Roland Austinat traut sich:

"Spiele sind zu billig!"

Spieletester-Veteran Roland Austinat hat nachgerechnet: Computer- und Videospiele seien in den letzten Jahrzehnten nicht wirklich teurer geworden, fast alles andere aber schon. Als Argument fürs Raubkopieren lässt Roland hohe Spielepreise gleich gar nicht gelten. Sicherlich keine Kolumne, die jeder gerne lesen wird. Aber lest sie.
Roland Austinat 25. November 2009 - 15:54 — vor 4 Jahren aktualisiert
Anfuehrung
Erinnnert sich noch jemand an das Gezeter, als Activision Blizzard ankündigte, den Verkaufspreis für Call of Duty: Modern Warfare 2 anzuheben? Wie viele Spieler deswegen den Actiontitel boykottieren wollten? Das waren scheinbar alles leere Worte, denn unlängst legte das Spiel den erfolgreichsten Verkaufsstart eines Videospiels überhaupt hin: knapp 5 Millionen Stück am ersten Tag, bezogen auf die USA und England. Und das trotz eines Preises von 60 Dollar beziehungsweise 150 Dollar für die Prestige Edition mit "Nachtsichtgerät". Nun ja. Oh, und dann gab es auch noch die "Hardened Edition" für 80 Dollar, ausgeliefert in einer Blechschachtel inklusive eines Mini-Art-Books und eines Gutscheins zum Herunterladen des allerersten Call of Duty. Die verkauften sich ebenfalls nicht schlecht.
 
Im Zuge des MW2-Starts schlug auch Microsofts Entscheidung hohe Wellen, Heerscharen von Raubkopieren den Zugang zum Konsolen-Onlinedienst Xbox Live zu sperren. Denn etliche Schlaumeier waren schon lange vor dem Verkaufsstart mit einer geknackten Version des Spiels online unterwegs beziehungsweise meldeten per Xbox Live ihre Fortschritte der Einzelspieler-Kampagne. Tja, dumm gelaufen, liebe Raubkopierer. In einschlägigen Foren kochte erst einmal die Wut hoch: Wie kann Microsoft als ein Milliardenunternehmen so etwas tun? Haben die nicht genug Geld und andere Sorgen? Und was sind schon ein paar Spiele, die man aus dem Internet herunter lädt, brennt und auf einer gehackten Konsole spielt? Und überhaupt, wer kann sich so viele gute Spiele überhaupt leisten? Was machen Arbeitslose, die über nur über ein geringes Einkommen verfügen? Kein Witz, solche Kommentare gab und gibt es dutzendfach. Ich habe für keines davon Verständnis.
 
Verbraucherindex contra Spielepreise
 
Computer- und Videospiele sind seit den 80ern erstaunlich preisstabil
Also, die Spielepreise. Abgesehen davon, dass ich Klagen von Raubkopierern kein Mitleid schenke, lohnt sich ein Blick zurück. Zwischen 1991 und 2008 hat der deutsche Verbraucherpreisindex knapp 30 Prozent zugelegt (Quelle: Statistisches Bundesamt). Doch wenn wir etwa in eine Ausgabe der Video Games von 1991 schauen, kostete laut einer Anzeige das Rollenspiel Final Fantasy Legend 76 Mark. Für den Ur-GameBoy, wohl gemerkt. Wie sieht es heute aus? Amazon bietet diverse Final-Fantasy-Teile für das heutzutage vergleichbare Mobilsystem Nintendo DS entweder fürs gleiche Geld oder überwiegend deutlich billiger an: Zwischen 20 und 36 Euro müssen Rollenspieler pro Spiel berappen. Tatsächlich sind Computer- und Videospiele schon seit den 80er Jahren erstaunlich preisstabil: Ich erinnere mich etwa daran, im Jahr 1984 das Action-Adventure Pitfall 2 für das Atari-2600-System gekauft zu haben -- für 120 Mark, also rund 60 Euro. Wenn das keine Preisstabilität ist, was dann? Demgegenüber sind die Preise für andere Unterhaltungsformen wie Bücher oder einen Kinobesuch deutlich in die Höhe geschnellt.
 
Kaum noch schlechte Spiele
 
Natürlich ist es ärgerlich, 50 Euro für ein Schrottspiel auszugeben. Allerdings sind die Zeiten, in denen es solche Titel in rauen Mengen in die Regale geschafft haben, so gut wie vorbei. Durch ausgiebigste Berichterstattung in Online- und Printmedien muss heute niemand mehr die Katze im Sack kaufen. Auch Demo-Versionen geben einen prächtigen Einblick in das Spielvergnügen. Und wer darauf verzichten kann, alle Spiele sofort zum Verkaufsstart anzugehen, den erwarten beim Online-Kauf per Steam oder Good Old Games wahre Schnäppchen. So gab es letztes Wochenende via Steam zum Beispiel den gerade mal ein Jahr alten Taktik-Shooter "Frontlines: Fuel of War" für 7,49 Dollar -- billiger geht's kaum noch.
 
Manche Spieler fordern schon seit langem, auch den Preis für brandneue Spiele zu senken, weil dann mehr Leute zugreifen würden. Grober Unfug. Denn Entwicklerstatistiken der letzten Wochen zeigen, dass selbst iPod-Spiele kräftig geklaut werden -- und das bei Preisen von oft nicht mal 5 Euro. Dem gegenüber stehen bei Konsolen- und PC-Spielen kräftig gestiegen Entwicklungskosten: Wo früher eine Million viel Geld war, stecken Entwickler heute oft zweistellige Millionenbeträge in einen Titel, und dann noch einmal einen dicken Batzen in dessen Vermarktung. Geht das nicht billiger? Tja, in Zeiten der High Definition will halt niemand oder kaum jemand zweidimensionale Strichmännchen lenken, sondern so lebensecht wie nur möglich gegen böse Buben kämpfen. Und prompt werden für das Erstellen solcher neumodisch "Assets" genannten Komponenten wie Charaktere, Levels, Waffen und Bedienoberflächen mehr Mitarbeiter benötigt. Die müssen auch irgendwie Miete, Auto und Lebensmittel bezahlen -- erwähnten wir die gestiegenen Verbraucherpreise?
 
Einfach mal eines weniger kaufen
 
Vielleicht sollten wir uns mit dem Gedanken anfreunden, 5 oder 10 Euro mehr pro Spiel auszugeben
Ganz ehrlich: Wer sich nicht alle Top-Spiele leisten kann, kauft sich halt mal eins weniger. Oder nicht sofort am ersten Tag, denn fast alle Spiele kosten schon nach einem halben Jahr dramatisch weniger. Schlechter sind sie deswegen nicht geworden. Vielleicht sollten wir uns auch mit dem Gedanken anfreunden, 5 bis 10 Euro mehr für ein Spiel auszugeben. Denn wie gesagt, so gut wie alle anderen Dinge im Leben sind in den letzten 30 Jahren teurer geworden. Warum sollten es Spiele mit deutlich gestiegenen Produktionskosten nicht auch werden? Mit dem Argument "Die Hersteller machen immer noch viel Kohle, wenn sie fünf Millionen Modern Warfare oder Die Sims verkaufen!" kann mir keiner mehr kommen. Sonst würden wir keine Nachrichten wie die der letzten Woche hören, in der ausgerechnet Electronic Arts das Entwicklerhaus Pandemic (Star Wars: Battlefront, Mercenaries, Destroy all Humans) dicht gemacht hat. Und das war nur ein Teil der insgesamt 1500 Angestellten, die Electronic Arts auf die Straße setzt. Vier Wochen vor Heiligabend.

Euer Roland Austinat
Abfuehrung
ichus 15 Kenner - 2987 EXP - 25. November 2009 - 16:42 #

Sehr interessant, aber ich finde die Preise im Moment eig. ganz in Ordnung.

Alric 09 Triple-Talent - 345 EXP - 12. Dezember 2009 - 9:00 #

Ich finde sie nicht nur eigentlich ganz in Ordnung, sondern grandios.
Kein aktueller AAA Titel (GTA 4, Uncharted 2, Modern Warfare 2 etc) kostet mehr als 35 Eur (!). Das ist grandios günstig. Eigentlich (wie die Überschrift ja auch sagt, sogar zu billig.

Lexx 15 Kenner - 2908 EXP - 25. November 2009 - 16:43 #

"Natürlich ist es ärgerlich, 50 Euro für ein Schrottspiel auszugeben. Allerdings sind die Zeiten, in denen es solche Titel in rauen Mengen in die Regale geschafft haben, so gut wie vorbei."

Sorry, aber das sehe ich anders. In den letzten Jahren kam IMO ein Schrottspiel nach dem anderen raus. Sei es jetzt ein zu hoch gewertetes Oblivion, ein noch höher gewertetes Fallout 3, ein überbewertetes Mass Effect oder Doom 3 oder Crysis oder FarCry 2 .... ehrlich. Ich kann genügend Spiele aufzählen, die einen hohen Preis echt nicht wert waren. Klar, die Grafikpräsentation vielleicht, aber teh fuck, ich will geilen Scheiß zocken und nicht nur Bilder glotzen, um das mal auf der Schiene fahrend auszudrücken.

maddccat 17 Shapeshifter - 7685 EXP - 25. November 2009 - 17:06 #

Keins der von dir genannten Spiele ist auch nur ansatzweise das, wass man unter einem "Schrottspiel" versteht. Vielleicht solltest du mal deine Ansprüche überdenken und gegebenfalls etwas zurückschrauben oder es gleich sein lassen.

Lexx 15 Kenner - 2908 EXP - 25. November 2009 - 17:17 #

Sehe ich völlig anders. Oblivion ist ein vereinfachtes Morrowind mit beschissener Story, Fallout 3 ist ein noch viel extremer vereinfachter Nachfolger zu Fallout, wenn man es gegen Morrowind vs. Oblivion stellt (auch mit beschissener Story, die aus mehreren älteren Spielen zusammengeklaut wurde %-), Mass Effect versucht viel, schafft aber nicht alles (abgesehen von der Mimik und Gestik der Figuren, da gibt es nichts, was besser ist), Doom 3 war langweilig wie sau, da viel zu Eintönig schon von Beginn an, Crysis war eine Grafikdemo und FarCry 2 sehe ich hier wie Doom 3... langweilig ohne Ende.

Für jedes der erwähnten Spiele bereue ich es, überhaupt Geld ausgegeben zu haben. Naja, abgesehen von Mass Effect, wegen der cinematischen Inszenierung.

maddccat 17 Shapeshifter - 7685 EXP - 25. November 2009 - 17:28 #

Ja schön, das mag deine subjektive Sichtweise sein. Diverse Tests bescheinigen den Spielen genügend Qualität und Unterhaltungswert. Mir liegt es zwar fern hier von Objektivität zu sprechen, aber ich denke in der Summe ergibt sich dadurch eine realistischere Einschätzung.

Lexx 15 Kenner - 2908 EXP - 25. November 2009 - 17:35 #

Ist natürlich nur meine subjektive Meinung und keine 100% objektive Feststellung. Die Spiele haben sicherlich auch nicht völlig versagt, sind mir persönlich für ihren ur-Preis aber trotzdem zu teuer gewesen. Alles schön und gut, mit fetter Aufmachung usw. aber das transformiert die Spiele noch lange nicht in Meisterwerke, die auch viel Asche wert sind.
Was 'diverse' Tests zu den Spielen sagen, ist mir völlig Banane, denn es gibt mehr als genug Jubel-Rezensionen von den besagten Spielen, die völlig bescheuert sind und wohl im Hype oder so geschrieben wurden...

maddccat 17 Shapeshifter - 7685 EXP - 25. November 2009 - 17:42 #

Darum geht es aber, -nicht um deine persönliche Meinung sondern um eine Betrachtung der Ware "Spiel" losgelöst von irgendwelchen Präferenzen.
Heute sind die Regale voll mit guten und sehr guten Titeln. Das war früher anders, da ragten aus der Masse von sagen wir "Mittelmaß" ein paar Perlen heraus. Diesen Zustand gibt es heute wohl nur noch im Wii-Regal.

Lexx 15 Kenner - 2908 EXP - 25. November 2009 - 17:59 #

Sorry, aber auch dann bleibe ich dabei: Da ist zu viel Geld verlangt worden. Wie ich zuvor schon geschrieben habe... die einen sind langweilig, da eintönig, andere sind vereinfachte Versionen der Vorgänger, andere sind nur Grafikdemos, ... da stimmt für mich einfach das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht. MW2 wäre ja auch wieder so ein tolles Beispiel. 60 Euro für 5 Stunden (nur vom SP ausgehend jetzt. Mir kann auch keiner erzählen, dass 20 Euro davon dem MP gehören), bah. Und so wie MW1 gerade steht... könnte man also sagen, man sollte 3, 4 Jahre warten, bis der Preis evtl. in die "ok"-Marke rutscht.

Und wenn jetzt eben das "die Produktionskosten sind zu hoch"-Argument kommt... so ist das dann eben. Sollten sich die Entwickler oder Publisher drüber Gedanken machen.

Claus 21 Motivator - Abo - 29645 EXP - 25. November 2009 - 20:57 #

1. Für diesen Beitrag habe ich den Adblock deaktiviert.
2. Wenn du ernsthaft die aufgeführten Spiele als Schrottspiele bezeichnest, dann hast du noch nie ein echtes Schrottspiel gespielt, sprich: du bist ein Leser der jüngeren Generation, Baujahr 1990 oder noch neuer. Lass dich also freundlich belehren: deine Schrottspiele sind Spieleperlen der alleresten Güte gegen die wahren Schrottspiele, für die unserein Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre Geld über den Ladentisch wandern ließ.

Lexx 15 Kenner - 2908 EXP - 25. November 2009 - 21:46 #

Ich fühle mich jetzt irgendwie zu alt für 1990. Auch hier bin ich eher anderer Meinung: Gerade wenn man die ganze frühen Spiele miterlebt hat, sollte man eigentlich erkennen, wie viel Scheiße heute auf den Markt geworfen wird.

Claus 21 Motivator - Abo - 29645 EXP - 25. November 2009 - 22:40 #

Ne-ne, das war damals unvorstellbar schlimmer als heute.
Heute ist das alles GOLD gegen den Dreck von damals, der teilweise nicht einmal getestet wurde.
Mit Kusshand hätte ich 90% meiner damaligen Spiele gegen Oblivion oder Fallout 3 getauscht.
Damals, das war doch gegen heute die Hölle.
Und überhaupt, WIR haben doch damals nur Steine zu essen bekommen, und wir waren froh, wenn wir überhaupt mal welche bekommen haben.

Anonymous (unregistriert) 26. November 2009 - 11:39 #

Ich finde die Meinung von Lexx zwar etwas krass formuliert, aber teilweise stimme ich ihm zu. Um einen Vergleich aus dem Kino zu bemühen: Viele Spiele sind wie "2012". Herausragende Optik, super Besetzung, grandiose Effekte, kommerziell unglaublich erfolgreich usw., aber einfach nicht gut. Oft täuscht die Optik über eine Reihe Schwächen hinweg, zB die absolut nicht vorhandene Innovation bei DOOM 3 bzw. Crysis. Was ist an den Spielen neu, ausser der Optik? Um wieder die Kino-Metapher heranzuziehen, es ist wie mit King Kong. Das Original hat Menschen in Panik versetzt und ist ein Meilenstein der Filmgeschichte, die Neuauflage ist schön und kommerziell erfolgreich, aber einfach nicht so gut. Diese ganzen "Ansprüche" an moderne Spiele stammen doch von einer Industrie, die Werbung für ihre Produkte machen muss. Warum ist Diablo 3 hier der am heissesten erwartete Titel? Es ist genau wie Diablo 2, mit besserer Graphik! Ich werde mich also hüten D3 zu einem Meilenstein oder einer Perle zu küren. Wenn, dann ist das Diablo 1 vorbehalten...

@Claus: Ich hab Oblivion damals nicht vermisst, ich hatte Ultima!

MaxOwaR 09 Triple-Talent - 242 EXP - 26. November 2009 - 18:36 #

hmm, also teilweise geb ich Dir ja recht, aber ich Spiel auch gerne Spiele ohne neue Idee oder Weiterentwicklung, wenn sie einfach gut gemacht sind! Wichtigste is doch, daß sie unterhalten! Und wenns halt zum 10. mal das Geliche ist unterhält es meistens nicht. Manchmal aber schon...

Claus 21 Motivator - Abo - 29645 EXP - 26. November 2009 - 20:05 #

@ Anonymus:
ich rede ja auch nicht davon, Oblivion zu vermissen, sondern davon, dass damals deutlich mehr und vor allem üblerer Murks veröffentlicht wurde als heute.

Liam 12 Trollwächter - 910 EXP - 27. November 2009 - 2:31 #

Leider ist es ein Gerücht, dass es Spiele sind die von der Industrie alleine gelenkt sind, während Millionen an Spielern innovative aufregende Produkte herbeisehnen. Menschen sind Gewohnheitstiere, sie wollen in ihrer Bequemlichkeit und ihrem Vertrauten agieren können.

Schau die Verkaufslisten der letzten Jahre mal an, es sind ganz selten die Innovativen die was neues probieren, die Verkaufshits werden. Meist sind es entweder eine Fortsetzung oder etwas altbekanntes in neuem Gewand, was sich verkauft wie warme Brötchen.

Kann man es der Industrie wirklich vorwerfen, dass sie bei Entwicklungskosten in Höhe vom 2 bald 3 stelligen Millionenbereich, lieber das produzieren, was alle zwar offiziell nicht wollen und langweilig finden aber inoffiziell trotzdem kaufen?.
Wo jeder Fehlschlag dazu führen kann, dass Studios geschlossen werden müssen?

Ich weiß es ist beliebt auf Publishern gerade z.B. EA rumzuhacken und sie für den Tod aller Innovation verantwortlich zu machen, aber seien wir ehrlich die Schuld haben die Spieler. Wir mit unserem Geld entscheiden, was Publisher fördern und bisher war das Signal fast immer sehr eindeutig.

Jörg Langer Chefredakteur - 247532 EXP - 27. November 2009 - 15:27 #

Ein aus meiner Sicht sehr richtiger Punkt.

Atomsk 16 Übertalent - 4604 EXP - 25. November 2009 - 18:01 #

Oblivion (PC-Version) hab ich mir am Releasetag für 37,99 bei amazon gekauft und insgesamt vielleicht 200 Stunden gespielt. Teuer ist was anderes. Wenn dir ein Spiel seinen Preis nicht wert ist, dann kauf es halt nicht. Ich finde es sowieso immer witzig, wenn sich Leute darüber aufregen, wie überteuert eine Sache ist, die sie kacke finden. Seid doch froh, einfacher könnt ihr euer Geld doch gar nicht sparen.

Nebenbei bemerkt: Auf jede 'Jubel-Rezension' kommen 1000 Flamer, die ihre rein subjektive Sicht der Dinge zum allgemeinen Massstab erheben und glauben, wenn SIE ein Spiel schlecht finden, dann IST es auch schlecht. Es ist so lächerlich, aber ändern wird es sich wohl nie...

Lexx 15 Kenner - 2908 EXP - 25. November 2009 - 18:06 #

Du gehst ja hier von Preis vs. Spielzeit aus und nicht Preis vs. Qualität. Ich hab Oblivion ca. 60 Stunden gespielt und mich danach gefragt... scheiße, warum eigentlich? Ich renn' hier nur durch die Gegend und guck mir das Gras und die Bäume an. Die Quests sind eh alle schon längst durch.

Atomsk 16 Übertalent - 4604 EXP - 25. November 2009 - 18:18 #

Ist doch Wurscht, ob Preis vs Qualität oder vs Spielzeit, kommt doch auf dasselbe raus, denn ein qualitativ gutes Spiel spiele ich unterm Strich halt auch länger als ein schlechtes. Und wieso investierst du 60 Sunden in ein Spiel, das du kacke findest?

Lexx 15 Kenner - 2908 EXP - 25. November 2009 - 18:56 #

Weil ich die ersten 50 Stunden im Hype war und mir erst danach gedämmert hat, was los war.

MaxOwaR 09 Triple-Talent - 242 EXP - 25. November 2009 - 18:21 #

haha, Du bist ja geil!
Spielst es 60 Stunden und hast nix davon gehabt? Warst Du die 60 Stunden immer scheisse drauf, aber hast es gespielt, weil Du das geld reinspielen wolltest? oder warum hast Du 60h gespielt? Wenn ich mit einem Spiel 60h verbringe dann wohl weil es mir Spaß macht. Genau das sollen Spiele ja machen. Nix anderes! Und wenn das Spiel eben nur aus Bäumen und gras besteht aber mich trotzdem 60h vorm PC fesselt, dann hat das wohl auch seine Berechtigung...
Ich mekre normalerweise schneller als nach 60h wenn ein Spiel ein "Schrottspiel" ist.

Und ich denke, daß Preis vs. Spielzeit schon ein ganz guter Faktor ist, weil ich effektiv für den Spaß bezahle, den mir das Spiel bringt. Und wenns ein Tetris ist, daß mich 100h fesselt, nur weils ne neue coole Spielidee ist, dann ist das auch ein geiles Spiel.

Lexx 15 Kenner - 2908 EXP - 25. November 2009 - 19:00 #

"Spielst es 60 Stunden und hast nix davon gehabt?"

Wer sagt das?

"Und ich denke, daß Preis vs. Spielzeit schon ein ganz guter Faktor ist, weil ich effektiv für den Spaß bezahle, den mir das Spiel bringt."

Preis vs. Spielzeit würde ja praktisch bedeuten, dass wenn ich - zum Beispiel - mit einem Browser-Minigame, dass ich wegen was auch immer eine zeitlang spiele, ab x Stunden eigentlich auch 40 bis 50 Euro für hätte ausgeben können, obwohl der "Aufwandsfaktor" für die Entwicklung sicher kein Millionenbudget aufgebraucht hätte.

maddccat 17 Shapeshifter - 7685 EXP - 25. November 2009 - 19:20 #

Ja. Allerdings steht es dann in direkter Konkurrenz zu den ganzen hochwertigen/teuren Produktionen und würde sich wohl nicht mehr verkaufen. Da man dort mit solchen Minimalproduktionen nicht Fuß fassen kann, muss man halt das Geschäftsmodell oder den Preis anpassen. Es bleibt halt eine Frage des Maßstabs und der Vergleichbarkeit. Aktiv verbrachte Spielzeit mit einem Game ist da schon recht brauchbar, hat aber natürlich auch Grenzen: Ein guter SP+MP-Titel fesselt vielleicht länger als ein reiner SP-Titel.

Russvik 07 Dual-Talent - 123 EXP - 25. November 2009 - 17:46 #

"teh fuck, ich will geilen Scheiß zocken und nicht nur Bilder glotzen, um das mal auf der Schiene fahrend auszudrücken."

Also... du schneidest Dir ins eigene Fleisch wenn Du nach dem Spruch als nächste Antwort sowas kommen lässt.

"Für jedes der erwähnten Spiele bereue ich es, überhaupt Geld ausgegeben zu haben. Naja, abgesehen von Mass Effect, wegen der cinematischen Inszenierung."

*lacht sich krum*

"Fallout 3 ist ein noch viel extremer vereinfachter Nachfolger zu Fallout"

Also... wie sagt man so schön, wenn man keine Ahnung hat einfach mal ****** halten? Tut mir leid aber wenn Du die Games nur als Demo Dir besorgst dann kannst Du von dem ganzen Spiel dir eh keinen Urteil machen und wenn Du auch nur es angespielt haben solltest ist dieses Urteil genauso gut wie die Spielteste der meisten INet Seiten oder Spiele-Magazine die es derzeit so gibt. Mal für Dich... http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1802

Tut mir leider aber Du hast echt null Ahnung Lexx!

Lexx 15 Kenner - 2908 EXP - 25. November 2009 - 18:03 #

Haha. :)

1. Wusste gar nicht, dass es von Mass Effect, Oblivion oder Fallout Demos gibt.

2. Mass Effect hat sehr wohl eine wirklich gute Inszenierung. Ändert aber nichts daran, dass das Produkt als ganzes eher nur Mittelmäßig ist.

3. Fallout 3 ist sehr wohl ein extrem vereinfachtes Fallout. Das Skill-System wurde heruntergefahren, die Dialoge wurden heruntergefahren, die Möglichkeiten generell wurden heruntergefahren,... Ich glaube eher, dass du hier derjenige bist, der keine Ahnung hat.

MaxOwaR 09 Triple-Talent - 242 EXP - 25. November 2009 - 18:23 #

Nur, damit ich Dich einordnen kann, würdeste mal sagen, was für Dich tolle Spiele sind, die ihr Geld wert sind?

Russvik 07 Dual-Talent - 123 EXP - 25. November 2009 - 18:43 #

Ich habe eine menge Ahnung von den beiden Teilen weil ich beide zu genüge gespielt hab und nicht nur einmal.

Nur Du bist in deiner Meinung etwas verquer wenn Du Fallout und Fallout 3 vergleichst und bei Fallout 3 von einem Vereinfachten Spiel redest was einfach auf den Ideen und dem vorhandenen Teilen davor aufbaut. Es gibt neue Dinge in Fallout 3... nur sind sie nicht zwingend Spieldynamik betreffend. Aber sicher ist Fallout 3 keine vereinfachte Version von Fallout weil dann würden man bei Fallout 3 keine GUI haben... nicht mal solch eine wie bei Fallout und beim lvl Up würde man nicht selbst seine Stats wählen sondern sie Steigern sich automatisch.

Über denke mal lieber nochmals deine Aussagen und dann kannst Du auch der meinung sein von was ahnung zu haben. Daher tut es mir wieder leid dich eines besseren zu belehren.

Und nochmals sorry... Fallout 3 wären nicht Fallout 3 wenn es nicht genügend wieder erkennungswert mit Fallout gehabt hätte oder den rest der Serie. Also mal 6 und setzen...

Und zu dem rest von Dir, nach deinen Aussagen über Games Of the Year und ähnlichem wo Dir sehr viele Leute wiedersprechen werden kann man nur davon ausgegen das Du Demo's gezockst hast oder halt nur angespielt... ob es also davon Demo's gibt musst Du wohl bessere wissen weil ich hab die genannten Games als Original und fand alle auf Ihre art und weise gut bis super aber nie mangelhaft oder ähnliches.

Und nur weil Du die Genre nicht magst anscheinend so über die Games zu reden ist eh sehr niveaulos. Du bewertest die Games sicher auch mit %ten...

Lexx 15 Kenner - 2908 EXP - 25. November 2009 - 19:13 #

"Nur Du bist in deiner Meinung etwas verquer wenn Du Fallout und Fallout 3 vergleichst und bei Fallout 3 von einem Vereinfachten Spiel redest was einfach auf den Ideen und dem vorhandenen Teilen davor aufbaut."

Nun. Fallout 3 ist der offizielle Nachfolger, also sollte dieser das Spiel auch verbessern und nicht vereinfachen. Mir kann niemand erzählen, dass Fallout 3 die Fallout Serie verbessert hat. Dafür wurde einfach zu viel geändert und abgespeckt.

"Aber sicher ist Fallout 3 keine vereinfachte Version von Fallout weil dann würden man bei Fallout 3 keine GUI haben... nicht mal solch eine wie bei Fallout und beim lvl Up würde man nicht selbst seine Stats wählen sondern sie Steigern sich automatisch."

Falsch. Ich gebe mal noch ein Beispiel, was bei Fallout 3 vereinfacht wurde: Das Karma-System.
- Du hast zum einen nur noch globales Karma
- Reputation selbst gibt es gar nicht mehr.
- Wenn du also einmal verschissen hast, hast du für alle Charaktere und Fraktionen im Spiel verschissen.
- Was aber auch egal ist, da kaum eine Figur auf das Spielerkarma reagiert und dazu
- ändern sich die Karmatitel mit deinem Levelaufstieg, nicht mit deinem Grad bzw. deiner Karmahöhe in positiver oder negativer Richtung.
Wenn du dir noch 10A4 Seiten davon antun willst oder kannst, reicht es glaube ich, wenn ich dir einfach mal einen Link hier rein stelle: http://tinyurl.com/yljrsl7

"Und zu dem rest von Dir, nach deinen Aussagen über Games Of the Year und ähnlichem"

Sorry, aber die Fallout 3 Awards für Game of the Year und Game of the Millenium sind einfach nur ein Witz gewesen.

"Und nur weil Du die Genre nicht magst anscheinend so über die Games zu reden ist eh sehr niveaulos."

Ich habe gar nicht im Genre unterschieden, zumal mich selbst sowieso höchstens in die cRPG und Adventure-Ecke schieben würde. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht auch andere Spiele spielen und bewerten kann.

"Du bewertest die Games sicher auch mit %ten..."

Da ich den Sinn darin nicht erkenne, nein.

MaxOwaR 09 Triple-Talent - 242 EXP - 26. November 2009 - 18:40 #

Heißt für Dich verbessern komplexer machen? Man kann doch auch Dinge verbessern, indem man sie einfacher macht oder abspeckt...

Lexx 15 Kenner - 2908 EXP - 26. November 2009 - 22:38 #

In diesem Falle ist das aber keine Verbesserung, sondern eine Vereinfachung, die das ganze System abschwächt. Im Karma-Beispiel: Interaktion mit einzelnen NPCs und Fraktionen.

Thrawn 09 Triple-Talent - 278 EXP - 26. November 2009 - 13:30 #

meine (subjektive) Meinung: mir hat Fallout 3 sehr viel mehr Spaß bereitet als Fallout 1 damals. Und Doom 3 war tatsächlich ein Reinfall.
Ich zocke seit ca. 1985 und bin der Meinung dass sich die Spiele seitdem qualitativ enorm verbessert haben...

Lexx 15 Kenner - 2908 EXP - 26. November 2009 - 22:41 #

Ich zocke seit ca. 1994 und bin der Meinung, dass es eine Kurve nach oben und danach wieder eine Kurve nach unten gab. Das dir Fallout 3 heute mehr Spaß macht, als Fallout 1 damals, kann auch an deinem persönlichen Geschmack liegen. Fakt ist trotzdem, dass Fallout 3 im Gegensatz zu Fallout 1 enorm in der Technik dahinter abgespeckt wurde.

General_Kolenga 14 Komm-Experte - 2563 EXP - 25. November 2009 - 18:23 #

All diese Spiele sind meiner Meinung nah alles andere als Schrott. Wenn du nicht in der Lage bist, dir Spiele zu kaufen, die dir selbst auch gefallen dann ist da mit Sicherheit nicht der Hersteller dran Schuld. Es ist ja nicht so, als gäbe es nicht genügend gute, detaillierte Tests und (jedenfalls von den meisten Spielen) Demos.

All diese Spielw waren ziemlich erfolgreich also liegt es doch wohl eher an deinem eigenen Spielgeschmack als an den Spielen, dass sie dir nicht gefallen.

bolle 17 Shapeshifter - 7096 EXP - 25. November 2009 - 16:48 #

Ich geb dir Grundsätzlich Recht, für ein gutes Spiel zahl ich gerne mehr. Für ein schlechtes allerdings nicht. Bei einem 5Stunden-Shooter prüfe ich eher, in die Videothek zu gehen, einen Abend zu zocken und am nächsten Tag bring ichs wieder hin.

Detail: "für 120 Mark, also rund 60 Euro"
Pitfall für 120DM @ 1984 vergleichst du mit 60€ @ 2009. Damals hatte aber eine DM mehr Kaufkraft als zur Euroumstellung. Wie Papa immer sagte: "Früher hat die Kugel Eis 30 Cent gekostet".
Immer schwierig, sowas ordentlich zu beurteilen, aber die Tabelle "Internationale Preisniveau-Entwicklung" auf http://de.wikipedia.org/wiki/Inflation gibt mal ne Idee davon.

Gamaxy 17 Shapeshifter - Abo - 6590 EXP - 25. November 2009 - 17:28 #

"Detail: "für 120 Mark, also rund 60 Euro"
Pitfall für 120DM @ 1984 vergleichst du mit 60€ @ 2009. Damals hatte aber eine DM mehr Kaufkraft als zur Euroumstellung. Wie Papa immer sagte: "Früher hat die Kugel Eis 30 Cent gekostet".

Damit gibst du Roland ja recht, denn wenn man es so betrachtet, sind Spiele nicht nur preisstabil, sondern sogar billiger geworden. Nimmt man an, dass ein Euro heute dieselbe Kaufkraft hat wie eine Mark damals, dann bekommt man heute sogar doppelt so viel Spiel pro Euro ;o)

bolle 17 Shapeshifter - 7096 EXP - 25. November 2009 - 18:06 #

Ja schon, aber der Satz den ich zitiert hab stimmt nicht.

MaxOwaR 09 Triple-Talent - 242 EXP - 25. November 2009 - 18:25 #

wieso, was stimmt an dem nicht?

Jörg Langer Chefredakteur - 247532 EXP - 25. November 2009 - 21:18 #

Exakt. Wenn man als durchschnittliche Inflationsrate 2% pro Jahr annimmt (keine Ahnung, ob das stimmt, habe nicht nachgeschaut), entsprächen 120 DM 1984 nicht ca. 60 Euro heute, sondern etwa 96 Euro.

Anonymous (unregistriert) 28. November 2009 - 17:51 #

Immer diese Extreme. Anfang der 90er hat ein Amiga Spiel so 59 bis maximal 79 DM gekostet. Und heute kosten PC Spiele in EURO so viel. Und Module waren schon immer teurer, wobei die vom Atari VCS am Ende auch billig waren.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 21:46 #

Das habe ich doch vorher selbst gemacht, indem ich die Inflationsrate zitiert habe. :)

120 DM entsprechen 60 Euro - aber inflationsbereinigt sind das heute noch mehr.

Meine Aussage stimmt also nach wie vor, dass Spiele preisstabil sind oder gar mit den Jahren billiger werden.

Sebastian Conrad 16 Übertalent - 4740 EXP - 25. November 2009 - 16:48 #

"Die müssen auch irgendwie Miete, Auto und Lebensmittel bezahlen -- erwähnten wir die gestiegenen Verbraucherpreise?"

100 % Zustimmung meinerseits. Ich habe es selber mal in den Kommentaren zu einer News geschrieben. Viele sehen eben nicht das allein die Nebenkosten mittlerweile so in die Höhe geschnellt sind. Klar, ein Spiel für 60€ zu kaufen tut irgendwo weh, aber dafür habe ich doch immer noch die Möglichkeit - wie im Text erwähnt - zu warten bis ich es günstiger ergattern kann. Auch Mass Effect habe ich mir erst für 30 € gekauft.

Alles in allem eine wirklich gute und zutreffende Kolumne.

rapidthor 14 Komm-Experte - Abo - 2456 EXP - 25. November 2009 - 16:48 #

Im Prinzip finde ich, dass es schon in Ordnung ist 60-70 € für ein Konsolenspiel zu verlangen. Allerdings sehe ich es nicht ein soviel zu bezahlen, wenn ich in England knapp die Hälfte zahle.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 21:48 #

Wohnst und lebst Du in England?

