Roland Austinat orakelt:

Spielspaß-Killer 2011 Meinung

Nach Top Ten und Flop Ten und neun Toptens toppen wir bei Gamersglobal jetzt einfach alles und bringen bereits Anfang Januar die Top Five 2011. Und zwar über die fünf potenziellen Spielspaß-Killer-Trends aus Sicht des Spiele-Veteranen Roland Austinat, der aus San Francisco für uns schreibt. Viel Spaß beim Lesen!
Roland Austinat 4. Januar 2011 - 1:17 — vor 6 Jahren aktualisiert
Anfuehrung
Da ist es also, das erste Jahr des nächsten Jahrzehnts. 365 Tage, an denen uns feine neue Spiele ins Haus stehen. Wenn, ja wenn es nicht 2010 ein paar Tendenzen gegeben hätte, die zumindest mir den Spaß am Spielen etwas verleidet hätten -- und es sieht nicht danach aus, als würde sich daran mittelfristig etwas ändern. Doch wer weiß, Wunder gibt es immer wieder, und vielleicht liest ja der eine oder andere Hersteller hier mit? Vorhang auf!
 
1. Spielspaß-Killer: Entfernte Erweiterungen
 
Wenn vor gar nicht allzu langer Zeit ein Rollenspiel oder ein Action-Adventure auf den Markt kam, konnten wir sicher sein, auch wirklich alles zu bekommen, was die Entwickler sich für diesen Titel ausgedacht hatten.Und während ein Teil des Teams mit den Konzeptarbeiten für den Nachfolger oder das nächste Spiel begann, reichten die übrigen Designer oft ein halbes Jahr oder Jahr später noch eine Erweiterung nach, die den beziehungsweise die Helden in neue Gefilde führte und möglicherweise Bedienkomfort, Grafik und andere Elemente leicht verbesserte.

Heute sieht das anders aus, nicht zuletzt dank der Online-Dienste von Xbox 360 und PlayStation 3. Nicht selten kappen die Designer, von Produzenten mit Dollarzeichen in den Augen dazu getrieben, ganze Levels und Gebiete eines Titels aus der laufenden Produktion, um sie uns dann ein paar Wochen später als herunterladbare Inhalte nachzuliefern. Gegen Gebühr, versteht sich. Das wäre so, als wenn ein Filmstudio zehn, 20 Minuten eines Kinostreifens für zwei, drei Euro nachliefern würde. Daraufhin würde ein Aufschrei ohne Beispiel durchs Land gehen, doch wir Spieler haben scheinbar nichts dagegen -- sonst würden selbst renommierte Firmen wie Bioware nicht auf diesen Zug aufspringen.

Ich gebe Geld für eine richtige Erweiterung aus, nicht aber auf Kosten eines gekürzten Hauptspiels
Liebe Entwickler: Ich gebe gerne Geld für eine richtige Erweiterung aus, nicht aber auf Kosten eines gekürzten Hauptspiels. Der Kracher sind dann noch solche Spiele, bei denen "herunterladbare" Inhalte bereits mit auf die DVD gepresst worden sind, die lediglich mit einem klitzekleinen Code frei geschaltet werden. Oder Inhalte wie exklusive Autos, die man nur dann bekommt, wenn man einen Titel bei einem bestimmten Händler vorbestellt -- und die sich noch von Händler zu Händler voneinander unterscheiden können. Das macht keinen Spaß. Vor allem behindert es das Spieldesign: Denn sicherheitshalber darf in den rausgeschnittenen Bereichen ja nichts wirklich spielentscheidendes passieren -- sonst wären die DLC-Verweigerer nicht in der Lage, bis zum Ende zu spielen. Darum wirken viele DLCs seltsam losgelöst vom Rest, aus dem sie doch geschnitten wurden -- und kompensieren diesen Mangel oft durch extratolle Ausrüstung, die sich nur in und mit ihnen finden lässt.
 
2. Spielspaß-Killer: Absurde Achievements
 
Eigentlich sind Achievements, die von Microsoft mit der Xbox 360 ins Leben gerufenen Spielerfolge, ja eine schöne Sache: Man sieht, welche Titel die Freunde im Laufwerk haben, wie weit sie schon sind. Und kann sich gegenenfalls daran ergötzen, die meisten Punkte gesammelt zu haben. Theoretisch. Praktisch sieht es so aus, dass man nach dem einmaligen Durchspielen oft nur einen Bruchteil aller Punkte erreicht. Will man alle, locken so aufregende Herausforderungen wie 100 frei geschaltete Autos, 1000 gewonnene Mehrspielerpartien oder 10,000 per Kopfschuss erledigte Feinde. Ganz ehrlich? Ich würde die Zeit, die ich zum Sammeln solch obskurer Erfolge verbraten muss, lieber damit verwenden, ein neues Spiel auszuprobieren!

Bei den olympischen Spielen gibt es schließlich immer Edelmetall, wenn man als einer der ersten drei ins Ziel kommt -- da sagt niemand, dass man etwa den Marathon auf einem Bein hüpfen, die 100 Meter rückwärts rennen oder das Zehn-Kilometer-Schwimmen mit geschlossenen Augen überstehen muss, bevor es eine Medaille gibt. Oh, und dass ich jetzt Erfolge auf mindestens fünf Plattformen (Xbox Live, PSN, Games for Windows Live, Steam, Battle.net) sammeln darf, erinnert mich an das Wirrwarr um Boxweltmeister und Schönheitswettbewerbe. Da kann man sich auch nie sicher sein, welcher Preis wirklich zählt. Und auch das macht keinen Spaß.
 
3.Spielspaß-Killer: Nachfolger-Nirwana
 
Was waren die meistverkauften Spiele des Jahres 2010? Richtig, solche mit einer Zahl am Ende des Namens. Manche stehen dazu. Etwa die Fifa-Serie, andere sind noch mit niedrigen Zahlen gesegnet (Mass Effect 2, Super Mario Galaxy 2). Andere verschleiern ihre Vorfahren mehr oder weniger geschickt: Call of Duty: Black Ops ist eigentlich der siebte Ausflug ins Kriegsgeschehen, Need for Speed: Hot Pursuit der sage und schreibe 16. Teil der Rennspielserie und Halo Reach klingt vermutlich einfach besser als Halo 5. Da muss man schon froh und dankbar sein, dass es noch immer Querdenker wie David Cage gibt, der mit Heavy Rain ein seiner damaligen Meinung nach so großes Risiko einging, dass er von nicht mehr als 200.000 bis 300.000 verkauften Exemplaren ausging. Mitte 2010 hatten allerdings schon 1,5 Millionen Käufer zum düsteren Adventure-Thriller gegriffen -- das sollte doch Entwicklungsstudios und Publishern gleichermaßen zeigen, dass kreative Ideen noch belohnt werden.

Sind komplette Neu-Entwicklungen nur noch für Facebook oder iPhone möglich?
Oder sind komplette Neuentwicklungen heute nur noch für Facebook oder das iPhone möglich? Das kann es doch nicht sein. In dem Zusammenhang: Wenn ich auch 2011 wieder in Entwicklerinterviews lesen muss, wie sehr sie sich wünschen, dass uns beim Spielen die Tränen kommen, platzt mir der Kragen. Vielleicht muss ein Designer ja weinen, wenn er in den letzten Entwicklungswochen und -monaten die Außenwelt nie bei Sonnenlicht sieht, aber es gibt doch noch so viel mehr Emotionen. Würde Hollywood hauptsächlich auf Action, nicht aber auf Komödien, Dramen und Liebesfilme setzen, wären die meisten Filmstudios schon lange pleite. Auch in Spielen sind Emotionen möglich. Heute schon. Aber vielleicht eben nicht mit Facebook-Grafik oder in iPhone-Bildschirmgröße...
 
 
4. Spielspaß-Killer: Draufzahl-Dramen
 
Gebrauchte Spiele sind günstiger als neue -- und bis auf eine möglicherweise verkratzte DVD oder verknitterte Anleitung spielen sie sich wie ein druckfrisches Produkt. Eine schon seit rund drei Jahrzehnten gültige Binsenweisheit! Prompt erklärten im letzten Jahr zahlreiche Hersteller immer und immer wieder, dass der Gebrauchtmarkt scheinbar eine Idee des Teufels selbst sei, um damit ihre Verluste zu schmälern.

Auf die Idee, dass die Mehrzahl der Spiele einfach nicht gut genug sein könnte, um hohe Verkaufszahlen einzufahren, scheint niemand gekommen zu sein. Stattdessen kontert beispielsweise Electronic Arts mit dem tendenziell hirnrissigen "Projekt zehn Dollar". Soll heißen: Wer ein Spiel wie Dragon Age oder Bad Company 2 kauft, bekommt einen Code mitgeliefert, mit dem sich Spielinhalte frei schalten lassen -- ob das nun spezielle Waffen sind oder ein Multiplayer-Modus. Wer das Spiel dann gebraucht kauft, muss sich einen solchen Code für zehn Dollar nachkaufen oder auf die Inhalte und Services verzichten. Eine Idee, die in keiner anderen Branche funktionieren würde. Ein Gebrauchtwagen mit nur drei Reifen? Ein gebrauchter Fernseher, der nur drei Programme abspeichern kann? Das "Projekt Zehn Dollar" treibt noch absurdere Stilblüten. Wer beispielsweise einem Familienmitglied, das im gleichen Haus wohnt, ein Spiel ausleiht, weist dieses besser darauf hin, zehn Dollar für uneingeschränkten Spielspaß bereitzuhalten.
 
5. Spielspaß-Killer: 
Krude Konsolenumsetzungen
 
Aber müssen PC-Spieler immer noch das Nachsehen haben, wenn es um Umsetzungen geht?
Klar, liebe Hersteller außerhalb des MMO-Bereichs, die ihr nicht Blizzard heißt: Weltweit verkauft ihr nun mal seit Jahren die meisten Spiele für Konsolen wie Xbox 360, Playstation 3 und Wii. Aber müssen deshalb die PC-Spieler immer noch das Nachsehen haben, wenn es um eine Umsetzung eines erfolgreichen Konsolentitels geht? Mal ehrlich: Dass man überall speichern kann, sollte sich mit den Jahrzehnten eigentlich als selbstverständlich herauskristallisiert haben. Von lausig hoch skalierten Charakteren und Umgebungen wollen wir gar nicht erst anfangen zu reden. Und dass ein PC über etwas differenziertere Eingabemöglichkeiten als ein GamePad verfügt, ebenfalls -- es kann doch nicht so schwer sein, eine optimal für den PC ausgelegte Steuerung ins Entwicklungsbudget aufzunehmen, oder? Immerhin: Gerade hieß es, Battlefield 3 werde zwar nicht PC-exklusiv, aber auch keine "reine Konsolenportierung". Wirklich schön bei einer Serie, die als PC-Schwergewicht gestartet ist.

Zum Glück kapieren es manche Studios inzwischen,und stellen extra Designer dafür ab. Positivbeispiel: Dragon Age: Origins, das sich am PC tatsächlich besser als auf der Konsole steuert. Negativbeispiel: Final Fantasy 14, das bei seiner Veröffentlichung im letzten Herbst demonstrierte, wie egal den Entwicklern die Tatsache war, dass Maus und Tastatur ganz hervorragende Eingabeinstrumente sind. Nach einem weltweiten Aufschrei versprach Mutterfirma Square Enix Nachbesserung, strich die monatlichen Gebühren auf unbestimmte Zeit und zog zahlreiche Designer aus dem Entwicklerteam für diesen Zwecks ab. Ob denen gelingt, mehr Spaß ins Spiel zu bringen?
 
Genug geschimpft - jetzt seid ihr an der Reihe. Welche meiner Punkte sind auch eure Spielspaßkiller? Vielleicht habt ihr ja ganz eigene, die mir noch gar nicht aufgefallen sind? Ich freue mich auf eure Kommentare und wünsche euch ein möglichst dramafreies, gutes neues Jahr 2011.
 
Euer Roland Austinat
Abfuehrung
Magnus Draken 12 Trollwächter - 988 - 4. Januar 2011 - 1:39 #

Meine Spielspaßkiller sind Abstürze, Bugs, Konsolenoptimierungen (bzw. fehlende PC-Optimierung) und nervige Zusatzsoftware, die zwangsweise mit dem Spiel mitinstalliert werden muss (Game Launcher).

