Anatol Locker meint:

"Politische Spielchen" Meinung

Politiker meckern, “Killerspiele” gehören verboten. Spieler meckern, Politiker hätten keine Ahnung von Games. GamersGlobal-Autor Anatol Locker begab sich in den Bayerischen Landtag, um der Sache bei einem "Aufeinandertreffen der Welten" auf den Grund zu gehen.
Anatol Locker 4. Juli 2009 - 21:43 — vor 7 Jahren aktualisiert
Anfuehrung
Da stehen wir nun, Politiker, Journalisten und Spieler, einig versammelt im bayerischen Maximilianeum. Der Kontrast der Szenerie könnte nicht krasser ausfallen: Opulente Repräsentationsarchitektur von 1876, meterhohe Decken, glitzende Lüster, Monumentalgemälde und ein Treppenaufgang, der Hollywood Ehre machen würde. 

Und dann der Kontrast: Vor dieser Kulisse stehen Flachbildschirme mit Full-HD, Xbox-Demostationen, lebensgroße Werbeaufsteller vom Little-Big-Planet-Maskottchen Sackboy. Wii-Hostessen machen sich auf den Ansturm der Spieler bereit. Das passt nicht zusammen und macht doch Sinn.

Politker spielen im Bayerischen Landtag

Ich stehe im Bayerischen Landtag, wo über Medienpolitik entschieden wird und so mancher Politiker bereits markige Wort über “Killerspiele” verloren hat. Was in Gottes Namen mache ich hier? Ich bin zum ersten “Parlamentarischen Spieleabend” geladen, der bayerischen Abgeordneten die Möglichkeit geben soll, sich über Computerspiele zu informieren. Gespielt werden unter anderem Wii Sports, Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen, Empire: Total War, Guitar Hero, Fifa 09, Singstar und Fable 2. Das härteste Spiel am Floor heißt Grand Theft Auto 4, den ewigen Stein des Anstoßes Counter-Strike hat man dezent verbannt.

Eingeladen hat der hochkarätig besetzte Verein “Videospielkultur” und sowie die CSU-Fraktion, namentlich MdL Eberhard Sinner (im Aufmacherbild links beim Guitar-Hero-Spielen zu sehen), medienpolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion. Kein echter Zocker, so hört man; aber einer, der verstanden hat, dass die Gamesbranche ein Entertainmentzweig mit dem größten wirtschaftlichem Potential ist, während die Kino- und Musikbranche zusehends implodiert.
 
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Bevor gespielt wird, gibt's ganz klassisch Vorträge. André Horn, Vorsitzender des Vereins Videospielkultur, gibt eine Einführung in die Games-Welt, der Vorsitzende der USK erläutert seine Prüfverfahren, Prof. Dr. Elisabeth André berichtet von der wissenschaftlichten Forschung mittels Computerspielen. Da das natürlich länger als erwartet dauert, verzichtet man auf eine Diskussion -- als Nächstes geht es an die Spielstationen.
 
Die Gamesbranche ist mit 60 Personen vertreten, die anwesenden Journalisten sind ebenso zahlreich erschienen. Die Politik ist in der klaren Unterzahl, aber immerhin: Gekommen sind etwa 30 Politiker. Zum Spielen kommen sie freilich kaum: Die TV-Kamerateams stürzen sich auf die anwesenden Volksvertreter und versuchen, ihnen “O-Töne” zu entlocken. Dialog? Eher nicht. Dafür werden vorher ausgedachte Statements abgegeben. Eine Abgeordnete schwingt im Angesicht der Kameras die Wiimote, als wolle sie preisboxen. So manchem Abgeordneten ist es anzusehen, dass er hier aufgeschlagen ist, um sich in die Nähe der Computerspiele ablichten zu lassen -- Politiker sind Medienprofis, jede Stimme zählt. Bei der nächsten Landtagssitzung muss man deswegen ja trotzdem nicht zum Freund der Computerspiele mutieren...

Jeder spielt sein Spielchen

Eines ist klar: Jeder im Viereck “Presse-Politik-Spielebranche-Spieler” verfolgt eigenen Ziele. Die Gamesbranche akzeptiert zähneknirschend Jugendschutz, aber bitte nicht mit der Brechstange. Die Spieler wollen sich nicht bevormunden lassen, lehnen aber einen Dialog mit kritischen Stimmen weitgehend ab. Die allgemeine Presse sucht markige Statements, die sich gut auf Titelblättern und in 60-Sekündern verkaufen lassen -- was oder wen sie damit beschädigen, oder ob sie die Sachverhalte hinreichend darstellen, ist ihnen egal. Und die Politiker brauchen Stimmen, um auch nächstes Jahr im Landtag stehen zu können. So kann ich an diesem Abend beobachten, wie jeder seine Rolle spielt.
 
