Mick Schnelle kritisiert:

Schöne neue vernetzte Welt

Ärgert ihr euch auch zunehmend über den immer stärker um sich greifenden Entwickler-Wahn, sämtliche Produkte mit "Community-Features" zu versehen? Erfolge, exakte Spielzeiten, Statistiken: Das alles ist dank Steam und Co. längst für jedermann online einsehbar. Mick Schnelle spricht sich gegen den gläsernen Spieler aus.
Mick Schnelle 22. Juli 2010 - 23:01 — vor 4 Jahren aktualisiert
Anfuehrung
Das Böse lauert manchmal im Vertrauten und schlägt gerne dann zu, wenn wir es nicht vermuten. München an einem schönen Julitag, viertel nach zehn. Zeit für eine Pause. Nein, kein knoppriges Waffelplätzchen mit Schokofüllung versüßt mir die wohlverdiente Erholung, sondern eine Runde Bejeweled 2 auf dem iPhone.  Ein Laster, dem ich schon seit Jahren fröne und das ich bis an mein Lebensende wohl auch nicht mehr loswerde. Ha, ein neuer Highscore. Der moderne Redakteur freut sich auch über Kleinigkeiten und will mit seinen flinken Tippfingern gleich -- eitel wie er ist -- die eigenen Initialen eingeben, doch was ist das? Wie kommt das Facebook-Logo auf mein bislang Social-Community-freies Hightech-Telefon aus chinesischer Fabrikation und wieso sollte ich meinen Highscore gleich all meinen "Freunden" mitteilen wollen? Damit gleich jeder weiß, der Schnelle arbeitet gerade nicht und versenkt stattdessen lieber bunte Kügelchen? Gerade noch rechtzeitig breche ich ab und verhindere so, dass meine Geschäftskontakte michdemnächst mit "Na, wieder Kügelchen verschoben?" empfangen.

Die Social-Gaming-Hölle

So lang die Einleitung, so ernst ist mir dieses auf den ersten Blick völlig harmlose Thema. Denn so langsam aber sicher wird mir diese ganze Verlinkung, die so schleichend um sich greift, unheimlich. Es sind ja nicht nur diese ganzen Social-Gaming-Community-Dinger, die stets und ständig all meine Handlungen dem Rest der Welt mitteilen wollen. Das Problem reicht ja viel tiefer. Man stelle sich meinen Schreck vor, als ICQ sich letztens eben mal so mit meinen Facebook-Account kurzschließen wollte, um fröhlich Adressen und aktivierte Kontakte auszutauschen.
Vor meinen Augen erscheinen Orwell'sche Szenarien, die ich bereits 1984 hinter mir gelassen zu haben glaubte.

Was mich dabei am meisten nervt: Diese Datenkraken, die alle mein Leben auf so wunderbare Weise verknüpfen, sind mittlerweile omnipräsent. Wer Facebookspiele spielt, darf sich nicht wundern, wenn genau so was passiert. Das ist auch mir bewusst, da erwarte ich es ja. Aber wenn ein renommierter Spiele-Hersteller wie ausgerechnet Blizzard eine Kooperation mit eben jener Facebook-Krake eingeht (laut Pressemitteilung "to enhance the social gaming experience"), um kurz darauf bekannt zu geben, alle Wold-of-Warcraft- und Starcraft-2-Spieler im Forum nur noch mit vollständigem Klarnamen zu listen, dann erscheinen sicherlich nicht nur vor meinen Augen Orwell’sche Szenarien, die ich bereits 1984 hinter mir gelassen zu haben glaubte. Nun gut, dank massiver Proteste (und der öffentlichen Demontage des armen Mitarbeiters, der so dumm war, zur Demonstration der "Harmlosigkeit" seinen echten Namen preiszugeben)  ist dieses närrische Treiben genauso schnell wieder aufgegeben worden. Aber man braucht nicht sonderlich paranoid zu sein, um die Befürchtung zu haben, dass das nur der erste Schritt in die falsche Richtung war. Denn Blizzard führt seit einiger Zeit ja nicht aus lauter Menschenfreundlichkeit alle Accounts egal ob WoW, Starcraft oder Diablo auf dem Battlenet zusammen. Kaum ein Browserspiel, das mich nicht mit Twitter und anderen Segnungen der digitalen Welt vermodeln will. Und spätestens, wenn Google, die Mutter aller Datensammler, die Drohung wahr macht, eine eigene Spieleplattform zu etablieren, werden wir alle uns noch wundern.

Meine Festplatte gehört mir

Und von diesen Verknüpfungen sind ja mittlerweile auch schon Solospiele betroffen. Electronic Arts betreibt mit Dragon Age - Origins und Mass Effect 2 doch bereits die Integration von Solospielen ins Internet hinein. Noch nicht ganz soweit, aber auf demselben Weg dorthin, befindet sich Ubisoft. Und ganz weit vorn dabei: Steam. Jedes über Steam verkaufte Spiel bietet spezielle "Erfolge", die freigespielt werde können und für alle Freunde einsehbar sind. Gleiches gilt natürlich für Xbox- und PS3-Netzwerke. Kurz: Alles was mit Spielen zu tun hat, wird verknüpft, und zwar mit allem anderen. Ich halte es für keine besonders gewagte Aussage, dass spätestens in fünf Jahren alles, und zwar wirklich alles, miteinander verbunden sein wird. Egal ob Spielen, Einkaufen, Bankkontenverwaltung oder Filme gucken. Und das macht mir wirklich Angst.  Und wir werden tatsächlich zum gläsernen Spieler, schlimmer noch: zum gläsernen Konsumenten, dessen Aktionen für so ziemlich jeden Zweck fröhlich protokoliert und ausgewertet werden können. Ohne unser Wissen oder unsere Zustimmung. Und spätestens dann haben wir keine Kontrolle mehr, was mit diesen Daten geschieht. Da muss noch nicht mal zwangsläufig böser Wille dahinterstecken.

Im echten Leben ist ja auch nicht alles verbunden. Jeder von uns hat Freundes- und Bekanntenkreise, die sich nicht überschneiden. Und das aus gutem Grund. Es gibt Lebensbereiche, die gehören einfach nicht zusammen. Und ich möchte nicht, dass beispielsweise all meine Kunden wissen, was ich wann wo spiele, wie lange und womöglich noch mit wem. Welche DLCs ich gekauft habe, welchen Ladescreen ich am längsten angeguckt habe etc. Zumindest für Solospiele sollte gelten: Meine Festplatte gehört mir, was ich hier zocke, geht niemanden was an. Ich will nicht vermeintliche "Erfolge" mit Menschen teilen, die Facebook großspurig "Freunde" nennt. Ich will nicht Blizzard meinen Lebenslauf offenbaren, nur weil ich Starcraft 2 spiele und ehrlich gesagt will ich gar keine Daten von mir preisgeben, nur weil ich am PC sitze. Ist das heutzutage wirklich schon zu viel verlangt?

