Jörg Langer meint:

PC-Spiele werden die Nr.-1-Plattform Meinung

Roland Austinats Kolumne über die "PC-Spieledämmerung" hat für viele Diskussionen gesorgt -- Jörg Langer bezieht hier eine klare Gegenmeinung: Die Jetztzeit mag den Nextgen-Konsolen gehören -- doch in Zukunft werden (wieder) viel mehr Menschen auf dem PC spielen.
Jörg Langer 27. Juni 2009 - 23:50 — vor 7 Jahren aktualisiert
Anfuehrung
PC-Spiele befinden sich also in der Abenddämmerung? Gar ihrer "Lebensabenddämmerung"? Wenn man sich die aktuellen Verkaufszahlen anschaut, dann liegen in der Tat Wii-Spiele vor Xbox-Spielen vor PS3 vor PC. Wobei, gehören Wii-Spiele überhaupt in die Liste? Wer sich über die zuletzt seltenen Exklusiv-Veröffentlichungen für PC mokiert, der muss die Situation für Normalspieler bei der Wii gleich zweimal beklagen. Gibt es 10 gute "Core Games" für die Wii, oder sind es bereits 20? 40 sind es sicher nicht, und dabei gibt es diese Konsole seit Ende 2006.  Vor allem aber konkurriert der PC mit Xbox 360 und PS3, und tatsächlich: GTA 4 auf Konsolen hat sich viele Millionen mal verkauft, GTA 4 für PC nur viele Hunderttausend mal. Naja, vielleicht hätte man es zeitgleich veröffentlichen sollen, und nicht über ein halbes Jahr später! Seit einiger Zeit aber geht der Trend wieder zur gleichzeitigen Veröffentlichung, dieses künstliche Handicap belastet den PC also nicht mehr so stark.

Dafür ein anderes: Die Nextgen-Konsolen sind zu einem guten Teil bereits am Limit ihrer technischen Möglichkeiten. Glaubt doch bitte nicht die Märchen, die angebliche 8-Kern-Supercomputerleistung der 400-Euro-Konsole PS3 sei erst zu 20 Prozent ausgereizt! Oder ist damit das offene Geheimnis gemeint, dass kaum ein PS3-Spiel mit 1080p läuft, sondern die meisten auf 720p limitiert sind? Oder faktisch auf noch weniger, wie unserer aktueller Test zu Ghostbusters impliziert. Ein moderner (nicht: High-End!) Spiele-PC ist bereits heute  jeder PS3 überlegen, der technisch etwas rückständigeren Xbox 360 sowieso. Und was die Wii anbelangt, da kann man sich trefflich streiten, ob nicht die PS2 die besseren Grafikfähigkeiten hat.

Doch hier kommt das zweite Handicap für den PC ins Spiel: Statt dessen Fähigkeiten auszunutzen und dann abgespeckte Konsolenfassungen zu machen, wird zumeist die Xbox-Version genommen, und um eine Maussteuerung und zusätzliche Konfigurationsoptionen ergänzt. Bereits das reicht aus, um GTA 4 auf dem PC wesentlich schöner zu machen (höhere Weitsicht, mehr Autos auf den Straßen, höhere Auflösung, besseres Anti-Aliasing, eigene Musik) als auf Xbox oder PS3. Aber es ist eben nicht das Gleiche, wie ein Spiel nativ für PC zu entwickeln. Nur: Was jetzt unattraktiv wirkt, dürfte in wenigen Jahren ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal sein, um sich als Entwickler hervorzutun oder als Publisher das Thema "State of the Art" zu besetzen -- und zwar mit jedem Jahr, das die Konsolen veralten, stärker.

Plattform-Vielfalt: Auch eine Chance?

Doch native oder auch nur PC-bevorzugende Entwicklungen sind wirtschaftlich gerade kaum zu begründen: Statt für genau eine PS3-Fassung oder eine Xbox-Plattform zu entwickeln, müssen die Entwickler ihre Spiele auf PC für zahlreiche Kombinationen von Prozessor, RAM und Grafikkarte optimieren. Aber jetzt mal halblang: Zumindest in der westlichen Welt kann man die Leistungen durchschnittlicher Computer relativ gut nach Jahrgängen beurteilen: Wer sich jetzt einen Nicht-Büro-PC kauft, erhält zum Beispiel fast immer eine Light-Grafikkarte der aktuellen Generation, dazu 4 GB RAM und einen guten Dual-Core-2-Prozessor oder einen durschnittlichen Quadcore. Und wir reden nicht von der 1.000-Euro-Plus-Klasse! Das gilt entsprechend auch für die letzten Jahre, also gibt es selbstverständlich eine gemeinsame Plattform auf PC, beziehungsweise zwei, die sich in Mindest- und Empfohlener Konfiguration auf der Packung finden lassen. Grafikkartenanbieter gibt es genau zwei, und die arbeiten mit ebensovielen Treibern, von einigen Spezial-Notebooktreibern mal abgesehen. Dazu kommt noch das Betriebssystem, das in erster Linie XP oder Vista heißt. Sicher, das alles ist im Mix komplizierter als eine Konsolenplattform, aber es geht eben auch nicht um die angeblichen Millionen von Kombinationen, die ständig zitiert werden.

Und wo in der Evolutionstheorie steht nochmal geschrieben, dass "keine Vielfalt" gut sei für die Erhaltung und Fortentwicklung der Art? In Sachen Peripherie, in Sachen Browser, sogar in Sachen Betriebssysteme wurde und wird viel probiert auf dem System. Manches setzt sich niemals durch, aber vieles führt eben auch zu einer Verbesserung, zu neuen Features, von der meist auch die Spieler profitieren.

Das wahre PC-Problem

Man könnte sagen, Patches beziehungsweise deren Notwendigkeit seien das wahre Problem des PCs. Aber das stimmt nicht, auch Konsolentitel werden mittlerweile nachträglich gepatcht. Die Patch-Notwendigkeit des PCs ergibt sich eher aus der Plattformvielfalt, und die Einzelfälle à la ArmA 2 oder Gothic 3, bei denen die Verkaufsversion quasi unspielbar sind, sollte man nicht überbetonen.

... zuerst Schokolade und dann die Trauben und dann einen Burger...
Nein, das wahre Problem auf PC sind die Raubkopien. Auch für Konsole wird raubkopiert, aber dort ist es ein Fall für Freaks, die erstmal ihre Konsole umlöten lassen. Auf PC sind Raubkopien so kompliziert wie MP3s downloaden. Und damit sind wir beim Thema Bequemlichkeit. Es gibt schließlich einen Grund, wieso ich, so rein exemplarisch gesprochen, zuerst Schokolade und dann Trauben und dann einen Burger und erst dann ein Erdbeer-Paprika-Reis-Risotto essen würde: Die Schokolade muss ich nur auspacken, das geht leichter als Trauben von der Rebe zu pflücken und zu waschen. Das wiederum macht weniger Mühe als zu Mc Doof zu fahren. Und letzteres geht schneller als selbst zu kochen oder in einem Restaurant aufs Essen zu warten. Wenn ich, wie ich stark vermute, kein außergewöhnlicher Fall bin, scheint mir das daraufhin hinzudeuten, dass der Mensch ein Bequemlichkeitstier ist. Wenn die Bequemlichkeit der Raubkopien durch DRM und sonstige Online-Registrierungen verringert wird, dann wird der Anteil der Raubkopierer auch auf dem PC wieder zurückgehen. Doch bleiben nicht die Konsolen dennoch vorne in ihrer Paradedisziplin Bequemlichkeit? Gibt es etwas Komfortableres, als eine DVD ins Laufwerk zu schieben und einfach spielen zu können?

Ja, das gibt es: Einfach am vorhandenen PC zu sitzen (statt eine Konsole extra zu kaufen) und ganz ohne Datenträger losspielen zu können. Das geht auf Konsole bei Vollpreisspielen schlichtweg nicht. Selbst wenn ihr auf der Xbox Spiele komplett auf die Festplatte kopiert (damit die auch liebevoll "Flugzeugturbine" genannte Konsole zum Segelflieger wird), benötigt ihr den Datenträger zum Starten. Und damit sind wir beim ersten der drei gerne vergessenen Aspekte der PC-Spiele, wenn mal wieder Windows-Weltuntergangsszenarien (WWS) entworfen werden.

PC-Zukunftssicherung 1: Von Download bis Instant-Play
 
Ob Browser-Games, Komplettspiel-Downloads (via Steam und Co.) oder, noch Zukunftsmusik, "Instant-Play" von Vollpreistiteln:  Alle drei Spielarten der digital erhältlichen Spiele lösen ganz nebenbei das Raubkopien-Problem des PC. Die Komplettspiel-Downloads gibt's natürlich auf Konsole genauso (Wii Virtual COnsole, Xbox Live Marketplace etc.), doch bei Vollpreisspielen führt klar der PC. Broswer-Games -- Spiele also, für die nichts installiert sein muss als ein Browser mit neuestem Flash -- gibt es bislang prakisch nur auf PC. Denn aus irgendeinem Grund versagt die ach so leistungsfähige PS3 als Internet-Browser bei der Performance kläglich, die schwächliche Wii sowieso, und Microsoft erlaubt der User-Herde erst gar nicht das Verlassen des Xbox-Universums. Nun mag ein "Core Gamer" über Browser-Spiele nur verächtlich lächeln, doch bereits jetzt haben die besseren davon eine technische Qualität erreicht, die sich etwa auf dem Niveau eines 2000 veröffentlichten PC-SPiels entspricht. Diese Entwicklung wird weitergehen, und immer mehr Spiele erscheinen, die auch für anspruchsvolle Zeitgenossen genug zu bieten haben. Verbunden mit dem unbestreitbaren Vorteil des meist kostenlosen und nach nur kurzer Wartezeit möglichen Losspielens.

Dazu wird in mittlerer Zukunft etwas kommen, das ich oben schon mit "Instant-Play" umschrieben habe. Hierzu gehören das geplante OnLive oder eine alternative Technik, von deren Funktionieren ich mich auf der E3 überzeugen konnte (Interview mit Dave Perry folgt in Kürze!): Ihr werdet ein Vollpreis-Spiel wie heute ein YouTube-Video anklicken und nach wenigen Sekunden spielen können. Auch das wird sicher irgendwie, irgendwann auch mal auf Konsole möglich sein, aber ich würde mein letztes Hemd darauf verwetten, dass der PC hier mehrere Jahre lang in Führung gehen wird. Weil man vorrangig mit dem PC ins Internet geht, nicht mit der Konsole. Weil dort eine neue Flash-Version in Sekunden installiert ist, statt auf ein Betriebssystem-Update der Konsole warten zu müssen. Weil es dort Tastaturen von Haus aus gibt. Und aus zig anderen Gründen, nicht zuletzt dem Grund, dass auf Konsole ein Firstparty-Hersteller das Sagen hat, und sich kleine Firmen nicht so ohne weiteres kraft ihrer Ideen allein durchsetzen können.

PC-Zukunftssicherung 2: MMOs

Dass MMOs für eine große Zahl von Menschen Bedeutung haben, wird niemand wegdiskutieren wollen, und auch nicht, dass es sich bei ihnen in der Produktqualität um "Vollwertspiele" handelt. Was aber sind nochmal gleich die führenden MMOs auf Konsole? Lasst uns mal zählen... Hmmm... Oh, da gibt es ja dieses Final Fantasy 11, für PS3 und PC. Und 2010 soll Final Fantasy 14 kommen, für PS3 und PC. Und sonst? All die angekündigten "Massively Multiplayer"-Spiele für Konsole, etwa M.A.G., wollen letzten Endes um die 100 Spieler gleichzeitig aufeinander loslassen. Ist das "massiv"? Für welche Plattform entwickelt Konsolen-Impressario Dave Jones sein APB? Ach ja, für PC.

Das Problem Hardware-Kombinationen kennt auch die Konsolenwelt
Insbesondere (aber nicht nur!) beim Thema MMO holt ein Thema die Konsolen ein, das doch angeblich allein der Fluch des PCs ist. Nämlich das der nicht überschaubaren Vielfalt an Hardware-Kombinationen. Dieses Problem kennt nämlich auch die Konsolen-Welt: Hat der User eine USB-Tastatur oder einen Gamepad-Tippaufsatz, oder nicht? Besitzt er ein Headset oder einen Xbox-Live-Gold-Account? Und vor allem: Auf welchen Bildschirm starrt er? MMOs benötigen ziemlich viel ziemlich kleinen Text, um ihre mannigfaltigen Informationen darzustellen und so ein komfortables Spielen zu ermöglichen. Kein Problem auf einem 45-Zoll-Full-HD-LCD. Aber was, wenn der Spieler auf einen Analogfernseher oder einen 480i-Flachbildschirm schaut? Beim PC ist kleiner Text lesbar -- dafür wurden Monitore erfunden.

Ich kann mir auch nur schwer ausmalen, wie man auf die 18 Knöpfe eines Xbox-Gamepads die mannigfaltigen Shortcuts legen soll, die nunmal die Auswahl von Waffen, Zaubersprüchen, Kombos, Gegnern, Freunden, Inventar, Chatfenster, Status, Karte, Auktionshaus und so weiter massiv erleichtern. Müssen deshalb die MMOs simpler werden, konsolentauglicher? Vielleicht, aber vielleicht müssen sie auch einfach so komplex in der Bedienung sein, damit die Spieler die vielen, vielen Stunden des Rumrennens und Respawn-Abwartens irgendwie auffüllen können. Das alles spricht nicht dafür, als ob MMOs in mittlerer Zukunft ein großes Thema für Konsole werden. Sorry, liebe Star-Wars-Fans mit Konsolen-Faible, für The Old Republic werdet ihr euren seit Jahren vernachlässigten PC aufrüsten müssen...


PC-Zukunftssicherung 3: Tolle Technik, super Spiele

Sicher, nicht jeder steht auf Browser Games und MMOs. Mein Hauptargument, wieso der PC sehr wohl eine Zukunft hat, dürfte euch besser gefallen: Es gab, gibt und wird immer Spiele geben, die nur auf PC funktionieren. Und zwar all jene, die auf moderne State-of-the-Art-Effekte und Bedienungspräzision setzen. Jetzt mal ehrlich, diese ganzen Actionspiele auf Konsole mögen ja Spaß machen, aber sie funktionieren bloß, weil die Gamepadsteuerung mit allerlei Tricks actionreif gemacht wird. An die echte, nicht-gestützte Präzision der Maussteuerung wird ein Gamepad niemals herankommen. Und eine WiiRemote übrigens auch nicht, von der Belastung für Arm und Hand mal abgesehen, die sich eben dabei nicht abstützen können. Ich kann mir deshalb Konsolen-Actionspiele auch nicht als Turniersport vorstellen: Wieso auf Go-Karts fahren, wenn es auch Formel-1-Wagen gibt?

Soviel zur "ernsthaften" Action. Wieviele aufwändige Strategiespiele gibt es auf Konsole nochmal? Nur weil US-amerikanische Jugendliche lieber Gears of War spielen als Command&Conquer, geht deswegen doch nicht ein Genre vor die Hunde. Empire Total War, Die Sims 3 oder Anno 1404 zeigen als aktuelle Beispiele, wie hochklassige Spiele auf dem PC aussehen können -- und nur auf dem PC. Und wie sie (im Fall von Anno prognosziziere ich das) auf stolze bis außerordentliche Verkaufszahlen kommen können. Und Starcraft 2 dürfte das bald noch toppen.

Nehmen wir schließlich die ganze Mod-Subkultur. Nur auf PC wird zu vielen Action-, Rollen- und Strategiespielen der Editor gleich mitgeliefert, nur auf PC gibt es für Fallout 3, Neverwinter Nights, Left4Dead, The Witcher und zig andere Titel Fanmods, die deren Lebenserwartung um teilweise Jahre erweitern. Auf Konsolen mögen Editoren theoretisch möglich sein, aber erstens scheitern sie wieder an der Benutzerführung -- kleiner Text, Tastatur- und Mausbedienung --, zweitens wollen Nintendo, Sony Computer Entertainment (Little Big Planet zum Trotz) und Microsoft gar keine wirkliche freie Modifikation auf ihrer Plattform. Kreativität lässt sich nicht einschnüren, also wird sie sich immer auf dem PC stärker ausdrücken als auf den Konsolen.

