ich bei einer Umfrage eben auch, dass diese Leute für ein Wertungssystem stimmen und nicht dagegen. Genau das war ja der Punkt. Starte die gleiche Umfrage mal auf zB reddit, dann sieht es gleich wieder anders aus. Die paar Nutzer auf Gamestar sind, gemessen an der weltweiten Anzahl Spieler, einfach keine repräsentative Größe. Zumal du nicht davon ausgehen kannst, dass jeder Besucher an so einer Umfrage teilnimmt. Das tue ich ja hier auf GG auch nicht und die Seite besuche ich recht häufig.

Phin Fischer 16 Übertalent - 4076 - 23. Mai 2016 - 8:37 #

Die Tests werden dadurch objektiver, dass ein Vorgesetzter oder Chefredakteur -der das Spiel warhscheinlich nicht mal ansatzweise gespielt hat - kritisch nachhakt, wie die Wertung zustande gekommen ist? Das klingt ziemlich sinnfrei.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9235 - 23. Mai 2016 - 9:16 #

Naja, kritisch nachfragen kann er ja. Das Problem ist, dass er den Wahrheitsgehalt und die Relevanz nicht überprüfen kann.

EvilNobody 13 Koop-Gamer - 1631 - 23. Mai 2016 - 9:08 #

http://www.4players.de/4players.php/kommentar/Spielkultur/1058/0/index.html

Mehr braucht man dazu eigentlich nicht sagen.

HAL9000 11 Forenversteher - P - 660 - 24. Mai 2016 - 19:08 #

Dieser Umgang mit Wertungen ist mMn der einzig Richtige. Kein Objektivitätsgedüse oder irgendwelche Rechtfertigung warum diese oder jene Wertung immer noch Bestand hat, sondern ein klares Bekenntnis zur Subjektivität und der Vergänglichkeit von Wertungen. Alternativ darf immer gerne auf das System von Conan o Brien zurückgegriffen werden.

thepixel 14 Komm-Experte - P - 1954 - 23. Mai 2016 - 9:17 #

Langweiliges und langwieriges Thema. Mick sollte lieber iPad Spieleperlen präsentieren. Egal ob mit oder ohne Note.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6558 - 23. Mai 2016 - 9:54 #

Jaja, die lieben Wertungen. Die Wahrheit ist wie so oft vielleicht noch komplizierter. Leser lassen sich nicht alle gut in Kategorien einsortieren.

Ich selbst Nutze die Tests sehr unterschiedlich. Wenn ich über ein Spiel, dass ich noch nicht kenne, aber eventuell kaufen möchte, mehr erfahren möchte, dann nutze ich die Tests und Noten in einem zweistufigen System. Erst schaue ich auf die Endwertung um einen ersten Eindruck zu bekommen ob es sich überhaupt lohnt, sich mit dem Titel zu beschäftigen. Je nachdem, wie stark mich ein Spiel fasziniert, ist hier mein Abbruchkriterium unterschiedlich hoch. Ist es ein Spiel, dass mich nur ein wenig interessiert, sollte es schon über die 80% kommen. Aber wenn es ein Spiel ist, das mich sehr interessiert, dann reicht teilweise schon eine 60% Wertung um mich bei der Stange zu halten. Wenn es über 90% hat, dann lese ich den Test oft nicht mehr. Wenn es darunter ist, ich auch noch weiter interessiert bin, dann lese ich den Test, um zu erfahren, welche Schwächen das Spiel hat um zu entscheiden, ob ich damit leben kann.

Ich lese aber oft auch Tests zu Spielen, die ich schon habe und kenne. Das betrifft vor allem Indygames oder Kickstarter/Early Access Titel. Dabei geht es mir glaube ich darum, meine eigenen Erfahrungen mit denen des Testers abzugleichen. Wenn es kleine oder große Widersprüche gibt, dann nutze ich gerne die Kommentarfunktion, um diese zum Ausdruck zu bringen. Ich achte dabei aber darauf, konstruktiv zu sein (sowohl zur Arbeit des Autors des Artikels als auch des Spiels selbst).