Die Jungs dort sind ja quasi seit dem Zweiten Weltkrieg in einer Dauerrezession, überspitzt gesagt. ;)

Hast Du andererseits in England mal CDs gekauft? DVDs? Dagegen sind die in Deutschland ein Schnäppchen.

KalleKirschbaum (unregistriert) 26. November 2009 - 13:34 #

Das ist schon richtig. Allerdings haben wir seit neuestem einen globalen Markt und die Konzerne können sich nunmal die Globalisierung nicht so biegen wie es ihnen grade passt. Auch wenn viele weinen und das sicherlich gerne tun würden.

Anonymous (unregistriert) 28. November 2009 - 17:55 #

Amazon UK liefert auch nach DE. Und DVD und Blu Rays sind auch dort saubillig.

rapidthor 14 Komm-Experte - Abo - 2456 EXP - 1. Dezember 2009 - 12:25 #

Wozu muss ich in England leben?
CDs und DvDs hab ich mir sowohl bei Amazon.uk gekauft als auch im HMV in London und ich muss sagen billiger hätt ich die in Deutschland nie bekommen.

Kith (unregistriert) 25. November 2009 - 16:48 #

"knapp 5 Millionen Dollar Umsatz am ersten Tag, bezogen auf die USA und England. " das ist so nicht korrekt, du hast es sicherlich mit der Stückzahl verwechselt ...

In der offiziellen Pressemail von ActiBlizz hieß es seinerzeit "Der enorme Ansturm auf das Spiel zum Launch hat gezeigt, wie groß die Euphorie tatsächlich ist: Das Spiel hat den erfolgreichsten Launch im Entertainment-Bereich aller Zeiten geschafft und nach internen Activision-Kalkulationen innerhalb von 24 Stunden alleine in Nordamerika und Großbritannien 310 Millionen US-Dollar Verkaufsumsatz erzielt."

;-)

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 21:50 #

Pardon, in der Tat. Stückzahlen sollten es sein.

Der "erfolgreichste Launch im Entertainment-Bereich aller Zeiten" ist übrigens Humbug. Das haben die Kollegen von Kotaku prächtig belegt. Damit kommen die nur davon, weil Spiele ein Mehrfaches von dem kosten, was man für einen Kinofilm oder ein Buch (Harry Potter, anyone?) berappen muss.

Kith (unregistriert) 25. November 2009 - 16:49 #

"Etliche Schlaumeier waren lange vor Verkauffstart mit einer geknackten Version online unterwegs."

Meintest du "Verkaufsstart" ?

Ganon 19 Megatalent - Abo - 17162 EXP - 25. November 2009 - 19:07 #

Witzigerweise ist es im eigentlichen Text richtig geschrieben, im groß hervorgehobeen Zitat aber falsch.

Zum Text: Vieles davon ist richtig, mir sind Spiele aber trotzdem teuer genug. Ich uzocke auf PC und Wii und kaufe nichts, was mehr als 50 € kostet, eigetlich ist mir das schon fast zu viel. Daher schlage ich oft erst zum Budget-Preis zu. Manche Sachen sind schon ertaunlich schnell deutlich günstiger zu haben, andere halten ihren Preis leider lange (Hallo Nintendo). Und dann gibt es ja noch Sachen, insbesondere die angesprochenen Indie-Spiele, die von vornherein günstiger sind und oft sehr viel Spaß machen. Also insgesamt bin ich mit der Preissituation ganz zufrieden.

Kith (unregistriert) 25. November 2009 - 21:20 #

Np. War ja nur konstruktive Kritik, vielleicht auch nur ein Hinweis ;-)
Zum Inhalt selbst hab ich mich ja (noch) nicht ausgelassen :D

Vidar 17 Shapeshifter - 8956 EXP - 25. November 2009 - 16:55 #

"Natürlich ist es ärgerlich, 50 Euro für ein Schrottspiel auszugeben. Allerdings sind die Zeiten, in denen es solche Titel in rauen Mengen in die Regale geschafft haben, so gut wie vorbei."

soso dann sollten sie mal deutlicher in die regale schauen was da teilweise so rumsteht!
und auch teilweise spiele die 80%+ sind können schrottspiele sein...

und auch die preise ja sind wirklich stabil geblieben und ja die produktionen kosten mehr allerdings sollte man da ned vergessen das die Basis auch gewachsen ist grade in den westlichen gefilden!

Sebastian Conrad 16 Übertalent - 4740 EXP - 25. November 2009 - 16:56 #

Das hängt dann aber wieder von persönlichen Interessen ab, ob ein 80%+ Titel schrott ist oder nicht.

Vidar 17 Shapeshifter - 8956 EXP - 25. November 2009 - 17:01 #

naja wenn man fan einer serie ist PoP und dann kommt ein nachfolger raus der so flach und langweilig is dann darf es durchaus als schrottspiel angesehn werden (nur als beispiel jetz ^^)

keimax 04 Talent - 264 EXP - 25. November 2009 - 16:55 #

Spieler werden nicht schlechter mit der Zeit?
Naja naja. Dune2 hab ich bis zur Vergasung gespielt, guck ichs mir heute
an krieg ich Augenkrebs.
Letztens hab ich Battlefield Vietnam angeschmissen und war erstaut, wie wenig Spass es mir noch machte und wie schlecht es aussah. Schade.
Die heutigen Spiele spielt man(leider!) oft wegen ihres grafischen Könnens. Warte ich z.B 1 Jahr, hat das Spiel schon zuviel eingebüßt.
Ausnahmen wie Diablo2, Starcraft usw bestätigen die Regel.

Jörg Langer Chefredakteur - 247532 EXP - 25. November 2009 - 21:20 #

Davon redet aber doch niemand, dasss du gleich zwei Jahrzehnte warten sollst :-)

Ich persönlich spiele einige Spiele privat erst mit größerem zeitlichen Abstand, also so 6 Monate bis 1 Jahr nach Release, wenn halt mal wirklich ein Wochenende Zeit ist dafür, oder über Weihnachten. Und nach einem halben Jahr oder einem ganzen kann ein Spiel grafisch in aller Regel noch völlig mithalten -- und das eigentliche Spielgefühl ist davon eh nicht berührt. Im Gegenteil, gerade bei komplexen Spielen ist es gar nicht schlecht, gleich mit den ersten eins, zwei Patches zu spielen...

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 21:52 #

Genau. :) Mit einem Jahr Abstand läuft das oft noch viel besser, weil man dann einen schnelleren Rechner hat.

Ich spiele übrigens immer noch Baldur's Gate 2 mit Add-on, inzwischen mit feiner Auflösung auf dem 16:10-Monitor. Immer mal wieder ein Kapitel, alle paar Monate.

Sebastian W. 05 Spieler - 51 EXP - 25. November 2009 - 23:19 #

Dito - ich glaube ich spiele schon seit gefühlten 10 Jahren an BG2 - immer mal wieder neu angefangen (aktuell der dritte Durchgang)... Shit, ich fürchte das sind gar keine 'gefühlten' 10 Jahre ;-)...

Stefan1904 30 Pro-Gamer - Abo - 128540 EXP - 25. November 2009 - 16:58 #

Leute, die Spiele illegal kopieren, machen dies auch bei niedrigeren Preisen, wie Roland ja auch als Beispiel mit dem iPhone nennt. Und auch ich muss nicht jedes Spiel sofort bei Release haben, bis auf wenige Ausnahmen. Damals haben SNES-Spiele noch weit über 100 Mark gekostet. Klar kann man auch argumentieren, dass der Markt heute viel größer ist als früher, aber die Kosten für die Entwicklung eines HD-Titels sind schon erschreckend, da tut jede Raubkopie weh.

PS: Im Artikel steht 5 Millionen Dollar Umsatz, das muss 500 Millionen heißen.

Easy_Frag 12 Trollwächter - 1162 EXP - 25. November 2009 - 17:04 #

Naja für ein gutes Spiel geb ich gerne 45 euro aus nur dann sollte man auch eine gewisse Anzahl an Spielstunden dafür ekommen und nicht an einem Tag durch sein.

Cookieminee 13 Koop-Gamer - 1474 EXP - 25. November 2009 - 17:09 #

Ja, sicherlich eine kontroverse Meinung die du da vertrittst Roland.
Und ich kann ihr auch leider nicht zustimmen.

Die Kolumne hätte auch ein BWL-ler schreiben können. Die diskussion gabs ja schon in dem Thread zur Preispolitik von Microsoft.
Ich wiederhole mich sicherlich...aber ich finde faire Preise sind in Ordnung, aber nicht jeder Preis ist fair.
Mein Lieblingsbeispiel ist Anno 1701...das gab es ab Release für 35€....der Preis war absolut klasse...und die Jungs von Sunflower waren so erfolgreich damit das sie sogar einen Nachfolger produziert haben.

Ich finde du schreibst von einem sehr hohen Ross. Du stehst sicherlich mit beiden Beinen im Leben, hast einen guten Job abs Spielejournalist, hast dein Einkommen.
Aber ein großer Teil der Spielerschaft ist immer noch Jugendlich oder studiert. Da ist das Geld meisstens knapp, noch knapper als im Berufsleben. Viele junge Leute buckeln sich bei McDonalds einen ab oder machen sonst nen anstrengenden Job für ein paar Kröten im Monat. Da fällt es nicht so leicht mal eben 60-70€ für ein Spiel auszugeben und zu sagen "joah klasse preis".
Studios müssen geschlossen werden? Vielleicht weil ihre Spiele zu teuer waren...wären sie billiger gewesen hätte es vielleicht mehr Umsatz gegeben. Die Spiele die du anführst...Battlefront etc....waren ja ganz nett...aber zu teuer für "ganz nett".

robsetabse 09 Triple-Talent - 330 EXP - 25. November 2009 - 17:19 #

sehr gut!

Roland_D11 15 Kenner - 3447 EXP - 25. November 2009 - 18:18 #

Wobei sich bei Deiner Argumentation die Frage stellt:

Wann ist ein Preis fair? Ist das gemessen an den Produktionskosten? Gemessen am Spielspaß? Gemessen an der durchschnittlichen Spielzeit?

Ich habe für Dragon Age 47 Euro bezahlt und finde den Preis fair. Ich bekommen 80 Stunden Spielspass und eine sehr gute Geschichte heraus.

Du hast Recht, dass ein großer Teil der Spielerschaft Jugendliche und Studenten sind. Ich bin selbst Informatiker, habe also auch lange studiert. Ich finde aber, nur weil ein Teil der möglichen Kundschaft sich etwas nicht leisten kann, ist es nicht unbedingt zu teuer. Ich habe als Jugendlicher und Student nur Budget-Titel gekauft und bin damit sehr gut klar gekommen. In dem Punkt stimme ich Roland 100%ig zu.

Cookieminee 13 Koop-Gamer - 1474 EXP - 26. November 2009 - 11:25 #

Dragon Age finde ich übrigens ein gutes Beispiel für einen fairen Preis...da stimmen Qualität und Quantität...da dürfen es auch 47€ sein!

MaxOwaR 09 Triple-Talent - 242 EXP - 25. November 2009 - 18:33 #

Hmm, naja, also ich bin ja mal ganz dreist der Meinung, daß sich der ein oder andere eben nicht alle Spiele leisten kann!
Ist nunmal so. Ich kann mir auch nicht alles leisten, was ich will. Jetzt mit dem Argument zu kommen, dass man wenig verdient und deshalb müsste sich doch die SpieleIndustrie doch bitte dem Gehalt eines Studenten oder was auch immer anpassen is doch wohl quatsch, oder?
Ich hätte neben meinem PC und meiner XBOX auch noch gern ne PS3! ...und vielleicht auch ne WII für 1-2 Spiele! ...und gern alle Teile GuitarHero, Singstar, ...ausserdem noch nen Beamer um das ganze geil zu zocken.
...hmmm, geht aber nich, da hab ich kein geld für. Da muß ich dann einfach mit dem zurande kommen was ich hab und Prioritäten setzen...
...wir sind hier nich bei "Wünsch Dir was!", wir sind hier bei "So isses!"

Cookieminee 13 Koop-Gamer - 1474 EXP - 26. November 2009 - 11:29 #

Es geht nicht ums Spiele verschenken oder um Schleuderpreise...aber mal ganz ehrlich...selbst Microsoft bietet sein neues Windows 7 für Studenten für 35€ an...über die MSDNAA, der viele Unis angehören gibts das ganze sogar kostenlos.
Kostenlos möchte ich ja garnicht...und klar könnten Studenten auch mit Windows XP oder Linux arbeiten...aber Microsoft hat erkannt, dass eine solche Preispolitik den Verkauf ankurbeln kann.

Gamaxy 17 Shapeshifter - Abo - 6590 EXP - 26. November 2009 - 11:51 #

Aber kostendeckend werden sie damit sicher nicht sein. Es müssen teurere Versionen verkauft werden, damit die Preisreduzierung für Studenten querfinanziert werden kann.

Außerdem muss man mal schauen, wieviele Einheiten von Windows 7 wahrscheinlich verkauft werden. Bei Win XP waren es AFAIK so um die 500 Millionen. Da kann man leicht ein paar hundertausend Studentenlizenzen billiger herausgeben.

Cookieminee 13 Koop-Gamer - 1474 EXP - 26. November 2009 - 12:04 #

Dann müsste das neue Modern Warfare ja wesentlich billiger sein! Der Vorgänger war schon unheimlich erfolgreich...wie Windows XP...warum Teil 2 dann teurer machen?

MaxOwaR 09 Triple-Talent - 242 EXP - 26. November 2009 - 18:43 #

hehe, weil MW2 das Vista der CoD Serie ist! ;)

Blacksun84 15 Kenner - Abo - 3510 EXP - 25. November 2009 - 19:07 #

Die Diskussion hatte ich erst vor Kurzem im Bereich Anime, Cookie. Auch ich konnte mir als Jugendlicher nicht alles leisten und habe dann dafür gearbeitet, auf andere Sachen verzichtete oder schlicht gewartet. Ich sehe immer mehr junge Leute, die auf Nebenjobs keinen bock mehr haben und dann aber meckern, dass sie ja x und y nicht mehr haben können, weil die Eltern finanziell etwas am Schwimmen sind.

Das Beispiel mit einem teuren Auto passt da immer wieder: Ich hätte auch gerne so eins, kann es mir aber im Moment nicht leisten. Dann warte und spare ich, bis es geht. Man muss auch mal verzichten können, was gerade die jungen Leute nicht mehr können. Alles muss sofort bereitliegen, die "Gogogo"-Mentalität schlägt immer höhere Wellen. Geduld? Fehlanzeige. Sparsamkeit? Fehlanzeige. Neues Handy, neue Klamotten, Fernseher und Computer in Kinderzimmern und immer noch nicht den Hals voll.

Mein Tipp: Ferienjob suchen und nebenbei die Woche 3-4 mal arbeiten, das stärkt den Charakter und verschafft einige hundert €uro im Monat. Dann reicht das Geld auch für das neueste PC Spiel und den Discobesuch in der allwöchentlichen Dorfdisco.

Gamaxy 17 Shapeshifter - Abo - 6590 EXP - 25. November 2009 - 19:21 #

Word!

Ich hätte auch gerne einen Audi R8, aber der kostet 120.000 Euro. Also, lieber Hersteller, bitte den Preis senken, dann verkauft ihr auch mehr von den Dingern!

< /ironie>

CH Guerrilla 11 Forenversteher - 656 EXP - 26. November 2009 - 18:04 #

:-) wer will schon einen Audi, wünsch dir doch gleich einen Ferrari :-)

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 21:56 #

Full disclosure: Momentan kaufe ich mir Spiele nur noch lange nach Verkaufsstart oder bei eBay gebraucht. So gut ist es um US-Korrespondenten derzeit nicht bestellt.

Wenn ich dann aber sehe, wie langjährige Freunde und Bekannte bei Spielefirmen von heute auf morgen vor die Tür gesetzt werden, dann denke ich mir, dass das Ursachen haben muss.

Viele junge Leute haben einen Nebenjob, na klar. Wie viel von dem Erlös des Nebenjobs geht allerdings in Dinge wie Rauchwaren, Party machen und Handy-Rechnung bezahlen? Man muss doch keine zehn Spiele im Monat kaufen, die kann man eh nicht vernünftig spielen.

Cookieminee 13 Koop-Gamer - 1474 EXP - 26. November 2009 - 12:19 #

@Blacksun, Gamaxy, Roland:

Ich finde den Vergleich mit den Autos garnicht mal so passend. Im übrigen gibt es bei Autos auch oft genug Rabatte, Sonderaktionen der Hersteller etc, die den Preis schon kräftig drücken.

Wie oben bereits erwähnt...Beispiel Microsoft...WIndows 7 gibts für Studenten für 35€...ist gewiss keine Notwendigkeit Windows 7 zu besitzen, ebenso wie Computer zu spielen...aber Microsoft machts, und das finde ich ist ein wichtiges zeichen, das es auch anders geht als immer nur rauf mit dem Preis.

Man muss auch nicht immer vom absoluten Negativbeispiel ausgehen...vom Kiddie, das sein Geld für Jambaabos und Zigaretten verbrennt. Was ist denn mit einem Studenten der 400€ im Monat verdient, Studiengebühren zahlen muss von über 1000€ im Jahr und evtl noch was zu seiner Miete beiträgt um Mami und Papi nicht so auf der Tasche zu liegen wie manch einer. So Jemand möchte keine PS3, Xbox und PC gleichzeitig zu Hause haben...er möchte ab und an ein Spiel spielen, für ein wenig Zerstreuung.

@ Roland

Naja ich denke deine Aussage bestätigt meine Haltung. Du kaufst Spiele bei Ebay, oder lange nach Release. Also sind dir Spiele persönlich auch zu teuer, zumindest die Neuen. Und wenn du Spiele bei Ebay kaufst haben die Entwickler garnichts davon, das hilft ihnen dann auch nicht.

Das Freunde ihren Job verlieren ist immer hart, aber eine solch extrem kontroverse Diskussion zu starten basierend auf einer persönlich gefärbten Ansicht ist schon problematisch.

EIn guter Kumpel hat bei einem großen Logistikkonzern gearbeitet, wurde aber entlassen...wegrationalisiert. Soll ich jetzt fordern, dass ihr alle mehr für eure Pakete bezahlen müsst und wenn ihr euch das nicht leissten könnt gehts eben nicht!?

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 20:16 #

Ich kaufe Spiele aus zwei Gründen momentan nach Release oder bei eBay:

- Ich habe gerade nicht die Barschaften, um mir Spiele beim Start zu kaufen, möchte aber dennoch nicht darauf verzichten

- Ich bin berufsbedingt daran interessiert, mehr als nur ein Spiel zu Quartal anzuschauen - ansonsten würde ich prima mit neuen Spielen fahren, das wären dann 20 Euro im Monat für vier Spiele im Jahr.

Dass ich die Kolumne am Jobverlust meiner Freunde aufhänge, ist nicht richtig. Ich habe mir das Thema schon vor Wochen notiert, frag Jörg, der die Kolumne schon seit Wochen einzutreiben versucht hat - da gab es die "EA 1500" noch nicht. ;)

Cookieminee 13 Koop-Gamer - 1474 EXP - 27. November 2009 - 10:01 #

Ich glaub dir das mit deiner Themenwahl, keine Sorge, wir führen ja hier eine ehrliche Diskussion.

Trotzdem finde ich, dass wir gerade den Knackpunkt gefunden haben. Spielejournalisten (ich hoffe so nennt sich dein Berufsfeld, wenn nicht, bitte korrigieren) sind sicherlich die absolute Minderheit, und als purer Gamer agierst du wie die meissten hier. Spiele sind dir ab Release zu teuer, also warten bis es sie irgendwo günstiger gibt.
Genau das ist es, was diese ganze Unehrlichekti ausmacht. Die Publisher treiben die Preise auf ein Niveau, das schmerzlich zu verkraften ist, nur um ein wenig später Die Preise auf ein niedrigeres Level zu senken, weil sie sehen, dass sich nur so der ersehnte Umsatz machen lässt.
Hinzu kommt der geographische Faktor, der ja schon zu genüge erwähnt wurde.

Also Roland, Hand aufs Herz, würdest du in Deutschland (wir sind hier eine deutsche Community, also reden wir vom deutschen Markt) mit einem guten Gewissen ein Spiel ab Release kaufen, zur UVP des Herstellers, und sagen:

" Das ist zu billig!" ?

Aus eigener Tasche und ohne argwöhnisch nach Großbritannien zu schielen?

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 28. November 2009 - 22:48 #

Wenn ich so heiß auf ein Spiel wäre, dass ich es zum Release haben wollte, ja. Keine Frage. Ich hab mir auch schon Spiele vorbestellt oder zum Release in Deutschland aus den USA importiert, weil da die Schachtel schöner war. Aber ich probiere im Allgemeinen, die Spiele auch durchzuspielen, von daher kommt das Problem, alle guten Spiele zum Verkaufstag zu kaufen, so schnell nicht auf.

Viele Titel, die ich später auf Amazon oder eBay kaufe, stehen heute noch eingeschweißt im Regal. Traurig, aber wahr.

Cookieminee 13 Koop-Gamer - 1474 EXP - 29. November 2009 - 5:59 #

Ich möchte es vermeiden, dass wir uns im Kreis drehen...aber restlos überzeugt bin ich immer noch nicht.

Es geht ja nicht drum wie viele Spiele man ab Release kauft oder welches Spiel man tatsächlich durchspielt...das muss jeder selber wissen und sehen wie er das mit seinem persönlichen Lebensstil vereinbart. Die Preise in Deutschland für Spiele sind zu hoch, und das ist für fast Jedermann gut ersichtlich.

Nach deiner These, dass Spiele zu günstig sind, und die Entwickler unter den Preisen leiden, müsstetst du eigentlich jedes(!) Spiel in Deutschland kaufen, und am besten ab Release, damit die Entwickler zumindest ein bisschen was einnehmen...egal ob du es erst in einem Jahr spielen wirst. Da du dies aber nicht tust, sondern Spiele auch bei Ebay erwirbst, oder erst nach einer kräftigen Preissenkung...oder im Ausland erwirbst, wo die Preise aus wundersame Weise niedriger sind als in Deutschland, hast du mich leider nicht überzeugt.

Ich glaube alle Beispiele haben sich langsam erschöpft, die nochmal aufzuzählen wäre ja schon fast Spam...also keine Auto-, DVD-, CD-, Kinovergleiche mehr.

Wer meint Spiele sind zu günstig soll doch die Entwickler nach ihrer Bankverbindung fragen und bei jedem Spielekauf nochmal 10-20€ überweisen.

Verwendungszweck: Entschuldigung, mein Spiel war mir im Laden zu billig.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 29. November 2009 - 19:28 #

Ich habe, um das kurz zu halten, keine Probleme damit, mir zum Start eine Special Edition zu kaufen und dafür wie bei den letzten drei WoW-Produkten auch mehr Geld auf den Tisch zu legen.

Vielleicht hätte ich, rückblickend betrachtet, den letzten Absatz aus der Kolumne heraus lassen sollen, aber zur Kernaussage stehe ich immer noch.

Sonix (unregistriert) 25. November 2009 - 17:10 #

Zum Thema Pandemic: Die haben nun wirklich nicht in letzter Zeit große Titel herausgebracht, die auch Spielerisch überzeugen. Und das ist nunmal wesentlich wichtiger als tolle Präsentation (siehe New Super Mario Bros. Wii). Kann mir gut vorstellen, dass das Studio unrentabel gearbeitet hat und daher von EA abgesägt wurde, auch wenns mir für die Angestellten sehr leid tut, ich hoffe sie finden bei anderen Herstellern neue Jobs.

Ausserdem sollte man nicht vergessen, dass es für die Preissteigerungen in anderen Bereichen Gründe gibt: DIe Produkte weiterhin so günstig anzubieten würde bedeuten, dass die Hersteller nicht mehr rentabel arbeitet. Das ist bei Spielen nicht so: Zwar kostet die Produktion immer mehr, jedoch ist der Markt auch extrem gewachsen. ICh glaube nicht, dass Final Fantasy für den GameBoy am ersten Tag 5 Mio Einheiten verkauft hat. Einfach die Preise anzuziehen weil es alle so machen wäre Betrug. Man sollte bedenken: Bei Spielen bzw. Software ist es so, dass es nur einmal produziert werden muss, dann nur noch vervielfältigt. Es ist nicht so dass jede DVD von COD 50€ kostet in der Herstellung, sondern in der Produktion vorher enstehen halt Kosten die im Nachhinein wieder eingefahren werden müssen.

Das Argument mit den iTouch-Spielen gilt auch nicht: Natürlich gibts auch da Raubkopierer, die hast du immer (auch bei Musiktiteln, die sogar nur 99ct kosten). Aber der MARKT ist wesentlich größer. Umso mehr Leute dein Spiel kaufen umso mehr Einkommen hast du auch. Es geht eben gerade darum, den Markt zu vergrößern und nicht den vorhandenen zu melken.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 22:05 #

"Das Argument mit den iTouch-Spielen gilt auch nicht: Natürlich gibts auch da Raubkopierer, die hast du immer (auch bei Musiktiteln, die sogar nur 99ct kosten). Aber der MARKT ist wesentlich größer. Umso mehr Leute dein Spiel kaufen umso mehr Einkommen hast du auch. Es geht eben gerade darum, den Markt zu vergrößern und nicht den vorhandenen zu melken."

Sicher gilt das.

Nur, weil Millionen von iPhones in der freien Wildbahn funken, heißt das ja nicht, dass jeder Besitzer sich ein Spiel kauft. Und schon mal den App-Store gesehen? Viel Glück, da gezielt ein Spiel anzubieten.

Nochmals: Wenn der Markt wächst, wächst auch die Menge der Raubkopierer. Meine Cousine berichtete, wie ihre Tochter in der Schule von anderen Mädels hörte, das die ein Kopiermodul für den DS einsetzen. Das ist nicht gerade der Hardcore-Gamer-Markt. Oder wie sieht es aus mit Hörspielen, die locker auf CD gebrannt und getauscht werden? Unsere Cassetten haben wir uns seinerzeit noch ehrbar zu Geburts- und sonstigen Feiertagen gewünscht. :)

Anonymous (unregistriert) 25. November 2009 - 17:12 #

wer sich ein neuen titel nicht leisten kann, solls lassen. find die preise okay, würde auch mehr zahlen.

Alex Althoff 19 Megatalent - 16883 EXP - 25. November 2009 - 17:14 #

Also ich geb gern auch 80 euro für ein Spiel auf dem PC aus wenn es wirklich gut ist (neues X-Wing, Freespace, Wing Commander, Freelancer - instant gekauft)
ABER!!!
wenn es schon 200 Millionen teuere Spiele sind kann man erwarten das von dem Geld auf genug Betatester bezahlt wurden die das Spiel auf Herz und Nieren prüfen. In den letzten 10 Jahren hab ich bei fast jedem 2. Spiel ein Patch runterladen müssen. Früher zu den Dos Zeiten waren die Dinger überwiegend Bugfrei und die Patches kann ich auf eine Diskette packen!
Boris meinte ja schon in den Spieleveteranen Podcast das man heute ein Spiel kauft bei denen 150 Leute über 2 Jahre programmiert haben, früher warens unter 20 die 1 Jahr daran gebastelt haben. Klar das irgendwann wenn die Produktionen weiter ansteigen auch die Preise dafür steigen werden. Das sind keine H4 Empfänger die dran rumbasteln sondern gute Programmierer und Designer die schon mal eine monatliche Überweisung von 2500 - 5000 $ haben wollen.

Was Raubkopien angeht... es ist immer wieder das selbe Thema :(

Früher haben se C64 Spiele kopiert - der war am Ende
Danach Amiga Spiele kopiert - der war am Ende
Etz PC Spiele kopiert - zwar net am Ende aber für die Hersteller nichtmehr Plattform Nr. 1
Konsolenspiele kommen nun bei den Leuten dran. Selbst wenn die Spiele 5 Euro nur kosten werden die Leute die Sachen kopieren solange das Spiel teuerer ist als ein Rohling oder ein Download.
Ich will etz net wieder den Vergleich bringen "Ein Ferrari den man kauft braucht auch Sprit und den bekommen man auch net geschenkt" aber an den Satz ist was dran.

Was Roland noch gut eingebracht hat: Mal wieder ist ein Unternehmen aus der Welt die gute Spiele gemacht haben. Und die reihen sich nun ein bei andern wie Origin, Bullfrog, Looking Class, Westwood, Sierra, Dynamix usw usw. :( Traurige Entwicklung weil ich zahl für meine Spiele und will auch weitere haben... Aber irgendwann gibts keine guten Firmen mehr da alle weg vom Fenster sind und mit denen ihre guten Spiellizensen... denkt mal drüber nach!

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 22:07 #

"Das sind keine H4 Empfänger die dran rumbasteln sondern gute Programmierer und Designer die schon mal eine monatliche Überweisung von 2500 - 5000 $ haben wollen."

Dir würden die Tränen kommen, wenn Du wüsstest, wie wenig Entwickler teilweise wirklich verdienen.

Ich mag Deine "am Ende"-Sequenz. Meiner Einschätzung nach gibt es in fünf Jahren Spiele hauptsächlich online zu kaufen, dadurch lässt sich das Raubkopieren am Besten eindämmen. Finde ich als Schachtelliebhaber schade, aber es geht wohl nicht anders.

CH Guerrilla 11 Forenversteher - 656 EXP - 26. November 2009 - 18:12 #

Programmierer gibt es ja wie "Sand am Meer", harter Konkurenzkampf = Niedrige Löhne.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 20:17 #

Komm in die Bay Area - hier werden gute Programmierer händeringend gesucht. Allerdings arbeiten an einem Spiel ja noch ein paar mehr Hände als nur die der Coder.

robsetabse 09 Triple-Talent - 330 EXP - 25. November 2009 - 17:16 #

also meine gedanken dazu sind:

1.) die produktionskosten für spiele sind sehr gestiegen. der preis ist ungefähr der gleiche geblieben. das hängt einfach damit zusammen, dass computerspiele heutzutage eine größere masse an leuten erreichen, die die spiele auch kaufen, als vor 20 jahren.
das ist wie mit dvds zum beispiel. als die rausgekommen sind hat ein film auch 60DM gekostet. der markt dafür ist viel größer geworden, deswegen sind auch dvds billiger geworden. es gibt ziemlich jeden film heutzutage um die 10€ zu kaufen.
da gleiche passiert gerade mit blu-ray filmen. anfangs haben die auch 25€ gekostet. mittlerweile gibts die auch schon um 15-20€.

also ich finde der preis von computerspielen ist nicht billiger geworden, sondern einfach mit der zeit und vor allem mit der nachfrage gegangen.

2.) in england gibt es jedes spiel billiger. dazu noch ungeschnitten und in der originalversion, was mir sowieso viel lieber ist. sehr schön, wenn man deutschsprachige spiele auch auf englisch umschalten kann, aber leider ist das nicht die regel.
Aktuelles Beispiel: Left 4 Dead 2 kostet auf amazon.de: EUR 42,95
auf amazon.co.uk kostet das spiel genau: £24.99

das ist schon ein enormer preisunterschied. ich bin sogar mit versandkosten usw... immer noch um 10€ reicher, wenn ich in england bestelle.

in england funktioniert der markt ja auch mit deren preisen. warum soll ich denn mehr bezahlen, wenn ich am kontinent lebe?

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 22:09 #

zu 1.: Bei wenigen Toptiteln magst Du Recht haben. Aber es gab eine Zeit, in der Du die deutschen Xbox-Media-Control-Charts mit wenigen hundert bis tausend verkauften Titeln pro Woche von Platz zehn nach Platz eins aufrollen konntest.

zu 2.: Verdienen die Menschen in England möglicherweise weniger Geld?

robsetabse 09 Triple-Talent - 330 EXP - 25. November 2009 - 23:58 #

zu 2.
laut wikipedia ist der BIP für deutschland für das jahr 2008: $44.660.
das vereinigte königreich liegt nur eine stelle drunter auf platz 20 mit: $43.785.
also den unterschied kann man mal vernachlässigen.
der englische spielemarkt hat einfach vernünftigere preise mit denen ich mich auch anfreunden könnte.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 1:59 #

Das erstaunt mich jetzt schon, wow. Woran liegt dann der gravierende Preisunterschied bei Spielen? Liest jemand aus England mit?

Oh, und bei der Gelegenheit noch eine Bonus-Frage: Wie viele unabhängige englische Spielefirmen kennst Du noch? DMA Design ist lange schon Rockstar North, Bullfrog ging irgendwie in EA auf, Peter Molyneux wurde von Microsoft assimiliert.

Neon 07 Dual-Talent - 145 EXP - 26. November 2009 - 14:54 #

Ich denke, dass läßt sich mit Marketing-Zusammenhängen erklären. Die Kosten für eine einzige Spielekopie sind ja relativ gering, vieleicht 10€ inkl. Händlermarge. Darüber hinaus muss ein Spiel natürlich noch die Entwicklungskosten erwirtschaften, man braucht also einen wesentlich höheren Durchschnittspreis, als diese 10 Euro, sagen wir mal 40 Euro.

Es macht aber für einen Publisher immer noch Sinn, ein Spiel in einem Land für 30 Euro anzubieten, wenn er bei einem höheren Preis sein Spiel viel weniger oder gar nicht mehr verkaufen könnte.

Die Preise sind in GB wohl deshalb so niedrig, weil das Pfund stark an Wert verloren hat. Für die Briten sind die Preise stabil geblieben, aus deutscher Sicht sind sie gesunken. Eine Anpassung auf internationales Preisniveau käme aus Sicht der Briten einer enormen Preiserhöhung gleich. Offensichtlich möchten die Publisher den daraus resultierenden Absatzrückgang vermeiden und leben statt dessen lieber mit den niedrigen Preisen.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 20:19 #

Die Händlermarge ist eher höher. Dann nicht die ca. zehn Euro Lizenzgebühr vergessen, die Sony, Microsoft und Nintendo pro verkauftem Spiel erhalten. Reine Gestehnungskosten eines Spiels sind etwa fünf Euro (DVD, Schachtel, Anleitung).

Damit bist Du schon bei 25 Euro und hast als Publisher, geschweige denn als Entwickler noch keinen Cent gesehen. Und da wundern mich die britischen Preise extrem.

Industrial 06 Bewerter - 94 EXP - 25. November 2009 - 17:18 #

Genau meine Gedanken. Ich sammel und spiele Videospiele mit ganzer Leidenschaft. Ich habe auch kein Problem damit <100 Euro für ein seltenes Spiel aus zu geben. Leider sehe ich immer mehr das die Leute den Spielen keinen Wert zugestehen.

Der Fall MW2 zeigt aber nicht das Spiele zu günstig sind sonder eher wie beeindruckend wenig die Leute zu ihrem Wort stehen. Petitionen, Hassmails, Boykott... aber gekauft haben es alle. Ich nicht, will ja nicht die Aktuelle Firmenpolitik belohnen.

maddccat 17 Shapeshifter - 7685 EXP - 25. November 2009 - 17:20 #

Wie sieht es eigentlich mit den Absatzzahlen aus? Sind diese nicht auch in den letzten beiden Jahrzehnten enorm gestiegen? Wenn der Preis stabil blieb, die Absatzzahlen aber anstiegen, haben wir doch ein Gegengewicht zu den höheren Produktionskosten. Denn das Recht, eine legale Kopie zu erzeugen, schafft ja quasi Mehrwert mit sehr geringen zusätzlichen Kosten (Materialwert, Logistik).