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8235 - 4. Januar 2011 - 1:38 #

Herje Herr Austinat hat in eine Glaskugel geschaut und mein innerstes nach außen gekehrt. Spooky!

Da fällt mir nur ein: Quote Full Article!

Signed!

Asto 15 Kenner - 2904 - 20. Juli 2011 - 18:53 #

Signed! Und es bewahrheitet sich so einiges

psychodad (unregistriert) 4. Januar 2011 - 1:48 #

Den Artikel kann man eigentlich so unterschreiben, evtl. könnten noch Free2Play- und Casual-Wahn dazukommen.

Kappi 15 Kenner - 3287 - 4. Januar 2011 - 1:51 #

zu 1.: volle Zustimmung
zu 2.: muss man ja nicht machen..
zu 3.: ebenfalls zustimmung
zu 4.: kann ich nicht beurteilen.. ich leihe nix und meine Schätze verkaufen (oder auch nur gebraucht kaufen) würde ich nie
zu5.: erneut zustimmung

Ich würde noch gern hinzufügen was mir in letzter Zeit immer wieder sauer aufstößt: die Spiele (und nebenbei auch Filme, aber die sind hier nicht das Thema) werden immer dümmer. Die Story immer flacher, die Schwierigkeit immer einfacher und so weiter.. Ich meine vielleicht werde ich auch immer Intelligenter, aber so irgendwie vermute ich daran liegts wohl nicht..

General_Kolenga 15 Kenner - 2868 - 4. Januar 2011 - 1:51 #

Absurde Achievements als Spielspaß Killer?
Bin ich mal vollkommen anderer Meinung!
Ich finde Achievements sind eine tolle Sache, denn sie sind nicht nötig aber man will sie trotzdem irgendwie haben und freut sich, wenn man sie bekommt. Aber will man ein Achievement dafür haben, dass man seine Waffe wechselt oder Tor schießt? Wofür soll das gut sein? Ich persönlich habe großen Spaß daran, vollkommen absurden Dinge zu tun und ich finde es phänomenal, dafür auch noch belohnt zu werden!

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 4. Januar 2011 - 2:33 #

Ich hab das nie verstanden, wie man Achievements als Anreiz nehmen kann, mehr im Spiel zu tun als man es normalerweise tut. Wenn ein Spiel Spaß macht, dann erledige ich so was auch ohne komische Bildchen zu bekommen.

Da kann man eigentlich auch vor eine Wand springen und von einem seiner Freunde verlangen, dass er danach einem eine handgemalte Auszeichnung auf die Stirn pappt.

General_Kolenga 15 Kenner - 2868 - 4. Januar 2011 - 2:57 #

1. Weil das teilweise Sachen sind, auf die man so einfach nicht kommen würde- siehe TF2 Achievements -es sind wie kleine, skurrile Aufgaben und
2. Macht Quatsch machen doppelt so viel Spaß, wenn man dafür auch noch eine Auszeichnung an die Stirn gepappt kriegt ;)

Ist jedenfalls meine Meinung

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 4. Januar 2011 - 3:56 #

Gut, das mag sein. Ich kenn nur die Nutzlos-Achievements in Form von "Erreiche XY Punkte" und solche, die man im Spielverlauf bzw. durch ausgiebiges Zocken sowieso holt.

General_Kolenga 15 Kenner - 2868 - 4. Januar 2011 - 14:31 #

Hm ja die finde ich auch ziemlich langweilig, aber das fällt dann vermutlich unter die Kategorie "Gamerscore fürs durchspielen erhöhen" und haben dann wohl auch ihre Daseinsberechtigung- ist eben alles Geschmackssache ;)

CruelChaos 12 Trollwächter - P - 835 - 5. Januar 2011 - 0:30 #

Also ich find die Archievements auch gut, auch die mit hohen Punktwertungen, also zB gewinne 1000 Spiele. Weil wenn man ein Game tatsächlich solang zockt und denn auch noch was bekommt (bei StarCraft 2 z.B. ein neues Portrait). Man muss dies ja net tun um das Spiel durchzuspielen, aber es ist ein Netter Anreiz ein Spiel länger zu Zocken als nur bis zum Ende der Kampagne. Sogar sowas wie schau dir ein Replay an hat im Grunde seinen Sinn, den Leute dazu anzuregen auch Dinge des Spiels warzunehmen die nicht jeder auf Anhieb nutzt.

Nervig ist das nur wenn so ein Archievement die Sicht versperrt ... also zu Groß oder ungünstig Positioniert...

Ansonsten kann ich allen Punkten zustimmen und ich finde auch das die Spiele dünner werden, wie einer der Kommentatoren meinte.

Koveras 13 Koop-Gamer - 1507 - 4. Januar 2011 - 3:15 #

Ich finde Achievements die meiste Zeit recht doof. Zwar gibt es auch Fälle wo man das ganz gut gemacht hat, aber das ist ja eher die Ausnahme. Dragon Age war das Spiel, dass mir den Spaß an Achievements ziemlich genommen hat. Dort gab es ständig welche vollautomatisch und es war egal was man machte. Die meisten erhielt man durch das normale Durchspielen, es wäre umgekehrt gar nicht möglich gewesen, ihren Empfang zu verhindern. Das machen viele Spiele so, echt albern irgendwie...

Nibelon 05 Spieler - 46 - 4. Januar 2011 - 4:04 #

Ich finde auch dass die Achievements auf ganz simple Weise einen zusätzlichen Anreiz schaffen, mehr Zeit mit dem Spiel zu verbringen. Ich würde mir für 2011 wünschen dass mehr Entwickler Achievements einbauen die auf Easter Eggs im Spiel zurückgreifen wie die kleine Weltraummission mit dem Gartenzwerg in Half Life 2. Auf "töte 100 Gegner" und die 10.000 Kopfschüsse kann ich aber genauso getrost verzichten wie auf den Grind - Faktor japanischer Rollenspiele.

aideron 10 Kommunikator - 467 - 4. Januar 2011 - 2:00 #

Bei Punkt 1-4 kann ich 100% zustimmen. Geht mir genauso, vor allem mit den DLCs (Mafia 2 war da ein unrühmliches Beispiel). Außerdem ertappe ich mich gern mal dabei, freischaltbare Inhalte bei Spielen, die ich gern weiterverkaufen würde, selbst gar nicht erst freizuschalten...

Bei Punkt 5 kann ich aber nur meine Meinung sagen:

Statt eine lieblose Konvertierung zu kaufen würd ich dann eher zum Verzicht raten. Es muß nicht jedes Spiel von Konsole auf PC oder umgekehrt konvertiert werden. Der PC kommt sicher auch ohne GTA IV zurecht, die Konsole auch ohne Dragon Age oder Two Worlds. Muß ja nicht jeder Titel auf jedem System verfügbar sein. Früher (z.B. zu C-64 oder SNES-Zeiten) hat man sich da ja auch nicht aufgeregt.

Deshalb mal an die Publisher: Steckt doch mehr Entwicklungskosten in Exklusiv-Titel anstatt alles lieblos rüberzukonvertieren.

Gegen gute Konvertierungen hab ich natürlich nix.

Plums (unregistriert) 4. Januar 2011 - 11:21 #

Also irgendwie glaube ich Dragon Age und Tow Worlds wäre dann auch für Konsole und nicht für den PC raus gekommen. Warscheinlich wären dann dieses Jahr nur SC2 und das WoW-Addon für den PC gekommen ;)

Cohen 16 Übertalent - 4509 - 4. Januar 2011 - 2:00 #

"Das wäre so, als wenn ein Filmstudio zehn, 20 Minuten eines Kinostreifens für zwei, drei Euro nachliefern würde. Daraufhin würde ein Aufschrei ohne Beispiel durchs Land gehen..."

Es ist doch schon lange gang & gäbe, dass im Kino nur eine gekürzte Version und auf DVD dann die "Extended Edition" erscheint, damit man doppelt zahlt. Ist eigentlich noch dreister als bei den DLCs... wo bleibt der beispiellose Aufschrei?

DELK 16 Übertalent - 5488 - 4. Januar 2011 - 5:29 #

Die DVD kauft dafür nicht jeder, und im Kino würde man für die meisten Extended Editions auch Aufpreis für Überlange zahlen. In dem Fall halte ich die zusätzlichen Szenen eher für Zugaben auf der DVD wie ganzen "Making of"-Dinger. Die wenigsten Leute kaufen sich DVDs, nur weil 5 Minuten Film dazugekommen sind (behaupte ich mal), bei Spielen schaut das dann anders aus.

Major_Panno 15 Kenner - 2996 - 4. Januar 2011 - 12:21 #

Bei Filmen ist das zumindest im Prinzip etwas ganz anderes. Der Regisseur muss sich da in den meisten Fällen an gewisse Vorgaben halten, im Kino darf ein Film nur so und so lang sein usw.
Bestes Beispiel sind die beiden Ausdrücke "Kinofassung" und "Director's Cut".
Die Kinofassung ist die Fassung, die exakt so im Kino gelaufen ist, während der Director's Cut die Fassung ist, die der Regisseur selbst wollte. Es gibt hier Filme wie zum Beispiel "Blade Runner", die deutlich zeigen, welche Unterschiede das macht. Und gerade bei so etwas lohnt sich wirklich die Anschaffung beider Versionen.
Peter Jackson hingegen musste zum Beispiel zumindest den 3. Teil von Herr der Ringe fürs Kino kürzen, genau wie damals der Film "Der mit dem Wolf tanzt" fürs Kino gekürzt werden musste, da sie sonst zu lange gewesen wären. Natürlich ist das heute oft Geldmacherei. Aber im Gegensatz zu einem Videospiel kauft der Kunde ja mit der "Kinofassung" die "komplette" Fassung des Films, wie er fürs Kino gedacht war, und nichts unfertiges. Außerdem ist zumindest bisher noch kein Filmstudio auf die Idee gekommen, die zusätzlichen Szenen einzeln zu verkaufen, wie dies bei den Spielen in Form von DLCs der Fall ist. Sollte sich aber der bezahlte Download auch auf dem Filmmarkt durchsetzen, wird das sicher auch noch kommen...

Andreas Monz 11 Forenversteher - 752 - 4. Januar 2011 - 13:08 #

Der Erste Kino DLC war ja Kill Bill, wo ich mir auch verarscht vorgekommen bin. Ein Film, der dem Studio dann einfach zu lang war. Hej, machen wir doch einfach zwei Filme daraus, dann verdienen wir doppelt! Ohne Übergang, einfach abgeschnitten und den Abspann eingefügt.

Bei Extended Editions sehe ich das nicht so schlimm. Sie verändern ja oft auch den Eindruck des Films, sind vom Regisseur gar nicht immer so gewollt, da oft die Spannung abbricht oder Szenen unnötig in die Länge gezogen werden. Die Kinofassung ist da oft um einiges besser.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 4. Januar 2011 - 22:20 #

War nichr der erste Kino-DLC "Zurück in die Zukunft 2 & 3"? Die wurden zusammen abgedreht und am Ende von 2 gab es eine Vorschau von 3.

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1497 - 6. Januar 2011 - 10:23 #

Das hat ja nix mit DLC zu tun.
Die haben nach dem tollen Erfolg von Teil 1 einen Teil 2 und einen Teil 3 geplant. Und wo man grad so schön beinander war, hat man (auch um vermutlich Kosten zu sparen) direkt in einem Aufwasch Teil 2 und Teil 3 gedreht.
Dass die dann nicht zeitgleich ins Kino kamen, lag dann vermutlich hauptsächlich an der Post-Production.
Aber dass mutwillig Teil 2 kastriert wurde, um noch mit einem dritten Teil Geld scheffeln zu können, kann man hier nun wirklich nicht sagen.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 4. Januar 2011 - 22:19 #

Klar. Aber ich spreche ja davon, dass im Kino nicht die etwas längeren Fassungen gezeigt werden. Dafür würde niemand zahlen. Und wie etwas weiter unten auch ein Kollege meinte: Ob sich die meisten Leute eine DVD wegen Bonusminuten kaufen, ist noch eine andere Frage.

CruelChaos 12 Trollwächter - P - 835 - 5. Januar 2011 - 0:39 #

Ich weiß zwar net ob ich Verstanden hab was du meinst... Aber ich schau mir im Kino ungern Filme mit Überlänge, geschweige den Extended Editions an. Ich mag wirklich net ewig lang im Kino sitzen. 1h 30min ist ne gute Zeit aber länger und mir tut der Hintern weh ^^ ... Zuhause ist da was anderes, da kann man sich Hinsetzen wie man will, auf Klo wann man will usw. ...

