Schwaches Spiel, aber geil! Meinung

Überbordende Subjektivität

Benjamin Braun / 4. Juni 2017 - 13:00 — vor 7 Wochen aktualisiert
Steckbrief
PCPS4Xbox One
3D-Actionadventure
18
Arkane Studios
05.05.2017
Link
Amazon (€): 32,26 (PC), 25,00 (PlayStation 4), 46,00 (PlayStation 4), 41,93 (Xbox One)
Hop-oder-Top-Wertungen sind bei vielen Spielemagazinen sehr beliebt, gerade im angelsächsischen Raum. Wer Spiele aus "subjektiver Sicht" in den Boden stampft oder zum Hit erklärt, hat schließlich immer Recht. Sind doch Gefühle!
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Schon im antiken Rom hob oder senkte man im Colosseum den Daumen, um damit nach ganz persönlichen Gutdünken ein Urteil zu fällen. Gut, bei den Hop-oder-Top-Wertungen, wie sie manche Spielemagazine (oder einzelne Tester davon) vergeben, geht es nicht um Leben oder Tod. Aber moralisch infrage stellen kann man auch sie – sowohl mit Blick auf das Medium der Computer- und Videospiele als solches als auch bezogen auf die Spieleinteressierten.
 

Aus ganz persönlicher Sicht

Für mich persönlich ist der erste Teil der Gothic-Reihe das vielleicht beste Rollenspiel, das ich je in meinem Leben gespielt habe. Auf meine persönlichen Favoriten angesprochen, würde ich auch genau das jederzeit so sagen. Müsste ich das Spiel, und ich meine das in Bezug auf das Erscheinungsjahr und den Erscheinungszustand des Titels bezogen, allerdings in einem redaktionellen Test besprechen und bewerten, bekäme Gothic von mir dennoch keine Topwertung. Bugs en masse, Abstürze, schlechte Spielerführung, unzählige Komfortmängel etwa beim Handel, die auch 2001 schon hart an der Grenze zur Unzumutbarkeit waren.

Von Bethesdas jüngstem Spielespross Prey könnte man ähnliches sagen. Nein, die Bugs sind bei weitem nicht so massiv wie in der Ursprungsversion von Gothic, aber allein die Spielbalance ist so schlecht, dass eine Lobeshymne aus meiner Sicht ausgeschlossen ist. Es ist nicht die einzige Schwachstelle des Spiels. Und dennoch kassiert Prey in der Mehrheit der Reviews Top-Wertungen. Weshalb eigentlich? Haben die Tester die Schwächen nicht bemerkt? Ignorieren sie diese bewusst? Oder springen sie nur auf einen fahrenden Zug auf, bei dem "wir machen vielleicht vieles nicht so gut, aber dafür sind wir oldschool" auf einmal ein Qualitätsmerkmal ist?

Hier soll es gar nicht speziell um Prey gehen – schließlich ist das Spiel alles andere als ein Totalausfall –, sondern darum, weshalb mir die zunehmend häufiger anzutreffende Pseudo-Subjektivität gegen den Strich geht. Und ich verrate euch später auch noch, was ich mit Pseudo-Subjektivität meine.
 

Subjektiv ist alles anders

Was soll ein Spieletest leisten? Soll er Aufschluss darüber geben, ob es sich lohnt, Geld für ein Spiel auszugeben, bei Vollpreis immerhin 40 bis 70 Euro? Oder soll er die, nennen wir es mal ungefilterte subjektive Meinung eines Spielers wiedergeben? Die Antwort ist: beides geht, beides wird gemacht. Ich persönlich finde zwar, dass sobald eine Zahlenwertung beziehungsweise ein „empfehlenswert“, „Finger weg“ oder ähnliches drunter steht, eine rein subjektive Betrachtung deplatziert ist. Problematisch finde ich eine solche Herangehensweise keineswegs – so lange die vorhandenen Schwächen genannt werden. Wird dem Leser klar, dass Technik, Spielbalance oder sonst was nicht allgemein höchsten Qualitätsmaßstäben entspricht? Wird ihm ferner klar, weshalb ein Spiel dennoch eine besonders hohe Wertung erhält? Oder umgekehrt: Trotz großer Stärken in manchen Bereichen am Ende eine niedrige? Wunderbar, dann gibt es für mich keinen Grund, das irgendwie zu kritisieren.

Die Tests mit Hop-oder-Top-Wertungen, die man insbesondere im angelsächsischen Raum in den letzten Jahren immer häufiger vorfindet, haben mit Subjektivität aus meiner Sicht nur begrenzt etwas zu tun. Nämlich oft nur in dem Sinne, dass sich der Autor hinter diesem Begriff versteckt – oder besser gesagt, er damit rechtfertigt, weshalb er Dinge bei Spiel A heftig kritisiert, um eine schlechte Note zu begründen, eine quasi identische Schwäche bei Spiel B bei der Bewertung hingegen ignoriert.

Natürlich hat jeder Tester die Freiheit, bestimmten Macken eine andere Bedeutung beizumessen, als es andere tun. Und gewiss kann man in einem allgemein schlechten Spiel einzelne Schwachpunkte als störender empfinden als dieselben Schwächen in einem allgemein guten Spiel. Was in den Hop-oder-Top-Tests passiert, ist aber eben etwas anderes. Da wird oft auf ein oder zwei Punkten heftig rumgeritten (wie etwa auf den Gesichtsanimationen in Mass Effect - Andromeda), bei einem anderen Spiel werden dieselben oder sehr ähnliche Schwächen hingegen in einem Nebensatz abgetan, wortreich-malerisch beschönigt oder gleich ganz unter den Tisch gekehrt.

Wenn Spiel A so stark ruckelt, dass die Spielbarkeit deutlich eingeschränkt ist, dann ist dasselbe Spielbarkeits-einschränkende Ruckeln bei Spiel B nicht plötzlich etwas Gutes – außer natürlich in The Last Guardian! Das hat mit Subjektivität nichts zu tun. Das ist Messen mit unterschiedlichem Maß – oder wie ich das nenne: Pseudo-Subjektivität.
 

Für die Fans oder für alle?

Welches Motiv hinter dieser Pseudo-Subjektivität steckt, weiß ich nicht. Geht es um Klicks? Geht es einfach darum, die Tests auf die Fans eines Spiels oder einer Serie zuzuschneiden – oder alternativ auf die Hater? Ich glaube, der Hauptgrund ist ein anderer und hat viel mit der stetig wachsenden Bedeutung von sozialen Netzwerken und YouTube zu tun. Diese oder jene Person, auch übertragen auf Prominente im TV, sei authentisch, hört man häufiger. „Gnadenlos subjektive“ Tests zu schreiben, fällt womöglich für diese Leute in dieselbe Kategorie. Ich bräuchte das wahrscheinlich nicht extra zu erwähnen, aber für mich hat das mit Authentizität nichts zu tun – und auch nichts mit gutem Journalismus.

Wem gegenüber ist man als Spielejournalist bei der Bewertung von Spielen verpflichtet? Dem Fan, der sich einseitig an den Stärken erfreut, dem kritischen Fan, der von jeder Kleinigkeit, die nicht ganz passt, enttäuscht ist? Die Antwort ist: der Allgemeinheit der Gamer, die auch die beiden genannten Gruppen umfasst. Das bedeutet natürlich, dass sich in der Bewertung eines Spiels nicht jeder Spieler wiederfinden muss – beim rein subjektiven Test liegt es in der Natur der Sache, dass das bei vielen Spielern unmöglich ist. Aber was ist denn eigentlich das Gegenteil eines subjektiven Tests? Ein objektiver? Das gibt es doch gar nicht – oder vielleicht doch?
 

Und es gibt sie doch

Vor einigen Jahren habe ich mich auf einer Veranstaltung in Köln mit Michaël Samyn vom belgischen Künstlerduo und Entwicklerstudio Tale of Tales (The Path) unterhalten. Im Laufe des Gesprächs ging es auch um unterschiedliche Geschmäcker, was Spiele angeht. Michaël sagte, dass auch "Super-Spaß-Spiele" wie eines der Mario-Reihe manchen Leuten keine Freude bereiten würde, weil es einfach nicht ihre Art von Spiel sei – wobei er sich dabei miteinschloss. Mit seiner Aussage brachte Michaël Samyn allerdings zwei Dinge auf den Punkt. Nämlich nicht bloß, dass Geschmäcker unterschiedlich sind, sondern, dass man auch ohne Vorliebe für ein bestimmtes Genre in der Lage ist, zu erkennen, ob etwas ein „Super-Spaß-Spiel“ ist oder nicht.

Professionelle Distanz lautet das Stichwort, das im Journalismus (und damit meine ich tatsächlich nicht bloß den Spielejournalismus) immer mehr abhanden zu kommen scheint. Meinungsmache zu betreiben, ist eben leichter. Da muss man auf niemanden Rücksicht nehmen, muss nicht abwägen, Maß halten, und kann eigentlich alles sagen oder schreiben, was man will. Ja, noch besser, man wirkt vielleicht sogar besonders "authentisch", wenn man es abwechselnd "den Publishern da oben" mal so richtig zeigt (anscheinend) oder aber sich über die Niederungen pingeliger Erbsenzähler hinwegsetzt und das "Wahre" im mängelgeplagten Intellektuellen-Spiel zu erkennen weiß.

„Es ist schwach, aber ich find’s geil“, wäre bei so mancher Lobhudelei eines Hop-oder-Top-Spieletesters die ehrlichere und treffendere Zusammenfassung des Geschriebenen. Und nicht zuletzt auch eine, die noch einen gewissen Respekt gegenüber dem Medium erkennen ließe.
 

Nehmt das Medium ernst

Was mich an den Hop-oder-Top-Tests am meisten stört, ist aber gar nicht so sehr, dass da Meinungsmache betrieben wird. Und nicht mal, wenn wieder irgendwer bei einer bestenfalls mittelmäßigen Geschichte anfängt, wer weiß was hineinzuinterpretieren oder berichtet, er sei am Ende in Tränen ausgebrochen. Nicht, dass wir uns da falsch verstehen. Klar können Computer- und Videospiele Emotionen auslösen und natürlich ist der eine Mensch empfänglicher für so etwas als ein anderer. Aber wie dick da manchmal aufgetragen wird, finde ich schon erstaunlich. Denn wer bei Spiel X am Ende wie ein Schlosshund geweint haben will, bei dem muss man ernsthaft befürchten, dass er beim Tod eines Familienmitglieds unweigerlich vor Kummer sterben muss.

Was sollen diese überzogenen Beschreibungen, die es allerdings nicht bloß in den Hop-oder-Top-Tests, sondern auch gerne in Meinungskästen ausgewogener Testberichte gibt, eigentlich beim Leser bewirken? Ich schätze, da geht es darum, zu vermitteln, dass man das Medium ernst nimmt. Genau das ist aber der Punkt, der mich an den Hop-oder-Top-Tests am meisten stört. Denn es ist nicht die subjektive Meinungsmache an sich, sondern eher der damit einhergehende Mangel an Respekt vor dem Medium.

Der Witz dabei ist, dass der „New Game Journalism“, wie manch einer das bisweilen nennt, von sich selbst glaubt, dass das genaue Gegenteil der Fall wäre. Doch wo begegnet man dem Medium mit mehr Respekt und einer gewissen Ernsthaftigkeit? Mit einer rein subjektiven Meinung, die noch dazu oft lobhudelt oder brutal abwatscht, weil sich so blumig-selbstverliebtere Sätze formulieren lassen? Oder doch mit einer seriösen, objektivierenden Herangehensweise?

Ich jedenfalls wünsche mir, dass im Spielejournalismus künftig wieder stärker Mut beim Testen von Computer- und Videospielen bewiesen wird. Und den beweist man aus meiner Sicht nicht mit gnadenloser Subjektivität oder dem Fähnchen im Wind.

Euer Benjamin
Abfuehrung
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Benjamin Braun 4. Juni 2017 - 13:00 — vor 7 Wochen aktualisiert
Benjamin Braun Redakteur - P - 318106 - 2. Juni 2017 - 20:55 #

Viel Spaß beim Lesen!

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - 2075 - 4. Juni 2017 - 13:14 #

Wer Gefühle will, soll sich im ZDF Rosamunde Pilcher angucken. Ich möchte lieber eine nüchtern-kritische Kaufberatung, die auch nicht davor zurückschreckt, Wertungen von 20% für entsprechend schlechte Spiele zu vergeben.

Im Zweifelsfall einfach mal bei Ebay ein paar alte Powerplay- / PC-Player-Hefte besorgen oder Jörg, Heinrich, Roland oder Mick fragen, wie man damit umgeht. Und ob Jubelrezensionen von über 80% für Krücken wie Halo 5 (willkürliches Beispiel) nicht vielleicht doch 30 Prozentpunkte zuviel sind.

Ansonsten kann englischer Spielejournalismus einfach kein Qualitätsmaßstab sein, der war schon zu Zzap64-Zeiten grottig. Und noch heute erkennt man die britischen Originalbeiträge in der deutschen Retro-Gamer sofort an nervig-unkritischen Lobhudeleien zu irgendwelchen Durchschnittspielen, die man schon 1983 nicht mit der Kneifzange angefaßt hätte.

AlexCartman 15 Kenner - P - 3207 - 4. Juni 2017 - 14:43 #

Soo schlimm fand ich Zzap!64 gar nicht. Die haben meist auch recht seriös berichtet, und waren zu 8bit-Zeiten einfach näher an den Programierern dran, die eben meist auch von der Insel kamen.

Retro-Gamer ist was anderes, da wird quasi jedes Spiel eben wegen des Retro-Bonus in den Himmel gelobt. Müssen sie aber auch machen, sonst hätten sie bald nichts mehr zu berichten, und keiner würde das Heft kaufen.

v3to 12 Trollwächter - 1110 - 4. Juni 2017 - 14:56 #

Die Zzap64 war sehr polarisiert in ihren Wertungen, das ist wohl wahr... und häufig auch vom Hype getrieben. Man sollte aber auch nicht außer acht lassen, dass auch eine PowerPlay vor solchen Dingen nicht gefeit war, auch wenn 90 und höher sehr zurückhaltend verteilt wurde (kann man sich drüber streiten, ob das als Art 'Best-of-Schwelle' groß Sinn gemacht hat. Die meisten anderen Magazine sind auch ohne gut gefahren).

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 7133 - 4. Juni 2017 - 15:14 #

Ich weiß nicht so recht. Der deutsche Journalismus ist schon sehr verkopft, eben typisch Deutsch. Anstatt zu lesen, warum Titel x einfach nur cool ist, wollen Spieler wie du lieber Diagramme, lange Tests und Listen mit Dafür und Dagegen haben. Nüchterne, preußische Spieletests, ich bin davon nie ein Fan gewesen. Bei anderen Hobbys fährt man mit Subjektivität auch seit Jahrzehnten nicht schlecht.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34600 - 4. Juni 2017 - 15:24 #

Welchen Hobbies? Der Markt ist übersät mit Testmagazinen. Und sei es "Die zehn tollsten Touren der Alpen".

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 7133 - 4. Juni 2017 - 15:28 #

Ich hätte dies jetzt bezogen auf Bücher, Musik oder Filme/Serien. Aber selbst Wandertouren könnte man objektiv nur in Sachen Strecke oder Steigung bewerten, das Abwandern selbst wäre subjektiv, denn der eine Wanderer mag vielleicht kurze, steile Alpentouren, der andere flache, lange Wege an der Küste.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34600 - 4. Juni 2017 - 16:21 #

Das war mein Punkt: die Subjektivität sehe ich auch bei anderen Hobbies nicht. Auch bei Musik versucht der Redakteur, das Produkt in ein objektives Raster zu pressen und vergleichbar zu machen.

steever 16 Übertalent - P - 5886 - 4. Juni 2017 - 16:30 #

Aber was ist letzlich das Wichtigste? Für mich alles Subjektive, die Emotionen, der Spaß, das Empfinden... alles was nicht objektivierbar ist.

Es ist mir in der Musik z.B. egal, wenn der Komponist objektiv gesehen mehrmals eine Terz falsch verdoppelt, wenn mich das Werk emotional berührt. Nur kann man dieses emotionale Berühren eben nicht objektiv messen. Es ist etwas subjektives, etwas individuelles, empfindet jeder anders.

Benjamin hatte es eigentlich hier schön zusammengefasst:

"Aber wenn man am Ende mit einem Tränchen im Auge zurückbleibt, dann sind auch zwei Stunden Nullspiel lohnenswert und eine Topwertung wert."
http://www.gamersglobal.de/test/syberia-3?page=0,2#comment-1983696

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34600 - 4. Juni 2017 - 19:17 #

Darum geht es doch auch mir: ich möchte einen Test, der möglichst objektiv ist. Aber so toll ein CoD auch bewertet wird: ich mag es einfach nicht. Das macht es aber nicht zu einem automatisch schlechten Spiel. Ich möchte (wie bei GG) einen Test und dazu die Meinung des Testers. Irgendwann weiß ich auch, welcher Tester auf meiner Wellenlänge liegt.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35868 - 4. Juni 2017 - 20:39 #

Was du da von Benjamin zitierst, war von ihm doch eher sarkastisch gemeint, oder nicht?

v3to 12 Trollwächter - 1110 - 4. Juni 2017 - 20:51 #

Wenn ich mich recht erinnere, hatte er damals zwar keinen Spieletitel angemerkt, wohl aber im Kontext "What Remains of Edith Finch" angesprochen, welches in der Presse allgemein abgefeiert wurde, allerdings hier auf GG keinen eigenen Artikel erhielt.

Ich selbst habe keine rechte Meinung, da ich das Spiel nicht kenne. Allerdings ist das genau solch ein Moment, wo ich mir wünschen würde, dass GG hier eine Diskussion antreiben würde, statt unterschwellig die Mitbewerber abzuqualifizieren.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35868 - 4. Juni 2017 - 20:57 #

Ja, er hat da auf den 4Players-Test von Edith Finch angespielt, da hat der Tester nämlich Tränen verdrücken müssen und eine 90 vergeben.

v3to 12 Trollwächter - 1110 - 4. Juni 2017 - 21:00 #

Ja. Benjamin hat schon mehrfach seine Aversion gegenüber 4Players zum Ausdruck gebracht. Das macht es aber nicht besser und in dem speziellen Fall ist die überschwengliche Kritik keine Einzelfall gewesen.

zfpru 15 Kenner - P - 3754 - 5. Juni 2017 - 0:35 #

Das lag aber an den Usern. Edith Finch ist nicht gewählt worden. Wozu ein Spiel mit einem Artikel beglücken, den im ersten Aufschlag keiner liest. Edith Finch wurde erst nachträglich zum Thema. Da war aber schon vieles zu den Qualitäten bekannt und ein Test hätte neue Erkenntnisse nur eingeschränkt zu Tage gefördert.

v3to 12 Trollwächter - 1110 - 5. Juni 2017 - 1:11 #

Die Abstimmung hatte ich garnicht mitbekommen. Nur der Kommentar von Benjamin macht auf mich den Eindruck, dass ein Test auf GG nicht so ganz auf der Begeisterungs-Linie gelegen hätte.

zfpru 15 Kenner - P - 3754 - 5. Juni 2017 - 8:35 #

Kann sein. Aber solange man selbst nicht testet, überlässt man eben anderen die Deutungshoheit.

v3to 12 Trollwächter - 1110 - 5. Juni 2017 - 12:21 #

... und setzt dann als Spielekritiker solch einen Kommentar ab und wirft im Sinne dieses Artikels mangelnde professionelle Distanz vor??? Bzw genau genommen wäre in meinen Augen konstruktiver, wenn Benjamin sich gerne auch als Kolumne an einzelnen Spielen abarbeiten würde, wo seiner Meinung nach der Mitbewerb auf einem falschen Dampfer ist.

steever 16 Übertalent - P - 5886 - 4. Juni 2017 - 20:53 #

jetzt wo du es sagst: Wahrscheinlich schon. :D

Aber passt zusammenfassend für mich dennoch gut: Auch wenn ein Spiel objektiv gesehen nichts besonderes ist, kann es subjektiv gesehen was ganz besonderes sein.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35868 - 4. Juni 2017 - 20:58 #

So siehts aus. Aber sowas lässt sich schlecht mit objektiven Tests rüberbringen, die Checklisten abarbeiten.

Claus 29 Meinungsführer - - 122740 - 4. Juni 2017 - 13:21 #

Es ist leider nun einmal in der Regel deutlich unterhaltsamer, einen subjektiven Testbericht zu lesen. Den will ich aber nicht in einem Heft der Stiftung Warentest wiederfinden, da zählt für mich nur die knallharten Fakt, alles subjektive würde ich den Erstellern des Magazins um die Ohren hauen, da ich dafür deren Heft nicht kaufe.
Hier auf GG wird ja mit einem Meinungskasten als Begleit-Instrument gearbeitet, was ich für sinnvoll erachte. Ich denke sogar, dass der Meinungskasten auch mehrfach im Artikel verwendet werden kann und sollte.
GG ist kein Stiftung Warentest für Spiele. Nicht zuletzt deshalb, da es auch keinen Bedarf für ein darmaßen geartetes Format gibt. Einmal im Monat einen als "Hop/Top"-Artikel serviert zu bekommen - nein, da hätte ich absolut nichts dagegen. Gerne was süffisantes zum Wochenende, immer nur her damit.

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - 2075 - 4. Juni 2017 - 13:25 #

Für die Unterhaltung ist das Spiel da, nicht der Test des Spiels. Und Spiele werden nun mal in den entsprechenden Medien bzw. auf den entsprechenden Seiten getestet, und nicht bei der Stiftung Warentest. Mir scheint es, als wären da bei den Konsumenten die Maßstäbe ziemlich verrutscht. Vielleicht ist die Zeit eines anständigen Spielejournalismus auch schon zu lange her.

Claus 29 Meinungsführer - - 122740 - 4. Juni 2017 - 13:31 #

Sorry, aber dem kann ich nicht zustimmen (um nicht "Blödsinn" schreiben zu müssen). Selbstverständlich muss auch ein Magazin unterhaltsam sein. Das lese ich doch nicht (nur), wenn ich mal mit Geld in der Tasche mit Sorgenfalte auf der Stirn grübelnd von links nach rechts zurückschrecke, immer von der Furcht getrieben, dass ich das Geld für das falsche Spiel ausgeben könnte.
Wahr ist doch vielmehr, dass ich selbst wenn ich gar nichts kaufen will, mich über die Entwicklungen zum Thema informieren möchte. Und das bitte sehr gerne unterhaltsam.
Ich konnte beispielsweise auch aus der ASM oder anderen eher unkonventionellen Magazinen ganz hervorragend Kaufentscheidungen ableiten. Und wenn ich mal nichts gekauft habe, deren Artikel mit Genuss konsumieren.
Gamestar war irgendwann so blutleer, dass ich absolut gar nichts vermisst hatte, als ich das Abo gekündigt und den Kauf beim Kiosk eingestellt hatte.

