Vom Weg abgekommen Meinung

Tom Schmitz über das Open-World-Dilemma

Thomas Schmitz / 14. Juli 2016 - 19:22 — vor 21 Wochen aktualisiert
Rollenspiele werden einerseits immer gigantischer. Andererseits wird der Spieler häufig mit Kleinstaufgaben behelligt, die keinerlei Nutzen für die Story haben. Das ist schade, denn mit ihrer Open-World-Attitüde verlieren RPGs einen ihrer Kernpfeiler aus den Augen: das Erzählen einer packenden Geschichte.
Anfuehrung
Man stelle sich folgendes vor: Die Hobbits sitzen im Gasthaus von Bree, überall gefährliche Gestalten, doch ihr Retter fehlt: Streicher hat die Ankunft der Halblinge leider verpasst, weil er sich um eine Rattenplage auf einem Bauernhof gekümmert hat. Und Frodo wird zwar ständig suggeriert, dass er langsam Richtung Schicksalsberg aufbrechen sollte, weil Saurons Macht täglich größer wird. Dennoch sammelt der Halbling lieber ein paar Blümchen und Kräuter, weil ihn ein Fremder am Wegesrand darum gebeten hat. Und Gandalf? Hüpft freudig erregt in irgendwelche Gewässer, um nach Schätzen zu tauchen. Was für ein Spaß! Und was für ein Quatsch.

Videospielen fehlt die Konzentration aufs Wesentliche
Natürlich sind Computer- und Videospiele ein anderes Medium als Bücher oder Filme. Doch Bücher und Filme haben den Spielen eines voraus: die Konzentration auf das Wesentliche – die Handlung. Man will schließlich weder sehen noch lesen, wie die Helden irrelevante Dinge verrichten, etwa den Abwasch erledigen oder ihre Zimmer aufräumen.

Ich habe erst kürzlich, fünf Jahre nach Erscheinen und mit zweieinhalbjähriger Unterbrechung (auch weil mich das stumpfe Abarbeiten von Nebenquests ermüdet hat),  The Elder Scrolls 5: Skyrim (Test: Note 9.5) beendet. Zumindest, wenn man „beendet“ im klassischen Sinne mit „die Hauptstory abgeschlossen“ gleichsetzt. Ich habe nun mal einen Job, Kinder, ein Haus mit Garten und dann auch noch ein paar Hobbys – da ist Zeitmanagement alles, und manchmal fallen die geliebten Computerspiele hinten runter.

Da habe ich also Alduin den Weltenfresser erledigt, den Oberdrachen, komme nach verrichteter Arbeit in der Zwischenwelt zurück nach Skyrim – und alles ist so, wie zuvor. Keine Fanfaren, kein Empfangskomitee, keine wirkliche Belohnung, selbst der Respekt vor meinen Taten fehlt.

Stattdessen darf ich weiterspielen – und Aufträge erledigen frei nach dem Motto „Jaja, ich weiß, du hast Alduin erledigt – aber könntest du mir jetzt mal 20 Nirnwurze suchen? Was stehst du da noch rum? Huschhusch!“ Auch The Witcher 3 - Wild Hunt (Test: Note 9.0) ist da nicht viel besser. Yennefer soll ich finden? Die Wilde Horde ist zurück? Gemach, denn da sind noch so viele Fragezeichen auf der Weltkarte! Yennefer kann warten, die Wilde Horde auch, ich mache jetzt erst mal ein paar Ghule platt oder spiele eine Partie Gwint mit diesen finster dreinblickenden Gesellen in der Kneipe.

Ich halte Open-World-Spiele nicht grundsätzlich für schlecht. Grand Theft Auto 5 (Test: Note 10.0) zeigt das wunderbar. Auch in Los Santos kann man sich verlieren, indem man – mal ehrlich - vollkommen stumpfsinnige Sammelaufgaben erledigt. Doch die sind wirklich optional und bringen fast nichts außer ein wenig Zerstreuung. Rockstar legt prinzipiell mehr Wert auf die Story. Perfekt gelöst hatte das einst auch Assassin’s Creed 2 (Test: Note 9.5), bei dem die Suche nach Federn, Schatztruhen und Co. wichtig für das Erhalten von Achievements waren und für die (womögliche) Befriedigung, 100 Prozent des Spiels gelöst zu haben. Aber sie waren weder spiel- noch storyrelevant.

Das ist bei Rollenspielen häufig nicht der Fall. Da werden Nebenaufgaben in kleine Geschichten verpackt, es wird bewusst an das Gute im Helden appelliert, außerdem steigern sich sowohl die Fähigkeiten als auch die Reputation des Protagonisten mit jedem Schwerthieb, mit jedem Blocken, mit jeder erfüllten Quest. Die Nebenaufgaben haben also sogar einen Sinn, sie verbessern den Charakter und erlauben es ihm womöglich dadurch erst, weiterzukommen im Spiel.

Doch mittlerweile überbieten sich die großen Titel wie eben Skyrim, The Witcher 3 und zuletzt Fallout 4 (Test: Note 9.5) mit der Angabe der Spieldauer, die von großen Teilen der Spielepresse dann als Qualitätsmerkmal gepriesen wird. 200 Stunden! 300 Stunden!! 400 Stunden!!! Als ob das irgendetwas aussagt.

Man kann diesen Spielen noch nicht einmal mangelnde Immersionsanreize vorwerfen. Ja, sie bieten eine lebendige Welt! Was man ihnen vorwerfen kann, ist die Tatsache, dass man kein Teil einer packenden Geschichte ist, denn die rückt bei diesen gigantischen Spielen zwangsläufig in den Hintergrund. Zu viele Nebenquests verderben die Story.

Nun verlange ich gewiss keine Rollenspiele, die nach 15 Stunden vorbei sind, auch wenn eine solche Länge für einen Shooter außerordentlich wäre. Doch gerade Shooter bieten – auch wegen ihrer Linearität und ihrer getriggerten Skript-Ereignisse – oft ein intensiveres Spielerlebnis. Ich will einfach eine gute Geschichte erleben, auch in einem Rollenspiel, und nicht ständig abgelenkt werden. Da sind mir dann 30 packende Spielstunden bedeutend lieber als 300, in denen ich Blümchen und Kräuter sammele oder Rattenplagen beseitige.

Euer Thomas Schmitz
Abfuehrung
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Thomas Schmitz 14. Juli 2016 - 19:22 — vor 21 Wochen aktualisiert
Bitte das falsche Wort/die falsche Phrase einkopieren, ohne Änderungen
Hier nur nötige inhaltliche Infos, nicht richtige Schreibweise oder Positionsangabe
Benjamin Braun Redakteur - 282396 - 14. Juli 2016 - 11:31 #

Viel Spaß beim Lesen!

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 14. Juli 2016 - 19:29 #

Schön geschrieben und teilweise nachvollziehbar. Man kommt sich bei Witcher, Fallout und Co. fast schon schlecht vor, wenn man der Hauptquest konsequent folgt. Aber als Spieler mit leider nur begrenzter Zeit bleibt mir leider nichts anderes übrig, viele Fragezeichen unbeachtet zu lassen, will ich der Story folgen. Andererseits kann ich die verstehen, die Zeit und Spaß an den Titeln haben und so froh sind, noch mehr Zeit im Spiel verbringen zu können.

Janosch 21 Motivator - P - 26110 - 14. Juli 2016 - 19:44 #

Und es gibt noch Verrückte wie mich, die sich regelmäßig den Spielspaß kaputt machen, da sie nicht ertragen, dass noch ein Fähnchen oder Fragezeichen auf der Karte nicht abgearbeitet sind. Das ist zumindest bei mir bei hunderten sinnarmer Nebenquests ein sicherer Weg sich den Spielspass zu verderben, wie es mir zuletzt wieder beim Witcher3 und davor bei DAI widerfahren ist...

Aladan 21 Motivator - - 28726 - 15. Juli 2016 - 8:00 #

Ja, genau diesen Mist habe ich leider auch in mir. Muss einfach komplettieren -_-

Ghusk 15 Kenner - P - 2900 - 15. Juli 2016 - 10:31 #

Ja, das kenne ich auch. In diesen Open-World-Monstern schaffe ich es regelmäßig die Hauptquest nicht abzuschließen. Aber vorher habe ich noch 200h Spaß mit der schönen Welt. :)

Tock3r 18 Doppel-Voter - 9522 - 26. Juli 2016 - 9:39 #

Damit habe ich ebenfalls häufig Probleme

Janosch 21 Motivator - P - 26110 - 14. Juli 2016 - 19:37 #

Was für ein herrlicher Artikel. Vielen Dank. Obwohl man aus meiner Sicht auch die Redundanz der immer gleichen Sammelaufgaben und Botendienste in Rollenspielen an den Pranger stellen sollte, oft mutet es so an, als arbeite man für UPS in einem Fantasyreich und nicht, als sei man auf einer Heldenreise unterwegs ...

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 14. Juli 2016 - 19:38 #

UPS im Fantasybereich - sehr gut :-)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 14. Juli 2016 - 19:37 #

Ich empfehle trotz Open Word Enderal. Die Welt ist stimmig, das Offene zwar vorhanden, sorgt bei mir zumindest aber trotzdem für einen gewissen Fokus auf die Haupthandlung. Die dazu noch toll erzählt und spannend ist.

Janosch 21 Motivator - P - 26110 - 14. Juli 2016 - 19:38 #

Da warte ich noch die SDK ab... ;)

vicbrother (unregistriert) 14. Juli 2016 - 21:44 #

... und dazu wird einem noch angezeigt, welche Quests/Dialoge Hauptstoryrelevant sind :)

Vidar 18 Doppel-Voter - 12279 - 14. Juli 2016 - 19:43 #

Ein Artikel der mir aus der Seele spricht und kann ich so nur unterschreiben.
"Kleine" dichte RPGs sind mir deutlich lieber als diese dicken Broken, auch wenn ich Witcher 3 durchaus genossen habe.
Allerdings war die Hauptquest im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen auch eher schwach. Und wenn man die Bücher kannte gabs auch einige Deja Vu Momente.

Sciron 19 Megatalent - P - 15787 - 14. Juli 2016 - 19:45 #

Offenbar sind viele Entwickler nicht in der Lage eine spannende Haupstory zu erzählen und ersäufen den Spieler dann lieber mit belanglosen Sidequests, um das irgendwie zu kompensieren. Merkt ja eh keiner...

Sowas sieht man aber auch primär bei westlichen Spielen. JRPG sind da meist deutlich mehr auf den Hauptstrang fokusiert.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12279 - 14. Juli 2016 - 19:49 #

Aber auch nur wenn sie nicht den OW Ansatz folgen.
Und wenn sie Open World machen sind die Nebenquests auch nicht besser als in nem DAI oder die Story ist genauso belanglos.

Janosch 21 Motivator - P - 26110 - 14. Juli 2016 - 19:53 #

Siehe Dragon's Dogma, an sich ein Spiel das vieles richtig macht, aber im Verlauf zunehmend zum ausgekauten Kaugummi mutiert...

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6536 - 14. Juli 2016 - 21:55 #

Leider kommen Titel wie DAI bei Presse und Spielern sehr gut an. Dies lässt für ME Andromeda nichts Gutes erahnen.

Aladan 21 Motivator - - 28726 - 15. Juli 2016 - 8:04 #

DA:I erzählt ja auch eine tolle Hauptstory mit vielen Höhepunkten (Zeitreise, Ball, Graue Wächter etc.). Die beiliegenden Open World Zonen hätte es nicht gebraucht, aber ansonsten macht das Spiel verdammt viel richtig.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58800 - 15. Juli 2016 - 8:13 #

Das eigentliche Problem der Open World Zonen ist in meinen Augen, dass sie nicht gescheit gefüllt sind. Belangloser und unmotivierter geht glaube ich gar nicht. Hätte Bioware da mehr Liebe reingesteckt, oder eben überhaupt welche, hätte das richtig gut sein können. So hingegen...

Aladan 21 Motivator - - 28726 - 15. Juli 2016 - 8:16 #

Wobei es ja gut gemachte Zonen gibt. Nur leider kommen die erst später ;-)

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58800 - 15. Juli 2016 - 16:19 #

Hm, also mir ist, abgesehen vom optischen, keine einzige der Zonen positiv in Erinnerung geblieben. Welche fandest du denn gut und interessant gefüllt?

Aladan 21 Motivator - - 28726 - 17. Juli 2016 - 13:46 #

Besonders gut gefallen mir Storytechnisch die erhabenen Ebnen, Smaragdgräber und Emrise de Lion.

vicbrother (unregistriert) 14. Juli 2016 - 21:51 #

Keine Frage: Für mich müssen RPGs auch dicht in der Story und frei in der Bewegung sein, sollten eine Auseinandersetzung mit dem Helden und der Welt beinhalten (wie zB in Baldurs Gate, Neverwinter2: Mask of the Betrayer, Planescape) und epische Quests enthalten (gerade hier empfehle ich wie der Autor des guten Artikels eine Analyse vom HdR).
Aber diese Nebenquests erfüllen auch die Rolle einer Findung in der Welt, ihrer Figuren und deren seelischer Abgründe und (Macht-)beziehungen. Nur warum geht dies nicht dynamisch? Warum kann ich nicht entscheiden ob ich drei, vier oder fünf (oder gar keine!) Kräuter sammle und damit drei Kranke, alle vier oder ein mglw. in meiner Abwesenheiten fünften Erkrankten rette? Warum reagiert meine Welt nicht auf meine Figur, meine Geschichte, meine Taten?

Funatic 14 Komm-Experte - P - 2275 - 14. Juli 2016 - 19:45 #

Sehe ich genauso. Wie man es besser machen kann zeigt zum Beispiel das vor Jahren erschienen baldurs Gate. Da gibt es auch zig nebenquest aber sie werden in eine gute Geschichte verpackt und man hat das Gefühl durch das erfüllen wirklich was erreicht zu haben.
Auf der anderen seite: so gut wie jedes mmorpg besteht aus diesen "sidequest" von daher.

Janosch 21 Motivator - P - 26110 - 14. Juli 2016 - 19:49 #

Oder das Spiel, beim dem aus meiner Sicht Baldur's Gate schamlos geklaut hat, das in puncto Storytelling nach wie vor unerreichte Ultima 7...

schwertmeister2000 13 Koop-Gamer - P - 1303 - 14. Juli 2016 - 19:52 #

erster absatz: im Gasthaus BREE nicht(!) Brae

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 2686 - 14. Juli 2016 - 19:59 #

Asche auf mein unscharfes Haupt! :D

schwertmeister2000 13 Koop-Gamer - P - 1303 - 14. Juli 2016 - 20:01 #

inhaltlich gebe ich dir aber Recht...gerade die Stelle mit Alduin ...da war ich genauso enttäuscht von Skyrim :-((

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20716 - 14. Juli 2016 - 21:21 #

Das Gasthaus heißt "Zum tänzelnden Pony", das Örtchen davon heißt Bree ;)

schwertmeister2000 13 Koop-Gamer - P - 1303 - 15. Juli 2016 - 14:30 #

chapeau ;-)

TasmanianDevil 13 Koop-Gamer - P - 1550 - 14. Juli 2016 - 19:56 #

Dem Artikel liegt doch eigentlich dieses Axiom zugrunde: "Doch noch immer haben Bücher und Filme den Spielen eines voraus: die Konzentration auf das Wesentliche – die Handlung."

Es gibt Spieler, die das nicht so sehen. Für mich ist die Handlung eher unwichtig, ich lege Wert auf andere Elemente. Nämlich die, die das Medium SPiel von den Medien Film und Buch unterscheidet. Skyrim ist für mich ein nahezu perfektes Spiel.

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 2686 - 14. Juli 2016 - 19:59 #

Es ist ja auch kein "Artikel" (im übertragenen Sinne natürlich schon), sondern eine Meinung. Und die ist höchst subjektiv.

TasmanianDevil 13 Koop-Gamer - P - 1550 - 14. Juli 2016 - 20:02 #

Natürlich. Aber so wie viele hier dieser Meinung zustimmen, darf ich meine Meinung kundtun.

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 2686 - 14. Juli 2016 - 20:03 #

Aber sicher!

Lyhawk 15 Kenner - P - 2980 - 14. Juli 2016 - 22:11 #

Es sind aber dennoch Aspekte übertragbar.
Auch wenn man nur die Welt entdecken und erleben will ist es ernüchternd mittelmäßig mit versatzstückhaft gebauten Quests unterhalten zu werden und auch in der Welt öfter ein Deja vu zu haben ("War ich hier nicht schon mal? Ach nee sieht nur so aus..."), wenn vor allem auf Masse und nicht auf Stringenz geachtet wird.

(Das ist übrigens keine Kritik am von dir genannten Skyrim, das habe ich nie gespielt.)

TasmanianDevil 13 Koop-Gamer - P - 1550 - 15. Juli 2016 - 5:36 #

Du hast vollkommen Recht. Die wenigsten Open World Spiele sind gute Open World Spiele. Sammelwahn-open-worlds wie die Ubisoft-Formel find ich z.B. furchtbar. Was nichts über die Qualität der von ihnen gebauten Welten als Kulisse aussagt. Wie gern hätte ich ein Spiel in der Welt von Black Flag mit inspirierteren Inhalten.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3072 - 28. Juli 2016 - 7:01 #

Wobei natürlich eine Aussage, Du würdest auf "andere" Elemente wert legen, die Neugier weckt: Welche genau sind es denn?