Michl Popichl 24 Trolljäger - 51056 - 10. Januar 2011 - 10:03 #

dazu sag ich nur Avatar, der Directors Cut läuft sogar nochmal im kino..........

Ichius 10 Kommunikator - 463 - 4. Januar 2011 - 2:01 #

Spaßkiller Nummer 1: Kontenbindung und Onlinezwang.

Es gibt nichts schlimmeres, als wenn man sich für jedes neue Spiel einen neuen Account bei irgendeinem "Anti-Raubkopie"-Tool anlegen muss, welches nach 2 Tagen sowieso wieder geknackt ist.

Resultat davon sind dann zig verschiedene Konten, deren Login-Daten man sich sowieso niemals länger als 2 Tage merken kann und will.

Und wenn man sich dann, wie im Fall eines Softwareherstellers mit dem Fenster-Betriebssystem, noch stundenlang irgendwelche Patches saugen muss, überlegt man sich den Kauf von Spielen dieses Entwicklers lieber einmal mehr.

Anonymous (unregistriert) 4. Januar 2011 - 2:01 #

Da fehlen wirklich nurnoch obskure Programme (Steam) die bei vielen Spielen mitinstalliert werden müssen um überhaupt ihre Lauffähigkeit zu gewährleisten. Um bei den Autobeispielen zu bleiben, ich ruf den Hersteller nach dem Kauf nicht erst noch an, dass er bitte dem Anlasser erlauben möge korrekt zu funktionieren. Genausowenig wie ich (noch) nicht meine DVD online registrieren muss um sie zu sehen.
Damit würden sich beide Industrieen aber auch selbst ins Bein schießen.

Außerdem könnte man noch das stetige "ICH WILL ONLINE SEIN" geschreie von Instalationsroutinen und dem Spielen an sich bemängeln. Was jetzt ein reines Singleplayerspiel ohne jeglichen Ingameshop im Internet will, will mir nicht in den Kopf. Was da beim Installieren übertragen werden soll auch nicht. Im Endeffekt wohl nur obskure Datensammelei.

Und hach natürlich wie jedes Jahr. Bugs und schlechte Optimierungen. Wenn was auf einer 360 (mit einem Windowsderivat im Hintergrund) perfekt läuft aber in einer nur marginal größeren Auflösung mit etwas größeren Texturen auf einem 2500€ PC die Grätsche macht hat der Entwickler geschlampt. Und wenn mal wieder ein Bugfest auf den Markt kommt die Qualitätssicherung.

Anonymous (unregistriert) 4. Januar 2011 - 2:04 #

Und ganz vergessen.
Kommt es nur mir so vor oder kann man die meisten Spiele heute mit auf dem Rücken gebundenen Armen blind durchspielen.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5588 - 4. Januar 2011 - 2:25 #

Das wiederum finde ich super!

Und ich bin kein neuer Casual Gamer, sondern hab mein erstes Videospiel vor 31 Jahren gespielt (ein Pong-Klon), hab am C64 eigene Demos programmiert und so ziemlich jede Konsole besessen.

Aber mit dem Alter sinkt auch die Freizeit, für Spiele bleibt da nicht mehr viel. Und während ich das früher als Herausforderung gesehen hab, sind Spiele für mich jetzt eher Zerstreuung und Abschalten. Trotzdem spiel ich lieber die Core-Games, weil mir Story und Atmosphäre wichtig sind.

Assassin's Creed Brotherhood war kinderleicht, aber ich hatte verdammt viel Spaß damit über die Feiertage. Die meisten Spiele, die bei mir undurchgespielt rumliegen, sind auch welche, wo ich an einer bockschweren Stelle festhing und dann keine Lust mehr hatte. Kennt jemand noch das Lava-Rennen bei Conker?

Optional hoher Schwierigkeitsgrade - sehr gerne! Aber zumindest auf "easy" sollte man es völlig problemlos entspannt durchspielen können. Ich mag den Trend, dass die Spiele mittlerweile leichter sind, gern.

Kappi 15 Kenner - 3287 - 4. Januar 2011 - 2:52 #

auf easy oder leicht oder wasauchimmer kanns ja auch gerne leicht durchzuspielen sein, aber mittlerweile ists ja so, dass man bei vielen Spielen selbst im höchsten Schwierigkeitsgrad nebenher noch ein Buch lesen kann..

Koveras 13 Koop-Gamer - 1507 - 4. Januar 2011 - 2:54 #

Gerade deswegen finde ich nicht das man Spiele leichter machen muss, wenn es sowieso schon einen (wirklichen) leichten Schwierigkeitsgrad gibt. Es ist ja keine Schande, wenn man diesen auswählt um entspannter zu spielen oder schneller zum Ende zu kommen.
Was ich aber genauso sehe wie der andere Kommentator, dass Spiele insgesamt viel viel einfacher geworden sind, was mir in Anbetracht der Tatsache, dass es sowieso schon lange fast überall leichte Schwierigkeitsgrade gibt, eher schlecht finde. Gerade mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden konnte man doch sowieso schon immer jeden bedienen.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 4. Januar 2011 - 4:37 #

So ganz falsch ist das nicht. Ich spiele auch gern mal auf leicht - je nach Genre und Lust. Aber hin und wieder (wiederum je nach Genre und Lust) brauche ich zumindest eine Herausforderung. Ich will keine Spiele, bei denen ich jeden Kampf 10 mal neu starten muss. Aber ein bisschen Herausforderung sollte schon drin sein - sonst verkommen die Spiele zur Schießbude und damit geht dann nicht nur der Anspruch, sondern leider auch die Atmosphäre flöten. (Wenn Bossgegner nach 2 Schlägen umkippen (Beispiel), fängt das Spiel an, die eigene Story ad absurdum zu führen - dann fragt man sich, wieso es einen Helden wie mich braucht, wenn der Typ doch so schwach ist)
Aktuell habe ich das bei Drakensang: Am Fluss der Zeit. Eben dachte ich, ich hätte versehentlich wieder auf "leicht" geschaltet (das war mir vorher mal passiert) - war aber nicht, steht immer noch auf "schwer". Dadurch wird das Spiel sicher nicht weniger toll und für die Bosse brauche ich schon noch so 2-3 Anläufe, aber eigentlich bin ich eher der "normal"-Typ und nicht der "schwer"-Typ. Was sollen denn die sagen, die es gern wirklich "schwer" haben, eben so, wie das Wort es verspricht?

Major_Panno 15 Kenner - 2996 - 4. Januar 2011 - 12:28 #

Da muss ich dir teilweise widersprechen. Gerade bei Drakensang haben mich die Kämpfe auf normal schon überfordert, was vielleicht auch daran lag, dass ich unbedingt einen Magier spielen musste..
Als ich es dann aber auf leicht gestellt hab, war es total geschenkt.
Gerade das finde ich ein großes Problem für Leute wie mich. Auch ich habe nicht mehr viel Zeit für Spiele, aber oft sind sie mir auf leicht zu einfach und auf normal bereits zu schwer. Das finde ich sehr schade. Gerade bei Story-lastigen Spielen ist es mir nämlich einerseits wichtig, nicht alles 20mal neu spielen zu müssen, andererseits will ich aber auch nicht gerade so durch rushen können...

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6525 - 5. Januar 2011 - 13:36 #

Stimmt genau. Großes Problem. Wobei ich zugebe, daß die Lösung sehr schwierig ist, weil diese Spiele nicht in *einer* Hinsicht schwierig sind, sondern mancher hat ein Problem mit Reaktionen beim Kämpfen, ein anderer kapiert die Quest-Hinweise der NPCs nicht so schnell und sucht ewig, wo ein anderer sofort kapiert, was die Lösung ist etc. - Im Prinzip müßte man jedes Spiel in x Schwierigkeits-Schiebereglern diffizil einstellen können (geht ja auch bei einigen).

Ich selbst bin zum Beispiel zu doof, bei Mass Effect durch den gegnerischen Kugelhagel zu kommen, dabei die Gegner zu töten und selbst am Leben zu bleiben - also ist für mich nach einer Stunde oder so Schluß mit dem Spiel, so peinlich das ist und so gern ich weiterspielen würde, weil's ein tolles Spiel ist - bzw. wäre.

Major_Panno 15 Kenner - 2996 - 9. Januar 2011 - 13:21 #

Bei Mass Effect 1 erging mir das ähnlich, da ich nie in der Lage war, richtig Deckung zu suchen. Das wurde dann in Mass Effect 2 besser gelöst. Und ja, die Kämpfe bei Mass Effect 1 waren dadurch nicht nur schwierig sondern auch selten logisch. Durch die seltsame Steuerung steht man als Elite-Soldat oft mitten in der Prärie, ohne Deckung und wird von 20 Aliens gleichzeitig beharkt, während die beiden eigenen Begleiter zu doof sind, sich selbst zu verteidigen, sondern auch noch ständig auf Anweisungen des Spielers warten.

El Cid 13 Koop-Gamer - 1684 - 30. Januar 2011 - 1:01 #

Da muss ich auch noch gleich was los werden:
Mir geht das in FIFA 11 so, "Halbprofi" ist mir zu leicht, und auf "Profi" seh ich keinen Stich.. mir fehlt da dieser Zwischengrad.. so "Halbsemiprofi" oder so. :D

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 4. Januar 2011 - 4:08 #

kein problem, muss nur kinect unterstützen ;)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 4. Januar 2011 - 22:23 #

Ich wünschte mir, dass normale Schwierigkeit eben normal ist, dann noch leicht und schwer dazu kommen. Wenn man ein Spiel in acht Stunden auf normal durchspielen kann, muss ich das nicht noch verkürzen.

Ich gestehe aber: Bei alten BioWare-Rollenspielen habe ich zum Aufleveln immer auf "einfach" gestellt, um die maximal möglichen Charakterpunkte zu bekommen. Das wäre auch manuell mit Laden und Speichern von Spielständen gegangen, aber das hätte zu lange gedauert. Und bei manchen Kämpfen brauchte man da jeden Lebenspunkt.

Koveras 13 Koop-Gamer - 1507 - 4. Januar 2011 - 3:07 #

In der eigentlichen Sache sehe ich es sehr ähnlich und habe vieles davon auch schon sehr oft kritisiert, ich kann mich nur der Prämisse nicht ganz anschließen, denn mit 2011 konkret hat es doch nur bedingt etwas zu tun. Die meisten der geschilderten Sachen sind doch schon seit mehreren Jahren so. Wir werden 2011 nur voraussichtlich eine noch stärkere Verschiebung in diese Richtung erleben.
Dazu muss man sich ja auch nur zu Gemüte führen, wie kommende Sequels strukturiert sind. Dragon Age 2 wird zeitlich in einem Rahmen von 10 Jahren spielen. Das eigentlich Spiel wird dann so aussehen, dass man immer bestimmte Happen vorgeworfen bekommt und dann ist es in der nächsten Szene mal wieder 1 Jahr später usw... Wofür sind die vielen Lücken perfekt geeignet? Genau: DLC. Diese Art des Game-Designs hat keinen anderen Hintergrund, als möglichst viele verschiedene DLC Pakete zum Hauptprogramm verkaufen zu können. So schlimm wie es bei dem Spiel wohl werden wird, muss man sich zu recht fragen, ob es überhaupt Sinn macht vor Ende der DLC Entwicklung schon einzusteigen. Muss man in der Situation doch ständig wieder in ein Spiel einsteigen, dass man eigentlich schon beendet hat. Mass Effect 2 hat irgendwie schon verdeutlicht, dass sich das nicht sonderlich gut anfühlt.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 4. Januar 2011 - 22:26 #

Danke, das war ein Punkt, den ich in meiner Kolumne vergessen habe, auch, wenn ich es vorher im Kopf hatte: Bei viele Spielen warte ich, bis die Game-of-the-Year-Editions draußen sind, um dann alle DLC-Inhalte zu bekommen. Dabei kommen natürlich manche Special Editions zu kurz, die ich mir ob ihrer Bonusinhalte gerne mal kaufe. Nur gibt es davon auch nicht mehr so viele mit guten Beigaben.

Sh4p3r 15 Kenner - P - 2986 - 4. Januar 2011 - 3:12 #

Als erstes: Das Bild oben ist mal qualitativ äusserst schlecht gewählt.

Zitat: "1000 gewonnene Mehrspielerpartien oder 10,000 per Kopfschuss erledigte Feinde."