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - 2075 - 4. Juni 2017 - 13:37 #

Nein. Ob ich kaufen will oder nicht, entscheide ich nach dem Lesen des Testberichts. Und wenn du die Daseinsberechtigung eines objektiven Testberichts in Frage stellst, frage ich mich, wo ich denn eine Kaufentscheidung herleiten soll.

Und gerade die ASM ist doch das beste Beispiel, warum es kritische Tests braucht. Ich habe das Blatt früher selbst gern gelesen, es war so schön träschig und man hatte einen Überblick, was es raubzukopieren gab. Aber als Informationsquelle zur Qualität eines Spiels war die ASM ein Witz, da habe ich doch lieber weitere 6 Mark in eine Happy-Computer-Ausgabe investiert.

Claus 29 Meinungsführer - - 122740 - 4. Juni 2017 - 13:43 #

Definiere bitte einmal objektiv. Ich habe meinen Teil an objektiven Testberichten gelesen, die a) knarztrocken und b) trotzdem subjektiv eingefärbt waren.
Wenn jemand persönlich mit dem getesteten Genre 0,00 % anfangen kann, dann reitet der auf Themen herum, die faktisch richtig sind, für das Spiel aber absolut keine entscheidende Relevanz haben.
Ansonsten möchte ich schon, dass "vernünftig" getestet wird. Aber ich habe nichts dagegen, von einem talentierten Schreiber auch gute Texte präsentiert zu bekommen, die nicht von irgendwelchen Vorschriften solange erstickt werden, bis am Ende nur der langweilige Einheitskauderwelsch herauskommt, den man dann gerne auch fünf Seiten lang überspringt, bis das Fazit und der Meinungskasten endlich erreicht ist.

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - 2075 - 4. Juni 2017 - 13:50 #

Objetivität sollte optimalerweise messbar sein, und da, wo man sie nicht messen kann, zumindest logisch nachvollziehbar und mit Vergleichen innerhalb des Genres belegbar sein.

Apropos Genre - ich würde voraussetzten, daß ein Tester keine Spiele testet, die völlig an seinen Genre-Vorlieben vorbeigehen.

Claus 29 Meinungsführer - - 122740 - 4. Juni 2017 - 13:53 #

Das würde ich in einer perfekten Welt auch voraussetzen. Ist aber, und lass und da realistisch bleiben, nicht der Fall. Weder in der (vergleichsweise üppigen) Vergangenheit, und erst recht nicht in der (vergleichsweise klammen) Gegenwart.

Claus 29 Meinungsführer - - 122740 - 4. Juni 2017 - 14:09 #

Kleiner Nachtrag noch zum ASM / Happy Computer Teil:
ich habe damals auch beide Magazine gekauft, und eine zeitlang dann durchaus auch mal PC Player, PC Joker, Power Play und Gamestar in einem Monat.
Und das nicht, weil ich dem einen oder den anderen nicht traute, sondern WEIL ES ECHT GUTE UNTERHALTUNG WAR, was man da bekommen hatte. Das war dann bald für Powerplay und Gamestar nicht mehr der Fall, während PC Player und PC Joker noch einige Zeit herausstechen konnten, bevor sie dann (wie zuvor schon die Power Play) das zeitliche segnen mussten.
Ich habe die alten Hefte vor dem Internet-Zeitalter auch mit zeitlichen Verzug (also Monate und Jahre später) immer mal wieder gelesen. Weil es gut geschrieben und unterhaltsam war.
Das hörte aber irgendwann auf, als die Hefte sich immer ähnlicher wurden, ohne dabei noch den gleichen Lesespass zu verbreiten.

Goremageddon 13 Koop-Gamer - P - 1303 - 5. Juni 2017 - 19:12 #

Kann dir da nur voll zustimmen. Ähnlich ging es mir auch. Meine Erinnerungen sagen mir dazu nur dass es "früher" mal normal war das in den Artikeln der Stil und Charakter des Autors noch sehr, sehr deutlich herauszulesen waren. Da wurden mal, für einen selbst unverständlich, Lobhymnen gesungen und ein anderes mal fies über dies&das abgelästert.
Es wurden schlicht die Meinungen und Eigenheiten des Testers herüber gebracht, authentisch und unterhaltsam.

Das waren für mich immer die Artikel die hängen geblieben sind,
die sogar oft Spiele betrafen die mich ansonsten überhaupt nicht interessiert haben. Zu eben jener Zeit habe ich eigentlich jede Seite eines Spielemagazins mehrfach gelesen und oft Tränen dabei gelacht.

Ich habe keine Ahnung wann genau sich das geändert hat aber mit der Zeit wurden die Artikel immer "weichgespülter" und näherten sich denen der Konkurrenten an. Sehr schade.

Mir gefiel es immer gut wenn ich eine Art Bezug zu dem Journalisten aufbauen konnte. Mit dem Wissen wie ein Tester tickt, dessen Artikel man schon lange verfolgt, war es für mich immer am einfachsten abzuwägen ob mich ein Titel anspricht oder nicht. Oftmals weil ich wusste das Dinge die TesterX bemängelt für mich eigentlich immer positiv zu werten waren.

Mein letztes Abo war die Gamestar, bis ich das Gefühl bekam das jeden Monat von anderen Journalisten gestestet wurde die ich quasi nicht kannte, bzw. gefühlte 70% der Tests von Praktikanten und Trainees geschrieben wurden. Diese Artikel waren ja nicht schlecht aber der Bezug zu dem jeweiligen Schreiberling fehlte mir. Schade drum.

Player One 13 Koop-Gamer - P - 1368 - 6. Juni 2017 - 11:44 #

Kommt mir alles sehr bekannt vor. Hab ich ebenso gemacht, war eine tolle Zeit.

TocK 07 Dual-Talent - P - 104 - 4. Juni 2017 - 19:30 #

Absolute zustimmung. Man hat die artikel einfach gerne gelesen. Ich weis noch wie ich im asm ein test bericht etwa 100x gelesen habe obwohl ich den pc oder amiga oder atari gar nicht in meinem besitz hatte.

Wobei heute ja auch nicht alles schlecht ist.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 4. Juni 2017 - 19:16 #

Sehe ich ähnlich.

Ich möchte schon beim Befassen mit meinem Hobby "Zocken" unterhalten werden. Eigentlich ist es inzwischen auch nicht mehr nur das reine Zocken, was das Hobby darstellt, sondern das darüber lesen, sich mit anderen darüber auszutauschen und sich überhaupt in diesem ganzen Kosmos aufzuhalten.

Da wird Twitter von interessanten Entwicklern verfolgt, nebenbei ein wenig "Auf ein Bier" gehört, Nutzerreviews überflogen und der ein oder andere Kommentar und Forenbeitrag über das Thema geschrieben. Ich will nicht sagen, dass diese objektiv gehaltenen professionellen Reviews keinen Platz mehr haben könnten, aber sie haben ihn zumindest aufgrund ihrer Drögigkeit nicht mehr bei mir. (Außerdem kann ich mir dann häufig auch die Pro & Contra-Liste angucken).

TheRaffer 15 Kenner - - 3679 - 4. Juni 2017 - 13:20 #

Schön geschrieben und einfach wahr.

Airmac 14 Komm-Experte - 1937 - 4. Juni 2017 - 13:23 #

Der Artikel fasst wunderbar das zusammen, was mich an euren Tests neuerdings so stört.

Bei euch würde ein genauso seelenloses wie technisch fehlerloses AAA Spiel (wie beispielsweise Dragon Age Inquisition) nah an die Maximalwertung kommen. Kann man machen, aber ich werde meine Informationen dann in Zukunft wieder vermehrt woanders herbeziehen.
Selten so einen schlechten Text gelesen.

direx 16 Übertalent - - 5419 - 4. Juni 2017 - 14:56 #

Wenn ich mich recht erinnere, dann hat es sogar fast die Höchstwertung hier bekommen ...

Aladan 22 AAA-Gamer - - 35616 - 4. Juni 2017 - 16:36 #

Siehst du, da passt der Text perfekt. Subjektivität bringt dich da nicht weiter, denn für dich ist es seelenlos, für mich eines der der am besten inszenierten Rollenspiele unserer Zeit.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12817 - 4. Juni 2017 - 16:47 #

Wenn du das gut inszeniert findest, was ist denn dann Witcher 3 oder Mass Effect 2?

Aladan 22 AAA-Gamer - - 35616 - 4. Juni 2017 - 17:02 #

Die besten ihrer Zeit.

Edit: wobei ich sagen muss, das DA:I mit dem Trespasser DLC einen so fulminanten Epilog gefeiert hat, das ich die Ankündigung für Teil 4 kaum mehr abwarten kann und das Spiel fast gleichwertig neben W3 sehe. ;-)

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12817 - 4. Juni 2017 - 17:03 #

Nu ist aber gut ;)

Player One 13 Koop-Gamer - P - 1368 - 6. Juni 2017 - 13:00 #

Ist der Trespasser DLC bei der Game of the Year Version enthalten?
Nachdem ich DA:I damals nur kurz angespielt und gleich weiterverkauft hatte, zocke ich es momentan rauf und runter. Hab mir die Game of the Year Version im PS Store gekauft.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12817 - 4. Juni 2017 - 16:48 #

Naja, das ist nun noch mehr schiefgelaufen, DA3 ist auch objektiv nicht gerade fehlerfrei, allein die Erzahlweise, Balancing, extrem steriles Weltdesign usw.

Despair 16 Übertalent - 4811 - 4. Juni 2017 - 13:29 #

Kleine Anmerkung am Rande: Heißt es nicht "Hopp oder top"? Mit einem "p" sieht's irgendwie komisch aus...

Claus 29 Meinungsführer - - 122740 - 4. Juni 2017 - 13:34 #

Korrekt.
Dafür gibt es hier übrigens den "Fehler melden" Link, der rechts über dem Kommentarbereich zu finden ist.

Despair 16 Übertalent - 4811 - 4. Juni 2017 - 13:36 #

Ich weiß. Aber ich war mir nicht sicher, ob es tatsächlich ein Fehler ist, oder ob inzwischen beide Schreibweisen erlaubt sind.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12817 - 4. Juni 2017 - 13:40 #

Es ist die Pflicht eines Testers gut zu begründen, warum Spiele wie Gothic oder Last Guardian eben trotz diverser objektiver Mängel so fantastisch sind. Ich halte es für einen Fehler, das eigene Gefühl zu ignorieren und einen auf Test-Roboter zu machen und am Ende eine vermeintlich objektive Einschätzung zu geben, die nicht mal dem eigenen Empfinden entspricht. Ja, Mängel in Spiel A können in Spiel B anders wirken und weniger störend sein, der Tester muss nachvollziehbar analysieren, warum das so ist und nicht irgendeinen hypothetischen emotionslosen Durchschnittsspieler annehmen, für den man testet. Es geht um die Spiele und deren Analyse und wenn ein Spiel hauptsächlich auf emotionaler Ebene funktioniert, hat ein "objektiver" Test, der nur das Gameplay beschreibt, schlicht das Thema verfehlt.

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - 2075 - 4. Juni 2017 - 13:52 #

Aber dafür gibt es eben seit über 30 Jahren den Meinungskasten, dessen Bezeichnung ("Meinung") Programm sein sollte.

v3to 12 Trollwächter - 1110 - 4. Juni 2017 - 14:40 #

Wobei der Meinungskasten gerne zur Option verkommt, wenn es eine Diskrepanz zwischen persönlicher Meinung und einer nüchterner Note gibt. Wenn ich unter einem Test eine 8.5 oder 9 lese und der Tester (dabei ist mir egal, ob Erst- oder Zweittester) gibt eine abweichende, persönliche Meinung preis, ist das in meinen Augen eine Infragestellung der Wertung und die gehört ausreichend erklärt. Nicht, warum die Meinung von der Note abweicht, sondern umgekehrt.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34600 - 4. Juni 2017 - 14:46 #

Die möglichst objektive Note sollte im Test erklärt werden. Der Meinungskasten ist für die Meinung da.

v3to 12 Trollwächter - 1110 - 4. Juni 2017 - 14:59 #

Ich sehe es so, dass der Meinungskasten auch die Note auf persönlicher Ebene überprüft und praktisch auch in Frage stellt, gehen die Positionen zuweit auseinander. Das einfach so hinzunehmen, dass hier ein Unterschied besteht, bringt mal garnichts.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34600 - 4. Juni 2017 - 19:18 #

Was nehme ich denn einfach so hin?

v3to 12 Trollwächter - 1110 - 4. Juni 2017 - 20:18 #

Die vermeintlich objektive Wertung fußt auch auf einem definierten Maßstab einzelner Menschen. Wenn es hier zu einer Diskrepanz zwischen dem objektivierten Ergebnis und der Meinung des Testers gibt, dann habe ich als Leser nichts davon, das unabhängig zu betrachten. Wenn man das tut, dann muss ich mich im Sinne einer Kaufempfehlung entscheiden, welcher Aussage ich mehr glaube: Der Wertung oder der Meinung.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34600 - 4. Juni 2017 - 20:22 #

Genau das mache ich ja.

v3to 12 Trollwächter - 1110 - 4. Juni 2017 - 20:39 #

... und in meinen Augen versagt der Test in dem Moment als Kaufempfehlung, weil er es dem Leser überlässt, was er davon für richtig hält. Und ich lehne mich mal aus dem Fenster, dass man tendenziell eher dem Meinungskasten glaubt, weil es sich um ein emotionales Medium handelt. Der wiederum von der Testnote entkoppelt ist und dessen Ergebnis den Anspruch der Vergleichbarkeit erfüllen soll.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34600 - 4. Juni 2017 - 20:51 #

Du liest einen Autotest irgendeines Kleinwagens. Der Test ist gut. Alles im Rahmen, nichts kaputt. Etwas kleiner Kofferraum.
Dummerweise suchst Du aber keinen Kleinwagen. Macht das den Test jetzt unglaubwürdig?

v3to 12 Trollwächter - 1110 - 4. Juni 2017 - 20:52 #

Du vergleichst ernsthaft einen Kleinwagen mit Spielen?

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34600 - 4. Juni 2017 - 21:00 #

Ich vergleiche Testmethoden mit Testmethoden.
Ist es so schwer zu verstehen, dass für mich ein Test nach nachvollziehbaren Kriterien geschrieben hehört? Und ich dazu als Sahnehäubchen noch die Meinung des Testers möchte?

v3to 12 Trollwächter - 1110 - 4. Juni 2017 - 21:04 #

Da brauchen wir nicht drum streiten, wenn wir beide an dem Punkt unterschiedlicher Meinung sind. Ich finde es nur zugegebenermaßen etwas seltsam, dass man Gebrauchsgegenstände mit einem Unterhaltungsmedium gleichartig einnordet.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34600 - 4. Juni 2017 - 21:13 #

Es war nur ein Beispiel. Nimm die Tests in Filmzeitschriften. "Transformers" finde ich doof, obwohl mir Tests was anderes erzählen (Optik, Technik, Sound). Und ein neues Album von Bob Dylan ist in meinen Ohren selten so gut wie die Tests.

v3to 12 Trollwächter - 1110 - 4. Juni 2017 - 21:40 #

Öhm. Aus meiner Perspektive sind das unterschiedliche Meinungen aus verschiedenen Richtungen. Innerhalb eines Tests sind das unterschiedliche Sichtweisen aus einer Redaktion, bzw zuweilen von einer Person, welche sozusagen unterschiedliche Perspektiven einnimmt.

Das kann man als Stärke dieser Testmethode ansehen, nur IMO hat das Grenzen, wenn zB einzelne Eigenschaften des Spiels einen Tester davon abbringen, es privat zu spielen. Zudem sind objektive Kriterien bis zu einem gewissen Grad auch manipulativ, speziell wenn es um Technik, Umfang oder Spielzeit geht. Was ich auf GG dahingehend vermisse, dass sich der Meinungskasten mehr mit der Wertung auseinandersetzt... was ja im MoMoCa oder bei den Spieleveteranen durchaus schonmal passiert.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12817 - 4. Juni 2017 - 15:21 #

Sehe ich auch so. Habe lieber einen in sich geschlossenen Test mit starker Meinung und damit insgesamt einfach mehr Pluralität. Dieses Pseudo-Objektiviere führt nur zu Einheitstests, bei denen ein Spiel überall dieselbe Wertung bekommt, obgleich die Meinungen unterschiedlich sind.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 7133 - 4. Juni 2017 - 15:27 #

Vor Allem hat man bei z.B. Gamestar gesehen, wie sehr das "objektive" Wertungssystem gebogen wurde, um am Ende doch die subjektive Wertung zu erreichen. Was bedeutet eigentlich objektiv? Fakten, also die reine Technik. Aber ein Spiel ist mehr als seine Teile, genau wie heute noch ein neuer Film ohne Ton in schwarz/weiß subjektiv verdammt sehenswert sein kann, während objektiv die Technik veraltet wäre. Oder wie bei einem Auto, dessen reine Technik und Ausstattung objektiv wertbar sind (Klimaanlage ja, Pluspunkte, keine Sitzheizung, Negativpunkte usw.), während das Fahrgefühl absolut subjektiv wäre. Und ein Auto ist nicht einmal ein Kunstprodukt.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3214 - 6. Juni 2017 - 15:20 #

Genau das.

Die (Literatur-/Theater-/Film-/Musik-)Rezension als solche ist mindestens ebenso alt wie die betrachteten kulturellen Werke. Und solche sind heute eben auch Computerspiele.

Klassische Rezensionen fanden schon früher häufig eher in Essayform in den Feuilleton-Spalten statt. Im Grunde ist das Checklistenabhaken der Computerspiele-Test-Frühzeit eher eine Abkehr von etablierten Kritikformen gewesen. Deshalb ist "NEW Game Journalism" auch irreführend: hier geht es durchaus um eine Rückkehr zu traditionellen Besprechungen von kulturellen Werken - die diesen durchaus mehr Respekt entgegenbringen als ein reines Polygon- und FPS-Zählen (Nicht, dass Ihr, GG, das tut...).

Kritik hat immer etwas den Anschein von Selbstgefälligkeit, manchmal auch von subjektiver Willkür. Der Restaurantkritiker, der naserümpfend das Essen verreißt. Reich-Ranicki, der den Autoren eines Buchs blumig als Dilettanten abstempelt.

Deshalb sollte ja auch nicht jeder Hinz und Kunz sich als Kritiker betätigen, sondern jemand, der eine gewisse Expertise, Erfahrung auf dem Gebiet hat.

Zudem: den emotionalen Ausdruck eines audiovisuellen Werkes komplett auszuklammern und sich nur auf Schauwerte zu beschränken, finde ich ebenfalls etwas zu kurz gegriffen. Natürlich lässt sich dieser Aspekt schwerer in Worte fassen, natürlich gehört dazu Empathie und die Fähigkeit, sich in einer Geschichte zu verlieren.

Aber macht das nicht gerade den guten Kritiker aus? Dem Zuschauer, Leser oder Spieler diese Werte in Worte zu kleiden, die er selbst nicht beschreiben könnte?

Einfach? Sicher nicht. Aber ich finde, man sollte diesen Anspruch nicht aus den Augen lassen.

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 98079 - 4. Juni 2017 - 13:42 #

...und der Prey-Teaser ist jetzt clickbait, oder....?

Airmac 14 Komm-Experte - 1937 - 4. Juni 2017 - 14:57 #

der Prey-Teaser ist einfach billiges Nachtreten. Muss hier in der Redaktion ganz schön schlechte Laune verursacht haben, dass Prey überall so (zurecht) gefeiert wird.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24758 - 4. Juni 2017 - 15:32 #

GG hat 7.5 gegeben. Der Metacritic-Score der PS4-Version liegt bei 79. So groß ist die Differenz da nicht. Und solange die Entwickler das Framepacing nicht in den Griff bekommen hat das Spiel in meinen Augen auch keine sehr gute Wertung verdient.

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 98079 - 4. Juni 2017 - 17:58 #

Prey ist ein PC-Spiel! Die Metacritics sind 81. Das ist dann doch der kleine aber feine Unterschied. Ich finde, Prey ist auf der PS4, oder sagen wir grundsätzlich mit Controller unspielbar. Da würden mich schlechte Kritiken nicht wundern. Ansonsten ists halt Mangel an Skill. ;) ps: die frame pacing Probleme wurden (zumindest auf PC) bereits mit dem vorletzten Patch behoben.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12817 - 4. Juni 2017 - 18:00 #

Was ich schon alles an "unspielbaren" Titeln durchgezockt habe...

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24114 - 6. Juni 2017 - 9:16 #

Jeder Shooter ist mit einem Controller einwandfrei spielbar. Warum sollte das bei Prey jetzt anders sein?

DomKing 18 Doppel-Voter - 9828 - 6. Juni 2017 - 9:47 #

"Unspielbar" ist natürlich übertrieben, aber manche Spiele sind nicht unbedingt für Konsolen ausgelegt. Das geht von der Größe der Hitbox, über (fehlendes) Auto-Aim bis hin zu Gegnern, die schnelle Richtungswechsel vollziehen, wie z.B. die Mimics in Prey. Gibt sicherlich auch noch andere Faktoren, die die Bedienbarkeit auf der Konsole verbessern.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12817 - 6. Juni 2017 - 9:47 #

Das Spiel ist recht schwer und bei der Konsole gibt es hier keine Form von Aim-assist, um den Präzisionsnachteil auszugleichen. Dadurch ist es mit Controller schwerer, und quicksave/load spamming geht nicht, zudem gab es bei ps4 einen leichten input-lag, aber ja "unspielbar" ist quark, aber es wird definitiv schwerer.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24114 - 6. Juni 2017 - 9:52 #

Danke, auch an DomKing.
Klar, schwerer kann ein Spieler durch Controller-Steuerung gerade im Shooter-Genre tatsächlich werden, keine Frage. Habe ich selbst schon erlebt, mit den Metro-Spielen hatte ich trotz der guten Technik und dem coolen Setting wenig Freude. Warum? Weil die Gegner zum großen Teil sehr flink sind und da einfach die Präzision am Controller nicht unbedingt ausreicht.

