Roland Austinat prophezeit die

PC-Spieledämmerung Meinung

Roland Austinat, der GamersGlobal-Mann im Westen der USA, hält dieses Mal eine Philippika gegen den PC als Plattform für Spiele -- wie sie nur jemand halten kann, dem PC-Spiele einmal sehr am Herzen lagen, der aber zuletzt schwer von ihnen enttäuscht wurde. Roland sagt rigoros: "Die Tage des PC-Spiels sind gezählt!"
Roland Austinat 23. Juni 2009 - 22:33 — vor 7 Jahren aktualisiert
Anfuehrung
Auch wenn nach einer aktuellen Umfrage auf GamersGlobal noch rund 60 Prozent der Leser am liebsten auf dem PC spielen: Die Tage dieser Plattform sind gezählt! Diese schlimme Behauptung belege ich gerne anhand einiger Indizien. Auch wenn diese sicher von meiner US-Warte aus teils schlimmer wirken als im PC-Spiele-Refugium Deutschland: Die Zeichen sind nicht zu leugnen.

1. PC Gaming Allianz 
Indiz Nummer 1: Die schlafmützige PC Gaming Alliance (www.pcgamingalliance.org), der vor gut eineinhalb Jahren mit großem Tamtam gegründete Verband der PC-Spiele-Industrie. 2008 veröffentlichte die Allianz ganze zwei Pressemitteilungen -- eine davon anlässlich ihrer eigenen Gründung. In diesem Jahr waren es dagegen schon sagenhafte drei. Vergleicht das mal mit der Fülle von Ankündigungen und Informationen, die etwa große Konsolenhersteller wie Microsoft, Nintendo und Sony im Wochentakt in die Menge werfen. Klar, die PC Gaming Alliance ist kein direkter Hersteller, doch dennoch dürfte man sich von der größten Lobbygruppe für PC-Spiele mehr erwarten.

2. Spielemagazine
Indiz Nummer 2: In den USA, einem Land mit etwa 300 Millionen Einwohnern, existiert noch genau ein PC-Spielemagazin. Und das ist noch nicht mal besonders gut, vor allem, seit die Kollegen vor ein paar Ausgaben alle Kolumnisten aus dem Heft geworfen haben. Finde ich persönlich sehr schade, denn erfahrene Autoren, die schon seit Jahren bis Jahrzehnten das Spielgeschehen kommentieren und dabei auch mal von der Meinung des Heftes abweichen, sind für mich unbezahlbar. Nicht ohne Grund lest Ihr auf GamersGlobal ja auch gerade diese und die Zeilen meiner geschätzten Kollegen Anatol, Jörg und Mick.

3. Hardware-Tohuwabohu
Wie viele Spiele kennt ihr, die sich durch ihre DirectX-10-Grafik hervortun?
Indiz Nummer 3: Zu viele Hardwarekombinationen machen den PC zur unbequemen Entwicklungsplattform. Wenn ein Studio ein Spiel für PlayStation 3 oder Xbox 360 entwickelt, muss es sich nur auf jeweils exakt eine CPU-Umgebung und ein Grafiksystem konzentrieren. Klar, die Festplatten mögen unterschiedlich groß sein, doch das ist lange nicht so wild wie die Dutzende, nein, Hunderte von Grafikkarten, CPUs, RAM-Bausteine und Mainboards, die in einem PC stecken können, und die Millionen von Kombinationen erlauben. Nicht von ungefähr betreibt Nvidia in Russland ein Teststudio, das die Werke von PC-Spielentwicklern auf einer Vielzahl gängiger und exotischer PC-Konfigurationen ausprobiert. Was ich damit sagen will: Wer nicht riskieren möchte, dass sein PC-Meisterwerk nur auf zehn Prozent aller Systeme toll aussieht und er damit die Besitzer der restlichen 90 Prozent gegen sich aufbringt... der wechselt stattdessen lieber gleich zu einer Spielkonsole. Oder wie viele Spiele kennt Ihr, die sich durch ihre bombastische DirectX-10-Grafik hervortun? Eben. Und wie lange ist DirectX 10 schon auf dem Markt? Seit Januar 2007. Absurd, dass DirectX 11 da bereits für Ende dieses Jahres geplant ist.

4. Spieleläden
Indiz Nummer 4: Spieleläden in den USA. PC-Titel hatten es hier schon immer etwas schwerer -- um die neuesten Veröffentlichungen zu finden, musste ich meist in den hinteren Teil von Electronic Boutique, GameStop und Co. suchen. Doch in letzter Zeit finde ich PC-Spiele meist nur noch auf einem verschämt in der Ecke stehenden Aufsteller, umzingelt von wandhohen Regalen mit Konsolenspielen. Das könnte entweder bedeuten, dass kein Mensch mehr PC-Spiele kauft. Oder dass man sie nur noch online über Vertriebswege wie Valves Steam-Dienst bezieht. Oder sie schlicht und ergreifend raubkopiert. Das könnte aber auch oder insbesondere bedeuten, dass das Interesse an PC-Spielen immer mehr zurückgeht, während das an Konsolentiteln kontinuierlich steigt.

5. E3 2009
Indiz Nummer 5: Die Electronic Entertainment Expo. Genau, die E3, die gerade erst wieder einmal in Los Angeles abgehaltene Spiele-Supermesse. Wie viele PC-Top-Titel wurden dort gezeigt, die nicht auch für Xbox 360, PlayStation 3 oder Wii erscheinen? Das fragte ich in der E3-Woche so ziemlich jeden Pressekollegen. Doch außer einer Bedenkpause mit anschließendem Schulterzucken war da nichts zu holen. Schließlich blieb Blizzard der Messe auch in diesem Jahr fern, um noch Pulver für die BlizzCon im August zu haben. Und klar, es gab eine Handvoll chinesische Rollenspiele und osteuropäische Strategietitel. Aber in den amerikanischen oder auch deutschen Verkaufshitparaden sehe ich die nicht unbedingt. Die Sims, gut, die sind ein Phänomen für sich -- und inzwischen, in abgespeckter Form, auch auf anderen Plattformen zuhause.

Mein Plädoyer

Verstehen wir uns nicht falsch: Ich bin kein PC-Hasser. Ich habe vor knapp 20 Jahren The Secret of Monkey Island auf einem 386 mit PC-Piepser durchgespielt und dann noch einmal mit der für damals 300 D-Mark erworbenen Soundblaster-Karte.

Ich kaufe mir rund alle zwei Jahre einen fast komplett neuen PC, um die neuesten Spiele flüssig spielen zu können. Doch bei mir stehen auch alle aktuellen Konsolen unter dem Fernseher -- und es gibt außer einigen Online-Titeln immer weniger, was mich an den PC locken würde. Ganz davon abgesehen, dass der Upgrade-Zyklus von Spielkonsolen heutzutage deutlich geruhsamer als auf dem PC verläuft. Alle 10 Jahre eine neue Konsole, heißt der ungefähre Schnitt. PC-Spieler leisten sich hingegen im Schnitt alle zwei Jahre eine Grafikkarte, für die man je nachdem eine Xbox 360 oder eine PS3 kaufen könnte, von anderen Updates bei RAM oder CPU ganz zu schweigen! Für das gesparte Geld könnte man eine Menge Originale kaufen. Oder einfach mal Urlaub machen.
 
Entwicklerseitig regiert einfach zu große Angst davor, die PC-Investitionen nicht wieder einzuspielen. Das betonte sehr treffend der Rollenspiel-Veteran Feargus Urquhart, Chef des unabhängigen Studios Obsidian Entertainment in einem Gespräch mit der Webseite Gamebanshee.com: "Es herrschen harte Zeiten für PC-Projekte mit großem Budget. Dafür gibt es einfach nicht genug Investoren, und es ist kaum zu rechtfertigen, dass man als Entwicklungsstudio sein eigenes Geld dafür ausgeben soll -- ohne zu wissen, ob man es jemals wieder hereinholen wird."

Und das, obwohl für PC-Spiele keine Tantiemen an Plattformbesitzer wie Microsoft, Nintendo und Sony fällig werden. Wie ich schon sagte: Die Tage des Spiele-PCs sind gezählt.

Euer Roland Austinat

Lest auch Jörg Langers "Gegen-Kolumne"


Abfuehrung
Patrick 15 Kenner - 3955 - 23. Juni 2009 - 23:57 #

So ist es. Deutschland ist eh einer der wenigen Bastionen, wo so viel über den PC gespielt wird. Wenn endlich angefangen wird Strategie, WoW und andere MMOs auf die Konsolen zu Portieren bleibt nicht mehr sehr viel. Sofern die Maus auf der Konsole dazukommt.

Die Grafik ist heutzutage halt so gut, dass es sich nicht mehr lohnt dieses weiter zu puschen. Seit vier Jahren benutze ich meinen Rechner hauptsächlich nur noch zum Arbeiten.

Bis auf die Tatsache, dass die Grafikkartenentwicklung dadurch etwas langsamer wird sehe ich kein Nachteil drin. Wird eben nun eine Plattform von vieren sein.

Anonymous (unregistriert) 24. Juni 2009 - 0:46 #

der pc wird immer an erster stelle kommen wenn es ums spielen geht denk ich, ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen das eine konsole mehr gefragt ist wie der pc man hat halt einfach viel mehr möglichkeiten, also ich werde mir keine konsole mehr zulegen seit den irgend etwas bahnbrechendes kommt was mich vom hocker wirft, wobei ich sagen muss der trend geht ja in eine gute richtung ( siehe project natal) aber ob das auch so toll wird wie angesagt bezweifel ich stark

Anonymous (unregistriert) 24. Juni 2009 - 10:12 #

Naja dann wünsch ich dem Herrn Austinat noch viel Spass mit dem

- kastrierten Internet der XBox,
- dem Casual Gefuchtel mit Natal,
- der Abhängigkeit vom Hersteller (RROD!)
- dem überteuerten Zubehör ( 1 Controller Wii kostet 65€)
- anspruchsvollem vielfältigen Action Geballer mit 5h Spielzeit
- den benutzerfreundliche Freundescodes
- den 10 jahren Lebensdauer der XBox 1
- den kostenlosen Spiel & Leveleditoren
- den immer kostenlosen Downloadcontents
- seinem schwanzverlängernden Gamerscore
- der achso genialen Gamepadsteuerung mit Auto- Aim
- Live Mitgliedsbeitrag
- den unzähligen Mods für Konsole
- seinen direkt auf Konsolen entwickelten Games
- dem gottgleichen Masterchief

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 11:14 #

Vielen Dank, den werde ich haben. Und auch mit der PlayStation 3, der Wii, dem DS und der PSP. Und dem PC. Gerade erst wieder in Ulduar gewesen.

Mal im Ernst:

- Wer hat gesagt, dass ich mit der Konsole im Netz surfe?
- Natal ist noch nicht mal serienreif.
- Microsoft hat selbst ein Jahr nach Garantieablauf meine erste Xbox umgetauscht.
- Was kostet noch gleich eine Grafikkarte?
- Mein Xbox-Live-Gamertag ist ziemlich einfach.
- Zu zehn Jahren Xbox 1 habe ich schon weiter oben etwas gesagt.
- Klar, kostenlose Raubkopien bieten Konsolen leider nicht.
- Mein Gamerscore ist noch nicht mal fünfstellig.
- Zum Glück sind Geschmäcker verschieden.
- Danke, den leiste ich mir gerne.
- Richtig, dank Halo 3, LBP, Mod Nation Racing & Co. kommen die jetzt auch langsam auf der Konsole ins Rollen.
- Sehr unsachlich - was hat die Entwicklungsplattform eines Konsolenspiels mit dem fertigen Spiel zu tun? Die ersten Xbox-360-Titel wurden sogar auf einem Mac-Devkit entwickelt.
- Den verstehe ich jetzt nicht.

Alles in allem sind all diese Punkte ein Ausdruck der Angst eines PC-Spielers, dass ihm jetzt sein Lieblingsspielzeug weggenommen wird. Und der noch obendrein so mutig ist, das anonym zu posten. Way to go!

Pascal Lange 05 Spieler - 48 - 24. Juni 2009 - 14:07 #

Ich glaube diese Listen und Gegenlisten sind müßig. Ich habe nur eine Konsole in meinem Leben besessen und das war ein N64. Ich bin 20 und bin damals mit Zelda und Mario in die Gameswelt gekommen. Seit Majoras Mask spiele ich nur noch auf dem PC.

Gründe dafür? Naja, mir gefällts einfach besser. Fertig aus.

Thomas Rheinard (unregistriert) 24. Juni 2009 - 20:35 #

Ja, aber mir scheint der Herr Austinat akzeptiert keine andere Meinung, wie man an seinem obigen Post sieht! Oder was haben kostenlose Spieleditoren mit Raubkopien zu tun? Schonmal was von Unreal ED gehört?

Und nur mal zur Info, meine XBox war ...auf den Kaufzettel schau...fast genau 4 Monate über der Garantie und die wollten mir die Konsole nicht kostenlos reparieren!!
Mann war ich geladen, hab ewig mit denen diskutiert aber die wollten ca. 90 € von mir. Auf sowas kann ich verzichten! Danke Microsoft, WIE KULANT!!

Ich spiele jetzt 11 Jahre auf dem PC, am Amfang noch Konsole aber nach und nach wurde diese bei mir vom Compi abgelöst. In diesen 11 Jahren hatte ich 3 Systeme und nur einen Grafikkartentausch. Ich denke das ist ein guter Schnitt von wegen "Ständig aufrüsten"! Muss halt nicht immer alles ultra high eingestellt sein!

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 21:18 #

"{...} meine XBox war {...} fast genau 4 Monate über der Garantie und die wollten mir die Konsole nicht kostenlos reparieren!! Mann war ich geladen, hab ewig mit denen diskutiert aber die wollten ca. 90 € von mir. Auf sowas kann ich verzichten! Danke Microsoft, WIE KULANT!!"

Sei mir nicht böse, aber irgendwo/wann muss die Grenze gezogen werden. Wirtschaftlich arbeitenden Unternehmen bleibt nun mal keine Wahl und bei anderen Unternehmen wird es dir auch nicht anders gehen. Hat jetzt nichts mit Microsoft zu tun. Wenn sie nach eigenem Ermessen über die Garantie hinaus kulant sind ist das ihre Sache, aber ein Anspruch darauf besteht nicht. Garantien auf Lebenszeit gibt es nun mal nur auf billige Messer-Sets von HSE24 ;-)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 0:37 #

Im Gegenteil, ich freue mich über andere Meinungen, von denen ich sogar noch etwas lernen kann. Polemische Antworten wie obige Liste beantworte ich je nach Tagesform allerdings mit einer eigenen Liste. ;)

Gerd Meinert (unregistriert) 25. Juni 2009 - 8:44 #

Hachja, die Konsolen vs PC Debatte. Nach der Duke Kolumne dachte ich eigentlich der Herr Austinat ist kompetent und wäre im Bezug auf diesen Streitpunkt bereits aufgeklärt. Jedoch musste er hier noch zusätzlich Öl ins Feuer kippen was ich schade finde.

Den PC wollten viele schon zu Grabe tragen, er hat jede Konsole überlebt. Und wenn ich sehe das jetzt viele frühere Konsolenexklusive Games jetzt auch auf dem PC kommen (Last Remnant, Lost Planet 2, Resident Evil 5, SF 4, Bad Company 2, dass neue MGS uvm.) , ist das nur ein Beweis das die Verkaufszahlen nicht so niedrig sein können! In Zeiten der Krise können es sich die Hersteller nicht mehr leisten diese Plattform zu ignorieren.

Die Community ist auf dem PC am Aktivsten, sie kaufen sich zwar weniger Spiele weil sich PCler im Durchschnitt besser informieren und die meisten Müllspiele und schlechte Portierungen liegen lassen, aber im Gegenzug unterstützen sie das Game auch nach dem Kauf. Konsoleros gehen meist in den Laden und Kaufen sich das was grad beworben wird und Action bietet(natürlich nicht alle aber die Meisten sind relativ uninformiert)

Und wegen den vielen Hardwarekonfigurationen als Grund muss ich lachen: Im Moment gibt es bei Grafik und Prozessoren jeweils 2 Standards. AMD Phenom und Intel Core 2 bzw Radeon und Geforce. Und acu diese teilen sich überwiegend dieselben Befehlssätze! Auch hat die Fehleranfälligkeit im letzten Jahrzehnt aufgrund verbesserter Produktionszyklen der Hardware sehr abgenommen! Auch Ram und andere Laufwerke laufen sehr stabil, hatte im letzten Jahr genau einen Absturz. Unterschiedliche Hardware nehmen die Hersteller meist als Ausrede für ihre Bugs & Zeitmangel! Außerdem verlangt auch niemand dass ein aktuelles Spiel noch auf nem P3 laufen muss.

Was viele nicht wissen, der IBM PC kam erst nach den Konsolen auf den Markt, somit hat der PC den Konsolen gut Wasser abgegraben und nicht anders!

iStone (unregistriert) 25. Juni 2009 - 9:19 #

Eines Stimmt. Die Debatte ist so alt wie das Silizium selbst. Seit die ersten IBM Kompatiblen aus einer Rippe von Atari geschaffen wurden... ;-) Nein, Spaß beiseite.
Ich für mich persönlich diskutiere gerne darüber, es spricht auch nichts gegen eine angeregte und zivilisierte Diskussion. Ich muss auch offen gestehen, ich habe gerade Spaß dabei, wie man an meiner Post Frequenz unschwer ablesen kann. Wobei die Diskussion darüber was zuerst da war doch recht müßig ist. Henne-Ei und ähnliches. Was ich hingegen immer affig finde sind Anspielungen die die andre Gruppe diffamieren. Aussagen wie "PC Spieler informieren sich besser und kaufen nicht nur das, was gerade beworben wird" sind wenig sachlich und tragen rein gar nichts dazu bei. Auch sonstige Dinge die nur auf "Glauben" beruhen bieten wenig Diskussionsgrundlagen.
Wie immer gilt der schöne Grundsatz: Wer etwas behauptet, muss es auch beweisen können ;-)

Bernd Feiner (unregistriert) 25. Juni 2009 - 9:40 #

Stimmt, hab im moment auch irgendwie Spaß an dieser Diskussion gefunden. Hoffe mal der Herr Austinat liest auch mal unsere vorigen Post und gibt seine Meinung dazu ab.