Mir ist kein Spiel bekannt wo man 1.000 Runden gewinnen muss, jediglich bei 100 Runden fällt mir eins ein was ich besitze. Spielerfolg für 10.000 Headshots? Kenn ich auch keins, nur einige mit 10.000 regulären Kills. Zu beiden hätte ich gerne ein paar Titelaufzählungen.

Zitat: "Ganz ehrlich? Ich würde die Zeit, die ich zum Sammeln solch obskurer Erfolge verbraten muss, lieber damit verwenden, ein neues Spiel auszuprobieren!"

Neue Spiele mal eben auszuprobieren? Dazu müssten die Spiele erstmal gekauft werden, was zum Release nicht gerade günstig (um die 40-50€ inkl. Versand) ausfällt. Zudem sind mir Spiele mit hohem Spielspass (hab ein Spiel das mir schon über 2 Jahren Spass im MP bereitet!) im Multiplayer lieber, als eins was gerade mal ein paar Wochen Spass macht um dann das nächste Spiel zu kaufen. Das spart Geld.

Spielerfolge sollen in erster Linie motivieren ein Spiel mehr als 1mal durchzuspielen. Niemand wird dazu gewungen. Wem die Erfolge nicht interessieren, dem kanns so oder so egal sein. Wenn ein Spiel von sich aus Spass macht, kommen solche "absurden" Spielerfolge meist von alleine. Wenn einem etwas zu nervig oder zeitaufwändig ist, lässt er es sein. Es gibt wichtigeres im Leben als auf biegen und brechen die 100% Spielerfolg zu erreichen.

Koveras 13 Koop-Gamer - 1507 - 4. Januar 2011 - 3:20 #

"Mir ist kein Spiel bekannt wo man 1.000 Runden gewinnen muss, jediglich bei 100 Runden fällt mir eins ein was ich besitze. Spielerfolg für 10.000 Headshots? Kenn ich auch keins, nur einige mit 10.000 regulären Kills. Zu beiden hätte ich gerne ein paar Titelaufzählungen."

Er macht doch nur Spaß! Das ist eine absichtliche, bewusste Übertreibung. :)

Ich hatte auch schon mal ein Spiel, wo man eine Aufgabe stundenlang hätte machen müssen, um das zugehörige Achievement zu erhalten. Ich dachte nie daran das zu tun, denn ohne dieses Achievement hätte ich das Spiel auch nicht auf diese Weise gespielt. Wieso also nur dafür so ein Aufwand, dass löst in mir keinen Spielspaß aus...

Sh4p3r 15 Kenner - P - 2986 - 4. Januar 2011 - 4:51 #

Die nennenswerten Shooter aus dem letzten Jahr, hatten ja nicht wirklich obskure Spielerfolge. Bei einer Übertreibung für dieses Genre hätte ich mir dann schon etwas kreativeres gewünscht.

Anonymous (unregistriert) 4. Januar 2011 - 7:42 #

Bei Uncharted 1 oder 2 wurden x mit Kopfschuss erledigte Gegner
belohnt. Als Variation gab es das auch als Kills mit Waffentyp xyz.

Sh4p3r 15 Kenner - P - 2986 - 4. Januar 2011 - 14:44 #

Jop, aber das hielt sich im Rahmen. Bei U2 waren es 250 Headshots. Allerdings wurden diese addiert. Wenn man das Spiel 2-3mal durchspielt ist diese gar nicht so wild. Bei den Waffen waren es bei einigen 70 Kills, bei der Gatling-Gun 200, welche ebenfalls addiert wurden.

Mal gucken was uns bei Uncharted 3 erwartet :)

Hoschimensch 14 Komm-Experte - 2085 - 4. Januar 2011 - 9:01 #

Fracture: 1500 Multiplayer-Spiele beenden.

http://www.xbox360achievements.org/game/fracture/achievements/ (ganz unten)

Sh4p3r 15 Kenner - P - 2986 - 4. Januar 2011 - 15:20 #

Joa, das ist mal eine Zahl, auch wenn diese nur abgeschlossen, und nicht gewonnen sein müssen. Thx für das Beispiel :)

Ich glaube es gibt auch ein Beat'em Up-Spiel wo man 1000 Online-Kämpfe (erfolgreich?) abschliessen muss.

Anonymous (unregistriert) 5. Januar 2011 - 11:50 #

Mir fällt sofort ein Beispiel ein: StarCraft II: Gewinne 1000 Mehrspielerpartien (hierbei ist wenigstens die Liga egal). Jedoch gilt dies für alle (!) Rassen, womit wir bei zwangsweise 3000 Mehrspielerpartien sind, falls man denn alle gewinnen sollte. Diesen Erfolg gibt es auch für "Zufall", jedoch lass ich diesen aus, weil man einen Sieg hierbei einmal für "Zufall" und einmal für die zufällige Rasse bekommt, wobei wir dann immernoch bei zwingend 3000 Spielen mindestens sind :)

Gibt aber schon n paar Leute, die diese Erfolge freigespielt haben und dadurch einen besonderen Avatar erhalten haben... naja, wers will ^^

Sh4p3r 15 Kenner - P - 2986 - 5. Januar 2011 - 22:24 #

Das ist natürlich recht heftig oO

Für wahre SC-Fans ist der Avatar dieser Zeitaufwand sicher locker wert ^^

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 4. Januar 2011 - 22:27 #

1. Das Stilmittel heißt Hyperbel.

2. Guck mal auf Steam, was es da für unglaubliche Angebote oft gerade mal ein Jahr alter Spiele gibt.

Sh4p3r 15 Kenner - P - 2986 - 5. Januar 2011 - 3:16 #

zu 2.: Auf Steam bezogen ok, da hast Du Recht, sieht man auch teilweise in den Steam-Schnäppchennews hier auf GG. Nur hab ich den PC als Spiele-Plattform schon vor langer Zeit aufgegeben ^^

Deathlife 12 Trollwächter - 1168 - 4. Januar 2011 - 3:15 #

Immer wieder schön der Vergleich, dass keine andere Branche sich das erlaubt mit den Gebrauchtspielen.

Dabei wird dann aber immer komischerweise übersehen das auch keine andere damit Probleme hat.
Am geliebten Beispiel des Gebrauchswagen läßst sich, wer hätte es gedacht, ja immer noch Geld verdienen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 4. Januar 2011 - 4:35 #

1000% Zustimmung

Ich habe ca. 2 Jahre in der Bigpoint und F2P MMORPG Welt rumgewütet.
Was da abgeht ist durchaus kurios, aber genau die Sachen die ablaufen, passieren gerade im normalen Spielemarkt.

- Vereinfachte Spielprinzipien damit jeder es auch kapiert
- Kunden 1 Jahr halten dann das nächste Spiel nach Schema F
- Unsinn für Extrakosten
- Notwendige Inhalte um Spaß zu haben für Extrakosten
- Für jedes Spiel irgendwo anmelden Profile einrichten Datenpreisgeben
- Unfertige Spiele und User als Kostenlose Betatester, deren Meinung eh egal ist
- Massenhaft Auswahl besonders im Shooterbereich

Mir scheint es manchmal als gäbe es in der Spielebranche nurnoch 3 Ziele
1. Irgendwas machen was so erfolgreich wird wie WoW mit Abogebühr
2. Der beste Kriegs Shooter im Laufenden Jahr (bevorzugt auf XBox damit sich alle Gold holen)
3. Irgendwas wie Tomb Raider am besten mit mehr Gewalt, da kann man auch mal ne alte Serie verwursten

Wobei ich sagen muss das 2010 auch viele kleine Lichtblicke hatte, die leider oft vom Mainstream überschattet werden, aber dafür lese ich GG ;)

Es gibt leider noch zuviele die sich nur kaufen was das Jahr über auf dem Cover der Zeitungen ist.

Nibelon 05 Spieler - 46 - 4. Januar 2011 - 4:50 #

Ich bin z.T. ganz schön gespannt wie sich die Problematik der Gebrauchtverkäufe und der DLCs weiterentwickelt. Die beiden sind ja in gewisser Weise miteinander verknüpft.

Ich finde es auch wirklich schäbig, dass grade die großen Entwickler/Publisher die Vorhut bei Kundenunfreundlichkeit bilden. Statt den "Feind" Gebrauchthandel anzugehen wälzt man die Angst vor Einkommensausfällen auf die Kundschaft ab. Und, um es mal grob zu generalisieren, bevor jemand ein Spiel gebraucht kaufen kann muss es ja jemand irgendwo mal für den Originalpreis eingekauft haben.

Der Punkt mit den herausgeschnittenen Inhalten läuft für mich irgendwo auf Vertrauen hinaus. Wenn eine Firma mir Content verkaufen will den ich physisch eigentlich schon besitze dann erhöht das mein Skepsis deutlich. Selbst bei Bioware, die ja schon seit Neverwinter Nights 1 digitalen Zusatzcontent anbieten, frage ich mich ständig, ob das was ich spiele wirklich nach der Gold Master entstanden ist oder ob es absichtlich entfernt wurde.

Das "Projekt zehn Dollar" könnte funktionieren, wenn man statt etwas wegzunehmen, den Neukäufern die ersten paar DLCs schenkt. Einen Teil des Spiels einfach gegen Gebühr zu sperren finde ich aber absolut frech und kundenfeindlich.

Die Nachfolger - Manie kann ich von Entwicklerseite aus durchaus einsehen, da es ein erstrebenswertes Ziel ist, Marken aufzubauen, um sich nicht jedes Mal die Mühe der Neukundengewinnung zu machen. Aber Marken über lange Zeit relevant zu halten verschlingt auch eine Menge Geld und führt oft zum kreativen Burnout beim Entwickler. Grade in der Hochzeit von Indie Produktionen ist es doch durchaus trendy mal was auszuprobieren.

Ich würde mir für 2011 weniger Fokus auf Gimmicks wie 3D und Motion Controls wünschen. Stattdessen könnte man ja mal ernsthaft was in die kulturelle und emotionale Relevanz der Spiele investieren. Nicht jedes Mario Jump and Run muss unterschwellig Kritik an der Regierung üben, aber es würde dem Hobby helfen wenn ein paar mehr Triple A Titel sich auch mal kritisch mit unserer Zeit oder überhaupt mit irgendwas auseinandersetzen. Dann müssten sich Heavy Rain und Co nicht mehr so einsam fühlen im Feuilleton.

DELK 16 Übertalent - 5488 - 4. Januar 2011 - 5:33 #

Wo liegt da der Unterschied? Wenn ich etwas wegnehme, zahlt der Zweitkäufer drauf, und wenn ich dem Erstkäufer etwas schenke, zahlt der Zweitkäufer genauso drauf.

Ansonsten gebe ich dir Recht, gerade was Politik und Kritik an derselben sowie allgemein ernstere Themen betrifft, hinken Spiele den anderen Medien ziemlich hinterher, ich fürchte allerdings, dass sich das nicht so schnell ändern wird.

CruelChaos 12 Trollwächter - P - 835 - 5. Januar 2011 - 1:08 #

Naja beim ersten erhält der Zweitkäufer ein unvollständiges Spiel, wenn er net draufzahlt. Bei Variante 2, ist das Spiel Vollständig und wnn er drauf Zahlt erhählt er sowas wie die Extended Edition, wenn ich den Kommentar richtig interpretiere.

Anonymous (unregistriert) 4. Januar 2011 - 6:08 #

DLC gibt es doch bei Kinofilmen, da stimmt das
Gegenbeispiel nicht!

Mit ein Grund, warum ich nicht mehr ins Kino gehe, ist
die Tatsache, dass ich auf der DVD noch zusätzlichen
DLC bekomme, den es im Kino nicht gibt.
Und billiger ist es ab 2 Personen auch noch, vom Aufwand
des Kinobesuchs ganz zu schweigen.

Mein Lieblingsbeispiel ist Tatsächlich ... Liebe.
Den Film finde ich ohne den DLC auf DVD richtig
kastriert, die Szenen des DLC fehlen mir in der
normalen Fassung total!

Anonymous (unregistriert) 4. Januar 2011 - 6:24 #

Bei Punkt eins fehlt noch das extreme Beispiel von Special/ Collector's Editions, bei denen dann auch Codes zu Spielinhalten drin sind. Da könnte ich regelmäßig ausflippen.
Nichts gegen eine tolle Verpackung und Artworkbücher aber zusätzliche exklusive Einheiten in einem Strategiespiel? Dreist ungerecht ... :/

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 4. Januar 2011 - 15:24 #

Shogun 2 geht da noch weiter -- da gibts eine ganze Fraktion nur in der Collector's Edition oder wie immer sie ihr Ding nennen. Natürlich wird man sie, wie zuvor schon die Special-Edition-Einheiten von Empire, wahrscheinlich nachträglich als DLC kaufen können...