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 98079 - 8. Juni 2017 - 3:14 #

Genau das mein ich mit "unspielbar". :)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24114 - 8. Juni 2017 - 7:09 #

Ich hab's mir fast gedacht ;)

AlexCartman 15 Kenner - P - 3207 - 5. Juni 2017 - 1:19 #

Dafür wurde und wird es aber überall sehr schnell verramscht. Liegt wohl trotz "Abgefeier" wie Blei in dem Regalen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11415 - 5. Juni 2017 - 11:08 #

wobei ich weniger denke, dass das mit den testergebnissen zu tun hat. ich würde vermuten, dass das spiel auch mit top-wertungen nicht signifikant bessere erfolge erzielt hätte. imo ein ganz starkes problem ist der relativ generische look des spiels. und auch wenn bethesda versucht hat das spiel mittel aufpropfen einer alten marke zu helfen, aber der name Prey ist dafür schlicht zu schwäch.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9828 - 5. Juni 2017 - 11:49 #

Gefühlt war das Marketing aber auch nicht so toll.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8238 - 5. Juni 2017 - 12:43 #

Ich denke der Name trägt seine Mitschuld.

Als die PR los ging, hat mich der Titel so -Null- interessiert, erst als ich bei Christopher Odd und hier das Spiel gesehen habe verfing es sich in meinen Raster.

Schussendlich hab ich es dann gekauft, quasi fast am Stück durchgespielt und nicht bereut.

In meinen Augen ein sehr guter Titel - und ich hab ich auch keine Probleme mit dem nicht linearen Schwierigkeitsgrad, eher im Gegenteil, das erinnerte mich ein wenig an Dark Souls ... geht man nach Links erwartet einen tot und Teufel, geht man nach Rechts ist man in seiner Range.

Ist sogar seit laaaanger Zeit mal wieder ein Spiel, wo ich die Audio-Logs und eMails wirklich gehört und gelesen habe, was ich mittlerweile zu 90% in jeden anderem Spiel eingestellt habe.

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 98079 - 5. Juni 2017 - 13:22 #

Nicht ganz richtig. In den USA hats ein wenig gedauert, dann hats sichs aber super verkauft, in Deutschland hats wochenlang die Charts angeführt und in UK wars nach ca. 2 Wochen Stagnation der absolute Verkaufshit. Dass das Spiel mittlerweile gut rabattiert wird, hat wohl was mit der allgemeinen PC-Vermarktung von Bethesda zu tun. Prey ist alles andere als ein Ladenhüter.

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 5. Juni 2017 - 13:38 #

"Wochenlang"!?
Das Ding ist doch grad mal erst erschienen...

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35868 - 5. Juni 2017 - 16:47 #

Ist bald schon seit 5 Wochen raus, kann also schon wochenlang die Charts angeführt haben. :P

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 6. Juni 2017 - 1:10 #

Ja im Sinne von 2+...

Das ist für mich aber nicht "Wochenlang". Und dass ein neuer AAA-Titel in den ersten 1-2 Wochen auf Platz 1 landet, wenn die entsprechenden Release-Zeiträume keine weiteren großen Spiele parat haben, ist auch nichts ungewöhnliches. Sagt aber halt so rein gar nichts über tatsächliche Verkaufszahlen aus.

Von Wochenlang würde ich etwa bei GTA5 reden. Das ist seit Release immer noch regelmäßig auf den vorderen Plätzen zu finden.

Loco 17 Shapeshifter - 8401 - 4. Juni 2017 - 13:55 #

Ich wünsche mir, dass bei einem Test am Ende immer noch steht, ob es der Tester selbst gekauft hätte. Ich meine 70 Euro sind, zumindest für mich viel Geld. Du als Tester bekommst es kostenlos und manchmal ist ein Spiel nicht genial, aber irgendwie okay. Aber hättest du es dir für 70 Euro gekauft oder vielleicht doch eher auf die Budget-Version gewartet. Das ist eine für mich immer spannendere Frage bei Tests.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63950 - 4. Juni 2017 - 21:22 #

Guter Einwand. Würde ich klasse finden, wenn sowas in Zukunft einfliesst. :)

Extrapanzer 13 Koop-Gamer - P - 1766 - 5. Juni 2017 - 0:18 #

Wird nicht passieren, weil Tester in der Regel kaum Spiele kaufen (müssen). Wie sehr einen 70 Euro weh tun, hängt viel zu stark vom Einkommen und den monatlichen Ausgaben oder Urlaubsplänen ab. Es ist aber eine gute Idee, sich diese ganz individuellen Grenzwerte zu setzen. Bei mir ist es z.B. so: Sportspiele spiele ich kaum noch, die kaufe ich nur noch vom Wühltisch. Rennspiele sind mir zu ähnlich, um Vollpreis hinzulegen. Für reine Downloads zahle ich nicht mehr als x Euro. Unterm Strich zahle ich Vollpreis nur für echte Perlen, bei denen ich nicht noch einen Vorgänger ungespielt rumliegen habe (GTA V, Red Dead Redemption, Last of Us, Zelda BotW).

Crazycommander 14 Komm-Experte - 2124 - 4. Juni 2017 - 13:57 #

Hmmm...

Seit den seeligen Powerplay-Tagen der frühen 90er Jahre lese ich eigentlich nur noch Meinungskästen und fast nie mehr den eigentlichen Test. Liegt bei mir uA daran, dass ich meine Kaufentscheidung meist schon vorher gefällt habe, oder impulsiv - nach Lust und Laune - Spiele kaufe. Das kann auch mal fürchterlich in die Hose gehen, aber sorgt auch dafür, dass so manche "Beinahe Gurke" sich für mich als echte Spaßgranate entpuppt hat.

Sicherlich haben also beide Herangehensweisen ihre Berechtigung. Und man ist ja frei, die für sich persönlich geeignetere zu entscheiden. Diese Grabenkämpfe zwischen NGJ und Tests als Kaufberatung finde ich ermüdend.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100938 - 4. Juni 2017 - 14:01 #

Ein guter Test sollte mir so objektiv wie möglich die (auch technischen) Stärken und Schwächen eines Spiels aufzeigen, ergo, ob das Spiel (als Vollpreis) was taugt oder nicht. Zwingend eine Zahl drunter brauche ich dafür nicht. Das mache ich dann für mich selber aus. Das rein Subjektive kann dann in den Meinungskasten.

v3to 12 Trollwächter - 1110 - 4. Juni 2017 - 13:59 #

Nach dem Lesen des Textes bestärkt sich bei mir der Eindruck, dass objektive Herangehensweise immer mehr den Production Value und Routine der Spieleindustrie begünstigt und sich damit immer mehr der Belanglosigkeit hingibt. Wäre die Ausführlichkeit bei den Tests nicht gegeben, wäre ich nicht hier. Zum Glück lassen sich die Wertungen hier ausblenden.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34600 - 4. Juni 2017 - 14:02 #

Können wir die Bilder von Benjamin bitte ab sofort neben dem Meinungskasten einblenden? Fast wie früher :)

Maik 20 Gold-Gamer - - 21827 - 4. Juni 2017 - 14:16 #

Kann ich nur unterstützen!

Aladan 22 AAA-Gamer - - 35616 - 4. Juni 2017 - 16:38 #

Das hatte ich vor Urzeiten schon mal gefordert. Von daher

+1

Claus 29 Meinungsführer - - 122740 - 4. Juni 2017 - 20:14 #

So wie ich das sehe, sollen diese Bilder hier den Punkt unterstützen, das Subjektives als auch Emotionen eben nicht in den Testbericht gehören.
Insofern denke ich nicht, dass es auf GG bald Emotionsbilder a la Power Play geben wird. Die wiederum hatten damals erheblich dazu geführt, dass sich die Leserschaft so sehr für die damaligen Redakteure begeistern konnte...

Kotanji 12 Trollwächter - 1150 - 4. Juni 2017 - 14:14 #

Das ist für gewöhnlich der Unterschied zwischen sterilen PClern und emotionalen Konsoleros. Die einen mögen halt Mathe, die anderen grandiose Erfahrungen.

Rafael Sägemehl 15 Kenner - 3520 - 4. Juni 2017 - 15:55 #

Dein GG-Rang macht die Ironie perfekt! :)

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11415 - 4. Juni 2017 - 16:10 #

du meint der unterschied zwischen anspruchslosen konsolenbauern und kritischen PC-spielern? die einen lassen sich halt abzocken, die anderen informieren sich lieber vorher ;)

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24758 - 4. Juni 2017 - 16:30 #

Spielt Benjamin nicht hauptsächlich auf der Xbox One? Oder war das Christoph? Eine Konsole die für überzeugte PCler ja ziemlich überflüssig ist.

Q-Bert 13 Koop-Gamer - 1611 - 4. Juni 2017 - 14:19 #

Objektivität vs. Subjektivität:
Jeder Test, der sich Test nennt und nicht Kolumne, sollte einen objektiven Teil (Spielbeschreibung) und einen Meinungsteil enthalten. Bei GG finde ich das Verhältnis aber ungesund. Ich mag nicht 4 Seiten "objektive" Spielbeschreibung lesen, und dann 1-2 kleine Spalten Meinung. Viel lieber hätte ich ein 50:50 Verhältnis, also 1-2 Seiten Beschreibung und dann 1-2 Seite Meinungen.

Zielgruppe:
Ich finde nicht, dass die "Allgemeinheit der Gamer" die Zielgruppe bei einem Test sein sollte. Und das nervt mich sogar richtig, wenn Spiele, die klar für eine Randgruppe gemacht wurden, am allgemeinen Mainstream-Triple-A-Standard gemessen werden. Was soll ein Test bringen für Leute, die es NIEMALS kaufen/spielen werden?
Die Alternative ist es auch nicht, dass man Fanboy-Service-Tests für Spielreihen macht, Benjamin. Aber als professioneller Spiele-Journalist seid ihr in der Lage, Euch in die genrespezifische Zielgruppe des Spiels hineinzuversetzen. Das sollte dann auch die Zielgruppe des Tests sein.

Pseudo-Objektivität / Zweierlei Maß:
Das oben genannte Ausrichten auf die "Allgemeinheit" führt auch auf GG immer mal wieder zum Messen mit zweierlei Maß - da seid ihr nicht völlig konsequent. Hier fällt mir besonders eine Diskrepanz in der Argumentation bei RPG/Strategietiteln im Vergleich zu Adventures auf. Thimbleweed Park hat die gute Wertung verdient, keine Frage, aber auch nur dann, wenn man einbezieht, dass es für Retro-Adventures eine Zielgruppe gibt und TP dort einen perfekten Treffer gesetzt hat. Diese Perspektive würde ich mir beim Genre Strategie/RPG, gerade die Retrosachen, auch wünschen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11415 - 4. Juni 2017 - 16:23 #

auch nischenspiele werden von der allgemeinheit gekauft, wenn sie für casuals entsprechend gut designed und umgesetzt sind. siehe zuletzt etwa Injustice 2. einen nischentest in einem games-magazin mit allgemeinheitsanspruch braucht man nicht, da sich umgekehrt die genre-spezialisten auch hier nicht darüber informieren werden. und nein, bei allem respekt vor der redaktion, aber ich sehe hier niemanden der tatsächlich kompetent fighting games testen könnte. da hilft die ganze journalistische professionalität nichts, wenn man als spieler nur laienhafte erfahrungen hat.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 5884 - 4. Juni 2017 - 14:25 #

Auf der anderen Seite steht eine ins Biedere abdriftende professionelle Distanz, die im schlimmsten Fall wie bei Computer Bild Spiele eine Bestnote nahezu unmöglich macht, weil alle Teilbereiche einzeln und bewertet werden und daraus ein Schnitt errechnet wird.
Mag sein, dass der Text dann eine Differenzierung der Note möglich macht, aber mal ehrlich: wer liest denn noch wie früher jeden Test?

Es stimmt, dass die Subjektivität immer mehr in den Vordergrund tritt, aber das liegt sicher auch daran, dass die Selbstdarstellung inzwischen ein wichtiger Teil von Tests geworden ist. Ursprünglich wollte man im wachsenden Markt damit auf sich aufmerksam machen (remember Multimedia-Leserbreife bei der PCPlayer?), dann kamen Leute auf den Markt, die das richtig gut konnten und als geborene Entertainer Spieletests enorm faszinierend und frisch präsentieren konnten und inzwischen gehts eigentlich nur noch um die Inszenierung, wobei die Bewertung fast schon egal ist - Hauptsache der Witz stimmt.

Unnötig zu erwähnen, dass man sich darüber streiten kann, ob es auch tatsächlich witzig ist oder nicht.

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - 2075 - 4. Juni 2017 - 14:30 #

Überhaupt nicht witzig ist es, wenn einem bewußt wird, daß das gekaufte Spiel nichts taugt. Nicht nur wegen des Geldes - dank Ebay kann man Fehlkäufe meist wieder loswerden - aber vor allem wegen der verlorenen Zeit.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 5884 - 4. Juni 2017 - 15:02 #

Natürlich - ein Test soll vor allem ... ein Test sein. Es kam in meinem Kommentar vielleicht nicht rüber, dass ich äußerst kritisch gegenüber dem Wandel in Richtung Entertainment-Test bin. Wenn ich unterhalten werden will, schaue ich mir Tests nicht an. Das hat noch nicht mal was mit schlechter Darbietung zu tun (wir erinnern uns an teilweise peinliche Auftritte in den Heft-CD-Beilagenvideos der 90er). Selbst Leute mit ansprechender Präsentation nerven mich. Ich will ja eigentlich nur die Meinung und möglichst viele Fakten. Spaßiges gibts woanders zuhauf.

Viktor Lustig 15 Kenner - P - 2917 - 4. Juni 2017 - 23:55 #

Computer Bild als Beispiel objektiver Distanz zu nennen halte ich schon für ziemlich gewagt.

Mich interessiert an Tests die objektive Distanz, von der Benjamin in seinem Artikel schreibt. Ich möchte nachvollziehbar und auch mit anderen Spielen vergleichbar die Testkriterien aufbereitet und transparent haben. Es kann ja trotzdem, wie hier auch auf GG, unterhaltsam geschrieben sein, was aber natürlich schriftliche Qualitäten erfordert. Und das macht für mich unter anderem Journslismus aus; Es ist wichtig das der Redakteur sein eigenes subjektives Empfinden in Worte kleiden und auch kenntlich machen kann, zu gleich mit als Leser aber objektive Kriterien zur Hand gibt, die einem in der Entscheidungsfindung helfen.

Wenn ich reine Unterhaltung will schaue ich mir ein Lets Play an, und klar, manchmal finde es sehr witzig, wie da über Spiele hergezogen wird. Aber auf die dort gemachten Aussagen würde ich nur sehr eingeschränkt meine Entscheidung aufbauen.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 5884 - 5. Juni 2017 - 15:38 #

Das habe ich doch nirgends so gesagt. Ich sprach von den Stilblüten einer hoffnungslosen Suche nach der puren Objektivität und da ist CBS mit diesem idiotischen Durchschnitt ein gutes Beispiel dafür, wie man es übertreiben kann.

McTi. 18 Doppel-Voter - P - 10135 - 4. Juni 2017 - 14:25 #

Sehr schöner Artikel, klare Gedankengänge und darauf aufbauende Rückschlüsse. Gut runter zu lesen, wenn die paar Fehler noch korrigiert sind. ;-)

steever 16 Übertalent - P - 5886 - 4. Juni 2017 - 14:48 #

In Videospielen geht es mir nur um Spaß. Leider nicht objektiv messbar.

Sollte die Technik dermaßen schlecht sein, dass sie sich negativ auf den Spaß auswirkt, dann bekomme ich das auch ohne objektiven Tests mit.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 4. Juni 2017 - 15:10 #

Aber dann hast du das Geld schon ausgegeben...

steever 16 Übertalent - P - 5886 - 4. Juni 2017 - 15:40 #

Nee, ich meinte damit, dass ich z.B. hier in einer News, den Kommentaren oder Foren darüber informiert werde, sollte dem mal so sein, dass die Technik so schlecht ist, als dass sie sich negativ auf den Spielspaß auswirkt. Das Gute ist auch - im Gegensatz zu einem Test - dass ich hierüber stets über den aktuellen technischen Stand informiert werde. Dies kann kein Test gewährleisten, immer die neuste Version technisch zu bewerten.

DocRock 13 Koop-Gamer - 1318 - 4. Juni 2017 - 15:09 #

Meiner Meinung nach sind Spiele nicht objektiv bewertbar. Wonach soll denn das ausgerichtet werden? FPS? Spieldauer? Ein Test muss aus vielen subjektiven Kriterien deutlich machen, für wen das Spiel objektiv interessant ist. Höher, weiter, schneller ist für mich kein Kriterium. Wenn klar wird, dass der Redakteur ein riesiger Space 4X Fan ist, wird die Bewertung eines ES2 auch bewertbarer.

Dabei ist natürlich die Grenze zum Fanboi sein nicht zu überschreiten. D.h. Schwächen müssen benannt werden, auch wenn sie der Redakteur subjektiv ignoriert.

Die Kollegen vom AeB Podcast hatten mal einen schönen Podcast zu Last Guardian. André hat dem Spiel dort (Zahlen grob geschätzt) eine subjektive 90 gegeben, weil es ihn emotional so begeistert hat. Auf Grund der Bugs, Steuerung etc. wäre seine objektive Wertung aber eher bei 75. Diese Besprechung dauerte natürlich gut eine Stunde. Das kann ein Test nicht abbilden. Aber schön wäre es, wenn es wenigstens in die Richtung geht.

Ich fand die ASM übrigens super. ;)

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11415 - 4. Juni 2017 - 16:21 #

nur weil etwas kunst ist, entzieht es sich ja nicht objektiven kriterien. die objektive kritik zu filmen, musik oder literatur hat auch eine lange geschichte und das bezieht sich eben nicht auf äußere technische merkmale sondern auf den inhalt, der analysiert wird. klar, das ist schwieriger als das bildformat, bildrate, seitenanzahl oder sonstige randmerkmale aufzuzählen. aber das macht es nicht unmöglich es objektiv zu analyisieren. das ist mir hier ehrlich gesagt von vielen usern etwas zu billig eine objektive betrachtung von spielen stets als faktenaufzählen und technik darzustellen. auch handlung, design, gameplay und so weiter lässt sich alles objektiv betrachten.

DocRock 13 Koop-Gamer - 1318 - 4. Juni 2017 - 16:28 #

Sehe ich etwas anders. Ich kann z.B. auch davon ausgehen, dass von Spiegel Online "objektiv" schlecht bewertete Filme mir subjektiv total gefallen. Weil dort einfach eine objektiv Wertungsskala angelegt wird, die ich völlig anders sehe. Bleiben wir bei Filmen, da ist in der letzter Zeit das Thema "Diversity" ein ganz hoch bewertetes, "objektives" Thema. Ist das für mich relevant? Nein. Daher fallen diese objektiven Bewertungen bei mir immer sofort durchs Raster.

Ich bin daher immer eher der Ansicht, dass es mehr Sinn macht, sich seine Seite und seinen Redakteur/YOuTuber rauszupicken. Weil es halt keine Objektivität in hinreichenden Maße gibt. Bei mir z.B. ist Angry Joe erschreckenderweise fast immer meiner Meinung. Da weiß ich, dass ich drauf bauen kann.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11415 - 4. Juni 2017 - 18:12 #

es gibt schon objektive analyse und bewertung von kunst. inwiefern diese bei vermeintlich objektiven tests tatsächlich anwendung findet, ist wieder eine andere frage. aber ohne eine fundierte objektive analyse könnten sich kunstformen gar nicht gezielt weiter entwickeln. kunst ist in dieser hinsicht auch immer zugleich wissenschaft.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3306 - 6. Juni 2017 - 0:02 #

Sehe ich ganz genauso. Es kann keine objektiven Spieletests geben, weil es um Geschmack und (Spiel)Spaß geht. Deshalb empfinde ich fein gestaffelte Wertungen, wie sie auch hier üblich sind (5% Schritte), als völligen Quatsch.

Selbst bei den technischen Punkten wie Grafik geht es oft nicht objektiv. Ein Spiel kann die technisch ausgefeiltesten Effekte bieten und trotzdem scheußlich aussehen, während ein anderes technisch 20 Jahre alt sein könnte und dennoch wunderschön (wieder subjektiv) anzusehen ist. Ausnahmen gibt es natürlich, z.B. 15FPS in einem Shooter lassen den Spielspaß ziemlich objektiv ins bodenlose fallen.

Darum finde ich dieses Gerede von „professioneller journalistischer Distanz“ bei Medien arg aufgesetzt. Was den ersten stört, ist dem zweiten egal und der dritte findet es sogar toll. Speicherpunkte seien als Beispiel genannt, oder auch – wieder – die Grafik.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 7133 - 4. Juni 2017 - 15:12 #

Ich habe von der gamestarschen "Objektivität" ab Ende 2004 nicht viel gehalten. Ich kenne meine Lieblingsgenres samt Lieblingsredis und weiß daher, welchem ich trauen kann und bei welchem Tester ich lieber Abstand vom Spiel nehme, wenn er es in den Himmel lobt. Spiele sind nunmal eine rein subjektive Sache und wie schrieb 2002 ein Redakteur so schön: "Spiele lassen sich nicht durch Checklisten ergründen, man muss sie fühlen."

PS: Und am Besten gefiel mir das Testsystem der PC Powerplay, bei dem idR. zwei Redis ihre rein subjektive Meinung abgaben. Oder wie es Auf ein Bier ausdrückt eben der Kneipenabend mit Kumpels, bei dem mir derjenige strahlend einen neuen Titel empfiehlt.

Esketamin 15 Kenner - P - 3573 - 4. Juni 2017 - 17:11 #

Ich finde, die Mischung machts. Von Zahlenwertungen als solche halte ich insgesamt wenig. Ohne den zugehörigen Text sind sie (so wie sie aktuell oft vergeben werden) wenig aussagekräftig und provozieren aber, aus ihrem Kontext gerissen zu werden. Den Satz zu dem Gespräch über Super Mario fand ich schön. Für GG ist das zwar weniger relevant aber als großer Freund von "Hardcore" (das Wort ist Mist) Flugsimulationen kann ich die mal als Beispiel nennen. Wenn diese von Spielemagazinen getestet werden endet das quasi immer im Verriss, da wird eben häufig nicht klar, wenn etwas eine gute Simulation ist, aber eben dem Tester keinen Spaß macht. Jedenfalls bin ich der Ansicht, dass real existierende Mängel oder auch herausragende Features durchaus objektiv behandelt werden sollten aber ich finde, dass auch die Subjektive Meinung sehr wichtig ist.