Die Nummer-1-Plattform der nächsten zehn Jahre

Es mag irgendwann Milliarden von Casual Gamern geben, die gerne veraltete Technik in Weiß kaufen, um darauf Spiele von der Stange zu erleben, die auf eine längst nicht mehr frische Fuchtelsteuerung bauen. Und es mag viele Millionen Konsolenfans geben, denen Xbox und PS3 auch noch in 2018 (bis dahin reichen ungefähr die aktuellen Lebenszyklus-Prognosen) genug bieten werden. Solange es jedoch auch Millionen von Spielern gibt, die bereits früher eine bessere Grafik erleben wollen, die weiterhin Freude an präziser Steuerung empfinden, die gerne komplexe Strategiespiele erleben wollen, solange mache ich mir um den PC als Core-Gamer-Plattform überhaupt keine Sorgen. Nicht einmal, was den US-amerikanischen Jugendlichen angeht: Der Wow-Effekt eines PC-Spiels wird in wenigen Jahren einfach massiv größer sein als bei einem Konsolenspiel. Wer das nicht glaubt, glaubt auch nicht daran, dass es weiter technischen Fortschritt geben wird, und dass Menschen generell das Neue lieber mögen als das Alte.

Addiert dazu noch die riesige Zahl der MMO-Fans und den bereits jetzt gigantischen Bereich der Browser-Spiele, und ihr wisst, wie die klar führende Spieleplattform im Zeitraum der kommenden zehn Jahre heißt. PC! Aber Achtung, das bedeutet nicht, dass die vorherrschenden Spiele dafür "typische PC-Titel" sein werden, so wie wir sie heute kennen und lieben. Es ist möglich (wenn auch nicht vorherbestimmt), dass hochklassige Maus-Shooter, ausgefeilte Strategie-Epen und Rollenspiele zum Selber-Weiterbauen nur eine Feinschmecker-Ecke im weltweiten PC-Spiele-Supermarkt der Zukunft darstellen werden. Doch meine Aussage über die Nummer-1-Spieleplattform bleibt davon unberührt. Und solange es eine "Feinschmecker-Zielgruppe" gibt, die man in Millionen zählt, wird es immer Hersteller geben, die dieses Publikum mit erstklassigen Programmen versorgen.

Euer Jörg Langer

Lest auch Roland Austinat Gegenmeinung.

Abfuehrung
Crizzo 18 Doppel-Voter - 11169 - 28. Juni 2009 - 15:32 #

"Wenn die Bequemlichkeit der Raubkopien durch DRM und sonstige Online-Registrierungen verringert wird, dann wird der Anteil der Raubkopierer auch auf dem PC wieder zurückgehen."
Diese Hoffnung teile ich nicht. Wenn ich überlege das ich für GTA IV ca. 45min gebraucht habe um alle Zusatzsoftware inkl. Registrationen und die Spielinstallation vorzunehmen, wäre es wirklich bequemer gewesen das Spiel zu "klauen", oder?

Wie ein Mitarbeiter von Valve mal sagte: "Raubkopierer haben den besseren Service und Preis!"
Es muss wieder mehr geboten werden, wenn ich in den Laden renne, um mir ein Spiel zu kaufen. Ich will ein Handbuch, ich will Karten, ich will eine aufwändige Hülle und ich will ein fehlerfreies Spiel und ich will das es ohne Probleme mit Sicherheitsvorkehrungen und Spy-Tools läuft!
Solange sich die Entwickler/Hersteller nicht darauf zurück besinnen, kann ich mir gut vorstellen, dass die Raubkopiererzahl steigen wird.

Was schließlich und endlich mir und allen ehrlichen Käufern zu lasten fällt. In dem man sich mit mehr und abstruseren Kopierschutztechniken rumärgern muss.

Gruß
Crizzo

rastaxx 16 Übertalent - 4666 - 28. Juni 2009 - 15:49 #

Aber genau das sagt Jörg doch. Original-Besitzer werden gegeißelt, während Raubkopierer einfach und bequem spielen können. Wenn sich also die Kopierschutzmaßnahmen wieder "normalisieren" wird die Zahl der Raubkopierer zurückgehen.

Ich persönlich bin diesbezüglich allerdings skeptisch.

Freeks 16 Übertalent - 5530 - 28. Juni 2009 - 16:03 #

Raubkopierer wird es immer geben, es ist teilweise schneller sich das Spiel von der nächsten P2P-Plattform runterzuladen als in die Stadt zu fahren und es sich zu kaufen. Meiner Ansicht nach ist der einzige wirklich funktionierende Kopierschutz CD-Key und ein Spiel-Essentielles Onlineerlebnis. Warcraft 3 hätte längst nicht so viele Spiele verkauft ohne das BattleNet. Das Selbe wird mit StarCraft 2, Diablo 3 passieren. Singleplayer-Spiele werden immer wichtig sein, aber ohne einen guten MultiplayerPart werden die Käuferzahlen einbrechen.

Creasy (unregistriert) 29. Juni 2009 - 9:41 #

Jeder, der das als Vorwand nutzt ("achso böse DRM"), etwas illegal downzuloaden, ist einfach nur dumm und wird ein Spiel ohne DRM auch nicht plötzlich schön kaufen.

Robert Stiehl 17 Shapeshifter - 6035 - 28. Juni 2009 - 15:55 #

Games-On-Demand - also Retail-Titel auf die Festplatte vom Marktplatz herunterzuladen und zu spielen - wurde übrigens für die Xbox 360 schon angekündigt.

Kai 14 Komm-Experte - 2329 - 28. Juni 2009 - 16:36 #

Die zentralen Punkte für den Erfolg beim Kunden dürften heute heißen:
- Einfachheit
- Komfort
- Benutzersicherheit
All dieses hat die PC-Plattform leider kaum noch.

Einfachheit: Gibt es nicht mehr. Als PC-Spezialist darf ich mich immer wieder um Freunde kümmern, bei denen die komplizierte Technik mal wieder streikt. Und mit der zunehmenden Anzahl von Notebooks (nur noch wenige Leute kaufen Desktop-Systeme) sind die Kunden immer mehr verunsichert: Läuft ein Spiel überhaupt auf meinem Notebook, oder ist das nur etwas für Spielefreaks mit Highend-Hardware? Kaum ein normaler Mensch kann nämlich etwas mit den Hardwareanforderungen auf der Rückseite von PC-Spielen anfangen. Gerade Notebook-Chipsätze sind für Normalsterbliche kaum zu verstehen.

Komfort: Ein frisch gekauftes Konsolenspiel (egal ob aus dem Laden oder vom Flohmarkt) wird eingelegt und ist spielbar. *Legal* gekaufte PC-Spiele verlangen dagegen ein sauberes System, aktuelle Hardware und Treiber, installieren oftmals selbst heikle Kopierschutztreiber und sind neuerdings sogar gar nicht mehr spielbar, wenn die "Anzahl der Installationen" überschritten ist. Einlegen - läuft? Leider nein, heute werden immer mehr PC-Spielekäufe zum Glücksspiel und zum Supportfall, gerade bei Mehrkomponenten-Installation wie bei GTA4.

Benutzersicherheit: Es gibt so gut wie *keinen* PC ohne Sicherheitslücken. Kaum ein User ist nämlich in der Lage, alle Software aktuell zu halten. Das Windows-System allein ist schon ein Quell von Sicherheitslücken, dazu kommen Adobe Flash, QuickTime usw. usw. Mein eigenes System kann ich als Spezialist warten, aber allen "normalen" Leute empfehle ich heute eine PS3, um sicher im Internet zu surfen, weil das verschlüsselte Konsolenbetriebssystem keine Viren, Trojaner usw. erlaubt. Und wer mehr als nur surfen möchte, dem installiere auf der PS3 dazu Linux-Ubtunu, das für nahezu alle Anliegen eines normalen Nutzers (Office, E-Mail usw.) ausreicht und dabei deutlich sicherer ist als ein Windows-PC.

Ich bin mit PCs großgeworden und habe die Kisten geliebt, aber für mich sind sie zu Dinosauriern geworden, für die das Ökosystem dünn wird. Für den mobilen Betrieb werden zunehmend Smartphones wie das iPhone genutzt, und zu Hause ist eine Konsole einfach, komfortabel und sicher - all das, was ein Windows-PC heute nicht mehr ist, was die meisten Menschen aber aus gutem Grund brauchen.

Taller Ghost Walt 15 Kenner - 3210 - 28. Juni 2009 - 19:44 #

[Einfachheit: Gibt es nicht mehr. ... ]

Ich finde, das hat sich eigentlich eher gebessert - und zwar deutlich! Wenn ich mir überlege, was für ein Ärger das damals war, die Speicher- und Soundkarteneinstellungen einzurichten. Vor allem, wenn das Spielsetup bestimmte Werte meiner Soundkarte gar nicht kannte.

Ich weine jedenfalls den himem.sys, XMS, emm386.exe, IRQs, Jumpern, etc. keine Träne nach.

Kai 14 Komm-Experte - 2329 - 28. Juni 2009 - 22:23 #

Sorry, aber wirklich niemand hat hier von DOS/Windows(3.x)-Zeiten gesprochen, als wir Spieler noch Freaks waren. Wir reden hier von Windows(NT.x)-PCs, und diese hatten Ihre Blütezeit durch die Einführung von DirectX als einheitlicher Spieleplattform, begleitend zum Beginn des Internet-Zeitalters, als jeder einen PC brauchte, um dabei zu sein. Aber das ist heute anders, die Leute brauchen und wollen keine hochgezüchteten und empfindlichen Formel1-PC-Boliden mehr, um ins Netz zu kommen. Dafür reicht heute ein Notebook oder gar ein Nettop. Darauf wird aber mangels Bedarf und mangels Rechenleistung kaum noch gespielt. Zum Spielen reicht eine einfache, konfortable und sichere Konsole (bzw. wer schlau ist, kauft eine PS3-Konsole als Kombigerät, mit der man spielen, surfen und dank Linux auch OpenOffice machen kann). Wer dagegen viel Geld hat, mobil und trendy ist, kauft ein iPhone. Es bleibt dabei jedoch immer weniger vom Kuchen übrig für den PC als Plattform. Klar brauchen die Profispieler und Grafikliebhaber weiterhin einen PC-Boliden, aber ohne den sich ausdünnenden "PC-Breitensport" könnte der überschaubare Kreis von Profispielern und Grafikliebhabern langfristig nicht mehr genügend monetäre Zugkraft erreichen, um millionenteure Entwicklungen im PC-Bereich für Hersteller lukrativ zu machen.

Taller Ghost Walt 15 Kenner - 3210 - 28. Juni 2009 - 22:46 #

Entschuldigung, da hatte ich das etwas missverstanden. Aber ich kaufe mir auch eigentlich nur Spiele, bei denen ich mir sicher bin, dass sie bei mir laufen. Das einzige Grafikmonster, wenn man so will, in meiner Sammlung ist Sacred 2. Und da hatte ich die Demo, um zu schauen, ob es flüssig läuft. Alles andere ist halt schon von vorneherein genügsam.

So gesehen ist es tatsächlich zu DOS-Zeiten gewesen, als ich das letzte Mal eine Packungsrückseite zu Systemanforderngen gelesen habe.

Ich kann dem Profispieler- und Grafikliebhaber-Argument allerdings nicht wirklich zustimmen. PC und Konsole unterscheiden sich auch, was sinnvolle Genres angeht. Es gibt PC-Spiele, die auf Konsolen nicht unbedingt funktionieren würden (zumindest nicht auf jeder) - ebenso gibt es Konsolenspiele, die einfach wie dafür geschaffen sind, auf Konsolen gespielt zu werden und auf einem PC fehlplatziert wirken würden.

Kai 14 Komm-Experte - 2329 - 28. Juni 2009 - 23:05 #

Es stimmt leider, dass einige besonders hochwertige PC-Spiele sich derzeit noch nicht für Konsolen eignen, weil Eingabemethoden und RAM-Ausrüstung nicht reichen. Aber das ändert sich. Wenn 2010 die Bewegungscontroller für XBox und PS3 kommen, dann braucht man für eine präzise Steuerung keine Maus mehr und ist sogar eine Dimension weiter (von 2D auf 3D). Ich sehe hier das Potenzial für eine ganz neue 3D-Spielegeneration, die am PC womöglich vorbeigeht. Und die nächste Konsolengeneration (ich tippe auf 2012/2013) dürfte dann endgültig über genügend Speicher und Grafikreserveren verfügen, um keine Träume mehr offen zu lassen. Für die meisten durchschnittlichen Freizeitspieler, die am Abend einfach nur eine Stunde lang mit Spiel&Spaß abschalten wollen, dürfte aber bereits heute eine aktuelle Konsole reichen.

GamingHorror Game Designer - 968 - 30. Juni 2009 - 13:45 #

Also was Bewegungscontroller und präzise Steuerung angeht bin ich sehr skeptisch ob die das wirklich leisten können. Die E3 Demos waren doch noch recht hakelig wenn man genau hinsieht. So präzise wie eine Maus wirds jedenfalls nicht werden.

Probier mal mit dem Wii Controller ein verhältnissmässig kleines Icon auf dem screen relativ zielsicher und plötzlich anzuvisieren (z.b. das Icon des zweiten Controllers). Ist gar nicht so leicht wie man zuerst vermutet und von daher kein Wunder das die Knöpfe auf der Wii alle so riesig sind. Dabei ist der Wii Controller schon eine recht präzise Technik, der Mangel an Präzision rührt da in erster Linie an unserem körperlichem Mangel an Koordination her. Aber vielleicht kommt das noch durch genug Training? :)

Die Frage ist vielmehr ob die präzise Steuerung wirklich nötig ist? Wenn Jörg sagt das die Controller mit Tricks actionreif gemacht werden meint er wohl target assist, also das aufschalten auf das naheliegendste Ziel wenn man ungefähr in die Nähe von einem Ziel kommt. Früher hätte ich darüber gekotzt, mittlerweile finde ich das toll.

Warum? Weils mir nicht mehr um den "ich kann schneller und präziser mit meiner Maus zielen" Wettbewerb geht, den ich gegen jeden halb so alten regelmässig zockenden 17-jährigen mittlerweile haushoch verlieren würde. Insofern auch ein Eingeständnis meines eigenen Alterungsprozesses. Die Konsole erlaubt mir, nicht zuletzt weil alle mit sehr ähnlichen Bedingungen spielen müssen, weiterhin richtig Spass zu haben mit den shootern.

iStone (unregistriert) 30. Juni 2009 - 15:36 #

"von daher kein Wunder das die Knöpfe auf der Wii alle so riesig sind"

Dachte immer das wäre der neuen Zielgruppe geschuldet ^^

Corak 04 Talent - 26 - 28. Juni 2009 - 16:10 #

Es wurde auch schon von verschiedenen Marktanaysten vermutet, dass es garkeine Next-Gen der Konsolen mehr geben wird. Sonder die bestehenden im Sinne von Cloud-Computing umgestalltet werden.
Hier wären Argumente des einfachlosspielen und des illegalen Erwerbens alle auf den Kopfgestellt.

Wi5in 14 Komm-Experte - 2688 - 28. Juni 2009 - 16:52 #

"PC-Spiele werden die Nr.-1-Plattform" Das müsste man wirklich den Spielentwicklern sagen. Vor allem denen bei Microsoft.

SayWhatTF 15 Kenner - 3451 - 28. Juni 2009 - 17:00 #

Recht hat der Mann ^^

Ich zock grad wieder ein Browsergame, mag EgoShooter und Strategiespiele und bevorzuge zudem, wenn möglich eine gute Grafik
Was soll ich da bitte mit einr ollen Konsole? O_o

Bedienung per Tastatur und Maus ist einfach nicht zu toppen
Fallout3 wäre für mich ohne die ganzen Mods nur ein halbes Spiel
und es gibt auch Leute die gern an ihrem PC schrauben...

Was mich allein noch stört sind die überteuerten Spiele
HL2 ist das letzte Spiel für das ich mehr als 40€ ausgegeben habe, aber die Investition hat sich auch wirklich gelohnt
Doch selbst hier schlägt der PC erneut die Konsolen, deren Titel im Grunde immer deutlich teurer sind

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15109 - 28. Juni 2009 - 17:12 #

Angefangen hat alles bei mir mit der Atari VCS 2600, also einer Konsole. Die Zeiten haben sich irgendwann verändert und über diverse Umleitungen landete ich am PC zum Daddeln, aber etlich Jahre der Aufrüstung, haben mich da vertrieben und zu den Konsolen zurückkehren lassen.