Zwei Minister haben sich an SingStar festge- bissen und gröhlen...
Nachdem die Kameracrews ihre Scheinwerfer ausknipsen, beginnt der eigentliche Dialog. Zwei Minister haben sich an Singstar festgebissen und gröhlen mit sichtlichem Vergnügen “Weee aare the champions, my friend…”. Glaubt mir, ihr wollt davon keine Tonaufzeichnung hören!  Die Gesellschaft plaudert miteinander; man tauscht sich aus, informiert sich über Spiele und die politische Arbeit. Es wird spät. Irgendwie ist man ein Stück weiter gekommen: Jede Partei hatte die Chance, die andere unter die Lupe zu nehmen. Viele politische Entscheidungen werden bekanntlich durch Lobbys geprägt, wenn nicht gar entschieden. Bislang hatte die Spielebranche keinen sonderlich aktiven Leumund… und wenn, merkt man nichts davon. Doch mit dem heutigen Tag ist endlich ein großer Schritt geschafft! So denke ich. Einige Zeit lang.

Denkste!

Aber die Wirklichkeit holt mich schnell wieder ein. Ich muss hier nicht wiederholen, was ihr fast täglich in den News auf GamersGlobal.de und anderswo lesen könnt. Abgesagte LAN-Partys, während fast nebenan und fast zeitgleich Schützenfeste stattfinden. Virtuelle Gewalt verbieten, während Bundesländer überzählige Waffen verkaufen. Stellvertretend sei Thomas Strobl erwähnt, Bundestagsabgeordneter und CDU-Generalsekretär in Baden-Württemberg. Ihr wisst schon, das ist der, der auch gleich Internetseiten mit "Killerspielen" sperren will. Schließlich halten 91 Prozent aller Deutschen Netzsperren für akzeptabel. Da fallen ein paar verärgerte Gamer nicht ins Gewicht. “Killerspiele” auf Internet-Seiten!

Aber das alles kennt ihr so gut wie ich. Meine unsanfte Rückkehr auf den Boden der Tatsachen erforderte jedoch keinen SPD-Parteitag und keine CSU-Fraktionssitzung, keine Strobl-Statements und keine Zensursula-Rede. Nein, sie fand fast ohne Verzögerung noch während des Parlamentarischen Spieleabends statt: 

Ob er schon mal ein Killerspiel gespielt habe, will die Journalistin des Bayerischen Rundfunks von einem Parlamentarier wissen, während ich zuhöre. Klingt so ein wenig nach "Haben Sie schon mal einen Einbruch begangen?" Na klar, meint da der Politiker, und die gehörten selbstverständlich verboten, egal, was der USK-Prüfer gerade auf dem Podium von sich gegeben hat. Mein Eindruck: Argumente oder Sachkenntnis haben nicht unbedingt etwas mit der verkündeten Meinung eines Parlamentariers zu tun. Politker spielen? Ich nenne das  "politische Spielchen."

Es gibt noch verdammt viel zu tun.

Euer Anatol Locker

Abfuehrung
Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29785 - 4. Juli 2009 - 23:09 #

Wir brauchen weniger Medienprofis als Volksvertreter. Leute, die Politik machen würden mir reichen.

Rondrer (unregistriert) 4. Juli 2009 - 23:41 #

Die werden aber nicht gewählt. So ist das nunmal in einer Demokratie, nicht die, die die beste Politik machen werden gewählt, sondern die, die sich beim Wähler am besten verkaufen können. Man braucht dabei doch nur in die USA zu schauen, die treiben es diesbezüglich ja auf die Spitze.

jonas 10 Kommunikator - 437 - 4. Juli 2009 - 23:21 #

Eine schöne Kolumne. War aber genau das, was man erwartet hätte.

Wie würde Angela Merkel sagen:

"Um das Problem der Killerspiele in den Griff zu kriegen, müssen wir eine gemeinsame Lösung finden."

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 34212 - 4. Juli 2009 - 23:42 #

Hmmm, das alles war wohl nicht anders zu erwarten. Schöne Kolumne...

Anti 11 Forenversteher - 751 - 5. Juli 2009 - 0:08 #

Sobald ich die Möglichkeit habe werde ich schnellst möglich auswandern, mir ein Land suchen welches nicht so ganz bescheuert ist. Oh wohl doch nicht, mir ist gerade aufgefallen, das man momentan nicht in das Weltall expandieren kann.