Sciron 19 Megatalent - P - 17079 - 4. Juni 2017 - 15:55 #

Wenn ich mehrere subjektive Tests zu einem Spiel lese, entsteht daraus auch eine Form von Objektivität.

Naja, diese ganze Sache hat nicht unbedingt was mit Clickbait zu tun. Spielspaß entsteht meist auf einer emotionalen Ebene. Warum sollte ein Deadly Premonition sonst eines meiner Topspiele Ever sein, wenn es vor technischen Macken und Design-Schlampereien nur so strotzt.

Hemaehn 16 Übertalent - 4579 - 4. Juni 2017 - 15:59 #

Also wenn man sich so den aktuellen Youtube-Trend anschaut, kommen subjektive Empfehlungen ja wohl sehr gut an. Entweder man hat einen Lieblingsyoutubler, dem man vertraut, da man ihm schon länger zuschaut und man ungefähr abschätzen kann, dass einem das Spiel in der Regel gefällt, wenn es dem Youtubler gefällt, dann braucht man gar keine objektive Meinung mehr dazu. Wenn es umgekehrt ist und man intressiert sich für ein Spiel muss aber auf eine fremde Meinung zurückgreifen, dann recherchiert man schon genauer, was das für ein Spiel ist und ob das für einen was wäre.
Und das gleiche lässt sich auch auf Spielemagazine übertragen. Nur dass hier der Fokus eher auf letzterer Variante liegt und daher ein weitestgehend objektives Bild viel informativer ist.
Aber dazu braucht es eigentlich keine Zahlenwertung (hab ich bei Youtube noch nie gesehen), sondern entweder ein ausführliches Gameplayvideo oder eben einen guten Text.
Und dann kann mir auch jemand gerne sagen, dass Gothic für ihn das beste Spiel aller Zeiten sei, wenn für mich aus Text/Video ersichtlich ist, dass er damit recht hat.

DocRock 13 Koop-Gamer - 1318 - 4. Juni 2017 - 16:30 #

Gothic kann ja schon mal nicht das beste RPG aller Zeiten sein, da dies bekanntermaßen Gothic II / Nacht des Raben ist. ;)

Aladan 22 AAA-Gamer - - 35616 - 4. Juni 2017 - 16:43 #

So ist es :-D

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 98079 - 4. Juni 2017 - 19:54 #

Richtig! :)

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10565 - 4. Juni 2017 - 22:12 #

Oh ja!

Hemaehn 16 Übertalent - 4579 - 4. Juni 2017 - 16:59 #

Ich hab Gothic II übertrieben oft gespielt ... ja, es ist gut, und ja es hat mich verzaubert (vor allem da ich es vor Gothic I gespielt habe).
DNDR hat mich wahnsinnig enttäuscht und das habe ich glaube ich bis heute nicht durchgespielt. Vielleicht lags auch an meiner Unfähigkeit, aber irgendwie hab ich immer noch das Gefühl, dass ich da als Magier nur versagen kann ^^
Sagen wir mal G2 und G1 sind auf gleicher Ebene, da würde ich nicht diskutieren wollen.

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 4. Juni 2017 - 17:05 #

Für mich persönlich reicht die Einschätzung "Ist gut" oder "Ist schlecht" vollkommen aus.

Alles andere interessiert mich nicht.

Ob das Spiel vom Prinzip des Gameplays, Story, Setting etc. etwas für mich ist, kann ich anhand von Videos, Streams, Screenshots und anderem Material selbst heraus finden. Da lasse ich mir am besten nichts vorkauen, denn was mir gefällt, weiß immer noch ich selbst am allerbesten.

Von mir aus kann der klassische Spieletest also gerne aussterben, ich werde ihn sicher nicht vermissen.

Was mir dagegen durchaus auf den Senkel geht, ist diese Amerikanische Art, zu polarisieren. Alles, was schlechter als eine 9/10 ist, fällt dort bei vielen Spielern schon durch. Keine Ahnung, wo diese Mentalität herkommt. Graustufen scheint es dort nicht zu geben. Aber irgendwie passt das ja auch zu deren restlicher Auffassung in Politik und Gesellschaft...

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5596 - 4. Juni 2017 - 18:47 #

Ich sehe das ganz anders als Benjamin. Ich würde sehr subjektive Meinungen begrüßen. Ich ziehe mittlerweile auch Tests/Meinungen vor, wo nicht minutiös die Mechanik in alle Details beschrieben wird, sondern was man beim Spiel empfindet, welche Emotionen es auslöst.

Das Problem dabei ist halt nur, dass ein Tester dann nicht repräsentativ für alle Leser sein kann, es müssten mehrere ausführlich testen. Und das ist vom Aufwand her schwierig.

Von daher sind die pseudo-objektiven Tests wohl der kleinste gemeinsame Nenner. Leider.

Ich für meinen Teil lese klassische Tests meistens gar nicht mehr. Nur die Meinungskästen. Interessanter finde ich Podcasts, wo zwei oder mehr Leute über das Spiel reden. Da kommen Aspekte, die mir wichtig sind, eher rüber.

Generell hab ich auch den Eindruck, dass aktuelle Großproduktionen durch die hohe Mitarbeiterzahl und die Risikominimierung zwar handwerklich hervorragend, aber ansonsten ziemlich lieblos geworden sind. Die kommen aufgrund der etablierten Teststrukturen dann meistens mit irgendwas zwischen 70 und 85 davon.

Triton 16 Übertalent - P - 5649 - 4. Juni 2017 - 18:58 #

Schwaches Spiel, aber geil!

Passt für mich auch gut zu Onlinespielen, die man ja spielt um mit anderen Menschen zu spielen. Da spielt man auch schon mal ein schwaches Spiel, aber halt mit einer geilen Gruppe.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8238 - 4. Juni 2017 - 19:17 #

Ich bin voll für Subjektive "Tests".

Die Meinung von jemanden zu lesen, selbst wenn ich sie nicht teile, gibt mir mehr als jedes "Hat 720p/1080p, Lippensynchronität bis zu 88% sowie unterstützung für Joysticks der Firma Rubbelmax".

Kann man alles gerne mit auch erwähnen und dann zum Himmel loben, so den man es den mag, oder Abgrundtief verteufeln, wenn man nichts damit anfangen kann.

Deswegen lese ich auch zu 90% hier nur noch Meinungskästen, der Rest interessiert mich nicht.

Wer sein Spiel danach aussucht, weil in einem Test steht "Hat 10 Texturen mehr und spielt sich 40 Stunden länger" - der soll das gerne tun, mein Bier ist das nicht (mehr).

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 3239 - 4. Juni 2017 - 19:29 #

Benjamin hat mit einem Recht: Vielen Journalisten, nicht nur Spielejournalisten, fehlt mittlerweile die professionelle Distanz. Zu Beginn meines Volontariats, das mich zunächst ins Sportressort einer Tageszeitung führte, lautete eine entscheidende Anweisung: No Cheering in the Pressbox. Ganz gleich, ob da unten der eigene Lieblingsverein spielt - man hat in seinem Bericht gefälligst neutral zu bleiben.

Aber wenn man dann sieht, wie Spielejournalisten auf Messen am Ende von Video-Vorführungen in grenzenlosen Jubel ausbrechen, wenn Musikjournalisten einen Marek Lieberberg jüngst bei Rock am Ring für seine Aussagen während der Pressekonferenz feiern (und das sind nur zwei Beispiele), dann ist diese professionelle Distanz, die man unbedingt benötigt, um objektiv zu berichten, bei einigen nicht mehr vorhanden. Ich bin da knallhart: Dann sollten sie sich einen anderen Beruf suchen, denn als objektive, neutrale Journalisten sind sie nicht mehr zu gebrauchen.

Ich sehe es deshalb so wie Benjamin. Es gibt natürlich Spiele, die ich unglaublich gerne gespielt habe, die zu meinen Lieblingen gehören, die aber dennoch keine 9 oder sogar eine 10 verdient haben, weil sie eben Mängel haben. Gothic ist da ein gutes Beispiel.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 4. Juni 2017 - 19:37 #

Ja, keine Ahnung, aber wer braucht denn den "objektiven, neutralen Journalisten" bei der Spieleberichtserstattung, im Speziellen bei Tests/Reviews? Ist das Thema so bierernst, dass es diese Distanz braucht? Bei Branchennews kann ich es ja noch verstehen, aber wozu bei den Endprodukten?

Aladan 22 AAA-Gamer - - 35616 - 4. Juni 2017 - 19:48 #

Du antwortest dir quasi selbst. Weil diese Leute das Ergebnis verfälschen und letztendlich nur die Leute zufrieden stellen, die es genau so hören wollen.

Beispiel Fußball: Wenn der Kommentator klar auf der Seite eines Teams steht, ist das höchstens für die Leute toll, die Fans dieses Vereins sind. Alle anderen, egal ob neutral oder Fan des anderen Teams, müssen diesen Quatsch dann ertragen.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 4. Juni 2017 - 19:53 #

Bei Fussballkommentatoren habe ich in der Regel aber auch keine Auswahl (theoretisch hätte ich da schon meine Lieblinge, die ich gerne immer hören wollen würde), Spielereviews gibt es wiederum wie Sand am Meer, auch Nutzerreviews oder man fragt mal in einem Forum rum. Schwerlich sowas bei Fussballspielen aufzutreiben.

Außerdem mag ich meine Filterbubble, die wurde mühsam errichtet, ist aber dennoch nicht ganz undurchlässig.

Claus 29 Meinungsführer - - 122740 - 4. Juni 2017 - 20:15 #

Der Kommentator eines Fußball-Spiels dürfte so ziemlich der Inbegriff einer subjektiven Berichterstattung sein. Er wählt frei Schnauze aus, was er wie tief oder lang kommentiert. Ich will das meiner Meinung nach eher schlechte Beispiel nicht weiter ausrollen, dass hilft hier glaube ich nicht weiter.

Der Charme bei der "hopp oder top"-Berichterstattung (hat da jemand Stunde der Kritiker gerufen?) ist doch, dass der Autor sich seinem Publikum deutlich mehr öffnet. Warum ist das nun ausgerechnet beim Spielejournalismus wichtig? Weil es bei Spielen auch um Emotionen geht, und nicht nur um Excel-Tabellen. Kann das Spiel begeistern? Und wie bringt man dass dann am allerbesten zum Ausdruck? Mit einer Zahl von 1 bis 10? Oder mit einen persönlich eingefärbten Text?

Ich sage nicht, dass man nicht mit Noten arbeiten kann. Aber den hier vorgestellten Weg "freier Text / subjektive Meinung": der erste Schritt weg von der Pressefreiheit, bzw. "anderen Job suchen" kann ich so nicht mitgehen.

Ich persönlich denke, dass sich beide Ansätze sehr gut miteinander kombinieren lassen, ohne dass man über das eine oder das andere die Nase rümpfen müsste. Beide haben ihre Berechtigung, und sorry, keiner von beiden ist per se "mutiger" als der andere.

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 3239 - 5. Juni 2017 - 17:52 #

Hallo Claus,

wenn das Konzept eines Spielemagazins auf rein subjektiven Texten beruht, habe ich nichts dagegen. Das muss jedes Magazin selbst für sich entscheiden.

Mir ging es in meinem Beitrag nur um die kritische journalistische Distanz, die einige komplett aufgeben, und dadurch von vornherein jedwede Objektivität verloren haben. Eben um Fanboys, die klatschen. Das ist vollkommen absurd! Aber vielleicht bin ich da auch zu sehr deutsch. Ich finde aber, es gehört sich nicht.

Wenn jemand zwar kritisch distanziert ist, dann darf er wegen mir auch einen rein subjektiven Test verfassen. Und natürlich sollte man, wenn man von einer Präsentation oder einem Anspielsession und natürlich auch bei einem Test komplett weggeblasen wird von einem Produkt es auch lobhudeln, wie man Schrott genüsslich verreißen darf.

Claus 29 Meinungsführer - - 122740 - 5. Juni 2017 - 18:00 #

Hallo Thomas.
Danke für die Erklärung, das hilft doch sehr beim Verständnis, sehr sympathisch dass du dir dafür noch einmal Zeit genommen hast.
Schön auch, dass ich dem was du schreibst jetzt so auch völlig zustimmen kann.

steever 16 Übertalent - P - 5886 - 4. Juni 2017 - 20:26 #

Musste hier dran denken:
https://www.youtube.com/watch?v=98VjTbC4gC4

Sollten sich alle lieber einen anderen Job aussuchen, sie zeigen zu sehr ihre Begeisterung. :D ;)

LegionMD 12 Trollwächter - P - 1148 - 4. Juni 2017 - 21:04 #

Sehr schön gesagt. Dem Journalismus geht generell die Objektivität ab, der Spielejournalismus wird davon zwangsläufig getroffen. Vor allem der letzte Absatz trifft es. Hätte ich Ryse:Son of Rome subjektiv bewertet, wäre eine 9.5 rausgekommen. Objektiv hat es die aber nicht mal annähernd verdient und das muss ein Test deutlich machen. Dem Leser die eigene Meinung aufdrücken zu wollen, hat mit Journalismus nichts zu tun.

Vielleicht ist das ja ein generelles Problem der Gesellschaft, es geht nur noch um Emotionen, nicht mehr um Fakten.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12817 - 4. Juni 2017 - 22:51 #

...das liegt auch daran, dass "Spielejournalisten" zum Großteil überhaupt nicht professionell sind, sondern sich aus irgendwelchen Studienabbrechern und Praktikanten rekrutieren, die nur im Ausnahmefall überhaupt die Grundzüge des journalistischen Handwerks gelernt haben. Man kommt nicht zum Spielejournalismus, weil man ein guter Journalist ist, sondern weil man Spiele mag. Zu Printzeiten gab es immerhin noch ein großes Bemühen zur Professionalisierung, aber heute kann doch anscheinend jeder Heini irgendwo irgendein "Review" hinrotzen.

endymi0n 17 Shapeshifter - P - 6220 - 4. Juni 2017 - 23:07 #

Nix gegen Heinrich ;)

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12817 - 4. Juni 2017 - 23:14 #

Der ist wohl der letzte, der sich angesprochen fühlen sollte ;)

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24758 - 4. Juni 2017 - 23:31 #

Ist das bei Musik-, Hifi- oder Filmjournalisten anders? Da ist Sachkenntnis doch auch wichtiger als journalistisches Handwerk. Mir sind richtige Nerds wie bei der M!Games (die ihr Studium aber alle abgeschlossen haben ;-) ) lieber als professionelle Journalisten, die sich nur oberflächlich mit Spielen auskennen. "Von Spielern für Spieler" sollte im besten Fall das Motto sein.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12817 - 4. Juni 2017 - 23:40 #

Man muss ja nicht gleich das andere Extrem annehmen. . "Von Spielern für Spieler" kann ich auch Steam Reviews lesen, Journalismus sollte differenzierter sein.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 5. Juni 2017 - 0:10 #

Sich über Extreme beschweren, aber dann selber einen raushauen. Das sind die Besten.:top:

Man könnte da z.B. an hiesige User-Artikel denken. Also Spieler, die auch formulieren können, was den meisten hingefetzten Steamreviews sicher abgeht (wobei es da sicher auch richtig gute gibt).

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12817 - 5. Juni 2017 - 0:25 #

Die fehlende Professionalität bezieht sich ja weniger aufs Schreiben und Formulieren, sondern auf fehlende kritische Distanz und Neutralität zu Herstellern und zu wenig Selbstreflexion und Berufsethos. Wer etwa Pressemitteilungen komplett abschreibt und auf Herstellerveranstaltungen jubelt, ist kein Journalist.

AlexCartman 15 Kenner - P - 3207 - 5. Juni 2017 - 1:27 #

Das würde ich nicht so hoch hängen. Ein studierter Jounalist, der keine Ahnung hat, wovon er schreibt, ist keinen Deut besser als ein Spielenerd ohne journalistisches Handwerkszeug. Man braucht idealerweise beides.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12817 - 5. Juni 2017 - 17:56 #

Selbstverständlich. Aber dein erstes Beispiel ist nicht existent.

AlexCartman 15 Kenner - P - 3207 - 7. Juni 2017 - 8:42 #

Im Spielebereich weiß ich es nicht, aber in meinem beruflichen Umfeld könnte ich dir jede Menge Beispiele bringen, wo Journalisten wenig bis keine Fachkenntnis demonstrieren. Manche geben das auch offen zu. Nicht jede Redaktion kann für jedes Thema einen Fachjournalisten vorhalten.

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 3239 - 7. Juni 2017 - 9:39 #

Bei Tageszeitungen, besonders im Lokalen, ist das normal. Ein guter Journalist bekommt dann aber trotzdem einen ordentlichen Text hin.

Bei Fachpublikationen sollte allerdings kein Fachfremder Texte schreiben - das wäre ein Hohn.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12817 - 7. Juni 2017 - 15:50 #

Kann man sich streiten, wie man denn "Fachkenntnis" bei Spielejournalisten definiert. Guter Spieler? Lange Erfahrung und spielhistorisches Wissen? Und die Fachkenntnis unterscheidet sich wohl auch stark je nach Genre. Was ich aber meinte, war, dass es grundsätzlich schon Leute mit Spielerfahrung sind, die sich überdurchschnittlich gut auskennen. Aber eben nicht immer Journalisten.

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 3239 - 7. Juni 2017 - 18:40 #

Da sind wir gar nicht weit auseinander mit unserer Meinung.

Ein Beispiel aus grauer Vorzeit: Als Leser der PC Player zur goldenen Zeit, in der ich das Heft am besten fand, war klar: Was Heinrich Lenhardt gutfindet, gefällt mir in der Regel auch. Wenn Jörg Langer ein Strategiespiel getestet hat, stimmte ich fast immer mit seiner Meinung überein. Und wenn Florian Stangl eine Simulation gut fand, wusste ich, dass mir das eigentlich egal ist, weil ich mit Simulationen im Grunde genommen nichts anfangen kann. Später verwässerte das ganze. Ja, wenn Volker Schütz und Jochen Rist Shooter getestet haben, war ich auch meist ihrer Meinung. Aber so eine sichere Quelle wie Heinrich es damals für mich war, gab es tatsächlich nie wieder.

guapo 18 Doppel-Voter - 10492 - 7. Juni 2017 - 21:03 #

Genau das ist der Punkt: warum soll es bei Spiel anders sein als bei Theater, Kino, Schauspiel oder Buch. (Funktioniert auch andersherum bei Verrissen :-)

Pomme 17 Shapeshifter - P - 6120 - 4. Juni 2017 - 23:09 #

Haben Journalisten ein Distanzproblem? Ich glaube eigentlich nicht, dass sich das so sehr verallgemeinern lässt. Sicherlich gibt es Zweige, in denen die Nähe zur Berichterstattung problematisch werden kann. Sport etwa, Lokaljournalismus, Spielejournalismus in vielen Fällen sicherlich, überall dort wo Journalist und Subjekt der Berichterstattung sehr nah beieinander und womöglich noch in einem Abhängigkeitsverhältnis stehen. Applaus hat bei Pressekonferenzen jedenfalls nichts verloren.

Aber Journalismus ist mehr als rein objektive Berichterstattung. Auch kenntlich gemachte Meinung gehört dazu, unterhaltsame Texte - so wie eigentlich jedes Stück Journalismus unterhaltsam sein sollte - und natürlich Rezensionen. Filmjournalisten machen keine Tests, sie sprechen auch nicht über ihre Gefühle, Sie rezensieren und besprechen Kunstwerke. Das ist natürlich subjektiv, aber gute Journalisten erklären ihre Meinung so, dass sie nachvollziehbar ist, auch wenn man die Meinung nicht teilt.

...wobei Filmjournalistten das Problem haben, dass sie selten kritische Fragen stelle, wenn sie mal mit Regisseur oder Darsteller sprechen, und sich gerne hin- und herfliegen lassen, um sich auf irgendwelchen Schlössern irgendwelche Filme angucken zu können.

AlexCartman 15 Kenner - P - 3207 - 5. Juni 2017 - 1:37 #

Das mit dem Jubel bei irgendwelchen Präsentationen habe ich noch nie verstanden. Da sind doch bestimmt bezahlte Jubler bzw. Firmenangestellte oder Fanboys im Publikum?

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24758 - 5. Juni 2017 - 12:01 #

Hängt immer davon ab, warum gejubelt wird. Jubel weil es DLC zeitexklusiv auf der PS4 bzw. Xbox gibt? Bezahlte Jubelperser. Jubel weil Nintendo Twilight Princess für den Gamecube ankündigt? Echte Begeisterung. Wobei ich glaube, dass deutsche Redakteure da etwas anders gestrickt sind als amerikanische Redakteure. Was aber auch nichts Schlechtes ist.

vicbrother (unregistriert) 5. Juni 2017 - 11:45 #

Sehr richtig. Aber ich erinnere an den Film "Nervöse Republik" (lief vor kurzem auf Arte), wo die großen Zeitungen wie Bild und Co ganz klar sagen, dass sie Meinungen *MACHEN*. Daher werden einige Parteien und Personen (zB Trump) generell schlecht geschrieben und andere hervorgehoben, einige Themen gar nicht oder nur am Rand erwähnt (Beispiel waren mW die Massenproteste in Berlin mit mehreren hunderttausend Demonstranten gegen TTIP).