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8040 - 28. Juli 2016 - 9:55 #

Ich denke mal er meint so kleinigkeiten wie: Die Interaktion im Spiel - halt kein Beobachter zu sein, sondern aktiv ins Geschehen einzugreifen und sich das Universum zu eigen machen.

Welat 15 Kenner - P - 2704 - 14. Juli 2016 - 19:58 #

Schön geschrieben und im Wesentlichen deckungsgleich mit meiner Meinung.
Bei Fallout widerspreche ich, durch die sehr gute Sprachausgabe und dem häufigen Wortwitz hatte ich das Gefühl ein Teil der Welt zu sein, gerade bei den kleinen Nebenaufgaben. Dass war beim Skyrim fast gar nicht der Fall, da lief ich eher als Fremdkörper rum.

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 2686 - 14. Juli 2016 - 20:01 #

Bei Fallout geht es auch tatsächlich nur um die Stundenzahl. Da bin ich noch nicht zum Spielen gekommen. Aber man las ja vorher von 400 Stunden Spielzeit!

Welat 15 Kenner - P - 2704 - 15. Juli 2016 - 13:59 #

Ok, die Zahl hatte ich so noch nicht wahrgenommen. Sind eher um die 100 Stunden wenn man Leidenschaft für das Spiel entwickelt. Ansonsten kann ich dir sehr das Spiel empfehlen! Werde es mit einem gewissen Abstand nochmal spielen.

Deepstar 14 Komm-Experte - P - 2658 - 14. Juli 2016 - 20:09 #

Aus diesem Grund bin ich nach wie vor der Meinung, dass eine Open World sich mit einer spannenden Handlung beißt.

Denn wenn man diese ganzen Quests nicht hat, dann ist das Urteil auch deutlich "Die Welt ist leer und leblos, es gibt keinen Grund etwas zu entdecken" etc.

Ein streng lineares Spiel hat einfach aus Handlungssicht seine Vorteile. Denn da entscheidet es eben selbst sein Erzähltempo und wie entsprechende Spannungsmomente wirken und rüber kommen.
Das einzige was man da wohl entgegen bringen könnte, wäre eine Open-World die einem Zeitlimit unterworfen ist. Aber ich glaube das will auch keiner Spielen. "Die Welt ist so groß, das Spiel lässt mir aber keine Zeit sie zu erkunden und alle Aufgaben zu machen" etc.

Ich glaube im Forum gab es auch schonmal die Diskussion darüber, dass es halt in einer Open World auch Usus ist, dass Questgeber die ganze Zeit im Spiel rumstehen, egal als wie dringend sich die Aufgaben auch erweisen... oder das jemand tagelang an einer Kreuzung im Wald steht, aber beim Ansprechen dann sagt, dass er dringend zu Ort X unterwegs ist.
Die Welt steht in Spielen einfach still. Aber wenn sie das nicht tun würde, dann gäbe es den großen Mob, der sich darüber aufregt, dass man gar nicht alles machen kann. Oder man sich sogar entscheidne müsste welche Nebenquests, wenn überhaupt, man in einem Durchlauf macht.
Und wahrscheinlich gäbe es dann sogar Entwickler, die sich darüber brüskiert zeigen, dass man sich soviel Mühe für das Spiel gegeben hat, aber nur ein kleiner Teil wirklich den Großteil der Quests erlebt. Und dabei werden Spiele eh schon nur von bis zu 10% der Leute durchgespielt.

Ghusk 15 Kenner - P - 2900 - 15. Juli 2016 - 10:48 #

Da kann ich dir bedingungslos zustimmen: Ein dynamische Welt würde open world erst wirklich interessant machen.

Aber ich glaube die Möglichkeit Inhalte in Abhängigkeit der Spielweise zu verpassen, sehen die meisten Spieler nicht kritisch sondern eher als Motivator bezüglich des erneuten Spielens. Wie oft beschweren sich Leute, dass ihre Entscheidungen keine richtigen/langfristigen Konsequenzen haben (Telltale, ...).

Das entscheidende Problem ist wohl eher die Realisierung einer dynamischen open-world mit den Größen die zur Zeit üblich sind.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 15. Juli 2016 - 12:20 #

Eine Open World muss sich weder mit einer spannenden Handlung beißen, noch muss sie dynamisch sein. Es würde völlig ausreichen, wenn man als Hauptquest nicht immer größenwahnsinnige Geschichten wie Weltenrettung, Dämoneninvasion oder sonstige Katastrophen benutzen würde. Eine Nummer kleiner würde die Angelegenheit glaubwürdiger UND spannender machen.
Eine Suche - nach einem verschollenen Angehörigen, einem berühmten Schwert, einer Halskette oder was auch immer - würde schon reichen. Der Held zieht dann los, bewaffnet mit einem sehr vagen Anhaltspunkt, und arbeitet sich von Hinweis zu Hinweis vor, unternimmt Reisen, die zu neuen Hinweisen führen (oder auch zu gar nichts), und erkundet auf diese Weise nach und nach das Land. Und die ganze Zeit über ist er der EINZIGE, der sich überhaupt für seine Suche interessiert, die ansonsten eben auch niemanden etwas angeht.
Mich persönlich würde eine derartige Story weitaus mehr ansprechen als diese ewige Weltenretterei.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 15. Juli 2016 - 13:02 #

Damit wären wir bei Watch Dogs, in dem die Familie getötet wurde und der Protagonist Rache ausüben möchte, Fallout 4, in dem der Ehepartner getötet, der Sohn entführt und die Welt zerstört wurde oder Mirrors Edge Catalyst, in dem ein Konzern die Menschheit unterdrückt.

Fand ich ehrlich gesagt alle nicht schlecht, da ich bei keinem der Spiele ein Gefühl von Zeitdruck hatte, aber bei vielen Spielern kamen diese Storys einfach nicht gut an, die wollen einfach die Welt retten.

Persönlich bin ich ja weiterhin ein Fan der The Bards Tale-Variante, die Stadt ist vollkommen abgesperrt, man sitzt betrunken in der Taverne und zieht los um endlich rauszukommen. Unterwegs tötet man dann halt Menschen, Orks, Goblins, Untote, Beholder und sonstige Dämonen, während verschiedene Kirchen verschiedene Götter anbeten und einfach nur alle irgendwie bekloppt geworden sind.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 15. Juli 2016 - 13:11 #

Ich dachte da auch eher an eine Fantasy-Variante, und zwar an eine mit deutlichem zeitlichem Abstand zum auslösenden Ereignis - etwa vor 30 Jahren ist dies und jenes geschehen und jetzt zieh los und finde Spuren, auch wenn die meisten Zeugen schon längst verstorben oder senil sind.
Also kurz gesagt: Intelligente Geschichten für Leute, die kein Interesse am Blümchensammeln oder Rattenschlachten haben ;-)

Ghusk 15 Kenner - P - 2900 - 15. Juli 2016 - 13:53 #

Ja, solche low-fantasy-Geschichten finde ich auch reizvoll. Da wäre die aktuelle Form der open world wirklich passend.

Aber es muss doch auch eine Möglichkeit geben high-fantasy-Geschichten in der open world zu erzählen.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 15. Juli 2016 - 14:18 #

Das halte ich für außerordentlich schwierig, weil man dann einen glaubwürdigen Zeitdruck erzeugen müsste, was sich mit dem üblichen Herumbummeln in der Open World beißt. Dafür müsste man die Geschichte schon stark scripten so nach dem Motto "um Schloss X zu öffnen, musst du erst zu Burg Y reisen und dort Schlüssel Z finden".
Das kann natürlich ein prima Abenteuer ergeben, ist aber eben keine wirklich offene Welt.
Persönlich würde ich eine "echte" offene Welt bevorzugen, in der mich die Hauptstory nicht unter Druck setzt, weil ich ohnehin nur längst vergangene Dinge aufklären soll. Zum Ausgleich kann ich mich dann ohne weiteres um aktuelle Probleme kümmern, die nichts mit der Hauptquest zu tun haben.

Ghusk 15 Kenner - P - 2900 - 15. Juli 2016 - 17:09 #

Schwierig ist das sicher, aber nicht unmöglich. Man müsste nur einmal die Grundkonzepte der Rollenspiele überdenken. Nur traut sich das kein großer Hersteller. Vielleicht muss man auch weg von stark gescripteten Sequenzen und mehr zu einer dynamischen Events. Dann sind bei der großen Ratsversammlung je nach Vorgehen eben andere Volker anwesend, werden andere Sätze gesagt und andere Schlussfolgerungen gezogen.

Für eine offene Welt mit Zeitdruck kann man sich so schöne Beispiel ausdenken. Etwa: Böser Zauberer heckt etwas aus (was sucht er nur?) und beginnt mit seinen magischen Armeen die Welt zu unterjochen. Langsam wird alles verseucht/erobert. Je länger du brauchst desto stärker wird er und seine Armeen. Greifst du also früh an, mit dem Risiko selbst schlecht ausgerüstet zu sein oder sucht du erst Verbündete/Superrüstung/Spezialzauber?

So viele Möglichkeiten! Und trotzdem gibt es immer mehr vom gleichen. :(
Vielleicht traut sich mal ein Indie an so was.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 15. Juli 2016 - 18:38 #

Ja, auf die setze ich auch größere Hoffnungen als auf die großmäuligen Großproduzenten ;-)

Golmo 15 Kenner - P - 3281 - 14. Juli 2016 - 20:03 #

"Ich habe nun mal einen Job, Kinder, ein Haus mit Garten und dann auch noch ein paar Hobbys – da ist Zeitmanagement alles, und manchmal fallen die geliebten Computerspiele hinten runter."

Mir scheint der Autor zockt einfach die falschen Spiele! Wenn er keine Zeit für Videospiele hat, sollte er es vielleicht lieber ganz lassen oder irgendwelche Mini-Games auf dem iPhone daddeln während er in seinem Garten sitzt und auf die Kinder aufpaßt.

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 2686 - 14. Juli 2016 - 20:06 #

Ich spiele seit 30 Jahren - da höre ich doch nicht auf! Es wird nur leider etwas weniger. Und es gibt sie ja auch, diese Spiele, die man zwischendurch spielen kann. Außerdem spiele ich fast alle Genres, manche mit mehr, manche mit weniger Begeisterung. An Abwechslung mangelt es da nie, und "falsche" Spiele habe ich auch nur selten.

Golmo 15 Kenner - P - 3281 - 14. Juli 2016 - 20:13 #

Na ja gut, aufhören müssen Sie ja auch nicht aber nach 30 Jahre sollten Sie Spiele und Genres kennen und einschätzen können. Wenn Sie nicht viel Zeit haben, warum kaufen Sie dann ein Skyrim / Fallout überhaupt?

AlexCartman 14 Komm-Experte - P - 2338 - 14. Juli 2016 - 20:21 #

Ich bin zwar nicht Thomas Schmitz, aber ich antworte mal: "Weil ihm/mir das Szenario gefällt und die Hauptstory auch, und weil Daddeln auf dem iPhone keine tollen Geschichten erzählt. Nur Hunderttausende Spinnen will ich nicht erschlagen müssen!"

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73400 - 14. Juli 2016 - 20:30 #

Warum nicht? Dann hat man wenigstens eine ganze Weile was von dem Spiel und muß gefühlt nicht alle 2 Wochen sich ein neues zulegen.

Ich vermute mal du hast keine eigene Familie, Freunde, sonstige Verpflichtungen, einen Vollzeitjob und vielleicht doch die eine oder andere Priorität anstelle zu zocken? Wenn doch, verstehe ich deine Haltung nicht.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3072 - 14. Juli 2016 - 20:47 #

Ich schon: Widersprechen um jeden Preis.

guapo 18 Doppel-Voter - 9880 - 14. Juli 2016 - 20:56 #

mit albernen siezen ^^

Elfant 15 Kenner - P - 3843 - 15. Juli 2016 - 9:52 #

Wann sind Höflichkeitsformen eigentlich albern geworden?

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5191 - 15. Juli 2016 - 12:10 #

Ich dachte immer, der Ton macht die Musik.

Elfant 15 Kenner - P - 3843 - 15. Juli 2016 - 12:52 #

Vielleicht ist meine Texttonausgabe defekt?
Nein diese Weisheit hat natürlich im Rahmen ihre Gültigkeit, aber nur weil ich ein paar Menschen mit Beschimpfungen ansprechen kann, gilt jenes nicht umfassend.

guapo 18 Doppel-Voter - 9880 - 15. Juli 2016 - 15:14 #

Falls du wirklich noch nicht so lange in Datennetzen unterwegs bist:
google eine beliebige Kombination von siezen mit Netiquette | usenet | Internet | Höflichkeit usw..

Die Ergebnisse haben sich in den letzten 20 Jahren nicht wesentlich geändert

Elfant 15 Kenner - P - 3843 - 15. Juli 2016 - 17:42 #

Nur seit etwa 30 Jahren bin ich in Datennetzen unterwegs. Da Du anscheinend eine ähnliche Zeit auf dem Buckel hast, weißt Du ja auch das es keine einheitliche Netquitte gibt. Und falls Du Dich fragst warum ich Dich duze: Siezen ist nur dann geboten, wenn der jenige einen (scheinbaren) Klarnamen hat und unhöflich bei Rufnamen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9880 - 15. Juli 2016 - 17:56 #

Hier bei GG ist das gar nicht geboten. Finde gerade nicht unbedingt den gleichen Zusammenhang, auf die Schnelle findet sich von Joerg folgendes:
"Ich habe übrigens noch nie verstanden, wieso eine sehr persönliche Antwort (und das ist, was Mick geschrieben hat, und zwar persönlich in beide Richtungen) schlechter sein soll als ein in vielen Blogs und Foren (z.B. Spiegel Online...) zu beobachtendes Geschwurbel, wo mit gestelzten Sätzen, vorgetäuschter Distanz und leeren Höflichkeitsfloskeln (z.B. Siezen) doch nur kaschiert wird, dass es darum geht, dem anderen eine reinzuwürgen und ihn als dämlich dastehen zu lassen."

Aber belassen wir es dabei #DROPSMIC

Elfant 15 Kenner - P - 3843 - 15. Juli 2016 - 19:25 #

Ich gebe zu mit dem modernen Netzjargon durchaus meine Probleme zu haben:
Ist die Phrase "dropmic" so unwirsch wie ich sie kenne oder hat sie im Netz eine neutraler Bedeutung?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73400 - 16. Juli 2016 - 0:00 #

Der sogenannte Micdrop ist quasi die physische Umsetzung (oder Geste) von "Isch abe fertig" :).

Den besten fand ich bisher von Audra McDonald bei den Tony Awards 2013 (ab ca. 2:20).
https://www.youtube.com/watch?v=D6o-EpKSXPM

guapo 18 Doppel-Voter - 9880 - 16. Juli 2016 - 9:59 #

Bei mir gewinnen die Präsidialen ;-)

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 2686 - 14. Juli 2016 - 20:32 #

Ich glaube, siezen muss mich hier keiner. :D

"Fallout 4" habe ich, wie in einer anderen Antwort erwähnt, noch gar nicht. Da ging es mir um die Spielzeit. "Skyrim" hatte ich gekauft, als mein erster Sohn noch kein Jahr alt war. Da bin ich am Anfang schon sehr viel zum Zocken gekommen. Am liebsten am Wochenende, morgens. Wecker auf 7 Uhr stellen, dann Schnee schippen, dann weiter ins kalte Skyrim. War wirklich so! Aber dann hat man mal ein paar Wochen nicht gespielt und ist trotz Questlog raus.

"The Witcher 3" habe ich damals (allerdings zu spät für einen Test, Deadline für einen Artikel war abgelaufen) als Review-Version erhalten. Und es hat mich bislang nie wirklich gepackt. Dabei liebe ich Rollenspiele. Ich habe zwar ein "Pillars of Eternity" noch nicht durch, aber es hat mir von Anfang bis zum bisherigen Ende gefallen.

"The Witcher 3" kann ich beispielsweise nicht spielen, wenn der Große (mittlerweile fünfeinhalb) im Zimmer ist - selbst wenn man nicht kämpft ist die Wortwahl recht deftig. Da werden dann eben doch mal schnell zwei Partien PES gespielt. Das ist harmlos.

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 15. Juli 2016 - 5:19 #

Ich bin auch so einer, spiele seit mehr als 30 Jahren und habe immer noch Spaß daran und bin am Thema sehr interessiert. Und wenn dann so ein Spiel wie Witcher 3, Fallout 4 usw. erscheint, dann will ich irgendwann auch wissen, wie es tatsächlich ist. Deshalb kaufe ich mir diese Spiele, auch wenn ich weiß, das ich aufgrund der Umstände mit Haus, Kinder und Familie wohl nie die Zeit haben werde, hunderte Stunden darin zu investieren.

Janosch 21 Motivator - P - 26110 - 15. Juli 2016 - 5:59 #

Geht mur ganz genauso und das ist auch völlig legitim...

Jürgen -ZG- 21 Motivator - 28290 - 15. Juli 2016 - 7:56 #

Jepp. Die wenigsten Spiele beende ich. Aber mir macht es trotzdem Spaß. Gestern noch ne halbe Stunde AC4 gespielt und nur ein paar Kisten geplündert und Schiffe gekapert. War trotzdem schön.