Ah, übrigens, die Total-War-Serie ist seit Empire übrigens auch ein Fall des Verkaufs von bereits gelieferter Ware: Diese Extra-Einheiten sind in allen Spielen enthalten, der DLC schaltet sie lediglich frei.

Anonymous (unregistriert) 4. Januar 2011 - 16:07 #

Und woher haben die Shogun 2 Leute das mit der ganzen Fraktion? Richtig ... von den den Civ5 Machern wahrscheinlich. Da fehlte meine lieblingsciv Babylon in der Normalversion. Die Firmen gucken sich das richtig schön gegenseitig ab, nach dem Motto: "Guckt ma, die habens auch schon so gemacht - das machen wir auch!"

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 4. Januar 2011 - 22:38 #

Das sind dann aber oft keine spielentscheidenden Einheiten - und wenn, werden die ein paar Monate später ins normale Spiel gepatcht. Das war ja schon bei Baldur's Gate 2 der Fall.

Anonymous (unregistriert) 5. Januar 2011 - 6:15 #

Ja, richtig ... Es hiess bei Napoleon Total War immerhin noch nicht: "Ja also, Artillerie gibt's natürlich erstmal nur in der Imperial Edition."
Aber so wie Storyelemente in storylastigen Spielen eben nicht unbedingt spielentscheidend sind, so sind sie doch, wie für die meisten Strategiespieler die verschiedenen Einheiten, grösstenteils spielspassentscheidend, sonst würde das System auch nicht ansatzweise funktionieren.
Und kostenlos nachgepatcht wurde das bisher bei Napoleon z. B. nicht. Die unit-packs sollst du dir weiterhin schön bei steam bestellen.

Soul (unregistriert) 4. Januar 2011 - 7:18 #

Stimme den Punkten allen zu.
Ich hätte noch 2 dazu gekommen:

1. Kopierschutz/DRM Kram. Warum nicht auch auf dem PC einfach ein spiel installieren, eventuell einen Patch laden und los gehts.
Warum muss ich da meist online sein und mein Spiel aktivieren müssen? Warum muss ich mein Spiel an irgendeinen Account binden, mich irgendwo registrieren oder einer Community beitreten, obwohl ich nur den verdammten Singleplayerpart offline spielen möchte? Das ist Gängelung der schlimmsten Sorte.

2. Vercasualisierung: Warum muss heutzutage alles so weichgespült werden? Ich hab ja nichts dagegen, wenn man Spiele für Spieleanfänger macht, aber warum muss wirklich jedes Spiel auf sie zugeschnitten sein?
Warum nicht mal wieder ein schönes Hardcore Rollenspiel a la Morrowind? Einen schönen knackigen Taktikshooter wie Ravenshield? Gibts heute alles nicht mehr. Gerade Taktik-Shooter sind total tot.

Anonymous (unregistriert) 4. Januar 2011 - 7:53 #

Gebrauchtmarkt: wenn Spiele nicht mehr gebraucht verkauft oder
verliehen werden können, findet eine Marktkonzentration statt.
Es darf sich kein Publisher wundern, wenn er zu den Verlierern
zählt, weil die Konkurrenz nicht die besseren Spiele, aber das
aggressivere Marketing gemacht hat.

Belohnungen: ich finde 50% sind ein gutes Maß für die
Anzahl an Belohnungen, die man haben sollte, wenn man
ein Spiel ganz normal durchgespielt hat.
Wenn ich am Ende nur 10 Prozent der Achievements habe,
suggeriert das doch, dass ich die 9-fache Zeit in
das Spiel investieren muss, um den Rest zu ergattern.
Wer will das?
Belohnungssysteme sind übrigens eine amerikanische Seuche,
so wie die Legende der gerechten Leistungsorientierten Bezahlung.
Der amerikanische Autor Alfie E. Kohn hat da ein gutes Buch
geschrieben, "Punished by Rewards".
Achievements ersetzen die innere Motivation ein Spiel zu spielen
(weil es Spaß) macht, durch eine externe Motivation (Angeberei).
Es ist keine Überraschung, dass ein Ami den höchsten
Gamerscore hat!

Feldgraf 10 Kommunikator - 527 - 4. Januar 2011 - 8:11 #

Wow, selten so viel Wahrheit in einem Artikel gelesen wie hier zu Punkt 1, 2 u. 4, zu den beiden ersteren Punkten fällt mir spontan Mafia 2 ein.

flow7 (unregistriert) 4. Januar 2011 - 9:25 #

Agree 100%!!!!

Vidar 18 Doppel-Voter - 12708 - 4. Januar 2011 - 9:42 #

Toller ARtikel und 100% zustimmung!
Besser könnte man es nicht zu Text bringen

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7100 - 4. Januar 2011 - 9:44 #

Ich gebe meine Zustimmung, auch wenn Punkt 2 größtenteils an mir vorbeigeht, da ich die Auszeichnungen weder nutze (also darauf hin'arbeite'), noch beachte.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 4. Januar 2011 - 10:02 #

Da muss ich dem Roland mal auf ganzer Linie zustimmen, allerdings ist mein Spielspaßkiller #1 nicht aufgeführt: DRM

Denn Spiele mit DRM kaufe ich erst gar nicht und ohne hätte der Gebrauchtmarkt auch keine Probleme.
Aber vielleicht führt das, neben Zwangszensur und Importverboten, ja bei einigen zur Einsicht, dass Steam & Co eben nicht gut für Kunden sind. [/Traum]

Ein weiterer neuer Trend, der mir unsympathisch ist: Vorteile durch Vorgängerversionen.
Erspiele in Teil 1 Achievement X und erhalte als Belohnung im Nachfolger Reittier Y. Oder: Übersende uns einen Spielstand vom ersten Teil und erhalte im zweiten Teil dafür eine tolle Waffe.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100934 - 4. Januar 2011 - 10:09 #

Sehr schöner Artikel, kann da vorwiegend nur zustimmen.

Punkt 1 bekräftigt wieder meine 80%/20%-These bei vielen Spielen, wenn es um DLCs geht: 80% Inhalt kriegst du beim Kauf eines Spieles, 20% darfst du für DLCs dazubezahlen, wenn du ein vervollständigtes Spiel (100%) haben willst und dir nichts vom Spiel in dem Sinne "fehlt", weil da erst mal absichtlich erstellte Storylücken geschlossen werden. Als ich damals vor dem Mafia 2-Release das erneut mal sagte, um es mal als Beispiel zu nehmen, wurde ich deswegen blöd angemacht ;). Dabei unterscheide ich sehr wohl die verschiedenen Arten von DLCs, denn DLC ist nicht gleich DLC. Es gibt DLCs, die absichtlich wie erwähnt aus dem Hauptspiel entfernt wurden, um beim Kunden nochmal zu kassieren (wenn er eben ein 100%iges Spiel haben will). Das ist für mich ein No-Go, Verarsche am Kunden und absolut kein Kauf bei Release mehr Wert. Dann gibt es noch den Firlefanz-DLC, wie etwa neue Skins, Klamotten oder neue Multiplayerkarten, den man sich kaufen kann aber nicht muß, weil einem dadurch im Spiel nichts fehlt. Dann gibt es die Addons, ergo Erweiterungen und somit "echter Zusatz" zu einem Spiel, die als DLC angeboten bzw. vertrieben werden. Sie erweitern ein 100%iges um mehr Inhalt, ersetzen aber keine Lücken, wie beim 80%/20%-Beispiel. Fazit: Ich finde nicht per se DLCs schlecht, werde aber immer argwöhnisch, wenn besonders vor Release eines neuen Spiels die Entwickler/Publisher aber sowas schon ankündigen. Denn dann fragt man sich schon, ob diese DLCs wirklich eine Bereicherung zum eigentlichen Spiel sind und kein mit Absicht vorenthaltener Inhalt, für den man eigentlich schon mit dem Erwerb des Hauptspiels bereits bezahlt hat. Wenn nicht, dann verzichte ich nämlich lieber und warte, bis ich das ganze Paket zu einem günstigen Preis bekomme – wenn mich das Spiel dann überhaupt noch interessiert. Denn oft kommen erst nach und nach die wahren DLC-Varianten ans Licht. Das mit den verschiedenen Inhalten beim Kauf bei verschiedenen Händlern finde ich eine äußerst depperte Entwicklung. Denn so bekommt der Käufer so gesehen auch nie die 100% vom Spiel, es sei denn, er kauft das Spiel mehrmals, was absurd ist.

Bei Punkt 2 kann man sich streiten, aber ich bin jetzt auch nicht so die Achievementjägerin :). Nehm ich so ein Teil beim Durchspielen mit, okay. Manchmal erwische ich mich auch dabei, daß ich so ein "absurdes" Achievement doch mal haben will, weil mich der Ergeiz packt. Beispiel: Half-Life 2, Episode 2, wo man den Gartenzwerg (Gnom) durch die ganze Episode mitschleppen muß, um ihn am Ende mit der Rakete "auf den Mond zu schießen". Beim ersten Durchspielen der Episode war mir das schlichtweg zu blöd, als ich das Achievement laß. Irgendwann beim nochmaligen Spielen zwei oder drei nahm ich dann die Herausforderung aus Spaß an. Ich hatte es geschafft. Doch wenn nicht, hätte ich das auch nicht tragisch gefunden. Es bleibt ja so gesehen für den virtuellen Schwanzvergleich – nichts anderes ist das Achievement-Zeug doch ;) – jedem selbst überlassen. Schlimmer finde ich dagegen eher die Spieler, die sich jeden Quark als Spiel zulegen und die Spiele nicht mal wegen dem Spiel ansich durchzocken, sondern nur um ihren Gamerscore zu erhöhen (was kriegt man eigentlich dafür?). Das Spiel selber ist denen völlig wurscht und wird gleich danach wieder verscherbelt. Das finde ich dann wirklich traurig. Was ich aber gar nicht mag, sind so Achievements, die mit Inhalten verknüpft sind, die einem, wenn man dieses nicht macht/schafft, vorenthalten werden. Das ist dann oft mit künstlichem Spielzeit schinden verbunden, um bei einem zeitlich "zu kurz" geratenem Spiel noch mehr Spielzeit zu kompensieren.

Bei Punkt 3 gibt es positive und negative Beispiele. Fortsetzungen, die am Fließband rausgehauen werden, finde ich öde und schon übersättigend. Beispiel: FIFA, NFL, NFS, PGA Golf und wie sie alle heißen. Sprich, wo jedes Jahr ein Vollpreistitel rauskommt, der in der Regel doch nur minimale Neuerungen bzw. oft nur Aktualisierungen (bei FIFA z.B. die Namen der Teams und der Spieler), aber von der eigentlichen Mechanik und Technik sich nichts neues tut. Dann gibt es die "echten" Fortsetzungen von Spielen, die eine Story haben, die man weitererzählt haben möchte (z.B. Mass Effect 2, Dead Space 2). Oder Fortsetzungen die zwar neue Handlungen und Settings haben, aber von der Spielmechanik her sich auch nichts tut und somit immer mehr zum übersättigenden Einheitsbrei wird (z.B. Call of Duty). Es verkauft sich vielleicht auch deswegen wie geschnitten Brot, wobei dann wirklich neue innovative Spiele eher im Indie-Bereich zu finden sind. Und nein, Heavy Rain ist jetzt so innovativ auch wieder nicht, sowas gab's auch schon vorher :).

Punkt 4 ist mir persönlich jetzt nicht so tragisch, da ich eine Sammlerin bin. Das heißt, wenn ich ein Spiel kaufe, behalte ich es auch. Allerdings kaufe ich eigentlich schon immer nur gezielt ausgewählte Spiele ein (ich muß nicht alles gespielt haben und woher die Zeit nehmen), seltenst bei Release und eher etwas später im Low Budget. Wenn ich ein Spiel kaufe, muß es für mich einen Wiederspielwert haben. Einmal Durchzocken und wieder weg damit ist bei mir nicht – schon gar nicht zum Vollpreis. Dennoch finde ich diese Art mit den 10 Euro/Dollar den Gebrauchtspielemarkt zu handhaben schlecht gewählt. Denn den Nachteil hat immer der Zweitkäufer. Da ist er eigentlich besser dran, er kauft es gleich neu, doch genau das wollen die ja.