Das ist natürlich kein Wunder, wenn die Verlagsleitung eine Stossrichtung vorgibt (Volker Pispers hat in seiner letzten Kabarettshow mal die wenigen Verlegerfamilien aufgezählt), aber auch ein Blick in die überwiegend jungen Redaktionen ist erhellend. Ideologien verstellen oft den Blick auf die Realität, Fakten werden verheimlicht und Querbezüge (zB Einwanderung und Wohnungspreisentwicklung) nicht gezogen, der Blickwinkel erfolgt selten im Hinblick auf "Cui Bono" und den nicht sofort offensichtlichen Interessen. Schade. So schaffen die Medien sich ab.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 7496 - 4. Juni 2017 - 20:19 #

Ich sehe das ziemlich anders. Tests waren mal in den 80ern und 90ern wichtig. Mittlerweile gibt es kaum noch Ausfälle wie früher, wegen denen hab ich die Tests primär gelesen. Heute kaufe ich viele Spiele für sehr wenig Geld in Sales, da kann ich auch mal etwas verkraften, was mir dann gar nicht gefällt. Zum Vollpreis kaufe ich nur Spiele, die mir entsprechend wichtig sind, die Entscheidung dafür treffe ich nur noch ganz selten aufgrund eines Tests. Und wenn das mal so ist, dann weil ich durch den Test auf das Spiel aufmerksam wurde oder weil im Test das Besondere dieses Spiels erklärt wurde.

Ich ärgere mich mehr darüber, dass einige Spiele auf GG niemals erwähnt werden, als über eine Wertung, die nicht mit meiner Meinung übereinstimmt.

Für mich persönlich würden feuilletonartige Blogbeiträge über Spiele völlig reichen. Ich brauche kein pseudoobjektives Wertungssystem. Es geht bei Spielen nur um eines: macht die Erfahrung mir Spaß oder nicht? Und ob das der Fall ist hängt so sehr von meinen persönlichen Vorlieben und Erfahrungen ab, dass es für mich keine objektiven Tests geben kann. Das Spiel ist sperrig, technisch problematisch und hat schlechte Grafik? Wenn mich dafür das Gameplay genau anspricht kann ich es trotzdem Monate und Abermonate spielen. Deswegen gebe ich einen Scheiß auf einen 7.0 Test, der dem Spiel Probleme bescheinigt.

Ich mag Rennspiele meistens nicht, auch wenn ein Forza 9.0 bekäme würde ich es nicht spielen wollen. Wenn aber ein blogartiger Bericht sagt "Dieses Rennspiel ist so besonders und neu, dass es auch genreübergreifend Interesse auslösen könnte" dann würde ich einen Kauf erwägen, selbst wenn das Spiel nicht so gut bewertet wurde.

Claus 29 Meinungsführer - - 122740 - 4. Juni 2017 - 20:26 #

Schön zusammengefasst, da finde ich viele meiner eigenen Gedanken treffend gesagt wieder.

Wi7cher 11 Forenversteher - 623 - 5. Juni 2017 - 10:56 #

Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Ich brauche keine emotionslosen Testberichte. Die benötige ich, wenn ich mir ein neues Werkzeug kaufen will. Ich möchte von einem Spielemagazin unterhalten werden. Bestes Beispiel sind die Tests zu VR-Spielen. Technisch gesehen hinken die natürlich den anderen Spielen hinter her. Die Spieleerfahrung ist aber eine komplett andere. Für die einen ist ein Steak einfach nur ein Stück totes Fleisch, für die anderen etwas unglaublich Leckeres!

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35868 - 4. Juni 2017 - 20:54 #

Ich brauch Tests mittlerweile praktisch überhaupt nicht mehr, um eine Kaufentscheidung zu treffen, aber ich lese unterhaltsam geschriebene Tests trotzdem gerne, um zu erfahren, was der Tester vom Spiel denkt. Deswegen les ich aber solche Checklisten abarbeitenden objektiven Tests nicht mehr so gern, die lesen sich meistens einfach langweilig.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3214 - 8. Juni 2017 - 7:50 #

Ich stimme zu, gehe sogar noch ein wenig weiter: Ich kaufe mir Spiele ebenso meist völlig unabhängig vom Test, habe die Entscheidung meist schon vor dem Lesen eines solchen getroffen, aus Interesse an bestimmten Genres, Grafikstil, etc.

Wenn das Spiel dann am Erscheinungstag zuhause im Laufwerk dudelt, habe ich aber gern das "Drumherum", was vielleicht auch ein wenig die Identifikation mit dem Hobby ausmacht. Von daher würde mir zum Spiel ein "Spieltagebuch", oder Reportage über die Entwickler, Making-of, Interview, etc. viel mehr zusagen als ein Test.

Ich habe z.B. als großer Yakuza-Fan das Spiel am Erscheinungstag gekauft und dann abends beim Zocken immer Jörgs Let's Play nebenher laufen lassen, das war einfach gelungenes Drumherum.
Morgens im Büro hätte ich dann durchaus gern noch weiteres gelesen, wie etwa einen Report über die Wurzeln der Yakuza-Serie, Reportagen über echte Yakuza heutzutage, etc. Habe das dann auch auf anderen Seiten im Netz gefunden, dadurch noch unheimlich viel Wissenswertes über die japanische moderne Gesellschaft erfahren.

DAS macht für mich heute journalistische Begleitung des Hobbys "Spielen" aus.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63950 - 4. Juni 2017 - 21:28 #

Der Artikel hat mir gut gefallen Benjamin. Mehr davon!

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24758 - 4. Juni 2017 - 21:29 #

Mir ist eine objektive Berichterstattung wichtig, wenn es um die Technik des Spiels geht. In welcher Auflösung läuft das Spiel auf Konsole X, welche Grafikoptionen bietet die PC-Version und welche Bugs plagen das Spiel?

Was die inhaltlichen Qualitäten angeht reicht mir eigentlich ein ausführlicher Meinungskasten.

bluemax71 13 Koop-Gamer - P - 1426 - 4. Juni 2017 - 22:49 #

Hallo Benjamin, vielen Dank für den Artikel. Das ich deine / eure Einschätzung und Herangehensweise teile bzw. schätze, zeigt sich schon daran, dass ich seid Jahren Gamersglobal abonniert habe.
Es wird immer bei jedem Spiel ein gewisses Maß an persönlicher Vorliebe in eine Wertung einfließen. Das ist aus meiner Sicht auch völlig in Ordnung wenn man dies, wie es hier auf GG passiert entsprechend deutlich macht.
Es hat nun mal nicht jeder die gleichen Vorlieben. Wenn diese dann in einer Wertung entsprechend genannt werden und dabei der Objektive Ansatz nicht aus dem Auge verloren wird passt das für mich.
Auch wenn man sich nicht kennt, habe ich im laufe der Jahre einige Spiele gespielt die vorher hier getestet wurden und dann feststellen können, ja ich verstehe was der Tester (Jörg, Benjamin oder Christoph) mit Kritik A oder Lob B gemeint haben. Das gibt mir die Sicherheit für den nächsten Kauf noch besser abschätzen zu können ob ein Spiel meinem Geschmack entspricht oder vielleicht doch nicht.
Also nochmal ein dickes Lob an dieser Stelle. Lasst euch nicht beirren macht bitte weiter so.

AlexCartman 15 Kenner - P - 3207 - 5. Juni 2017 - 1:34 #

Guter Artikel. Auch wenn hier einige lieber "nur Meinung" wollen, ist mir eine kritische Auseinandersetzung mit Technik, KI und anderen "harten Fakten" bei Tests wichtig. Dabei meine ich noch nicht mal eine Note, die liegt halt naturgemäß meist bei irgendwas zwischen 7 und 9. Darunter lohnt sich der Aufwand für einen Test nicht (es sei denn ein Hype-Titel geht baden), und darüber ist die Luft halt dünn. Aber bei mieser Technik, Glitches und KI-Macken leidet meist halt auch der Spielspaß. Und der Meinungskasten kann dann dazu dienen, eine Technikgurke trotzdem noch aufzuwerten oder eine seelenlose Technikperle zu outen.

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 5. Juni 2017 - 9:25 #

Anregender Artikel, danke! Ich finde die Unterscheidung zwischen objektivem Test und Gefühlsäußerung triffts aber nur teilweise.

"Objektiv" würde ich nur zwischen Anführungszeichen setzen, darum geht es meiner Meinung nach weniger. Dieser ganze Katalog an Testkriterien dient meiner Ansicht nach nur dazu, die hoffentlich umfassende Erfahrung des Testers zu systematisieren, damit Vergleiche zwischen Spielen zu ermöglichen und eben auch zu einer gemeinsamen Sprache in der Bewertung zu finden.

Der Kern bleibt für mich immer die möglichst gut vorhandene Fähigkeit des Testers, ein Spiel vor einem großen Erfahrungshintergrund im jeweiligen Genre, mit historischem Wissen und Leidenschaft zum Spielen differenziert vorzustellen, oder vielleicht besser: kritisch zu würdigen. Persönlichkeit und Einfärbungen werden da naturgemäß immer einfließen, aber halt in einem sinnvollen Maß.

Was heute schlechterweise Schule macht, ist eine auf schnelle Zustimmung getrimmte Stimmungssammlung: Stammtischgeprolle, das den Schwachpunkt des Internets genau erkannt hat. Es ist viel leichter und lukrativer, mit einfachen Polarisierungen und primitiver Informationspolitik erfolgreich zu sein.

Letztlich läuft es natürlich auf einen wünschenswerten journalistischen Standard hinaus - aus meiner Sicht aber eher eine moralische Frage, als eine der Objektivität.

ronnymiller 12 Trollwächter - 890 - 5. Juni 2017 - 9:35 #

Es gibt keine objektiven Kritiken. Spielejournalisten nennen sich gerne "Tester" um das Kritiker zu umgehen und die ganze Sache auf ein angeblich höheres Niveau zu stellen, weil man als seriöser Berichterstatter natürlich das Spiel in allen typischen Spieletest-Aspekten komplett untersucht und abgewogen hat um dann ein angeblich seriöses nicht subjektives Testergebnis drunterzuschreiben. Ziemlicher Bullshit, wenn man es mal deutlich sagen will.
Ein Spiel hat technische und Design-Mängel? Dann muss der TESTER es ja schlecht bewerten. Scheiße - jetzt kassiert es aber woanders Top-Wertungen, weil es trotzdem einem anderen KRITIKER gefällt. Das darf nicht sein. Das ist falsch. Oder doch? Jeder Spielejournalist ist ein Kritiker und deswegen setzt jeder auch eigene, subjektiv geprägte Kriterien an. Journalismus ist generell kein Handwerk, dass nach immer gleichen Mustern abläuft.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11415 - 5. Juni 2017 - 11:04 #

kommt halt darauf an mit welcher ideologie man überhaupt daran geht. kritiken im sinne von boulevard - die eigene meinung möglichst unterhaltsam ausformuliert, oder eben eine objektive analyse (die es selbstverständlich auch bei videospielen gibt) in der versucht wird möglichst das spiel bzgl all seiner aspekte und ihrem zusammenwirken sachlich zu erfassen. wenn dann jemand anderes eins spiel deutlich anders bewertet, stellt das daher nicht unbedingt einen widerspruch dar, wenn dieser nämlich einen ganz anderen ansatz verfolgt bei der bewertung von spielen.

TSH-Lightning 18 Doppel-Voter - P - 9757 - 5. Juni 2017 - 10:25 #

Ich bin da ein wenig im Zwiespalt. Einerseits finde ich die objektiven Tests von GG sehr gut, da hier auch Schwächen klar benannt werden und nicht unter den Teppich gekehrt werden. Das schützt mich vor Fehlkäufen und vor allem meine Zeit sinnlos zu verschwenden, wenn mir ein Spiel nicht gefällt. Super Beispiel dafür ist wohl Civ6. Das wurde überall abgefeiert aber auf GG hat es keine tolle Wertung bekommen. Ich habe es daher nicht gekauft. Schlechtes Bsp. DA:I wo die Note (für mich) vergleichen z.B. mit Horizon:ZD als absolute Fehlbewertung gilt.

Anderseits interessiert mich der Meinungskasten in den Testberichten oft mehr als die Tests wenn die Note irgendwo zwischen 7,5 und 9,0 liegt. Denn ich kann die Tester bei GG ganz gut einschätzen und daraus ableiten was mir gefällt und was nicht. Als Jörg sich über die Trefferpunkte der Einheiten im Wasser und die miese KI bei Civ6 aufgeregt hat wusste ich sofort, dass ich das auch hassen würde. Bei Zelda:BoW allerdings fand ich die Meinung nicht so toll, da eindeutig von Nostalgie und Nintendo Bonus für Switch beeinflusst. Wäre das ein Spiel für PS Vita mit PS4 Crossplay von einem unbekannten Entwickler wäre das niemals so bewertet worden.

Also, alles in allem ist es auch bei GG nicht ideal, aber immer noch besser als wo anders und meilenweit vor Youtube-LetsPlayern.

Wi7cher 11 Forenversteher - 623 - 5. Juni 2017 - 11:00 #

Aber woher willst du denn wissen, ob du mit Civ6 nicht ein super Spiel verpasst? Ein Test hat mich noch niemlas davon abgehalten ein Spiel zu kaufen, dass mich interessiert.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63950 - 5. Juni 2017 - 11:37 #

"Aber woher willst du denn wissen, ob du mit Civ6 nicht ein super Spiel verpasst?"
Hat er doch eindeutig geschrieben. Wenn ihm schon beim Test klar wird dass er die gleichen Sachen welche vom Tester bemängelt werden hassen würde, wozu soll er es sich kaufen? Ich weiss zb. dass ich Dark Souls aufgrund seiner herausfordernden Spielemechanik nicht mag. Ergo werden mir logischerweise keine Spiele gefallen die ähnlich sind wie zb Bloodbourne oder Lords of the Fallen. Heisst, wenn dies explizit so vom Tester benannt wird, werde ich mir dieses Spiel nicht kaufen. Punkt.

Wi7cher 11 Forenversteher - 623 - 6. Juni 2017 - 11:18 #

Zum Glück gehe ich da anders heran, sonst hätte ich einige der besten Spiele verpasst.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63950 - 6. Juni 2017 - 11:34 #

Soll heißen, selbst wenn der Tester Sachen aufzählt bei denen du weißt dass sie dich nerven, kaufst du das Spiel? Na.ja, jedem das seine. Das sind dann die, welche Meisterwerke sehen die keine sind.

v3to 12 Trollwächter - 1110 - 6. Juni 2017 - 11:57 #

Bei der Souls-Mechanik gehe ich mit. Mir liegt dieses Prinzip 'Beobachte deinen Gegner, nutze seine Schwächen' überhaupt gar nicht und wird in Tests oder Spielbesprechungen dieser Umstand erwähnt, ziehe ich einen riesigen Bogen.

Bei Civ6 weiß ich nicht, bzw der Hauptmangel um die KI ist nun kein Punkt, den nicht Patches in den Griff bekommen würden. Abseits davon bilden Tests meine Spielweise jetzt nicht wirklich ab, was ich beim Vorgänger gemerkt habe. Ich spiele Civilization in seinen Facetten bevorzugt pazifistisch im Singleplayer und Teil 5 ist in der Beziehung ein ziemlicher Rückschritt. Laut Aussagen von Freunden hat sich das in Teil 6 massiv zum Positiven geändert, die KI-Aussetzer beiseite geschoben.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5596 - 5. Juni 2017 - 11:54 #

Dabei ist Zelda BotW wenig nostalgisch, da es viele klassische Zelda-Elemente auf den Müll wirft. Dass es trotzdem nicht dafür in Tests abgestraft wurde, zeigt eher, wie toll es sein muss. Ich bin sehr skeptisch rangegangen und das Spiel hat mich regelrecht geflasht. Das hätte auch mit anderem Titel auf der PS4 diese Wertungen bekommen, da bin ich mir sicher.

Bei DA:I bin hingegen der gleichen Meinung. Kann den 4Players-Test sehr empfehlen, der zerlegt das Spiel gut und zeigt sehr gut die vielen Probleme. Andererseits kenne ich aber auch zwei Leute, die das Spiel lieben. Heute sind Spiele technisch und handwerklich so gut, dass der subjektive Eindruck das Entscheidende ist und kein Test kann das für alle Leute gleichermaßen abdecken.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11415 - 5. Juni 2017 - 13:27 #

die markenbindung bei serien entsteht ja üblicherweise auch nicht durch die spielmechanik. natürlich wirkt diese bei BotW daher auch, da es sich immer noch um dieselbe spielwelt mit den bekannten figuren handelt. wenn diese fehlen würden, könnte man davon sprechen, dass bei dem titel nostalgie keinen einfluss auf die betrachtung hat.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5596 - 5. Juni 2017 - 15:08 #

Aber wenn eine bekannte Marke plötzlich ganz anderes Gameplay hatte, wurde das selten so einhellig begeistert aufgenommen wie beim neuen Zelda.

Und die Zelda-Fans sind eher eigenwillig, viele finde ja auch dem stummen Link super. Wenn dann ein neuer Teil mit vertonten Anime-Cutscenes, Link ohne grüne Klamotten, ohne richtige Dungeons, ohne die klassischen Melodien und ohne Epona gut angenommen wird, heißt das einiges.

v3to 12 Trollwächter - 1110 - 5. Juni 2017 - 12:53 #

"..., da hier auch Schwächen klar benannt werden und nicht unter den Teppich gekehrt werden."

Da gibt es schon einige Dinge, die hin und wieder unter den Tisch fallen. Bei Dragon Age Inquisition beispielsweise die Diskrepanz zwischen der Dynamik in Zwischensequenzen und der Starrheit der Welt oder auch die allgemeine Qualität der Quests. Oder bei Tomb Raider, bei dem die Story sich mit der gebotenen Action beißt.

Das sind durchaus Dinge, die das Spielerlebnis massiv beeinträchtigen können und bei großen Spielen durch Storylastigkeit immer mehr Bedeutung bekommen. Mir scheint es in solchen Momenten häufiger so, als ob der Tester den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.

Geht es um Kaufberatung halte ich inzwischen Diskussionsformate, wie sie zb Auf-ein-Bier Spiele bespricht, deutlich hilfreicher.

gamalala2017 (unregistriert) 5. Juni 2017 - 10:39 #

Nur kurz bezüglich Gothic:
"""Bugs en masse, Abstürze, schlechte Spielerführung, unzählige Komfortmängel etwa beim Handel, die auch 2001 schon hart an der Grenze zur Unzumutbarkeit waren."""

Damals waren die Redaktions-Spielekisten allerdings nicht immer soooo Leistungsfähig. Man wollte ja auch die schwächeren Spiele-PCs nicht Blöd da stehen lassen.

Aber Gothic lief ernsthaft Ruckelfrei und Bugfrei wenn man die richtige Leistungshardware hatte. Wer hatte da aber schon einzigst ein paar 100er für ´ne GraKa ausgegeben? Viele liebäugelten bei diesen Preisen doch schon mit einer Spielekonsole :D

Ok! Die Ladezeiten waren unter aller Sau. 5 Minuten(!). Aber ansonsten hat alles so funktioniert wie in den Redaktionsvideos (damaliger Zeit) dargestellt. Das Game ist Spielbar und die Grafik für damals supi.

Die einzigen die damals an diese Art der Engine-Programmierung heran kamen das waren Engineers-Häuser die international aber meisten immer Nintendo´ , Oracle´ oder Microsoft ´sche Kundenaufträge ausgebucht sind.
Dann plötzlich so ne Qualität für den non-spielekonsole-Bereich ohne Carmack! So war das damals!

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 7. Juni 2017 - 9:46 #

Bei Gothic 1 gehe ich noch ein Stück weit mit dir mit. Der Standard wurde aber 2002 mit Morrowind neu definiert.

wizace 12 Trollwächter - P - 1173 - 5. Juni 2017 - 10:59 #

Schön, dass Du einmal auf den Punkt bringst, mit welcher Einstellung Du an die Sache heran gehst.
Ich glaube, es ist genau so unangebracht und unmöglich ein Spiel nach objektiven Maßstäben zu bewerten, wie eine Musik-CD. Da bleibt man zwangsläufig bei Kriterien hängen wie der Aufnahmequalität oder ähnlichem. Jetzt ist es natürlich klar, dass tolle Musik auch schlecht aufgenommen sein kann.
Ist eine gute Spielidee, die Spaß macht, wirklich schlecht, weil die Grafik ruckelt? Ist ein schlechtes Spiel wirklich besser, weil die Grafik und die Steuerung toll sind?
Sind alle Maßstäbe überhaupt sinnvoll objektivierbar. Könnte man bei einem Musikstück kritisieren, wenn der Drummer den Beat nicht hält? Kann das nicht vielleicht auch genau den Charakter eines Lieds ausmachen?
Müssen alle Spieloberflächen stromlinienförmig gleich ausssehen, um keinen Punkabzug zu bekommen?
Du schreibst, man soll das Medium "Computerspiel" ernst nehmen. Ja, dann tun wir das doch und sehen es als Kunst und die liegt im Auge des Betrachters.
Ich glaube, als Kritiker tut man sich keinen Gefallen, wenn man über den Hebel der "Objektivität" versucht, die eigene Meinung als sakrosankt zu erklären. Die Kritik steht im Wettbewerb wie alles andere auch. Wenn jemand sich als einer entpuppt, dessen Maßstäbe häufig mit den eigenen übereinstimmen, dann hat dessen Meinung für einen Gewicht. Wenn jemand sein Urteil gut begründet, lässt man sich vielleicht auch überzeugen und übernimmt die Sichtweise.
Wenn einer mit sakrosankter Pseudoobjektivität daherkommt, der sein eigenes Urteil am Ende noch relativiert und zugibt, dass es für ihn selbst subjektiv ganz anders aussehen kann - wer soll so ein Urteil denn noch ernst nehmen? Ganz abgesehen davon, dass es auch keinen großen Unterhaltungswert hat, einen derart verquasten Text zu lesen. Und ja, Spielejournalismus ist Unterhaltung.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11415 - 5. Juni 2017 - 11:27 #

kunst ist nicht etwas was sich einer objektiven analyse entzieht. ganz im gegenteil, gerade weil man videospiele als kunstform anerkannt haben will, sollte man es wie literatur, musik und filme fundiert und nachvollziehbar sezieren können. nur so kann sich das medium auch weiterentwickeln, ohne das wäre game design ein rumstochern nach hoffentlich guten einfällen.

viel kommentare setzen hier billigerweise objektive betrachtung gleich mit dem abhaken von checklisten oder um das aufzählen von technischen merkmalen. wobei natürlich die technik auch ein nicht zu trennender bestandteil der betrachtung von kunst ist (filme - regie, literatur - satzgestaltung, bilder - motivausführung, usw). aber auch der eigentliche inhalt wie gameplay-design lässt sich natürlich sachlich auseinandernehmen.

dieser ansatz führt natürlich dazu, dass man am ende keine spaßwertung hat, sondern eine die dem spiel als geschaffenes werk gerecht wird. das ist aber kein widerspruch, denn als konsument kann man natürlich auch mit schlechten werken spaß haben. da wird jeder selbst etwaige favoriten in verschiedenen medienformen kennen. für das subjektive spaßempfinden hat man in dieser testform ja dann das mittel des meinungskasten.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3214 - 6. Juni 2017 - 15:22 #

Kudos

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5596 - 5. Juni 2017 - 15:18 #

Ich finde schon, dass ein Spiel mit schlechter Technik viel Atmosphäre und Spaß verlieren kann. Prey ist ein gutes Beispiel - ich hab die Demo auf der Xbox One und die Vollversion auf dem PC gespielt. Die Xbox-Version ist technisch gruselig und es hat mir dadurch deutlich weniger Spaß gemacht. Jetzt auf dem PC sehe ich das Spiel komplett anders. Wenn alles verpixelt ist und ruckelt, denkt man einfach zuviel darüber nach und kann nicht so gut in der Atmosphäre versinken.