Die vorherige, aber gerade die aktuelle Generation der Konsolen machen es dem PC in vielen Genre schwer, aber er hält sich wacker, und dominiert Echtzeitstrategie und MMORPG, sowie die Highendgrafik, aber mit jeder Generation wird es schwieriger mit PC only Release seine Dollars zu machen. Blizzard ist da ne Ausnahme, aber ohne WoW wären die auch schon auf den Multiplatformzug aufgehüpft.

Immer mehr wechseln zum Daddeln auf die Konsolen, aus dem Grund denke ich das der PC als Desktopvariante zum Daddeln in vielleicht 10 Jahren einen deutlich kleineren Markt haben wird.

Tom 15 Kenner - 2998 - 28. Juni 2009 - 17:21 #

Die Bedeutung der Plattformen ist ständig am schwanken, von daher kann auch der PC irgendwann wieder Nr. 1 werden - vorwiegend am Ende des Konsolenzyklus. In der letzten Generation war Sony führend, jetzt ist es Nintendo - so schnell kann's gehen. Da der PC aber technisch die führende Spiele-Plattform ist wird er auch nie ganz verschwinden und das ganz unabhängig von den vielen Genres die "am Besten" auf dem PC funktionieren. :)

HerrHut 12 Trollwächter - 851 - 28. Juni 2009 - 17:45 #

Apropos Kopierschutz: die Monkey Island Scheibe war zwar vielleicht nervig, aber ein unheimlich guter Kopierschutz ;)

Und ich habe auch nie verstehen können, wie Leute Gamepad-Steuerung als Präzise einstufen können oder praktikabel oder Ähnliches. Ich möchte ein Q3 Turnier Xbox vs. PC sehen =)

Virtex (unregistriert) 28. Juni 2009 - 17:49 #

Ich muss dem Jörg und dem Tom einfach nur zustimmen.

Anon (unregistriert) 28. Juni 2009 - 17:51 #

Erwähnt gehört noch der Preis.
Titel auf der Konsole kosten zum release deutlich mehr.

Ein Beispiel ist Overlord II mit 20€ (!) unterschied.
Viel dramatischer noch ist es bei Call of Duty: World at war.

Für CoD:Waw bezahlt man für die PS3 70€. Plus 10€ für Mappack 1. Plus 10€ für Mappack 2. Sind 90€ für ein verdammtes Spiel!!
Was habe ich nochmal für meine Import PC version aus dem Königreich bezahlt? 45€. Die Hälfte.

iStone (unregistriert) 28. Juni 2009 - 18:35 #

Eventuell sollte man, wenn man vergleicht, auch gleiche Maßstäbe anlegen. Die Lokale Saturn Kopie gegen den Import antreten zu lassen ist, gelinde gesagt, unfair ;-)

Frisch aus den UK bekomme ich die PS3 Version übrigens für 39€. Eben nachgesehen. Aber sei es drum.

Schöner Artikel. Ich bin zwar anderer Meinung aber dennoch schön und sachlich geschrieben und die üblichen, gerne wiederholten Gemeinplätze größtenteils umschifft. Ich bin mir aber sicher sie werden (und wurden es teilweise bereits) wieder hervorgeholt. Wird auf jeden Fall spannend :-)

LEiCHENBERG 13 Koop-Gamer - P - 1789 - 29. Juni 2009 - 14:41 #

Ich stimme iStone (wie fast immer) zu, doch sachlich finde ich den Artikel überhaupt nicht. Es ist eben eine Meinung, die ist immer subjektiv.

Bei dieser subjektiven Betrachtungsweise können wir Konsolenfans einfach nicht gewinnen - aber wie bei dem "CryEngine3 Artikel" muss ich auch hier sagen: solche Vergleiche stinken.

Meine Güte, es geht doch nicht um einen Kampf auf Leben und Tod. Es gibt eben beide Seiten - und beide haben Vorteile und Nachteile. Alle drei Wochen kommt ein "Pro Konsole" und ein "Pro PC" Artikel .. dabei wäre eine friedliche Koexistenz doch erstrebenswerter.

Ich für meinen Teil sitze oft am PC / Laptop UND an meinen Konsolen zum zocken. Mir ist dabei noch nie der Gedanke gekommen, dass eine Plattform zwingend besser sei als die andere. Also jedem das seine und Jörg sein PC.

Wenn es um die Entwicklung geht, muss man natürlich genauer hinsehen. Es gibt schließlich einen Grund, weswegen man für Windows Umsetzungen oft die 360 Version als Grundlage nimmt. Ob das Argument der Wirtschaftlichkeit nun glaubhaft ist oder nicht, können wir eigentlich nicht beurteilen.

Vermutlich befinden wir uns derzeit in einem Zyklus, in dem Innovation der Steuerung das Hauptziel der Firmen ist - daher gehen alle Anstrengungen dort hin, statt die Entwickler und Publisher zu zwingen mehr aus ihren CPUs zu quetschen. Wenn wir dann Natal und Sonys Sexspielzeuge nutzen können, gehen die Anstrengungen womöglich wieder mehr in Richtung Spieleinhalte / -evolutionen. Natürlich wird der PC dann wieder erstarken, doch die Konsolen werden nicht unter den Tisch fallen.

Hoffentlich erlebe ich noch mal Zeiten des Friedens zwischen Konsolen- und Computerspielern ..

iStone (unregistriert) 29. Juni 2009 - 15:57 #

Danke für Blumen.
Hmm. Ich habe schon so viel undifferenzierten Mist über das Thema gelesen, das der Artikel mir wie in kleines Nugget Morast vorkommt. Auch wenn nüchtern betrachtet (gerade noch mal gelesen) das eine oder andere Argument ein bisserl wackelig und natürlich subjektiv ist, da hast du natürlich völlig recht. Aber seis drum :-)

Hmm. Vor zwei Jahren hätte ich noch gesagt das sich die Geräte dem PC annähern und immer mehr positive Aspekte übernehmen, bin ich mir durch den Erfolg von Nintendos Kiste gerade nicht sicher wohin die Reise geht.

hoschi 13 Koop-Gamer - 1484 - 28. Juni 2009 - 18:05 #

ein weiterer Punkt: PC-Spiele sind einfach anspruchsvoller. Viele Konsolen-Games haben halt doch diesen Casual-Charakter, auch wenn es "vollwertige" Spiele sind. Von Bedienung bis Gameplay wird da halt gerne mal alles vereinfacht, da Konsolen noch mehr für Massenmarkt und Einheitsbrei stehen. PC(only)-Spiele sind meiner Meinung nach komplexer, wobei der Trend hier leider auch nach unten geht. Aber es gibt genügend Ausnahmen wie Anno und Co. Und der PC hat im Gegensatz zu den Konsolen noch eine weiteres Genere: Adventures !

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 1. Juli 2009 - 1:02 #

Flugsimulationen und "deutsche" Strategiespiele sind ohne Zweifel anspruchsvoll. Nur: Wo ist der Markt für solche Spiele geblieben?

Adventures, hmm, die gibt es auch auf Konsole. Telltale Games produziert seine Titel mittlerweile für mehrere Systeme gleichzeitig, Quantic Dreams entwickelt nach Omikron und Fahrenheit mit Heavy Rain direkt für die PS3.

Wolsga 13 Koop-Gamer - 1515 - 28. Juni 2009 - 18:48 #

Hoch lebe der PC und die dazugehörigen Spiele.

mfg

Tyrm 08 Versteher - 151 - 28. Juni 2009 - 19:36 #

Alles Humbug! Immer diese Meinungsstreits. Konsolen forever!

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29654 - 28. Juni 2009 - 19:46 #

Klar, so kann man auch argumentieren. Macht mein Sohn auch wenn ihn jemand im Kindergarten ärgert.

Aber logisch, die Welt wäre sehr einfach, wenn einfach alle DEINE Meinung hätten. Kein Streit, keine Diskussionen, nur deine Ansichten und Meinungen. Keine Individuen, braucht man ja nicht, Tyrm-Clone forever ;) ..

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2206 - 28. Juni 2009 - 21:45 #

Sagt mal, die Redaktion trollt uns doch oder? :D

Jörg Langer Chefredakteur - P - 340139 - 28. Juni 2009 - 22:33 #

Hi Klausmensch, wie meinen?

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2206 - 29. Juni 2009 - 12:30 #

Ich fands in dem Moment so lustig weil ich erst die Kolumne vom Konsolenliebhaber gelesen habe und dann kam deine. Da war ich wieder glücklich :D
Sollte keine Beleidigung oder so sein ;)

Kai 14 Komm-Experte - 2329 - 28. Juni 2009 - 22:54 #

Ich bin sicher, dass Jörg fest an das glaubt oder zumindest glauben will, was er in dem lesenswerten Artikel geschrieben hat. Mir dagegen fehlt der Glaube, dass das Ruder noch einmal herumgeworfen wird. Derzeit verdient die Industrie einfach nicht mehr genug auf der PC-Plattform, weshalb (abgesehen von wenigen Ausnahmetiteln) der PC als Entwicklungsplattform für millionenteure Toptitel bei den meisten Publishern immer weiter als Ende der Verwertungskette rutscht. Zwar werden Browser/Flashspiele wichtiger werden, wie Jörg es sagt, aber ich bezweifle, dass hierüber auf absehbare Zeit Toptitel technisch überzeugend realisiert und vor allem kommerziell erfolgreich vermarktet werden können. Kleinvieh mach natürlch auch Mist, siehe z.B. die Klingeltonmafia, aber wenn es um millionenteure Investitionen für Toptitel geht, dann brauchen deren Publisher eine sichere Plattform, auf der viele Kunden für ihre Unterhaltung auch viel Geld ausgeben wollen. Und das ist bei PC-Nutzern immer weniger der Fall. Auch kommt erschwerend hinzu, dass sich "nur zum Spielen" immer weniger Leute einen neuen PC kaufen, wenn es für Internet/Office auch noch ein PC aus dem Jahr 2000 tut. Wenn es für aktuelle Spieler immer ein PC der letzten drei Jahre sein muss, dann werden immer weniger PC-Publisher und immer weniger PC-Kunden etwas von wunderschönen Spielen für aktuelle PCs haben, denn es werden derzeit einfach immer weniger PC verkauft.

Tom 15 Kenner - 2998 - 28. Juni 2009 - 23:12 #

Multiplattform-Spiele werden sehr oft für den PC mitentwickelt. Warum? Weil wenn du eine 360 Version von einem Spiel hast, ist die PC Version nicht weit entfernt. Und der PC Markt ist bei (den meisten Genres) groß genug um dort Profit zu machen. Und er wird groß genug bleiben, eben wegen jener technischen Fortschritte, spezifischen Genres, Mods etc.. Wie bereits oben erwähnt: Die Bedeutung der jeweiligen Plattform schwankt, verschwinden wird aber keine.

Dass man auch auf dem PC exklusiv erfolgreich sein kann beweisen Blizzard, Related Design, Creative Essembly und bald auch mal wieder Bioware. Und da ist noch kein Ende in Sicht.

Kai 14 Komm-Experte - 2329 - 28. Juni 2009 - 23:37 #

Was Du schreibst, ist richtig. Die meisten Publisher forcieren eine plattformübergreifende Entwicklung (XBox/PC/PS3). Bei den meisten Titeln erzielt der PC-Markt erzielt jedoch immer weniger Umsatz (ca. 5% vom Gesamtumsatz) und da wird die PC-Plattform eher als "Beifang" gewertet, und immer mehr XBox-Portierungen für PC scheint die rechte Liebe zu fehlen (z.B. fehlender PC-Multiplayer bei Ghostbuster). Exklusive, liebevolle Millionenentwicklungen für PC lohnen sich für Publisher wohl nur noch bei etablierten Franchises, wie Sims oder Diablo. Aber so schnell, wie sich Mode und Geschmack heutzutage ändern, halten diese Modelle sicher auch nicht ewig. Ich bin z.B. sehr gespannt, ein wie großer kommerzieller Erfolg das neue Anno oder das nächste Diablo wirklich werden. Das ist ähnlich, wie bei der Musik: Die Klassiker sind zwar zeitlos, aber die jungen Leute haben ihren eigenen Geschmack und wollen oft lieber Neues statt Altes in neuem Gewand.

Tom 15 Kenner - 2998 - 29. Juni 2009 - 0:10 #

5% ist argh niedrig gegriffen und oft begründen sich die Zahlen in späten PC Veröffentlichungen, die inzwischen auch eher im Abwärtstrend sind. Splinter Cell, Assassins Creed 2, Mass Effect 2 sollen auf allen Plattformen gleichzeitig erscheinen (zumindest noch).

Ich seh es übrigens genau andersrum: Immer mehr X-Box Portierungen werden besser. Last Remnant? Super neue, spielerleichternde Features. Mass Effect? Komfortableres UI und generell natürlich immer bessere Grafik. Selbst Capcom - bekannt für grottige Ports wie Resident Evil - überzeugt mit Devil May Cry 4 und Street Fighter 4.

Dass die Spieler lieber Neues mögen ist schlichtweg falsch. Verkaufen sich nicht die Call of Dutys, Halos und Metal Gears immer am besser als Dead Space oder Mirrors Edge? Hmmm...

Ich will nicht sagen dass der PC zur Überplattform wird, nur verschwinden wird er ebenso wenig. Koexistenz - mal mehr, mal weniger bedeutsam.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 1. Juli 2009 - 1:05 #

Guter Punkt, das neue Diablo. Mag das vielleicht einer der Gründe dafür sein, dass Blizzard seit Jahrzehnten eigentlich nur die gleichen drei Spieluniversen bedient und sich nicht traut, etwas neues am PC zu probieren? Dass das unangekündigte, neue MMO eine komplett neue Spielwelt sein wird, haben die meines Wissens weder bestätigt noch verneint, oder?

Rondrer (unregistriert) 1. Juli 2009 - 15:09 #

doch, wurde bestätigt:
http://www.joystiq.com/2009/05/13/blizzard-confirms-new-mmo-is-completely-original-ip/

Jörg Langer Chefredakteur - P - 340139 - 28. Juni 2009 - 22:36 #

Bei der Bequemlichkeit habe ich nicht 100% sauber argumentiert, denn ein besserer Kopierschutz könnte in der Tat mit einem geringeren Komfort für den legalen Nutzer einhergehen. Könnte, muss er aber nicht: Wer z.B. über einen Downloadservice wie Steam "ausgewiesen" ist, muss nicht mehr tun, als das Spiel zu starten. Und während EA-Spiele (als Beispiel), wenn sie mal installiert sind und der DRM legal überwunden ist, direkt von der Platte abspielen, muss ich bei der Xbox auch dann die DVD aus dem Schrank kramen, wenn ich das zugehörige Spiel voll-installiert habe. Was ist hier, vom Moment des Installierens abgesehen, komfortabler? Ich mag es auch nich, bei Blood Bowl eine gefühlt 30-stellige Ziffernfolge einzugeben. Aber das mach ich ein, maximal zwei Mal, dann muss ich es nicht wieder machen.

LEiCHENBERG 13 Koop-Gamer - P - 1789 - 29. Juni 2009 - 15:19 #

Komfort begründet sich aber nicht nur in der Frage, ob man ein Spiel in ein Laufwerk legen muss oder nicht. Mal davon abgesehen, dass nicht mal jedes Spiel mit einem No-CD-Fix ausgeliefert wird, muss ich es erst mal installieren. Jörg Langer macht das vielleicht ein Mal pro Spiel und ist dann fertig, aber andere installieren aus verschiedenen Gründen alle paar Wochen / Monate Windows neu. Da gehe ich lieber 5 Schritte und lege die Disc ein, als 10 Mal im Jahr je XX Minuten zu installieren - davon sehe ich in dem Zusammenhang eben nicht ab. Auch was die Patches angeht, bekomme ich die auf der 360 beispielsweise beim Start des Spiels kostenlos angeboten, während ich gerade bei älteren Spielen auf dem PC erst umständlich übergroße Pakete herunterladen muss, die womöglich nicht mal mehr als Download angeboten werden, nach denen u.U. mein No-CD-Fix nicht mehr funktioniert.