Bei Punkt 5 hatte ich – vermutlich auch wegen meiner persönlichen Spielauswahl – bisher selten das Problem. Meist merke ich das höchstens an der Menüführung in einem Spiel, weniger am eigentlichen Gameplay. Schlimm fand ich damals Driv3r (Driver 3), das mal als Vollversion in irgendeinem Spielemagazin beilag. Das Spiel ist per se nicht mal schlecht, hat Spaß gemacht, die Zwischensequenzen waren filmreif (und der Original-Sprechercast erst) und auch der Regisseur-Modus (vergleichbar mit dem heutigen Video Editor aus GTA 4) war einzigartig damals. Aber die Steuerung war grau-en-voll. Es wurden die unmöglichsten Tasten dafür belegt, daß man die übelsten Verrenkungen über sich ergehen lassen mußte. Diese konnte man nicht mal entsprechend anpassen. Gut, man gewöhnte sich mit der Zeit dran, aber das war wirklich eine 1:1-Konsolenumsetzung der schlechtesten Sorte – voll auf Controller konzipiert. Man konnte zwar einen anschließen, aber ich hatte damals eben keinen. Und extra kaufen? Nö. Wozu PC-Spiel, wenn sich es nur vernünftig mit Controller spielen läßt? Unverständlich. Also wenn PC-Umsetzung, dann bitte richtig.

Uff, lang geworden von mir ausnahmsweise :).

Volkifreak 09 Triple-Talent - 233 - 4. Januar 2011 - 13:51 #

Fast ein zweiter Artikel draus geworden^^
Beide gut geschrieben!

Gecko 13 Koop-Gamer - 1518 - 4. Januar 2011 - 11:15 #

Die beschriebenen Punkte treffen es auf jeden Fall gut und stimme zu!
Für besonders ärgerlich unter diesen halte ich den ersten Punkt mit den entfernten Spielinhalten.

Das ist eine ganz neue Entwicklung, die man nicht unterstützen sollte.
DLC ist grundsätzlich eine wirklich nette Sache, nur zu solchen Interpretationen sollte das die Publisher keinesfalls verleiten lassen.

mihawk 19 Megatalent - P - 13204 - 4. Januar 2011 - 11:18 #

"Ich gebe Geld für eine richtige Erweiterung aus, nicht aber auf Kosten eines gekürzten Hauptspiels" Das ist meiner Meinung nach wirklich der schlimmste Spaßkiller. Es hat doch auch früher ohne DLC bestens hingehaut, und dass DLC soooo viel mehr Geld bringen als eine ordentliche Erweiterung ... ich weiß nicht

anonymer Onkel (unregistriert) 4. Januar 2011 - 11:50 #

zu 1: Es gibt solche und solche. Die, die zwei Anzüge und einen neuen Wagen freischalten, haben den Vorteil, dass man sie getrost ignorieren kann.

zu 2: Niemand wird gezwungen, Achievements zu jagen. Gerade die Fleiß-Achievements (töte 10000 Gegner, spiele 500 Stunden) sind aber ein feines Leckerli für Hardcore-Fans des jeweiligen Spiels.
Und wer mit einem Spiel seine Freizeit totschlägt alleine der Achievements wegen, verdient Mitleid.

zu 3: Das hätte man zu jedem Jahresausblick der vergangenen 10 Jahre schreiben können.
Wenn die großen Filmstudios einen Blockbuster produzieren, setzen sie auf bekannte Gesichter von Schauspielern. Große Entwicklerstudios setzen auf bekannte Franchises. Einen substanziellen Unterschied sehe ich da nicht.

zu 4: Zustimmung!

zu 5: Das hätte man zu jedem Jahresausblick der vergangenen 5 Jahre schreiben können.
Die Zahl der misslungenen Konsolenumsetzungen ist zum Glück aber rückläufig.

zu 6: Absolute Zustimmung! Gerade der Always-On-Kopierschutz von UbiSoft übertritt wirklich die letzte aller roten Linien. Völlig inakzeptabel!
Was? Es gibt gar keinen Punkt 6?! Ah ja... is klar!

vetterka 12 Trollwächter - 886 - 4. Januar 2011 - 12:06 #

Naja die Entwicklungen des letzten Jahres analysiert, negativiert, und auf dieses Jahr extrapoliert.

Tagliano (unregistriert) 4. Januar 2011 - 12:21 #

Fantastischer Artikel!

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 4. Januar 2011 - 22:45 #

Danke Dir!

Loliland 13 Koop-Gamer - 1683 - 4. Januar 2011 - 12:25 #

Ich kann alle außer den Gebrauchtspielpunkt 100% nachvollziehen.
Außerdem kotzt mich dieses Exklusivtitel gehabe an.
Dieses wünsche ich mir UNBEDINGT,UNBEDINGT,UNBEDINGT eine gute 360 Portierung von Heavy Rain.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 4. Januar 2011 - 22:47 #

Auf eine solche Portierung musst Du aber lange warten.

Anonymous (unregistriert) 4. Januar 2011 - 13:08 #

Als Spielspassbremse empfinde ich oft die Story. Zum Beispiel Red Dead Redemption: Undead Nightmare. Die Idee Cowboys gegen Zombies antreten zu lassen finde ich grandios. Auch die Welt ist sehr stimmig. Aber die Story... Da ist kein einziger Spannungsbogen vorhanden, keine Emotionen, einfach nur belanglos. So ergeht es mir auch nach dem Durchspielen von etlichen Shootern. Ich wuensche mir raffinierte Geschichten, nicht nur solche in der sich der beste Kollege im Team plötzlich als Bösewicht entpuppt.

Trax 14 Komm-Experte - 2530 - 4. Januar 2011 - 13:10 #

Sehr schöne Artikel, dem ich fast komplett zustimmen kann.

Wo ich jedoch widersprechen muss ist der Achievementpunkt:
Mir persönlich sind Achievements völlig egal, aber stören tun sie mich nicht. Ich spiele meine Games trotzdem so wie ich das möchte und wenn ich damit nur 10% oder 20% freischalte, ist mir das egal.

Heidi 11 Forenversteher - 690 - 4. Januar 2011 - 13:24 #

"Das wäre so, als wenn ein Filmstudio zehn, 20 Minuten eines Kinostreifens für zwei, drei Euro nachliefern würde."
Ähm das wird doch gemacht?! .. "Outtakes" "rausgeschnittene Szenen" "Extended Edition" (Avatar, Herr der Ringe.. sie glänzen alle mit "Zusatzminuten")
Aber ansonsten stimme ich dem gerne zu.. Manche DLCs oder Contents sind lächerlich und unverschämt!

"Praktisch sieht es so aus, dass man nach dem einmaligen Durchspielen oft nur einen Bruchteil aller Punkte erreicht."
Und? Wer Trophäen sammeln will, wird dieses auch tun. So wie ich! Bei Spielen, die mir sehr sehr viel Spaß machen (Uncharted 2, God of War 3, Need for Speed Hot Pursuit...) und selten einen Langzeitspaß nach einmaligem Durchspielen bieten, finde ich es klasse eine Anreiz zu haben die Spiele abermals zu spielen und einer Aufgabe gegenüber zu stellen.

Zum Nachfolger-Nirwana.. es klappt doch, die Nachfolger scheinen doch auch gut zu sein, wie die Verkaufszahlen zeigen.. wieso also schon die neuen Ideen verballern, wenn es ein besserer Nachfolger auch tut :)

Am PC spielen halt immer weniger Leute.. so fällt es mir persönlich auf.. wenn ich mal am PC bin, dann nur bei Minigames, Flashgames und ja, Facebook & Co! Es ist einfach komfortabler an einer Koncole zu Spielen - Einlegen, evtl. kurz installieren und ab gehts. Auf dem PC müsste ich mir erst sorgen machen ob der Rechner das schafft.. dann selber Installieren und auf alle gemeinen Häkchen während der Installation achten.. dann die Grafik einstellen.. gucken obs läuft.. Nachjustieren.. und evtl. sogar Updates manuell suchen, falls das Spiel sowas nicht automatisch macht..

Jörg Langer Chefredakteur - P - 343066 - 4. Januar 2011 - 14:02 #

Das mit den Outtakes / Special Editions ist ein spannender Punkt; ich weiß aber nicht, ob du wirklich recht hast: Vielleicht bin ich naiv in diesem Punkt, aber ich habe bei positiven Beispielen wie HdR das Gefühl, dass der Kinofilm einfach unter eine bestimmte Maximalminutenzahl musste (er bzw. sie sind ja auch so schon lang genug), und dass der Regisseur aber unbedingt die Zusatzszenen haben wollte.

Dass dem Studio das dann als Verkaufsargument für die Special Edition sehr recht ist, dürfte klar sein, aber inwieweit das geplant wird, weiß ich nicht: Im Zweifel könnte das Filmen zusätzlicher Szenen teurer sein als die Zusatzeinnahmen, die das dann am Ende in der DVD/Bluray-Vermarktung bringt.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 4. Januar 2011 - 20:47 #

Zum Thema Blu Ray schlägt mir die Möglichkeiten von "BD Live" teilweise auf den Magen, wenn man sieht was dort möglich ist.
Ist zwar noch nicht so verbreitet, aber sobald genug Menschen BD Player haben mit Festplatte und Netzwerkanschluss ( so wie die PS3 ) könnte es theoretisch sein, daß man für Zusatzinhalte auf BD Geld bezahlt.
BD Live ist wieder so eine tolles Feature, welches Vorteile bringt, aber auch schnell zur Abzocke missbraucht werden kann.

CruelChaos 12 Trollwächter - P - 835 - 5. Januar 2011 - 2:18 #

In den Zusatzmaterialien der DVD wird zumindest Sugeriert das es sich bei den Szenen der Special-Edition um Zusätzlich und zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommene Szenen handelt.

Andreas Monz 11 Forenversteher - 752 - 4. Januar 2011 - 14:03 #

zu 1) Wie auch Tr1nity schon geschrieben hat, gibt es unterschiedliche DLCs. Richtig schlimm finde ich nur die, die wirklich rausgeschnitten worden sind um dann nochmals Geld zu verdienen. Das ist mMn bei Mafia 2 NICHT der Fall. Ich finde das Spiel ist in sich abgeschlossen. Es gibt auch einige Mafia-Filme mit Zeitsprüngen, wo dann einige Jahre fehlen...

zu 2)stört mich überhaupt nicht, die werden von mir einfach ignoriert.

zu 3) Kein Problem mit guten Nachfolgern, aber es sollten ca 50 % der neuen Spiele auch wirklich neue Spiele sein.

zu 4)+5) stimme ich komplett zu.

Aber was mich so richtig nervt sind die Online-Bindungen. Vor vielen Jahren habe ich mich noch über Steam beschwert, was ich aber inzwischen liebgewonnen habe. Aber eine Kontenbindung reicht, bitte sehr. Auch wenn ich Ubisoft-Titel über Steam kaufen würde (was ich eben nicht mache!), müsste ich sie mit Steam und mit Ubisoft verbinden. Und dann noch die Online-Pflicht von Ubisoft. Anderes Beispiel: Fallout 3 oder GTA 4 über Steam und zusätzlich Games for Windows live!
Das ist für mich die grösste Spassbremse!

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 4. Januar 2011 - 14:02 #

Grundsätzlich Zustimmung, nur bei den Achievements nicht. Sowas gibt es doch schon seit eh und je. Früher waren es halt die Highscores, für die man Dutzende Versuche gebraucht hat, um sie zu knacken. Und die konnte man natürlich genauso links liegen lassen, wie die heutigen Achievements. Meistens mache ich genau das, nur in ganz wenigen Fällen versuche ich sie gezielt zu erspielen. Und da habe ich dann z.T. wirklich nette Sachen gemacht, auf die ich sonst nie gekommen wäre (zB bei Plants vs. Zombies einen Taglevel nur mit Nachtpflanzen zu bewältigen u.ä.).

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 4. Januar 2011 - 22:51 #

Highscores hat man im Rahmen des Spielens erzielt. Das war bei frühen Spielautomaten ja der einzige Motivationsgrund, weil die sich nicht wirklich durch viel Story ausgezeichnet haben, sondern allenfalls durch ein paar unterschiedliche Standbilder/Szenen (Donkey Kong, Phoenix).