Wichtig ist mir hier auf GG vor allem, dass die Redakteure ungefähr die gleiche Erwartungshaltung wie ich selbst an neue Spiele haben. Dadurch liegt die Bewertung sehr nah an meiner eigenen Sichtweise und ist sehr hilfreich bei Kaufentscheidungen. Denn ich finde, dass Wertungen/Bewertungen IMMER subjektiv sind. Sie findet immer im Rahmen einer gewissen Erwartungshaltung statt, die durch den Kulturkreis, die eigenen Erfahrungen und Gewohnheiten geprägt sind. Durch eine Wertungskonferenz kann man zwar dem "Mittelwert" etwas näher kommen, aber bleibt meist trotzdem im eigenen Kulturkreis gefangen. Eine Spieleredaktion in Asien dürfte oft zu einer vollkommen anderen Einschätzung gelangen als GG. Aber das ist meiner Meinung nach auch vollkommen okay und sogar wünschenswert.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32767 - 23. Mai 2016 - 10:12 #

Ich schliesse mich da auch eher den Aussagen von Paradox an.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 23. Mai 2016 - 11:04 #

Nicht mehr als ein PR stunt des Publishers!

Viktor Lustig 15 Kenner - P - 2700 - 23. Mai 2016 - 12:08 #

Lieber Mick,

Ich danke sehr für deine niedergeschriebene Meinung, und ich muss sagen, in nahezu allen Punkten teile ich deine Ansichten zu dem Thema Wertungen.

Du hast Recht wenn du sagst, dass wir Menschen alles miteinander vergleichen wollen. Das ist nicht nur bei PC Spielen so, vom Lautsprecher über den Eierkocher bis zum neutesten Blockbuster aus Rumänien... alles wird bewertet, verglichen und gegenseitig abgewogen. Den schließlich steht dahinter die Frage; Lohnt es sich für mich, dort Geld bzw. de facto Lebenszeit darin zu investieren. Und weil es eine solche Flut von Produkten jedweder Art gibt, bin ich, und sicher auch die meisten anderen Menschen dankbar, dass es Medien gibt, die mir die schier unlösbare Aufgabe abnehmen, mir selbst einen vollständigen Überblick zu verschaffen, und da schon mal eine Vorsortierung vornehmen. Dass da zum Beispiel Gamersglobal nach Ansichten einiger hier bestimmte Spiele oder Genres "ignoriert", halte ich nicht für negativ, im Gegenteil; Es zeigt mir, dass man versucht, sich auf bestimmte Titel im Monat zu beschränken und damit die Testqualität erhöht. Und wenn ich partour den Test eines bestimmten Spiels hier nicht finde, dann eben auf einer anderen Seite. Irgendwer hat es sich sicher angesehen.

Im Gegensetz zu vielen hier empfinde ich Test durchaus als objektiv. Den man versucht, objektive Maßstäbe zu entwickeln, um eben Spiele mit den verschiedensten Mechaniken überhaupt vergleichbar zu machen. Der Hinweis, jede Spielewertung sei subjektiv, führt ja im Ergebnis dazu, dass ich mir es schenken kann, überhaupt einen Test zu lesen, den dann reduziert sich das Lesen darauf herauszufinden, ob der Redakteur die gleiche Meinung wie ich hat, oder halt nicht. Da kann ich auch den Forumeintrag von "CallofDutyHater" lesen, kommt aufs selbe heraus. Er bestätigt dann meine Meinung, dass CallofDuty Teil X Mist ist, auch wenn ich es nie selbst in den Handen hatte. Schön, da klopft man sich mental auf die Schulter, dass man nicht der einzige Depp mit dieser Meinung ist. Aber was nun? Bringt mich das irgendwie weiter? Schließlich geht es doch darum, mich bei einer Entscheidung zu unterstützen. Wenn ich eh schon die Meinung habe, das mir xyz nicht gefällt, was lese ich dann überhaupt noch irgendwelche Texte darüber, bringt ja eh nix.