Spiritogre 16 Übertalent - 4816 EXP - 25. November 2009 - 17:30 #

Spiele sind zu teuer!

Spiele sind längst im Massenmarkt angekommen und machen bereits mehr Umsatz als Filme oder Musik. Zu diesen beiden Unterhaltungsmedien stehen Spiele in direkter Konkurrenz!

Ich habe mich erst gestern im Media Markt dabei erwischt, wie ich mehrere PS3 Spiele in der Hand hielt und wieder weglegte. Statt eines Spieles habe ich mir dann eine DVD Serienbox und einen DVD Film von dem Geld gekauft!

Die Entwicklung eines Spieles ist teuer, viel teurer als früher. Das drehen eines Filmes kostet im Verhältnis aber immer noch viel, viel mehr! Sicherlich werden immer noch mehr Filme gekauft als Spiele, einer der Gründe werden die teuren Spielepreise sein.

Spiele sind bei Erscheinen zu teuer! Ich kaufe Spiele nur noch bei Erscheinen, wenn es ein absoluter "must have" Titel ist! Dies kommt mit Glück einmal im Jahr vor, wird aber auch immer seltener! Schuld daran sind weniger Bugs etc (obwohl die ihren Teil beisteuern) Schuld daran hat der Preis. Nur sechs Monate nach Release kostet das Spiel maximal die Hälfte, ein bis zwei Jahre später schon nur noch 20 Euro (Konsole) oder 10 Euro (PC) oder weniger. Dieser Wertverlust steht in keinem Verhältnis zum Anschaffungspreis bei Erscheinen! Und zur Not kaufe ich mir das Spiel auch gerne gebraucht! Zweiter Punkt: Nehmen wir den aktuellen Trend mit Downloadcontent (DLC): Da bekomme ich ein Vollpreisspiel (45 Euro) und muss dann alle zwei Monate noch mal 10 bis 20 Euro für DLC ausgeben. Sobald der letzte DLC erschienen ist (z.T. hätte man hier schon weit über 100 Euro ausgeben können) gibt es eine Complete/Ultimate/Gold oder Game of the Year Edition mit Hauptspiel, sämtlichen Addons und Patches zum Preis der eigentlichen Vollversion. Wenn man dann noch ein paar Wochen bis Monate wartet, erhält man das Komplettpaket für 20 Euro. Spiele wie Witcher, Fallout 3 oder Dragon Ago kann man aus diesem Grund eigentlich gar nicht mehr sofort kaufen, man fühlt sich als Kunde nämlich ziemlich verarscht. Man muss nur lernen können zu warten.

Aber auch hier das Problem: Kaufe ich mir jetzt ein älteres Spiel für 10 Euro von der Pyramide: Unreal Tournament 3, Gothic 3 oder Drakensang sind etwa gerade raus oder hole ich mir einen neuen Film für das Geld: Harry Potter 6, Transformers 2 oder Terminator 4 sind gerade raus? Wie ich oben schon schrieb, ich entscheide mich dann häufig für den Film, das Spiel ist alt und wird sicher noch günstiger und wenn ich es wirklich unbedingt spielen will, dann kann ich es mir immer noch kaufen.

Dazu kommen die Vollversionen auf den Spielezeitschriften. Derzeit sind pro Monat etwa ein bis zwei wirklich erstklassige Spiele auf Zeitschriften, z.B: Tomb Raider Legend, Fahrenheit, Legend - Hand of Fate, So Blonde, Everlight etc.

Wann soll ich das alles spielen???

Ergo, ich brauche gar nicht soviel Geld für Spiele auszugeben. Die alten Spiele sind nämlich auch nicht schlechter als die neuen, da insbesondere die Technik bei den meisten Titeln eh ein paar Jahre hinterherhinkt.

Ich habe übrigens auch gar nichts dagegen, wenn ein Spiel so kurz ist wie Call of Duty (egal welcher Teil). Wichtig ist das Erlebnis während des Spielens. Ein CoD bekomme ich wenigstens durch. Ein Mammutrollenspiel mit 70 Stunden und mehr Spielzeit schaffe ich nur in den seltensten Fällen. Von daher ist mir das Argument mit der erhöhten Zeitleistung bei Spielen im Verhältnis zu Filmen recht egal. Filme schaue ich öfters, Spiele zocke ich in der Regel nur einmal und oft leider nicht einmal durch. Wie gesagt, Zeit ist ein großes Problem, insbesondere, da es auch viel mehr interessante Spiele gibt als in den 80er Jahren, wo ich als Schüler die Zeit hatte.

Mein Fazit: Für mich sind Spiele-Neuerscheinungen (insbesondere auf Konsole) viel zu teuer! Derzeit gebe ich für gute Spiele 10 Euro aus, für "will haben" auch mal 20 oder 30 wenn es sein muss (z.B. Witcher Enhanced Edition). Die Zeiten wo ich ein Guild Wars oder Call of Duty 4 sofort bei Erscheinen für 45 Euro gekauft habe sind eigentlich vorbei, selbst diese Titel hole ich mir lieber später, da ich eigentlich mehr als genug Spiele habe, die ich gar nicht alle spielen kann. Die Konkurrenz zu Filmen tut ihr übriges. Konsolenspiele habe ich in den vergangenen fünf Jahren kein einziges zum Release gekauft, da ich den Preis für absolut überzogen halte. Auch habe ich es, meinem Alter sei dank, auch nicht mehr nötig "mithalten/mitreden" zu müssen, ich erinnere mich eher mit Grausen an meine Schulzeit: "Hast du schon das neue XY gezockt?Das ist so geil". So etwas tangiert mich nicht mehr. Ich genieße das Spiel um seiner selbst willen, weil es mir Spaß macht!

So, das war es erstmal...

Maddin 05 Spieler - 47 EXP - 25. November 2009 - 18:59 #

Du vergleichst Kino!-Filme mit Computerspielen. Zumindest der Preisvergleich hinkt gewaltig, da sich viele Filme schon im Kino amortisieren. Filme wären sicher nicht so günstig, wenn sie direkt auf DVD/BR erscheinen würden, statt vorher im Kino gezeigt zu werden.

Spiritogre 16 Übertalent - 4816 EXP - 25. November 2009 - 20:54 #

Du musst die totalen Zahlen sehen: Kino + DVD/BluRay + Videothek + Zeitschriften DVD + TV Ausstrahlung = weniger Umsatz im Jahr als die Spielebranche mit Verkauf, Budgetverkauf, Vermietung und Zeitschriftenversion. Ergo mit Spielen wird mehr Gewinn gemacht als mit Filmen -> Preis könnte durchaus geringer sein!

Außerdem ist es mir als Kunde völlig egal ob Filme "zu günstig" sind weil sie vorher im Kino liefen. Der Punkt ist, der neue Harry Potter Film kostet mich 8,90 Euro auf DVD. Wenn ich ein Borderlands mit meiner Frau im Multiplayer spielen will muss ich das Spiel zwei Mal kaufen und löhne 90 Euro. Das steht in keinem Verhältnis zueinander!

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 22:12 #

"Kino + DVD/BluRay + Videothek + Zeitschriften DVD + TV Ausstrahlung = weniger Umsatz im Jahr als die Spielebranche mit Verkauf, Budgetverkauf, Vermietung und Zeitschriftenversion. Ergo mit Spielen wird mehr Gewinn gemacht als mit Filmen -> Preis könnte durchaus geringer sein!"

DAS ist die Frage. Eine solche Umsatzrechnung hätte ich gerne gesehen. Ich behaupte frech, dass da die Filmbranche immer noch mehr Umsatz als die Spieleindustrie macht.

Spiritogre 16 Übertalent - 4816 EXP - 25. November 2009 - 22:31 #

Ich habe die Zahlen leider nicht im Kopf und auf die schnelle den Link nicht zur Hand (ja ich weiß, das ist blöde und zählt dann eigentlich nicht) aber ich erinnere mich an eine entsprechende Meldung bei Heise vor einiger Zeit (Die Heise Suchfunktion ist mist, da finde ich nie was wenn ich was suche...).
Der Punkt ist halt, das Filme viel kosten aber genau wie bei Spielen nur die wirklichen Blockbuster das Geld einbringen.
Bei der Diskussion wurden ja Direct to Video Releases sowie TV-Produktionen auch noch außer Acht gelassen. Und wir beachten auch wieder nur den nordamerikanischen und Europäischen Markt, wenn ich da an Ostasien denke (Japan, Korea, China) dann kann das ganze natürlich wieder ganz anders aussehen.

miree 15 Kenner - Abo - 3051 EXP - 26. November 2009 - 4:31 #

*Klugscheißermodus an*

Ich erinnere mich an VHS Tapes in Japan für über 13.000 Yen, also knapp 100 Euro.

Heutzutage kosten die billigsten Blu-Rays aus Hollywood (wenn mal ein Sonderangebot ist) ca. 2.500 Yen, aktuelle amerikanische Filme kosten ca. 4.500 Yen und BDs von japanischen Filmen kann man auch schon ab 5.000-10.000 Yen (eine Scheibe) kaufen. Bei Special Editionen kann man auch mal schnell 35.000 Yen löhnen, wie z.B. für die Matrix Collection, bloss weil da ein Modellboot reingepackt wurde. Bei Amazon.com habe ich das gleiche ohne Modell (was soll ich damit) für 60 Dollar gekauft.

Bei DVDs kann man für ganz alte amerikanische Filme (1920-60) 500 Yen bezahlen, und bei neusten Erscheinungen dann schon knapp 3.500-4.000 Yen.

Kinokarten kosten am Kinotag (einmal im Monat) 1.000, in der Abendvorstellung 1.300, und normalerweise ab 1.800 Yen. Egal für welche Filme. Wenn man also mit seinen Kindern (na gut, die kommen billiger rein) mal den neuesten Pokemonfilm sehen will, kommt man da auch stark in Bedrängnis.

*Klugscheißermodus aus*

Neon 07 Dual-Talent - 145 EXP - 26. November 2009 - 15:01 #

Selbst wenn die Filmwirtschaft weniger Umsatz macht als die Spieleindustrie läßt sich nicht daraua ableiten, ob die Gewinne oder Preise zu hoch sind. Es kommt immer noch darauf an, wieviel Aufwand in die Produktion fließt und wieviel Unterhaltung die Kunden für ihr Geld bekommen.

BullshitBingo (unregistriert) 25. November 2009 - 17:31 #

MW2 war zum Release und ist immer noch immer für 32 Pfund auf Amazon UK zu haben. Und zwar die Konsolenversion. Das sind dann so EUR 36, damit ist das ganze Argument (war teuer, hat sich trotzdem verkauft) natürlich völliger Bullshit.
Es war nicht teuer, zumindest für Leute die Preise vergleichen. Wer mehr zahlen will, herzlichen Dank im Namen von "Skepsis, Pessimismus und Angst" Kotick.

Warum Spiele nicht treuerer werden sollen? Weil sie sich wesentlich besser verkaufen als vor 20 Jahren zum Beispiel?

Und das mit Pandemic ist ebenso Bullshit, EA hat schon viel bessere Entwickler zugemacht (Origin, Westwood anyone?), da haben viele der heutigen Gamer noch in die Windeln geschissen.

maddccat 17 Shapeshifter - 7685 EXP - 25. November 2009 - 17:49 #

Ein Call of Duty MW2 für 60 Euro hätte ich wohl auch nicht gekauft. Zum Glück gab es aber auch Angebote wie das von World of Video (knapp 30Euro). Bei dem Preis darf das Spiel bzw. der SP-Part dann auch gerne was kürzer sein! Der Multiplayer hingegen hat mich jetzt schon länger als so manches Spiel für 50 Euro gefesselt.

CrEEp3r 10 Kommunikator - 407 EXP - 25. November 2009 - 17:33 #

Kann dem letzten Absatz nur zustimmen. Was brauche ich Modern Warfare am ersten Tag? Viele Leute die ich kenne spielen es, alles redet davon. Aber der Preis ist mir eindeutig zu hoch im Moment.

Das gleiche geschehen bei Fable 2 und Batman Arkham Aslyum. Diese Spiele habe ich jetzt vor kurzem für 30 Euro (Batman) und 20 Euro (Fable2) bei Ebay erstanden. Bei Amazon würde ich für beide immernoch 55 Euro hinlegen!

Dadurch das die Spiele gebraucht sind bzw. einmal bereits gespielt wurden verlieren sie nix an Qualität.

Wobei dieses "Spiele wiederverkaufen" den Entwicklern ja auch ein Dorn im Auge ist. Aber das is dann wieder ein anderes Thema...

Contra4you 16 Übertalent - 5535 EXP - 25. November 2009 - 17:40 #

Die Idde Spiele Teurer zu machen ist in meinen Augen Objektiv betracht eine "gute Idde". Schließlich handelt es sich bei den meisten Konsolen Titel um Millionen Projekte. Sieht man Final Fantasy XIII an so redet man schnell von 20 bis 30 Millionen. Was man dafür geboten bekommt, darf jeder selbst in den Trailern ansehen. Doch Subjektiv betrachtet, sage ich als Gamer, dass dies nicht ganz Inordnung ist. Ich gebe halt für manche Spiele beispielsweise Assassin´s Creed 2 gerne 60 Euro aus, andere wie Beispielsweise ein Spiel zu einem Film wie Avartar der bald kommt nicht.
Es hängt für mich als Spieler sehr davon ab, was für ein Spiel es ist und ob es mich interessiert. Außerdem ist Spiel nicht gleich Spiel.
Ich bin bereit mehr geld für Spiele zu geben, aber nur wen diese auch ihren preis Wert sind.

Spiritogre 16 Übertalent - 4816 EXP - 25. November 2009 - 18:59 #

Ich gebe keine 60 Euro für ein Spiel aus, dessen Herstellung 20 Millionen gekostet hat, wenn ich einen Film, dessen Herstellung das Fünffache gekostet hat, für 10 Euro bis 15 Euro bekomme! Die Spieleindustrie macht übrigens im Jahr mehr Umsatz als die Filmindustrie, nur mal so nebenbei.

Rechen 19 Megatalent - 16012 EXP - 25. November 2009 - 20:25 #

dir ist natürlich klar das umsatz und gewinn nicht dasselbe ist?
Und selbst wenn sie mehr gewinn machen,wo ist da das problem?
Ich bin Kapitalist und kann dazu nur sagen:gut gemacht.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 22:14 #

Du bekommst den Film aber nicht. Du siehst ihn Dir einmal im Kino an. Oder sprichst Du von der DVD/Blu-Ray? Die kostet zum Starttag auch selten zehn Euro.

Ich würde jetzt doch gerne mal einen Beleg für diese Umsatzrechnung sehen.

Spiritogre 16 Übertalent - 4816 EXP - 26. November 2009 - 16:23 #

In der Startwoche kosten Neuerscheinungen meist 10 Euro (Eine Woche als Lockangebot sozusagen). Danach kosten sie dann einige Monate bis zu 17 Euro (wer das für eine DVD bezahlt ist dann aber selbst schuld) bevor der Preis wieder auf 10 Euro oder weniger sinkt.

Hier mal einige Links zum Umsatz der Film- und Spieleindustrie, die ich ausgraben konnte:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18439/1.html (schon von 2003 und 2004 aber bis auf die USA führte damals überall schon die Spielbranche vor der Filmbranche)

http://arstechnica.com/gaming/news/2008/01/growth-of-gaming-in-2007-far-outpaces-movies-music.ars
Spieleindustrie 2007 in USA: $18.85 billion (PC und Konsole)
Filmindustrie 2007 USA: $9.66 billion (box office)

http://multiplayerblog.mtv.com/2009/01/28/still-smaller-than-movies-us-video-game-sales-reaches-21-billion-in-2008/
Spieleindustrie USA 2008: $21 billion (approx.)
Kino USA 2008: $9.78 billion
DVD Verkauf und Verleih USA 2008: $22.4 billion
Blu-Ray Verkauf und Verleih USA 2008: $82.4 million

Ebenfalls interessant:
http://www.npd.com/press/releases/press_090520.html

So kann man für die USA zumindest sagen, dass sich in den letzten Jahren beim Umsatz DVD Verkauf (inkl. Verleih) sowie Spieleverkauf die Waage halten. Wobei die Filmindustrie insgesamt in 2008 noch etwas größer war: ca. 32 Milliarden zu 22 Milliarden Dollar.
Interessant wären jetzt noch aktuelle Zahlen für Europa bzw. Deutschland.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 20:22 #

Danke Dir! Du siehst, dass die Spielebranche gerne mit großen Zahlen um sich wirft, die dann beim näheren Hinsehen doch eher nicht ganz so groß sind - 32 zu 22 Milliarden ist für mich nicht nur "etwas größer".

Kinostart und Verkaufsstart eines Spiels, geschenkt. Aber die Zweit-, Dritt- und Viertverwertung läuft bei Filmen einfach besser und lukrativer. Wäre vielleicht was für eine nächste Kolumne. ;)

Spiritogre 16 Übertalent - 4816 EXP - 28. November 2009 - 15:03 #

Keine schlechte Idee!
Ich überlege gerade: Tut die Spieleindustrie nicht ALLES um das Verleihgeschäft zu verhindern? Vielleicht sollte sie in der Hinscht mal umdenken! Wenn ich mir ein Spiel, sagen wir mal für 10 Euro für fünf Tage ausleihen (runterladen) kann, dann würden sicher viele das machen. Viele (jüngere?) sammeln ja nicht (mehr). Voraussetzung für einen Erfolg sind vernünftige Preise und gute Angebote bzw. Möglichkeiten. So würden sicherlich viele Singleplayer-Titel gespielt, die man sonst links liegen lässt, weil sich der Kauf nicht lohnt. Ich habe früher z.B. öfters mal SNES Spiele ausgeliehen. Wenn man vernünftige Angebote schafft (statt sie zu behindern) könnten sich hier langfristig durchaus weitere Einkunftsmöglichkeiten bieten.

Sephix 13 Koop-Gamer - 1456 EXP - 25. November 2009 - 17:53 #

Meiner Meinung nach die schlechteste Kolumne auf GG bisher...

"Doch wenn wir etwa in eine Ausgabe der Video Games von 1991 schauen, kostete laut einer Anzeige das Rollenspiel Final Fantasy Legend 76 Mark."
Das Spiel ist nie in Europa erschienen, ist für einen Preisvergleich also ziemlich daneben. Oder will man jetzt auch global vergleichen?
Jedenfalls kosten DS-Games, als neue Vollpreistitel, bei uns 39,99 €. Auch die Final Fantasys für den DS kosteten so viel. Da ist also nichts mit 20-30 €. Erst nach einer Preissenkung, die bei Games aus dem FF-Presswerk nicht selten oft sehr früh kommen, kommt man dahin.

Dass es kaum noch schlechte Spiele gibt, halte ich für ein Gerücht. Die sind heute wie damals präsent, nur bekommen sehr viele davon zum Glück keine Aufmerksamkeit.

"selbst iPod-Spiele kräftig geklaut werden"
Das Wort geklaut macht für mich auch die ganze Seriosität kaputt. Das Wort Raubkopie trägt seinen Teil dazu bei.

Tr1nity Community-Moderator - Abo - 57640 EXP - 25. November 2009 - 17:58 #

Die Preise für ein Top-Spiel mögen sich in den Jahren inkl. Umrechnung relativ gleich gehalten habe, aber meiner subjektiven Meinung nach, bekommt man heute weniger für's Geld. Sei es Handbücher (nur noch als PDF, wenn überhaupt), Karten, Tastatur-Schablonen etc. und geringe Spielzeiten.

Russvik 07 Dual-Talent - 123 EXP - 25. November 2009 - 18:11 #

Also... ich find es ok für Games wo meine Spielzeit mehr als 10h ist mehr Geld auszugeben. Aber damit meine ich nicht nur 3-6h Singleplayer und den rest hol ich aus dem Multiplayer raus... ich bezahl für Stories, Filmreife zwischen Sequenzen und ähnliches gern gutes Geld und für einen Multiplayer auch wenn der Support gewährleistet ist, sprich ab und an mal ne neue Map damit es nicht so langweilig wird, das reicht auch schon. Aber bei CoD:MW2 waren mir die 6-7h wirklich bisschen zu schnell vorbei und zu wenig Zusatz um mich da nun großartig bei der Stange zu halten. Zu dem ist der Multiplayer leider nicht ganz das was ich mir so unter einem feinen Ego-Shooter vorstell, da sagt mir Bad Company mehr zu welches größere Terrains hat um auch wirklich Taktisch bei dem Spiel vorzugehen (das es da halt genug RushGuys gibt die schnell zum gegnerischen Spawn müssen um Spawnkills zu machen dafür kann das Spiel nicht, daran sind die Vollidioten selbst schuld die so spieln) damit will ich auch nur sagen es liegt da sicher nicht am Spiel das was nicht so toll ist ;).

Und wer die aufgezählten mittel die heut halt benötigt werden damit so Leute die nur rummäckeln können auch fasziniert sind muss Marketing her. Also vorher schön dick vermarkten das jeder es schon mit seinen vorteilen kennt, das man nach Release auch nachteile drüber hört das ist normal aber wozu gibts Patchdays oder? Mich stört mehr das oftmals Spiele raus kommen, noch fehler haben und erst durch einen kleinen Patch zum laufen gebracht werden müssen und das nicht nur bei PC.

Sprich, wenn das Game genug Inhalt hat und mich nicht nur einen Tag an der Stange hält und es nach Release auch Spielbar ist zahl ich gern 10-30 Euro mehr.

Anonymous (unregistriert) 25. November 2009 - 18:28 #

Lustige These, wird sicher viele Kommentare bringen...

Ich tue mal so, als wäre das wirklich ernst gemeint und nicht wider besseres Wissen bloß der Versuch, möglichst viele Klicks zu prodizieren (was ich für wahrscheinlicher halte) und kommentiere deshalb ernst, obwohl ich ungerne Binsenweisheiten verbreite.

Binse Nr. 1: Bloß weil im Schnitt alles teurer geworden ist, muss nicht jedes einzelne Produkt teurer werden.

Binse Nr. 2: Die Herstellung ist teurer geworden, aber gleichzeitig sind die verkauften Stückzahlen angestiegen. So dass sich die Produktion trotz gleichen Preises wieder rechnet. Quite simple. Sonst gäbe es schon längst keinen Spielehersteller mehr.

Binse Nr. 3: Spiele sind wie Filme sicher eher ein (finanzielles) Hochrisikoprodukt. Wer durchfällt, geht baden. Daraus zu folgern, dass man die Prise erhöhen sollte, um auch aus Flops noch (ökonomische) Gewinner zu machen, ist, na ja, etwas seltsam.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 22:19 #

Hallo Binse, dann zeig doch bitte mal einen Beleg für These 2. Die macht schon jetzt keinen Sinn.

Wenn die Herstellung teurer geworden ist, aber die verkauften Stückzahlen ansteigen, dann mag das Endergebnis konstant sein. Aber Dir ist klar, dass die Stückzahlen bei deutlich gestiegenen Kosten auch deutlich steigen müssen. Welche Titel schaffen das denn? Ein Dutzend pro Jahr vielleicht. Damit kannst Du aber nicht alle anderen Entwicklungen querfinanzieren. Und eine Firma, die keine Gewinne macht, kann in unserem Wirtschaftssystem leider nicht überleben.

Anonymous (unregistriert) 25. November 2009 - 23:23 #

Müssen wir wirklich darüber debattieren, dass der Markt für Videospiele in den letzten 25 Jahren deutlichst größer geworden ist? Ich glaube nicht.

Es ist ja auch nicht so, dass die Hersteller in den letzten 20 Jahren irgendeinem Preisdiktat seitens ausbeuterischer Spieler ausgesetzt gewesen wären, oder? Offenbar sind die Damen und Herren bisher immer zu dem Schluss gelangt, dass, Erfolg vorausgesetzt, mit dem aktuellen Preis Gewinn gemacht werden kann.

Ich kann gut verstehen, dass man mit langjährigen Freunden fühlt, die ohne Vorwarnung auf der Straße stehen. Es mag auch sein, dass es jetzt oder Zukunft Faktoren gibt, die im Effekt eine andere Preisgestaltung ergeben. Der Milchmädchen-Rückschluss von allgemeiner Teuerung auf zu niedrige Spielepreise, ist aber ohne jede Betrachtung von wichtigen individuellen Einflussfaktoren wie eben u.a. den Stückpreisen nun aber wirklich Humbug, sorry.

Vielleicht ist ja nichtmal das Ergebnis der Analyse falsch, wer weiß? Der Weg zu diesem Ergebnis ist es ganz sicher.

Anonymous (unregistriert) 25. November 2009 - 23:25 #

...Einflussfaktoren wie eben u.a. den Stückpreisen nun aber wirklich...

Sinnentstellender Fehler: Sollte natürlich StückZAHLEN heißen.

Anonymous (unregistriert) 25. November 2009 - 18:36 #

Ein höherer Preis führt zu weniger verkauften Titlen. Ab irgendeinem Punkt verringert eine Preiserhöhung folglich den Gewinn. Die Publisher werden sich schon ausgerechnet haben, mit welchem Preis sie den maximalen Gewinn einfahren.
Dass die Preise nicht gestiegen sind, liegt vermutlich daran, dass der Markt und damit die Absatzzahlen unheimlich gewachsen sind.

Und eine Pleite ist volkswirtschaftlich gesehen etwas Tolles. Ein Studio, das Geld verbrannt hat, ist geschlossen worden. Eine gute Nachricht - auch 4 Wochen für Weihnachten.

prax 10 Kommunikator - 465 EXP - 25. November 2009 - 18:51 #

Haha, ne sorry. Bei den ganzen "5 Stunden Terrinen" ist ein Aufpreis auf keinen Fall gerechtfertigt. Das kann man drehen und wenden wie man will.

Blacksun84 15 Kenner - Abo - 3510 EXP - 25. November 2009 - 18:58 #

Sehr gute Kolumne. Ich gebe Roland teilweise recht, teilweise nicht. Allgemein ist es sicherlich eine Milchmädcheneinstellung, wenn man glaubt, dass für jeden €uro weniger mehr Leute zugreifen. Und nur, weil Milka mit seiner 300g Schokolade genug verdient, müssen sie ihre kleine Version nicht für 10 Cent verkaufen. Gute Ware, gutes Geld, sage ich immer. Für ein Werk wie Dragon Age zahle ich gerne auch 10 €uro mehr, auch ein WoW-Addon wäre mir trotz Abogebühren einen Zehner mehr wert, weil man es lange genug spielt, aber im Gegenzug ist ein MW 2 mit ein paar Stunden Spielspaß NICHT (!) das Geld wert. Aber natürlich rechtfertigt das keine Raubkopien, denn wenn mir etwas nicht wert ist oder ich kein Geld habe, lasse ich es halt sein. In dem Punkt hat Roland durchaus recht.

Jetzt aber der Kritikpunkt: Sicherlich, seit Mitte der 90er sind die Preise stabil - seitdem spiele ich aktiv Windows-Computer -, nur muss man auch bedenken, was es damals für 80-90 DM bekam. Es gab keine billige DVD-Hülle mit einer DVD, einer 5 seitigen Installationsanleitung sowie 10 Werbezettel drin, sondern dicke und schön gestaltete Schachteln, 1-2 (manchmal auch 3-4) CD Roms, ein dickeres Handbuch (Buch, keine dickeres Lage Klopapier!) sowie 1-2 Extras wie Techbaum oder Karte. Und heute? Heute bekomme ich ein dickes Handbuch und nette Extras in einer schönen Schachtel wenn überhaupt in einer 20-30 €uro teureren Collectors Edition und darf am Ende noch feststellen, dass diese Extras erst nach doppeltem Abhaken meiner Nutzerrechte nutzbar sind. Dazu noch oftmals die Dauer der Spiele. 40 €uro für 15 Stunden Spielspaß? Da hätte anno 1999 noch manche Spieleredaktion einen Leitartikel zu geschrieben, heute kann man froh sein, wenn bei 5 Stunden Spielzeit noch etwas geschrieben wird.

Gebt mir hübsche Schachteln mit tollem Inhalt, dann zahle ich auch gerne 10 €uro mehr und für ein wirklich limitiertes Fansuperduperextra darf es dann auch mal nah dreistellig sein. Nur solange der Trend weiterhin zu Lapperverpackungen mit nicht existentem Inhalt und minimalen Spielstunden geht, zahle ich für solche Machwerke noch nicht einmal 10 €uro und installiere lieber zum xten mal ein Unreal von 98 oder ein Colonization von 94. Nach über einem Jahrzehnt Spielerdasein sind die Zeiten vorbei, wo ich aus Langeweile jeden Müll kaufen muss. Dann warte ich lieber ein viertel Jahr und greife das Spiel als Budgettitel für 5 €uro ab. Dann stört mich auch der minimalistische Inhalt nicht und in der Wartezeit kann man durchaus seine Kenntnisse in z.B. AoE 2-Schlachten nochmals aufbessern oder günstig Spaß bei einem tollen WoW-Abend haben!

melone 06 Bewerter - 1512 EXP - 25. November 2009 - 19:39 #

Allgemein gesprochen:

Abermals einen kontroverses Statemnent serviert und schwubs hagelt es Postings.

Was ich dabei gerne mal wüßte ist, ob der Ursprung eines solchen Beitrags wirklich aus der Überzeugung des Autors herrührt - sofern man das hier Verallgemeinern kann - oder ob vielmehr nach einem klicksteigernden Thema gesucht und das dann halt geschrieben wird.

Zum Inhalt:

Ich denke man muß hier beim subjektiven Wert den ein Spiel für einen persönlich darstellt und einer relevanten Marktrichtung differenzieren.

Ein Spiel, das ich wirklich will, ist mir auch einen hohen Preis Wert, wobei's hier auch eine Ich-laß-mich-nicht-komplett-verarschen-Grenze gibt. Alle anderen Spiele, sofern sie nicht durch einen Impulskauf erworben werden, (z.B. iPhone-Titel) sind primär nach einem Kosten/Nutzen-Verhältnis abgewogen.

Hierbei teile ich nicht die Meinung, daß Spiele zu teuer sind; im Gegenteil, Spiele könnten billiger sein, wenn sie effektiver und weniger verschwenderisch produziert und digital vertrieben wären. Schon mal die Kostenstellen der Chefetage überprüft? Zusätzlich darf man nicht den weitaus größeren Multiplikator des immens gewachsenen Spielmarktes vergessen.

Berücksichtigt man solche Faktoren, dann gibt es allgemein gesprochen genügend Spielraum diese Vorteile auch an den Kunden weiterzugeben und die Preise sogar zu senken.

Wer aber gerne den Säckel von Firmenbossen füllt, der kann sich ja gerne zwei oder drei Kopien eines Spiels kaufen, schon ist das Problem gelößt, extrem sozial noch dazu, warum also Jammern?!

Warum aber soll ich den Größenwahn von Publishern und manch Journalistem mitfinanzieren? Nur damit Spiele erstellt werden, die ich so gar nicht will? Damit immer aufwendigerere Titel erstellt werden und ein gewisser Minderwertigkeitskomplex der Branche überwunden wird? Nö!

Ich würde vielmehr vorschlagen, erst einmal solide Grundlagen für effektive und wirtschaftliche Entwicklung zu schaffen, realistische Maßstäbe anzusetzen und somit die Kosten auf ein vernünfiges Maß einzupendeln. Erfreulicherweise engagiert sich Electronic Arts seit neuestem ein wenig in diese Richtung.

Man sieht wieder mal im Indiebereich wie man's gut machen kann. Kleinere Studios und Ein-Mann-Buden müssen wirtschaftlich sein, ansonsten können sie nämlich gleich dicht machen. Die Preise die in diesem Bereich für ein Spiel gefordert werden sind meist fair und relativ günstig - trotzallem rechnet es sich, wenn man's denn sauber macht. Siehe TTG, siehe Runic Games, siehe viele der besseren Casual Games auf Portalen.

Zu den Argumenten, damals waren Spiele schon teuer und auch billige Spiele werden nicht gekauft mag ich nur noch kurz sagen: Erstens haben meine VCS Titel nie 120 DM gekostet und es sind auch aufgrund des völlig veränderten Marktes sowie der Tatsache, daß es nunmal Märkte gibt bei denen technisch bessere Produkte im Laufe der Zeit weniger kosten, schlecht durchdachte Argumente. Möchte mal wissen wie teuer mein Rechner aufgrund solcher Maßstäbe heute wohl wäre. Der Computerspiele- ist kein Brezelmarkt.

Fazit:

Nur für Ausnahmespiele bin ich bereit einen höheren Preis zu entrichten. Das sind Spiele, bei denen etwas außergewöhnliches geleistet wurde, die meinen Nerv treffen und/oder die durch einen Nischenmarkt einfach einen höheren Preis ansetzen müsssen.

Für die hier oft so gern hochgejubelte, mit hohen Wertungen überschüttete und in ausführlichen, langen, präsenten Tests beworbene Stangenware seh ich nicht ein mehr zu zahlen. In den meisten Fällen würden hierbei sicherlich keine besseren Spiele enstehen; es würde nur (noch) mehr Geld versanden.

Ich hab's schon öfters geschrieben, heutzutage sind Spiele keine Mangelware mehr´, sondern ein inflationäres Gut. Ist das Spiel zu teuer, warte ich oder spiel halt ein anderes. Andere Mütter haben auch schöne Töchter.

maddccat 17 Shapeshifter - 7685 EXP - 25. November 2009 - 19:45 #

Zum Anfang deines Textes: Ich denke, es wird eine Mischung aus Klicks generieren und situativem Gerechtigkeitsempfinden sein. Versetze ich mich in die Rolle des Programmieres, Designers oder wer auch immer an einem Spiel beteiligt ist, will ich natürlich für meine Arbeit entlohnt werden. Das ist nur gerecht und richtig. Sehe ich aber mich, jemanden der eben gerne einem Hobby nachgeht aber nichts mit der Entwicklung der Spiele zu tun hat, könnten sie ruhig billiger sein. Das frei werdende Geld, lässt sich sicherlich auch wo anders gut investieren. Mal weitergesponnen: Wenn Spiele und Hardware billiger werden, könnte der Markt weiter wachsen und den Medien zusätzliche Rezipienten einbringen. Sollte Herr Austinat Spiele daher nicht eher zu teuer finden?^^

melone 06 Bewerter - 1512 EXP - 25. November 2009 - 21:21 #

In die Rolle muß ich mich nicht erst reinversetzen; trotzallem ist es generell der falsche Ansatz und nicht weit genug gedacht. Weder wächst das Geld der Konsumenten auf Bäumen, noch wird dadurch sicher gestellt, daß Spielentwickler ihre Jobs erhalten beleiben, noch steigert dies automatisch die Qualität der Produktionen. Es gibt wie gesagt effektivere Möglichkeiten Verbesserungen herbeizuführen. Im Einzelfall mag dies helfen, als pauschaler Ansatz taugt es nicht.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 22:22 #

Meine Themen spreche ich mit niemandem auf ihren Popularitätsgrad ab.