Ich zocke gern am PC und gern an Konsolen und ich glaube keine Plattform wird die andere in Zukunft dauerhaft übertrumpfen. Entweder es hält sich die Waage oder wird, abhängig von Erscheinungen, in die eine oder andere Richtung schwanken. Diese Botschaft muss jetzt nur noch in den Köpfen ankommen.

iStone (unregistriert) 29. Juni 2009 - 16:31 #

Sehe ich ähnlich. Aus Zeitgründen zitiere ich mich einfach selbst aus der anderen Kolumne:

"Klar wird der PC als Spieleplattform weiter bestehen. Es redet hier auch keiner davon den heiligen Gral mancher zu schlachten und das nichts mehr erscheinen wird. Solange die Möglichkeit besteht mit vertretbarem Aufwand damit Geld zu verdienen wird dieser sicher auch weiter unterstützt.

Man muss der Sache aber ins Gesicht sehen und akzeptieren das der PC für manche Hersteller schon seit einiger Zeit nicht mehr die führende und attraktivste Plattform ist. Für manche nicht mal mehr eine lohnende Investition. Das lässt sich nun mal nicht von der Hand weisen, egal wie lange man seinen Kopf in den Sand steckt und Diskussionen über die usability von Pads und anderem Zeugs vom Zaun bricht. Face it, Konsolen sind mittlerweile eine ernsthafte Alternative. Und das sage ich ohne den PC jetzt schlechter machen zu wollen als er ist."

Wobei das "jedes Spiel das ich besitze, per Klick starten" out of the Box nicht bei jedem Spiel funktioniert und dann doch eine größere Platte benötigt. Die auch nicht jeder hat. Aber das Konsolen mittlerweile auch Retail Games zum kaufen anbieten kann ich diesen Komfort, wie auf dem PC auch, in genau der Form genießen. Und wie beim PC auch, leider nicht bei jedem Spiel. So gesehen gibt sich das nicht viel.

Phoenix 16 Übertalent - 4128 - 28. Juni 2009 - 22:59 #

ich muss sagen das ich selbst ausschließlich PC spiele. Und das nicht zuletzt da die Grafik um längen vorraus ist. Nein, sondern weil zB. ein Egoshooter mit Controller eine zumutung für jeden vernünftigen Gamer ist!

Kai 14 Komm-Experte - 2329 - 28. Juni 2009 - 23:13 #

Die Zeiten ändern sich. Ich bin recht sicher, dass sich in 10 Jahren kein junger Mensch mehr vorstellen kann, wie die "Alten" jemals ein Aktionspiel vernünftig mit Tastatur und Maus gespielt haben wollen. Allein der Mangel, nicht im 3D-Raum agieren zu können (die Maus kann nur 2D) düfte dann schon ein KO-Kriterium für Actionspieler sein. Derzeit scheint mir Sonys Ansatz mit dem Motion-Controller am vielversprechendsten zu sein. So ein Präzisionscontroller ist nicht auf Actionspiele beschränkt, sondern lässt sich dann auch blendend und besser als eine Maus z.B. für Strategiespiele einsetzen, um beispielsweise auf natürliche Weise auf Einheiten zu zeigen oder Wegpunkte zu setzen:
http://www.gamersglobal.de/news/5836

Tom 15 Kenner - 2998 - 29. Juni 2009 - 0:03 #

Agieren im 3D-Raum? Was erwartest du von den neuen Motion Controllern? Was macht ein FPS mit Sonys motion steuerung so viel besser als ein Wii Titel? Quintessenz ist immernoch: Auf den Bildschirm zeigen und so zielen. Das hat zwei Nachteile: Es ermüded und ist immernoch nicht so schnell und präzise wie eine Maus. Ein Boxspiel wo man wirklich boxt? Wie lang kann man das am Stück spielen bevor man ins Schwitzen kommt?

Diese neuen Controller sind zwar nett und innovativ und auch spaßig - aber sie ersetzen den klassischen Controller bzw. die Maus/Tastatur Kombination nicht und auch wenn sie verhältnismäßig präzise Steuerungsmethoden für Konsolen sind - die Maus ist präziser. Ergo spielen sich die Spiele schneller und nebenbei lassen sich auf dem Keyboard sehr viel mehr Befehle mappen.

Diese neuen Controller - vor allem Natal - sollen neue Kunden anlocken. Ähnlich wie bei der Wii. Von daher glaube ich auch an den Erfolg davon und freue mich sogar drauf. Aber auch in 10 Jahren werden Spieler bei einigen Genres noch Maus/Tastatur bevorzugen. Wenn sie nicht gerade auf dem Holo Deck sind.

Kai 14 Komm-Experte - 2329 - 29. Juni 2009 - 9:26 #

>Agieren im 3D-Raum?
>Was erwartest du von den neuen Motion Controllern?
>Was macht ein FPS mit Sonys motion steuerung so viel >besser als ein Wii Titel?

Die Wii hat bloss einen Bewegungssensor, aber die Microsoft- und Sony-Controller erlauben eine exakte 3D-Positionierung. Dies erlaubt beispielsweise für einen FPS das realistische Ausrichten einer virtuellen Waffe an Stelle des simplen Verschiebens eines Mauscursors als Zielort. Letzeres hat wirklich rein gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun und erlaubt deshalb auch eigentlich nur recht primitive Actionspiele.

Mash (unregistriert) 30. Juni 2009 - 1:33 #

Diese "primtiven Actionspiele" sind aber das, was nach aktuellem Stand der Technik möglich ist. Ich finde die übrigens auch gar nicht primitiv, mein Monitor zeigt nämlich auch nur 2D. Und damit ist das exakte Ausrichten einer Waffe erheblich besser möglich als mit irgendwas, das ich in der Hand hochhalten muss und nicht auf dem Tisch abgestützt ist. Hast Du mal mehrere Stunden "Guitar Hero" gespielt? Irgendwann geht's nicht mehr, genauso wie der ganze Wii-Fuchtelkram.

Rondrer (unregistriert) 29. Juni 2009 - 0:03 #

Wir leben aber immernoch im hier und jetzt. Man kann doch nicht für eine Plattform argumentieren, indem man eine Technologie heranzieht, die noch WEIT von einer Marktreife entfernt ist und vor der noch niemand sagen kann, ob sie wirklich funktioniert und präzisere Steuerung als mit der Maus erlaubt...
Bis sich das in Spielen etabliert, hat vieleicht auch schon jemand eine 3D-Maus für den PC entwickelt, wer weiß? Auf jedenfall sind die Zukunftsträume von Sony und Microsoft noch(!) keine Argumente für Konsolen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29654 - 29. Juni 2009 - 0:52 #

Logitech MX Air, gibts schon für 50 Euro mittlerweile. Zwar keine reinrassige 3D-Maus, kommt dem aber schon sehr nahe. Und Adventures auf nem großen Monitor steuern sich damit vom Sofa aus extrem genial. Shooter allerdings wird wohl auch in 10 Jahren kaum jemand mit so einem Controller steuern, das klappt schon auf der Wii nicht so richtig.

Mash (unregistriert) 29. Juni 2009 - 0:57 #

Das musst Du mir mal erklären, wie ein Controller beschaffen sein soll, der besser funktioniert als Maus und Tastatur. Ich habe in meinem Leben ziemlich alle Controller gesehen, die es gibt, und da war ausnahmslos nichts dabei, was etwa bei einem 3D-Shooter Maus und Tastatur ersetzen konnte, von Strategie- und Rollenspielen reden wir noch gar nicht.
Was heißt "nicht im 3D-Raum agieren können"? Solange die Darstellung eines Spiels immer noch auf einem zweidimensionalem Medium, nämlich einem Bildschirm, stattfindet, ist ein originär zweidimensionaler Controller wie eine Maus absolut ausreichen.

Kai 14 Komm-Experte - 2329 - 29. Juni 2009 - 9:28 #

Die Microsoft- und Sony-Controller erlauben erstmals eine exakte Positionierung im 3D-Raum. Dies erlaubt beispielsweise für einen FPS das realistische Ausrichten einer virtuellen Waffe an Stelle des simplen Verschiebens eines Mauscursors als Zielort. Letzeres hat wirklich rein gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun und erlaubt deshalb auch eigentlich nur recht primitive Actionspiele. Natürlich kann einem auch 2D genügen, so wie den Leuten früher beispielsweise auch Pong in 2D genügt ht. Die Zukunft gehört aber 3D: Wir haben jetzt bereits 3D-Level, demnächst kommen dann die ersten echten 3D-Steuerungsgeräte, und in 10 Jahren könnten auch schon 3D-Bildschirme weit verbreitet sein. Dann wird kaum mehr das simple 2D-Mapping seiner Vorfahren verwenden wollen. Wir Alten und unsere behelfsmäßige 2D-"Höhlenwelt" sind dann Geschichte, so wie es heute beispielsweise Handkurbeln an Autos sind.

Tom 15 Kenner - 2998 - 29. Juni 2009 - 12:20 #

Auch mit einer 2D Eingabe kann ich meine Waffe im 3D Raum ausrichten und wir spielen schon jetzt in 3D - nur wird es noch auf einer 2D Ebene dargestellt. Und selbst wenn wir mit 3D Brille bald häufiger auf echtes 3D schauen ändert das nichts an den Steuerungsmöglichkeiten (und wird sich meiner Meinung nach auch nicht zu mehr als einer Randerscheiung entwickeln).

Mash (unregistriert) 30. Juni 2009 - 1:25 #

Mein lieber Kai - es gibt keine 3D-Darstellung von Spielen. Eine "exakte Positionierung im 3D-Raum" braucht dementsprechend keine Sau.

Wenn holografische Darstellungen mal Massenware sind, so in 50 Jahren, kann mal man darüber nachdenken. Bis dahin gibt es nicht einen einzigen Grund, über so etwas wie einen 3D-Controller auch nur überhaupt nachzudenken. Was Du als "simples Verschieben", das mit der Wirklichkeit nichts zu tun habe, bezeichnest, ist tatsächlich die wohl exaktest mögliche Eingabeart an momentanen Geräten und auch an allen denkbaren kommenden. Wo haben wir "jetzt schon 3D-Level"?

Was sollen das für 3D-Bildschirme sein, die in 10 Jahren verbreitet sein werden?

Ich bin nun seit fast 15 Jahren in der Branche und habe eine ganze Menge Controller kommen und genauso schnell wieder verschwinden sehen - es gibt keine echte Alternative zu Maus und Tastatur.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 1. Juli 2009 - 1:07 #

Hi Mash,

Du meinst am PC, oder? Alle Spielkonsolen werden ja doch schon seit einer Weile serienmäßig ohne Maus und Tastatur ausgeliefert. ;)

Cheers!

Mash (unregistriert) 1. Juli 2009 - 9:15 #

Weswegen es auf Konsolen keine echte Alternative für FPS-Shooter gibt. Die müssen ja mit Auto-Aim oder sonstigem Mist arbeiten. Keine echte Freude, das macht am PC dreimal mehr Spaß. Und ich probier' es immer wieder, ob es nicht doch was gibt, aber ...

Ciao!

iStone (unregistriert) 1. Juli 2009 - 15:00 #

Macht es das? Macht es am PC mehr Spaß? Sehe das anders... Auto Aiming hin oder her.

LEiCHENBERG 13 Koop-Gamer - P - 1789 - 1. Juli 2009 - 16:49 #

Mal davon abgesehen, dass Spielsteuerungen nur einen Teil des Spaßes am Spiel ausmachen (sollten), gibt es auch Adapter um an Konsolen mit Maus / Tastatur zocken zu können.

Ich befürworte dies nicht, da es auch unfair gegenüber Controller-Zockern ist, jedoch gibt es diese Möglichkeit. Daher zieht das Argument der Steuerung in meinen Augen überhaupt nicht.

Mash (unregistriert) 2. Juli 2009 - 0:33 #

Die Spielsteuerung ist eins der elementarsten Dinge an einem Spiel. Das kann nämlich noch so toll sein, wenn's sich nicht steuern lässt, ist's für den Müll. Ich erinnere mal an "Starglider" (kennt das noch wer?)

Per Adapter löst sich ja das grundsätzliche Problem nicht, denn das Spiel ist darauf ausgelegt, mit einem Pad gesteuert zu werden.

Mash (unregistriert) 2. Juli 2009 - 0:31 #

Ich schon. Wenn ich mir vorstelle, CoD an der Konsole zu zocken ...

Liam 13 Koop-Gamer - 1227 - 29. Juni 2009 - 0:02 #

Hmm glaub PCs haben als Plattform einen Nachteil den auch Roland schon angesprochen hat, sie haben niemand wirklich der aktiv für sie wirbt.
Der Pc ist bei weitem nicht so kompliziert wie erzählt wird und die Konsolen haben genug Nachteile die man ansprechen könnte, aber wo hört man davon? Wo sind die großangelegten Diskussionen oder Kampagnen um für den PC zu werben? Im Prinzip doch nirgends, man wird nur damit bombardiert wie toll Konsolen seien, wie sie mit PC mithalten könnten und dabei nur einen Bruchteil so kompliziert seien.

Anonymous (unregistriert) 29. Juni 2009 - 0:09 #

@DRM & Online-Aktivierung: Ich möchte weder zu einer Online-Aktivierung gegängelt werden, noch das sich Programme mit zweifelhafter Herkunft auf meinem Rechner einnisten. Als ehrlicher Käufer möchte ich das Spiel installieren, wann, wo und wie oft ich möchte.

Auch Verpackung und Inhalt eines Spiels sind entscheidend. Wie bereits erwähnt wurde, möchte ich für mein sauer verdientes Geld auch eine akzeptable Leistung bekommen. Dazu zählen neben einem ansprechendem Handbuch(gedruckt!!!) auch zusätzliche Inhalte. Es ist die Kombination die stimmen muss. Bedauerlicherweise kommt das heutzutage nur noch ganz selten vor. Auch scheint mir, dass von vielen Magazinen das teilweise auch ohne Murren hingenommen wird. Wenn ich mir da manchmal den Boxenstop bei GameStar anschau, kann ich nicht nachvollziehen wie über gravierende Dinge hinweggesehen wird...

Ich kann mich entsinnen, dass als Du Jörg noch bei der GameStar warst, eine gute Umfrage zwecks Optimalen Preis für ein PC-Spiel gemacht wurde. Und der Preis für viele Spiele ist einfach inakzeptabel, von Download-Versionen gar nicht erst zu sprechen(Negativbeispiel Steam). Ich weiß, dass Spieleproduktionen teils Unsummen verschlucken und auch wieder reingespielt werden müssen. Doch bitte nicht auf Kosten von teilweise großen und treuen Fangemeinden. Die werden nach dem Kauf mit oben erwähnten Dingen bestraft. Bestes Beispiel aktuell Anno 1404.

fatal2107 06 Bewerter - 65 - 29. Juni 2009 - 1:36 #

War das wirklich nötig? Ich finde das GamersGlobal-Projekt ja echt gut, auch u.a. weil es Systemübergreifend ist. Aber diese beiden Kolumnen find ich nun nicht gut. Zwar wünsche ich euch das sich nach diesem beiden Artikeln eine ernsthafte Diskussion zum Thema beginnt, aber ich glaube eher das nun das typische PC bzw. Konsolen-Bashing beginnt, und das nutzt keinem, außer vielleicht eurer Kommentar- und Foren-Posts-Anzahl?
Ich glaube es gibt sehr viele CoreGamer die wie ich sowohl aktuelle Konsolen als auch einen aktuellen Spiele-PC zuhause stehen haben, und auch beide gerne benutzen.
Das beide System Ihre Vor- und Nachteile haben, ist jedem bekannt.
Naja, ist nur meine Meinung. Ich möchte mich an so einer Diskussion jedenfalls nicht beteiligen, da ich weder meine Konsolen, noch meinen PC missen möchte.

Update: Zudem widersprichst du dir z.B. bei der Sache mit den Downloadservices wie Steam nicht selbst? Ich erinnere mich an eine Kolumne von dir in welcher du Steam und Co. ziemlich "runtergemacht" hast???

hoschi 13 Koop-Gamer - 1484 - 29. Juni 2009 - 1:58 #

Jörgs Meinung zu Steam und Co hast du glaub ich falsch verstanden: Er hat gewisse Dinge kritisiert die solche Platformen halt mit sich bringen können aber das heisst ja nicht dass Downloadservices nicht grundsätzlich eine feine Sache sind und auch ein Vorteil gegenüber Konsolen ist.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 340139 - 29. Juni 2009 - 12:26 #

Also, du findest das GamersGlobal-Projekt gut, aber kontroverse Meinungen nicht? Dann muss ich dich enttäuschen, genau das wollen wir hier haben...