Und zu meiner "Viele Konsolenspieler kaufen anders als die meisten PCler" Behauptung muss ich hinzufügen dass ich dieses Verhalten in meinem gesamten Freundeskreis beobachte. Da gibts echt so Typen die keine Geduld haben und beim Kauf sprichwörtlich oft in die Scheiße greifen weil ihnen der Werbebanner von Spiel XY mit fetten Waffen und Effekten gefällt und allein dieser Ihnen die 65-70€ Spielepreis wert ist!

Das lustige daran ist die geben für wenig Spielspass das meiste Geld aus und ihnen fehlt die Kohle woanders. Während ich mit meiner "Achso teuren PC Hardware die ich ständig aufrüsten muss" mehr Geld übrig habe.

iStone (unregistriert) 25. Juni 2009 - 9:57 #

Fein :-)

Naja das es überdurchschnittlich oft in Deinem Bekanntenkreis vorkommt würde ich einfach mal als statistischen Zufall beiseite schieben. Ich denke es wird auch auf dem PC zu viel Geld für zu viel Müll ausgegeben. Einer der Gründe warum immer noch genügend Hersteller versuchen den schnellen Rubel abzugreifen. Auch wenn es bei weitem nicht mehr so viel Mist ist wie vor Jahren / Jahrzehnten. Die aufgeregte Meute von Schulschwänzern im örtlichen Saturn sollte man nicht unbedingt symbolisch und stellvertretend für alle Konsolenspieler sehen ;-) Was immer schön deutlich sichtbar ist, wenn man mal die Charts betrachtet. Auch wenn Nintendo das ganze gerade, bezogen auf den Konsolensektor, ein wenig verzerrt... Hmmm. Barbies Streichelzoo mit einbezogen könntest du allerdings durchaus sogar recht haben. Ich neige dazu den größten Teil der DS/Wii Games einfach in meiner persönlichen Wahrnehmung nicht stattfinden zu lassen (auch wenn es da durchaus auch Perlen gibt - man muss nur Tiefer nach ihnen tauchen). So gesehen komme ich zu dem Fazit: *schulterzuck*

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 21:36 #

Ahoi, ich glaube fast, dass inzwischen meine Kolumne von vielen Leuten schlicht und ergreifend falsch verstanden wird. Es geht nicht darum, PC gegen Konsole auszuspielen. Ich sage es nochmals: Ich habe daheim alle Plattformen und möchte keine missen.

Kern der Kolumne ist: Der PC ist keine Plattform mehr, auf der in den nächsten Jahren noch alle großen Superhits entwickelt werden, so wie es früher der Fall war. Die entstehen heute zu 95 Prozent auf Konsolen und werden dann für den PC umgesetzt. Oft mit monatelanger Verspätung.

Jens (unregistriert) 24. Juni 2009 - 0:50 #

Zum Glück ist "USA" nicht gleichbedeutend mit "Welt". :)

Ich sehe zwar auch den Vorteil einer Normierung von Hardware und die resultierende Vereinfachung der Entwicklung von Software für eben dieses System, aber dein Bericht ist ziemlich einseitig.

Den Preis einer Konsole lasse ich auch nicht mehr gelten. Ob ich nun 2 bis 4 Konsolen kaufe oder einen Pc (viele haben sogar 2 Konsolen eines Typs, eine gecrackte und eine originale Konsole), ob ich mir ein Pc Spiel nach einigen Patches und Monaten Wartezeit für 30€ oder einen Konsolentitel für über 60€ hole (der auch nach Jahren nicht in einen Pc Budget Preis sinkt), ob ich mir preiswerte Pc Peripherie hole, wie Wlan oder Joypads oder die durch Monopolstellung teuren Teile von Microsoft und Sony usw. und sofort. Einen Pc brauchen die meisten ja dennoch zum arbeiten...

Als ich mir vor einigen Monaten die Preise für die Hardware und Software von Konsolen angeschaut habe, bin ich ganz schnell wieder von dem Gedanken abgekehrt mir eine zu zulegen.

Wenn ich mir aller 2 Jahre eine Graka hole, dann nicht weil ich es muss, sondern weil ich es will. Das ist auch ein großer Unterschied.

Seit über 10 Jahren wird immer mal wieder behauptet, der Pc wäre tod. Das kann ich nach meinen Erfahrungen in keiner Weise nachvollziehen. Das einzige was mir auffällt ist, dass vermehrt Rollenspiele und Egoshooter an die Konsole angepasst werden, aber das ist ja nicht so schlimm solange der Mehrwert eines PCs bestehen bleibt (Bessere Steuerung, Komplexere Steuerung, Bessere Grafik (mehr Resourcen), usw.).

Ich habe nichts gegen Konsolen, es ist halt ein abwägen zwischen Monopolismus (Konsole) auf der einen Seite und millionenfach kombinierbare Hardware (Pc) auf der Anderen. Die Mitte wäre gut :)

Abgesehen mal davon, dass viele Spielehersteller auch sicherlich nicht das beste Qualitätsmanagement haben, ob bei der Codereview oder dem Spieletesting. Die einfache Logik siegt hier: Wenn es dutzende von Spieleherstellern schaffen (ob große oder kleine Entwickler) spätestens nach dem 1. Patch ein voll lauffähiges Spiel zu entwickeln, warum schaffen das dann nicht alle?

Ich stelle mal die Behauptung auf, dass die meisten Abstürze und Bugs durch den Quellcode entstehen und nicht durch die Hardware. Wenn in 100 000 Zeilen C++ Code ein Array Element angesprochen wird, welches ausserhalb der Größe des Arrays liegt, dann schmiert das System halt ab ;)

Aber das spielt alles nicht wirklich ein Rolle, wichtig ist, dass die Entwickler cool bleiben, ihre Qualität steigern und weiter schön für den PC proggen :)

Ich werde sicherlich noch viele Jahre Spass an meinem kleinen PowerPc Freude haben und viel Spielenachschub :)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 1:45 #

Du übersiehst allerdings, dass die Mehrzahl der weltweit verkauften Spiele in den USA entsteht. Sicher, Blizzard macht noch mit PC-Titeln Millionen, doch ansonsten sag mir doch mal einen großen US-Entwickler, der exklusiv für den PC arbeitet.

Konsolen wie die PS3 und die Xbox 360 haben laut Sony und Microsoft eine geplante Lebenszeit von zehn Jahren. Da grinse ich dann doch, wenn Du Dir alle zwei, ganz zu schweigen dann zehn Jahre eine Grafikkarte kaufst, "weil Du es willst".

Rollenspiele wie Oblivion, Fallout 3, KotOR, Jade Empire, Mass Effect etc. werden nicht an Konsolen angepasst - die erscheinen *zuerst* darauf, weil selbst Firmen wie Bethesda und Bioware erkannt haben, was die größeren Stückzahlen umsetzt. GTA war ursprünglich ein PC-Titel, der erst mit dem dritten Teil auf der PS2 riesige Erfolge feierte und dann mit Vice City, San Andreas und IV dort zuerst erschien.

Deine Quellcode-Behauptung verwundert mich. Ist der Code bei Konsolenspielen kürzer und damit bugfreier?

Sicher wird der PC nicht so ohne weiteres im Regen stehen bleiben, doch wo es vor zehn Jahren Konsolenumsetzungen großer PC-Spiele gab, kriegen wir heute halt nur PC-Umsetzungen großer Konsolentitel. Und die spielen sich vor einem großen Fernseher, mit guten Sound und entspannt auf der Couch sitzend, dann doch deutlich bequemer als vor dem PC.

Anonymous (unregistriert) 24. Juni 2009 - 9:27 #

Kauf dir einen gescheiten Chefsessel mit verstellbarer Lehne, schnurlose Maus und Tastatur und schließ deine Mega Glotze über hd an radeon oder geforce an. Auch am PC kann mann Faulheit haben, frag mich warum dass immer als Konsolenvorteil gewertet wird. Mittlerweile müssen die Konsolenspiele auch installiert werden oder laufen zumindest ohne Installation zu laut und langsam

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 10:03 #

In einem normalen Haushalt stehen allerdings TV und Rechner nicht zwingend im selben Raum ;-) Auf den Rest gehe ich jetzt nicht ein.

Anonymous (unregistriert) 24. Juni 2009 - 10:15 #

Hol dir nen Shuttle/ Micro Atx mit funkmaus und funk Tastatur, Schlaumeier!

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 10:52 #

Was ich mir Deiner Meinung nach nicht alles kaufen muss...

andima 13 Koop-Gamer - P - 1457 - 24. Juni 2009 - 10:41 #

Also mein Rechner steht im Büro- und dort soll er auch bleiben... Warum sollte ich mir einen 2ten Rechner für mein Wohnzimmer kaufen?

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 11:17 #

Ich möchte aber nicht noch abends stundenlang auf einem Bürostuhl sitzen, wenn ich das schon den ganzen Tag bei der Arbeit mache. Und mit mir sehen das noch ein paar andere Menschen genau so.

Oh, bei welchen PC-Sport-, Renn- und Actionspielen kann ich so ohne weiteres mit drei Mitspielern zusammen an den Start gehen?

Michael Redwig (unregistriert) 25. Juni 2009 - 8:51 #

Hm, also ganz ehrlich, letztens hab ich mit meinen Kumpels nach offline Mehrspieler Titeln mit Botunterstützung für die 360 gesucht. Aber es gab eigentlich nichts!! Die meisten Games kann man nur noch online über Live zocken, oder Halo 3 zB. hat keine Bots was nervig ist wenn man sich bei 3 Spielern immer suchen muss und keine Teams bilden kann.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 21:38 #

Hm, gute Frage. In Sachen Bots kenne ich mich nicht schrecklich gut aus, wie sieht es da denn auf anderen Plattformen aus? Gibt es da mehr als auf der 360?

Ike 14 Komm-Experte - P - 1860 - 24. Juni 2009 - 1:12 #

Ich habe hier irgendwo ein Paper von der Deutschen Bank rumliegen, wo u. a. die Umsätze von PC-Offlinespielen und Konsolen drinstehen, schön als Balkengrafik. (Für Deutschland sogar, glaube ich.) Der PC kommt da jetzt schon nicht gut bei weg... wobei die Onlinespiele da noch extra gezählt werden.
Ich finde es schon schade. Ich habe eigentlich keine Lust, mir mehrere Geräte hier hinzustellen, wo zur Zeit gerade mal ein PC reicht. Und inFamous würde ich wirklich mal gern spielen. :) Aber ich bin ja immer noch an einigen Uraltspielen von vor X Jahren, die ich noch spielen will. Selbst wenn der PC-Spielemarkt jetzt sofort aussterben würde, zumindest ich hab noch für die nächsten Jahre Futter. *g*
Und danach gibt es dann die Onlinerollenspiele...

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 1:48 #

Infamous ist schon sehr fein, mir gefällt das Uncharted-Doppel noch einen Tick besser. Wie meinte ein US-Kollege? Uncharted 1 ist das Abentuer, das Indiana Jones 4 gerne gewesen wäre. Und dann kommen für die PS3 noch Kracher wie Heavy Rain, The Last Guardian und White Knight Chronicles.

BFBeast666 14 Komm-Experte - 2062 - 24. Juni 2009 - 1:13 #

Das einzige, was derzeit für einen High-End-PC spricht, ist die rohe Grafikleistung, mehr aber nicht. Ist klar, daß ein QuadCore mit SLI-GeForces mehr Power produziert als eine 360. Dafür kostet das Geschoß dann aber auch locker mal das Vier- bis Fünffache.

Was für mich klar GEGEN den PC spricht:

Immer kürzer werdende Entwicklungszyklen und damit einhergehende Bugflut. Ich sage nur mal "Sacred 2" oder Gothic 3. Ich sehe es einfach nicht ein, den Betatester für die Spielefirmen zu machen. Das war schon anno 1996 mit dem Fußballmanager von Software 2000 ein unglaubliches Ärgernis und ist in den Jahren seitdem eher öfter als seltener aufgetreten.

Steam: Mag bequem sein, aber solange ich keine ungeschnittenen Spiele bekomme, bleibt Steam meiner Platte fern.

DRM: Mag ja sein, daß einige Entwickler geschnallt haben, daß DRM-Kopierschutz Schwachsinn und Kundenverprellung ist, aber wenn ich sehe, daß ein Toptitel wie Anno 1404 grade mal 3 Aktivierungen erlaubt, bevor ich mich mit dem kostenpflichtigen Support rumärgere, dann kann ich nur den Kopf schütteln.

Mangel an wirklichen Top-Titeln: Die Anzahl der wirklichen PC-Must-Haves ist erschreckend klein. Mir gehen Egoshooter bis auf wenige Ausnahmen am Popo vorbei - in dem Genre wurde spielerisch schon alles gesagt und der Reiz kommt doch eigentlich nur durch immer fettere Grafik. Da kann ich mir auch eine Tech-Demo angucken. Für mich als Strategen und (Nicht-MMO)RPG-Fan ist einfach kaum was zu haben, was ich nicht auch auf Konsole zocken kann, wodurch ich mir den Bug- und Kopierschutz-Terror sparen kann. Meine letzten Anschaffungen waren Civ 4 und Titan Quest - und wirklich brandneu sind die nun wirklich nicht.

Shatter 09 Triple-Talent - 273 - 24. Juni 2009 - 2:01 #

Ich denke, viele der genannten Indizien kann man auch anders interpretieren, hier mal mein Versuch:

1: Bis 2008 gab es den Verband gar nicht, warum sollte man ihn überhaupt brauchen? Unsere "Fürsprecher" hören auf "Games For Windows", "The Way It's Meant To Be Played" oder "Intel Inside".
Notfalls wird die pure Gier den Pc am Leben erhalten (ob das jetzt gut oder schlecht ist sei mal dahin gestellt ;D)

2: Spielemagazine leiden unter vielen Sachen, z.B. Seiten wie Dieser. Die News Rubrik kann man sich eigentlich schon sparen, Demos oder Videos kann sich neuerdings auch jeder selbst besorgen. Nebenbei haben auch (Tages)Zeitungen Probleme, stehen die "Nachrichten" deswegen schon vor dem Abgrund? :P

3: Das kann ich schon nachvollziehen, aber das Problem gibt es doch eigentlich schon länger. Wäre das also ein K.O. Kriterium hätte der Pc schon gegen Playstation 1 oder N64 verlieren müssen.

4: Ich war lange nicht mehr bei Saturn, kann ich nichts zu sagen. Amazon ist einfach bequemer!

5: Die E3 ist wie ein Spiele Magazin, ein Schaulauf der Eitelkeit und in Zeiten des Breitband-Internets eigentlich ein Relikt der Vergangenheit. Warum soll ich in einem stickigem Saal jemanden beim Spielen zuschauen, wenn ich das ganze auch bequem zu Hause selbst machen kann? Und für Aion, SC2 oder Diablo 3 wird man,soweit Ich weiß, einen Pc brauchen.

Soweit ich mich erinnere wird immer zu Beginn einer neuen Konsolengeneration der Tod des Pcs vorausgesagt. Solang Pc und Konsole noch ähnliche Leistung erbringen überwiegen die Vorteile der Konsolen deutlich. Aber muss man eine Konsole denn wirklich nicht aufrüsten? Balance Board, Motion Plus, Natal oder der Sony Zauberstab werden wohl kaum kostenlos geliefert. Überlebt denn außerdem jede Konsole ihren 10 Jahres Rhythmus, oder gibt es nicht auch bei Konsolen den mysteriösen 731 Tage Fluch?

Was hier etwas unterschlagen wird ist ja auch die Tatsache, dass ein Pc kein Exot mehr ist. Niemand würde auf die Idee kommen auf den Preis der Konsole, den des Fernsehers zu schlagen. Einen Pc hätten viele auch ganz ohne Pc Spiele. Wenn die Hersteller Abstand von ihrem Grafikfetisch nehmen würden, wäre auch das Argument des ständigen Hardware Verfalls Geschichte. Ein Pc für den Startpreis der Ps3 bringt vergleichbare Leistung und ist vielseitiger.

Totgesagte leben bekanntlich länger, geht man danach steht dem Pc noch ein sehr langes Leben bevor. :P
Edit: typo

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 2:09 #

Besitzen Leute in Deinem Freundeskreis noch vorwiegend Desktop-PCs, die sie artig aufrüsten? Oder machen Laptops und Netbooks dem nicht auch das Leben schwerer? Nicht umsonst wettert Epics Mark Rein ja immer wieder gegen Intels integrierte Grafikchips. Und für welche Plattform erscheinen alle neuen Epic-Titel dieser Tage? Richtig, nicht mehr für den PC.

Die drei von Dir genannten Slogans sind Marketingsprüche und -programme individueller Hersteller. Was mache ich denn, wenn ich keinen Intel-Chip habe und auf einer Nicht-Nvidia-Karte spiele? ;)

Nachrichten stehen in der Tat am Scheideweg - hier in den USA machen große Tageszeitungen dicht, zeigt CNN immer mehr Videos und Infos von Zuschauern. Das wird auch noch in Deutschland passieren.

Der PC wird sicher irgendwie weiter bestehen, doch nicht mehr als die große Spieleplattform, die er einmal war.

Shatter 09 Triple-Talent - 273 - 24. Juni 2009 - 2:50 #

Activision wettert gegen den hohen Preis der Playstation 3, Valve hat erst gar keine Lust dafür zu programmieren. Und ein bisschen abgedeckt hab ich das ja bereits im vorletzten Abschnitt, kurz gesagt braucht ein gutes Spiel kein DirectX 11. Starcaft 2 wird hoffentlich auch unterwegs funktionieren, außerdem verringern zu viele Details nur die Übersicht :P

Die Sprüche haben natürlich auch entsprechende Gegenstücke, was gemeint ist, ist glaub ich klar.

Und zu guter letzt vllt. die Frage um die sich alles dreht, wird der Pc als Spieleplattform auch in Zukunft bestehen? Mit deiner Meinung, er wird nicht mehr die beherrschende Stellung haben gehe ich konform. Aber sterben wird er nicht. Gerade der Trend hin zu Notebooks machen ihn in meinen Augen eher zu der mobilen Spieleplattform der nächsten Zeit, Unterwegs ist der "Ort" dem ihm Ps x und Co. schwerlich streitig machen können (es sein denn Nintendos nächster Gameboy wird ein Netbook :X).

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 6:21 #

Activisions Wettern ist reine Politik. Kotick will halt auch mal in die Nachrichten kommen, in denen Riccitiello immer interviewt und zitiert wird. Sicher ist: Wenn die PS3 billiger wird, dann muss sich Microsoft etwas wärmer anziehen.