LEiCHENBERG 14 Komm-Experte - 1814 - 5. Juli 2009 - 1:17 #

Interessant finde ich die Aussage, Spieler würden den Dialog mit kritischen Stimmen weitgehend ablehnen; gemeint sind dabei natürlich Spieler der umstrittenen Spiele und ja, sie lehnen zumeist den Dialog ab.

Warum eigentlich? Ich selbst zähle mich auch zu der Gruppe, wobei ich die Konfrontation im direkten Umfeld eher suche. Dennoch, man wird doch eigentlich meist in eine Ecke gedrängt und hat zwei Möglichkeiten:
Entweder erklärt man die Gründe, wieso man sich die genannten Spiele freiwillig zu Gemüte führt.
Oder man kann keine klaren Gründe nennen und wird in eine Schublade gesteckt, ja im schlimmsten Fall mit Amokläufern verglichen bzw. in Verbindung gebracht.

Aber wieso findet man zumeist keine klaren Gründe? Ich meine jetzt nicht die üblichen Antworten wie "Taktik und Strategie üben" oder "Teamwork üben". Ich denke im Grunde befriedigt die Ausübung virtueller Gewalt Triebe und Bedürfnisse, die in vielen (allen?) Menschen stecken. Das ist eine Erkenntnis, der man sich stellen muss, denn es ist eigentlich gar nichts verwerfliches und außer im Videospielbereich gesellschaftlich akzeptiert. Da gibt es Jäger- und Sportschützenvereine, Paintballarenen, Schießbuden auf Jahrmärkten und sogar Geschichten, die man den Kleinsten vorliest, damit sie besser (ein)schlafen.

Man möge mir ja widersprechen, aber ich denke das Problem der Politiker ist, dass sie die Gruppe der Videospieler nicht mehr so einfach regulieren und überwachen können, wie z.B. die Sportschützen; die Politik kann aus dem Medium Computer nur sehr wenig Profit schlagen und ist daher auf vielen Ebenen mit ihm verfeindet. Doch wenn Menschen im echten Leben auf Tiere anderer Art schießen dürfen, darf ich virtuell doch wohl auf Tiere meiner Art schießen, wenn dabei nicht mal eines zu Schaden kommt -- aber vielleicht sind Menschen ab einem gewissen Wohlstand zu blöd, um die wahren Probleme von den vorgetäuschten zu unterscheiden.

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 34212 - 5. Juli 2009 - 1:29 #

Zumal ich nicht verstehen kann, was das Verbot von Paintball mit Jugendschutz zu tun haben soll. In Deutschland darf das Spiel in den Arenen unter strengen Auflagen nur volljährig gespielt werden. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln...

E-Sportler 05 Spieler - 55 - 5. Juli 2009 - 2:36 #

Was?! Ihr dürft in Deutschland unter 18 kein Paitball spielen?
Ich hab in Wien mit 14 Jahren begonnen und ich frage mich was daran schlimm seien soll, wenn man sich mit Farbpatronen beschießt...

BFBeast666 14 Komm-Experte - 2062 - 5. Juli 2009 - 1:52 #

Solange die Politik & Medien lieber auf Pfeiffer hören (man beachte bitte, in wievielen Pressemitteilungen sein "kriminologisches Institut Niedersachsen" vorkommt) anstelle sich ein eigenes Bild zu machen, wird sich nix ändern. Ist ja klar, daß man sich schnell eine Meinung bilden kann, wenn man nur ein Highlight-Reel mit viel Gesplatter zu sehen bekommt - da wird das Spiel komplett zusammengestrichen. Das wäre so, als wenn man ein Musikstück auf den Pupser der Tuba zusammenstreicht, auch wenn sonst ein ganzes Orchester rumlärmt.

Schöne Aktion, auch wenn mal wieder klar war, daß ein Großteil der verfügbaren Politiker lieber zuhause geblieben war und der anwesende Haufen seine üblichen PR-Spielchen treibt. Verschwendete Liebesmüh.

Tolle Aktion, aber warum zündet G.A.M.E. sowas nicht?

bersi (unregistriert) 5. Juli 2009 - 3:01 #

Sehr schön geschrieben,

allerdings hatte der Spieleabend schon bei der Themenwahl verloren. Gameing is not a crime. Das weiß die Szene. Und auch Politiker haben ja nichts gegen "harmlose" Videospiele.