Schau, ich spiele selbst (mittlerweile) gut 50% meiner Zeit auf der Konsole, wenn nicht sogar mehr. Dennoch kann ich der Meinung sein, dass ich lieber auf PC spiele, und darf sogar der Meinung sein, dass der PC die bessere und langfristig erfolgreichere Plattform ist. Und dafür kann ich Argumente liefern. Diese Argumente mögen überzeugend sein oder nicht, sie mögen sich bewahrheiten oder nicht. Ich finde die Diskussion auf jeden Fall spannend.

Meine Digitale-Download-Kolumne hat nicht diesen Vertriebsweg an sich kritisiert, sondern, wie user-feindlich er teils noch ist. Das hat aber doch nichts damit zu tun, dass alle Medien ganz klar den Weg des Digitalen gehen, und wir in 10 Jahren nur noch leere Packungen kaufen werden beim Analog-Shopping, in denen ein Code ist und vielleicht noch eine Anleitung.

fatal2107 06 Bewerter - 65 - 30. Juni 2009 - 9:39 #

Nein, ich habe eigentlich nichts gegen kontroverse Meinungen, aber das Thema "PC vs- Konsole" finde ich eben ausgelutscht. Mag sein das ich da der Einzige bin, aber ich muss nicht immer wieder feststellen ob ich nun lieber auf dem PC oder der Konsole spiele.
Und gerade zZ wo die Politik IMHO mal wieder sehr nahe an einem "Killerspiel"-Verbot ist, sollte man sich als Gaming-Community doch eher solidarisieren um der Politik zu zeigen das ein Verbot der falsche Weg ist, anstatt mal wieder dem jeweils anderem Lager die Nachteile seiner Plattform bzw. die Vorteile der eigenen, zu präsentieren.

Suzume 14 Komm-Experte - 1933 - 29. Juni 2009 - 1:53 #

Manchmal kann ein provokativer Artikel wie dieser aber auch neue Impulse in eine bereits gestorben geglaubte Debatte bringen. Und die oben genannten Punkte pro PC finde ich durchaus interessant.

Was DRM betrifft, so schließe ich mich der Mehrheit der hier vertretenen Meinungen an - ich will nicht bevormundet werden und kaufe Produkte einfach nicht, bei denen sich mir dieses Gefühl aufdrängt.

Aktuelles Beispiel: Anno 1404 - ein wirklich tolles Spiel, aber mit dem Fragebogen und dem Installationslimit vergrault Ubisoft mich. Related Designs trifft da wahrscheinlich keine Schuld. Die Entscheidung über die Art zu verwendender Kopierschutzmechanismen kommt meist von oben.

Hingegen kann ich mich mit Steam bestens anfreunden. Ein einmal erworbenes Spiel registriere ich - und fortan lässt es sich nach einem Login in das System auf jedem beliebigen Rechner installieren/spielen.

Natürlich lässt sich auch hier wieder gegenargumentieren: "Aber ich will das Spiel auch offline installieren und genießen können!"
Doch angesichts der Raubkopierproblematik müssen wohl irgendwo Abstriche gemacht werden.
Aber mal ehrlich: wieviele potentielle Spiele-Käufer sind denn heutzutage in unseren Breitengraden nicht vernetzt?

Nicol_Bolas 12 Trollwächter - 831 - 29. Juni 2009 - 3:02 #

Guter Artikel, berechtigte Argumente. Trotzdem möchte ich noch was zur Controller-Debatte beitragen. Der PC ist mit Maus/Keyboard in den genannten Genres überlegen, was die Präzision angeht. Die Konsole zeigt ihre Vorteile wiederum bei Jump'n'runs, Sportspielen, Prüglern, Shoot'em'ups usw. halt ales wo man ein D-Pad oder Analogstick braucht. Und hat dabei ebenfalls höchste Präzision.

@HerrHut: Das Q3-Turnier würde die Xbox verlieren, das Tekken-Turnier der PC ;).

Bernd (unregistriert) 29. Juni 2009 - 8:41 #

Dann kauf die halt ein gamepad, dank xpadder kann ich damit auch alle alten Spiele ohne Gamepadunterstützung zocken. Und alle neueren Games haben sowieso Padsupport. Und während du auf konsole 40€-70€ (Wii!!!!) für den Standardcontroller zahlst kriegst du am PC schon ein gescheites Pad für 25-35€ (Logitech Contr.), da nicht markengebunden! Und ich glaube nicht dass du in mit deinem XBox Controller es in SF 4 einfacher mich hast, das Steuerkreuz des 360 Pads ist nach wie vor zu schlecht

Warum Gamepads als KO - Kriterium gegen den PC missverstanden werden, kapier ich bis heute nicht. Im Gegenzug wird eine Maussteuerung auf Konsole bis heute erst gar nicht implementiert, obwohl es mögliche wäre. MS und Nintendo wollen es halt nicht erlauben, und davon ist man als Kosnsolenspieler abhängig!

rastaxx 16 Übertalent - 4666 - 29. Juni 2009 - 9:11 #

es gab für die erste playstation schon mal eine maus. daran erinnere ich mich, weil ein kumpel damit "syndiate wars" gespielt hat.

es würde grundsätzlich schon sinn ergeben, an eine konsole tastatur und maus anzuschließen, aber geht dann eben nicht dieses wohnzimmer-locker-party-mit-kumpels-zocken-feeeling flöten? ich denke schon.

am pc spiele ich allerdings gern sportspiele und die mit gamepad, da kann mir ea noch fünfzig mal eine maussteuerung für fifa09 anbieten (die das spiel übrigens auch nicht besser macht).

ich denke: pc und gamepad ist drin // konsole und tastatur+maus fühlt(!!!!!) sich falsch an.

konsolen stehen halt eher für auf-der-couch-mit-kumpels-gammeln und mit dem gamepad in der hand zocken.

Nicol_Bolas 12 Trollwächter - 831 - 29. Juni 2009 - 9:39 #

Du hast natürlich recht, Bernd, für PC kann ich mir ein Pad kaufen. Ich wollte nur das Argument relativieren, dass Konsolen ja IMMER eine unpräzise Steuerung haben. Wenn ich mir ein Pad für den PC kaufen muss, scheint das zumindest nicht der Fall zu sein :).

Und die 40-70 Eu sind in diesem Zusammenhang natürlich unrealistisch. Eine Wii Remote + Nunchuk liegt der Konsole bei, ist also umsonst. Motion+ liegt für 5 Eu Aufpreis bei Tiger Woods dabei. Und mehr als ein Pad brauch ich für den PC ja auch nicht.

Will man die komplette Vierspieler-Ausrüstung, hast du natürlich recht, wobei man mit Wiimote+Nunchuk+Motion+ auf 61 Eu kommt, wenn M+ gebundlet war.

Bernd (unregistriert) 29. Juni 2009 - 11:36 #

Aktuelle Martkpreise:

PS 3 Pad 49€

Xbox 360 Pad ca. 40€

Wii Nunchuck+ Remote 39€+19€, Wii Motion plus kostet sogar bei amazon.de noch 19€!!!

Also bist du strenggenommen bei 60€ + 19€ Wii Motion Plus. Und wer kauft sich ernsthaft Tiger Woods extra, nur für die Erweiterung??

Nicol_Bolas 12 Trollwächter - 831 - 29. Juni 2009 - 11:56 #

Alle Spiele, die M+ überhaupt unterstützen, haben bisher die Hardware dabei (Grand Slam Tennis, Wii Sports Resort, Tiger Woods und bald Red Steel 2, einzige Ausnahme Virtua Tennis 09). Ich frage daher eher: Wer kauft M+ ohne Spiel?

Anonymous (unregistriert) 30. Juni 2009 - 9:23 #

Sind immerhin noch 60€ zusätzlich pro Spieler, dann zock mal mit 4 Kumpels schon haste 180€ zusätzlich ausgegeben, das ist fast soviel wie die Konsole.

Und die Wii hat mit Sicherheit das schlechteste P/L Verhältnis, wenn du die Spiele noch mit einrechnest (Hab bis jetzt keine Budgettitel für Wii gesehen, etwas was mich schon beim Gamecube massiv gestört hat).

In diesem Punkt muss ich Sony loben, die haben schon eine feine Platinum - Linie auf die Beine gestellt.

Und nein, ich habe KEINE PS3!

Nicol_Bolas 12 Trollwächter - 831 - 30. Juni 2009 - 14:38 #

Da verstehe ich deine Argumentation nicht recht. Drei weitere PS3 Controller kosten auch 150 Eu. Und vier Controller für PC? Kann ich wahrscheinlich gar nicht nutzen ;). Und das GH4-Bandset war.... teuer.

Auch Wii-Spiele werden günstiger, bringe immer wieder Boom Blox für zehn euro an. Ausserdem sind die generell günstiger:

Tiger Woods PGA Tour 10 Bundle with Wii Motion Plus von Electronic Arts GmbH (Zubehör) (Nintendo Wii)
Neu kaufen: EUR 54,95

Tiger Woods PGA Tour 10 von Electronic Arts GmbH (Videospiel) (PLAYSTATION 3)
Neu kaufen: EUR 69,95

Die Platinum-Reihe find ich allerdings auch wirklich gut, ich möchte hier nicht den Eindruckj erwecken, einseitig zu argumentieren. Gerade die First-Party-Spiele von Nintendo werden so schnell nicht billiger.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 340139 - 29. Juni 2009 - 12:27 #

Sogar bei manchen Actionspielen gefällt mir persönlich die Gamepad-Steuerung besser, Beispiel ist Dead Space, das hat mir auf der Xbox mehr Spaß gemacht als auf PC. GTA 4 hingegen spiele ich am liebsten auf PC, aber mit Xbox-Gamepad. Fallout wiederum ertrage ich auf PS3 nicht, da kommt wiederum der PC zum Zuge.

Bernd (unregistriert) 30. Juni 2009 - 9:51 #

Aber was ich sagen wollte ist folgendes: Auf dem PC hast du die freie Wahl des Eingabegerätes, auf der Konsole wird dir die Steuerung aufgezwungen. Vor allem bei Wii-Games ist dass extrem nervend, von wegen "Controller der Zukunft".

Und persönlich finde es immer besser wenn ich die freie Wahl habe, welches Eingabegerät ich benutze! Oder wollt ihr etwa auch woanders keine Demokratie mehr, sondern lieber eine F*hrer (=>Hersteller) der alles bestimmt? Ich sicher nicht mehr!

iStone (unregistriert) 30. Juni 2009 - 10:22 #

http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz

zappasghost 08 Versteher - 212 - 29. Juni 2009 - 8:29 #

Die von Jörg genannten Argumente erscheinen mir im wesentlichen plausibel.
Der Personal Computer wird sicherlich auch in den nächsten Jahren mit im Rennen sein.
ABER - eine Sache wird, meiner bescheidenen Meinung nach, in der Diskussion um die Spiele-Plattform der Zukunft nicht genug beachtet.

Was wollen die ganz Großen der Branche ?
Der PC hat, aus der Sicht der Big-Publisher, einen signifikanten Malus.
Nämlich, mangelhafte Möglichkeiten der Marktkontrolle!

Alleinige Lizenzrechte an der schönen bunten, binären Unterhaltung im Ikea-Wohnzimmer der Familien, sind der Geldesel der Unternehmen.

Das Internet und der PC versprechen hier deutlich schlechtere Gewinne, da es sich hier um ein gigantisches Universum handelt, das sich durch Lizenzrechte kaum kontrollieren läßt.

Und vor allem sollten wir die Visionen von Microsoft, Sony und Konsorten nicht außer Acht lassen.

Die denken, in diesen Dingen, sehr langfristig.

Spielfilme, Bestellsystem, Vermietung, Musik, Games,u.u.u..., alles über das eigene Netz und über die eigene Plattform. Ich glaube das ist es, was Microsoft und die Mitbewerber, in Ekstase versetzt.

Und ich befürchte ernsthaft, das gegen diese Interessen, kein Deus Ex der Welt bestehen kann.

AMEN,
ZappasGhost

Jörg Langer Chefredakteur - P - 340139 - 29. Juni 2009 - 12:35 #

Der PC hat aber aus Sicht "der Großen der Branche" auch einen ganz entscheidenden Vorteil: Sie müssen keine (beträchtlichen) Lizenzgebühren an Nintendo, Sony oder Microsoft/Xbox zahlen. Was glaubt ihr, wieso die Konsolenspiele so vergleichsweise teuer sind?

Dazu kommt, dass für die Entwicklungsstationen -- und davon braucht ein großer Entwickler Dutzende bis Hunderte -- im 5-stelligen Bereich kosten, pro Stück versteht sich. Das ist schon etwas, was auch im Budget eines Großen einen merklichen Teil einnimmt.

Der "ideale Markt" sähe für die Spielefirmen sicherlich so aus: Alle spielen am PC, es gibt keine Raubkopien, und die Gesamtverkaufszahlen der Spiele entsprechen mindestens denen, die heute die Konsolen + PC zusammen erzielen :-)

Wenn wir von einem kleinen Liebhabermarkt sprächen, würde ich dir ja zustimmen. Aber solange es Hunderte von Millionen von PCs da draußen gibt, von denen auch nur einige Millionen in der Lage sind, hochwertige Spiele abzuspielen, wird kein Hersteller auf diese Zielgruppe verzichten wollen. Blizzard zeigt ja, wie man sich als reiner PC-Entwickler dumm und dämlich verdienen kann.

Kai 14 Komm-Experte - 2329 - 29. Juni 2009 - 13:18 #

Das stimmt alles. Dennoch glaube ich, dass die Lizenzgebühren/Entwicklungsstationen für Konsolen immer noch günstiger sind, als Millionen möglicher PC-Hardwarekonfigurationen zu unterstützen und dafür vor allem auch noch Support anbieten zu müssen. Dazu kommt, dass die "Hunderte von Millionen von PCs" zwar theoretisch vorhanden ind, aber davon düften die meisten deutlich älter als drei Jahre sein, weswegen es für die Entwickler immer schwerer sein wird, sich auf diese Bandbreite von alten und neuen Geräte einzustellen. Blizzard schafft das noch ausgezeichnet, aber deren PC-Spiele sehen dafür auch recht bescheiden aus. Immerhin funktioniert dieses Prinzip des geringsten Nenners noch. Dagegen ist mit PC-Grafikmonstern wie "Crysis" m.E. wohkl auf absehbare Zeit nicht mehr genügend Geld verdienen, weil es immer wenige Hardcore-Gamer gibt, die viel Geld für entsprechene Hardware ausgeben wollen. Auch ich für meinen Teil bin irgendwann das ständige Aufrüsten nur fürs Spielen satt gewesen, und kaufe mir jetzt lieber alle paar Jahre eine aktuelle Konsole zum Preis einer knackigen PC-Grafikkarte.

Mash (unregistriert) 30. Juni 2009 - 1:30 #

Wie Jörg doch schon ausführte: es gibt gar keine Millionen Hardware-Konfigurationen, die alle berücksichtigt werden müssen. Meine neue Grafikkarte hat übrigens nur den Bruchteil einer aktuellen Konsole gekostet, mein PC ist fünf Jahre alt, und ich spiele aktuelle Titel immer noch.

zappasghost 08 Versteher - 212 - 29. Juni 2009 - 15:19 #

Hallo Jörg,

du schreibst :

"Der PC hat aber aus Sicht "der Großen der Branche" auch einen ganz entscheidenden Vorteil: Sie müssen keine (beträchtlichen) Lizenzgebühren an Nintendo, Sony oder Microsoft/Xbox zahlen. Was glaubt ihr, wieso die Konsolenspiele so vergleichsweise teuer sind?"

Aber genau das ist es doch! Genau das stinkt Microsoft und Sony doch.

Aus dem Fokus der Spiele-Hersteller betrachtet, gebe ich Dir erst einmal uneingeschränkt Recht.

Die Sichtweise der großen Konsolenhersteller (MS, Sony, Nintendo) ist aber genau aus diesem Grunde, eine ganz andere.