Mobiles Spielen: Vergiss iPhone, PSP und DS in all ihren Inkarnationen nicht. Da halten die Batterien deutlich länger und die sind deutlich handlicher und unverwüstlicher als ein Laptop. :)

Anonymous (unregistriert) 24. Juni 2009 - 9:53 #

Epic hat ja auch in den letzten Jahren Dutzende von Überspielen veröffentlicht...Ich muss lachen. GoW ist total überbewertet, UT 3 kommt nichtmal gegen seine Vorgänger an. Die Schuld liegt hier sicher nicht beim Verbraucher!!

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 11:21 #

Das "überbewertete" GoW hat sich über fünf Millionen Mal verkauft, Zahlen für den zweiten Teil kriege ich auf die Schnelle nicht heraus. Die Schuld daran liegt ganz klar beim Verbraucher. ;)

Welches komplett neu entwickelte PC-Spiel der letzten Jahre hat noch gleich so viele Exemplare verkauft hat noch gleich so viele Exemplare verkauft die Phänomene WoW und Sims mal außen vor gelassen?

Liebe Leute, ich will mich hier nicht mit anonymen Postern rumstreiten. Aber guckt Euch doch wenigstens mal die Fakten an, bevor Ihr Eure Meinung als gottgegebene Wahrheiten verkündet.

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 11:36 #

GoW ist das erste Epic Spiel das mir Spaß gemacht hat (Jack Jazzrabit & Jill from the Jungle mal ausgenommen). Von daher ist es mir total Wurst ob es über-, unter- oder sonstwie bewertet wurde. Versteh aber auch nicht was es mit dem aktuellen Thema zu tun hat, da es auf 360 und PC erhältlich ist.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 11:45 #

Das ist insofern spannend, als dass die PC-Fassung ein Jahr nach der Konsolenversion erschienen ist. Ein Jahr!

Jazz Jackrabbit und Jill of the Jungle hat sogar mein Dad vor Ewigkeiten gespielt, das waren tatsächlich coole Spiele. :)

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 12:47 #

Alle wahnsinnig ^^

Davon dürfen die gerne mal Fortsetzungen machen :-)

Bernd Feiner (unregistriert) 25. Juni 2009 - 9:13 #

Habt ihr eigentlich jemals unreal 1 gespielt? Ich schätze nicht, sonst wüsstet ihr was der Vorposter gemeint hat. Ich habe es gespielt, Epic ist mit GoW nicht an die Klasse von Unreal herangekommen. Und das wissen sie auch! Und gute Verkaufszahlen bedeuten nach laaaaaaaaaaaaaange kein gutes Spiel, sonst wären die alljährlichen NFS Unfälle und der Kran Simulator ja Top Games!

Bitte erst überlegen wenn ihr postet, danke im voraus!

iStone (unregistriert) 25. Juni 2009 - 9:58 #

Habe ich durchaus und ich habe lange darüber nachgedacht. Aber GoW ist weiterhin das erste Epic Megagame seit Jill & Jazz das mir Spaß gemacht hat. Sorry das sich mein Geschmack nicht mit dem Deinem deckt. Aber ich mag auch Pistazieneis. Was auch immer das über meinen Geschmack aussagt ^^

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 21:39 #

Yup, habe Unreal 1 auch gespielt. Feines Spiel.

Auch, wenn in Deinen Augen gute Verkaufszahlen noch lange kein gutes Spiel bedeuten, bedeuten sie in den Augen der Hersteller doch eins: Den Leuten gefällt es, sie finden das Spiel gut, sonst würden sie es nicht kaufen - also machen wir mehr von der Sorte.

Anonymous (unregistriert) 24. Juni 2009 - 1:59 #

"Alle 10 Jahre eine neue Konsole, heißt der ungefähre Schnitt"
Gewagte These, wenn es nicht die persönliche Anschaffungsfrequenz sein soll. ;) Siehe US-Veröffentlichungen:

MICROSOFT:
Xbox:
15. November 2001
360:
22. November 2005

SONY:
PS1:
1. September 1995
PS2:
26. Oktober 2000
PS3:
17. November 2006

Nintendo:
Nintendo 64
29. September 1996

GameCube:
18. November 2001

Wii:
19. November 2006

SEGA:
Sega Saturn:
11. Mai 1995

Dreamcast:
9. September 1999

Administrator Chefredakteur - 3579 - 24. Juni 2009 - 2:04 #

Die Aussage bezieht sich auf die Lebenszeit der Nextgen-Konsolen, und unterstellt, dass du nur eine der jeweils aktuellen Konsolen kaufst. Siehe auch Rolands Antwort oben. Mir haben die Europa-Chefs von Xbox und PlayStation auf der E3 erzählt, dass sie von eher mehr als zehn Jahren ausgehen bei der aktuellen Konsolengeneration

Anonymous (unregistriert) 24. Juni 2009 - 2:08 #

Bei der Xbox mag das hinkommen, die PS3 hält aber, denke ich mal, nicht so lange durch. SCNR

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 2:13 #

Wenn die nicht so lange durchhält, steckt Sony in großen, großen Schwierigkeiten. Eher kann der Zehn-Jahres-Plan für die 360 heikel werden, da auf eine Blu-ray-Disk doch ein paar Daten mehr als auf eine DVD passen.

Anonymous (unregistriert) 24. Juni 2009 - 9:30 #

Auf das Marketing Geblubbere von wegen "Unsere Konsole wird ewig aktuell bleiben" würde ich nicht so viel geben, das gabs schon bei jeder Kosolen Generation!

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 11:23 #

Bist Du der gleiche Anonyme wie weiter oben? Dann einfach mal lesen und dann posten: von "ewig aktuell bleiben" hat niemand geredet. Weder Sony, noch Microsoft, noch ich. Es ging um zehn Jahre, die PS2, PS3 und Xbox 360 unterstützt werden sollen. Diverse Spiele der diesjährigen E3 erscheinen noch immer für die PS2. Das sind Fakten.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 2:12 #

Ich bin jetzt zu faul, die entsprechenden Zitate rauszusuchen, doch Sony hat auf jeder E3 gesagt, dass die PS2 einen Lebenszyklus von zehn Jahren besitzt (und in der Tat erscheinen neun Jahre nach dem Verkaufsstart noch immer Spiele dafür), gleiches wird jetzt mit der PS3 durchgezogen. Shane Kim von Microsoft sagte entsprechendes für die Xbox 360. Selbst, wenn wir mal mit Deinen Zahlen rechnen: Reicht es, wenn man sich alle fünf, sechs Jahre eine neue Grafikkarte kauft?

Anonymous (unregistriert) 24. Juni 2009 - 2:21 #

Als Lebenszyklus gesehen kommen zehn Jahre schon hin - zumindest bei der PS2, das stimmt.

Allerdings hat insb. die PS2 den Vorteil, dass weit über 120 Mio Stück verkauft wurden, da dürfte sich das veröffentlichen auch noch eher rentieren. OB die PS3 auch noch auf ähnliche Zahlen kommt, kann ich mir ehrlich gesagt momentan schwer vorstellen.

Ich benutz immer noch eine Geforce 7600. Für den PC ist die Uralt! :)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 6:24 #

In meinem PC brummt gerade eine geliehene GeForce 6200 SE - *das* ist uralt. Meine 8800 GTS ging nach gut zwei Jahren kaputt und ist gerade beim Hersteller, da muss ich zwei Generationen darunter leiden. Ganz schlimm - selbst World of WarCraft saust auf 5 fps runter.

Anonymous (unregistriert) 24. Juni 2009 - 10:27 #

Die 8800GTX von 2006 reicht auch heute noch in fast allen Games für volle Details!

Achso, du bist stinkig weil deine 30€ Graka von 2004 keine aktuellen Spiele mehr schafft, also das wundert mich jetzt nicht. Die 6200 SE war damals schon das schlechteste vom schlechten.

Scheint mir du hast von PC - Hardware keinen Funken Ahnung und willst hier deswegen bashen...naja mir solls Recht sein, Kindergarten Konsolero

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 11:27 #

Mein lieber Anonymer, den Kindergarten veranstaltest Du hier schon. Das muss ich gar nicht mehr.

Lies doch einfach mal, was ich geschrieben habe - dann verstehst Du vielleicht auch, was ich gemeint habe.

Anonymous (unregistriert) 24. Juni 2009 - 2:04 #

"Für das gesparte Geld könnte man eine Menge Originale kaufen. Oder einfach mal Urlaub machen"
Im großen und ganzen ist mir das Argument nicht attraktiv genug, obwohl es meiner Meinung nach das wichtigste ist. Auf dem PC gibt es recht schnell preisreduzierte Spiele und die sind wiederum deutlich günstiger als Konsolenspiele. Wenn man dann noch dazu rechnet, dass ein PC ohnehin ein obligatorischer Besitz ist, scheint sich das Preisargument einfach in Luft aufzulösen. Sämtliche andere Argumente und Geschmacksfragen bezüglich den Spielegenres selbst kommen natürlich noch hinzu.

Zum eigentlichen Thema: es wäre mir wohl ziemlich egal, wenn der PC-Markt gegenüber Konsolen schrumpfen würde. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass dadurch sofort ein weltweites Stopp für die Entwicklung aller PC-Spiele eingeführt würde. Abgesehen davon, dass das wahrscheinlich sowieso nur zyklisch sein wird/würde, kommt es ja nicht gerade auf die Masse an.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 2:15 #

"Abgesehen davon, dass das wahrscheinlich sowieso nur zyklisch sein wird/würde, kommt es ja nicht gerade auf die Masse an."

Aber hallo kommt es auf die Masse an. Gerade bei den Produktionskosten für heutige Spiele. Titel wie Portal, Katamari Damacy & Co. einmal außen vor gelassen. Lies noch mal das Zitat am Ende meiner Kolumne.

Patrick 15 Kenner - 3955 - 24. Juni 2009 - 9:53 #

Außerdem gibt es ein Haufen guter, günstiger Spiele im PSN und XBox Live Arcade.

Anonymous (unregistriert) 24. Juni 2009 - 16:38 #

Ja, es wäre in der Tat schade, wenn einige Studios wie Obsidian keine großen PC-Spiele mehr entwickeln könnten. Bzw., es ist schon jetzt schade, dass sich talentierte Entwickler den Märkten unterwerfen müssen. Dennoch glaube ich nicht, dass ein Rückgang im PC-Markt einen großen Einfluss auf die durchschnittliche Qualität der noch erscheinenenden Spiele hätte. Die Spiele wären wohl Projekte, die den Entwicklern umso mehr bedeuten würden.
Ich spiele relativ selten. D.h. die "Ausnahmen" wären mir unter Umständen für eine bestimmte Zeit genug. Vielleicht erfinden sich die Entwickler in so einer Zeitperiode zum Teil auch neu.

Im Grunde will ich nur darauf hinaus, dass mir das völlige Umstellen von Spielen auf Konsolen noch schwieriger vorstellbar ist, als dass sich die Industrie und Independent-Szene mit einem Anteilsverlust irgendwie arrangieren würden.

Zu den preisreduzierten Konsolenspielen: da war ich nicht deutlich genug. Ich meinte, dass die wiederum trotzdem ein Stück teurer sind als die preisreduzierten PC-Spiele.

prax 10 Kommunikator - 465 - 24. Juni 2009 - 6:31 #

Wer hat Schuld? Wer hat das eingefädelt? Wer hat das ganze genaustens kalkuliert? Microsoft. Würde es die Xbox (und 360) nicht geben, würden beide Plattformen noch immer zufriedenstellend attraktiv für Spieler sein. Es liegt doch auf der Hand das Microsoft genau wussten was sie machen.. Die Xbox und der Kauf von Bungie ist der Ursprung von dem "Desaster" (wie ich es nenne) und es stimmt mich, als langjähriger PC Spieler, extremst traurig.

Ich bleibe dem PC jedenfalls treu und will auf Lan-Partys nicht verzichten. Leider sterben auch diese langsam aus, was aber wohl eher am Internet und seiner breiteren Verfügbarkeit liegt.

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 8:23 #

Och, ich bitte dich. Ist doch bekannt das die Schweizer es erfunden haben ^^

prax 10 Kommunikator - 465 - 24. Juni 2009 - 17:12 #

Überleg doch mal, wieso ist meine Aussage denn falsch? Sagen wir mal das auf jedem 2ten PC Windows installiert ist/war und quasi jeder auf Microsofts OS gespielt/spielt hat. Dann würfelt Microsoft auf einmal etwas Hardware zusammen und schmeißt es in ein Minigehäuse, nennt es Xbox und es lässt sich genauso programmieren wie ein PC. Jedoch fallen die 1000enden Hardwarekonfigurationen weg. Das bedeutet weniger Arbeit für die Entwickler (wie oben beschrieben). Plötzlich fangen viele PC Entwickler an für die Xbox und seinen Nachfolger zu entwickeln weil der Rubel lockt. Und Microsoft verdient sich eine goldene Nase mit den Lizenzgebühren was bei Windows auf dem PC weitaus weniger oder gar nicht der Fall war. Und jetzt soll mir mal einer erzählen das das Schwachsinn ist und die nicht genau wussten was sie tun?

Also bitte. Wenn einer Ahnung vom PC Markt hat Microsoft.

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 17:33 #

Das ganze theoretische Konstrukt ergibt nur Sinn, wenn dadurch deutlich mehr und deutlich bessere Spiele erscheinen. Warum sollten Konsumenten sonst wechseln.

prax 10 Kommunikator - 465 - 24. Juni 2009 - 18:05 #

Tut es ja, wenn man sich mal die Comments hier durchliest.

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 21:24 #

Wir sind uns also einig das auf Konsolen deutlich mehr und deutlich bessere Spiele erscheinen?

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 0:40 #

Das ist eine gute Theorie. Ich würde die sogar erweitern: Microsoft sieht beziehungsweise sah damals, dass Sony und Nintendo mit Konsolenspielen gut Geld verdienen, weiß, dass früher oder später Fernsehen und Co. über das Internet direkt auf den Bildschirm gestreamt werden und produziert daher ein System, mit dem sie beide Bereiche abdecken können.

Allerdings glaube ich nicht, dass die mit der ersten Xbox jemals ein Plus gemacht haben - das war ja auch einer der Gründe, die wirklich teure Xbox 1 nicht noch mal zu verkleinern (Stichwort: PSone, PStwo), sondern sehr fix einen Nachfolger zu veröffentlichen.

iStone (unregistriert) 25. Juni 2009 - 7:53 #

Das sie diese Strategie verfolgen ist ja schon lange bekannt. Vor gefühlten 100 Jahren hat Herr Gates das Kommando "erobert das Wohnzimmer" ausgegeben. Ist auch wirtschaftlich sinnvoll langfristig zu denken und sich weitere Standbeine zu schaffen. Microsoft hingegen die Schuld für den Niedergang des PCs zu geben, geht jedoch an der Sache vorbei und ist nur Polemik. Die selbe denke, die Politiker gerade auf Killerspiele zeigen lässt ;-)

Anonymous (unregistriert) 24. Juni 2009 - 11:24 #

Dazu passend natürlich auch der Ausstieg Microsofts aus der Gaming-Peripherie damals. Auch wenn sie da ja wieder umgeschwenkt sind, aber erst nachdem der Schaden angerichtet war ;)

@Lan-Partys

die sterben echt aus? bekomme so was als momentan reiner Retro-Gamer nicht mit ;) Das ist natürlich schon heftig denn die ersten LAN-Partys damals waren schon ein Erlebnis für sich, lang lang ists her ;)

melone 06 Bewerter - 1512 - 24. Juni 2009 - 8:22 #

Einfach mal pro PC laut losgedacht:

a) Totgesagte leben länger.

b) Die Entwicklung für Konsolen ist gerade für kleine Indie-Entwickler derzeit noch weitaus teurer, als für Computersysteme wie Windows oder OS X. Trotz Middleware, die Crosscompilation unterstützt, müssen die Lizenzbedingungen zuerst einmal erfüllt sein.

c) Crosscompilation-Middleware vereinfacht die Portierung auf mehrere Plattformen und unterstützt so auch Computersysteme, sofern kein Exklusivgebaren dies verhindert. Ist die Portierung einfach, so ist dies auch von zahlreichen Herstellern gewollt, da sie die finanzielle Last auf mehrere Systeme verteilen können - Ausnahmen sind die Exklusiv-Deals.

d) Preise für Retail-PC-Spiele sind meist günstiger - Amortisation. Persönliche kenne ich niemanden mehr, der seinen PC noch alles zwei Jahre runderneuert. Daneben etablieren sich elektronische Vertriebswege, die es auch kleinen Entwicklern ermöglichen ihre Werke einem größeren Publikum vorzustellen. Hierunter fallen Systeme wie Steam, all die Spieleportale oder propritäre Lösungen wie beispielsweise die von TTG.

e) Neue Spielformate wie Episodenspiele helfen das finanzielle Risiko zu minimieren.

f) Die Retro-Szene ist auf dem PC am lebendigsten. Es existiert ein rießiges Softwareangebot, daß vom Spielspaß her den Vergleich zu sündhaft teuren sieben bis neun stelligen Produktionen nicht zu scheuen braucht.

g) Die Genres, die ich mag, werden derzeit immer noch am besten vom PC bedient.

h) Die Woche hat sieben Tage, der Tag hat 24 Stunden, sprich meine Zeit mit Videospielen ist begrenzt, und bei dem heutigen Softwarengebot findet sich immer was.

i) Ein Computersystem ist generell vielfältig einsetzbar, u.a. auch zur Spieleentwicklung.

j) DirectX 10 hat sich nie durchgesetzt, weil es technisch Murks ist und an ein nicht überzeugendes Betriebsystem gekoppelt ist. DirectX 11 oder vielmehr Direct3D 11 bietet hier sinvolle Neuerungen und kann, dank Windows 7, auf eine breitere Basis hoffen. Ähnliches geschieht bei Apple mit Snow Leopard.

k) Die Hardwarehersteller haben bereits vor Jahren erkannt, daß das Heil nicht nur im Highend-Segment liegt. Gerade in den unteren bis mittleren Preisregionen gibt es erhebliche Verbesserungen und eine wesentlich solidere Hardwarebasis, als sie davor üblich war.

l) Zum Untergang von Print-Spielemagazinen fällt mir z.B. das Internet ein, der hundertste Preview, gestiegenen Preise, Stagnation bei einem allzu flapsigen Stil oder überflüssige Vollversionen: Spiele, die man wollte, hatte man bereits und die anderen wollte man nicht. In all den Jahren, in denen ich Spielezeitschriften abonniert hatte, hab ich ein einziges Mal ein solches Spiel ernsthaft Spielen wollen, und dann gab's nen Fehler nach der Installation. Um's kurz zu machen, mein SZ-Abo hab ich noch heute, meine Spiele-Abos hab ich alle gekündigt.

m) Davon unabhängig sind definierte Zielplatformen natürlich super für Entwickler sowie Spieler. Sie können dann ein Problem darstellen, wenn sie eine größere Idee behindern. Man kann sich aber auch schön an Ihnen reiben. Ist die Plattform ohne Flaschenhälse gut definiert, dann ist's mehr Segen als Fluch.

n) Raubkopien gibt's auf der Konsole genauso wie auf dem PC.

o) Können Partner mit OnLive die nötigen Infrastruktur etablieren oder wurde diese bereits realisiert (weltweite Verfügbarkeit von Bandbreite, Geschwindigkeit, Rechen- und Ausfallkapazität), dann stehen die Chancen gut, daß in ein paar Jahren, Dienste wie LiveOn große Teile des Spielemarktes übernehmen. Das Konzept bietet für die Anbieter viele Vorteile. Für Spieler könnte u.a. der Hardwarezwang entfallen, sprich, es könnte egal sein, ob man einen PC, nen Mac oder eine Konsole besitzt.

p) Konsolen können sehr an Attraktivität gewinnen, wenn sie sich über die sonst üblichen halbherzigen Marketingavancen hinaus, öffnen würden. Wozu dies führen kann zeigt Apples iPodTouch/iPhone. Das vergleichsweise kulante Lizenzmodell samt funkionierendem Vertriebskanal, hat die Plattform enorm an Popularität gewinnen lassen.

q) ...