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 15. Juli 2016 - 8:16 #

Eigentlich beende ich nur so große Schinken oder Spiele, die mir nicht gefallen nicht. Ansonsten ist die Durchspielquote recht hoch.

Janosch 21 Motivator - P - 26110 - 15. Juli 2016 - 13:44 #

Jetzt fängt er noch mit der Durchspielquote an... Euph, es gruselt mir... ;)

Jürgen -ZG- 21 Motivator - 28290 - 15. Juli 2016 - 17:47 #

Ich schätze meine durchschnittliche Wochenspielzeit auf zwei Stunden. Da verliere ich dann doch häufig die Lust an den größeren Spielen. Black Flag hatte ich jetzt ein paar Monate nicht angefasst, dafür gestern ein erfreutes Wiedersehen. Bis auf das kleine Problemchen, dass ich oft versehentlich die Kanonen abgefeuert habe statt Segel zu setzen :)

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 2686 - 15. Juli 2016 - 18:25 #

Ach, so was ist schon dem besten Piraten passiert.

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 15. Juli 2016 - 19:12 #

Das ist für mich das größte Problem, wenn ich Spiele liegen lassen. Man ist ja mitten im Spiel, wo man die Steuerung eigentlich beherrschen müsste, aber ich beherrsche sie nicht mehr. Das macht den Einstieg manchmal sehr schwer.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23324 - 14. Juli 2016 - 20:21 #

Die Aussage ist doch Unsinn. Nur weil man keine Zeit hat für The Witcher 3 oder Fallout 4 hat, muss man doch nicht gleich zum iPhone greifen.

Inside, das hier super bewertet wurde, hat man nach vier Stunden durch. Uncharted 4 und Quantum Break kann man in 12-14 Stunden beenden. Und Lego Star Wars: The Force Awakens kann man gemeinsam mit den Kindern durchspielen.

zfpru 15 Kenner - P - 2987 - 14. Juli 2016 - 20:59 #

Genau. Nicht zum IPhone greifen, lieber zur PS Vita.

Gamaxy 19 Megatalent - P - 13346 - 18. Juli 2016 - 21:26 #

Schon wieder diese Argumentation: "Wenn jemand nicht XY soundso macht, dann sollte er lieber Z machen."

Und dann am besten irgendwas Lächerliches, damit der andere möglichst blöd dasteht: "irgendwelche Mini-Games auf dem iPhone daddeln".

Diese Postings findet man total oft, außer einem mehr oder weniger persönlichen Angriff enthalten sie keinen Inhalt und tragen nichts zur Diskussion bei.

Muss das sein?

zfpru 15 Kenner - P - 2987 - 14. Juli 2016 - 20:06 #

Der Grundgedanke ist hier schon falsch. Der Spieler hat doch bei Open World Spielen die Wahl jede Nebenquest zu machen oder einfach die Hauptquest zu machen. Wer eine stringente Story will, soll sich auf das spielen der selbigen konzentrieren und gut ist.

AlexCartman 14 Komm-Experte - P - 2338 - 14. Juli 2016 - 20:22 #

Naja, aber irgendwie ist es halt auch befriedigend, wirklich alles gesehen zu haben. Schizophren vielleicht, aber so isses. Ich kann Thomas echt gut verstehen. "Alles" sollte halt einfach etwas weniger sein. :)

Vidar 18 Doppel-Voter - 12279 - 14. Juli 2016 - 20:27 #

Geht aber dann auch nur bei Spielen die ein Levelskaling haben und abgesehen wenn die Hauptstory, wie bei so vielen dieser Spiele, auch nicht der bringer ist, ist man doch am Ende auch nicht zufrieden.

Beispiel The Witcher 3, allein der Hauptstory zu folgen wäre da wohl ne ziemliche Enttäuschung, denn wirklich fesselnd ist diese die meiste Zeit nicht.

GreenAlien 08 Versteher - 172 - 14. Juli 2016 - 21:06 #

Das Problem sind weder Nebenquests an sich, noch die Open World. Das Problem ist, dass Nebenquests oft nichts mit der Hauptstory zu tun haben. Man sollte vermutlich auch davon absehen nur eine Hauptstory zu erzählen. In einer Open World ist durchaus Platz für mehrere große Handlungsstränge.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11694 - 14. Juli 2016 - 21:38 #

Hast du das mal versucht? Die meisten neueren spiele lassen das nicht zu. Z.b. Mad max, watch dogs, mgs5, dragon age 3, assassins creed syndicate erfordern alle recht viel nebenkram an bestimmten stellen, um weiterzukommen in der Haupthandlung. Batman arkham knight schießt endgültig den vogel ab, da es quasi 100% erfordert, wenn man das ende sehen will...

zfpru 15 Kenner - P - 2987 - 14. Juli 2016 - 22:37 #

Zumindest MGS V habe ich sehr intensiv gespielt. Da geht die Hauptstory fast ohne Nebenquest gut durchzuspielen.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11694 - 14. Juli 2016 - 22:54 #

Nicht im 2. Akt.

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 15. Juli 2016 - 5:21 #

Das stimmt. Insbesondere in Mad Max habe ich das noch gut in Erinnerung. Da musste man viel nebenbei machen um bestimmte Fähigkeiten zu erhalten, ohne man die Hauptquest nicht fortführen konnte.

Ole122 12 Trollwächter - 926 - 15. Juli 2016 - 1:36 #

Wenn die Hauptquest aber Dinge suggeriert (wie zB die Dringlichkeit in Skyrim), danach aber keinen Einfluß auf die Spielwelt hat, weil man eben ewig Zeit hat um Nebenquests zu machen, dann kann das aber die Atmosphäre ganz schön beeinflußen. Und wenns nach Abschluß der Hauptquest einfach weitergeht wie bisher, dann mag das manch einem auch sauer aufstoßen. Wenn ich die Welt rette, sollte das zumindest anerkannt werden.

Anderes Beispiel Fallout 1: Da war die Hauptquest auch dringlich. Und es gab Konsequenzen, wenn man sich nicht beeilte. Keine allzu großen, wenn ichs recht erinnere, aber immerhin.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4495 - 15. Juli 2016 - 22:18 #

Richtig gut hat es Fallout 3 hinbekommen. Den Vater zu finden, hatte keine Eile und dass man sich nach dem Aufwachsen im Bunker viel Zeit nimmt, um das Ödland zu erkunden, passte auch.

Fallout 4 war dann leider wieder ein Griff in's Klo was diesen Aspekt angeht. Ein Tiefpunkt war auch die Unterhaltung mit dem Hausroboter gleich am Anfang. Da wird munter geplaudert als wäre kaum Nennenswertes passiert, was für ein Mist.

Aladan 21 Motivator - - 28726 - 15. Juli 2016 - 8:08 #

Es gibt genug Menschen (ich schließe mich mit ein), die aber nicht so einfach an dem ganzen Zeug vorbeilaufen können. Der innerliche Zwang wird zu groß und letztendlich versaut man sich dann damit selbst den Spielspaß.

Das geht bei mir z. B. schon so weit, das ich am liebsten nicht einmal eine Charakterauswahl habe, weil wenn ich die eine Klasse wähle, könnte mir die andere ja mehr Spaß machen..

TheBlobAlive 15 Kenner - P - 3100 - 14. Juli 2016 - 20:11 #

Kann ich sehr gut verstehen, wüßte nun auch nicht wie ich irgendwann mal Skyrim durch bekommen sollte. Spiele immer mal wieder ein Spiel intensiv, wenn es sein muss auch 50-60h, doch dann will ich einfach zum Abschluss kommen. Es muss mich wirklich fesseln, mehr Zeit zu investieren. Da denke ich Dragon Age Origins, mit dem Addon und Dlc`s und allen 3 Rassen habe ich da gerne 180-200h verbracht.
Zum Vergleich, mal in einem anderen Bereich, ich musste wirklich auch erst die Muse haben die gesammte "Das Schwert der Wahrheit" Reihe durch zu lesen. Wobei ich da leichter mal 2-3 Monate unterbrechen konnte.

joker0222 26 Spiele-Kenner - P - 70352 - 14. Juli 2016 - 20:22 #

Sehr guter Artikel, kann ich mich nur anschließen.

Despair 16 Übertalent - 4438 - 14. Juli 2016 - 20:25 #

Ich wage mal zu behaupten, dass bei so einigen Spielen die kleinen Nebenquests interessanter und origineller sind als die oftmals vor Klischees nur so strotzende Hauptstory. Meist geht es ja eh nur ums Welten retten. Außerdem: Auch ein Held kann nicht rund um die Uhr arbeiten. Der muss auch mal Blümchen für eine holde Maid pflücken, eine Partie Karten spielen oder ein Gläschen heben dürfen! :D

Ansonsten musste ich als HdRO-Spieler beim ersten Absatz leicht schmunzeln. Im Herrn der Ringe Online wird man nämlich selbst als weitgereister und hochdekorierter Held regelmäßig zu niederen Tätigkeiten wie Tische abräumen gezwungen. Als Gefangener in Isengart ist das sinnvoll in die Geschichte integriert, ansonsten eher nicht.^^

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 15. Juli 2016 - 5:23 #

Man könnte auch behaupten, das sich Tolkien in seinen HdR-Büchern auch ncht unbedingt nur auf´s wesentliche konzentriert hat, bei allen den genauen Blümchen und Umgebungsbeschreibungen :-)

Despair 16 Übertalent - 4438 - 15. Juli 2016 - 10:32 #

Und genau das macht Mittelerde so lebendig. Es ist eine akribisch ausgearbeitete Welt, in der auch Kleinigkeiten Beachtung geschenkt wurde.

Genauso ist's mit den Nebenquests: Sind die gut geschrieben ist's egal, ob sie etwas mit der Hauptstory zu tun haben. Es sind unterhaltsame Kurzgeschichten abseits der Haupthandlung. Kann man machen, muss man aber nicht. Soll ich aber ohne Erklärung hundert willkürlich in der Spielwelt verteilte Schatztruhen finden (in denen womöglich nichtmal was drin ist), nur um am Ende ein für die Spielstory völlig irrelevantes Achievement zu erhalten, halte ich das für ausgesprochen sinnfrei. Aber auch hier kann man sagen: Kann man machen, muss man aber nicht. Gilt sowohl für Spieler als auch für Entwickler. ;)

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 15. Juli 2016 - 10:44 #

Puh, das ist dann halt wie immer Ansichtssache. Ich kann mich beim HdR daran erinnern, das ich Seitenweise nur quer gelesen habe, weil mich die ausschweifenden Beschreibungen eher gelangweilt haben.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10736 - 14. Juli 2016 - 20:26 #

Schöner Artikel. Ich habe nichts gegen Sidequests, nur sie sollten sich nicht aufdrängen. Ich brauche auch nicht unbedingt ein Open-World-Spiel. Aber ab und an nehme ich gerne eines.

Bei The Witcher 3 kann man übrigens die ganzen Fragezeichen und Hinweise ausstellen. Das habe ich dank des Ninjalooter-Podcasts dann auch gemacht und hatte eine tolle Spieleerfahrung - ohne das Gefühl ständig etwas zu verpassen.

Bei Skyrim deckt sich meine Erfahrung mit deiner. Das Spiel ist toll, keine Frage. Aber nach dem Endkampf fühlt sich alles "erspielte" total irrelevant an.

Marulez 15 Kenner - 2740 - 14. Juli 2016 - 20:28 #

Ja ist für mich mit zwei Kindern momentan auch zeitaufwendig Fallout 4 beenden zu können

Arno Nühm 15 Kenner - - 2758 - 14. Juli 2016 - 20:35 #

Sehr schöner Artikel, der mir zum großen Teil aus der Seele spricht.
Oft bringt mich diese willentliche Aussetzung der Ungläubigkeit ("suspension of disbelief") mehr aus dem Spielfluss heraus, als das Absolvieren der entsprechenden Nebenquest diesem zuträglich ist.
Ich empfinde es schlichtweg als störend, wenn tage- wenn nicht wochenlang der Questgeber mit der unendlich dringenden Quest, ihn nach XYZ-Stadt zu begleiten, an ein und derselben Stelle auf die Interaktion des Spielers wartet... das muss auch besser gehen.
Sehr würde ich mich freuen, wenn es künftigen Rollenspielen gelingen würde, dieses Manko zu überwinden.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3072 - 14. Juli 2016 - 20:40 #

Sehr schöner Artikel! Danke!

Ich denke auch, Open World ist so eine Art Versuch, repetitive Spielmechaniken ("Hole 12 A, töte 6 B, Bringe sie zu C")n in einen narrativen Kanon zu übertragen. Dabei ist es eigentlich ausgeforscht, wie man gute Geschichten erzählt.

Ich glaube, das unterm Strich "rundere" Spielerlebnis liefern Spiele, die sich eindeutig für eines der beiden Paradigmen entscheiden können. Ein konsequentes Reaktionstest Jump-n-Run oder ein gut erzähltes Abenteuer - beides kann reizen. Offene, leere Welten mit kleinen Inseln von an sich furzlangweiligen Quests zum "Abarbeiten" hingegen reizen mich kaum mehr.

Leider tendieren viele Spieler dazu, die Rechnung "Spielzeit ggü. ausgegebenen Euro" zu berechnen. Der qualitative Faktor wird selten berücksichtigt. 10 Stunden emotionsgeladene Geschichte, bei der der Spieler in den Bann gezogen ist, sind mir allemal mehr Geld wert als 60 Stunden Herumgerenne, Backtracking oder Grinding. Aber offenbar ist die unbewertete Spielzeit das Kaufargument schlechthin, ähnlich den Megapixeln bei Kameras...

Die Hersteller greifen dann gern zum Open-World-Rohling, den große Engines heute sicher frei Haus liefern, anstatt eine bis in den letzten Pixel einzigartige und ausgestaltete Kulisse für EINE großartige Geschichte zu liefern.

Open World ist eben auch leider noch sehr beschränkt, weil der Spieler hier ganz deutlich die ressourcenbedingten, systemischen Mängel bemerkt: 28 identische Bauernhäuser - bei dem einen, questrelevanten, soll und kann der Spieler die Türe aufbrechen un d einsteigen. Alle anderen hingegen scheinen bei identischer Bauweise unzerstörbare Panzerschränke zu sein. Solche Beispiele gibt es viele - und gerade Open World verleiotet den Spieler dazu, die Welt wie eine Sandbox zu sehen. Leider stechen solche Mängel dann geradezu ins Auge...

guapo 18 Doppel-Voter - 9880 - 14. Juli 2016 - 20:40 #

Die Kraeuterhexe hat wohl ein paar Buchstaben verschlungen: [...]Kräuterhexe half, sieben Alraunenwurzeln zu n musste.

_XoXo_ 11 Forenversteher - P - 797 - 14. Juli 2016 - 20:52 #

Guter Artikel. Vielen Dank dafür.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12873 - 14. Juli 2016 - 20:57 #

Kann da nur zustimmen. Spiele sollten sich mal auf die Hauptstory konzentrieren. Gerade Witcher 3 war so ein Fall. Die Hauptquest war total langweilig und die Nebengeschichten zu stark verteten.

Wi7cher 10 Kommunikator - 522 - 14. Juli 2016 - 20:58 #

Sehr guter Artikel dem ich nur zustimmen kann. Für mich als Familievater ist ein kurze Spielzeit ein Kaufgrund für ein Spiel. Nach 20 bis max. 25 Stunden möchte ich ein Spiel einfach beendet haben. Das reicht mir völlig.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61539 - 14. Juli 2016 - 21:03 #

Ach, ich bin auch Familienvater und spiele trotzdem gerne Brocken mit 100 h Spieldauer :)

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 15. Juli 2016 - 5:27 #

Ich bin auch Familienvater und mir geht es auch eher wie Wi7cher. In gute Spiele investiere ich gerne 20-30 Stunden, aber dann macht sich in mir meist eine gewisse Unruhe und Ungeduldt breit - ich spüre quasi den "Druck", eins der vielen anderen Spiele spielen zu wollen, die es da noch so auf dem Markt gibt. Aber prinzipell hätte ich trotz Familie und Co trotzdem die Zeit, auch einen 100h-Brocken zu spielen. Es dauert nur einfach länger, als z.B. bei meinem Sohn.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6536 - 15. Juli 2016 - 5:55 #

Da darf man aber kaum andere Hobbys haben. Sport, Sauna, Zocken, Serien, da ist das Zeitkonto chronisch leer und wenn da noch ein Spiel wie Witcher kommt. Prost Mahlzeit. Es ist eh amüsant, dass ein MMOG wie WoW mittlerweile freundlicher in Sachen Zeit ist als viele Singleplayertitel.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61539 - 15. Juli 2016 - 7:06 #

Zum Glück ist zocken neben lesen mein einziges Hobby ;)

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3072 - 15. Juli 2016 - 8:17 #

Aus "Zock"-Sicht ist das natürlich ein Problem, für den Einzelnen aber weniger. Denn auch wenn ich den Abend mit einem guten Buch, mit Freunden oder meiner Partnerin verbringe - ich habe ihn ja "verbracht". Wenn das ein positives Erlebnis war, hat es sich gelohnt.

Einziger Nachteil könnte sein, dass man sich selbst unter den Zwang setzt, eine bestimmte Zeit X oder Anzahl Y von gespielten Spielen zu erreichen. Aber das geht dann schon ins krampfhafte...