Euer Mick Schnelle

Abfuehrung
Anonymous (unregistriert) 22. Juli 2010 - 23:15 #

Recht hast du !

Age 19 Megatalent - Abo - 13050 EXP - 22. Juli 2010 - 23:16 #

Danke Mick, gute Kolumne die auch meine Meinung widerspiegelt. Allerdings solltest du dann konsequenterweise auch schleunigst dein iPhone verbrennen. Apple zeichnet hier schließlich auch fröhlich dein Bewegungsprofil auf.

Magnus Draken 11 Forenversteher - 569 EXP - 22. Juli 2010 - 23:18 #

100% Zustimmung. Vielen Dank für diese Kolumne!

Shawn 11 Forenversteher - 661 EXP - 23. Juli 2010 - 1:47 #

Tja, und ich stimme wiederum zu 100% Magnus zu: Wirklich eine tolle Kolumne Mick! - Nur befürchte ich, dass die große blinde Masse von Konsumdrohnen es nicht begreift, oder zu wenig Weitblick hat, und diese Entwicklung somit fortschreiten wird. :-(

Razyl 18 Doppel-Voter - 9091 EXP - 22. Juli 2010 - 23:19 #

Wahre Worte Herr Schnelle, wahre Worte...

Auch wenn ich nach anfänglicher Skepsis Steam mittlerweile richtig mag. Dennoch: Diese Verknüpfungen mit nahezu jedem großen Social-Community-Netzwerk bleibt vorerst richtig lästig.

twinpunk 07 Dual-Talent - 132 EXP - 22. Juli 2010 - 23:27 #

Ich stimme voll zu, das nimmt wirklich überhand.

Anonymous (unregistriert) 22. Juli 2010 - 23:31 #

Im Grunde sehr korrekt - wie es bei anderen aussieht, weiss ich nicht, aber bei Steam ist das frei einstellbar und man kann das Profil komplett auf privat stellen - dann ist nichts mehr einsehbar ;)

bersi (unregistriert) 22. Juli 2010 - 23:48 #

Naja, mal sehen wie lange ich Facebook noch vermeiden kann. Bis jetzt klappts ja noch ganz gut :)

CruelChaos 11 Forenversteher - 711 EXP - 22. Juli 2010 - 23:57 #

Ganz meiner Meinung! Und da kann Blizzard lange warten bis ich so dumm bin alle meine Blizzardspiele unter einem Account zu führen...

Mithos (unregistriert) 23. Juli 2010 - 11:27 #

Ich werde genau deswegen SC2 unter einem anderen Account, mit einem Phantasie-Namen, registrieren. Leider riskiere ich mit diesem Schutz meiner personenbezogenen Informationen die Möglichkeit, meinen Account nach einem Ausspähen des Passworts zurück zu bekommen. Aber das ist mir erstens noch nicht passiert, und zweitens ist mir das meine Privatsphäre wert.

Sollten sie einen Zwang zu Klarnamen bei Registrierung für das bnet einführen, wäre ich der Erste, der eine Firma für persönlichkeits-schützendes Gaming gründet: Ihr registriert euren Account auf die Firma und unsere Dienstleistung besteht darin, eure Anonymität zu schützen und den Account für euch zu verwalten. Neues Geschäftsmodell, yeah.

Timbomambo (unregistriert) 23. Juli 2010 - 0:05 #

"to enhance the social gaming experience" - which f***ing experience?

aber ein netter Artikel; hab ihn gleich mal auf Twitter geshared ^^

floppi 19 Megatalent - Abo - 14860 EXP - 23. Juli 2010 - 3:57 #

Der war gut. :)

nirutha 04 Talent - 16 EXP - 23. Juli 2010 - 0:19 #

http://www.penny-arcade.com/comic/2009/10/21/

Rodor (unregistriert) 23. Juli 2010 - 0:27 #

Guter Artikel!
Ich bin eh viel zu hässlich, um mir ein Profil einer auf Social Network Seite einzurichten und Freunde hab ich auch keine.
Wozu brauch ich also Facebook, StudiVZ und wie der ganze Mist heißt?
Was sind denn überhaupt Freunde? Jeder Facebook-Mensch hat im Schnitt 190 Freunde. Wenn du im Rinnsal liegst, weil dich ein Auto angefahren hat, wen rufst du denn dann an? Ich bin auch nicht der Typ, der bei irgendjemandem Rat sucht. Man trifft ja auch nie einen objektiven Menschen. Da mache ich die Dinge lieber mit mir selbst aus.

wesen (unregistriert) 23. Juli 2010 - 5:51 #

mag dich

Gamaxy 17 Shapeshifter - Abo - 6622 EXP - 23. Juli 2010 - 10:02 #

gefällt das

bolle 17 Shapeshifter - 7124 EXP - 23. Juli 2010 - 1:00 #

>>Jedes über Steam verkaufte Spiel bietet spezielle "Erfolge",<<

Nicht ganz richtig. Alle Spiele von Valve und Spiele, die extra auf Steam zugeschnitten wurden (z.B. Empire, Wings of Prey). Viele aktuelle Spiele (GTA4) und alle älteren (Medieval 2, Deus Ex) bieten das nicht.

Die verlinkerei geht mir grad auch auf die Nerven. "Haben Sie ne Payback Karte?" "Nein, soll ich ihnen erklären, warum?" ist nur einer dieser Auswüchse. Man kann auch nicht mehr auf ner Party unfug treiben, ohne dass einen irgendwer knipsen und am nächsten morgen auf Facebook taggen wird. Oder man sagt nem Kumpel das gemeinsame abendliche Zocken ab mit "hmm ne, ist mir grad zu stressig" und 10 Minuten später klappt bei ihm dann "Bolle spielt gerade Team Fortress" auf, was man dann lang und breit erklären darf.

Nene, ich hoff das reduziert sich wieder. Ich befürchte aber, dass es das nicht tun wird. Beim Zocken bleibt einem nur verzichten oder cracken...

pacuu (unregistriert) 23. Juli 2010 - 1:39 #

Ganz meine Meinung!

Genau aus diesem Grund bin ich auch kein Mitglied bei Facebook, Twitter, StudiVZ, myspace oder wie sie alle heißen.

Steam und Battle.net benutzte ich leider zwangweise, weil ich nun einmal eben Spieler bin und gewisse Spiele eine gewisse Plattform voraussetzten, sollte das Ganze aber zu weit gehen, werde ich definitiv gewisse Publisher meiden, wie z.B. UbiSoft jetzt schon.

Wohin soll das alles führen? Ich will nicht der gläserne Spieler sein.

The Eidolon (unregistriert) 23. Juli 2010 - 1:41 #

Spiegelt voll und ganz meine Sicht der Dinge wieder!
Sollte man nicht mal anfangen gegen diese Unsitten zu arbeiten und Alternativen zu Google und anderen "Kraken" aufzeigen?

floppi 19 Megatalent - Abo - 14860 EXP - 23. Juli 2010 - 3:56 #

Dann fang mal an und sage in Gesprächen in Zukunft statt "goggeln" -> "ixquicken" ;)
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und er hat sich über Jahre hinweg an Google gewöhnt, also nutzt er es auch weiter.