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 5. Januar 2011 - 10:08 #

Und viele Achievements erzielst du auch im Rahmen des Spielens. Und genauso wie man für bestimmte hohe Highscores viele weitere Durchgänge benötigte (die man nur zu diesem Zweck spielte), braucht man für bestimmte Achievements ebenfalls weitere Versuche / Durchgänge / Stunden Spielzeit. Ich sehe da überhaupt keinen Unterschied.

Fuutze 11 Forenversteher - 822 - 4. Januar 2011 - 23:50 #

Es gibt halt tatsächlich solche und solche Achievments. Z.B. beil Fallout3 gibt es für bestimmte Quests Achievments. Soweit ich weiß auch für Nebenquests. Das ist gut und motiviert. Allerdings gibt es auf 3 Leveln (8,14,20) Achievments die man nur bekommen kann wenn man sein Karma auf 3 verschiedene Stufen bringt. Das nervt mich etwas da es mich zwingt meine Spielweise zu ändern obwohl es für F3 laut Handbuch keine vorgeschriebene Spielweise gibt.

Bei Fallout3 greift auch die Portierungsgeschichte, aber in der anderen Richtung. Habe die PC Version angetestet, aber besitzt inzwischen die PS3 Version. Grundsätzlich ein super Spiel, allerdings gibt es auch hier manchmal leichte Slowdowns (ich hasse es wenn Konsolen davon betroffen sind - warum passt man es nicht richtig auf die Hardware an - es gibt doch nur eine) und manchmal friert die Konsole ein. Das schlimmste sind allerdings die Kämpfe, gut es gibt das VAT, aber mir ner Maus zielen oder mit nem DualShock 3 - das sind Welten...

Billy (unregistriert) 4. Januar 2011 - 14:11 #

Gut geschrieben, kann bei 1-4 nur zustimmen. Was mich auch richtig nervt, sind diejenigen Leute die sich in Online Games daneben benehmen und nur am beleidigen und sabotieren sind.

B4ck7p 14 Komm-Experte - 2511 - 4. Januar 2011 - 14:22 #

Mal etwas Kritik, aber weniger am Artikel.

Zu Punkt 3 "Nachfolger-Nirwana": Die Kunden müssen neue Titel auch kaufen wenn sie erscheinen. Dieses Jahr gab es u.a. mit Spielen wie Blur, Enslaved, Alan Wake und Split/Second richtig gute Spiele die aber keiner haben wollte.
Man muss bei dem Punkt dann auch ein Einsehen mit den Publishern haben die dann auch Fortsetzungen auf den Markt werfen. Hier ist es nicht anders als in den Filmindustrie - ein erfolgreicher großer Titel muss die roten Zahlen vieler anderer kleiner Titel kompensieren wenn ein Studio nicht pleite gehen möchte.

Und zu Punkt 5 "Krude Konsolenumsetzungen": In Zeiten in denen Spiele immer leichter werden ist das Fehlen einer Quicksave-Funktion für mich eher zu begrüßen. Dadurch werden die Spiele wenigstens herausfordernder. Früher konnte noch jeder ein Call of Duty auf Veteran durchspielen, mit einer Hand auf F5 und F9 war das kein Problem...

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 4. Januar 2011 - 17:16 #

Stimmt, Quicksave ist einer der Spaßkiller schlechthin. Leider nicht erst seit 2010/11.
Viel spannender sind fair(!) gesetzte Speicherpunkte, wie z.B. bei Far Cry.

anonymer Onkel (unregistriert) 4. Januar 2011 - 21:43 #

Nimmst du Far Cry (1) tatsächlich als Beispiel für fair gesetzte Speicherpunkte?!
Ansonsten stimme ich zu. Quicksave ist für Noobs! ;)

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100934 - 4. Januar 2011 - 23:37 #

Kommt aber auch auf das Genre an. Bei einem RPG oder Adventure zum Beispiel, wo man viel "in der Gegend rumläuft", will ich speichern können wann und wo ICH will, und nicht erst noch einen Speicherpunkt oder Checkpoint aufsuchen, wenn ich das Spiel beenden will. Checkpoints sind unter anderem oft auch (leider) ein Mittel, die Spielzeit in die Länge zu ziehen. Beispiel so Open World-Spiele, wo du dann den ganzen Weg von A nach C über B nochmal fahren darfst. Das ist dann für mich Zeitverschwendung und stört den Spielfluß.

Fuutze 11 Forenversteher - 822 - 4. Januar 2011 - 23:55 #

Da ist ein gutes Negativbeispiel GTA4 (Hauptspiel), stirb zwischen einer Misson und dann kannste noch mal ne ViertelStunde sinnlos durch die Gegend gurken um dann wieder draufzugehen. Hier geht mir auch wieder die Slowdown-Geschichte auf den S... äh... Zeiger. Trotzdem ein Super-Spiel, zumindest auf PS3.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100934 - 5. Januar 2011 - 0:00 #

Wobei das bei GTA 4 besser gelöst wurde als früher. Du kannst via Handy ja die Mission wiederholen, da startest du zumindest vom Auftraggeber weg. Außerdem wurde da ein Autosave eingeführt, was nach Beenden einer Mission automatisch speichert. Das war bei den vorigen GTAs nicht so. Bist du auf dem Weg nach der Mission zum Versteck noch draufgegangen, mußtest du die Mission wiederholen. Mit dem Autosave fiel das in GTA 4 weg. Da kannst du da wenigstens den Autosave laden und startest im nächstgelegenen Versteck.

Fuutze 11 Forenversteher - 822 - 5. Januar 2011 - 0:09 #

Das mag sein kannte GTA vorher nur vom PC und da hat mich die Steuerung abgeschreckt. Die Steuerung von GTA4 auf PS3 ist dagegen wirklich gut. Und die Geschichte mit der sinnlosen Rumgurkerei wurde zuminest im Addon "The Lost and the Dammed" besser gelöst. Wenn man da drauf geht hat man in den Missionen "Respawn-Punkte". Dort gab es auch weniger Achievments, die sich nur auf die Story beziehen.

anonymer Onkel (unregistriert) 5. Januar 2011 - 0:25 #

So etwa finde ich das schon ziemlich optimal gelöst. Vor der Mission speichern und einmal danach und, wenn sie wirklich lange geht, vielleicht auch mal zwischendurch. Perfekt!
Bei nichtlinearen Spielen, wie es viele RPGs sind, macht es natürlich wenig Sinn, die Landschaft auf gut Glück mit Speicherpunkten vollzuklatschen. Und in Adventures haben sie gar nichts zu suchen.
Je linearer aber ein Spiel ist und je stärker der Fokus auf Geschicklichkeit zur Überwindung von Hürden liegt, desto sinnvoller werden gut gesetzte(!) Speicherpunkte.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100934 - 5. Januar 2011 - 3:03 #

"Und in Adventures haben sie gar nichts zu suchen."

Aber gerade da will ich manuell speichern können wann ich will. Nehmen wir an ich sitze vor einem Rätsel und komme nicht weiter. Also sag ich mir, genug für heute, ich mach da morgen weiter und speichere. Müßte ich jetzt da wieder 15 Minuten lang erneut spielen, weil es erst da zuvor einen Checkpoint gab, würde mich das ärgern.

Anonymous (unregistriert) 5. Januar 2011 - 11:18 #

Sie = Speicherpunkte
Natürlich will ich bei Adventures per Hand speichern. Mit Ausnahme von Action-Adventures liegt der Schwerpunkt im Normalfall auf dem Knacken von Rätselnüssen. Speicherpunkte bringen dann keine Spannung, sondern sind ein Bedienungsmangel.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 5. Januar 2011 - 9:48 #

Ja, ich fand die Speicherpunkte in FC ok. Jedenfalls kann ich mich an keine Stelle erinnern, die mich frustriert hätte.

Aber Trinity muss ich auch Recht geben, in einem Gothic z.B. wären Speicherpunkte unsinnig, da es keine festen Wege gibt, die man geht. Dennoch sollte ein zu exzessiver Quicksave-Gebrauch verhindert werden, da man sonst dazu verleitet wird vor/nach jedem Gegner F9 zu drücken.

Das war übrigens einer der Gründe, die mich früher an MMORPGs fasziniert haben: Es gab keine Sicherheitsleine. Jeder Kampf konnte mit bösen Konsequenzen enden – Nervenkitzel pur. Das war allerdings zu einer Zeit, als man nach einem Char-Tot nicht gleich wieder da stand, als sei nichts gewesen. Da verlor man noch Teile seiner Ausrüstung, Gold und Erfahrung.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8235 - 4. Januar 2011 - 18:37 #

Also ich hätte auch lieber Quicksave statt Checkpoints. Dann sollen sie lieber am Gameplay so drehen, dass das Game nicht platzt, wenn man als Spieler selber entscheidet wann und wo gespeichert wird.

Fuutze 11 Forenversteher - 822 - 4. Januar 2011 - 23:58 #

Tomb Raider 2, da hat mein Vater mal gespeichert als er gerade eine Sprung verpatzt hatte und es steil nach unten ging (inkl. Aufschlag mit lustigen Geräuschen), Epic!!! Aber ansonsten wünsche ich mir auch grundsätzlich das ich Speichern kann wann ich möchte.

Hoschimensch 14 Komm-Experte - 2085 - 5. Januar 2011 - 9:22 #

Solange nicht wieder Speicherkristalle (Daikatana), Farbbänder (Resident Evil) oder "nur ein Save pro Level" (Operation Flashpoint) beliebt werden, bin ich eigentlich ganz zufrieden.

Sciron 19 Megatalent - P - 17072 - 5. Januar 2011 - 19:06 #

Bei Daikatana (war eh'n Schrottspiel) und Resi geb ich dir recht, Op. Flashpoint hat mir dadurch allerdings erst den richtigen Kick gegeben. Tief im Feindesland zu stecken, hinter irgendnem Busch verborgen, wenn quasi jeder Treffer tödlich sein kann, das hatte schon was. Mit nem Dauerquicksave hätte mir das viel an Atmosphäre genommen.

Problematisch war nur, dass man nicht wusste WANN die Checkpoints erreicht werden. Konnte also passieren, dass du deinen einzigen Speicherstand wenige Meter vor einem Savepunkt verballert hat. Das hätte man besser lösen können. Grade beim bockschweren Red Hammer Add On hätte mir das einigen Frust erspart.

Olphas 24 Trolljäger - - 48135 - 5. Januar 2011 - 13:54 #

Das ist mir damals bei Tomb Raider 1 bei einer wilden Hüpfeinlage in Atlantis passiert ... ich war etwas gefrustet und wollte schon während des erneuten Absturzes den Spielstand laden. Leider hab ich versehentlich Speichern statt Laden erwischt und saß dann erstmal fassungslos vor dem Spiel.

Kanonengießer 14 Komm-Experte - 2468 - 4. Januar 2011 - 15:23 #

Schöner Artikel, aber im Grunde nix neues.

Cohen 16 Übertalent - 4509 - 4. Januar 2011 - 15:57 #

Bezüglich "absurde Achievements":
Ganz nervig finde ich ja diese "Liste-abarbeiten"-Erfolge ohne jegliche Toleranzen wie z.B. 200 von 200 Tauben finden bei GTA4.

Das hat doch nichts mehr mit genauem Erkunden der Spielwelt zu tun... wenn man nicht eine Komplettliste ausdruckt und erledigte Ziele abhakt (was mir zu blöd wäre), wird man sehr wahrscheinlich selbst bei gründlicher Suche eine Handvoll fliegender Ratten übersehen.

Warum nicht z.B. 200 von 220 Tauben finden? 85 - 90% erscheint mir ein recht guter Wert... das erledigt man nicht "so nebenbei", wenn man nur der Hauptstory folgt, erfordert aber auch keine "Abhak-Liste" (oder verdammt viel Glück). Bei dem Nuka-Cola-Achievement von Fallout 3 wurde es mal richtig gemacht.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8235 - 4. Januar 2011 - 16:31 #

Irgendeiner muss halt die ganzen tollen Lösungsbücher kaufen. Es soll ja mal ne Zeit gegeben haben, da wurde erst das Spiel und dann die Lösungsbücher feil geboten... Hachja... ;)

Henry Heineken 15 Kenner - 3569 - 4. Januar 2011 - 19:40 #

Wenn die großen Publisher nur auf die Meinung des Herrn Austinat hören würden, wäre ich glücklicher.