That said, zu Deiner letzten Frage: Nein. Denn dass billigere Preise ja nicht zu mehr Verkäufen führen, sehen wir an Hörspiel-Tauschbörsen auf dem Schulhof und iPhone-Spielen, deren Online-Bestenlisten von Raubkopierern, nicht ehrlichen Kunden, besetzt werden.

Rondrer (unregistriert) 26. November 2009 - 1:03 #

"Nein. Denn dass billigere Preise ja nicht zu mehr Verkäufen führen, sehen wir an Hörspiel-Tauschbörsen auf dem Schulhof und iPhone-Spielen, deren Online-Bestenlisten von Raubkopierern, nicht ehrlichen Kunden, besetzt werden."

Sorry aber was is das denn für ne seltsame Argumentation??? Nur weil ein bestimmtes Produkt häufig Raubkopiert wird heißt das doch noch lange nicht, dass es sich nicht trotzdem gut verkauft.
Raubkopien gibt es in jeder Preislage und bei jedem Spiel, aber deswegen kann sich ein billigeres Produkt doch trotzdem besser verkaufen. Da fehlt doch komplett der Zusammenhang.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 2:04 #

"Sorry aber was is das denn für ne seltsame Argumentation??? Nur weil ein bestimmtes Produkt häufig Raubkopiert wird heißt das doch noch lange nicht, dass es sich nicht trotzdem gut verkauft."

Erzähl das mal Chris Taylor von Gas Powered Games. Deren "Demigod" war die ersten paar Tage nach Release für alle ehrlichen Kunden quasi unspielbar, weil die Server von Raubkopierern überschwemmt wurden.

Im Umkehrschluß würde Dein Argument lauten: Wann immer ein Produkt wie verrückt kopiert wird, verkauft sich trotzdem gut. Das kaufe (hehe) ich Dir nicht ab.

Rondrer (unregistriert) 26. November 2009 - 8:42 #

Das habe ich nicht gesagt. Ich sage nur, dass man von dem einen nicht einfach auf das andere schließen kann.

melone 06 Bewerter - 1512 EXP - 26. November 2009 - 10:04 #

Also du glaubst da wirklich dran und es ist dein Anliegen dies zu thematisieren? Und es geht weniger darum ewas Unruhe in die Herde zu bringen und Aufmerksamkeit zu erregen?

Billigere Preise führen oft zu mehr Verkäufen (was natürlch nicht gleich Umsatz ist), bei der jetzigen Käuferschicht gibt es irgendwo einen Maximierungspunkt der derzeit nicht immer optimal angesetzt ist. Ich habe es oft erlebet, daß billigerere Produkte wesentlich besser über die Ladentheke gingen, natürlich hängt dies auch am Spiel.

Der Gedanke, daß teurere Spiele aber generell mehr erwirtschaften und dies zu besseren Bediengungen für die Entwickler sowie bessere Spiele sorgt halt ich für falsch. Wenn man einen gewissen Betrag für Spiele im Jahr aufbringen kann, dann wird dieser nicht automatisch größer nur weil die Spiele teurer werden. Er verteilt sich nur anders auf weniger Titel, gleichzeitg steigt die Raubkopier-Motivation.

Ich weiß nicht wozu man heute noch Tauschbörsen auf dem Schulhof braucht. Das erledigen Link- und Hostingsites heutzutage wesentlich effizienter.

Warum iPhone-Spiele trotz des niedrigen Preises raubkopiert werden hatte ich dem Jörg in diesem Thread bereits geantwortet. Wenn man alles haben muß, dann läppern sich halt die kleinen zu großen Beträgen; sind aber wie gesagt nicht mit echten Verkäufen gleichuzsetzen. Gute oder populäre Spiele verkaufen sich auf dem iPhone hervorragend. Gerade Indies können hier richtig viel Geld machen. Da gibt's einige, die mit vier bis fünf stelligen Investitionen 6 stelligen Umsatz erwirtschaftet haben. Natürlich gilt das aber auch nicht für jedes Spiel.

Das die Bestenlisten dadurch verzerrt sind kann sein, aber ist das wirklich so schlimm?

Fischwaage 16 Übertalent - 4676 EXP - 25. November 2009 - 19:19 #

Nen Verwandert von mir hatte früher mal nen eigenen Spieleladen - da war ich als Kind immer. Hab letztens erst auf dem Dachboden nen uralten Flyer von 1992 gefunden! Damals war Monkey Island 2 für den PC ganz neu - es wurde für 117 DM verkauft! Also eigentlich sind die Games sogar etwas billiger geworden und der Umfang is auch größer! Für Dragon Age Origins hab ich nur rund 45 Euro auf den Tisch legen müssen und das bei einer min. Spielzeit von 60 Stunden! Ich finds gut. Für richtig gute Spiele die mich interessieren gib ich gerne ein paar Mark...ehm Euro aus!

Spiritogre 16 Übertalent - 4816 EXP - 25. November 2009 - 19:21 #

Noch ein Kommentar zum letzten Absatz mit den Entlassungen. Gerade Roland Austinat, der ja lange genug in den USA lebte, sollte wissen, das es völlig normal ist, das Programmierer, Musiker, Grafiker etc. halt alle Leute die man für ein Spiel braucht, oft nur für ein Projekt angeheuert werden und ungleich Deutschland eben nicht fest angestellt sind, egal ob es was zu tun gibt oder nicht. Diese 1500 Leute die EA da entlassen hat, die werden nächsten Monat von EA oder einer anderen Firma wieder eingestellt, wenn das nächste Projekt dran ist.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 22:25 #

Schön wäre das. Dumm nur, das solche Kündigungen gerade bei allen Firmen stattfinden, quer durch alle Ebenen. Und warum soll man dann erfahrene Leute einstellen, wenn es Uni-Absolventen gibt, die das fürs halbe Geld machen?

Die von Dir angesprochene Projektnummer gibt es im Filmbusiness. Noch nicht so sehr bei den Spielen, die stecken noch im Hollywood'schen Studiomodell der alten Tage.

Spiritogre 16 Übertalent - 4816 EXP - 26. November 2009 - 16:47 #

Das (in diesem Fall EA) aber Leute entlässt ist nicht abhängig vom Verkaufspreis oder Erfolg des Titels! Pandemic etwa (und die Studios generell) wurden nach Fertigstellung des Spieles und bereits vor Verkaufsstart geschlossen. D.h. die Leute wurden nach Abschluss des Projektes entlassen.

Ob sie nun durch Billigkräfte beim nächsten Projekt ersetzt werden anstelle wieder eingestellt vermag ich nicht zu beurteilen. Es gibt halt Firmen, die stellen billig ein und bekommen dann hoffentlich auch billig dafür. Wenn denen das reicht... bitteschön! Ich ärgere mich vielmehr über die Leute die als Billigkraft arbeiten: Ich kämpfe nämlich auch seit Jahren als Selbstständiger mit dem Problem: a) ich finde keine feste Anstellung b) den Firmen reichen Billigkräfte - ich habe insbesondere einen Hals auf Studenten und Rentner die fast umsonst arbeiten weil es für die ja auch nur ein Zubrot ist, sie aber nicht von leben müssen und ich deshalb nicht konkurrenzfähig bin c) den Kunden der Firmen reicht die Leistung und Qualität der Billigkräfte - auch wenn ich als Fachkräft um einiges besser wäre und bessere Qualität liefere! So ist das leider... da muss die Gesellschaft dann mit klar kommen, wenn sie die Fachkräfte aus Steuergeldern unterstützen muss, weil diese nicht mehr genug verdienen können.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 20:25 #

Komplette Zustimmung, was die Billigkräfte angeht. Das funktioniert leider immer, weil Du immer jemanden findest, der für so geringes Geld arbeitet.

Ein Freund von mir ist Musiker, der erzählt mir, dass die Preise auf dem Niveau von vor 20 Jahren sind. Sieht beim Schreiben nicht anders aus. Dummerweise macht die Inflation keine Pause und die Miete kostet auch mehr als vor 20 Jahren.

Spiritogre 16 Übertalent - 4816 EXP - 26. November 2009 - 21:24 #

Beim Schreiben ist der Verdienst gar gesunken. Bei einer Wochenzeitung habe ich Mitte der 90er für einen PR-Bericht (ca. 40 Zeilen + Foto) 50 DM bekommen. Die gleiche Zeitung zahlt heute noch 20 Euro! Mit ein Grund, warum ich überlege die Selbstständigkeit aufzugeben, es lohnt sich schlicht nicht mehr.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 27. November 2009 - 7:41 #

Nur 20 Prozent weniger in der PR, nicht schlecht. Bei Print sind das 30 und mehr Prozent. ;)

tobzzzzn 11 Forenversteher - 795 EXP - 26. November 2009 - 0:09 #

Da werden Studios geschlossen, große Projekte eingestanzt und ganze Bereiche des Global Players gelöscht... und du sprichst vom üblichen Geschäft, USA-Standard!? Das kann doch nicht dein Ernst sein, hast du überhaupt etwas über die Entlassungswelle mitbekommen? Das ist nicht das erste Mal, dass es bei EA zu einer massiven Anzahl an Entlassungen kommt. Allein eingangs der Krise ging es dort nicht gerade schonungslos zu. Hintergrund? EA wollte ernsthaft die nie zufriedenen Hardcore-Zocker verwöhnen, hatte die Wiederbelebung angestaubter Formate geplant (tlw. bereits eingeleitet), innovative Spiele veröffentlicht (Mirror's Edge, kennt das noch jemand? War das ein Reinfall? Wertungstechnisch? Verkaufstechnisch, ja!)... Quittung: Verluste, Scheitern, Entlassungen.

Spiritogre 16 Übertalent - 4816 EXP - 26. November 2009 - 20:08 #

Und was hat das jetzt mit den Kosten für ein Spiel zu tun?

Thema Mirrors Edge: Bei so einem Spiel höre ich alle "Fachleute" schreien: "Ihr fordert doch innovative Spiele, aber kaufen tut ihr sie nicht". Mirrors Edge gehört eindeutig NICHT in diese Kategorie.
Zwar vom Gameplay ungewöhnlich aber definitiv nicht als Nischentitel ausgelegt. Im Gegenteil, war der Hype (inklusive riesiger Werbekampagne) um das Spiel unglaublich!
Ich hätte es mir beinahe gekauft, aber da die Grafik so "ungewöhnlich" war erstmal abgewartet und dann die Demo auf der Playstation 3 runtergeladen und gespielt - zum Glück: Mir gefiel das Spiel absolut nicht, ich fand es schrecklich, insbesondere die Steuerung. Für mich ein völlig überbewertetes Spiel.

Flopper 15 Kenner - 3423 EXP - 25. November 2009 - 19:26 #

Herr Austinat mag vielleicht für seine Wahlheimat USA Recht haben, aber die Preiserhöhung für die EU hat schon längs statt gefunden. Dollarpreis = Europreis ist da nur ein Beispiel. Wenn ich für nen Liter Benzin so wenig wie drüben zahlen würde, hät ich sicherlich auch 10$ mehr für Spiele übrig, oder die Levis Jeans nur die Hälfte wie in Deutschland kostet.
Solange aber die Spielehersteller meinen der Dollarpreis entspricht dem Europreis bei einem aktuellen Wechselkurs von 1 Euro zu 1,5 USDollar, ist eine Preiserhöhung sicherlich nicht drin! Dann sollen sie den Amis gefälligst den Europreis mal 1,5, also für MW2 zB. 90USDollar abnehmen. Möchte mal sehen wer sich dort das Spiel dann noch kauft!

Blacksun84 15 Kenner - Abo - 3510 EXP - 25. November 2009 - 20:06 #

Sry, das ist Unfug. Wenn du 90 DM durch 1,9853 nimmst, bekommst du rund 45 €uro raus, also den heutigen Normalpreis für ein Spiel. In dem Punkt müsste man widerrum eher Roland Recht geben, denn die Herstellung und vor allem der innereuropäische Versand kostet eher mehr als vor 10 Jahren, die Spieler aber trotz Preissteigerungsraten immer noch umgerechnet 90 DM - damalige Normalpreis für ein Spiel Marke AoE 2 oder SC.

Flopper 15 Kenner - 3423 EXP - 25. November 2009 - 21:01 #

Ich sag doch nichts von wegen DM = Euro? Ich rede hier vom Dollar! Früher war der Preis sicherlich nicht Dollar = DM Preis sondern es wurde umgerechnet. Das fällt heute weg und macht die Spiele in EU teuerer! Mit der alten DM hat das nichts zu tun!

Z (unregistriert) 25. November 2009 - 21:24 #

DM != US$

Aladan 16 Übertalent - 4114 EXP - 25. November 2009 - 19:41 #

Frontlines war eines dieser "Schrottspiele", kein Wunder das es so billig zu haben ist. Ich erinner mich an die Zeiten früher, da gab es nur Atari und wenige Spieleschmieden, dann gab es nur Nintendo und zum Teil Sega mit einigen Spieleschmieden. Heute gibt es Nintendo, Sony, Microsoft und hunderte von Spieleschmieden.

Allein der Umstand, das es heute immer 3 Konkurrenzfähige Konsolen gibt läßt einen Preiskampf entstehen. Das mit der Vergangenheit zu vergleichen ist quasi unmöglich.

Anonymous (unregistriert) 25. November 2009 - 20:24 #

Redest du gerade ernsthaft von Atari 2600-Zeiten, als es Hunderte (und ich meine HUNDERTE!!!) kleiner Klitschen gab, die zum allergrößten Teil unglaublichen Bockmist produziert haben?
Und meinst du die Zeiten, als PC, Amiga, C64, CPC, Spectrum, NES, Sega Mega Drive, Sega Master System, Atari ST (und all die anderen, die ich vergessen habe) gleichzeitig gegeneinander am Markt antraten? Sicher, die hatten teilweise verschiedene Zielgruppen, aber zu großen Teilen überschnitten sie sich eben auch.
Und welche Hundertschaften von Spieleschmieden existieren heute?
Mir fallen von den großen nur noch EA, Activision Blizzard, Take 2 und UbiSoft ein. Alle anderen fallen unter ferner liefen.
Oder war dein Beitrag ironisch gemeint und ich bin voll drauf reingefallen?

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 22:27 #

Heute gibt es deutlich *weniger* Entwickler als vor zehn Jahren.

Frontlines habe ich selbst gespielt, fand nicht, dass das ein Schrottspiel war.

Oh, und früher gab es noch *mehr* als nur drei Konsolen.

Porter 05 Spieler - 2981 EXP - 25. November 2009 - 20:08 #

Der Artikel ist verdammt schwach, hat der Herr Austinat eigentlich wirklich darüber nachgedacht was er da schreibt oder hat er einfach mal bisschen Text runtergetippt?

was zum Geier hat die Schließung von Pandamic damit zu tun das der Markt einfach übersättigt ist, was helfen noch höhere Preise für (unter)durchschnittliche Spiele wenn sie sich dann noch weniger verkaufen?
Selten so wenig Substanz in einem Artikel entdecken können, schämen sie sich Herr "Veteran", plump zu fordern das man 5-10€ mehr ausgeben soll ist echt zu wenig.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 22:28 #

Hast Du meine Kolumne gelesen? Wo habe ich gefordert, dass man fünf bis zehn Euro mehr ausgeben soll?

Claus 21 Motivator - Abo - 29645 EXP - 25. November 2009 - 22:47 #

Wie kann ein Artikel schwach sein, der zum Denken auffordert?

Das Gegenteil ist richtig, die Stärke des Artikels ist, dass er eine Diskussion eröffnet, dass er zum Abklopfen der eigenen Positionen anregt, dass er das Thema anstößt und damit in Bewegung versetzt.

Langweilen kann man sich überall anders, hier geht es endlich mal ans Eingemachte.

Von mir gibt es ein Lob für Herrn Austinat, und ein "Pöh!" an den "User" Porter.

Anonymous (unregistriert) 25. November 2009 - 20:18 #

ob die behauptung jetzt gerechtfertigt ist, dass spiele zu billig/teuer seinen, sie jetzt mal so dahingestellt. was ich viel wichtiger finde ist doch die frage ob diese hohen produktionskosten wirklich nötig sind nur weil jedes neue spiel einen neuen grafik-standart setzten muss. denn jeder muss doch zugeben, dass ihn wenn er vor 10 jahren ein spiel gespielt hat ihn damals die grafik reichlich wenig gestört hat - natürlich findet man wenn man es heute wieder spielt die grafik sehr störend aber nur weil man von überall die bessere grafik gewöhnt ist. und da stellt sich mir die frage warum die grafik bei einer entwicklung an erster stelle steht und nicht die story, steuerung oder eine inovative neue spielidee(jetzt nur auf die mainstream-spiele und nicht auf die indipendent-spiele bezogen). denn so hetzen wir immer weiter dem nächsten grafikkracher hinterher - der im übrigen dann auf immer bessere hardware benötigt - und genau das erhöht dann auch wieder die "produktionskosten"... und zu den produktionskosten von HDspielen sei gesagt - die entwickler bekommen verdammt viel geld von den hardwareherstellern, damit sie die spiele nur für ihre hardware zugeschnitten entwickeln. am bessten auch nur auf ihre teuerste und neuste natürlich ;)

Madcow 18 Doppel-Voter - 11325 EXP - 25. November 2009 - 20:29 #

Ich persönlich empfinde die Kolumne auch nicht gerade als Glanzlicht. Aber ihren eigentlich Zweck hat sie ja mehr als erfüllt *g* Diskussionen und Klicks auslösen. Eine Preislage wie im vereinigten Königreich würde ich mir auch für Deutschland wünschen, aber dafür ist die Konkurrenz im Onlineversandhandel zu gering.

Anonymous (unregistriert) 25. November 2009 - 20:34 #

Roland Austinat ist nicht zufällig verwandt mit Bobby Kotick? Nein? Vielleicht verschwägert?
Im Ernst: Sonderlich toll finde ich den Artikel nicht. Was z.B. soll die Raubkopiererthematik in den ersten beiden Absätzen? Die hat doch mit dem Rest aber auch gar nix zu tun.

Ich habe übrigens eine Gegenthese anzubieten:
Mein erster PC inkl. Monitor 1996 kostete meine arme Mutter damals 5000 DM, umgerechnet also ca. 2500€. Heute bekomme ich einen leistungsfähigen PC inkl. Flachbildschirm für 1000€.
Damals kostete das durchschnittliche Spiel 70-80 DM, also 35-40€.
Dementsprechend dürften die Preise für Spiele heutzutage bei maximal 15-20€ liegen. q.e.d.

Sebastian Conrad 16 Übertalent - 4740 EXP - 25. November 2009 - 21:25 #

Genau, weil die 5000 Mitarbeiter heutzutage genau so viele Kosten wie die 10 - 100 Mitarbeiter damals. Ich würde mich mal mit den Wirtschaftsgrundladen auseinandersetzen: In dein Finales Produkt musst du deine Nebenkosten IMMER (IMMER!!!) mit ein berechnen, sonst gehst du unter. Denn du musst MINDESTENS deine Nebenkosten decken können, um Gewinn machen zu können.

Jetzt rechne mal selber auf: Wie viel mehr werden wohl 5000 Mitarbeiter kosten im Gegegensatz zu 100. Und jetzt überleg mal um welchen Faktor die Spiele heutzutage teurer sind. Man muss keinen Abschluss in BWL haben um zu wissen das es einen Grund hat, wenn auch Namenhafte Spieleschmiede geschlossen werden, weil sie trotz guter Produkte unterm Strich kein Geld mehr haben.

Claus 21 Motivator - Abo - 29645 EXP - 25. November 2009 - 21:29 #

Ihre "arme Mutter", die im Jahr 1996 tatsächlich 5000 Mark für einen Rechner + Monitor ausgeben konnte, muss in Wirklichkeit damals eine eher reiche Mutter gewesen sein, da die Einstiegs- und Mittelklasse-PCs damals mindestens 1000 bis 2000 DM billiger waren.
Die Highendmaschinen waren allerdings damals bereits so teuer wie heute (denn für die kann man jetzt auch ohne Probleme 2500+ Euro loswerden).

Anonymous (unregistriert) 25. November 2009 - 21:53 #

Der Hauptposten bestand im Monitor. Sie bestand auf einen strahlungsarmen, an sich eine gute Idee. Der alleine schlug mit 1600 DM zu Buche. Der Prozessor war allerdings mit nem 1000er auch nicht ohne. Und es war NICHT das Spitzenmodell. Da es zu der Zeit eben keine gleichwertige Konkurrenz zu Intels Pentium gab, schlugen die im Preis ordentlich zu.
@dem Post drüber:
Meine "These" war tatsächlich nicht so ganz ernst gemeint. Ich kann (oder besser: will) mir jedoch beim besten Wille auch nicht vorstellen, dass Roland Austinat seine Kolumne 100%ig ernst meinte.

Claus 21 Motivator - Abo - 29645 EXP - 25. November 2009 - 22:32 #

Dann habt ihr leider trotzdem bei einer Apotheke oder High-End Produkte gekauft.
Ich mir extra vorhin noch einmal meine alten PC Player Hefte aus dem Ablageschrank gekramt (dabei habe ich mir beinah meine Hand eingeklemmt, verflixte Hacke!) und mir die Preise angeschaut.
Fazit des kleinen Preisvergleich: 5000 Mark waren möglich, aber absolut nicht unausweichlich.
:)
Kleine PC-Kunde von anno tobak:
(aus einer Anzeige PC Player 4/96, ein kleiner Krauter wirbt auf Seite 215, Übersicht der CPU-Preise)
AMD 486DX4-120 mhz: 140,95 DM
AMD 486DX4-133 mhz: 149,95 DM
Pentium 75 mhz: 198,95 DM
Pentium 100 mhz: 361,95 DM
Pentium 120 mhz: 450,95 DM
Pentium 133 mhz: 584,95 DM
Pentium 150 mhz: 795,95 DM
Pentium 166 mhz: 1.155,95 DM

Muttern zahlte 1000 DM für die CPU, na, dass deutet doch eher auf ein High-End Produkt hin, gell?

In der PC Player 4/96 wird unter anderem das damalige Hardwaremonster Wing Comander IV getestet, für das ein Pentium 133, "Quadro-Speed-CD-ROM" und 16 MB RAM empfohlen werden (dagegen als Minimum: ein 486er mit 66 mhz und 8 MB RAM sowie -hihi, wie niedlich- ein DOUBLE SPEED CD-Rom).

:)

Spiritogre 16 Übertalent - 4816 EXP - 26. November 2009 - 11:25 #

Ich habe für meinen PC 1995 mit allem drum und dran 6000 DM hingelegt (inkl. 17 Zoll Röhre und Tintenstrahldrucker). Das war ein Pentium mit 100 MHz, Quad-CDRom, 16MB RAM. 1996 war ein 486er eine absolute Einstiegs-CPU, quasi für den Billigrechner, den man heute für 300 Euro bekommt. Damals war ein PC nach zwei Jahren wirklich veraltet und für die neusten Spiele unbrauchbar. So meiner, der 1997 zwar noch mal aufgerüstet wurde, mit einer Monster 3D Voodoo Karte und zusätzlichen 32MB RAM, aber da schon ziemlich lahm war und 1998 ersetzt wurde. Da wurden die Preise dann auch langsam günstiger.

Gamaxy 17 Shapeshifter - Abo - 6590 EXP - 26. November 2009 - 10:48 #

Und 1.600 DM für einen Monitor war nicht viel. Ich kann mich erinnern, wir haben Ende der 90er für ein bestimmtes Projekt einen 15''-TFT-Monitor angeschafft, der hat damals 2.500 Mark gekostet.

Übrigens à propos Gothic 3: Ist als Vollversion in der aktuellen PC-Games dabei ;-) Wieder ein Spiel mehr, zu dem ich leider mangels Zeit nicht kommen werde...

Claus 21 Motivator - Abo - 29645 EXP - 26. November 2009 - 20:01 #

TFT-Bildschirme warne bis vor sehr kurzer Zeit noch extremst teures Hightech Spielzeug, und Ende der 90er absolut nicht "Standard".
Ich habe 1993 meinen ersten Ms-Dos PC gekauft, zusammen mit einem 15" no-Name Monitor, ebenfalls Strahlungsarm.
486er DX33, 4 MB RAN, ich glaube 120 MB Festplatte, ProAudioSpektrum-Soundkarte, VLB-Grafik mit 1 MB, 3,5" Diskettenlaufwerk. Das waren damals 3000 Mark. Hätte ich den 486DX66 mit 17" Monitor genommen wären es glaube ich knapp 1000 Mark mehr gewesen.
Mit dem 486DX33 konnte ich aber alle zu der Zeit erscheinenden Titel perfekt spielen (Privateer, Aces over Europe, Buzz Aldrins Race into Space etc.).

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 22:30 #

Hey Claus, auch das stimmt. Ich habe seit 1993 für meine PCs immer etwa gleich viel bezahlt. Nicht den letzten Schrei kaufend, sondern immer eine Stufe drunter.

Claus 21 Motivator - Abo - 29645 EXP - 25. November 2009 - 23:31 #

Jau, ich auch. Die Stufe "drüber" wurde beim Kauf ohnehin nie benötigt und hätte nur dazu gedient, die eigene Gier (Leistungsreserven, blabla) irgendwie zu befriedigen, was im Sinne von "fuel on the fire" ohnehin nicht geklappt hätte, da man dann lediglich von der nächsten, noch teurereren Verrücktheit geträumt hätte.

Alex Althoff 19 Megatalent - 16883 EXP - 26. November 2009 - 10:41 #

me2. Meine History sieht so aus:

1990 386 SX, 16 MHz, 1 MB RAM, 40 MB Festplatte so um die 2000 DM
dann gings weiter mit 386 DX 40 MHz, 486 DX2 66 Mhz, Pentium 90 Mhz, Pentium 133 Mhz, Pentium 233 MMX, P3 500 Mhz, AMD 1200 und 2400+ und dann wieder Intel P4 Ht 3,0
Nun hab ich nen Quad 6600 mit 4 GB RAM, 2 TB Festplatte und 260+ Gainward Nvidia der mir ca 1000 Euros vor 1 Jahr gekostet hat. Also Hardware war imma um die 2000 DM /1000 Euro. Kauf mir allerdings auch nie nen komplett PC sondern bau mir den mit den Einzelkomponenten zusammen.

Claus 21 Motivator - Abo - 29645 EXP - 26. November 2009 - 20:03 #

Ich schlurf die letzten Jahre immer zu Atelco, da die auf viele Komponenten (beim Komplettkauf) 5 Jahre Garantie geben.
Und die kam mir schon das eine oder andere Mal sehr gelegen (1 Grafikkarte und 2 HDDs waren abgeraucht und wurden dann ersetzt).

Amcik_al_Hosafi (unregistriert) 25. November 2009 - 21:00 #

So einen Schmarrn habe ich selten gelesen, wie kann mann IPhone spiele mit teuren 60euro Games vergleichen da beide kopiert werden.
Was viele immer noch nicht kapieren, es handelt sich um ein kausales Gesetz.
Machst Du gute Spiele , verkauft es sich. Wenn der neue WoW Addon 60 euro kosten würde, kauft es trotzdem jeder, weil man es haben will.

Aber Gurken die man in 4-5 Stunden durchspielt und nie wieder anfässt müssen billiger werden, oder sie sind selber Schuld wenn sie keiner kauft.

Warum sonst verkauft sich Modern Warfare, GTA und co. wie geschnitten Brot ?
Auch sie werden zum Teufel komm raus Raub kopiert;-)
Mich persönlich kotzt es an, das viele Spielemagazine oder Seiten in zweierlei Maß bewerten. Deutsche Spiele ala Gotchik oder Risen kommen viel zu gut weg. Die verdienen es quasi Raubkopiert zu werden, damit keiner für solchen fehlerhaften Mist Geld zahlt.

Jörg Langer Chefredakteur - 247532 EXP - 25. November 2009 - 21:14 #

Du scheinst Rolands Gedankengang nicht wirklich verstanden zu haben. Seine Argumentation ist folgende:

1. Gängiges Raubkopierer-Argument: "Spiele sind zu teuer! DESWEGEN raubkopiere ich".
2. Selbst iPhone-Spiele, die nun überhaupt nicht teuer sind, werden raubkopiert. Und zwar wie die Hölle.
3. Folgerung: Das Argument ist nur vorgeschoben.

melone 06 Bewerter - 1512 EXP - 25. November 2009 - 21:34 #

Und wie immer in dieser Debatte: All die raubkopierten Spiele lassen sich nicht in alternative Verkäufe schön rechnen. Ich würde mal sagen, daß Raubkopien auf dem iPhone auf die Leute entfallen, die möglichst alle Spiele (und auf dem iPhone gibt es eine Welle von Spielen die noch steigt) haben wollen - und wie so oft dann keins fertig spielen. Wären Raubkopien technisch unmöglich, dann würden diese Leute das ein oder andere Spiel kaufen, nie aber all die vorgerechneten Kopien.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 25. November 2009 - 22:32 #

Und wie immer in dieser Debatte wird dieses Argument gebracht. Schön und gut. Was ich aber sehen kann, ist, dass Mini-Entwicklern und großen Firmen die Kohle für neue Projekte fehlt und die im Ernstfall dicht machen. Und ich rede nicht von Schrottfirmen, das trifft selbst solche mit herausragenden Titeln. Looking Glass, anybody?

Rondrer (unregistriert) 26. November 2009 - 1:15 #

Aber was haben denn die Raubkopierer mit dem Preis für SPiele zu tun? Für Raubkopierer kostet das Spiel IMMER 0€, völlig unabhängig was das Spiel im Laden kostet. Natürlich ist das Argument dass sie es nur machen wegen der Preise vorgeschoben. Aber was ändert das? Was ändert ein noch höherer Verkaufspreis an dieser Problematik? Gar nichts.
Vieleicht liegt das Eingehen vieler Spieleschmieden einfach nur an der Wirtschaftskriese? Andere Branchen haben auch zu kämpfen und wie reagieren die? Indem sie ihre Preise SENKEN statt sie zu erhöhen! Nicht umsonst ist die Inflationsrate derzeit auf einem absoluten Tiefpunkt.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 2:10 #

Klar, wir müssen aufpassen, dass wir die beiden Themen nicht über Gebühr miteinander vermischen.

Fakt ist, dass Menschen in wirtschaftlichen Schieflagen ihr Geld vielleicht anders als früher ausgeben. Ich bin beispielweise immer mal wieder zum Pizzamann oder dem Mexikaner, um mir dort für sechs, sieben Dollar lecker Mittagessen zu kaufen. Inzwischen koche ich mehr und mehr daheim, weil das günstiger ist. Ich gehe aber nicht zum Pizzamann oder dem Mexikaner und klaue mir dort Essen, weil ich ja nie weiß, ob der den Teig und die anderen Zutaten an dem besagten Tag überhaupt verkauft oder nicht doch eher weggeworfen hätte.

Raubkopierer wird es immer geben, korrekt. Und sie werden von den ehrlichen Zahlern subventioniert. So wie Schwarzfahrer von den Fahrkartenkäufern subventioniert werden, und der Stadt/dem Staat und dadurch über Steuern wieder von uns allen.

melone 06 Bewerter - 1512 EXP - 26. November 2009 - 9:58 #

Jedes Spiel hat seine eigene Geschichte und insofern ist es schwer hier zu pauschalisieren. Trotzallem halte ich deinen Vorschlag als generellen Ansatz falsch.

Warum sollte ein Spiel, daß sich anscheinends zu einem günstigereren Betrag bereits nicht auf dem Markt behaupten kann, sich plötzlich zu einem teureren Betrag wie geschnitten Brot verkaufen?

Wird der Fehlbetrag bei dir dadurch erwirtschaftet, daß die ehrlichen Käufer die der Firma die Stange halten und das Spiel kaufen auch mehr bereit sind dafür zu bezahlen? Wenn das die Strategie für ein bestimmtes Produkt ist, dann mag das im Einzelfall aufgehen, es ist aber noch lange keine generelle Lösung, da der Markt hier auch viel zu differenziert ist; zumal durch Special Editions solch eine Abschöpfen bereits gegeben ist.

Was ich bei Entwicklern, die ich kenne sehe, ist, daß gute Entwickler ihren Schnitt machen, manche davon sogar richtig lukrativ agieren und das andere es nicht packen; das liegt dann oftmals aber auch daran, daß sie für die Spielerogrammierung gar nicht geeignet sind. Heutzutage meint ja jeder Depp Spiele machen zu müssen. Dieser Trend hat sich vor allem durch die immer leichter werdenden Dev-Tools verstärkt. Fakt ist aber, daß nicht wenige dafür gar nicht geeignet sind. Es ist numal auch nicht jeder ein guter Gitarren- oder Tennisspieler.

Gerade wenn sich bestimmte Großproduktionen trotz Werbung nicht ausreichend verkaufen, sollte man sich die Frage stellen, ob das Spiel überhaupt gut war, es sinvoll dimensioniert war und ob's ne Nummer kleiner und durchdachter nicht besser gewesen wäre.

Daß es hier und da auch mal Firmen erwischt, die zwar auch gute Produkte entwicklen ist dabei ganz normal und dieses Phänomen existiert ja genauso in anderen Bereichen, da gibt's ne Band die von den Kritikern hochgelobte Musik macht und das Album verkauft sich trotzdem nicht. Da gibt's technische Geräte, die besser als ihre Konkurrenzprodukte sind, trotzdem gehen sie unter. Die Gründe hierfür sind zahlreich.

Liam 12 Trollwächter - 910 EXP - 27. November 2009 - 3:15 #

Die aber meines Wissens nicht an Raubkopien gescheitert sind, sondern daran, dass einige Projekte dummerweise mehr gekostet haben, als sie ausgeben konnten und selbst solche heutigen Klassiker wie System Shock finanziell nicht erfolgreich waren.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 27. November 2009 - 7:43 #

Da möchte ich die Frage stellen: Warum waren die denn finanziell nicht erfolgreich? Wo sie doch wirklich von so gut wie allen Spielern in den höchsten Tönen gelobt worden sind?

Anonymous (unregistriert) 25. November 2009 - 21:15 #

Brauche ich ein Spiel am Releasetag?
Unbedingt!
Wozu waren sonst die 100 Seiten Preview gut, die ich
in den Print-Magazinen ertragen musste?
Wozu waren die Millionen an Marketing-Budget gut, wenn
ich das Spiel nicht noch am Erscheinungstag kaufe oder
doch wenigstens den illegalen Download starte - dafür
haben die doch Millionen verpulvert!
Ich will möglichst schnell ein Leserreview im Web veröffentlichen,
gleich an Platz 87 - hinter den 86 Fan-Boys, die es bewertet
haben, obwohl sie gerade 2 Screenshots kannten.

MW2 ist übrigens ein ganz schlechtes Beispiel - 30 bis 32 GBP
kostet das Ding je nach Platform im Ausland - mehr hätte ich als Solist auch nicht bezahlt.