Spielen ist ein Hobby. Wenn ich nur das eine Hobby habe, und verbringe damit ein ganzes Wochenende: toll!

Wenn ich drei Hobbies habe und verbringe damit ein ganzes Wochenende: toll!

Warum der Zeit nachweinen, die ich statt mit A mit B verbracht habe - wenn beides Spaß macht?

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61539 - 15. Juli 2016 - 8:50 #

Genauso isses :)

Ghusk 15 Kenner - P - 2900 - 15. Juli 2016 - 11:07 #

Aber all die ungespielten Spiele auf dem PoS, die ungelesenen Bücher im Regal, die ungesehenen Serien bei Netflix, die ungekletterten Routen in der Kletterhalle, die unausgepackten Brettspiel im Schrank, die unbesuchten Urlaubsorte ... AAAHHHHHH!

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61539 - 14. Juli 2016 - 21:08 #

Sehr guter Artikel und die Meinung teile ich. Meiner Meinung nach könnte man das Dringlichkeitsdilemma nur umgehen indem man die Hauptstory ans Spielertempo anpasst.
Soll heissen wenn das spiel merkt, dass du jeden Grashalm umdrehst bekommst du ein anderes Szenario präsentiert als jemand der nur durchhastet. Persönlich mag ich den Sammelkram eigentlich, dabei kann ich mich dabei irgendwie wunderbar entspannen. :)

Janosch 21 Motivator - P - 26110 - 14. Juli 2016 - 21:17 #

Hatte ich hier schon einmal das gerade in dieser Hinsicht sehr gut geschriebene The Black Gate erwähnt?... Was stand doch gleich noch vor diesem Untertitel?...;)

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11694 - 14. Juli 2016 - 21:23 #

Oder knallhart durchziehen wie dead rising 1 und 2. Da gab es ein klares zeitlimit. Wer sich zu lang mit nebenkram beschäftigt, verliert automatisch die hauptquest. Zombieheilmittel ist eben dringend, fand ich gut gemacht, aber auch stressig.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61539 - 14. Juli 2016 - 21:54 #

Stimmt, das war stellenweise echt nervig, aber cool inszeniert.

Black Baron 14 Komm-Experte - P - 2335 - 14. Juli 2016 - 21:13 #

Für solche Fälle gibts z.b. die Mass-Effect-Trilogie.

Meiner Ansicht nach gehört die ME-Reihe zu den besten Spielen wenn es darum geht, eine Story cineastisch zu präsentieren und dabei noch mit Rollenspiel-Elementen aufzuwerten, die es dem Spieler erlauben die Story zumindest in Teilen und in gewissem Rahmen zu beeinflussen. Vor allem die in der Hinsicht stringenteren Teile 2 und 3.

Grundsätzlich nachvollziehbarer Artikel, allerdings würde ich als Negativbeispiel ganz sicher nicht The Witcher 3 anführen, denn zum einen erzählt das Spiel viele kleine Geschichten, die auch Kenner der Romane mit der Zunge schnalzen lassen, aber unbedarfte Nichtleser auch nicht verdattert im Regen stehen lassen. Sicher, das Fragezeichen-Abklappern kann man dem Spiel auch ankreiden wenn man möchte - Schmuggler-Verstecke auf See in Ard Skellige *hüstel*. Allerdings kann man die genauso getrost ignorieren, wie z.B. das angesprochene Federnsammeln in AC2. Ein besseres Beispiel wäre da Dragon Age Inquisition gewesen... denn genau bei diesem Spiel machen die Sidequests die Hauptgeschichte madig, weil die Spielzeit auf ein fast unerträgliches Maß gestreckt wird und dabei das Pacing fast ständig auf der Strecke bleibt. Und ich hab große Angst davor, dass BioWare das bei ME4 genauso verkackt.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11694 - 14. Juli 2016 - 21:19 #

Spiele gerade red dead redemption erneut und das konzentriert sich wirklich angenehm aufs wesentliche. Alle nebenaktivitäten fügen sich dabei nahtlos ein und machen im gesamtkontext sinn. The witcher 3 fand ich auch gelungen in der Hinsicht, da der witcher eben hexer ist und auch was dazuverdienen muss, um weiterzukommen. Tiefpunkt sind fallout 4 (krasser widerspruch zur hauptsstory, wenn man nebenquark macht) und vor allem Dragon age 3, dass so viele sinnfreie nebenquests hat und die derart schlecht einbindet, dass es richtig wehtut. Da müssen sich spieler und vor allem spielekritiker aber auch mal an die eigene nase fassen und nicht jeden Mist in den himmel loben. Nicht, das es nun gleich schlechte spiele sind, aber faules open World design mitsamt irrsinniger narration wird viel zu unkritisch aufgenommen.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11365 - 14. Juli 2016 - 21:44 #

Ich verstehe nicht wie man an The Witcher 3 kritisieren kann, dass es zuviel Umfang hat. Der Grundlegende Gedanke an einem Open World Spiel ist die Freiheit, alles zu tun wann man es will. Ich interpretiere die Fragezeichen auch nicht als ungelöste Aufgaben. Gäbe es eine Option ich würde sie abschalten. Für mich stellen diese Fragezeichen Dynamik da. Die Karte mal ausgeblendet: Ich laufe oder reite von Punkt A nach Punkt B und treffe ohne es zu wissen auf eine Quest, weil ich gerade an eines dieser Fragezeichen gestoßen bin. Dann bringt das Dynamik in das Spiel, weil die Welt “lebendig“ ist. Die Welt auf mich reagiert. In dem Moment habe ich aber die Wahl auf die Quest einzugehen oder weiter Punkt B zu folgen. Ich sehe da kein Abarbeiten von Aufträgen die mich von meinem eigentlichen Ziel abhalten, sondern eine natürliche Begegnung während meiner Reise in dieser Welt. Als Hexer ist man nun mal auch leicht zu erkennen und da die meisten normalen Bewohner es im besten Fall im Faustkampf aufnehmen können, sind sie doch mit der Riesigen Welt voller Dämonen,Geister usw. unterlegen und überfordert so, dass sie eben Hilfe brauchen, wenn selbst schon die Wache nicht gern die drecksarbeit erledigt.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20716 - 14. Juli 2016 - 21:49 #

So spiele ich The Witcher 3 auch und ich kann da bestätigen, dass sich die vielen Fragezeichen-Orte viel natürlicher und logischer anfühlen, wenn ich zufällig über sie stolpere und somit in ein von Banditen oder Monstern belagertes Dorf gerate oder eine auffällige Leiche mich letztendlich zu einem Schatz führt.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11365 - 14. Juli 2016 - 22:21 #

Eben. Ich finde Witcher 3 fantastisch und kann nicht verstehen, wenn man gerade das kritisiert.

Magnum2014 16 Übertalent - 4726 - 15. Juli 2016 - 5:34 #

Ich finde w3 auch sehr gut. Das Spiel habe ich schon zweimal durch und werde alle DLC spielen die es gibt. Und dann in NG+ nochmal. Im Gegensatz zu anderen Spielen ist das Spiel für mich einfach besser und motivierender. Das meine ich jedenfalls.

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 15. Juli 2016 - 5:29 #

Gibt es in Witcher 3 nicht die Option, die Fragezeichen auszuschalten? Ich meine mich zu erinnern von einigen gelesen zu haben, dass sie das gemacht haben um das Spiel besser genießen zu können.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20716 - 15. Juli 2016 - 6:57 #

Jupp, die kann man ausschalten.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10736 - 15. Juli 2016 - 7:20 #

Ja, das ist auch wirklich empfehlenswert. Ich habe trotzdem einen Großteil erlebt, aber überhaupt nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

TW3 ist aber auch generell ein eher schlechtes Beispiel, weil die Nebenquests sehr oft wirklich klasse erzählt sind.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20716 - 14. Juli 2016 - 21:40 #

Kann ich wirklich gut nachvollziehen. Seit ich in meiner aktuellen Beziehung bin und seit Kurzem auch mit meiner Partnerin zusammenlebe, schaffe ich im Schnitt maximal zwei Stunden pro Tag zu spielen. Gleichzeitig liebe ich aber auch diese großen Spiele. The Witcher 3, Skyrim, GTA5 sind da schon sehr gute im Artikel genannte Beispiele. Da komme ich dann auch immer ins Dilemma und es lockt mich, einfach nur der Hauptstory zu folgen, damit ich das Spiel möglichst schnell beendet habe. Das widerspricht aber meinem Spieler-Naturell, zumindest die zahlreichen Nebenquests möchte ich schon auch mitnehmen, wenn schon nicht den ganzen Sammelkram (was ich eigentlich auch ganz gerne mal mache).
Und dann kommt durch mein neues Zeitkontingent noch etwas dazu, was mich früher wenig störte: Ich bin regelrecht enttäuscht, wenn die aktuelle Nebenquest innerhalb kürzester Zeit erledigt ist. Das klingt ambivalent, weil dies meiner knappen Zeit ja entgegen kommt, aber: Eine interessante und umfangreiche Nebenquestreihe ist für mich keine Zeitverschwendung - eine Nebenquest hingegen, die mich letztendlich nur von A nach B führt und dann schon erledigt ist, bringt mir persönlich nichts. Dummerweise weiß man sowas ja vorher nicht.

Ich verstehe anererseits allerdings absolut nicht, warum es in einschlägigen Medien, bei vielen Spielern und demzufolge auch bei den Entwicklern heißt: Ein Open-World-Spiel muss unbedingt Unmengen an Aufgaben haben. NEIN! Muss es nicht! Eine Open World kann auch einfach mal das im Gegensatz zu einem Schlauch glaubwürdigere Setting für eine (!) Geschichte sein. Mafia II ist das einzige, mir bekannte Spiel, welches sich das getraut hat und das fand ich richtig klasse.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3072 - 15. Juli 2016 - 8:31 #

Genau! Der letzte Absatz bringt es auf den Punkt: Was wir heute als "Open World" kennen ist ja im Grunde nur eine Bühne, die uns statt eines roten Fadens eine Fläche mit einzelnen roten Punkten vorsetzt. Im Grunde ist das genauso vorhersehbar wie ein lineares Schlauchspiel - lediglich die Reihenfolge der Quests kann ich als Spieler (zum Teil) beeinflussen - meist auch nicht, das bestimmte Quests sich dann bedingen, Gebiete noch gesperrt sind, etc.

Wirkliche "Open World" würde uns zunächst sehr langweilig vorkommen. Denn selbst ein Spaziergang durch die belebte Berliner City würde ja für den Spazierenden im Regelfall trotz hunderter Geschäfte, tausenden von Passanten und dergleichen meist völlig ereignislos verlaufen.
"Quests" in einer echten Welt werden uns nicht von Questgebern mit gelben Fragezeichen über dem Haupt aufgedrängt.

"Open World" würde bedeuten, dass ich das Spiel zum Ende bringen kann, ohne irgend etwas zu tun. Weil die Welt sich auch ohne den Spieler weiterdreht. Nach Ablauf einer Woche zum Beispiel ist der Mordfall ungelöst zu den Akten gelegt, weil der Spieler nichts getan hat. Er hat am Anfang vom Mord erfahren, war untätig oder hat 12 Kaninchenpelze gesammelt, und der Mörder ist ins Ausland entkommen.
Hätte er sich aber auf den Fall konzentriert, initiativ Passanten befragt, recherchiert - dann wäre er über Hinweise langsam immer tiefer in den Fall eingsogen worden, hätte letztlich zur Aufklärung beigetragen. Das Spiel wäre in beiden Fällen beendet - es gäbe auch kein "gutes" oder "schlechtes" Ende - nur das Gefühl das jeder einzelne Spieler mitnimmt, wie ER das Spiel gespielt hat.
DAS wäre "Open World".

ruerob 11 Forenversteher - P - 805 - 15. Juli 2016 - 12:05 #

Sehr interessanter Ansatz! :0)

Vielleicht noch kombiniert mit dem normalen Tagesablauf und Lebenserhaltungsmaßnahmen eines normalen Menschen (in vereinfachter Form), um das Zeitmanagementproblem noch etwas zu erhöhen! :0)
Man könnte zum Beispiel versuchen, den Körper des Protagonisten ziemlich unter Streß zu setzten (Nahrungs- & Schlafmangel + übermäßiger Kaffeekonsum), was sich aber beim Übertreiben dann auch wieder negativ auswirken würde!

Kannst du das schnell fertig programmieren? Jetzt hab ich nämlich richtig Lust, das zu spielen! :0)

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 15. Juli 2016 - 13:20 #

So ein Spiel in der Art gab es tatsächlich mal, es nennt sich Robinsons Requiem und war eine Überlebenssimulation auf einem fremden Planeten, auf dem man mit 19 anderen Forschern abgestürzt ist. Lässt sich aus heutiger Sicht nur schwer spielen, war aber dennoch in meinen Augen ein Meilenstein der Spielegeschichte.

Ich wollte den anderen Forscher am Anfang wirklich nicht töten, aber sein Messer war mir mehr wert als sein Leben ;)

http://youtu.be/RllFvqrMlcY

Das Spiel gibt es übrigens bei GOG, aber unbedingt vorher die Anleitung und das Überlebenshandbuch lesen.

ruerob 11 Forenversteher - P - 805 - 15. Juli 2016 - 15:11 #

Das ist zwar etwas komplexer und survivallastiger (kann man das so schreiben?) als ich mir das vorgestellt hab, aber ein Blick scheint es auf jeden Fall Wert zu sein! Danke für den Tipp! :0)

Gibt es das auch mit Keyboardsteuerung, oder muss ich komplett mit Maus spielen? Das stell ich mir grad in den Kämpfen ziemlich mühselig vor...

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 14. Juli 2016 - 21:53 #

Also ich habe eine riesige Open-World in der ich mich verlieren kann, fast schon lieber als eine lineare 10 bis 30-Stunden-Story, denn so habe ich damals mit Rollenspielen angefangen. Damals begann das Abenteuer noch in einer Taverne der Stadt namens Skara Brae und das einzige was man wollte, ist raus aus der Stadt, also ist man erstmal aus der Taverne raus und ja sich durch die Open-World gebissen. Die Charaktere konnte man mitnehmen in den zweiten und dritten Teil, wodurch diese Welt noch offener und noch riesiger wurde.

Es ging dann bei mir irgendwann weiter mit DSA: Schicksalsklinge, natürlich einer Open-World in der man sich verlieren konnte, genauso wie damals in Might & Magic, Wasteland, Fallout, Ultima, Eye of the Beholder und den ungefähr tausend anderen RPGs.

Irgendwann kam es dann in Mode, dass ein RPG einen roten Faden haben und eine epische Story erzählen muss, wahrscheinlich um andere andere Zielgruppe anzusprechen, während heutige Open-World-Spiele die Möglichkeit bieten, entweder die Open-World zu erkunden wie einst, und/oder eine epische Story zu erleben. Niemand wird gezwungen Sammelitems einzusammeln, aber es macht den Spielern die sie mögen einfach Spaß.

Ich bin froh das ich meine Spiele wieder so spielen kann wie vor 25 bis 30 Jahren, einfach anmachen, eine riesige Welt erleben und jemand anderes die Welt retten lassen, der gerade besoffen in der Taverne von Skara Brae sitzt.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6536 - 14. Juli 2016 - 21:53 #

Ich hab nichts gegen ein Civ mit pro Partie mal zehn Stunden, aber Titel , die schon mit 200 Stunden Spielzeit beworben werden, fallen aus meinem Raster. Bis zu 50 Stunden sind OK, mehr stresst mich, weil ich dann wochenlang meine Freizeit nur damit verbringen würde. Dann lieber ab zu WoW, dass in Sachen Zeitaufwand schonender daherkommt. Casualisierung sei Dank. Man hat halt noch mehr Hobbys und ist kein Schüler mehr.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6560 - 14. Juli 2016 - 22:04 #

Ich kann zwar die Kritik an Skyrim verstehen, aber ich finde es falsch, dies auf jegliche Open World Spiele zu übertragen. Ich denke, dass hier einfach noch sehr viel Potential liegt. Die Gamedesigner haben bisher ei Fach noch nicht genug Erfahrung und Methoden um eine Geschichte dynamisch und flexibel zu gestalten. Erst mit guten automatischen Storygeneratoren werden Open World Spiele richtig gut werden. Bis dahin bieten sie einfach nur ei e Art Kulisse. Und Spieledesigner sollten sich bis dahin darauf beschränken, den Spieler nicht mit zu vielen Aufgaben zu verwirren. Und ihre Geschichte auch mal etwas flexibler zu gestalten. Mir kommt es nämlich oft so vor, dass sie zu dogmatisch an einer bestimmten Handlung festhalten.

Edit: Idealerweise hat ein Open World Game gar keine Hauptstory, jedenfalls keine feste. Viel mehr sollte sich die Story aus dem Rollenspiel des Spielers ergeben. Aber soweit sind wir glaube ich noch nicht.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 14. Juli 2016 - 21:56 #

Da beißen sich die Ansprüche, würde ich sagen.
Open World ohne Nebenquests würde sich verdammt leer anfühlen, wenn es Abseits der Story fast nichts gäbe. Da würden Schlauchlevel besser passen. Aber will die wirklich noch jemand?

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4495 - 15. Juli 2016 - 22:29 #

Es geht ja eher um die Art der Nebenquests.