Ich sehe derzeit Wege für mehrere Plattformen. *timeout*

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 11:33 #

Danke Dir für Deine guten Kommentare.

Ich bin neugierig: Was sind die Genres, die der PC derzeit noch am besten bedient? Keine Schwerzfrage, ernst gemeint. Für mich sind das primär die MMOs, wobei mich Phantasy Star Online auch nächtelang an Dreamcast und Xbox gefesselt hat.

Kleine Indie-Entwickler probieren die drei Konsolenhersteller ja auch mit Erfolg für ihre Systeme zu gewinnen. Schau Dir auf YouTube mal Braid (Xbox 360) oder Flower (PS3) - die sind wunderschön. Sony hat auf der E3 auch prompt eine Preissenkung der PS3-Devkits verkündet, Microsofts-XNA-Club kostet nur ein paar hundert Dollar.

Auf OnLive bin ich auch sehr, sehr gespannt. Die haben interessanterweise derzeit nur PC-Spiele vorgestellt, keine Konsolentitel. Vielleicht sehen wir in ein paar Jahren gleich einen Gamepad-Anschluss am Fernseher, der dann vom Kabelanbieter Spiele auf den HD-Bildschirm streamt. Wird spannend.

Ganz klar sehe auch ich ein Nebeneinander der Plattformen - allerdings sieht für *professionelle* Spielefirmen der PC als Lead-Plattform nicht mehr sonderlich attraktiv aus.

melone 06 Bewerter - 1512 - 24. Juni 2009 - 16:06 #

Hmm, so grob umrissen, spiele ich am Liebsten immer noch Adventures, Retro- und einzelne Rollenspiele. Dazu gesellen sich diverse Indiespiele und je nach Laune ein Shooter oder einfach ein dann doch nicht wieder so einfaches Puzzelspiel zwischendurch.

Adventures sind auf dem PC derzeit noch eine Bastion. Bei Retro- und Indiespielen sieht's nicht anders aus. Rollenspiele lassen sich dank der Tastatur&Maus Kombination schön auf dem PC steuern - genauso Shooter. Vom Rest gibt's irgendwie auch genug für alle Plattformen.

Unterm Strich fühl ich mich auf dem PC bisher gut aufgehoben. Als jemand, der den Amiga einst tief in sein Herz geschlossen hat, hab ich lange gebraucht um damit warm zu werden, am Ende hat's wohl die Diplomarbeit entschieden. Es wird wohl eher eine Kosten/Nutzen-Beziehung bleiben, aber hey, alle TTG Adventures erscheinen zuerst für den PC, Diablo III kommt, Alan Wake kommt auch, bei Brütal Legend muß man abwarten, und Heavy Rain muß ich wohl bei einem Freund spielen oder mir seine Konsole leihen, wie einst bei Little Big Planet.

Mit all den Action-, Kriegs-, Musik- und Sportspielen sowie MMOs kann ich eher nichts anfangen - nicht, daß es da nicht auch einzelne gute Titel gibt. Als Jugendlicher hat man noch alles gespielt was einem zwischen die Finger kam. Heutzutage agiert man hier weitaus selektiver und wendet Zeit nur für die Spiele auf, die einen wirklich interessieren, jedenfalls ist das bei mir so.

Ja, aber Braid ist - übrigens super Spiel, aber stellenweise fies - keine kleine Indieproduktion mehr was z.B. das Budget anbelangt. Unter dem Deckmäntelchen Indie mummelt sich die ganze Bandbreite von unabhängigen Studios, über kleine Teams bis hin zu einsamen Wölfen. Je nachdem wo eine Truppe in diesem Spektrum residiert, sind die Lizenzbedingungen für die großen Konsolen nicht rentabel. Zudem, gerade für Braid brauche ich ja auch keine Konsole, da es ein Crossrelease ist, verfügbar für PC, OS X und Xbox360 - PS3 soll kommen? Ich find's prima, wenn ein Spiel für möglichst viele Plattformen veröffentlich wird, sofern es von der Hardware bzw. Skalierbarkeit her Sinn macht; gerade hier gedeiht immer bessere Middleware.

Ich hab's hier schon öfters geschrieben: Guck Dir im Gegenzug die Lizenzen für iTunes/iPhone an, der Erfolg kommt nicht von ungefähr: 70% vom Umsatz, das ist relativ fett! Da haben einige drumherum gepennt und sowohl bei der PS3 wie auch bei der Xbox360 samt XNA ist es lange nicht so einfach was die Entwicklung und den Verkauf anbelangt, gleicher Käse bei Nintendo und Wiiware.

OnLive oder LiveOn - ich verwechsel das immerzu - hat viele viele bunte Smarties für die Hersteller, sollten sie's diesmal richtig angehen, zu bieten.

Daß für viele profesionelle Teams die Konsolen im Vordergrund stehen stimmt bestimmt, aber es gibt auch sehr gute Firmen die für den PC entwickeln: Blizzard, VALVe, TTG, ... Allein mit den Produktionen dieser drei Firmen kannst Du ne Menge Zeit verbringen. ;O)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 0:44 #

Wenn Apple sich auf die Hinterbeine setzen würde und den Application Store mal gescheit aufziehen würde, könnte da noch viel mehr passieren. Bei der Fülle an Anwendungen und Spielen sind viele Zufallstreffer dabei, die man nur wegen einer Preissenkung nach oben gespült entdeckt.

Oh ja, Blizzard, tell me about it. WoW spiele ich jetzt seit fünf Jahren, zu Gunsten oder eher Ungunsten meines Fernsehkonsums und dem anderer epischen Rollenspiele.

melone 06 Bewerter - 1512 - 25. Juni 2009 - 8:05 #

Ja, iTunes ist auf alle Fälle verbesserungswürdig. Es mangelt u.a an sinvollen Filtern, schnelleres Browsing durch die Produkte und eine übersichtlicherere Präsentation. Ich bin mir aber sicher, daß Apple das auch weiß und im Laufe der Zeit den Store verbessert. Um den Überblick zu behalten, helfen Seiten wie z.B. www.toucharcade.com .

Felix (unregistriert) 25. Juni 2009 - 13:53 #

"j) DirectX 10 hat sich nie durchgesetzt, weil es technisch Murks ist"

Diese Aussage mag in bestimmter Hinsicht berechtigt sein, aber ich möchte anmerken, dass DX10 sehr wohl optische Verbesserungen bringt und potentiell eine Szene viel realistischer wirken lassen kann. Ich finde, es ist ignorant die Unterschiede nicht sehen zu wollen, nur weil sie meistens subtil sind. DX10 ist ein wichtiger Schritt zu verbesserter Grafik und einige Spiele profitieren davon weit mehr als durch irgendwelche anderen aufgesetzten Bildverbesserungseinstellungen. Wollte das nur mal erwähnt haben, weil die Schnittstelle sonst nur einstecken muss.

melone 06 Bewerter - 1512 - 25. Juni 2009 - 20:49 #

Ich würde den Murks in Relation zu DirectX 11 und praktischem Nutzen setzen, okay?

Felix (unregistriert) 26. Juni 2009 - 15:01 #

Ja, anscheinend könnte man DirectX 11 auch einfach als DirectX 10.b oder so rausbringen. Und für viele ist es sicher nicht praktisch allein dafür neue Hardware und ein Betriebssystem zu kaufen.

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 10:55 #

Ui, eine Brandbombe. Auf das -"Fakten" werfen bis dem Gegenüber dir Kortex blutet- gehe ich jetzt mal nicht ein ^^

Ich für MICH persönlich bin schon vor Jahren auf die Konsolen umgestiegen. Die Gründe für mich waren vielzählig.

-Da gäbe es den Faktor Bequemlichkeit. Es ist für mich viel bequemer auf der Couch oder sonst einem meinem hintern genehmen Sitzmöbel vor dem TV zu lümmeln anstatt -leider bei mir oftmals unbewusst nach vorne gebeugt- vor dem PC Monitor. Zumal ich oftmals die Spiele die auf dem PC erscheinen schon vor dem erscheinen dort spielen kann. Ohne das die Steuerung mit den Spaß verderben würde.

-Der Faktor miteinander spielte auch eine Rolle. Ein, zwei, drei Freunde am Spiel teilhaben zu lassen und mit oder gegeneinander zu spielen vor dem selben Gerät war (und ist es trotz Live, PSN, hastenichtgesehen noch immer) ein soziales Ereignis. Vor dem PC war das für mich immer ein wenig schwer zu handhaben. Sicher online gibt es auch noch, sicher ist das auch sozial. Aber auch da stehen die Konsolen dem in nichts nach mittlerweile. Je nach Hersteller mal mehr, mal weniger bequem.

-Und natürlich noch das Plug & Play. Auf dem PC lange Zeit eher Plug & Pray. Ich war es leid für ein Spiel -etwas das mir Spaß machen soll- stundenlang Treiber zu aktualisieren, Configs anzupassen und mit bei jedem Kauf meditativ Gedanken über die vorhandene Hardware zu machen. Ich konnte gar nicht so schnell spielen, wie die Hardware an Wert verliert. Das Geld stecke ich heute in die Spiele und habe für mich dadurch einen Mehrwert. Ich hatte mal meinen Spaß dabei die letzen Bit aus autoexec & config.sys zu quetschen. Aber das war einmal. Ich habe heute schlicht und ergreifend keine Zeit zwei Tage mein Setting zu prüfen damit ich endlich spielen kann. Wenn den überhaupt…

-Die Auswahl ist für mich auf den Konsolen größer. Fast alle Titel die mich interessieren erscheinen mittlerweile primär dort und werden dann auf den PC portiert. Das war mal anders. Heute kann ich mit einer Konsole einen großen Teil aller erscheinenden Spiele abdecken. Sicher es gibt Spiele die nur auf dem PC erscheinen. Es gibt aber ebenso Spiele die nur auf den Konsolen erscheinen. Und letztgenannte interessieren mich persönlich mehr. Auch wenn hin und wieder die eine oder andere Perle exklusiv auf dem PC erscheint. Aber da muss ich dann eben durch, ich kann nicht alles spielen…

Was mir aufgefallen ist, ist das meine Hardware im Laufe der Jahre enorm geschrumpft ist. Hatte ich vor 10 Jahren noch einen halbwegs aktuellen PC, wurde es irgendwann ein Laptop, der vielleicht auch den einen oder anderen aktuellen Titel spielen konnte. Die Laptops wurden kleiner, die Hardware nicht unbedingt stärker. Und heute? Meinen Laptop habe ich zugunsten von Netbook & Smartphone eingetauscht und gespielt wird (Klassiker ausgenommen) fast ausschließlich auf Konsolen. Aber wie so oft ist nichts in Stein gemeißelt und virtuelles Papier geduldig. Wir reden in zehn Jahren noch mal über das Thema.

Liam 13 Koop-Gamer - 1225 - 24. Juni 2009 - 8:43 #

Hmm ich sehe da sowiso kein großes PC vs Konsole Thema.
Momentan haben klar in den Medien und der reinen Spieleflut die Konsolen die Nase vorn und statt 2 rel streng getrennter Märkte wie früher, hat man inzwischen eben einen großen, gemeinsamen nicht zuletzt, weil dank der Xbox die Portierung für ein Team ja anscheinend nicht mehr mit der Neuerfindung des Rades gleichkommt.

Ich seh aber den PC aus verschiedenen Gründen nicht untergehen und der simpelste ist Geld. Die Kosten ein Spiel zu entwickeln sind nämlich auch auf Konsolen nicht günstiger und sich den PC Spielemarkt entgehen zu lassen, mit seinem (und da hat die Gaming Alliance durchaus recht) immer noch weitaus umfassenden Potential wäre einfach finanziell rel. unsinnig.
Nicht zu vergessen, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass die großen Publisher (momentanes politisches taktieren von Activision hin oder her) es gern sehen würden am Ende nur noch 2 Konsolen zur Verfügung zu haben und dann sich sämtliche Lizenzforderungen etc der Firmen dahinter gefallen lassen zu müssen.

Was ich insgesamt vielleicht problematischer fände, ist die Auswirkung die es auf die Entwicklung der Hardware haben könnte. So unsinnig auch einiges anmuten mag was rauskommt, die große Modularität des PCs hat natürlich auch den Vorteil, dass alle Firmen ein großes Interesse haben regelmäßig neue Produkte rauszubringen. Wenn der komplette Part an die großen Konsolenhersteller ginge, die nur noch alle 5-10 Jahre eine neues rausbringen wollen (und auch nur können bei den immensen Unkosten die sie beim Verkauf zu Dumpingpreisen haben) würde es auf dem Gebiet sicher nicht nur viele Firmen in Schwierigkeiten bringen, sondern auch den Drang neues entwickeln zu müssen reduzieren.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 11:39 #

Du sprichst einen spannenden Punkt an. Wenn so viele Neuheiten zuerst für die Konsole rauskommen, sinkt in der Tat die Motivation vieler Kunden, neue PCs zu kaufen. Das wiederum macht sich dann in sinkenden Verkaufszahlen von Grafikkarten bemerkbar. Warum investiert Nvidia so groß in CUDA und die "Grafikkarten können mehr als nur Spiele"-Masche? Weil sie genau wissen, dass der Kreis der jährlichen Updater mehr oder weniger gesättigt ist.

Konsolen sind ein Subventionsgeschäft. Die Hardware wird (mal von der Wii ausgenommen) mit Verlust verkauft, über Lizenzgebühren (das waren mal fünf bis zehn Dollar pro Spiel) holen sich die Hardwarehersteller dann das Geld wieder rein. Bei PC-Spielen geht das alles komplett an die Entwickler. Deswegen finde ich es ja so bedenklich, dass selbst unter diesen Vorzeichen so wenig reine PC-Titel erscheinen. Selbst CryTek stellte auf der diesjährigen GDC ja eine Engine für Konsolen vor.

Wolsga 13 Koop-Gamer - 1515 - 24. Juni 2009 - 8:58 #

Pc-Spiele wird es immer geben, solange es PC's gibt.

Anonymous (unregistriert) 24. Juni 2009 - 9:08 #

Ziemlich einseitige Meinung, die größte Lüge:

"Alle 10 Jahre eine neue Konsole, heißt der ungefähre Schnitt."

N64 => 1997 - Anfang 2001 danach keine Games mehr = 4Jahre
Xbox 1 => 2002-2005 = 4 Jahre
Gamecbe=> 2002-2005 = 4 Jahre

Patrick 15 Kenner - 3955 - 24. Juni 2009 - 9:56 #

Die "10Jahre"-Aussage bezieht sich auf PS3 und XBox 360. Außerdem kann man es bei der PS2 schon sehen. Die hat bald ihre 10 Jahre.

Bernd Feiner (unregistriert) 25. Juni 2009 - 10:03 #

Es kommen ja auch noch soooooo viele tolle neue Übergames für PS 2 raus. Mal ehrlich ich habe eine PS2 und den PC, habe bis vorletzte Jahr ausgeglichen auf beiden Systemen gespielt. Aber seit GoW 2 kam echt nichts brauchbares für die Playse 2 mehr raus!

Für mich lebt eine Kosole solange wie noch gute Exklusivspiele herauskommen, und wie damals bei GC und N64 steht die PS2 jetzt nur noch als Alibi in den Läden, der Xte Ableger von Singstar und Buzz kann mich nicht mehr überzeugen! Aber die Geschnäcker sind ja verschieden.

Versteht mich nicht falsch die PS 2 war im Gegensatz zur Xbox 1 die perfekte Ergänzung zu meinem PC (hatte viel spaßige Stunden), und auch die PS3 hat einige heiße Exklsive Eisen im Feuer. Aber die hole ich mir erst nach einer Preissenkung, denn die 350€ + 60€ Controller + kein HD Kabel mitgeliefert sind im Verhältnis zu einem aktuellen Selbstbau pc mit Phenom II und Radeon 4870 den ich für nichtmal 600€ kriege nicht gerechtfertigt!!

nirutha 04 Talent - 16 - 24. Juni 2009 - 9:20 #

g) Die Genres, die ich mag, werden derzeit immer noch am besten vom PC bedient.

Für mich ein ganz großer Punkt, auch wenn das inzwischen etwas nachgelassen hat. Es gibt aber immer noch keinen exklusiven Konsolentitel, der mich auch nur ansatzweise dazu bringt, über einen Kauf einer Konsole nachzudenken. Einzig die Wartezeit auf GTA XY stört mich.
Obwohl sich hier (leider) einiges getan hat. Vor einer Dekade hätte ich noch gesagt: "Japanorollenspiele, Jump'n'Runs, Sportspiele und tumbe Action an der Konsole können mir gestohlen bleiben".
Inzwischen erscheinen fast alle großen (westlichen) Rollenspiel zunächst für die Konsole, und am PC ärgert man sich dann über Controllermenüs, die man mit der Maus bedienen muss (Kotor, Fallout 3 etc).
Nichtsdestotrotz sind Fans von Strategiespielen, Shootern und Onlinerollenspielen am besten auf dem PC aufgehoben. Nicht zu letzt, weil die Eingabe per Maus und Tastatur in den meisten Genres dieser einfach besser funktioniert.