Der brave Konsument kauft Sachen, auch wenn er sie nicht braucht.
Lebensmittel kaufen, lagern und nach Ablauf des MHD wegwerfen, so
sieht es doch aus.
Wir brauchen billigere Spiele - so wie derzeit aus UK importierte Sonderangebote - damit noch mehr ungeöffnete DVD-Hüllen im
Regal stehen (Call of Pripyat, Dragon Age, Anno 1404, Fallout 3).

Ich schäme mich dafür, bestimmt 55% meiner DVDs tatsächlich
auch geguckt zu haben!

Meine DVD-These: würde ich für DVD das Doppelte zahlen müssen,
würde ich weniger als die Hälfte kaufen und damit in Summe
weniger Geld an Hollywood überweisen. Eine Katastrophe!
Wären Spiele teurer, würde der Sammel- und Mitnahmeeffekt wegfallen.
Ganz schlecht!

cholpes 10 Kommunikator - 411 EXP - 25. November 2009 - 21:24 #

Frontlines: Fuel of War gab es letztes Wochenende sogar für 2,50€.
Allgemein sind die Weekend Deals bei Steam meist sehr empfehlenswert.
Und grundsätzlich gilt bei jeder Art von Computer- und Videospielen: Wer es nicht sofort haben muss bekommt es meistens schon nach nem Jahr wesentlich günstiger in der Budget-Version.

Sebastian Conrad 16 Übertalent - 4740 EXP - 25. November 2009 - 21:39 #

Wer hat Lust auf Mathe? :D

MW2 kostet 60 € im Laden. Überall, außer in UK und Australien (bei dem einen billiger, bei dem anderen teurer).

550 Millionen Euro Umsatz kurz nach Release. Sind nach Adam Riese 9.166.666 Verkaufte Einheiten. Wenn das Spiel jetzt 50 € gekostet hätte, wären das 458 Millionen Umsatz gewesen. Bei 40 € knapp 366 Millionen. Wenn wir jetzt mal die merkwürdigen Vorstellungen einkalkulieren von 20€ für das Spiel, liegen wir bei 183 Millionen Euro Umsatz bei 200 Millionen Euro Gesamtkosten, bei 15 € sogar nur 137 Millionen Euro Umsatz bei 200 Millionen Euro Gesamtkosten. Ist zwar ne Milchmädchenrechnung, aber + - wird es in etwa hinkommen.

Ich weiß das viele der Leser hie für diese Rechnung nicht offen sind und mit einer Wahrscheinlichkeit von 90% ein Grund gefunden wird, warum es Unsinn / Falsch / Schmarrn ist. Hey, jeder brauch sein eigenes, kleines Utopia. Passt schon. Und wer hier mit "Sind die selber Schuld wenn sie soviel Kosten haben" kommt, sollte sich Fragen, WER denn immer bessere Grafik haben will. Tipp: Es sind nicht die Hersteller.

melone 06 Bewerter - 1512 EXP - 25. November 2009 - 22:06 #

Man sollte differenzieren von was für einer besseren Grafik man hier spricht. Es gibt grafische Verbesserungen die kosten wenig bis nichts und dann gibt es Aspekte die richtig ins Geld gehen; sei's da sie nun mal aufwendig zu erstellen sind oder die Dev-Tools noch nicht so weit sind.

Ein Hersteller kann dann die Grafik priorisieren, wenn er sie als verkaufsförderndes Argument für sein Spiel sieht. Von der Zuständigkeit ist das aber mittlerweile ein Henne-Ei Problem. Zudem wird hübschere Grafik ja auch gerne immer wieder von den sogenannten Fachmagazinen eingefordert.

Ich geb Dir mal einen Einblick in meine Realitätsblase: Ein Torchlight, das sich grafisch auf DirectX7 Niveau bewegt - aber mit Stil - , mich aber spielerisch überzeugen kann, kaufe ich; ein Assassin's Creed 2 aber muß ich nicht wirklich haben, egal wie aufwendig die Grafik ist.

Sebastian Conrad 16 Übertalent - 4740 EXP - 25. November 2009 - 22:43 #

In die Realitätsblase steige ich gerne mit ein: ich liebe Torchlight, und auch Dragon Age ist jetzt nicht der Grafikbomber, punktet dafür an anderen Stellen. Natürlich schreien nicht _alle_ nach bessere Grafik. Aber eben doch die meisten. Und vorallem - wie du sagtest - reicht es aus wenn es Spielemagazine tun. Aber dann sind es immer noch nicht die Hersteller.

melone 06 Bewerter - 1512 EXP - 26. November 2009 - 10:24 #

Ich weiß nicht, ob das die meisten sind. Die erste Aufmerksamkeit erregst du damit bestimmt, aber sobald du am Spiel sitzt ändert sich die Situation und ein gutes Design ist weitaus wichtiger - es sei denn du ballerst die Leute mit Eye Candy fortwährend zu.

Grafik ist ja auch wichtig, da der optische Sinn für uns einen sehr hohen Sellenwert einnimmt, aber wie gesagt läßt sich hübsche Grafik mit einfachen wie auch aufwendigen Mitteln erreichen.

Entwicklen nVIDIA und ATI immer leistungsfähigerere Grafikkarten weil wir das wollen, oder weil sie es wollen und wir das dann brauchen? Für mich sind die Hard- wie Softwarehersteller hier nicht außen vor, sondern drehen mit an der Spirale.

Claus 21 Motivator - Abo - 29645 EXP - 25. November 2009 - 23:09 #

Was einfach geklaut werden kann, wird von einer gewissen Bevölkerungsschicht auch immer geklaut werden. Leider.
Egal wie hoch der Preis sein wird. Traurig, aber wahr.

Anderseits: würden gar keine Spiele geklaut, so würden die Preise trotzdem nicht fallen. Egal, wieviel Spiele verkauft würden. Beweisen muss man diese These denke ich nicht, wer es trotzdem nicht glaubt, kann ja mal prüfen, wie sehr beispielsweise Nintendo die Modulpreise vom SNES gesenkt hat, als es noch keine Kopierstationen
gab. Grundsätzlich würde auch keine gewinnorientierte Firma klaren Verstandes auf Gewinn verzichten, solange es nicht notwendig ist. Warum auch.

Diese beiden Punkte dürfen wir daher meiner Meinung nach getrost aus der Diskussion entfernen.

Zur Diskussion beitragen möchte ich, dass bei Computerspielen nicht alles besser und / oder teurer geworden ist, und dass sich der Preis durchaus bereits real erhöht hat, wenn man denn berücksichtigt, dass

- die Datenträger (sofern diese in Zeiten des digitalen Downloads überhaupt noch verwendet werden) in den letztn Jahren dramatisch günstiger geworden sind, ohne dass der Spielekäufer davon profitieren durfte (im Gegensatz zum Raubkopierer).
- es für "das Standardspiel" keine aufwendige Verpackungen (im Gegensatz zu früher) mehr gibt.
- die gedruckten Handbücher (früher mituner 200 Seiten stark) ersatzlos gestrichen wurden (bzw. nur noch als kostengünstige Pdfs angeboten werden ("Kunde, druck mal schön selber")
- es für "das Standardspiel" keine Stoffkarten und Gimmicks sonstiger Art mehr gibt (nur noch bei Zuschlagspflichtigen Deluxe-Versionen)
- längst nicht alle Spiele in HD mit den neusten Grafikeffekten hergestellt oder gar mit diesen benötigt werden, ergo auch längst nicht überall die gleich Kosten anfallen.
- deutlich zuviele Spiele unfertig verkauft werden, der Kunde wird zum Tester und muss mitunter über Monate auf Updates warten. Warum? Weil der Hersteller sich die Testkosten - - - SPART.
- Emulatoren das Spielen alter Spiele erlauben, für die gar kein Geld (Abandonware) oder für nur sehr wenig Moos zu haben sind (Virtual Console etc.). Das Angebot ist also groß, die Nachfrage nach neuen und gar teuren Artikeln dadurch also eher geringer.
- es Techniksprünge wie vom 386er auf den 486er, von VLB auf PCI oder AGP, von 3,5" Diskette auf CD nicht oder erst deutlich später als noch vor Jahre gibt, so dass hier auch nicht mehr in gleichen Umfang in neue, unbekanntere Techniken investiert werden muss.

Langer Rede kurzer Sinn: Computerspiele sind also in den letzten Jahre bereits teurer geworden, da die Hersteller an der Ausstattung und Gestaltung gespart haben.

keimax 04 Talent - 264 EXP - 25. November 2009 - 22:33 #

1. gehe ich mal davon aus, dass Nvida und AMD den Entwicklern einiges zukommen lässt, damit die neueste Shader Technologie auch ins Spiel kommt. Von daher sinds "auch" die Hersteller die bessere Grafik feilbieten, obwohl es das Spiel gar nicht unbedingt bereichert.

2. Wird aufwendige Grafik seit langer Zeit benutzt um über schwachen Spielecontent hinwegzutäuschen. Die älteren unter uns wissen das, die
jüngeren lernen es halt noch und sorgen somit für ungerechtfertigte Umsätze. Schön verpackt ist halb verkauft.

Allgemein vertrete ich die Meinung dass teurere Spiele eine Spielefirma nicht vor der Insolvenz retten würden.
Hätte Sacred2 120 Euro gekostet, wäre Ascaron trotzdem weg vom Fenster.
Usw..

Raubkopierer kosten der Spieleindustrie sicherlich eine Menge, aber: Ich spiele jetzt seit 20 Jahren und mehr Spiele als in den letzten 5 Jahren hab ich mir noch nie gekauft. 1. hab ich inzwischen ein bisschen Geld für Spiele übrig und 2tens zwingt mich die Onlineaktivierung + Keyüberprüfung dazu. Find ich ok.

Mal unter uns ;) : Man könnte ja auch die These mehr vertreten, dass
die Leute die sich das Spiel eh nicht kaufen können, es günstiger bekommen dürften? Oder ist das zu so sozialistisch? ;) Dann kommt natürlich noch das Gemaule der etwas Besserverdienenen dazu.. Ungerecht usw.. Schaut euch Adobe mit Photoshop oder 3d Studio usw an:
Kaum einer kann es sich leisten, doch viele sind in der Anwendung versiert? Komisch. Sollte man damit kommerziellen Content erzeugen, kauft man es sich aber doch. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil für Adobe & Co würd ich meinen.

Jamison Wolf 16 Übertalent - Abo - 5544 EXP - 25. November 2009 - 22:40 #

Oha soviele Kommentare ... Mein Resumé: Mir ist es egal ob die Teile am Ersttag für 200 € auf dem Markt aufschlagen, solange ich dann ein paar Monate später das ganze für 20-30€ kaufen kann. Die Zeiten wo ich ein Spiel unbedingt sofort haben musste sind vorbei, auf PC, wo man die ersten zwei Patchwellen abwarten sollte sowieso. Die Ausnahme seit Jahren war da Blood Bowl, und siehe da der zweite runter geladene Patch machte das Spiel für mich auch prompt unspielbar, was heisst: Warte gefälligst und kauf bloss nix neues. Bei Konsolen ist es mit dem Patchen nicht so wild, aber auch da warte ich lieber. Sollen doch die anderen die Kohlen aus dem Feuer holen. :)

Wenn mehr Kosten auch heissen würde mehr Unterhaltung, würde ich wahrscheinlich auch wieder früher zuschlagen. Defakto sehe ich aber Scriptgames ohne Ende, Grafikdemos ohne Seele, Spiele im Betastadium und aus noch nicht so grauer Vorzeit: Kopierschutz der mir meinen Rechner abspenstig macht. Noch einen grund zu warten, bis es Billiger wird und das mit nem Patch rausgedoktort wird.

/salute

Z (unregistriert) 25. November 2009 - 23:00 #

Dser Artikel ist viel zu einseitig und überhaupt nicht differenziert. Man sollte meinen, dass der Autor eines Artikel über den Preis einer Ware sich wenigstens rudimentär mit den Regeln der Preisbildung in einer Marktwirtschaft beschäftigt hat. Oder wieso dienen die hohen Absatzzahlen zwar der Argumentation, dass der geneigte Kunde bereit ist 60€ zu bezahlen... was an genau einem einzigen Beispiel festgemacht wird... aber der höhere Umsatz, den die inzwischen zu Unternehmen gewachsenen Spieleschmieden generieren, bleibt im Gegenzug unerwähnt? Wie sind sie denn dazu geworden? EA hat 1500 Leute entlassen. Skandal! Es wird suggeriert, als läge das an den knausrigen Spielern. Dass die Weltwirtschaft in einer Krise steckt, die auch die Unterhaltungsindustrie trifft, wenn auch spät, das wird natürlich auch flissentlich verschwiegen.

Nicht einmal die unterschiedlichen Vertriebsplattformen finden Erwähnung. Vergleichen wir die Lizenzen für 3malige Installation ohne Weiterverkauf mit der Ware (zum Greifen) von früher? Oder die Collecor's Edition für 80€ mit x-beliebiger Spieleschachtel vor 20 Jahren (Ultima IX habe ich gerade vor mir...)? Oder gar nur die accountgebundene Downloadversion ohne Weiterverkaufsrecht zum Vollpreis von 50€? Oder vergleichen wir Dragon Age mit einer Entwicklungszeit von über vier Jahren mit dem jährlichen Update von [insert random game + current year], die beide das gleiche kosten?

Die Preise heutzutage sind knallhart kalkuliert. Wenn man nichts am Preisschild drehen kann, weil der Kunde seit Jahrzehntehnten darauf konditioniert ist, nicht mehr als 35-50 € für ein PC-Spiel zu zahlen, dann gibt es eben ein bischen weniger für's Geld zum gleichen Preis: erst das ganze Zusatzzeug weg, dann das Handbuch, dann die Schachtel. Am Ende hat man es geschafft, auch gleich noch das Spiel raus zu nehmen. Im Gegenzug gab's einen virtuellen Zettel mit der Lizenz zum (manchmal begrenzten) Zocken.

Ehrlich, ich arbeite auch als Programmierer, aber sowas einseitiges...wenn wir hier nicht bei Gamers Global wären und nicht Jörg Langers Name für die Seite stünde...

Kai 14 Komm-Experte - 2146 EXP - 26. November 2009 - 0:19 #

Stimmt, ich habe selten so eine einseitige Kolumne gelesen und frage mich, in wessen Auftrag diese wohl verfasst wurde und wie viele "Ghostwriter" manche Publisher wohl schon zur Meinungsbildung in den Foren beschäftigen. Ich kann mich jedenfalls kaum daran erinnern, in den 80/90ern mehr als 40-70 Mark für ein PC- oder Konsolenspiel ausgegeben zu haben. Mehr Geld hatte ich als junger Mensch auch gar nicht fürs Spielehobby übrig. Wenn ich dagegen die 70 Euro sehe, die ein neues Konsolenspiel heute kostet, dann scheint auch hier inzwischen der DM-Preis 1:1 durch einen EUR-Preis ersetzt worden zu sein und ich frage mich, wer das eigentlich noch bezahlen soll? 140 DM für ein Spiel? Das wäre früher fast undenkbar gewesen. Meine Tochter als Vertreterin der jungen Zielgruppe müsste mit ihrem Taschengeld für nur einen einzigen neuen Konsolentitel heute monatelang sparen. Dafür geht sie aber vernünftigerweise lieber öfter mal ins Kino oder holt sich eine *Jahreskarte* für den Freizeitpark. Ich als Vertreter der älteren Zielgruppe kann dem Autor da nur in einem Punkt recht geben: "weniger Spiele kaufen". Früher habe ich ca. alle 2-3 Monate ein Spiel gekauft, bei den heutigen Preisen ist das nur noch 2-3x im Jahr drin. Und wenn die Spiele noch teurer werden, werden wir uns irgendwann wahrscheinlich nur noch Gebrauchtspiele leisten können.

Jörg Langer Chefredakteur - 247532 EXP - 26. November 2009 - 0:47 #

Deine Frage kann ich dir leicht beantworten: Die Kolumne wurde "im Auftrag" von GamersGlobal geschrieben, und wird von GamersGlobal bezahlt. Das Thema hat sich Roland selbst rausgesucht.

Und tatsächlich: Viele Importe und auch einige regulär vertriebene Spiele in den 80ern lagen -- teils weit -- jenseits der 100 Mark. Ultima 2 etwa kostete zeitweilig für den C64 160 Mark in der Spieleabteilung des Horten in Heilbronn, da kann ich mich heute noch dran erinnern. Dafür kosteten viele Datasettenspiele nur 40 oder 50 Mark. Bei Konsolenspielen (damals durchgängig noch auf Cartridges) war der Durchschnittspreis zudem höher als bei den Homecomputer- und frühen PC-Spielen.

Noch was: Ich sage nicht, dass ich Rolands Meinung zustimme, aber ich finde es ziemlich dreist, ihm deswegen zu unterstellen, er würde im Auftrag von Spieleherstellern schreiben.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 2:18 #

Willkommen im Pluralismus - wo alle so tolerant sind, dass sie keine klare Meinung mehr ertragen können. ;)

Keine Sorge, ich lasse mir seit 1993 nicht vorschreiben, was und wie ich zu schreiben habe. Und das hat seitdem nicht immer allen Leuten gefallen.

Ich kann nur noch einmal auf die 80er (Pitfall 2, 120 Mark) und 90er (Conker's Bad Fur Day, N64, 139,90 Mark) hinweisen. Na klar hatte ich auch nicht die Kohle, um mir laufend neue Spiele zu kaufen. Deswegen war ja ein neues Spiel so etwas besonderes. Wer heute auf einem Crack-Modul für den DS dutzende von Spiele besitzt, kann mir nicht erzählen, dass er diese mit der gleichen Begeisterung spielt wie jemand, der sich das eine, ganz besondere Spiel lange erspart hat.

Ich kaufe mir wie gesagt den überwiegenden Teil meiner Spiele nicht zum Starttag, sondern Wochen, Monate und manchmal Jahre später. Auf eBay gibt es zahlreiche Händler, die überschüssige Restposten zum Spottpreis verkaufen - originalverpackt.

miree 15 Kenner - Abo - 3051 EXP - 26. November 2009 - 6:43 #

Aber wenn alle ihre Spiele erst Jahre später für "n Appel und n Ei" kaufen würden, könnten sich doch die Spielefirmen davon auch nicht über Wasser halten. Oder?

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 20:29 #

Nein. Mag wie eine faule Ausrede klingen, aber mit ein paar Dollar mehr in der Tasche kaufe ich mir zukünftig auch wieder mehr brandneue Spiele oder bestelle sie mir wie in den letzten Jahren auf Amazon vor. :)

Kai 14 Komm-Experte - 2146 EXP - 26. November 2009 - 10:23 #

Ich habe nichts gegen Deine Meinung. Von "Unerträglichkeit" habe ich auch nichts geschrieben. Ich finde sie nur so extrem einseitig, dass ich mich beim Lesen sofort gefragt habe, wie ein erfahrener Autor zu so einem tendenziösen Ergebnis kommen kann. Da stellt sich mir schon die Frage nach dem Motiv. Ich könnte mühelos im selben einseitigen Stil eine Gegenkolumne mit dem Ergebnis "Spiele sind zu teuer" schreiben und mit entsprechenden Argumenten belegen. Aber das wäre genauso sinnlos wie diese Kolumne. Denn letztlich geht es bei der heutigen Preisfindung des Marktführers Electronic Arts schon lange nicht mehr um Kosten, Argumente und Zielgruppen. Es geht statt dessen einfach darum, wieviel Geld sich herausholen lässt: Das Produkt bekommt den maximalen Preis, denn die Konsumenten dafür zu zahlen bereit sind. So einfach funktioniert die reine Lehre im Kapitalismus. Dasselbe gilt für die zunehmende Auslagerung von Spielanteilen in den DLC. EA setzt da derzeit ganz neue "innovative" Maßstäbe. Glücklicherweise arbeiten aber nicht alle Publisher so. Und tatsächlich gibt es auch noch Publisher, deren Preisgestaltung und Produktumfang m.E. völlig in Ordnung geht, wie z.B. Take2. Ein Schwarz/Weiß-Bild, wie diese Kolumne, würde ich deshalb nicht zeichnen. Publisher wie EA ziehen nach dem Aufkaufen der Konkurrenz die Preisschraube bei den ehrlichen Fans halt möglichst bis zum Anschlag an und jammern dabei ständig über Raupkopierer, andere Publisher versuchen statt dessen, mit fairen Preisen zu punkten und neue Käuferschichten zu erschließen.

Z (unregistriert) 26. November 2009 - 15:08 #

"Also ich kaufe mir keine neuen Spiele, sind mir zu teuer. Ich warte fast immer auf die Low-Budget-Version. Von mir aus können die aktuellen Titel noch teurer werden. Sollen die, die gleich in den Laden rennen, dafür löhnen, wenn sie nicht warten können."

Finde ich jetzt nicht so originell.

Blacksun84 15 Kenner - Abo - 3510 EXP - 26. November 2009 - 12:35 #

Warst du sicher schon in den 90ern als Spieler unterwegs, Kai? Meine Spielekäufe vor etwa 10 Jahren:

- AoE 1: 80 DM
- AoE 2: 90 DM
- SC: 90 DM
- MI 3: 80 DM
- C&C 3: 100 DM (jaja, war ein gehypter Fehlkauf)
- Zelda OoT: 130 DM (bei 20 mal gespielt neben WoW das lohnenste Spiel meiner Spielerlaufbahn)
- Zelda MM: 130 DM + extra N 64-Teil für 60 DM
- Anno 1602: 90 DM

Nur um mal so ein paar Beispiele zu nennen. Spiele wurden also kein bißchen teurer, eher wurde der Inhalt gestrafft (ärgerlich) oder in CEs für 70 €uro verlagert (wers braucht). Demgegenüber hat sich mein Einkommen im Gegensatz zum Schülerdasein mehr als verzehnfacht, wenn natürlich auch durch den Lebensunterhalt einiges weggeht. Und dass man als Familienvater natürlich nicht so viel Geld in sein Hobby stecken wie ale Junggeselle, ist klar.Allerdings hat man dann auch gar keine Zeit, um jeden Abend 5 Stunden zu zocken.

PS: Jahrelange eigene Buchführung ist da sehr praktisch ;)

Kai 14 Komm-Experte - 2146 EXP - 26. November 2009 - 15:46 #

Mein erstes Konsolenspiel war in den 80ern Asteroids für Atari 2600, Kostenpunkt etwa 60 DM. Sicherlich sind die Spiele seitdem deutlich komplexer geworden, aber dafür gibt es nun auch heute ein Millionenpublikum. Wenn Spiele aber inzwischen 70 Euro kosten, ist das m.E. kein jugendgerechter Preis mehr und ich kann nur beipflichten: Statt einer Erstausgabe und zig kostenpflichtigen DLC-Addons dazu lieber ein Jahr warten und dann für den halben Preis eine GOTY ohne Bugs und dafür mit vollständigem Umfang kaufen.

Detlef (unregistriert) 25. November 2009 - 23:21 #

Dem ist nichts hinzuzufügen, einfach herrlich Argumentiert.

Anonymous (unregistriert) 25. November 2009 - 23:35 #

Computer und Videospiele waren schon IMMER viel zu teuer. Jetzt mal im Vergleich zu Filmen oder Musik. Und die werden ja auch munter kopiert. Und manchen Leuten ist es egal was was kostet - wenns kopieren geht, wirds kopiert. Denen kannste halt net helfen. Die würden auch Spiele, die es umsonst gibt, kopieren und runterladen. ;)

Sebastian W. 05 Spieler - 51 EXP - 25. November 2009 - 23:48 #

Wou, mit der Kolumne hast Du ja was angestellt Roland ;-)... Aber alleine für das Lesen der Kommentare hat sich die Anmeldung hier bei GamersGlobal gelohnt - extrem tolle Mischung aus Sachverstand und Blödsinn, also sehr amüsant ;-)...
Grundsätzlich hast Du natürlich Recht was z.B. die Raubkopien angeht - das ist zweifellos zu verachten (wobei man dafür aber erst mal eine gewisse Reife erreichen muß - kann mich noch gut an meine Jugend in den 80igern erinnern (Stichwort ATARI XL ;-))) - aber was die Preise der Spiele angeht finde ich diese heute wie damals vollkommen angemessen.
Ich kann da nur aus der Perspektive eines Familienvaters mit drei Kindern reden: Schon für die Kids sind 30-60 Euro für ein Game nicht ohne (das ist mal eben das Taschengeld von einem Monat) - aber selbst mir würden 60,- Euro bei jedem Spielekauf ein zu großes Loch in den Geldbeutel reißen, so das ich lieber ein paar Monate warte bis ein Game ca. die Hälfte kostet.
Jeder hat halt nur ein bestimmtes Budget zur Verfügung - würden Games teurer, so würde sich das auf weniger Games verteilen müssen - glaube nicht, das das für den Großteil der Firmen besser wäre...

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 2:29 #

Hallo Sebastian, willkommen bei GamersGlobal. :)

Spiele sind in meinen Augen ein Luxusprodukt, das nicht überlebensnotwendig ist.

Niemand hat ja beispielsweise 50 Brettspiele daheim, die übrigens auch im Laufe der Jahre richtig teuer geworden sind. Mensch Ärgere Dich Nicht, unlängst für die Enkelkinder eines Freundes hier in den USA gekauft, kostete knapp 20 Euro - das sind 40 Mark!

Wie sieht es mit Konzertkarten aus? In den 90ern wurde gejammert, wenn etwa die Rolling Stones knapp unter 100 Mark für eine Karte verlangt haben. Heute zahlen wir bereitwillig 70, 80 Euro, um einen Top-Star live zu sehen. Das sind 140, 160 Mark für zwei, drei Stunden Unterhaltung.

Verstehst Du, was ich meine? Nur, weil ich Spiele mag, muss ich deswegen doch nicht alles spielen und besitzen. Ich habe sogar festgestellt, wie viel Freude ich Menschen damit machen kann, ihnen Spiele, die ich inzwischen nicht mehr spiele, zu schenken.

Oder, um es mit einem weisen Spruch zu beenden: Niemand wird auf dem Sterbebett darüber klagen, nicht genug Video- und Computerspiele gespielt zu haben. Niemand.

Tyrm 08 Versteher - 151 EXP - 26. November 2009 - 11:27 #

"Spiele sind in meinen Augen ein Luxusprodukt, das nicht überlebensnotwendig ist."

Das ist richtig, aber ich würde Computerspiel nicht mit Brettspielen verleichen. Wenn dieses Spielverständnis hier zur Diskussion steht - schön, ich erwarte aber, dass ein Spiel mich nicht nur eine Weile mit hübschen Bildern und Knobeln beschäftigt, sondern dass es auch inhaltlich überzeugt, also die Charaktere und die Story, die gegeben sind, sollen einer Qualität entsprechen, die über der Vorhersehbarkeit und reinen Zweckerfüllung hinausgehen. Wenn beispielsweise ein Rollenspiel mit vielen Dialogen und Charakteren mit ausführlicher Hintergrundgeschichte wirbt, dann soll ich zumindest dabei etwas fühlen können. Bei Mass Effect klappt das bei mir beispielsweise nicht, bei Dragon Age haben sie es oftmals noch hinbekommen.

Ein Openworld-Rollenspiel sollte dementsprechend nicht schnell die Illusion einer lebendigen Welt aufgeben, sei es durch fehlende Möglichkeiten oder Motivation etwas zu bewirken, oder schwacher Atmosphäre.
Man nehme den Vergleich von Assassin's Creed 1 und 2. Die Titel wurden ungefähr mit den gleichen Fanfaren angenommen. Teil 2 scheint mir durch gezielte Verbesserungen ein würdiger Vollpreistitel zu sein, Teil 1 interessiert mich jedoch überhaupt nicht und tat es auch damals nicht. Genau das festzustellen, ist aber oftmals reine Gefühlssache und lässt sich manchmal nicht genau aus Reviews herauslesen.

Das sind nur Beispiele, aber wenn jemanden ein Spiel einfach schnell kalt lässt (und wenn die Substanz dünn ist, dann ist es subjektiv egal, ob "schnell" 2 Stunden oder 48 Stunden sind), dann bereue ich den Kauf. Das lässt sich in Reviews kaum erkennen. Besser wäre es, der Preis wäre etwa um 10€-15€ niedriger gewesen - dafür lässt sich kompensatorisch ein Film, eine CD, ein Buch (oder mehrere) kaufen.

Wenn in der Kolumne selbst das Warten auf Budget-Titel vorgeschlagen wird, dann verstehe ich das auch indirekt als Argument für günstigere Spiele, ebenso das Spielen von weniger Titeln, sollten die Preise steigen.

Ich sehe auch keinen überzeugenden Grund, weswegen die Verkäufe nicht ansteigen sollten, wenn die Preise abnehmen würden. Das IPod Argument finde ich schwach, solche Spiele sind heute einfach weniger attraktiv, wenngleich ich den Raubkopierern auch vorschlagen würde, dann einfach darauf zu verzichten.

Es ist jedoch interessant, dass Spielepreise relativ gesehen wohl doch nicht durch die Euro-Umstellung gestiegen sind.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 20:34 #

"Wenn in der Kolumne selbst das Warten auf Budget-Titel vorgeschlagen wird, dann verstehe ich das auch indirekt als Argument für günstigere Spiele, ebenso das Spielen von weniger Titeln, sollten die Preise steigen."

Nein, damit gebe ich Leuten einen Tipp, wie sie mehr als ein Spiel pro Monat kaufen können, wenn sie denn wollen. Nochmals: Wer ein Spiel wirklich von Anfang bis Ende durchspielt, dazu noch Online-Spielmodi abcheckt, der kann im Normalfall davon nicht mehr als eins, vielleicht zwei im Monat spielen. Wer mehr braucht, der kann zu Budget- oder Heft-Versionen greifen.

Wenn ich ein Spiel wirklich haben will (zuletzt war das Persona 4, zugegebenermaßen nicht der Mainstream-Titel), dann bestelle ich mir den auch vor und kaufe ihn damit zum Verkaufsstart. Oder nimm DS-Titel, die kaufe ich mir auch fast immer neu und zeitnah.

Sebastian W. 05 Spieler - 51 EXP - 26. November 2009 - 12:09 #

Klar, gar keine Frage das wir auch ohne Videospiele überleben könnten (wenn auch verdammt schwer! ;-)) - aber mit den Konzertpreisen stößt Du bei mir auf taube Ohren - keine Ahnung, wieso Leute soviel Geld aus dem Fenster schmeißen um jemanden Live schlechter singen zu hören als auf der CD zu Hause (aber das liegt wohl an mir persönlich :-)).
Und klar kann ich eben für mein Budget nur genau die Anzahl Spiele kaufen, die ich mir persönlich leisten kann - deshalb sage ich ja: Bei teureren Games wären das eben einfach weniger pro Jahr als jetzt... Trotzdem gebe ich als Fan die gleiche Summe aus - würde sich also eigentlich für die Firmen global gesehen nichts ändern... Das ganze ist letztendlich eh nur ein wirtschaftswissenschaftliches Problem: Als Software-Firma muß ich eben genau den 'Preis-Korridor' treffen, den genug Leute zu zahlen bereit sind, um mein 'Projekt' zu finanzieren... Und ab einem bestimmten Preis finden sich vermutlich nicht mehr genug Leute - aber klar, das die Firmen sich da 'rantasten' müssen (so lange sie fair bleiben und dann auch wieder zurückgehen, wenn sie merken das es nichts bringt - aber das tun sie ja auch, indem sie die Games später als Budget rauswerfen ;-)...

PARALAX (unregistriert) 25. November 2009 - 23:57 #

Ein sehr interessanter und lebhafter Artikel und irgendwo auch verständlich, auch wenn ich bei diesem Thema als "Arbeitsloser" etwas zwiegespalten bin. Ich finde, wir sollten das Thema zum Bestandteil der nächsten GG-Sendung bzw. Podcast am Sonntagabend machen. Roland wird ja auch dabei sein und könnte sicherlich zum ein oder anderen Gegenkommentar etwas sagen.

Übrigens gibt es eine ganz einfache Methode, teure Spiele billiger oder gar für die Hälfte zu bekommen: Warten und in der Zeit was Anderes spielen. Wem ein paar kleine DVD-Kratzer oder einen Knick in der Anleitung nicht stören, kommt manchmal schon für weniger als die Hälfe des regulären Verkaufspreises davon, denn die Spieler sind oftmals sehr schnell mit ihren Exemplaren durch. Viele geben ihre Spiele auch einfach ab, sobald sie alle Trophäen oder Spielerpunkte gesammelt haben und den Reiz am Spiel verloren haben. Nicht jedes Spiel, insbesondere Offline-Spiele bieten einfach nicht das Potential zum erneuten Durchspielen.

tobzzzzn 11 Forenversteher - 795 EXP - 25. November 2009 - 23:55 #

Wer auch nur ansatzweise die Argumente aus der Meinung in Frage stellt, hat keine Ahnung. Alles stimmt, sowohl das Thema der Produktionskosten wird richtig dargestellt, als auch die Preisstabilität. Dieses ganze elende Gejammer über Preise und Qualität kann ich echt nicht mehr hören, die verwöhnten Nehmer protestieren für soziale Gerechtigkeit, aber gönnen keinem diese - außer sich selbst. Wenn jetzt wieder die Barrikaden bestiegen werden, weil die bösen Publisher dieser Welt echt öffentlich machen, dass Videospiele zu günstig verkauft werden (vor allem in UK), dann schließe ich hier schnell die Augen und scrolle über ALLE Kommentare hinweg, weil es ein sinnloser Kampf gegen Mücken ist. Saugt weiterhin Blut, haltet weiterhin eine MEINUNG für einen objektiven ARTIKEL (..Ironie?), aber hört auf euch wie naive Vorstadtgangster zu rechtfertigen. Ich musste als Schüler auch für eine ordentliche Portion Videospiel nebenbei arbeiten, mir das Vergnügen / das Hobby / die Leidenschaft finanzieren, warum soll das nicht für jeden gelten? Das macht echt keinen Spaß, Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Dabei wünsche ich sehr, sehr vielen Uneinsichtigen viel Erfolg...

Ben 13 Koop-Gamer - 1559 EXP - 26. November 2009 - 1:43 #

In diesem Kontext:
Arkhum Asylum kostet derzeit auf Steam 25 Euro - aus UK sogar gerade mal 15 Euro!

Was ist nun besser? Das der Publisher 15 Euro mehr einnimmt, weil ich es mir nun gekauft habe, oder dass der Publisher 15 Euro weniger einnahm, weil ich es mir irgendwann mal runterladen werde?

Ihr wollt diese kapitalistische Welt, also weint nicht, wenn euch diese Regeln ebenfalls treffen - der Markt ist so übersättigt, dass die Preise einfach unten bleiben werden. Und dagegen kann auch weder AB, noch wer anders was machen.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 2:33 #

Benny,

wenn ich mir ein Spiel über Steam oder andere Dienste kaufe, kriegt der Hersteller sogar MEHR Geld dafür. Denn er muss nicht die ganzen Produktions- und Vertriebskanäle bezahlen. Von den 60 oder so Euro für ein Spiel sieht er vielleicht am Ende des Tages 15, 20 Prozent.