Zur Kolumne:
Meine Meinung, doch es wird nicht aufzuhalten sein. Payback gibt es ja auch immer noch. Im Tausch für ein Bügeleisen werden da schon mal persönliche Nutzerdaten von 3 Jahren preisgegeben. Und Payback war und ist nur die Spitze des stetig wachsenden Eisbergs.

Limper 16 Übertalent - 4441 EXP - 23. Juli 2010 - 3:24 #

Solange man diese Funktionen deaktivieren/private stellen kann find ich es noch ok, wenn man diese Wahl nicht hat muss man sich genau überlegen was man haben will oder nicht.

bam 14 Komm-Experte - 2690 EXP - 23. Juli 2010 - 6:33 #

Für mich ist das eine viel zu starre und einseitige Sicht der Dinge. Ich kann verstehen, wenn man von den Social-Diensten nicht allzu angetan ist, das bin ich persönlich auch nicht, aber die 1984-Vergleiche gehen dann doch zu weit.

Wirklich sämtliche Integrationen sind optional. Wer bei Blizzard anonym bleibe will, der hätte eben, wenn die RealID verpflichtend für Foren gewesen wäre, die Foren gemieden. Das gleiche gilt für ein Mass Effect 2: Wenn man an der Social-Plattform nicht teilnehmen will, dann lässt man es eben bleiben.

Es wird bei dem Thema aber immer ignoriert, dass eine Vielzahl von Leuten nunmal Twitter, Facebook und Co. nutzen. Die soziale Vernetzung im Internet ist kein kurzweiliger Trend, sondern eine logische Konsequenz der Entwicklung des Internets.

Solche Dinge werden in Spiele intergiert, Entwickler und Publisher bemühen sich in diese Richtung, weil solche Funktionen gefragt sind. Da sollte man dann auch nicht so tun als ob die Masse der Spielerschaft das ganze grundlegend ablehnt, sondern akzeptieren, dass hier eine Nachfrage erfüllt wird.

Easy_Frag 12 Trollwächter - 1167 EXP - 23. Juli 2010 - 8:29 #

Wer es machen will soll es machen und wer keine lust auf den ganzen social mist hat sollte immernoch die möglichkeit haben es nicht machen zu müssen.

Solang keine pflicht besteht ist es mir herzlich egal ob sowas angeboten wird oder nicht.

Find den Artikel persönlich auch etwas zu überzeichnet...ich meine im Zeitalter des Internets und der Globalisierung ist sowas wohl auf lange sicht nicht aufzuhalten und man muss (teilweise leider) seine Anonymität aufgeben...wobei wenn man in Deutschland an Datenschutz glaubt naja...sag nur Schufa etc...

Age 19 Megatalent - Abo - 13050 EXP - 23. Juli 2010 - 8:45 #

Facebook? Du meinst die, bei denen irgendwelche Deppen hier Handy syncen und dann auch meinen Daten dort landen? http://www.heise.de/newsticker/meldung/Was-Facebook-ueber-Nicht-Mitglieder-weiss-921350.html

Augen auf beim Eierkauf! Hier gehts schon lange nicht mehr um Freiwilligkeit.

Anonymous (unregistriert) 23. Juli 2010 - 11:08 #

@"Wirklich sämtliche Integrationen sind optional"

Solange die Integrationen wirklich Opt-In bleiben, mag das akzeptabel sein, auch wenn es nervt.

Facebook und Konsorten sind allerdings dafür bekannt, persönliche Daten quasi über Nacht freizuschalten und es dann dem Opt-Out des Anwenders überlassen, sich mühselig durch einen Wust an Optionsmenüs zu hangeln - stets in der Befürchtung, ein kleines Häckchen in einem winzigen Untermenü übersehen zu haben.

Hinter diesem Geschäftsgebahren stecken nun nicht etwa Versehen, Sorglosigkeit oder Planungsfehler, sondern Kalkül: Die Betreiber erachten sämtliche Daten, die man ihnen überlässt, als in ihren Besitz übergegangen. Denn sie sind bares Geld wert. Dazu muss man sich nur einmal die zahlreichen Interviews mit Zuckerberg durchlesen.

McSpain Community-Moderator - Abo - 18886 EXP - 23. Juli 2010 - 9:06 #

Ganz großes Lob für eine gute und wichtige Kolumne!
Ich bin vor 3 Jahren nach einem halbjährigen Gastspiel auf StudiVZ ausgestiegen und meide seitdem alle diese wunderschönen Plattformen für Selbstdarsteller und "Übermäßig-Gemocht-Werder" und konnte bisher noch keine Nachteile daraus ziehen. Außer das ich mich darüber aufregen muss wenn mich ICQ und meine XBox schon stündlich mit Facebook verknüpfen möchten. Ab tollsten finde ich das die schönen Gewinnspiele von Microsoft inzwischen nur noch über Facebook laufen.

Naja. Ich brauchs nicht. Und irgendwie hab ich als Jahrgang 1984 auch schon immer gewußt das ich mal in einer kanadischen Holzhütte Ende und auf technischen unvernetzen Geräten aus den 1990ern rumdrücke. :-)

Tchibo 13 Koop-Gamer - 1412 EXP - 23. Juli 2010 - 9:40 #

Ja, so ne Holzhütte hätte schon was..
aber ich denke der Bayrische Wald würde da auch schon reichen.

Tassadar 17 Shapeshifter - 6598 EXP - 26. Juli 2010 - 3:16 #

Mein Vorschlag für ICQ: Nicht den offiziellen ICQ-Client nutzen, sondern Alternativen, z.B. Miranda IM für Windows und noch besser, Jabber als Protokoll nutzen und die Kommunikationspartner überzeugen auch Jabber zu nutzen. Miranda kann beides, auch gleichzeitig, solange noch nicht alle zu Jabber gewechselt sind.

DarkVamp 11 Forenversteher - 629 EXP - 23. Juli 2010 - 9:19 #

Ich sehe es anders wie auch der Großteil der spielenden Bevölkerung und genau aus diesem Grunde ist es ja so erfolgreich.
Aber es ist schon okay auch mal ein kritisches Auge auf die ganze Geschichte zu werfen.

CruelChaos 11 Forenversteher - 711 EXP - 23. Juli 2010 - 14:25 #

Richtig und dass die Masse Recht hat wusste man ja schon 1939 ... :D

Tr1nity Community-Moderator - Abo - 60294 EXP - 23. Juli 2010 - 9:29 #

Für mich sind Facebook und Twitter die moderne Form der Seuche im Internet. Will ich nicht, brauch ich nicht. Das Problem bei Facebook ist zudem, selbst wenn man/frau es selbst überhaupt nicht nutzt, reicht schon ein Freund/Bekannter der seine Kontakte/Adressen abgleicht und schwupps ist man selbst da mit seinen Daten präsent.