Wieso zum Henker wählt die Industrie wieder die ganzen Casual Titel wenn sie über gewalttätige Videospiele aufklären will? Den Abend hätte man sich getrost sparen können.

Generell, um an Politiker ran zu kommen bedarf es Einzelgesprächen unter Ausschluß der Öffentlichkeit.

Alles andere ist eine Farce und lediglich +Stimmencounter.

Ganon 23 Langzeituser - P - 38273 - 6. Juli 2009 - 11:32 #

"Wieso zum Henker wählt die Industrie wieder die ganzen Casual Titel wenn sie über gewalttätige Videospiele aufklären will?"

Na vielleicht um den Politikern zu zeigen, dass Computerspiele nicht gleich Killerspiele sind. Wenn da nur Ego-Shooter etc. aufgebaut wären, hätten die doch alle nur kurz geguckt, gemeint, da ist ja abstoßend, und wären wieder gegangen. Aber mit SingStar und Guitar Hero kann man denen zeigen, dass Computerspiele Spaß machen und vielleicht probieren sie danach ja auch mal GTA4 aus und sehen das dann in einem anderen Licht. Na ja, vorausgesetzt, sie wären bereit, ihre vorgefertigte Meinung evtl. ändern zu können...
Aber eigentlich schade, dass das "Musterbeispiel" CounterStrike weggelassen wurde. Dann hätten de das wenigstens mal mit eigenen Augen gesehen und gemerkt, dass man da keine kleinen Mädchen abballert, oder was da schon alles drüber behauptet wurde, sondern einen taktischen Teamkampf bestreitet.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6539 - 5. Juli 2009 - 9:30 #

Der Beitrag hat sehr schön deutlich gemacht, daß die scheinbaren Ziele der Veranstaltung schon aufgrund der Konstellation der Anwesenden von vornherein nicht zu erreichen waren.

Wir Spieler müssen aber auch begreifen, daß eine Diskussion (wie wir Spieler sie führen) reine Theorie ist, wenn sie sich zu 100% der Sache widmet und die Wege politischer Entscheidungsfindung und die Zwänge, unter denen auch die "guten" Politiker stehen, völlig außer acht läßt. Randgruppen-Nerd-Gemecker nützt nichts, wir müssen die Politiker "da abholen, wo sie stehen".

GamingHorror Game Designer - 968 - 5. Juli 2009 - 15:11 #

Gut gesagt. Das Gewicht darauf legen wieviele Menschen Videospiele spielen. Das die auch Wähler sind. Ich frage mich mittlerweile sogar was überwiegt: wählende Call of Duty & Co Videospieler oder Schützenvereinsmitglieder?

Eine kurze Suche ergab das es rund 1 Million Schützenvereinsmitglieder in NRW gibt (http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/nrw/art1544,588623). Hochgerechnet für Gesamtdeutschland sind das ungefähr 15 Millionen Mitglieder, +- 5 Millionen.

Auf Xbox Live gibt es meines Wissens rund 20-25 Millionen Mitglieder weltweit, wenn ich dieselbe Verbreitung des iPhone anlege müsste der deutsche Anteil bei etwa 5% liegen. Also ganz grob geschätzt gibt es 1-2 Millionen deutsche Xbox Live Mitglieder. Nochmal 1 Mio auf PSN und ich sag einfach mal aus der Luft gegriffen weitere 2-5 Mio die am PC zocken. Also insgesamt vielleicht 5 Millionen Onlinespieler, die Zahl derer die Offline Spielen dürfte noch höher sein. Keine Ahnung wieviele davon wahlberechtigt sind, aber ein grosser Teil dürfte es demnächst werden

Also nach meiner Rechnung kommen jetzt schon auf 3 Sportschützen ein Videospieler, möglicherweise sogar noch deutlich mehr. Tendenz klar steigend.

Aber das sich die Politik(er) gern selbst aufs Abstellgleis fahren, wissen wir ja.

Rondrer (unregistriert) 6. Juli 2009 - 12:18 #

Die Anzahl der Spieler ist mit Sicherheit deutlich größer als die der Schützenvereinsmitglieder... Wenn man bei deiner Rechnung mit einbezieht, das NRW das Einwohnerzahlmäßig größte Bundesland ist, kommt man mit ner Hochrechnung auf die Gesamteinwohnerzahl Deutschlands auf ~4,5Mio Mitglieder.
Die Anzahl der Gamer hingegen zu schätzen halte ich für fast unmöglich, ohne genauere Zahlen/Studien.