Deswegen kann ja auch Amazon solche Niedrigpreise rocken - die bekommen von den Herstellern Massenrabatt und müssen keinen teuren "Meatspace"-Laden führen.

Das verstehen leider all die nicht, die sagen: "OMG, Activision macht bei zehn Millionen verkaufter MW2 500 Millionen Umsatz." Weit gefehlt.

Ben 13 Koop-Gamer - 1559 EXP - 26. November 2009 - 22:43 #

Ich weiß, von 60 Euro kommen vielleicht 15 - 20 Euro beim Hersteller an. Ca. 20 bleiben beim Publisher.

Kenn die Strukturen sehr gut, hab sie sogar mal verteidigt ...

Daschak (unregistriert) 26. November 2009 - 6:19 #

Für mich gibt es kein zu teuer, sondern nur preiswert oder nicht.
Ich als Kunde bin König und entscheide selber welches Game sein Geld wert ist. Batman Arkham Asylum war besser als gedacht und nach der Demo habe ich bereitwillig 40 euro dafür ausgegben, aber alles was über 40 euro kostet kaufe ich nicht.
Diese sinnlosen Vergleiche mit Kino sind lächerlich, jedes Produkt muss für sich alleine geradestehen. Ich sage zu einem Genußmensch der in einem dreisterne Restaurant überteuerten Kaviar isst, ja auch nicht das er zu viel zahlt.
Die Spieleindustrie sollte lieber ganz ruhig sein. Ich habe im Keller etliche Spiele die allesamt eine große Verpackung, Gimmiks und ein Handbuch haben. Und heute ? Billigster DVD Verpackung mit einem Beipackzettel und einer DVD, das wars.

Liam 12 Trollwächter - 910 EXP - 27. November 2009 - 3:28 #

Das Argument ist kurioserweise sehr beliebt und wenn mans durchdenkt falsch.

Überlege mal, damals hast du 100 Mark bezahlt für ein Spiel mit Gimmicks, an dem 5-20 Leute 1-2 Jahre gearbeitet haben (je nachdem wie weit wir zurückgehen in der Spielegeschichte sogar noch weniger).
Heutzutage bekommst du für das Geld keine Gimmicks mehr, aber ein Spiel an dem ein Team von 100+ Leuten 3-4 Jahre arbeitet.

Schau dir den Vergleich an und sag mir bitte ernsthaft die heutigen legen dich rein, weil sie keine Gimmicks mehr beilegen. Wenn man ehrlich ist, sollte man sich drüber aufregen, dass sie einen damals so massiv ausgenommen haben.

miree 15 Kenner - Abo - 3051 EXP - 26. November 2009 - 6:53 #

Bin mit der aktuellen Preispolitik (im Laden) recht zufrieden. Finde dafür die Downloadangebote für neue Spiele z.B. im PSN übertrieben teuer. Für mich stellte sich NIE die Frage, ein Spiel kopieren zu müssen. Sobald ich Geld habe wird das gewünschte Spiel gekauft, basta. Im Augenblick habe ich eher das Problem, dass zuviele gute Spiele gleichzeitig rauskommen und ich gerne alle hätte, jedoch niemals die Zeit finden werde sie vernünftig zu spielen. Also kaufe ich nur noch ein Spiel im Monat, statt wie früher vier.

Gamaxy 17 Shapeshifter - Abo - 6590 EXP - 26. November 2009 - 11:08 #

Letztendlich geht es ja im Grunde nur um den Preis, zu dem Spiele am Release-Tag in den Laden kommen. Später werden sie ja ohnehin billiger. Zu Beginn des Verkaufs bestimmt der Publisher den Preis, später bestimmen ihn die Kunden. Wird ein Spiel nicht gekauft, dann wird der Preis früher oder später spätestens durch den Handel ohnehin reduziert werden. Woran es liegt, dass ein Spiel nicht gekauft wird, ist unerheblich - ob es ein schlechtes Spiel ist oder ob den Kunden der Preis zu hoch ist, im Endeffekt kommt das aufs selbe heraus: Der Kunde ist nicht bereit, einen bestimmten Preis zu zahlen.

Wenn euch also Spiele zu teuer sind, beschwert euch bei den Leuten, die jeden beliebigen Fantasiepreis zahlen, nur um das Spiel möglichst am Releasetag zu haben. Wer den Hype nicht mitmacht, kann dann ein paar Wochen oder Monate später zuschlagen. Gut, wenn das alle machen, werden ein paar Entwickler über den Jordan gehen, aber auch das ist Marktwirtschaft: Wer nicht kostendeckend produziert, geht irgendwann pleite.

Das Thema Raubkopien habe ich jetzt mal außen vor gelassen, da müssen die Hersteller andere Lösungen finden. Das lässt sich über den Preis nicht regeln, glaube ich.

patchnotes 13 Koop-Gamer - 1403 EXP - 26. November 2009 - 11:10 #

Der Artikel hat ja eingeschlagen wie eine Bombe! ;-)

Der Schlußsatz ist zwar gut, aber mal im Ernst: die 1500 Leute bei EA sind ja nicht die einzigen, die vor die Tür gesetzt wurden. In dutzendfach anderen Branchen wurden auch Stellen abgebaut. Deine Kolumne suggeriert, dass das diese Leute nun wegen den Raubkopierern auf der Straße stehen, dass die letzten Titel von Pandemic aber einfach nicht der Hit waren, lässt du außen vor.

Vielleicht hätte es auch gut getan, wenn du im Artikel erwähnt hättest, dass die Milchmädchenrechnung
Verkaufte Spiele * Preis = Umsatz des Publishers
nicht stimmt. Die Zwischenhändler wie Amazon, Media Markt, Saturn oder auch Steam schneiden sich da ein üppiges Stück vom Kuchen ab.

Ralf (unregistriert) 26. November 2009 - 12:45 #

Ziemlich merkwürdige Diskussion. Ein Preis entsteht durch Angebot und Nachfrage.

Bei geschickter PR (wie im Falle Modern Warfare 2) erhöht sich die Nachfrage und so erzielt man damit einen sehr hohen Verkaufspreis. Borderlands z.B. wurde weniger gehypet und kam daher auch günstiger über die Ladentheke.

Ziehen die Preise weiter an und gleichzeitig die Verkaufszahlen, dann ist da wohl noch Luft. Gehen die Verkaufszahlen zurück, wird sich das auch direkt in sinkenden Preisen widerspiegeln.

Wer also möchte, dass Spiele günstig bleiben oder günstiger werden (je nach Standpunkt), der sollte einfach nicht jeden Titel direkt zum Release kaufen. Oft reichen schon 2-3 Wochen ausharren, um einen deutlich reduzierten Preis zu erzielen.

Außerdem gibt es genügend Shops und Plattformen, auf denen man gebraucht ein Schnäppchen machen kann. Ich muss nicht jeden Titel flammneu zum Releasetermin spielen.

just my 2 cent

Boris Hinzer (unregistriert) 26. November 2009 - 12:46 #

Irgendwie vergisst man leicht bei der Argumentation "Spiele sind preisstabil", die Tatsache, dass 1984 Computer-Spiele eher etwas für den "durchgeknallten Computer-Freak" auf seinem Atari oder C64 waren.

Inzwischen steht in jedem Kinderzimmer / Haushalt / Büro wenigstens ein PC und alternativ dazu diverse mobile und/oder statische Spielekonsolen. Computerspiele sind Mainstream geworden.

D.h. der Verbreitungsgrad (= Multiplikator) ist heute auch deutlich (!) höher, als vor 25 Jahren. Die Spiele gehen heute millionenfach über den Ladentische, währen 1984 ein Spiel mit 100.000 Verkäufen sicherlich schon ein Renner war. IMHO hebelt dieses Argument die Entwicklungskosten locker aus - der Verbraucherpreisindex zieht hier nicht!

Natürlich rechtfertigt dies immer noch nicht Raubkopien!

Gruß

Boris

Liam 12 Trollwächter - 910 EXP - 27. November 2009 - 3:41 #

Deine Argumentation hakt an einem simplen Punkt... die wenigstens Spiele verkaufen sich mehrere Millionen mal. Klar die Top 10 gehypten schaffen es vielleicht, aber für die meisten dürfte der Bereich eher bei ein paar hundertausend liegen und damit machst du keine riesen Gewinne heutzutage.

Spiritogre 16 Übertalent - 4816 EXP - 27. November 2009 - 19:54 #

Rechnen müsste man können...

nea 02 Sammler - 3 EXP - 26. November 2009 - 12:50 #

Hi

Erstmal finde ich es gut und vielleicht auch gewagt oder auch bewusst polemisch diesen Artikel so zu schreiben und vor Allem so zu beenden. Prinzipiell halte ich ihn auch als "Blick" für richtig und durchaus in Teilen treffend.
Ich persönlich fahre schon länger die Schiene, dass ich eben meine 3-6 Monate warte und dann viel auf Steam oder bei reduzierten Preisen/Werbeangeboten zuschlage oder in die Videothek gehe. Das halte ich auch für Ok und vernünftig, dass Spiele heute eben viel stärker in zwei, drei oder sogar vier (GotY Editionen) Abstufungen verkauft werden.

Ich weiss natürlich nicht in wie weit du direkt polemisch formulieren wolltest, jedoch halte ich einige Vergleiche für zu einfach/zu linear gestrikt.
Sicherlich hast du Recht, wenn du sagst, dass Spiele "preisstabil" sind. Ich habe vor Jahrzehnten 120DM für Monkey Island 2 bezahlt und müsste heute 60€ für nen frisches 360 oder PS3 Spiel bezahlen. Du hast auch recht, wenn du sagst, dass prinzipiell die Preisspanne nach oben geht. Nur Punkte wie Angebot/Nachfrage, Masse, Produktionen fallen in deiner Argumentation leicht unter den Tisch. Ich bin keiner er meckert, dass er sich keine Spiel leisten kann oder konnte, jedoch Spiele sind "preisstabil" zu damals, weil es eine größere Masse konsumiert. Als ich MI kaufte oder It came from the Desert spielte, war ich fast immer noch eine Niesche. Da gab es keine Brigitte Leserinnen die Wii spielen, keine Teenager die nen DS und Handy Spiele hatten, und nicht mehr als 10Mio die WoW oder Modern Warfare spielen.
Und dieses Konzept ist nicht unerheblich um Preisstabilität- wie auch Preisverfall zu beschreiben.

Ich habe erst vor kurzem geschrieben wie ich zu Verkaufszahlen und Produktionskosten stehe:
Allgemein gesehen, kann ich mich irgendwie nicht damit anfreunden, dass so hervorragende Spiele wie für mich Mirror's Edge (ganz persönlich mein Spiel der letzten Jahre) mit ca. 1,5Mio verkauften Einheiten nicht als Erfolg gelten kann sondern nur so lala ist. Produktionen von Spielen sind teuer, keine Frage, aber auch rein wirtschaftlich kann man doch nicht verlangen, dass jedes teuer produzierte Spiel sich wie Modern Warfare verkauft. Allein aus der Kaufkraft der Spieler geht dieses nicht hervor. Das zwei Spiele wie Edge und Dead Space zusammen auf ca. 3Mio kommen halte ich für einen Erfolg in der nahen Zeit in der diese erschienen. Das wirkt realistisch auf mich einfach weltfremd betrachtet. Kein MP3 Player Hersteller kommt einher und kalkuliert mit iPod Absätzen. Das wäre lächerlich und jeder würde das so sehen. In Spielen scheint aber immer noch mit WoW oder MW kalkuliert zu werden.
Man muss ja auch die impliziten Umsätze sehen, die Spiele wie gerade Mirror's Edge oder Dead Space erzeugen. Das sind neue Marken, die angenommen werden, die aufgebaut wurden, wo im Falle von Edge auch noch mal eine andere perspektivische Auslegung probiert wurde, neben dem allgemein verbesserten EA Image wie ich denke, da auch Activision gut als neuer Bösewicht fungiert.

Mir sind die Produktionskosten durchaus bewusst. Ich weiß, was es heißt über 3 Jahre oder länger vorzukalkulieren und was für Kosten durch Prototypen, Konzeption, Design und Umsetzung entstehen. Aber dann muss vielleicht wirklich mal ein anderer Weg versucht werden. Denn was ich im Moment für sehr problematisch halte ist, dass es so scheint, als wenn die "Mittelschicht" wegfällt. Wir haben so viele BigBudget Produktionen im Regal stehen, wo aber nur 10% wenn überhaupt sich rentieren können. Daneben haben wir immer mehr kleine Produktionen, wie Braid, wie World of Goo, die mit 1-2 Leuten enormen Gewinn generieren. Aber da zwischen ist viel verloren gegangen wie ich finde. Spiele wie Anno oder Sacred, die ja nun mal leider als "Mittelschicht" zu betrachten sind, müssen einerseits extrem hohen Produktionvalue nutzen um qualitativ mitzuhalten und gleichzeitig Umsatz generieren, der eigentlich, wenn man Herkunftsland und Genre betrachtet fast Absurd erscheint.

Der Vergleich von DS zu iPhone zu Konsolen ist auch zu einfach. Sicher, iPhone Kopien sind imens, genauso aber auch die Verkaufszahlen im AppStore. Nur das eine erfährt mehr Aufmerksamkeit als das andere. Genau wie "Apps" in aller Munde sind, und hier ist "das geschnitten Brot", doch der Mobile Markt definiert sich immer noch durch die vielen kleinen Java Games wesentlich stärker. Das auf Geräten wie iPhone mehr "kopiert" wird muss wohl auch sozio-ökonomisch betrachtet werden, da es, trotz allem, immer noch in einem nun langsam ausklingenden "Early Adopter" Status ist. Und typisch wie historisch sind diese oft bewanderter im technischen, dass auch wie das "Wissen wie" sowie die nicht zu unterschätzende "Gelegenheit" große Rollen spielen.

Ich halte Spiele derzeit, in Betracht der Produktionen und Massen an Releases für weder zu billig noch zu teuer (mal einen globalisierende Faktor ausgegrenzt). Ich denke im Konsolen hat es sich eingependelt, im PC Bereich auch, und zwar auf OnlineDistributionen, und der Mobile Markt wird seinen Weg finden, wenn die Experimente größerer Hersteller aufhören, hier die Kontrolle einzuführen, die sie auf anderen Märkten verloren haben.

Also nochmal zusammenfassend für alle, denen dieser Text zu lang ist ^^': Hut ab vor dem Autor, gute Punkte, eine Meinung, ich stimme nur halt nicht überall zu!

Gruß

cndic (unregistriert) 26. November 2009 - 12:50 #

Mag alles stimmen. Aber es hat schon seine Gründe, dass der UVP da ist wo er ist. Den bestimmen weder der Herr Austinat noch ich.

Ich für meinen Teil kaufe jedes meiner Spiele original, das ganze große Thema Raubkopien betrifft mich persönlich nicht, auch vor einer Sperrung meiner Xbox 360 brauche ich mich nicht zu sorgen.
Aber ich ignoriere auch schon seit einer ganzen Weile den Hype, den die PR-Leute zum Launch eines Titels systematisch aufbauen, und widerstehe der Versuchung vorzubestellen.

Statt dessen warte ich entspannt ab, bis der Preis für ein Spiel auf ein Niveau gesunken ist, das es mir wert ist, egal ob nun gebraucht oder neu. So habe ich mir GTA 4 damals interessehalber relativ neu für ca. 45 Euro besorgt, und bei Virtua Fighter 5 habe ich erst kürzlich für 15 Euro zugegriffen.

Mittlerweile kann es mir also wurscht sein, wo der Preis für brandneue Spiele liegt. Bei Vollpreis-Titeln sind 45 Euro schon mehr als ich normalerweise ausgebe, je nach Interessenlage liegt mein Maximum da bei 10, 15, 20, 25 oder selten auch 30 Euro. Mehr sind mir Spiele nicht mehr wert.

Daher gilt meine Hauptsorge dem Trend zu Download-Spielen. Nicht nur, dass dort meist kleinere Spiele angeboten werden, so dass ich mich mit Preisen von 15 Euro und mehr generell schwer tue.
Das größere Problem ist das Fehlen von Budget- und Gebraucht-Angeboten. So kostet ein Xbox Live Arcade Titel von Ende 2005 heute noch genauso 10 Euro wie am ersten Tag. Damit kann ich nichts mehr anfangen - verschwinden also irgendwann die Disk-Spiele, bin ich raus.

Spiritogre 16 Übertalent - 4816 EXP - 26. November 2009 - 20:32 #

Danke für diesen Post! Ganz genausso sehe ich das auch.

Anonymous (unregistriert) 26. November 2009 - 12:51 #

Ok, ich verstehe die Argumente und könnte damit leben. Aber vermutlich würde dadurch der Gebrauchtspielemarkt weiter zulegen. Und hiergegen gibt es ja auch schon einige Überlegungen der Spielehersteller das zu unterbinden ...

Cookieminee 13 Koop-Gamer - 1474 EXP - 26. November 2009 - 12:55 #

Ich hoffe es ist erlaubt einen Link zu Posten von einer anderen Spieleseite...wenn nciht tut mir das leid und mein Post ist zum löschen freigegeben.

passt einfach nur klasse zum thema:

http://www.gamestar.de/news/vermischtes/2310839/electronic_arts.html

TasI (unregistriert) 26. November 2009 - 13:28 #

Ya wir deutschen (Europäer) sind die Melk Kuh für alle anderen!
Das fängt bei den Games an, geht über DVDs, zu den BluRays zu allen Elektischen Geräten.

----

Zum Thema:

Ich habe in den 90er auch für ein Zelda OoT 140DMark hingelegt. Für manche N64 Spiele sogar 160D-Mark.

Das waren aber auch noch Spiele mit Gameplay!!! OoT wurde unzählige mahl durch gespielt, weil man immer wieder was neues/anderes gesehen hat.

Das 1. mal durchspielen war nicht unter 60 std zuschaffen.

Und was bekomme ich heute dafür? Selbst das geniale Protoype ist nach nicht mal 20 Std zuende, Okay ich kann noch mal 10 Std damit verbringen alles frei zuschalten, aber auch dann bin ich noch nicht bei der Spieldauer von früher!

Und das sich die Produktionkosten sooo gestiegen sind, ich weiss nicht.

In den 80er/90ers haben die Entwickler, von den es weit aus weniger gab wie heute(!), noch 95% der sachen selbst entwickelt! Heute werden fertig Engines, Models, Frameworks, Libaries einfach gekauft!

Das es die nicht umsonst gibt, ist auch klar, aber sollten die Kosten dafür unter den Kosten fürs selbst erstellen liegen! Sonsten sollte man evtl kein "Geschäft" führen.

Anonymous (unregistriert) 28. November 2009 - 22:46 #

Vielleicht sollte man nicht Modultitel mit CD/DVD oder BR Titel vergleichen, weil Module schon immer recht teuer waren in der Herstellung.

Zup 10 Kommunikator - 402 EXP - 26. November 2009 - 13:22 #

Die Spiele sind bestimmt nicht zu billig. Mittlerweile haben die Hersteller den Dreh raus und greifen nochmal in Form von DLC und Addons in die Taschen der Käufer. Anschlussumsätze sind doch die Regel geworden. Ob es sich um die x-te Sammlung von Musikstücken für irgendwelche Hero-Spiele handelt oder um ein Questgebiet mehr, daß so im Spiel nicht erreichbar ist.

Fakt ist aber, daß diese Inhalte mit weit weniger Aufwand hergestellt werden können, als das Hauptspiel. Von daher bleibt hier für die Industrie auch ordentlich was hängen.

Mittlerweile kaufe ich Spiele wenige Monate nach Release für fast die Hälfte. Warum auch nicht. Es gibt ja noch genug, die am Releasetag in den Laden rennen, oder sich irgendwelche Vorbestellungen unterjubeln lassen.

Der Preis wird davon bestimmt, wann ich ein Spiel spielen möchte.

dface (unregistriert) 26. November 2009 - 13:25 #

Nur mal so als Vergleich, wenn ich ca. 10 h von einem Spiel unterhalten werde reicht (mir) das eigentlich schon aus weil:

letztendlich geht's um Unterhaltung. Nehmen wir mal an ich lass mich 10 h im Kino unterhalten, dann kostet das ebenfalls ca. 50,- (5 Besuche à 10,-) Ich darf den Filme allerdings nur einmal anschauen, ein Spiel jedoch kann ich so oft ich will erneut starten und mich bspw. auf die Jagd nach weiteren Achievements begeben.

Wie bei den Filmen auch, gibts eben tolle und weniger tolle Filme.

Von RPG-Monstern wie Oblivion, Mass Effect, Dragon Age fang ich jetzt mal gar net an, kann man sich selbst ausrechnen was die Stunde Unterhaltung noch kostet.

Woher kommt also der Anspruch bei Videospielen derart lange und kostengünstig unterhalten werden zu müssen? Und woher kommt der Anspruch insbesondere bei RPGs min. 30-40 Spielzeit zu erwarten, weil das ja sonst gar net episch sein kann, bei Ego-Shootern gibt man sich aber mit <15 h zufrieden!? Ich schweif glaub ab...

Es gibt viel zu viele Spiele da draußen, von denen ich erstklassig unterhalten werde, als das ich jemals spielen könnte. Und je länger ich mit dem Erwerb warten muss, weil es so viel zu spielen gibt, um so günstiger werden die Spiele.

Ich, oder der andere (unregistriert) 26. November 2009 - 13:47 #

Nunja, Spiele zu teuer, hmhm... Da würde ich fragen wollen: Gibt's irgendwo zuverlässige Verkaufszahlen von "früher"? Ich würde mal behaupten, die Absatzbasis ist heute eine wesentlich andere als früher. Spiele können wesentlich effizienter promotet werden, die Distributionskanäle sind wesentlich effektiver und Spiele haben einfach einen ganz anderen Stellenwert als in der Zeit vor 25-30 Jahren, in die Roland sich in seinem Text flüchten zu wollen scheint. Klar sind die Kosten für eine Spieleproduktion heute höher als damals, aber ich behaupte einfach mal ganz keck: Das ist der Umsatz ebenfalls.

A propos Distribution? Wie sieht es eigentlich zu einem Zeitpunkt (heute), zu dem sich der Wegfall "klassischer Distribution" und die digitale Distribution als neuer Standard bereits abzeichnet (und wohl in den nächsten 10 Jahren sicher massiv im Kommen sein wird, ein Trend den ich als sehr "haptischer" Spielesammler nicht mag, ist aber egal an der Stelle) mit der Vertretbarkeit eines Aufrufs zu künftig höheren Spielepreisen aus? Immerhin werden nicht nur Produktionskosten, sondern auch gleich noch eine kaufpreiserhöhende Stufe in der Distributionskette (zu deren Lasten natürlich) eliminiert.

Dein Vergleich mit Final Fantasy Legends für den Gameboy mit Preisen von Portierungen alter FF-Teile für den DS heutzutage hinkt übrigens nicht nur, der kriecht wimmernd auf dem Boden, nachdem er mit dem Rollstuhl umgefallen ist. Die Dinger dürften sich bereits zu Lebnzeiten amortisiert haben und ich, selbst als Softwareentwickler tätig (wenn auch zugegeben nicht in der Entertainment-Branche) wage zu bezweifeln das ein Portierungsprojekt vergleichbare Kosten erzeugt wie eine komplette Neuentwicklung.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 20:39 #

Digitale Distribution ist super-spannend, da kommt noch einiges auf uns zu.

"Dein Vergleich mit Final Fantasy Legends für den Gameboy mit Preisen von Portierungen alter FF-Teile für den DS heutzutage hinkt übrigens nicht nur, der kriecht wimmernd auf dem Boden, nachdem er mit dem Rollstuhl umgefallen ist. Die Dinger dürften sich bereits zu Lebnzeiten amortisiert haben und ich, selbst als Softwareentwickler tätig (wenn auch zugegeben nicht in der Entertainment-Branche) wage zu bezweifeln das ein Portierungsprojekt vergleichbare Kosten erzeugt wie eine komplette Neuentwicklung."

Pardon, das war dann unscharf formuliert. Es gibt etliche komplett neue FFs für den DS, die alle nicht mehr oder weniger als FFL für den GB kosten. Oft werden Umsetzungen übrigens noch mit neuen Zwischensequenzen, Karten, Charakteren und einem runderneuerten Kampfsystem garniert, das gibt's auch nicht umsonst. ;)

Ich, oder der andere (unregistriert) 26. November 2009 - 14:04 #

Ergänzung: Was Die EA-Entlassungen angeht, sag ich mal: Willkommen in der freien Marktwirtschaft. Und die ist nunmal kein gemeinnützer Verein rücksichtsvoller Philantrophen. Da geht es nunmal nur um Erfolgszahlen, nicht um Menschen. Und an der Stelle, lieber Roland, versagt Deine Argumentation:

Eine Preiserhöhung rettet die Studios nicht vor ihren eigenen Konzernmüttern. Auch wenn wir ein paar Euro mehr zahlen, wird EA Studios, die nicht die Konzernziele erreichen, "wegkonsolidieren". Freie Marktwirtschaft ist nun mal von Natur aus ein ziemlicher Wichser.

Mal davon abgesehen, daß es auf Dauer schlicht keine Lösung ist, fehlenden Erfolg durch höhere Belastung beim Verbraucher ausgleichen zu wollen. Dann ein Spiel weniger kaufen? Vielleicht ein Spiel von Pandemic?

I.C. Wiener (unregistriert) 26. November 2009 - 14:17 #

Man muss sich nicht immer die neusten Spiele kaufen. Nur weil man kein Geld hat, gibt es einem nicht automatisch das Recht Spiele zu brennen. Ja das sehe ich auch so, "Spiele sind Luxus"

PC-Spieler sollten sich am wenigsten beschweren, zum Verkaufsstart sind die Games 1. Billiger und 2. ist der Preisverfall deutlich höher. Kaum ein halbes Jahr später gibt es das Spiel meist schon für die Hälfte. PS3 und X-Box Games brauchen da deutlich länger.

raumich 16 Übertalent - Abo - 4445 EXP - 26. November 2009 - 14:23 #

Interessanter und teilweise nachvollziehbarer Artikel. Stimmt. Alles wird teurer aber Spiele werden billiger. Ich kann mich auch noch gut erinnern, für ein N64-Spiel 120 DM gezahlt zu haben. Würde mich heute allerdings hüten, 60 Euro zu zahlen.

Was in dem Vergleich fehlt ist die Analyse der Spiele Drum-Herum-Kosten. Zwar wird aufgerechnet, das die Spiele umfangreicher und somit teurer werden, gleichzeitig aber vergessen das an Handbüchern, aufwendigen Verpackungen etc. gespart wird. Ein CD/DVD Rohling kostet sicher nur einen Bruchteil dessen, was früher ein Modul mit ROM-Chip gekostet hat. Eine billige DVD-Hülle ohne Handbuch sicher weniger, als ein aufwändig produzierter und bedruckter Papp-Karton.

Ich zahle selten den vollen Preis und warte entweder auf ein Schnäppchen oder aber bis der Titel Budget wird. Dafür besitze ich alles nur Original. Selbst die am wenigsten genutzte Shareware auf dem PC wird ordnungsgemäß registriert und bei Nutzung bezahlt.

Würden Spiele heutzutage teurer werden, würde ich einfach länger warten, sicher aber nicht mehr zahlen.

Anonymous (unregistriert) 26. November 2009 - 15:16 #

Mir hat aber immer noch keiner erklären können warum ich für das selbe Spiel auf der Konsole im Schnitt 15-20€ mehr bezahlen muß. Mir geht es nicht um die 60€, nur um die Differenz.

Danke wenn es endlich einer plausibel erklären kann.

nea 02 Sammler - 3 EXP - 26. November 2009 - 15:24 #

Das wird zu großen Teilen an den Abgaben der Spieleproduzenten an die Konsolenhersteller liegen. Alle Konsolentitel unterliegen dem QA der Hersteller, das wird bezahlt. Die Produktion/Presse der Discs, das wird bezahlt. Wahrscheinlich noch allgemeine Abgaben an den Konsolenhersteller etc pp.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 20:41 #

Spielefirmen müssen Lizenzgebühren an die Konsolenhersteller zahlen, so um die zehn Euro plus/minus ein bisschen was.

Karlos (unregistriert) 26. November 2009 - 15:17 #

Interessanter Artikel. Also mal eines vorweg: Für mich sind 50 - 60 EUR für ein Spiel viel Geld und ich muss mir vorher genau überlegen, welches ich mir kaufe. Zuletzt habe ich mir Uncharted2 für 55 EUR gekauft und es war für mich der evtl. beste Spielekauf seit etlichen Jahren. Hätte ich jetzt für das gleiche Geld COD: MW2 gekauft von dem hier soviel geredet wird, dann wäre ich rein vom Geldwert her gesehen super enttäuscht gewesen. Für mich nen Tacken schlechter als Teil 1, viel zu kurzer Single-Player.

Da kann so eine Entwicklung von einem Spitzengame von mir aus weit mehr als 200 Mio. verschlingen, dann will ich aber auch nen prächtiges Spieleerlebnis dafür haben. Ich möchte halt das Beste für mein Geld bekommen.

Und da fällt mir nun mal in letzter Zeit extrem auf, dass auch teure Spiele oftmals nur auf schnellen Erfolg und schnelles Geldmachen produziert sind, aber bei einigen der Dauerspass bzw. das erneute Spielen wollen total auf der Strecke bleiben. Früher war die Grafik vielleicht ein Witz, aber eine Menge Spiele hat man auch Jahre später noch gerne gespielt spielt sie selbst heute noch (z. B. Mario Kart für SNES).

Wie mir aufgefallen ist komischerweise viel vornehmlich Nintendo Titel aus den 90ern. Deswegen rennt dieser aufgepimpte Gamecube namens Wii mit seinem Oldschool Games und aufgefrischten Bedienkonzept wohl auch so gut - da haben die Leute beides. Die guten alten Spiele von früher mit nun etwas besserer Matschgrafik und neuen Ideen, aber der Spielspass ist erhalten geblieben.

Wenn da nur nicht diese endlosen Trittbrettfahrer wären, die auf so eine Erfolgswelle aufspringen wollen, und um schnelles Geld zu machen 1 Schrottspiel nach dem anderen raushauen.

Man sollte am besten eine Art Qualitätscheckprüfungskommission für Videospiele einführen, die einem in Zukunft solche Schrottspiele erspart und vielen ahnungslosen Käufern vor Fehlkäufen bewahrt. Also die, die nicht vorher Tests lesen, die Möglichkeit haben Demos zu spielen sofern es welche gibt und die sich nicht im Netz informieren können.

Gruß Karlos

Nino (unregistriert) 26. November 2009 - 15:27 #

Ja, die Spiele sind Preisstabil, aber die Margen der Publisher mindestens ebenso. 1985 wurden wohl kaum 5 Millionen Stück am Release Tag verkauft (siehe CoD:MW2 für Xbox360).
Die Stückzahlen sind ja brutal in die Höhe geschnellt, weil es immer mehr Gamer gibt!

Sicho (unregistriert) 26. November 2009 - 15:37 #

Spiele sind zu teuer.
Ein Spiel ist eine Disc ... kostet 60€ im Laden.
Ein Film ist eine Disc ... und kostet auf Blu-Ray die wenige als die Hälfte gegenüber dem Vollpreisspiel.
Ja, Filme haben einen Vorlauf der sich Kino nennt, wo schon viel Geld eingenommen wird. Trotzdem sind Filme meistens nochmal um einige Millionen teurer in der Herstellung als Videospiele.

btw ich habe nur Originale und davon eine ganze Menge ... steht einiges an Kohle bei mir rum, habe auch sehr viele LEs etc. Allerdings kann ich den Otto Normal User verstehen, der 60€ für eine Disc zu teuer findet. Zumal man für den Preis 50er Rohling Spindeln kriegt ...

Und ja, meistens unterhalten Spiele einen auch länger als ein Film. Allerdings nicht immer ...

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 20:44 #

Bevor Du Deine Blu-Ray kaufst, machen Filmstudios Umsatz mit

- dem Kinostart
- dem Pay-per-View

und dann etwas später noch

- den Verkäufen an TV-Sender.

Auf diese Einnahmequellen müssen Spielefirmen verzichten.

Silverhawk (unregistriert) 26. November 2009 - 15:52 #

Ich habe ein grundlegendes Problem mit dieser in der letzten Zeit immer wiederkehrenden Diskussion:

Sind die Konsumenten schuld, dass Unternehmen pleite gehen? Hätten wir mehr Spiele kaufen sollen? Oder mehr Geld für weniger Spiele ausgeben?

Oder versucht man uns etwas einzureden, damit Gewinnspannen unbegründet erhöht werden können (also ohne einen Mehrwert zu liefern)?
Seit wann hat es für einen Käufer wichtig zu sein, welche Kosten hinter einem Produkt stehen um beurteilen zu können, ob er etwas kaufen möchte?

Es ist immer das gleiche Prinzip:
Möchte ich soviel Geld überhaupt für soviel Ware ausgeben?
Ja? Kaufen! - Nein? Nicht kaufen!
Dieser Prozess ist objektiv, kann daher auch nicht von anderen für mich entschieden werden!

Dass wissen auch die Entwickler und daher wird versucht diese Grenze anzuheben (Zum Beispiel mit Artikeln und Berichten...). Gelingt es die Meinung der Masse zu ändern, verspricht dies einen höheren Absatz bei gleichem Preis, oder sogar gleichen Absatz bei höherem Preis.
Auf jeden Fall eine massive Gewinnerhöhung ohne mehr Inhalt zu liefern.

Zum Hintergrund: Die Produktionskosten wachsen nicht mehr signifikant mit der Anzahl der verkauften Einheiten. Sprich: die Produktionskosten bestehen eigentlich nur aus den Entwicklungskosten die nach Beendigung des Projektes fix sind.

Hier ein Beispiel:
Umsatz: 10 x 20€ = 200€;
Kosten: 150€ (Fix) + 10 x 1€ (Prod.kosten) = 160€
Gewinn: 200€ - 160€ = 40€

Umsatz: 14 x 15€ = 210€;
Kosten: 150€ (Fix) + 14 x 1€ (Prod.kosten) = 164€
Gewinn: 210€ - 164€ = 46€

=> Wird durch eine Senkung des Preises, eine höhere Abnahme erzielt (hier 4 Einheiten mehr verkauft, bei 5€ niedrigerem Preis => 6€ höherer Gewinn), wird in den meisten Fällen ein höherer Preis erzielt.

Jedes Unternehmen lotet selber den Preis aus, zu dem es den höchsten Gewinn erwirtschaftet. Zu diesem wird verkauft. Fertig.
Bietet ein Spiel auch mehr für einen höheren Preis, so wird dieser auch gezahlt.
Es wird nie geschehen, dass ein Spiel zu einem Preis verkauft wird, dass es keinen Gewinn mehr bringt. Falls doch, ist dies bestimmt nicht die Schuld von uns Konsumenten!

Silverhawk (unregistriert) 26. November 2009 - 15:54 #

Ach übrigends, dass nennt man "Selbstregulation des Marktes".

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 26. November 2009 - 20:47 #

"Wird durch eine Senkung des Preises, eine höhere Abnahme erzielt (hier 4 Einheiten mehr verkauft, bei 5€ niedrigerem Preis => 6€ höherer Gewinn), wird in den meisten Fällen ein höherer Preis erzielt."