Was ich suche sind Testkriterien, die ich nachvollziehen kann, und die mir bei meiner Entscheidung helfen. Es liegt in der Natur der Sache, dass es da schwierig ist, objektive Maßstäbe bei Spielen zu finden, den dasselbe Problem hat man bei Büchern, Filmen... und auch bei elektrischen Flaschenöffnern!
Dieses Beispiel kommt nicht von ungefähr; Selbst Test von "harten" Produkten wie Flaschenöffnern bei Stiftung Warentest sind eben auch nur ein Versuch, objektive Maßstäbe zu finden. Meine Eltern haben vor fast 30 Jahren einen elektrsichen Flaschenöffner gekauft, der damals in der Stiftung Warentest als unergonomisch, schwer zu beidienen und grundsätzlich als minderwertige Qualität getestet wurde, sprich "mangelhaft". Trotzdem tut dieser Öffner zur Zufriedenheit aller bis heute seine Dienste, trotz dem Anspruch der Warentestredaktion, nach nahezu wissenschaftlichen Methoden zu testen. Oder ich blicke zu HiFi und Lautsprechertest... da bewirft man sich mit Graphiken, Messkurven, dbA Analysen... aber das heißt nicht, dass ein Lautsprecher mit den besten Messwerten auch den wirklich besten Klang hat für jemanden. Sind daher die jeweiligen Redaktionen unfähig, gekauft oder schlicht nachlässig? Nein. Den es soll niemand die Entscheidung abgenommen werden, sondern nur eine Hilfestellung geboten werden. Ein bisschen nachdenken muss man schon noch selbst. Daher bin ich für objektive Test mit objektiven Wertungmaßstäben, ob Prozent, Schulnoten, Sterchnchen etc, dankbar, auch wenn sie ein "Relikt" aus der Vergangenheit sind. Vielleicht bin ich es ja auch ein solches Relikt ;). Ein Spiel, dass hier z.B eine 6.5 erhält, heißt zum Beispiel nicht für mich, dass es es Mist ist (eine 3.0 aber schon) ist. Aber es enthält deutliche Mängel, da sollte ich besser aufpassen, und genau abwägen, ob es was für mich ist. Ein Spiel mit Bestnoten wie 9.5 ist danach technische und spielmechanisch deutlich ausgereifter, und definitiv ein Blick wert. Ob es aber nun für mich persönlich das Spiel des Jahres ist... da ist doch meine persönliche Sache, dass kann mir kein Redakteur der Welt abnehmen! Was ich erwarte sind objektive Testmaßstäbe wie hier auf Gamersglobal, die ich für mich nachvollziehen kann und die ich für wichtig erachte. Wenn ich andere Testmaßstäbe bevorzuge, schaue ich bei der Konkurrenz, ob ich da fündig werde. Ich will einen Test, und eben keinen Besinnungsaufsatz. Mit helfen Test und Wertungen bei meiner Entscheidungsfindung, daher hoffe ich, dass es sie solange geben wird wie ich in diesem Hobby bin. Es mag ja mal ganz lustig sein, einen rein subjektiven Verriss zu lesen, aber dass ist dann nur reine Unterhaltung und hilft mir in meiner Entscheidung nicht.

tailssnake 12 Trollwächter - 1095 - 23. Mai 2016 - 16:50 #

Und was ist der Unterschied zwischen einer 79 und einer 80?

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13878 - 23. Mai 2016 - 16:52 #

Genau 1

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5164 - 23. Mai 2016 - 12:29 #

Hab ich es nur überlesen oder wird die Frage, weshalb Wertungen wichtig sind, tatsächlich nicht beantwortet?

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12858 - 23. Mai 2016 - 13:10 #

Ich finde auch, dass die Frage ob und warum Wertungen wichtig sind nicht beantwortet wurde.
Zumal bei dem Text ein sehr altes Beispiel rangeführt wird. In der heutigen Zeit hat man kaum noch Totalausfälle, die sich gar nicht spielen lassen.
Zu dem sehe ich Wertungen in einer Zeit in der bei vielen Medien ein ständiger Wechsel von Praktikanten oder gesichtsloser Tester generell schwierig. Wenn schon Test dann reicht mir ein Daumen hoch oder runter. Denn mich interessiert nur ob man mit einem Spiel Spaß hatte.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 23. Mai 2016 - 13:24 #

"Denn mich interessiert nur ob man mit einem Spiel Spaß hatte."

Wobei der Schuß auch nach hinten losgehen kann ;). Der Tester hatte jetzt jede Menge Spaß, der Leser dagegen gar nicht. Und schon geht das Gezicke über die Wertung los ^^.

Spielspaß finde ich auch nicht ganz optimal. Aber optimale Kriterien gibt es nunmal nicht. Daher hat der Test bei mir nur eine Funktion: Liegt mir das Spiel bzw. ist es und/oder das Genre was für meinen Geschmack ja oder nein. Lohnt sich ggf. ein Kauf (auch später, muß ja nicht alles sofort haben) oder wird gleich via Warnung davon abgeraten. Mehr brauch ich nicht.