LEiCHENBERG 14 Komm-Experte - 1814 - 6. Juli 2009 - 13:01 #

In Deutschland gibt es laut vgchartz.com rund 16 Mio. verkaufte der dort aufgelisteten Konsolen, die Zahl der spielefähigen PCs in deutschen Haushalten konnte ich leider nirgends finden. Nimmt man die 16 Mio. als Grundlage und nimmt an, dass nur ca. 10% der Konsolenbesitzer Shooter spielen, sind das schon 1.6 Mio. Menschen; in etwa so viele leben im gesamten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Es fehlen in der Übersicht sowohl Computerspieler, als auch ältere Konsolen, die noch im Gebrauch sind + neuere Geräte auf denen man Spielen kann, wie das iPhone.

Ich denke gerade im PC Bereich gibt es sehr viele FPS-Zocker, welche die o.g. Zahl deutlich anheben, ohne genauere Informationen ist so ein Vergleich aber schwer möglich.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6539 - 8. Juli 2009 - 22:37 #

Eure Rechnungen sind ehrenwert, aber eher auf seehr wackeliger Grundlage. Zumal bei den Konsolenspielern noch mehr Minderjährige dabei sein dürften als bei den PC-Spielern, die wählen schon mal (noch) nicht. Aber die NRW-Zahlen mußt Du auf jeden Fall nicht mal 15 nehmen. Allenfalls Bayern und BW sind noch annähernd gleich groß.

Martin Thumann (unregistriert) 5. Juli 2009 - 16:54 #

Schöne Kolumne, Anatol. Das Ergebnis einer solchen Veranstaltung ist dann auch nicht weiter verwunderlich und kann wohl von jedem - auch ohne hellseherischen Fähigkeiten - mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vorausgesagt werden. ;-)

Aber sollten wir nicht schon froh darüber sein, dass man überhaupt versucht, sich mit der Thematik praktisch auseinanderzusetzen?

Dan (unregistriert) 5. Juli 2009 - 21:48 #

Danke für den erstklassigen Beitrag, Anatol!
Vg,
Dan

peo 07 Dual-Talent - 128 - 6. Juli 2009 - 9:35 #

Tolle Kolumne, und ich sage nur eines. Als Kinder hat jeder Krieg gespiel(mit Spielzeugwaffen und so). Weil es noch kein Call of Duty gab. In zukunft spielen die Kinds das einfach am PC und werden fett. Darüber spricht wieder keiner! Also sollten die Kinder lieber raus und Paintball spielen...das ist Bewegung und großer Teamgeist....man das wäre doch toll wenn jeder Schützenverein eine Paintballmanschaft hätte ;-))

Egal wie man es dreht....irgendwie komme ich mir in der Politik verarscht vor! Wird schwierig die Wahlen.....

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6539 - 8. Juli 2009 - 22:39 #

Als kleine Kinder haben wir von den Mamas zu Fasching Sheriffhüte und Pistolen bekommen, mit der klaren Ansage "aber nicht auf Menschen zielen!", und wer das gemacht hat, bekam auch echt Ärger. So simpel, so erfolgreich; das ganze hat gut funktioniert, finde ich.

Gamaxy 19 Megatalent - P - 14319 - 9. Juli 2009 - 16:20 #

Es SOLL ja eine Petition gegen geplante Spieleverbote gestartet worden sein

*flöt*

http://www.gamersglobal.de/news/6444

Henke 15 Kenner - 3636 - 23. Juli 2010 - 5:56 #

Sehr schön geschriebener, wenn auch etwas abrupt endender Artikel, lieber Anatol.

Ich persönlich finde es gut, das sich Vertreter von Medien,Regierung und der Spielebranche einmal zusammengefunden haben, um über die deutsche Spielkultur im allgemeinen und das Thema "Killerspiele" im besonderen zu diskutieren.

Bedauerlich ist, das (wie von Dir hier schon erwähnt) die Reporter auf der Jagd nach reißerischen Aufmachern sind, die Politiker mehr leere Worthülsen abfeuern als ein CounterStrike-Spieler an einem Abend, und die Expertenmeinungen von André Horn & Prof. Dr. Elisabeth kein Gehör finden. Hauptsache, die Frisur sitzt, wenn Herr und Frau Volksvertreter sich vor der Wii zum Affen machen.

Sehr schade, denn dieses "Gipfeltreffen" hätte meiner Meinung nach wenigstens einige Ergebnisse hervorbringen können, und sei es nur ein wenig mehr Einsicht und Verständnis aller(!) Beteiligten für die Gegenseite.

MfG Henke

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