Die wollen Lizenzgebühren. Die wollen Marktkontrolle. Und deswegen machen sie alles um Unterhaltung auf die eigenen Konsolen zu bekommen.

Und was nicht mit Geld geht, geht mit mehr Geld!

Schau Dir doch an was Microsoft macht um dem PC-Spielemarkt zu schaden.

Da wird richtig Geld verschoben, und zwar zu EA, Ubisoft und Konsorten, um die eigene Plattform zu bedienen.

Und die Einflüsse auf diese gewichtigen Publisher, wie Elektronic Arts, Ubisoft usw, sind doch unübersehbar.

Alles was der Personal Computer an exklusiv Erscheinungen hatte, kommt mittlerweile doch für die Konsolen. Leider viel zu oft als simplifizierter Kloppmist, aber das ist es was der Causal Gamer offensichtlich mag. Und diese Zielgruppe ist die marktrelevante "Masse", und diese Masse ist im Focus.

Die Publisher haben im Vegleich zu Microsoft und Sony, immer ein offenes Ohr, bezüglich der Wahl der Plattform. Solange MS und Sony richtig Geld in die Hand nehmen kommt der nächste Hit exklusiv auf XBox360 oder eben auf der PS3.

Langfristig werden sich diese Investitionen wahrscheinlich, insbesondere für Microsoft, lohnen. Wie hier ja schon öfter angedeutet wird der PC und die Konsole zusammen wachsen. Eine Entertainment Box für Movies on Demand, Internet, Gaming, sprachgesteuerte Textverarbeitung usw.

Und wer da in Zukunft das Sagen hat, entscheidet sich "heute".

XBOx Live oder das Pedant von Sony sind die Grundlagen für einen milliardenschweren Unterhaltungsmarkt.

Und ich bin fest überzeugt, dass die alles tun werden um diese Strukturen zeitnah zu etablieren.

Hast Du (Jörg)nicht einen Draht zu dem Boris Schneider (alte PC-Player Verbindungen) ? Den Mann könnte man doch mal interviewen und mal kritisch in die Mangel nehmen ;_).

Der Mann ist doch auf der Gehaltsliste des Bösen...;_)

Grüße
ZG

iStone (unregistriert) 29. Juni 2009 - 16:08 #

"Schau Dir doch an was Microsoft macht um dem PC-Spielemarkt zu schaden.

Da wird richtig Geld verschoben, und zwar zu EA, Ubisoft und Konsorten, um die eigene Plattform zu bedienen."

Das Thema wieder. Ich glaube nicht das Microsoft bewusst alles mögliche unternimmt um dem PC Spielemarkt zu schaden. Vielmehr wird er zugunsten einer einer Alternative -die offenbar mehr Profit abwirft, oder abzuwerfen verspricht- nicht an erster Stelle behandelt.

"Alles was der Personal Computer an exklusiv Erscheinungen hatte, kommt mittlerweile doch für die Konsolen. Leider viel zu oft als simplifizierter Kloppmist, aber das ist es was der Causal Gamer offensichtlich mag."

Ich bitte dich... ;-)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 1. Juli 2009 - 1:13 #

Ich glaube, viele Hersteller machen die folgende Rechnung:

I. X verkaufte Einheiten PC = Y Dollar/Euro Gewinn

II. A verkaufte Einheiten Konsole - B Summer Lizenzgebühr = C Dollar/Euro Gewinn

III. C > Y, daher wird immer noch mehr Energie in Konsolenversionen gesteckt.

hoschi 13 Koop-Gamer - 1484 - 29. Juni 2009 - 12:36 #

deleted

rastaxx 16 Übertalent - 4666 - 29. Juni 2009 - 9:15 #

ich vermute, in vielen jahren, am ende dieser (erfrischenden) diskussion hatten alle recht. die leute, die sagen, dass der pc aussterben wird und die die sagen, dass er sich locker gegen konsolen durchsetzt.

vermutlich wird es nämlich *irgendwann* nur noch eine maschine geben, die dann sowohl fernseher als auch monitore in verschiedenen zimmern anspricht. im arbeitszimmer wird dann "geworded" und "ge-excelt", im wohnzimmer mit der selben maschine warcraft 10 und street fighter turbo alpha 37 gezockt.

dann kann man vermutlich sowohl sagen, dass die maschine eher pc oder eher konsole ist. und gewonnen haben dann beide^^

Kai 14 Komm-Experte - 2329 - 29. Juni 2009 - 9:33 #

Genauso düfte es sein. Und fast genau so verwenden wir im Wohnzimmer bereits heute eine schön leise und dezente PS3, auf der BluRay geschaut wird, im Internet gesurft wird, gespielt wird und bei Bedarf mit OpenOffice über Ubuntu-Linux gearbeitet wird. Alles mit quasi 0 Wartungsaufwand (außer hin und wieder das Bios und Linux zu aktualisieren), bequem, preiswert und nahezu völlig risikofrei gegen Viren, Trojaner usw.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 340139 - 29. Juni 2009 - 12:29 #

Hallo Kai, du scheinst den Prototypen einer PS3 zu besitzen, von der ich noch nichts weiß. Eine LEISE PS3? Die röhrt nicht weniger als die Xbox! Gerade beim DVD-Anschauen, was im Wohnzimmer ja nicht der unwichtigste Einsatzzweck sein dürfte.

Kai 14 Komm-Experte - 2329 - 29. Juni 2009 - 13:37 #

Hmm, dann habe ich wohl mehr Glück als Du gehabt. Meine PS3 ist wahrscheinlich leiser als jeder PC von der Stange und im Betrieb eigentlich nur zu hören, wenn keine Audioausgabe erfolgt. Beim Spielen oder bei DVD/BluRay ist jedenfalls kaum merklich etwas vom PS3-Lüfter zu hören. Auch der gelegentlich anspringende Lüfter meines Denon-Audioprojektors ist lauter als die PS3. Vielleicht sind bei deiner PS3 die Lüftungsschlitze verstaubt oder die Wärmeableiter der Prozessoren nicht richtig montiert oder verrutscht? Das würde ich nach Ablauf der Garantie mal prüfen. Nur mein Arbeits-PC ist noch leiser als meine PS3, aber da sind auch teure Flüsterkomponenten von ichbinleise.de drin. Für ein Hochleistungssystem ist meine PS3 jedenfalls absolut wohnzimmertauglich. Wenn ich mal Besuch habe, läuft sogar die dezente Musikbeschallung per MP3 über die PS3 zum Soundprojektor. Ansonsten: Wenn ich wirklich Pech mit einer lauten PS3 hätte, würde ich das Ding mal aufschrauben und notfalls einfach die Lüfter austauschen. Diese Maßnahme bin ich aber bisher nur von PCs und Servern gewohnt, die PS3 läuft dagegen (bisher) absolut leise und zuverlässig. Würde ich jederzeit wieder fürs Wohnzimmer kaufen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 340139 - 30. Juni 2009 - 14:37 #

Naja, ich habe zwei, und die sind beide sehr laut. Aber es sind noch die alten Modelle (60GB, abwärtskompatibel), vielleicht liegt es daran...

iStone (unregistriert) 30. Juni 2009 - 16:41 #

Die neue ist offenbar wirklich deutlich leiser. Ich hatte auch noch eine vom Launch und die war nicht sehr viel leiser als meine 360. Die war allerdings auch noch vom Launch... Die neue (PS3) ist deutlich leiser als die alte und die 360 (wobei die neuen Modelle auch "flüstern"). Einzig beim abspielen der einen oder anderen DVD (vornehmliche welche die gewissen Zeitschriften beilegen) macht sie einen Höllenlärm. Höllenlärm bedeutet: Ich höre das Laufwerk bei geschlossener Tür im Nachbarzimmer... Scheint da aber auch innerhalb einer Revision enorme Unterschiede zu geben.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 1. Juli 2009 - 1:15 #

Komisch, die habe ich auch - und Filme gucke ich mir grundsätzlich auf der PS3 an, weil die deutlich leiser als die 360 ist. Hast Du vielleicht noch Garantie auf Deiner PS3?

Mash (unregistriert) 30. Juni 2009 - 1:28 #

Das Surfen mit der PS3 ist was für Masochisten.

rastaxx 16 Übertalent - 4666 - 29. Juni 2009 - 9:17 #

kurz off-topic: wieso ist rolands artikel eigentlich nicht in jörgs artikel querverlinkt? er wird doch im intro erwähnt.

GamingHorror Game Designer - 968 - 30. Juni 2009 - 11:45 #

Der link zum Ghostbusters review führt zu Rolands Meinung ... da ist wohl was schiefgelaufen. ;)

melone 06 Bewerter - 1512 - 29. Juni 2009 - 13:45 #

These, Antithese, wer schreibt dann die Synthese?

Kai 14 Komm-Experte - 2329 - 29. Juni 2009 - 14:33 #

Die Synthese hat rastaxx oben eigentlich schon gegeben. Im Laufe der Zeit dürften im privaten Bereich die Unterschiede zwischen PCs, Konsolen und eventuell sogar Smartphones immer geringer werden. Der klassische PC dürfte immer kleiner und mobiler werden, oder er wird durch kleinere, mobilere Geräte oder Konsolen ersetzt. Ganz verschwinden wird der klassische PC sicher nicht, aber dass er noch einmal seinen Spitzenplatz zurückerobert, halte ich für etwa genauso unwahrscheinlich wie den Fall, dass Automobile noch einmal die Form von Kutschen haben werden. Die meisten Leute brauchen einfach keinen aufwendigen PC-Alleskönner, für die Meisten reicht in Zukunft ein kleines, einfaches und sicheres Gerät für den Internet-Zugang. Die Technik dahinter interessiert die Leute eher weniger. Spielen und Blu/Ray-DVD schauen kommt dann als Bonus dazu, aber wie Jörg schon schrieb, Spiele und Videos werden mehr und mehr auch über das Internet angeboten werden. PC-Spielefans finden sich entweder mit der abnehmenden Bedeutung der PC-Plattform für hochwertige, millionenteure Spiele ab und konzentrieren sich auf die wenigen verbleibenden hochwertigen Franchises, oder sie wechseln in das spezialisierte Konsolenlager.

melone 06 Bewerter - 1512 - 29. Juni 2009 - 20:30 #

Ja, wenn's die Hersteller nicht mit einem propritären und exklusiven Hard- und Softwarewust vergurken, dann wird's wohl auf einen größten gemeinsamen Nenner hinauslaufen.

Frage ist nur wie lange die Migration dauert. Zuerst wird dies weiter von der Evoluition bei Multiplatform-Dev-Tools vorangetrieben, und danach dürfte die Platfform, durch das Streaming bei Spielen, weiter an Relevanz verlieren - die Hardware mutiert im Bereich Spiele zur BlackBox, und die Möglichkeiten bei anderen Anwendungsgebieten treten verstärkt in den Vordergrund. Es wird interessant sein zu sehen, wann sich Standards für weiterentwickelte Eingabemöglichkeiten etablieren, und ob's einem Hersteller gelingt, sich hierbei von der Konkurrenz besonders abzuheben.

Ein paar Jährchen dauern, wird's auf jeden Fall noch.

Mash (unregistriert) 30. Juni 2009 - 1:58 #

"PC-Spielefans finden sich entweder mit der abnehmenden Bedeutung der PC-Plattform für hochwertige, millionenteure Spiele ab und konzentrieren sich auf die wenigen verbleibenden hochwertigen Franchises, oder sie wechseln in das spezialisierte Konsolenlager."

Oder PC-Spielefans nutzen das überaus reichliche und abwechslungsreiche Spieleangebot auf dem PC einfach weiter.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 1. Juli 2009 - 1:16 #

Hurra, noch ist nicht alles verloren!

Porter 05 Spieler - 2981 - 29. Juni 2009 - 17:26 #

PC bleibt auch die NR.1 Spiele Plattform, ich habe nie daran gezweifelt, alleine ohne Maus und Tastatur möchte man kaum mehr ein komplexeres Spiel mehr steuern...

obwohl, seitdem ich gemerkt habe wie toll sich ein Xbox 360 Controller mit den aktuelleren Spielen verträgt PES/Fallout3/Last Remnant/Devil May Cry etc. bin ich sogar ein Freund des "Games for WINDOWS" Logos geworden ^^.

Z.B. Fallout3 auch mal mit Xbox360 Controller am PC durchzuzocken hat was, und es sind nicht nur die Vibrationen ^^

Tyrm 08 Versteher - 151 - 29. Juni 2009 - 16:58 #

Ich glaube die Spieleindustrie befindet sich zur Zeit in Stagnation. In den nächsten 15 Jahren dürfte nicht mit einer Entscheidungsschlacht zu rechnen sein. Zur Zeit ist Gewinnmaximierung angesagt. Der Casual Bereich wird zunehmen und den größten Teil des Marktes ausmachen. Allein deshalb aber weil ein Großteil der Spieler (ebenso der Entwickler) mit Casual Games so gut wie nichts anfangen kann, wird es auch weiterhin normale Spiele geben. Und je nach dem in welcher Tradition der Entwickler steht oder das Spiel, das er entwickelt, wird es tendentiell eher zu dieser oder jener Plattform gehören.
Auf dem PC lässt sich wunderbar einfach mit dem Fortschritt der Grafikleistung experimentieren. Die Hardwarehersteller haben hier wohl auch ein Wörtchen mitzureden, zumal bessere Grafik nicht nur ein Grund zum Murren und Geldausgeben ist, sondern auch ein beliebter Anreiz. Wenn die Verkäufe hier zurzeit nicht vorankommen, so wundert mich das gar nicht, da die Leistung in den letzen Jahren riesige Sprünge gemacht hat, und selbst ein Mittelklasse-Rechner enormes Potential birgt.

Porter 05 Spieler - 2981 - 29. Juni 2009 - 17:43 #

Naja am PC vermisse ich schon die aktuellen Titel Fight Night Round 4, Final Fantasy 13, Gran Turismo? oder Metal gear Solid...
...obwohl wer sagt das die nicht auch noch mal auf dem PC rauskommen...

das einzige was mich ankotzt ist das durch Steam z.B. man kaum mehr LAN Partys (mit Counterstrike z.B.) veranstalten kann, kaum hat einer nicht ordentlich seinen Steam Account geupdatet bzw. ausgeloggt geht nix ohne Internet.

Internet internet internet, die GEISEL DES HEUTIGEN ZOCKERS!!!
aber das ist ein anderes Thema :-)

Bernd (unregistriert) 30. Juni 2009 - 9:35 #

Endlich mal jemand der das Thema Internet-Abhängigkeit anspricht. Auch bei den Konsolen finde ich es extrem nervig, wenn oft bereits 1 Jahr nach Release die Server plattgemacht werden. Und eine Serversoftware wird im Gegensatz zum PC erst gar nicht angeboten!

Fast dasselbe mit Steam und GfW: Ohne Internet ist mann aufgeschmissen. Falls die Internetleitung nicht funktioniert oder bei einem Umzug zeitweise kein Zugang vorhanden ist, kann ich meine Spiele nichtmal zocken! Was soll dass bitte??

iStone (unregistriert) 30. Juni 2009 - 10:26 #

"Auch bei den Konsolen finde ich es extrem nervig, wenn oft bereits 1 Jahr nach Release die Server plattgemacht werden"

Bitte nicht verallgemeinern, danke.

iStone (unregistriert) 29. Juni 2009 - 21:31 #

Ich verweise einfach mal frech auf einen Kommentar von GamingHorror aus der anderen vs. Kolumne, da ich diesen für Lesenswert halte:
http://www.gamersglobal.de/comment/reply/5979/16185

(Und um wieder ein bissele Schwung in die Diskussion zu bringen ^^)

Kai 14 Komm-Experte - 2329 - 29. Juni 2009 - 22:25 #

Ja, der verlinkte Kommentar trifft es recht gut, besser kann man es aus Sicht eines Zockers wohl kaum sagen.

Mash (unregistriert) 30. Juni 2009 - 1:56 #

Ich musste spätestens ab "PS3 unter Linux" lachen. Ja, eine echte Massenanwendung. Twittern über die PS3, auch ein echter Hammer. Vor allem, wenn man unterwegs ist, was ja wohl die Hauptanwendung fürs Twittern sein dürfte, zuhause am PC kann ich auch bloggen.