Ein Negativbeispiel ist für mich Dragon Age: Inquisition und fast jedes Ubisoft-Spiel der letzten Jahre. Da hat man die Hauptquest und immer den gleichen, belanglosen Krempel als Nebenquests. Die Welt ist dabei belanglos, man bringt was von A nach B oder tötet was an Ort C. Die Orte wären aber beliebig austauschbar. Das ist für mich schlechte Open World.

Ein Positivbeispiel wäre GTA V. Da sind die Nebenquests individuell und kaum generisch. Und die Welt wird gut genutzt. Das ist für mich gute Open World.

Olipool 15 Kenner - 3746 - 20. Juli 2016 - 9:38 #

Das ist ja eine Crux, dass Open World von Herstellern immer als Big World interpretiert wird. Man könnte auch sehr wohl ein Open World Spiel machen, dass nur in einem Hochhaus spielt.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 20. Juli 2016 - 10:19 #

Ist wohl wahr ;-)

Izibaar 16 Übertalent - P - 5854 - 14. Juli 2016 - 21:59 #

Für mich ist Open World RPG ein eigenes Genre. Auch wenn die Welten interessant sind und es faszinierend ist in weitläufigen Landschaften mit dessen Bewohnern zu laufen, spiele ich dieses Genre nicht. Vieles ist generisch und wird mir schnell langweilig. Ich habe lieber eine(!) kurze, gute Story.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4621 - 14. Juli 2016 - 22:07 #

Mich störts auch, aber wie soll ich sagen... es lebe die Vielfalt?

Für 100+ Stunden-Epen habe ich keine Zeit, aber verdammt viele andere Menschen schon, offensichtlich.
Damit muss ich leben, aber toll ist das alles nicht. Wo soll das alles hinführen... 100 Stunden, 200 Stunden... kann ich nicht mehr wirklich ernstnehmen, wenn Skillen und Craften zur langweiligen Buchhalterei verkümmern.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 14. Juli 2016 - 22:28 #

Die Zeit für ein 100+-Stunden Spiel hat jeder, es ist nur die Frage ob man dafür auch auf andere, aktuellere, Spiele verzichten kann. Manche spielen die Spiele auch einfach freiwillig so lange, weil sie ihnen die ganze Zeit über Spaß machen und in der Zeit keine anderen Spiele kaufen.

Und es gibt auch tatsächlich Spieler, die an so einem Buchhaltung-Spiel Spaß haben. ;)

vicbrother (unregistriert) 14. Juli 2016 - 22:56 #

Buchhaltungsspiele wie Civ sind in der Tat seltsam: Boni sammeln und Verrechnen, selten neue Mechaniken im Spielverlauf, wenig Erkundung...

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4621 - 15. Juli 2016 - 6:22 #

Ich gebe zu, dass ich meine Zeit in Skyrim genossen habe, nur war dann halt irgendwann nach 60, 70 Stunden die Luft raus. Mehr brauche ich wirklich nicht. Ich gönne aber jedem diesen Spass. Wir wollen uns ja nicht über eine exakt festgelegte Anzahl Stunden streiten.

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 15. Juli 2016 - 6:24 #

Das ist ja aber an sich das schöne. Niemand wird gezwungen, 60,70 oder mehr Stunden in ein Spiel zu investieren :-)

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 15. Juli 2016 - 8:27 #

Skyrim hatte ich sogar über 100 Stunden gespielt, nie durchgekriegt, nie alles gesehen und trotzdem hatte ich sehr lange meinen Spaß an den ganzen Nebenquests, Sammelitems usw., weil es einfach eine authentische Welt war. Irgendwann hatte ich dann aber einfach keine Lust mehr auf diese Welt.

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 15. Juli 2016 - 5:33 #

Da hast du recht - ich hätte die Zeit, will aber auch die vielen anderen Spiele da draußen nicht vernachlässigen. Das war früher einfacher, da habe ich teilweise 3-4 auch größere Spiele gleichzeitig nebeneinander gespielt. Hab da aber auch an einem Tag in der Regel mehr Zeit ins spielen investiert, wie heute manchmal in der Woche ;-)

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 15. Juli 2016 - 8:32 #

Verabschiede dich einfach von dem Gedanken alle Spiele spielen zu müssen, du kannst es nicht, hast nicht die Zeit dazu und wirst die Zeit auch nie haben. Einfach mal loslassen, dann spielt es sich viel entspannter. ;)

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 15. Juli 2016 - 8:45 #

Von dem Gedanken bin ich an sich schon befreit. Deswegen habe ich auch nur einen kaum sichtbaren Pile of Shame (und der besteht hauptsächlich aus PS+ Titeln). Ich spiele daher eigentlich immer ein Spiel gleichzeitig und das solange bis ich darauf keine Lust mehr habe, oder es durchgespielt ist. Das ich nicht alles spielen kann, das weiß ich auch. Deshalb fallen halt auch immer mal Titel durch, die mich zwar teilweise interessieren, zu denen ich aber trotzdem nie gekommen bin.

Aber es gibt bestimmt Sachen, die will ich spielen. Und wenn die dann mal geballt gleichzeitig kommen, dann werde ich manchmal etwas unruhig :-)

Noodles 21 Motivator - P - 30232 - 14. Juli 2016 - 22:13 #

So ganz teile ich die Meinung des Autoren nicht. Klar, wie Ubisoft Open World versteht, ist nicht ganz so toll, da ist die Karte wirklich einfach nur vollgeklatscht und man klappert alle Punkte nacheinander ab, manche Sachen davon sind spaßig, manche weniger.

Aber an Open-World-Rollenspielen grundsätzlich die Nebenquests zu kritisieren, kann ich nicht nachvollziehen. Dazu sind die Spiele doch Open World, damit man die Welt erkunden und Nebenaufgaben erledigen kann und nicht einfach linear einer Story folgt. Und wenn man da aber kein Bock drauf hat, macht man halt nur die Hauptstory. Und wenn man eigentlich nur Hauptstory machen will, aber einen inneren Zwang zum Erledigen von Nebenquests hat, Pech gehabt. :D

Ich fänd jedenfalls Open World ohne Nebenaufgaben ziemlich öde. Und klar ist es oft nicht mit der Story vereinbar, dass der Held sich ewig Zeit lässt, obwohl eigentlich Zeitdruck besteht, aber ich kann das für mich irgendwie immer gut ausblenden, ich hab einfach Spaß daran, interessante Nebenaufgaben (wie sie die genannten Beispiele Skyrim und The Witcher 3 wirklich zur Genüge bieten, wenn auch nicht alles, ist klar) zu erledigen und irgendwann dann mit der Hauptquest weiterzumachen.

Mein Fazit: Nebenaufgaben in Open-World-Spielen gehören dazu, kommt halt nur darauf an, wie sie gestaltet sind und wer sie nicht machen will, macht sie nicht, diese Freiheit ist doch das Schöne an Open World. ;)

Markus 13 Koop-Gamer - 1324 - 14. Juli 2016 - 22:18 #

Den Artikel kann ich nur unterschreiben. Fallout 4 ist da, bei allen Qualitäten in anderen Bereichen, auch ein Negativbeispiel. Da wird das Kind entführt und der Papa (oder die Mama) hat nichts Besseres zu tun, als hunderte Stunden lang Quatsch für irgendwelche dahergelaufenen Hanseln zu erledigen oder an Werkbänken in Siedlungen herumzubasteln. Ja, das macht total Sinn...nicht!
Ich hab prinzipiell nichts gegen Open World, aber dann sollte die Hintergrundgeschichte zumindest halbwegs glaubwürdig dazu passen. Wobei ich zugunsten spannender Story und Inszenierung auch gerne auf 50-100 Stunden an Nebenquests verzichten kann. So toll sind die dann meistens ohnehin nicht.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13888 - 14. Juli 2016 - 22:27 #

Du bist die Mama, oder der Papa, such dein Kind! Fallout 4 hindert dich doch nicht daran.

Magnum2014 16 Übertalent - 4726 - 14. Juli 2016 - 22:40 #

Hindern wird dich keiner drann ausser vielleicht die ganzen Gegnerhorden die am Anfang sehr stark sind. Also Du sagst nur die Hauptquest machen. Wie will man das schaffen ohne entsprechend befördert zu werden? Also muss man doch Nebenquests machen oder sinnlos Gegner killen und grinden um hochzuleveln. Wie lange hast Du das Spiel gespielt?

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13888 - 14. Juli 2016 - 22:51 #

Ne, danke, ich diskutiere nicht mit dir.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 14. Juli 2016 - 23:39 #

Oder einfach den Schwierigkeitsgrad runterschalten und es als Shooter durchspielen.

Magnum2014 16 Übertalent - 4726 - 15. Juli 2016 - 5:27 #

Na na na. Du benennst Fallout4 also in niedrigen Schwierigkeitsgrad als Shooter? Meinst du das als Scherz oder ernsthaft? Weil als ich das mal behauptet hatte dass f4 eher ein Shooter wäre von der GG com hier angemacht wurde.Du meinst das sicher als Joke.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 15. Juli 2016 - 5:58 #

Nein das war kein Scherz, Fallout 4 ist für mich, auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad, ein Open-World-Shooter. Nicht die GG Com hat dich angemacht, sondern ein wütender Mob der das Andenken an Fallout nicht beschmutzen lassen möchte. Selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad war es teilweise einfacher einfach mal drauf loszuballern, anstatt das VATS zu nutzen.

Markus 13 Koop-Gamer - 1324 - 15. Juli 2016 - 5:34 #

Stimmt, hindern tut es mich nicht daran. Aber die vorgebliche Motivation meines Charakters steht für mich halt auf Kriegsfuß mit dem Open-World-Konzept.
Auch wenn die Hauptstory bei Bethesda ohnehin nicht die große Stärke ist, da haben sie es sich meiner Meinung nach viel zu einfach gemacht.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13888 - 15. Juli 2016 - 10:11 #

Vielleicht sollte Bethesda einfach auf eine Hauptstory verzichten und einfach nur auf erkunden setzen, denn dazu laden deren Welten ja ein und sabotieren dann die Hauptstory, wenn man die Open World Angebote nicht ausschlägt.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 14. Juli 2016 - 22:35 #

Weißt du was ich gedacht habe, als ich in Fallout aufwachte, die Frau tot, das Kind weg und die Welt zerstört war? "Irgendjemand muss ja damit anfangen diese Scheiße hier aufzuräumen."

Das Leben geht weiter, warum soll man dem alten Leben nachtrauern und hinterherrennen?

Nokrahs 16 Übertalent - 5686 - 14. Juli 2016 - 23:32 #

Fallout 4 ist so ziemlich das dümmste in Sachen Spieleinstieg seit langem.

Bethesta wollten vermutlich unbedingt den Spieler in diese Anfangs-Sequenz mit Kriegsausbruch und Atompilz einbeziehen. Es sollte auch eine spielbare Sequenz kurz vor Kriegsausbruch in einem "normalen" Haushalt dabei sein.

Dummerweise ist die daraus resultierende Geschichte dann so sehr an den Haaren herbeigezogen, dass ich mir das Aufwachen im Knast älterer Titel wieder wünsche, oder den vergleichsweise grandiosen Einstieg zu Fallout 3.

Vom weiterführenden Plot an sich ist es dann wiederum an FO3 angenlehnt, nur dass ich nicht das Kind seinen Daddy sucht, sondern umgekehrt.

Wie man es dreht und wendet, ändert sich nicht daran, dass die Hauptgeschichten in Bethesta Spielen nicht wirklich die Stärke der Marken sind.

Dann doch lieber wieder als Nobody im Knast aufwachen und seine eigene Geschichte schreiben. Wenn ich eine gut erzählte Endzeit Story suche, dann greife ich zu "The Last of Us" oder in Sachen RPG zu "Dead State" oder "Wasteland 2".

Fallout 4 hat mich im übrigen nicht so gepackt wie seinerzeit FO3 oder auch Skyrim. Ich mochte die Entscheidung zwischen den Fraktionen im Hauptplot nicht und viele der zu erkundenden Orte waren langweilig im Vergleich zu den anderen Bethesta Titeln.

Witcher 3 ist dagegen um Lichtjahre besser in Szene gesetzt und erzählt mehr interessante Geschichten als alle Bethesta Spiele der letzten Jahre zusammen.

Magnum2014 16 Übertalent - 4726 - 14. Juli 2016 - 22:33 #

Für mich muss nicht jedes neue Rollenspiel Open-World sein. Nur ist es ja fast so als gebe es nur noch das. Jeder probiert es. Ich fand früher die Rollenspiele in einer geschlossenen Welt mit sehr guter Story und nur sehr wenigen Nebenquests besser. Zudem waren sie kürzer von der Zeit her insbesondere wenn man Kinder hat etc. wäre das von Vorteil.
Naja ich hoffe es kommen auch mal wieder Rollenspiele raus ohne open-world, die es dann auch auf der PS4 geben wird.

Politician 12 Trollwächter - 1107 - 14. Juli 2016 - 23:31 #

Ich sehe das genauso und kann deshalb mit den Bethesta-RPGs auch absolut nichts anfangen. Bei der Witcher-Serie habe ich in Teil 1 und 2 nicht das Gefühl gehabt zu oft Laufbursche zu sein aber habe um Teil 3 bisher einen Bogen gemacht - wegen der Open World und der Tatsache, dass ich RPGs nur einmal spiele und dann gern alle DLCs dabeihabe.

Wie stark die typischen Sammelquests die Immersion stören, hängt auch immer von der Prämisse des Spiels ab. Welche Geschichte will mir der Entwickler erzählen? Wenns um die große Weltenrettung geht, wie leider viel zu oft, stören Nebenquests die Immersion leider sehr.
Wenn die Story zum "erforschen" passt, kann ich auch etwas mehr Open World ertragen.
Insgesamt bin ich aber immer stärker der Meinung, dass weniger häufig mehr wäre.
Ein geringerer Spielumfang könnte der Qualität der Quests und dem Balancing zu gute kommen. Aber leider verkaufen sich eben die Spiele am besten, die am größten sind.

Mich stört die Open World allerdings bei vielen Action-Spielen noch stärker. Ohne Charakter-Development nervt die typische Lauferei eigentlich noch stärker.

Aber solange sich große Welten, die eigentlich nur mäßig mit der erzählten Geschichte harmonieren immer weiter verkaufen, wird die Spieleentwicklung auch weiter in diese Richtung gehen.
Wenn sich die Entwickler wenigstens Geschichten ausdenken würden, die mit einer offenen Welt harmonieren.....das hat Fallout 1 damals wunderbar geschafft. Wenn ein Endwickler einen Fantasy-Endzeit Story erzählen will, dann sollte das Gameplay mir die Dringlichkeit meiner Aufgabe auch vermitteln.

Q-Bert 11 Forenversteher - 597 - 14. Juli 2016 - 23:39 #

Genau ANDERSHERUM wird für mich ein Schuh draus:
Bei Open-World-RPGs kann man ruhig mal komplett auf eine Hauptstory (a la "ein Mann rettet die Welt") verzichten und sich auf das konzentrieren, was diese Spiele ausmacht. Kleine Quests, tolle Schauplätze und viel zu entdecken.

Ich hab 100+ Stunden in diverse Fallouts, Witchers und Skyrims gesteckt. Ich bin jeden Tag losgezogen, in irgendeine Richtung, und hab mich überraschen lassen, was es in dieser oder jener Ecke der Karte tolles zu entdecken gibt. Das tägliche, GLAUBWÜRDIGE Leben eines Abenteurers, der sich seinen Lebensunterhalt eben damit verdient, Omas aus der Patsche zu helfen und Händler vor Banditen beschützt. Und nebenbei ein paar leckere Schatztruhen findet.

WENN es überhaupt eine globale Rahmenhandlung geben muss, dann sollte diese bitte zeitlich konsistent ablaufen, ganz egal, ob ich dabei bin oder nicht. Eine Schlacht zwischen dem heiligen Königreich und dunklen Dämonen findet dann zum Zeitpunkt X statt, mit mir oder ohne mich. Wenn ich in der Zeit Blumen pflücke, hab ich die Chance verpasst, die Dämonen zu stoppen - so ist dann eben das echte Leben eines Abenteurers...

Andreas Peter 11 Forenversteher - 612 - 15. Juli 2016 - 1:16 #

Komisch. Ich habe nie so viele Spiele tatsächlich durchgespielt, wie als ich Vater wurde - und ich stehe gerade auch auf die riesigen Open-World-Brocken. Im Gegensatz zu vorher war ich abends zu Hause und nicht mehr mit Freunden unterwegs. Wenn die Kinder im Bett sind hat man doch abends mindestens 2-3h Spielzeit, am Wochenende auch mal mehr...

Sathorien 13 Koop-Gamer - P - 1758 - 15. Juli 2016 - 5:27 #

Hmm..und Deine Frau siehst Du dann nur tagsüber? ;) Im Ernst: wenn ich jeden Tag 2-3 Stunden zocken würde, länger sogar am Wochenende, stünde der Haussegen schnell schief..
D.h. ich spreche das ab, wann ich einen Zockabend einlege. Oder wenn sie mal am WE noch länger auf einer Feier bleibt oder eine Freundin besucht und ich mit den Kindern heimgehe - das gibts natürlich auch umgekehrt...
So habe auch ich es geschafft, Witcher 3 durchzuspielen. Fallout 4 hat mich aber schon so abgeschreckt, dass ich mir es nicht kaufen werde. Schon beim dritten Teil habe ich mich so verzettelt, dass ich nicht mehr weitergespielt habe. Und da waren die Kinder noch nicht mal da.