Und dass schlechte Technik einem Spiel einen gewissen Charme verleiht, ist doch sehr selten. Mir fällt da eigentlich nur "Deadly Premonition" ein, was mit Triple-A-Grafik ein schlechteres Spiel wäre, weil der technische Trash-Charme einfach perfekt zum Spiel passt.

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 3239 - 5. Juni 2017 - 18:06 #

Es ist schwer, Film und Spiel und Musik miteinander zu vergleichen. Natürlich sind einige Lo-Fi-Bands fantastisch, eben weil alles so schön scheppert und dengelt und aus dem Takt ist. Aber wenn ein Spiel ruckelt (und das nicht an der Hardware, sondern am "Programm" liegt), dann hat das für mich nichts mit einem Schlagzeug, das aus dem Takt ist, zu tun, sondern eher mit einem CD-Mastering, bei dem aufgrund eines Fehlers die Musik springt, hakt und kracht und dennoch verkauft wurde.

Natürlich gibt es auch Lo-Fi-Spiele. Thimbleweed Park ist ja so ein Beispiel. Tolles Spiel. Auch Undertale. Wunderbar. Deshalb ist es beispielsweise auch richtig, dass die Gamestar ihr Wertungssystem angepasst hat. Undertale oder Thimbleweed Park hätten doch aufgrund einer schlechten Technik-Wertung niemals hohe Wertungen kassieren können. Aber Grafik und Sound sind natürlich auch nicht alles. Das Spiel an sich muss stimmig sein. Design-Entscheidungen, die wirklich störend sind, führen deshalb zur Abwertung. So einfach ist das.

RobertM 10 Kommunikator - 445 - 5. Juni 2017 - 11:57 #

Was spricht gegen Bewertungen aufgrund von Fakten und gemeingültigen Maßstäben? Sich allein an der Meinung von Testern zu orientieren ist als alleiniges Kriterium zum Einschätzen von Spielen ein wenig schwach. Erstens kommen viele Spiele auf den Markt, zweitens kann nicht ernsthaft jemand die Emotion von zehn Leuten (oder lasst es hundert oder tausend Leute sein) in der Spieletesterszene als alleinigen Bewertungsmaßstab für einen Massenmarkt nehmen.

Das wäre Sektiererei, die, sobald sie jahrzehntelang floriert sowas hervorbringt wie die Modeszene, in welcher ein paar Allüren geplagte Kunstprodukt-Charaktere in der Form von Modezaren irgend einen effekterheischenden Blödsinn als attraktiv verkaufen. Die Kritiker in der Modebranche sind dabei das Pendant zu den Zaren, die sich ebenso echauffierend aufspielen und letztlich gewinnt derjenige das Recht "Recht zu haben", welcher am besten beleidigt, am ehesten schockiert und am elitärsten erscheint.

Die analytische Betrachtung von Spielen spricht Intelligenz an, macht Kriterien der Betrachtungen transparent und verschleiert nicht so wie wenn König-Tester irgendwie so ein Kratzen im Hals hat und Persönliches mit seinen Anwandlungen gegenüber einem Spiel vermischt.

Das mag psychologisch interessant sein, ist aber menschlich unterträglich. Selbstdarsteller laufen Gefahr eher Trickbetrügern zu entsprechen als ernstzunehmenden Beratern.

Also: Die Meinungen der Spieletester werden durch die analytische Darstellung des Spiels um so interessanter, da nachvollziehbar begründete Meinungen verständlicher sind und sich nicht allein aus einem Status heraus rechtfertigen.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 5. Juni 2017 - 12:11 #

Du scheinst da einem Missverständnis zu unterliegen. Nur weil man subjektiv gefärbt schreibt, heißt es nicht, dass dort keine Analyse stattfindet. Es wird schon erwartet, dass die Wahrnehmung begründet ist.

RobertM 10 Kommunikator - 445 - 5. Juni 2017 - 13:11 #

Welche Maßstäbe werden denn beim subjektiven Stil für die Vergleichbarkeit des Gegenstands verwendet? Der Schreibstil repräsentiert die Herangehensweise beim Testen und der subjektive Stil stellt die Gefühle des/der Testers_in in den Vordergrund und verschleiert oder minimiert die Transparenz der Bewertungskriterien.

Siehe Rock paper shotgun-Artikel... assoziativ, provokativ, reißerisch, beleidigend werden da wenige Punkte aus Spielen hervorgehoben und eher an den Erwartungen des/der Tester_in/Trend bemessen als an differenzierten Kriterien, welche sich den/die Leser_in über den Spieletest selbst Gedanken und Gewichtungen machen lassen.

Der subjektive Stil besteht eher aus Überwältigung und erinnert stark an dieses eine böse Kind auf dem Schulhof, das durch Beleidigungen und Selbstschau der Überlegenheit andere davon überzeugen möchte, dass es recht hat und andere nicht.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 5. Juni 2017 - 14:39 #

Von Vergleichbarkeit hast du im ersten Beitrag nicht geschrieben und Analyse ist ungleich Vergleichbarkeit und auch gar nicht das Ziel....

Genau dieses Hervorheben ist das Wünschenswerte. Wodurch sticht ein Spiel nach Meinung des Testers aus der Masse heraus? Oder: Was lässt ein Spiel trotz guter handwerklicher Arbeit abstürzen?

Stattdessen wird jeder handwerkliche Punkt abgearbeitet (ein Absatz über Grafik, check....ein Absatz über den Sound, check....ein Absatz über die Story, check....usw.) ohne je den Punkt der Faszination eines Titels erreicht zu haben oder ihm nicht genug Raum gegeben zu haben, weil man ja jeden Punkt abgearbeitet haben wollte.

Mir reicht es z.B. vollkommen, wenn jemand schreibt "Grafik, Soundkulisse grundsolide, aber die Story, bahnbrechend, weil....!!!" und es mir dann beschreibt, warum die Story so genial ist, dass ich es auch gesehen haben muss. Absurdidäten bei Grafik und Sound kann man ja dennoch einbauen.

Ich möchte von einem Tester lesen, was den getesteten Titel aus seiner Sicht besonders macht.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3214 - 6. Juni 2017 - 15:29 #

Das eine ist die Frage, welche Form der Rezension man sich wünscht.

Dann - unabhängig von der gewählten Form - gibt es in der heutigen Branche eben schon durchaus gute aber auch erbarmungslos schlechte Beispiele auf beiden Seiten. Man darf jedoch nicht den Fehler machen, von diesen Einzelbeispielen auf die Kritikform als solche zu schließen.

Auch subjektive Kritik von Filmen, Musik oder Spielen erfordert eben eine Expertise und Erfahrung auf sehr hohem Level. Um einen Film umfänglich und subjektiv beurteilen zu können, muss man eben auch wissen, wie Montage, Regie und Dramaturgie funktionieren. Man muss filmgeschichtliche Kenne haben, um solche Dinge in den passenden Kontext setzen zu können. Das selbe gilt für Literatur, Musik und eben auch Spiele.

Man könnte also sagen, dass zu einer seriösen subjektiven Rezension eine ganze Menge an objektivem Handwerk gehört.

Name123 (unregistriert) 5. Juni 2017 - 12:33 #

Leider ein schwacher Artikel, der mal wieder in überhebliche Kollegenschelte abdriftet. Es wird vermeintliche Inkonsequenz angeprangert, aber der Autor versäumt es Belege dafür zu liefern.

Z.b heißt es: "Da wird oft auf ein oder zwei Punkten heftig rumgeritten (wie etwa auf den Gesichtsanimationen in Mass Effect - Andromeda), bei einem anderen Spiel werden dieselben oder sehr ähnliche Schwächen hingegen in einem Nebensatz abgetan, wortreich-malerisch beschönigt oder gleich ganz unter den Tisch gekehrt." Bitte mal konkrete Beispiele für "das andere Spiel" bringen, Herr Braun. Und auch gleich für Spiel B und Spiel X. Wenn das so häufig anzutreffen ist, sollte das doch kein Problem sein. Und damit es auch vergleichbar ist, vom selben Tester. So ist das nur das, was vermeintlich im Artikel beklagt wird: Meinungsmache ohne Substanz.

RobertM 10 Kommunikator - 445 - 5. Juni 2017 - 13:34 #

Weshalb sollten in seinem Kommentar mehr Beispiele stehen? Unnötig zur Darstellung des Problems. Dafür ist ja auch die Kommentarefunktion hier gut, um Ergänzungen vorzunehmen oder?

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 5. Juni 2017 - 13:56 #

Jeder Troll verlangt ständig nach Beispielen und Belegen... und wenn man sich dummerweise darauf einlässt, werden diese Belege natürlich sofort als unpassend/unhaltbar/unzulässig erklärt ;-)

Name123 (unregistriert) 5. Juni 2017 - 14:11 #

Ach stimmmt ja, ich bin ja hier bei GG. Der Seite mit der erwachsenen Community, der mit der so angenehmen und Kommentarkultur. Wo so viel besser und differenzierter argumentiert und diskutiert wird als auf anderen Seiten.

Wie konnte ich das nur vergessen...

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 5. Juni 2017 - 20:58 #

Ich komme mit der Kommentarkultur gut klar. Du nicht?

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35868 - 5. Juni 2017 - 21:03 #

Hier wird aber gegenüber Anonymen oft viel zu schnell mit Trollvorwürfen um sich geworfen, das stört mich etwas.

malkovic 14 Komm-Experte - P - 1903 - 5. Juni 2017 - 21:25 #

Und mich ebenfalls - manchmal sogar erheblich.

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5150 - 5. Juni 2017 - 21:40 #

Ja, mich auch.

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 5. Juni 2017 - 22:29 #

So viel anonymer ist das jetzt auch nicht. Viele schreiben hier ja häufiger mal. Mal abgesehen davon, dass die meisten Trollvorwürfe hier an Leute gehen, die teilweise sogar dafür noch bezahlen.

Die interessante Frage ist doch, warum zum Beispiel du diese Vorwürfe nicht abkriegst. Irgendwas scheinst du ja anders zu machen.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35868 - 5. Juni 2017 - 23:43 #

Es ist trotzdem auffällig, wie schnell bei Nichtregistrierten die Trollkeule ausgepackt wird, sobald sie mal eine andere Meinung als der Großteil hier haben. Der Beitrag von Name123 ist für mich z.B. kein Trollen. Klar wird auch Registrierten das Trollen oft übertrieben schnell vorgeworfen, aber bei Unregistrierten ist es für mein Empfinden nochmal schlimmer.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 63838 - 5. Juni 2017 - 23:38 #

Hier wird allgemein viel zu schnell das Wort Troll gezückt...

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 6. Juni 2017 - 6:14 #

Das mag sein.

Und gelegentlich werden unfreundliche und anmaßende Kommentare etwas bemüht toleriert. Hinter wirklich jeder Form der Kritik könnte ja ein Körnchen freundlicher Diskussionsinhalt stecken ...

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24114 - 6. Juni 2017 - 9:37 #

So ist es.

guapo 18 Doppel-Voter - 10492 - 6. Juni 2017 - 10:26 #

Auch bei negativer Kritik kann man die Form wahren: "ob [...] schwacher Artikel, der _mal wieder_ in _überhebliche Kollegenschelte_ [...] _Herr Braun_ [...]" ein gelungener ergebnisoffener Einstieg ist?

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35868 - 6. Juni 2017 - 17:53 #

Der Ton ist vielleicht nicht der freundlichste, aber von Trollen ist das immer noch weit entfernt.

guapo 18 Doppel-Voter - 10492 - 6. Juni 2017 - 18:50 #

Ohne den ersten Absatz (und "Herr" B.) bin ich mir sicher, wäre der Trollvorwurf nicht gekommen

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100938 - 5. Juni 2017 - 21:47 #

Ist auch in der Hinsicht einfacher geworden. Bei meiner Mod-Zeit ging erstmal alles online, anonym oder nicht, trollig oder nicht, beleidigend oder nicht etc.. Heute müssen die anonymen Kommentare freigegeben werden. Da kriegt ihr also erstmal gar nix mit ;). Und ein kritischer, anonymer Kommentar ist nicht automatisch ein trolliger Kommentar. Sonst würde der hier nicht mal stehen. Es sei denn Jörg hat mal wieder Bock es den Mods schwer zu machen und schaltet sie in Kampfeslust absichtlich frei ;).

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5150 - 5. Juni 2017 - 21:55 #

Ich wär ja eh mal für eine Galerie+ oder Langer Lästerst oder sowas mit den besten nichtveröffentlichten Kommentaren :-)

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15307 - 5. Juni 2017 - 21:58 #

Letsread, Crowdfunding, Ziel 5000€

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100938 - 5. Juni 2017 - 23:05 #

Das sind i.d.R. Kommentare, die es wirklich nicht wert sind, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken. Macht man da jetzt eine Galerie+ oder ein Langer lästert draus, spielt man denjenigen nur in die Hände. Das will man glaube ich nicht wirklich ;).

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5150 - 5. Juni 2017 - 18:53 #

"Jeder Troll verlangt ständig nach Beispielen und Belegen". Ist das wirklich ernst gemeint? Seit wann sind Beispiele und Textbelege denn getrolle?

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 5. Juni 2017 - 19:31 #

Vorsicht: Unzulässiger Umkehrschluss. Es wurde nicht gesagt, dass die Frage nach Beispielen und Belegen Getrolle ist.

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5150 - 5. Juni 2017 - 20:03 #

Ja stimmt, haste Recht, der Umkehrschluss geht so nicht. Trotzdem verstehe ich immerwütends Kommentar als despektierliche Äußerung über Beispiele/Belege, indem er sie zum Instrument von Trollen erklärt. Und dem wollte ich widersprechen.

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 5. Juni 2017 - 21:06 #

Eigentlich ist das nicht despektierlich, wenn festgestellt wird, dass eine eigentlich legitime Kommunikationsform auch instrumentalisiert werden kann.

Ich versehe dass so, dass Trolle es routinemäßig darauf anlegen, bei minimalem eigenen Aufwand die argumentative Arbeit anderen zu überlassen. Forderungen stellen, Rechtfertigungen verlangen aber selber nichts zum Gespräch beitragen, so was halt.

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5150 - 5. Juni 2017 - 21:39 #

Halt, bitte Kontext beachten. Hier ist Benjamin in der Bringschuld und Name123 weist berechtigterweise darauf hin. Immerwütend drückt imho den User dann mit seiner Antwort auf Robert in die Trollecke. Oder siehst du einen anderen Grund, warum immerwütend Trolle und ihre Methoden hier erwähnt?

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 6. Juni 2017 - 6:05 #

Ach komm - Bringschuld ... wer denkt sich denn so was aus?

Ich hab Mass Effect gespielt und zwar 118 Stunden lang. Mit einem eigenen Charakter und da war so gar nix mit schrägen Gesichtsanimationen, allemal besser animiert als Fallout 4 und wenigstens überhaupt animiert, wenn man es mal etwas überspitzt mit z.B. Elder Scrolls Online vergleicht ...

Oder nimm den aktuellen Gamona Artikel zu Elex, der sich einen darauf abgeigt, dass die Begleiter teilweise versuchen durch den Boden oder die Decke auf Gegner zu schießen. Das ist in Fallout 4 Standard und habe ich viel zu oft schon in Spielen erlebt.

Das egentliche Thema bei Name123 ist doch die "Kollegenschelte" und nicht der reflektierende, wenn schon nicht selbstreflektierte Umgang mit dem Thema für und wieder Polarisierung vs Sachlichkeit.

Man muss nicht alles gleich Troll nennen da gebe ich dir recht.
Aber ich darf den Beitrag dennoch als unfreundlich, anmaßend und niveaulos wahrnehmen. Abgesehen davon, dass RobertM's sachliche Antwort zugunsten der Verunglimpfung der gesamten Community ignoriert wurde.

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5150 - 6. Juni 2017 - 6:52 #

Ich habe RobertMs Antwort nicht ignoriert. Und warum sollte Name123 darauf Antworten, wenn erstens seine Antwort schon im Ausgangspost steht und zweitens, er bereits als Troll bezeichnet wurde. Da würde ich auch schnippisch werden. Aber lassen wirs gut sein, oder?

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 6. Juni 2017 - 7:08 #

Ach so. Nein, du doch nicht. Ich bezog mich auf Name123.
Ja, lassen wir es einfach gut sein.

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 7. Juni 2017 - 2:13 #

> Mit einem eigenen Charakter und da war so gar nix mit schrägen
> Gesichtsanimationen

Also DAS halte ich glatt für gelogen. Das gibts nicht, dass Dir das nicht aufgefallen ist. Direkt der Anfang, als der eigene Charakter aus der Stase aufwacht gibt es bereits die ersten Entgleisungen. Auch mit einem eigenen Charakter.

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 7. Juni 2017 - 7:46 #

Bei mir ist da nix hängengeblieben. Hatte einen asiatischen Typus. Was ich hatte waren teils fragwürdig wirkende Animationen wenn man schnell eine Treppe oder Rampe runter ist. Aber das war immerhin nicht gleich eine Hechtrolle wie gefühlt jedes zweite mal bei Witcher3.

Möglicherweise war der Gesichtsausdruck nach ein paar Jährchen Stase zumindest bei meinem Char schlicht glaubwürdig.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100938 - 7. Juni 2017 - 7:55 #

Also meine Sara verzieht in der Szene etwas das Gesicht (vor Schmerz vielleicht, weil noch etwas steif), was ich völlig normal finde, aber von einer Gesichtsentgleisung kann keine Rede sein.

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5150 - 5. Juni 2017 - 18:52 #

Weil ohne Beispiele das Problem keines ist. Ich muss dem Herrn Anonymen hier Recht geben, ohne konkrete Beispiele ist das eine reine Scheindebatte und Schattenboxen.

SaRaHk 16 Übertalent - 4543 - 5. Juni 2017 - 19:48 #

Ja, sehe ich auch so. Ich kann mich erinnern, in einem Blogeintrag auch mal GamersGlobal nicht nur genannt, sondern zudem gleich den entsprechenden Testbericht verlinkt zu haben. Alles andere macht auch keinen Sinn. Und wäre zudem unfair und feige. Unfair, weil sich jeder eine Meinung bilden sollte, indem er auch die Möglichkeit besitzt über das zu lesen, was besprochen wurde. Nur einen Klick entfernt gibt's also die entwaffnende Möglichkeit die eigene Meinung für die Leser ad absurdum zu führen. Und feige ...nun ja... Schattenboxen kann halt jeder. Benjamin teilt hier explizit gegen Medien aus, die nur er kennt; ohne konkret zu werden. Er überlässt stattdessen alles der wagen Interpretation jedes einzelnen Lesers.

Na ja.

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 6. Juni 2017 - 1:19 #

Wie polarisierend Spiele bewertet werden, braucht man nicht mal in "Fachpublikationen" zu erörtern, das sieht man doch an allen Ecken und Enden in einschlägigen Foren und sozialen Netzwerken. Besonders negativ fällt mir dabei halt immer die Amerikanische Spielerschaft auf.

Irgendwas mit Beispielen/Beweisen zu belegen, ist hier vertane Liebesmüh, auch wenn ich Dir sonst 100%ig zustimme.

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5150 - 6. Juni 2017 - 6:53 #

In der Kolumne gehts aber nunmal um "Fachpulikationen".

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 7. Juni 2017 - 2:15 #

Stimmt, die spiegeln aber die unsinnige, polarisierende Bewertung bestens wieder. Oder wie erklärst Du Dir 10/10 Wertungen!?

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5150 - 7. Juni 2017 - 7:11 #

Wieso sollte ich die 10/10 für GTAV von GamersGlobal erklären? Lies den Test dazu.

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 8. Juni 2017 - 16:55 #

Wenn man sich objektive Tests auf die Kappe schreibt, kann ein Spiel niemals 10/10, 100% oder was auch immer erreichen. Denn dann wäre es Perfekt, es gäbe absolut nichts dran auszusetzen. Alle anderen können dann quasi einpacken.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9828 - 8. Juni 2017 - 17:23 #

10/10 ist keine 100%. Außerdem beschreibt die Wertung immer noch Spielspaß.

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 8. Juni 2017 - 17:25 #

10/10 ist das gleiche wie 100%. Gegenteilige Behauptungen sind einfach kompletter Unsinn.

Spielspaß, ja. Aber nicht Subjektiv, sondern selbsternannt Objektiv.

Und könntet ihr euch endlich mal entscheiden!? Letztes mal bei der Diskussion wurde mir an den Kopf geworfen, dass die Wertung unter den Tests ja kein Spielspaß sei, sondern eine Objektive Einstufung...

Ihr wisst echt nicht, was ihr wollt...

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2393 - 8. Juni 2017 - 23:36 #

"10/10 ist das gleiche wie 100%. Gegenteilige Behauptungen sind einfach kompletter Unsinn."

nein. bei 10 bzw. 20 abstufungen rundet man anders als bei 100. deswegen sind 10/10 nur in ausnahmefällen mit 100% identisch.

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 9. Juni 2017 - 0:39 #

Hier wird nix gerundet. 10 von 10 Äpfeln sind immer 100%.

Despair 16 Übertalent - 4811 - 9. Juni 2017 - 12:59 #

Und wenn ein angebissener Apfel darunter ist..? ;)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24114 - 8. Juni 2017 - 23:46 #

Würde ein Spiel beim 100er-System eine 95 bekommen, wäre das umgerechnet in ein 10er-System eine 10/10, weil es 9,5/10 nicht gibt. Es muss also mathematisch korrekt aufgerundet werden. Also: Eine 10/10 entspricht keinesfalls einer 100.
Bei einem 20er-System müsste ein Spiel in einem 100er-System eine 98 bekommen, weil es zwar 9,5/10, aber nicht 9,8/10 gibt.