Anonymous (unregistriert) 24. Juni 2009 - 9:46 #

"PC Gaming Allianz" wo haste denn dieses Relikt hervorgezogen? Einfach mal in Google eingetippt oder was, sorry ich muss lachen.

Im Gegenzug ist die angekündigte Konsolen E-Sports Liga auch gnadenlos gescheitert!!

Der PC wartet nur auf den nächsten Schritt und hatte bis jetzt immer eine Antwort:

1996 N64 soll den PC verdrängen => 1998 kamen Half Life Unreal Quake2

2001 PS2 und Xbox sollen PC verdrängen => 2002 kam der Durchbruch von Counterstrike und davor schon die ESports Bewegung

2005 Nextgen Konsolen sollen PC verdrängen => WoW und MMOs beginnen ihren Siegeszug

Bin gespannt was der nächste Meilenstein ist, der schätzungsweise dann 2010 aus dem Nichts kommen wird!!

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 11:42 #

Ich bin auf einigen Veranstaltungen der PGA gewesen und bekomme auch Infos von denen, da musste ich gar nicht googlen. :)

Die nicht leugnebare Tatsache ist, dass es weltweit immer weniger PC- und immer mehr Konsolenspieler gibt. Ohne MMOs sähe es für den PC tatsächlich eher duster aus.

Patrick 15 Kenner - 3955 - 24. Juni 2009 - 10:04 #

Insgesamt wird der PC seine Daseinsberechtigung haben. Mit neuster Grafikleistung, Mauseingabe und individuellen Konfigurationen, kann ja auch ein Vorteil sein, wird der PC im eSport, da vor allem in der Strategie, eine feste Größe sein.

Aber Hand aufs Herz, das Geld wird mit Konsolentiteln gemacht und dominiert soweit auch den Spielmarkt und viele, mir einschließlich, ist es zu blöd und zu unbequem Pausenlos am Rechner zu basteln. Das macht man eine Zeit lang und dann ist auch Schluss.

Legatus 10 Kommunikator - 539 - 24. Juni 2009 - 11:05 #

Der PC wurde auch schon beim Erscheinen der Playstation 1 als "Überholt und bald obsolet" bezeichnet. Dafür hat er sich bisher recht gut gehalten.

Es gibt Leute die mögen Konsolen, es gibt Leute die mögen PCs, und es gibt Leute die mögen beides. Was hier in den Kommentaren gerade passiert erinnert mich ein wenig an das was passiert wenn ein Apple-Jünger im Microsoft-Forum postet...jeder ist der Meinung seins ist das Bessere und der andere hätte unrecht.

Ich selbst hab über Jahre sowohl Konsolen als auch PCs besessen, habe mich aber seit ca. 8 Jahren mehr auf PCs konzentriert. Mit Konsolen komme ich nur ein zwei mal im Jahr in Berührung wenn ich bei einem Kumpel mal nen bissl damit rumspiele. Mir persönlich bringt der PC mehr, einfach weil ich viel mehr Möglichkeiten habe ein Spiel auch nach meinem Gusto zu verändern (Mods) oder zu erweitern. Konsolen sind mir einfach zu starr. Dafür hab ich mehr als genug Bekannte und Freunde denen ein PC zu kompliziert ist und die einfach nur ne DVD (Blueray whatever) einschmeissen wollen und loszocken. Ich mag lieber das Basteln. So hat jeder seine Vorlieben.

Florian Pfeffer Freier Redakteur - P - 25276 - 24. Juni 2009 - 11:11 #

Konsolenspiele sind mir eigentlich zu teuer - trotzdem spiele ich fast nur noch Xbox. Ich warte einfach ein halbes Jahr, bevor ich mir ein Spiel zulege.
Ich habe mir auch in letzter Zeit öfter mal überlegt, warum ich eigentlich keine Lust mehr auf PC-Spiele hatte, nachdem mein WoW-Abo abgelaufen war... ich glaube der Hauptgrund ist ganz schlicht und einfach Bequemlichkeit. Man wird älter, und nach der Arbeit hat man zuhause einfach keine Lust, sich wieder an einen Schreibtisch zu hocken, sondern möchte sich aufs Sofa lümmeln.
Gebt mir ein gescheites MMO für die Xbox (nein nicht FFXI) und einen Natal-gesteuerten Browser und ich werde meinen PC einmotten...

Ike 14 Komm-Experte - P - 1860 - 24. Juni 2009 - 11:19 #

Hier ist übrigens das Paper von Deutsche Bank Research zum (weltweiten und deutschen) Spielemarkt:
http://www.dbresearch.de/PROD/DBR_INTERNET_DE-PROD/PROD0000000000242755.pdf
Offline PC-Spiele haben an Umsatzanteilen verloren, Konsolen und Onlinespiele teilweise massiv zugelegt. Inwiefern der Umsatz jetzt gleichzusetzen ist mit der Anzahl der Spieler weiß ich nicht. ;) Aber gerade das Geld dürfte ja bestimmen, wofür die Hersteller in Zukunft Spiele programmieren wollen.

Ich denke, dass der PC als Spieleplattform weiter bestehen wird ist gar keine Frage, z. B. für Independent-Produktionen. Aber wer von uns ist denn rundum glücklich mit World of Goo oder Braid? Die kann ich zwischendurch mal 1-2 Stündchen spielen, aber dafür räum ich mir keinen Tag frei, um 14 Stunden am Stück durchzuzocken. Und ob es solche Spiele in Zukunft noch am PC geben wird (bzw. ob sie von Konsolen portiert werden), DAS ist doch die große Frage.

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 12:53 #

klar wird der PC als Spieleplattform weiter bestehen. Es redet hier auch keiner davon den heiligen Gral mancher zu schlachten und das nichts mehr erscheinen wird. Solange die Möglichkeit besteht mit vertretbarem Aufwand damit Geld zu verdienen wird dieser sicher auch weiter unterstützt.

Man muss der Sache aber ins Gesicht sehen und akzeptieren das der PC für manche Hersteller schon seit einiger Zeit nicht mehr die führende und attraktivste Plattform ist. Für manche nicht mal mehr eine lohnende Investition. Das lässt sich nun mal nicht von der Hand weisen, egal wie lange man seinen Kopf in den Sand steckt und Diskussionen über die usability von Pads und anderem Zeugs vom Zaun bricht. Face it, Konsolen sind mittlerweile eine ernsthafte Alternative. Und das sage ich ohne den PC jetzt schlechter machen zu wollen als er ist.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 11:52 #

Auf der E3 sagten mir einige Freunde, dass sie oft gar nicht mehr die Muße haben, ein 14- und mehrstündiges Meisterwerk anzugehen, nicht wissen, wann sie es zu Ende spielen können, und sich dann sogar dabei ertappen, lieber eine Stunde lang UNO auf Xbox Live zu spielen. ;)

So weit ist es bei mir noch nicht gekommen, aber ich merke auch, dass ich entweder ein paar Quests in World of WarCraft angehe oder meine Zeit mit Facebook(-Spielen) oder Twitter fülle - das sind ja auch eine Art von MMOs, irgendwie. Das wäre dann der Stoff für eine weitere Kolumne.

andima 13 Koop-Gamer - P - 1457 - 24. Juni 2009 - 12:00 #

Ich muss zugeben bei mir ist es schon soweit: Wenn in einem Test die kurze Spielzeit bemängelt wird, schaue ich mir das Spiel genauer an. Zu viele Spiele habe ich mir schon zugelegt und dann nicht bis zum Ende durchgehalten. Angefangen bei Half Life 2 über Warcraft 3 bis zu Titan Quest und Spore. Im Gegensatz dazu sehe ich bei kurzen knackigen Konsolentiteln immer das Ende.

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 13:14 #

Geht mir in der Regel auch so. Mir sind kurze aber der dafür spannende Spielerlebnisse in der Regel lieber. Nur 6 Stunden Spielzeit? Aber was für 6 Stunden! Wenn die Spielzeit durch erzwungene Nebenhandlungen oder Backtracking bis zu Adam&Eva in die Länge gezogen wird, kann ich mittlerweile drauf verzichten. Gibt natürlich auch ein paar wenige Ausnahmen.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 0:46 #

Dann schaut Euch unbedingt Heavenly Sword an, das ist wahrhaftig kurz und knackig.

Ich verrate ein Geheimnis: Baldur's Gate 2 samt Erweiterung habe ich immer noch nicht durch. Es ist aber immer noch auf meine Festplatte und ich spiele alle paar Monate ein paar Stunden weiter. Hat irgendwie was, das mit einem Patch im 16:10-Format auf einem 22-Zoll-Monitor zu spielen. :)

andima 13 Koop-Gamer - P - 1457 - 25. Juni 2009 - 9:37 #

Ich weiß- da habe ich das Ende gesehen :)

iStone (unregistriert) 25. Juni 2009 - 10:35 #

Hmm. Für ~14€ eben frisch aus dem Regenwald bestellt. Wehe es taugt nichts ;-)

Was nebenbei -um wieder ins Topic zu kommen- die Kritik das Konsolenspiele grundsätzlich zu teuer sind lügen straft.

andima 13 Koop-Gamer - P - 1457 - 24. Juni 2009 - 11:30 #

Vorsicht: Wespennest!

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 11:30 #

Hab ich mir auch schon mehrfach gedacht ;-)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 24. Juni 2009 - 11:48 #

Deswegen habe ich das ja auch geschrieben. ;)

Na, und auf die Reaktionen war ich auch gespannt. Schade, dass einige Leser nur mit anonymen Tiraden antworten können.

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 11:52 #

Das hingegen habe ich mir auch schon gedacht ;-)

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2203 - 24. Juni 2009 - 11:51 #

Ich persönlich hasse Konsolen da ich damit viel zu sehr vom Hersteller abhängig bin. Mods? Fehlanzeige. Auch hasse ich es wenn ein Spiel für mich spielt, siehe Autoaim bei Konsolenshootern.
Dass man zu mehreren vor einem Fernseher an einer Konsole ein Rennspiel spielen kann ist, sorry, echt kein Argument. Das Problem hierbei liegt nicht am PC sondern an den Entwicklern. Wo wäre das Problem am PC den Screen zu vierteilen?
Wenn es so weitergeht werden natürlich die Konsolen über den PC "siegen". Das liegt aber vorallem daran, dass irgendwo der Irrglaube herrscht: "Raubkopie = Nicht verkauftes Spiel"
Außerdem hat man seine Spieler doch auf einer Konsole an der man selbst nichts rumdrehen darf ja viiieeel besser unter Kontrolle gell? :)
Viel Spaß beim mitmachen, ich werd mich der Wirtschaft nicht unterwerfen.

rknall 10 Kommunikator - 463 - 24. Juni 2009 - 12:49 #

So richtig mit unterwerfen hat das nichts zu tun, vielmehr mit Bequemlichkeit. Gebe dir schon Recht, das mit Autoaim ist wahrlich ein wenig fies, und das mit dem Splitscreen auch, aber du unterwirfst dich mit einem PC genauso der Industrie, oder warum zum Kuckuck schaut GTA IV auf aktuellen Konsolen gleich gut aus wie auf dem PC (geringe Unterschiede), auf diesem brauchst du aber die zig-fache Hardware. Und zum Thema Diktat: Bin leidenschaftlicher Linux Nutzer (spiele sogar Steam Spiele mittels Wine). Wenn immer ein MS Nutzer gegen das Diktat der Wirtschaft wettert, kann ich nur müde lächeln.

rknall 10 Kommunikator - 463 - 24. Juni 2009 - 12:49 #

So richtig mit unterwerfen hat das nichts zu tun, vielmehr mit Bequemlichkeit. Gebe dir schon Recht, das mit Autoaim ist wahrlich ein wenig fies, und das mit dem Splitscreen auch, aber du unterwirfst dich mit einem PC genauso der Industrie, oder warum zum Kuckuck schaut GTA IV auf aktuellen Konsolen gleich gut aus wie auf dem PC (geringe Unterschiede), auf diesem brauchst du aber die zig-fache Hardware. Und zum Thema Diktat: Bin leidenschaftlicher Linux Nutzer (spiele sogar Steam Spiele mittels Wine). Wenn immer ein MS Nutzer gegen das Diktat der Wirtschaft wettert, kann ich nur müde lächeln.

Tom 15 Kenner - 2998 - 24. Juni 2009 - 11:55 #

Oha - wunder Punkt. Erstmal Respekt für die Kolumne - kontroverses Thema, zieht viele negative Meinungen auf dich. ^^

Zum Thema selbst: Dass der PC an Bedeutung verliert ist ja nichts neues. Dass der PC bereits jetzt die schwächste "Spieleplattform" ist, ist auch nichts neues. Wird er deshalb verschwinden? Ich denke nicht. Third-Parties machen mit Multiplattformspielen immernoch jede Menge Geld, auch auf dem PC. First Parties wie Blizzard und Creative Essembly entwickeln sogar noch exklusive Titel und sind damit äußerst erfolgreich.

Ich glaube eher weiterhin auf eine Koexistenz zwischen Konsolen und PC und ja, die Konsolen werden die Nase vorn haben. Sie sind einfacher, bequemer. Ich habe nur Angst, dass einige Genres deshalb an Komplexität verlieren. RTS funktionieren einfach nie so recht auf der Konsole, bzw. nur in abgespeckter Form. FPS werden langsamer, abhängig von Coversystemen. MMORPGs... mal schauen?

Und auch wenn mit Modnation Racers und LBP so langsam auch Editoren den Weg in die Konsolenlandschaft schaffen, an die Modszene kommen die noch lange nicht ran. Und wir wissen ja, dass aus der Modszene bereits diverse gute neue Spiele entstanden sind.

Abgesehen davon rücken PC und Konsole immer näher. Die Konsole ist ja inzwischen schon ein kleiner Mini-PC, auf der PS3 kann man sogar ein Linux-OS laufen lassen. Ich bin gespannt, was da noch kommt, mach mir aber keine Sorgen, ob der PC nun verschwindet oder nicht. Der PC wird immer eine eigene Faszination auf die Leute auswirken, die die Konsole nicht bietet. Zwar ist dieser Personenkreis nicht mehr so groß wie früher, aber immernoch groß genug für viele Spielefirmen. :)

Herms 10 Kommunikator - 456 - 24. Juni 2009 - 12:09 #

Das ist eine Diskussion, die sich scheinbar im bisher geltenden 5-Jahre-Zyklus neuer Konsolen wiederholt. Immer wieder heißt es der PC werde als Spieleplattform aussterben und bedeutungslos werden. Hingegen gibt es bunte Prognosen für Spielekonsolen.

Ja, warum denn nicht? Das Pong, an welches ich mich erinnern kann, war eine Konsole auf der nur Pong drauf war und an einer langen Leitung war ein Drehknopf. Bis heute hat sich in der Hinsicht kaum etwas geändert. Die Konsolen haben sich ebenso weiter entwickelt wie die IBM PC Plattform. Gegenwärtig nennt man es halt nur noch PC oder Computer.

Eines sollte man nicht unterschlagen: Die Plattform PC hatte schon immer den Vorteil der Komplexität, der Auf- und Umrüstbarkeit. Auf dieser Plattform ist ein Microsoft groß geworden. Auf dieser Plattform gab es die großen Spieletitel der letzten Jahre.

Konsolenspiele konnten sich immer nur in den Bereichen durchsetzen, auf welchen die PC-Basis nicht ebenso leistungsfähig war oder die Konsumenten andere Titel bevorzugten.
So ist in meinen Augen seit Zeiten das Genre des Jump'n'Run überwiegend auf Konsolen erfolgreich. Sie lassen sich mit dem Gamepad einfach besser steuern und Gamepads sind sehr selten an PCs zu finden. Andere Genres, welche sich besser mit Tastatur und Maus steuern lassen haben bis heute ihre Domain auf dem PC.

Ob sich dies schnell ändern wird ist hier die Frage. Diese Frage steht jetzt seit 15 Jahren oder schon länger im Raum. Bisher konnten Konsolen die Dominanz des PC als Spieleplattform nicht brechen.

Das der PC momentan nicht im Mittelpunkt der Publisher steht ist ein hausgemachtes Problem. Die neuen Möglichkeiten wurden von den Publishern und Produzenten nicht richtig genutzt und haben ihnen teilweise im Übermut nicht gut getan. So stand vor Jahren das Versprechen, dass mit größeren Festplatten und dem Einzug der CD die Preise für Spiele sinken werden, da die Kosten für viele Disketten entfallen. Doch dann stellten die Publisher zwei Dinge fest: (1) CDs waren plötzlich ebenso kopierbar, wie Disketten und (2) wollte man plötzlich den vielen Speicherplatz nutzen. Nur wie? Mit pseudo-interaktiven Spielfilmen und vielen weiteren Flops. Das hat viel Geld gekostet. Diese Kosten wurden weitergereicht.
Plötzlich argumentierte man, es gäbe mehr Spiel pro Medium und die Produktionskosten seien gestiegen. Zusätzlich führte man unterschiedliche Kopierschutzverfahren ein, prellte damit öfter den ehrlichen und damit dummen Käufer, hinderte aber kaum die Schwarzkopierer in ihrem Treiben, während die Qualität der veröffentlichten Titel immer weiter abgesunken ist. Und der Umfang, die Spieldauer ist dabei pro Titel im Schnitt nicht über den bisherigen Umfang angewachsen.

Es gilt für eine ganze Industrie neue, gesichert Absatzmöglichkeiten zu erschließen, um nicht den Weg der Musikindustrie zu gehen und auf dem Abstellgleis zu landen.

Eines muss einem dabei gewahr sein: Es sind nicht die Schwarzkopierer, welche das ganze Übel ausmachen. Wir leben in der Zeit des Internet und dutzender neuer Medien. Die Geldbeutel bleiben die gleichen, doch die Anzahl der Anbieter und der möglichen Geldsenken ist angestiegen.