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 15. Juli 2016 - 5:36 #

Mh, wenn meine Kinder im Bett sind, verbringe ich ganz gerne erst noch mal ein bisschen "ungestörte" Zeit mit meiner Frau ;-) Aber es stimmt schon, danach hätte ich auch vom Prinzip noch 1-3 Stunden Zeit zum spielen. Nur nicht immer die Lust.

Punisher 19 Megatalent - P - 14045 - 15. Juli 2016 - 6:18 #

Also ich denke nicht, dass er jeden Abend meint. :) Aber so 1-2 oder auch mal 3 Abende die Woche kann sich meine Frau z.B. auch wunderbar allein Beschäftigen, sie hat zum Glück genug eigene Hobbies. ;-) Und für die ungestörte Zweisamkeit bleibt dann ja auch noch genug Zeit.

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 15. Juli 2016 - 6:21 #

Ich HOFFE nicht, das er jeden Abend meint ;-)

Aber ansonsten hast du recht. Es gibt genug Abende, an denen ich auch mal 3-4 Stunden Zeit zum zocken habe, da ja jeder von uns auch noch sein eigenes Programm hat. Und wenn mich ein Spiel so richtig gepackt hat, dann nehme ich mir auch mehr Zeit dafür, als es z.B. in den letzten Wochen der Fall war. Da hatte ich kein wirklich fesselndes Spiel am Start und hab sogar mal mehr als eine Woche überhaupt nicht gespielt.

Und jetzt, ja jetzt habe ich mit Fallout 4 angefangen. Wohl wissent, dass ich das wohl nie fertigspielen werde. Aber wissen, wie es ist, das will ich doch.

Punisher 19 Megatalent - P - 14045 - 15. Juli 2016 - 6:26 #

Genau so. Hängt aber wahrscheinlich viel vom Weibe im Hause ab... ich hab zum Glück ein Exemplar, dass nicht dazu neigt mir irgendwas zu verbieten (sei es offensiv oder unterschwellig). Es soll auch andere Fälle geben. Und speziell als unsere Tochter klein war hab ich öfter quasi die Nacht durchgewacht, weil sie ein miserabler Schläfer war und auf der Couch neben ihr gesessen und die zwei Stunden Schlaf-Phase für Videospielen verwendet... ich glaube mit Frau und Kindern ändern sich einfach nur die Gewohnheiten, ob das jetzt aufs Jahr mehr oder weniger wird...

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 15. Juli 2016 - 6:34 #

Ich habe vor meiner Frau gezockt, ich zocke jetzt und ich werde auch noch zocken, sollte sie mal nicht mehr meine Frau sein :-)

Solange ich mein Hobby nicht so ausufernd betreibe, dass die Familie dabei nicht zu kurz kommt, ist da auch alles gut. Als die Kinder kleiner waren, habe ich halt weniger gezockt. Jetzt sind sie größer und wir können gemeinsam spielen oder sie sind selbst so beschäftigt, das ich wieder mehr Zeit dafür habe. Und zum Glück kann meine Frau mit Games (außer Singstar) zwar nicht viel anfangen, hat aber sehr großes Verständnis, dass das ihr Mann und ihre beiden Kinder ganz anders sehen. Und wenn wir mit daddeln beschäftigt sind, freut sie sich, dass sie Zeit für ihre geliebten Bücher hat :-)

Punisher 19 Megatalent - P - 14045 - 15. Juli 2016 - 6:16 #

Ich hab zwar - Asche auf mein Haupt - keinen Schimmer, wer Tom Schmitz ist (sorry Tom), aber hier bin ich voll bei ihm. Nicht nur im Bezug auf Rollenspiele, sondern allgemein auf OpenWorld Spiele. Einige haben das ganz geschickt gelöst, aber meistens wirkt es einfach nur albern, wenn man neben seiner Quest auf einmal anfängt, Pokale zu sammeln oder den höchsten Jump mit dem Motorrad hin zu legen.

Manchmal wird das ganz gut gelöst, z.B. die Batman Reihe, aber auch da dachte ich öfter... "oh moment, person XY wird ja gerade vom Joker/Scarecrow bedroht, warum sagt mir Alfred jetzt via Funk ich könnte doch gleich das Kätzchen an Position AB vom Baum retten?

euph 23 Langzeituser - P - 38754 - 15. Juli 2016 - 6:25 #

Gib mir etwas Asche ab - ich kenne ihn auch nicht :-)

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 2686 - 15. Juli 2016 - 11:41 #

Es muss mich ja auch niemand kennen. Ist mein fünfter Artikel hier (nach drei Spieletests und einer Reportage über die BPjM). Bin kein Spielepresse-Veteran wie Mick, Rüdiger, Heinrich oder Jörg. Letzterer hat mir aber dennoch die Chance für die Kolumne gegeben, wofür ich ihm sehr dankbar bin.

Irgendwo hatte ich mich auch mal vorgestellt: Ich bin seit Oktober 2004 Journalist, hatte aber erst Anfang 2015 erstmals beruflich mit Spielen zu tun (siehe hier: http://www.ksta.de/ratgeber/digital/ueberlebenssimulation--this-war-of-mine--neues-computerspiel-stellt-moralische-fragen-3057132) und schreibe seit Februar eben auch hin und wieder als freier Autor nebenberuflich für GamersGlobal.

Wenn hier also niemand in Köln oder in der nordrhein-westfälischen Eifel wohnt, wird er von mir vermutlich noch nie was gelesen habe.

Punisher 19 Megatalent - P - 14045 - 15. Juli 2016 - 13:04 #

Na dann sag ich ma - weiter so!

Der Zuspruch spricht für dich, unabhängig davon ob du Veteran oder sonstwer bist. :) Bin ja froh, dass das keine Bildungslücke meinerseits ist. :)

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13888 - 15. Juli 2016 - 13:43 #

Denn verlinkten Artikel hab ich seinerzeit gelesen, gut geschrieben.

Gendrosh 11 Forenversteher - 585 - 15. Juli 2016 - 7:04 #

Ich sehe das genauso wie der Autor.
Bei Fallout 4 fand ich es wirklich sehr extrem. Deine Frau wurde ermordet, dein Sohn entführt... Joa dann bau ich erst mal hier ein bisschen Siedlung, da ein bisschen Siedlung... Komplett daneben. Zusammen mit dem vollkommen vermurksten Inventar hat mir das komplett den Spielspaß genommen und ich hatte nach 20 Stunden einfach keinen Bock mehr.
In Witcher 3 hingegen hat es mich fast gar nicht gestört. Erst nach dem Ende. Ich hatte das Arschlochende, bei dem Ciri dann verschollen oder Tot ist. Ein gebrochener Hexer sinkt im Sumpf zusammen, lässt sein Schwert fallen, die Monsterhorden stürmen auf ihn ein, Ausblende. Und dann kannst du einfach weiter die unveränderte Welt bereisen... Diese Diskrepanz hat dazu geführt, dass ich das Spiel nie wieder angepackt habe, obwohl ich beide Addons zuhause habe. Ich weiß einfach nicht, wie ich nach dem Ende noch weiterspielen soll.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4495 - 15. Juli 2016 - 22:41 #

Das Beste ist das erste Treffen mit dem Hausroboter. Man hat in der gefühlten halben Stunde davor erlebt, wie die Welt vernichtet wurde, der Partner ermordet wurde, der Sohn entführt wurde und wie zerstört die Welt jetzt ist - und dann kommen diese völlig unpassenden Dialogoptionen mit dem Roboter. So unterhält sich doch keiner, dem dieser Horror gerade widerfahren ist.

Umso unverständlicher, da sie mit Fallout 3 einen super Einstieg und eine in sich logische Handlung hatten.

Mich stört die Unlogik in Rollenspielen eher selten (Skyrim und Witcher 3 sind da ja mit ihrem Zeitdruck auch nicht sehr schlüssig). Aber Fallout 4 war echt ein Tiefpunkt in der Hinsicht. Schlechter geht kaum.

keimschleim 15 Kenner - 2938 - 15. Juli 2016 - 7:11 #

Der gefühlt hundertste Rant zum Thema Open World-Spiele und deren stupide, zeitstreckende Aufgaben und fehlende Konsequenzen/Auswirkungen durch das Handeln des Protagonisten. Ich gehe zwar völlig mit der Meinung des Autoren d'accord, aber etwas Neues/Erkenntnisreiches hatte der Kommentar leider nicht zu bieten.

casiragi 10 Kommunikator - 407 - 15. Juli 2016 - 7:18 #

d'accord!

Fingorn 09 Triple-Talent - 260 - 15. Juli 2016 - 7:26 #

Deckt auch meine Meinung zu Open World Games im großen und ganzen.
Final Fantasy XIII wurde für seine Schlauchlevel heftigst kritisiert.
Ich persönlich fand es sehr gut direkt vom Spiel durch die Story geführt zu werden.
Etwas Open World konnte man ja noch nach der Story machen.

GamingGott 14 Komm-Experte - 1908 - 15. Juli 2016 - 7:52 #

Wer soll eigentlich diese "Wilde Horde" sein? Ist das eine fehlerhafte Übersetzung aus dem englischen? Die heißt Wilde Jagd nämlich richtig.

Triton 16 Übertalent - P - 5290 - 15. Juli 2016 - 8:07 #

Sehr schöner Artikel.

Wie schön Open-World auch ist, es passt einfach nicht überall. Bei einem Singelpalyer-Spiel finde ich es nervend, da es oft nur eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist. Um es Komplett zu beenden muss man oft sehr viele Nebenquests machen.

Bei MMOs gehe ich immer davon aus das ich nie alles schaffe, dafür reicht die Zeit nicht, aber wer sie hat sollte genug Aufgaben haben. In einem Singelplayer-Spiel sollte man alles schaffen wenn man den Aufgaben der Story folgt, ohne vom Weg abzukommen.

Wobei ich bei MMOs auch nicht unbedingt eine große Story benötige. Bei Star Citizen, nicht Squadron 42, wird es zwar eine Story geben aber die handelt eher um große Ereignisse und daraus resultierenden Missionen. Die wahre Geschichte, also die des einzelnen Spielers, schreibt der Spieler selbst. Und das ist etwas was so viele Fans reizt.

Dort ist nicht das Ziel das Ziel, sondern der Weg dahin. Wobei Ziel schwer zu definieren sein wird, da es kein Endcontend geben wird. Es sind eher persönliche Ziele die sich ein Spieler setzt. Der beste Händler werden, der beste Kampfpilot, die meisten Entdeckungen machen u.s.w. In so einer Welt passt Open-World natürlich perfekt.

Harlevin 11 Forenversteher - 573 - 15. Juli 2016 - 8:41 #

Ich weiß zwar nicht, wer Tom Schmitz ist, aber vielen Dank, dass das mal endlich nicht nur im Kommentarbereich von Open World Spielen angesprochen wird, sondern du einen tatsächlichen Beitrag geschrieben hast (obwohl es laut keimschleim wohl zig davon gibt, ich hab noch keinen gelesen bisher).
Das ist ein wirklich störender Punkt an Open World.
Man kriegt eine Hauptaufgabe (Rette die Welt!), normalerweise mit impliziertem Zeitdruck, man wird dann in diese riesige zu rettende Welt geworfen und...macht dann was anderes. Abseits des Hauptquest-Pfads spürt man nichts von dem drohenden Unheil, der riesigen Katastrophe, dem Tyrannen, der alle unterjochen will. Da soll man dann doch bitte den Acker bestellen oder die Vase der Großmutter finden.
Das alles wäre eigentlich nicht so schlimm, wenn denn die eigenen Taten (oder Untaten oder Nicht-Taten) auch Auswirkung hätten. Man kümmert sich nicht um die Hauptquest, sondern erkundet nur die Gegend oder erledigt Nebenquests? Nach ein paar Wochen wird es sich halt nicht mehr so schön in dem Land leben lassen, immer mehr und stärkere Gegner kommen, die Krankheit breitet sich aus, immer mehr Menschen verhungern oder oder oder. Warum nicht? Oder beim Spielstart fragen, ob man Story oder ausschließlich Open World möchte? Oder der Spieler durch entsprechende Taten selbst die Hauptstory erst anstößt/auslöst und nicht schon von Beginn in seinem Tagebuch die Quest "Erledige das Große Böse!" hat.

Und von Skyrim und Fallout 4 mag ich gar nicht erst anfangen, nichts hat Konsequenzen, alles lässt sich rückgängig machen oder ändern und man folgt nur die ganze Zeit der Markierung auf dem Kompass von einem "Checkpoint" zum nächsten. Kann man bestimmt sogar eine selbstlernende KI dransetzen. Muss ja nur von Punkt A zu Punkt B, an Punkt B schauen, ob man mit irgendwem reden kann und wenn nicht, wird alles in der näheren Umgebung umgebolzt. Quest erfüllt.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9254 - 15. Juli 2016 - 8:50 #

Das einzige Problem ist in manchen Spielen die Hauptstory: Wenn Zeitdruck suggeriert wird. Fallout 4 ist dabei wohl der herausstechenste Vertreter.

Ansonsten muss man einfach sagen: Man muss in einem Spiel nicht alles erledigen. Man kann auch wunderbar nur die Hauptstory spielen. Und wenn selbst das zu lang ist, dann sollte man solche Spiele einfach nicht spielen. Es gibt Alternativen.

Warum sollte man es denn nun umdrehen, wenn genügend Leute Spaß mit Open-World haben? Ich habe 200 Stunden in Witcher 3 verbracht, fühlte mich die ganze Zeit super unterhalten und habe nicht nur super Hauptstories (+Addons) erlebt, sondern auch viele kleine interessante Geschichten mitgenommen. Ich fände es extrem schade, wenn das nun eingedampft worden wäre und ich mit einem 30 Stunden-Spiel abgespeist worden wäre. Denn selbst nach den 200 Stunden habe ich noch weiter Lust in der Welt herumzuziehen. Nur gibt es leider nichts Neues mehr zu sehen.

Oder Beispiel Fallout 4: Mir wurde es dort tatsächlich zu blöd, also habe ich die Hauptstory durchgespielt, anschließend wieder einen alten Spielstand geladen und dann die Welt entdeckt.

Das ist auch der Unterschied zwischen Videospiel und den beiden anderen Medien (wobei auch Bücher recht ausladend sind, gerade in Herr der Ringe wird doch viel Landschaft beschrieben). Man muss sich nicht so strikt am roten Faden längshangeln, solange die restlichen Dinge interessant genug gestaltet sind.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4621 - 15. Juli 2016 - 9:01 #

Leider reicht es für die meisten heutzutage schon aus, dass sich NPCs kurz auf die Hauptstory beziehen, nur um dann ihr Mikro-Leid zu klagen ("jaja, die Invasion der Drachen ist grausam, kannst Du mir bitte Brötchen aus der Ork-Siedlung holen?").

Ich wäre weit mehr gefesselt, wenn Aktionen zwischen den NPCs dichter verwoben wären, d.h. je nach Spielfortschritt neue, auf diesen Fortschritt bezogene Rückmeldungen kämen. Dann dürfte auch die Spielwelt deutlich kleiner sein.

Stattdessen habe ich tausende von Quadratkilometern mit hunderten von NPCs, die mir aber nach der Lösung ihrer nichtigen Anliegen immer dasselbe sagen, obwohl doch so viel Neues passiert ist in der Welt. Also ein "danke für die Ork-Brötchen" bis zum bitteren Ende. Da möchte man das Katana ziehen und ... naja, es sind ja nur Spiele :)

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 15. Juli 2016 - 9:38 #

Ja das mit den Terror-Anschlägen ist schlimm, dennoch hätte ich auch gerne einen Helden, der mir mein Katzenstreu und das Mineralwasser in den dritten Stock trägt. Mag für dich wie ein Mikro-Leid klingen, aber was hätte ich persönlich davon, wenn ein Held loszieht um alle Terroristen zur Rechenschaft zu ziehen?

Wäre es nicht sehr unrealistisch, wenn jeder einfache Bewohner nur epische Quests hätte, die alle miteinander verwoben sind und sich am Ende zu einem großen und ganzen zusammenfügen? So funktioniert die Welt einfach nicht.

Elfant 15 Kenner - P - 3843 - 15. Juli 2016 - 10:41 #

Da erzeugen DAI und Witcher 3 allerdings einen anständigen Wiederhall in der Welt, während Fallout und Poe mit Reputationssystemen arbeiten. Letzteres funktioniert zwar in der Spielmechanik, ist aber für mich bei weitem nicht so befriedigend.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6536 - 15. Juli 2016 - 10:42 #

Dass Helden auf dem Weg zum Berg des Grausamen Todes, wo das Böse, nennen wir es Jöla, wartet, helfen, wenn zB eine Stadt angegriffen wird, klingt logisch. Wenn das Böse aber kurz davor ist, in weniger als einem Monat das pure Böse, völlig alternativlos übrigens, auf das Volk zu hetzen, dann werden die Helden nicht noch im genannten Ort Blumen für den Apotheker pflücken und fünfzig Kilometer in den anderen Richtung für Bäuerin Magda eine neue Hacke in einer Höhle voller Drachen holen.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 15. Juli 2016 - 13:33 #

Dann müssen die Spiele einfach nur von dem suggerierten Zeitdruck weg. Wenn man dann, im Fall von Skyrim, einfach in ein Land kommt in dem es an der Tagesordnung steht, dass hier und da mal ein Drache auftaucht und alles verwüstet, dann leben die Menschen halt damit und gehen ihrem Tageswerk nach, wie man es selbst als Abenteurer auch machen kann, der ja irgendwie Geld verdienen muss.