Koveras 13 Koop-Gamer - 1507 - 4. Januar 2011 - 20:51 #

Weil es mir irgendwie erst jetzt klar geworden ist: Achievements sind Secrets für Arme, oder? Früher™ hat man aufwändig die Levels so aufgebaut, dass sie echte Secrets enthielten, jetzt spart man sich das durch Achievements, die deutlich weniger Aufwand bereiten dürften.

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9911 - 4. Januar 2011 - 22:01 #

Da hat mal jemand den Nagel auf den Kopf getroffen...

Anonymous (unregistriert) 5. Januar 2011 - 0:05 #

Archievements sind die Fließbildchen des 21. Jahrhunderts!

LEiCHENBERG 14 Komm-Experte - 1814 - 5. Januar 2011 - 0:25 #

Ich glaube nicht, dass Xbox und Co. "schuld" daran sind, dass heute mehr DLC existiert, der früher schon im Hauptprodukt gewesen wäre. In meinen Augen ist es eher andersrum: Ohne Konsolen mit besser kontrollierbarem
Raubkopierverhalten (und damit auch mehr Geld), gäbe es vielleicht schon so manchen Entwickler oder gar Publisher nicht mehr. Ist vielleicht zu stark übertrieben oder gar falsch, aber die Entwicklung des DLC vom Zusatzinhalt zum Komplettierungsupdate hätte ebenso stattfinden können, wenn es überhaupt keine Konsolen gäbe.

Aber zum Thema: Kopierschutz ist etwas lästiges auf dem PC. Ein spielspaßkiller! Auch ungern gesehen: schlechtes online matchmaking, das Anfänger gegen Pro-Spieler antreten lässt.

Nöler (unregistriert) 5. Januar 2011 - 0:45 #

Mass Effect 2: Dank Gebrauchtkauf kein Zugriff aufs Cerberus-Netzwerk und Mini Addon,
Mafia 2: übertriebene Anforderungen an die Hardware(8800gt als Zweit-und Physx-Karte, gehts noch?^^) Die Story; ein Quickie. Der DLC erscheint, wie zum Hohn, kurz nach Veröffentlichung des Spiels.
Call of Duty: Das schönste Mohrhuhn-Spiel aller Zeiten geht in die nächste Runde. Viele mögen es nicht, wegen der viel zu kurzen Story oder moralischer Gründe und stellen es sich dann doch wieder in die Spiele-Sammlung(epic facepalm)!
Need for Speed: So zäh, dynamisch und eingleisig wie Dieter Bohlen, jedes Jahr ein neuer Need for Speed-Superstar.

Zerberus77 13 Koop-Gamer - P - 1679 - 5. Januar 2011 - 0:59 #

Ein sehr schöner Artikel, allerdings mit einem Fehler - er ist zu kurz! Ich würde noch Bugs, schlechte/fehlende Anleitungen und "Lieblosigkeit" (z.B. "Wozu sorgfältig austarierte Schwierigkeitsgrade, wir schicken dem Spieler einfach 100 Gegner aus 'nem Klohäuschen entgegen, bis er weiter geht.") auf die Liste setzen.

PS: Einen Fehler habe ich doch noch, bei Nr. 4 heißt es: ... um damit ihre Verluste zu schmälern. Müsste da nicht Gewinne stehen?

SNAKE 13 Koop-Gamer - 1324 - 5. Januar 2011 - 2:10 #

Ich will wieder ordentliche Spieleboxen und Extras haben, wenn ich mir ein Spiel kaufe!

SC2 war obwohl es nur ein schwarz-weiß Handbuch und ein Klappcover lieferte schon ein eher positives Beispiel.

Ich kaufe mir seit jeher Spiele wie The Witcher (Enhanced Edition) wo neben einem Schuber noch ein Handbuh ein Spielführer, eine Zusatz-CD mit Extra-Inhalten und ein Soundtrack enthalten waren.... für ca 30€!!!

X742DU57 09 Triple-Talent - 295 - 5. Januar 2011 - 5:02 #

Hmm, Anmerkung: XBox LIVE und GfW LIVE laufen zugegebenermaßen auf zwei unterschiedlichen Betriebssystemen. Aber die Gamerscore-Punkte kommen beide in denselben Topf, wenn man denselben LIVE-Account in Windows wie auch auf der XBox verwendet. Ist somit eigentlich eine gute Sache.
Nicht aufgeführt sind aber z. B. die Mobile-Achievement-Dienste wie OpenFeint und Apple´s Game Center.

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1497 - 6. Januar 2011 - 10:32 #

Für mich sind Spielspaß-Killer Nr. 1 ganz klar Steam, Ubisofot-Launcher und sonstige (Online-)DRM-Maßnahmen.
Mir kommt kein Spiel ins Haus, das mir irgendeinen Online-Account aufs Auge drücken will, damit ich den Solo-Part spielen darf.
Dass ich dadurch jede Menge Perlen (Siedler 7, Portal, StarCraft 2, Fallout - New Vegas) verpasse, ist einerseits schade, allerdings gibt es eh viel zu viele gute Spiele, als dass ich sie alle spielen könnte.
Diese DLC-Seuche finde ich auch rechtschaffen unverschämt, aber die kann man ja wenigstens noch durch Warten auf GotY-Versionen umgehen.

Ansonsten natürlich auch von mir ein dickes Lob für den Artikel. Sehr lesenswert!

John of Gaunt Community-Moderator - P - 63834 - 6. Januar 2011 - 12:48 #

Steam kann man auch in einem Offline-Modus starten und benutzen, und muss so nur bei der ersten Installation online sein. Das gleiche soll auch für Starcraft 2 gelten, wobei ich nicht weiß, ob das inzwischen geht.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6525 - 12. Januar 2011 - 18:35 #

Ich versteh', daß Dich die Online-Accounts nerven. Aber in der Regel muß man doch nix als eine e-mail-Adresse dafür preisgeben, und dann machst Du Dir halt eine mirdochegal@gmx.de oder web.de oder sonstwo, und schon wissen die bösen Spielekonzerne eh nix von Dir persönlich.

hunke 04 Talent - 19 - 6. Januar 2011 - 18:58 #

Bei dem Thema Achievements kann ich auch nur voll zustimmen!!
@john of gaunt
du kannst aber keine spiele kaufen, und nicht z.B. den Multiplayer benutzen... dafür muss man online sein!

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100934 - 6. Januar 2011 - 19:38 #

"@john of gaunt
du kannst aber keine spiele kaufen, und nicht z.B. den Multiplayer benutzen... dafür muss man online sein!"

Das ist ja wohl logisch, daß man für den Multiplayer online sein muß, oder etwa nicht?

pepsodent meinte aber in dem Bezug den Singleplayer eines Spiels bzw. reine Singleplayer-Spiele und mit seiner Aussage hat John da absolut recht: Die kann man bei Steam offline spielen.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 37133 - 7. Januar 2011 - 13:26 #

Super Artikel, kann dem meisten voll zustimmen. Absurde Achievements sehe ich nicht so eng. Wenn sie mir zu aufwändig sind, lasse ich sie halt. Allerdings spiele ich nicht auf der Xbox, wo man Punkte dafür bekommt, kenne das eher von Steam. Die eine oder andere Herausforderung macht schon Spaß, etwa bei L4D eine Kampagne nur mit Pistolen durchspielen. Andere sind schon irrsinnig, aber wie gesagt, das ist für mich dann kein Verlust, wenn ich die nicht habe.
Kritischer sehe ich da schon die stiefmütterliche Behandlung des PCs. Wenn ich in meinen geliebten Shootern nicht mehr frei speichern kann oder die Steuerung hakt, obwohl beides seit Jahren praktisch standardisiert war, stößt mir das äußerst sauer auf.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8235 - 7. Januar 2011 - 14:48 #

Mir hat Borderlands gefallen, da hatte man nach dem ersten mal durchspielen um die 750 Gamerscore von 1000 Möglichen. Wenn ich dagegen Rock Band sehe, das ich um 200 Stunden öfter gespielt habe, aber nur 300 mickrige Gamerscore aufwartet, das ärgert einen dann.

SmartAI (unregistriert) 7. Januar 2011 - 18:57 #

Meine Spielspasskiller Hitlist:

1. Strohdoofe CHEATER KIs: (sorry Publisher, aber der Gegner in einem Game ist ESSENTIELL - denn warum sollte ich mich mit nem debilen Betrüger messen wollen ? Da kann das spiel noch so gut sein, wie z.b. Civ V, wenn der Gegner das Spiel, teilw., gar nicht spielen kann u. wenn doch nur sehr dämlich, dann ist das Spiel leider ein wertloser NO BUY.

2. Runterdummung u. Casualisierung: (d. grundsätzliche Spieldesign ist leider immer anspruchsloser, unkomplexer ... die meisten neuen Spiele sind eig. nicht mehr spielenswert für mich...)

3. mieße Wegfindung

4. DRM

5. mießes Balancing: (viele RPGs werden ab der Hälfte des Spiels nicht mehr fordernd - man hat zu viel Geld - zu gute Waffen - zu schwache u. zu dumme Gegner....

5. unfertige Versionen die den Kunden ohne Bezahlung zum Beta Tester degradieren

6. so gut wie keine Abwechslung im späteren Spielverlauf (selbst Bioshock konnte ich nicht durchspielen - auch nicht beim 2 ten Anlauf - is halt immer das Gleiche...)

7. DLCs

8. Spionage der Firmen

9. viel zu hohe Preise

10. für viel zu kurze Spiele

Alles in allem tut die Spielebrache alles, um genau so einen Umsatzniedergang zu erleben, wie in der Musikbranche. Die Produkte lassen einfach viel Qualität u. Feinschliff vermissen. Parallel dazu werden die ehrlichen Käufer nur mehr verarscht. (DRM, Spionage, DLCs, unfertige teure Spiele bei Release)

Ich prophezeie den großen Crash. Hoffentlich schrumpft die Brache dann gesund u. es wird wieder spielerische Innovation u. Spielspass in Verbindung mit Anspruch geben. Gerne mit schlechterer Grafik. :)

Azzi (unregistriert) 8. Januar 2011 - 19:08 #

1. Mit grosses Abstand die DLCs. Was mich bei Dragon Age schon gestört hat, wenn man beim Dialog mit nem NPC nicht weiterkam weil man den DLC nicht besaß, das trieb Mafia 2 auf die Spitze.
Bei Mafia 2 merkt man einfach an jeder Ecke das gekürzt wurde und das die Spielewelt nicht fertig ist. Im Endeffekt 45€ für ein 10 Stunden Spiel was geschnitten und mit DLCs gespickt ist....nie wieder.

2. Die KI: 2006, also vor 5 Jahren, erschien FEAR und machte mit ganz guter KI auf sich aufmerksam. Komischerweise wurde in den folgenden 5 Jahren irgendwie nie wieder das Level der KI erreicht eher im Gegenteil. In nahezu jedem Shooter muss ich mich über strunzdumme Moorhuhn Gegner ärgern, COD ist heir das beste Beispiel.

3. Achievments: Bei manchen Spielen ganz witzig in anderen Spielen wirken sie komplett deplaziert. Gerade in CSS ist sowas wie Achievments einfach der letzte Stuss...

McFareless 16 Übertalent - 5557 - 8. Januar 2011 - 20:25 #

Ich kann dem Achievmentproblem nicht zustimmen :) Aber sonst stören mich die Punkte auch wobei Gebrauchthandel nur von geringem Interesse ist... Mich nervt wie immer, dass Innovationen fehlen (geht ja eig. jedem so)

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6525 - 12. Januar 2011 - 18:36 #

Am besten sind die "Schalte 100 Achievements frei"-Medaillen ;))

Anonymous (unregistriert) 10. Januar 2011 - 18:00 #

Das erste Jahr des neuen Jahrzehnts war 2010...

Z 12 Trollwächter - 1009 - 10. Januar 2011 - 19:09 #

Sehr schöner Artikel!

Mein Spielspaßkiller 2011 werden MMOs mit monatlichen Gebühren UND Itemshop. Man kann ja nicht zu viel verdienen...

Anonymous (unregistriert) 14. Januar 2011 - 1:49 #

mein Spielspasskiller 2011 ?

KAPITALISMUS

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6525 - 14. Januar 2011 - 12:48 #

?!

magicmonk 07 Dual-Talent - 115 - 10. April 2012 - 23:25 #

Du sprichst mir aus der Seele.
Ravenshield :)

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