Früher waren es Mails mit Malware-verseuchten Anhängen, die man gleich mal an alle Kontakte verschickt, weil der Inhalt doch so lustig ist - auch wenn man/frau das Zeug partout nicht wollte. Heute ist es Facebook & Co. Dann fragen die sich, warum ich sauer reagiere und denen mal gehörig die Meinung wegen dem Schmarren geige. Das mit den Mails hatten sie dann wenigstens irgendwann kapiert...

marshel87 16 Übertalent - 4909 EXP - 23. Juli 2010 - 9:31 #

dem stimme ich ja sowas von zu!!! anfänglich habe ich mich bei vielen seiten angemeldet, doch inzwischen habe ich mich auch bei fast genau so vielen wieder abgemeldet.. und was ich wann wo wie spiele stört mich BISLANG noch nicht.. wer weiß ob das noch kommt.. aber am einfachsten ist es halt: einfach keine Freunde in die Listen aufnehmen und sich per Telefon etc. verabreden! Server haben namen und IPs, die kann man auch verbal weitergeben ;)

VisionGamer 10 Kommunikator - 418 EXP - 23. Juli 2010 - 9:33 #

Dieses Thema nimmt wirklich seltsame und erschreckende Formen an. Jetzt mal den Spieletrieb und die Freundevernetzung nebenan geschoben, aber was wird in 10 Jahren sein? Ich wage es mir nicht auszudenken.

Schön beschrieben find ich das Zitat mit der Orwell´schen Welt. Man kann wirklich beobachten, wie man gerade so etwas früher als Dystopien oder eben Science Fiction abgetan hat, und nun sind wir mittendrin. Das Problem ist nur, dass wir es nicht merken oder es nicht sehen wollen. Aber man kann leider nichts daran machen, wenn Millionen/Milliarden Menschen das einfach so hinnehmen und sich lieber von solchen Scheinwörtern wie "Freundenetzwerke/Community" oder Ähnlichem leiten lassen, anstatt mal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Aber irgendwie scheint das ein Naturgesetz zu sein.

uLu_MuLu 13 Koop-Gamer - Abo - 1722 EXP - 23. Juli 2010 - 10:23 #

Du hast zwar Recht, aber es liegt immer noch in der Verantwortung der Nutzer.

Wenn ich meine Profile etc. so einschränke, bzw. (so wie ich) erst gar keinen Facebook, StudiVZ oder WKW Account anlege, kann auch nichts in diese Datenbanken hochgeladen werden.

Ich finde die Achievements und Statistiken von Steam bspw. sehr gut gemacht und spannend. Ich sehe gerne wie mein Spiel meine Erfolge, etc. auflistet. Wenn ich mich dann noch mit Freunden vergleichen kann ist es noch spannender.

Ich habe immerhin die Möglichkeit auch in Steam meine Profildaten auszublenden. Und dies geht wesentlich einfacher als bei z.B. Facebook und Konsorten.

Age 19 Megatalent - Abo - 13050 EXP - 23. Juli 2010 - 11:51 #

Und genau das ist ein Trugschluss, Leute die Daten von dir irgendwo haben, bringen dich ganz leicht in solche Datenbanken. Ob absichtlich oder unabsichtlich ist eine andere Frage.

Bernd Wener 19 Megatalent - 13575 EXP - 23. Juli 2010 - 12:33 #

Deshalb weiß dort aber dennoch noch niemand, was ich den ganzen Tag über treibe. Meine Email-Adresse oder Telefonnummer kriegt man auch anderweitig leicht raus, so what?

Ich finde das zwar durchaus diskutierens- und bedenkenswert, und es ist sicher ein Thema, wo noch viel getan werden muss, aber diese häufig anzutreffende Panikmache halte ich für völlig überzogen und kann ich nicht verstehen.

@Mick: Wenn du nicht willst, dass deine Geschäftskontakte sehen, dass du gerade auf Steam zockst, dann füge sie eben nicht deinen Freunden hinzu. Gleiches gilt für OpenFeint und Co. Soweit meine Erfahrung reicht, kommt da immer eine Nachfrage, ob man das nutzen will. Ein schlichter Klick auf "Nein, danke" und das war's.

Ich persönlich bin auf den ganzen Portalen (also FB, Twitter, Myspace...) nur wegen meiner musikalischen Profile, wo es durchaus gewollt ist, dass möglichst viele Menschen davon etwas mitbekommen ;) Auf Steam habe ich nur ein paar wenige, enge Kontakte (und bin in der GG-Gruppe), die können ruhig alle sehen, was ich wann zocke.

Age 19 Megatalent - Abo - 13050 EXP - 23. Juli 2010 - 12:45 #

Informelle Selbstbestimmung ist dir aber ein Begriff? Ich will entscheiden, wer, was über mich erfährt oder auch nicht. Wenn irgendwer in Sozialen Netzwerken meine Daten verbreitet ist das nicht ok und auch kein so what! Meine Daten gehören mir und ich verbreitet sie dort und in dem Maß wo ich es will. Ich kann nicht verstehen, wie man das immer mit dieser Leichtigkeit abtun kann.

Bernd Wener 19 Megatalent - 13575 EXP - 23. Juli 2010 - 13:25 #

Das kannst du nur genauso wenig beeinflussen, wie wenn ein Vollhonk aus dem Bekanntenkreis eine Mail an sein ganzes Adressbuch im CC-Feld verschickt. Glaub mir, ich bin auch nicht daran interessiert, dass überall Daten von mir landen. Nur was sind das in diesem Fall denn für Daten? Wie gesagt, meine Email-Adresse (auf dein FB Beispiel bezogen) ist genauso öffentlich, wie meine Telefonnummer. Damit hab ich aber auch kein Problem, weil es Leuten, die mich wirklich erreichen können sollen, das Leben vereinfacht. Nur weil FB deine Email-Adresse aus dem Adressbuch irgendeines Freundes hat, der das eben durchsuchen lässt, wissen die aber noch nicht, wann du nun was zockst/einkaufst/sonstwas tust. Insofern verstehe ich über diesen Punkt eben die Aufregung nicht wirklich. Wenn FB deine Adresse haben will, kriegen die sie auch woanders her.

Mithos (unregistriert) 23. Juli 2010 - 13:56 #

Anscheinend bist du dir der Dimension des Problems nicht bewusst:

A hat Geschäftskontakt zu X.
X hat über Spiel mit SocialNetwork Kontakt zu B.
A und B nutzen Soziales Netzwerk f
A und B geben Adresse von X zum Freunde finden bei f ein
f weiss jetzt über gemeinsamen Kontakt von A und B zu X
A und B bekommen sich gegenseitig vorgeschlagen ("ihr kennt beide X")

So, und falls das noch nicht dramatisch genug ist: Stell dir vor, X ist Psychotherapeut und der Geschäftskontakt von A ist ein Arzt-Patient-Kontakt.