Da juckt es mich kaum, ob der Tester jetzt Spaß am Spiel hatte, hilft mir dabei nur bedingt, weil ich halt doch aus einem anderen Holz geschnitzt bin ;).

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9831 - 23. Mai 2016 - 15:44 #

"In der heutigen Zeit hat man kaum noch Totalausfälle, die sich gar nicht spielen lassen."

doch, hat man. die werden nur nicht getestet. siehe auch meinen kommentar weiter oben.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 23. Mai 2016 - 15:54 #

Das hat Jörg meines Wissens sogar einmal in einem Podcast oder so erwähnt, daß offensichtliche "Totalausfälle" erst gar nicht getestet werden. Weil, a) man die Ressoucen besser einsetzen kann, b) dafür lieber ein Spiel getestet wird, das die Leute auch mehr interessiert (und anklicken), c) nicht jeder Tester masochistisch veranlagt ist - außer er schreit partout "her damit!" ;).

Hinzu kommt, was ich auch schon oft sagte, als sich wieder jemand über den erhöhten Durchschnitt der Wertungen auf GG echauffierte: Bei der Flut an Spielen, kann eine einzelne (kleine) Redaktion nunmal nicht jeden Scheiß testen. Wir wollen schließlich auch nicht jeden Scheiß spielen (müssen), oder? :)

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9831 - 23. Mai 2016 - 17:03 #

jup, absolut. dafür gibts ja Jim Sterling der sich durch jeden greenlight und early access müll kämpft ^^ hat auch seinen unterhaltungswert, aber selbst spielen dürften das wohl nur die allerwenigsten wollen.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12858 - 23. Mai 2016 - 18:11 #

Nimmt man jetzt mal nur die Konsolen sind da die nicht laufenden Titel wohl unter 1%. Klar nimmt man die early access und greenlight Titel sind dort wohl Ausfälle vorhanden. Für mich sind das aber keine Spiele. Sie sind unfertig und damit auch nicht zu testen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9831 - 23. Mai 2016 - 22:11 #

gibt ja genügend sachen die dann auch tatsächlich auf steam released werden. und dann gibts immer noch die homebrew/freeware-szene abseits vom etablierten indie-sektor der auf den großen verkaufsplattformen gefeatured wird.

klar, auf konsolen hast du das nicht, aber das sind ja auch kontrollierte und kuratierte plattformen (im gegensatz zu steam, lol). bei konsolen hattest du technisch katastrophale und nicht funktionale spiele auch in vergangenen zeiten kaum gehabt. das war immer ein ding der computer-szene wo die offenheit des systems es überhaupt erst ermöglicht hat solchen software-müll anderen anzudrehen, ohne dass einen jemand daran hindert.

zfpru 15 Kenner - P - 2966 - 23. Mai 2016 - 21:21 #

Bei den groesseren Publishern werden Totalausfaelle gar nicht mehr bis zum Erscheinen entwickelt. Die beenden das Projekt vorher.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 23. Mai 2016 - 21:42 #

Würde ich so nicht sagen. Gab in den letzten Jahren den einen oder anderen sich schimpfenden AAA-Titel wo man eine Kaufwarnung aussprechen mußte, weil man es gar nicht erst testen konnte. Darunter zählen u.a. die "Totalausfälle". Darum auch die Gänsefüßchen.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32767 - 23. Mai 2016 - 22:57 #

Hat da jemand Tony Hawks gesagt. ;)

NguyenTranLoc 09 Triple-Talent - 270 - 23. Mai 2016 - 15:36 #

Ich toleriere Wertungen. Ich kann nichts damit anfangen (besonders nicht mit Streits über Nachkommastellen), führe aber keinen Kreuzzug dagegen. Für mich persönlich steckt hinter diesen Zahlen einfach nichts quantifizierbares, mit dem man zwei Spiele auch tatsächlich sinnvoll vergleichen könnte (deshalb steh ich auch mit dem dritten Absatz auf Kriegsfuß; vor allem bei Naturwissenschaft steckt deutlich mehr "faßbares" hinter Zahlen), sondern einfach nur der Ausdruck einer Meinung oder zumindest einer Ansammlung von Meinungen. Wenn jetzt zwei Spiele einen Prozentpunkt auseinander liegen, kann ich nicht glauben, dass hinter diesem 1% etwas greifbares steckt. Wenn man es rein auf die Technik reduziert, vielleicht. Aber gerade die story-lastigen Spiele heutzutage sind sehr viel mehr als die Summe ihrer Teile und ein bisschen Geschmackssache kommt bei allen dazu. Bei Filmen o.ä. geht's mir genauso.