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 9. Juni 2017 - 0:41 #

Ach, man schreibt sich Objektivität auf die Latte, darf dann aber fröhlich Aufrunden, wenns grad in den Kram passt!?

Sorry, aber dieser Wertungsunsinn nimmt immer obskurere Ausmaße an.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9828 - 9. Juni 2017 - 1:09 #

Du siehst da etwas falsch.

Eine 10/10 hier auf GG kann im 100er-System eben auch eine 98 oder 99 sein. Sprich, ein Spiel muss nicht perfekt sein, um eine 10/10 zu bekommen.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24114 - 9. Juni 2017 - 3:55 #

Nur, weil etwas aufgerundet werden muss, weil das Wertungssystem nicht mehr hergibt, ist die Vorgehensweise nicht automatisch weniger objektiv. Ganz im Gegenteil: Es gibt wohl nichts, was noch mehr Objektivität repräsentiert als das Regelwerk der Mathematik. Und nichts anderes wird hier angewandt.
Mit "in den Kram passen" hat das nicht wirklich was zu tun.

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5150 - 9. Juni 2017 - 6:04 #

Diese Diskussion mit unterschiedlich wertigen Wertungssystemen wude schonmal geführt und hat auch damals zu nix geführt. Ich würde es an dieser Stelle ehrlich gesagt sein lassen.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24114 - 9. Juni 2017 - 8:02 #

Ja, vermutlich hast Du recht.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15307 - 9. Juni 2017 - 11:41 #

Mathe kann schon herausfordern ;)

guapo 18 Doppel-Voter - 10492 - 9. Juni 2017 - 13:24 #

Es gibt unterschiedliche Rundungsregeln :p
Mit trunking oder Gauss wär's ne 9 :-)

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 9. Juni 2017 - 15:50 #

Eben. Und das wäre auch der inhärenten Logik halber die sinnvollere Wertung. Denn sonst dürfte man an dem Spiel nichts mehr bekritteln.

Aber mir sind diese Tests eh Wurscht. Ich persönlich hab kein Problem damit, eine völlig subjektive Wertung für ein Spiel abzugeben. Nur ist mir bisher keines untergekommen, bei dem ich eine 10 zücken würde.

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5150 - 9. Juni 2017 - 20:06 #

Aber nur mit unterer Gaußklammer.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5596 - 5. Juni 2017 - 13:06 #

Über einen Satz musste ich eine Weile nachdenken:

"Oder springen sie nur auf einen fahrenden Zug auf, bei dem "wir machen vielleicht vieles nicht so gut, aber dafür sind wir oldschool" auf einmal ein Qualitätsmerkmal ist?"

Bei "oldschool" denke ich zuerst an sowas wie "Thimbleweed Park", aber wenn man mal etwas darüber nachdenkt, sind auch einige Gameplay-Elemente, die früher gut waren, mittlerweile deutlich schlechter geworden. Und da ist "oldschool" dann sehr positiv. Bei Shootern hatte man früher meiner Meinung nach ein viel bessere Waffengefühl, man fühlte sich zu einem gewissen Teil mächtig. Das ist im Lauf der Jahre verlorengegangen. In letzter Zeit gab es mit Wolfenstein und Doom dann mal wieder Vertreter, die das zurückgebracht haben und ich hab das als enorme Verbesserung empfunden.

Bei Prey ist das nicht ganz so gut gelungen. Das macht meiner Meinung nach eher Sachen sehr gut, die woanders nerven. E-Mails sind z.B. i.d.R. sehr kurz und killen nicht den Flow, wenn man alles lesen will. Und Audiologs sind vglw. selten und fast immer nur an Stellen, wo einem nichts passieren kann, sodass man sie entspannt anhören kann und nicht stehenbleiben muss wie in vielen anderen Spielen.

HAL9000 12 Trollwächter - P - 1034 - 5. Juni 2017 - 13:24 #

Bei dem Artikel fühle ich mich irgendwie ausgeschlossen. Über wen redet Benjamin überhaupt? Über DIE "angelsächsische Presse"? Keine Ahnung, ob ich die Beispiele jetzt kennen müsste, aber anscheinend ja schon, sind sie ja elementar wichtig, um die Kritik überhaupt zu verstehen.
Wieso werden keine Namen genannt, wenn einem etwas so gegen den Strich geht? Um die Kollegen zu schonen? Dann verstehe ich die Intention noch weniger.
So ist der ganze Artikel für mich ein Rundumschlag ins Leere.

Ansonsten: Subjektiv ist natürlich jeder Test in einem Unterhaltungsmedium. Wäre er objektiv, müssten unterschiedliche Tester ja stets zum selben Ergebnis kommen bzw. unterschiedliche Ergebnis nach einem Schlüssel umrechenbar sein.
Das ist aber völlig egal, solange der Tester schlüssig begründet, warum er das Spiel gut oder schlecht findet. Selbst gegen Jim Sterlings Zelda-Review ( http://www.thejimquisition.com/the-legend-of-zelda-breath-of-the-wild-review/ ) habe ich überhaupt nichts, die 7/10 trifft sicherlich für ihn zu, für mich und andere aber nicht. Durch seine Kritikpunkte kann ich aber verstehen, was ihn stört und es für mich einordnen. So ein Artikel hilft mir im Zweifel mehr als ein Test, der nur wiederkäut, was 30 Reviewer bereits geschrieben haben.

RobertM 10 Kommunikator - 445 - 5. Juni 2017 - 13:48 #

"Das ist aber völlig egal, solange der Tester schlüssig begründet, warum er das Spiel gut oder schlecht findet."

Und genau das ist ein objektives Kriterium, das du hast und das du von den Tester_innen erwartest. Un wie soll ein/e Tester_in die Erwartung erfüllen? Wie wäre es durch die Darstellung der Methode der Betrachtung eines Spiels und nicht durch "boa mir wird schlecht bei den Gesichtsanimationen, leider werden manche das Spiel trotzdem kaufen.". Was ist denn das? Als zusätzliche Meinung ok aber als generelle Kauf- und Bewertungskriterien, als Grundlage für die Darstellung von Spielen? Es gibt nicht ohne Grund eine kategoriale Unterscheidung zwischen Boulevard- und Fachpresse.

EvilNobody 14 Komm-Experte - 1836 - 5. Juni 2017 - 14:37 #

Natürlich richtet sich die Kritik vornehmlich an 4players, merkt man sofort. Keine Ahnung, warum hier gerade dem Luibl immer wieder ans Bein gepinkelt wird.
Ich habe das noch NIE vorher bemängelt, aber eine gewisse "Flapsigkeit" bzw so eine genervte Grundeinstellung ist mir bei dir, Benjamin, jetzt schon öfter aufgefallen. Wäre schön, wenn das wieder etwas zurückgefahren werden könnte. Gerade GG habe ich immer dafür geschätzt, dass man sich nicht das Maul über Kollegen/Konkurrenten zerreißt und dass man sich als User gut behandelt fühlt.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12817 - 5. Juni 2017 - 15:46 #

Bezieht sich die Kritik nicht hauptsächlich auf amerikanische Kollegen?

Claus 29 Meinungsführer - - 122740 - 5. Juni 2017 - 16:05 #

Wir wissen es nicht, da der Artikel diesbezüglich nicht konkret Ross und Reiter nennt. Und der Autor dazu offenbar kein Interesse daran hat, nach der Veröffentlichung seiner Meinung an der folgenden Diskussion teilzunehmen.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63950 - 5. Juni 2017 - 16:11 #

Schon mal überlegt dass er evt Freizeit geniesst am Feiertag? ;)

Claus 29 Meinungsführer - - 122740 - 5. Juni 2017 - 16:46 #

Du meinst so wie ich und du, hier auf Gamersglobal?

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63950 - 5. Juni 2017 - 17:10 #

Nee, wir sind ja keine Reddies. ;)
Ernsthaft, wenn ich frei hab will ich von der Arbeit nix hören und nix sehen. Bin zum Glück kein Japaner. :D

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24114 - 6. Juni 2017 - 9:41 #

Ich meine mich auch zu erinnern, aus verschiedenen Quellen hier auf GG erfahren zu haben, dass gerade Urlaubszeit ist, Vorbereitungen für die E3 getroffen werden müssen usw.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100938 - 6. Juni 2017 - 10:14 #

Stimmt schon. Andererseits haut man dann nicht einen Artikel raus, wo ggf. ein Dialog mit dem Autor erwünschenswert wäre bzw. auf die eine oder andere aufkommende Frage bezüglich seines Artikels eingeht ;). Damit muß man bei einem Meinungsartikel als Autor immer rechnen. Ansonsten kann man auch nach den Urlaub oder E3 damit warten. So brisant ist das Artikel-Thema nun auch wieder nicht ;).

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24114 - 6. Juni 2017 - 10:27 #

Natürlich muss Benjamin damit rechnen, dass er auch nach Belegen für seinen Artikel gefragt wird. Aber Du schreibst es selbst: Das hier ist ein MEINUNGSartikel, den muss auch ein Redakteur nicht zwingend in vorauseilendem Gehorsam mit Fakten belegen und wenn er das nicht tut, hat das erst einmal wenig mit mangelndem Talent im Beruf zu tun (ich weiß, dass Du ihm letzteres jetzt nicht vorgeworfen hast). Die Vorgehensweise von Benjamin ist im Rahmen einer Meinung völlig legitim.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100938 - 6. Juni 2017 - 11:03 #

Mir geht's nicht darum ob Benny irgendwas belegen muß. Das war allgemein gehalten, daß bei einem Meinungsartikel auch ein Dialog/Antwort auf Fragen der Leser vom Autor erwünscht sein könnte und ich ein quasi "keine Zeit dafür" weil Urlaub oder anstehende Messe nicht gelten lasse ;).

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63950 - 5. Juni 2017 - 16:05 #

"Ich habe das noch NIE vorher bemängelt, aber eine gewisse "Flapsigkeit" bzw so eine genervte Grundeinstellung ist mir bei dir, Benjamin, jetzt schon öfter aufgefallen."
Mir ehrlich gesagt noch nie. ;)

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 5. Juni 2017 - 16:10 #

Und wie kommst du jetzt ausgerechnet auf 4Players? Ich meine, so interessant ist der Luibl wirklich nicht. Auch 4Players trabt doch nur dem allgemeinen Trend hinterher, und um den geht's.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63950 - 5. Juni 2017 - 16:12 #

Nö, 4p sind immer stolz dass sie dagegen sind. So kommt es mir jedenfalls bei vielen Tests vor. :)

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 5. Juni 2017 - 21:36 #

4 Players - da wo die echten Spielegurus sitzen ...

EvilNobody 14 Komm-Experte - 1836 - 5. Juni 2017 - 17:11 #

Es ist müßig, mit dieser Community über 4players zu streiten. Dasselbe gilt für Let´s Plays und allgemein der Trend, der durch YouTube losgetreten wurde. Ich meine das nicht persönlich oder gegen dich, aber ich habe es aufgegeben, hier über das Für und Wider solcher Themen zu diskutieren. Hier hoppeln viele alte Hasen durch die Kommentarspalten und ich respektiere es, wenn man vieles als "Trend" abwinkt und damit nix anfangen kann. Mir ist nur aufgefallen, dass gerade auf GG scheinbar erzkonservative Altgamer anzutreffen sind, die sowieso alles scheiße finden, was nur enternt mit Gronkh, Luibl, Subjektivität oder Fortschritt (auf Games und die Branche allgemein sowie Internet bezogen)zu tun hat.
Und woher immer diese virschnellen Meinungen über Luibl oder 4players kommen, kann ich auch nicht verstehen. Luibl hat schon zigmal in foren und Kolumnen seinen Standpunkt erläutert, das kann man aber natürlich nicht wissen, wenn man den eigenen Sttandpunkt gar nicht überdenken will oder andere Meinungen zumindest tiefgehender analysieren.
Ich mag GG (besonders Langer, Heinrich usw.)und schätze auch die Community, aber Herrgott, viele tun hier so, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen. Stelle mir immer vor, wie die Opas hier mit dem Krückstock fuchtelnd vor dem PC sitzen und pfeiferauchend den jungen Hüpfern die Leviten lesen. ;D

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35868 - 5. Juni 2017 - 17:17 #

Ja, da muss ich zustimmen, vor allem bei dem Thema Let's Plays merk ich das oft. Da wird hier so drüber geredet, wie meine Großeltern über Computerspiele reden. :D

Despair 16 Übertalent - 4811 - 5. Juni 2017 - 20:52 #

Hey, Opi hier hat nur gesagt, dass er mit Let's Plays wenig anfangen kann und lieber selbst spielt. Opi hat nicht gesagt, dass alle Let's Plays doof und überflüssig sind. *entrüstet mit dem gebiss klapper*

EvilNobody 14 Komm-Experte - 1836 - 5. Juni 2017 - 21:43 #

Ist gut, reg dich nicht auf. Das macht dein schwaches Herz nicht mehr mit. :D

Crazycommander 14 Komm-Experte - 2124 - 6. Juni 2017 - 10:37 #

Hey, wir sind hier schließlich beim "Spielemagazin für Erwachsene (tm)"

Nomen est omen.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63950 - 5. Juni 2017 - 19:42 #

*krächzender Tonfall*Pass auf du Jungspund, gleich setzt es was! *ächzend den Krückstock polierend*

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5915 - 6. Juni 2017 - 10:43 #

Da muss ich immer daran denken: https://www.youtube.com/watch?v=bsve9wB_sEA

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 5. Juni 2017 - 21:38 #

Pass mal auf, sonst holt dich der Hendrik, ich bin nämlich für so was zu alt :)

Mein Problem - sofern es denn überhaupt eins ist - besteht wohl eher darin, dass ich mit diesem ganzen "Wer ist der tollste Spieletester" Kokolores grundsätzlich nichts anfangen kann.

Ich schätze professionelle Spieleredakteure und nenne mal als unverfängliches Beispiel Rüdiger Steidle und interessiere mich absolut nicht für Leute, die meinen sich für oder gegen einen wie auch immer vermuteten Mainstream profilieren zu müssen.

Ich habe nichts gegen Luibl, er interessiert mich aber auch nicht. Und soweit ich dass sehe, bist du derjenige der ihn hier überhaupt ins Gespräch gebracht hat. Mir wäre der gar nicht eingefallen.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24114 - 6. Juni 2017 - 9:42 #

Ach, Hendrik kann doch auch nur noch mit Krückstock was reißen^^

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 7. Juni 2017 - 8:59 #

Die Frischlinge sind auch nicht mehr das, was sie mal waren ;)

RobertM 10 Kommunikator - 445 - 5. Juni 2017 - 18:10 #

4players bewegt sich richtung Top-Flop Journalismus? Ist mir nicht aufgefallen. Sie haben Bewertungen abseits der Mainstreamwertungen. Manchmal sieht es so aus als wäre das ein wichtiges Kriterium eine andere Wertung zu haben. Dabei sollte man jedoch nicht vergessen, dass sich 4players eine eigene Wertung unabhängig von PR und Industrie auf die Fahnen geschrieben hat. Also bei Objektivität im Journalismus geht es jetzt sicher nicht um Industriekonformismus. Das sind zwei verschiedene Dinge oder?

4players ist aber nicht mit dem Artikel gemeint sondern ein Trend. Und es wird zwar allgemein von Subjektivität gesprochen, gemeint ist jedoch eher ein Relativismus, der sich breit macht und dem es im Allgemeinen an Substanz fehlt.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11922 - 5. Juni 2017 - 20:16 #

Ich habe immer mehr das Gefühl, dass Tests nur für Fanboys oder Hater geschrieben werden, um deren vorgefertigter Meinung zu entsprechen. Gerade was ich so auf englischsprachigen Webseiten in letzter Zeit teilweise an geschriebenen Tests gelesen habe ging einfach oft auf keine Kuhhaut. Das Messen mit zweierlei Maß gehört praktisch zum Standard.

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 5. Juni 2017 - 22:35 #

Das gute an polarisierenden Tests ist, dass sie bei Fans UND Hatern die optimale Resonanz erzeugen. Jeder auf seine Weise ein guter Kunde.

Ganesh 16 Übertalent - 5024 - 5. Juni 2017 - 22:44 #

Liest sich wie eine recht bequeme Bestätigung der eigenen Arbeitsweise. Und wie eine Kollegenschelte ohne Beispiele. "So im Allemeinen finde ich auch, dass Politiker immer häufiger die Unwahrheit sagen." "Es wird auch immer häufiger eingebrochen, nirgends ist man mehr sicher".

Dabei nennen die gescholtenen Kollegen bei RPS ihre Kritiken nicht Tests und von Kaufberatung ist häufig auch keine Rede.

Ehrlich gesagt: Mich nervt eher diese Einbildung auf die eigene Objektivität. Statt den Kunden/Leser und seinen offenbar überwiegenden Wunsch nach einer weniger Checklisten-orientierten Auseinandersetzung mit Spielen ernst zu nehmen, haut man lieber die Kollegen, die nicht Stiftung Warentest spielen wollen. Die Auseinandersetzung mit Film- oder Buchkritiken findet auch immer noch nicht statt.

wizace 12 Trollwächter - P - 1173 - 6. Juni 2017 - 13:03 #

"Stiftung Warentest" trifft es ganz gut. Wenn man nicht aufpasst, lässt man sich von der Industrie die zu checkenden Komponenten vorgeben, also "Open World, Einsteigerfreundlichkeit, tolle Grafik, epische Story usw.", und hakt dann auf der Liste das Entsprechende ab. Dann hat die Industrie ihren programmierten 85er und der Red. keine Erklärungsnöte. Alle Happy, bis auf der Leser.
So einen Scheiss will dann nämlich keiner mehr lesen (und auch spielen). Habe in den Kommentaren mit Interesse gelesen, dass ich nicht der Einzige bin, der nur noch das Fazit liest. Maximal überfliege ich den Rest vom Artikel.
Früher habe ich Spielezeitschriften von vorne bis hinten gelesen. Das waren noch Multiplattformzeitschriften. Ich hab die noch von vorn bis hinten gelesen, da waren für meinen C128 nur noch zwei Drittelseitenartikel drinnen und eins von den Spielen lief dann nicht einmal auf dem C128 sondern nur auf dem C64 ;) Teils hab ich die Artikel auch zweimal gelesen.
Ich habe nichts dagegen, wenn bestimmte Kriterien geprüft und abgehakt werden. Das soll schon auch so sein. Aber, ich weiß auch nicht, früher stand in den Stellenausschreibungen von Spielezeitschriften immer etwas von einer "flotten Schreibe" oder so ähnlich. Vielleicht ist es ja das. Schreiben kann eben auch nicht jeder. Artikel früher haben eben nicht den Checklistencharakter gehabt sondern die Fantasie angeregt und Lust aufs Spiel gemacht. Oder sie haben eben Spaß gemacht, wenn sie das Spiel verrissen haben. Ich hab das auch keineswegs so in Erinnerung, dass die Meinungen unbegründet waren. Es gab auch nicht nur Topspiele und Verrisse sondern auch die soliden 70er und die 60er mit Abstrichen. Es war eben informativ und unterhaltsam zugleich.
In Podcasts geht es ja heute auch noch. In einer Stay-Forever-Folge z.B. steckt ein Haufen Recherche und Information und gleichzeitig ist sie unterhaltsam.
Vielleicht geht es hier gar nicht um Ratio vs. Emotion sondern einfach darum, ob man interessant, mitreißend und fantasievoll schreiben und erzählen kann. Das schließt übrigens nicht aus, dass man gleichzeitig sauber, distanziert und journalistisch korrekt arbeitet. Man arbeitet dann aber eben als Unterhalter und nicht als Warentester und ein Stück Unterhaltung scheint ja im Spieljournalismus durchaus nachgefragt zu sein.
Das gleich in die Richtung "postfaktisch" und "unbegründet" schieben zu wollen, ist mir zu undifferneziert und schwarz weiss gemalt. Podcasts wie "Stay Forever" beweisen, dass es geht. Eine unbegründete Lobhudelei oder einen unbegründeten Verriss finde ich übrigens genau so unlesenswert wie eine Stiftung Warentestcheckliste.

Hartmann 10 Kommunikator - 396 - 6. Juni 2017 - 6:33 #

"...bei einem anderen Spiel werden dieselben oder sehr ähnliche Schwächen hingegen in einem Nebensatz abgetan, wortreich-malerisch beschönigt oder gleich ganz unter den Tisch gekehrt."

Bei dem Satz musste ich prompt an Jörgs Zelda-Video denken. Habe noch nie ein Testvideo gesehen bei welchem dem Tester so viele Schwächen/Mängel auffallen, die dann aber flugs mit sowas wie: "das stört mich hier aber kein bisschen", abgetan werden. Für mein Empfinden schimmerte da sehr die Fanliebe durch.

steever 16 Übertalent - P - 5886 - 6. Juni 2017 - 6:45 #

Das war ne SDK. ;)

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100938 - 6. Juni 2017 - 8:17 #

Das war kein Testvideo.

Crazycommander 14 Komm-Experte - 2124 - 6. Juni 2017 - 10:28 #

Das war wahre Fanliebe.:) Aber dafür war es ja ne SDK und kein Testvideo.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11922 - 6. Juni 2017 - 12:26 #

Hehe, ja, die Zelda BotW Tests sind ein Paradebeispiel für Fan-Einschleim-Wertungen, weil nur bei sehr wenigen die negativen Punkte überhaupt erwähnt wurden und bei praktisch nur ein, zwei Tests auch einen Einfluss auf die Wertung hatten.

gamalala2017 (unregistriert) 6. Juni 2017 - 13:15 #

Ich glaube Jörg war da damals drauf und dran ein paar Leuten hier zu verdeutlichen wie er wäre wenn er ein Standart-Lets-Player wäre und denke das war wohl eher als subtiler Humor gemeint den bisher wohl die wenigsten verstanden haben.

Könnte aber auch sein das ich hier zu viel hinein interpreteriere. Eben jenes ist bei subjektiver Berichterstattung erlaubt.

Mir ist es egal ob ein Redakteur gerne nun objektiv schreibt oder eher den subjektiven Weg wählt. Oder gar sich Spaß aus Konjunktiven macht o.Ä.