Bernd Wener 19 Megatalent - 13575 EXP - 23. Juli 2010 - 14:33 #

Wenn ich das richtig verstehe, ging dein Kommentar an mich. Scheinbar ist mir aber wirklich die Dimension nicht bewusst. Leider auch durch deinen Kommentar nicht. Für mich ist ein Arzt-Patient-Kontakt nichts, was in einem Social Network auftreten sollte, zumindest nicht interpretierbar. Wieso sollte ich mich mit meinem Arzt verlinken, es sei denn, ich kenne ihn persönlich? Und da verbirgt sich doch schon die Fehlinterpretation dieser Daten. Ist wie bei Amazon die Vorschläge. Da ich auch häufiger mal Geschenke für die Verwandtschaft kaufe, oder jemand mit mir gemeinsam etwas bestellt, hat Amazon ein mehr als falsches Bild von mir. Ist alles in meinen Augen daher halb so wild.

Ich bleibe bei meinem Standpunkt: Wenn ich etwas nicht nutzen will, kann ich es getrost umgehen, selbst über dritte kommen in der Regel keine (in meinen Augen) relevanten Daten in solche Netzwerke. Solange niemand plötzlich Konto- oder ähnliche Daten irgendwohin pappt, erscheint von mir im Netz nur das, was ich auch erscheinen lassen möchte. Zumindest, solange keine Spiele den FB-Connect als Pflicht voraussetzen, und das ist meiner Meinung nach noch nirgends geschehen.

Mithos (unregistriert) 23. Juli 2010 - 15:38 #

"Wieso sollte ich mich mit meinem Arzt verlinken, es sei denn, ich kenne ihn persönlich?"

2 Fragen:
1. Hast du die Adresse/Tel deines Arztes im gleichen Adressbuch wie deine anderen Adressen gespeichert, oder trennst du da?
2. Kannst du dir vorstellen, dass es Personen gibt, die ein Vorschlag von einem Sozialen Netzwerk wie "gib mir mal dein Adressbuch, damit ich gucken kann, ob Freunde von dir im Netzwerk sind" nicht direkt kritisch hinterfragen. Weil sie in der Sekunde bis zum Mausklick nicht alle Konsequenzen durchdacht haben.
Is übrigens so passiert, siehe ct.de/-1039885.html

"...erscheint von mir im Netz nur das, was ich auch erscheinen lassen möchte."

Eine Frage:
Bist du dir sicher, dass du keine alten (Schul-) Bekanntschaften hast oder haben wirst, die nach dir in einem sozialen Netzwerk suchen werden?

Auch wenn du gar nichts selbst "erscheinen" lässt, kann ein Netzwerk persönliche Daten über dich sammeln.

Achja, und btw: "Zumindest, solange keine Spiele den FB-Connect als Pflicht voraussetzen, und das ist meiner Meinung nach noch nirgends geschehen."
farmville?

Bernd Wener 19 Megatalent - 13575 EXP - 23. Juli 2010 - 16:29 #

zu 1.: hab ich tatsächlich nicht, die such ich mir jedes Mal neu raus. Natürlich aus anderen als aus Sicherheitsgründen.

zu 2.: die gibt es, mit Sicherheit sogar zuhauf. aber ich ging in meinen Kommentaren stets von meiner persönlichen Meinung und Situation aus. Sollte das nicht deutilch geworden sein, bitte ich die zu entschuldigen. Gebe dir natürlich Recht, dass hier ne Menge Aufklärung nötig ist.

Alte Schulbekannte: Und was passiert schon, wenn sie nach mir suchen? Ok, vielleicht bekommt man mit genügend Energie dann raus, wo ich zur Schule ging. Und? Halte ich für irrelevante Infos. Klar kann das Netz meine Daten erscheinen lassen, aber eben nur welche, die ich persönlich als eher irrelevant erachte. Solange ich nicht so seltsame Dienste nutze, wie dieses Kreditkarten-Social Network, wo jeder sehen kann, was man gekauft hat (mir ist der Name leider gerade entfallen). Oder so lange Amazon keine zwingende Verbindung mit FB verlangt, bin ich da zieich entspannt.

Und Farmville: Um das "Spiel" zu spielen, musst du dich ja ohnehin dort anmelden. Ich gehe jetzt eher von "echten" Spielen aus. Farmville muss ich ja nicht spielen.

Mithos (unregistriert) 23. Juli 2010 - 16:59 #

Ich lese da immer "betrifft mich nicht, weil mach ich nicht" bei dir. Mit der Einstellung geht das dann so lange gut, bis es dich plötzlich doch betrifft.

Dir ist schon klar, dass das Ganze noch in der Entwicklung ist? Der Aufbau solcher Technologien, welche ganze Netzwerke abbilden können, um dann Rückschlüsse und Querverbindungen zu ermöglichen, beginnt gerade erst.

Gut, mal anders herum gefragt: Ab wann ist nach deiner Meinung der Punkt erreicht, an dem die Daten nicht mehr irrelevant sind, welche andere über dich ins Netz setzen und die dann miteinander verknüpft werden?

Beispiel: 10 Jahre altes Foto von Dir im Karnevals-Kostüm in einem sozialen Netzwerk identifizierbar auf deinen Kontakt getaggt, ohne dass du in dem Netzwerk angemeldet bist? Hochgeladen von einem alten Bekannten, der die alten Foto-Kisten durchstöbert hat. Würde sowas reichen, oder ist das noch zu irrelevant? Ab wie vielen solcher Bilder wäre es nicht mehr irrelevant?

Bernd Wener 19 Megatalent - 13575 EXP - 23. Juli 2010 - 18:01 #

Ich sag ja nicht, dass ich der generellen Datensammel-Entwicklung nicht auch kritisch gegenüber stehe. Aber deswegen gleich aus einer Mücke nen Elefanten zu machen, finde ich eben übertrieben. Und das, worum es in Micks Artikel geht, ist meiner Meinung nach eben halb so wild. Ich kann sowohl OpenFeint abschalten, als auch auf Steam niemanden zu meinen Friends hinzufügen, wenn ich nicht möchte, dass jemand sieht, was ich wann spiele. Und wenn ich Angst habe, irgendwer könnte erfahren, ich spiele Farmville, spiel ich eben kein Farmville bzw. melde mich nicht mal auf FB an. Und fragt mich ein Spiel danach, sag ich eben dankend: Nein. Und wenn Blizzard Klarnamen fordert, poste ich in deren Foren eben nicht. Und sollte ein Spiel sowas mal zwangsweise fordern, kauf ich es eben nicht. So herrlich einfach kann das sein.

Zum Karnevalskostüm-Foto: Herrje, da lach ich drüber. Mal davon abgesehen, wenn ich dort nicht angemeldet bin, krieg ich es noch nicht mal mit ;) Im Ernst: Von welchem Menschen gibt es keine peinlichen Fotos aus der Jugend? Aber was hat das mit dem eigentlichen Thema zu tun? Ich denke nicht, dass Facebook großartig Interesse an meinen Jugendfotos zeigt bzw. dass ich bei Diablo 3 erst dann spielen darf, wenn irgendwo ein Foto von mir hochgeladen wurde. Und was hat das mit der Anzahl der Bilder zu tun?