Wenn niemand den Helden darum bittet die Welt zu retten, warum sollte dieser Jubelschreie und eine Vergötterung erwarten, wenn er es doch macht? Die Rüben des Bauern sind immer noch nicht geerntet und meine Wasserflaschen sind immer noch nicht im dritten Stock, die Probleme bleiben also weiterhin bestehen.

Olipool 15 Kenner - 3746 - 15. Juli 2016 - 10:58 #

Interessanter Gedanke, tatsächlich ist es ja so, dass einem das eigene, persönliche "Leid" viel näher liegt als das ferne, allgemeine.
Und warum sollte ein Bauer in Skyrim mit mir über politische Ereignisse plaudern, wo manch Bewohner Deutschlands nicht den aktuellen Bundespräsidenten benennen könnte.

Als Spieler erwartet man allerdings, dass seine Handlungen Auswirkungen haben und bitte schön auch welche von Gewicht. Da müssen nach dem Tod Alduins alle die Fähnchen schwenken. Natürlich kann man aus dem Auslassen dessen auch einen Meta-Kommentar machen, aber das war bei Sykrim denke ich nicht der Fall. Das fände ich mal schön philosophisch, wenn der Held des Spiels den Untergang der Welt abwendet und niemand es bemerkt ("Drachen? Es gibt keine Drachen, schlaf deinen Rausch aus."), so wie es sicher tausendfach pro Tag - wenn auch im Kleinen - passiert.

Ghusk 15 Kenner - P - 2900 - 15. Juli 2016 - 11:46 #

Passt leider nicht. Als normaler Bürger würde man den großen Helden wohl kaum mit den eigenen Banalitäten belästigen. Würdest du den gerade in Stellung gehenden GSG9-Beamten fragen ob er sich vielleicht mal um dein geklautes Portmonee kümmern kann?

Eine solche Szene wäre wohl höchstens als komödiantische Einlage geeignet und wenig glaubhaft wenn man versucht eine epische/ernsthafte Geschichte zu erzählen.

Elfant 15 Kenner - P - 3843 - 15. Juli 2016 - 12:36 #

Da setzt Du aber voraus, dass der normale Bürger den großen Helden erkennt und nicht für einen dieser Taugenichtse hält, die prahlerisch mit erfunden Abenteuern angeben. Es ist ja nicht so, als ob man eine allgemein bekannte Uniform trägt oder alle per Smartphone den Heldenkanal sehen. In meinen DSA kann ein Bauer auch nichts mit Ehrenabzeichen anfangen, weil er sie einfach nicht kennt.

Ghusk 15 Kenner - P - 2900 - 15. Juli 2016 - 13:23 #

Gut, in einer neuer Gegend wird man vielleicht nicht direkt erkannt. Nur wird der Bauer den Hünen in der Vollrüstung fragen, ob er beim Rüben ernten helfen kann?

Es geht mir nur um eine angemessene Reaktion. Und die kann vom Ort (lokal bekannt) oder dem Aussehen abhängig sein.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 15. Juli 2016 - 13:23 #

Der Bauer fragt auch in den seltensten Fällen, der Held fragt ob er dem Bauern helfen kann und regt sich dann darüber auf, dass er Rüben ernten sollte, obwohl er ja der große Held ist. ;)

Ghusk 15 Kenner - P - 2900 - 15. Juli 2016 - 13:27 #

Das ist wieder ein anderes Problem von Spielen. Handeln darf nur der Spieler.

Aber wenn ich mich in den Held hineinversetze: Ich würde mir verarscht vorkommen.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 15. Juli 2016 - 13:35 #

Ja dann frag halt keinen Bauern, ob du etwas für ihn tun kannst, wenn du dir am Ende verarscht vorkommst. ;)

Ghusk 15 Kenner - P - 2900 - 15. Juli 2016 - 13:45 #

Warum kleben die sich auch Ausrufezeichen über die Köpfe? oO

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4621 - 15. Juli 2016 - 20:07 #

Naja, ich dachte da an Ultima 7, wo die Bruderschaft allgegenwärtig war und viele NPCs auch nach der Lösung ihres Mikro-Problems noch was Neues zu berichten hatten. Will sagen: Quadratkilometer gehen in die Breite, verwobene NPCs in die Tiefe.

Der Grund, wieso das kein Entwickler betreibt, liegt auf der Hand: klar, so mancher Spieler wäre beeindruckt, aber er fänder irgendeine kleine Geschichte, über die er sich mit niemandem austauschen könnte. Er würde versinken, aber wäre eben auch... in der Versenkung. Sowas kann man schwer verkaufen. Wohingegen 1000 Quadratkilometer ein Werbevideo gleich mal für jeden einfach und verständlich attraktiv machen.

Mein Traum bleibt es: einen NPC zu finden, der nie dasselbe erzählt, sondern immer weiter die Geschehnisse in der Welt reflektiert. Aber sowas gibts einfach nicht mehr.

joakim (unregistriert) 15. Juli 2016 - 10:00 #

Die Wilde Horde in Witcher 3? Habe wohl ein anderes Spiel gespielt.

Der Artikel bringt genau das was der Satz "Ich habe nun mal einen Job, Kinder, ein Haus mit Garten und dann auch noch ein paar Hobbys – da ist Zeitmanagement alles, und manchmal fallen die geliebten Computerspiele hinten runter." verspricht.

Wenn man nur wenig Zeit hat dann sollte man sich auf Spiele konzentrieren, die einem das geben was man möchte. RPGs mit Fokus auf Story statt OpenWorld gibt es immernoch.

Man vergisst leicht, dass es in Nicht-OpenWorld RPGs wie z.B. Final Fantasy nach dem Endboss auch nicht so angefühlt hat, als sei man der neue Macker und wurde auch auf Side-quests geschickt.

Rollenspiele macht doch genau das aus, dass man in eine Rolle schlüpft. Wenn die Charakter eben Blumen sammeln will, soll er es doch tun.

Wird der Author auch einen Artikel bringen der sich über zu lange Spiele beklagt die nichts für Schlaag-den-Raab-Teilnehmer sind. Wobei, die, neben ihren 2 Doktoren, berufsbegleitendem Studium, 4 Kindern, Iron-Man-Training auch sicher noch dafür Zeit hätten mit der wilden Horde Blumen zu pflücken.

Meine Empfehlung: Filme schauen hilft.

Borin 13 Koop-Gamer - 1687 - 15. Juli 2016 - 10:24 #

Bei einem Satz habe ich mich gewundert: "Doch Bücher und Filme haben den Spielen eines voraus: die Konzentration auf das Wesentliche – die Handlung." Ich weiß ja nicht, was Du so liest und schaust, aber das gilt ja nun wirklich nur für bestimmte Arten von Büchern & Filmen in bestimmten Genres. Es gibt viele Bücher und Filme, in denen nicht das im Vordergrund , das Du als ihr Wesentliches ausmachst.
Vielleicht wird damit auch eine Brücke zu Spielen geschlagen. So wie es bei manchen Filmen mehr auf die filmische Ästhetik ankommt oder man die 500-Seiten-Handlung von Prousts "In Swanns Welt" auf einer engbedruckten DIN-A4-Seite abdrucken kann, so muss es eben auch bei Spielen nicht unbedingt auf die Handlung ankommen. Storyrelevanz ist da sicherlich nicht alles. Wenn's dann nur auch sonst wenig einbringendes Farmen bis zum Dorthinaus mit hier einem zu erreichenden Achievement und den dort noch redundant totzuschlagenden Goblins Nr.545-564 geht, dann bin ich ganz bei Dir. Aber Handlung ist vielleicht gerade bei Spielen kein schlagendes Kriterium.

PS: Wegen des "Herr der Ringe"-Vergleichs. Ich kenne viele Leute, die fanden Episoden wie die mit Tom Bombadil echt sterbenslangweilig. Es ist ja nicht so, als sein die 1000 Seiten nur mit für die Hauptgeschichte wichtigen Episoden vollgepackt. Da ist ja auch viel dabei, um die Welt zu vermitteln - und ich denke, dass macht auch mit den Reiz des Buches aus.

AlexCartman 14 Komm-Experte - P - 2338 - 16. Juli 2016 - 12:49 #

Tom Bombadil geht echt noch. Lies mal das Silmarillion. DAS ist sterbenslangweilig.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13888 - 16. Juli 2016 - 13:04 #

Niemals!

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61539 - 16. Juli 2016 - 14:41 #

Nee, das stimmt nicht. Fand ich interessanter als HDR. Welches übrigens die einzige Buchserie war, wo ich die Filme besser als die Bücher fand.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20716 - 16. Juli 2016 - 17:42 #

Langweilig nicht, aber unglaublich anstrengend geschrieben.

Olipool 15 Kenner - 3746 - 15. Juli 2016 - 10:49 #

Zu der Thematik kann ich noch den Auf-ein-Bier-Podcast zum Thema Open World einwerfen: https://soundcloud.com/andre-peschke/runde-36-wenn-wir-mal-ganz-offen-sein-durfen-uber-open-world

Es stellt sich dort zunächst mal die Frage, was Open World überhaupt heißt und mittlerweile scheint der Minimalkonsens der zu sein: man kann überall hingehen.
Aber eine simulierte Welt zu haben wie bei Ultima 7, das ist heute unerreicht. Sagt zumindest Jochen im Podcast.

Ani77 08 Versteher - 228 - 15. Juli 2016 - 12:19 #

Ich unterschreibe alles was in dem Artikel steht.Wirklich sehr gut geschrieben aber bei dem ersten Abschnitt mit Streicher,Frodo und Aragorn bekam ich einen Lachflash.Ich lieg immer noch aufm Boden vor Lachen auch wenn leider sehr viel Wahrheit in GENAU diesen Sätzen steht.
Danke schön Herr Schmitz:)

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 2686 - 15. Juli 2016 - 12:31 #

Bitte sehr. Und bitte bitte bitte nicht siezen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8040 - 15. Juli 2016 - 13:03 #

Also mir gehts da nicht so schlimm wie dem Artikel schreiber, aber auch eher weil die Hauptstorys meistens so dröge oder einfallslos sind - welche Geschichte hat schon gross was neues zu berichten, immer das gleiche im anderen Gewandt.

Daher nutze ich Open-World um mir meine eigene Geschichte zu basteln. Der Weg ist das Ziel, und wenn der Weg dann 100 Stunden anhält - fein.

Will ich eine packende Story, les ichh ein Buch, schau einen Film. Spiele sind nicht das Medium was mich Geschichtstechnisch noch packen kann.

Ghusk 15 Kenner - P - 2900 - 15. Juli 2016 - 13:11 #

Netter Artikel dessen Meinung ich mich auch anschließen kann.

Leider ist das Geschriebene weder neu noch allzu kontrovers und beleuchtet das Thema open world + Story nur sehr einseitig. Ich hätte mir eine tiefer greifende Analyse und auch Lösungsvorschläge gewünscht.

Ist das Problem der open world nicht, dass versucht wird eine typisch lineare Handlung - wie wir sie aus anderen (linearen) Medien gewohnt sind - in einer nicht-linearen Welt zu erzählen? Eine solche typische Handlung lässt sich leicht erzählen, wenn mir nach Schritt C nur Schritt D als Weg bleibt und ich die Schauplätze der vorherigen Schritte nie wieder sehe. Aber in einer großen und frei begehbaren Welt ist es doch nur konsequent auch mehrere Wege zum Ziel zu haben. Damit das ganze stimmig bleibt müsste die Welt jedoch auf meine Handlungen und vor allem auch auf meine NICHT-Handlung reagieren.

Es braucht also Progression außerhalb des eigenen Charakters (Questlog, Items, XP). Zerstörte Orte und Landschaften, wechselnde Kriegfronten, Stimmungswechsel in der Bevölkerung und Flüchtlingslager sind nur ein paar Dinge die einer Veränderung der Welt anzeigen können. Insbesondere für eine epische Hauptquest finde ich das wichtig. Ansonsten ist es doch auch nur eine lange Nebenquest die zufällig im Questlog fett gedruckt ist.

Für eine glaubwürdige Welt müssten die Änderungen aber nicht nur optisch sein, sondern auch die NPCs passend reagieren. Solange die Spielfigur noch unbekannt ist kann man mich noch zum Brötchen holen schicken, aber nachdem der erste Drachen getötet ist und die neue Rüstung in der Sonne glitzert? ...

Bloß wie soll man das umsetzen?
Da die Bau eine solchen dynamischen Welt sehr aufwändig ist, müsste deren Größe reduziert werden. Aber es wird wohl lieber mit der dynamischen Welt geworben und das Versprechen jedes mal gebrochen als eine kleinere Welt zu bauen. "TES 6, jetzt wirklich mit einer dynamischen Welt, aber nur 20% der Größe von Skyrim!" Neee, das zieht nicht. Ich glaube nicht daran, dass so etwas in nächster Zeit mal konsequent umgesetzt wird; zumindest nicht in den Big-Budget-Produktionen. Vielleicht wird Tyranny ein solches Spiel. Die üblichen Versprechungen sind schon einmal da. Was mich hoffnungsfroh macht ist allein die Angabe von 20h Spielzeit.

Mario Donick 14 Komm-Experte - 2324 - 18. Juli 2016 - 18:03 #

"TES 6, jetzt wirklich mit einer dynamischen Welt, aber nur 20% der Größe von Skyrim!"

Och... man müsste die Welt vielleicht wieder so geschickt aufbauen wie damals (wegen technischer Restriktionen) in Morrowind. Viele verwinkelte Pfade, bei denen objektiv vielleicht zwanzig Meter Abstand zwischen unterschiedlichen Gebieten waren, wo aber dank hoher Felsen und Nebel der Eindruck erweckt wurde, es wären viele Kilometer...

Ghusk 15 Kenner - P - 2900 - 19. Juli 2016 - 8:21 #

Mir geht es weniger um die Quadratkilometer, als vielmehr um den Aufwand den in eine solche große Welt fließt. Egal ob jetzt verschachtelt und vollgepackt oder sehr großflächig.

Ich wollte damit sagen, dass mehr Entwicklungsressourcen in Dynamik und Verknüpfungen innerhalb der Welt fließen sollten als in den Bau einer möglichst großen Welt.

Mario Donick 14 Komm-Experte - 2324 - 19. Juli 2016 - 20:13 #

Das hab ich schon verstanden ;) Aber wenn die Welt insgesamt kleiner ist, aber das durch Verschachtelungen kaschiert wird (Beispiel: GTA San Andreas im Vergleich zu GTA5: In GTA:SA kommt mir die Welt nach wie vor viel größer vor als in GTA5, obwohl das überhaupt nicht so ist), hast du genau die Entwicklungsressourcen, die du für Dynamik und Verknüpfungen brauchst.

Ghusk 15 Kenner - P - 2900 - 20. Juli 2016 - 9:57 #

Bei den PiranhaBytes-Spielen (Gothic und Risen) ist es genauso. Die Welt ist eigentlich winzig, aber total verschachtelt. Wenn man dann auf die Karte schaut, wundert man sich was für vollkommen unterschiedliche Orte direkt nebeneinander liegen.

Und du meinst eine stark verschachtelte Welt, die genauso groß wirkt (Laufwege, Inhalte) wie eine flächenmäßig große Welt benötigt weniger Ressourcen?

Mario Donick 14 Komm-Experte - 2324 - 20. Juli 2016 - 17:57 #

Nicht zwangsläufig, aber denkbar ist es schon. Ich gehe hier von einer Welt aus, deren Landschaft handgestaltet ist, also nicht durch Zufallsgeneratoren generiert oder bloß lieblos "dahingeklatscht". Da kann ein Waldweg viel Arbeit machen, und das geht dann schneller in einem Morrowind als in einem Skyrim.

In einer großen Welt brauchst du auch mehr NPCs und Ereignisse, damit die nicht leer wirkt. Das macht auch wieder mehr Arbeit, wenn man keine simplen Zufallsquests haben will.

Du kannst das mal selber ausprobieren: Schnapp dir ein Construction Set (... oder n Blatt Papier) und erstell dir eine kleine und eine doppelt so große Insel. Dann beobachte mal, wie lange du brauchst, beide zu füllen, und bei welcher es einfacher ist, sie atmosphärisch dicht zu bekommen ist.

Ein interessantes Beispiel ist übrigens auch der American Truck Simulator. Dessen Welt bekommt in ein paar Monaten ein Update, dass die relative Größe der Welt erhöht (also keine neuen Bundesstaaten, sondern die bestehenden werden gestreckt, sodass der Maßstab wieder dem vom Euro Truck Simulator entspricht. Hier frage ich mich schon, ob man ATS erstmal mit dem kleinen Maßstab veröffentlicht hat, weil man keine Zeit oder kein Geld mehr hatte, es gleich richtig zu machen...