Ich sehe den Hardwarefuhrpark bei mir zuhause, und trotzdem sehe ich in keinster Weise, wo der PC tot oder auch nur auf dem Weg dorthin sein sollte.

iStone (unregistriert) 30. Juni 2009 - 8:38 #

Gibt durchaus Leute die Twitter nur am PC verwenden, nicht jeder hat einen mobiles Internet Device, iPhone oder sonstwas. Schön, aber bloggen könnte er auch auf der PS3, gibt sich also wieder nichts. Und auch er ist nicht der Meinung das der PC aussterben wird. Keine Angst, will euch keiner euer Spielzeug wegnehmen :-P

Bernd (unregistriert) 30. Juni 2009 - 9:42 #

Achja Twitter, der letzte Schrei im Netz. Also ganz ehrlich, dass ist entweder was für Prominente oder Bands, oder Leute die zuviel Zeit haben.

Ich meine solche Sachen wie "Bin heute später heimgekommen, U-Bahn war voll" interessieren mich nicht die Bohne. Aber anscheinend hab ich einen anderen Geschmack als die Masse. Wer bitte kann ernsthaft behaupten dass Twitter sinnvoll ist?

Mash (unregistriert) 30. Juni 2009 - 17:40 #

Yupp, sehe ich ganz genauso. Ich seh' den praktischen Nutzen und Unterschied zum Blog nicht.

iStone (unregistriert) 30. Juni 2009 - 17:43 #

Was in dieser Diskussion vollkommen wurscht ist. Geht es oder geht es nicht? Geht. Prima. :-P

Mash (unregistriert) 1. Juli 2009 - 9:17 #

Und wieviele Leute machen's? Ich sag's auch hier nochmal: Surfen über PS3 ist eine Krankheit, und wer tut's auch, wenn man doch außerdem einen PC hat.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3314 - 1. Juli 2009 - 1:21 #

Das war Twitter vor etwa ein, zwei Jahren, stimme Dir hundertprozentig zu.

Heute hat sich das allerdings gewandelt - da ist daraus ein ganz eigenens Kommunikationsmedium geworden, über das viele Nachrichten noch vor den offiziellen Kanälen verbreitet werden, über das Politiker und Prominente direkt mit "normalen" Bürgern kommunizieren.

Mash (unregistriert) 1. Juli 2009 - 9:18 #

Ich sehe da eher einen konstruierten Hype.

iStone (unregistriert) 1. Juli 2009 - 15:01 #

Ich sehe da jemanden der sich endlich registrieren sollte ;-)

Mash (unregistriert) 2. Juli 2009 - 0:34 #

Ach, lass' mal. ;) 's ging mir nur um die beiden Kolumnen.

iStone (unregistriert) 2. Juli 2009 - 21:41 #

Lohnt sich ;-)

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6522 - 30. Juni 2009 - 11:00 #

Das USA-Problem, daß man praktisch nirgends PC-Spiele kaufen kann, nicht mal bei Best Buy so richtig, hat mich letztes Jahr auch sehr überrascht, als ich dort war. Aber mindestens in Deutschland wird der PC als Spielemaschine nie verschwinden, jede Wette!

Viel zu viele technische Möglichkeiten, viel zu viele ohnehin (als auch-Arbeitsgeräte) vorhandene PCs, viel zu viele PC-Spieler, die keine Konsolen mögen - wie alle totgesagten Genres (jemand letztens einen Gunship!-Nachfolger gesehen?) wird auch hier irgendwann wieder ein Boom kommen. Abgesehen davon, daß der hierzulande derzeit meiner Meinung nach ungebrochen ist.

GamingHorror Game Designer - 968 - 30. Juni 2009 - 11:33 #

Hmmm ... eigentlich genau das was ich geschrieben habe, auf Reaktion zu Rolands Meinung. Der PC wird die Download Plattform schlechthin, stark in Online-Spielen und speziell MMOs, und zuguterletzt quasi als "Formel 1" Disziplin werden auch die high-end Spiele nicht aussterben.

Aber Jörg, wie schön das du die menschliche Bequemlichkeit erwähnst, wegen genau dieser spiele ich persönlich seit 2 Jahren fast nur noch auf Konsole - wohingegen ich bis dahin ein fast reiner PC Spieler war.

Hauptgrund: Bequemlichkeit!

Weil: auf Konsole zocke ich bequem auf der Couch oder im Bett. Ich halte einen Controller der für Menschenhände designed wurde um Spiele zu spielen. Ich muss kein Spiel installieren (ok, die PS3 macht wieder die unrühmliche Ausnahme) und kaum Einstellungen verändern bis ich loslegen darf. Da ich noch in einer Zeit aufgewachsen bin als Musik auf Silberscheiben verkauft wurden habe ich auch kein Problem ein oder zweimal am Tag die Disc zu wechseln - ich empfinde es sogar als angenehm den Spielestapel zu durchstöbern auf der Suche nach dem "worauf hab ich jetzt grad Lust" Spiel. Und wenn mir auch das zuviel ist und ich sowieso nur kurz zocken will gibts auch immer einen Xbox Live Arcade Titel den ich weiterspielen kann.

Und ja, zwar kann ich auch auf dem PC meinen Xbox Controller anschliessen und mir einen Sessel vor den Tisch schieben - aber das wird schon wieder ganz schnell ein grösserer Aufwand. Denn konfigurieren/kalibrieren muss ich den Controller auch noch, und wenns keine Portierung von einem Konsolenspiel ist (das ich dann sowieso gleich auf der Konsole spielen würde) muss ich noch die Konfiguration des Controllers vornehmen, oder gar ein Extra-Tool dafür bemühen. Natürlich kann ich auch gleich auf Maus und Tastatur zurückgreifen, aber obwohl ich das früher als gottgleiche Eingabegeräte für shooter angesehen habe - mittlerweile finde ich sie einfach nur umständlich zu benutzen und ergonomisch zweifelhaft.

Grafisch wird zwar bei PC Spielen mehr geboten, doch macht das spielerisch kaum einen Unterschied. Dafür muss ich dann meist selbst Hand anlegen um das Spiel auf gute Optik bei gleichzeitig möglichst konstant hoher Framerate zu optimieren - via dutzender Einstellungen im Spiel und ebensovieler im Grafikkartentreiber.

Ich bleib dabei: der Spiele-PC ist tot. Für mich zumindest. Bis auf gelegentliche Web/Flash Games und hier und da mal ein MMO - man ist ja sozial. Alles andere spielt sich auf der Konsole ab. Im Sinne des Wortes, und des Spielers in mir.

Meinen ursprünglichen Kommentar gibts hier nachzulesen:
http://www.gaminghorror.net/steffenj/der-spiele-pc-ist-tot/

Tyrm 08 Versteher - 151 - 30. Juni 2009 - 11:40 #

"Ich muss kein Spiel installieren (ok, die PS3 macht wieder die unrühmliche Ausnahme) und kaum Einstellungen verändern bis ich loslegen darf. Da ich noch in einer Zeit aufgewachsen bin als Musik auf Silberscheiben verkauft wurden habe ich auch kein Problem ein oder zweimal am Tag die Disc zu wechseln - ich empfinde es sogar als angenehm den Spielestapel zu durchstöbern auf der Suche nach dem "worauf hab ich jetzt grad Lust" Spiel."

Nur ein Beispiel, wo du total subjektiv bist. Jeder PCler könnte ähnliches über deine Kritikpunkte zum PC sagen, gerade was Komplexität, Upgraden und Tunen, oder gar die simple Unterscheidung zwischen "hohen" und "mittleren" Einstellungen angeht, was für dich ja bereits "böse" ist.
Das hat eigentlich nichts mit dieser Diskussion zu tun. Das geht meist in reines Aufzählen von Präferenzen über

GamingHorror Game Designer - 968 - 30. Juni 2009 - 13:22 #

@Tyrm: Ich hatte nie die Absicht objektiv zu sein, ich dachte das wäre klar weil ich hier meine Meinung und Erfahrungen wiedergebe.

Wie du das mit dem "Jeder PCler könnte ähnliches über deine Kritikpunkte zum PC sagen" meinst verstehe ich nicht. Hast du da einmal PC mit Konsole vertauscht?

Naja, und "böse" ist so ein böses Wort. So hätte ich das nie gesagt und mag es mir auch nicht von dir in den Mund gelegt bekommen.

Ich mach ja niemand einen Vorwurf das es diese Einstellungen auf PCs gibt, oft sind sie notwendig oder von high-end gamern auch gewünscht - ich gebe nur meinen Frust wieder weil ich diese Einstellerei echt satt habe. Als einer, der einen Hang zum optimieren hat, hält mich das grade bei high-end games vom eigentlichen spielen ab. Insofern ja, das ist meine Präferenz, ich will zocken und mich nicht genötigt sehen Einstellungen zu tweaken. Denn solange es die gibt krieg ich mich kaum dazu halt NICHT dran rumzuspielen. Das ist mein Problem, und die Lösung für mich eben auf Konsole zu spielen weil ich weiss da brauch ich mir keine Gedanken drum machen.

Aber das Hauptding ist und bleibt die Bequemlichkeit. Konsolen sind aus meiner Sicht bequem und komfortabel zum spielen aus den genannten Gründen. PCs sind für intensive Spielerlebnisse für mich nur noch zweite oder dritte Wahl.

Gamaxy 19 Megatalent - P - 13403 - 30. Juni 2009 - 15:04 #

Ich finde den Titel etwas unglücklich, sowohl hier als auch in dem Teaser-Artikel: die Spiele sind doch nicht die Plattform, sondern der PC selbst?!?

Von daher wäre als Titel "PC wird die Nr.-1-Spieleplattform" besser...

Jörg Langer Chefredakteur - P - 340139 - 3. Juli 2009 - 22:44 #

Da hast du Recht.

IUZbob 09 Triple-Talent - 230 - 30. Juni 2009 - 15:30 #

Im wesentlichen kommt es doch nur auf das Bedürfnis der jeweiligen Zielgruppe an. Es gibt halt die Gamer, welche Hardwarebastelnd den Traum-PC zusammenschweißen und dann die aktuellsten Spiele ausreizen möchten und die Wohnzimmer-Gamer, denen immer mehr ältere oder ganz junge Personen angehören. Diese möchten an ihrem LCD-Fernseher mal eben ein Ründchen zocken ohne sich um Installation, Konfiguration, patches und Forumdiskussionenen kümmern zu müssen.

Viele aus meinem Bekanntenkreis verlassen den PC als Spielekiste um sich eine Konsole zu kaufen, die manchmal sogar noch lokales Multiplayererlebnis bietet; sozusagen ein Spieleabend am Fernseher. Ich liebe zwar immer noch meinen PC und rüste auch regelmäßig nach, im Bekanntenkreis werde ich aber allmählich der Außenseiter.

Und dann noch der Komfort für den Entwickler. Wie viele aberwitzige PC-Konfigurationen gibt es denn beim Anwender zu Hause? Da kann sich keiner drauf einstellen. Und nachher ist das geflame im Forum groß. Egal. Soll jeder glücklich werden, nicht wahr?

Patrick 15 Kenner - 3955 - 1. Juli 2009 - 12:15 #

Das fasst es wohl am besten zusammen. Wann kommt die Kolumne "Wir haben uns doch alle Lieb!?"

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 1. Juli 2009 - 20:18 #

So leid es mir als altem PCler auch tut, die Wahrheit ist: Spiele für den PC wird es immer geben. Auch ambitioniertere Projekte wird es nach wie vor für den PC geben. Aber ich glaube kaum, dass der gegenwärtige Trend hin zur Konsole in den nächsten Jahren zunächst einmal gestoppt und dann auch noch ins Gegenteil gekehrt werden wird. Am PC-Exklusiv-Spielemarkt lässt sich de facto dasselbe wie früher Ende der 90er-Jahre bei den Simulationsspielen feststellen: Spieler und Entwickler nähern sich immer näher an, eine immer weitergehende "Komplexisierung" der Spiele ist die Folge. Haben diese Spiele allerdings irgendwann einen gewissen Komplexitätsgrad erreicht - und den haben sie meiner Meinung nach bereits erreicht -, sind diese für den Massenmarkt uninteressant, da zu wenig einsteigerfreundlich.
Kinder und Jugendliche sowie die Exzessivspieler werden zwar eventuell noch die Muße finden, sich in solche Mammutwerke von Spielen einzufinden; für berufstätige Erwachsene sind diese Spiele allerdings schlicht und ergreifend zu anstrengend. Wer abends nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommt, möchte bestimmt nicht mehr viel nachdenken und erst einmal zig Stunden aufwenden, ehe er vom Spielen den ersten Spielspaß bekommt. Vor allem dann nicht, wenn in seinem Wohnzimmer Konsolen mit einfachen Spielen locken, die sofort Spaß machen.
Ich als Student finde jetzt noch Zeit und Muße, PC-Spiele den Konsolenspielen vorzuziehen. Wenn ich aber an meine spätere Berufswirklichkeit denke, erscheint es mir äußerst unwahrscheinlich, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird.

Chiquita-Banana 04 Talent - 18 - 2. Juli 2009 - 11:53 #

Zwar würde es mich ebenso freuen, wenn der PC wieder zur Nummer eins aufstreben würde, jedoch halte ich dies zum gegenwärtigen Zeitpunkt für recht unrealistisch. Bis auf das vorgebrachte Argument der MMOs steht eigentlich kaum ein Signal auf PC. Die Vielfalt der PC-Komponenten mit der Ecolutionstheorie als eine der Stärken des PCs aufzufahren ist Schwachsinn. Dies würde nur dann greifen, wenn sozusagen der Stärkere gewinnen würde, bzw. die Entwickler und Publisher sich immer nur auf die neuesten Modelle fixieren würden. Dies würde tatsächlich für große Leistungssprünge und Innovation in der Branche sorgen, allerdings müsste der Schwache im Laufe dieser Evolution auf der Strecke bleiben.

Soll heißen, dass man immer nur für die neueste Hardwaregeneration produzieren dürfte, der 2 Jahre alte PC würde nicht mehr versorgt und "aussterben". De Facto ist dies aber einfach nicht möglich, da die Coregamer, die jährlich ihren PC neu aufrüsten, einen zu geringen Teil der Maße stellen. Die Publisher versuchen möglichst große Konsumentenkreise anzustreben, und dazu müssen sie versuchen Spiele auf möglichst viele Rechner (auch der alten Familienmühle die Papa vor zwei Jahren zu Weihnachten bei ALdi erstanden hat) anzupassen. Die schwachen Glieder leben sich also nicht aus, und wirken eher hemmend als Entwicklungsfördernd. Längere Entwicklungszeiten und höhere Kosten sind das Resultat.

AUch die restlichen Argumente halte ich für nicht wirklich schlüssig. Gut, dass MMO sei dem Rechner zu gute gehalten, allerdings auch nur weil die Publisher wohl erst jetzt wirklich damit anfangen Multiplattform-MMOs wie "The Agency" in ihrem Potential zu erkennen und zu entwickeln. Hinzu kommt das gerade MMOs jene Spiele sind, die am wenigsten von der Evolution der Computerkomponenten profitieren. Hier steht die Maßenerreichbarkeit klar vor den Errungenschaften der Technik und bietet ein finanziellen Gewinn wie in keiner anderen Sparte.

Sollte sich die Visionen einiger Anylisten bewahrheiten, dass die Scheibe als Speicherungsmedium ausgedient hat, und die schiere Menge an verfügbarem Speicher dazu führt, dass nur noch auf Flashspeicher oder gar direkt auf die interne Festplatte kopiert wird, hat sich auch das Argument des Download und Instant-Play von selbst erledigt. Es dürfte kein Problem für Sony und Co sein, die nächste Konsolengeneration mit 1 oder gar 2 Terrabyte Festplattenspeicher auszustatten.

Bereits heute ist es möglich, Sonys Konsolle mit Maus und Tastatur zu bedienen. Einzig und allein die Unterstützung von Seiten der Industrie fehlt noch. Ich weiß noch, dass damals zum Launch von Unreal Tournament 3, die Information kursierte, dass eben jenes Spiel das erste in einer großen Kette von Releases sein sollte, welche Tastatur und Maussteuerung nutzten. Tja, Chance gehabt und leider vertan. Mit der nächsten Generation kann dies aber schon anders aussehen.