Kritischer Punkt: Keine Ahnung. Nacktfotos von mir vielleicht. Aber erstens gibt es da keine, zweitens will die keiner sehen und drittens gibt es da dann immer noch etwas, das sich "rechtliche Schritte" nennt. Schutz des Persönlichkeitsrechts, soweit ich weiß. Bin kein Jurist.

Um das mal abzurunden:
Datenschutz ist wichtig und wird in den kommenden Jahren große Prüfungen bestehen müssen. Es gibt Menschen, die etwas mehr, andere die lieber etwas weniger von sich preisgeben möchten. Man sollte immer die Wahl haben, was man mit seinen Daten tut. Ich finde aber auch, Leute, die gerne ihre Highscore auf Facebook posten und mit anderen vergleichen möchten, sollten dennoch die Möglichkeit dazu haben. Deal?

Mithos (unregistriert) 23. Juli 2010 - 18:44 #

Hoffen wir mal, dass es noch lange Zeit genügend Spiele gibt, die keinen solchen Zwang einbauen. Um die Spieler an sich zu binden könnten das aber bald alle großen Publisher versuchen.

Die rechtlichen Schritte gibt es heute schon, ohne deine Einwilligung ist Speicherung deiner personenbezogenen Daten verboten. Was es nutzt, siehst du an facebook, die es trotzdem machen (siehe ct.de/-1039885.html ).

Das mit dem Deal muss ich ergänzen. "Man sollte immer die Wahl haben, was man mit seinen Daten tut." Darunter verstehe ich auch, dass man immer die Möglichkeit haben sollte, seine Daten entfernen zu lassen und sein Einverständnis zu Speicherung/Verarbeitung jederzeit entziehen kann. Und es sollte durchsetzbar sein, dass Daten nicht ohne vorherige Einverständnis erhoben werden.

Larnak 19 Megatalent - Abo - 16459 EXP - 26. Juli 2010 - 16:49 #

Nur eine ganz kurze Anmerkung dazu:
Aus der Mücke einen Elefanten zu machen, macht nur dann Sinn, wenn man absehen kann, dass die Mücke tatsächlich zum Elefanten werden könnte(!). Sie muss es nicht - aber vor so etwas muss gewarnt werden, bevor es soweit ist. Denn dann ist der Elefant schon da und man kann ihn mit der Fliegenklatsche nicht mehr sonderlich beeindrucken ;)

Du hast ja mit vielen Anmerkungen Recht - aber das funktioniert alles nur so lange, wie Du hier tatsächlich noch die Möglichkeit hast, weithin autonom Entscheidungen zu treffen. Aber wenn man sich einfach mal die momentane Entwicklung ein Stückchen "geradeaus weiter" denkt, kommt man genau dahin, dass das nicht mehr funktioniert - oder nur unter großen persönlichen Nachteilen.

Über diese (und andere) mögliche(!) Entwicklungen sollte man sich vorher bewusst werden, um entsprechend reagieren zu können - Wer braucht schon eine Tsunamiwarnung, wenn die Tsunami schon da ist? ;)
Und es gibt eben viele, die eine Warnung der Art "Es wäre eventuell möglich, dass es unter Umständen dazu kommen könnte, dass.." nicht ernst nehmen. :)

Anaka 13 Koop-Gamer - 1249 EXP - 23. Juli 2010 - 10:58 #

Toller Beitrag, Mick.
Ich für meinen Teil habe keinen Facebook, StudiVZ oder was weiß ich für ein Account und lebe dennoch.

Avrii (unregistriert) 23. Juli 2010 - 11:29 #

Man Mick bist du alt geworden :D

Mick Schnelle Freier Redakteur - Abo - 4260 EXP - 23. Juli 2010 - 16:06 #

nicht alt, nur grau ;-)

fightermedic (unregistriert) 23. Juli 2010 - 18:08 #

und kein bisschen leise wie es so schön heist ;)

Reaktorblock 11 Forenversteher - 719 EXP - 23. Juli 2010 - 11:48 #

So alt musst Du erst mal werden.

--> thx Mick für die deutlichen Worte. Kollege Lenhardt sah das ja irgendwie anders...

Hoschimensch 13 Koop-Gamer - 1786 EXP - 23. Juli 2010 - 11:59 #

Noch schlimmer ist es wenn man, wie ich, Freunde auf twitter hat die einen über Blur, jedes Rennen das sie spielen und jedes Auto das sie anschauen twittern.

Anonymous (unregistriert) 23. Juli 2010 - 12:30 #

Man muss sich doch nur verschiedene Identitäten zulegen, so
wie Kranke, die unter multiplen Persönlichkeiten leiden.

Siebenundneunzig verschiedene Benutzernamen und Kennworte sind
doch auch interlektuell immer wieder stimulierend.

Ich poste hier ja auch seit Ewigkeiten anoynm, weil ich mich
nicht entscheiden kann, welche meiner 37 Gamer-Identitäten ich
hier annehmen soll.

Timbomambo (unregistriert) 23. Juli 2010 - 14:10 #

na hauptsache es bleibt interlektuell ^^

Anonymous (unregistriert) 23. Juli 2010 - 19:54 #

Na, bei seinem Intellenzkontenten ;-)

Rubio The Cruel 12 Trollwächter - 970 EXP - 23. Juli 2010 - 13:07 #

irgendwie lustig, dass unter so einem beitrag dann der button "Diesen GG-Inhalt weiterempfehlen" zu finden ist... *scnr*

BIOCRY 14 Komm-Experte - Abo - 2267 EXP - 23. Juli 2010 - 15:07 #

Genau, dass mache ich jetzt erst mal ;-)!....

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2172 EXP - 23. Juli 2010 - 15:26 #

Langsam muss Mick aber aufpassen, dass er nicht in die "früher-war-alles-besser-Ecke" gestellt wird ;)
Die Kritik an diesen Community Features finde ich allerdings berechtigt.

Mick Schnelle Freier Redakteur - Abo - 4260 EXP - 23. Juli 2010 - 16:07 #

och in der Ecke fühle ich mich ganz wohl. :-)

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2172 EXP - 25. Juli 2010 - 17:14 #

Na denn geht ja alles klar ;)

Ganon 19 Megatalent - Abo - 19241 EXP - 23. Juli 2010 - 16:52 #

No Facebook, no Twitter, no Problem :D
Nutze das ganze Zeug nicht, daher kann sich auch nichts mit meinen Profilen verbinden. Ich kann die Kritik aber trotzdem nachvollziehen. So praktisch Steam und dessen Friends- und Community-Funktionen sind, manchmal nervt es, dass jeder sehen kann, wann und was ich zocke.

Tristan 11 Forenversteher - 658 EXP - 23. Juli 2010 - 17:25 #

Mick macht uns da auf sehr konkrete Fehlentwicklungen aufmerksam.