Olipool 15 Kenner - 3746 - 20. Juli 2016 - 9:44 #

Ja auf ein Zurückschrumpfen der Weltengröße warte ich auch schon ewig. Das hätte doch atmosphärisch einiges an Potential.

Gaiska 10 Kommunikator - 443 - 15. Juli 2016 - 13:53 #

ich möchte schon dass sich allgemein die entwicklung weiter in richtung open world orientiert und hoffe das man in zukunft beides, story und open world besser miteinander vereinbaren kann.

cristoforo 11 Forenversteher - P - 581 - 15. Juli 2016 - 15:29 #

Cooler Artikel, spricht mir aus der Seele :)

Zup 10 Kommunikator - 507 - 15. Juli 2016 - 15:58 #

Dem kann ich mich nur anschließen. Wir haben auf XOne erst Skyrim gespielt und zuletzt war es Fallout 4. Letzteres habe ich erst garnicht zu Ende gespielt. Es sind einfach zu viele generische Quests, wo du für irgendwelchen Tinnef quer über die Karte gescheucht wirst. Da vergeht einem die Lust. Es fühlt sich nicht mehr so an, als ob man auf ein großes Ganzes hinspielt, sprich das Ende einer Geschichte. Würde ich den Hauptstrang nie fortsetzen, könnte ich wohl in zehn Jahren noch generische Quests abarbeiten. Die Geschichte kann warten. Eben nicht ! Man müsste das Gefühl haben, das man schon etwas tun muss, um die Geschichte in geordnete Bahnen zu lenken, oder alles versinkt im Chaos. Aber soweit ist das Gameplay Anno 2016 leider noch nicht. Ich muss mittlerweile auch sagen, das sich das bei mir gewandelt hat. Mir ist mittlerweile ein lineares Spiel mit festem Anfang und hinspielen auf ein Ende lieber, als diese breitgelatschten "Open World" Titel.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21511 - 15. Juli 2016 - 17:03 #

Ein Open World-Titel liegt mir besonders am Herzen und hat mich viele hundert Stunden gekostet: Mount & Blade - Warband. Das soll Open World sein? Na klar - ich kann zu Beginn sofort überall hin und kann machen, was ich will. Keine Hauptstory, die sich irgendwie einmischt, sondern ich BIN die Story. Mein Weg, meine Entscheidungen bestimmen alles. Haben meine Entscheidungen auf die Spielwelt? Und wie. Eigenes Reich gründen, Überläufer aufspüren, etc. Dazu kann ich selbst entscheiden, wann ich die Story für beendet halte.

Doch warum beachtet niemand diese Art Open World? Es ist eine Sandbox, aber das ist doch eigentlich das, was eine Open World auszeichen sollte. Alle und ich meine damit wirklich alle, auch diesen Artikel hier, beschäftigen sich nur mit RPGs einer Art, die tolle Grafik, Einzelkämpfer und mehr haben. Doch diese Art der Open World ist nicht der eigentliche Stil, wie ich ihn verstehe.

Ghusk 15 Kenner - P - 2900 - 15. Juli 2016 - 17:16 #

Ein super Beispiel für eine dynamische open world! Wenn da noch jemand ein wenig Fantasy und ein übergeordnetes Ziel reinmixt, wäre das genau mein Spiel.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 15. Juli 2016 - 18:35 #

Ich bin der Typ, da auch mal - unnötigerweise - irgendwo übernachtet, um die Gegend bei Morgenlicht zu erleben, insofern ist mir die Grafik schon wichtig ;-)

Maik 20 Gold-Gamer - - 21511 - 15. Juli 2016 - 18:40 #

Nichts dagegen, mache ich bei Witcher 3 oft. :) Jedoch versteifen wir uns im Begriff Open World immer auf 3D-Spiele, dabei gibt es noch viele weitere Spiele.

rofen 10 Kommunikator - 468 - 15. Juli 2016 - 19:43 #

Sehr guter Artikel mit sehr lustiger Einleitung! :-D

defndrs Game Designer - - 748 - 15. Juli 2016 - 20:29 #

Im Prinzip braucht man nur zwei altbekannte Beispiele anführen. Zwie starke Stories, zwei große "Open Worlds", zwei Sorten "Miniquests" abseits des Weges. So wie Dragon Age: Inquisition (A) streckt man's besser nicht - so wie in Witcher 3 (B) fügt es sich gut ein und ergänzt das Spiel. Voilà. ;)

PS.: ketzerischer Weise muss ich noch anfügen: einfach eine gute Story kann in der Regel auch ein Film oder Buch - gerade Spiele erlauben aber abseits des Weges Dinge: das ist die Besonderheit. Es reicht eben nicht, nur eine gute Story zu machen, die nach einer gewissen Zeit vorbei ist (bzw. sollte das nicht Hauptziel sein, wenn es um eine lineare Handlung geht, dann wie gesagt gleich einen Film drehen, ich schaue hier David Cage oder Quantum Break an: auch wenn es in Heavy Rain viele Möglichkeiten gibt, so ist doch das "Gameplay" recht armselig, war halt nicht das Ziel...). Ein Spiel sollte Möglichkeiten und Abwechslung bieten und vielleicht auch ein wenig Blumenpflücken am Wegesrand oder Gras Mähen wie in Zelda - man muss es ja wie gesagt nicht ausgerechnet so machen wie DA:I :)

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 16. Juli 2016 - 2:58 #

Sehe ich genauso. Nach dem erledigen des Dunklen Bruderschaft Questarc bei Skyrim war der Ofen danach auch aus. Man war so gut eingebettet in dessen Story das danach das Spiel sich wie fertig gespielt anfühlte.

Hanseat 13 Koop-Gamer - P - 1423 - 16. Juli 2016 - 7:45 #

Der Autor hat durchaus Recht. Aus meiner Sicht fehlt allerdings die Nennung zweier Titel, die tatsächlich die Openworld samt der kleinen getroffenen Entscheidungen in Nebenquest sinnvoll mit der Hauptstory verbanden und zwar Gothic 1 und 2. Aus meiner Sicht sind dies die beiden einzigen nennenswerten Versuche, wo tatsächlich eine Veränderung in der Welt durch das Handeln der Spieler eintritt. Selbst Witcher 3 kommt an diese Titel nicht heran.
Apropos Witcher mir persönlich haben die ersten beiden Teile etwas besser gefallen als der Dritte. Die Gründe liefert der Autor oben. Aufgrund der Linearität ist das Spielen der beiden Teile, wesentlich näher am Lesevergnügen eines Sarpowski Romans als es der letzte Teil ist.

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 2686 - 16. Juli 2016 - 13:49 #

Das erste Gothic war doch sozusagen eine geschlossene Welt. :D

Hanseat 13 Koop-Gamer - P - 1423 - 16. Juli 2016 - 14:20 #

:D eigentlich sogar die Mutter aller Openworldspiele, weil man diese ja erst herstellen musste.

defndrs Game Designer - - 748 - 16. Juli 2016 - 22:34 #

Als riesen Gothic-Fan (sagte ja schon, dass ich mindestens einen Teil der Serie - Risen included - immer geradezu rituell um Weihnachten spiele xD) muss ich zum einen zustimmen, zum anderen kann man aber auch nicht sagen, dass Witcher 3 seinen beiden Vorgängern in irgendetwas nachsteht. Es ist eine etwas andere (modernere, streamlined, paar kleinere Details gingen vielleicht während der Transformation verloren) Erzählweise, allerdings noch immer dem Großteil an anderen Rollenspielen meilenweit überlegen. Den Charme eines Gothic beim Genuss von Sumpfkraut in gemütlicher Runde im Sumpflager schlägt natürlich (fast) nichts, aber mit Witcher 3 vergleichen kann man das eigentlich auch nicht, das ist dann wirklich das klassische "Äpfel mit Birnen". Hier haben wir einfach zwei unglaublich leckere Früchte, die sich in nichts nachstehen - um mal in dem Bild zu bleiben ;) Cool, dass es hier so viele Gothic-Fans gibt, ist einfach ein tolles Spiel - bin mal auf PB's Sci-Fi-Ausflug gespannt (ich tippe auf Swamp-Spice, welches man verdächtig aussehenden riesigen Würmern auf irgendeinem Planeten abnimmt, um sich dann in der Heimat als namenloser Held erstmal nen ordentlichen Space-Joint zu drehen... :D)

Skeptiker (unregistriert) 18. Juli 2016 - 17:09 #

Ich finde bei Far Cry Primal gut, dass die am Anfang die letzten Ereignisse noch einmal zusammenfassen. Ich lege Spiele nämlich auch mal gerne für Monate beiseite und wenn man die Story nicht mehr weiß, holt man die Sachen sonst wirklich nur wegen guter Spielmechaniken oder netter Nebenquests aus der Versenkung. Da macht Far Cry Primal das ziemlich klug, um mich doch wieder abzuholen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324529 - 19. Juli 2016 - 10:37 #

Stimmt, das hätten wir loben sollen.

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 2686 - 19. Juli 2016 - 14:36 #

Das macht The Witcher 3 ja auch. Da wird der aktuelle Stand der Hauptquest beim Laden angezeigt. Finde ich auch clever - und eigentlich so simpel!

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13888 - 19. Juli 2016 - 20:42 #

Gibt es auch im Ladescreen von Dragon Age:Origins als Text.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58800 - 19. Juli 2016 - 20:55 #

Hab bei Witcher 3 eine Mod installiert, die das abschaltet. Mich nervt das. Vor allem wenn man dann an einer Stelle ein paar Mal stirbt und sich den Sermon wieder, und wieder, und wieder anhören muss -.-

Noodles 21 Motivator - P - 30232 - 19. Juli 2016 - 23:14 #

Ja, hat mich auch ziemlich genervt. Auch simpel und nicht nervig ist, einfach ein Tagebuch anzubieten, in dem man nachschauen kann, was zuletzt passiert ist.

ganga Community-Moderator - P - 15596 - 21. Juli 2016 - 10:54 #

Ich spiele es gerade und finde das ziemlich nett. Vor allem weil ich auch mal ne Woche Pause einlege und so wieder schön in die Welt eingeführt werde.

Noodles 21 Motivator - P - 30232 - 21. Juli 2016 - 15:13 #

Ja, beim ersten Laden ist das ja okay, aber wenn du stirbst und dir das jedes Mal wieder vorgespielt wird, nervts schon ein wenig. ;)

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11694 - 20. Juli 2016 - 14:11 #

Das hat doch aber gar keine Story im eigentlichen Sinne.

Mario Donick 14 Komm-Experte - 2324 - 18. Juli 2016 - 17:51 #

Ich kann den Artikel schon nachvollziehen, er bedient halt die ewige Herausforderung, zwischen Spiel und Geschichte eine Balance zu finden.

Ich persönlich spiele immer noch Skyrim und immer noch Morrowind, aber ich habe diese Spiele nie gespielt wegen der eigentlichen Story. Ich habe da auch gar keine Lust, die Welt zu retten o.ä.

Mich interessieren (1) die "Lore" und die Meta-Lore (so halb-offizielle Sachen von Michael Kirkbride, die nur ansatzweise im Spiel vorkommen), (2) die Atmosphäre, die durch Lore, Wissen um Meta-Lore und grafisch-klangliche Wiedergabe des eigentlichen Spiels erzeugt wird, und (3) die durch Mods erzeugte Möglichkeit, in dieser Atmosphäre Survival-Gameplay zu betreiben.

Ich kann Stunden damit verbringen, in Morrowind oder Skyrim rumzulaufen, mir Essen zu erjagen, die Landschaft anzugucken und (auf echtem Papier) Tagebuch über meine Charaktere zu führen. Vom Spiel angebotene Quests spielen da nur sehr am Rande eine Rolle, wenn ich den jeweiligen Charakter in eine bestimmte Richtung entwickeln will.

rsommerer 11 Forenversteher - 722 - 20. Juli 2016 - 11:03 #

Mir liegen die Spiele wie GTA5, Skyrim, etc. nicht so am Herzen, allerdings kann ich die Grundaussage verstehen: Immer größer werdende Spiele und Spielewelten werden mit immer höherer Anzahl von Stunden geliefert, die man damit verbringen muss, um sie komplett durchzuspielen.

Das ist nicht notwendig, wie angeführt, kann man sich auch in einem reduzierten, aber gut ausbalancierten Spiel sehr heimisch fühlen. Wenn man dann zeitlich ohnehin angebunden ist, kann die Wahl nicht auf ein 300-Stunden-Spiel fallen. Wozu auch? Der Spielspaß kommt einfach zu kurz. Meine Empfehlung: Indie-Spiele, die sind von Natur aus im Umfang schon reduziert, auch im Preis. Weniger spielen wäre auch eine Option, dann könnten sich die Hardcore-Gamer zur Abwechslung auch mal eine gute Zeitung zu Gemüte führen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324529 - 20. Juli 2016 - 13:48 #

Wobei man mit Skyrim auch in 20 Stunden durch sein und durchaus seinen Spaß gehabt haben kann dabei. Auch GTA5 kann sein Geld wert gewesen sein, wenn man nur die halbe Handlung spielt oder seine Zeit damit vor allem mit Cruisen verbringt.

Man braucht da auch nicht unbedingt Indie-Spiele als Kontrastprogramm, es gibt ja genug AAA-Titel, die sich so im groben Rahmen 5 bis 12 Stunden bewegen. Was für mich privat ideal ist. Außer es ist ein RPG oder Open-World-Spiel oder ein Strategietitel, an dem ich mich 50 oder 100 Stunden festfresse ...

defndrs Game Designer - - 748 - 20. Juli 2016 - 22:05 #

Ich vermute, die ideale Kombination (das mit der knappen Zeit zum Spielen kenne ich gut, u.a. weil dauernd so viele recht gute Spiele rauskommen und man tagsüber halt arbeiten muss) ist knackige Story im angemessenen Zeitrahmen, vielleicht gar nicht all zu lang aber dafür gut umgesetzt und dann optional eine Fülle an Aufgaben und Dingen in einer großen oder sich auch noch weiter öffnenden Welt. Eine "zu" große Welt wirkt nur überdimensioniert, wenn sie den Plot künstlich in die Länge zieht. Ist alles gut konzipiert, Fast Travel richtig implementiert und Landmarks gut eingesetzt, ist es kein Problem. Die Beschwerden kommen ja auch oft von Spielen, die sich unnötig "ziehen". Ich fand Skyrim (wie Jörg bereits erwähnte) und Witcher 3 boten schon die Möglichkeit, sich angemessen schnell durchzuarbeiten - und dann winkt ja noch die riesige offene Welt, wer mehr will. Genau wie GTA eigentlich, wenn man straight dranbleibt. In L.A. Noire zB. hätte ich es GELIEBT wenn noch Kleinigkeiten in der toll gestalteten Stadt zu tun gewesen wären. Ich habe dann irgendwann halt versucht wenigstens die Achievements zu hunten, für wenigstens etwas mehr Inhalt mit Gameplay. Da hätte ich echt jeden rudimentären Fitzeltask gemacht, wenn's einen gegeben hätte - oder was hätte man aus den kleinen Random Events noch alles rausholen können bei dem Setting, nun ja :) Da ich Spiele auch als Escapism sehe, kann es für mich (Geschmackssache!) eigentlich keine zu große Welt geben - in die Länge gezogene Spiele schon, hoffe der Unterschied ist irgendwo klar. Fand zB. den ein oder anderen Assassin's Creed (trotzdem großer Fan) etwas unnötig lang, aber das ist Nitpicking bei der Qualität.

Olipool 15 Kenner - 3746 - 22. Juli 2016 - 10:42 #

"Ich fand Skyrim (wie Jörg bereits erwähnte) und Witcher 3 boten schon die Möglichkeit, sich angemessen schnell durchzuarbeiten - und dann winkt ja noch die riesige offene Welt, wer mehr will."

Man darf dabei aber nicht den psychologischen Unterschied vergessen, dass eine riesige offene Welt in einem Spiel NICHT wie die echte riesige offene Welt funktioniert. In der echten Welt ist alles vorhanden und gewachsen und nicht in irgendeiner Form "ausgesucht". In meiner Heimatstadt gibt es z.B. noch eine Vielzahl Ecken, die ich in 30 Jahren noch nie gesehen habe. Und da ist auch gar kein Bedürfnis da, alles zu erkunden. Weil ich mich lieber in dem Kontext meiner eigenen "Story" (Leben) bewege.

In einer Spielwelt bewegt man sich aber in einem fremden, explizit erzeugten Kontext und dort ist der Gedanke viel stärker, dass doch in Seitengasse 397 vielleicht auch noch was zu sehen oder machen ist, schließlich hat es ja jemand explizit für den Spielekontext gebaut. Sprich: die Angst etwas auszulassen ist einfach größer. Und deshalb sammelt manch einer eben alle Münzen oder Tauben, auch wenns ihm keinen sonderlich großen Spaß macht, was er in der realen Welt nie tun würde (ok ok, Pokemon GO füllt da eine schöne Lücke :). Das ist wie im Film, wenn eine Einstellung auf ein Messer zu sehen ist, dann hat das einfach eine besondere Bedeutung, wo hingegen die Messerabteilung bei Ikea auch im Schnelldurchlauf durchquert werden kann.

Ghusk 15 Kenner - P - 2900 - 23. Juli 2016 - 20:28 #

Haha, super Vergleich! :D

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