Konnte ich in den frühen 90er Jahren mein Geld für PC, PC-Spiele, Magazine und Kasetten ausgeben, habe ich heute, bei gleichem Budget deutlich mehr Möglichkeiten. Die monatlichen Kosten für den Internetzugang sind dabei ein fixer Posten. Ich erinnere mich schwach an eine Studie der Telekommunikationsindustrie, nach welcher der durchschnittliche Bundesbürger 90EUR im Monat für Telekommunikation und neue Medien ausgibt. Dabei hat sich herausgestellt, dass sich zwar die Verteilung der Ausgaben auf unterschiedliche Angebote verschoben hat, jedoch die Summe immer gleichen Bereich bleibt. Ein Umstand, welcher O2O erklärt - eine sehr clevere Tarifierung (ohne dafür werben zu wollen). Damit bleibt nicht mehr viel Platz für die breit gestreuten Anbieter, welche alle an mein Geld wollen.

Den Anbietern bleiben nur wenige Möglichkeiten ihre Produkte zur Cash-Cow zu machen. Sie müssen einerseits komfortabel für mich als Kunden sein, dürfen mich nicht als dummen mit künstlichen Kopiersperren verprellen und müssen einfach funktionieren.

Aus Sicht der Hersteller und Publisher müssen noch andere Anforderungen erfüllt werden. So sollten Titel nicht, wie nach deutschem Recht möglich, von mir weiterverkauft werden können. Damit auch jeder brav seine Box für sich kauft. In dieser Hinsicht gab es schon einen Artikel von Jörg Langer auf dieser Seite ... Wenn es dann aber eben nicht STEAM und Co. als Distributionskanal seien soll, so bleiben nur noch die Konsolen. Statische, nicht erweiterbare Plattformen mit einer starken Bindung und der Gebrauchsaussgestaltung nach Gusto der Plattformmacher. Steam, iStore und Varianten bleiben DRM-Dongel-Verteiler - nur sehr viel weniger offensichtlich und dem Kunden Freiheit suggerierend.

Man kann hier die Stabilität der Plattform Spielkonsole gerne als Begründung nach vorne schieben. Aber das ist nur eine sehr schwache Ausrede. Genau genommen muss man sich sehr langwierig in die neuen Geräteplattformen einarbeiten, hat lange nicht genug wissen, um die Plattformen vollständig auszureizen und wenn man dann einmal so weit ist, steht auch im 10-Jahre-Zyklus schon viel zu früh die nächste Generation ins Haus. Die PC-Plattform dagegen bleibt relativ stabil.

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 13:52 #

"Man kann hier die Stabilität der Plattform Spielkonsole gerne als Begründung nach vorne schieben. Aber das ist nur eine sehr schwache Ausrede. Genau genommen muss man sich sehr langwierig in die neuen Geräteplattformen einarbeiten, hat lange nicht genug wissen, um die Plattformen vollständig auszureizen und wenn man dann einmal so weit ist, steht auch im 10-Jahre-Zyklus schon viel zu früh die nächste Generation ins Haus. Die PC-Plattform dagegen bleibt relativ stabil."

Relatiion ist so eine Sache. Relativ zu was? Und genauer betrachtet nicht mal ganz richtig.

Sicher bleiben die Grundzutaten gleich. Eine CPU, eine GPU, Speicher, Bios, so viele Bridges das Venedig neidisch wird. Aber selbst das ist nicht mehr sicher. Eine CPU ist nicht mehr "nur" eine CPU, die guten Stücke haben mittlerweile mehr Kerne als Fallobst, manche haben integrierte Grafikfunktionen, manche GPU sollen teile der CPU übernehmen, etc. Und untereinander voll kompatibel sind sie schon sehr lange nicht mehr. Da hat sich also in den den letzten Jahren doch einiges bewegt und die Lage der Entwickler nicht unbedingt vereinfacht. Sicher ist der Einstieg am PC Leichter, aber ein Marathon wird nicht auf den ersten paar Metern entschieden ;-)

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 24. Juni 2009 - 12:41 #

Der PC wird sicherlich nie ganz verschwinden, aber ich teile die Meinung von Roland.

Ich liebe meinen PC und stecke da gerne viel Geld rein, ich verschließe aber auch nicht die Augen vor der Wahrheit das der Pc direkt von 2 Seiten Probleme bekommt.
Von der einen Seiten von den Spielern selber, das immer mehr Leute einfach nur einschalten und loslegen wollen, sich nicht mit Treibern und Grafikeinstellungen rumschlagen wollen, und von der anderen Seite von den Entwicklern selber, die aus Angst vor Raubkopien immer weniger PC-only Spiele bringen und die Spiele die noch für den PC kommen künstlich verzögern so das sie Wochen oder Monate nach der Konsolenversion kommen.

Somit gibt es immer weniger Gründe noch wirklich einen guten PC zu haben. Da obige Argumente einen sich selbst verstärkenden Effekt haben, gehe ich davon aus das dies in den nächsten Jahren weiter zunimmt und der PC weiter an Bedeutung verliert. Somit wird in nicht alzu ferner Zukunft den Entwicklern nichts anderes übrig bleiben als auch zukünftige MMO's für Konsolen zu bringen, wodurch dann die letzte Bastion des PCs fällt.

Ich wünschte natürlich ich hätte unrecht, und ich werde mir auch die nächste NVidia GT320 wieder am Releasetag kaufen, aber Zocker die neben ihrem PC keine Konsole zulassen, werden in den nächsten Jahren eine Menge gute Spiele verpassen.

rknall 10 Kommunikator - 463 - 24. Juni 2009 - 12:44 #

Auch ich muss sagen, dass ich in letzter Zeit mich immer mehr und mehr vom PC als Plattform entferne. Ich spiele nur, wenn ich muß, und mittlerweile überlege ich mir ernsthaft mir auch die X360 zuzulegen, um auch MassEffects auf der Konsole zu spielen.

Dsa Argument ist hierbei nicht unbedingt die billigere Konsole, sondern vielmehr, dass es einfach schneller geht. Disc rein -> eventuell ein wenig Kopiererei -> Patch installiert automatisch (wenns einen gibt) -> und voila, schon spielt man.

Man ärgert sich nicht mit Install Problemen, und diversesten anderen Dingen herum.

Alles in Allem, ist der PC wirklich als Plattform mittlerweile fast tot.

Mick Schnelle Freier Redakteur - P - 5941 - 24. Juni 2009 - 12:50 #

Lieber Roland,
daß der PC untergeht wird gebetsmühlöenartig schon seit seligen Amigatagen immer wieder gern behauptet. Selbst EA hat das mal geglaubt und wollte die Entwicklung dafür großspurig zurückfahren. Mittlerweile kommen sie wieder angekrochen. Ach ja, wie heißen die beiden weltweit erfolgreichsten Spiele nochmal: WoW und Sims. Und wo finden die statt? ;-)
Ach ja: PC-affine Amis lesen keine Print-Magazine. Das ist aber nun wahrlich kein neues Phänomen. Die haben ja das Internet.

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 14:05 #

"Ach ja, wie heißen die beiden weltweit erfolgreichsten Spiele nochmal: WoW und Sims. Und wo finden die statt? ;-)"

Mac & iPhone ^^

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 0:49 #

Hey Mick, die beiden Phänomene habe ich ja in den Kommentaren sogar selbst genannt. :) Bin aber mal gespannt, wann Blizzard das erste Konsolen-MMO ankündigt. Das ist für mich nur eine Frage der Zeit. Die Sims erscheinen ja schon auf allen Plattformen unter der Sonne.

Wenn ich mir die Amis täglich anschaue, frage ich mich generell, was die noch lesen. ;)

Mick Schnelle Freier Redakteur - P - 5941 - 24. Juni 2009 - 12:52 #

Ach ja, noch was zum Thema "Update alle zwei Jahre": Das gilt doch schon lange nicht mehr. Mein 3,6 GHz Singlecore Rechner ist mittlerweile fünf Jahre als und selbst das neue Anno1404 oder Overlord 2 laufen prima drauf.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 0:52 #

Jau. Die nutzen vermutlich noch gutmütige Engines. Hast Du mal einen 3D-Titel probiert?

Und Hand aufs Herz, Du hast doch auch Konsolen daheim stehen, oder sind die in den letzten fünf Jahren alle ins Lager gekommen? ;)

Bernd Feiner (unregistriert) 25. Juni 2009 - 10:10 #

Anno 1404 und Overlord 2 sind 3D Titel, und Anno hat im Verhältnis nichtmal moderate Anforderungen, es geht hier um das neue Anno in schöner Optik und nicht diesen gräßlichen Wii-Port bzw. das 1998 erschienene 1602.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 21:52 #

Mein Fehler, schlecht formuliert. Statt 3D-Titel bitte 3D-Shooter oder 3D-Egoperspektiven-Spiele einsetzen. :)

robsetabse 10 Kommunikator - 440 - 24. Juni 2009 - 14:12 #

das problem sind für mich nur die controller. ego-shooter oder rollenspiele, wo man mit items und so hantieren muss, mag ich einfach nicht mit einem gamepad spielen. das geht viel schlechter und umständlicher. sämtliche neuen spiele sind leider konsolenkonvertierungen und deswegen haben sie ein auf konsolen angepasstes interface. das find ich schade. eine schöne ausnahme war drakensang, was ja einfach ein old school pc spiel ist, und mass effect, das ja eine schöne exlusiv-pc-steuerung bekommen hat.

für action adventures zb, find ich gamepads eh super.

also ich würd mir einfach eine maus steuerung auf den konsolen wünschen, gabs ja bei der dreamcast damals auch schon

und die abwärtskompatibilität vermisse ich auch auf konsolen.
die ersten versionen der ps3 konnten noch ps2 spiele abspielen, die neuen jetzigen aber nciht mehr. alles nur marketing..
am pc kann ich dafür selbst die meisten win95 spiele installieren und die laufen dann einfach. bzw. sogar dos spiele laufen mit dosbox mittlerweile super.
bei den neuen konsolen muss ich mir die ganzen spiele dann nochmal kaufen, auf den onlineportalen...

Spacemandir (unregistriert) 24. Juni 2009 - 14:08 #

Sehr interresante These.
Ich persönlich besitze zwar keine Konsole, sehe aber durchaus die Vorteile für die Entwickler und die User. Für die Entwickler steht für mich eindeutig die einfachere QS und für den Nutzer die einfachere Nutzung. Disk einlegen und los.
Was ich schon für Aktionen gestartet habe um ein Spiel auf meinem Rechner zum Laufen zu bekommen, hat mein Leben sicherlich um 5 Jahre verkürzt.
Da ich ein ausgesprochener Fan von Rundenstrategie und klassichen RPG`s (Baldurs Gate, Fallout usw.) bin wird für mich auch in nächster Zeit keine Konsole in frage kommen. Auch wenn ich Fallout 3 interresant finde. Zum ständigen Aufrüsten, was zum Spielen moderner Titel auf dem PC unausweichlich ist, fehlt mir aber auch das Geld weshalb ich meine Freizeit einfach mit guten älteren Titeln verbringe.

Martin Thumann (unregistriert) 24. Juni 2009 - 15:32 #

Im Prinzip stimme ich Rolands Ausführungen zu, aber der Grund, warum keiner für DirectX 10 entwickelt ist ein völlig anderer. DirectX 10 ist an Windows Vista gekoppelt - und das will keiner haben, weil so schlecht. Etgo entwickelt kein vernünftig denkender Mensch für ein Ladenhüter-OS!

Aber weil wir gerade bei Microsoft sind: die sind doch am PC-Spiele-Sterben hauptverantwortlich. Klar, zugeben wollen Sie es nicht, weil es dazu eben noch viel zu viele PC-Spieler auf der Welt gibt und man mit Windows-Verkaufen an die ja gut leben kann, aber wenn man sich dann Ihre "Bemühungen" im PC-Spielesektor ansieht, bekommt man das Grauen: Games for Windows Live ist eine reine Baustelle ohne Inhalte (sieht man von den Fallout-Addons ab - die aber auch nur bei einem Bruchteil der Käufer ohne manuelles Eingreifen funktionieren), eigene Entwicklungsstudios für PC-Spiele macht man dicht (Aces Studios - Adieu, Flight Simulator!) oder zwingt zur Xbox-Exklusivität.

Andererseits sollte man aber in diesem Zusammenhang auf die kulturellen Unterschiede bedenken. Amerikaner sind lieben einfache Spiele in die man sich nicht einarbeiten muss. Europäer (insbesondere wir Deutschen) haben da teilweise schon höhere Ansprüche. So erfreuen sich bei uns u. a. Strategiespiele großer Beliebtheit, die sich mit dem Gamepad kaum in den Griff kriegen lassen. Dabei sollte man auch nicht aus den Augen lassen, wo man spielt. Wer sich gemütlich im Wohnzimmer in die Couche-Kissen fallen lässt, der kann sich weit weniger gut konzentrieren als der Kollege am Schreibtisch. Umgekehrt mag das Spielen im Wohnzimmer mehr entspannen.

Der Krieg der Systeme wird wohl weniger durch die Industrie, sondern wohl eher im heimischen vier Wänden entschieden werden...

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 16:58 #

Ich kann euch teilweise nicht folgen. Einerseits wird der PC als offene Plattform gelobt, jeder der möchte kann entwickeln, etc.. Auf der anderen Seite ist Microsoft schuld, weil sie Windows Live und DirectX eurer Meinung nach falsch einsetzen oder nicht unterstützen? Oder zwischendurch das Herstellen von Hardware unterlassen haben (hab ich auch hier irgendwo gelesen). Aber ist der große Vorteil -den ihr nennt- nicht der, das eben kein Microsoft notwendig ist nach euren Aussagen? Und ganz ehrlich? Warum sollte MS Werbebudget in den PC stecken damit andere davon profitieren? Und das sie ihre Ressourcen nutzen um einen Bereich zu unterstützen an dem man offenbar mehr verdienen kann, respektive längerfristig mehr verdienen wird, kann ihnen keiner ernsthaft übel nehmen.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 0:57 #

Gute Punkte. Neben den Aces Studios wurden noch dicht gemacht oder abgewickelt:

- Ensemble Studios (AoE, AoM)
- FASA Studios (MechWarrior, Shadowrun)
- Indie Built (Links, Amped)
- Digital Anvil (Brute Force, Freelancer)
- der Train Simulator

Vertrauen in das eigene First-Party-Können sieht anders aus.

rainer (unregistriert) 25. Juni 2009 - 10:22 #

Brute Force, Amped und Shadowrun sind XBox Titel!

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 21:54 #

Richtig, wobei es Shadowrun auch für den PC gab. Ändert das etwas an der Grundaussage, dass Microsoft seine eigenen Entwicklungsstudios schließt? Oder daran, dass die Studios allesamt auch für den PC entwickelt haben?

Rain (unregistriert) 24. Juni 2009 - 18:56 #

In absehbarer Zukunft werden Konsolen Spiele PC Spiele sicherlich nicht verdrängen. Es kommen in Abständen immer wieder PC Spiele raus die den PC wiederum doch interessant werden lassen. Sei es World of WarCraft, Crysis usw..

hoschi 13 Koop-Gamer - 1484 - 24. Juni 2009 - 19:22 #

Der PC nimmt vielleicht weniger Bedeutung ein, mag sein, aber die Tage des PC-Spiels sind deswegen noch längst nicht gezählt.
Meine Meinung zu Konsolen: Seit die Konsolen den großen Durchbruch geschafft haben sind die Spiele deutlich schlechter und weniger anspruchsvoll geworden. Einheitsbrei ohne Ende.

prax 10 Kommunikator - 465 - 24. Juni 2009 - 21:19 #

Und diesen kriegen wir dann auch noch auf dem PC serviert... das sind dann die tollen neuen PC-Titel. Ich war ja schon verägert als die Spiele nichtmal mehr ein 5 Stunden Spielzeit Pensum erreichten.. aber die meisten Konsolen Ports bieten nichtmal 3 Stunden Spielzeit und man ist fertig (CoD4,Terminator Salvation etc.).

iStone (unregistriert) 24. Juni 2009 - 21:35 #

Ich spiele auch das heilige Doom in weniger als drei Stunden durch. Dafür hat das MCP den individuell einstellbaren Schwierigkeitsgrad erschaffen ;-) Und Terminator ist nun wirklich ein ganz schlechtes Beispiel für die Qualität von Games im allgemeinen.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 0:59 #

Das könnte man auch damit erklären, dass die Spielentwicklung heute viel, viel teurer als zu 2D-Zeiten ist. Das Resultat: So richtige Krampen wie früher gibt es heutzutage nicht mehr, eher die von Dir angesprochene Durchschnittsware und ein paar echte Kracher.

Ike 14 Komm-Experte - P - 1860 - 24. Juni 2009 - 19:45 #

Jetzt war ich heute mal ausnahmsweise bei den Konsolen. Gamestop hat ein Bundle "PS3+inFamous" für 399€. Hmmm.... Oder mit Little Big Planet. Hmmm....
Diese verdammte Diskussion führt dazu, dass ich jetzt überlege, mir eine Konsole anzuschaffen. Verdammt!

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 1:03 #

Ich würde in Sachen PS3 unbedingt noch warten. Diese Jahr kommt mit sehr großer Wahrscheinlichkeit noch eine Preissenkung. Danach aber bitte zugreifen. :)

Bernd (unregistriert) 25. Juni 2009 - 10:28 #

Ja ich habe noch ne PS2 und neben dem PC war die eine perfekte Ergänzung.

360 macht mich nicht an aus Mangel an für mich interessanten Exklusivtiteln, aber die PS3 hat noch viele heiße Eisen im Feuer.

Sony gebt mir die Preissenkung, ich will MGS4 Uncharted1 & 2, Heavy Rain, Infamous, Resistence 2, Killzone, LBP, Motorstorm im Splitscreen GoW 3 und es kommt noch mehr!! Aber nicht bei dem momentanen Preis!

Vanguard 13 Koop-Gamer - 1264 - 24. Juni 2009 - 22:41 #

Wenn ich Zeit, Lust und vor allem diese ganzen Unsinn nicht schon so oft gelesen hätte...