Wenn schon ein Mitarbeiter von Blizzard, der der Schulbank schon ein paar Tage entrückt ist, so völlig naiv und unwissend über die Gefahren seine Persönlichkeitsdaten in die Welt hinausposaunt, dann kann man von den geldgeilen Entscheidungsträgern in der Chefetage kaum mehr Empathie erwarten.

Aber auch wenn heute die meisten hier Mick zustimmen und die Entwicklung der Datenverknüpfungen missbilligen, möchte ich wetten, dass in 5 Jahren die grosse Mehrheit achselzuckend die dann viel krassere Lage als heute hinnimmt. "Ist halt so", "kann man nicht ändern", "machen alle doch so" werden die "Argumente sein, mit denen man sich das dann selbst schönredet.^^

Daeif 19 Megatalent - 13699 EXP - 23. Juli 2010 - 18:05 #

Meiner Meinung nach am Besten dargestellt wird die Problematik in einer SouthPark-Folge:

http://www.southpark.de/alleEpisoden/1404/?lang=

Mick bestätigt da meine Meinung voll und ganz. Ich weiß schon, warum ich den ganzen "Social-Networks" den Rücken kehre^^

Larnak 19 Megatalent - Abo - 16459 EXP - 23. Juli 2010 - 18:09 #

Eine erschreckend reale Vision einer erschreckenden Zukunft...

Alandur (unregistriert) 23. Juli 2010 - 19:14 #

Die Welt ist böse. :D

Ach übrigens Mick, warum kann ich bei dir nischt mehr in deinen Blog schreiben, ohne vorher bei einer Plattform angemeldet zu sein!? Bei Pia gehts doch auch! *hetz* ;)

Mick Schnelle Freier Redakteur - Abo - 4260 EXP - 23. Juli 2010 - 23:04 #

kannst du doch als Anonym

Stefan Anonym (unregistriert) 23. Juli 2010 - 19:42 #

Hr. Schnelle! DANKE! Toller Kommentar zu einem schleichend-brisanten Thema! Bitte weiter so!

hoshi (unregistriert) 23. Juli 2010 - 21:50 #

tja und man bedenke man gehört zu der natürlich verschwindent geringen Minderheit die sich gerne mal ein schmutziges Filmchen im Internet ansieht, einmal falsch geklickt und schon weis jeder auf Facebook wie gerne man den neuen Rektalramme 532 Teil findet. nur einmal falsch geklickt.......und jeder weis es

Anonymous (unregistriert) 23. Juli 2010 - 22:07 #

Der Umgang mit Technologie erfordert halt Verantwortungsbewußtsein.
Man wedelt da mit einem zweischneidigen Schwert und noch kann das jeder selber kontrollieren was er tut und was er zulässt und wie sehr er sich verlinken lässt. Wer da wild herumfuchtelt hat sich ganz schnell verheddert ...

Blacksun84 16 Übertalent - Abo - 4493 EXP - 24. Juli 2010 - 0:11 #

Wie so oft hat Mick recht. Ich will und werde diese Datenkraken nicht unterstützen. Freiwillig kann da gerne viel kommen, aber sobald ich z.B. bei Blizzard bei dem Quark mitmachen muss, bin ich weg von ihnen.

Soul (unregistriert) 24. Juli 2010 - 4:53 #

Herr Schnelle sie haben so recht. Das spiegelt auch meine Meinung exakt wieder. Ich möchte einfach ein Spiel in Ruhe offline spielen - ich spiele 95% meiner Spiele nur offline - und mich nicht bei irgendwelchen Communitys registrieren müssen, irgendwo Mitglied werden oder sonstwas.
Es macht auch mir teilweise schon richtig Angst, dass ich am liebsten manchmal das Internet abknüpfen möchte und denken: Leckt mich doch alle am A....... und nie wieder irgendein Spiel kaufen. Aber man spielt leider viel zu gerne.
Das Schlimme bei der Sache ist: Wenn man sowas in diversen Foren anspricht, dann wird einem von den Fanboys noch Paranoia vorgeworfen und man auch noch beleidigt. Die verteidigen solche Hersteller dann auch noch, unglaublich.

HaunebuVII 08 Versteher - 150 EXP - 24. Juli 2010 - 12:05 #

Lieber Mick!

Da greifst du ein Thema auf, das auch in anderen KReisen rege diskutiert wird. Im Prinzip ist das Thema Spiele wie du schon erwähnt hast, gleich zu setzen mit dem Konsumenten in der GEsellschaft, im Prinzip mit jedem Bürger, global. Meine Theorie ist, dass man die Massen eben nicht mit Orwellschane Massnahmen kriegen kann, also mit Gewalt, sondern man versucht vielschichtig an die Spieler, Politiker, Studenten usw heranzukommen. Das geschiet über "NEtzwerke" transatlantischer Art, wo z.b. "Austauschprogramme" für Dt. und amerik. Studenten Stattfinden oder auch ZUsammenführungen mit Wirtschaftseliten, aus Militärs, Medien usw, so züchtet sich die herrschende Klasse, weltweit, Ihre eigene Führungsriege heran. Das gleiche nur abgewandelt läuft via Facebook, TWitter, diverse SpieleVernetzungen, VZ-Netzwerke uva.....Da ist in der Tat erschreckend lieber Mick, nur das traurige ist, dass diese KRaken dabei soviel Erfolg haben, über 90% der KOnsumenten wollen das ja sogar und sich "integrieren", sei es um up-to-date zu sein, wichtiger zu sein, Macht zu haben, eben auch ein Stückchen vom Kuchen. Da ist wohl ein Sympton dieser "Zeit". Aber eines gewiss, die Strömungen der Zeit ändern sich auch wieder und dann können wir alle ungestört und nur für Uns sein....Solange es Leute wie Uns gibt, die das aufdecken und bei klarem Verstand sind, gibt es Hoffnung!....Liebe Grüsse Martin

Blacksun84 16 Übertalent - Abo - 4493 EXP - 24. Juli 2010 - 13:05 #

Was ist daran neu? Dass man die Masse mit Brot und Spielen oder einem "Wir"-Gefühl packen kann, ist schon seit jahrtausenden bekannt. Der Mensch ist immer noch der Homo Sapiens von vor 50.000 Jahren, da haben sich die Kerneigenschaften nicht viel verändert.

Vaedian 14 Komm-Experte - Abo - 2218 EXP - 24. Juli 2010 - 14:09 #

Kann ich dein Freund auf Facebook werden?

Hehe ... hervorragender Artikel, wie immer!

Alandur (unregistriert) 24. Juli 2010 - 22:33 #

Ich als Anonyma... oi... ;P

Mehr für die Reichen - "die Leistungsträger"..... (unregistriert) 26. Juli 2010 - 14:02 #

Guter Artikel Mick, aber letztlich passiert hier was die "Eliten" wollen. Was der Rest der Gesellschaft will, spielt eigentlich keine Rolle.