Ich halt's daher für mich mit der Methode Ebert und Siskel: Gut argumentierte Meinungen und Analysen (was die Tests hier ja auch liefern!), gerne noch ein subjektives Daumen Hoch/Runter als Fazit. Das reicht mir als Information, eine endgültige Meinung kann ich mir sowieso nur alleine bilden.

Ghusk 15 Kenner - P - 2898 - 23. Mai 2016 - 15:51 #

Wertungen? Für mich nur ein weiteres Filterelement.

Bei dem Überfluss an Spielen muss man sich einschränken. Wichtige Kriterien sind (für mich):
Grafik: Stimmiges Artdesign kann massiv zum Spielspaß beitragen.
Gameplay: Passt das Genre zu meinen Preferenzen?
Spieleserie: Heutzutage suche ich mehr neue Erfahrungen und meide Titel, die zu einer mit bekannten Reihe gehören.
Wertungen: >= 80%, sagt für mich wenig über den Spielspaß aus, aber etwas über die Qualität der Produktion.

Seitdem ich das konsequent einhalte, kaufe ich nur noch Titel, die wirklich passen. Bei Sales landen keine "könnte man irgendwann vielleicht mal spielen"-Kandidaten im Einkaufswagen und mein Pile of Shame wächst nur noch langsam ;)

Desotho 15 Kenner - P - 3173 - 23. Mai 2016 - 15:56 #

Die Wertung ist der kürzeste Teil eines Tests. Für mich am interessantesten bei Spielen die mich eh nicht interessieren.
Interessanter finde ich da den Fazit Text da dieser die Bewertung des Spiels immer noch stark komprimiert aber auch auf Stärken und Schwächen noch etwas eingeht.

Bei Magicka haben damals z.B. viele bemängelt dass man Solo Schwierigkeiten bekommt und man eigentlich Mitspieler braucht. Das ist völlig legitim zu bemängeln, aber wenn ich bereits weiss dass ich es eh nur Coop spielen werde für mich persönlich dann kein Negativ Punkt.

Wertungen sind letztendlich da weil die meisten Leser da eine Zahl sehen wollen. Aber jeder weiss doch, dass die Wertung längst nicht sagt ob einem ein Spiel gefällt.
Ein Dark Souls, Call of Duty oder Overwatch kann von mir aus die geilste Wertung haben und ich weiss es wird mir persönlich nicht gefallen.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32643 - 23. Mai 2016 - 16:04 #

Ich beantworte hier einfach mal die Frage, warum Wertungen wichtig sind: Damit darüber diskutiert werden kann. =) Bestes Beispiel die Kommentare unter dieser News, sämtliche Argumente und Gegenargumente, die es schon seit Jahrzehnten gibt, werden erneut aufgewärmt. Neue Erkenntnisse? Fehlanzeige!

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5164 - 23. Mai 2016 - 16:25 #

Du meinst, es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem? :)

floppi 22 AAA-Gamer - - 32643 - 23. Mai 2016 - 16:27 #

Selbst da bin ich mir nicht so ganz sicher... ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25551 - 23. Mai 2016 - 16:54 #

Ich weiß hier viel weniger zu schreiben, seitdem ich zu jeder Diskussion auch selbst nochmal alles geschrieben habe :o

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 23. Mai 2016 - 16:51 #

Oh no, jetzt gibt's davon auch schon ein Reboot!

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 23. Mai 2016 - 17:07 #

"Warum Wertungen wichtig sind – Ein Spieletester verteidigt seinen Job" ;-)

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6528 - 23. Mai 2016 - 18:38 #

Auch ohne Zahlenwertungen gäb es wohl noch Spieletester, dann müsste man sich halt nur eine eigene Wertung aus dem Text erschließen. Also so, wie man, theoretisch, bei Amazon erst eine Rezension und dann erst die dazugehörigen Sterne lesen könnte.