Du gehst davon aus, dass das der Fall ist - dass bei niedrigerem Preis mehr Einheiten verkauft werden. Zwei Worte: iPod-Spiele, und "umsonst taugt nichts".

Anonymous (unregistriert) 26. November 2009 - 16:40 #

Hallo, vorab ich habe grade keine Zeit um hier ein ganzes
Buch zu schreiben, hätte ich die Zeit würde ich es jetzt
unter Garantie machen.

Aber ich will wenigstens kurz etwas zu der Thematik
"Schrottspiele" sagen.

Ich habe mir ein paar Wochen nach dem Start von FarCry 2
das selbige gekauft, in der erwartung ein nie da gewesenes
Spiel zu bekommen, leider wurde diese erwartung nicht erfüllt!
Wie kam es zu dem Kauf? Da wären TV-Werbung und etliche
angeblich neutrale Spieletest!

Dieses Spiel wurde in einem nicht grade unerheblichen Maße
überbewertet, ich hatte das erste mal wirklich das Gefühl
das all diese Wertung von all diesen Zeitschriften erkauft
worden sind, und ich würde mein Leben darauf verwetten das
dies auch der Fall war, denn wer das Spiel gespielt hat wird
niemals eine Solche Wertung abgeben.

Klar die Grafik war bzw. ist wirklich Klasse, doch die Story,
Steuerung und das allgemeine Design ist auf der Strecke geblieben.

Dieses Spiel ist bis heute nicht mehr wert als maximal 10-15 Euro.
Für mich der schlimmste Fehlkauf seit 10 Jahren.

(Zitat): "Dass wissen auch die Entwickler und daher wird versucht diese Grenze anzuheben (Zum Beispiel mit Artikeln und Berichten...). Gelingt es die Meinung der Masse zu ändern, verspricht dies einen höheren Absatz bei gleichem Preis, oder sogar gleichen Absatz bei höherem Preis.
Auf jeden Fall eine massive Gewinnerhöhung ohne mehr Inhalt zu liefern." (Zitat ende)

Anonymous (unregistriert) 27. November 2009 - 17:51 #

Ich habe es (bis heute) nicht gekauft, weil das
Malaria-Thema einen hohen Nervfaktor hat und
die Gegner an Kontrollpunkten wieder auftauchen.
Das wurde in allen Tests auch erwähnt - hohe Wertung
hin oder her ...

auch drüber nachdenker (unregistriert) 26. November 2009 - 17:55 #

Dann würde ich mal eher die Milch teurer machen.

Magan 06 Bewerter - 77 EXP - 26. November 2009 - 18:00 #

Natürlich muss man die steigenden Kosten für Spiele mit der Inflation und den höheren Entwicklungskosten verrechnen. Nur wieso frag ich mich, gibt es so große Preisunterschiede bei Spielen für unterschiedliche Plattformen. Als ich mir Batman Arkham Asylum vor Ort in nem Laden kaufen wollte, haben die für die PC Version ca 45€ und für die PS3 Version 69€ verlangt, und für die Xbox (interessiert mich nicht, da ich keine hab^^) lag der Preis irgendwo dazwischen. Hab dann das PS3 Spiel in nem Laden gegenüber für 59€ gekauft, aber woher kommt da der große Preisunterschied?
Ist es denn so kompliziert ein Spiel für die PS3 zu programmieren(Das wird ja gerne mal als Argument aufgeführt)? Wieso sind dann X-Box Spiele meistens (oder immer?) auch teurer als PC-Spiele?

Desweiteren frage ich mich, wie Ubisoft ihr neues Assassins Creed 2 für 44 € verkaufen kann. Hatte nicht schlecht gestaunt als ich einen Tag nach Erhalt des Spiels eine Email von Amazon bekommen habe, dass ich 11€ zurückbekomme, weil der Preis von 55 auf 44 € gesenkt wurde - und wir reden auch hier von einem PS3-Spiel.

Es scheint also auch "anders" zu gehen.

Liam 12 Trollwächter - 910 EXP - 27. November 2009 - 3:47 #

Würde weiter oben schon erwähnt, Konsolenspiele sind teurer, weil zusätzlich zu dem Zwischenhändler, dem Publisher und dem Entwickler hier auch die Konsolenhersteller verdienen.

Was meinst warum du Konsolen so pappgünstig erwerben kannst zu Preisen, die normalerweise nichtmal die Hardwarekosten decken?
Das kommt simpel daher, dass die Konsolenhersteller Lizenzgebühren auf die Spiele erheben, die die Publisher natürlich an die Kunden weiterreichen.

Christoph 16 Übertalent - Abo - 4843 EXP - 26. November 2009 - 19:54 #

Das relativ teuerste Spiel, das ich mir je gekauft habe, war - als Student - SimCity 2000 auf 3,5"-Disketten für 139,- DM. Das wären Pi mal Daumen 70 Euro, soviel kostet auch heute, mehr als 10 Jahre später, kein neues PC-Spiel.

Spiele werden mit ca. 50 Euro am Erscheinungstag zwar wieder ein bißchen teurer als vor wenigen Jahren, wo es meist nur um die 40 Euro waren; aber der absolute Gegenwert stimmt bei Spitzentiteln, die man 100 Stunden oder mehr spielt, allemal; und auch der relative Gegenwert ist einwandfrei: Der übliche "Kino und Popcorn kostet ein vielfaches"-Vergleich langweilt mich langsam, deshalb führe ich das jetzt gar nicht mehr weiter aus. Er stimmt aber immer noch.

PumpkinStrikesBack 10 Kommunikator - 351 EXP - 26. November 2009 - 20:40 #

Roland, ich glaube damit hast du dir eine Einladung zum Veteranen-Podcast verdient ;-)

melone 06 Bewerter - 1512 EXP - 26. November 2009 - 21:41 #

Ich mußte heute kurz in einen dieser Saturn Märkte und bin dabei interessehalber auch in die Spieleabteilung gewackelt. Was mir dabei auffiel ist das der Budgetbereich enorm erweitert wurde und sich nun nicht mehr nur auf ein paar Stände zwischen den Regalen erstreckt.

Diese Zweitverwertung scheint auch dort ein fester Bestandteil des Geschäfts zu sein. Ist ja auch mehr als nachvollziehbar, wenn man die wirtschaftlich Lage breiter Bevölkerungsschichten - betuchte Journalisten außen vor - bedenkt. €10 für einen guten Budgettitel gegenüber €70 für ein Vollpreisspiel auf der Konsole ist schon ein happiger Unterschied.

Aktuelle Adventures scheinen sich meist bei €40 eingependelt zu haben, wobei sie irgendwie eine kürzere Lebensdauer zu haben scheinen und sich schneller im reduzierten Bereich wiederfinden, als andere Genretitel.

Rondrer (unregistriert) 27. November 2009 - 1:13 #

"Diese Zweitverwertung scheint auch dort ein fester Bestandteil des Geschäfts zu sein. "
Gabs dazu nicht sogar mal ein Interview hier?
*such*
*such*
aaahhh bei jörgspielt war das:
http://www.joergspielt.de/?page_id=423

die 2. und 3. Verwertung ist ein riesiger Markt, und das wundert mich auch überhaupt nicht.

Spitter 12 Trollwächter - 894 EXP - 27. November 2009 - 0:35 #

Super Mario bross WII bei Amazon 38,99 € .
Torchlight ! Zwar nicht das längste aber ein tolles spiel bei Steam gekauft für nen Appel und nen Ei .

Das Problem ist nur es wird immer Leute geben denne Selbst Geschenkt noch zu teuer ist ! Ich kann mir bei Gott auch nicht jedes spiel leisten brauche ich aber auch nicht. Mit Dem Mari und Dragon age bin ich erstmal bedient. Ist aber auch wieder nicht soo gut weil (erinnere an den letzten Podcast) viele viele Gute Titel nun auf einmal erscheinen. Alle kaufen kann die Kaum einer.

WAS mich aber viel mehr an den Preisen aufregt : Die Spielzeit , habe ich Früher Stunden mit einem Spiel verbracht , gibt es heute viele (meist Adventures und Shooter) die eine Spielzeit von 4-8 Stunden haben und Trotzdem 50€ kosten.
Daher kann ich auch Boris in einem Kommentar im Podcast nicht ganz zustimmen : Früher gabs für 100 Mark ein Stück Fleisch , heute bekommt man eine gaze Kuhherde für das Geld. Stimmt so nicht .
Die Produktionskosten werden immer immenser , die Technik geht weiter , man braucht keine 4 Programmierer mehr wie früher sinder 2000 .
Ich erinnere mich aber trotzdem bei Monkey Island 10 mal mehr Stunden verbracht zu haben als bei einem Aktuellen gutem Adventure. Die Kosten Steigen , die Preise sind "theoretisch" identisch aber die Spielzeit ist ja extrem beschnitten. Lange spielzeit : Master of Orion 2 anyone ? Heroes of Might and Magic 3 ?
Kurze Shooter : unreal 2 , max Payne
Lange : No one Lives for ever

Ich meine damit nur die Preise sind Stabil geblieben , Überteuert ist sowieso nichts das stimmt nur der Inhalt ist trotz Super Aufmachung geringer geworden !

Von den ganzen Games in episoden kommen und oder kurze spieldauer haben und dann DLC sachen andrehen , hab ich aber auch die Nase voll das wird dann irgendwann zu "Teuer" .

melone 06 Bewerter - 1512 EXP - 27. November 2009 - 2:17 #

Ich glaube es fällt einem wesentlich leichter einen Großteil der zur Zeit veröffentlicht Spiele,als unterhaltsam anzusehen, wenn man a) entweder wenig Spielerfahrung hat und noch jung ist, b) man nicht allzu anspruchsvoll ist, oder c) schlicht ein einfaches Gemüt hat.

Es ist ein wenig langweilig sich hier immer wieder zu wiederholen, aber es kommt irgendwie immer wieder auf den Pukt zurück, daß viele der Spiele, die aufwendig produziert sind und in den Medien hochgeprießen werden, nix für Leute sind die seit vielen Jahren Videospiele spielen. Diese Titel sind wie diese inhaltslosen Filme, die zwar mit großen Budgets gedreht werden, wo aber keinerlei interessante Substanz dahinter steckt. Und damit wie uns recht verstehen: Das hat nichts mit Nostalgie zu tun, es gibt weiterhin exzellente neue Videospiele, nur eben nicht diese aufgeblasenen Schlaftabletten.

Und für so nen Schmarrn soll man dann aber auch noch mehr Geld hinlegen, weil sonst so ein Studio dicht machen muß? Hey, ich bitte darum! Jede Krise kann ein sehr reinigender Prozess sein und vielleicht kehrt dann auch wieder etwas mehr Vernunft und eventuell sogar mehr Qualität und Innovation zurück.

Früher gab's auch schlechte Spiele, aber sie waren erstens nicht so zahlreich, da es insgesamt weniger gab, und zweitens wurden sie einem nicht ständig unter die Nase gerieben - das kann heutzutage zum Teil echt nerven.

Liam 12 Trollwächter - 910 EXP - 27. November 2009 - 3:55 #

Was wohl simpel an der geänderten Zielgruppe liegt. Früher waren Spiele auf einen kleinen Markt mit ziemlich (nicht bösartig gemeint) fanatischen Fans ausgelegt, die Stunden über Stunden investiert haben und alles dafür beiseite gelegt. Heutzutage willst du aber nicht mehr nur die "Zocker" erreichen, sondern auch das gesamte andere Spektrum.

Der Vorteil von der Abwanderung in Richtung für jeden tauglich, ist sicherlich die, dass viele Spiel sehr viel mehr wert auf Zugänglichkeit und Bedienerfreundlichkeit legen, als es früher der Fall war.
Der Nachteil natürlich, es ist inzwischen anscheinend wichtiger eine kurze aber intensive Erfahrung zu bieten mit vielen Effekten und Einlagen die eben auch kurzfristig unterhalten können.
Es gibt immer noch vereinzelte Ableger der alten Schule z.b. Hearts of Iron, aber die verkaufen sich einfach nur an eine kleine Zielgruppe und damit kann man glaub ich realistisch gesehen die heutige Spieleindustrie nicht mehr finanzieren.

melone 06 Bewerter - 1512 EXP - 27. November 2009 - 16:11 #

Ich glaube du hast ein falsches Bild von erfahrenen Spielern. Ich würde das weniger mit Zockern vergleichen, sondern vielmehr mit Menschen, die im Laufe der Zeit halt schon einiges gespielt haben und denen nicht nur dadurch ein Mangel beim Inhalt demzufolge auffällt.

Ein Glück das Spiele früher auch hatten war, daß alles wesentlich abstrakter war; die Grafik, das Konzept alles paßte stimmiger zusammen. Mit dem heutigen Realismus wächst automatisch auch der Anspruch, daß die Inhalte der Optik gerecht sein sollten, was leider meist nicht der Fall ist und demzufolge negativ aufstößt.

Ich bin auch nicht der Meinung, daß die Inhalte pauschal zugänglicher wurden, da Spiele früher vom Konzept her einfacher waren. Heute mußt du die Spiele alleine schon aufgrund der umfangreicheren Möglichkeiten zugänglicher gestalten. Ich geben Dir an der Stelle recht, wo es sich um populäre Casual Games handelt, Zugänglichkeit und Tutorials sind hier relativ zur Bedienung sehr aufwendig gemacht.

Die Zugänglichkeit ist aber nicht das eigentliche Problem. Es handelt sich vielmehr um den mangelnden Anspruch dieser Titel. Ein Super Mario für die Wii ist extrem zugänglich und bietet trotzdem genügend Substanz bei der Spielmechanik und dem Leveldesign. Andere Spiele die sich groß präsenieren tun dies aber nicht und begnügen sich mit einfachen Dialogen und Charakteren. Und es soll mir bitte keiner sagen, daß z.B. Dragon Age an der Stelle ein ausgezeichnetes Spiel ist.

Solche Spiele faszinierend dann einfach nicht mehr. Das ist für inige intelligente Menschen echt zu wenig und mit ein Grund dafür warum solche Titel, und manchmal auch das ganz Hobby, links liegen gelassen werden.

Fozzie 12 Trollwächter - 849 EXP - 27. November 2009 - 12:49 #

Zur Spielzeit der klassischen Adventures muss man aber auch fairerweise sagen, dass sie im Vergleich zu heutigen Zeiten natürlich auch "künstlich" in die Länge gezogen war. Denn was fehlte damals? Hot-Spot-Anzeigen (ich weiß schon gar nicht mehr, wie lange es gedauert hat, bis ich in Simon the Sorceror diesen winzigen grauen Stein mit dem Fossilabdruck drin gefunden habe), Tipp-Funktionen und vor allem drei Klicks entfernte Komplettlösungen aus dem Internet. Wer würde es denn heutzutage noch hinnehmen, zum Teil ganze Tage in einem Adventure an einem Rätsel zu scheitern? Spätestens nach einer halben Stunde wird doch "gespickt" und sich bei der Gelegenheit noch in einem Forum über das "miese und unfaire Rätseldesign" ausgelassen. Als ich Monkey Island 1+2 vor einiger Zeit noch mal per ScummVM gespielt habe, habe ich für beide jeweils einen Nachmittag gebraucht. Denn gerade die knifflige Knobelei beim ersten Spielen hatte dafür gesorgt, dass ich mich, sobald ich wieder dran saß (also nach mehr als zehn Jahren "Pause"!), geradezu beängstigend detailliert noch an so ziemlich alle Rätsel erinnern konnte. Das spricht natürlich einerseits für die Qualität des Spiels, legt aber auch offen, wie gering die "Nettospielzeit" eigentlich war. Es hat nur damals keiner gemerkt. Aber der Faktor des Scheiterns als spielzeitverlängernde Komponente ist eben kein so bereitwillig akzeptiertes Element mehr.

melone 06 Bewerter - 1512 EXP - 27. November 2009 - 13:10 #

Ich finde das Hängen und Knobeln an einem Problem bei einem Adventure einen ganz elementaren Spielbestandteil - ansonsten reduziert sich das zu einem interaktiven Filmchen. Sicherlich hat hier jeder seine persönliche Schmerzgrenze, aber ich muß auch ein Episodenadventure nicht an einem Tag gelößt bekommen.

Mann kann einen Wein runterkippen oder ihn halt genießen.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 28. November 2009 - 22:44 #

Bitte nicht knifflige Puzzles mit spieldauerverlängernden Dingen wie Labyrinthen und so weiter verwechseln.

Ich hatte bei den klassischen Adventures viel Spaß daran, mal Pause zu machen, eine Nacht darüber zu schlafen und dann am nächsten Morgen mit einer Lösung aufzuwachen. Oder in der Schule mit einem Freund über das Rätsel zu sprechen und das dann nachmittags auszuprobieren.

Fozzie 12 Trollwächter - 849 EXP - 29. November 2009 - 10:39 #

Keine Angst, ich meinte schon knifflige Rätsel, wie etwa die Geschichte mit dem "Krabben mit einem Sandwich im Brustkorb-Fangen" in Indy 4, nicht etwa das fiese Labyrinth in Legend of Kyrandia, wo man ständig die Feuerbeeren pflücken muss ;-)
Und nur, um das noch mal kurz zu erwähnen: mich stören schwierige Rätsel nicht im mindesten (im Gegenteil). Aber so insgesamt scheint die Frustrationstoleranz hinsichtlich solcher Dinge abgenommen zu haben.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 29. November 2009 - 19:32 #

Das ist gut beobachtet. Meiner Meinung ist das über alle Medien und gesellschaftlich generell zu sehen - die "Genuss sofort, nicht warten"-Mentalität regiert unsere Welt mehr als noch vor zehn, 20 Jahren.

Fozzie 12 Trollwächter - 849 EXP - 30. November 2009 - 12:18 #

Es gibt ja auch ein immer größeres Angebot an Dingen, denen man sich für direkte "Belohnungseffekte" zuwenden kann. Die Bereitschaft, sich trotz etwaiger Frustmomente ein ganzes Wochenende mit dem "einen Spiel", das man vielleicht auch nur von jemandem ausgeliehen hat (was ich in meiner Schulzeit mit diversen Adventures gemacht habe), zu beschäftigen, nimmt da zwangsläufig ab. Man kann sich schließlich jederzeit etwas anderes herunterladen und das ausprobieren, wenn man gerade ein Motivationstief hat. Oder man installiert eine der 50 Heft-DVD-Vollversionen, die noch im Regal in der Spindel vor sich hindämmern. Oder man spielt online eben einen Multiplayer-Titel. Oder schaut einen der vier Filme, die man kürzlich als Super-Schnäppchen auf DVD abgegriffen hat. Auf dem Festplattenrekorder warten außerdem noch zig aufgenommene Sendungen darauf, endlich angesehen zu werden und...

Christoph 16 Übertalent - Abo - 4843 EXP - 11. Dezember 2009 - 11:06 #

...stimmt, ziemlicher Medien-Overkill ;)

Aber das ist nicht schlecht, denn größeres Angebot ist besser als kleineres.

Aber es führt halt dazu, daß man mittelmäßige Produkte ziemlich schnell "kickt", die man mit 14 am C64 noch tagelang gespielt hätte.

Liam 12 Trollwächter - 910 EXP - 27. November 2009 - 4:18 #

Wen Zustände wie Umstände in der Spieleindustrie ein wenig mehr interessieren, auch Themen die hier teils aufgekommen sind, dem kann ich auch eine Vorlesungsreihe empfehlen, die man über Bittorrent finden kann.

Warren Spector hat eine Unterrichtsreihe an der "University of Texas Austin" gehalten (glaub vor 4 Jahren oder so war das) und im Laufe dieser Reihe 12 Leute aus der Spieleindustrie in seine Klasse reingeholt und mit ihnen 2einhalbstündige Gespräche/Fragerunde/Vorlesungen darüber geführt, wie sie dort reingekommen sind, wie sie die Lage der Industrie sehen, auch wie die finanziellen Rahmen sind, was man selber bieten sollte wenn man rein will etc.. Es waren Leute von ID, Disney, EA, Blizzard, Bioware etc. dabei also auch durchaus renommierte die eine Menge Erfahrung haben.

Wenn man des Englischen mächtig ist, einfach mal beim Torrent Tracker nach eigener Wahl nach "Warren Spector Master Class Videos" suchen.

idiot (unregistriert) 27. November 2009 - 6:54 #

nur mal so - interessiert wahrscheinlich eh keine sau mehr da ganz am anfang kommentiert: king kong als erfolgreiches, publikumswirksames filmremake zu bezeichnen, wird jeden investor oder börsenfuzzi schwer in die eier treten ;)

Patrick W. (unregistriert) 27. November 2009 - 9:00 #

Spiele teurer verkaufen? In einer 'Geiz ist Geil Gesellschaft'? Weiß nicht ob das evtl. kontraproduktiv einzuschätzen ist...

Und zu den Preisen von damals, das waren andere Zeiten. Weniger Entwickler und weniger Spieler.

Heute sind Videogames ein Massenprodukt. Und bei Fertigung in Masse sinken auch die Preise. Also müssten die Preise auch deutlich niedriger sein als damals. Das dem nicht unbedingt so ist, zeigt also das der Profit gestiegen sein muss. (Ich gehe von ~65 € für ein Konsolen Spiel und ~45 € für PC aus)

Die Entwicklungskosten sind gleich, egal ob nun ein Spiel oder 10 Mio. verkauft wurden.

Wenn Spiele in Masse produziert werden, dann muß die Masse auch erreicht werden. Und das geht nur über den Preis. Meine Meinung!

Patrick W. (unregistriert) 27. November 2009 - 9:01 #

Spiele teurer verkaufen? In einer 'Geiz ist Geil Gesellschaft'? Weiß nicht ob das evtl. kontraproduktiv einzuschätzen ist...

Und zu den Preisen von damals, das waren andere Zeiten. Weniger Entwickler und weniger Spieler.

Heute sind Videogames ein Massenprodukt. Und bei Fertigung in Masse sinken auch die Preise. Also müssten die Preise auch deutlich niedriger sein als damals. Das dem nicht unbedingt so ist, zeigt also das der Profit gestiegen sein muss. (Ich gehe von ~65 € für ein Konsolen Spiel und ~45 € für PC aus)

Die Entwicklungskosten sind gleich, egal ob nun ein Spiel oder 10 Mio. verkauft wurden.

Wenn Spiele in Masse produziert werden, dann muß die Masse auch erreicht werden. Und das geht nur über den Preis. Meine Meinung!

Liam 12 Trollwächter - 910 EXP - 27. November 2009 - 9:22 #

Das Problem hierbei ist, mit Fertigung in Masse sinkt nicht viel an den Kosten, das ist eine Illusion. Das teure an Videospielen ist und war nie das Material der Datenträger oder die Boxen, das teure ist die Entwicklung und die hat eine Kostenexplosion ohne gleichen erlebt seit damals. Wenn man einigen aus der Industrie glauben darf, werden sie für die Toptitel noch weiter steigen und in den 3 stelligen Millionenbereich gelangen.

Dazu kommt Spiele wie World of Warcraft, Modern Warfare 2 etc. ja verkaufen sich wie blöde mehrere Millionen mal, aber es ist bei weitem nicht jedes Spiel was sich so oft verkauft, das sind vielleicht die Top 20 im Jahr und mit deren Gewinn musst du nicht nur Verluste bei anderen ausgleichen, sondern auch noch die nächsten finanziert bekommen.

Es ist gar nicht so leicht externe Quellen zu finden die dir mal eben 50 Millionen vorstrecken, in der wagen Hoffnung dein Spiel verkauft sich so gut, dass da noch ein dicker Gewinn überbleibt aus dem sie dann was erhalten.

Das ist auch einer der Gründe warum sich fast alle unabhängigen Studios inzwischen haben aufkaufen lassen, mit einem dicken Publisher hinter dir, kannst du selbst bei einem Fehlschlag überleben. Studios wie z.b. Epic wenn sie nicht durch Lizensierung der Engine soviel Geld machen würden und mit Gears of War einen Verkaufshit gelandet hätten, hätten sie nach Unreal Tournament 3 vermutlich arge Probleme bekommen. Das hat sich trotz der Entwicklungszeit, einem Markennamen und der neuen Engine wie oft verkauft? Glaub um die Millionen haben sie geschafft.

GingerGraveCat (unregistriert) 27. November 2009 - 9:21 #

Erst einmal WOW die Meinung hat vielleicht eine Diskussion ausgelöst.

Ohne auf die Preis Entwicklung von Spiele eingehen zu wollen, bei mir ist es so, dass ich zwar am liebsten alle Spiele beim Release habe möchte mich aber bewusst versuche zurück zu halten. Es lohnt sich neue Spiele auch mal liegen zu lassen und sich stattdessen mit älteren Spielen einzudecken.

Mal ein Beispiel:

Ich zog beim Release von Wolfenstein los und wollte es mir kaufen. Als ich en Preis von 60 Euro sah, wurde ich mir unsicher, ob ich wirklich für einen Durchschnitts Shooter solch eine Summe ausgeben möchte. Dann schaute ich bei den älteren Titeln und entdeckte Ninja Gaiden 2 und Vikings Battle for Asard für jeweils ca. 20 Euro. Ich dachte mir, hey bei dem Preis kannst du nichts falsch machen und so war es auch. Vikings wäre zum Vollpreis ein Reinfall gewesen, aber so habe ich ein paar schöne Stunden mit dem Spiel verbracht ohne das schlechte Gewissen für ein „Schrottspiel“ Unmengen an Geld aus dem Fenster geworfen zu haben. Auch Star Wars The Force Unleashed habe ich mir für 20 Euro gekauft und Mirrors Edge für 30 Euro. Man kann beim Spiele kauf also viel Geld sparen, wenn man einfach etwas wartet.

Bei großen Titeln wie Brütal Legend oder Batman Arkham Asylum wo ich mir recht sicher sein kann keinen Schrott zu kaufen, kann ich aber nicht anders und muss es zu Release haben. Natürlich nur, wenn mein Geldbeutel mitspielt.

Rubio the Cruel (unregistriert) 27. November 2009 - 12:45 #

vollkommen richtig. diese jammerei ueber spielepreis der (vornehmlich) teenager geht mir schon lange auf den geist. gute leistung sollte auch ihren preis wert sein.

Exocius 16 Übertalent - Abo - 5742 EXP - 28. November 2009 - 17:13 #

Da muss ich dir vollkommen zustimmen

=MfG=Duene (unregistriert) 27. November 2009 - 12:49 #

Eigendlich gehts es hier ja drum der Preis des Spieles egal welches Spiel. Erst vorweg, ich selber arbeite auch in der EDV Branche, aber egal wo ich oder jeder andere Dienstleister muss 100% bringen. Ich kann einem Kunden nicht einem halbfertigen Server hinstellen und sagen warte mal 3 Monate dann kommt evtl die Festplatte, kassiere aber schon mal den vollen ausgemachten Preis. Genauso ist das wie mit dem Versprechen der Publisher z.b der MP Part es hiess bis kurz vor Release es wird sich daran nix ändern. Ich kann nicht grosse Hoffnungen schüren, viel Leute grade auch Clans und Communitys haben sich darauf verlassen, das dieses auch eingehalten wird. Fast alle die ich kenne haben gesagt stolzer Preis, aber wir bezahlen in und haben unseren Spielspass. Der Boykott ging auch erst richtig los, als es dann hiess der Ded Server gibts nicht mehr. Dann fühlt man sich als Verbraucher verarscht.
Nur wenn ich als Publisher etwas raus bringe und den Endverbraucher als Betatester nutze, muss man sich nicht wundern das es einen Aufschrei gibt. Weil bei einem hohen Preis erwarte ich 100% Funktionalität, und das was mir versprochen wird das, das funktioniert ohne Nachpatchen zu müssen.

faldnd 11 Forenversteher - 714 EXP - 27. November 2009 - 13:37 #

Was soll mir diese Kolumne sagen? Also ehrlich ich versteh sie nicht. Spiele zu billig? Warum wird nicht gesagt. Jedenfalls sehe ich kein gutes Argument für einen höheren Preis ausser 'die Produktionskosten sind gestiegen'. Hat Roland etwa Aktien von div. Publishern im Portfolio?

Liam 12 Trollwächter - 910 EXP - 27. November 2009 - 20:32 #

Du siehst in Entwicklungskosten die von 50000 Dollar für ein Spiel auf 2stellligen Millionenbetrag gestiegen sind in den letzten 25 Jahren keinerlei Anlass, dass Firmen überlegen könnten mehr verlangen zu müssen? Ab wann wär es denn für dich nachvollziehbar?

Anonymous (unregistriert) 27. November 2009 - 21:42 #

Und du siehst keine deutlichen Absatzsteigerungen der Spiele in den letzten 25 Jahren?

Liam 12 Trollwächter - 910 EXP - 27. November 2009 - 22:32 #

Sicher, aber glaubst du wirklich, dass es das ganze einfach so auffängt?
Gehörst auch zu denen die glauben jedes Spiel verkauft mindestens 1 Millonen Exemplare zum Vollpreis und alle Spielefirmen schwimmen mit jedem Produkt das sie rausbringen deswegenin Geld?
Neuentwicklungen finanzieren sich von alleine? :)

faldnd 11 Forenversteher - 714 EXP - 28. November 2009 - 11:29 #

Dann müsste ja alle Entwickler und Publisher, die in den 80ern Spiele rausgebracht haben in Geld schwimmen wenn die These stimmt das die Entwicklung auf einmal soviel teurer geworden ist. Das einzige Argument was ich gelten lasse ist das es für neue Teams viel schwieriger ist einen Titel zu releasen weil die Hürde dementsprechend hoch ist. Alle großen Publisher sind straff geführte Unternehmen, die darauf aus sind Geld zu verdienen und ein PLUS zu erwirtschaften das wiederum den Anlegern oder den Risikoträgern zu Gute kommt. Glaubst du wirklich das du wenn du mehr Geld an der Kasse lässt du dementsprechend mehr Innovation und mehr Forschung bekommst?

Liam 12 Trollwächter - 910 EXP - 29. November 2009 - 10:25 #

Kannst dich gern im Internet kundig machen, wie lukrativ das Verhältnis von Spieleentwicklung und Einnahmen früher waren und wie die Entwicklungskosten angestiegen sind, falls du es nur für eine wilde These meinerseits hälst.

Was die Sache mit den Publishern angeht.. erm wo habe ich das jemals bestritten oder behauptet, das es zu mehr Innovation und Forschung führen wird?

Tatsache ist einfach die Kosten sind immens gestiegen, die Preise nicht, was auf Dauer und mit zunehmenden Kosten (und davon kann man wohl ausgehen) immer riskanter wird.
Selbst Riesen wie Electronic Arts verkünden regelmäßig in ihren Quartalszahlen Verluste.

Oh eins noch am Rande, würde es direkt Innovation fördern? Vermutlich nicht, aber was glaubst du, warum sich so viele kleine oder unabhängige Studios kaufen lassen? Alles nur aus reiner Geldgier der Präsidenten? Die sich sagten anstatt alleine reich zu werden (was ja anscheinend souverän möglich sein sollte, soviel mehr Computerspiele bei kaum gestiegenen Produktionskosten man heute ja anscheinend umsetzt...) durch meine üppigen Gewinne, nehme ich lieber die paar Millionen in die Hand und lass mein Studio dann fremdbestimmen?

Versteh mich nicht falsch, ich fände eine Erhöhung der Preise auch nicht toll und es würde sicher dazu führen, dass ich mir weniger Spiele leisten kann, aber wenn z.B. die Produktion von Computern plötzlich das 100 fache kosten würde, würde ich auch da zugeben, dass gleich bleibende Preise auf Dauer ungesund für die Hersteller sein könnten und es schwer wird, dieses einfach durch verkaufte Menge auszugleichen.

MichaelK. (unregistriert) 6. Dezember 2009 - 15:24 #

Was ich nicht verstehe, warum sind denn die Entwicklungskosten gestiegen? Die Rechner sind billiger und viel Leistungsfähiger. Früher gabs doch auch Millionenprojekte wie Wing Commander 3 und 4. Heute wird doch wirklich alles mit CGI gemacht und die Rollenspiele müssen auch nicht mehr vor Handgemalten Hintergrunden spielen, sondern sind 3D Engines die halt ein wenig besser als früher aussehen, aber warum braucht man heute 100 Leute wo früher 10 Leute eventuell bessere und umfangreichere Spiele gemacht haben?

Makoto-sama 05 Spieler - 52 EXP - 27. November 2009 - 16:58 #

Gute Kolumne, kann man durchaus nachvollziehen, diese Meinung. Dass es bei Spielen kaum bzw. fast keine Preissteigerung gab, ist mir auch schon aufgefallen in den letzten Jahren.

GAMEPADdy 08 Versteher - 224 EXP - 27. November 2009 - 21:02 #

Ich verstehe nicht ganz, was Roland Austinat davon hätte, wenn die Spiele teurer würden. Wenn die Entwickler ihre Spiele nicht teurer machen wollen (was ja wohl der Fall ist, denn sonst würden sie es ja machen), dann sollte man sie auch nicht dazu antreiben, es zu tun. Das würde uns Konsumenten ja nur schaden.

Anonymous (unregistriert) 27. November 2009 - 21:41 #

"Roland Austinat: Momentan kaufe ich mir Spiele nur noch lange nach Verkaufsstart oder bei eBay gebraucht. So gut ist es um US-Korrespondenten derzeit nicht bestellt."

Damit wäre doch alles gesagt, was wollte diese Kolumne, oder was auch immer das sein soll, nochmal?! Ziemlich lächerlich, hauptsache die Klickzahlen für diesen Monat sind nochmal in erträgliche Regionen befördert worden. Wasser predigen und Wein trinken, nennt man das dann wohl.

Jörg Langer Chefredakteur - 247532 EXP - 28. November 2009 - 0:10 #

Im Gegenteil, er predigt Wein und trinkt Wasser.

Denn auch die von Roland gekauften Spiele werden sich verteuern, wenn sich der Vollpreis verteuert. Obwohl Roland also momentan zu günstigen Versionen greift, weil er sich die Vollpreise nicht leisten kann oder will, ist er der Meinung, dass Spiele zu günstig sind. Das macht seinen Standpunkt glaubwürdiger, nicht unglaubwürdiger.

Den Tipp, einfach einige Monate zu warten, gibt er bereits am Ende der Kolumne, und er befolgt ihn selbst. Nur ein anonymer Motzer kann das in meinen Augen verwerflich finden.

MichaelK. (unregistriert) 28. November 2009 - 22:57 #

Ja aber es gibt doch immer was neues und irgendwann geht das unbedingt haben wollen Gefühl auch wieder weg und es kommt ein neues Spiel, auf das man dann wieder ein paar Monaten muss, bis es billiger wird, und wieder ein neues...;)

Wenn jetzt neue Spiele alle so sagen wir 30 € kosten würden. Würde ich mir statt nur einem, vielleicht zwei oder drei oder vier Spiele pro Monat kaufen. Und es wäre auch garnicht so schlimm, wenn man mal ein oder zwei Fehlkäufe macht.