Larnak 19 Megatalent - Abo - 16459 EXP - 26. Juli 2010 - 16:51 #

Sehe ich nicht so. Diese "Netzwerkisierung" funktioniert nur, wenn die Masse mit macht, wenn sie es will. Ganz unabhängig davon, ob sie auch weiß, was das bedeutet.

Und so wie es aussieht, will sie ;)
(Was nicht heißt, dass die "Eliten", wie Du sie nennst, es nicht wollen)

Orxus 13 Koop-Gamer - 1436 EXP - 27. Juli 2010 - 17:27 #

Guter Artikel. Dieser Netzwerkwahn findet ja kein ende. Jede Sekunde wächst irgendwo ein neues Netzwerk herran und wirbt mit Slogans wie - Teile mit deinen Freunden deine Erlebnisse ladida.
Ich sage nicht das ich diesen Service komplett Ablehne, siehe mein XBL Account und ein SocialNetwork welches ich nicht nennen mag, (;)) ABER dieser Trend der totalen Vernetzung und Durchschaubarkeit wird langsam nervig. Ich warte auf den Tag wo mir ein Arbeitgeber sagt. Diesen Erfolg in Spiel XY habe ich noch nicht. Wie mach ich das? Du hast ihn ja lt. Facebook am 21.1.1999 um 8:31 gemacht.

Aber leider mag die Masse der jungen "medienkompetenten" Leute diesen Trend der totalen Vernetzung.

Brave new World

Loliland 13 Koop-Gamer - 1553 EXP - 27. Juli 2010 - 19:32 #

Das Problem ist ja, im Prinzip möchte jeder gerne Anonym sein und hat Angst davor gläsern zu sein gleichzeitig machen diese Sachen aber auch Spaß. Jeder zeigt gerne seinen Freunden "hey guck mal ich hab in Trials HD alle Strecken auf Schwer geschafft " oder " guck mal ich hab Mass Effect zum dritten Mal durchgespielt " zugegeben ein wenig übertrieben ist das schon aber für solche vermeintlich tollen Features nimmt man nun mal in Kauf ausgespäht zu werden. Zugegeben ist das keine besonders Positive Richtung aber eine in die der Kunde will.
Was mal viel wichtiger wäre, das unsere Gesetzlage bezüglich der digitalen Welt verbessert wird, sonst wird Google uns weiter mit Analytics auf uns zugeschnitte Werbung nerven und unsere Arbeitgeber erstmal bei Facebook unser Profil durchleuchten. Das klingt zwar etwas sehr krass ausgedrückt, man kann nur hoffen das diese Social Network irgendwann mal irgendwie abschwillt, jetzt fehlt mir nur irgenwas vergleichbares

Imperitum 17 Shapeshifter - 8138 EXP - 27. Juli 2010 - 21:46 #

Meiner Meinung nach, muss das Thema viel mehr in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gerückt werden.
Besonders für die Leute (gerade junge Menschen), die einfach komplett hemmungslos Daten, Fotos etc. über sich und andere Menschen auf öffentlichen Plattformen wie Facebook veröffentlichen.
Dies auch meist, ohne zu wissen welchen Schaden derartige Informationen und Bilder in den falschen Händen anrichten können.

Bei diesem Thema muss ich persönlich immer öfter an Mass Effect 2 denken...
Vielleicht wird sich aufgrund der anhaltenden Vernetzung sogar ein neues Berufsbild ergeben... "der/die Informationsmakler/in".

Anonymous (unregistriert) 30. Juli 2010 - 0:00 #

Die Zeit der Unschuld ist vorbei. Ich bin froh, sie seit C64 Zeiten noch erlebt zu haben. Aber jetzt ist endgültig Schluss. Früher habe ich viele Games im Affekt gekauft, nach Lust und Laune. Jetzt zögere ich zunehmend und überlege es mir dreimal. Frage mich nach Auswirkungen und Konsequenzen.
Wann kommt die Anbindung an Xing? Wann bittet mich mein Arbeitgeber nach hinten, zum Gespräch unter 4 Augen? Wann bekomme ich unaufgeforderte Informationen von der Suchtberatung? Wann die "Überraschungs-Pizza" mit dem Logo meines Lieblingspublishers? Schade, war ne schöne Zeit...

Wolsga 13 Koop-Gamer - 1515 EXP - 30. Juli 2010 - 16:33 #

Wie schön das es Mick Schnelle gibt kann man da nur sagen -
noch jemand der klar geblieben ist und sich seinen Verstand bewahrt hat. Danke für diesen Artikel!

Koffeinpumpe 14 Komm-Experte - 2515 EXP - 2. August 2010 - 17:25 #

Habe den Artikel leider erst jetzt entdeckt und muss mich dem Lob anschließen - Danke dafür!

Auch darum kaufe ich keine DLCs oder Spiele als Download. Denn beim Zahlungsverkehr benötigt man echte Daten und die bekommt garantiert kein gieriger Datensammler von mir.

Dies ist übrigens auch einer der Gründe, warum ich nie einen Steam Account o.ä. anlegen werde. Denn bei Accountproblemen steht man mit einer Fake-Adresse dumm da.

Höherer Schatten 04 Talent - 20 EXP - 8. August 2010 - 10:44 #

@Stefan "Toller Kommentar zu einem schleichend-brisanten Thema!"

Die Lawine ist am Rollen, geschlichen wird da net.

@Mick

Diese Kolumne passt wie ... zu dir und hat meine Zustimmung.

Bin einmal in das DLC-Singleplayer-online Loch gesprungen bei DAO. Rausgekrabbelt, Schnellbeton geholt u zugeschüttet.

Problem ist diese sehr, sehr oft gelesene "Ansicht": "Bin doch eh online, hab nix zu verbergen, so kriegt man ständig neue Inhalte"

So there may be a future, but no hope

Der Geist (unregistriert) 1. Dezember 2010 - 14:13 #

Toller Artikel !!!
Er hat absolut Recht.Leider falle ich selbst auf diese Achievement-Systeme rein,und es macht halt auch wirklich Fun,leider ;-P
Auch mit den neuen Aktivierungen für Multiplayer usw. was EA und einige Entwickler da gerade am austesten sind ist richtig mies !!!
Eigentlich müsste die ganze Szene viel viel mehr dieser Entwicklungen einfach boykottieren !!!

Aber mal by the way:

Mick Schnelle ist ein absoluter O.G. in Sachen Gaming !!!
Pionier & Hustler der ersten Stunde !!!
Freut mich wirklich hier immer wieder Artikel von ihm zu lesen.Ich habe seine Laufbahn seit der Gamestar verfolgt und mochte ihn uns seine Schriften immer sehr !!!
Dafür RESPEKT !!!!

Anonymous (unregistriert) 28. Dezember 2010 - 17:46 #

Komisch, viele Leute schimpfen über sowas betreiben es dann aber doch.
Wenn ich Facebookspiele spielen will mach ich halt einen Account mit dem Namen DaiMuddaStinkt!!!111 auf und gut is. Und für Starcraft, WoW und alle Steam Spiele macht man das auch so, dann kann man sie auch verkaufen...

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