Alles in allem wünsche und hoffe ich auf einen Wiederaufstieg des PCs zum Leitmedium für Spieler, nur leider sehe ich wenig Chancen für die nächsten Jahre. Konsolen bieten den Herstellern die Möglichkeit das Nutzungsverhalten der Konsumenten stark zu reglimentieren, der PC ist für den Konsumenten und Technikinteressierten die erste und bessere Wahl. Doch im Endeffekt bestimmt die Maße, wohin die Entwicklung geht. Und die lässt sich leider viel zu sehr von Industrie und Medien beeinflussen. Solange der Rechner seinen Status als kompliziertes und einsteigerunfreundliches Medium nicht verliert, sehe ich weiterhin schwarz.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 340139 - 3. Juli 2009 - 22:41 #

Was dein Massenerreichbarkeitsargument angeht: Es gibt da draußen etwa 200 Millionen Konsolen, wenn du alles zusammenrechnest, was in den letzten 20 Jahren verkauft wurde, Handhelds nicht eingerechnet. Nicht einmal die Hälfte davon dürfte noch im Einsatz sein.

200 Millionen PCs werden weltweit PRO JAHR verkauft.

Was ist da wohl die Massenerreichbarkeitsplattform? Und nun nimm den Aufstieg der Browsergames, addiere neue Techniken wie Gaikai und Onlive, und du weißt, was die wahre Massenplattform ist.

Aber wie schon geschrieben: Niemand weiß, ob das dazu führen wird, dass auch für Core Games die wichtigste Plattform irgendwann wieder PC heißen wird. Aber es weiß heute auch niemand, dass es nicht so sein wird. Wir vermuten und prognostizieren, und in 10 Jahren sind wir alle schlauer...

Chiquita-Banana 04 Talent - 18 - 12. Juli 2009 - 3:05 #

Bei dem Thema Massenerreichbarkeit ging es ja nun eher um die MMOs und deren Entwicklung. Wenn man SIe als eine der größten Stärken des PCs nennt, muss man ja auch erkennen, dass gerade sie es sind, welche von der schnellen Entwicklung der PC-internen Hardware also sozusagen der stationären Ressourcen am wenigsten profitieren, bzw. sie einfach nicht bereit sind zu nutzen. Aus Gründen der Massenerreichbarkeit.

Und das bedeutet doch nur, dass die Entwickler und Publisher sich liebend gerne auf Multiplattform MMOs stürzen würden, beziehungsweise schon dabei sind dies zu tuen. Am Anfang war da das absolut grauenhafte Shadowrunners, jetzt versucht man es mit "The Agency". Sollte dies sich als Erfolg erweisen, und sollte sich die Vision einer Konsole, von Maus und Tastatur geknechtet, doch noch bewahrheiten dürfte sich wohl ein neuer Trend bereitmachen.

Und entscheidend für die Publisher sind wohl eher die abgesetzten Datenträger als irgendwelche ominösen Zahlen in Sachen Hardwareverkäufen. Von welchen Gestellen ist denn bei diesen 200 Millionen PCs die Rede? Das neue 400 Euro Netbbok des Herrn Müllers dürfte wohl schon bei Half-Life 1 kräftig zu rauchen anfangen. Und die 100 Euro Gurken die Firma XY zusammen mit der neuesten Office-Version geordert hat, dienen wohl auch einem anderen Zweck.

Eine gekaufte PS3 hingegen dürfte wohl einem klaren Hauptziel dienen: dem gepflegten Zocken nach Feierabend. Und Multiplattform Titel werden sich in 90% der Fälle eines höheren Absatzes bei Konsoleros als innerhalb der "ProPC"-Anhängerschaft erfreuen.

Konsolen sind anhand ihrer Absatzzahlen einfach berechenbarer, sicherer beim Thema Raubkopien, und in der Programmierung einfacher zu händeln.

Ich möchte nur nochmal klar stellen, dass ich seit Jahr und Tag überzeugt vom PC bin, und sicherlich wird irgendwann die Zeit kommen, in welcher der PC wieder glänzen wird. Im Endeffet läuft doch eh alles auf "das eine" Gerät hinaus, die sooft beschworene Multimediazentrale. Nur wann das sein wird, weiß keiner.

Gaikai und Onlive sind sicherlich faszinierende Techniken, die bei Veröffentlichung den Markt umkrempeln werden und ihr übriges bei der Entwicklung des PCs leisten werden. Nur nach meinem Informationsstand ist es ja durchaus fraglich ob diese Technik in nächster Zeit realisierbar ist, und wer dann die Unmengen an Daten verwalten und bezahlen kann und möchte. Auch hier sind diese Dienste nur für Gebiete mit einer außergewöhnlichen Infrastruktur möglich.

Aber da spricht aus mir die Stimme des einfachen Konsumenten, ihr als Brancheninsider und Hautberufler seid uns da sicherlich um einiges vorraus;)
Wäre schön wenn wir da bald mal etwas mehr zu hören würden.

Fakt ist tatsächlich, dass dies alles nur reines Rätselraten ist, warscheinlich kommt es doch ganz anders, aber dann ist es umso schöner die Gedanken und das Fachgesimpel der vergangenen Tage vor Augen zu haben, und schmunzeln zu können.

Matti 16 Übertalent - P - 4669 - 2. Juli 2009 - 14:29 #

Ein PC hat für mich einen ganz wesentlichen Vorteil: Wenn man sich für nur ein Gerät entscheiden müsste würde immer der PC gewinnen. Denn auf eine Konsole kann man im Notfall verzichten aber einen PC nicht so ohne weiteres. Internet, Online Banking usw. All das bietet mir der PC zusätzlich zu der Möglichkeit Spiele zu spielen während die Konsolen mir zwar ein tolles Spielerlebnis versprechen aber außer dem kaum Mehrwert bieten.

Ich bin zwar Besitzer einer XBox 360 und habe damit durchaus sehr viel Spaß aber insgesamt bin ich doch von den beschränkten Möglichkeiten der Konsole etwas enttäuscht.

Matti von Mattis WoW Blog

Spiegelei (unregistriert) 5. Juli 2009 - 1:15 #

Die Versuche dieses Thema mit sachlichen Argumenten zu diskutieren ist zwar löblich aber doch sehr verkopft.
Letztendlich bleibt es doch eine subjektive Geschmacksfrage.

Ich zB. spiele kein WOW und keine Shooter - würde also nie auf die Idee kommen mich zum Spielen vor einen Schreibtisch zu setzen. Ich zocke lieber auf dem sofa in einer Heimkinoatmosphäre. Ich empfinde Controller als ideal, weil blind und im liegen bedienbar.

Es geht da also nicht um Feinheiten und Details sondern eher um grundsätzliche Vorlieben.

PS: meine Prognose: Casual/neue grössere Zielgruppen, Verschmelzung unterschiedlicher Medien im Wohnzimmer, innovative Eingabemöglichkeiten und Bequemlichkeit werden wichtiger und sprechen eher für Konsolen.
Notebook für Web und Office sowie eine Konsole für Spiele und Filme ist eine gute Kombi.

Sempai (unregistriert) 12. Juli 2009 - 14:47 #

Klasse Kolumne, halt ein echter Langer! Ich als WiSim-, Strategie- und Rollenspielfan bin sowieso ein Freund des PCs. Ein Spiel wie GTA 4 auf der Konsole? Was für ein Krampf, alleine das Zielen auf Gegner. Ein Spiel wie Anno 1404 oder SC 2 auf Konsole? In der Zeit, wo ein Konsolero einen Klick machen würde, besiedel ich die ganze Inselwelt und lasse meinen Zergschwarm den ganzen Sektor überfallen. Lediglich Zelda und Final Fantasy fehlen mir für den PC, gerade für Zelda müssen daher alle paar Jahre Nintendo-Konsolen her. Aber sonst bin ich seit Mitte der 90er und der Aufsplittung der guten Spiele in PS und N64 ein PCler.

PS: Und wenn OR gut wird, dann hat der PC eh endgültig gewonnen.

Anonymous (unregistriert) 15. Juli 2009 - 17:20 #

Vom "OnLive"-Thema halte ich nicht viel. Ich verwende seit über 10 Jahren
ähnliche Verfahren, um mir z.B. die graphische Oberfläche anderer Maschinen
in der Firma oder im Internet auf den eigenen Monitor zu holen.
Da die Grafik immer aufwändiger wird (Farbtiefe) und die Auflösungen immer
größer werden, hat sich da trotz immer schnellerer Netzwerke nicht viel getan.
Bei vielen Änderungen auf dem Bildschirm läuft das so träge wie vor 10 Jahren.
Ein "Puzzle Quest" kann man vielleicht über so eine Verbindung spielen,
aber wenn sich - wie bei einem Egoshooter - der ganze Bildschirm in
Äbhängigkeit von der Eingabe des Benutzers (unvorhersehbar) ändert,
wird das eine Diashow!

SPILLOUT (unregistriert) 17. Juli 2009 - 14:28 #

Also bitte, Jörg. Das kannst Du aber besser.

Erstens finde ich den Artikel viel zu lang geschrieben. Er verliert sich in unwichtigen Ausführungen die für die Kernaussage nicht relevant sind. Ich musste mich wirklich durchquälen ihn komplett zu lesen um einen fundierten Kommentar schreiben zu können.

Zweitens halte ich Deine Stichpunkte für erschreckend naiv.
-Keine Downloadspiele bei den Konsolen? Das ist ein großer Pluspunkt der PC-Fraktion? Ich habe zwar nicht nachgezählt, aber es gibt HUNDERTE Downloadspiele, Klassiker, Arcade-Vollversionen und komplette Vollpreispiele, auf den Marktplätzen der Konsolen! Sag blos der Artikel wurde ohne Recherche verfasst?

-Uh, diese lächerlichen Konsolen, die nach 3 Jahren schon grafisch veraltet sind, sind den PC somit unterlegen? Was soll denn dieser Quatsch? Zum einen kosten diese "veralteten" Konsolen einen Bruchteil von modernen (keinen High-End) PCs. Und das schon zu dem Zeitpunkt an dem sie released werden und somit modernen PCS haushoch überlegen sind. Die Halbwertszeit eines aktuellen PCs spreche ich mal vorsichtshalber nicht an... Zudem solltest bitte nicht ausgerechnet Du die Güte des spielens primär an den grafischen möglichkeiten festmachen. Das disqualifiziert ja schon fast...

-WENN es einen rießen Pluspunkt der PCs gegenüber der Konsolen gibt, dann: Community! Die Möglichkeiten ein Spiel durch neue, kostenlose AdOns wie Karten, Modi oder Mods immer wieder neu zu entdecken lassen mich oft neidisch auf den PC schielen.

Serenity (unregistriert) 19. Juli 2009 - 14:04 #

Ich muss SPILLOUT vollkommen Recht geben, er trifft den Nagel auf den Kopf.
Für mich ist gerade dieser Kostenfaktor was PC-Spiele angeht viel zu immens. Wenn ich daran denke das ich damals für das erste Call of Duty mir eine ATI Radeon 9800 Pro gekauft habe für 450 Euro und dann nicht mal spielen konnte weil es mit der damaligen Catalyst-Version nach spätestens 5 minuten abgeschmiert ist und ich 3 Wochen auf nen Patch warten musste und nen Treiber, fährt es mir heute noch eiskalt den Rücken runter. Klar, man kann sicherlich gegenargumentieren und sagen manche geben wesentlich mehr für Ihr Hobby aus (Auto, Tauchen etc.) aber letztendlich muss jeder für sich selbst wissen wieviel er bereit ist für sein Hobby auszugeben. Ich war lange Konsolengegner bzw. habe immer meinen PC meiner damaligen PS1 und PS2 vorgezogen aber seit der Xbox360 vermisse ich meinen PC als Spieleplattform kaum noch. Das soll weder Werbung für die 360 sein noch gegen die PS3 sprechen, damals war für mich das Spieleangebot ausschlaggebend und die Xbox-Live möglichkeiten. Und inzwischen habe ich eine beträchtliche Spielesammlung, da so mancher Staunen würde und manche Freunde zu mir sagen ob es überhaupt ein Xbox-Spiel gibt das ich noch nicht besitze. Aber wenn man bedenkt was ich in 3 Jahren in nen PC gesteckt hätte nur um ein zehntel der Spiele die ich auf der Xbox habe spielen zu können...
Fakt ist, der PC wird grafisch einer Konsole immer einen Schritt voraus sein, aber zu welchem Preis? Und wenn wir schon von Grafik reden, macht denn wirklich die Grafik ein Spiel aus??? Tut es definitiv nicht, auch wenn es 90% aller Redakteure, Zeitschriften und Spieleseiten behaupten! Wieviel Prozent der damaligen Käüfer von Crysis kamen eigentlich in den vollen Genuss der Grafikmöglichkeiten? Nicht einmal 10% würde ich behaupten. Und war Far Cry 2 ein gutes Spiel? Auch wenn es nur so von Lobeshymnen überschüttet wurde war es defintiv nur ein mittelmäßiges Spiel, meiner Meinung nach nur eine Grafikdemo und mehr nicht, sowas eintöniges ist mir selten untergekommen und war für mich persönlich der größte Fehlkauf. Und ich spiele nicht erst seit 5 Jahren sondern gehöre noch zu der Generation die Maniac Mansion auf dem C64 gespielt haben!
Sicherlich fehlen mir die Adventures und Aufbauspiele wie Anno usw. oder tolle Mods wie es sie zB. für Fallout 3 gibt aber ich habe auf sowas echt keine Lust mehr und wenn ich mir noch diese Kopierschutzmaßnahmen ansehe dann kann ich echt nur lachen, weil das alles andere ist als den ehrlichen Käufer zu belohnen aber das ist ein ganz anderes Thema.
Sicherlich sprech ich nicht nur für mich, aber damit für mich der PC als Spieleplattform wieder interessant wird, müssen sich die Hersteller echt was GANZ besonderes einfallen lassen!

markus (unregistriert) 26. Juli 2009 - 15:12 #

Zitat:
"200 Millionen PCs werden weltweit PRO JAHR verkauft.
Was ist da wohl die Massenerreichbarkeitsplattform? "

Und wieviele davon kaufen auch Spiele? Eben.
Eure Einschätzungen sind vor allem eins: Spekulatius. Eine realistische Einschätzung wie es in einigen Jahren aussehen wird können allerhöchstens Wirtschaftsprüfer geben, wie z.B. die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers.

Spielemärkte in Europa und Asien wachsen am schnellsten

Bis 2012 wird der weltweite Markt für Videospiele mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 10,3 Prozent auf 68,3 Milliarden US-Dollar zulegen. Besonders spielbegeistert sind die Bewohner in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) sowie Asien. Mit einer durchschnittlichen Steigerung von 11,3 Prozent pro Jahr wächst in diesen Regionen die Videospieleindustrie am schnellsten. Asien bleibt mit einem prognostizierten Umsatz von 25,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012 die führende Spieleregion der Welt. Die Region EMEA folgt mit 21,6 Milliarden US-Dollar vor den USA (17,7 Milliarden US-Dollar). Der US-Spielemarkt wächst bis 2012 um durchschnittlich 7,9 Prozent pro Jahr.

PC-Spiele auf dem Rückzug

Bis zum Jahr 2012 wird der Markt für Konsolenspiele von 24,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2007 auf 34,7 Milliarden US-Dollar um durchschnittlich 6,9 Prozent pro Jahr zulegen. Online- und Wireless-Spiele werden sogar mit einer Wachstumsrate von 16,9 bis 19 Prozent zulegen. PC-Spiele dagegen verlieren weiter an Bedeutung. Der Umsatz in dieser Sparte fällt durchschnittlich um 1,2 Prozent auf 3,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012. Zum Vergleich: Konsolenspiele erwirtschaften bis dahin fast das Zehnfache an Umsatz (34,7 Milliarden US-Dollar), Online-Spiele schon fast das Vierfache (14,4 Milliarden US-Dollar) und Mobilfunkspiele weit mehr als das Dreifache (13,5 Milliarden US-Dollar).

www. business-wissen.de/markt/wachstumsmarkt/fachartikel/videospielemarkt-weiteres-wachstum-durch-onlinefaehige-spielkonsolen.html

Colt Seavers (unregistriert) 17. Mai 2010 - 16:04 #

Oh Gott, wir werden alle sterben! :-)

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)