AlexCartman 14 Komm-Experte - P - 2324 - 23. Mai 2016 - 17:38 #

Ich habe Wertungen noch nie ernst genommen. Vor allem sind sie immer nur im Kontext der jeweiligen "Epoche" zu sehen. Ich finde Tests wichtig, weil sie einem - meist - fundierte Anhaltspunkte geben, ob mir ein Spiel gefallen könnte oder nicht. Aber ob hinterher eine 70, 80 oder 90 druntersteht, ist mir egal.

funrox 07 Dual-Talent - 103 - 23. Mai 2016 - 18:07 #

Ich erinnere mich gerade daran, warum ich damals die PC Player abonniert habe. Die Tester trafen ganz einfach meinen Geschmack.
Damals habe ich mir Shannara nur wegen der Wertung und des guten Tests geholt und wurde nicht enttäuscht. So verhielt es sich mit vielen Spielen.
Man merkt schnell, wenn ein Tester denselben Geschmack hat.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 23. Mai 2016 - 18:11 #

Dann lasse ich auch mal meinen Meinungssenf hier.

Ich halte Bewertungen von Spielen und Vergleiche mit anderen Spielen und Gewichtungen von Spielelementen und Technik für total sinnvoll und hilfreich. Allerdings sind Zahlen dafür völlig ungeeignet.

Vermutlich sind wir uns ja bei einer Sache völlig einig: Das Entscheidende bei Spielen ist der Spielspaß. (Wobei ich hier einfügen muss, dass es auch erlebenswerte Spielerfahrungen geben kann, die nicht unter die Kategorie "Spaß" fallen würden.) Und der lässt sich eben unmöglich "objektiv" in einer Zahl darstellen. Oder könnt ihr auch nach jeder Mahlzeit das Essen auf einer Skala von 1 bis 100 exakt bewerten?

Für mich ist es - aus kritischer Sicht - völlig unverständlich, warum an den Zahlenwertungen festgehalten wird. (Die ökonomischen Gründe sind mir bekannt.) Denn klare Bewertungen, warum ein Spiel nun Spaß gemacht hat und was hervorhebenswert ist, lassen sich auch ohne diese Zahl formulieren. Nein, sogar Listen und Vergleiche funktionieren ohne diese Zahlen - sogar hier auf der Seite!
Sicher will ich auch wissen, wie sich Titel X gegen Titel Z schlägt, aber ein 8.0 gegen 7.0 sagt mir kein bisschen darüber aus, welches Spiel für mich nun die bessere Wahl ist.

Zahlen vermitteln etwas, was nicht gegeben ist: Einerseits die vielbeschworene Objektivität, andererseits eine Vergleichbarkeit mit anderen Titeln, die sich - wenn überhaupt - nur auf sehr ähnliche Spielerfahrungen anwenden lässt (innerhalb derselben Subgenres).

Wenn ich Reviews auf Steam oder Rezensionen auf Amazon lese, dann klicke ich oft die Negativen an. Dort schaue ich dann, ob die Leute etwas anmerken, was mir auch nicht gefallen könnte - oder ob technische Probleme vorhanden sind. Wenn die negative Kritik für mich keine Relevanz hat, bleibt der Titel/das Produkt interessant - unabhängig von der Gesamtbewertung.

Inzwischen weiß ich etwa, was mir gefällt und was mir Spaß macht, Spielerezensionen (und das sollten sie sein, keine "Tests") sind für mich Informationsquellen, die mir vermitteln sollen, ob mir ein Spiel auch gefallen könnte - wenn ich das nicht sofort erahnen kann. Und dabei hilft mir eine begründete Meinung wesentlich mehr als jede noch so angeblich "objektive" Zahl.

P.S.: Daher auch Danke an Vampiro für seine Meinung zu Stellaris, die hilft mir mehr als jede 6.3 oder 9.5.

Dan Sky 12 Trollwächter - P - 1048 - 23. Mai 2016 - 18:28 #

Ich kann auch nicht verstehen wie Tests und Wertungen die Gemüter erhitzen. Vielleicht wirkt die PR Maschinerie bei mir auch nicht dahingehend, dass ich mich selbst mit einem Spiel so identifiziere, dass ich es im Internet vor Unbekannten zu verteidigen habe...

Lorin 15 Kenner - P - 3634 - 23. Mai 2016 - 19:40 #

Ich stimme Paradox da schon zu. Test sind zumindest für einen nicht unerheblichen Teil der Leser nur eine Rückversicherung der eigenen Kaufentscheidung. Das trifft nicht nur auf Videospiele zu. Ich wage zu behaupten, dass mehr Menschen einen Testvergleich zu einem Kühlschrank lesen nachdem sie ihn gekauft haben als sich vor dem Kauf informiert zu haben.