Felix (unregistriert) 24. Juni 2009 - 22:55 #

Diese Diskussion geht direkt in die Diskussion über die Qualität der Spiele über. Hier sehe ich keinen besonderen Grund zu Beunruhigung im PC-Sektor. Dieses Jahr werden Alpha Protocol und Dragon Age im RPG-Bereich hoffentlich ordentlich aufräumen (und Feargus Urquhart dann alle erwünschten Mittel bescheren) und ansonsten werden momentan keine großen Anstalten gemacht, dem PC etwas zugunsten der Konsolen abzuschneiden. Der Status der Konsolen ist eher auf dem technischen Stand begründet, der sie auch für normale Cineasten attraktiv machen. Außerdem verschwindet dadurch scheinbar das Argument, dass PC-Spiele besser aussehen, was viele jugendliche Neueinsteiger vermehrt zu Konsolen greifen lässt, zumal die den PC eh nur zum "Arbeiten und Lernen" benutzen dürfen.

Und was die E3 anbelangt: ich weiß nicht, was alle haben. Vielleicht muss man selbst früher Besucher gewesen sein, um einen Unterschied zu merken. Die E3 2009 fand ich nämlich recht interessant.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 1:03 #

Mir ist auf dieser (meiner 14.) E3 aufgefallen, dass selbst RPGs mit Action, Action, Action verkauft werden. Alle Bioware-Titel bis auf TOR wurden primär mit Kämpfen und ein bissl Dialog präsentiert, ein Inventar gab's nicht zu sehen, dito Talentbäume. Selbst die Pressebilder etwa zu Mass Effect 2 zeigten nur Schusswechsel, keinen Dialog oder etwa eine Sternenkarte. Ich wünsche es den von Dir genannten Spielen, dass sie auch noch genug für alte Rollenspielfans wie Dich und mich bieten und nicht nur die Generation Unreal-Engine bedienen.

Tom 15 Kenner - 2998 - 25. Juni 2009 - 1:26 #

Spiele werden halt zum Massenmarkt. Da wird Komplexität geopfert um eine größere Zielgruppe anzusprechen, selbst bei RPGs. Außerdem ist Action angesagt, FPS gibt es so viele wie sonst nie. RTS, Adventure sind nicht gerade Kassenschlager, vor allem auf Konsolen. Diese Genres gibt es wegen dieser Bewegung immer weniger und das ist meine größte Befürchtung - aber wie gesagt: Koexistenz statt Verschwinden des PCs. Einige Genres spielen sich nach wie vor am besten auf den PC und es wird immer Fans dieser Genres geben und damit auch immer einen Markt für den PC. Von der Modding, Sims und MMO-Community mal abgesehen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 336054 - 30. Juni 2009 - 14:30 #

Ganz aktuelles Beispiel (wir kommen gerade von einer Dragon-Age-Präsentation): Die Xbox-Version von Dragon Age ist aus meiner Sicht ein anderes Spiel als die PC-Version, obwohl Grafik, Story etc. pp. gleich sind. Nicht aber das Kampfystem, und das macht schon sehr viel aus...

Mash (unregistriert) 25. Juni 2009 - 1:21 #

Lieber Roland,

Du übersiehst einige sehr wichtige Punkte, Deine Argumentation ist auch nicht so richtig schlüssig.
(ohne jetzt hier alles gelesen zu haben, ist mir zu spät)
- was interessiert denn die PM-Frequenz von irgendeinem Verein?
- Spielemagazine: auch zu ihren Hoch-Zeiten hatte PC Gamer um die 400.000 Leser - wohl eher ein Zeichen dafür, dass der Amerikaner nicht unbedingt ewig viele Magazine kauft, wir erinnern uns an das Computec-USA-Debakel
- Hardware-Tohuwabohu haben wir seit seligen Windows-Zeíten kaum noch. Ich habe nicht ein einziges Spiel, das auf meinen Rechner herumzickt. DirectX 10 ist eine Totgeburt, wieviele Spiele nutzen DualCore-Prozessoren? Und damit gleich zu Deinem Argument, alle zwei Jahre einen neuen Rechner kaufen zu müssen: mein Rechner ist ein 3,4-GHz-SingleCore-Prozessor, also knapp fünf Jahre alt. Und darauf läuft immer noch alles.
Damit das Nächste: mag ja sein, dass MS und Sony die Laufzeiten ihrer Konsolen lang anlegt, indes, ich glaube nicht dran. Nimm' mal das Geld für all die Handhelds und Konsolen zusammen und vergleich' mal mit den PC-Preisen. Du bekommst für ein paar hundert Euro einen spielefähigen PC. Und das tollste: man kann für Dinger nach ein paar Jahren eine neue GK und etwas Speicher kaufen und hat dann wieder Ruhe.

Was das Softwareangebot angeht: was waren nochmal die erfolgreichsten Spiele? WoW und Sims, oder?

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 4:52 #

Hallo Mash,

die einzelnen Indizen sind halt Schlaglichter, die für mich das große Ganze ergeben. Lies doch gerne noch mal mit wachem Kopf. :)

Ich finde es schon erstaunlich, dass es für ein Hobby gerade mal eine einzige Zeitschrift gibt. In Deutschland sind das immerhin noch drei (PC Games, PC Action, GameStar), bei einem Drittel der Einwohner.

Windows macht es in der Tat einfacher, dass Spiele überhaupt rund laufen, keine Autoexec- und Config-Basteleien mehr. EMS, XMS und so. Nur ist damit ja nicht gesichert, *wie* die alle laufen. Crysis lief beim Erscheinen glaube ich selbst auf den schnellsten Rechnern nicht flüssig.

Eine 360 kostet heute in den USA um die 200 Dollar. Die soll noch fünf Jahre mit Software versorgt werden. Das ist, wenn die das wirklich so wie Sony mit der PS2 und PS3 durchziehen, schon ein Schnäppchen.

WoW und die Sims sind auf dem PC die beliebtesten Spiele, jau. Gegen die jährlichen Madden- und NCAA-Football-Updates sind das allerdings Waisenknaben.

Gute Nacht und bis morgen! :)

Tyrm 08 Versteher - 151 - 25. Juni 2009 - 15:01 #

"Crysis lief beim Erscheinen glaube ich selbst auf den schnellsten Rechnern nicht flüssig."
Das kann ich mir nicht vorstellen, da Crysis auf einer Geforce8800GT sehr gut spielbar ist. (Ich weiß zwar gerade nicht, ob die Karte schon rechtzeitig rauskam, andererseits wäre es nicht sinnvoll, wenn Crysis als DX10-Flaggschiff ohne Hardwareunterstützung auf dem Markt gekommen wäre.)

Mash (unregistriert) 25. Juni 2009 - 10:22 #

Hallo Roland,

Deine Kolumne hatte ich schon ganz gelesen, keine Angst. ;) Es ging um die Kommentare, da ist sicherlich was redundant.
Dass es in USA nur noch eine Zeitschrift gibt - ich sagte ja schon, in USA sind PC-Spielezeitschriften noch nie gut gelaufen. Über die Gründe kann man massiv und trefflich spekulieren, aber das ist kein wirkliches Indiz.
Wie ein Spiel läuft, ist doch eine weitere lustige Frage. Beim PC kannst Du davon ausgehen, dass jemand sich über kurz oder lang einen neuen kauft oder aufrüstet. Oder man wartet, bis ordentlich gepatcht wird. Kein Idealzustand, aber mittlerweile sehe ich mit Schrecken Konsolenspiele, die genauso rumrucken, und was macht man dann? Genau, gar nichts.
Konsolen fangen ja nicht erst mit der 360 an. Ich erinnere an die einzige ordentliche Original-"Need for speed"-Version auf dem 3DO.

WoW und Sims sind auch im Konsolenvergleich oberste Nummern, auch im Vergleich zu Madden usw. - das läuft nämlich nur in USA. ;)

Was macht denn die Bollhöfer-Connection? ;)

Ciao,

Martin

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 22:09 #

Moin Mash,

die Computer Gaming World lief immerhin rund 27 Jahre, bevor sie nach dem Rebranding als Games for Windows Magazine über die Klinge gesprungen ist. So lange hat sich noch kein deutsches PC-Magazin halten können, oder? ;)

Ich fand auch die PC-Fassung von NfS fein, mit Egon Hoegen als Sprecher. Leider nie wiederveröffentlicht worden.

Zur letzten Frage schicke ich Dir gleich ne Mail. :)

A presto!

Mash (unregistriert) 26. Juni 2009 - 16:30 #

Hm, und die Computer Gaming World war eine reine PC-Zeitschrift? ;)

Noch nix da - meine Mail-Adresse vergessen? ;))

Ciao,

Mash

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 26. Juni 2009 - 20:50 #

Yup, war sie. Von den ersten Heim- bis zu den Personal Computern. Konsolen kamen darin nicht vor, dafür gab es ja die Entertainment Gaming Monthly. Inzwischen auch kaputt.

Mail ist raus. :)

Mash (unregistriert) 27. Juni 2009 - 2:18 #

Hm, sagt für mich nur aus, dass Amis eben weniger Zeitschriften lesen ...

schwabenchaot 04 Talent - 38 - 25. Juni 2009 - 12:16 #

An Roland: Das mit der PS3 Preissenkung wird langsam zum Running Gag....;) Seit ca. 1 Jahr kommen fast monatlich Prophezeiungen über eine baldige Preissenkung, aber (leider) ist bis heute noch nichts geschehen!
Habe ne XB360, würde aber liebend gerne Uncharted, MGS4 und LBP zocken. Aber nicht für den derzeitigen Preis.

Zum eigentlichen Thema:

Ich selber bin auch ein "älterer" Zocker, der mit dem Atari VCS, Commodore C64 u. weiteren Konsolen und PC-Systemen aufgewachsen ist. Während der letzten Konsolen-Generation (PS2, Xbox, GC) hatte ich auch noch einen, für damalige Verhältnisse, absolut spieletauglichen PC.
Aber der PC ging für mich nach und nach immer mehr in Richtung "Arbeitstier" und Info-Quelle durch www-Zugang. Es war und ist einfach bequemer, ein Spiel ins Laufwerk zu legen, in den Sessel flacken, das Pad in die Hand zu nehmen und loszocken.
Ich habe einfach keine Lust, ein Spiel erst ewig lang zu installieren, immer die aktuellsten Treiber parat zu haben oder andauernd neue Patches aufzuspielen!
Das Argument dass die heutige Konsolen-Generation ebenso Teile des Spiels auf HDD installiert lasse ich zumindest bei der XB360 nicht gelten, da es hier nur optional möglich ist.

Ebenso kein Argument für mich ist das "unpräzise" Spielen mit Gamepad bei Shootern. Mal ehrlich: Ich war CS-Clan-Spieler, nun bin ich Clan-Spieler auf Konsole bei COD-Reihe. Natürlich ist es ein anderes Spielen wie mit Maus und Tastatur, aber man kann sich daran gewöhnen. Zudem ist die Chancengleichheit mehr gegeben und es behaupten sich die wirklich "GUTEN" Spieler und nicht die beste Hardware was PC-System bzw. die dpi-Zahl der Maus angehen!

Wo ich hingegen mit den Pro-PClern einer Meinung bin ist, das die PC-Spiele auf keinen Fall komplett aussterben. Vor allem für kleinere Entwickler ist es einfacher Spiele für den PC herauszubringen, da hier keine Lizenzgebühren anfallen wie bei Konsolenspielen. Zudem gibt es ja tatsächlich Spiele, für die "mehr" Tasten sinnvoll sind als auf einem heutigen Gamepad üblich, wie z.B. das Echtzeitstrategiegenre oder Aufbausimulationen (wo es aber mit Sicherheit Lösungsversuche seitens der Konsolenhersteller in naher Zukunft geben wird um sämtliche Spielegenres abzudecken). Evtl. ja schon mit Natal, was ja durchaus zusätzlich zum Pad als Steuerungsergänzung hinzugezogen werden kann.

schwabenchaot 04 Talent - 38 - 25. Juni 2009 - 12:49 #

Ach ja noch was an Mash:

Ist Dir wirklich bewusst, was ich an finanziellem Aufwand betreiben muss, um aus einem 4-5 Jahre alten PC einen aus heutiger Sicht aktuellen Spiele-PC zu basteln?????
Also realistisch gesehen (damit ich nicht schon wieder in 6 Monaten neu aufrüsten muss): Grafikkarte mind. €250 dazu noch Arbeitsspeicher-Erweiterung, da aktuelle Spiele nicht mehr mit 512MB laufen. Also nehmen wir mal ein 4 GB-Set zu ca. €60 (Na hoffentlich klappt das mit dem alten Motherboard ;) ).

So nun haben wir schon €310, von einem neuen Prozessor mal abgesehen.
Für diesen Preis bekomme ich schon fast 2 XBox360 Premium!!

Und zu NCAA und Madden...na dann tausch die Titel halt gedanklich gegen FIFA und NHL aus ;)

Vanguard 13 Koop-Gamer - 1264 - 25. Juni 2009 - 14:54 #

Die Grafikkarte rangiert eher bei 100-160 Euro und der RAM bei 40.

Tyrm 08 Versteher - 151 - 25. Juni 2009 - 15:11 #

So ist es. Wahrscheinlich kommt man irgendwo sogar an eine Grafikkarte für knapp unter 100€, mit der man alle Spiele flüssig spielen kann (immerhin befindet sich die Grafikentwicklung zur Zeit auf Niveau der Konsolen).

Mash (unregistriert) 26. Juni 2009 - 16:32 #

@schwabenchaot:
Mein PC IST fünf Jahre alt. Und ich sehe momentan keinen Grund einen neuen zu kaufen. Der Speicher hat 80 Euro gekostet, die neue Grafikkarte 150. Und ich muss vor allem nicht nur eine XBox UND eine PS3 UND eine Wii kaufen. Habe ich aber trotzdem. ;)

Anonymous (unregistriert) 25. Juni 2009 - 16:44 #

Die Spielidee zählt, nicht die Grafik.
Und obwohl die XBox 360 nur DirectX9 kann, ist das
schon viel zu viel.

Obwohl ich den Schrank voll mit PC-, PS2-, PS3- und Wii-Spielen
habe, zocke ich derzeit
* kostenlose Flash-Games wie Tower Defense oder Gravity
* den kostenlosen "Retro-Racer" zur Formel 1 im 2D-Look (RTL, WebRacer3)
* xmoto

Das letzte Windows-Spiel (obige Spiele laufen prima unter Linux!)
war Trackmania Nations Forever.

Ganz subjektives Fazit:
Nicht der PC ist tot, aber die kommerzielle Spieleindustrie geht
durch "Casual Games" den Bach runter.
So wie Roland selber andeutet schätze ich Kolumnen. Knapp, kurz, auf
den Punkt gebracht, meinungsorientiert. Wer braucht die Bibel,
wenn er das als Kolumne haben kann ("Habt Euch Lieb!"). ;-)

Tyrm 08 Versteher - 151 - 25. Juni 2009 - 17:01 #

Unschlagbare Spielidee: Formel 1 Retro-Racing. Naja. Da kram ich immer noch lieber ein uraltes Super Mario Jump'N'Run aus. Da gibt es immerhin die schwache Illusion einer anderen Welt. lol

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 25. Juni 2009 - 21:59 #

Hey, darf ich fragen, wie alt Du bist? Keine genaue Jahreszahl, nur: Ein Freund erzählte mir genau das Gleiche, und der ist wie ich in den 30ern. Vielleicht ändert sich der Geschmack ja im Laufe der Jahre hin zu kürzeren, weniger umfassenden Titeln?

Vidar 18 Doppel-Voter - 12492 - 26. Juni 2009 - 20:00 #

ich frag mich warum der Pc immer als schwächste plattform aufgeführt wird er ist im Spielebereich die umsatzkräftigste spieleplattform weltweit!

hat den grund da (vorallem in den usa) der vertrieb von Legalen Download jedesjahr mehr und mehr wird!
glaub erst vor paar monaten hat ein anbieter in amerika ein zuwachs von 80% bekommen!
in verkaufszahlen siehts deswegen auch bissl anders aus da sie downloads nicht dazuwerten ist bei uns aber auch in den usa so

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10776 - 26. Juni 2009 - 20:03 #

Manche Spiele funktionieren eben auf der Konsole nicht so gut, wie auf dem PC. Shooter und Echtzeitstrategie sind da sicher gute Beispiele. Im Umkehrschluss sind Prügelspiele eigentlich immer eher auf der Konsole ein Hit.

Wenn der Kern der Aussage ist, dass Topspiele in Zukunft nur in zweiter Linie für den PC umgesetzt, dann mag das sicher so kommen. Dabei ist die Definition von "Topspiel" allerdings immer so eine Sache. Die meisten bereits Monate vor dem Release gehypten Topspiele bringen doch seltenst wirklich noch das mit, was mich seinerzeit vor Spiele wie XCOM, Command&Conquer oder Half Life gebannt hat. Sind also für mich keine Topspiele, sondern nur Neuauflagen. Oft ist nur die Grafik neu und der eigentliche Inhalt zweitrangig. Dazu kommen Kopierschütze und Bugs.

Ich kaufe in den ersten Monaten nach Erscheinen kaum noch ein Spiel. Im Gegenteil - momentan ist es eher so, dass Grafik und Leistung ein Niveau erreicht haben, auf dem man getrost auf neue Sachen verzichten und 1-2 Jahre alte Titel für nen Appel und ein Ei kaufen kann.

"Kommendes Topspiel" - das löst bei mir nur noch ein müdes Gähnen aus. Ich spiele lieber ein gut gemachtes "Portal" als ein Doom25 oder ein Quake11. Wenn der PC zur Nische wird kann ich gut damit leben. Mein Verständnis ist aber eher, dass überall da wo es Geld zu verdienen gibt auch immer jemand investieren wird. Vielleicht kommt GTA5 2 Jahre vorher auf Konsole - dafür habe ich dann eben Zeit etwas zu kaufen, was JETZT gerade aktuell ist. Umsteigen nur um mit reden und "das Neueste" spielen zu können - dafür habe ich zuviele "neue" Spiele gespielt.

Wi5in 14 Komm-Experte - 2687 - 27. Juni 2009 - 19:57 #

Jetzt fällt mir wieder ein woher ich Roland Austinat kenne. Aus dem Magazin "Playzone" habe ihn nämlich gerade beim durchblättern gefunden :D

tobzzzzn 11 Forenversteher - 795 - 28. Juni 2009 - 13:02 #

Interessante Meinung, noch interessantere Diskussion mit wenig Pro/Contra, aber viel Zynismus.