Deswegen können doch billigere Preise nur allen helfen, oder?

Christoph 16 Übertalent - Abo - 4843 EXP - 11. Dezember 2009 - 11:11 #

Die Rechnung stimmt doch nicht - wenn Du jetzt ein Spiel im Monat für z.B. 50 Euro kaufst, dann würdest Du beim Preis von 30 Euro stattdessen auch mal "drei oder vier" kaufen, also für 90 oder 120 Euro? Glaub' ich Dir nicht. Wenn doch, dann kauf halt jetzt für's selbe Geld zwei oder drei oder darunter mal eine Budgetversion mehr.

Was ich sagen will: Wer pro Monat bis zu 100 Euro im Spielebudget hat, und ich zähle mich (in manchen Monaten) dazu, der sollte glücklich sein, weil er nämlich jederzeit spielen kann - was - er - will. Punkt. Und sich dann noch über 5 Euro hin oder her aufzuregen, ist mir die eh knappe Zeit absolut nicht wert.

Spiritogre 16 Übertalent - 4816 EXP - 28. November 2009 - 14:52 #

Ich habe mir gerade Prince of Persia für die PS3 gekauft. Für 20 Euro! Ein schönes Spiel meiner Ansicht. Es macht mir viel Spaß! Hätte ich es bei Erscheinen oder kurz danach für 69 gekauft? Niemals!
PS: Das ist übrigens das Problem, dass ich mit den Budgetspielen der aktuellen Konsolengeneration habe. Bei der PS3 ja meist 29 Euro. Das ist mir leider immer noch (viel) zu teuer! Würden sie 20 kosten, dann hätte ich mir schon ein halbes Regal voll gekauft, da es durchaus viele Titel gibt, die kein absolutes must have sind, aber dennoch gut oder sehr gut.

DarthTK 12 Trollwächter - Abo - 938 EXP - 29. November 2009 - 2:28 #

Wäre der Preis von 60$, respektive 60€ tatsächlich durchgesetzt worden, würde die Verkaufszahlen sicherlich nicht diese sein, die sie jetzt sind.

Alex Althoff 19 Megatalent - 16883 EXP - 29. November 2009 - 2:48 #

Ich find die Hersteller haben schon reagiert auf den niedrigen Preis. Nämlich mit kürzeren Inhalten. Ein Beispiel:

Modern Warfare 2 : hab ich in ca 4,5 Std durch gehabt (bin net so der Multiplayer Freak)
Crysis, Bioshock, Medal of Honor Airborne, Prey usw (die in den letzen 5 Jahren auf den Markt kamen: ca 8 Std durchschnittliche Spieldauer
Jedi Knight, Wing Commander 3, System Shock 1+2 usw (old school games halt): 15 Std +

Dh ich bekomm einfach immer weniger Spielzeit aber zu den fast selben Preis wie früher. Die kurze Zeit kann mit DLC gepusht werden. Dennoch fürchte ich einfach das ich für Modern Warfare 3-6 soviel Zeit brauch wie für System Shock 1. Und ehrlich dafür zahl ich keine 60 Euro pro Spiel. Sind net alle so kurz aber leider zu viele. Call of Juarez 2 ist auch so schnell durch. Dagegen dauerte Dead Space gute 20 Std bis ich da durch war ;) Mehr von solchen Spielen, da leg ich gern 60 Euro auf den Tisch.

MichaelK. (unregistriert) 29. November 2009 - 22:53 #

Was mir noch einfällt: Wenn man Spiele als Luxusgut deklariert, dann zerstört man die Chance wirklich in den Mainstream zu kommen. Oder wer würde heute Filme kaufen, wenn die 50~60 Euro kosten würden? Oder Musik CDs für 30 Euro? Als Spiele noch 140 Mark gekostet haben, waren das doch eher noch die Freak Zeiten. Wobei psychologisch gesehen, ist es halt auch ein Unterschied ob was 140 Mark oder 70 Euro kostet. Wobei ich es strikt vermeide so viel Geld für ein PS3 Spiel zu bezahlen. Irgendwo muss man auch Grenzen ziehen. Und ich glaube auch nicht, dass jemand Wii Spiele für 69 Euro kaufen würde. Super Mario kostet zum Beispiel auch "nur" 50.

Außerdem kanns doch der Industrie egal sein, wie viele Spiele man pro Monat spielen kann, sondern der muss es doch gelegen sein, dass möglichst viele Spiele verkauft wird. Und es wäre die Frage ob ein Top Spiel mehr einbringt, wenn es am Anfang 60 € kostet und ein halbes Jahr später nur noch 15 - oder wenn es von Anfang an nur 30 Euro kostet, aber dafür auch viel länger und nicht sofort in den Budget Bereich wechselt. (Und kommt jetzt nicht mit den Adventures, die ja doch relativ billig sind, aber es sind halt nunmal Adventures und heute sind andere Genres, welche die Charts bestimmen)

PARALAX (unregistriert) 30. November 2009 - 9:49 #

Wir haben den Artikel in der gestrigen Sendung mal angesprochen und auch Roland dazu genauer befragt. Das Ergebnis könnt ihr euch hier anhören:

http://www.radio-paralax.de/index1.html

Ganesh 15 Kenner - Abo - 3579 EXP - 30. November 2009 - 11:10 #

Ich hab jetzt bei weitem nicht alle Kommentare gelesen und bitte deshalb zu entschuldigen, falls jemand meine Punkte schon vorgebracht hat...

1. In den vom Autor durchgeführten Berechnungen steckt ein massiver Fehler: Das Marktwachstum kommt in seinen Beobachtungen nicht vor. Es ist doch sehr wahrscheinlich, dass der Preis von Spielen gerade deshalb gleich geblieben oder gesunken ist, weil der Markt gewachsen ist. Videospiele sind heute keine Nische mehr, sondern Mainstream-Unterhaltung – und entsprechend stehen die Klagen von Konsumenten auch nicht auf anderem Grund als Klagen über zu teure Kino-Preise.

2. Und dann auch noch die recht billige 'Raubkopierer'-Schelte, nach dem Motto: "Was fällt dieser undankbaren Spieler-Meute nur ein? Alles wollen sie möglichst billig haben und die meisten saugen eh unsere Qualitätsware." Einige Kommentare haben bereits angezweifelt, ob man bei den immer gleichen Grafik-Updates von Qualitätsware sprechen kann. Aber auch ohne diesen Punkt aufzugreifen, finde ich es bedenklich, die Sichtweise von Vertretern der Produzenten soweit aufzugreifen, dass man auch ihr Vokabular übernimmt ('Raubkopierer' ist schlicht pejorativ und sachlich falsch – würde es irgendjemandem einen Zacken aus der Krone brechen, stattdessen von 'Menschen/Leuten, die illegale Kopien anfertigen' zu sprechen?)
Überhaupt scheint diese Form der Schelte und die mit ihr verbundene Perspektive auf den Sachverhalt seit einigen Jahren in Mode zu sein: Wer als echter 'Hardcore-Gamer' was auf sich hält, kann doch nicht mitansehen, wie die parasitären 'Raubkopierer' den Markt zerstören. Zu dieser Mode gehört auch, die Hersteller von Software gegen Kritik bzgl. des Preises zu immunisieren, indem man iPhone/iPod touch-Spiele aufführt, die trotz ihres geringen Preises illegal kopiert werden. Dabei wird völlig vergessen, dass das legal erworbene Produkt (neben der Straffreiheit) einen Mehrwert gegenüber dem Torrent-Download hat (bzw. haben sollte). Mit ziemlicher Sicherheit gibt es Leute, für die der Mehrwert noch so groß sein könnte – die das Spiel aber trotzdem illegal kopieren würden. Aber abgesehen von diesen Fällen gibt es mit Sicherheit genügend Leute, die mit dem gebotenen Mehrwert oft genug nicht zufrieden sind. Und das sind unnötig verlorene Kunden – und keine 'Raubkopierer'.

Jörg Langer Chefredakteur - 247532 EXP - 30. November 2009 - 13:41 #

"Menschen/Leuten, die illegale Kopien anfertigen" statt "Raubkopierer". Das ist aber nicht wirklich dein Ernst, oder? Sieh mal:

>>
Wie in der neuesten "Menschen/Leute, die illegale Kopien anfertigen"-Studie zu lesen ist, die der BIU herausgegeben hat, geben Menschen/Leute, die illegale Kopien anfertigen, vor allem hohe Spielepreise als Grund für ihr Tun an. Wir befragten dazu einen überzeugten Mensch/Leut, der illegale Kopien anfertigt, und er antwortete: "Häh? Ich bin doch Raubkopierer!" Wir finden bedenklich, dass er dabei die rein maskuline Form verwendet hat, er hätte im Sinne der Gleichberechtigung der Geschlechter natürlich RaubkopiererIn schreiben müssen. Verzeihung, natürlich "Menschin/Leutin, die illegale Kopien anfertigt".
<<

Ja, der Begriff Raubkopierer ist inhaltlich nicht korrekt, da Raubkopieren kein Ausrauben einer Person oder Bank darstellt, sondern eine Urheberrechtsverletzung. Aber a) macht diese Erkenntnis das Raubkopieren nicht weniger verwerflich, und b) ist das ein nun wirklich seit Jahrzehnten eingeführter Begriff und trifft die Sache schon recht gut.

Raubkopiert wird, weil es so einfach ist und fast immer unbestraft bleibt -- wäre einer der beiden Faktoren anders, würde es massiv weniger Raubkopien geben. Ich "musste" früher noch Kassetten mit den neuesten C64-Spielen auf dem Schulhof tauschen, heute würde ein Knopfdruck im Browser reichen...

Ganesh 15 Kenner - Abo - 3579 EXP - 30. November 2009 - 18:50 #

Ich muss dagegen halten. Es ist ein wertender Begriff. Und mit so was sollte man vorsichtig sein. Und die BIU ja natürlich auch eine vollkommen neutrale Organisation...

Warum du meinst, dich in dem eingerückten Teil über meinen zugegebermaßen nicht durchdachten Vorschlag zusammen mit dem Binnen-I (was hat das damit zu tun?) lustig machst, erschließt sich mir nicht wirklich. Zumal du nachher nicht mal halbwegs stichhaltig diesen Begriff begründen kannst ('inhaltlich nicht korrekt' und 'trifft die Sache schon recht gut' ist ein Widerspruch). Das der Begriff ins Alltagsvokabular übergegangen ist, ist richtig, macht aber nicht zutreffender. Und wenn Spiele-Journalisten oder sogenannte 'Hardcore-Gamer' sich dessen nicht bewusst sind,, sind sie nicht in der Lage die Interessen von Verkäufern und (potenziellen) Käufern auseinanderzuhalten.

Bzgl. des zweiten Absatzes muss ich feststellen, dass das Anfertigen von Lauffähigen Kopien auf den meisten Plattformen auch heutzutage alles andere als simpel ist, zumindest, wenn einem der technische Sachverstand fehlt: PC-Software muss gecrackt werden, die XBox muss geflasht werden (und die Spiele müssen richtig gebrannt sein), etc. (Und dabei habe ich noch ausgespart, wie stark sich das ganz mit Firmware-Updates verkompliziert).

Jörg Langer Chefredakteur - 247532 EXP - 1. Dezember 2009 - 10:15 #

Ich hatte gehofft, du würdest einsehen, dass dein Vorschlag sprachlich abstrus ist, er kann so schlicht nicht verwendet werden. Du kannst nicht ein einzelnes Wort durch eine verschwurbelte Konstruktion aus zig Worten ersetzen, weder in der mündlichen noch in der schriftlichen Rede. Das wollte ich dir mit dem fiktiven Beispiel klarmachen. Wieso du auf dieses fiktive Beispiel nun plötzlich mit dem ironischen Hinweis reagierst, der BIU sei eine vollkommen neutrale Organisation, verstehe ich nicht -- es ist doch nur ein Beispiel dafür, dass dein Formulierungsvorschlag in der Praxis nicht anwendbar ist. Aus rein sprachlichen Gründen.

Inhaltlich stimme ich dir ebenfalls nicht nicht zu: "Killerspiele", um ein naheliegendes Beispiel zu nennen, ist als Begriff diffamierend, "Raubkopien" hingegen sehr nahe an der Wahrheit dran. "Raubkopie" ist eine seit vielen Jahren sowohl von den Raubkopierern als auch der Industrie als auch den Medien (Fach- und allgemeinen) als auch Rechtsanwälten etc. benutzte und verstandene, somit akzeptierte Formulierung (nicht aber von dir, das habe ich verstanden).

"Killerspiele" hingegen ist eine Formulierung, die ausschließlich Leute benutzen, die sich eben nicht mit Computer- und Videospielen auskennen. Und bei der nicht einmal klar ist, was damit gemeint sein soll: Gotcha-Spiele im freien Gelände? Strafrechtlich relevante Spiele? Alle Actionspiele?

Aus meinem "inhatlich nicht korrekt" und "trifft die Sache schon recht gut" konstruierst du nur dadurch einen Widerspruch, dass du beide Satzteile aus ihrem Zusammenhang reißt: Die erste Formulierung bezog sich auf Formaljuristisches, die zweite auf das Wesen von Raubkopien. Du würdest mir schon darin zustimmen, dass Raubkopien im weiteren Sinne etwas mit "stehlen" zu tun haben? Dass da jemandes geistige und handwerkliche Leistung genutzt wird, ohne dafür zu zahlen? Wie gesagt, formaljuristisch reden wir von einer Urheberrechtsverletzung, aber das ändert doch nichts daran, dass da umgangssprachlich etwas gestohlen wird.

StefanU. (unregistriert) 30. November 2009 - 21:26 #

Hallo zusammen,
vielleicht ganz interessant: Ich habe einige Kaufbelege von Spielen aufgehoben, vor der Euroumstellung. Ich habe alle Spiele kurz nach Release in München gekauft, alles knapp 10 Jahre her. Ich weiß ja nicht, wie Ihr das seht, aber umgerechnet haben PC-Spiele vor 10 Jahren fast nie mehr als 40 Euro gekostet. Heute kriegt man kein PC-Spiel mehr unter 50 Euro, das entspricht einer Steigerung von 25% in nur 10 Jahren. Einige PC-Spiele gibt es heute nur für 60 Euro, das entspricht einer Steigerung von 50%.

(chronologisch geordnet)

Unreal
Karstadt Marienplatz: 79,95 DM (09.10.1998)

Baldur's Gate
Karstadt Marienplatz: 79,99 DM (26.01.1999)

Jagged Alliance 2
Karstadt Marienplatz: 69,99 DM (15.05.1999)

Dungeon Keeper 2
Saturn, PEP: 79,95 DM (01.07.1999)

Unreal Tournament
Saturn, München: 79,00 DM (03.12.1999)

Ultima IX - Ascension
Saturn, PEP: 89,00 DM (12.04.2000)

Gunship!
Karstadt Marienplatz: 69,00 DM (06.05.2000)

Diablo 2
PC Fun: 89,95 DM (30.06.2000)

Deus Ex
PC Fun: 85,00 DM (09.08.2000)

Evil Islands
PC Fun: 79,95 DM (27.10.2000)

The Outforce
Kaufhof Marienplatz: 79,99 DM (02.02.2001)

Gothic
PC Fun: 79,95 DM (16.03.2001)

Diablo 2 - Expansion Set
PC Fun: 59,95 DM (30.06.2001)

Stronghold
PC Fun: 89,95 DM (26.10.2001)

Etherlords
PC Fun: 75,00 DM (22.12.2001)

MichaelK. (unregistriert) 30. November 2009 - 21:59 #

Genau das mein ich. Da werden überteure Nintendo 64 oder Uralte Atari Module mit aktuellen PC Preisen verglichen und übersehen, dass vor dem Euro die Spiele umgerechnet wesentlich billiger als heute waren. Und die Zeit von 100 DM Plus PC Spielen war auch schon damals laaaaange vorbei.

Anonymous (unregistriert) 4. Dezember 2009 - 12:48 #

Baldur's Gate 2 (das gute Baldur's Gate) habe ich brandneu für 36DM im Mediamarkt bekommen. Auch sonst habe ich kein PC-Spiel über 45 DM gekauft (heute *2).
Mit Einzelbeispielen belegt man also wenig. Ich würde eher sagen, dass hier nicht genau verglichen wurde. 90DM war aber dennoch ein absolutes Höchstmaß (und nicht das Mindeste).

Christoph 16 Übertalent - Abo - 4843 EXP - 11. Dezember 2009 - 11:16 #

SimCity 2000 hat bei Kaufhof Regensburg auf 3.5"-Disketten exakte 139,- DM gekostet. Das weiß ich genau, weil es das teuerste Spiel war, das ich mir zu DM-Zeiten je gekauft habe.

Claus 21 Motivator - Abo - 29645 EXP - 30. November 2009 - 22:38 #

Wer zahlt denn nun tatsächlich 60 Euro für ein PC-Spiel, oder 50 Euro?
Ich persönlich kaufe keine PC Spiele, die mehr als 39,99 Euro kosten, weil ich genau weiß, dass ich es immer auch irgendwo eben für unter 40 Euro bekomme und ansonsten eben warte, bis das Programm als Angebot mal zu ergattern ist.
Ich habe auch früher keine 100 oder 120 DM Spiele gekauft.
Mal einen Auzug aus der Amazon.de Top Ten (30.11., 21:20 h)

1. Die Sims 3: Reiseabenteuer - 32,95
2. Die Sims 3 - 43,95
3. Call of Duty: Modern Warfare 2 (Deutsch) - 55,95
4. Left 4 Dead 2 [PEGI] (Uncut) - 43,45
5. Anno 1404 - 34,95
6. Fussball Manager 10 - 46,45
7. Star Wars: The Force Unleashed Sith Edition - 36,95
8. Dragon Age: Origins (Uncut) - 44,95
9. World of WarCraft-GameCard (60 Tage pre-paid): 26,45
10. Risen - 40,45

Die gleichen Titel mit den heutigen Preisen von play.com (allerdings vermutlich nur in englischer Sprachfassung:

1. Die Sims 3: Reiseabenteuer - 32,49
2. Die Sims 3 - 38,99
3. Call of Duty: Modern Warfare 2 - 45,49
4. Left 4 Dead 2 - 35,49
5. Anno 1404 - 19,49
6. Fussball Manager 10 - 32,49
7. Star Wars: The Force Unleashed Sith Edition - 45,49
8. Dragon Age: Origins - 35,49
9. World of WarCraft-GameCard (60 Tage pre-paid): 23,49
10. Risen - 32,49

Wenn du die Preise in DM umrechnest, bist du ungefähr da, wo du auch schon mit deinen alten Quittungen warst.

Spiritogre 16 Übertalent - 4816 EXP - 3. Dezember 2009 - 1:08 #

Nur das ich um 1990 rum Amigaspiele gekauft habe, und da lag ein Monkey Island dann halt bei 40 DM.

Claus 21 Motivator - Abo - 29645 EXP - 3. Dezember 2009 - 23:42 #

Ja, genau, nachdem es einige Monate auf dem Markt war und dann bereits im Preis reduziert worden ist.

Preisspiegel der regulären Amaigaspiele lag damals zwischen 60 - 85 DM, habe ich eben noch einmal in der PowerPlay 12/90 nachgeblättert bzw. bei Kultpower.de in der PowerPlay 1/91 und im AmigaJoker 1/91 nachgeprüft.

Spiritogre 16 Übertalent - 4816 EXP - 4. Dezember 2009 - 22:19 #

Schätze, das mir die Spielepreise dann damals wohl auch schon viel zu teuer waren und ich nur Budgetversionen gekauft habe... :-P

Claus 21 Motivator - Abo - 29645 EXP - 6. Dezember 2009 - 21:15 #

:P

Houseputz (unregistriert) 3. Februar 2010 - 14:26 #

Ich finde absolut nicht, dass Spiele NOCH teurer werden sollten.
Games sind nun mal ein Massenmarkt, man konsumiert ein Game innerhalb von ca. 2 Wochen.

Würdest du z.B. noch mehr Geld für schlechte Spiele ala "Fairytale Figths" ausgeben wollen?

Und wenn die Spiele günstiger wären, würden dann nicht mehr Menschen öfter Spiele kaufen?

Und die Publisher am Ende mind. genauso viel Geld, wenn nicht noch mehr machen würden?

Also wenn Assassins Creed 2 u. Left 4 Dead 2 zusammen nur 70€ kosten würden, würde ich beide kaufen. Kostet aber ein Spiel 70€, kauf ich sie mir nicht. (Gut, in meinem Fall werden sie dann halt aus England importiert.)

Das bedeutet aber gleichsam, das die Publisher BEIDE kein Geld einnehmen. Wenn sie aber günstiger wären, dann schon... ;)

SlySly 08 Versteher - 208 EXP - 4. Dezember 2009 - 14:07 #

IMHO: Spiele sind nicht billig genug. Hohe Preise führen zu einem stark selektivem Kaufverhalten. Nur noch AAA-Spiele machen dann den Umsatz und die zweite Riege der guten, aber nicht sehr guten Games bleibt wie Blei liegen. Das wiederum führt dazu, dass wir dann bald CoD MW3 sehen und XYZ 12 etc.

Wären Spiele billiger, dann hätten auch die Spiele, die im Schatten stehen eine Chance bekannter zu werden.

Gecko 13 Koop-Gamer - 1418 EXP - 7. Dezember 2009 - 17:32 #

Ich würde nicht sagen "zu billig" die Preise sind momentan so eigentlich ganz in Ordnung.
Achtet man auf diverse Angebote wie beschrieben, kann man wirklich schnell sehr günstig an die Spiele kommen.
Oftmals kann man ja sowieso gar nicht alles spielen.

Niedrigere Preise würden Raubkopien in der Tat auch nicht wirklich eindämmen.

Bartuc (unregistriert) 8. Dezember 2009 - 11:11 #

Ich gebe Herrn Austinat mit diesen Beitrag völlig Recht, jeder der über zu hohe Spielpreise schimpft sollte sich vor Augen führen wieviel Geld zuerst in die Entwicklung gepumpt werden muss. Außerdem hängen viele Existenzen an solchen Spielen, diese Arbeit kann und sollte auch nicht von Maschinen übernommen werden. Man muss beachten, dass man mit jeden guten Spiel ein Stück Kunst in der Hand hält. Kunst? Ja richtig, Musikstücke werden aufgenommen, Geschichten erzählt und Welten erfunden. Es benötigt viele kluge und vorallem kreative Köpfe um ein Spiel zu entwickeln, darum wäre es auch nicht schlimm 5-10 Euro mehr zu bezahlen. Doch nicht nur deren Lohnkosten muss erwirtschaftet werden, auch die allgemeinen Produktionskosten und die Vermarktung (wie Herr Austinat erwähnte), muss finanziell gedeckt werden. Deshalb ein deutiges Ja zur eigentlich überfälligen Preiserhöhung!

Christoph 16 Übertalent - Abo - 4843 EXP - 11. Dezember 2009 - 11:18 #

Wenn man allein Amazon, Saturn und MediaMarkt "beobachtet" und weiß, welche Spiele man möglichst schnell haben will, dann kann man fast immer auch die neuesten Spiele für eine Woche lang oder so für ca. 44 Euro kaufen, bevor sie dann wieder ca. 50 Euro kosten. Ich stimme zu, daß man letztlich nie 50 Euro oder mehr bezahlen muß, auch wenn man schnell das neueste will; aber dann muß man zugegebenermaßen schon mehrere Preise dauerhaft beobachten.

Gamaxy 17 Shapeshifter - Abo - 6590 EXP - 12. Dezember 2009 - 2:14 #

Wahnsinn, 300 Comments *\o/* <- Cheerleader-Smiley

Ziener88 (unregistriert) 12. Dezember 2009 - 22:47 #

Finde eig. die Preise sind in Ordnung
Für Jugendliche die nur Taschengeld bekommen, fänd ich es dumm wenn man die Preise anhebt

Sebi_313 (unregistriert) 14. Dezember 2009 - 9:16 #

Dazu sei angemerkt, dass die Spiele nicht überall gleich teuer sind.

Werden hierzulande für Konsolentitel um die 60 Euro verlangt, bekommt man sie in England für mal eben 20 Euro. Heute erst habe ich ein Angebot von einem Englischen Shop für das neue Batman gesehen, wo Batman 17 Pfund, bzw. 21 Euro kostet.

Warum sollen also deutsche Spieler das dreifache der englischen Preise zahlen?

Und England ist nicht das einzige Land wo die Spiele wesentlich günstiger sind, und zu gleich das Lohnniveau gleich oder besser ist. Wenn man so ungleich behandelt und geschröpft wird, kriegt man glatt wieder Verständnis für alle Raubkopierer...

oOoHoCo (unregistriert) 19. Dezember 2009 - 18:03 #

Also wenn ich mich recht erinnere, dann haben Anfang/Mitte der 90er Spiele so ca. 130 Mark gekostet.

Wenn mich mein Gehirn nicht vollständig im Stich lässt, dann habe ich für C&C 1 damals 129,95 gezahlt.
Es kam dann ein übler Preisrutsch von knapp 130 Mark auf 89 Mark. Zu dieser Zeit haben die Entwickler dann auch angefangen Kopierschutzmechanismen in die Spiele einzubauen. Erst dann sind die Spielepreise langsam wieder gestiegen um nun wieder auf dem Niveau von früher zu sein (60-70 Euro)

Über die Qualität von Spielen kann man sich natürlich streiten. Ich persönlich finde, dass Spiele früher im Schnitt allgemein besser waren als heute, oder kann mir jemand ein mit Monkey Island oder DOTT vergleichbares Spiel zeigen?

Was ich mich jedoch frage ist, wieso online vertriebene Spiele das gleiche kosten, wie Spiele, die man im Laden kauft. Beispiel Aion: Wieso kostet die Collectors Edition als Download Version genau so viel wie die Boxed Variante aber ohne die üblichen Collectors Zugaben wie eine Daeva Figur?

lolibus (unregistriert) 29. Dezember 2009 - 22:02 #

"Sebst iPod-Spiele werden geklaut, und das bei Preisen von nicht mal 5 Euro"

Hmmm, ich bin kein Experte auf dem Gebiet von Diebstahl aber...
ich denke das man das sowas wie die Diebes-Mentalität nennen kann.
Ich glaub der Hauptgrund ist die Bequemlichkeit und die Sicherheit die man dahinter hat. Außerdem verschwimmt beim illegalen Download das Unrechtsbewusstsein, weil man nur auf kalte Daten guckt und nicht dem Erschaffer des Spiels gegenübersteht und ihm das Spiel aus der Hand klauen muss. Es ist was ganz anderes ein "Gegenstand" aus dem Laden oder direkt von einer Person zu entwenden, als wenn man ihn nur mit der Computer-Maus klaut. 2-3 Klicks und schon gehört er mir, der "Gegenstand"..

"Computer- und Videospiele sind seit den 80ern erstaunlich preisstabil"

Naja, das zum stehlen und beim Spielepreis hab ich keine Ahnung, das einzige was ich noch erwähnen könnte ist der pauschale 50 Euro Preis bei den meisten Spielen. Ich verstehe nicht wie man auf so einen einheitlichen Preis kommt. Jedes Spiel hat doch eine unterschiedlich Große Welt und Entwicklungszeit. Ich finde der Preis für ein Spiel sollte eher Indivudell festgelegt sein und nicht vom Markt bestimmt werden.

Hieronymus1983 06 Bewerter - 63 EXP - 3. Januar 2010 - 0:10 #

Ganz zu schweigen von den viel höheren Kosten, die so ein Spiel inzwischen verursacht bei der Produktion. Das war "damals" weitaus billiger und schneller. Die Kosten für die Produktion müssen eben auch irgendwo wieder reinkommen.

Ich würde nicht sagen, dass Spiele zu billig sind, aber das waren sie, wie der Artikel ja sagt, auch vorher nicht. Ich erinnere mich, dass bei SNES Spielen alles was anständig zu spielen war meist zwischen 130 bis 160 Mark kostete damals! Da kommt die Wii mit meist 40-50 Euro doch gut bei weg.

Bei PC Spielen, die beliebig installierbar sind, geht der Preis bei Ebay meist innerhalb weniger Monate um 10 Euro zurück mindestens. Ganz zu schweigen was mit Preisen passiert, wenn das Spiel gut, aber nicht so populär ist...

AL_ (unregistriert) 11. Januar 2010 - 21:48 #

Sind Spiele zu billig, wie Herr Austinat meint? Oder sind sie zu teuer, was die im Forum vorherrschende Meinung darstellt.

Ich glaube, die Problematik existiert insgesamt überhaupt nicht, bzw. wird die Diskussion über den sehr sujektiv wahrgenommenen Indikator Preis geführt, ohne die Subjektivität als entscheidenden Empfindungsfaktor zuzulassen.

Wir haben ein unglaubliches Angebot an Unterhaltungsmedien zur Verfügung. Viel mehr, als zu "goldenen" Ultima oder Textadventure Zeiten. Die Aufgabe für den Fan, den Endnutzer, liegt lediglich darin, sich in diesem Angebot zurecht zu finden. Dazu ist es notwendig, ein Gespür für Qualität jenseits der Dauerbefeuerung durch Werbung, werbefinanzierte Spieletest (CD-Rezensionen, Filmrezensionen, usw, etc.) zu entwickeln. Geht es mir nur um "schneller, bunter, grösser, jetzt noch geiler, - bin ich ganz schnell an dem Punkt an dem ich enttäuscht bin, bzw. an dem ich mich ge-täuscht fühle. Wenn als Beispiel Far Cry 2 entgegen allen Hypes ein zumindest gegenüber Far Cry 2 todlangweiliges Spiel ist, dann bekomme ich natürlich schnell schlechte Laune, vor allem wenn zeitgleich der nächste Hype für das nächste Spiel läuft.

Nur: Computerspiele sind keine Nischenprodukte mehr, sondern zu einem ganz grossen Teil Blockbusterunterhaltung.

Jeder muss selbst wissen, ob er nu gerne bei Mc Do isst, oder ob er lieber was anderes als Fastfood auf seinem Teller hat. Das ist gar keine Frage des Preises.

Ich bin z. Bsp.ein alter Simracer. Ich könnte mir Dirt 2 und NFS Shift kaufen, und mich davon maximal 2 Monate unterhalten fühlen. Der Spass würde mich dann ca. 100,- Euro kosten. Da mir das aber nicht gefällt, habe ich ein iRacing Abo, das zwar aufs Jahr gesehen etwas teurer ausfällt (Strecken, Autos müssen einzeln dazu gekauft werden), dafür bietet es aber eine unerreichte Qualität und endlos motivierende Spielbarkeit für die ich gerne bereit bin zu zahlen.

Man merkt doch schnell, welche Produkte mit Liebe gemacht werden und welche nur dazu da sind, möglichst schnell möglichst viel Cash zu machen. Textadventures mag ich auch immer noch. Die heissen heute natürlich Interactive Fiction. Dafür ist die Qualität aber extrem hoch und sie sind sogar umsonst.

Anonymous (unregistriert) 25. Januar 2010 - 14:52 #

Naja, eine Preissenkung bringt nicht viel. Kenne noch einen einzelnen der immer noch Raubkopiert und auch wenn ein XBOX Titel auf 30€ oder gar 15€ reduziert wird wird dieser trotzdem nicht gekauft. Seine Tauschkumpane sind da auch nicht besser.
Also ist diese Argumentation der Raubkopierer einfach nur eine bequeme Ausrede nicht zu kaufen aber alles zu spielen.

AvP kann man z.B. zum Teil (habe ich gestern gemacht) für 39€ für die XBOX vorbestellen. Das wird er sicher auch nicht kaufen, auch wenn es schon ein PC-Spielpreis ist.

LuisaR 02 Sammler - 2 EXP - 3. März 2010 - 20:45 #

Warum sollten die Leute auch viel Geld für Spiele ausgeben, mal ehrlich im Jahr kommen 3-4 gute Spieletitel raus und den meisten reichen heutzutage die kostenlosen Flashgames ja völlig. Bei spiele-umsonst.de findet man ja auch vieles was man gebrauchen kann. Also warum teuer, wenn es vieles umsonst gibt :) ?

Anonymous (unregistriert) 16. Mai 2010 - 17:35 #

Ich klage an. Ich klage an. Ich klage an.
Und zwar den Anonymus, der meinte Diablo 3 werde wie Diablo 2. Verbrennt den Mistkerl. An der Story von Diablo 3 arbeitet (meines Wissens) Tim Caine!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Gerade Leute, die denken, dass sie von "alten" Spielen ne Ahnung hätten müssen sich nun den Konsequenzen ihres Handelns stellen: Selbstmord.

MfG:
Ein Troika-Nerd

PS: Ich fand Oblivion enttäuschend. ABER: die Missionen gehen mir einfach nicht mehr aus dem Kopf (Bsp. Dunkele Bruderschaft aber auch andere, ganz banale). Nochmal spielen könnte ichs nicht. Ich würde mich über das Dialogsystem zu sehr aufregen...

Menethöl (unregistriert) 10. August 2010 - 21:03 #

Zu dem Bericht: Ich finde die Spielepreise ganz ok. Denn wer gut sucht findet für Spiele die man umbedingt haben muss auch günstige Versionen (Beispiel: Sc2 für 35 Euro bekommen also fast 50% Rabatt). Und Spiele die man nicht kennt testet man vorher halt einfach. Leider gibt es immer seltener Demos und man muss sich leider auf manchmal zu subjektive Berichte verlassen. Naja. Aber eines stimmt nicht:
Fallende bzw. stagnierende Spielepreise.
"Ich erinnere mich etwa daran, im Jahr 1984 das Action-Adventure Pitfall 2 für das Atari-2600-System gekauft zu haben"
Dies hängt maßgebend mit der Weiterentwicklung der Computertechnik zusammen. Pong hat 1971 auch 'etwas' mehr gekostet, also kein vernünftiges Argument.

Roland Austinat Freier Redakteur - 2906 EXP - 16. August 2010 - 9:11 #

""Ich erinnere mich etwa daran, im Jahr 1984 das Action-Adventure Pitfall 2 für das Atari-2600-System gekauft zu haben"
Dies hängt maßgebend mit der Weiterentwicklung der Computertechnik zusammen. Pong hat 1971 auch 'etwas' mehr gekostet, also kein vernünftiges Argument."

Würde vorschlagen, Du liest Dir mal in Ruhe die Kommentare durch. :)

Was Du mit Pong im Jahr 1971 meinst, weiß ich nicht. Der Punkt ist: Heute sitzen deutlich MEHR Entwickler an einem Spiel als vor 26 Jahren - trotzdem kosten Spiele genausoviel oder sind sogar GÜNSTIGER als vor 26 Jahren.

Labrador Nelson 21 Motivator - Abo - 30298 EXP - 3. August 2011 - 3:37 #

Zustimmend: Sicher, eine gute Idee, wenn man sparen möchte, sollte man Titel einfach etwas später kaufen, gut. So mache ich das auch meistens.

Ablehnend: Konzerne entlassen Leute aus ganz anderen Gründen und es ihnen vollkommen Wurscht ob es Weihnachten, Ostern oder Mariä Himmelfahrt ist.

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