Ich lese seit den Zeiten von Happy-Computer/ASM/Powerplay (als Beilage) Spieltests. Und da kann ich über die Jahre schon eine generell sehr hohe Objektivität bescheinigen.

Ich finde die Zahlenwertungen gut, allerdings sehe ich das ganze schon sehr genredifferenziert. Das spiegelt leider nicht immer die Wertungssysteme der Redaktionen wieder, passt aber im großen ganzen.
Will meinen: Eine 87 bei Until Dawn ist für mich nicht vergleichbar mit einer 87 bei Civilisation (frei erfunden). Für mich ist da wichtiger ob Until Dawn eine 87 hat und Beyond Two Souls eine 88, denn das zeigt mir was im Rahmen des Genres das vermutlich bessere/schlechtere Spiel ist.
Mir wäre sehr gelegen daran, dass Wertungen mehr als Vergleich zwischen den Spielen die sich auch vergleichen lassen dienen würden, und sich nur zB anhand der 10er Zahl zwischen den Genres vergleichen lassen, also dass ein 80er Spiel grob die objektive "Qualität" eines 80er Spiels aus einem anderen Genre hat.

Davon abgesehen ist für mich am Ende der Inhalt des Textes von der höchsten Relevanz bei der Kaufentscheidung.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 25. Mai 2016 - 16:45 #

Aber der Vergleich zwischen 'Until Dawn' und 'Beyond: Two Souls' lässt sich doch nicht auf zwei Nummern herunterbrechen. Die Spiele bieten doch eine sehr unterschiedliche Erfahrungen und diese Erfahrung anhand von zwei Zahlen aufzuwiegen, halte ich für völlig verkürzt.

Erfahrungen sind übrigens nicht quantifizierbar.

pauly19 14 Komm-Experte - 2495 - 24. Mai 2016 - 12:49 #

Ich lese viele Tests ehrlich gesagt, auch gerade wegen der Wertung. Diese stellt für mich einen Indikator dar, mehr aber auch nicht. Dann kommt es meistens noch darauf an, wer den Test geschrieben hat.

Wolfen 14 Komm-Experte - P - 2128 - 24. Mai 2016 - 13:31 #

Liest sich wie immer sehr schön, gelungener Artikel Mick! :)

Calidann 12 Trollwächter - P - 885 - 25. Mai 2016 - 9:39 #

Interessanter und doch besserer Text als ich erst dachte. ich sehe Wertungen in Spielemagazinen oder ähnlichen Seiten als nett , aber nicht als fester Wert an. Ich lese gern warum und wieso und was so pos und neg ist und vor allem das Video oder der Text des Reviews ist sehr ausschlaggebend.

Aber ne Zahl egal welche ist eher nicht nötig. Eine grobe Angabe reicht mir da eher . So wie halt damals der Nero in Rom , z.b. daumen hoch runter nun ja für ne nacht oder taugt ja nix also gleich vierteilen :-)

Alte Hütte 10 Kommunikator - P - 500 - 24. Juli 2016 - 21:22 #

Sehr guter Artikel, vielen Dank dafür.

FEUERPSYCHE 13 Koop-Gamer - 1395 - 18. September 2016 - 23:00 #

Grundsätzlich möchte ich schon eine Wertung am Ende des Fazits sehen. Wie ich diese dann persönlich einordne, hängt vom Tester ab. Und da tue ich mir heute, bis auf einige wenige Seiten, sehr schwer. Früher gab es im Grunde für jedes Genre einen bestimmten Tester. Jörg = Strategie. Mick = Simulationen. Fränkel = Shooter. Heute gibt es das nur noch selten - aus den unterschiedlichsten Gründen. Und das macht es dem Leser etwas schwerer. Die 96 für F1 Racing Simulation vom damaligen Tester-Duo der PC-Action (ich meine, es waren Fränkel und Bigge) ließ mich sofort in die S-Bahn steigen und zum PC-Fun fahren um das Spiel zu kaufen. Und auch für mich war es ein dicker 90ger. Dass Commandos damals in der Gamestar nur eine niedrige 80ger Wertung erhielt, in der PCG aber fast eine 90 führte ebenfalls dazu, dass ich mir das Spiel sofort kaufte - denn im Strategie-Bereich harmonierte ich zu 99% mit den Wertungen aus Nürnberg.

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