Ich habe den PC leider schon abgeschrieben, die DRM-Debatte zeigt das letzte Aufbäumen der Publisher sich gegen den drohenden Totalschaden, der durch die allgegenwärtigen Raubkopiegigolos entstanden ist, aufzubäumen. Dass der "ehrliche Kunde" diese Versuche als Beleidigung sieht, zeigt für mich eindeutig, dass die letzte Stunde geschlagen hat. Konsolen sind die Zukunft, beide Seiten profitieren von Technik und Unkompliziertheit, was beim PC leider nicht ganz der Fall ist, weil bis auf die schon erwähnten Kommerzperlen Die Sims und WoW nicht mehr viel zu holen ist. Auch wenn es für die vielen ehrlichen "Ich kaufe mir jedes Jahr ein Spiel!"-Kunden ganz schön bitter sein muss, der PC wird nur noch im Online-Gaming eine Rolle spielen, aber auch nur solange bis auf den Konsolen Umsetzungen erscheinen, die sich problemlos mit Tastatur und Maus spielen lassen.

Die Wohnzimmerzocker sind zurück! :-)

GamingHorror Game Designer - 968 - 28. Juni 2009 - 13:13 #

Als Spieleentwickler kann ich Roland voll zustimmen wenn er sagt "die Tage des Spiele-PCs sind gezählt". Allerdings sollte man dabei bedenken das er den Spiele-PC meint, der alle zwei Jahre aufgerüstet oder gleich ersetzt wird - um die neuesten Spiele spielen zu können. Das sind in meinen Augen Harcore-Spieler, zu denen ich mich auch selbst zähle. Doch seit meinem letzten Upgrade vor rund 6 Monaten frage ich mich ernsthaft ob ich nicht ein paar hundert Euro hätte sparen können - spielen tu ich kaum noch auf meiner Kiste, und wenn dann sind es solche games die weit unter der Würde meiner Grafikkarte liegen.

Aus meiner Sicht leidet die Plattform PC in erster Linie unter den Krankheiten Raubkopien und Hardwaredivergenz.

Ersteres lässt sich nur noch sinnvoll durch Online-Registrierung einschränken, deswegen wird sich der PC mehr und mehr zur Online-Games Plattform wandeln. Insbesondere MMOs und Multiplayer-Shooter werden weiterhin sehr stark vertreten sein auf dem PC, und sogar Zuwachs bekommen.

Die unterschiedliche Hardware, und darüber hinaus die unglaubliche Menge an Software die auf jedem Rechner installiert sein könnte, macht jeden Rechner zu einem unikum und überlässt es dem Spieler eventuelle Konfigurationsfehler selbst zu beheben. Allerdings mit dem Problem das kaum ein Spieler wirklich in der Lage ist selbst einzuschätzen ob es an seinem Rechner liegt, oder am Spiel selbst. In den meisten Fällen wird der Hersteller in die Pflicht genommen, doch bitte sein Spiel so zu programmieren das es auch auf dem eigenen Rechner läuft. Man muss dazu nur mal in die Foren schauen, viele selbst ernannte Hardcorezocker sind heutzutage nicht mal mehr in der Lage zwecks Troubleshooting ihre Treiber in default-Einstellung zu versetzen - nein, das Spiel muss natürlich auch mit den hochoptimierten Einstellungen die mittels nvTweak oder direkt per registry hack erreicht wurden funktionieren. Als PC Hersteller hat man daher ein riesiges Support Problem, und vor dem Release ein Test-Problem. Gut getestete Engines können das Problem immerhin einschränken, sind aber kein silver bullet.

Trotzdem, für neue Entwickler ist die Plattform PC immer unattraktiver geworden gerade weil andere Plattformen es einem erlauben sich auf das Spiel und die eine Hardware zu konzentrieren. Selbst wenn es wie jetzt beim iPhone, iPod Touch und dem neuen 3G S verschiedene Hardwaregenerationen gibt, ist es doch wesentlich leichter für ein Gerät zu programmieren das ein paar Hardwarevarianten hat, aber softwareseitig dem Nutzer nicht erlaubt im System rumzupfuschen, oder Software zu installieren die das tut. Ich sage nur: registry cleaner und Windows tweaker, aggressive Anti-Spam und Virenkiller, Daemon Tools und selbst die Kopierschutzsoftware der Spielehersteller selbst.

Was bleibt für den PC?

Kurzfristig die Hardcore-Gamer die sich in MMOs oder mit FPS Online-Shootern vergnügen.

Langfristig wird der PC Markt die Bastion für reine Online-Spiele (nicht nur MMOs) und dabei in erster Linie für Webgames - Ogame, Travian, Age of Kings, und wie sie alle heissen. Reine single-player Spiele werden seltener und gleichzeitig häufiger eine Online-Registrierung erfordern, obwohl die gar nicht nötig wäre. Damit das trotzdem funktioniert werden auch für diese Spiele bei Online-Registrierung zusätzliche Spielinhalte freigeschaltet, so das im Idealfall die raubkopierte Fassung nicht den gesamten Spielspass bietet.

Alles andere findet auf den Konsolen statt. Das heisst eigentlich nur: immer mehr findet auf den Konsolen statt. Und jetzt bald auch Twitter und Facebook, oder wenn man die PS3 mit Linux nutzt auch das Internet an sich - entsprechendes Eingabegerät (aka keyboard) vorausgesetzt.

Ich persönlich spiele, seit ich Weihnachten 2006 eine Xbox 360 besitze, kaum noch am PC. Es ist einfach sehr viel bequemer mit einem Controller in der Hand auf der Couch oder im Bett zu zocken. Das ich als ehemals Hardcore PC Freak immer an den Grafikeinstellungen tweake bis ich die richtige Balance zwischen FPS und Optik gefunden habe, hat mich oft davon abgehalten ein Spiel wirklich als solches zu geniessen. Ich bin so froh das ein Spiel auf der 360 so läuft wie es läuft. Wenns ruckelt, weiss ich ich kann keine Schalter drehen, also Augen zu und durch bis es wieder flüssig läuft. Ich spiel das Spiel ja des spielens wegen, und nicht weil ich dran erinnert werden will das meine 400€ Grafikkarte immer noch nicht schnell genug ist. Das ist für mich sehr frustrierend und gleichzeitig reizt es den Optimierer und Problemlöser in mir (bin Programmierer) an den Einstellungen rumzufummeln. Der Drang ist auf dem PC so stark, das ich dabei das spielen vergesse.

In den vergangenen Jahren habe ich daher am PC nur wenig gespielt, unter anderem EVE Online und ein bißchen WoW und Warhammer. Mangels Konsolenalternative auch games wie Sid Meier's Railroads und Titan Quest. Und ein paar casual games sind auch dabei, z.b. Plants vs Zombies oder Trials, beides von Steam. Überhaupt, wenn ich mir noch PC Spiele kaufe, dann eigentlich nur über Steam oder kleinere Indie Games, wie z.b. den Bridge Builder (Pontifex). Das sind im übrigen auch alles Spiele die ich auf MAX Einstellungen flüssig laufen lassen kann, das ist mir mittlerweile lieber als moderne Spiele die sich trotz high-end Hardware in default Einstellung nur mit 30-40 fps über den Schirm schieben und mich zwingen in den Optionen rumzufummeln. Und wenn ich dann mal die Einstellungen für 60 fps hingefummelt habe kommt bestimmt gleich die Szene mit Effekt-Overkill und es ruckelt doch wieder extrem - zwar nur kurzfristig, aber extrem störend.

Es ist eigentlich traurig wenn ich mir ansehe welche Spiele überhaupt noch auf meiner rund 6 Monate alten Kiste installiert sind, nachdem ich die "muss ich unbedingt mal mit meiner neuen Hardware angetestet haben" Spiele runtergeworfen habe - also Crysis und Co. Da ist nichts mehr dabei was meiner Hardware (Radeon HD4870, Core Duo 2 E8500 @ 3.3 GHz) eigentlich angemessen wäre. Auch das overclocken - ich machs immer wieder gern - ist genau genommen ein Witz und ich mach es eigentlich nur noch um rauszufinden wo die Grenzen liegen. Klar läuft mein Rechner auf deutlich über 4 GHz. Doch ein bis zwei Abstürze am Tag deswegen sind mir schon zuviel, lieber verzichte ich auf 1 GHz (oder rund 25%) Leistung, zumal ich eh keinen echten Nutzen davon habe.

Der PC Spielemarkt wird letztlich divergieren in Casual und Online-Games, und einige wenige Hardcore-Games (meist FPS). Im Grunde ähnlich zum Automarkt, die breite Bevölkerung fährt einen VW, Kia oder Ford während die Enthusiasten sich dem Porsche, Ferrari oder der S-Klasse zuwenden. Dazwischen gibt es nur wenige Idioten die meinten sie müssten sich Breitreifen unter ihren Polo klemmen und glauben das würde irgendwie Eindruck schinden (ich finds ja nur lächerlich). Das gleiche gilt für wassergekühlte PCs mit Plexiglasfront und Leuchtstoffröhrenbeleuchtung die nach 12 Monaten schon wieder zum alten Eisen gehören und deren Wasserkühlung nicht aufwärtskompatibel ist. Aber laut schreien "der PC ist die Spielemaschine schlechthin". Klar, der Polo ist ja auch eine Rennsemmel.

Ganz aussterben werden die high-end Games natürlich nicht, genauso wie die Formel 1 sind das nämlich Instrumente um einerseits Marketing zu machen und andererseits Technologien zu entwickeln die in vielen, vielen Jahren dann auch mal dem Massenmarkt zugute kommen. Wie die Sache mit dem Teflon: früher high-end Material für die Raumfahrt, heute in jeder Pfanne zu finden.

So, ich mach mir jetzt ein Spiegelei und überlege mir dabei was ich nachher auf der Konsole zocke. :)

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Dieser Kommentar ist auch nachzulesen auf meinem Blog:
http://www.gaminghorror.net/steffenj/der-spiele-pc-ist-tot/

GamingHorror Game Designer - 968 - 28. Juni 2009 - 14:34 #

weitere Gründe warum ich lieber auf der Konsole zocke und den PC spieltechnisch links liegen lasse:

Community: auf Xbox Live sehe ich ob meine Freunde und Kollegen online sind, was sie tun und taten und was sie bisher erreicht haben. Ab und zu mal chatten und Nachrichten rumschicken, und generell das Gefühl zu haben “nicht allein zu zocken” auch wenn ich eher selten mit meinen Friends zusammen spiele. Am PC gibts nur Steam und Xfire als vergleichbares, doch nutzt jeder eine andere Plattform und viele Spiele bringen noch ihre eigene mit. Das zerstreut meine Friends und verhindert ein einheitliches Community feeling.

Controller: ich hatte vor einigen Jahren (2002-2003) akuten Golfer- und Tennisellbogen (Entzündung der Muskelansätze im Ellenbogen). Das kriege ich nie wieder ganz los. Seitdem merke ich das arbeiten und insbesondere Spielen am PC für mich viel schneller zu unangenehmen Empfindungen führt als der Xbox 360 Controller.

Entspannung: am PC spielen heisst am Schreibtisch sitzen, und das wiederum bedeutet eine relativ angespannte Körperhaltung. Das läuft dem “sich entspannen” komplett zuwider. Ich fühle mich einfach nicht so entspannt am PC als auf der Couch oder im Bett vorm grossen Fernseher.

Gamerscore: finde ich immens wichtig. Nicht so sehr der Gesamtscore als die zusätzliche Motivation bestimmte Spielziele zu erreichen, die ich mir sonst nicht selbst stellen würde. Töte alle Tauben, spiels auf Ultrahardcore, rolle einen 10 km Katamari, mach einen Hattrick online, spiel den Coop Modus durch, schaff jedes Level mit einer Goldmedallie, usw. – das hält mich am zocken, und bringt mich dazu auch mal solche Spiele (durch) zu spielen, die ich sonst im Leben nicht anfassen würde wenn am Ende dafür 1000 Punkte winken. Für mich als Spieleentwickler ist das auch Gold wert zu wissen was as an den anderen Enden der Spektren (schlechte, casual, oder nicht-mein-Ding Spiele) noch gibt.

Installation: keine. Naja, zumindest auf der Xbox 360 ist sie optional, ich installier dennoch die Spiele die ich aktuell spiele – kann mir das aber sparen bis ich weiss das ich das Spiel wirklich länger spielen werde und mal 20 Minuten was anderes mache. Die PS3 Spiele dagegen benötigen manchmal schon eine (langwierige) Installation bevor man loslegen darf, und da muss ich Sony wirklich fragen: warum erlaubt ihr so einen Scheiss? Doch nur weil eure Konsolenversionen alle eine Festplatte aber dafür ein verhältnissmässig langsames Blueray Laufwerk haben. Im Sinne der Spieler ist das nicht, und da sollte auch mal Cliff Bleszinski bitte aufhören dran rumzumäkeln das es eine Xbox 360 auch ohne Festplatte gäbe. Solche Entwickler würden uns dann vorschreiben das Spiel 20-30 Minuten lang installieren zu müssen bevor wir es geniessen dürfen. Ich würds dann lieber sein lassen.

Konfiguration: unnötig und oft auch kaum vorhanden. Mal die X Achse invertieren oder den Schuss-Knopf vertauschen oder die Bildhelligkeit einstellen – mehr brauchts wirklich nicht. Am PC dagegen bekommt man eine Vielzahl an Video und Sound-Einstellungen deren automatische Einstufung für die jeweilige Rechnerhardware nur bedingt funktioniert. Also ist man gezwungen daran rumzuschrauben. Wenn man jetzt nur wüsste welche der 30 Regler denn bewirken das einem grad 30 fps fehlen – meist sind es ja nur ein oder zwei Einstellungen die 50% der Performance ausmachen, und eine davon ist die Bildschirmauflösung. Ohje, schonmal auf einem 1920×1200 Monitor ein Spiel mit niedrigerer Auflösung, oder gar ein älteres ohne 16:10 Unterstützung gespielt? Das sieht einfach nicht gut aus. Auf der Konsole gibts nur 480, 720 oder 1080 Zeilen wobei letzteres auch 720 super darstellt und der Unterschied zwischen 720 und 1080 auf zwei Meter Entfernung sowieso nur noch im direkten Vergleich wahrzunehmen ist.

Und hier noch die Gründe, die angeblich für den PC sprechen sollen, aber eigentlich genau sein Problem sind:

Vielfältige Hardware: natürlich kann ich mir die für mich ideale Hardwarekombination zusammenstellen und sowohl billig als auch überteuerten high-end Kram zulegen. Für Entwickler ist das jedoch grauenvoll: jeder Chip wird von verschiedenen Herstellern in unterschiedlichen Konfigurationen hergestellt. Von jedem Chip existieren mehrere Hardwaregenerationen, von denen es im Laufe der Zeit auch verschiedenste Revisionen gibt. Sei es Grafik, CPU, Motherboard oder ein anderer Chip – für jeden davon, von jedem Hersteller und für viele Revisionen gibt es eine Vielzahl von Treiberversionen die dann auch noch alle in jeder Version miteinander können müssen. Es ist eigentlich ein Wunder das PCs überhaupt stabil laufen können. Geschweige denn PC Spiele.

Kontrolle übers System: würden Autofahrer etwas vergleichbares tun was PC Nutzer tagtäglich tun, dann sähe das so aus: Dieselkraftstoffoptimierungskompensator vor dem Einspritzer installieren, Treibstoffschlauchdruck weit über Spezifikation erhöhen oder bei Stillstand regelmässig Marderabwehrdämpfe in den Motorraum zerstäuben. Ich habe keine Ahnung wie das aussehen oder funktionieren sollte. Aber auf dem PC ist sowas gang und gäbe, und wieder stellt sich die Frage: kann sowas überhaupt stabil laufen und gut sein fürs System, wenn der unerfahrene aber besserwissende Anwender ständig drin rumpfuscht?

Mehr als nur spielen: genau, der PC ist ein Multifunktionsapparat. Demzufolge kann er alles und vieles davon ganz gut, aber nichts wirklich richtig gut. Das gilt auch für Spiele. Maus und Tastatur zur Steuerung von Spielen sind eine echte Krückenlösung – auch wenn sie mittlerweile ganz gut funktionieren und akzeptiert sind – man merkt es ihnen an das sie nie für die Steuerung von Spielen konzipiert wurden.

Porter 05 Spieler - 2981 - 29. Juni 2009 - 17:48 #

zu Punkt 2
das langjährige gute Redakteure rausgeschmissen werden ist doch in Deutschland auch gang und gäbe.

siehe zuletzt die PC Action, da wurden auch der Hesse und der Fränkel vor die Tür gesetzt weil solche altverdienten Schreiberlinge teurer sind als junges Gemüse...

Sempai (unregistriert) 17. Juli 2009 - 10:49 #

@Gaminghorro:

Was für ein Text, aber ein verdammt guter. Auch ich kenne das Hadergefühl mit dem PC. Aktuell merke ich, dass mein drei Jahre alter PC wieder mal ein Update brauche und da bin ich schon am Überlegen, ob man nicht doch die zigtausend €uro - hab mir 2006 nur einen Komplett-PC gekauft, mit dementsprechend vor allem mieser Onboardgrafikkarte - lieber in einen neuen Fernseher nebst Xbox 360 stecken sollte. Nur ist die Entscheidung schon schwer, weil dann doch irgendetwas an Gewohnheit fehlen würde. Ok, ein SC 2 und D 3 würde bei mir noch laufen, aber irgendwie wäre es doch komisch. Wobei ich bis 1996 auch ein absoluter Konsolero (SNES) war. Wenn man allerdings daran denkt, dass in spätestens drei Jahren wieder ein PC-Update fällig wäre und zwischendurch es wie bei GTA 4 vorkommen kann, dass man trotz guter Grafikkarte nicht spielen kann, dann wünscht man sich schon die alten Konsolenzeiten zurück.
Rein in den Sessel und loszocken, das ist doch etwas anderes als irgendwie immer etwas schief im Bürostuhl sitzen und erstmal die Hardware optimieren :/ .

Tom_82 (unregistriert) 6. August 2009 - 19:38 #

Toller Beitrag, der letzlich durch die vielen Kommentare erst zum Leben erwacht. Nach einer sachlich vorgetragenen Bestandsaufnahme mit Hauptaugenmerk USA, schreien viele gleich wie blöde Konsolen sind. Diese strikte Feindlichkeit im deutschsprachigen Internet ist immer wieder faszinierend. Es geht scheinbar beim PC schon lange nicht mehr ums Spielen, sondern um einen Glaubenskrieg.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 14. Dezember 2011 - 1:26 #

Ob ich hier einen Goldklumpen finde?

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 15. März 2012 - 7:00 #

Sorry, but the princess is in another castle.

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