Persönlich müssen mich aber die Artikel interessieren und da kann ich es auch dann bei meinem Lieblings-Redakteur verkraften wenn dieser am Tag verschiedenste Stile anbringt.

Jetzt aber zu sagen entweder nur Objektiv oder Subjektiv das ist total falsch. Nur aus der richtige Mischung vieler Dinge kann ein Redakteur bei seinen Lesern zum Liebling werden. Erst recht wenn sie blond ist! :)

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 7. Juni 2017 - 2:19 #

> Bei dem Satz musste ich prompt an Jörgs Zelda-Video denken.

Ohja. Mal abgesehen davon, dass es eine SdK war. Aber als Heinrich die schwachsinnige Ausdauer-Abnahme und der damit einhergehende Tod des Protagonisten beim normalen Schwimmen, oder gar nur treiben im Wasser mit "Ach, das ist ja putzig" abgetan hat, musste ich mir meinen Teil denken...

Crazycommander 14 Komm-Experte - 2124 - 7. Juni 2017 - 9:25 #

Wobei gerade die Mechanik: Ausdauer als nahezu einziger limitierender Faktor in der open World, mMn ziemlich gut umgesetzt ist. Das veränderte meine Art, das Spiel zu spielen doch erheblich und sorgt dafür, dass ich parallel zu Zelda eigentlich kein anderes Action-Adventure (der "herkömmlichen" Art) Spielen kann. Ähnlich geht es mir bei den Soulsbourne Spielen -> daneben wirken erstmal alle anderen Aktion-Spiele fad und schwachsinnig.

Fad und schwachsinnig hingegen ist bei BOTW das Kochen. WTF??? Aber auch da gibt es Spieler und Journalisten die begründen, warum das eben doch nicht so übel ist.

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 8. Juni 2017 - 16:58 #

Es spricht ja auch nichts dagegen, so etwas wie Ausdauer im Spiel zu haben.

Aber wieso nimmt die Ausdauer ab, wenn Link einfach nur im Wasser treibt!? Ist doch in der Realität genauso wenig der Fall. Und aus spielerischer Sicht ist das eher Gängelung als sinnvolle Spielmechanik.

Genauso die Waffen die nach fünf Schlägen direkt kaputt sind...

steever 16 Übertalent - P - 5886 - 8. Juni 2017 - 17:09 #

Du kannst echt im Wasser treiben, mit schweren Rüstungen, Waffen, Schilder, vollen Taschen und es geht bei dir nicht auf die Ausdauer? Respekt. ;)

Aber seit wann verbraucht es Ausdauer im Spiel, wenn du nur im Wasser treibst? Trotz der schweren Rüstungen, Waffen und Co. hält sich mein Link über Wasser, ohne dass seine Ausdauer verbraucht wird. Erst wenn er schwimmt geht es auf die Ausdauer.

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 8. Juni 2017 - 17:28 #

Mit schwerer Rüstung treibe ich nicht, da geht man unter wie ein Stein. Da ists auch mit Schwimmen essig, außer man kann wie Guybrush Threepwood 10 Minuten lang die Luft anhalten und latscht einfach am Grund des Sees zum anderen Ufer ;)

Und ich meine in der SdK gesehen zu haben, dass bereits treiben im Wasser auf die Ausdauer ging. Wenn das nicht so ist, ziehe ich meinen Punkt natürlich zurück.

Despair 16 Übertalent - 4811 - 6. Juni 2017 - 14:12 #

Ich halte eine Verschiebung von der Produktbeschreibung (Testbericht) zur subjektiven Erfahrung des Testers (Meinungskasten) für wünschenswert. In den "Stiftung Warentest"-Teil gehören Genre, Technik, Steuerung, Spiellänge, Unterschiede zwischen den Plattformen - die harten Fakten sozusagen. Im Meinungs-Teil geht es um Dinge, die der Tester nur schwerlich objektiv bewerten kann: Stil und Spielspaß. Je nach Genre fällt dann mal der erste, mal der zweite Teil umfangreicher aus.

Bei aktuellen Tests fällt mir öfter mal auf, dass Inhalte aus dem Test im Meinungskasten (manchmal wortwörtlich) wiederholt werden und den Meinungskasten dadurch quasi zum Fazit machen. Das halte ich für ziemlich sinnfrei.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3214 - 6. Juni 2017 - 14:56 #

Objektive Testkriterien bei einem künstlerischen Medium (!="Kunst") führen zu einer Einengung des Testrahmens auf gängige, stereotypische Qualitäten des Produkts. Will sagen, ein zu formalistisches Testschema eignet sich zwar dafür, die erwarteten Ergebnisse zu erzielen (AAA-Titel mit Mega-Budget > Indietitel aus 3-Mann-Produktion).
Wenn ein Produkt aber vom Standardschema abweicht, eignen sich die Testkriterien nicht mehr, um seine individuellen Qualitäten darzustellen. Das Ergebnis ist meist ein 7-er-Titel, der in der Flut hochrangiger, mainstreamkonformer Titel abweicht.

Soweit so gut, das führt sicher zu einer prominenten Testriege mit erwarteten Highlights.

Jetzt kommt mein ABER: Wer, wenn nicht der Spielejournalismus, soll Spieler auf Geheimtipps stoßen, sie ermutigen, den Popsong einmal zu Gunsten der dreckigen Jazzplatte liegen zu lassen? Sich in spielerischer Hinsicht über den Tellerrand zu wagen?
Das macht der Spieler nicht von allein, dazu benötigt es Fachleute mit ganzheitlichem Blick auf die Branche, die kultigen Absurditäten und die übersehenen Perlen, die einen Blick lohnen und das Hobby abseits von CoD und Co einmal von anderer Seit beleuchten.

Sozusagen der "Reiseführer", der einen aus der All-in-Clubanlage holt und mit in ein unscheinbares Straßenlokal voll von Einheimischen nimmt.

Ich sehe darin durchaus die Existenzberechtigung professioneller "Spielebranchenkenner" in Zeiten von letsplayenden Youtubern und vierseitigen Hobby-Rezensionen in der Amazon-Bewertungsspalte.

Nichts einfacher als das, oder? ;-)

Hannjopp 12 Trollwächter - 1053 - 6. Juni 2017 - 15:31 #

Natürlich will ich subjektive Tests, mir ist es deutlich lieber wenn mir der Tester (Kritiker) klar verdeutlicht warum er das Spiel geil findet. Ob ich seiner Argumentation folgen kann und ihm in diesen Punkten zustimme bleibt ja immer noch mir überlassen.
Der 4Players Test zu Demon Souls ist einer der besten die ich je gelesen habe, man spürt die Begeisterung des Testers (Luibl btw), sowas ist mir doch tausend mal lieber als ein : Ja läuft stabil mit 60fps und die Kantenglättung ist perfekt usw. Ein Spiel ist für mich ein gutes Spiel wenn es mich in seinen Bann ziehen kann, da interessieren mich die 60fps dann eher weniger.
Das Thema DA:I wurde hier ja schon angesprochen, aufgrund des Testes hier habe ich mir das Spiel damals gekauft, es ist mit Sicherheit nicht so schlecht wie von 4Players dargestellt, aber besser als The Witcher 3 ? Da liegen Welten dazwischen, wo ist denn hier die viel gerühmte Objektivität zum Einsatz gekommen? War das dann auch eine so genannte Hopp-Wertung?
Diese Meinung ist für mich eine anonyme Kritik an die Konkurrenz, mit konkreteren Beispielen wäre sie für mich vll nachvollziehbar, so bleibts irgendwie ein bischen trotzig.

Thomas Schmitz Freier Redakteur - 3239 - 6. Juni 2017 - 19:58 #

Mir gibt es hier (exemplarisch jetzt bei dir) zu sehr Schwarz und Weiß. Reine Technik-Tests mit eben reinem Auflisten von Features wie Kantenglättung und FPS-Zahl sind natürlich kompletter Blödsinn, da sind wir uns vermutlich alle einig. Aber rein subjektive Feeling-Reviews, in denen man zwar am Ende weiß, wie der Tester das Spiel fand, ohne zu wissen, was das Spiel beinhaltet, finde ich auch nicht so informativ (wenngleich sie durchaus unterhaltsam zu lesen sein können).

Auch in subjektive Tests gehören objektive Fakten, genauso wie in objektiven Tests subjektive Empfindungen gehören. Nämlich eben nicht: Die Grafik läuft mit konstant 65 FPS, sondern, die Grafik ist wirklich hübsch oder eben nicht.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100938 - 6. Juni 2017 - 21:53 #

So sehe ich das auch. Der objektive Teil des Tests kann mir sehr wohl sagen, was mich in dem Spiel erwartet. Ganz rational. Zum Beispiel ob es technische Mängel hat. Wenn ja, welche. Wie sind die Spielmechaniken. Wie lange ca. die Spielzeit ist. Gibt's die Möglichkeit der freien Sprachauswahl, wer lieber O-Ton spielen will. Ob, als immer noch passionierte Retail-Käuferin, ich in einer PC-Version auch eine Disk bekomme, oder der immer mehr in Mode kommende Download-Code in der Hülle. Was ich eigentlich eh nie in Tests erfahre, weil bei Multiplattformtitel vorwiegend Konsolenversionen getestet werden (können), aber mei. Welche Kopierschutzmaßnahmen zum tragen kommen etc. Da gibt's einiges, was man objektiv dem Interessenten von dem Spiel mitteilen kann. Die rein subjektive Meinung, was ihm am Spiel gefällt und was nicht, kann der Tester dann in seinen Meinungskasten packen. Mir bringt es persönlich eher weniger, wenn z.B. 4 Leute ein Spiel testen, 2 finden es toll und 2 finden es doof - oder eben 4 Magazine XYZ in einem Testvergleich und alle 4 haben unterschiedliche "Meinungen" zum Spiel ;). Und oft reicht mir auch ein 2-Seiten-Test. Bei mehr wird's fast schon wieder müßig zu lesen weil zu ausschweifend.

v3to 12 Trollwächter - 1110 - 7. Juni 2017 - 7:48 #

Wobei es nicht bedeutet, dass subjektiv gehaltene Tests grundsätzlich undifferenziert sind. 4Players setzt einen großen Schwerpunkt auf die Inszenierung des jeweiligen Spiels, was mMn bei GamersGlobal tendenziell zu kurz kommt. Bei objektivierten Tests (objektiv ist auch eine Meinung) gerät in seiner Kleinteiligkeit der Blick aufs Wesentliche zeitweilig ins Hintertreffen. Es gibt hier keinen Königsweg. Schlüssig begründet und möglichst nicht zu verkopft sind beide Wege für sich eine gute Basis, um über die Spiele zu diskutieren und sich selbst eine Meinung zu bilden.

Hannjopp 12 Trollwächter - 1053 - 7. Juni 2017 - 7:43 #

Ich gebe dir Recht, meine Aussage war in dieser Hinsicht etwas überspitzt. Ich lese generell die Reviews hier und auf 4Players, daraus ziehe ich ein Fazit und wäge ab ob das Spiel etwas für mich ist. In den meisten Fällen fehlen mir hier etwas die Emotionen , dafür sind die Tests handwerklich und faktisch sehr gut aufgebaut. Die Meinungskästen sind da für mich einfach zu kurz, ich mag's lieber wenn der Redakteur im kompletten Test seine Begeisterung/Unmut kundgibt und ich so eine hohe bzw. niedrige Wertung nachvollziehen kann. Natürlich mit Fakten untermauert, ein Verriss oder eine Hypewertung ohne diese sind einfach nicht glaubhaft.
Solche kann ich in der deutschen Testerlandschaft aber eher nicht finden , von daher wäre es interessant zu wissen welche Tests Benjamin in seiner Meinung anprangert.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3306 - 7. Juni 2017 - 11:37 #

"Die Grafik läuft mit konstant 65 FPS, sondern, die Grafik ist wirklich hübsch oder eben nicht."

Hm, sehe ich anders. "Hübsch" ist reine Geschmacksache und ich kann es an Screenshots und Videos selbst beurteilen. Darüber sollte sich ein Test am besten ganz ausschweigen.
Bei der Bildrate sieht das schon anders aus, darum erwarte ich darüber Infos.

Hans Schreiter (unregistriert) 6. Juni 2017 - 23:40 #

Der New Game Journalism scheint die User aber zu interessanteren Kommentaren anzuregen. Beim Stiftung Spieletest hier, muss man allzu oft lesen, dass man das Spiel nur im Sale kaufe. Danke für die Info, interessiert mich aber nicht (diese Kommentare sind wohl etwas weniger geworden in letzter Zeit, gab wohl zuviel Sales).
Wenn ich nur hier lesen würde, wäre mir Edith Finch durch die Lappen gegangen. Gucke mir gerne Let's Plays von den Walking Simulatoren an, würde sowas aber nicht selbst spielen.

Könnt ihr sowas nicht 4 Stunden "spielen" (begehen) und dann einen "Was ich denke"-subjektiv Artikel dazu verfassen? Keinen Wahrheitsanspruch, wie die vollen Tests, aber die wichtigsten Infos: Gute Lichtstimmung, nette Erzählerstimme und interessante Geschichte.

Little Nightmares solltet ihr auch so abhandeln.

(Bin nur Schmarotzer von Gamers Global, versuche nur Denkanstöße zu gebe, vielleicht klappts dann auch mit dem Abo)

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 7. Juni 2017 - 9:05 #

Hm, fürs Meinungsbild gibt's die SDK in mehreren Varianten, Jörgs Spielemonat, dann im Vorfeld die Previews, die ja auch im Zusammenhang mit den Tests gesehen werden können und natürlich die gesammelten Meinungsäußerungen unter den Artikeln. Also mir reicht das.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35868 - 7. Juni 2017 - 19:07 #

Ich denke, er meint Spiele, die sonst gar nicht behandelt werden und nicht welche, die sowieso das volle Programm bekommen.

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 7. Juni 2017 - 20:32 #

Oh ok. Hatte das allgemeiner aufgefasst.

Hans Schreiter (unregistriert) 7. Juni 2017 - 21:22 #

Ich meine nur "kleinere" Spiele, die keinen vollen Test bekommen.
Gamers Global hat ja einen hohen Qualitätsanspruch, der aber auch ein Zeitfresser für die Redakteure ist. Da wird viel Zeit investiert und dann gibt's noch Gemotze, dass die PS4-Pro Performance nicht erwähnt wird.

Statt Seite 7&8 eines Tests zu schreiben, könnte man was anderes für 2-4 Stunden spielen und dann einen subjektiven "Angezockt" Artikel schreiben. Im Forum wird dann ausdiskutiert, ob das alles seine Richtigkeit hat.

Die Diskussion im Forum hier hat mich Bloodbourne kaufen lassen, obwohl ich mit Demon Souls als Fehlkauf schon abgeschlossen hatte. Leider Geil, habe da viel Zeit investiert ;)

In der Rubrik "Merkste selber 'ne?": Kenne mich hier auf GG viel zu gut aus, werde mal ein Abo abschließen. Bin dann still.

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 8. Juni 2017 - 7:52 #

Ja, mach mal :) Und lass dich in den Kommentaren häufiger mal sehen!

AlexCartman 15 Kenner - P - 3207 - 8. Juni 2017 - 11:32 #

Es hindert Dich niemand, selbst einen "Angezockt"-Artikel zu schreiben. Würde ich zum Beispiel gern lesen.

Labolg Sremag 13 Koop-Gamer - 1211 - 8. Juni 2017 - 7:42 #

was will er denn jetzt?
ist sich doch so ziemlich jeder einig darüber dass Prey echt ein sehr gutes Spiel ist und doch auch ausreichend gewürdigt wurde überall mit recht abwechslungsreichen Locations und Gameplay.

Nur dagegen steht eben auch das krude "Gunplay" und die eher störende Feinde welche oft das Spiel nur in die länge ziehen...

Jeder empfindet so ein Spiel eben anders, die einen lassen sich von der mit Liebe geschaffenen Welt eines Gothic von damals samt lustig kiffendem Sumpflager begeistern auch wenn die Vertonung und die Kämpfe manchmal hölzern waren und die anderen wollen schnörkellose aber glatte und bugbefreite non stop Mechaniken wie die eines DOOM in einem Spiel.

Harry67 15 Kenner - P - 2998 - 8. Juni 2017 - 7:55 #

Trendbetrachtung und Positionierung. Prey ist bloß die Tür zum Thema.

Soulman 15 Kenner - 2904 - 8. Juni 2017 - 11:04 #

Ich wollte mich zum Thema Prey hier eigentlich raushalten, aber ich widerspreche trotzdem mal bei den beiden Punkten "Gunplay" und "Störende Feinde".
Das Gunplay ist nicht perfekt wie bei einem "richtigen" Shooter, passt hier im Kontext aber durchaus, da der Protagonist ja Wissenschaftler ist, kein ausgebildeter Soldat. Bei Half Life wird sich immer genau darüber lustig gemacht, bei Prey ist es dann (meiner Ansicht nach) stimmig und dann ist es schlechtes Gunplay.

Was die Feinde angeht: die Herausforderung besteht ja darin, die dem Spieler zur Verfügung stehenden Werkzeuge kreativ einzusetzen, um die Kämpfe zu bestreiten. Das ist für mich eine große Stärke des Spiels, dass ich Hindernisse so angehen kann, wie ich es für richtig halte, mal mehr, mal weniger effektiv. Wären die Feinde da einfach mit 2 Schüssen aus der Pistole erledigt, wäre der ganze Reiz dahin. Das mag jetzt nicht jedem gefallen, aber dann ist Prey für diese Leute einfach das falsche Spiel.
Es muss auch nicht immer alles für jeden ansprechend sein, mit so einem Anspruch verwässert man sich am Ende als Entwickler meistens nur sein eigenes Werk.
Also, zu sagen, die Kämpfe bzw. Feinde sind störend, sie das Spiel nur in die Länge ziehen, ist ungefähr so, als würde man behaupten, in Fifa sind die Matches störend und ziehen das Spiel in die Länge. Das sind in beiden Fällen einfach elementare Bestandteile des jeweiligen Spiels.

Hanseat 13 Koop-Gamer - P - 1622 - 9. Juni 2017 - 7:48 #

Hatte nie ein buglastigeres Spiel als das letzte Doom. Stürzt immer wieder ab aus unerfindlichen Gründen.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3214 - 8. Juni 2017 - 8:33 #

Weil Benjamin auch den Begriff des "New Game Journalism" nutzt, hier noch mal ein Gedanke dazu:

Ist es nicht etwas kurz gegriffen, bzw. zeugt sogar von einer nur teilweisen Betrachtung des NGJ, hier als Unterschied zum klassischen Spielejournalismus lediglich "subjektive Tests" hervorzuheben?

Geht es nicht gerade um die schwindende Bedeutung des klassischen Tests? Ich denke nicht, dass NGJ nur bedeutet, den herkömmlichen Test subjektiver zu schreiben. Zumal da die Grenzen wahrscheinlich sowieso fließend sind.

Wenn ich z.B. die WASD nehme, dann habe ich hier über 100 Seiten mit Essays, Reportagen und Aufsätzen über Spiele und Spielen, allesamt hochwertig geschrieben. Eine WASD kann ich in einem Rutsch lesen, mich über völlig neue Aspekte und Gedanken zu teils alten Spielen, Trends, Metathemen, Branche und Hobby freuen. Ein weiterer "Testbericht" hingegen ist einfach nur ein... Text. Heute wichtig, morgen ohne Bedeutung.

In Zeiten von Leetspeak und lolrofl-Abkürzungen finde ich allein schon handwerklich gut aufgebaute Texte einfach beruhigend. Ich lese manchmal in etablierten Mags wie GameStar und Co Sätze, die mich daran zweifeln lassen, dass der Schreiber jemals über den Status eines Deutschaufsatzes in der 7. Klasse hinausgekommen ist.

Aber ist das nicht auch ein wenig Anspruch eines Menschen, der das Schreiben von Texten, die Wissensvermittlung, das Spiel mit der (durchaus tiefgründigen) deutschen Sprache zum Beruf gemacht hat?
Ist es nicht gerade hier wichtig, dass richtige Journalisten die Branche wieder mit Inhalten füllen, die aus der Masse an Amazon-Reviews, Userkommentaren und Privatblogs herausstechen?

Bedarf ist sicher vorhanden. Es gibt viele Spieler, die ihr Hobby nicht mehr im Stil eines selbstkopierten und zum Unkostenbeitrag vertriebenen Vereinsmagazins von Enthusiasten begleitet haben wollen (so sahen die ersten Games-Magazine in meiner Jugend wirklich aus).
Das beschränkt sich nicht nur auf den Spielejournalismus. Mir fällt gerade die "11Freunde" ein, ein Fußballmagazin, welches eben gerade nicht kicker-like biedere Kadertabellen und Spielergebnisse liefert, sondern einfach mal gut recherchierte Reportagen über den plötzlichen Erfolg eines kleinen Zweitligisten oder die Fankultur europäischer Vereine.

Vergleichbares lese ich auch zu meinem Hobby Spielen deutlich lieber. Als "erwachsener" Leser (um mal bei der GG-Headline anzknüpfen) interessieren mich solche Artikel im Zweifel deutlich mehr. Sie erweitern vielleich bestenfalls noch meinen Horizont.

All diese Ansätze machen NGJ von richtigen "Journalisten" aus, nicht das Beschränken auf "Top oder Flop"-Tests von einigen selbsternannten Spieleprofi-Letsplayern, die von den Möglichkeiten, dass jeder alles veröffentlichen darf, profitieren.

Es ist ein wenig wie beim Fotografieren, um ein letztes Beispiel zu bemühen:
Früher hatte der Dorf-Foto-Porst die einzige Möglichkeit, jemanden zu knipsen. Ergo kam jeder hin, der Passfotos brauchte. Es konnten also auch die lustlosen, uninspirierten Pflichtknipser Geld verdienen. Heute macht man schlechte Passfotos selbst mit seiner Smartphone-App. Und alle Fotografen jammern über schwindende Kundschaft. Alle? Nein, es gibt nämlich durchaus welche, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, und sich Alleinstellungsmerkmale geschaffen haben. Auch heute gibt es noch erfolgreiche Fotografen. Sie müssen nur eben aus der Masse herausstechen, Ergebnisse liefern, die der Ottonormal-User nicht hinbekommt.

Was kann das beim Journalisten gegenüber dem Privatblogger sein?
Ich denke, mit dieser Frage nähert man sich dem an, was der NGJ sein will.

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